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20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 20:54.
pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de
So lange man an verkehrlich unnützen Projekten wie Stuttgart 21 unbeirrt festhält kann es nicht so schlimm sein.

Was die Wertminderung angeht: Lutz ist eben ein Buchhalter. Da wird kein Auge zugekniffen, sondern der Wert strikt nach der Umsatz- und Gewinnerwartung ermittelt. Zumindest scheint es so zu sein.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Das ist doch bei diesen tollen Vorständen wirklich erstaunlich, oder?

Die Bundesbahn mußte seinerzeit die Kostenunterdeckung der Betriebs- und Personalkosten durch Kreditaufnahmen ausgleichen.

Die DB AG hingegen startete schuldenfrei, die großen Investitionen in die Schienennetzunterhaltung sowie Streckenneubauten wurden und werden vom Staat übernommen, und die Kosten für den Nahverkehr werden ebenfalls vom Staat bezahlt (Regionalisierungsmittel).

Funktioniert die Billigstrategie ...

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 12.03.18 21:36

... betriebswirtschaftlich wohl doch nicht so toll?
Volkswirtschaftlich mag das ja vorteilhaft sein. Wobei sich mir nicht erschliesst weshalb das Gemeinwesen (der Staat) auch noch den Fernreiseverkehr bezuschussen sollte. ÖPNV, SPNV reicht aus.

Vielmehr ist die Begründung mit einer "Qualitäts- und Investitionsoffensive" das doppelte Eingeständnis der Bahn das ihre Strategie nicht funktioniert:
Wenn es ausreichend Qualität und Betriebsmittel gäbe bräuchte man diese "Offensive" nicht.
Wenn die Erlöse auskömmlich wären müsste man den Schuldenstand nicht in nie dagewesene Höhen treiben.

Da ist die Bahn und hier speziell der Fernverkehr dann auf einer Richtung unterwegs: Nach unten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 21:42.
Jedes Jahr angeblich Gewinn machen und dann Schulden anhäufen? Für wie dumm werden denn alle verkauft. Haben die Herrschaften vorher oder nachher gelogen?


pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de

Verschwörungstheorie?

geschrieben von: 1208

Datum: 12.03.18 21:54

andreas + schrieb:
Die Bundesbahn mußte seinerzeit die Kostenunterdeckung der Betriebs- und Personalkosten durch Kreditaufnahmen ausgleichen.
Die Deutsche Bundesbahn hatte 1976 einen Zuschussbedarf von 11 Milliarden DM (14,9 Milliarden € *), für 1977 wurden 15 Milliarden DM (19,5 Milliarden € *) erwartet und für 1980 wurden 20 Milliarden DM (23,4 Milliarden € *) hochgerechnet.
Alles nachzulesen im Spiegel vom 17.01.1977 [www.spiegel.de] .

Betriebs- und Personalkosten der "guten alten Bundesbahn" waren ein extrem teueres Zuschussgeschäft für die offentlichen Kassen. Da sind die heutigen 8,5 Milliarden € für die Regionalisierungsmittel schon fast aus der Portokasse bezahlbar.

VG, 1208

* = jeweils inflationsbereinigt, kann man hier berechnen: [www.altersvorsorge-und-inflation.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 21:57.

Die Billigstrategie funktioniert im Fernverkehr

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 12.03.18 21:58

Willi Raab schrieb:
Funktioniert die Billigstrategie ...
... betriebswirtschaftlich wohl doch nicht so toll?
Volkswirtschaftlich mag das ja vorteilhaft sein. Wobei sich mir nicht erschliesst weshalb das Gemeinwesen (der Staat) auch noch den Fernreiseverkehr bezuschussen sollte. ÖPNV, SPNV reicht aus.
[..]
Da ist die Bahn und hier speziell der Fernverkehr dann auf einer Richtung unterwegs: Nach unten.
Besagte 'Billigstrategie' wurde vor allem im Fernverkehr der DB gefahren und dort scheint es gut auszusehen:

Zitat:
Grund sei auch eine "wirtschaftliche Schieflage" des Deutschland-Geschäfts, besonders der Güterbahn. [..] Die Bahn konnte 2017 zwar den Betriebsgewinn um 200 Millionen Euro auf 2,15 Milliarden Euro steigern. Dies ist aber in erster Linie der internationalen Spedition Schenker sowie dem boomenden Fernverkehr von IC und ICE zu verdanken.
Bereits zum Halbjahr hätte die DB im Fernverkehr einen Rekordgewinn eingefahren.
N'Abend


Zitat
Betriebs- und Personalkosten der "guten alten Bundesbahn" waren ein extrem teueres Zuschussgeschäft für die offentlichen Kassen. Da sind die heutigen 8,5 Milliarden € für die Regionalisierungsmittel schon fast aus der Portokasse bezahlbar.
Diese 8,5 Mrd. sehen plötzlich garnicht mehr so gewaltig aus, wenn man diesen die 5,5 Mrd (Stand 2011) Euro für Pensionszahlungen gegenüber stellt die weiterhin vom Bundeseisenbahnvermögen bezahlt werden müssen.
Verlinkung aus Wiki geklaut und direkt in den Artikel verlinkt:
[www.sueddeutsche.de]

Wenn "wir" diese Kosten eh tragen müssen, kann man sich schon fragen wofür der ganze Budenzauber seit 1994 eigentlich gut gewesen sein soll.
Diese n-tv Meldung kommt mir gerade wie gerufen, habe ich mich eben in einem anderen Beitrag über die Fragwürdigkeit unserer angeblich so erfolgreichen Regionalsierung des SPNV seit 1996 ausgelassen.
Ehrlich! Wir hatten uns nicht abgesprochen! ;-)


Grüßle,
Dirk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 22:34.

Ahnungslosigkeit

geschrieben von: autolos

Datum: 12.03.18 22:47

Traumflug schrieb:
pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de
So lange man an verkehrlich unnützen Projekten wie Stuttgart 21 unbeirrt festhält kann es nicht so schlimm sein.

Was die Wertminderung angeht: Lutz ist eben ein Buchhalter. Da wird kein Auge zugekniffen, sondern der Wert strikt nach der Umsatz- und Gewinnerwartung ermittelt. Zumindest scheint es so zu sein.

Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
andreas + schrieb:
die großen Investitionen in die Schienennetzunterhaltung sowie Streckenneubauten wurden und werden vom Staat übernommen
Für die meisten Streckenneubauten trifft das zu. Es gibt allerdings auch ein paar, wo der Eigentümer Bund mit der DB AG vereinbart hat, dass sie einen Teil der Kosten selbst trägt. Das betrifft insbesondere Köln-Rhein/Main, Ingolstadt-Nürnberg und, meine ich, auch den Berliner Hauptbahnhof. Aus diesen Projekten kommen schon einige Milliarden zusammen, die die DB AG selbst getragen und über Kredite finanziert hat.

