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Schulden müssen kein Problem sein

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.03.18 07:37

TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung).
Zustimmung. Genau das wird auch immer wieder bei der Betrachtung von Staatsschulden vergessen, wenn von der völligen Pleite Deutschlands gesprochen wird. Und die Bahn-Schulden sind ja auch so etwas wie Staatsschulden. Man kann viel darüber diskutieren, ob Investitionen in die internationale Logistik, HGV oder Stuttgart 21 sinnvoll sind oder nicht, aber es gibt kaum einen Zweifel, dass die Schulden zu einem großen Teil daher stammen.

Wenn der Fernverkehr der DB und dessen Billigstrategie hier für die Schulden herhalten müssen, ist das einfach nur eine Verdrehung der Tatsachen.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: kukuk

Datum: 13.03.18 07:52

ThomasR schrieb:
Stimmt schon, aber ein Haus lebt im Schnitt auch über 26 Jahre, eine Lok ist mit gut 20 Jahren schon am Ende der wirtschaftlichen Nutzung angekommen, Stichwort Ersatzteile für Elektronik. Siehe bei der 120, die jetzt teilweise auf den Schrott rollen.

Die 120 wird wegen "Konstruktionsfehler" verschrottet, weil die Rahmen auf sind. Ansonsten wurden die letzten 120er 1989 ausgeliefert. Damit sind die 120er jetzt fast 30 Jahre alt, nicht nur 20. Ich kenne Häuser, die mußten wegen gravierenden Baumängeln schon deutlich früher wieder abgerissen werden.
pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de
Wenn die DB bald pleite ist, kann Flixtrain ja günstig ein paar ICE kaufen aus der Konkursmasse kaufen.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: agw

Datum: 13.03.18 08:03

kukuk schrieb:
ThomasR schrieb:
Stimmt schon, aber ein Haus lebt im Schnitt auch über 26 Jahre, eine Lok ist mit gut 20 Jahren schon am Ende der wirtschaftlichen Nutzung angekommen, Stichwort Ersatzteile für Elektronik. Siehe bei der 120, die jetzt teilweise auf den Schrott rollen.
Die 120 wird wegen "Konstruktionsfehler" verschrottet, weil die Rahmen auf sind. Ansonsten wurden die letzten 120er 1989 ausgeliefert. Damit sind die 120er jetzt fast 30 Jahre alt, nicht nur 20. Ich kenne Häuser, die mußten wegen gravierenden Baumängeln schon deutlich früher wieder abgerissen werden.
Die Beschleunigung ist aber zu sehen. Bald wird es auch noch mehr Elektronik- und Software-Probleme geben.
Klar, alles rausreissen und neubauen geht immer, aber wenn auch die Basis immer billiger wird, wird das keiner mehr machen.

Ich halte es für unwahrscheinlich, dass z.B. eine Vectron von heute in 40 Jahren noch in Stückzahlen rumfährt, so wie das viele Baureihen von vor 40 Jahren noch tun.
"Konstruktionsfehler" wird es auch eher mehr als weniger geben.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 13.03.18 08:10

TriStar schrieb:
Alles in allem ist es also gar nicht so tragisch, Schulden machen ist üblich solange man es sich leisten kann. Besonders jetzt, wo die Zinsen so niedrig sind und Banken händeringend sichere Anlagemöglichkeiten suchen. Was hätte die Bahn auch anderes machen sollen? Die Politik hat ihr die Fernbusöffnung eingebrockt, darauf musste reagiert werden. Dass die alten IC erneuert werden müssen, lässt sich dann gerade auch nicht verschieben. Es wäre dumm gewesen, die günstigen Zeiten für Kredite nicht zu nutzen.
Welche Investitionen haben sich denn aus der Fernbusöffnung ergeben? Dass eine Großbestellung wie ICE 4, IC2 und demnächst IC?3? ansteht hatte nicht viel mit der Fernbusöffnung zu tun, sondern eher mit dem Lauf der Zeit und dass viele Jahre dank Börsenwahn Ersatzinvestitionen versäumt wurden. Die Fernbusöffnung war eine wohltuender Tritt in den Hintern nicht mehr und mehr den Bundesbahnschlaf zu schlafen. Man hatte eigentlich lange Zeit sich vorzubereiten. Hat es aber versäumt. Es folgte in einer panischen Reaktion die Großbestellung des IC2. Von günstige Kredite nutzen kann eigentlich nicht die Rede sein, eher eine glückliche Fügung, sonst sähe es noch düsterer aus.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: agw

