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Zughalt vom 5.3.2018


Die Vergabe des Elektronetzes Ruhr-Sieg ist gerade erst gelaufen; Abellio Rail NRW konnte die Vergabe für sich entscheiden. Nun möchte der Aufgabenträger Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) einen erheblichen Teil der Linie RE 16 im Ruhr-Sieg-Korridor in den kommenden Jahren abbestellen und stattdessen Geld für pro forma eigenwirtschaftlich fahrende Fernzüge zahlen, in denen dann die Nutzung mit Westfalentarif-Fahrscheinen möglich ist. ...

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Gruß,
Marko



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:11:11:54:35.

Findest du deine Überschrift ausgewogen?

geschrieben von: M 262

Datum: 11.03.18 12:04

Sollte man nicht wenigstens zur Kenntnis nehmen, dass das Lennetal und ein Teil des bergischen und sauerländischen Umlands eine Chance auf Eisenbahnverbindungen nach außerhalb der westfälischen Provinz bekommen? Zur Zeit ist die Bahn dort für Gelegenheitskunden wirklich keine Alternative zur A45.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:11:12:07:38.
Einmal mehr Umsteigen gegenüber dem Ist Zustand alle 2 Stunden. Solange der NWL nicht offen die Nachteile kommuniziert -stinkt es extrem nach Mauschelei.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:11:12:16:45.
Wir haben dieses Thema schon häufiger durchgekaut.

Für viele wird die Fahrt nach Siegen oder Frankfurt preiswerter. Sparpreis 19,90 minus BC25 = 14,25 ist preiswerter als DB und/oder Westfalentarif von Münster oder Dortmund.

Das im Hintergrund ein Agreement im Geben und Nehmen läuft, ist offensichtlich, wenn Abellio nicht klagt. Hätte Abellio wieder Tf frei für neue Aufgaben.
Werden dann bei Überfüllung wieder die Westfalentarif-Kunden gegen die DB Fernfahrkartenkunden diskriminiert?

Gruß
Ingo
gleislatscher schrieb:
Zughalt vom 5.3.2018


Die Vergabe des Elektronetzes Ruhr-Sieg ist gerade erst gelaufen; Abellio Rail NRW konnte die Vergabe für sich entscheiden. Nun möchte der Aufgabenträger Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) einen erheblichen Teil der Linie RE 16 im Ruhr-Sieg-Korridor in den kommenden Jahren abbestellen und stattdessen Geld für pro forma eigenwirtschaftlich fahrende Fernzüge zahlen, in denen dann die Nutzung mit Westfalentarif-Fahrscheinen möglich ist. ...

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Gruß,
Marko
Ja, die im Text angesprochene Frage ist keine Polemik, sondern berechtigt:
Warum schaffen RMV und NWL es nicht in dem Bereich, in dem sie ZUSTÄNDIG sind (dem Nahverkehr!), entsprechende Durchbindungen zu planen und auszuschreiben und schreiben jetzt eine Fahrschein-Anerkennung in DB-Zügen aus? Wohlgemerkt, "IC" ist eine eingetragene Marke der DB, die KANN von keinem anderen EVU unter dieser Bezeichnung erbracht werden. Damit wäre im Grunde ja schon geklärt, wem das Geld dann zukommen soll...
Ganz ehrlich: Ich sehe das Potential für eine Durchbindung im NV nicht. Der Preis für einen solchen langlaufenden RE ist hoch. Als RMV würde ich sie Finger davon lassen.
Plutone schrieb:
Ja, die im Text angesprochene Frage ist keine Polemik, sondern berechtigt:
Warum schaffen RMV und NWL es nicht in dem Bereich, in dem sie ZUSTÄNDIG sind (dem Nahverkehr!), entsprechende Durchbindungen zu planen und auszuschreiben und schreiben jetzt eine Fahrschein-Anerkennung in DB-Zügen aus?(...)
Weil das dem Selbstverständnis solcher politisch allimentierter Regionalverbände widerspricht. Schon mal versucht, eine Kreisstraße zwischen zwei Dörfern im Nachbarkreis durchgehend zu sanieren?
Die Aufgabe der Verkehrverbünde ist es, den Regionalverkehr in ihrer Region zu organisieren.
Dabei können sie durchaus mit benachbarten Verkehrsverbünden zusammenarbeiten.
Eine eingetretene Fehlentwicklung durch die Einstellung der IR Verkehre war die Schaffung von langlaufenden RE Verkehren.
Das war zu seiner Zeit zweckdienlich aber dadurch nicht richtig.
Wenn nun der IR unter dem Namen IC wieder auftaucht (IR darf ja weil kein Regionalverkehr nicht mehr sein) ist doch die Korrektur gemachter Fehler positiv zu bewerten.
Und das nun die Verbünde bemüht sind in ihren Verbundgebieten durch Teilzuzahlungen die gewohnte Anerkennung der Verbundfahrkarten zu erhalten ist doch auch eher als positiv zu bewerten.
Und diese Zuzahlungen sind ein Bruchteil der für die Bestellung eigener RE Verkehre notwendigen Mittel.
Diese werden nun wiederum frei um im Verbundgebiet entweder zusätzliche Leistungen auszuschreiben, bzw. evtl. anstehende Kürzungen zu vermeiden.
Also die vom Steuerzahler aufzuwendenden Mittel für den ÖPNV auch für den ÖPNV, und nicht für eine eigentlichen Fernverkehrsersatz RE aufzuwenden.
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater DVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates DVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Pio schrieb:
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater DVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates DVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .
Ähm... schon mal was von der S-Bahn Rhein Ruhr oder dem RRX gehört ??
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen. Es ist doch vollkommen klar, dass ohne die Abbestellungen diese IC-Linie wegen Unwirtschaftlichkeit niemals eingerichtet werden wird und Sauer- und Siegerländer nie wieder Fernverkehr auf der Schiene in ihren Regionen erleben würden. Das heißt: wer gegen diese IC-Linie ist, gönnt dem Werdohler nicht, bald für 19,90 € (ohne BahnCard) umsteigefrei nach Frankfurt oder Norddeich Mole fahren zu können, schließlich ist ja auch die Durchbindung eines Zugpaares an die Nordsee geplant.

Es ist doch eine Illusion zu glauben, dass man langlaufende RE-Linien wie (Münster -) Hagen - Siegen - Frankfurt oder Köln - Siegen - Frankfurt schaffen wird. Stattdessen würde ohne dieses Projekt der Umsteigezwang im Nahverkehr für immer zementiert. Eine direkte Konkurrenz zwischen Nah- und Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke wäre angesichts der überschaubaren Fahrgastnachfrage eindeutig ein Fall für Rechnungshof und Bund der Steuerzahler.
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.

Ganz besonders gestört hat mich übrigens die Arroganz des VRR-Sprechers in dem Artikel. Ist ja schön für ihn, dass man in seinem Verbundgebiet die Zahl der fahrenden Züge einfach verdoppeln könnte und die Züge trotzdem noch voll bis unters Dach wären. Über Fernverkehr braucht er sich in seiner Region ja auch keine Gedanken zu machen. Aber im deutlich dünner besiedelten Südwestfalen wachsen die Menschen nunmal (zum Glück) nicht auf den Bäumen, sondern hier muss man um jeden Menschen kämpfen, der nicht im seinem Auto auf der A 45 sitzen soll. Und da bringt solches Gelaber à la "wenn wir hier einmalig diesen Deal zum Wohle der Bevölkerung und Nachteil von Abellio machen, wird sich künftig nie wieder ein EVU auf eine Ausschreibung im Nahverkehr bewerben" herzlich wenig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:11:15:09:58.
Plutone schrieb:
Pio schrieb:
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater DVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates DVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .
Ähm... schon mal was von der S-Bahn Rhein Ruhr oder dem RRX gehört ??
Vor einem RE 5 unter NX graut es mir schon.
Abellio könnte ja auch selber ein solches Angebot unterbreiten aber das würde unternehmerisches Risiko bedeuten und dies scheut man lieber.

Gegen das Auto gewinnt man am besten mit attraktiven Direktverbindungen die auch gute Reisezeiten bieten. Mit unsicheren Umsteigeverbindungen lockt man die wenigsten Autofahrer auf die Bahn.

Das scheinen hier einige nicht verstehen zu wollen.
Ohratalbahner schrieb:
[...]
Es ist doch eine Illusion zu glauben, dass man langlaufende RE-Linien wie (Münster -) Hagen - Siegen - Frankfurt oder Köln - Siegen - Frankfurt schaffen wird. Stattdessen würde ohne dieses Projekt der Umsteigezwang im Nahverkehr für immer zementiert. Eine direkte Konkurrenz zwischen Nah- und Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke wäre angesichts der überschaubaren Fahrgastnachfrage eindeutig ein Fall für Rechnungshof und Bund der Steuerzahler.
[...]
Schön, dass Du den Rechnungshof und den (meist obernervigen) Bund der Steuerzahler selbst ins Spiel bringst:
Denn die werden ganz genau hingucken, wenn der NWL dafür blechen darf, weil Abellio die Hälfte seines (vertraglich für fünfzehn Jahre zugesicherten) Verkehrs abgenommen und für den plötzlich in dieser Größe unnützen Fuhrpark mit Fug und Recht Remanenzkosten in Millionenhöhe geltend machen wird. Dire Straits lassen grüßen... Money for nothing!!

Grüße
stellwerk_wf
Ohratalbahner schrieb:
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen. Es ist doch vollkommen klar, dass ohne die Abbestellungen diese IC-Linie wegen Unwirtschaftlichkeit niemals eingerichtet werden wird und Sauer- und Siegerländer nie wieder Fernverkehr auf der Schiene in ihren Regionen erleben würden. Das heißt: wer gegen diese IC-Linie ist, gönnt dem Werdohler nicht, bald für 19,90 € (ohne BahnCard) umsteigefrei nach Frankfurt oder Norddeich Mole fahren zu können, schließlich ist ja auch die Durchbindung eines Zugpaares an die Nordsee geplant.

Es ist doch eine Illusion zu glauben, dass man langlaufende RE-Linien wie (Münster -) Hagen - Siegen - Frankfurt oder Köln - Siegen - Frankfurt schaffen wird. Stattdessen würde ohne dieses Projekt der Umsteigezwang im Nahverkehr für immer zementiert. Eine direkte Konkurrenz zwischen Nah- und Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke wäre angesichts der überschaubaren Fahrgastnachfrage eindeutig ein Fall für Rechnungshof und Bund der Steuerzahler.
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.

