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Signalschruber schrieb:
Zitat
Ja, 10% Vielleicht aber nicht die Hälfte 😉
Wie kommst du auf die Hälfte?
Leistungen die durch ICs ersetzt werden sollen: 86 Km (Siegen-Letmathe) * 2(hin/rück) * 8(Zugpaare) * 365 = 502.240 Km
Anteil an den Gesamtzugkilometern des Ruhr-Sieg-Netzes 502.240/3.400.000=14,7%
Auf die "Hälfte" komme ich, wenn ich von Stundentakt auf 2-Stunden-Takt halbiere, Herr Pfennigfuchs.
Zitat
Auf die "Hälfte" komme ich, wenn ich von Stundentakt auf 2-Stunden-Takt halbiere, Herr Pfennigfuchs.
Der Vertrag umfasst aber mehr Linien als nur den RE 16. Zudem bleibt beim RE 16 zwischen Letmathe und Essen der Stundentakt.
Ja und sowohl S-Bahn Rhein-Ruhr als auch der RRX sind an keine kleinen privaten Unetrnehmen gegangen, sondern an große Konzerne, wo meistens andere Staaten oder Staatsbahnen dahinter stecken:
National Express gehört indirekt dem britischen Staat, das Unternehmen ist zwar an der Börse aber fast 50% der Aktien von NX sind in Staatsbesitz.
Abellio ist ein Tochterunternehmen der Nederlandse Spoorwegen also der Niederländischen Staatsbahn
Keolis/Eurobahn ist eine Tochtergesellschaft der SNCF also der französischen Staatsbahn.
tobiasw schrieb:Zitat:
Ganz ehrlich: Ich sehe das Potential für eine Durchbindung im NV nicht. Der Preis für einen solchen langlaufenden RE ist hoch. Als RMV würde ich sie Finger davon lassen.
Hat man ja auch ;-) Tendenziell muss man eigentlich den RE99 im Verbund mit RE98 und RE30 auf die Bedürfnisse des Rhein-Main-Gebiets weiterntwickeln und das ist einfach: Mehr Kapazität im Hauptabschnitt Frankfurt-Gießen und stündliche Direktverbindungen bis Siegen und Kassel - idealerweise stündlich.

Der IC wird wohl nun diesen Verkehr stören.

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Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Pio schrieb:
Zitat:
Die Aufgabe der Verkehrverbünde ist es, den Regionalverkehr in ihrer Region zu organisieren.
Dabei können sie durchaus mit benachbarten Verkehrsverbünden zusammenarbeiten.
Tun sie in der Regel auch. Und wenn man unterschiedliche Anforderungen hat und gleichzeitig eine Brechung der Fahrgastströme vorliegt (sprich: ab diesen Punkt tendiert die Mehrheit nicht mehr in die eine sondern in die andere Zielrichtung bei minimaler Anzahl an Durchreisender, dann bietet sich die Brechung an.

Man muss sich nur die Fahrzeuge anschauen:

RE9 und RE16 haben 76 cm-Einstiege, RE99 dagegen 55 cm-Einstiege.
RE16 fährt mit 3-Teiler, der RE99 mit Fünfteiler - müsste in der Tendenz sogar doppelstöckig fahren und wird trotzdem in Gießen geflügelt.

Das eigentliche Problem ist, dass der Umsteigeknoten in Siegen Hbf sehr knapp ist.

Pio schrieb:
Zitat:
Eine eingetretene Fehlentwicklung durch die Einstellung der IR Verkehre war die Schaffung von langlaufenden RE Verkehren.
Das war zu seiner Zeit zweckdienlich aber dadurch nicht richtig.
Das war von DB gewollt - unwirtschaftliche, eigenwirtschaftlich betriebene IR-Züge durch bestellte RE-Züge zu ersetzen. Wirtschaftliche IR wurden zu IC oder ICE "aufgewertet".

Pio schrieb:
Zitat:
Wenn nun der IR unter dem Namen IC wieder auftaucht (IR darf ja weil kein Regionalverkehr nicht mehr sein) ist doch die Korrektur gemachter Fehler positiv zu bewerten.
Nun ja, der Name "IR" ist verbrannt, daher wird er nicht kommen, obwohl der IC 2 de facto ein IR ist.

