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Worms (dpa) - Ein ICE ist am Montagabend bei Worms wegen eines Oberleitungsschadens liegengeblieben. Die Fahrgäste mussten mehrere Stunden in dem Zug ausharren, bis sie die Fahrt in einem Ersatzzug fortsetzen konnten.
[www.merkur.de] und [www.hessenschau.de]

Betroffner Zug war der ICE 613. Der Ersatzzug kam dann mit über 5h Verspätung in München an. Wahnsinnsleistung...
Oberdeichgraf schrieb:
Worms (dpa) - Ein ICE ist am Montagabend bei Worms wegen eines Oberleitungsschadens liegengeblieben. Die Fahrgäste mussten mehrere Stunden in dem Zug ausharren, bis sie die Fahrt in einem Ersatzzug fortsetzen konnten.
[www.merkur.de] und [www.hessenschau.de]
Wahrscheinlich saßen sie die ersten drei Stunden rum, weil nichts passiert ist und dann hat man offensichtlich festgestellt, dass es kompliziert wird. Kennt wahrscheinlich schon jeder aus eigener Anschauung...

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: Nordy

Datum: 13.03.18 11:24

Näheres auch hier : [www.ffh.de]

Auszug: Nach gut zwei Stunden traf ein Ersatz-ICE ein, der auf dem Parallel-Gleis halten konnte. Über Leitern, die zwischen die offenen Zugtüren gelegt wurden, konnten die Leute umsteigen. Bis zur Weiterfahrt dauerte es rund vier Stunden.
Nordy schrieb:
Näheres auch hier : [www.ffh.de]

Auszug: Nach gut zwei Stunden traf ein Ersatz-ICE ein, der auf dem Parallel-Gleis halten konnte. Über Leitern, die zwischen die offenen Zugtüren gelegt wurden, konnten die Leute umsteigen. Bis zur Weiterfahrt dauerte es rund vier Stunden.
Planstart zeigt erste Erfolge.
Wenn ich so einen Blödsinn hier lese...dann frage ich mich was ihr alles im Hirn drin habt....
Da fallen einem keine Worte mehr ein.

Der ICE ist liegengeblieben....Danach kam erstmal die Störungsbehebung....
Als das nicht funktioniert hat...wurde festgestellt das es einen Kurzschluss gab.
Als das auftrat...hat man einen TVT zur Begutachtung geholt...
Zwischenzeitlich hat man einen ICE als Ersatzzug organisiert.
In der Zwischenzeit stand fest das die Oberleitung auf dem Zug lag und sich "verheddert" hatte.

Daher hat das alles wirklich lange gedauert. Aber da ihr Besserwisser und Schlaumeier es ja besser könnt,
Macht es doch immer besser. Wie gesagt Feuerwehr und so war auch vor Ort.

Und wenn ich lese das ne Brücke mit ins Spiel kam...dann würde mich nicht wundern, wenn
Da wieder @#$%& was in die Oberleitung geworfen haben...

Also wieder dann was externes..aber Hauptsache Scheiß Bahn...

Vll solltet ihr Mal erst denken bevor hier immer rumgepoltert wird.

Mfg

Alles schoen und gut

geschrieben von: Peter

Datum: 13.03.18 13:33

Hallo!

keksi28 schrieb:
Wenn ich so einen Blödsinn hier lese...dann frage ich mich was ihr alles im Hirn drin habt....
Da fallen einem keine Worte mehr ein.

Der ICE ist liegengeblieben....Danach kam erstmal die Störungsbehebung....
Als das nicht funktioniert hat...wurde festgestellt das es einen Kurzschluss gab.
Als das auftrat...hat man einen TVT zur Begutachtung geholt...
Zwischenzeitlich hat man einen ICE als Ersatzzug organisiert.
In der Zwischenzeit stand fest das die Oberleitung auf dem Zug lag und sich "verheddert" hatte.

Daher hat das alles wirklich lange gedauert. Aber da ihr Besserwisser und Schlaumeier es ja besser könnt,
Macht es doch immer besser. Wie gesagt Feuerwehr und so war auch vor Ort.

Und wenn ich lese das ne Brücke mit ins Spiel kam...dann würde mich nicht wundern, wenn
Da wieder @#$%& was in die Oberleitung geworfen haben...

Also wieder dann was externes..aber Hauptsache Scheiß Bahn...

Vll solltet ihr Mal erst denken bevor hier immer rumgepoltert wird.
Es geht nicht darum, DASS so etwas dauert, sondern nur darum, WIE LANGE es dauert.

Man stelle sich mal vor, es besteht eine akute Gefahr - 5 Stunden ist zuviel, definitiv.
Das ist kein Vorwurf an die Mitarbeiter vor Ort, sondern an die Organisatoren im Bahn-Tower.
Denn bei diesen Zeiten stimmt etwas organisatorisch nicht - dann braucht man eben kuenftig wieder mehr TVT und/oder Notfall-Manager und/oder Knotenpunkt-Reserven, wenn die Anreise so lange dauert.

Oder man aendert die Verfahren, dass ein Tf, wenn absehbar ist, dass er die Stoerung nicht innerhalb von z. B. 15 Minuten selbst beheben kann ("reboot") eben die Leitung verstaendigt und bereits dann ein Reserve-Zug geschickt wird.
Sollte der Zug bis zum Eintreffen wieder laufen - super.
Ansonsten haetten aber zahlreiche Reisende Zeit gespart - und die Mehrkosten gehen zu Lasten des Konzerngewinns (und damit der Boni der Manager), was das Management hoffentlich davon ueberzeugt, dass das Sparen um jeden Preis eben auch nix ist...

Soll heissen: Es kann immer etwas passieren, kein Problem. Die Frage ist, wie souveraen man mit dem Problem umgeht, Und da sollte man erst einmal an den Kundennutzen denken.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 13:42.

Re: Alles schoen und gut

geschrieben von: vectus-tf

Datum: 13.03.18 14:59

Peter schrieb:

Man stelle sich mal vor, es besteht eine akute Gefahr - 5 Stunden ist zuviel, definitiv.
Das ist kein Vorwurf an die Mitarbeiter vor Ort, sondern an die Organisatoren im Bahn-Tower.
Denn bei diesen Zeiten stimmt etwas organisatorisch nicht - dann braucht man eben kuenftig wieder mehr TVT und/oder Notfall-Manager und/oder Knotenpunkt-Reserven, wenn die Anreise so lange dauert.

Also, es bestand gefahr. Deswegen konnte ja auch Feuerwehr und THW die vor Ort waren, nicht an den Zug. Dieser muss eben erst von der Oberleitung gesichert werden. Und bei einem 400m langen Zug dauert das eben. Sicherheit geht vor allem anderen. Und das ein TVT nicht alle 50km Stationiert ist, sollte auch einleuchtend sein. Die Rettungsketten sind schon mit Feuerwehr und alle Beteiligten abgesprochen.

Und was hätten die gemacht, ...

geschrieben von: Palatino

Datum: 13.03.18 15:04

... wenn im Zug Feuer ausgebrochen wäre? Dann hätten die Fahrgäste die Wahl gehabt, auszusteigen und einen Stromschlag zu erleiden oder im Zug zu bleiben und gegrillt zu werden.

Ich stelle immer wieder aufs Neue fest, dass es einfach zu lange dauert, bis Menschen in einem Störungsfall aus einem Zug befreit werden.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Das ist das Problem

geschrieben von: Peter

Datum: 13.03.18 15:10

Hallo!

vectus-tf schrieb:
Also, es bestand gefahr. Deswegen konnte ja auch Feuerwehr und THW die vor Ort waren, nicht an den Zug. Dieser muss eben erst von der Oberleitung gesichert werden. Und bei einem 400m langen Zug dauert das eben. Sicherheit geht vor allem anderen. Und das ein TVT nicht alle 50km Stationiert ist, sollte auch einleuchtend sein. Die Rettungsketten sind schon mit Feuerwehr und alle Beteiligten abgesprochen.
Das ist genau das Problem!
Wo steht, dass solche wichtigen "Funktionselemente" (z. B. Notfall-Manager oder TVT) nur alle 150 km stationiert sein duerfen?

Gefahrenlagen der Vergangenheit haben gezeigt, dass das jetzige System nicht funktioniert, weil es bei akuten Gefahren zu langsam ist.
Denn wie soll im Ernstfall etwa ein brennender Zug geloescht werden oder Verletzte gerettet werden, wenn die Helfer nicht sicher an oder in das Fahrzeug koennen?

Es muss also dringend geprueft werden, ob man wieder zu kleineren Bezirken mit schnelleren Anrueckezeiten zurueckkehrt oder ggf. mehr Menschen etwa fuer die Erdung schult.

Natuerlich kostet das Geld - aber das darf nicht das Problem der Reisenden sein.
Jeder andere Betrieber eines Unternehmens muss ebenfalls Sorge tragen, dass Mitarbeiter und Nutzer nicht gefaehrdet werden - da werden AUflagen gemacht und die sind umzusetzen.