Ganz besonders gestört hat mich übrigens die Arroganz des VRR-Sprechers in dem Artikel. Ist ja schön für ihn, dass man in seinem Verbundgebiet die Zahl der fahrenden Züge einfach verdoppeln könnte und die Züge trotzdem noch voll bis unters Dach wären. Über Fernverkehr braucht er sich in seiner Region ja auch keine Gedanken zu machen. Aber im deutlich dünner besiedelten Südwestfalen wachsen die Menschen nunmal (zum Glück) nicht auf den Bäumen, sondern hier muss man um jeden Menschen kämpfen, der nicht im seinem Auto auf der A 45 sitzen soll. Und da bringt solches Gelaber à la "wenn wir hier einmalig diesen Deal zum Wohle der Bevölkerung und Nachteil von Abellio machen, wird sich künftig nie wieder ein EVU auf eine Ausschreibung im Nahverkehr bewerben" herzlich wenig.
Wieso? Der springende Punkt ist doch, dass der NWL zunächst formal nicht für Fernverkehr zuständig gibt, er des Weiteren einen gültigen Vertrag mit Abellio für die Leistungen geschlossen hat und nun soll Abellio einfach Leistungen an die DB abgeben, damit man denen das Geld überweist. Dass es verkehrlich auf der Infrastruktur auch keine Konkurrenzfähige Lösung mit FV gibt, weil man Großstädte umfahren muss oder es eben keinen nennenswerten Zeitgewinn gibt, kommt dann noch dazu.

Es ist schlicht Murks + Muschelei.
Strizie schrieb:
Abellio könnte ja auch selber ein solches Angebot unterbreiten aber das würde unternehmerisches Risiko bedeuten und dies scheut man lieber.

LOL.. wie war das nochmal 2016?!
"Die Deutsche Bahn muss vom Steuerzahler mit Milliarden gerettet werden: 2,4 Milliarden Euro will die Bundesregierung als Nothilfe in das Staatsunternehmen stecken. Der Grund: Die Eigenkapitaldecke ist zu dünn." (Quelle: [deutsche-wirtschafts-nachrichten.de])

Wenn wirklich mal Waffengleichheit zwischen DB und NE herrscht, reden wir gerne weiter.

Grüße
stellwerk_wf
Strizie schrieb:
Abellio könnte ja auch selber ein solches Angebot unterbreiten aber das würde unternehmerisches Risiko bedeuten und dies scheut man lieber.

Gegen das Auto gewinnt man am besten mit attraktiven Direktverbindungen die auch gute Reisezeiten bieten. Mit unsicheren Umsteigeverbindungen lockt man die wenigsten Autofahrer auf die Bahn.

Das scheinen hier einige nicht verstehen zu wollen.
Mehr bietet der Fernverkehr dann aber auch nicht, wenn er Großstädte umfahren muss
Moin,

selbst wenn Ableiio jetzt den neuen Vertrag hat, Kürzungen sind auch meistens mit abgesichert in den Verträgen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
BR146106 schrieb:
Moin,

selbst wenn Ableiio jetzt den neuen Vertrag hat, Kürzungen sind auch meistens mit abgesichert in den Verträgen.

gruß carsten
Ja, 10% Vielleicht aber nicht die Hälfte 😉
Moin,

bei den geplanten 5 oder 6 Zugpaaren handelt es sich um 50%? Ich glaube nicht das die Obergrenze bei 10% liegt, das kann auch schnell mehr werden, dafür muss man aber die Unterlagen sehen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Zitat
Ja, 10% Vielleicht aber nicht die Hälfte 😉
Wie kommst du auf die Hälfte?
Leistungen die durch ICs ersetzt werden sollen: 86 Km (Siegen-Letmathe) * 2(hin/rück) * 8(Zugpaare) * 365 = 502.240 Km
Anteil an den Gesamtzugkilometern des Ruhr-Sieg-Netzes 502.240/3.400.000=14,7%
Signalschruber schrieb:
Zitat
Ja, 10% Vielleicht aber nicht die Hälfte 😉
Wie kommst du auf die Hälfte?
Leistungen die durch ICs ersetzt werden sollen: 86 Km (Siegen-Letmathe) * 2(hin/rück) * 8(Zugpaare) * 365 = 502.240 Km
Anteil an den Gesamtzugkilometern des Ruhr-Sieg-Netzes 502.240/3.400.000=14,7%
Auf die "Hälfte" komme ich, wenn ich von Stundentakt auf 2-Stunden-Takt halbiere, Herr Pfennigfuchs.
Zitat
Auf die "Hälfte" komme ich, wenn ich von Stundentakt auf 2-Stunden-Takt halbiere, Herr Pfennigfuchs.
Der Vertrag umfasst aber mehr Linien als nur den RE 16. Zudem bleibt beim RE 16 zwischen Letmathe und Essen der Stundentakt.
Ja und sowohl S-Bahn Rhein-Ruhr als auch der RRX sind an keine kleinen privaten Unetrnehmen gegangen, sondern an große Konzerne, wo meistens andere Staaten oder Staatsbahnen dahinter stecken:
National Express gehört indirekt dem britischen Staat, das Unternehmen ist zwar an der Börse aber fast 50% der Aktien von NX sind in Staatsbesitz.
Abellio ist ein Tochterunternehmen der Nederlandse Spoorwegen also der Niederländischen Staatsbahn
Keolis/Eurobahn ist eine Tochtergesellschaft der SNCF also der französischen Staatsbahn.
tobiasw schrieb:Zitat:
Ganz ehrlich: Ich sehe das Potential für eine Durchbindung im NV nicht. Der Preis für einen solchen langlaufenden RE ist hoch. Als RMV würde ich sie Finger davon lassen.
Hat man ja auch ;-) Tendenziell muss man eigentlich den RE99 im Verbund mit RE98 und RE30 auf die Bedürfnisse des Rhein-Main-Gebiets weiterntwickeln und das ist einfach: Mehr Kapazität im Hauptabschnitt Frankfurt-Gießen und stündliche Direktverbindungen bis Siegen und Kassel - idealerweise stündlich.

Der IC wird wohl nun diesen Verkehr stören.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Pio schrieb:
Zitat:
Die Aufgabe der Verkehrverbünde ist es, den Regionalverkehr in ihrer Region zu organisieren.
Dabei können sie durchaus mit benachbarten Verkehrsverbünden zusammenarbeiten.
Tun sie in der Regel auch. Und wenn man unterschiedliche Anforderungen hat und gleichzeitig eine Brechung der Fahrgastströme vorliegt (sprich: ab diesen Punkt tendiert die Mehrheit nicht mehr in die eine sondern in die andere Zielrichtung bei minimaler Anzahl an Durchreisender, dann bietet sich die Brechung an.

Man muss sich nur die Fahrzeuge anschauen:

RE9 und RE16 haben 76 cm-Einstiege, RE99 dagegen 55 cm-Einstiege.
RE16 fährt mit 3-Teiler, der RE99 mit Fünfteiler - müsste in der Tendenz sogar doppelstöckig fahren und wird trotzdem in Gießen geflügelt.

Das eigentliche Problem ist, dass der Umsteigeknoten in Siegen Hbf sehr knapp ist.

Pio schrieb:
Zitat:
Eine eingetretene Fehlentwicklung durch die Einstellung der IR Verkehre war die Schaffung von langlaufenden RE Verkehren.
Das war zu seiner Zeit zweckdienlich aber dadurch nicht richtig.
Das war von DB gewollt - unwirtschaftliche, eigenwirtschaftlich betriebene IR-Züge durch bestellte RE-Züge zu ersetzen. Wirtschaftliche IR wurden zu IC oder ICE "aufgewertet".

Pio schrieb:
Zitat:
Wenn nun der IR unter dem Namen IC wieder auftaucht (IR darf ja weil kein Regionalverkehr nicht mehr sein) ist doch die Korrektur gemachter Fehler positiv zu bewerten.
Nun ja, der Name "IR" ist verbrannt, daher wird er nicht kommen, obwohl der IC 2 de facto ein IR ist.

Wobei ich aber auch zu bedenken gebe, dass der Erfolg dieser IC-Linie keineswegs gewiss ist. Selbst DB-seitig wird diese IC-Linie durchaus als Totgeburt gesehen.


Pio schrieb:
Zitat:
Und das nun die Verbünde bemüht sind in ihren Verbundgebieten durch Teilzuzahlungen die gewohnte Anerkennung der Verbundfahrkarten zu erhalten ist doch auch eher als positiv zu bewerten.
Und diese Zuzahlungen sind ein Bruchteil der für die Bestellung eigener RE Verkehre notwendigen Mittel.
Diese werden nun wiederum frei um im Verbundgebiet entweder zusätzliche Leistungen auszuschreiben, bzw. evtl. anstehende Kürzungen zu vermeiden.
Wer sagt denn, dass "die Verbünde" allesamt die Züge subventionieren - nur weil es der NWL machen will? Für den RMV bedeutet der IC u.a. auch eine deutliche Verschlechterung im Nahverkehr. Es gibt dort auch nur ausgleichszahlungen für die Nutzung des IC-Verkehrs über Zuschlagkarten. Der frühere IR war dagegen im RMV aufpreisfrei nutzbar.
Der RMV wird also umbestellen müssen, es wird zwischen DB und RMV auch interne Besprechungen geben, wie um diesen IC-Zug herum ein halbwegs gangbarer Fahrplan erstellt werden kann.


Pio schrieb:
Also die vom Steuerzahler aufzuwendenden Mittel für den ÖPNV auch für den ÖPNV, und nicht für eine eigentlichen Fernverkehrsersatz RE aufzuwenden.
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater EVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates EVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .
Der RRX ist ein Beispiel einer solchen Großausschreibung, die nicht von DB gewonnen werden kann. Im Übrigen ist DB genauso "privat" wie beispielsweise "Abellio". Das ändert aber nichts daran - es ist egal, wem welches EVU gehört, es ist wichtig, dass sie ihre Leistung erbringen.
Das Problem an solchen Teilsubventionierungen ist die Möglichkeit, dass damit parallele Ausschreibungen verändert werden - zu Ungusten der DB-Konkurrenz und sogar in Folgewirkung zur Erpressbarkeit der Aufgabenträger mit ggf. möglicher Verteuerung der Verkehrsleistungen mangels Wettbewerbsmöglichkeit.

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Abellio gehört der Niederländischen Staatsbahn und was glaubst Du wohl woher die ihr Geld bekommen. Dazu ist die Niederländische Staatsbahn im eigenen Land Monopolist bis auf ein paar Dieselstrecken.
Es geht hier nicht um Welschen Ennest und seine Verbindungen an den Rest der Welt. Es geht darum, dass jede zweite Stunde die Direktverbindung im Nahverkehr von Werdohl, Altena usw. nach Hagen, Bochum und Essen ersatzlos entfallen soll damit stattdessen ein IC mit zuggattungs-untypisch vielen Halten zwischen Siegen und Letmathe am Bahnknoten Hagen vorbeifährt. Ich glaube die Mehrzahl der jetzigen Nutzer möchte lieber die tägliche Pendlerverbindung behalten als die Möglichkeit bekommen ein Mal im Jahr direkt an die Nordsee fahren zu können. Das könnte man aber auch haben mit vielleicht drei oder vier IC-Zugpaaren die nicht den Nahverkehrstakt zerschießen.

Wir haben das hier doch öfters schon durchgekaut. Von Siegen nach Frankfurt geht es mit dem IC auch nicht viel schneller als heute mit dem RE. Ein Bummel-IC zwischen Siegen und Dortmund/Hamm/Münster statt eines Regel-RE nach Hagen-Essen hat für mich keinen Vorteil. Muss dann in der Zeit wo ein IC über Schwerte-Unna (Halt oder nicht?) nach Münster fährt dort auch ein RE7 oder RE13 ausfallen? Hält der IC dort auch an allen Bahnhöfen? Wenn nicht - warum nur im Lennetal?