Wobei ich aber auch zu bedenken gebe, dass der Erfolg dieser IC-Linie keineswegs gewiss ist. Selbst DB-seitig wird diese IC-Linie durchaus als Totgeburt gesehen.


Pio schrieb:
Zitat:
Und das nun die Verbünde bemüht sind in ihren Verbundgebieten durch Teilzuzahlungen die gewohnte Anerkennung der Verbundfahrkarten zu erhalten ist doch auch eher als positiv zu bewerten.
Und diese Zuzahlungen sind ein Bruchteil der für die Bestellung eigener RE Verkehre notwendigen Mittel.
Diese werden nun wiederum frei um im Verbundgebiet entweder zusätzliche Leistungen auszuschreiben, bzw. evtl. anstehende Kürzungen zu vermeiden.
Wer sagt denn, dass "die Verbünde" allesamt die Züge subventionieren - nur weil es der NWL machen will? Für den RMV bedeutet der IC u.a. auch eine deutliche Verschlechterung im Nahverkehr. Es gibt dort auch nur ausgleichszahlungen für die Nutzung des IC-Verkehrs über Zuschlagkarten. Der frühere IR war dagegen im RMV aufpreisfrei nutzbar.
Der RMV wird also umbestellen müssen, es wird zwischen DB und RMV auch interne Besprechungen geben, wie um diesen IC-Zug herum ein halbwegs gangbarer Fahrplan erstellt werden kann.


Pio schrieb:
Also die vom Steuerzahler aufzuwendenden Mittel für den ÖPNV auch für den ÖPNV, und nicht für eine eigentlichen Fernverkehrsersatz RE aufzuwenden.
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater EVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates EVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .
Der RRX ist ein Beispiel einer solchen Großausschreibung, die nicht von DB gewonnen werden kann. Im Übrigen ist DB genauso "privat" wie beispielsweise "Abellio". Das ändert aber nichts daran - es ist egal, wem welches EVU gehört, es ist wichtig, dass sie ihre Leistung erbringen.
Das Problem an solchen Teilsubventionierungen ist die Möglichkeit, dass damit parallele Ausschreibungen verändert werden - zu Ungusten der DB-Konkurrenz und sogar in Folgewirkung zur Erpressbarkeit der Aufgabenträger mit ggf. möglicher Verteuerung der Verkehrsleistungen mangels Wettbewerbsmöglichkeit.

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Abellio gehört der Niederländischen Staatsbahn und was glaubst Du wohl woher die ihr Geld bekommen. Dazu ist die Niederländische Staatsbahn im eigenen Land Monopolist bis auf ein paar Dieselstrecken.
Es geht hier nicht um Welschen Ennest und seine Verbindungen an den Rest der Welt. Es geht darum, dass jede zweite Stunde die Direktverbindung im Nahverkehr von Werdohl, Altena usw. nach Hagen, Bochum und Essen ersatzlos entfallen soll damit stattdessen ein IC mit zuggattungs-untypisch vielen Halten zwischen Siegen und Letmathe am Bahnknoten Hagen vorbeifährt. Ich glaube die Mehrzahl der jetzigen Nutzer möchte lieber die tägliche Pendlerverbindung behalten als die Möglichkeit bekommen ein Mal im Jahr direkt an die Nordsee fahren zu können. Das könnte man aber auch haben mit vielleicht drei oder vier IC-Zugpaaren die nicht den Nahverkehrstakt zerschießen.

Wir haben das hier doch öfters schon durchgekaut. Von Siegen nach Frankfurt geht es mit dem IC auch nicht viel schneller als heute mit dem RE. Ein Bummel-IC zwischen Siegen und Dortmund/Hamm/Münster statt eines Regel-RE nach Hagen-Essen hat für mich keinen Vorteil. Muss dann in der Zeit wo ein IC über Schwerte-Unna (Halt oder nicht?) nach Münster fährt dort auch ein RE7 oder RE13 ausfallen? Hält der IC dort auch an allen Bahnhöfen? Wenn nicht - warum nur im Lennetal?

