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20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 20:54.
pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de
So lange man an verkehrlich unnützen Projekten wie Stuttgart 21 unbeirrt festhält kann es nicht so schlimm sein.

Was die Wertminderung angeht: Lutz ist eben ein Buchhalter. Da wird kein Auge zugekniffen, sondern der Wert strikt nach der Umsatz- und Gewinnerwartung ermittelt. Zumindest scheint es so zu sein.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Das ist doch bei diesen tollen Vorständen wirklich erstaunlich, oder?

Die Bundesbahn mußte seinerzeit die Kostenunterdeckung der Betriebs- und Personalkosten durch Kreditaufnahmen ausgleichen.

Die DB AG hingegen startete schuldenfrei, die großen Investitionen in die Schienennetzunterhaltung sowie Streckenneubauten wurden und werden vom Staat übernommen, und die Kosten für den Nahverkehr werden ebenfalls vom Staat bezahlt (Regionalisierungsmittel).

Funktioniert die Billigstrategie ...

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 12.03.18 21:36

... betriebswirtschaftlich wohl doch nicht so toll?
Volkswirtschaftlich mag das ja vorteilhaft sein. Wobei sich mir nicht erschliesst weshalb das Gemeinwesen (der Staat) auch noch den Fernreiseverkehr bezuschussen sollte. ÖPNV, SPNV reicht aus.

Vielmehr ist die Begründung mit einer "Qualitäts- und Investitionsoffensive" das doppelte Eingeständnis der Bahn das ihre Strategie nicht funktioniert:
Wenn es ausreichend Qualität und Betriebsmittel gäbe bräuchte man diese "Offensive" nicht.
Wenn die Erlöse auskömmlich wären müsste man den Schuldenstand nicht in nie dagewesene Höhen treiben.

Da ist die Bahn und hier speziell der Fernverkehr dann auf einer Richtung unterwegs: Nach unten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 21:42.
Jedes Jahr angeblich Gewinn machen und dann Schulden anhäufen? Für wie dumm werden denn alle verkauft. Haben die Herrschaften vorher oder nachher gelogen?


pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de

Verschwörungstheorie?

geschrieben von: 1208

Datum: 12.03.18 21:54

andreas + schrieb:
Die Bundesbahn mußte seinerzeit die Kostenunterdeckung der Betriebs- und Personalkosten durch Kreditaufnahmen ausgleichen.
Die Deutsche Bundesbahn hatte 1976 einen Zuschussbedarf von 11 Milliarden DM (14,9 Milliarden € *), für 1977 wurden 15 Milliarden DM (19,5 Milliarden € *) erwartet und für 1980 wurden 20 Milliarden DM (23,4 Milliarden € *) hochgerechnet.
Alles nachzulesen im Spiegel vom 17.01.1977 [www.spiegel.de] .

Betriebs- und Personalkosten der "guten alten Bundesbahn" waren ein extrem teueres Zuschussgeschäft für die offentlichen Kassen. Da sind die heutigen 8,5 Milliarden € für die Regionalisierungsmittel schon fast aus der Portokasse bezahlbar.

VG, 1208

* = jeweils inflationsbereinigt, kann man hier berechnen: [www.altersvorsorge-und-inflation.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 21:57.

Die Billigstrategie funktioniert im Fernverkehr

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 12.03.18 21:58

Willi Raab schrieb:
Funktioniert die Billigstrategie ...
... betriebswirtschaftlich wohl doch nicht so toll?
Volkswirtschaftlich mag das ja vorteilhaft sein. Wobei sich mir nicht erschliesst weshalb das Gemeinwesen (der Staat) auch noch den Fernreiseverkehr bezuschussen sollte. ÖPNV, SPNV reicht aus.
[..]
Da ist die Bahn und hier speziell der Fernverkehr dann auf einer Richtung unterwegs: Nach unten.
Besagte 'Billigstrategie' wurde vor allem im Fernverkehr der DB gefahren und dort scheint es gut auszusehen:

Zitat:
Grund sei auch eine "wirtschaftliche Schieflage" des Deutschland-Geschäfts, besonders der Güterbahn. [..] Die Bahn konnte 2017 zwar den Betriebsgewinn um 200 Millionen Euro auf 2,15 Milliarden Euro steigern. Dies ist aber in erster Linie der internationalen Spedition Schenker sowie dem boomenden Fernverkehr von IC und ICE zu verdanken.
Bereits zum Halbjahr hätte die DB im Fernverkehr einen Rekordgewinn eingefahren.
N'Abend


