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Hallo und Guten Abend in die Runde

Die Frankfurter Rundschau berichtet unter dem Titel: RMV-Chef im Interview: "Fahrverbote sind ein Weckruf". Ein sehr interessantes Interview. Reinschauen lohnt sich: [www.fnp.de]

Re: RMV-Chef ...

geschrieben von: andreas +

Datum: 03.12.18 21:03

HomburgerBahn schrieb:
Ein sehr interessantes Interview.

M.E. nur die üblichen hohlen Phrasen und Worthülsen; als "Trittbrettfahrer" auf Projekte anderer aufspringen und nur fordern.
HomburgerBahn schrieb:
Hallo und Guten Abend in die Runde

Die Frankfurter Rundschau berichtet unter dem Titel: RMV-Chef im Interview: "Fahrverbote sind ein Weckruf". Ein sehr interessantes Interview. Reinschauen lohnt sich: [www.fnp.de]
Hallo.

Nur zur Klarstellung:

Das Interview mit Prof. Ringat wurde von der "Frankfurter Neue Presse", nicht von der "Frankfurter Rundschau" geführt.

Viele Grüße
Helmut

Re: RMV-Chef ...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 03.12.18 22:41

andreas + schrieb:HomburgerBahn schrieb:
HomburgerBahn schrieb:
Ein sehr interessantes Interview.
M.E. nur die üblichen hohlen Phrasen und Worthülsen; als "Trittbrettfahrer" auf Projekte anderer aufspringen und nur fordern.
Man muss Knut Ringat kennen, um seine schnellen inhaltlichen Wandel zu verstehen - vor einem Jahr ging es ihm nämlich nicht um einen Fernbahn- sondern um einen zweiten S-Bahntunnel!
Man hat dieses Konzept politisch in der zugehörigen Partei sehr stark forciert, so dass dies bspw. im Koalitionsvertrag der Stadt Frankfurt verankert wurde, bei einem Verkehrsdezernenten, der diese Realisierung - nicht nur im Hinblick auf die Kosten sondern auch bezogen auf die Fahrgastströme!

Und auf einmal hört man nichts mehr vom S-Bahntunnel sondern nur vom Fernbahntunnel - der im Übrigen zusammen mit der Bestandsstrecke keine weitere Erschließung erzeugt, sondern nur das Verkehrsangebot auf den Achsen Frankfurt Hauptbahnhof - Südbahnhof - Frankfurt Ostbahnhof / Offenbach Hauptbahnhof verdichten lässt. Bei gleichzeitiger Schaffung eines S-Bahntunnels (zusätzlich zum bestehenden U-Bahntunnel) zwischen Frankfurt Innenstadt und Ostbahnhof.
Heute faselt man eher von Seilbahnen, die von der City über die Stadtgrenze in die Region hinausführen sollen!

Schnellbusse sind in der Regel bestehende Regionalbuslinien mit strukturierterem, gestrafftem Fahrplan (teilweise reduzierte Haltestellen), die keine Schienenverkehre ergänzen sondern andere Achsen bedienen.

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Re: RMV-Chef ...

geschrieben von: dvis

Datum: 04.12.18 03:57

Diese neue S-Busse rund um FR sind doch auch teils ganz neue Linien, die nun Querverbindungen bieten, die im heutigen alt-DE System nie zu eine solches Neu-angebot gefuehrt haette. Und ja-weil DSO-ler immer das schlimmste furchten-dabei vielleicht mal eine Reisende die bisher S-bahn in der stadt und wieder heraus fuhr, nun direkt in weniger Zeit ans Ziel bringen koennen.

Re: RMV-Chef ...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 04.12.18 14:04

dvis schrieb:
Zitat:
Diese neue S-Busse rund um FR sind doch auch teils ganz neue Linien, die nun Querverbindungen bieten, die im heutigen alt-DE System nie zu eine solches Neu-angebot gefuehrt haette.
Die X-Busse sind nicht alle neue Angebote, vielfach wurden auch Bestandslinien leicht umstrukturiert, teilweise auch erheblich ausgeweitet und beschleunigt.

Beispielsweise ist die X57 nichts anderes als die ehemalige Buslinie 560, davor 945. Man hat lediglich im Frankfurter Osten eine andere Endstation gesucht. Die X93 ist ein Abfallprodukt ehemals regionaler Buslinien, die auf eine andere Route geschickt wurden (Endstation ist nun Langenselbold Bahnhof statt Hanau Hauptbahnhof / Freiheitsplatz. Ein restliches Mittelstück ist als X93 zum Schnellbus mutiert.
Die X26 entstammt als Linie 260 der Linie 261 und 262, sie wurde mittlerweile um die X27 ergänzt, die im Osten neu bis Nidderau verlängert wurde. Die X19 war früher die Linie 651.

