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Heute Mittag im Radio gehört: Die Deutsche Bahn will zukünftig ihre Fahrgäste im Zug nicht mehr kontrollieren. Der Fahrgast soll sich per App einchecken. Das ganze soll im Fernverkehr stattfinden. Mehr dazu in den Links: [www.tag24.de] [www.merkur.de] [www.n-tv.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 15:31.
Der_Streckenläufer schrieb:
Heute Mittag im Radio gehört: Die Deutsche Bahn will zukünftig ihre Fahrgäste im Zug nicht mehr kontrollieren. Der Fahrgast soll sich per App einchecken. Das ganze soll im Fernverkehr stattfinden. Mehr dazu in den Links: [www.tag24.de] [www.merkur.de]


Man wird dennoch kontrollieren müssen, denn es hat nicht jeder ein Onlineticket und schon gar nicht jeder ein Handy mit Internetzugang!

Es wird nur eine Unterstützung für die ZuBs sein, mehr nicht. Ob letztlich mehr oder weniger kontrolliert wird, wird sich zeigen.
Und ganz ehrlich? Es geht nur um den Umsatz im Zug. Man will wohl mehr Saftschubsen und Kaffeeträger haben statt dem Kunden wirklichen Service
durch Ansprechbarkeit des Personals zu bieten!

Am besten ist noch der Schlußsatz zum Thema DB Sicherheit. "Besser ausgebildet!"? Wohl eher nicht, zumindest nicht die externen "im Auftrag von DB Sicherheit" unterwegs seienden Mitarbeiter die ich in letzter Zeit in den S-Bahnen erlebt habe. Denn das was da eingekauft wird, ist wohl der Bodensatz
des Sicherheitsgewerbes.

Was den Fernverkehr betrifft, sicherlich wird dann irgendein schlauer Manager kommen und feststellen, daß man wieder einen Zugbegleiter
einsparen kann, weil ja "alles online" eincheckt! Wetten? Und dafür gibt es dann eine fette Prämie und in wenigen Jahren wieder den Ruf
nach mehr Personal! Same procedure as every time!


Gruß

Eric

Da wo die Logik aufhört, fängt die Bahn an!
https://www.bahn-im-alltag.de/touren/br103_003.gif
Der_Streckenläufer schrieb:
Heute Mittag im Radio gehört: Die Deutsche Bahn will zukünftig ihre Fahrgäste im Zug nicht mehr kontrollieren. Der Fahrgast soll sich per App einchecken. Das ganze soll im Fernverkehr stattfinden. Mehr dazu in den Links: [www.tag24.de] [www.merkur.de] [www.n-tv.de]
Macht sie doch eh schon nur noch im Ausnahmefall... Insbesondere dann nicht, wenn die Fahrgäste Fragen haben könnten, etwa bei Verspätungen.

Nachtrag: Offensichtlich hatten im gleichen Moment andere Leute auch schon den Gedanken. Sorry fürs auch noch posten...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 16:37.
Meint zumindest Spiegel Online: [www.spiegel.de] Ich zitiere mal kurz: ""Für ein Unternehmen, das viel unter freiem Himmel arbeitet, ist die Zunahme extremer Wetterphänomene eine echte Aufgabe. Wir bauen deshalb derzeit mit Hochdruck ein 'Lagezentrum Pünktlichkeit' auf", sagte Bahnchef Richard Lutz der "Bild am Sonntag". Dort sollen künftig alle Informationen zusammenlaufen, die die Bahn brauche, um die Pünktlichkeit zu verbessern."

Klingt ja alles schön und gut, auch wenn wir solche Ankündigungen schon x-mal gehört haben. Aber ob diese Informationen dann auch kompetent verwertet werden - daran scheitert´s momentan ja meist als erstes - steht auf einem ganz anderen Blatt...