Gruß
X73900

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.03.18 22:59

1208 schrieb:
Die Deutsche Bundesbahn hatte 1976 einen Zuschussbedarf von 11 Milliarden DM (14,9 Milliarden € *), für 1977 wurden 15 Milliarden DM (19,5 Milliarden € *) erwartet und für 1980 wurden 20 Milliarden DM (23,4 Milliarden € *) hochgerechnet.
Alles nachzulesen im Spiegel vom 17.01.1977 [www.spiegel.de] .
Wenn du schon den Artikel verlinkst, solltest du fairerweise auch auf die "Analyse" des Bundesbahn-Problems hinweisen. Das ist nachezu 1:1 auf die DB 2018 zu übertragen.

Die Gepäckabfertigung nämlich ist seit wenigen Monaten geschlossen. Früher hatte der Beamte am Schalter alles allein gemacht: Kartenverkauf und Gepäckannahme. Jetzt verkauft er nur noch Karten.

Spätestens dann wird sich bei ihm ein gequältes "Nie wieder Bahn!" festsetzen.

Passagiere und Frachtverlader wandern ab -- die Fehlbeträge in den Bahnkassen nehmen dafür um so rascher zu.

Viele von ihnen (Personal) aber sind mit anderem beschäftigt. Sie arbeiten in einer überbesetzten, unbeweglichen Verwaltung aneinander vorbei

Auf Teststrecken sollen Züge mit 350 Stundenkilometer rasen. in der Simulationsanlage wird gar Tempo 500 erprobt. Andererseits sind die Chefplaner der Bahn noch immer nicht in der Lage, an jeden der relativ schnellen Intercity-Züge ein paar Wagen 1. Klasse anzuhängen, um neue Kundenkreise zu gewinnen.

die Frankfurter DB-Verwaltung an den Grundsatz der Kostendeckung, mahnte zu verstärkten Rationalisierungsanstrengungen

forderte eine betriebswirtschaftliche "Optimierung des Streckennetzes

Der Gewerkschafter befürchtet den "Ausverkauf der Bahn nach der berüchtigten Salami-Taktik", die "Verschrottung" von Volksvermögen

Geschichte wiederholt sich manchmal doch. Auch der Abschnitt, dass die Bundesregierung die Bahn im Stich lässt und keine Vorgaben macht, wohin die Reise gehen soll.

Die Schulden von DB und DR 1993 wird auf Wikipedia mit 66 Milliarden Mark angegeben. Das sind also rund 35 Mrd. Euro. Der heutige Schuldenberg beträgt 20 Mrd. Rechnet man die Subventionen in Nahverkehr und Schienennetz dazu, wären die Schulden schon weit über 100 Mrd. Euro. Da hilft auch die statistische Bereinigung per Inflation nichts mehr. Allein in diesem Jahr wird 9,3 Mrd in die Infrastruktur und 8,5 Mrd in den Nahverkehr gepummt. Rechnet man das zum Schuldenstand dazu würde die DB 2018 ein Verlust von +/- 18 Mrd Euro machen, das sind ca. 35 Mrd Mark. Sowas hat nicht mal die Bundesbahn hinbekommen. Die 2 Mrd Gewinn die gerne veröffentlicht werden sind also nichts als Augenwischerei um die Privatisierung zu rechtfertigen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.03.18 23:02

autolos schrieb:Zitat:
Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
Wenn du die Weißheit mit Löffeln gefressen hast, so dass du dich so herablassend über andere User auslassen kannst, dann dürfte dir auch bekannt sein, dass die "bilanzierungsvorschriften" genug Freiraum lassen um Konzernergebnisse zu "interpretieren".

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
"Wenn "wir" diese Kosten eh tragen müssen, kann man sich schon fragen wofür der ganze Budenzauber seit 1994 eigentlich gut gewesen sein soll."

Börsengangspläne?

Gruß, Olaf

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_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 12.03.18 23:13

"Rechnet man die Subventionen in Nahverkehr und Schienennetz dazu, wären die Schulden schon weit über 100 Mrd. Euro"

Fairerweise muß man erwähnen, daß die Fülle des heutigen Regionalangebotes mit dem damaligen nicht mehr zu vergleichen ist. Beinahe flächendeckender Stundentakt mindestens (in manchen Regionen fast schon rund um die Uhr) und ein vielfach gesteigertes Volumen an Fassungsvermögen. Nach vielen Streckenstillegungen in den 90ern interessiert man sich heute wieder für Reaktivierungen. Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr. Dazu die vielen (durchaus auch nervigen) Sanierungsbaustellen.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 23:17.

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.03.18 23:37

Alibizugpaar schrieb:
"Rechnet man die Subventionen in Nahverkehr und Schienennetz dazu, wären die Schulden schon weit über 100 Mrd. Euro"

Fairerweise muß man erwähnen, daß die Fülle des heutigen Regionalangebotes mit dem damaligen nicht mehr zu vergleichen ist. Beinahe flächendeckender Stundentakt mindestens (in manchen Regionen fast schon rund um die Uhr) und ein vielfach gesteigertes Volumen an Fassungsvermögen. Nach vielen Streckenstillegungen in den 90ern interessiert man sich heute wieder für Reaktivierungen. Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr. Dazu die vielen (durchaus auch nervigen) Sanierungsbaustellen.
Ok, völlig richtig. Dennoch ändert es nichts daran, dass die DB heute nur deswegen einen nicht noch höheren Schuldenstand hat, weil jedes Jahr rund 15 Mrd Euro ins System gepumpt werden. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass ein wesentlicher Teil der Gewinne den bahnfremden Zukäufen zuzurechnen ist, die die Bundesbahn so auch nicht hatte. Somit ist die Bahnreform zumindest finanziell ein totales Desaster und keineswegs eine Verschwörungstheorie. Nur hieß es damals Schulden, heute Subventionen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 12.03.18 23:59

N'Abend.

Auch hier nehme ich nochmals den Faden zu dem auf, was ich heute zu dem Thema bereits geschrieben hatte: Ich zweifel mittlerweile immer mehr an dieser Behauptung.
Der sog. "Turnaround" mit Streckenreaktivierungen, Modernisierung und Taktfahrplan wurde noch vor der Bahnreform begonnen. Das begann langsam und der Umdenkprozeß war 1996 (und danach) noch längst nicht ganz vollzogen. Auch zu diesem Zeitpunkt und annähernd bis zum heutigen Tage ist es immer noch zu Stilllegungen gekommen. Und der Modernisierungsprozeß? Der ist noch nicht mal ganz vollzogen, da landen schon 644er und 646er auf der Halde - von etwas "älteren" Fahrzeugen wie 610, 611 oder 628 gar nicht zu reden.

Je länger man es mit dem Abstand von 1994/1996 aus betrachtet: Das Bild stimmt nicht.