Ich würde gerne mal wissen warum der NWL so wild auf dieses Projekt ist. Liegt es daran, dass die maßgeblichen Politiker in diesem Verband in der Gegend ihre Wahlkreise haben?

Ulrich
Dafür spart man mindestens einen Umstieg auf dem Weg nach Frankfurt.

Gruß, Olaf

(,“)
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Aus der Bevölkerung gibt es aber auch reichlich Rufe nach neuen Fernverkehrsverbindungen. Wenn man eine große Stadt wie Siegen ans IC-Netz anschließen will, dann muß man der Sache auch in so fern eine Chance geben, daß diese IC irgendwo hin sinnvoll fahren können dürfen. Eine Zusammenarbeit von Regio und Fern sehe ich da eher als Blick über den eigenen Tellerrand. Anderfalls würde die Stadt Siegen vielleicht noch 100 Jahre auf ein Fernzugangebot warten. Das erkläre den Menschen dort.

Gruß, Olaf

(,“)
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Ohratalbahner schrieb:
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen. Es ist doch vollkommen klar, dass ohne die Abbestellungen diese IC-Linie wegen Unwirtschaftlichkeit niemals eingerichtet werden wird und Sauer- und Siegerländer nie wieder Fernverkehr auf der Schiene in ihren Regionen erleben würden. Das heißt: wer gegen diese IC-Linie ist, gönnt dem Werdohler nicht, bald für 19,90 € (ohne BahnCard) umsteigefrei nach Frankfurt oder Norddeich Mole fahren zu können, schließlich ist ja auch die Durchbindung eines Zugpaares an die Nordsee geplant.

Es ist doch eine Illusion zu glauben, dass man langlaufende RE-Linien wie (Münster -) Hagen - Siegen - Frankfurt oder Köln - Siegen - Frankfurt schaffen wird. Stattdessen würde ohne dieses Projekt der Umsteigezwang im Nahverkehr für immer zementiert. Eine direkte Konkurrenz zwischen Nah- und Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke wäre angesichts der überschaubaren Fahrgastnachfrage eindeutig ein Fall für Rechnungshof und Bund der Steuerzahler.
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.

Ganz besonders gestört hat mich übrigens die Arroganz des VRR-Sprechers in dem Artikel. Ist ja schön für ihn, dass man in seinem Verbundgebiet die Zahl der fahrenden Züge einfach verdoppeln könnte und die Züge trotzdem noch voll bis unters Dach wären. Über Fernverkehr braucht er sich in seiner Region ja auch keine Gedanken zu machen. Aber im deutlich dünner besiedelten Südwestfalen wachsen die Menschen nunmal (zum Glück) nicht auf den Bäumen, sondern hier muss man um jeden Menschen kämpfen, der nicht im seinem Auto auf der A 45 sitzen soll. Und da bringt solches Gelaber à la "wenn wir hier einmalig diesen Deal zum Wohle der Bevölkerung und Nachteil von Abellio machen, wird sich künftig nie wieder ein EVU auf eine Ausschreibung im Nahverkehr bewerben" herzlich wenig.
Glaubst du eigentlich das, was du da schreibst?
2015 hat die DB großspurig ein Fernverkehrsnetz angekündigt. Man wollte dies eigenwirtschaftlich machen. Jetzt geht es nach und nach darum, dass die Nahverkehrsträger die dicke Hose von DB Fernverkehr finanzieren soll. Wenn ich schon lese "nie wieder Fernverkehr in der Region" oder "für immer zementiert" disqualifiziert sich für meine ein ganze Aussage sofort. Nur weil die DB heute nur mit Tricks und Täuschung ein Fernverkehrsangebot aufbauen will, heißt es noch lange nicht, dass nicht auch mal andere Zeiten kommen, wo es darum, geht mit Mut und Risiko einen Erfolg zu erzielen. Das hat auch nichts mit Gönnen zu tun. Wer gegen einen ICE-Halt in Marbach ist, gönnt das den Bottwartälern nicht. Oder weg gegen einen IC in Annaberg ist, gönnt das den Erzgebirglern nicht.

Deine gigantisch überwiegende Vorteile sehen ich nicht. Welche attraktiven Reisezeiten ein IC mit Regionalverkehrshalten haben soll, erschließt sich mir nicht. Das Siegerland ist auch mit IC zu weit weg um ernsthaft zu pendeln. Wer sowas will zieht nach Monatabaur oder Limburg. Was erzählst du den Gießenern, dass der IC direkt an der Haustür vorbei fahren soll? Gönnst du den Gießenern keinen RE-Taktverkehr nach Siegen?

Wenn man ernsthaft was mit Fernverkehr bewegen will, dann braucht es einen schnellen Fernverkehr mit Neigetechnik und Halten in Hagen, Siegen, Wetzlar/Gießen und Friedberg. Aber keine weitere weiße Regionalbahn zu Lasten des Nahverkehrs.

Übrigens biete ich ab 2020 einen Halbstundentaktfernverkehr mit ICE-TD zwischen Hamburg und Westerland an.











also zumindest wenn das Land Schleswig-Holstein mir den Abmangel deckt.

Klingt komisch? Macht die DB gerade flächendeckend! Deswegen klares Nein! zu solchen faulen Deals.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Alibizugpaar schrieb:
Aus der Bevölkerung gibt es aber auch reichlich Rufe nach neuen Fernverkehrsverbindungen. Wenn man eine große Stadt wie Siegen ans IC-Netz anschließen will, dann muß man der Sache auch in so fern eine Chance geben, daß diese IC irgendwo hin sinnvoll fahren können dürfen. Eine Zusammenarbeit von Regio und Fern sehe ich da eher als Blick über den eigenen Tellerrand. Anderfalls würde die Stadt Siegen vielleicht noch 100 Jahre auf ein Fernzugangebot warten. Das erkläre den Menschen dort.
Man kann der Sache auch ein Chance geben, ohne das gesamte System zu unterwandern. Aber wenn DB Fernverkehr nicht mal zwischen München und Berlin den Mumm hat, ein adäquates Angebot zu schaffen, muss Siegen in der Tat vielleicht noch sehr lange auf Fernverkehr machen. Das Problem hat aber nicht nur Siegen, sondern auch viele andere Großstädte wie z.B. Heilbronn.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Deine gigantisch überwiegende Vorteile sehen ich nicht. Welche attraktiven Reisezeiten ein IC mit Regionalverkehrshalten haben soll, erschließt sich mir nicht. Das Siegerland ist auch mit IC zu weit weg um ernsthaft zu pendeln. Wer sowas will zieht nach Monatabaur oder Limburg. Was erzählst du den Gießenern, dass der IC direkt an der Haustür vorbei fahren soll? Gönnst du den Gießenern keinen RE-Taktverkehr nach Siegen?

Wenn man ernsthaft was mit Fernverkehr bewegen will, dann braucht es einen schnellen Fernverkehr mit Neigetechnik und Halten in Hagen, Siegen, Wetzlar/Gießen und Friedberg. Aber keine weitere weiße Regionalbahn zu Lasten des Nahverkehrs.
Vielleicht könnte man ja mal etwas differenzieren. Der IC ist keine "weiße Regionalbahn", genau deswegen wird Gießen mit Fahrtrichtungswechsel ja nicht bedient. Übrigens ist Gießen überhaupt keine Großstadt. Das wollte ich nur mal einwerfen, weil hier ja fälschlicherweise immer behauptet wird, dass der IC die Großstädte umfahren würde. Selbstverständlich werden auch weiterhin Verbindungen zwischen Siegen und Gießen bestehen, die ich den Gießenern von ganzem Herzen gönne. Darüber hinaus haben die Gießener die Möglichkeit, in ihrer Nachbarstadt Wetzlar in den IC einzusteigen.
Zwischen Frankfurt und Siegen wird sich die Reisezeit gegenüber dem RE-Takt deutlich verkürzen, da ja nur Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg als Zwischenhalte vorgesehen sind. Auf der Ruhr-Sieg-Strecke wird die Reisezeit mindestens konstant bleiben.
Für das Siegerland wäre eine Direktverbindung nach Dortmund, Hamm und Münster sehr wichtig. Die Direktverbindung nach Essen entfällt ja nicht, sie wird halt nur nicht mehr jede Stunde angeboten.

Wer glaubt, dass sich eine Fernverkehrsverbindung im Takt oder auch nur mit einigen Zugpaaren zusätzlich zum bereits bestehenden Nahverkehrsangebot rechnen würde, der lebt im Wolkenkuckucksheim. Anders als hier dargestellt arbeiten beim NWL nämlich nicht nur unfähige Politiker, sondern versierte Fachleute, die diesen Fall genau durchgerechnet haben. Am Ende hat doch niemand was davon, wenn die DB mit ihrer IC-Linie nur Verluste einfährt und die steuerfinanzierten Nahverkehrszüge überwiegend heiße Luft transportieren, weil sich die Fahrgäste brav auf Nah- und Fernverkehr aufteilen.
Zitat
Zwischen Frankfurt und Siegen wird sich die Reisezeit gegenüber dem RE-Takt deutlich verkürzen, da ja nur Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg als Zwischenhalte vorgesehen sind.
Die Fahrzeit Siegen - Frankfurt wird auch mit IC bei über 90 Minuten liegen, was sich kein täglicher Pendler antut.

Zitat
Auf der Ruhr-Sieg-Strecke wird die Reisezeit mindestens konstant bleiben.
Man darf die Strecke nicht nur isoliert betrachten. Nach den letzten Fahrzeiten die durch die Presse geisterten, wird der IC eine etwa um 15 Minuten abweichende Trasse zum RE 16 bekommen, was dazu führt das die Fahrgäste nach Hagen und Essen in Letmathe 15 Minuten auf ihren Anschluss warten müssen. Außerdem gehen zu der Zeitlage die Anschlüsse zur RB 92 und zu einigen Buslinien verloren.
Ohratalbahner schrieb:
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen.

Die größte Angebotsverbesserungen ist doch gerade der saubere Stundentakt des RE16 (mit passendem Wagenmaterial für die Bahnsteige der Strecke!).
Den willst du jetzt kaputtmachen? Damit widersprichst du dir selber.
Seit der Abschaffung der IR hat sich die Welt weitergedreht. Wer wieder einen IR will, darf eben die Errungenschaften der letzte Jahre nicht kaputt machen.
Für die drei Leute, die dann mit 14,90 Euro Sparpreis einmal im Jahr in den Urlaub fahren, braucht man so einen Zug nicht. Und der Pendler fährt nicht mit Sparpreisen.
Strizie schrieb:
Plutone schrieb:
Pio schrieb:
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater DVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates DVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .
Ähm... schon mal was von der S-Bahn Rhein Ruhr oder dem RRX gehört ??
Vor einem RE 5 unter NX graut es mir schon.
Warum? Meinst du wirklich, es geht noch schlimmer als jetzt?
Strizie schrieb:
Abellio könnte ja auch selber ein solches Angebot unterbreiten aber das würde unternehmerisches Risiko bedeuten und dies scheut man lieber.

