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Konkurenz belebt das Geschäft? Wohl nicht!

geschrieben von: Georgi

Datum: 12.03.18 16:39

Nein, Konkurrenz belebt das Geschäft nicht immer. Ganz im Gegenteil, sie hemmt sogar. Durch den Wettbewerb auf der Schiene gibt es bundesweit immer wieder Probleme im Eisenbahnverkehr. Welche Auswirkungen der Kampf um das beste Angebot haben kann, zeigt das Beispiel der Eurobahn.

[www.weser-kurier.de]

Re: Konkurenz belebt das Geschäft? Wohl nicht!

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 12.03.18 16:56

Naja, wenn man mal nach NRW oder auch Baden-Württemberg schaut, dann sieht ein Blinder mit dem Krückstock, dass die Performance von Wettbewerbslinien besser sind als anreizlose Uraltvertrage.

n-Wagen und ähnlicher Schrott wird einem auf Wettbewerbslinien in der Regel nicht mehr angedreht. Problem: Fehlende Reserven bei Ausschreibungen, siehe n-Wagen bei National Express.

Die DB Regio NRW ist auf ausgeschriebenen Linien deutlich besser in allen Umfragen als bei RE1 und RE6. Auch da zeigt sich der Sinn von Wettbewerb.

Wettbewerb ist schon sinnvoll. Man muss den nur durch vernünftige Vorgaben lenken:

1. Reserven vorschreiben.
2. TF Anzahl vorschreiben. Genug Budget vorsehen, dass TF Anzahl auch erfüllt werden kann.
3. Harte Pönalen für Nichterfüllung.

Konkurrenz? Wettbewerb?

geschrieben von: Errel

Datum: 12.03.18 17:07

Moin

Es ist bei Bahnens eigentlich kaum Wettbewerb. Okay, es werden wie bei Handwerkern Leistungen ausgeschrieben und vergeben. Mehr "Wettbewerb " gibt's dann ja nicht mehr. Wenn ich als Fahrgast die Möglichkeit hätte, mit unterschiedlichen Betreibern zum selben Ziel zu gelangen - DAS wäre Wettbewerb. Anders läuft es wohl beim Güterverkehr.

Gruß Ralph

Re: Konkurenz belebt das Geschäft? Wohl nicht!

geschrieben von: kmueller

Datum: 12.03.18 17:10

Käfermicha schrieb:
Naja, wenn man mal nach NRW oder auch Baden-Württemberg schaut, dann sieht ein Blinder mit dem Krückstock, dass die Performance von Wettbewerbslinien besser sind als anreizlose Uraltvertrage.
Das beweist aber nur, daß ein privatwirtschaftliches Monopol schlechter als privatwirtschaftliche Konkurrenz ist. So ganz neu ist diese Erkenntnis nicht; sie steht in jedem Wirtschaftslehrbuch.
Errel schrieb:
Wenn ich als Fahrgast die Möglichkeit hätte, mit unterschiedlichen Betreibern zum selben Ziel zu gelangen - DAS wäre Wettbewerb. Anders läuft es wohl beim Güterverkehr.
Personenverkehr: Im SPNV ist der Endkunde aber nicht Auftraggeber. Auftraggeber sind die Länder/ Verkehrsverbünde - und bei denen gilt das Wahlrecht des Auftragnehmer.
Der Fahrgast kommt erst in einem neuen Verhältnis im Anschluss. Dieser schließt nur einen Beförderungsvertrag mit dem Verkehrsverbund (Fahrschein).

Güterverkehr: Hier beauftragen die Handelsunternehmen auch direkt die Güterverkehrsunternehmen mit der Beförderung. Ähnlich wie dein Vergleich mit dem Handwerker: DU beauftragst DIREKT.


Ein ähnliches Konstrukt ist es im Mietwesen: Während du mit deiner Miete eventuelle Kosten des Vermieters deckst (Müllentsorgung, Reparaturen, TV, sonstige Dienste), entscheidet dieser selbst
über die Beauftragung der Dienste. Du hast dort kein Mitspracherecht.