Ich würde gerne mal wissen warum der NWL so wild auf dieses Projekt ist. Liegt es daran, dass die maßgeblichen Politiker in diesem Verband in der Gegend ihre Wahlkreise haben?

Ulrich
Dafür spart man mindestens einen Umstieg auf dem Weg nach Frankfurt.

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Aus der Bevölkerung gibt es aber auch reichlich Rufe nach neuen Fernverkehrsverbindungen. Wenn man eine große Stadt wie Siegen ans IC-Netz anschließen will, dann muß man der Sache auch in so fern eine Chance geben, daß diese IC irgendwo hin sinnvoll fahren können dürfen. Eine Zusammenarbeit von Regio und Fern sehe ich da eher als Blick über den eigenen Tellerrand. Anderfalls würde die Stadt Siegen vielleicht noch 100 Jahre auf ein Fernzugangebot warten. Das erkläre den Menschen dort.

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Ohratalbahner schrieb:
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen. Es ist doch vollkommen klar, dass ohne die Abbestellungen diese IC-Linie wegen Unwirtschaftlichkeit niemals eingerichtet werden wird und Sauer- und Siegerländer nie wieder Fernverkehr auf der Schiene in ihren Regionen erleben würden. Das heißt: wer gegen diese IC-Linie ist, gönnt dem Werdohler nicht, bald für 19,90 € (ohne BahnCard) umsteigefrei nach Frankfurt oder Norddeich Mole fahren zu können, schließlich ist ja auch die Durchbindung eines Zugpaares an die Nordsee geplant.

Es ist doch eine Illusion zu glauben, dass man langlaufende RE-Linien wie (Münster -) Hagen - Siegen - Frankfurt oder Köln - Siegen - Frankfurt schaffen wird. Stattdessen würde ohne dieses Projekt der Umsteigezwang im Nahverkehr für immer zementiert. Eine direkte Konkurrenz zwischen Nah- und Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke wäre angesichts der überschaubaren Fahrgastnachfrage eindeutig ein Fall für Rechnungshof und Bund der Steuerzahler.
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.

Ganz besonders gestört hat mich übrigens die Arroganz des VRR-Sprechers in dem Artikel. Ist ja schön für ihn, dass man in seinem Verbundgebiet die Zahl der fahrenden Züge einfach verdoppeln könnte und die Züge trotzdem noch voll bis unters Dach wären. Über Fernverkehr braucht er sich in seiner Region ja auch keine Gedanken zu machen. Aber im deutlich dünner besiedelten Südwestfalen wachsen die Menschen nunmal (zum Glück) nicht auf den Bäumen, sondern hier muss man um jeden Menschen kämpfen, der nicht im seinem Auto auf der A 45 sitzen soll. Und da bringt solches Gelaber à la "wenn wir hier einmalig diesen Deal zum Wohle der Bevölkerung und Nachteil von Abellio machen, wird sich künftig nie wieder ein EVU auf eine Ausschreibung im Nahverkehr bewerben" herzlich wenig.
Glaubst du eigentlich das, was du da schreibst?
2015 hat die DB großspurig ein Fernverkehrsnetz angekündigt. Man wollte dies eigenwirtschaftlich machen. Jetzt geht es nach und nach darum, dass die Nahverkehrsträger die dicke Hose von DB Fernverkehr finanzieren soll. Wenn ich schon lese "nie wieder Fernverkehr in der Region" oder "für immer zementiert" disqualifiziert sich für meine ein ganze Aussage sofort. Nur weil die DB heute nur mit Tricks und Täuschung ein Fernverkehrsangebot aufbauen will, heißt es noch lange nicht, dass nicht auch mal andere Zeiten kommen, wo es darum, geht mit Mut und Risiko einen Erfolg zu erzielen. Das hat auch nichts mit Gönnen zu tun. Wer gegen einen ICE-Halt in Marbach ist, gönnt das den Bottwartälern nicht. Oder weg gegen einen IC in Annaberg ist, gönnt das den Erzgebirglern nicht.