Weiß nicht. Die DB hat ja auch kein unternehmerisches Risiko. Die bietet seit Jahren diesen Zug an, den sie faktisch noch gar nicht zur Verfügung hat und auch nicht ganz klar ist, wann sie ihn wirklich zur Verfügung haben wird.
Da ist kein Risiko.
Die Fahrten lässt man sich sicher auch großzügig bezahlen. Dazu kommt, dass man die Züge vermutlich auch (fast) jeder Zeit wieder einstampfen kann und dann irgendwo anders die Sau durchs Dort treibt (den Zeitplan kennen wir ja seit 2015).
Alibizugpaar schrieb:
Aus der Bevölkerung gibt es aber auch reichlich Rufe nach neuen Fernverkehrsverbindungen. Wenn man eine große Stadt wie Siegen ans IC-Netz anschließen will, dann muß man der Sache auch in so fern eine Chance geben, daß diese IC irgendwo hin sinnvoll fahren können dürfen. Eine Zusammenarbeit von Regio und Fern sehe ich da eher als Blick über den eigenen Tellerrand. Anderfalls würde die Stadt Siegen vielleicht noch 100 Jahre auf ein Fernzugangebot warten. Das erkläre den Menschen dort.
Man muss den Menschen nur erklären, wie der Fernverkehr funktioniert: Kein Vergabewettbewerb, ein rein betriebswirtschaftliches Gesamtangebot in Deutschland bei dem die komplette Flotte und Verkaufsinfrastruktur einem einzigen EVU (der DB Bahn) zur Verfügung gestellt wurde (ergo Wettbewerb ca. unmöglich) und somit wenn man dann nicht Anreiner einer der Rennstrecken ist, ist es höchstens noch Glückssache, wenn man noch Fernverkehrsangebote hat.

Es gibt nunmal kein Besteller-Prinzip im Fernverkehr, auch wenn der NWL sich hierüber gern hinwegsetzen möchte.
DAS ist das Problem, was zu klären wäre.

Die Strecke gibt mit 80-100 km/h auch jetzt nicht unbedingt die Top-Geschwindigkeit her und wenn man dann bis Siegen oder Hagen nochmal umsteigen muss, ist man schon nicht mehr viel schneller, als der zumindest sprintstarke Nahverkehr, dem man aber somit gut vor´s Schienbein treten würde, weil die Direktverbindungen Hagen - Siegen, sowie von beiden Städten zu den kleineren Orten entlang der Strecke weitestgehend ausgedünnt werden.
Ohratalbahner schrieb:
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen. Es ist doch vollkommen klar, dass ohne die Abbestellungen diese IC-Linie wegen Unwirtschaftlichkeit niemals eingerichtet werden wird und Sauer- und Siegerländer nie wieder Fernverkehr auf der Schiene in ihren Regionen erleben würden. Das heißt: wer gegen diese IC-Linie ist, gönnt dem Werdohler nicht, bald für 19,90 € (ohne BahnCard) umsteigefrei nach Frankfurt oder Norddeich Mole fahren zu können, schließlich ist ja auch die Durchbindung eines Zugpaares an die Nordsee geplant.

Du glaubst doch selbst nicht, dass die paar Fernverkehrsreisenden mit 19,90 Euro-Tickets die Linie retten können. Selbst wenn der NWL zuzahlt: Bahnmäßig ist doch auf der Ruhr-Sieg-Strecke schon zu Zeiten des Interregios nichts los gewesen. Ich bin früher mehrmals mit dem IR von Düsseldorf über Hagen und Siegen nach Gießen gefahren und war selbst freitagnachmittags oft der einzige im 1. Klasse-Wagen!

Die Fahrzeiten auf dieser Strecke sind topografisch bedingt jenseits von gut und böse. Abschnitte mit runter bis zu 70 km/h gehen auf das Gemüt und sind keine Konkurrenz zur A45. Die Etablierung der EC-Verbindung von Siegen über Frankfurt Richtung Österreich war ein einziger Flop, hat dafür aber eine wichtige Pendlertrasse auf der Main-Weser-Bahn zerschlagen.

Zitat:
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.

Siegen wird aufgrund seiner Lage immer Randlage bleiben, daran ändert einer weißer Doppelstock nichts. Zudem ist die Main-Weser-Bahn in den nächsten 5 bis 10 Jahren zwischen Friedberg und Frankfurt eine Baustelle mit teilweise erheblichen Kapazitätseinschränkungen (siehe die kommenden Osterwochen). Eine zusätzliche IC-Linie zwischen Gießen und Frankfurt bedeutet weitere Nachteile für den Regionalverkehr, weil es keine freien Trassen mehr gibt. Da müssen dann für den IC Hunderte von Nahverkehrs-Fahrgästen an die Seite.

Viele Grüße

Jürgen
Ohratalbahner schrieb:
Vielleicht könnte man ja mal etwas differenzieren. Der IC ist keine "weiße Regionalbahn", genau deswegen wird Gießen mit Fahrtrichtungswechsel ja nicht bedient. Übrigens ist Gießen überhaupt keine Großstadt. Das wollte ich nur mal einwerfen, weil hier ja fälschlicherweise immer behauptet wird, dass der IC die Großstädte umfahren würde.

Also Siegen und Hagen sind sehr wohl Großstädte und werden vom IC umfahren.
Ergo ist es nichtmal ein richtiger RE mit Großstadt-Anbindung, sondern eher eine RB, die nur kleine Halte bedient...

Ohratalbahner schrieb:
Zwischen Frankfurt und Siegen wird sich die Reisezeit gegenüber dem RE-Takt deutlich verkürzen, da ja nur Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg als Zwischenhalte vorgesehen sind. Auf der Ruhr-Sieg-Strecke wird die Reisezeit mindestens konstant bleiben.

Es bleibt eben NICHT konstant, wenn ich alle zwei Stunden die Direktverbindungen in die Großstädte wie Siegen oder Hagen kappe.
Darüber hinaus geht es schlicht ums Prinzip:
1. Der NWL ist nicht für den Fernverkehr zuständig, dieser soll per Gesetzt (!) eigenwirtschaftlich sein, also nicht alimentiert, wie es der NWL hier eigenmächtig versucht.
2. Der NWL hat die RE16 stündlich an Abellio vergeben, denen man hier Geld wegnimmt, um es der DB für die IC-Etikette zuzustecken.
3. Warum bestellt man nicht zusammen mit dem RMV (und innerhalb des Zuständigkeitsbereiches !) einen Nahverkehrs-Sprinterzug Frankfurt - Gießen - Siegen - Hagen - Dortmund on top ?
4. Der Nutzen ist für Pendler sehr gering, Fernreisende sind über KRM trotzdem schneller... WOFÜR das Ganze ??

Also doch Mauschelei am Start ?


Ohratalbahner schrieb:
Für das Siegerland wäre eine Direktverbindung nach Dortmund, Hamm und Münster sehr wichtig. Die Direktverbindung nach Essen entfällt ja nicht, sie wird halt nur nicht mehr jede Stunde angeboten.

WOZU ist denn bitte diese Direktverbindung so wichtig, vor allem nach Münster ? Um seiner selbst Willen ? Damit man sagen kann, yeah, wir haben es geschafft, wir können jetzt nach Münster fahren ?!
Ich glaube kaum, dass irgendjemand regelmäßig von Siegen nach Münster pendelt. Von Hagen gibt´s dafür übrigens sogar Direktverbindungen nach Hamm, Dortmund und Münster...

Ohratalbahner schrieb:
Wer glaubt, dass sich eine Fernverkehrsverbindung im Takt oder auch nur mit einigen Zugpaaren zusätzlich zum bereits bestehenden Nahverkehrsangebot rechnen würde, der lebt im Wolkenkuckucksheim.

Richtig.
Deshalb ist das Bestellerprinzip im Fernverkehr wichtig, falsch ist, Nahverkehrsmittel für Fernverkehrsverbindungen auszugeben, dazu sind diese Mittel schlicht nicht vorgesehen und fehlen ggf. sogar woanders - vielleicht sogar im NWL selbst.
Jürgen Lerch schrieb:
Ohratalbahner schrieb:

Zitat:
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.
Siegen wird aufgrund seiner Lage immer Randlage bleiben, daran ändert einer weißer Doppelstock nichts. Zudem ist die Main-Weser-Bahn in den nächsten 5 bis 10 Jahren zwischen Friedberg und Frankfurt eine Baustelle mit teilweise erheblichen Kapazitätseinschränkungen (siehe die kommenden Osterwochen). Eine zusätzliche IC-Linie zwischen Gießen und Frankfurt bedeutet weitere Nachteile für den Regionalverkehr, weil es keine freien Trassen mehr gibt. Da müssen dann für den IC Hunderte von Nahverkehrs-Fahrgästen an die Seite.

Viele Grüße

Jürgen
Stimmt, was wir gerade unbedingt am dringendsten brauchen sind noch mehr Pendler, die hunderte km zur Arbeit und zurück pendeln *hust*.
Irgendwas nicht mitgekriegt da draußen?
Plutone schrieb:
Also Siegen und Hagen sind sehr wohl Großstädte und werden vom IC umfahren.
Ergo ist es nichtmal ein richtiger RE mit Großstadt-Anbindung, sondern eher eine RB, die nur kleine Halte bedient...

WOZU ist denn bitte diese Direktverbindung so wichtig, vor allem nach Münster ? Um seiner selbst Willen ? Damit man sagen kann, yeah, wir haben es geschafft, wir können jetzt nach Münster fahren ?!
Ich glaube kaum, dass irgendjemand regelmäßig von Siegen nach Münster pendelt. Von Hagen gibt´s dafür übrigens sogar Direktverbindungen nach Hamm, Dortmund und Münster...
Nach den mir bekannten Planungen soll der IC sowohl in Siegen Hbf, als auch in Siegen-Weidenau halten. Also ist es ja wohl ein Mythos, dass die Großstädte umfahren werden.
Hagen Hbf wird aus sinnvollem Grund nicht bedient - deswegen gelangt man mit einem Reisezeitvorteil von 15 Minuten schneller nach Witten und Dortmund.

Münster ist eine der größten Universitätsstädte in Deutschland, Siegen ist auch wichtiger Universitätsstandort, da gibt es schon eindeutig Potenziale.
Dortmund und Hamm sind für mich die wichtigsten Eisenbahnknoten in Westfalen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:11:22:26:32.
Ohratalbahner schrieb:
Wer glaubt, dass sich eine Fernverkehrsverbindung im Takt oder auch nur mit einigen Zugpaaren zusätzlich zum bereits bestehenden Nahverkehrsangebot rechnen würde, der lebt im Wolkenkuckucksheim. Anders als hier dargestellt arbeiten beim NWL nämlich nicht nur unfähige Politiker, sondern versierte Fachleute, die diesen Fall genau durchgerechnet haben. Am Ende hat doch niemand was davon, wenn die DB mit ihrer IC-Linie nur Verluste einfährt und die steuerfinanzierten Nahverkehrszüge überwiegend heiße Luft transportieren, weil sich die Fahrgäste brav auf Nah- und Fernverkehr aufteilen.
Hier beisst sich deine Argumentation aber selbst. Entweder Fernverkehr lohnt sich, oder man braucht ihn nicht.