Zitat
Betriebs- und Personalkosten der "guten alten Bundesbahn" waren ein extrem teueres Zuschussgeschäft für die offentlichen Kassen. Da sind die heutigen 8,5 Milliarden € für die Regionalisierungsmittel schon fast aus der Portokasse bezahlbar.
Diese 8,5 Mrd. sehen plötzlich garnicht mehr so gewaltig aus, wenn man diesen die 5,5 Mrd (Stand 2011) Euro für Pensionszahlungen gegenüber stellt die weiterhin vom Bundeseisenbahnvermögen bezahlt werden müssen.
Verlinkung aus Wiki geklaut und direkt in den Artikel verlinkt:
[www.sueddeutsche.de]

Wenn "wir" diese Kosten eh tragen müssen, kann man sich schon fragen wofür der ganze Budenzauber seit 1994 eigentlich gut gewesen sein soll.
Diese n-tv Meldung kommt mir gerade wie gerufen, habe ich mich eben in einem anderen Beitrag über die Fragwürdigkeit unserer angeblich so erfolgreichen Regionalsierung des SPNV seit 1996 ausgelassen.
Ehrlich! Wir hatten uns nicht abgesprochen! ;-)


Grüßle,
Dirk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 22:34.

Ahnungslosigkeit

geschrieben von: autolos

Datum: 12.03.18 22:47

Traumflug schrieb:
pm schrieb:
20 Milliarden Euro Schulden in 2018 erwartet- Schuld ist eine "Qualitäts- und Investitionsoffensive"+ DB Cargo macht weiter nur Verluste und hat schon wieder Wertminderungsbedarf.

nt-tv.de
So lange man an verkehrlich unnützen Projekten wie Stuttgart 21 unbeirrt festhält kann es nicht so schlimm sein.

Was die Wertminderung angeht: Lutz ist eben ein Buchhalter. Da wird kein Auge zugekniffen, sondern der Wert strikt nach der Umsatz- und Gewinnerwartung ermittelt. Zumindest scheint es so zu sein.

Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
andreas + schrieb:
die großen Investitionen in die Schienennetzunterhaltung sowie Streckenneubauten wurden und werden vom Staat übernommen
Für die meisten Streckenneubauten trifft das zu. Es gibt allerdings auch ein paar, wo der Eigentümer Bund mit der DB AG vereinbart hat, dass sie einen Teil der Kosten selbst trägt. Das betrifft insbesondere Köln-Rhein/Main, Ingolstadt-Nürnberg und, meine ich, auch den Berliner Hauptbahnhof. Aus diesen Projekten kommen schon einige Milliarden zusammen, die die DB AG selbst getragen und über Kredite finanziert hat.

Gruß
X73900

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.03.18 22:59

1208 schrieb:
Die Deutsche Bundesbahn hatte 1976 einen Zuschussbedarf von 11 Milliarden DM (14,9 Milliarden € *), für 1977 wurden 15 Milliarden DM (19,5 Milliarden € *) erwartet und für 1980 wurden 20 Milliarden DM (23,4 Milliarden € *) hochgerechnet.
Alles nachzulesen im Spiegel vom 17.01.1977 [www.spiegel.de] .
Wenn du schon den Artikel verlinkst, solltest du fairerweise auch auf die "Analyse" des Bundesbahn-Problems hinweisen. Das ist nachezu 1:1 auf die DB 2018 zu übertragen.

Die Gepäckabfertigung nämlich ist seit wenigen Monaten geschlossen. Früher hatte der Beamte am Schalter alles allein gemacht: Kartenverkauf und Gepäckannahme. Jetzt verkauft er nur noch Karten.

Spätestens dann wird sich bei ihm ein gequältes "Nie wieder Bahn!" festsetzen.

Passagiere und Frachtverlader wandern ab -- die Fehlbeträge in den Bahnkassen nehmen dafür um so rascher zu.