"Sink abaut itt" ;-)

Grüßle,
Dirk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 00:00.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: TriStar

Datum: 13.03.18 00:02

Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr). Wahrscheinlich war das Problem bei der Bundesbahn ja hingegen, dass sie sowohl Schulden machte - als auch nicht über einen Betriebsgewinn, sondern einen jährlichen Betriebsverlust verfügte, wodurch die Kredite in Zukunft auch nie hätten abbezahlt werden können.

Alles in allem ist es also gar nicht so tragisch, Schulden machen ist üblich solange man es sich leisten kann. Besonders jetzt, wo die Zinsen so niedrig sind und Banken händeringend sichere Anlagemöglichkeiten suchen. Was hätte die Bahn auch anderes machen sollen? Die Politik hat ihr die Fernbusöffnung eingebrockt, darauf musste reagiert werden. Dass die alten IC erneuert werden müssen, lässt sich dann gerade auch nicht verschieben. Es wäre dumm gewesen, die günstigen Zeiten für Kredite nicht zu nutzen.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 13.03.18 06:45

TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Diese 2 Milliarden sind der Geschäftserfolg VOR Bedienung der Kredite. Nach Zinsen (und Steuern und Dividende) bleiben nur 300 Millionen. Siehe Artikel, 3. Absatz.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: kukuk

Datum: 13.03.18 07:13

Traumflug schrieb:
TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Diese 2 Milliarden sind der Geschäftserfolg VOR Bedienung der Kredite. Nach Zinsen (und Steuern und Dividende) bleiben nur 300 Millionen. Siehe Artikel, 3. Absatz.

Ohne Divendende zu zahlen könnte die Bahn die Schulden trotzdem in ca. 20 Jahren abtragen. Der Deutsche braucht im Durchschnitt um seinen Wohnbaukredit für sein Eigenheim abzubezahlen ca. 26 Jahre. Also deutlich länger.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 13.03.18 07:23

kukuk schrieb:
Traumflug schrieb:
TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Diese 2 Milliarden sind der Geschäftserfolg VOR Bedienung der Kredite. Nach Zinsen (und Steuern und Dividende) bleiben nur 300 Millionen. Siehe Artikel, 3. Absatz.
Ohne Divendende zu zahlen könnte die Bahn die Schulden trotzdem in ca. 20 Jahren abtragen. Der Deutsche braucht im Durchschnitt um seinen Wohnbaukredit für sein Eigenheim abzubezahlen ca. 26 Jahre. Also deutlich länger.
Stimmt schon, aber ein Haus lebt im Schnitt auch über 26 Jahre, eine Lok ist mit gut 20 Jahren schon am Ende der wirtschaftlichen Nutzung angekommen, Stichwort Ersatzteile für Elektronik. Siehe bei der 120, die jetzt teilweise auf den Schrott rollen.

Schulden müssen kein Problem sein

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.03.18 07:37

TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung).
Zustimmung. Genau das wird auch immer wieder bei der Betrachtung von Staatsschulden vergessen, wenn von der völligen Pleite Deutschlands gesprochen wird. Und die Bahn-Schulden sind ja auch so etwas wie Staatsschulden. Man kann viel darüber diskutieren, ob Investitionen in die internationale Logistik, HGV oder Stuttgart 21 sinnvoll sind oder nicht, aber es gibt kaum einen Zweifel, dass die Schulden zu einem großen Teil daher stammen.

Wenn der Fernverkehr der DB und dessen Billigstrategie hier für die Schulden herhalten müssen, ist das einfach nur eine Verdrehung der Tatsachen.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: kukuk

Datum: 13.03.18 07:52

ThomasR schrieb:
Stimmt schon, aber ein Haus lebt im Schnitt auch über 26 Jahre, eine Lok ist mit gut 20 Jahren schon am Ende der wirtschaftlichen Nutzung angekommen, Stichwort Ersatzteile für Elektronik. Siehe bei der 120, die jetzt teilweise auf den Schrott rollen.

Die 120 wird wegen "Konstruktionsfehler" verschrottet, weil die Rahmen auf sind. Ansonsten wurden die letzten 120er 1989 ausgeliefert. Damit sind die 120er jetzt fast 30 Jahre alt, nicht nur 20. Ich kenne Häuser, die mußten wegen gravierenden Baumängeln schon deutlich früher wieder abgerissen werden.
pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de
Wenn die DB bald pleite ist, kann Flixtrain ja günstig ein paar ICE kaufen aus der Konkursmasse kaufen.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: agw

Datum: 13.03.18 08:03

kukuk schrieb:
ThomasR schrieb:
Stimmt schon, aber ein Haus lebt im Schnitt auch über 26 Jahre, eine Lok ist mit gut 20 Jahren schon am Ende der wirtschaftlichen Nutzung angekommen, Stichwort Ersatzteile für Elektronik. Siehe bei der 120, die jetzt teilweise auf den Schrott rollen.
Die 120 wird wegen "Konstruktionsfehler" verschrottet, weil die Rahmen auf sind. Ansonsten wurden die letzten 120er 1989 ausgeliefert. Damit sind die 120er jetzt fast 30 Jahre alt, nicht nur 20. Ich kenne Häuser, die mußten wegen gravierenden Baumängeln schon deutlich früher wieder abgerissen werden.
Die Beschleunigung ist aber zu sehen. Bald wird es auch noch mehr Elektronik- und Software-Probleme geben.
Klar, alles rausreissen und neubauen geht immer, aber wenn auch die Basis immer billiger wird, wird das keiner mehr machen.

Ich halte es für unwahrscheinlich, dass z.B. eine Vectron von heute in 40 Jahren noch in Stückzahlen rumfährt, so wie das viele Baureihen von vor 40 Jahren noch tun.
"Konstruktionsfehler" wird es auch eher mehr als weniger geben.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 13.03.18 08:10

TriStar schrieb:
Alles in allem ist es also gar nicht so tragisch, Schulden machen ist üblich solange man es sich leisten kann. Besonders jetzt, wo die Zinsen so niedrig sind und Banken händeringend sichere Anlagemöglichkeiten suchen. Was hätte die Bahn auch anderes machen sollen? Die Politik hat ihr die Fernbusöffnung eingebrockt, darauf musste reagiert werden. Dass die alten IC erneuert werden müssen, lässt sich dann gerade auch nicht verschieben. Es wäre dumm gewesen, die günstigen Zeiten für Kredite nicht zu nutzen.
Welche Investitionen haben sich denn aus der Fernbusöffnung ergeben? Dass eine Großbestellung wie ICE 4, IC2 und demnächst IC?3? ansteht hatte nicht viel mit der Fernbusöffnung zu tun, sondern eher mit dem Lauf der Zeit und dass viele Jahre dank Börsenwahn Ersatzinvestitionen versäumt wurden. Die Fernbusöffnung war eine wohltuender Tritt in den Hintern nicht mehr und mehr den Bundesbahnschlaf zu schlafen. Man hatte eigentlich lange Zeit sich vorzubereiten. Hat es aber versäumt. Es folgte in einer panischen Reaktion die Großbestellung des IC2. Von günstige Kredite nutzen kann eigentlich nicht die Rede sein, eher eine glückliche Fügung, sonst sähe es noch düsterer aus.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: agw