Bisher ist kein Todesfall zu beklagen, doch das ist "nur" noch eine Frage der Zeit - es muss also dringend Vorsorge getroffen werden.
Die Sicherung der Oberleitung geht bisher viel zu langsam - mehr Personal in der Flaeche waere eine Option.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Alles schoen und gut

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 15:25

vectus-tf schrieb:
Peter schrieb:
Man stelle sich mal vor, es besteht eine akute Gefahr - 5 Stunden ist zuviel, definitiv.
Das ist kein Vorwurf an die Mitarbeiter vor Ort, sondern an die Organisatoren im Bahn-Tower.
Denn bei diesen Zeiten stimmt etwas organisatorisch nicht
Also, es bestand gefahr. Deswegen konnte ja auch Feuerwehr und THW die vor Ort waren, nicht an den Zug. Dieser muss eben erst von der Oberleitung gesichert werden. Und bei einem 400m langen Zug dauert das eben. Sicherheit geht vor allem anderen. Und das ein TVT nicht alle 50km Stationiert ist, sollte auch einleuchtend sein. Die Rettungsketten sind schon mit Feuerwehr und alle Beteiligten abgesprochen.
Ich habe genau dasselbe mal zwischen Brüssel und Lüttich erlebt; Ankunft war mit +80 Minuten. Eine Oberleitung gabs dort auch und der Ersatzzug fuhr elektrisch (es war schlicht und einfach ein späterer Taktzug, der nach Sperrung des Gegengleises über dieses geschickt wurde).
Nordy schrieb:
Näheres auch hier : [www.ffh.de]

Auszug: Nach gut zwei Stunden traf ein Ersatz-ICE ein, der auf dem Parallel-Gleis halten konnte. Über Leitern, die zwischen die offenen Zugtüren gelegt wurden, konnten die Leute umsteigen. Bis zur Weiterfahrt dauerte es rund vier Stunden.
Wäre es nicht schneller, einfach bei Flixbus anzurufen?
Um 19:20 ist der Zug liegen geblieben. Um 19:40 war der ICE 102 in Mannheim geleert und ist als Evakuierungszug Richtung Worms gefahren. Da war der schneller als im Beispiel Belgien, aber solange die Oberleitung nicht gesichert ist, verlässt keiner den Zug.

Das wäre in der Tat die einzige Lösung …

geschrieben von: elbeo

Datum: 13.03.18 16:15

kmueller schrieb:
Wäre es nicht schneller, einfach bei Flixbus anzurufen?
Ja die schicken dann stante pede 15 Busse zur Evakuierung und in jedem sitzt noch ein ehrenamtlicher DSO-Notfallmanager.
Dann läuft das!

SCNR

Re: Das ist das Problem

geschrieben von: 707

Datum: 13.03.18 16:19

Peter schrieb
Zitat:
Wo steht, dass solche wichtigen "Funktionselemente" (z. B. Notfall-Manager oder TVT) nur alle 150 km stationiert sein duerfen?

Gefahrenlagen der Vergangenheit haben gezeigt, dass das jetzige System nicht funktioniert, weil es bei akuten Gefahren zu langsam ist.
Denn wie soll im Ernstfall etwa ein brennender Zug geloescht werden oder Verletzte gerettet werden, wenn die Helfer nicht sicher an oder in das Fahrzeug koennen?

Es muss also dringend geprueft werden, ob man wieder zu kleineren Bezirken mit schnelleren Anrueckezeiten zurueckkehrt oder ggf. mehr Menschen etwa fuer die Erdung schult.

Natuerlich kostet das Geld - aber das darf nicht das Problem der Reisenden sein.
Jeder andere Betrieber eines Unternehmens muss ebenfalls Sorge tragen, dass Mitarbeiter und Nutzer nicht gefaehrdet werden - da werden AUflagen gemacht und die sind umzusetzen.

Bisher ist kein Todesfall zu beklagen, doch das ist "nur" noch eine Frage der Zeit - es muss also dringend Vorsorge getroffen werden.
Die Sicherung der Oberleitung geht bisher viel zu langsam - mehr Personal in der Flaeche waere eine Option.

Gruss

Peter

Ich erinnere an den Unfall in Meerbusch, als die Rettungskräfte stundenlang von draussen zusehen mussten, wie drinnen Schwerverletzte (Knochenbrüche) Schmerzen litten.
Peter hat völlig recht, das Rettungskonzept im Allgemeinen wie das Erden der Oberleitung im Besonderen muss neu durchdacht werden. Es muss deutlich schneller gehen!

Wer bezahlt dafür?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 16:26

Moin,

das Thema hatten wir schon mal, es geht neben der Ausbildung auch darum, entsprechend unterwiesen zu werden und das 1x jährlich. Dazu kommt, das neben dem Erden, man muss auch Schaltanträge stellen bei den entsprechenden Stellen und die entsprechende Ausrüstung dabei haben, auch wenn diese bei den Stellwerken vorhanden sind. Dazu noch die Frage, wer kommt dafür auf und viele Leute bilde ich dabei aus? Denn auf dem Lande, gibt es selten Berufsfeuerwehren, somit muss man entsprechend Leute haben, die es können.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
keksi28 schrieb:
Wenn ich so einen Blödsinn hier lese...dann frage ich mich was ihr alles im Hirn drin habt....
Da fallen einem keine Worte mehr ein.

Der ICE ist liegengeblieben....Danach kam erstmal die Störungsbehebung....
Als das nicht funktioniert hat...wurde festgestellt das es einen Kurzschluss gab.
Als das auftrat...hat man einen TVT zur Begutachtung geholt...
Zwischenzeitlich hat man einen ICE als Ersatzzug organisiert.
In der Zwischenzeit stand fest das die Oberleitung auf dem Zug lag und sich "verheddert" hatte.

Daher hat das alles wirklich lange gedauert. Aber da ihr Besserwisser und Schlaumeier es ja besser könnt,
Macht es doch immer besser. Wie gesagt Feuerwehr und so war auch vor Ort.

Und wenn ich lese das ne Brücke mit ins Spiel kam...dann würde mich nicht wundern, wenn
Da wieder @#$%& was in die Oberleitung geworfen haben...

Also wieder dann was externes..aber Hauptsache Scheiß Bahn...

Vll solltet ihr Mal erst denken bevor hier immer rumgepoltert wird.
Zum Glück poltern immer nur die anderen.
Zum Glück kannst Du bestimmt auch genau ausführen, was genau zwischen des Eintreffens des Ersatzzuges (nach 2 Stunden) und der Abfahrt desselben (nach 4 Stunden) passiert ist.
Ansonsten hinterfrage ich hiermit genau diese Zeitspanne. Wurde sie genutzt, um das verbliebene Fassbier in den Ersatzzug umzupumpen? Dann akzeptiere ich die 2 Stunden. ;-)
BR146106 schrieb:
Moin,

das Thema hatten wir schon mal, es geht neben der Ausbildung auch darum, entsprechend unterwiesen zu werden und das 1x jährlich. Dazu kommt, das neben dem Erden, man muss auch Schaltanträge stellen bei den entsprechenden Stellen und die entsprechende Ausrüstung dabei haben, auch wenn diese bei den Stellwerken vorhanden sind. Dazu noch die Frage, wer kommt dafür auf und viele Leute bilde ich dabei aus? Denn auf dem Lande, gibt es selten Berufsfeuerwehren, somit muss man entsprechend Leute haben, die es können.

gruß carsten
Nach der Logik ist es auch völlig unzumutbar für die Bahn Triebfahrzeugführer(innen) auszubilden.

Achtung! Aushilfs-DSO-Experte! Alle Statements über Technik und Regelwerk von Eisenbahnen beruhen auf gefährlichem Halbwissen und dürfen daher niemals Grundlage betrieblicher Entscheidungen sein.

Wie Recht du hast

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 16:48

Moin,

leider wird genau das sehr oft gemacht, da werden Bildungsgutscheine verteilt, damit die Arbeitslosen zur Arbeit kommen und gegängelt werden können, die jenigen die durchkommen, schmeißen nach wenigen Monaten das Handtuch. Und somit fangen die Probleme erst richtig an, weil die freien Tf dann alle weg sind und man wieder neue Bildungsgutscheine braucht zum Ausbilden. Denn diese Kostet Geld, welches viele EVUs nicht ausgeben wollen, somit beginnt der Kreislauf von vorne.

Zurück zum Thema: Auch diese Eisenbahn war mal besser, da waren die Tf mal entsprechend ausgebildet worden, um zu Erden, weil man eben selber nicht immer schnell vor Ort ist, nach 2 Jahren hat man dieses Konzept aus Kostengründen wieder abgeschafft. Somit verbleibt wieder diese Frage der Kosten. Die Erstausbildung und dann die entsprechende Erhaltung selbiger kosten nun mal Geld und auch Zeit.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Ne ganz kleine Rechnung

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 16:52

Moin,

700 Fahrgäste brauchen über die Leiter(n) 700 Minuten Zeit, das alleine sind schon 10h, so und nun machen wird davon 350 Minuten, ups, sind immer noch 5h fürs umsteigen, also wer ist jetzt so langsam, das man ihn noch die Schuhe besohlen kann?

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Wie sieht es mit Hubschraubern aus?

geschrieben von: Anbeku

Datum: 13.03.18 17:04

BR146106 schrieb:
Moin,

das Thema hatten wir schon mal, es geht neben der Ausbildung auch darum, entsprechend unterwiesen zu werden und das 1x jährlich. Dazu kommt, das neben dem Erden, man muss auch Schaltanträge stellen bei den entsprechenden Stellen und die entsprechende Ausrüstung dabei haben, auch wenn diese bei den Stellwerken vorhanden sind.

Würde etwas dagegen sprechen die Ausrüstung und einen Nofallmanager (oder eine qualifizierte Person) in der Nähe von Rettungshubschraubern zu stationieren? Ein Hubschaubereinsatz ist natürlich sehr teuer, aber die Kosten würden ja nur in schweren Notfällen anfallen die zum Glück eher selten sind und dann auch die Kosten rechtfertigen.


BR146106 schrieb:
Dazu noch die Frage, wer kommt dafür auf und viele Leute bilde ich dabei aus? Denn auf dem Lande, gibt es selten Berufsfeuerwehren, somit muss man entsprechend Leute haben, die es können.

Soweit ich weiß, verfügt z.B. die freiwillige Feuerwehr Heinsberg über einen Bahn-Erdungssatz. Wäre interessant zu wissen wie da die Befugnisse und Zuständigkeiten sind, da es sich bei der Strecke Lindern - Heinsberg um eine Strecke handelt die nicht im Besitz der DB-Netz AG ist.

Re: Wer bezahlt dafür?

geschrieben von: Haltlos

Datum: 13.03.18 17:15

Ich möchte Deine Reaktion sehen, wenn Deine Frau, Dein Kind in so einem Zug einen Herzanfall bekommt und stirbt und dann der Bahnmanager zu Dir sagt, das müssen verstehen, wir müssen Geld verdienen, da können wir so ein paar läppische Leben keine Rücksicht nehmen.