Datum: 13.03.18 08:12

TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Die Rechnung ist ein wenig zu einfach. Wenn die DB in ein paar Jahren wieder normale 8% Zinsen für die 20 Mrd bezahlen muss, sind das schon 1.6 Mrd pro Jahr. D.h. von den zwei 2 Mrd Gewinn bleiben nur noch 400 M übrig.
Da braucht sie dann schon 40 Jahre, um die Schulden loszuwerden. Nein, es sieht eher so aus, als wenn man die 20 Mrd auf ewig mitschleppen wird. Sowas sieht man ja auch bei anderen Staatskonzernen (Telekom) und in anderen Ländern (SNCF).
Am Ende bezahlt man jedes Jahr ein Stuttgart 21 allein an Zinsen.

Großbestellung?

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 13.03.18 09:06

Hallole!

Murrtalbahner schrieb:
> Es folgte in einer panischen Reaktion die Großbestellung des IC2.

Was ist denn an 27 Züge Großbestellung? Und an weiteren 17? Und dann noch einmal ein paar Züge? Großbestellung für ein Land in der Größe Deutschlands wären 200+

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Wochenendruhe

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 13.03.18 09:09

Hallole!

Alibizugpaar schrieb:
> Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr.

Gibt es nicht? Versuch doch mal am Sonntag mit dem Zug von Schorndorf nach Rudersberg zu fahren. Und wir reden von einer Strecke in einem der stärksten deutschen Wirtschafträumen!

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 09:09.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 09:15

Murrtalbahner schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
Wenn du die Weißheit mit Löffeln gefressen hast, so dass du dich so herablassend über andere User auslassen kannst, dann dürfte dir auch bekannt sein, dass die "bilanzierungsvorschriften" genug Freiraum lassen um Konzernergebnisse zu "interpretieren".
Wieder jemand, der wie der Blinde von der Farbe spricht? Was mich ärgert sind Leute, die auf Grundlage ihres Unwissens meinen, Frechheiten loswerden zu dürfen. Nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften bilanzierende Konzerne mit Zugang zum internationalen Kapitalmarkt überlegen es sich schon sehr gut, welche Wertberichtigungen erforderlich sind. Mit "Augen zudrücken" hält man sich da auch sehr zurück, weil halt mehr Leute auf die Bilanzen schauen, als nur ein paar Steuerberater.

Re: Wochenendruhe

geschrieben von: MarvWe

Datum: 13.03.18 10:23

1.Bauserie schrieb:
Hallole!

Alibizugpaar schrieb:
> Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr.

Gibt es nicht? Versuch doch mal am Sonntag mit dem Zug von Schorndorf nach Rudersberg zu fahren. Und wir reden von einer Strecke in einem der stärksten deutschen Wirtschafträumen!

Gruß
1.Bauserie
Wie passt denn dieses Beispiel hierher? Die DB ist weder Eigentümer der Strecke, noch Betreiber des dortigen SPNV.

Verdrehung der Tatsachen?

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 13.03.18 10:31

Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn der Fernverkehr der DB und dessen Billigstrategie hier für die Schulden herhalten müssen, ist das einfach nur eine Verdrehung der Tatsachen.
Ein Verdrehung der Tatsachen ist es genau das zu behaupten. Wenn sie sich denn eine andere Begründung als die "Qualitäts- und Investitionsoffensive" gewählt hätten. Aber so kann man nur rückschliessen das der Ertrag des Billigfernverkehrs nicht reicht Kosten für laufenden Betrieb und Ersatzinvestition zu verdienen.
Das man bei Niedrigzinsen gut Schulden machen kann widerspricht dem ja nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 10:34.

Re: Funktioniert die Billigstrategie ...

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:33

Willi Raab schrieb:
... betriebswirtschaftlich wohl doch nicht so toll?
Volkswirtschaftlich mag das ja vorteilhaft sein. Wobei sich mir nicht erschliesst weshalb das Gemeinwesen (der Staat) auch noch den Fernreiseverkehr bezuschussen sollte. ÖPNV, SPNV reicht aus.
Ob der Fernverkehr direkt bezuschußt wird oder indirekt über eine staatliche Finanzierung des Netzes, macht letztlich keinen Unterschied. Als Ganzes rentabel ist kein Bahnsystem weltweit, allenfalls kleine Teilnetze oder einzelne Strecken sind es.