Mit freundlichen Grüßen
Knut Rosenthal

http://abbestellungen.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton.png
http://reaktivierungen.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton.png
http://wettbewerb.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton.png




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 17:18.

Träum weiter

geschrieben von: 210

Datum: 12.03.18 17:24

Käfermicha schrieb:
Naja, wenn man mal nach NRW oder auch Baden-Württemberg schaut, dann sieht ein Blinder mit dem Krückstock, dass die Performance von Wettbewerbslinien besser sind als anreizlose Uraltvertrage.

n-Wagen und ähnlicher Schrott wird einem auf Wettbewerbslinien in der Regel nicht mehr angedreht. Problem: Fehlende Reserven bei Ausschreibungen, siehe n-Wagen bei National Express.

Die DB Regio NRW ist auf ausgeschriebenen Linien deutlich besser in allen Umfragen als bei RE1 und RE6. Auch da zeigt sich der Sinn von Wettbewerb.

Wettbewerb ist schon sinnvoll. Man muss den nur durch vernünftige Vorgaben lenken:

1. Reserven vorschreiben.
2. TF Anzahl vorschreiben. Genug Budget vorsehen, dass TF Anzahl auch erfüllt werden kann.
3. Harte Pönalen für Nichterfüllung.
Was kommt dann?
Siehe Baden-Württemberg wenn Vollbeschäfftigung herrscht, dazu brauchts nicht ein mal Vollbeschäftigung wie schon mehrere andere EVU in diversen Regionen zur genüge bewiesen haben.
Da kannst du dir deine vorgeschriebenen Personalreserven in die Haare schmieren, weil du die niemals zusammen bekommst. Die Leute haben eben keine Lust alle 10 - 15 Jahre den Arbeitgeber zu wechseln und immer weitere Abstriche bei den leistungen hinzunehmen.

Harte Pönale bei Nichterfüllung?
Das ich nicht lache, der Laden wird dann abgewickelt und gut ist´s. Zudem es erst dann interessant wird weil dann die richtigen Kommen und frech grinsend die Hand aufhalten weil Ihnen der Betrieb auferlegt wird.

Wettbewerb im Transportwesen, sei´s im Personen oder Güterverkehr ist nur eine prolitische Idee die bisher nichts gebracht hat.
Auf der Straße fahren Osteuropäer rund um die Uhr für umme mit den ganzen Unfallfolgen. Die Schiene produziert massig Verluste und läuft in dieselbe Richtung wie der Straßentransport. Billige AN die für umme rund um die Uhr fahren. Auf der Schiene haben wir heute nur noch nicht die ganzen Unfälle weil bei Bahnen noch die Sicherungssystem existieren.
Knut Rosenthal schrieb:
Ähnlich wie dein Vergleich mit dem Handwerker: DU beauftragst DIREKT.
Es sei denn, man beauftragt einen Generalunternehmer mit dem Bau des Hauses. Die verschiedenen Gewerke vergibt dann dieser - und nicht der Bauherr - an die entsprechenden Handwerksbetriebe. Wer letztlich mauert, Kabel zieht oder Rohre legt entscheidet der Generalunternehmer, nicht der Bauherr. Dieser hat am Ende nur einen Anspruch auf ein fachgerecht erstelltes Haus.

Kann man ja fast mit dem SPNV vergleichen: Der Verbund (Generalunternehmer) schuldet nach Vertragsabschluss (Fahrkartenverkauf) eine Beförderungsleistung. Es entscheidet aber alleine der Verbund, welcher Handwerker (Eisenbahnunternehmen) die Beförderung ausführt.

VG, 1208

Re: Konkurenz belebt das Geschäft? Wohl nicht!

geschrieben von: VT605

Datum: 12.03.18 17:39

Georgi schrieb:
Nein, Konkurrenz belebt das Geschäft nicht immer. Ganz im Gegenteil, sie hemmt sogar. Durch den Wettbewerb auf der Schiene gibt es bundesweit immer wieder Probleme im Eisenbahnverkehr. Welche Auswirkungen der Kampf um das beste Angebot haben kann, zeigt das Beispiel der Eurobahn.

