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WiWo: Die Bahn ist besser als ihr Ruf

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.03.18 06:34

Zitat:
So geben zunächst 69 Prozent der Befragten an, bei innerdeutschen Reisen vor allem das eigene Auto zu nutzen. Nur 16 Prozent fahren am häufigsten mit dem Fernzug, sieben weitere Prozent mit dem Regionalzug. Unter ferner liefen befinden sich die anderen Verkehrsmittel wie Flugzeug und Fernbus (jeweils zwei Prozent). Zwar bleiben fast zwei Drittel der Deutschen [bei Reisen über 100km] ihrem Auto treu. [..] Doch mehr als jeder Dritte gibt an, „eher“ oder sogar „eindeutig“ den Zug nehmen zu wollen oder sich zumindest nicht festlegen zu wollen.
Das Verhältnis Fernzug (16%) zu Fernbus (2%) zeigt ziemlich deutlich, dass eine Verkehrswende weg vom Auto nur mit der Bahn zu machen ist. Der Fernbus kann die Bahn nur treiben.


Zitat:
Doch das Bordrestaurant ist ohne Zweifel ein Imageträger der Bahn. Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn wollte die teuren Speisewagen 2003 einst abschaffen. Stattdessen wollte er lieber zusätzliche Sitzplätze einbauen, um noch mehr Fahrgäste mitnehmen zu können. [..] Sollte der Konzern das Top-Thema wirklich einmal in den Griff bekommen, wäre die Speisekarte möglicherweise sogar der entscheidende Faktor, warum Reisende auch mal in den Zug steigen werden.
Ich halte den Speisewagen im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet. Ich habe zwar keine Zahlen, aber grob geschätzt denke ich nicht, dass nicht viel mehr als 10% der Fahrgäste im Speisewagen überhaupt essen. Der Anteil jener, die ohne Speisewagen nicht Bahn fahren würden, ist sicher noch deutlich geringer. Eine Versorgung der Reisenden mit Essen und Trinken lässt sich auch kostengünstiger realisieren, als mit "teuren Speisewagen", die von allen Reisenden über den Fahrpreis mitfinanziert werden müssen.

Man wird überlege sich nur mal, wieviel Einnahmen ein durchschnittlich besetzter ICE-Wagen erzielen könnte und was im Bordrestaurant umgesetzt wird. Die Fahrgäste wären auf jeden Fall da.


Zitat:
Seit Anfang 2017 bietet die Bahn etwa kostenloses WLAN in den ICE-Zügen an. Die Fernbusse hatten die Bahn zu dem Schritt gedrängt.
Noch jemand der glaubt, dass die Fernbusse einen positiven Effekt auf die Bahn hatten.

Quelle:
[www.wiwo.de]

Re: WiWo: Die Bahn ist besser als ihr Ruf

geschrieben von: kukuk

Datum: 13.03.18 07:19

Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
Doch das Bordrestaurant ist ohne Zweifel ein Imageträger der Bahn. Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn wollte die teuren Speisewagen 2003 einst abschaffen. Stattdessen wollte er lieber zusätzliche Sitzplätze einbauen, um noch mehr Fahrgäste mitnehmen zu können. [..] Sollte der Konzern das Top-Thema wirklich einmal in den Griff bekommen, wäre die Speisekarte möglicherweise sogar der entscheidende Faktor, warum Reisende auch mal in den Zug steigen werden.
Ich halte den Speisewagen im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet. Ich habe zwar keine Zahlen, aber grob geschätzt denke ich nicht, dass nicht viel mehr als 10% der Fahrgäste im Speisewagen überhaupt essen. Der Anteil jener, die ohne Speisewagen nicht Bahn fahren würden, ist sicher noch deutlich geringer. Eine Versorgung der Reisenden mit Essen und Trinken lässt sich auch kostengünstiger realisieren, als mit "teuren Speisewagen", die von allen Reisenden über den Fahrpreis mitfinanziert werden müssen.