Deine gigantisch überwiegende Vorteile sehen ich nicht. Welche attraktiven Reisezeiten ein IC mit Regionalverkehrshalten haben soll, erschließt sich mir nicht. Das Siegerland ist auch mit IC zu weit weg um ernsthaft zu pendeln. Wer sowas will zieht nach Monatabaur oder Limburg. Was erzählst du den Gießenern, dass der IC direkt an der Haustür vorbei fahren soll? Gönnst du den Gießenern keinen RE-Taktverkehr nach Siegen?

Wenn man ernsthaft was mit Fernverkehr bewegen will, dann braucht es einen schnellen Fernverkehr mit Neigetechnik und Halten in Hagen, Siegen, Wetzlar/Gießen und Friedberg. Aber keine weitere weiße Regionalbahn zu Lasten des Nahverkehrs.

Übrigens biete ich ab 2020 einen Halbstundentaktfernverkehr mit ICE-TD zwischen Hamburg und Westerland an.











also zumindest wenn das Land Schleswig-Holstein mir den Abmangel deckt.

Klingt komisch? Macht die DB gerade flächendeckend! Deswegen klares Nein! zu solchen faulen Deals.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Alibizugpaar schrieb:
Aus der Bevölkerung gibt es aber auch reichlich Rufe nach neuen Fernverkehrsverbindungen. Wenn man eine große Stadt wie Siegen ans IC-Netz anschließen will, dann muß man der Sache auch in so fern eine Chance geben, daß diese IC irgendwo hin sinnvoll fahren können dürfen. Eine Zusammenarbeit von Regio und Fern sehe ich da eher als Blick über den eigenen Tellerrand. Anderfalls würde die Stadt Siegen vielleicht noch 100 Jahre auf ein Fernzugangebot warten. Das erkläre den Menschen dort.
Man kann der Sache auch ein Chance geben, ohne das gesamte System zu unterwandern. Aber wenn DB Fernverkehr nicht mal zwischen München und Berlin den Mumm hat, ein adäquates Angebot zu schaffen, muss Siegen in der Tat vielleicht noch sehr lange auf Fernverkehr machen. Das Problem hat aber nicht nur Siegen, sondern auch viele andere Großstädte wie z.B. Heilbronn.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Deine gigantisch überwiegende Vorteile sehen ich nicht. Welche attraktiven Reisezeiten ein IC mit Regionalverkehrshalten haben soll, erschließt sich mir nicht. Das Siegerland ist auch mit IC zu weit weg um ernsthaft zu pendeln. Wer sowas will zieht nach Monatabaur oder Limburg. Was erzählst du den Gießenern, dass der IC direkt an der Haustür vorbei fahren soll? Gönnst du den Gießenern keinen RE-Taktverkehr nach Siegen?

Wenn man ernsthaft was mit Fernverkehr bewegen will, dann braucht es einen schnellen Fernverkehr mit Neigetechnik und Halten in Hagen, Siegen, Wetzlar/Gießen und Friedberg. Aber keine weitere weiße Regionalbahn zu Lasten des Nahverkehrs.
Vielleicht könnte man ja mal etwas differenzieren. Der IC ist keine "weiße Regionalbahn", genau deswegen wird Gießen mit Fahrtrichtungswechsel ja nicht bedient. Übrigens ist Gießen überhaupt keine Großstadt. Das wollte ich nur mal einwerfen, weil hier ja fälschlicherweise immer behauptet wird, dass der IC die Großstädte umfahren würde. Selbstverständlich werden auch weiterhin Verbindungen zwischen Siegen und Gießen bestehen, die ich den Gießenern von ganzem Herzen gönne. Darüber hinaus haben die Gießener die Möglichkeit, in ihrer Nachbarstadt Wetzlar in den IC einzusteigen.
Zwischen Frankfurt und Siegen wird sich die Reisezeit gegenüber dem RE-Takt deutlich verkürzen, da ja nur Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg als Zwischenhalte vorgesehen sind. Auf der Ruhr-Sieg-Strecke wird die Reisezeit mindestens konstant bleiben.
Für das Siegerland wäre eine Direktverbindung nach Dortmund, Hamm und Münster sehr wichtig. Die Direktverbindung nach Essen entfällt ja nicht, sie wird halt nur nicht mehr jede Stunde angeboten.