Re: Wie sieht es mit Hubschraubern aus?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 17:20

Moin,

das wäre zwar ne Lösung aber

1. die meisten Rettungshubschrauber fliegen nur bei Tag
2. was machst du wenn der gerade einen anderen Einsatz hat?
3. du musst ja auch einen entsprechenden Landplatz finden, der relativ nah dran ist um Wege und Zeit zu sparen.

die Zuständigkeiten sind ja meistens noch das Problem, klar kann man auch die Feuerwehren entsprechend ausrüsten, wenn es gewollt ist, da treffen aber wiederum auch entsprechende Vorschriften auf einander. Der Unfall in Eschede hat es damals deutlich gezeigt, wie schwer es werden kann, mit dem Rettungsmaterial. Entsprechende Reaktionen und Verbesserungen wurde da inzwischen durchgeführt.

gruß carsten

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Re: Wer bezahlt dafür?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 17:27

Moin,

schöner Vergleich, aber was machst du auf dem Lande, wo der Rettungsdienst 15 Minuten braucht um anzukommen, während in den Städten das ganze in 7 Minuten zu erreichen ist? Klagst du dann auch, wenn so etwas passiert, nur weil du am falschen Ort wohnst?

Es gibt nun mal Dinge, die lassen sich nicht abwenden, Strom ist nun mal schwer zu sehen bzw. auszumachen und wenn andere sich dafür in Gefahr bringen müssen ist auch keinen geholfen. Dann liegen neben meiner Frau und meinem Kind, drei weitere Leute in Leichenhaus, weil Sie die Gefahr übersehen haben, nur um schnell zu sein und um Sie zu retten.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Wer bezahlt dafür?

geschrieben von: ICE 4

Datum: 13.03.18 17:50

BR146106 schrieb:
Moin,

schöner Vergleich, aber was machst du auf dem Lande, wo der Rettungsdienst 15 Minuten braucht um anzukommen, während in den Städten das ganze in 7 Minuten zu erreichen ist? Klagst du dann auch, wenn so etwas passiert, nur weil du am falschen Ort wohnst?

Es gibt nun mal Dinge, die lassen sich nicht abwenden, Strom ist nun mal schwer zu sehen bzw. auszumachen und wenn andere sich dafür in Gefahr bringen müssen ist auch keinen geholfen. Dann liegen neben meiner Frau und meinem Kind, drei weitere Leute in Leichenhaus, weil Sie die Gefahr übersehen haben, nur um schnell zu sein und um Sie zu retten.

gruß carsten
Wieder nur dumme Ausreden für das Totalversagen von DB Netz, in angemessener Zeit Personen aus havarierten Zügen zu befreien. Da muss es wohl erst Tote und eine deftige Schadensersatzklage geben, bis sich an diesem lahmen System mit zu wenig Notfallmanagern und Erdungsberechtigten mal was bewegt.
Etwa so, der Rettungswagenfahrer darf nicht schneller als 80 km/h fahren, da sonst der Verbrauch zu hoch ist und das DRK zu wenig verdient. Deshalb kommt der Rettungswagen 5 Minuten später, hätt der alte Sack seine Schlaganfall neben der Klinik bekommen können, was geht der im Park spazieren.

Re: Wer bezahlt dafür?

geschrieben von: 707

Datum: 13.03.18 17:52

Hallo Carsten,

Zitat:
Moin,

schöner Vergleich, aber was machst du auf dem Lande, wo der Rettungsdienst 15 Minuten braucht um anzukommen, während in den Städten das ganze in 7 Minuten zu erreichen ist? Klagst du dann auch, wenn so etwas passiert, nur weil du am falschen Ort wohnst?

Es gibt nun mal Dinge, die lassen sich nicht abwenden, Strom ist nun mal schwer zu sehen bzw. auszumachen und wenn andere sich dafür in Gefahr bringen müssen ist auch keinen geholfen. Dann liegen neben meiner Frau und meinem Kind, drei weitere Leute in Leichenhaus, weil Sie die Gefahr übersehen haben, nur um schnell zu sein und um Sie zu retten.

in Meerbusch waren die Rettungskräfte binnen 15 Minuten vor Ort auf dem Acker. Dass die ihre Einsatzstelle abseits der Bebauung nicht in kürzerer Zeit erreichen konnten, kritisiert niemand. Wohl aber, dass der Prozess bei Bahnens um Größenordnungen länger braucht, ehe die mit den Hufen scharrenden Rettungskräfte tätig werden können.
Es muss eine Lösung entwickelt werden, die dafür sorgt, dass der Strom in wenigen Minuten abgeschaltet ist. Da muss die Bahn einmal abseits neuer Tarife kreativ werden.
Jochen

Edit: 2 Tippfehler



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 17:53.

So kann man es auch sehen

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 17:54

Moin,

und nun liegst du da und was jetzt? Wer klagt dann an? Denn auch das DRK verdient Geld mit dem Rettungsdienst, dumm gelaufen, gell.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Sei mir nicht böse!

geschrieben von: Haltlos

Datum: 13.03.18 17:58

Aber, Deinen IQ will ich lieber nicht wissen!

Was bring mir das Abschalten?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 18:14

Moin,

nichts, denn als Einsatzleiter würde ich meine Leute immer noch nicht dort rein lassen, weil die Gefahr nicht gebannt wurde, auch bei Strom aus, gibt es Restspannungen die tödlich enden können. Erst wenn die Einsatzstelle entsprechend gesichert ist, kann es los gehen und da es entsprechende Regeln gibt, wird solange mit den Hufen gescharrt.

Auch wenn einigen nicht gefällt, die Aufsichtsbehörde sieht wohl noch keinen Handlungsbedarf, sonst wären schon entsprechende Erlasse verfügt worden. Auch mir gefällt es nicht immer, wenn es entsprechend dauert aber hier ist Geschwindigkeit der falsche Weg.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Was bring mir das Abschalten?

geschrieben von: ICE 4

Datum: 13.03.18 18:21

BR146106 schrieb:
Moin,

nichts, denn als Einsatzleiter würde ich meine Leute immer noch nicht dort rein lassen, weil die Gefahr nicht gebannt wurde, auch bei Strom aus, gibt es Restspannungen die tödlich enden können. Erst wenn die Einsatzstelle entsprechend gesichert ist, kann es los gehen und da es entsprechende Regeln gibt, wird solange mit den Hufen gescharrt.

Auch wenn einigen nicht gefällt, die Aufsichtsbehörde sieht wohl noch keinen Handlungsbedarf, sonst wären schon entsprechende Erlasse verfügt worden. Auch mir gefällt es nicht immer, wenn es entsprechend dauert aber hier ist Geschwindigkeit der falsche Weg.

gruß carsten
Geschwindigkeit ist hier offenbar der falsche, weil zu teure Weg. Daher verschanzt man sich lieber hinter den selbst gemachten "Regeln".

Bin ich nicht

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 18:30

Moin,

eher Realist und das seid vielen Jahren, es gibt Dinge die können wir nicht ändern, aber bei solchen Einsätzen, wo es um Strom oder Chemikalien geht ist Schnelligkeit der falsche Weg. Ebenso das Leben auf dem Land, hier sind die Einsatzzeiten bekanntermaßen entsprechend länger, da die Wege größer sind, also muss ich mich darauf einstellen und im Ernstfall vergehen die Minuten, vom reinen Gefühl her, eh schneller.

gruß carsten

PS: Ich habe meinen IQ noch nie messen lassen, somit kann ich es dir nicht mal sagen, wie hoch der ist.

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 18:43

Moin,

es geht nicht um nur Geschwindigkeit, es geht auch ums sichere Ankommen am Einsatzort, auch wenn die Fahrzeuge der Notfallmanager entsprechende Sondersignalanlagen haben um schnell unterwegs zu sein und diese auch genutzt werden.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Wie sieht es mit Hubschraubern aus?

geschrieben von: Anbeku

Datum: 13.03.18 19:06

BR146106 schrieb:
Moin,

das wäre zwar ne Lösung aber

1. die meisten Rettungshubschrauber fliegen nur bei Tag
2. was machst du wenn der gerade einen anderen Einsatz hat?

Das selbe was man macht wenn man heute einen Notarzt in der Pampa braucht, aber der Hubschrauber nicht verfügbar ist. Muss der in dem Fall eben doch über den Boden kommen, was zumindest keine Verschlechterung zum Status Quo wäre. In der Mehrheit der Fällen dürfte der Hubschrauber aber zur Verfügung stehen.

BR146106 schrieb:
3. du musst ja auch einen entsprechenden Landplatz finden, der relativ nah dran ist um Wege und Zeit zu sparen.

In ländlichen Gebieten wo der Notfallmanager weit weg ist und die Strecke schlecht über Straßen erreichbar, stehen die Chancen aber nicht schlecht, dass das der Fall ist. Es gilt das selbe wie bei den Punkten 1 und 2: Es ist nicht perfekt, aber wenn man mit dieser Lösung sagen wir 70% der Fälle lösen könnte die heute schwierig sind, wäre doch schon sehr viel gewonnen.

Letztendlich läuft das doch im Rettungswesen immer so: Auf dem Land soll der Rettungswagen in 90% der Fälle innerhalb von 15 Minuten da sein. Um die letzten 10% ist es zwar schade, aber die sind halt nicht mit vertretbarem Aufwand in der Zeit zu erreichen. Heutzutage kommt der Notfallmanager aber in gefühlt 50% der Fälle sehr spät. Da wären 90% schon gut.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 19:52.