Erik

P.S. 82% Pünktlichkeit... prust. Man muss die Ziele nur niedrig genug setzen um sie dennoch souverän zu verfehlen ;-)

Le nationalisme, c'est la guerre! (François Mitterrand)
D 2027 schrieb:
Meint zumindest Spiegel Online: [www.spiegel.de] Ich zitiere mal kurz: ""Für ein Unternehmen, das viel unter freiem Himmel arbeitet, ist die Zunahme extremer Wetterphänomene eine echte Aufgabe. Wir bauen deshalb derzeit mit Hochdruck ein 'Lagezentrum Pünktlichkeit' auf", sagte Bahnchef Richard Lutz der "Bild am Sonntag". Dort sollen künftig alle Informationen zusammenlaufen, die die Bahn brauche, um die Pünktlichkeit zu verbessern."
(...)
Hallo,

ich bin ein großer Freund davon, zu gucken, woran es liegt, bevor gehandelt wird. Mittlerweile sollte es aber auch im letzten Büro der Bahnleitung angekommen sein, dass die Verspätungen durch wenige echte Probleme verursacht werden:
- Infrastruktur, die maximal ausgelastet ist
- Züge, die mit großen Defekten auf die Strecke geschickt werden, so dass sie liegen bleiben
- eine zu dünne Personaldecke und vor allem zu wenig Loyalität des Personals.

Die anderen Feinde: Wetter und Fahrgäste sind zwar spektakulär, aber ersteres führ zu wenigen Großschäden, zweiteres zu zahlreichen sehr kleinen Problemchen, beide machen in der Summe wenig aus.

Die Frage ist jetzt, warum noch "analysiert" und nicht gehandelt wird: Deutschland braucht mehr Bahnstrecken und die Bahn mehr Geld für die Wartung der Züge.

schöne Grüße

Tobias

Auch für die Diskussion in DSO gilt: Man muss nicht auf jeden vorbeifahrenden Jauchewagen aufspringen und das Ventil öffnen.
Ruhrpottfahrer schrieb:Zitat:
Am besten ist noch der Schlußsatz zum Thema DB Sicherheit. "Besser ausgebildet!"? Wohl eher nicht, zumindest nicht die externen "im Auftrag von DB Sicherheit" unterwegs seienden Mitarbeiter die ich in letzter Zeit in den S-Bahnen erlebt habe. Denn das was da eingekauft wird, ist wohl der Bodensatz des Sicherheitsgewerbes.
So drastisch würde ich es nicht formulieren. Allerdings wäre es gut, wenn beim Kontrollieren der Fahrkarten auch die Tarifbedinungen kennt und richtig auslegen kann. Und wenn man dem Fahrgast sogar vorschlägt, dies (online) nachzulesen, sollte man darauf hören, was vorgelesen wird. Schlimmer noch, wenn man diese Fehler auf eine falsche Vermittlung des Wissens in der zugehörigen Schulung zurückführen kann.
Ich hatte deswegen letztes Jahr ein EBE bekommen - keine 10 Minuten später wurde ich von echtem DB-Personal kontrolliert und da war dies korrekt. Ebenso bei der Klärung in der EBE-Stelle - dabei hatte ich mich dort auf eine Diskussion schon gefreut... Dafür hatten meine Kollegen dann etwas zum Lachen :-)

Generell wäre ich froh, wenn im Nahverkehr fast jeder kontrolliert werden würde, wo eigentlich eine Zugbegleitung bestellt ist bzw. wo wenigstens ein Kontrollgang feststellbar ist (in der Tendenz sind mir korrekte Stichprobenkontrollen viel lieber, als die derzeitig eher oberflächlichen Kontrollen). Ich bin doch immer wieder verwundert, was unsere Kontrolleure aus dem Verkehr ziehen und v.a. viele Kontrollen dies eben nicht feststellen, weil sie nicht richtig kontrollieren.

Im Fernverkehr galt nunmal der Satz, dass binnen - ich glaub - 90 Minuten jeder Fahrgast kontrolliert worden sein sollte. Deswegen kann man da durchaus von Kontrolle aller Fahrgäste sprechen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Genau, tolle Idee. Bedingt nur ein paar Dinge:

1. Fahrgast muss eine Reservierung haben. Kostet erstmal (zumindestens in 2. Klasse) Geld, für einen nicht wirklich spürbaren Vorteil im Zug.

2. Der Fahrgast muss einchecken. Per App. Bei einem Online-Ticket wahrscheinlich noch einfach zu bewerkstelligen, bei einem Papierticket gehts dann entweder wieder gar nicht oder es kostet am Ende mehr Zeit, als im Zug einfach mal das Ticket vorzuzeigen.

3. Das Ganze wird mal wieder hinfällig bei den zwei beliebtesten Problemen im deutschen Bahn(fern)verkehr: Verpasster Anschluss oder Ausfall der Reservierungsanzeigen. Dann sitzt ehh wieder alles wild verstreut.