Datum: 13.03.18 08:12

TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Die Rechnung ist ein wenig zu einfach. Wenn die DB in ein paar Jahren wieder normale 8% Zinsen für die 20 Mrd bezahlen muss, sind das schon 1.6 Mrd pro Jahr. D.h. von den zwei 2 Mrd Gewinn bleiben nur noch 400 M übrig.
Da braucht sie dann schon 40 Jahre, um die Schulden loszuwerden. Nein, es sieht eher so aus, als wenn man die 20 Mrd auf ewig mitschleppen wird. Sowas sieht man ja auch bei anderen Staatskonzernen (Telekom) und in anderen Ländern (SNCF).
Am Ende bezahlt man jedes Jahr ein Stuttgart 21 allein an Zinsen.

Großbestellung?

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 13.03.18 09:06

Hallole!

Murrtalbahner schrieb:
> Es folgte in einer panischen Reaktion die Großbestellung des IC2.

Was ist denn an 27 Züge Großbestellung? Und an weiteren 17? Und dann noch einmal ein paar Züge? Großbestellung für ein Land in der Größe Deutschlands wären 200+

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Wochenendruhe

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 13.03.18 09:09

Hallole!

Alibizugpaar schrieb:
> Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr.

Gibt es nicht? Versuch doch mal am Sonntag mit dem Zug von Schorndorf nach Rudersberg zu fahren. Und wir reden von einer Strecke in einem der stärksten deutschen Wirtschafträumen!

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 09:09.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 09:15

Murrtalbahner schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
Wenn du die Weißheit mit Löffeln gefressen hast, so dass du dich so herablassend über andere User auslassen kannst, dann dürfte dir auch bekannt sein, dass die "bilanzierungsvorschriften" genug Freiraum lassen um Konzernergebnisse zu "interpretieren".
Wieder jemand, der wie der Blinde von der Farbe spricht? Was mich ärgert sind Leute, die auf Grundlage ihres Unwissens meinen, Frechheiten loswerden zu dürfen. Nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften bilanzierende Konzerne mit Zugang zum internationalen Kapitalmarkt überlegen es sich schon sehr gut, welche Wertberichtigungen erforderlich sind. Mit "Augen zudrücken" hält man sich da auch sehr zurück, weil halt mehr Leute auf die Bilanzen schauen, als nur ein paar Steuerberater.

Re: Wochenendruhe

geschrieben von: MarvWe

Datum: 13.03.18 10:23

1.Bauserie schrieb:
Hallole!

Alibizugpaar schrieb:
> Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr.

Gibt es nicht? Versuch doch mal am Sonntag mit dem Zug von Schorndorf nach Rudersberg zu fahren. Und wir reden von einer Strecke in einem der stärksten deutschen Wirtschafträumen!

Gruß
1.Bauserie
Wie passt denn dieses Beispiel hierher? Die DB ist weder Eigentümer der Strecke, noch Betreiber des dortigen SPNV.

Verdrehung der Tatsachen?

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 13.03.18 10:31

Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn der Fernverkehr der DB und dessen Billigstrategie hier für die Schulden herhalten müssen, ist das einfach nur eine Verdrehung der Tatsachen.
Ein Verdrehung der Tatsachen ist es genau das zu behaupten. Wenn sie sich denn eine andere Begründung als die "Qualitäts- und Investitionsoffensive" gewählt hätten. Aber so kann man nur rückschliessen das der Ertrag des Billigfernverkehrs nicht reicht Kosten für laufenden Betrieb und Ersatzinvestition zu verdienen.
Das man bei Niedrigzinsen gut Schulden machen kann widerspricht dem ja nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 10:34.

Re: Funktioniert die Billigstrategie ...

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:33

Willi Raab schrieb:
... betriebswirtschaftlich wohl doch nicht so toll?
Volkswirtschaftlich mag das ja vorteilhaft sein. Wobei sich mir nicht erschliesst weshalb das Gemeinwesen (der Staat) auch noch den Fernreiseverkehr bezuschussen sollte. ÖPNV, SPNV reicht aus.
Ob der Fernverkehr direkt bezuschußt wird oder indirekt über eine staatliche Finanzierung des Netzes, macht letztlich keinen Unterschied. Als Ganzes rentabel ist kein Bahnsystem weltweit, allenfalls kleine Teilnetze oder einzelne Strecken sind es.

Es käme darauf an, daß der Finanzier Staat Ziele formuliert und diese durchsetzt. Der Grundsatz 'ich gebe Geld und du machst damit, was du willst' geht immer schief.
Dirk Mattner schrieb:
Wenn "wir" diese Kosten eh tragen müssen, kann man sich schon fragen wofür der ganze Budenzauber seit 1994 eigentlich gut gewesen sein soll.
Was für den einen 'Kosten' sind, sind für irgendeinen anderen 'Einnahmen'. Irgendwer wird die 'Kosten' schon erfolgreich kassiert haben.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.03.18 10:39

Hallo,

seit wann halten sich Unternehmen an Vorschriften ? Wäre ja mal ganz was Neues. Von Bilanzfälschungen hast Du wohl auch noch nie etwas gehört.
Um auf Deinen Nicknamen einzugehen - wie war das noch gleich mit dem Abgasskandal der Autoindustrie ?

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:41

Murrtalbahner schrieb:
Allein in diesem Jahr wird 9,3 Mrd in die Infrastruktur und 8,5 Mrd in den Nahverkehr gepummt. Rechnet man das zum Schuldenstand dazu würde die DB 2018 ein Verlust von +/- 18 Mrd Euro machen, das sind ca. 35 Mrd Mark. Sowas hat nicht mal die Bundesbahn hinbekommen. Die 2 Mrd Gewinn die gerne veröffentlicht werden sind also nichts als Augenwischerei um die Privatisierung zu rechtfertigen.
Diese 2 Mrd. sollen allerdings nicht mehr den damaligen Privatisierungsplan (und dessen Nutzbnießer) rechtfertigen, sondern heutige Boni.

Wenn das VW-Management neunstellige Boni für die Verursachung von 25 Mrd. Strafzahlungen einsacken kann, dann gibts bei der DB noch deutlich Raum nach oben.

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:44

Dirk Mattner schrieb:
Der sog. "Turnaround" mit Streckenreaktivierungen, Modernisierung und Taktfahrplan wurde noch vor der Bahnreform begonnen.