Man kann es billiger machen, siehe IC2. Da kann man es aber auch gleich sein lassen. Deswegen werde mit dem IC2 auch keine längeren Strecken fahren. Ich gehe zwar auch selten direkt in den Speisewagen, aber lasse mir immer sehr gerne das Essen und Getränke an den Platz servieren. Gäbe es kein gescheites Bordrestaurant, würde ich die langen Strecken (teils ca. 8 Stunden Fahrt) nicht mit dem Zug machen. Dann doch lieber ca. eine Stunde fliegen.

Restaurant

geschrieben von: Rollo

Datum: 13.03.18 08:25

Ich halte das Restaurant auch für völlig überbewertet. Es lockt kaum Kunden, es ist teuer für den Kunden, es ist teuer für die Bahn und es bietet kaum Platz für zusätzliche Fahrgäste, da der normale Fahrgast im Restaurant in einem anderen Wagen einen Sitzplatz parallel beansprucht.

Ich plädiere daher für ein anderes Gastronomiekonzept. Ich halte es für sinnvoller, Sitzwagen zu bewirtschaften, wo die Leute auch ihren normalen Platz haben und folglich auch ihr Gepäck unterbringen können. Hier bietet sich dann eher ein Frühstücks- und Caféangebot an. Beides sind Konzepte, die gut zu Konversation, Zeit und Muße passen - eben dem, was eine gute Reise ausmacht. Ein bisschen Ellenbogenfreiheit wäre hier natürlich nett. 1/4 der Wagen pro Zug so zu bewirtschaften, kann ich mir gut vorstellen. Im Gegensatz zum 1.Klasse Wagen mit am Platz Service sollte dieser Wagen aber schon wie ein Café eingerichtet sein und zum Konsum animieren (z.B. durch Mindestverzehr pro Fahrt).

Im Gegensatz dazu setzt man im Bistro gerne auf wenig kommunikative Legehennensitzanordnung, wo die Leute dann auch gerne mal hinter ihrem Bier ins Leere starren. Und dass im Restaurant heute noch wirklich jemand so aussieht, als ob er Essen genießen würde, habe ich auch lange nicht mehr erlebt.

Re: WiWo: Die Bahn ist besser als ihr Ruf

geschrieben von: RailServ

Datum: 13.03.18 08:33

Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
So geben zunächst 69 Prozent der Befragten an, bei innerdeutschen Reisen vor allem das eigene Auto zu nutzen. Nur 16 Prozent fahren am häufigsten mit dem Fernzug, sieben weitere Prozent mit dem Regionalzug. Unter ferner liefen befinden sich die anderen Verkehrsmittel wie Flugzeug und Fernbus (jeweils zwei Prozent). Zwar bleiben fast zwei Drittel der Deutschen [bei Reisen über 100km] ihrem Auto treu. [..] Doch mehr als jeder Dritte gibt an, „eher“ oder sogar „eindeutig“ den Zug nehmen zu wollen oder sich zumindest nicht festlegen zu wollen.
Das Verhältnis Fernzug (16%) zu Fernbus (2%) zeigt ziemlich deutlich, dass eine Verkehrswende weg vom Auto nur mit der Bahn zu machen ist. Der Fernbus kann die Bahn nur treiben.


Zitat:
Doch das Bordrestaurant ist ohne Zweifel ein Imageträger der Bahn. Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn wollte die teuren Speisewagen 2003 einst abschaffen. Stattdessen wollte er lieber zusätzliche Sitzplätze einbauen, um noch mehr Fahrgäste mitnehmen zu können. [..] Sollte der Konzern das Top-Thema wirklich einmal in den Griff bekommen, wäre die Speisekarte möglicherweise sogar der entscheidende Faktor, warum Reisende auch mal in den Zug steigen werden.
Ich halte den Speisewagen im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet. Ich habe zwar keine Zahlen, aber grob geschätzt denke ich nicht, dass nicht viel mehr als 10% der Fahrgäste im Speisewagen überhaupt essen. Der Anteil jener, die ohne Speisewagen nicht Bahn fahren würden, ist sicher noch deutlich geringer. Eine Versorgung der Reisenden mit Essen und Trinken lässt sich auch kostengünstiger realisieren, als mit "teuren Speisewagen", die von allen Reisenden über den Fahrpreis mitfinanziert werden müssen.