Re: Wie sieht es mit Hubschraubern aus?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 19:42

Moin,

wenn ich das jetzt mal in Zahlen darstellen darf: Bei 7.000 betroffenen Einwohner, nimmt man es in Kauf, 700 nicht zu erreichen, also einmal diesem befüllten ICE. Ich habe leider keine Zeiten und kenne Sie auch nicht, aber die dürften deutlich über denen liegen, wie die, die für den Rettungsdienst gelten.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Aufsichtsbehörde sieht keinen Handlungsbedarf

geschrieben von: Uwe Stegemann

Datum: 13.03.18 20:02

BR146106 schrieb:
[...] Auch wenn einigen nicht gefällt, die Aufsichtsbehörde sieht wohl noch keinen Handlungsbedarf, sonst wären schon entsprechende Erlasse verfügt worden.
Die Aussage, dass keine Aufsichtsbehörde tätig wird, ist leider scheinbar richtig.

Frage: Gibt es eigentlich bei den ganzen Störungen im Bahnbetrieb Mechanismen, die den zuständigen Aufsichtsbehörden eine Messung des Qualitätsstandardts "Frist bis Rettung" ermöglichen würden? Wenn wir bei der Analogie zum Bereich Feuerwehr / Rettungsdienst bleiben, dann weiß ich dass es den (bundeslandabhängigen) Qualitätsstandard "in x Prozent der Fälle erreicht das erste Rettungsmittel innerhalb von y Minuten den Einsatzort" gibt und dass die zuständige Aufsicht anhand der elektronischen Zeitstempel der Anrufannahme der Hotline 112 und der funktbasierten Rückmeldung des Fahrzeuges über das Erreichen des Einsatzortes durchaus sehr genau das Einhalten des Qualitätsziels überprüfen kann.

Vom Konzept der Firma DB Netz kenne ich ausschließlich die selbst aufgestellte Behauptung, dass der Notfallmanager von der Mitte seines Dienstsitzes aus in ca. 30 minuten jeden Punkt des Bezirkes erreichen könne. Ich weiß aber aus Gespächen mit Notfallmanagern, dass es nicht einmal die Forderung gibt, dass der zuständige Notfallmanager seinen Wohnort im betreffenden Bezirk hat. Von wo aus rückt der Typ dann wohl bei einem nächtlichen Einsatz an? Ich weiß aber nicht, ob die zuständige Aufsicht tatsächlich die Wirksamkeit des Konzeptes kontrolliert und welche Werkzeuge ihr dafür zur Verfügung stehen. Mir persönlich drängt sich aber der Eindruck auf, dass die Leute, die für die Kontrolle tatsächlich zuständig wären, diese Aufgabe absichtlich nicht wahrnehmen. Die immer wieder stattfindenden Diskussionen zum Thema (seit Meerbusch sogar in allgemeinen, nicht fachgebundenen Medien) kann eigentlich niemand übersehen.

Man könnte sogar fragen: Fahren die Typen der Aufsicht etwa alle Dienstwagen mit VW-Diesel?


BR146106 schrieb:
Zitat:
Auch mir gefällt es nicht immer, wenn es entsprechend dauert aber hier ist Geschwindigkeit der falsche Weg.[...]
Nöö, die Geschwindigkeit ist nicht das Problem. Das Problem ist die Tatsache, dass die zuständige Aufsicht nicht das Vorhandensein eines entsprechend dichten Netzes an Bereitschaft habenden Personen erzwingt. Meine klare Ansage als Aufsichtsbehörde wäre, dass jedes Eintreffen des Notfallmanagers vor ort mit mehr als 15 Minuten Verspätung ab Anruf empfindliche Strafen nach sich zieht - wie die DB das einrichtet ist ihr Problem. Ob Hubschrauber, Fallschirmspringer oder "nur" normales Einsatzfahrzeug kann die Firma sich selbst überlegen.

Achtung! Aushilfs-DSO-Experte! Alle Statements über Technik und Regelwerk von Eisenbahnen beruhen auf gefährlichem Halbwissen und dürfen daher niemals Grundlage betrieblicher Entscheidungen sein.

Das sagen wir doch!

geschrieben von: Peter

Datum: 13.03.18 20:06

Hallo!

BR146106 schrieb:
(...) als Einsatzleiter würde ich meine Leute immer noch nicht dort rein lassen, weil die Gefahr nicht gebannt wurde, auch bei Strom aus, gibt es Restspannungen die tödlich enden können. Erst wenn die Einsatzstelle entsprechend gesichert ist, kann es los gehen und da es entsprechende Regeln gibt, wird solange mit den Hufen gescharrt.

Auch wenn einigen nicht gefällt, die Aufsichtsbehörde sieht wohl noch keinen Handlungsbedarf, sonst wären schon entsprechende Erlasse verfügt worden. Auch mir gefällt es nicht immer, wenn es entsprechend dauert aber hier ist Geschwindigkeit der falsche Weg.
(Hervorhebung von mir)

Genau das ist doch der Punkt!
Wir alle wissen, dass Erdung sein muss!
Doch statt stundenlang auf jemanen zu warten, der von weit her kommt, muss man eben mehr Kraefte in er Flaeche vorhalten (kleinere Notfall-Manager-Bereiche), damit das kuenftig schneller geht (es geht nicht darum, auf dei Erdung zu verzichten),

Und ausserdem steht das "NOCH" im Raum, da die Vorfaelle der Vergangenheit gezeigt haben, dass das vormals abstrakte Risiko inzwischen relativ konkret wird - es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu Toten kommt.
Und genau deswegen ist die DB AG (wie jeder andere auch, der Gefahrenquellen eroeffnet) zu beauflagen, dass AUSREICHENDE Vorkehrungen getroffen werden.

In jedem anderen Lebensbereich werden Regeln auch angepasst ("Stand der Technik"), jede Ortsfeuerwehr leistet heute mehr als vor 50 oder 100 Jahren, jeder Betrieb hat strengere Vorschriften - warum zum Teufel soll die DB AG sakrosankt und davon ausgenommen sein?

Dann muessen eben 3x soviele Notfall-Manager ausgebildet werden - na und?
In der Fabrik kommt die Auflage auch, da darf der Werkleiter auch nicht sagen, dass ihm das zuviel kostet - es wird gemacht, fertig.

Und die DB AG verzichtet ein Jahr auf Gehaltserhoehung des Managements bzw. deren Boni, dann hat man einen Grossteil der Kosten der Ausbildung schon wieder drin.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: KVV323

Datum: 13.03.18 20:28

kmueller schrieb:
Nordy schrieb:
Näheres auch hier : [www.ffh.de]

Auszug: Nach gut zwei Stunden traf ein Ersatz-ICE ein, der auf dem Parallel-Gleis halten konnte. Über Leitern, die zwischen die offenen Zugtüren gelegt wurden, konnten die Leute umsteigen. Bis zur Weiterfahrt dauerte es rund vier Stunden.
Wäre es nicht schneller, einfach bei Flixbus anzurufen?
In Anbetracht dessen, dass vorgestern ein Flixbus mit Abfahrt um 15.00 Uhr mehr als vier Stunden Verspätung wegen eines defekten Reifens generiert hat und als ernsthafte Alternative der Nachtbus um 23 Uhr genannt wurde: Nein, einfach nein!
Moin,

richtig, bei Feuerwehr und Rettungsdienst ist es bestens dokumentiert, wie es bei der Bahn gemacht wird kann ich nicht beantworten, mangels eigenem Wissen. Deswegen wäre alles nur Spekulation, diese Dinge zu beantworten von mir.

Von diesen 30 Minuten habe ich aber auch mal etwas vernommen, über einem anderen Weg, würde aber sagen das es wohl eher der Optimale Wert ist. Denn die Mitarbeiter können ja im schlechtesten Fall, auf dem anderen Ende ihren Einsatzgebietes sein und somit dieses einmal quer durchfahren müssen. An Fahrzeugen kommt eigentlich alles zum Einsatz, hängt davon ab, wer bei der Vergabe des Postens die besten Preise gemacht hat. Dabei sind auch VW-Diesel :-)

Ja, eine bessere Versorgung bzw. kleinere Einsatzgebiete der Notfallmanager würde auch ich mir wünschen oder ein eventuelles Umdenken, so das auch andere Rettungskräfte mit eingebunden werden können

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: cs

Datum: 13.03.18 21:02

vectus-tf schrieb:
Um 19:20 ist der Zug liegen geblieben. Um 19:40 war der ICE 102 in Mannheim geleert und ist als Evakuierungszug Richtung Worms gefahren. Da war der schneller als im Beispiel Belgien, aber solange die Oberleitung nicht gesichert ist, verlässt keiner den Zug.
Und warum musste man so lange auf die Erdung der Oberleitung warten?

Da liegt doch der Fehler im System.

Wäre der Evakuierungszug mit zwei Erdungsstangen ausgerüstet gewesen und der (jeder) Lokführer entsprechend ausgebildet, dann wäre das doch bedeutend schneller gegangen.

Nur da liegt das Problem

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 21:06

Moin,

es passiert aber (noch) nichts, warum: Weil DB und auch das EBA, als Aufsichtsbehörde, keinen direkten Handlungsbedarf sehen, somit scheinen die Bezirke im rechtlichen Rahmen zu sein, den man akzeptiert. Bezogen auf den Fall in Meerbusch, wenn die Anrückzeit zu groß gewesen wäre, hätte man wohl schon entsprechendes vernommen, das man entsprechend reagieren muss, diese Zeiten zu verringern.

Bezogen auf diesen Fall: 4h hört sich viel an, aber 2h für die Anfahrt, das Erden und das heranführen des Ersatzzuges sind doch nicht schlecht, dazu eben auch noch die Kontrolle, der Oberleitung, die wohl an beiden Gleisen im Bereich der Unfallstelle durchgeführt wurde. Dann weitere zwei Stunden fürs räumen des Zuges, macht rund 15 sec/Fahrgast mit Gepäck und Gang zur entsprechenden Stelle(n). Der Bericht von Radio FFH ist da recht gut geschrieben.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 21:07.

Re: Nur da liegt das Problem

geschrieben von: cs

Datum: 13.03.18 21:18

BR146106 schrieb:
Bezogen auf diesen Fall: 4h hört sich viel an, aber 2h für die Anfahrt, das Erden und das heranführen des Ersatzzuges sind doch nicht schlecht, dazu eben auch noch die Kontrolle, der Oberleitung, die wohl an beiden Gleisen im Bereich der Unfallstelle durchgeführt wurde. Dann weitere zwei Stunden fürs räumen des Zuges, macht rund 15 sec/Fahrgast mit Gepäck und Gang zur entsprechenden Stelle(n).
Doch, das ist schlecht!