Je länger man es mit dem Abstand von 1994/1996 aus betrachtet: Das Bild stimmt nicht.
Vor allem nicht, wenn man Vergleiche zu (vergleichbaren) Nachbarländern zieht. Die haben mit (nur pro forma 'privaten') Staatsbahnsystemen mehr hingekriegt, vor allem stärkeres Wachstum bei der Bahnnutzung.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.03.18 10:46

Werter Kollege Autolos,

an der Stelle liegst Du doch etwas daneben. Die Börsenberichterstattung in unseren Medien vermeldet da dann doch regelmässig etwas Anderes. Bilanzfälschungen und Steuerhinterziehung, sowie andere Betrügereien gehören doch in gewissen Kreisen zum guten Ton.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:48

agw schrieb:
TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung).
es sieht eher so aus, als wenn man die 20 Mrd auf ewig mitschleppen wird. Sowas sieht man ja auch bei anderen Staatskonzernen (Telekom) und in anderen Ländern (SNCF).
Am Ende bezahlt man jedes Jahr ein Stuttgart 21 allein an Zinsen.
Immerhin steigt dadurch der Anteil des umweltfreundlichen Zahlungsverkehrs.

Billiger Unsinn!

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 10:54

gerdboehmer schrieb:
Werter Kollege Autolos,

an der Stelle liegst Du doch etwas daneben. Die Börsenberichterstattung in unseren Medien vermeldet da dann doch regelmässig etwas Anderes. Bilanzfälschungen und Steuerhinterziehung, sowie andere Betrügereien gehören doch in gewissen Kreisen zum guten Ton.
Es ist schlicht interessengetriebene Polemik, die dich das schreiben lässt. Es gibt Sozialbetrüger, Ladendiebe, Taschendiebe, Steuerbetrüger, Bilanzfälscher, Schwarzfahrer - betrachtet man die Anzahl derer, die mit den Sozialleistungen, Ladenbesuchen, ÖPNV-Nutzungen, Menschenansammlungen, Steuerzahlung oder Bilanzerstellung zu tun haben, sind die Rechtschaffenen der Regelfall, die Kriminellen die Ausnahme. Es ist durchaus öfter an deinen Beiträgen erkennbar, dass du mit dem Unternehmertum auf Kriegsfuß stehst.

Wie bereits an anderer Stelle...

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 10:56

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

seit wann halten sich Unternehmen an Vorschriften ? Wäre ja mal ganz was Neues. Von Bilanzfälschungen hast Du wohl auch noch nie etwas gehört.
Um auf Deinen Nicknamen einzugehen - wie war das noch gleich mit dem Abgasskandal der Autoindustrie ?
...geschrieben: Primitive und billige Polemik.

Re: Billiger Unsinn!

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.03.18 10:58

Hallo,

Nimm mir nicht übel, aber ich war an der Stelle beim Schreiben sehr weit, aber sehr weit von irgendwelcher Polemik entfernt. Da gehen Deine genannten Beispiele dann doch etwas am Thema vorbei.
Das ich mit den international tätigen Finanz- und Wirtschaftsverbrechern, damit dem Unternehmertum auf Kriegssfuss stehe ist allerdings sehr richtig. Meine Feinde sitzen in den Konzernzentralen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 11:03.
Dirk Mattner schrieb:
Diese 8,5 Mrd. sehen plötzlich garnicht mehr so gewaltig aus, wenn man diesen die 5,5 Mrd (Stand 2011) Euro für Pensionszahlungen gegenüber stellt die weiterhin vom Bundeseisenbahnvermögen bezahlt werden müssen.


Und da hätten wir neben dem BEV noch ein paar Kostenblöcke wie EBA und EBU, die früher schlicht und ergreifend bei der Bundesbahn lagen. Und auch die diversen Aufgabenträger in den Bundesländern (@ Heiko: früher hättest Du Deinen Job irgendwo in der BD Stuttgart gehabt) arbeiten ja nicht zum Nulltarif für den Steuerzahler. Die sollte man fairerweise nicht vergessen, auch wenn sie vergleichsweise nur Peanuts sind.

Erik

Le nationalisme, c'est la guerre! (François Mitterrand)

Re: Wie bereits an anderer Stelle...

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.03.18 11:08

Hallo,

naja, wenn Du meinst. Die täglichen Wirtschaftsnachrichten und Börsenberichte vermelden da doch etwas Anderes. An der Stelle bist Du dann doch etwas daneben.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 11:10.

Re: Wie bereits an anderer Stelle...

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 11:11

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

naja, wenn Du meinst. Die täglichen Wirtschaftsnachrichten und Börsenberichte vermelden da doch etwas Anderes. An der Stelle bist Du dann doch etwas daneben.
Das ist schlicht falsch, aber du hast ja schon zugegeben, dass es dir nicht um Fakten geht, sondern um Verunglimpfung des Unternehmertums.

Unfug !

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.03.18 11:12

Da fehlt Dir dann doch der Blick für die Realitäten auf unserer Welt ! Denke doch an der Stelle bevor Du jetzt antwortest darüber nach, wo die Ablehnung vieler Menschen gegenüber der heutigen Gesellschafts-, Wirtschafts- und Lebensform herkommt. Sieh Dir bei Gelegenheit auch einmal die Wirtschafts- und Börsenberichte in den Medien an.

Lege einmal Deine rosarote Kapitalismusbrille ab ...



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 11:26.

Re: Wie bereits an anderer Stelle...

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 13.03.18 12:48

autolos schrieb:
Das ist schlicht falsch, aber du hast ja schon zugegeben, dass es dir nicht um Fakten geht, sondern um Verunglimpfung des Unternehmertums.
Da fühlt sich jemand ganz schön angegriffen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Wochenendruhe

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 13.03.18 12:50

MarvWe schrieb:
1.Bauserie schrieb:
Hallole!

Alibizugpaar schrieb:
> Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr.

Gibt es nicht? Versuch doch mal am Sonntag mit dem Zug von Schorndorf nach Rudersberg zu fahren. Und wir reden von einer Strecke in einem der stärksten deutschen Wirtschafträumen!

Gruß
1.Bauserie
Wie passt denn dieses Beispiel hierher? Die DB ist weder Eigentümer der Strecke, noch Betreiber des dortigen SPNV.
Tut aber nichts zur Sache. Früher ist dort die Bundesbahn gefahren. Also muss man das trotz heutigem Betreiber zum Gesamtkonstrukt Bahn dazurechnen "was wäre wenn es heute noch die Struktur der Bundesbahn gäbe". Wundert mich, dass deine Argumentation noch nicht viel früher kam, als alle 8 Mrd Euro Regionalisierungsmittel der DB zugeschlagen wurden.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Wochenendruhe

geschrieben von: VT

Datum: 13.03.18 13:15

Kam auch ganz extrem auf den jeweiligen Menschen an der bei der Bundesbahn gerade zuständig war. Mal lief es, Mal nicht. Legendär fast wie unwillig sich die Bahn zeigte Geld der Kommunen anzunehmen. In Stuttgart waren damals besonders Eifrige dabei, so dass Fortschritte eher im verborgenen gemacht werden nussten.