Statt dieser komischen Konstruktion mit der DB könnte der NWL ja auch einfach den RE 16 von der Lahn stündlich nach Dortmund umklappen. Der Zugteil Iserlohn-Essen würde dann solo fahren. Das dürfte nicht so viel mehr Zugkm kosten und würde ebenfalls eine schnelle Anbindung an das dominante Oberzentrum Dortmund bieten. Sogar im Stundentakt!

Wer dem Siegerland wirklich etwas gutes tun will, der muss aber den IC zusätzlich zum Halbstundentakt des Nahverkehrs fahren. Das hätte einen tatsächlichen Mehrwert, nicht dieses Gemauschel mit der DB zu Lasten eines Dritten.
agw schrieb:
Strizie schrieb:
Plutone schrieb:
Pio schrieb:
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater DVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates DVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .
Ähm... schon mal was von der S-Bahn Rhein Ruhr oder dem RRX gehört ??
Vor einem RE 5 unter NX graut es mir schon.
Warum? Meinst du wirklich, es geht noch schlimmer als jetzt?
Ja indem die Leistungen einfach ausfallen.
Zitat
Münster ist eine der größten Universitätsstädte in Deutschland, Siegen ist auch wichtiger Universitätsstandort, da gibt es schon eindeutig Potenziale.
Dortmund und Hamm sind für mich die wichtigsten Eisenbahnknoten in Westfalen.
Was ist das für eine alberne Argumentation. Warum sollten Studenten regelmäßig zwischen zwei Studentenstädten hin- und herfahren? Woher soll das große Potential kommen? Wenn du meinst, dass die Vorlesungen der Studiengänge zwischen den Standorten wechseln, muss ich dich leider enttäuschen, dass ist nicht so. Außerdem verfügen die Studenten der ansässigen Hochschulen über ein NRW-Semesterticket, dass nördlich von Letmathe in diesem IC nicht gültig sein wird.
Die Idee dass es reicht mit dem Iserlohner Zugteil nach Essen zu fahren ist absurd. Dies ist in der Regel nur ein Zweiteiler und reicht von der Kapazität nicht annähernd für den Abschnitt im Ruhrgebiet aus. Der Siegener Dreiteiler ab Letmathe wird hier immer benötigt.

Ulrich
ulrich schrieb:
Die Idee dass es reicht mit dem Iserlohner Zugteil nach Essen zu fahren ist absurd. Dies ist in der Regel nur ein Zweiteiler und reicht von der Kapazität nicht annähernd für den Abschnitt im Ruhrgebiet aus. Der Siegener Dreiteiler ab Letmathe wird hier immer benötigt.
Dann setzt man halt längere Züge ein....

Eine Angebotsausweitung, und sei sie moderat, benötigt halt ein paar Fahrzeuge mehr. Die Dostos der DB fallen ja wohl auch nicht vom Himmel....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:11:22:55:25.
Signalschruber schrieb:
Was ist das für eine alberne Argumentation. Warum sollten Studenten regelmäßig zwischen zwei Studentenstädten hin- und herfahren? Woher soll das große Potential kommen? Wenn du meinst, dass die Vorlesungen der Studiengänge zwischen den Standorten wechseln, muss ich dich leider enttäuschen, dass ist nicht so. Außerdem verfügen die Studenten der ansässigen Hochschulen über ein NRW-Semesterticket, dass nördlich von Letmathe in diesem IC nicht gültig sein wird.

Du scheinst nicht studiert zu haben. Es ist durchaus üblich, dass sich Studenten untereinander kennen und in ihren Studienorten gegenseitig besuchen. Auf welchem Abschnitt das Semesterticket gelten wird, ist noch gar nicht abschließend geklärt. Außerdem besteht eine Universität ja nicht nur aus Studenten, sondern auch aus Lehrpersonal und weiteren Mitarbeitern, die übrigens kein Semesterticket haben. Im Bereich der Forschung ist ein gegenseitiger Austausch völlig normal.
Nebenbei hat Münster 300.000 Einwohner, das gesamte Münsterland hat mehr als 1,5 Mio. Einwohner. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass zwischen Großstädten und wichtigen Regionen innerhalb eines Bundeslandes Verkehrsbeziehungen bestehen. Auf den nordrhein-westfälischen Autobahnen sieht man das auch ganz deutlich. Aber nach eurer Logik ist es vollkommen unwahrscheinlich, dass jemand von Siegen nach Münster fahren möchte...
Plutone schrieb:Jürgen Lerch schrieb:
Jürgen Lerch schrieb:
Siegen wird aufgrund seiner Lage immer Randlage bleiben, daran ändert einer weißer Doppelstock nichts. Zudem ist die Main-Weser-Bahn in den nächsten 5 bis 10 Jahren zwischen Friedberg und Frankfurt eine Baustelle mit teilweise erheblichen Kapazitätseinschränkungen (siehe die kommenden Osterwochen). Eine zusätzliche IC-Linie zwischen Gießen und Frankfurt bedeutet weitere Nachteile für den Regionalverkehr, weil es keine freien Trassen mehr gibt. Da müssen dann für den IC Hunderte von Nahverkehrs-Fahrgästen an die Seite.
Stimmt, was wir gerade unbedingt am dringendsten brauchen sind noch mehr Pendler, die hunderte km zur Arbeit und zurück pendeln *hust*.
Irgendwas nicht mitgekriegt da draußen?
Das Problem ist doch nicht das Ziel, einige Pendlerkilometer auf die Bahn zu verlagern, sondern dass die Strecke - ohnehin an der Kapazitätsgrenze angelangt - wegen den mehrjährigen Bauarbeiten massive Einschränkungen haben wird - mit Zugausdünnungen und deutlich längeren Umleitungen (via Hanau). In dieser Phase sind zusätzliche Züge gar nicht möglich, man wird sicherlichdas Zugangebot sogar zusammenkürzen. Man bräuchte also eher eine kapazitive Erweiterung bestehender Angebote, um mit einigen wenigen Zügen andere (abschnittsweise) zu ersetzen.
Übrigens führt dies im Sommer dazu, dass die RE99 Frankfurt-Gießen-Siegen stattdessen als RE98 Kassel - Gießen und weiter RE99 Gießen - Siegen verkehren werden. In Gießen werden derzeit RE99 und RE98 geflügelt, als schnelle Verbindung nach Siegen und als langsame Verbindung nach Kassel...

Und in diesem Zusammenhang hat Gießen eine wesentliche Knotenfunktion. Die Bedeutung der Knoten hängt eben nicht nur an den Einwohnerzahlen sondern auch an Anschlüssen, Firmen, Institutionen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen usw. ab. Gießen ist zudem Sitz eines von drei Regierungspräsidien Hessens.

Bei dem FV-Halt in Siegen wäre ich auch vorsichtig - man hält ja eben nicht im Knoten Siegen Hbf sondern in Siegen-Weidenau.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Black Eyed schrieb:
Bei dem FV-Halt in Siegen wäre ich auch vorsichtig - man hält ja eben nicht im Knoten Siegen Hbf sondern in Siegen-Weidenau.
Laut dieser Seite ist ein Halt in Siegen Hbf vorgesehen.
Das ist durchaus interessant, hieß es doch vorher, man wolle auch Siegen Hbf mit Weidenau umfahren, um Zeit zu sparen...

Den Zughalt-Artikel wollte mein Virenscanner nicht zulassen...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Black Eyed schrieb:
Das ist durchaus interessant, hieß es doch vorher, man wolle auch Siegen Hbf mit Weidenau umfahren, um Zeit zu sparen...

Den Zughalt-Artikel wollte mein Virenscanner nicht zulassen...
Dann macht man es eben so wie in Solingen: Einfach Weidenau in Hbf umbenennen, und schon passt es wieder.

Gruß,
Andre Joost
Ohratalbahner schrieb:
Plutone schrieb:
Also Siegen und Hagen sind sehr wohl Großstädte und werden vom IC umfahren.
Ergo ist es nichtmal ein richtiger RE mit Großstadt-Anbindung, sondern eher eine RB, die nur kleine Halte bedient...

WOZU ist denn bitte diese Direktverbindung so wichtig, vor allem nach Münster ? Um seiner selbst Willen ? Damit man sagen kann, yeah, wir haben es geschafft, wir können jetzt nach Münster fahren ?!
Ich glaube kaum, dass irgendjemand regelmäßig von Siegen nach Münster pendelt. Von Hagen gibt´s dafür übrigens sogar Direktverbindungen nach Hamm, Dortmund und Münster...
Nach den mir bekannten Planungen soll der IC sowohl in Siegen Hbf, als auch in Siegen-Weidenau halten. Also ist es ja wohl ein Mythos, dass die Großstädte umfahren werden.
Hagen Hbf wird aus sinnvollem Grund nicht bedient - deswegen gelangt man mit einem Reisezeitvorteil von 15 Minuten schneller nach Witten und Dortmund.

Münster ist eine der größten Universitätsstädte in Deutschland, Siegen ist auch wichtiger Universitätsstandort, da gibt es schon eindeutig Potenziale.
Dortmund und Hamm sind für mich die wichtigsten Eisenbahnknoten in Westfalen.
Und wo ist jetzt die Verbesserung? Von Siegen nach Münster umsteigen kann ich heute schon, von Hagen nach Münster komme ich mit RE7 direkt und von Frankfurt aus bin ich vmtl. mit ICE über KRM schneller.
Mir wäre auch neu, dass man IC-Verbindungen einrichtet, damit Studenten aus Münster und Siegen sich gegenseitig "mal besuchen" können :D
Und wie ich hier schon mehrfach geschrieben habe: Es geht hier nicht nur um den geringen Mehrwert, der im Wesentlichen durch die Infrastruktur begründet ist (u.a. Fahrt mit nur 70-100 km/h auf der Siegstrecke), sondern auch darum, dass der NWL nicht für den Fernverkehr zuständig ist, gleichzeitig aber seinem Nahverkehrsunternehmer auf der Strecke (für den er Zuständig ist), durch Abbestellung im gerade erst ausgeschriebenen Vertrag fies vors Schienbein treten würde.
Ohratalbahner schrieb:
Black Eyed schrieb:
Bei dem FV-Halt in Siegen wäre ich auch vorsichtig - man hält ja eben nicht im Knoten Siegen Hbf sondern in Siegen-Weidenau.
Laut dieser Seite ist ein Halt in Siegen Hbf vorgesehen.
Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder Hauptbahnhöfe anfahren und noch langsamer werden oder Hauptbahnhöfe auslassen und damit Umsteigezwänge ggü. heute neu schaffen (in Summe bis zum Ziel auch nicht schneller, außer für die Direktverbindung Frankfurt - Dortmund, die aber wieder über die heutigen ICE/IC-Linien "außenrum" schneller geht).
Konzeptionell kommt diese Linie für mich nicht mit beiden Beinen auf den Boden...
Auf der verlinkten Seite ist auch von Schwerte-Unna-Hamm die Rede - also kein Dortmund??
Ich wäre eher dafür den RE13 von Düsseldorf aus in Hagen zu flügeln nach Hamm und Dortmund (Anschluss von IC aus Köln abwarten, dann los und Wende zur halben Stunde in Dortmund - wenn trassentechnisch überhaupt machbar).
Also die Verbesserung gibt es vor allem für die Halte im Lennetal und in Mittelhessen. Ich werde voraussichtlich ab 2019 aus Lüdenscheid in die Rhein-Main Region zum Studium pendeln. Da bin ich froh über den IC, da ich mich dann nicht mehr um den knappen Anschluss kümmern muss, sondern ganz entspannt und enwas schneller bis Frankfurt durchfahren kann. Auch die Direktverbindung nach Dortmund als wichtiges Oberzentrum finde ich gut.