[www.weser-kurier.de]
Zitat:
Schuld an dieser Misere ist ein sogenanntes Wettbewerbsverfahren, das die Qualität steigern und die Kosten senken soll.
Genau da liegt der Irrglaube. Die Kosten senken kann man in der Regel nur bei der Erstausschreibung. Bei allen folgenden, so wie hier der Übergang von Westfalenbahn auf Eurobahn, ist es Utopie bei steigender Qualität die Kosten reduzieren zu können. Die Personalkosten sind gestiegen im Laufe der Jahre, ebenso die Trassenkosten, die Wartungskosten steigen. Die Gesamtkosten lassen sich also nur auf Kosten der Qualität weiter reduzieren, durch Einsparen von Reserven z.B.

Wettbewerb? Find´ ich als Fahrgast gut!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 12.03.18 18:03

Hallo!

"Wettbewerb im Transportwesen, sei´s im Personen oder Güterverkehr ist nur eine prolitische Idee die bisher nichts gebracht hat."
Also...
ich fahre fast überall in neuen (zugegeben: nicht zwangsläufig besseren) Fahrzeugen, die ein Monopolist kaum angeschafft hätte.
Mein Aufgabenträger kann mir ein deutlich besseres Zugangebot offerieren, welches er sich zu Monopolistenpreisen nicht hätte leisten können.
In meiner Region wurden sogar Strecken reaktiviert, an denen ein Monopolist kein Interesse hatte.

Natürlich kann man Wettbewerb auch übertreiben, z.B. wenn dieser alleine über die Lohntüte der Angestellten geführt wird oder in Rosinenpickerei endet. Aber unter dem Strich haben Millionen (+ ich) von Reisenden davon profitiert.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Preise.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 18:04.

Re: Träum weiter

geschrieben von: pm

Datum: 12.03.18 18:15

Mimimi. Schlaue Lokführer nutzen den Wettbewerb und den Mangel- rate mal wie.

Blöd halt,

geschrieben von: 210

Datum: 12.03.18 18:21

pm schrieb:
Mimimi. Schlaue Lokführer nutzen den Wettbewerb und den Mangel- rate mal wie.
das dann kaum einer noch zum kutschen da ist.
Eine begrenzte Menge an Lohngeldern kann das EVU auf tausend oder elfhundert Kutscher aufteilen.
Wenn man elfhundert Kutscher benötigt bleiben eben Züge stehen.

Da interessiert´s keinen ob der Kutscher schlau ist.

Re: Blöd halt,

geschrieben von: pm

Datum: 12.03.18 18:28

Es werden ständig neue ausgebildet. Chantal- Heul leiser.

Das hast du schön gesagt

geschrieben von: 210

Datum: 12.03.18 18:28

Blöd halt das in allen Bereichen die von prolitischer Seite her in den Wettbewerb gezwungen werden zwar eine kurze Zeit gut laufen, mit der Zeit das ganzer System jedoch kolabiert.
Zudem, wenn die Bundesbahn soviel Regionalisierungsmittel bekommen hätte, wären eben genausoviele Strecken wieder eröffnet worden und es wären genauso viele Züge wie heute gefahren. Zugegeben unsere Prolitiker hätten etwas nachdenken müßen und da liegt der Haken an der Sache, das können unsere Prolitiker nicht.

Selten so einen Stuß gelesen

geschrieben von: 210

Datum: 12.03.18 18:32

pm schrieb:
Es werden ständig neue ausgebildet. Chantal- Heul leiser.
Was bringen die paar Hansel?
Nicht mal den Tropfen auf dem heißen Stein.
Hallo Heiko!