Der Main-Tauber-Kreis musste zum Beispiel zäh verhandeln bis die DB Geld annahm um die Instandhaltung der Bahnanlagen sicher zu stellen.
[www.fnweb.de]

Vorher war man mit der Bezahlung und Stellung von Ladeschaffnern in der Fahrradzügen durch den Kreis nicht erfolgreich. Später wurde dann wieder auf Kosten des Landkreises ein Fahrradwagen in 628-Farben umgebaut und der DB zur Verfügung gestellt. Auch für die Fahrradwägen in den Wildzügen fließen Gelder aus der Kreiskasse. In der laufenden Ausschreibung laufen diese Kosten nicht mehr beim Kreis auf. Die neuen Fahrradtriebwagen der WFB wurden allerdings noch in alter Manier von den Kreisen Main-Tauber und Miltenberg bezahlt.

Re: Wie bereits an anderer Stelle...

geschrieben von: Otwf (K)

Datum: 13.03.18 13:48

Für mich ist das Ganze ein alter Hut.

Siehe Signatur:

Bundesbahn 09.1949 -12.1993, Schuldenberg: 1993 = 7,9 Milliarden €
belastet mit alten Kriegslasten, Zahlung von Pensionen und Renten und unsinnigen politischen Vorgaben

Deutsche Bahn AG 01.1994 – baw., Schuldenberg: ca. 20 Milliarden in 2016
Angefangen mit 0.00 € und Schenkung der gesamten Infrastruktur

Noch Fragen, Kienzle?

Das halte ich für ein durchaus mögliches Szenarium

geschrieben von: Haltlos

Datum: 13.03.18 14:41

So wie Filxbus die größten seiner Mitbewerber übernommen hat, könnte das durchaus auch mit DB-Fernverkehr passieren. Mit ausgeschriebenem Nahverkehr lässt sich Geld verdienen. Wenn aber im Fernverkehr direkte Konkurrenz auftritt und die Margen immer geringer werden, könnte ich mir gut vorstellen, dass man den Fernverkehr gerne abgibt. Da Flixbus ja zum Überleben das Schneeballsystem braucht, immer größer, wäre es durchaus denkbar für mich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 14:42.

Re: Billiger Unsinn!

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 14:59

autolos schrieb:
gerdboehmer schrieb:
Die Börsenberichterstattung in unseren Medien vermeldet da dann doch regelmässig etwas Anderes. Bilanzfälschungen und Steuerhinterziehung, sowie andere Betrügereien gehören doch in gewissen Kreisen zum guten Ton.
Es ist schlicht interessengetriebene Polemik, die dich das schreiben lässt. Es gibt Sozialbetrüger, Ladendiebe, Taschendiebe, Steuerbetrüger, Bilanzfälscher, Schwarzfahrer - betrachtet man die Anzahl derer, die mit den Sozialleistungen, Ladenbesuchen, ÖPNV-Nutzungen, Menschenansammlungen, Steuerzahlung oder Bilanzerstellung zu tun haben, sind die Rechtschaffenen der Regelfall, die Kriminellen die Ausnahme.
Für die Wirkung ist aber weniger die Anzahl relevant als der Umfang.

Um einen Schaden im Umfang der 25Mrd. Strafzahlungen von VW zu verursachen, könnte jeder BRD-Bewohner für ca. 400EUR klauen. Wenn nur 10% mitmachen, dann könnte jeder sogar für 4000EUR.
Hallo!
Genau genommen macht die DBAG real, jährlich ein Defizit von ca. 1,5-2 Mrd, weshalb der Schuldenstand heute genauso hoch ist, wie zur Auflösung der Staatsbahn DB.

Warum die DBAG dauernd Miese macht ist klar. Es gelingt trotz hoher Subventionen durch Bund, Länder und Aufgabenträger, keine echten Gewinne zu machen.
Im Schienengüterverkehr hat die Staatsbahn 1958 schon Defizite gemacht, wie Prof. Dr. Heinz Oeftering freizügig im Beamtendeutsch erklärt hatte.
Heute liegt das Problem, an der wegrationalisierten Infrastruktur, am fehlenden Personal und an den Schlechtleistungen wg. Fahrzeugmangel oder vertraglich nicht adäquaten Fahrzeugeinsatz.

Da werden ICE 4 in großer Stückzahl bestellt und bräuchte in größeren Mengen Mehrsystem ICE 3, die Europa weit einsetzbar sind und überall in Europa eine Zulassung haben.

Für den IC Verkehr werden mäßig funktionierende BT Twindexxe eingesetzt, statt der bewährten Railjets.

Im RE Verkehr haben wir eine überflüssige Typenvielfalt, die nicht wirtschaftlich zu unterhalten ist.

Immer noch keine einheitliche Bahnsteighöhe, zumindest im Netz, was die DBAG selber betreibt.

Auf Flixbus und Co nicht eingestellt und Kundenwünsche ignoriert.

Es fehlt auch an einer vorbeugenden Instandhaltung an Fahrzeugen,es fehlt an der Wartung des Netzes (Signale und Weichen).

Es wird nicht konsequent drauf geachtet, das der früher übliche Brandschutzstreifen auch dazu geführt hatte, das keine Bäume auf Oberleitungen und Gleise gefallen sind!
Die Be- und Entwässerung wird auch nicht ordentlich gemacht, Hänge wg. Hangrutschgefahr nicht regelmäßig besichtigt.

Das jährliche echte DBAG Defizit wird noch weiter steigen, es wird auf jährlich bis zu 5 Mrd Euro steigen, weil eine Umkehr der DBAG Konzernspitze nicht erkennbar ist. Es fehlt an Eisenbahnern und Konzernlenkern, die das Geschäft
verstehen und zwischen Flugzeug, Flixbus und Auto, die passenden Angebote bereit halten.

Es feht auch am nötigen Netzausbau, nicht nur in Ballungsgebieten!

Es fehlt dem DBAG Konzern auch an leitenden Kadern, die ähnlich viel Einfluss haben wie die Leitungskader der Autokonzerne.

Der VW Konzern hat, trotz Dieselkriese, im letzten Jahr fast 12 Mrd. Euro Gewinn gemacht!

Gruß
thomas.splittgerber, berlin
BT Bombadier Transportation



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 15:32.
Thomas Splittgerber schrieb:
Hallo!
Genau genommen macht die DBAG real, jährlich ein Defizit von ca. 1,5-2 Mrd, weshalb der Schuldenstand heute genauso hoch ist, wie zur Auflösung der Staatsbahn DB.