Man wird überlege sich nur mal, wieviel Einnahmen ein durchschnittlich besetzter ICE-Wagen erzielen könnte und was im Bordrestaurant umgesetzt wird. Die Fahrgäste wären auf jeden Fall da.


Zitat:
Seit Anfang 2017 bietet die Bahn etwa kostenloses WLAN in den ICE-Zügen an. Die Fernbusse hatten die Bahn zu dem Schritt gedrängt.
Noch jemand der glaubt, dass die Fernbusse einen positiven Effekt auf die Bahn hatten.

Quelle:
[www.wiwo.de]
Moin Thomas,

ich bin ja derzeit sehr häufig mit dem ICE unterwegs und kann nicht sagen, dass im Bord Restaurant nichts los wäre. Dass vielleicht nur 10% der Reisenden den Weg in den Speisewagen finden hat sicher auch etwas mit dem Verhältnis von Sitzplätzen zum Platzangebot im Bord Restaurant zu tun.

Das Angebot im IC2 würde ich persönlich als lausig bezeichnen. Da mag aber jeder eine andere Meinung zu Service und Reisekultur haben.

Der Umsatz des Bord Restaurant errechnet sich nicht allein anhand der Publikumsfrequenz in diesem Wagen. Dazu kommt der Service in der 1. Klasse, all die Getränke und Speisen die sich Reisende an der Theke holen und mit an den Platz nehmen. Ferner der Kaffeeverkauf in der 2. Klasse durch das Servicepersonal.

Pro Speisewagen

geschrieben von: Peter

Datum: 13.03.18 09:04

Hallo!

Fuer Kurzstrecken bis 2 oder 3 Stunden mag es ohne gehen, doch bei der Langstrecke (Gesamtreisedauer i. d. R. 9 h von Tuer zu Tuer) finde ich es beruhigend, nach Lust und Laune entscheiden zu koennen, ob ich essen oder trinken mag.

Und die Speisewagen unserer europ. Nachbarn zeigen, was moeglich ist: In Polen, Tschechien oder Ungarn gibt es ein gutes Angebot, was auch genuzt wird.
Evtl. sollte man diese Bahnverwaltungen die Wagen bewirtschaften oder sich von ihnen beraten lassen? Die koennen das naemlich erfolgreich...

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Fressen am Platz

geschrieben von: Dirk Möller

Datum: 13.03.18 09:25

Rollo schrieb:
Ich halte das Restaurant auch für völlig überbewertet. Es lockt kaum Kunden, es ist teuer für den Kunden, es ist teuer für die Bahn und es bietet kaum Platz für zusätzliche Fahrgäste, da der normale Fahrgast im Restaurant in einem anderen Wagen einen Sitzplatz parallel beansprucht.

Ich plädiere daher für ein anderes Gastronomiekonzept. Ich halte es für sinnvoller, Sitzwagen zu bewirtschaften, wo die Leute auch ihren normalen Platz haben und folglich auch ihr Gepäck unterbringen können. Hier bietet sich dann eher ein Frühstücks- und Caféangebot an. Beides sind Konzepte, die gut zu Konversation, Zeit und Muße passen - eben dem, was eine gute Reise ausmacht. Ein bisschen Ellenbogenfreiheit wäre hier natürlich nett. 1/4 der Wagen pro Zug so zu bewirtschaften, kann ich mir gut vorstellen. Im Gegensatz zum 1.Klasse Wagen mit am Platz Service sollte dieser Wagen aber schon wie ein Café eingerichtet sein und zum Konsum animieren (z.B. durch Mindestverzehr pro Fahrt).