Es käme darauf an, daß der Finanzier Staat Ziele formuliert und diese durchsetzt. Der Grundsatz 'ich gebe Geld und du machst damit, was du willst' geht immer schief.
Dirk Mattner schrieb:
Wenn "wir" diese Kosten eh tragen müssen, kann man sich schon fragen wofür der ganze Budenzauber seit 1994 eigentlich gut gewesen sein soll.
Was für den einen 'Kosten' sind, sind für irgendeinen anderen 'Einnahmen'. Irgendwer wird die 'Kosten' schon erfolgreich kassiert haben.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.03.18 10:39

Hallo,

seit wann halten sich Unternehmen an Vorschriften ? Wäre ja mal ganz was Neues. Von Bilanzfälschungen hast Du wohl auch noch nie etwas gehört.
Um auf Deinen Nicknamen einzugehen - wie war das noch gleich mit dem Abgasskandal der Autoindustrie ?

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:41

Murrtalbahner schrieb:
Allein in diesem Jahr wird 9,3 Mrd in die Infrastruktur und 8,5 Mrd in den Nahverkehr gepummt. Rechnet man das zum Schuldenstand dazu würde die DB 2018 ein Verlust von +/- 18 Mrd Euro machen, das sind ca. 35 Mrd Mark. Sowas hat nicht mal die Bundesbahn hinbekommen. Die 2 Mrd Gewinn die gerne veröffentlicht werden sind also nichts als Augenwischerei um die Privatisierung zu rechtfertigen.
Diese 2 Mrd. sollen allerdings nicht mehr den damaligen Privatisierungsplan (und dessen Nutzbnießer) rechtfertigen, sondern heutige Boni.

Wenn das VW-Management neunstellige Boni für die Verursachung von 25 Mrd. Strafzahlungen einsacken kann, dann gibts bei der DB noch deutlich Raum nach oben.

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:44

Dirk Mattner schrieb:
Der sog. "Turnaround" mit Streckenreaktivierungen, Modernisierung und Taktfahrplan wurde noch vor der Bahnreform begonnen.

Je länger man es mit dem Abstand von 1994/1996 aus betrachtet: Das Bild stimmt nicht.
Vor allem nicht, wenn man Vergleiche zu (vergleichbaren) Nachbarländern zieht. Die haben mit (nur pro forma 'privaten') Staatsbahnsystemen mehr hingekriegt, vor allem stärkeres Wachstum bei der Bahnnutzung.

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.03.18 10:46

Werter Kollege Autolos,

an der Stelle liegst Du doch etwas daneben. Die Börsenberichterstattung in unseren Medien vermeldet da dann doch regelmässig etwas Anderes. Bilanzfälschungen und Steuerhinterziehung, sowie andere Betrügereien gehören doch in gewissen Kreisen zum guten Ton.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.03.18 10:48

agw schrieb:
TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung).
es sieht eher so aus, als wenn man die 20 Mrd auf ewig mitschleppen wird. Sowas sieht man ja auch bei anderen Staatskonzernen (Telekom) und in anderen Ländern (SNCF).
Am Ende bezahlt man jedes Jahr ein Stuttgart 21 allein an Zinsen.
Immerhin steigt dadurch der Anteil des umweltfreundlichen Zahlungsverkehrs.

Billiger Unsinn!

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 10:54

gerdboehmer schrieb:
Werter Kollege Autolos,

an der Stelle liegst Du doch etwas daneben. Die Börsenberichterstattung in unseren Medien vermeldet da dann doch regelmässig etwas Anderes. Bilanzfälschungen und Steuerhinterziehung, sowie andere Betrügereien gehören doch in gewissen Kreisen zum guten Ton.
Es ist schlicht interessengetriebene Polemik, die dich das schreiben lässt. Es gibt Sozialbetrüger, Ladendiebe, Taschendiebe, Steuerbetrüger, Bilanzfälscher, Schwarzfahrer - betrachtet man die Anzahl derer, die mit den Sozialleistungen, Ladenbesuchen, ÖPNV-Nutzungen, Menschenansammlungen, Steuerzahlung oder Bilanzerstellung zu tun haben, sind die Rechtschaffenen der Regelfall, die Kriminellen die Ausnahme. Es ist durchaus öfter an deinen Beiträgen erkennbar, dass du mit dem Unternehmertum auf Kriegsfuß stehst.

Wie bereits an anderer Stelle...

geschrieben von: autolos

Datum: 13.03.18 10:56

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

seit wann halten sich Unternehmen an Vorschriften ? Wäre ja mal ganz was Neues. Von Bilanzfälschungen hast Du wohl auch noch nie etwas gehört.
Um auf Deinen Nicknamen einzugehen - wie war das noch gleich mit dem Abgasskandal der Autoindustrie ?
...geschrieben: Primitive und billige Polemik.

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