Warum die DBAG dauernd Miese macht ist klar. Es gelingt trotz hoher Subventionen durch Bund, Länder und Aufgabenträger, keine echten Gewinne zu machen.
Im Schienengüterverkehr hat die Staatsbahn 1958 schon Defizite gemacht, wie Prof. Dr. Heinz Oeftering freizügig im Beamtendeutsch erklärt hatte.
Heute liegt das Problem, an der wegrationalisierten Infrastruktur, am fehlenden Personal und an den Schlechtleistungen wg. Fahrzeugmangel oder vertraglich nicht adäquaten Fahrzeugeinsatz.

Da werden ICE 4 in großer Stückzahl bestellt und bräuchte in größeren Mengen Mehrsystem ICE 3, die Europa weit einsetzbar sind und überall in Europa eine Zulassung haben.

Für den IC Verkehr werden mäßig funktionierende BT Twindexxe eingesetzt, statt der bewährten Railjets.

Im RE Verkehr haben wir eine überflüssige Typenvielfalt, die nicht wirtschaftlich zu unterhalten ist.

Immer noch keine einheitliche Bahnsteighöhe, zumindest im Netz, was die DBAG selber betreibt.

Auf Flixbus und Co nicht eingestellt und Kundenwünsche ignoriert.

Es fehlt auch an einer vorbeugenden Instandhaltung an Fahrzeugen,es fehlt an der Wartung des Netzes (Signale und Weichen).

Es wird nicht konsequent drauf geachtet, das der früher übliche Brandschutzstreifen auch dazu geführt hatte, das keine Bäume auf Oberleitungen und Gleise gefallen sind!
Die Be- und Entwässerung wird auch nicht ordentlich gemacht, Hänge wg. Hangrutschgefahr nicht regelmäßig besichtigt.

Das jährliche echte DBAG Defizit wird noch weiter steigen, es wird auf jährlich bis zu 5 Mrd Euro steigen, weil eine Umkehr der DBAG Konzernspitze nicht erkennbar ist. Es fehlt an Eisenbahnern und Konzernlenkern, die das Geschäft verstehen und zwischen Flugzeug, Flixbus und Auto, die passenden Angebote bereit hält.
Es fehlt dem DBAG Konzern auch an leitenden Kadern, die ähnlich viel Einfluss haben wie die Leitungskader der Autokonzerne.

Der VW Konzern hat, trotz Dieselkriese, im letzten Jahr fast 12 Mrd. Euro Gewinn gemacht!

Gruß
thomas.splittgerber, berlin
BT Bombadier Transportation
Ist das die offizielle Meinung von BT?

Weißt du überhaupt, was eine Bilanz ist, eine Cash-Flow-Rechnung und eine Gewinn- und Verlustrechnung? Offenbar nicht, denn dann würdest du einen Beitrag nicht mit derartig sinnlosen zwei Absätzen beginnen. Der Rest taugt hauptsächlich als Meinung, jedoch nicht als Tatsachen. Als Meinung kann man das durchaus so stehen lassen. Am Ende driftet es dann auch wieder in Polemik ab, was auch eine Meinungsäußerung entwertet.
Haltlos schrieb:
So wie Filxbus die größten seiner Mitbewerber übernommen hat, könnte das durchaus auch mit DB-Fernverkehr passieren. Mit ausgeschriebenem Nahverkehr lässt sich Geld verdienen. Wenn aber im Fernverkehr direkte Konkurrenz auftritt und die Margen immer geringer werden, könnte ich mir gut vorstellen, dass man den Fernverkehr gerne abgibt. Da Flixbus ja zum Überleben das Schneeballsystem braucht, immer größer, wäre es durchaus denkbar für mich.
Mehdorns potentielle Großanleger hätte das Abstoßen von DB Fern schnell gefordert. Der investitions- und damit Kapitalbedarf ist bei der mickrigen Umlaufrendite ein ganz schlechtes Geschäft.
Wenn Flixkus das übernehmen würde nur um die Flixbusanteile Milliardenschwer an Hedgefonds zu verscherbeln, oder nach dem Busvorbild, den Fernverkehr auf die Abellios aufzuteilen und nur das Fahrkartengeschäft zu betreuen.

Wenn die DB AG nicht dem Staat gehören würde, hätten die Banken die AG schon in die Insolvenz getrieben.

Gruß
Ingo

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: Traumflug

Datum: 13.03.18 17:36

autolos schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
Wenn du die Weißheit mit Löffeln gefressen hast, so dass du dich so herablassend über andere User auslassen kannst, dann dürfte dir auch bekannt sein, dass die "bilanzierungsvorschriften" genug Freiraum lassen um Konzernergebnisse zu "interpretieren".
Wieder jemand, der wie der Blinde von der Farbe spricht? Was mich ärgert sind Leute, die auf Grundlage ihres Unwissens meinen, Frechheiten loswerden zu dürfen.
Wenn Du Dich auskennen würdest, würdest Du uns hier erläutern, wie und wann(!) Wertkorrekturen genau vorzunehmen sind. Statt dessen nur vage Verweise auf irgendwelche "internationalen Vorschriften".

Die Assets einer Firma werden im Normalfall nach Schema bewertet. Eine Lok hat 5 Millionen gekostet und hält 20 Jahre, also werden jedes Jahr 250.000 Euro abgeschrieben. Damit sinkt der buchhalterische Wert der Lok jedes Jahr um diese 250.000 Euro. Ausserordentliche Wertkorrekturen sind da nicht vorgesehen, auch wenn man aus der Erfahrung weiss, dass der (Verkaufs-)Wert einer Lok in den ersten Jahren oder schon alleine durch den Kaufvorgang erheblich mehr sinkt als in den späteren Jahren.

Ausserordentliche Wertkorrekturen werden meist in Klumpen vorgenommen. Denn das ist sehr viel mehr Arbeit. Sie unterliegen auch Interpretationsspielraum, denn die Lok wird ja nicht tatsächlich verkauft, ihr Verkaufswert kann nur geschätzt werden. So ist das auch bei der DB AG vorletztes Jahr geschehen, da waren "plötzlich" über eine Milliarde Verluste, obwohl das Geschäft kaum schlechter als in den Jahren darum herum war.

Ausserordentliche Wertkorrekturen kommen auch meist mit Umstrukturierungsmassnahmen daher, denn Investoren/Anleger/Eigentümer wollen Antworten auf erkannte Schieflagen nicht irgendwann, sondern sofort haben. So wie das auch bei der DB AG der Fall war.

So viel zum Thema "Frechheiten".

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 17:58

Traumflug schrieb:
autolos schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
Wenn du die Weißheit mit Löffeln gefressen hast, so dass du dich so herablassend über andere User auslassen kannst, dann dürfte dir auch bekannt sein, dass die "bilanzierungsvorschriften" genug Freiraum lassen um Konzernergebnisse zu "interpretieren".
Wieder jemand, der wie der Blinde von der Farbe spricht? Was mich ärgert sind Leute, die auf Grundlage ihres Unwissens meinen, Frechheiten loswerden zu dürfen.
Wenn Du Dich auskennen würdest, würdest Du uns hier erläutern, wie und wann(!) Wertkorrekturen genau vorzunehmen sind. Statt dessen nur vage Verweise auf irgendwelche "internationalen Vorschriften".