Im Gegensatz dazu setzt man im Bistro gerne auf wenig kommunikative Legehennensitzanordnung, wo die Leute dann auch gerne mal hinter ihrem Bier ins Leere starren. Und dass im Restaurant heute noch wirklich jemand so aussieht, als ob er Essen genießen würde, habe ich auch lange nicht mehr erlebt.
Hallo,

bloß das nicht! Mir reicht es schon, wenn Mitfahrer an ihren Brötchen rumwürgen oder Möhren, Gurken etc. knacken. Auf den zusätzlichen "Genuss" der Speisedüfte kann ich gern verzichten.

Gruß
Dirk Möller

Wo wir Deutschen hindenken, wächst kein Gras mehr (Kurt Tucholsky)

Re: Fressen am Platz

geschrieben von: tmmd

Datum: 13.03.18 10:02

Ich nutze selten Speisewagen/Boardbistros. Ich finde es aber okay, daß es sie gibt. Allerdings habe ich auch kein Problem mit, wenn es sie nicht gibt. Davon mache ich meine Reisen nicht abhängig. Ich informiere mich aber bei längeren Fahrten, z.B. im Mai nach Verona bzw. auf der Rückfahrt von Basel nach Magdeburg, vorab und packe mir was ein. So habe ich auf den genannten Fahrten zum einen in München 50 Minuten Zeit um dort in Ruhe mittags was zu essen, zum anderen auf der Rückfahrt mir in Freiburg (Brsg.) 35 Minuten Umsteigezeit eingebaut um mir dort was zu kaufen.

Gut finde ich aber, daß der Ruf der Bahn anscheinend besser ist, als er hier von so manchem dargestellt wird.

Re: Restaurant

geschrieben von: VT605

Datum: 13.03.18 10:07

Das Konzept mit der Bedienung am Platz gab es schon kurz nach der Jahrtausendwende, ist gescheitert, das wollte verstãndlicherweise kaum jemand.

Sammelantwort Thomas_Lammpe

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.03.18 10:11

RailServ schrieb:
Ich bin ja derzeit sehr häufig mit dem ICE unterwegs und kann nicht sagen, dass im Bord Restaurant nichts los wäre. Dass vielleicht nur 10% der Reisenden den Weg in den Speisewagen finden hat sicher auch etwas mit dem Verhältnis von Sitzplätzen zum Platzangebot im Bord Restaurant zu tun.
Niemand behauptet, dass die Bord-Restaurants leer wären. Ich denke, die Abhängigkeit ist eine andere: Es gibt so wenig Plätze im Bord-Restaurant, weil die Nachfrage nicht größer ist. Mehr Plätze würden außerhalb der Stoßzeiten leer bleiben, was sehr teuer ist.


RailServ schrieb:
Der Umsatz des Bord Restaurant errechnet sich nicht allein anhand der Publikumsfrequenz in diesem Wagen.
Natürlich besteht im Zug Nachfrage nach Essen und Trinken, die auch bedient werden muss, aber für die Existenz eines Bord-Restaurants zählen nur diejenigen, die dort essen. Das kann kaum wirtschaftlich sein, weil die, wie Rollo bereits geschrieben hat, zeitweise zwei Plätze belegen.