Wieso?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 21:41

Moin,

nenne das Kind beim Namen.

Rettungsdienst war vor Ort, ebenso Feuerwehr und die haben es sogar befürwortet, entsprechend so lange zu warten und nun? Eine abgerissene Oberleistung ist nun mal nicht in 10 Minuten geflickt, gerade wenn das Evakuierungsgleis davon betroffen sein könnte! Denn wenn das Gleis ebenfalls beschädigt wurde, bring es nichts, dort einen Zug hineinfahren zu lassen, der dann ebenfalls nicht mehr weiter kommt, oder gar nicht zum Havarierten Zug.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Bei den 15kV 16,7Hz nützen dir 2 Erdungsstangen gar Nichts, wenn du nicht als verkohltes Fleischstück enden willst. Erst mal muss der Notfallmanager anfahren, dann bei der Zentralen Schaltstelle(ZES) von DB Energie anrufen und die Oberleitung ausschalten lassen. So lange niemand die Oberleitung ausscahtlen lässt bei der ZES schickt die Einsspeisstelle automatisch in regelmäßigen Abständen einen mehrere 1000V starken Prüfstrom durch die Oberltiung um zu prüfen ob der Erdschluss/Kurzschluss noch besteht. Das ist schon tödlich. Dann nimmt man zunächst den Spannungsprüfer und prüft ob die Oberleitung wirklich ausgeschaltet ist. Dann muss vor und hinter jeder Trennungsstelle der Oberleitung eine Erdungsstange montiert werden. Wenn man Glück hat kommt man mit 4 Erdungsstangen hin, das können aber auch schnell mehr werden. Es kommt übrigens auch bei Bahnelektrisch unterwiesenen Feuerwehren immer wieder zu Stromunfällen durch Überschläge, die nicht selten tödlich enden. Erst letztens kam es bei Bruchsal zu einem schweren Stromunfall der Berufsfeuerwehr die einen Baum aus der Oberleitung entfernen sollte , die Stelle um den Baum war aus gescahltet und geerdet, ein Feuerwehrmann wollte den Baum auf einer erhöhten Position fotografieren und hat einen Güterwagen bestiegen von dem Güterzug der kurz vor dem Baum zum stehen gekommen war, es gab trotz ausgeschalteter Oberleitung zu einem Spannungsüberschlag durch die Restspannung, der Feuerwehrmann hat schwerste innere und äußere Verbrennungen erlitten und nur sehr knapp überlebt. Hochspannung ist so gefährlich weil selbst die Restspannung bei einem augeschalteten Leiter noch einen Lichtbogen erzeugen kann.

Re: Und was hätten die gemacht, ...

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 13.03.18 21:58

Palatino schrieb:
... wenn im Zug Feuer ausgebrochen wäre? Dann hätten die Fahrgäste die Wahl gehabt, auszusteigen und einen Stromschlag zu erleiden oder im Zug zu bleiben und gegrillt zu werden.

Ich stelle immer wieder aufs Neue fest, dass es einfach zu lange dauert, bis Menschen in einem Störungsfall aus einem Zug befreit werden.

Grüße aus der Pfalz
Hubert
Wenn im Zug Feuer aus bricht tut man erst mal nicht viel außer den Feuerlöscher benutzen und die verrauchten Bereiche verlassen und Hilfe bedürftige Personen beim verlassen unterstützen. Ein Eisenbahnfahrzeug gerät nicht schnell in den Vollbrand, insbesondere kein Elektrofahrzeug. Es gab nach den letzten Bränden von Reisebussen einen sehr interessanten experimentellen Vergleich, hält man ein brennendes Streichholz an einen Bussitz brennt dieser in kurzer Zeit in Vollbrand ab, macht man das bei einem Zugsitz geht das Streichholz aus und außer einem etwas verkokeltem Stoff passiert dort gar Nichts.
Künders wir reden hier von Worms, das liegt übergreifend zwischen den beiden Metropolregionen Rhein/Main und Rhein/Neckar und nicht im bayrischen Wald, Sauerland, der Mecklenburger Seenplatte oder dem tiefsten Ostfriesland. Wie lange hätte es denn da gedauert?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 22:56.

Das hat nix mit der Gemeinde zu tun ...

geschrieben von: Uwe Stegemann

Datum: 13.03.18 22:00

BR146106 schrieb:
Rettungsdienst war vor Ort, ebenso Feuerwehr und die haben es sogar befürwortet, entsprechend so lange zu warten und nun?
Dass die Gemeinde (Aufgabenträger hinter FW/RD) kein Schmerzempfinden hat ist kein Argument, die haben nämlich erst dann ein Problem (bzw. sind zuständig) wenn jemand ein Gesundheitsproblem hat/bekommt. Da könnte man auch fragen ob es die Flughafenfeuerwehr in Frankfurt interessiert ob eine Maschine statt am Abend erst am nächsten Morgen starten kann ...

Achtung! Aushilfs-DSO-Experte! Alle Statements über Technik und Regelwerk von Eisenbahnen beruhen auf gefährlichem Halbwissen und dürfen daher niemals Grundlage betrieblicher Entscheidungen sein.

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: cs

Datum: 13.03.18 22:12

Wessex Trains schrieb:
Bei den 15kV 16,7Hz nützen dir 2 Erdungsstangen gar Nichts, wenn du nicht als verkohltes Fleischstück enden willst. Erst mal muss der Notfallmanager anfahren, dann bei der Zentralen Schaltstelle(ZES) von DB Energie anrufen und die Oberleitung ausschalten lassen.
Dass man die Oberleitung zuerst ausgeschaltet werden muss, ist mir schon klar. Aber kann das nur der Notfallmanager und das auch nur vor Ort veranlassen? Falls ja, warum? Telefone haben auch andere Personen/Dienstsstellen und die Nummer der zuständigen Schaltstelle dürfte ja auch nicht unter absoluter Geheimhaltung stehen.

Wessex Trains schrieb:
Dann nimmt man zunächst den Spannungsprüfer und prüft ob die Oberleitung wirklich ausgeschaltet ist.
Wie groß ist dieser Spannungsprüfer und wie kompliziert ist dessen Anwendung, dass nur ein Notfallmanager dazu in der Lage ist, diesen mitzunehmen und korrekt zu bedienen?


Wessex Trains schrieb:
Dann muss vor und hinter jeder Trennungsstelle der Oberleitung eine Erdungsstange montiert werden.
Wieso vor und hinter jeder Trennstelle? Auf einer Seite der Trennstelle steht doch noch Spannung an.

Wessex Trains schrieb:
Wenn man Glück hat kommt man mit 4 Erdungsstangen hin, das können aber auch schnell mehr werden.
Warum reicht es nicht aus, vor und hinter dem havarierten Zug/der Schadensstelle der Oberleitung die Oberleitung jeweils mit einer Erdungsstange zu erden?

Wessex Trains schrieb:
Hochspannung ist so gefährlich weil selbst die Restspannung bei einem augeschalteten Leiter noch einen Lichtbogen erzeugen kann.
Warum hat eine geerdete Oberleitung noch Restspannung?

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: cs

Datum: 13.03.18 22:14

Nachtzug schrieb:
Künders wir reden hier von Worms, das liegt übergreifend zwischen den beiden Metropolregionen Rhein/Main und Rhein/Neckar und nicht im bayrischen Wald, Sauerland, der Mecklenburger Seenplatte oder dem tiefsten Ostfriesland. Wie lange hätte es denn da gedauert?
Gibt es dort auch Oberleitungen? ;-)

Ist doch egal, wer zuständig ist

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 22:18

Moin,

es haben alle Bereiche zugestimmt, nicht übers Feld zu Evakuieren, sondern zu warten, bis der Hilfszug eingetroffen ist und dann mit diesem zu Evakuieren. Für die Wartezeit, war entsprechend eine Versorgung vorhanden. Und im Fall das es zu weiteren Unpesslichkeiten gekommen wäre, stand alles Bereit.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Um die Oberleitung ausschalten zu dürfen muss man geprüfter Schaltantragsteller sein, man braucht einen Oberleutngsplan vom jeweiligen Bahnhof, auf der freien Strecke ist das einfacher und natürlich die Telefonnummer der zuständigen ZES. Es hilft schon zu wissen welche Schaltgruppen man ausschalten will, wenn man noch einen Evakuierungszug ran fahren will. Ein Gleis kann in mehrere Schaltgruppen unterteilt sein und eine Schltgruppe kann mehrere Gelise umfassen, bei einem fahrenden Zug mit gehobenem Stromabnehmer sollte man die Oberleitung nicht ausschalten, sonst hat man gleich den nächsten zu evakuierenden Zug, weil der Lichtbogen der da entsteht zerreist die Oberelitung.

Der Spannungsprüfer befindet sich an einer Teleskopstange und wird in die ausgeschaltete Oberleitung gehängt um zu prüfen ob die wirklich ausgeschaltet ist. Man sollte wissen wie man einen Spannungsprüfer bedient sonst wird man klein, schwarz und hässlich.

Güstigerweise lässt man die Schaltgruppe der beschädigten Oberleitung abschalten, eine Oberleitung die auf dem Boden oder einem Fahrzeug aufliegt ist an dieser Stelle nicht geerdet, man muss jeden einzelnen Teil der beschädigten Oberleitung einzeln erden, das meinte ich mit Trennungsstelle, nicht die elektrische Streckentrennung, bzw den Streckentrenner.

Weil auch bei dem Oberleitungsstück das sich auf dem Zug oder der Erde oder in der Luft hängend noch Restspannung befindet, bevor dort evakuiert wird muss dort geerdet werden.