In Siegen wäre es eine gute Idee, Weidenau die Funktion eines Hbf zu geben. Dazu müssten dann nur der RE9 und die RB90 nach Weidenau verlängert werden und dann passt das schon. Da wären dann nur noch der RE99 und die RB95, die im Hbf enden, aber in diese kann man ja in Dillenburg umsteigen.

Das einzige was ich am IC blöd finde ist, dass der RE16 alle 2h ersetzt wird. Dadurch geht eine gut genutzte Verbindung ins westliche Ruhrgebiet verloren. Außerdem wird der IC durch die vielen Halte ausgebremst. Meiner Meinung nach sollte er nur in Werdohl, Finnentrop, Kreuztal, Weidenau, Dillenburg, Wetzlar und Friedberg halten.
Es gibt noch Trassenkonflikte mit dem Nahverkehr in Siegen hbf.
pm schrieb:
Es gibt noch Trassenkonflikte mit dem Nahverkehr in Siegen hbf.
ließe sich das nicht lösen, in dem man mit dem ic nur in weidenau hält und passend den zug von/nach köln dorthin verlängert?

Hallo und liebe Grüße J*
Ich grüble grad darüber wo die 15 Minuten Fahrzeitvorteil herkommen können die man bei einer Linienführung über Dortmund unter Auslassung von Hagen HBF erreichen kann.
M.W. muss man wenn man von Letmathe direkt nach Dortmund will in Hagen Kabel links auf die Güterbahn um dann mit maximal 50-60 km/h das ganze Stück von ESIG Hagen Kabel bis ASIG Hagen Vorhalle abzuschleichen um dann wieder den Gegenverkehr kreuzend in das Streckengleis nach Witten einzuscheren. Wie wird ab Witten gefahren? Über die Fernverkehrsstrecke? (hat es da freie Trassen?IC/ICE/RE4) oder die S-Bahn über WIT Annen, DO Barop?

Wenn man zusätzlich zu Hagen auch Dortmund ausließe, wäre vielleicht zeitlich was Richtung Hamm und Münster drin, aber auch von Letmathe nach Schwerte geht's ab ESIG Kabel links raus über die Güterstrecke mit maximal 60km/h bis mindestens Westhofen um hier auch wieder mit Kreuzen des Gegenverkehrs aufs Streckengleis nach Schwerte zu kommen (ist ja auch hier nicht so dass auf der Strecke nichts los wäre). Oder noch weiter mit 60km/h auf der ab Westhofen nur noch eingleisigen Verbindung zum Schwerter RBF wo aber auch der Gegenverkehr gekreuzt werden muss. Ab hier sogar noch die Strecke Dortmund Schwerte Iserlohn. Ich habe früher auch immer gedacht den halt Hagen auszulassen müsste ja was bringen, bis ich irgend wann mal mit einem Sonderzug der DTO aus Richtung Witten auf die Lennebahn gefahren bin und bemerkte das da ja Ab ESIG Vorhalle nur 50-60 Km/geboten sind. Mir kam es jedenfalls ewig vor im Gegensatz zu den 100-130 km/h mit denen es in den Hagener HBF und auch wieder raus geht. Die Zeit des Kopfmachens selbst ist ja eigentlich nur noch durch die Spurtstärke des TF begrenzt oder?

wäre in Weidenau überhaupt bahnsteigtechnisch Platz den Kölner RE wenden zu lassen

Gruß Doc



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:12:12:04:32.
volmefabi schrieb:
Also die Verbesserung gibt es vor allem für die Halte im Lennetal und in Mittelhessen. Ich werde voraussichtlich ab 2019 aus Lüdenscheid in die Rhein-Main Region zum Studium pendeln. Da bin ich froh über den IC, da ich mich dann nicht mehr um den knappen Anschluss kümmern muss, sondern ganz entspannt und enwas schneller bis Frankfurt durchfahren kann. Auch die Direktverbindung nach Dortmund als wichtiges Oberzentrum finde ich gut.

In Siegen wäre es eine gute Idee, Weidenau die Funktion eines Hbf zu geben. Dazu müssten dann nur der RE9 und die RB90 nach Weidenau verlängert werden und dann passt das schon. Da wären dann nur noch der RE99 und die RB95, die im Hbf enden, aber in diese kann man ja in Dillenburg umsteigen.

Das einzige was ich am IC blöd finde ist, dass der RE16 alle 2h ersetzt wird. Dadurch geht eine gut genutzte Verbindung ins westliche Ruhrgebiet verloren. Außerdem wird der IC durch die vielen Halte ausgebremst. Meiner Meinung nach sollte er nur in Werdohl, Finnentrop, Kreuztal, Weidenau, Dillenburg, Wetzlar und Friedberg halten.
Ich fänd ja auch nicht schlimm, wenn man RE16 in eine halbstündliche RB91 integriert (bzw. verkehrlich eher umgekehrt, aber zumindest mit dem Titel einer RB), um anschließend die RMV-Linie als RE (meiner Meinung nach MIT Siegen und Hagen) bis nach Dortmund durchzubinden. In Hagen aber hat man schon guten Anschluss Ri. Münster und wenn man den Umstieg dort gescheit hinbekommt, muss man sagen, wäre das für eine recht dünn besiedelte Strecke schon eine richtig gute Lösung.

Dieser Heckeneilzug bis Münster ist aber eigenwirtschaftlich sicherlich nicht tragfähig, egal wie man ihn auf dieser Infrastruktur baut.
Deshalb kann die Lösung m.E. nur sein, dass man auch im Fernverkehr zum Bestellerprinzip übergeht und dann konsequenterweise solche Leistungen auch ausschreibt. Vielleicht kann der Bund ja der DB einige Schulden erlassen und dafür die Fahrzeuge als Gegenleistung verlangen oder sowas...
Es ist einfach unbefriedigend, dass solche Fernverkehrsleistungen immer nur durch Rechtsbruch möglich sind, weil zwar ein Bedarf da ist, ein eigenwirtschaftlicher Betrieb (gesetzliche Voraussetzung!) aber nicht möglich und der Nahverkehrsaufgabenträger nicht zuständig. Es geht ja weiter damit, dass das Fernverkehrsangebot durch die Eigenwirtschaftlichkeit auch fast überall gefühlt 1-2 Takte zu spät startet und zu spät aufhört. Darüber hinaus hätte man sich in den vergangenen Kürzungswellen auch die eine oder andere Nahverkehrs-Ersatzleistung für wegbrechenden Fernverkehr sparen können.
Ohratalbahner schrieb:
Black Eyed schrieb:
Bei dem FV-Halt in Siegen wäre ich auch vorsichtig - man hält ja eben nicht im Knoten Siegen Hbf sondern in Siegen-Weidenau.
Laut dieser Seite ist ein Halt in Siegen Hbf vorgesehen.
Danke für den Link, der deutlich zwei weitere Gegenargumente gegen den IC zeigt:
6 Zugpaare bedeutet, dass die DB mal wieder nur dann fährt, wann sie bock hat, sprich: Der RE muss weichen, aber nur 6x am Tag. und was passiert zu den anderen Zeiten? Darf da dann wieder Abellio als Lückenfüller ran?

Und: Warum in aller Welt muss ein IC in Altena(W), Werdohl, Plettenberg, Finnentrop, Lennestadt-Grevenbrück, Lennestadt-Altenhundem, Kreuztal, Siegen-Weidenau, Dillenburg und Bad Nauheim halten!? (Zumal man schon die Frage stellen kann, warum der IC in Bad Nauheim hält und nicht in Friedberg?)

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
volmefabi schrieb:
Ich werde voraussichtlich ab 2019 aus Lüdenscheid in die Rhein-Main Region zum Studium pendeln. Da bin ich froh über den IC, da ich mich dann nicht mehr um den knappen Anschluss kümmern muss, sondern ganz entspannt und enwas schneller bis Frankfurt durchfahren kann.
Von Lüdenscheid nach Rhein-Main wirst du nie durchfahren können. Mal abgesehen von der Fahrzeit mit mindestens 3h (geht wohl um Wochenendpendel?) wird es immer über die NBS schneller gehen. Einziger Vorteil: Im IC könnte es mit Sparpreisen günstiger sein. Aber günstiges Reisen ist nicht das Ziel des IC.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Langsame Umgehungsstrecken und Bahnsteigkanten

geschrieben von: ulrich

Datum: 12.03.18 18:57

Wenn man in Weidenau Umstiege und wendende Züge haben will benötigt man zwingend einen zweiten Mittelbahnsteig zu Lasten der Gütergleise. Wer weiß warum die Gz-Strecke von Kabel nach Vorhalle nur mit 60 befahren werden darf? Sie liegt direkt neben der Pv-Strecke wo 100-120 möglich sind.

Ulrich
Der IC "muss" nur deshalb in den kleinen Städten und Stadtteilen halten weil man den RE entfallen lassen will. Natürlich ist das lächerlich. Der damalige IR hat schon die Bahnhöfe mit dem meisten Potential bedient, wobei man Letmathe als Halt für die Fast-Großstadt Iserlohn noch akzeptieren könnte. Werdohl ist Verkehrskreuz im Busverkehr und quasi der Lennetalbahnhof von Lüdenscheid. Altenhundem wäre auch noch denkbar aber Finnentrop, Plettenberg und Kreuztal usw. sind es nicht.

Ulrich
agw schrieb:
(...) Seit der Abschaffung der IR hat sich die Welt weitergedreht. Wer wieder einen IR will, darf eben die Errungenschaften der letzte Jahre nicht kaputt machen.
Für die drei Leute, die dann mit 14,90 Euro Sparpreis einmal im Jahr in den Urlaub fahren, braucht man so einen Zug nicht. Und der Pendler fährt nicht mit Sparpreisen.
Da fährt man doch viel besser für 14,90€ einmal von Siegen nach Welschen-Ennest...
"Es gibt nunmal kein Besteller-Prinzip im Fernverkehr, auch wenn der NWL sich hierüber gern hinwegsetzen möchte. DAS ist das Problem, was zu klären wäre."

Die Erdgeschichte hat sich immer verändernd entwickelt, mal weniger und mal mehr dynamisch. Diese Evolution wird bei den heute gültigen Vorschriften und Prinzipien nicht stehen bleiben. Es wird immer tief unten arbeitende plattentektonische Kräfte geben, die die Regeln der Welt wieder verändern. Die Sache mit dem IC + Regio-Freigabe ist ein weiteres Legosteinchen, das oben auf den Turm draufgesetzt wird. Entweder die Idee gweinnt oder sie wird sich von selbst auflösen, aber es wird wieder was neues kommen. Jedenfalls wird nichts für immer so bleiben wie es heute ist.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
ulrich schrieb:
Der IC "muss" nur deshalb in den kleinen Städten und Stadtteilen halten weil man den RE entfallen lassen will. Natürlich ist das lächerlich. Der damalige IR hat schon die Bahnhöfe mit dem meisten Potential bedient, wobei man Letmathe als Halt für die Fast-Großstadt Iserlohn noch akzeptieren könnte. Werdohl ist Verkehrskreuz im Busverkehr und quasi der Lennetalbahnhof von Lüdenscheid. Altenhundem wäre auch noch denkbar aber Finnentrop, Plettenberg und Kreuztal usw. sind es nicht.