Man müsste also schon jede Linie durchgehen, ihre Herkunft und auch in die tatsächlich umgesetzten Angebotsverbesserungen schauen, um dies zu bewerten. Dennoch zeigt sich: Ein besserer Werbename und eine Angebotsausweitung führen sehr schnell zu einem überproportionalen Anstieg der Fahrgäste.


dvis schrieb:
Und ja-weil DSO-ler immer das schlimmste furchten-dabei vielleicht mal eine Reisende die bisher S-bahn in der stadt und wieder heraus fuhr, nun direkt in weniger Zeit ans Ziel bringen koennen.
Einige der Schnellbuslinien fahren aber genau nicht im Ballungsraum, sondern gezielt im ländlichen Raum und ersetzen sinnhafterweise fehlende bzw. eingestellte Bahnlinien in der Vernetzung. Der Schnellbus bringt hierzu nicht nur eine Regionalbusbedienung, sondern einen strukturierten (vermutlich durchgehenden) Taktfahrplan mit einer meist etwas gestraffteren Linienführung. Hier dient er eben dazu, Achsen anzubieten, die für die bestehenden Bahnnetzknoten relevant sind.
Diese Funktion ist eben wichtig, weil sie nicht durch Bahnen allein wirtschaftlich bzw. erschließungstechnisch darstellbar ist - ob man das ganze Expressbus, RegioLinie oder plusBus nennt, ist mir völlig egal. Insofern mich bitte nicht falsch verstehen. Der Ausbau - gerade im ländlichen Raum - ist gut und wichtig, nur sollte man es worttechnisch nicht übertreiben.

Das gilt auch für den "S-Bahnring um Frankfurt". Dieser wird so nicht kommen. Das fängt mit dem ersten Bereich der Regionaltangente West (Bad Soden/Bad Homburg/Praunheim - Eschborn - Flughafen - Neu-Isenburg/Dreieich) an, denn diese wird abschnittsweise als BoStrab-Stadtbahn gebaut und ist damit von eigentlichen S-Bahnfahrzeugen nicht befahrbar. Hierbei zeigen aber auch an einigen Stellen neue Engpässe und Problemstellen durch starken Kostendruck der eher gering bemessenden Wirtschaftlichkeit (bislang knapp über 1,0).

Über die Regionaltangente Ost wird seit etwa dreißig Jahren gleichzeitig wie über die Regionaltangente West als nachfolgender Ringschluss gesprochen. Jedoch sollte man sich gewiss sein, dass man im ersten Jahrzehnt bewusst nicht von der hochflurigen Stadtbahn sondern von der niederflurigen Straßenbahn sprach, wenn man Regionaltangente Ost meinte. Auf Grund der netztopologischen und geografischen Struktur, erscheinen viele Planungsansätze nicht machbar oder mit zu geringer Erschließung. Dazu zählen beispielsweise die Führung entlang der A661 zwischen Bad Vilbel, Unfallklinikum/Seckbach, Riederwald/Ratswegkreisel, Kaiserlei und Neu-Isenburg oder der (abschnittsweisen) Führung als S-Bahn von Neu-Isenburg oder Obertshausen über Offenbach, Mühlheim, Maintal nach Bad Vilbel - also mit schwierigen Stadtquerungen und anschließenden Über-/Durchfahrt des Bergener Sattels. Mittlerweile bildete sich daraus sogar ein Trio, indem die Regionaltangente Süd aus dem Rodgau über Offenbach Hauptbahnhof, Frankfurt Süd zum Flughafen als reine S-Bahn ergänzt wird. Diese ist allerdings ohne deutlichen Infrastrukturausbau nicht realisierbar und das bei bestehenden Platzmangel an einigen Abschnitten.

Aber auch hier mich nicht falsch verstehen: Tangentiale Entlastungsverkehre sind sinnhaft und müssen nicht zwingend S-Bahn oder Schnellbus heißen, sie müssen attraktiv sein, planerisch und wirtschaftlich aber errichtbar sein.

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Re: RMV-Chef ...

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 04.12.18 23:07

andreas + schrieb:
HomburgerBahn schrieb:
Ein sehr interessantes Interview.

M.E. nur die üblichen hohlen Phrasen und Worthülsen; als "Trittbrettfahrer" auf Projekte anderer aufspringen und nur fordern.

Sehe ich auch so.


Black Eyed schrieb:

... um seine schnellen inhaltlichen Wandel zu verstehen - ...

Ist das nicht eine schöne Erläuterung des o.g. Begriffs "Trittbrettfahrer"?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 23:07.

Re: RMV-Chef ...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 05.12.18 01:09

Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:Black Eyed schrieb:
Black Eyed schrieb:Zitat:
... um seine schnellen inhaltlichen Wandel zu verstehen - ...
Ist das nicht eine schöne Erläuterung des o.g. Begriffs "Trittbrettfahrer"?
Deine (plausiblen) Worte - nicht meine. Man hört ja aus seiner Dresdner Zeit recht ähnliches...

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