Wer glaubt, dass sich eine Fernverkehrsverbindung im Takt oder auch nur mit einigen Zugpaaren zusätzlich zum bereits bestehenden Nahverkehrsangebot rechnen würde, der lebt im Wolkenkuckucksheim. Anders als hier dargestellt arbeiten beim NWL nämlich nicht nur unfähige Politiker, sondern versierte Fachleute, die diesen Fall genau durchgerechnet haben. Am Ende hat doch niemand was davon, wenn die DB mit ihrer IC-Linie nur Verluste einfährt und die steuerfinanzierten Nahverkehrszüge überwiegend heiße Luft transportieren, weil sich die Fahrgäste brav auf Nah- und Fernverkehr aufteilen.
Zitat
Zwischen Frankfurt und Siegen wird sich die Reisezeit gegenüber dem RE-Takt deutlich verkürzen, da ja nur Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg als Zwischenhalte vorgesehen sind.
Die Fahrzeit Siegen - Frankfurt wird auch mit IC bei über 90 Minuten liegen, was sich kein täglicher Pendler antut.

Zitat
Auf der Ruhr-Sieg-Strecke wird die Reisezeit mindestens konstant bleiben.
Man darf die Strecke nicht nur isoliert betrachten. Nach den letzten Fahrzeiten die durch die Presse geisterten, wird der IC eine etwa um 15 Minuten abweichende Trasse zum RE 16 bekommen, was dazu führt das die Fahrgäste nach Hagen und Essen in Letmathe 15 Minuten auf ihren Anschluss warten müssen. Außerdem gehen zu der Zeitlage die Anschlüsse zur RB 92 und zu einigen Buslinien verloren.
Ohratalbahner schrieb:
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen.

Die größte Angebotsverbesserungen ist doch gerade der saubere Stundentakt des RE16 (mit passendem Wagenmaterial für die Bahnsteige der Strecke!).
Den willst du jetzt kaputtmachen? Damit widersprichst du dir selber.
Seit der Abschaffung der IR hat sich die Welt weitergedreht. Wer wieder einen IR will, darf eben die Errungenschaften der letzte Jahre nicht kaputt machen.
Für die drei Leute, die dann mit 14,90 Euro Sparpreis einmal im Jahr in den Urlaub fahren, braucht man so einen Zug nicht. Und der Pendler fährt nicht mit Sparpreisen.
Strizie schrieb:
Plutone schrieb:
Pio schrieb:
Und das ganze Geschwätz um die Behinderung Privater DVU ist zu hinterfragen. Ich kenne kaum ein wirklich privates DVU was in wirklichen Großausschreibungen
einen Erfolg errungen hat. In Nischen schon eher. Aber die großen Aufträge gingen doch fast immer an "Private" in Kommunaler-, Landes-, Bundes- oder anderer Staatsbahn Hand .
Ähm... schon mal was von der S-Bahn Rhein Ruhr oder dem RRX gehört ??
Vor einem RE 5 unter NX graut es mir schon.
Warum? Meinst du wirklich, es geht noch schlimmer als jetzt?
Strizie schrieb:
Abellio könnte ja auch selber ein solches Angebot unterbreiten aber das würde unternehmerisches Risiko bedeuten und dies scheut man lieber.

