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VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: Anbeku

Datum: 04.12.18 17:03

Der Verkehrsclub Deutschland hat den Bahntest 2018/19 veröffentlicht. Kernaussagen: Die wenigsten Fahrgäste sind mit der Bahn zufrieden, Pünktlichkeit bleibt das größte Qualitätsproblem, man kommt mittlerweile besser an Informationen, aber Fahrgastrechte sind nach wie vor nur kompliziert und auf nicht mehr zeitgemäßen Wegen in Anspruch zu nehmen. Das ausführliche Ergebnis, sowie die zugehörige Datensammlung unter freier Lizenz findet mal unter:
[www.vcd.org]



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 17:08.

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 04.12.18 19:23

Warum wird bei solchen Umfragen und Statistiken stets nur die DB herangezogen?
Mich würde da mal interessieren, ob Metronom, Abellio, HzL, BOB und wie sie alle heißen wirklich so viel pünktlicher sind als die DB und ob diese anderen EVU bei der Kundschaft tatsächlich ein besseres Image haben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 19:26.

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: Valentin Hörster

Datum: 04.12.18 20:26

Ich fände da einen Vergleich à la Stiftung Warentest mal interessant, so unter Einbeziehung von anderen innerdeutschen Fernverkehrsanbietern wie Lufthansa oder F-Mobility, gerade auch was die viel bemühten Fahrgastrechte oder Kundenversorgung im Fall des Anschlussverlusts betrifft. Auch die ausländischen EVU wie Abellio, GoAhead oder Keolis wären da interessant, vor allem auch vor dem Hintergrund, wieviele Probleme tatsächlich bei den EVU, wieviele bei höherer Gewalt und wieviele bei Netz liegen. Mich würde da vor allem interessieren, wie da das Verhältnis über alle Verkehrsträger zwischen Leistung und Zufriedenheit ist, d.h. spielen evtl. noch andere Faktoren mit rein.

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: HFy

Datum: 04.12.18 20:40

Was würde denn dadurch besser, wenn die anderen Betreiber ein ebenso schlechtes Image wie der rote Riese hätten (das schlechter gar nicht sein könnte)?
Herbert

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: stellwerk_wf

Datum: 04.12.18 20:58

3-Löwen-Takt schrieb:
Warum wird bei solchen Umfragen und Statistiken stets nur die DB herangezogen?
Mich würde da mal interessieren, ob Metronom, Abellio, HzL, BOB und wie sie alle heißen wirklich so viel pünktlicher sind als die DB und ob diese anderen EVU bei der Kundschaft tatsächlich ein besseres Image haben.
Jetzt mal halblang: Es geht im Test nahezu ausnahmslos um den Fernverkehr. Da ergibt ein Vergleich mit dem NE-Rumpfangebot wahrlich keinen Sinn.
Und wenn's denn im Test tatsächlich mal ausnahmsweise um den Nahverkehr geht, kommt dieser ja auch gar nicht so schlecht weg: "Wer mit Regionalzügen reist, hat seltener mit Verspätungen zu kämpfen. 2018 kamen bisher 94,1 Prozent der Nahverkehrszüge der DB Regio pünktlich an (Quelle: DB AG 2018). Auch die Nahverkehrszüge anderer Bahnunternehmen bewegen sich in dieser Größenordnung."

Im Übrigen hat der VCD völlig Recht, dass die Transparenz des roten Riesens in Sachen Pünktlichkeit/Zuverlässigkeit arg zu wünschen übrig lässt. Da kommt dann auch nicht zu Unrecht oft schnell der Vorwurf der Heimlichtuerei...


Grüße
stellwerk_wf

EDIT: Ergänzung Transparenz



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 21:01.