4. Die Zeitersparnis beim ZUB durch den Kontroll-Wegfall, dürfte wett gemacht werden durch das ständige Prüfen, ob Platz xy jetzt eingecheckt hat oder nicht. Das dürften einige ZUBs bestimmt ehh bald zu nervig finden und es ganz lassen (Vermutung, man steinige mich).

etc...

Zum Thema Pünktlichkeits-Stab: Den gibts doch schon. Seitdem ist die Pünktlichkeit nochmal abgesackt.

Petz-Sensoren

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 11.03.18 18:11

"Der Zugbegleiter wisse dann künftig, dass auf diesem Platz der eingecheckte Fahrgast sitze."

Dann müssen die Zubs beim Gang durch den Wagen die ganze Zeit auf ein kleines Display starren und die Sitzplatznummern abgleichen? Eine wirklich tolle Arbeitserleichterung.

Wie wäre es mit Petz-Sensoren an den Wagendecken? Die Gesichter aller Reisenden werden ständig gescannt und biometrisch erfasst. Nach einem erkannten Fahrgastwechsel blinkt eine kleine rote LED über dem Platz, was bedeutet: Noch nicht kontrollierter Zustieg. Über einen Knopf im Ohr wird dem Zub von der künstlichen Intelligenz zugeflüstert: "Der Typ hinter der großen Zeitung ist neu gekommen. Und die dort drüben, die einen Tiefschlaf immitiert und extra Sabber aus dem Mundwinkel tropfen lässt, ist auch gerade erst vor 3 Minuten eingestiegen."

Zusätzlich werden Gespräche belauscht, ausgewertet und wenn der Zub nach einer Kontrolle F8 drückt, wird der Vorfall für 100 Jahre gespeichert. Kleine giftgrün blinkende LED bedeuten bei der nächsten Fahrt "Dieser Kunde wurde erkannt und identifiziert - Problemfall" Über den Ohrknopf weiß der Zub "Kundin auf 33 hat vor 5 und vor 11 Tagen schon mit dem Personal diskutiert und sich extra dumm gestellt wegen Tarif..."

Gruß, Olaf

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Wer kontrolliert dann meine BahnCard?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 11.03.18 18:26

Der_Streckenläufer schrieb:
Heute Mittag im Radio gehört: Die Deutsche Bahn will zukünftig ihre Fahrgäste im Zug nicht mehr kontrollieren. Der Fahrgast soll sich per App einchecken. Das ganze soll im Fernverkehr stattfinden. Mehr dazu in den Links: [www.tag24.de] [www.merkur.de] [www.n-tv.de]
Prinzipiell der richtige Ansatz, da der Arbeitsaufwand und damit die Kosten geringer werden, wenn das n größerem Umfang funktioniert, aber: Wenn ich weiß, dass ich nicht kontrolliert werde, kann ich dann jederzeit behaupten, eine BahnCard zu besitzen? Das Ding macht einfach immer nur Probleme bzw. erhöht den Kontrollaufwand...
Ist ja nix Neues, wird ja bereits seit letztem Jahr getestet. Ich persönlich begrüße diese Idee. In den letzten Jahren war ich häufig in Hochgeschwindigkeitszügen in Spanien unterwegs. Dort erfolgt die Fahrkartenkontrolle grundsätzlich vor dem Einsteigen in den Zug – so wie beim Flugzeug auch. Das Zugpersonal ist bei der spanischen RENFE übernimmt dort ausschließlich den Service. Hingegen nerven mich die ständigen Fahrkartenkontrollen in unseren Zügen, vor allem nach „Personalwechsel“. Wo ist das Problem, wenn ich eine elektronische Fahrkarte habe und ich nicht ständig nachweisen muss, dass ich im Besitz eines gültigen Fahrscheins bin? Ich sehe keins.


Viele Grüße aus Berlin

Patrick

https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg

Re: Wer kontrolliert dann meine BahnCard?

geschrieben von: Silli

Datum: 11.03.18 19:08

Hab eh noch nie verstanden, warum bei einem personalisierten Onlineticket eine ebenso personalisierte Wahn-Card vorzuzeigen ist.

Grüße
Silli
Erstens schließe ich mich den Vorrednern an, die anzweifeln, ob das Ausklammern des Personenkreises wirklich zu einem nennenswerten Zeitgewinn führt.

Zweitens könnte es dabei auch noch Chaos geben.