Viele von ihnen (Personal) aber sind mit anderem beschäftigt. Sie arbeiten in einer überbesetzten, unbeweglichen Verwaltung aneinander vorbei

Auf Teststrecken sollen Züge mit 350 Stundenkilometer rasen. in der Simulationsanlage wird gar Tempo 500 erprobt. Andererseits sind die Chefplaner der Bahn noch immer nicht in der Lage, an jeden der relativ schnellen Intercity-Züge ein paar Wagen 1. Klasse anzuhängen, um neue Kundenkreise zu gewinnen.

die Frankfurter DB-Verwaltung an den Grundsatz der Kostendeckung, mahnte zu verstärkten Rationalisierungsanstrengungen

forderte eine betriebswirtschaftliche "Optimierung des Streckennetzes

Der Gewerkschafter befürchtet den "Ausverkauf der Bahn nach der berüchtigten Salami-Taktik", die "Verschrottung" von Volksvermögen

Geschichte wiederholt sich manchmal doch. Auch der Abschnitt, dass die Bundesregierung die Bahn im Stich lässt und keine Vorgaben macht, wohin die Reise gehen soll.

Die Schulden von DB und DR 1993 wird auf Wikipedia mit 66 Milliarden Mark angegeben. Das sind also rund 35 Mrd. Euro. Der heutige Schuldenberg beträgt 20 Mrd. Rechnet man die Subventionen in Nahverkehr und Schienennetz dazu, wären die Schulden schon weit über 100 Mrd. Euro. Da hilft auch die statistische Bereinigung per Inflation nichts mehr. Allein in diesem Jahr wird 9,3 Mrd in die Infrastruktur und 8,5 Mrd in den Nahverkehr gepummt. Rechnet man das zum Schuldenstand dazu würde die DB 2018 ein Verlust von +/- 18 Mrd Euro machen, das sind ca. 35 Mrd Mark. Sowas hat nicht mal die Bundesbahn hinbekommen. Die 2 Mrd Gewinn die gerne veröffentlicht werden sind also nichts als Augenwischerei um die Privatisierung zu rechtfertigen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Ahnungslosigkeit

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.03.18 23:02

autolos schrieb:Zitat:
Es gibt Bilanzierungsvorschriften, an die sich Unternehmen halten müssen. "Ein Auge zukneifen" wird da schnell zu einer Straftat. Aber schön, wenn die eigene Ahnungslosigkeit so schön mit den eigenen Vorurteilen und Antipathien in Einklang bringen lässt.
Wenn du die Weißheit mit Löffeln gefressen hast, so dass du dich so herablassend über andere User auslassen kannst, dann dürfte dir auch bekannt sein, dass die "bilanzierungsvorschriften" genug Freiraum lassen um Konzernergebnisse zu "interpretieren".

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
"Wenn "wir" diese Kosten eh tragen müssen, kann man sich schon fragen wofür der ganze Budenzauber seit 1994 eigentlich gut gewesen sein soll."

Börsengangspläne?

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 12.03.18 23:13

"Rechnet man die Subventionen in Nahverkehr und Schienennetz dazu, wären die Schulden schon weit über 100 Mrd. Euro"

Fairerweise muß man erwähnen, daß die Fülle des heutigen Regionalangebotes mit dem damaligen nicht mehr zu vergleichen ist. Beinahe flächendeckender Stundentakt mindestens (in manchen Regionen fast schon rund um die Uhr) und ein vielfach gesteigertes Volumen an Fassungsvermögen. Nach vielen Streckenstillegungen in den 90ern interessiert man sich heute wieder für Reaktivierungen. Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr. Dazu die vielen (durchaus auch nervigen) Sanierungsbaustellen.

Gruß, Olaf

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 23:17.

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.03.18 23:37

Alibizugpaar schrieb:
"Rechnet man die Subventionen in Nahverkehr und Schienennetz dazu, wären die Schulden schon weit über 100 Mrd. Euro"

Fairerweise muß man erwähnen, daß die Fülle des heutigen Regionalangebotes mit dem damaligen nicht mehr zu vergleichen ist. Beinahe flächendeckender Stundentakt mindestens (in manchen Regionen fast schon rund um die Uhr) und ein vielfach gesteigertes Volumen an Fassungsvermögen. Nach vielen Streckenstillegungen in den 90ern interessiert man sich heute wieder für Reaktivierungen. Betriebsruhe von Samstagmittag bis Montagmorgen gibt es eigentlich nirgends mehr. Dazu die vielen (durchaus auch nervigen) Sanierungsbaustellen.
Ok, völlig richtig. Dennoch ändert es nichts daran, dass die DB heute nur deswegen einen nicht noch höheren Schuldenstand hat, weil jedes Jahr rund 15 Mrd Euro ins System gepumpt werden. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass ein wesentlicher Teil der Gewinne den bahnfremden Zukäufen zuzurechnen ist, die die Bundesbahn so auch nicht hatte. Somit ist die Bahnreform zumindest finanziell ein totales Desaster und keineswegs eine Verschwörungstheorie. Nur hieß es damals Schulden, heute Subventionen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Verschwörungstheorie?