Altenhundem bindet Schmallenberg (per Bus) an, Finnentrop die Kreisstadt Olpe, und Kreuztal Erndtebrück und Bad Berleburg.

Wenn man da Urlauber und Nestflüchtlinge vergrault, kann man den FV auch gleich bleiben lassen.

Gruß,
Andre Joost
Man muss die unterschiedlichen Verkehrsbedüfnisse südlich und nördlich von Siegen schon differenziert angehen.

Dortmund ist das Oberzentrum und DER Fernverkehrsknoten für das südliche Westfalen. Das hierhin heute einen schnelle Anbindung im Regionalverkehr (ohne Umweg über Hagen) fehlt, ist offensichtlich. Das sollte dann aber deswegen auch ein RE im Stundentakt sein und kein IC nur 6mal am Tag.Als man seinerzeit mit dem RE57 die Obere Ruhrtalbahn direkt mit Dortmund verbunden hat, war man überrascht wie stark die Nahcfrage nachzog. Heute fährt der RE57 im Stundentakt direkt nach Dortmund und ist die Hauptlinie aus dem oberen Ruhrtal, während Hagen nur noczh die Nebenlinie ist.

Hagen wird heute halbstündlich aus dem Lennetal mit RB/RE angebunden, dass sollte man in der bestehenden Form belassen. Für die Schnelle Anbindung von der Lenne an Dortmund ist aber die Umfahrung von hagen zwingend geboten und richtig; zumindest so lange es keinen Tunnel Hohenlimburg-Oberhagen zur direkten Südeinführung in den Hagener Hbf gibt.

Lennetal: hat viele mittelgroße Halte, die alle ihre Berechtigung haben. Eine beschleunigte IC-Linie, die nur in Werdohl (z.B.) hält, macht daher aus meiner Sicht wenig Sinn. Für den druchfahrenden Verkehr ist eine IC-Linie Dortmund-Siegen-Frankfurt ohnehin uninteressant. Daher sollte man im Lennetal durchaus in Lethmathe, Werdohl, Plettenberg, Plettenberg, Grevenbrück, Altenhundem und Kreuztal halten. Das würde dem Regionalverkehrscharakter zur Anbindung des Lennetals an Dortmund gerecht werden.

Siegen ist der Brechpunkt der Linie in einen nördlichen und südlichen Teil. Von Siegen sollte man mit der Linie schnell nach Rhein-Main und zum Knoten Dortmund kommen. Richtung Dortmund wäre das durch die Umfahrung von Hagen gewährleistet, auch wenn man 2-3 Halte mehr als früher der RE bedient.
Aufgrund des Brechung der Verkehre in Siegen halte ich aber die Umfahrung via Weidenau für nicht sinnvoll. Aus dem Lennetal wird der Hauptverkehrsstrom eher nach Dortmund als nach Rhein-Main gehen, südlich von Siegen ist es umgekehrt. Und für Siegen selbt ist der zentrale Halt am Hbf auf jeden Fall geeigneter.

Südlich von Siegen gibt es bereits einen stündlichen RE nach Gießen, der dort zweistündlich mit einem Zuggteil von Kassel nach Frankfurt vereinigt wird. Diese Reisekette sollte man durchaus stündlich anbieten, was einen Verzicht auf den eigenständigen RE30 von Kassel bedeuten würde. Das halte ich aber durchaus für vertretbar und der Nachfrage entsprechend, wenn der RE30 nach Kassel gleichzeitig stündlich führe.
Das bedeutet aber gleichzeit, dass südlich von Siegen das Basisangebot der mittelgroßen Städte nach Rhein-Main schon sehr gut abgedeckt ist. Deswegen kann der Zug aus dem Lennetal südlich von Siegen auch durchaus eine höherwertige Funktion erfüllen und sollte folgerichtig Gießen umfahren mit Halt nur in Dillenburg, Wetzlar und Friedberg.

Korridor Gießen-Frankfurt: Hier wird derzeit alles wegen der fehlenden S-Bahn Infrastruktur erschwert. Das wird sich aber zum Glück bald ändern, so dass für einen zusätzliche Trasse eines schenllen Zuges von Siegen Platz seien sollte.


=> Als Fazit halte ich die derzeit vom NWL favorisierte Lösung nördlich von Siegen für völlig ungeeignet. Die Verkehrsbedürfniss des Lennetals wären durch einen direkten stündlichen RE nach Dortmund wesentlich besser bedient. Ob der RE16 dann weiterhin RE bleibt oder zur RB werden kann, wäre dann die logische Folgerung
=> Südlich von Siegen macht ein IC-artiger Zug durchaus Sinn, der in gut 80 Minuten Siegen und Frankfurt verbindet. Das kann, aber muss nicht zwangsweise als Durchbindung eines RE von Dortmund geschehen.
Zitat
Altenhundem bindet Schmallenberg (per Bus) an, Finnentrop die Kreisstadt Olpe, und Kreuztal Erndtebrück und Bad Berleburg.

Wenn man da Urlauber und Nestflüchtlinge vergrault, kann man den FV auch gleich bleiben lassen
Alles richtig. Das gilt aber nur, wenn es an den Umstiegsbahnhöfen auch Anschlüsse gibt. Der FV-Halt in Finnentrop ist sinnlos wenn dann kein Zug nach Olpe wartet, gleiches gilt für Kreuztal.

Ulrich
Andre Joost schrieb:
Altenhundem bindet Schmallenberg (per Bus) an, Finnentrop die Kreisstadt Olpe, und Kreuztal Erndtebrück und Bad Berleburg.

Wenn man da Urlauber und Nestflüchtlinge vergrault, kann man den FV auch gleich bleiben lassen.
Warum genau brauchen diese 25tsd-Einwohner-Nester einen 6maligen IC-Anschluss während Großstädte wie Heilbronn (Einzug ca. 200tsd Ew.) gar keinen oder Reutlingen/Tübingen (ca. 230tsd Ew) nur einmal am Tag einen IC haben?
Solche Halte (Altenhundem etc.) mit schwachem Potential sind besser mit einem eng vertakteten Nahverkehr in die Großstädte bedient, denn mit einem IC, der nur 6x am Tag kommt und dabei den RE-Takt unterbricht.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
103612 schrieb:
Zitat:
Siegen ist der Brechpunkt der Linie in einen nördlichen und südlichen Teil. Von Siegen sollte man mit der Linie schnell nach Rhein-Main und zum Knoten Dortmund kommen. Richtung Dortmund wäre das durch die Umfahrung von Hagen gewährleistet, auch wenn man 2-3 Halte mehr als früher der RE bedient.
Aufgrund des Brechung der Verkehre in Siegen halte ich aber die Umfahrung via Weidenau für nicht sinnvoll. Aus dem Lennetal wird der Hauptverkehrsstrom eher nach Dortmund als nach Rhein-Main gehen, südlich von Siegen ist es umgekehrt. Und für Siegen selbt ist der zentrale Halt am Hbf auf jeden Fall geeigneter.
Sehe ich auch so. Ich denke, dass die Problematik Weidenau sicherlich ein Großteil der Arbeit an dieser IC-Linie ausmachte - insbesondere, da sich daran die Gespräche mit den Aufgabenträger des Nahverkehrs anschließen.
Man kann ja bspw. nicht einfach den RE9 ebenso nach Weidenau verlängern und dort wenden lassen...

103612 schrieb:
Zitat:
Südlich von Siegen gibt es bereits einen stündlichen RE nach Gießen, der dort zweistündlich mit einem Zuggteil von Kassel nach Frankfurt vereinigt wird. Diese Reisekette sollte man durchaus stündlich anbieten, was einen Verzicht auf den eigenständigen RE30 von Kassel bedeuten würde. Das halte ich aber durchaus für vertretbar und der Nachfrage entsprechend, wenn der RE30 nach Kassel gleichzeitig stündlich führe.
Das bedeutet aber gleichzeit, dass südlich von Siegen das Basisangebot der mittelgroßen Städte nach Rhein-Main schon sehr gut abgedeckt ist. Deswegen kann der Zug aus dem Lennetal südlich von Siegen auch durchaus eine höherwertige Funktion erfüllen und sollte folgerichtig Gießen umfahren mit Halt nur in Dillenburg, Wetzlar und Friedberg.
Ich gehe davon aus, dass man eigentlich die Linie RE99 (Siegen-Gießen - Frankfurt), RE98 (Kassel - Gießen - Frankfurt, langsam) und RE30 (Kassel - Gießen - Frankfurt, schnell) gemeinsam weiterentwickeln sollte: Sprich aus dem Stundenversatz von RE99/98 und RE30 auf dem Abschnitt Frankfurt-Gießen einen durchgängigen gemeinsamen Stundentakt mit Flügelzügen schafft:

Einerseits wie bisher mit RE98/RE99-Flügelung in Gießen und andererseits mit neuer RE30/RE40-Flügelung in Gießen. Damit hätte Siegen den stündlichen Direktzug nach Frankfurt, und der aufkommensstärkste Abschnitt Frankfurt - Gießen wäre kapazitiv angepasst worden. Das ganze geht aber nur bei entsprechend langen Doppelstockzügen.

Ähnlich wird man sich Gedanken über die RB40/RB41-Flügelzüge des Mittelhessen-Express machen.


Aber ein Hinweis, weil es hier angeklungen war: Nein für Mittelhessen ist keineswegs sicher, dass sich alles zum besten wandelt. DB ist im Gespräch mit den Aufgabenträgern, da der IC eben andere Züge aus seiner Trasse drängen wird. Es kann also sehr wohl sein, dass sich für den SPNV-Normalkunden eine Verschlechterung ergibt - und das nicht nur im Knoten Siegen.


103612 schrieb:
Zitat:
Korridor Gießen-Frankfurt: Hier wird derzeit alles wegen der fehlenden S-Bahn Infrastruktur erschwert. Das wird sich aber zum Glück bald ändern, so dass für einen zusätzliche Trasse eines schenllen Zuges von Siegen Platz seien sollte.
Gleichzeitig sollen aber aus dem Mittelrhein-Korridor mehr Güterzüge über Siegen, Gießen-Bergwald, Friedberg fahren. Ich halte den Abschnitt Gießen-Bergwald - Friedberg daher nicht für so konfliktarm. Ich hätte mir hier eine dritte Gleisachse in diesem Zusammenhang sehr gewünscht.
Südlich von Friedberg wird es besser aussehen, auch wenn mehr Regionalzüge aus der Wetterau auf die Fernbahngleise fahren werden.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Murrtalbahner schrieb:
Andre Joost schrieb:
Altenhundem bindet Schmallenberg (per Bus) an, Finnentrop die Kreisstadt Olpe, und Kreuztal Erndtebrück und Bad Berleburg.