Die Assets einer Firma werden im Normalfall nach Schema bewertet. Eine Lok hat 5 Millionen gekostet und hält 20 Jahre, also werden jedes Jahr 250.000 Euro abgeschrieben. Damit sinkt der buchhalterische Wert der Lok jedes Jahr um diese 250.000 Euro. Ausserordentliche Wertkorrekturen sind da nicht vorgesehen, auch wenn man aus der Erfahrung weiss, dass der (Verkaufs-)Wert einer Lok in den ersten Jahren oder schon alleine durch den Kaufvorgang erheblich mehr sinkt als in den späteren Jahren.

Ausserordentliche Wertkorrekturen werden meist in Klumpen vorgenommen. Denn das ist sehr viel mehr Arbeit. Sie unterliegen auch Interpretationsspielraum, denn die Lok wird ja nicht tatsächlich verkauft, ihr Verkaufswert kann nur geschätzt werden. So ist das auch bei der DB AG vorletztes Jahr geschehen, da waren "plötzlich" über eine Milliarde Verluste, obwohl das Geschäft kaum schlechter als in den Jahren darum herum war.

Ausserordentliche Wertkorrekturen kommen auch meist mit Umstrukturierungsmassnahmen daher, denn Investoren/Anleger/Eigentümer wollen Antworten auf erkannte Schieflagen nicht irgendwann, sondern sofort haben. So wie das auch bei der DB AG der Fall war.

So viel zum Thema "Frechheiten".
Du schreibst irgendein Halbwissen zusammen, ergänzt es um Unterstellungen und Frechheiten. Hier ist aber kein Seminar über internationale Rechnungslegungsvorschriften und Bilanzregeln nach HGB. Die Ausgangsbehauptung war "Augen zudrücken" und das gibt es einfach nicht oder kann sich kaum ein Unternehmen erlauben.
pm schrieb:
Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"
Das kann ja wohl nur ironisch gemeint sein. Gestern und Heute wieder die besten Beispiele. RB 26 um 12.45 Uhr ab Brühl nach Köln Montag satte 25 Minuten und heute waren es rund 20 Minuten. Wobei letzteres egal gewesen ist, denn irgendjemand bei DB Netz war wohl der Ansicht ein 60-80 km/h Güterzug ist schneller als die 160 km/h RB 26. Dies ist natürlich nicht der Fall gewesen. Ankunft in Köln Hbf wieder mit satten +25 Minuten.

Es ist einfach nur peinlich was DB Netz derzeit abliefert. Man darf ja froh sein wenn man pünktlich zur Arbeit erscheint 40 Minuten Pufferzeit reichen ja nicht aus.

Ich bin schon gespannt was mich Morgen erwartet.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: Traumflug

Datum: 13.03.18 20:19

autolos schrieb:
Du schreibst irgendein Halbwissen zusammen, ergänzt es um Unterstellungen und Frechheiten.
Und weiter geht autolos' Karussell der polemischen Beleidigungen.

Einmal mehr: wenn Du Wissen hast, teile es uns mit. Denn in diesem Forum ist Wissensvermittlung durchaus erwünscht.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 23:23

Traumflug schrieb:
autolos schrieb:
Du schreibst irgendein Halbwissen zusammen, ergänzt es um Unterstellungen und Frechheiten.
Und weiter geht autolos' Karussell der polemischen Beleidigungen.

Einmal mehr: wenn Du Wissen hast, teile es uns mit. Denn in diesem Forum ist Wissensvermittlung durchaus erwünscht.
Es geht gar nicht um die Bilanzierung, sondern um die Aussage des "Auge zudrückens" und der damit verbundenen Implikationen. Derartiges geht halt nicht. Alles was du hier im Moment machst, ist davon abzulenken. Du musst deine bösartigen Unterstellungen mit Fakten unterfüttern.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 14.03.18 00:13

autolos schrieb:
Du musst deine bösartigen Unterstellungen mit Fakten unterfüttern.

Wer im Glashaus sitzt....

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: Traumflug

Datum: 14.03.18 00:47

autolos schrieb:
Traumflug schrieb:
autolos schrieb:
Du schreibst irgendein Halbwissen zusammen, ergänzt es um Unterstellungen und Frechheiten.
Und weiter geht autolos' Karussell der polemischen Beleidigungen.

Einmal mehr: wenn Du Wissen hast, teile es uns mit. Denn in diesem Forum ist Wissensvermittlung durchaus erwünscht.
Es geht gar nicht um die Bilanzierung, sondern um die Aussage des "Auge zudrückens" und der damit verbundenen Implikationen.
Was implizierst Du denn in diesen saloppen Ausdruck hinein? Das ist bislang aus Deinen Ausführungen nicht hervor gegangen. Und warum verpflichtet Dich diese angenommene Implikation, andere Diskussionsteilnehmer zu beleidigen? Eine schlechte oder vergessene Kinderstube führt selten zu überzeugenden Sachargumenten.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.03.18 11:49

autolos schrieb:
Hier ist aber kein Seminar über internationale Rechnungslegungsvorschriften und Bilanzregeln nach HGB. Die Ausgangsbehauptung war "Augen zudrücken" und das gibt es einfach nicht oder kann sich kaum ein Unternehmen erlauben.
Genau deswegen gab und gibt es so wenig 'Bankenrettungen'.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: ingo st.

Datum: 14.03.18 11:58

Mehdorn hat die Möglichkeiten des Bilanzrechts voll ausgeschöpt und viele Abschreibungen vollständig vorgezogen.

Das entsprach seinem Jobsystem.

Bilanz erst mal schlecht aussehen (Schuld Vorgänger) und dann mit immer weiter steigende Gewinne zu prognostizieren befreit von ldf Abschreibungen bestimmter Güter. Sonderabschreibungen wie bei Cargo sind auch eine weitere Möglichkeit.

Das schafft dem zuständigen Vorstand Luft und die Boulevardpresse bis zu Tagesthemen fallen darauf rein.

Die Wiwo hat es auseinandergenommen, und war bei Mehdorn unten durch.

Sage keiner, es gäbe keinen Bilanzierungsspielraum (legale Trickserei). Bis der Tag des Erwachens kommt, muß man seine Boni in Sicherheit haben.

Gruß
Ingo

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: cinéma

Datum: 14.03.18 12:05

agw schrieb:
Die Rechnung ist ein wenig zu einfach. Wenn die DB in ein paar Jahren wieder normale 8% Zinsen für die 20 Mrd bezahlen muss,
Bitte? Was soll das denn für ein Kreditvertrag sein?

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: ingo st.

Datum: 14.03.18 13:50

Wenn die DB AG jemals 8% für Anleihen zahlen sollte, zahlt der Bürger 10% Hypothekenzinsen. Also wann?