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 12.03.18 23:59

N'Abend.

Auch hier nehme ich nochmals den Faden zu dem auf, was ich heute zu dem Thema bereits geschrieben hatte: Ich zweifel mittlerweile immer mehr an dieser Behauptung.
Der sog. "Turnaround" mit Streckenreaktivierungen, Modernisierung und Taktfahrplan wurde noch vor der Bahnreform begonnen. Das begann langsam und der Umdenkprozeß war 1996 (und danach) noch längst nicht ganz vollzogen. Auch zu diesem Zeitpunkt und annähernd bis zum heutigen Tage ist es immer noch zu Stilllegungen gekommen. Und der Modernisierungsprozeß? Der ist noch nicht mal ganz vollzogen, da landen schon 644er und 646er auf der Halde - von etwas "älteren" Fahrzeugen wie 610, 611 oder 628 gar nicht zu reden.

Je länger man es mit dem Abstand von 1994/1996 aus betrachtet: Das Bild stimmt nicht.

"Sink abaut itt" ;-)

Grüßle,
Dirk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.18 00:00.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: TriStar

Datum: 13.03.18 00:02

Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr). Wahrscheinlich war das Problem bei der Bundesbahn ja hingegen, dass sie sowohl Schulden machte - als auch nicht über einen Betriebsgewinn, sondern einen jährlichen Betriebsverlust verfügte, wodurch die Kredite in Zukunft auch nie hätten abbezahlt werden können.

Alles in allem ist es also gar nicht so tragisch, Schulden machen ist üblich solange man es sich leisten kann. Besonders jetzt, wo die Zinsen so niedrig sind und Banken händeringend sichere Anlagemöglichkeiten suchen. Was hätte die Bahn auch anderes machen sollen? Die Politik hat ihr die Fernbusöffnung eingebrockt, darauf musste reagiert werden. Dass die alten IC erneuert werden müssen, lässt sich dann gerade auch nicht verschieben. Es wäre dumm gewesen, die günstigen Zeiten für Kredite nicht zu nutzen.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 13.03.18 06:45

TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Diese 2 Milliarden sind der Geschäftserfolg VOR Bedienung der Kredite. Nach Zinsen (und Steuern und Dividende) bleiben nur 300 Millionen. Siehe Artikel, 3. Absatz.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: kukuk

Datum: 13.03.18 07:13

Traumflug schrieb:
TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Diese 2 Milliarden sind der Geschäftserfolg VOR Bedienung der Kredite. Nach Zinsen (und Steuern und Dividende) bleiben nur 300 Millionen. Siehe Artikel, 3. Absatz.

Ohne Divendende zu zahlen könnte die Bahn die Schulden trotzdem in ca. 20 Jahren abtragen. Der Deutsche braucht im Durchschnitt um seinen Wohnbaukredit für sein Eigenheim abzubezahlen ca. 26 Jahre. Also deutlich länger.

Re: Wohl nicht verstanden...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 13.03.18 07:23

kukuk schrieb:
Traumflug schrieb:
TriStar schrieb:
Schulden sind erstmal nicht schlimm, solange man genug Geld verdient, um die Kredite laufend bedienen zu können (Zinsen+Tilgung). Die 20 Milliarden Schulden der Bahn wären vereinfacht gesagt in 10 Jahren abbezahlt, wenn der Betriebsgewinn in Zukunft einfach auf gleicher Höhe wie jetzt bleibt (2 Milliarden pro Jahr).
Diese 2 Milliarden sind der Geschäftserfolg VOR Bedienung der Kredite. Nach Zinsen (und Steuern und Dividende) bleiben nur 300 Millionen. Siehe Artikel, 3. Absatz.
Ohne Divendende zu zahlen könnte die Bahn die Schulden trotzdem in ca. 20 Jahren abtragen. Der Deutsche braucht im Durchschnitt um seinen Wohnbaukredit für sein Eigenheim abzubezahlen ca. 26 Jahre. Also deutlich länger.
Stimmt schon, aber ein Haus lebt im Schnitt auch über 26 Jahre, eine Lok ist mit gut 20 Jahren schon am Ende der wirtschaftlichen Nutzung angekommen, Stichwort Ersatzteile für Elektronik. Siehe bei der 120, die jetzt teilweise auf den Schrott rollen.

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