Eine ausgeschaltete Oberleitung ist nicht geerdet, wenn die Oberleitung ausgeschaltet ist befinden sich da immer noch mehrere 1000V Restspannung, die durch die Erdung kontrolliert abgeführt werden. Wenn du zu Hause den Stecker vom Verlängerungskabel aus der Steckdose ziehst ist trotzdem auf dem Verlängerungskabel noch eine Restspannung, nur ist die bei 230V 50Hz so gering dass die nicht gefährlich ist. Ausgeschaltet ist nicht gleich geerdet!
cs schrieb:
Nachtzug schrieb:
Künders wir reden hier von Worms, das liegt übergreifend zwischen den beiden Metropolregionen Rhein/Main und Rhein/Neckar und nicht im bayrischen Wald, Sauerland, der Mecklenburger Seenplatte oder dem tiefsten Ostfriesland. Wie lange hätte es denn da gedauert?
Gibt es dort auch Oberleitungen? ;-)
Sofern ich weiß sind Münster - Norddeich, Regensburg - Passau, Giesen - Hagen und Berlin - Binz elektrifiziert. Kläre mich auf, Wenn ich da falsch liege.

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: cs

Datum: 13.03.18 23:14

Wessex Trains schrieb:
Um die Oberleitung ausschalten zu dürfen muss man geprüfter Schaltantragsteller sein, man braucht einen Oberleutngsplan vom jeweiligen Bahnhof, auf der freien Strecke ist das einfacher und natürlich die Telefonnummer der zuständigen ZES. Es hilft schon zu wissen welche Schaltgruppen man ausschalten will, wenn man noch einen Evakuierungszug ran fahren will. Ein Gleis kann in mehrere Schaltgruppen unterteilt sein und eine Schltgruppe kann mehrere Gelise umfassen, bei einem fahrenden Zug mit gehobenem Stromabnehmer sollte man die Oberleitung nicht ausschalten, sonst hat man gleich den nächsten zu evakuierenden Zug, weil der Lichtbogen der da entsteht zerreist die Oberelitung.
Also der diesem Faden zugrundeliegende Fall war wohl auf einer freien Strecke und nicht in einem Bahnhof. Da dürfte es für die Fahrdienstleitung nicht so schwierig sein, die Stelle des havarierten Zuges zu ermitteln und den richtigen Abschnitt ausschalten zu lassen. Auch dürften die FDL wissen, ob noch ein weiterer Zug in dem entsprechenden Abschnitt unterwegs ist oder nicht.

Wessex Trains schrieb:
Der Spannungsprüfer befindet sich an einer Teleskopstange und wird in die ausgeschaltete Oberleitung gehängt um zu prüfen ob die wirklich ausgeschaltet ist. Man sollte wissen wie man einen Spannungsprüfer bedient sonst wird man klein, schwarz und hässlich.
Und das kann man einem Lokführer nicht beibringen?

Wessex Trains schrieb:
Güstigerweise lässt man die Schaltgruppe der beschädigten Oberleitung abschalten, eine Oberleitung die auf dem Boden oder einem Fahrzeug aufliegt ist an dieser Stelle nicht geerdet, man muss jeden einzelnen Teil der beschädigten Oberleitung einzeln erden, das meinte ich mit Trennungsstelle, nicht die elektrische Streckentrennung, bzw den Streckentrenner.
Sorry, das hatte ich nicht richtig gelesen.

Wessex Trains schrieb:
Weil auch bei dem Oberleitungsstück das sich auf dem Zug oder der Erde oder in der Luft hängend noch Restspannung befindet, bevor dort evakuiert wird muss dort geerdet werden.
Schon klar. Trotzdem dürfte doch jeweils ein Erder vor und hinter dem havarierten Zug für die Erdung der beiden abgerissenen Oberleitungsteile ausreichen, oder nicht?


Wessex Trains schrieb:
Eine ausgeschaltete Oberleitung ist nicht geerdet, wenn die Oberleitung ausgeschaltet ist befinden sich da immer noch mehrere 1000V Restspannung, die durch die Erdung kontrolliert abgeführt werden. Wenn du zu Hause den Stecker vom Verlängerungskabel aus der Steckdose ziehst ist trotzdem auf dem Verlängerungskabel noch eine Restspannung, nur ist die bei 230V 50Hz so gering dass die nicht gefährlich ist. Ausgeschaltet ist nicht gleich geerdet!
Auch das ist mir klar, obwohl ich kein "Elektriker" bin. Ich habe nie behauptet, ausschalten ohne zu erden oder erden ohne auszuschalten wäre ausreichend.

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: cs

Datum: 13.03.18 23:15

Nachtzug schrieb:
cs schrieb:
Nachtzug schrieb:
Künders wir reden hier von Worms, das liegt übergreifend zwischen den beiden Metropolregionen Rhein/Main und Rhein/Neckar und nicht im bayrischen Wald, Sauerland, der Mecklenburger Seenplatte oder dem tiefsten Ostfriesland. Wie lange hätte es denn da gedauert?
Gibt es dort auch Oberleitungen? ;-)
Sofern ich weiß sind Münster - Norddeich, Regensburg - Passau, Giesen - Hagen und Berlin - Binz elektrifiziert. Kläre mich auf, Wenn ich da falsch liege.
Keine Ahnung, ich war dort noch nie.
cs schrieb:
Warum hat eine geerdete Oberleitung noch Restspannung?
Durch Induktion von Nachbarleitungen. Das Schlimme ist, daß Induktion auch genügend Stromstärke (Ampèrebruchteile) zusammenbringt. Hochspannung (einige kV) selber schaffst du nämlich auch leicht durch Reiben am richtigen Objekt aus Kunstfaser, nachweisbar durch einen hübschen kleinen blauen Funken von deinem Finger zur Wasserleitung. Aber in diesem Fall reicht zum Glück der Strom nicht für einen Gesundheitsschaden.

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: 707

Datum: 14.03.18 13:13

kmueller schrieb
Zitat:
Zitat:
Warum hat eine geerdete Oberleitung noch Restspannung?

Durch Induktion von Nachbarleitungen. Das Schlimme ist, daß Induktion auch genügend Stromstärke (Ampèrebruchteile) zusammenbringt. Hochspannung (einige kV) selber schaffst du nämlich auch leicht durch Reiben am richtigen Objekt aus Kunstfaser, nachweisbar durch einen hübschen kleinen blauen Funken von deinem Finger zur Wasserleitung. Aber in diesem Fall reicht zum Glück der Strom nicht für einen Gesundheitsschaden.

Du hast richtig geantwortet auf die Frage: "Warum hat eine abgeschaltete, *nicht* geerdete Oberleitung noch Restspannung?"
Nix für ungut: Sinn der Erdung ist ja, solche induktiv eingekoppelten Spannungen und insbesondere die resultierenden Ladungen abzuleiten.
707 schrieb:
kmueller schrieb
Zitat:
Zitat:
Warum hat eine geerdete Oberleitung noch Restspannung?
Durch Induktion von Nachbarleitungen. Das Schlimme ist, daß Induktion auch genügend Stromstärke (Ampèrebruchteile) zusammenbringt.

Du hast richtig geantwortet auf die Frage: "Warum hat eine abgeschaltete, *nicht* geerdete Oberleitung noch Restspannung?"
Nix für ungut: Sinn der Erdung ist ja, solche induktiv eingekoppelten Spannungen und insbesondere die resultierenden Ladungen abzuleiten.
Auch die geerdete Oberleitung hat noch eine 'Restspannung'. Aufgrund der hohen Leitfähigkeit der metallenen Erdungsstange fällt allerdings parallel zu dieser nur ein kleiner Bruchteil von dieser Restspannung ab (ungefähr der Bruchteil, den die Erdungsstange längenmäßig am Gesamtstromkreis hat) und nur diese ungefährliche Teilspannung kann man nach der Erdung am Zug noch abkriegen.

Strom bzw. Ladung ohne Spannung gibts nicht (bzw. nur unter exotischen Umständen wie in Supraleitern).

Re: Worms: 710 Fahrgäste sitzen stundenlang im ICE fest.

geschrieben von: Nordy

Datum: 14.03.18 19:55

Fragen eines Laien zur Oberleitung:
Bei der ZES wird doch irgendwas passieren, melden oder Laut geben oder bleibt solch Kurzschluß ggf lange unbemerkt und neuer Prüfstrom kommt ständig weiter?
Die ZES wird doch wohl sehen, in wessen Fdl-Bereich die Störung ist und da wird doch wohl beim Fdl dann nachgefragt?
Zur sicheren Seite und wenn der Fdl überblickt, das keine weiteren Züge dort unterwegs sind, kann dann nicht der Strom total dort schon mal abgestellt werden?
Zum schnellen Abschalten würde doch vorher ein Nothalt an alle Züge in dem Bereich gehen, oder?
Die ZES weiß nicht in wessen Fdl-Bereich ein Bahnhof fällt, da sich das auch immer wieder ändert. So lange der Tf dem Fdl nicht meldet was passiert ist, kann der Fdl auch Nichts sagen, sitzt der Fdl in der BZ wird das mit dem nachschauen schwierig...
Der Fdl kann die Oberleitung nicht immer abschalten, aus der BZ heraus geht das nicht, der Fdl muss dazu schon die ZES anrufen und sagen welche Schaltgruppen er abschalten will, wenn da wild abgeschaltet wird bricht im schlimmsten Fall auf der gesamten Strecke und ggf noch auf weiteren Strecken der Fahrstrom zusammen, das wäre sehr übel. Vor allem kann es dann gut sein, dass man für den Evakuierungszug den Strom nicht mehr zusschalten kann.
Was nützt denn der Nothalt?? Ich muss doch erst mal sicherstellen, dass alle nicht verunfallten Züge an einem Bahnsteig stehen, damit die Fahrgäste Problemlos den Zug verlassen können.
Es geht in so einem Fall ja auch immer da drum den Schaden nicht noch größer zu machen und noch mehr Menschen in gefahr zu bringen, ist es im Zweifel jetzt schlimmer wenn 20 ggf Schwerverletzte Schmerzen leiden oder sterben, oder ist es schlimmer erst mal wahllos ab zu schalten ohne Rücksicht auf Verluste und dann nachher ein paar 1000 Menschen evakuieren zu müssen und weiter an ihr Ziel bringen zu müssen um den 20 Schwerverletzten schneller zu helfen? Die Entscheidung kann immer nur falsch sein und gibt sehr sicher negative Presse.