Beispiel: Ich habe mit meinem Online-Ticket eingecheckt, setze mich aber nicht auf den reservierten Sitzplatz, sondern auf einen für mich angenehmeren anderen Sitzplatz. Dann werde ich sehr wohl kontrolliert, nicht jedoch Oma Müller, die sich einen Bahnhof später auf den für mich reservierten Platz gesetzt hat, weil die Reservierungsanzeige natürlich inzwischen erloschen ist. Dann fällt keinem auf, dass Oma Müller nur mit ihrem Schwerbehindertenausweis im ICE nach Wien sitzt, weil sie der Meinung ist, sie sei in den RE gestiegen, der über ihren Zielbahnhof "Linz am Rhein" fährt. In Wirklichkeit sitzt sie aber im ICE, der über "Linz in Oberösterreich" nach Wien fährt.
"Hingegen nerven mich die ständigen Fahrkartenkontrollen in unseren Zügen, vor allem nach „Personalwechsel“. Wo ist das Problem, wenn ich eine elektronische Fahrkarte habe und ich nicht ständig nachweisen muss, dass ich im Besitz eines gültigen Fahrscheins bin? Ich sehe keins."

Dann nervt Dich sicher auch, daß abends ständig die Sonne untergeht und zu jedem Frühling ständig die Zugvögel zurück kommen, nicht wahr? Ständig muß man plötzlich Weihnachtsgeschenke kaufen und ständig klingelt es an der Tür, wenn man Pizza bestellt hat.
Alle wieviel Stunden finden DB-Personalwechsel statt oder anders herum: Wie oft in 4 Stunden musst Du im Schnitt das Ticket vorzeigen? Tatsächlich ständig oder vielleicht doch nur zweimal? Manchen Leuten ist dringend anzuraten sich einen anderen Spleen aussuchen und nicht mehr so stark auf künstliches Aufplustern zu setzen. Könnte mit der Zeit irreparabel chronisch werden.

Gruß, Olaf

(,“)
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 19:30.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Also wie bei Regiojet

geschrieben von: J-C

Datum: 11.03.18 19:46

Wenn man bei Regiojet an seinem reservierten Sitzplatz sitzt, wird man auch nicht mehr kontrolliert...

Wer kontrolliert dann meine Monatskarte?

geschrieben von: D 2027

Datum: 11.03.18 19:59

Thomas_Lammpe schrieb:

Prinzipiell der richtige Ansatz, da der Arbeitsaufwand und damit die Kosten geringer werden, wenn das n größerem Umfang funktioniert, aber: Wenn ich weiß, dass ich nicht kontrolliert werde, kann ich dann jederzeit behaupten, eine BahnCard zu besitzen? Das Ding macht einfach immer nur Probleme bzw. erhöht den Kontrollaufwand...
Wenn ich weiss, dass ich nicht kontrolliert werde, kann ich mir ja auch eine für Schüler oder Rentner kaufen und behaupten einen Schülerausweise zu dieser zu besitzen oder Rentner zu sein. Dann gibt es die Semestertickets und Schwerbehindertenausweise mit eventuell sogar noch mit kostenlosen Begleitpersonen zu diesen. Wenn ich weiss dass ich nicht kontrolliert werde... Nicht genug der Ausnahmen: wenn ich weiss dass nicht kontrolliert wird, ob die Familienkinder wirklich meine eigenen sind, unternimmt die Kindergärtnerin künftig mit ihrer Gruppe täglich kostenlose Lustfahrten um den lieben Kleinen mal die Welt zu zeigen! Und die Aufzählung all dieser furchtbaren Betrugsmöglichkeiten ist noch nicht einmal vollständig!

Aber das ist egal: Thomas Lammpe hat gottlob die Einsicht, dass die Dinger einfach alle immer nur Probleme machen, also weg damit! Das einzig wahre ist der (selbstverständlich auslastungsabhängige) Vollpreis ohne irgendwelchen Sozialklimbim, so wie es auch sonst keine einzige Bahn in der Welt macht!

Lieber Thomas: wir haben alle hier verstanden, dass Du völlig realitätsfern in Deiner Traumtarifwelt lebst und nur ein einziges Thema auf der Welt hast. Trotzdem: halt doch bitte einfach mal die Lammpe zu Themen die nichts, aber auch wirklich gar nichts mit Bahncard und Tarifen zu tun haben und versuch nicht zwanghaft sie miteinander zu verbinden. Das einzige Problem dazu bist nämlich Du selbst. Vielen Dank!

Erik

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