Dirk Möller schrieb:
Rollo schrieb:
Ich plädiere daher für ein anderes Gastronomiekonzept. Ich halte es für sinnvoller, Sitzwagen zu bewirtschaften, wo die Leute auch ihren normalen Platz haben und folglich auch ihr Gepäck unterbringen können.
Hallo,
bloß das nicht! Mir reicht es schon, wenn Mitfahrer an ihren Brötchen rumwürgen oder Möhren, Gurken etc. knacken. Auf den zusätzlichen "Genuss" der Speisedüfte kann ich gern verzichten.
Wie man sich am Essen eines Brötchens oder Knacken einer Möhre stören kann ist mir schleierhaft. Was stört noch: Kindergeschrei, Unterhaltungen, ungepflegtes Aussehen? Dann brauchst du ein Einzelabteil.


kukuk schrieb:
Gäbe es kein gescheites Bordrestaurant, würde ich die langen Strecken (teils ca. 8 Stunden Fahrt) nicht mit dem Zug machen. Dann doch lieber ca. eine Stunde fliegen.
Peter schrieb:
Fuer Kurzstrecken bis 2 oder 3 Stunden mag es ohne gehen, doch bei der Langstrecke (Gesamtreisedauer i. d. R. 9 h von Tuer zu Tuer) finde ich es beruhigend, nach Lust und Laune entscheiden zu koennen, ob ich essen oder trinken mag.
Fährten von 8 oder 9 Stunden sind eine große Ausnahme, das machen vielleicht ein paar Freaks, aber es reicht nicht aus, Konzepte daran auszurichten.

marktwirtschaftlich durchoptimiert

geschrieben von: RailServ

Datum: 13.03.18 10:29

Das mag alles zutreffen was Du schreibst. Mir persönlich ist aber an der Balance zwischen optimierten Sitzplatzangebot und individuellen Kundenbedürfnissen gelegen.

Wenn ich diese Bedürfnisse zurückstellen würde, hätten es Familienabteile und Fahrradstellplätze noch schwerer im Fernverkehr.

Re: WiWo: Die Bahn ist besser als ihr Ruf

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 13.03.18 10:34

Thomas_Lammpe schrieb:
Ich halte den Speisewagen im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet. Ich habe zwar keine Zahlen, aber grob geschätzt denke ich nicht, dass nicht viel mehr als 10% der Fahrgäste im Speisewagen überhaupt essen. Der Anteil jener, die ohne Speisewagen nicht Bahn fahren würden, ist sicher noch deutlich geringer. Eine Versorgung der Reisenden mit Essen und Trinken lässt sich auch kostengünstiger realisieren, als mit "teuren Speisewagen", die von allen Reisenden über den Fahrpreis mitfinanziert werden müssen.

Man wird überlege sich nur mal, wieviel Einnahmen ein durchschnittlich besetzter ICE-Wagen erzielen könnte und was im Bordrestaurant umgesetzt wird. Die Fahrgäste wären auf jeden Fall da.

Ich halte das Sitzgestühl im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte die Beleuchtung im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte den Teppich im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte das Klo im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte den Thomas Lammpe im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Nochwas: Nach seiner Logik muss man auch die 1. Klasse abschaffen und ersetzen durch enge 2. Klasse Bestuhlung. Denn dann bekommt man noch mehr seiner unendlich formbaren Kunden in die Züge gequetscht.

Was für eine Schwachmatenlogik.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 10:37.

Re: WiWo: Die Bahn ist besser als ihr Ruf

geschrieben von: leofink

Datum: 13.03.18 11:21

Willi Raab schrieb:
Ich halte das Sitzgestühl im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich und andere auch:
[leumund.ch]


:-)
Gruss Leo

Re: marktwirtschaftlich durchoptimiert

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.03.18 12:04

Willi Raab schrieb:
Ich halte das Sitzgestühl im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte die Beleuchtung im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte den Teppich im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte das Klo im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Ich halte den Thomas Lammpe im Gegensatz zum Autor dieser Zeilen und vieler hier im Forum genauso wie Mehdorn für überbewertet.

Nochwas: Nach seiner Logik muss man auch die 1. Klasse abschaffen und ersetzen durch enge 2. Klasse Bestuhlung. Denn dann bekommt man noch mehr seiner unendlich formbaren Kunden in die Züge gequetscht.