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: Klaus Gerke

Datum: 04.12.18 21:06

Wer die pünktliche Bahn noch erlebt hat, eine Zeit in der ohne wochenlange Sperrungen gebaut, elektrifiziert und Unfall-/Klima folgen u.ä. beseitigt wurden usw. hat kein Verständnis dafür, dass Verbraucherschützer die heutige schlechte Qualität des ÖV einfach so hinnehmen . Fahrgastrechte, anscheinend ein Privileg für junge Großstädter, die Verspätungen mit Daddeln an Erstattungs - Apps und mit WLAN sich verkürzen wollen. Was heute vielerorts bei Bahnen abgeht, untergräbt in Wahrheit das erforderliche Vertrauen und auf Dauer die Akzeptanz der Bahn.

Und was ist bei Anschlussverlusten bei Flixbus/train, Thalys, Flugzeug und Regionalbus? Nichts ist da. Wenn der im 2-Stundentakt fahrende Anschlussbus am Wochenende aufs Land,so es ihn überhaupt gibt, nicht erreicht wird, was dann? Pech gehabt , liebe Fahrgastrechtler.

Und wer zahlt die Fahrgastrechte? Doch der Fahrgast selbst. Supersparpreise gibts dann für den umsteigefreien Verkehr von City zu City und die Fahrt mit riskanteren Anschlüssen sind halt etwas teurer. Straße und Luft lachen sich eins.

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: HFy

Datum: 04.12.18 21:15

Eben. Fahrgastrechte haben nur dann einen Sinn, wenn sie die komplette Reisekette umfassen. Andernfalls machen unzuverlässige Anbieter weiter wie bisher. Wenn übrigens das Auto liegen bleibt, hilft einem entweder der Hersteller oder der ADAC. Wenn im öffentlichen Verkehr etwas schiefgeht (was sehr viel häufiger vorkommt): Neese!
Herbert

wenn mal das Auto liegen bleibt ...

geschrieben von: der pasinger

Datum: 04.12.18 22:28

HFy schrieb:
... Wenn übrigens das Auto liegen bleibt, hilft einem entweder der Hersteller oder der ADAC...


an dieser Stelle MUSS betont werden, daß der genannte Service GELD kostet und zwar vorab !
Der Service durch den Hersteller steckt im Kaufpreis, der vom ADAC im Mitgliedsbeitrag (okay, der ADAC hilft immer, dann halt gegen Rechnung)

Ich musste diesen Umstand an in diesem Fall hier klar stellen, um möglicher Legenden- oder Theoriebildung vorzubeugen.
Fahr- oder Fluggastrechte kennt der Individualreisende nicht, er hat sie auch nicht, er kann sie sich nicht mal kaufen (im Sinne von "Geld zurück"), er kann nur mit zusätzlichem Geld dafür sorgen, im Falle eines Falls Hilfe und weitergehende Mobilität zu bekommen.

mfg
Nils

Re: wenn mal das Auto liegen bleibt ...

geschrieben von: ellerbahnhof

Datum: 04.12.18 23:06

der pasinger schrieb:
HFy schrieb:
... Wenn übrigens das Auto liegen bleibt, hilft einem entweder der Hersteller oder der ADAC...
an dieser Stelle MUSS betont werden, daß der genannte Service GELD kostet und zwar vorab !
Der Service durch den Hersteller steckt im Kaufpreis, der vom ADAC im Mitgliedsbeitrag (okay, der ADAC hilft immer, dann halt gegen Rechnung)

Ich musste diesen Umstand an in diesem Fall hier klar stellen, um möglicher Legenden- oder Theoriebildung vorzubeugen.
Fahr- oder Fluggastrechte kennt der Individualreisende nicht, er hat sie auch nicht, er kann sie sich nicht mal kaufen (im Sinne von "Geld zurück"), er kann nur mit zusätzlichem Geld dafür sorgen, im Falle eines Falls Hilfe und weitergehende Mobilität zu bekommen.
Man muss ja nur mal die Ausfallrate üblicher PKWs betrachten, dann sieht man, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Im IV gibt es nämlich eine echten Herstellerwettbewerb, der eben zu einer gewissen Zuverlässigkeit führt (weil keiner Autos kauft, die zu oft liegenbleiben), die wiederum dazu führt, dass so etwas wie ein Schutzbrief spottbillig zu haben ist. Beim Öffentlichen Verkehr braucht es dagegen gesetzliche Regelungen, weil wir dort als Nutzer Monopolen ausgesetzt sind. Der Gesetzgeber hat wohl immer auf die Versicherungsgesellschaft gewartet, die eine Versicherung gegen Verspätungen und Zugausfälle anbietet (also ungefähr analog zum Auto-Schutzbrief). Da keine so blöd war, hat er dann vor ein paar Jahren die Anbieter zu Enschädigungen usw. verpflichtet.