Und was hätten die gemacht, ...

geschrieben von: Pogg 3000

Datum: 15.03.18 08:23

Wessex Trains schrieb:
Palatino schrieb:
... wenn im Zug Feuer ausgebrochen wäre? Dann hätten die Fahrgäste die Wahl gehabt, auszusteigen und einen Stromschlag zu erleiden oder im Zug zu bleiben und gegrillt zu werden.

Ich stelle immer wieder aufs Neue fest, dass es einfach zu lange dauert, bis Menschen in einem Störungsfall aus einem Zug befreit werden.

Grüße aus der Pfalz
Hubert
Wenn im Zug Feuer aus bricht tut man erst mal nicht viel außer den Feuerlöscher benutzen und die verrauchten Bereiche verlassen und Hilfe bedürftige Personen beim verlassen unterstützen. Ein Eisenbahnfahrzeug gerät nicht schnell in den Vollbrand, insbesondere kein Elektrofahrzeug. Es gab nach den letzten Bränden von Reisebussen einen sehr interessanten experimentellen Vergleich, hält man ein brennendes Streichholz an einen Bussitz brennt dieser in kurzer Zeit in Vollbrand ab, macht man das bei einem Zugsitz geht das Streichholz aus und außer einem etwas verkokeltem Stoff passiert dort gar Nichts.
...sooo einfach ist das! Ich bin begeistert!!!

Schöne Grüße, Thomas

Re: Und was hätten die gemacht, ...

geschrieben von: 707

Datum: 15.03.18 10:54

Zitat:
Wessex Trains schrieb:
Zitat:
Wenn im Zug Feuer aus bricht tut man erst mal nicht viel außer den Feuerlöscher benutzen und die verrauchten Bereiche verlassen und Hilfe bedürftige Personen beim verlassen unterstützen. Ein Eisenbahnfahrzeug gerät nicht schnell in den Vollbrand, insbesondere kein Elektrofahrzeug. Es gab nach den letzten Bränden von Reisebussen einen sehr interessanten experimentellen Vergleich, hält man ein brennendes Streichholz an einen Bussitz brennt dieser in kurzer Zeit in Vollbrand ab, macht man das bei einem Zugsitz geht das Streichholz aus und außer einem etwas verkokeltem Stoff passiert dort gar Nichts.

...sooo einfach ist das! Ich bin begeistert!!!

Schöne Grüße, Thomas

Hallo Thomas,
volle Zustimmung! Ich denke da nur an den hl.ET420-Mittelwagen, der vor vielen Jahren abgefackelt ist, nachdem die Oberleitung auf ihn draufgefallen ist. In dem Fall hatte der Stromabnehmer zwei kreuzende, nicht leitend verbundene Fahrdrähte im Stillstand überbrückt. Wie will man im 420 in den Wägelchen ohne Übergang nach vorne oder hinten den verrauchten Bereich verlassen?
So ein Vollbrand im Zug kann ziemlich schnell entstehen.

Vor gar nicht langer Zeit hat doch ein Talent (?) in Aachen gebrannt, zwar ein Dieselfahrzeug, aber auch wegen Elektrik-Problemen. Und, nicht zu vergessen die Baureihe 422!

Wessex muss sich einfach einmal vom Istzustand lösen. Es müssen eben moderne Verfahren etabliert werden, die mindestens schon einmal den Fahrdraht innerhalb kürzester Frist (und ohne Antrag auf Erteilung eines Antragformulars) nach Meldung durch den Lokführer abschalten. Das reduziert nämlich das Risiko, ein E-Fahrzeug zu verlassen, schon einmal deutlich (wegen der Restspannung ist es nicht Null). Wenn dann noch auf jedem Fahrzeug minimal 2 Erdungsstangen vorrätig sind und das Personal seine Schulungen bekommt, sind wir einen wichtigen Schritt weiter.
Jochen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.18 10:54.

Re: Und was hätten die gemacht, ...

geschrieben von: Werbaer

Datum: 15.03.18 12:07

707 schrieb:
Wenn dann noch auf jedem Fahrzeug minimal 2 Erdungsstangen vorrätig sind und das Personal seine Schulungen bekommt, sind wir einen wichtigen Schritt weiter.
Und einer der ersten Punkte der Schulung wird sein:
Wenn die Oberleitung auf dem Zug liegt, *nicht* aussteigen, solange diese nicht sicher geerdet ist.

Andersrum!

geschrieben von: Peter

Datum: 15.03.18 13:00

Hallo!

Werbaer schrieb:
707 schrieb:
Wenn dann noch auf jedem Fahrzeug minimal 2 Erdungsstangen vorrätig sind und das Personal seine Schulungen bekommt, sind wir einen wichtigen Schritt weiter.
Und einer der ersten Punkte der Schulung wird sein:
Wenn die Oberleitung auf dem Zug liegt, *nicht* aussteigen, solange diese nicht sicher geerdet ist.
Wenn auf jedem Tfz (also auch bei Dieseln) zwei Erdungsstanden waeren, dann koennte der Tf bei einer Havarie bedarfsweise einen Notruf absetzen, die Netzleitstelle abschalten und die Tf des ersten Zuges bzw. der ersten zwei Zuege, die in der Gegend sind (je Richtung einer) koennten dann ggf. von aussen erden. Zugfunk, GSM-R oder was auch immer sollte eine sichere Verbindung zwischen den Beteiligten ermoeglichen.

Und waeren damit vermutlich bei weitem schneller als der Notfall-Manager, der da u. U. noch nicht einmal vor Ort ist, weil sein Netzbezirk derzeit viel zu gross ist.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Und was hätten die gemacht, ...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 15.03.18 13:37

707 schrieb:
Wessex Die DB muss sich einfach einmal vom Istzustand lösen. Es müssen eben moderne Verfahren etabliert werden, die mindestens schon einmal den Fahrdraht innerhalb kürzester Frist (und ohne Antrag auf Erteilung eines Antragformulars) nach Meldung durch den Lokführer abschalten.
Das ist der wesentliche Punkt. Auf all die Schwierigkeiten und Gefahren zu verweisen ist ziemlich belanglos, denn das sind keine unumstösslichen Gesetze der Physik, sondern lösbare technische und organisatorische Probleme.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Andersrum!

geschrieben von: Der Hemmschuh

Datum: 15.03.18 20:35

Peter schrieb:
Wenn auf jedem Tfz (also auch bei Dieseln) zwei Erdungsstanden waeren, dann koennte der Tf bei einer Havarie bedarfsweise einen Notruf absetzen, die Netzleitstelle abschalten und die Tf des ersten Zuges bzw. der ersten zwei Zuege, die in der Gegend sind (je Richtung einer) koennten dann ggf. von aussen erden.
Nein, können sie eben nicht, weil sie üblicherweise nicht ortskundig sind und nicht wissen, wo welche Schaltgruppe über den Gleisen hängt. Auch bei Streckengleisen muß das nicht unbedingt eindeutig sein, es könnte sich z.B eine Bahnhofsschaltgruppe bis weit hinter das Einfahrsignal erstrecken. Zum Ausschalten und Erden der Oberleitung muß jemand vor Ort sein, dem die lokalen Gegebenheiten bekannt sind oder der zumindest die erforderlichen Unterlagen zum nachschauen dabei hat.
Und nein, diese Unterlagen können nicht mal eben auf alle Tfz verteilt werden - es sei denn, Loks werden wieder mit Tendern ausgestattet, die statt Wasser und Kohle den ganzen Papierkram aufnehmen können.


Der Hemmschuh

"Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und das nennen sie ihren Standpunkt." - Albert Einstein

Re: Andersrum!

geschrieben von: zqt

Datum: 15.03.18 21:42

Der Hemmschuh schrieb:
Peter schrieb:
Wenn auf jedem Tfz (also auch bei Dieseln) zwei Erdungsstanden waeren, dann koennte der Tf bei einer Havarie bedarfsweise einen Notruf absetzen, die Netzleitstelle abschalten und die Tf des ersten Zuges bzw. der ersten zwei Zuege, die in der Gegend sind (je Richtung einer) koennten dann ggf. von aussen erden.
Nein, können sie eben nicht, weil sie üblicherweise nicht ortskundig sind und nicht wissen, wo welche Schaltgruppe über den Gleisen hängt. Auch bei Streckengleisen muß das nicht unbedingt eindeutig sein, es könnte sich z.B eine Bahnhofsschaltgruppe bis weit hinter das Einfahrsignal erstrecken. Zum Ausschalten und Erden der Oberleitung muß jemand vor Ort sein, dem die lokalen Gegebenheiten bekannt sind oder der zumindest die erforderlichen Unterlagen zum nachschauen dabei hat.
Und nein, diese Unterlagen können nicht mal eben auf alle Tfz verteilt werden - es sei denn, Loks werden wieder mit Tendern ausgestattet, die statt Wasser und Kohle den ganzen Papierkram aufnehmen können.


Der Hemmschuh
Ich denke in der heutigen Zeit kann man sowas ruhig mal digitalisieren. Mehr als ein Smartphone oder komfortablerweise ein Tablet braucht es nicht, um so etwas anzeigen zu können.
Wir können uns jede Straße auf der Welt auf Google Maps anschauen, riesige Graphen erstellen, die den gesamten Datenverkehr der Menschheit darstellen aber bei elektrischen Schaltgruppen muss jemand mit einem Koffer voller Ordner anrücken?