Was für eine Schwachmatenlogik.
RailServ schrieb:
Das mag alles zutreffen was Du schreibst. Mir persönlich ist aber an der Balance zwischen optimierten Sitzplatzangebot und individuellen Kundenbedürfnissen gelegen.

Wenn ich diese Bedürfnisse zurückstellen würde, hätten es Familienabteile und Fahrradstellplätze noch schwerer im Fernverkehr.
Über Dinge wie Klo und Beleuchtung braucht man nicht zu diskutieren, weil beides schlicht notwendig ist. Bei anderen Sachen sollte meiner Meinung nach der Grundsatz gelten, dass nur das sinnvoll ist, wofür die Reisenden, die es nutzen, auch die vollen Kosten bezahlen, bzw. die meisten Reisenden auch dafür bezahlen würden, wenn eine Einzelabrechnung wie bei WLAN, Klo, Teppich oder Bedeuchtung nicht in Frage kommt. Das kann man als 'marktwirtschaftlich durchoptimiert' bezeichnen, es würde auf jeden Fall die meisten Kunden in die Bahn bringen und das ist mir wichtig.

Re: marktwirtschaftlich durchoptimiert

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 13.03.18 12:20

Thomas_Lammpe schrieb:
Über Dinge wie Klo und Beleuchtung braucht man nicht zu diskutieren, weil beides schlicht notwendig ist. Bei anderen Sachen sollte meiner Meinung nach der Grundsatz gelten, dass nur das sinnvoll ist, wofür die Reisenden, die es nutzen, auch die vollen Kosten bezahlen, bzw. die meisten Reisenden auch dafür bezahlen würden, wenn eine Einzelabrechnung wie bei WLAN, Klo, Teppich oder Bedeuchtung nicht in Frage kommt. Das kann man als 'marktwirtschaftlich durchoptimiert' bezeichnen, es würde auf jeden Fall die meisten Kunden in die Bahn bringen und das ist mir wichtig.
Weder Klo noch Beleuchtung sind schlicht notwendig!
Eine Notfallbeleuchtung, Fussbodenmarkierung reicht völlig aus. Wer mehr will soll zahlen. Und wer eine schwache Blase hat soll gefälligst dafür auch bezahlen!
Und sie sollen auch dafür bezahlen wenn sie auf einem Stuhl sitzen wollen. Und zu den vollen Kosten die der Sitz verursacht. Nicht nur diese läppische "Reservierungsgebühr".

So wird das was mit DEINER Bahn! Nur so!