Edmund Lauterbach

Kurzfassung :
der Automobilist kann sich NICHT gegen Verspätung und Ausfall versichern, maximale Absicherung gegen AUFPREIS (!!!)ist eine mehr oder weniger wachsweiche "Mobilitätsgarantie" in Form einer Reparatur oder eines Ersatzfahrzeugs mit einer Reaktions- oder Wartezeit von 1 bis mehreren Stunden.

Von einer aufpreisfreien (!), gesetzlichen Regelung mit Entschädigung und "Geld zurück" wagt der Automobilist nicht mal zu träumen ...
(warum auch, wie sollte denn Schuld an Verspätungen und Streckensperrungen im Straßenverkehr nachgewiesen werden können, außer im heute nicht sehr wahrscheinlichen Fall einer Panne ...)

Ach so,
bevor ein falscher Eindruck entsteht :
Ich begrüße die Regelungen der Flug- und Fahrgastrechte ausdrücklich,
wehre mich aber entschieden dagegen, Argumentationen zuzulassen, die suggerieren, Automobilisten hätten weitergehende Rechte !


edit :
verschluckte Buchstaben ergänzt / ausgewechselt ...


mfg
Nils




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.18 00:43.
Es ging im zweiten Satz nicht um Rechte, sondern ums Weiterkommen. Und das liegt bei öffentlichen Verkehrsmitteln auch sehr im argen....

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: sylter

Datum: 05.12.18 07:24

3-Löwen-Takt schrieb:
Warum wird bei solchen Umfragen und Statistiken stets nur die DB herangezogen?
Mich würde da mal interessieren, ob Metronom, Abellio, HzL, BOB und wie sie alle heißen wirklich so viel pünktlicher sind als die DB und ob diese anderen EVU bei der Kundschaft tatsächlich ein besseres Image haben.
Die meisten werfen foch alles in einen Topf undcinterscheiden doch gar nicht zwischen den EVU,s sondern wenn irgendwas schiefläuft heißt es immer .... Bahn.

ein echter Sylter!
auch hier unterwegs: [www.youtube.com]
mein Twitter Kanal: [twitter.com]
So eine "wachsweiche" Mobilitätsgarantie habe ich vor ein paar Jahren mal in Anspruch nehmen müssen:
als mein Fahrzeug aufgebrochen wurde eine Seitenscheibe eingeschlagen worden war
und
als ich einen Schaden am Kühlsystem hatte.
Beides während einer Dienstreise, also fern der Heimatwerkstatt. Das Ersatzfahrzeug war in beiden Fällen innerhalb weniger Minuten verfügbar!

Das waren übrigens in mehr als 35 Jahren Aussendienst mit dem PKW (mit der Bahn hätte ich meine Ziel erst durch mehrfaches Umsteigen und Taxinutzung erreichen können) und rund 2,5 Millionen Kilometern die einzigen Ausfälle wegen einer Panne.

Dieter
der pasinger schrieb:
Kurzfassung :
der Automobilist kann sich NICHT gegen Verspätung und Ausfall versichern, maximale Absicherung gegen AUFPREIS (!!!)ist eine mehr oder weniger wachsweiche "Mobilitätsgarantie" in Form einer Reparatur oder eines Ersatzfahrzeugs mit einer Reaktions- oder Wartezeit von 1 bis mehreren Stunden.

Von einer aufpreisfreien (!), gesetzlichen Regelung mit Entschädigung und "Geld zurück" wagt der Automobilist nicht mal zu träumen ...
(warum auch, wie sollte denn Schuld an Verspätungen und Streckensperrungen im Straßenverkehr nachgewiesen werden können, außer im heute nicht sehr wahrscheinlichen Fall einer Panne ...)