Re: Andersrum!

geschrieben von: MD 612

Datum: 15.03.18 21:49

Peter schrieb:
Wenn auf jedem Tfz (also auch bei Dieseln) zwei Erdungsstanden waeren, dann koennte der Tf bei einer Havarie bedarfsweise einen Notruf absetzen, die Netzleitstelle abschalten und die Tf des ersten Zuges bzw. der ersten zwei Zuege, die in der Gegend sind (je Richtung einer) koennten dann ggf. von aussen erden.
Nur müssten dann mindestens zwei Züge von beiden Seiten bis an den Havaristen heranfahren, da die Erdung immer zu beiden Seiten unmittelbar an der Arbeitsstelle erfolgen muss und nicht x Kilometer entfernt. Damit scheiden elektrisch betriebene Züge schonmal aus. Und ob es sinnvoll ist, zwei Züge vor und hinter den Havaristen zu stellen, darf ja dann wohl ernsthaft bezweifelt werden...

Gruß Peter

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.
Dante Alighieri (1265–1321), italienischer Dichter und Philosoph

Einfach Lösbar!

geschrieben von: Peter

Datum: 15.03.18 22:30

Hallo!

Der Hemmschuh schrieb:
Peter schrieb:
Wenn auf jedem Tfz (also auch bei Dieseln) zwei Erdungsstanden waeren, dann koennte der Tf bei einer Havarie bedarfsweise einen Notruf absetzen, die Netzleitstelle abschalten und die Tf des ersten Zuges bzw. der ersten zwei Zuege, die in der Gegend sind (je Richtung einer) koennten dann ggf. von aussen erden.
Nein, können sie eben nicht, weil sie üblicherweise nicht ortskundig sind und nicht wissen, wo welche Schaltgruppe über den Gleisen hängt. Auch bei Streckengleisen muß das nicht unbedingt eindeutig sein, es könnte sich z.B eine Bahnhofsschaltgruppe bis weit hinter das Einfahrsignal erstrecken. Zum Ausschalten und Erden der Oberleitung muß jemand vor Ort sein, dem die lokalen Gegebenheiten bekannt sind oder der zumindest die erforderlichen Unterlagen zum nachschauen dabei hat.
Und nein, diese Unterlagen können nicht mal eben auf alle Tfz verteilt werden - es sei denn, Loks werden wieder mit Tendern ausgestattet, die statt Wasser und Kohle den ganzen Papierkram aufnehmen können.
Man koennte aber -analog etwa zur Stadtbeleuchtung grosser Staedte- jedem Masten eine Nummer zuteilen.
Bei Quertragwerken meinetwegen auch bedarfsweise mit a/b/c/... bezeichnen - dann kann der Tf die Schadenstelle an die Leit- oder Schaltstelle durchgeben - und die haben die Plaene doch ohnehin.

Und in der Regel haengt die Strippe ja ueber Streckengleisen (Bahnhoefe sind ja nicht der Regelfall, sondern die Ausnahme).
Da reicht doch der Kilometer, die Fahrtrichtung und "Gleis 1 bis 4" i. d. R. aus - damit waeren dann doch schon mal 90% aller Faelle abgedeckt.

Auf grossen Bahnhoefen ist Personal vor Ort - das kann man schulen, damit sind dann weitere 5% abgedeckt.

Und 95% waeren doch schon eine riesige Verbesserung zum Ist-Zustand.

Ich habe in meinem bisherigen Berufsleben gelernt:
Alles ist moeglich (i. d. R. ist es "nur" eine Geldfrage).
Und immer gilt:
Wer etwas NICHT will, findet Gruende,
wer etwas will, findet Wege.

Tatsache ist, dass das jetzige Verfahren zu lange dauert und beschleunigt werden muss.
Dazu gibt es sicher mehrere Wege - moeglicherweise gar in Kombination.

Nur wie es ist, darf es nicht bleiben - dass bis zum Eintreffen des Notfallmanagers soviel Zeit vergeht, darf nicht sein.
Entweder verkleinert man die Bezirke (und braucht dann mehr Notfall-Manager) oder man schult andere Kraefte.

Es geht nicht darum, Verhinderungsgruende zu finden, sondern darum, das aktuelle Risiko zu minimieren.
Das ist ein Prozess, den es seit Beginn der Eisenbahn gibt - warum soll jetzt alles unmoeglich sein?

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Andersrum!

geschrieben von: Peter

Datum: 15.03.18 22:37

Hallo!

MD 612 schrieb:
Peter schrieb:
Wenn auf jedem Tfz (also auch bei Dieseln) zwei Erdungsstanden waeren, dann koennte der Tf bei einer Havarie bedarfsweise einen Notruf absetzen, die Netzleitstelle abschalten und die Tf des ersten Zuges bzw. der ersten zwei Zuege, die in der Gegend sind (je Richtung einer) koennten dann ggf. von aussen erden.
Nur müssten dann mindestens zwei Züge von beiden Seiten bis an den Havaristen heranfahren, da die Erdung immer zu beiden Seiten unmittelbar an der Arbeitsstelle erfolgen muss und nicht x Kilometer entfernt. Damit scheiden elektrisch betriebene Züge schonmal aus. Und ob es sinnvoll ist, zwei Züge vor und hinter den Havaristen zu stellen, darf ja dann wohl ernsthaft bezweifelt werden...
Peter, es ging mir nicht darum, bis auf wenige Meter heranzufahren, sondern darum, dass jedes andere Fahrzeug, egal aus welchem Gleis, was in die Naehe kommt, das Material an Bord hat. Selbst wenn dann jemand mit zwei Erdungsstangen ein oder 2 Kilometer laeuft (er hat ja vermutlich bereits Unterstuetzung der Kraefte vor Ort) ist er vermutlich immer noch schneller als ein Notfall-Manager, der aus 50 oder 80 km anreisen muss.

Natuerlich ist das auch nicht perfekt, wenn jemand einen Blockabschnitt hinter dem Havaristen steht und sich vorsichtig annaehern bzw. die Unfallstelle umgehen muss (etwa ueber eine Acker), um auch die zweite Erdungsstange zu setzen.
Aber es waere eine Verbesserung der derzeitigen Situation, wo Rettungskraefte u. U. stundenlang tatenlos vor Ort sind, weil der NFM noch fehlt...

"Jedes bisschen hilft!", sagte die Feldmaus - und schiffte in die Elbe.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Andersrum!

geschrieben von: MD 612

Datum: 15.03.18 23:10

Peter schrieb:
Peter, es ging mir nicht darum, bis auf wenige Meter heranzufahren, sondern darum, dass jedes andere Fahrzeug, egal aus welchem Gleis, was in die Naehe kommt, das Material an Bord hat. Selbst wenn dann jemand mit zwei Erdungsstangen ein oder 2 Kilometer laeuft
Du hast noch nie ein Erdungsbesteck geschleppt, oder?? Bis der die zwei Kilometer und mehr gelaufen ist, ist auch der Notfallmanager da. Denn die haben normalerweise eine Eingreifzeit von 30 Minuten. Lauf in der Zeit mal mit komplettem Erdungsbesteck zwei Kilometer Gleis ab. Und wenn Du angekommen bist, stellst Du fest, dass von der anderen Seite keiner kommt, weil dort gar kein Zug steht. Womit dann auch nur auf den Notfallmanager gewartet werden muss...

Und selbst wenn Deine Idee machbar wäre, der Zug, der die Erdungsstangen "spendet", hat ja u.U. auch Fahrgäste an Bord. Die dürfen dann derweil auf sich alleine gestellt im Zug bleiben?? Oder doch besser auch diesen Zug evakuieren, was dann auch noch Zeit kostet??

Ich meine, wenn überhaupt erforderlich, dann sollte an der Größe der Bezirke der Notfallmanager gearbeitet werden. Das braucht dann allerdings auch mehr Notfallmanager und wirft sogleich die Frage auf, wer diesen Job noch machen will...

Gruß Peter

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.
Dante Alighieri (1265–1321), italienischer Dichter und Philosoph

Re: Andersrum!

geschrieben von: kmueller

Datum: 16.03.18 10:26

Der Hemmschuh schrieb:
....muß jemand vor Ort sein, dem die lokalen Gegebenheiten bekannt sind oder der zumindest die erforderlichen Unterlagen zum nachschauen dabei hat.
Genau hier liegt die Krux.

Zitat:
Und nein, diese Unterlagen können nicht mal eben auf alle Tfz verteilt werden - es sei denn, Loks werden wieder mit Tendern ausgestattet, die statt Wasser und Kohle den ganzen Papierkram aufnehmen können.

Hm, wieviele aktenbeladene Güterzüge und Papierlagerhallen benötigt eingentlich die Tarifverwirrungsabteilung?

Re: Andersrum!

geschrieben von: kmueller

Datum: 16.03.18 10:32

MD 612 schrieb:
Peter schrieb:
es ging mir nicht darum, bis auf wenige Meter heranzufahren, sondern darum, dass jedes andere Fahrzeug, egal aus welchem Gleis, was in die Naehe kommt, das Material an Bord hat. Selbst wenn dann jemand mit zwei Erdungsstangen ein oder 2 Kilometer laeuft
Du hast noch nie ein Erdungsbesteck geschleppt, oder?? Bis der die zwei Kilometer und mehr gelaufen ist, ist auch der Notfallmanager da. Denn die haben normalerweise eine Eingreifzeit von 30 Minuten.
Und die sind wirklich so gut im Schleppen ausgebildet?

Zitat:
Und selbst wenn Deine Idee machbar wäre, der Zug, der die Erdungsstangen "spendet", hat ja u.U. auch Fahrgäste an Bord. Die dürfen dann derweil auf sich alleine gestellt im Zug bleiben?? Oder doch besser auch diesen Zug evakuieren, was dann auch noch Zeit kostet??
Hier finde auch ich die derzeitige Praxis besser, daß nicht betroffene Züge einfach auf der Strecke weiterfahren anstatt den Hilfsdienst an der Unfallstelle zu stören.

Re: Andersrum!

geschrieben von: 707

Datum: 16.03.18 15:18

Wie hat man das denn damals in Bad Aibling oder gar Brühl oder Eschede gemacht? Mussten die Rettungskräfte auch 2 bis 4 Stunden warten, ehe sie eingreifen konnten?