Wenn man da Urlauber und Nestflüchtlinge vergrault, kann man den FV auch gleich bleiben lassen.
Warum genau brauchen diese 25tsd-Einwohner-Nester einen 6maligen IC-Anschluss während Großstädte wie Heilbronn (Einzug ca. 200tsd Ew.) gar keinen oder Reutlingen/Tübingen (ca. 230tsd Ew) nur einmal am Tag einen IC haben?
Solche Halte (Altenhundem etc.) mit schwachem Potential sind besser mit einem eng vertakteten Nahverkehr in die Großstädte bedient, denn mit einem IC, der nur 6x am Tag kommt und dabei den RE-Takt unterbricht.

Ja eben, am besten bleibt alles wie bisher: halbstündlich Nahverkehrszüge auf der Lennebahn mit Anschlüssen in alle Himmelsrichtungen in Hagen und Siegen (letzteres ist aktuell verbesserungsfähig).

Gruß,
Andre Joost
Murrtalbahner schrieb:
Andre Joost schrieb:
Altenhundem bindet Schmallenberg (per Bus) an, Finnentrop die Kreisstadt Olpe, und Kreuztal Erndtebrück und Bad Berleburg.

Wenn man da Urlauber und Nestflüchtlinge vergrault, kann man den FV auch gleich bleiben lassen.
Warum genau brauchen diese 25tsd-Einwohner-Nester einen 6maligen IC-Anschluss während Großstädte wie Heilbronn (Einzug ca. 200tsd Ew.) gar keinen oder Reutlingen/Tübingen (ca. 230tsd Ew) nur einmal am Tag einen IC haben?
Weil das eine mit dem anderen 0 zu tun hat.

Der Lüdenscheider fährt nach Altena

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 13:37

Moin,

um von dort aus gen Süden zu kommen. Ein Start/Ziel Lüdenscheid wird er so nicht machen, weil der Zeitverlust zu groß ist.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Frage doch mal die LNVG in Hannover

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.03.18 13:41

Moin,

die haben mit dieser Sache angefangen, den FV zu unterstützen, damit dieser weiter fährt, es scheint doch günstiger zu sein, als aus eigenen Geldern, den reinen NV zu finanzieren, dazu kommt, das viele eben geil darauf an den FV oder noch besser ans ICE Netz angeschlossen zu sein.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Ist es echt schneller Hagen HBF auszulassen

geschrieben von: DavMa83

Datum: 15.03.18 16:51

zeuge des sechundertzwölwas schrieb:
Ich grüble grad darüber wo die 15 Minuten Fahrzeitvorteil herkommen können die man bei einer Linienführung über Dortmund unter Auslassung von Hagen HBF erreichen kann.
M.W. muss man wenn man von Letmathe direkt nach Dortmund will in Hagen Kabel links auf die Güterbahn um dann mit maximal 50-60 km/h das ganze Stück von ESIG Hagen Kabel bis ASIG Hagen Vorhalle abzuschleichen um dann wieder den Gegenverkehr kreuzend in das Streckengleis nach Witten einzuscheren. Wie wird ab Witten gefahren? Über die Fernverkehrsstrecke? (hat es da freie Trassen?IC/ICE/RE4) oder die S-Bahn über WIT Annen, DO Barop?


Kommt drauf an, zu welcher Minute der Fernverkehr durch Witten fährt. Eine freie Trasse lässt sich da bestimmt irgenwie finden, allerdings muss man auch den Abschnitt von Witten Hbf bis Stockumer Str. betrachten, denn auf diesem Abschnitt verkehrt z.B. auch noch die RB40 von Hagen nach Essen.

Ich denke doch mal, dass der Verkehr normal hinter Witten Hbf über Stockumer Str. und Lütgendortmund laufen wird, was auch am sinnigsten ist. Die S5 verkehrt z.B. auf der S-Bahn-Strecke in der Woche zwischen 05:00 und 23:00 alle halbe Stunde.
Leider gibt es dort auch keinerlei Möglichkeiten mehr, einen Zug an die Seite zu nehmen. Witten-Annen Nord war ja bis 2006 sogar noch Bahnhof, bevor man die Weichen alle abgebaut hat und die Ein- und Ausfahrsignale durch Blocksignale ersetzt hat. Bei Verspätungen z.B. könnten schnell Konflikte mit der S5 entstehen.

Viel langsamer ist die S-Bahn-Strecke allerdings nicht, im Gegensatz zum durchfahrenden RE4 ist die S5 zwischen Witten und Dortmund trotz Halten in Annen Nord, Kruckel und Barop nur 5-6 Minuten langsamer. Im Bereich Haltepunkt Annen ist FRi. Dortmund ein Zs3 mit "14" zu sehen, also Geschwindigkeiten bis 140 sind in dem Bereich z.B. möglich.
ulrich schrieb:
Zitat
Altenhundem bindet Schmallenberg (per Bus) an, Finnentrop die Kreisstadt Olpe, und Kreuztal Erndtebrück und Bad Berleburg.

Wenn man da Urlauber und Nestflüchtlinge vergrault, kann man den FV auch gleich bleiben lassen
Alles richtig. Das gilt aber nur, wenn es an den Umstiegsbahnhöfen auch Anschlüsse gibt. Der FV-Halt in Finnentrop ist sinnlos wenn dann kein Zug nach Olpe wartet, gleiches gilt für Kreuztal.

Der RE16 von Hagen hat jetzt aber einen guten Anschluß nach Olpe. Wenn man den zugunsten eines IC mit Nichtanschluß streicht, ist es doppelt blöd.

In Kreuztal braucht man für den Eckanschluß nach Norden die RB91. Nach Köln hat man Anschluß RB/RE in Siegen. Ob ein Anschluß nach Frankfurt sinnvoll ist, weiß ich nicht.

Gruß,
Andre Joost



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:15:19:00:56.

Re: Ist es echt schneller Hagen HBF auszulassen

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 15.03.18 19:00

DavMa83 schrieb:

Ich denke doch mal, dass der Verkehr normal hinter Witten Hbf über Stockumer Str. und Lütgendortmund laufen wird, was auch am sinnigsten ist. Die S5 verkehrt z.B. auf der S-Bahn-Strecke in der Woche zwischen 05:00 und 23:00 alle halbe Stunde.
Leider gibt es dort auch keinerlei Möglichkeiten mehr, einen Zug an die Seite zu nehmen. Witten-Annen Nord war ja bis 2006 sogar noch Bahnhof, bevor man die Weichen alle abgebaut hat und die Ein- und Ausfahrsignale durch Blocksignale ersetzt hat. Bei Verspätungen z.B. könnten schnell Konflikte mit der S5 entstehen.

Viel langsamer ist die S-Bahn-Strecke allerdings nicht, im Gegensatz zum durchfahrenden RE4 ist die S5 zwischen Witten und Dortmund trotz Halten in Annen Nord, Kruckel und Barop nur 5-6 Minuten langsamer. Im Bereich Haltepunkt Annen ist FRi. Dortmund ein Zs3 mit "14" zu sehen, also Geschwindigkeiten bis 140 sind in dem Bereich z.B. möglich.

Zwischen Abzw Dfd und Hbf sind die beiden Gleise so zu, dass teilweise parallele Ein- und Ausfahrten notwendig sind. Da ist kein Platz für einen IC, der auf dem Weg nach Münster dann auch noch die Gleise von S1 und S2 kreuzen müsste.

Die andere Strecke ist auch nicht viel besser: zwischen Lütgendortmund und Hbf steht nur ein Gleis zur Verfügung, das mit Korrespomdemz-IC und RE4 jetzt schon fast durchgehend belegt ist. Man müsste also in Lütgendortmund auf die Ferngleise Bochum-Dortmund-Hamm wechseln, die man jenseits von Dortmund eh nutzen wird. Denn über Lünen ist ja auch nix frei.

Gruß,
Andre Joost

Re: Ist es echt schneller Hagen HBF auszulassen

geschrieben von: DavMa83

Datum: 15.03.18 20:15

Andre Joost schrieb:
DavMa83 schrieb:
Ich denke doch mal, dass der Verkehr normal hinter Witten Hbf über Stockumer Str. und Lütgendortmund laufen wird, was auch am sinnigsten ist. Die S5 verkehrt z.B. auf der S-Bahn-Strecke in der Woche zwischen 05:00 und 23:00 alle halbe Stunde.
Leider gibt es dort auch keinerlei Möglichkeiten mehr, einen Zug an die Seite zu nehmen. Witten-Annen Nord war ja bis 2006 sogar noch Bahnhof, bevor man die Weichen alle abgebaut hat und die Ein- und Ausfahrsignale durch Blocksignale ersetzt hat. Bei Verspätungen z.B. könnten schnell Konflikte mit der S5 entstehen.

Viel langsamer ist die S-Bahn-Strecke allerdings nicht, im Gegensatz zum durchfahrenden RE4 ist die S5 zwischen Witten und Dortmund trotz Halten in Annen Nord, Kruckel und Barop nur 5-6 Minuten langsamer. Im Bereich Haltepunkt Annen ist FRi. Dortmund ein Zs3 mit "14" zu sehen, also Geschwindigkeiten bis 140 sind in dem Bereich z.B. möglich.
Zwischen Abzw Dfd und Hbf sind die beiden Gleise so zu, dass teilweise parallele Ein- und Ausfahrten notwendig sind. Da ist kein Platz für einen IC, der auf dem Weg nach Münster dann auch noch die Gleise von S1 und S2 kreuzen müsste.

Die andere Strecke ist auch nicht viel besser: zwischen Lütgendortmund und Hbf steht nur ein Gleis zur Verfügung, das mit Korrespomdemz-IC und RE4 jetzt schon fast durchgehend belegt ist. Man müsste also in Lütgendortmund auf die Ferngleise Bochum-Dortmund-Hamm wechseln, die man jenseits von Dortmund eh nutzen wird. Denn über Lünen ist ja auch nix frei.

Gruß,
Andre Joost
Den IC über die S5 fahren zu lassen, wird aber genauso wenig Sinn machen. Spätestens hinter Barop wird dann ja auch wieder auf die Hauptgleise gewechselt. Und bei Verspätungen könnte dieser auch in Konflikt mit der S5 kommen, da diese auf dem Stück Witten-Dortmund auch alle 30 Minuten verkehrt und wie gesagt keine Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind.

Natürlich ist über Lünen nichts frei, wie denn auch. Die Zweigleisigkeit ist schon ewig geplant, aber vorher wird da nicht viel mehr fahren können. Bei Verspätungen vom Fernverkehr merkt man ja jetzt schon, wie schnell das alles durcheinander kommen kann. Auch der Abzw. Horstmar ist nur eingleisig, hier müsste zudem der IC sich erstmal zwischen Dortmund Hbf und Preußen zwischen den zwei Nahverkehrslinien und dem stündlichen FV einreihen.

Naja, voll ist es auch anderswo. Aus diesem Grund sollen RE16 und RB40, wenn der RRX kommt, direkt über Langendreer (mit Halt der RB40) und ab Bochum Hbf über die Strecke der S1 geführt werden. Ich glaube allerdings nicht, dass der IC nur deswegen scheitern würde.

Es wurden in der Vergangenheit so viele Gleise abgebaut, da muss man sich jetzt ehrlich gesagt nicht wundern, dass es so voll ist (ich sage nur die Überholgleise in Wattenscheid).