Re: Sammelantwort Thomas_Lammpe

geschrieben von: Falk12

Datum: 13.03.18 13:06

Als langjähriger Pendler kann ich sagen, das sowohl ich selbst als die Gruppe von fast 20 Leuten, die sich um mich im Laufe von 12 Jahren Pendeln von Leipzig nach Berlin und zurück gebildet hat, es als sehr angenehm gefunden hat, das es ein Bordrestaurant gab und gibt und das obwohl wir nur 1 Stunde im ICE unterwegs waren. Zwar haben wir uns den Kaffee am Morgen meisten an unseren Platz geholt und dort getrunken und abends das Bier ebenso, aber zu bestimmten Anlässen, z.B. Geburtstage, Feiertage wie Wei8hnachten, Ostern oder auch an den Wochenenden sind wir gerne mal in das Bordrestaurant gegangen und haben dort in Ruhe gefrühstückt. Da musste man z.B. nicht die ewigen Diskussionen um die Comfortplätze machen, die ständig von irgendwelchen @#$%&, die sich zum Teil bewusst dahin setzten mit der Begründung, die sind ja nicht reserviert, also kann ich mich dahin setzen, besetzt waren, während wir mit unseren BC 100 am liebesten stehen sollten, nur weil es die DB nicht fertig kriegt anzuweisen, das die
ZB bei der Kontrolle die Fahrgäste ohne Confortstatus von den Plätzen zu verweisen und das Problem auf uns Fahrgäste abschob und nach wie vor abschiebt.
Da ging man lieber entspannt zum Frühstück oder auch mal zum Abendessen in Restaurant. Wenn man dort ein ähnlich gutes Essen wie im tschechischen Speisewagen oder im früher im schweizerisch bewirtschafteten CNL wären die Speisewagen auch regelmäßig voll, selbst bei größerer Kapazität und die Mitropa hat es früher vorgemacht, das das auch in Deutschland geht.Und ja mich stört es auch, wenn neben mir einer seine Schnitten auspackt mit Papierknistern und allen anderen möglichen Geräuchen und Gerüchen, denn ich möchte früh vor der Arbeit meine Ruhe um zum Beispiel zu lesen und abends nach der Arbeit erst recht. Das können natürlich einige hier im Forum, die Vergnügungsfahrten mit der DB machen nicht verstehen, aber der Hauptteil gerade auf solchen Strecken wie Leipzig - Berlin oder Erfurt - Leipzig und Leipzig - Dresden sind Berufspendler, die täglich pendeln und nicht nur am Wochenende.
Und die haben ein Anrecht, das auch auf deren Interesse Rücksicht genommen wird, was aber ein paar Superbahner hier im Forum nicht verstehen, schließlich kommt Ihr Gehalt vermeintlich von der DB und wird nicht von den Kunden(also auch den Berufspendler) bezahlt und gerade die werden immer mehr. Als ich 2001 begann täglich im Ferverkehr zu pendeln, war ich wahrscheinlich der einzige zu dieser Zeit, der täglich pendelte, aber das änderte sich ganz schnell und ist heute normalität und für diese Leute ist das Bordrestaurant ein Segen und wenn es bessere Angebote zu vernünftigeren Preisen gäbe, würden noch mehr mit der Bahn fahren, da bin ich mir ziemlich sicher.

Re: Fressen am Platz

geschrieben von: Rollo

Datum: 13.03.18 13:18

Dirk Möller schrieb:
Rollo schrieb:
Ich halte das Restaurant auch für völlig überbewertet. Es lockt kaum Kunden, es ist teuer für den Kunden, es ist teuer für die Bahn und es bietet kaum Platz für zusätzliche Fahrgäste, da der normale Fahrgast im Restaurant in einem anderen Wagen einen Sitzplatz parallel beansprucht.

Ich plädiere daher für ein anderes Gastronomiekonzept. Ich halte es für sinnvoller, Sitzwagen zu bewirtschaften, wo die Leute auch ihren normalen Platz haben und folglich auch ihr Gepäck unterbringen können. Hier bietet sich dann eher ein Frühstücks- und Caféangebot an. Beides sind Konzepte, die gut zu Konversation, Zeit und Muße passen - eben dem, was eine gute Reise ausmacht. Ein bisschen Ellenbogenfreiheit wäre hier natürlich nett. 1/4 der Wagen pro Zug so zu bewirtschaften, kann ich mir gut vorstellen. Im Gegensatz zum 1.Klasse Wagen mit am Platz Service sollte dieser Wagen aber schon wie ein Café eingerichtet sein und zum Konsum animieren (z.B. durch Mindestverzehr pro Fahrt).

Im Gegensatz dazu setzt man im Bistro gerne auf wenig kommunikative Legehennensitzanordnung, wo die Leute dann auch gerne mal hinter ihrem Bier ins Leere starren. Und dass im Restaurant heute noch wirklich jemand so aussieht, als ob er Essen genießen würde, habe ich auch lange nicht mehr erlebt.
Hallo,

bloß das nicht! Mir reicht es schon, wenn Mitfahrer an ihren Brötchen rumwürgen oder Möhren, Gurken etc. knacken. Auf den zusätzlichen "Genuss" der Speisedüfte kann ich gern verzichten.