Ach so,
bevor ein falscher Eindruck entsteht :
Ich begrüße die Regelungen der Flug- und Fahrgastrechte ausdrücklich,
wehre mich aber entschieden dagegen, Argumentationen zuzulassen, die suggerieren, Automobilisten hätten weitergehende Rechte !


edit :
verschluckte Buchstaben ergänzt / ausgewechselt ...

Ein paar Dinge hierzu:

Nein, gegen Verspätung kann sich ein Automobilreisender nicht versichern, aber auf der anderen Seite hat er (ggf.) die Möglichkeit, auszuweichen, und dabei Kostenvorteile.

- Wenn ich morgens am Bahnsteig stehe und die Strecke gesperrt wird, hab ich die Fahrkarte i.d.R. schon voll bezahlt. Eine Alternative (Bus, Auto,...) muss ich selbst bezahlen.
- Wenn ich vor Pkw-Abfahrt feststelle, dass z.B. die Autobahn dicht ist, kann ich eine Alternative (Zug, Bus,...) wählen. Das Benzin muss ich dann nicht bezahlen.

- beim Schienenverkehr zahlt man indirekt die Fahrgastrechte ja mit
- beim Pkw kann ich teilweise etwas dazuversichern (Schutzbrief, ADAC), was mir ggf. hilft (ggf. kann der ADAC innerhalb von 1 Stunde das Auto wieder zum Laufen bekommen, wenn es nur was kleines ist)
- größere Kosten in dieser Richtung spart man sich. Falls mein Pkw dann tatsächlich mal ausfällt (mir in 17 Jahren nur 2x passiert, aber nie zu "kritischen Zeiten", beide Male Batterie leer, hätte der ADAC in 1 Stunde hingekriegt..), dann könnte man sich auch ein Taxi mit den ersparten Kosten leisten (man ist dann meist nur zu geizig!)
Ich bewundere die Leute, die verstehen, was andere nicht verstanden haben, immer ganz toll.
Glückwunsch zur Genialität. Ich bin leider viel zu dumm.

Re: VCD veröffentlicht Bahntest 2018/19

geschrieben von: Falk12

Datum: 05.12.18 18:01

Zitat:

Wer die pünktliche Bahn noch erlebt hat, eine Zeit in der ohne wochenlange Sperrungen gebaut, elektrifiziert und Unfall-/Klima folgen u.ä. beseitigt wurden usw. hat kein Verständnis dafür, dass Verbraucherschützer die heutige schlechte Qualität des ÖV einfach so hinnehmen . Fahrgastrechte, anscheinend ein Privileg für junge Großstädter, die Verspätungen mit Daddeln an Erstattungs - Apps und mit WLAN sich verkürzen wollen. Was heute vielerorts bei Bahnen abgeht, untergräbt in Wahrheit das erforderliche Vertrauen und auf Dauer die Akzeptanz der Bahn.

Und was ist bei Anschlussverlusten bei Flixbus/train, Thalys, Flugzeug und Regionalbus? Nichts ist da. Wenn der im 2-Stundentakt fahrende Anschlussbus am Wochenende aufs Land,so es ihn überhaupt gibt, nicht erreicht wird, was dann? Pech gehabt , liebe Fahrgastrechtler.

Und wer zahlt die Fahrgastrechte? Doch der Fahrgast selbst. Supersparpreise gibts dann für den umsteigefreien Verkehr von City zu City und die Fahrt mit riskanteren Anschlüssen sind halt etwas teurer. Straße und Luft lachen sich eins.Zitat



Dazu volle Zustimmung,
leider gehört es heute dazu alles hinzunehmen, weil die Bahn ja jetzt privat ist, als Staatsbahn konnte man sich noch bei seinem örtlichen
Bundestagsvertreter beschweren, heute interessiert den das soviel als wenn in China ein Sack Reis umfällt, weil eh auch nichts machen kann. Genau deshalb bewegt sich auch nichts bei der DB AG!!