Das sehe ich aber ein bisschen anders....

mE wirfst du Regionalisierung und Wettbewerb in einen Topf. Was zweifelsfrei der Unterschied 1990 gegenüber 2018 ist sind moderne (kostengünstigere) Fahrzeuge und dichterer Takt zumindest im noch bestehenden Netz. Das ist aber nicht durch Wettbewerb entstanden sondern durch politische Vorgaben der Aufgabenträger. Ohne Fahrzeugvorgaben würde man auch im Wettbewerb sicher mit einigem Altmaterial anbieten - und fahren. Die modernen Fahrzuge und dichten Takte hat ja keine Wettbewerbsbahn von sich aus initiiert, sie wurden allen vorgegeben.

Von dem aus zieht auch nicht der Vergleich zwischen dem ausgelutschten n-Wagen im auslaufenden Großen Verkehrsvertrag und dem modernen Fahrzeug in der Ausschreibung. Fairerweise müsste man betrachten ob nicht eine staatliche "Nicht-Wettbewerbsbahn" nicht auch - bei entsprechendem politischen Auftrag - auch ohne Wettbewerb mit modernem Material und dichtem Takt fahren würde. Und das ist mE klar zu bejahen, haben doch zB Hzl und SWEG in den 90ern (überwiegend ganz ohne Ausschreibung) umfangreich bewiesen.

Und bei den Streckenreaktivierungen ist es doch das gleiche, die wurden nicht von Wettbewerbsbahnen initiiert, sondern von landes (oder kommunaler Seite). Und die erfolgreichsten davon auch weit bevor der Wettebwerb anfing...

mE wird allzu häufig Regionalisierung (die mE schon eher Sinn gegeben hat) und Ausschreibungswettbewerb als zwangsläufig zusammenhängendes Paket gesehen. Was mE nicht so ist. Wenn in ganz BaWü - was rechtlich möglich wäre - nach Direktvergabe eine Landesbahn fahren würde hätte ich nicht wirklich Sorge, dass der Verkehr mit älteren Fahrzeugen, in dünnerem Takt fahren würde oder Strecken stillgelegt würden. Es wäre zwar wohl einen Ticken teurer, aber das wiederum nur wegen etwas höheren Lohnkosten außerhalb von Ausschreibungsverkehren. Und das muss sich halt eine Gesellschaft fragen, ob sioe das will...

Markus

http://histoliga.de/fahrplangeschichten/gepflegtereise.png




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 18:36.

Was es bringt

geschrieben von: pm

Datum: 12.03.18 18:35

dass trotz völliger Überalterung des DB Personales immer mehr Züge auf Deutschlands Schienen unterwegs sind. Wie schrecklich !

Re: Blöd halt,

geschrieben von: Herr O.

Datum: 12.03.18 18:37

Moin

Leider gehen aber scheinbar mehr Tf in den Ruhestand als ausgebildet werden.

Mfg

Wie lange noch? (o.w.T)

geschrieben von: 210

Datum: 12.03.18 18:46

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Egal wie Du es siehst, die Realität ist aber nicht so.

geschrieben von: Haltlos

Datum: 12.03.18 18:48

Eine der erfolgreichsten Reaktivierungen, die Schönbuchbahn, wäre niemals zustande gekommen, hätte man das Angebot mit den Apothekenpreisen der Bundesbahn nehmen müssen. Das war vor der Reform und zeigt, dass erst durch die Bahnreform etwas Leben in den Apparat kam, auch wenn dass das manche Schnarchnase nicht wahrhaben möchte. War halt früher bequemer auch ohne erkennbare Leistungen sein Geld zu verdienen.

Re: Blöd halt,

geschrieben von: ingo st.

Datum: 12.03.18 18:48

Deshalb wurde ja auch G8 für die Blagen eingeführt, wegen übermäßiger Pensionierung.

Weniger Tf, längere Takte mit längeren Zügen?

Es gibt immer neue Tf, nur andere und kleinteiliger organisierte Ausbildung.

Ein Cargorist transportiert mehr als ein Tagelöhner der Landstrasse.

Gruß

Ingo

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