Gruß
Dirk Möller
Darum habe ich ja auch eine begrenzte Anzahl von Wagen nach diesem Konzept vorgeschlagen. Dann hätte jemand wie Du die Wahl, auch andere Wagen zu wählen.

Re: Restaurant

geschrieben von: Rollo

Datum: 13.03.18 13:21

VT605 schrieb:
Das Konzept mit der Bedienung am Platz gab es schon kurz nach der Jahrtausendwende, ist gescheitert, das wollte verstãndlicherweise kaum jemand.
? Worauf beziehst Du das jetzt ?

Re: Pro Speisewagen

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 13.03.18 13:30

Hallo Peter!

Ich stimme Dir in Deinen Ausführungen mit einer Ausnahme zu:
Die MÁV hat sich leider fast vollständig aus dem Speisewagenbetrieb zurückgezogen.
Seit Fahrplanwechsel 2017/18 bewirtschaftet sie nur noch 2 Zugpaare: EC 130/131 "Varsovia" BudapestNyugati - Warszawa Wschodnia und zurück, sowie
EC 172/173 "Hungaria" Budapest Nyugati - Hamburg-Altona und zurück.
Die bisherigen WR-Kurse nach Brasov, Cluj Napoca, Ljubljana, Zagreb, Graz und Wien wurden leider ersatzlos eingestellt.

Persönlich schätze ich einen Bewirtschafteten Zug auf Fahrten über 3 Stunden sehr, denn gerade auf meinen regelmäßigen Fahrten Karlsruhe - Berlin und zurück mag ich nicht über 5 Stunden
auf meinem Sitzplatz sitzen müssen.

Gruß

Ingo

Re: marktwirtschaftlich durchoptimiert

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 13:33

Willi Raab schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Über Dinge wie Klo und Beleuchtung braucht man nicht zu diskutieren, weil beides schlicht notwendig ist. Bei anderen Sachen sollte meiner Meinung nach der Grundsatz gelten, dass nur das sinnvoll ist, wofür die Reisenden, die es nutzen, auch die vollen Kosten bezahlen
Weder Klo noch Beleuchtung sind schlicht notwendig!
Eine Notfallbeleuchtung, Fussbodenmarkierung reicht völlig aus. Wer mehr will soll zahlen. Und wer eine schwache Blase hat soll gefälligst dafür auch bezahlen!
Und sie sollen auch dafür bezahlen wenn sie auf einem Stuhl sitzen wollen. Und zu den vollen Kosten die der Sitz verursacht. Nicht nur diese läppische "Reservierungsgebühr".
Wurde die Klogebühr nicht schon erwogen von der Ryan-Bahn? Vom (mittlerweile entschlafenen) 'Stehplatzzug' (oder Stoßzeit-Verstärker) habe ich noch das hier:
[www.volkskrant.nl]

Re: Restaurant

geschrieben von: Werntalbahn

Datum: 13.03.18 16:16

Rollo schrieb:
Ich halte das Restaurant auch für völlig überbewertet. Es lockt kaum Kunden, es ist teuer für den Kunden, es ist teuer für die Bahn und es bietet kaum Platz für zusätzliche Fahrgäste, da der normale Fahrgast im Restaurant in einem anderen Wagen einen Sitzplatz parallel beansprucht
Ich bin auf 80 % der Zugfahrten im Restaurant (und es sind viele Fahrten).
Es ist nicht teuer. In den Kneipen hier kostet ein 0,5 l Bier 4,00 EUR oder wesentlich mehr. Im ICE 3,80 EUR. Ich müsste theoretisch abends mit meiner BC 100 wild rumfahren, um günstiger Bier zu trinken. Auch das Essen ist preis-wert im Wortsinn.
Ich würde auch behaupten, 90 % der Fahrgäste im Bordrestaurant sind "mit Sack und Pack" da und beanspruchen keinen normalen Platz.

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