Weiß nicht. Die DB hat ja auch kein unternehmerisches Risiko. Die bietet seit Jahren diesen Zug an, den sie faktisch noch gar nicht zur Verfügung hat und auch nicht ganz klar ist, wann sie ihn wirklich zur Verfügung haben wird.
Da ist kein Risiko.
Die Fahrten lässt man sich sicher auch großzügig bezahlen. Dazu kommt, dass man die Züge vermutlich auch (fast) jeder Zeit wieder einstampfen kann und dann irgendwo anders die Sau durchs Dort treibt (den Zeitplan kennen wir ja seit 2015).
Alibizugpaar schrieb:
Aus der Bevölkerung gibt es aber auch reichlich Rufe nach neuen Fernverkehrsverbindungen. Wenn man eine große Stadt wie Siegen ans IC-Netz anschließen will, dann muß man der Sache auch in so fern eine Chance geben, daß diese IC irgendwo hin sinnvoll fahren können dürfen. Eine Zusammenarbeit von Regio und Fern sehe ich da eher als Blick über den eigenen Tellerrand. Anderfalls würde die Stadt Siegen vielleicht noch 100 Jahre auf ein Fernzugangebot warten. Das erkläre den Menschen dort.
Man muss den Menschen nur erklären, wie der Fernverkehr funktioniert: Kein Vergabewettbewerb, ein rein betriebswirtschaftliches Gesamtangebot in Deutschland bei dem die komplette Flotte und Verkaufsinfrastruktur einem einzigen EVU (der DB Bahn) zur Verfügung gestellt wurde (ergo Wettbewerb ca. unmöglich) und somit wenn man dann nicht Anreiner einer der Rennstrecken ist, ist es höchstens noch Glückssache, wenn man noch Fernverkehrsangebote hat.

Es gibt nunmal kein Besteller-Prinzip im Fernverkehr, auch wenn der NWL sich hierüber gern hinwegsetzen möchte.
DAS ist das Problem, was zu klären wäre.

Die Strecke gibt mit 80-100 km/h auch jetzt nicht unbedingt die Top-Geschwindigkeit her und wenn man dann bis Siegen oder Hagen nochmal umsteigen muss, ist man schon nicht mehr viel schneller, als der zumindest sprintstarke Nahverkehr, dem man aber somit gut vor´s Schienbein treten würde, weil die Direktverbindungen Hagen - Siegen, sowie von beiden Städten zu den kleineren Orten entlang der Strecke weitestgehend ausgedünnt werden.
Ohratalbahner schrieb:
Ich verstehe nicht, was diese ablehnende Haltung von einigen DSO-Nutzern, Fahrgastverbänden und dubiosen Eisenbahnjournalen wie Zughalt.de soll.
NWL und DB Fernverkehr reißen sich den Ar*** auf, um eine der größten der Angebotsverbesserungen seit Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 zu erzielen. Es ist doch vollkommen klar, dass ohne die Abbestellungen diese IC-Linie wegen Unwirtschaftlichkeit niemals eingerichtet werden wird und Sauer- und Siegerländer nie wieder Fernverkehr auf der Schiene in ihren Regionen erleben würden. Das heißt: wer gegen diese IC-Linie ist, gönnt dem Werdohler nicht, bald für 19,90 € (ohne BahnCard) umsteigefrei nach Frankfurt oder Norddeich Mole fahren zu können, schließlich ist ja auch die Durchbindung eines Zugpaares an die Nordsee geplant.

Du glaubst doch selbst nicht, dass die paar Fernverkehrsreisenden mit 19,90 Euro-Tickets die Linie retten können. Selbst wenn der NWL zuzahlt: Bahnmäßig ist doch auf der Ruhr-Sieg-Strecke schon zu Zeiten des Interregios nichts los gewesen. Ich bin früher mehrmals mit dem IR von Düsseldorf über Hagen und Siegen nach Gießen gefahren und war selbst freitagnachmittags oft der einzige im 1. Klasse-Wagen!

Die Fahrzeiten auf dieser Strecke sind topografisch bedingt jenseits von gut und böse. Abschnitte mit runter bis zu 70 km/h gehen auf das Gemüt und sind keine Konkurrenz zur A45. Die Etablierung der EC-Verbindung von Siegen über Frankfurt Richtung Österreich war ein einziger Flop, hat dafür aber eine wichtige Pendlertrasse auf der Main-Weser-Bahn zerschlagen.

Zitat:
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.

Siegen wird aufgrund seiner Lage immer Randlage bleiben, daran ändert einer weißer Doppelstock nichts. Zudem ist die Main-Weser-Bahn in den nächsten 5 bis 10 Jahren zwischen Friedberg und Frankfurt eine Baustelle mit teilweise erheblichen Kapazitätseinschränkungen (siehe die kommenden Osterwochen). Eine zusätzliche IC-Linie zwischen Gießen und Frankfurt bedeutet weitere Nachteile für den Regionalverkehr, weil es keine freien Trassen mehr gibt. Da müssen dann für den IC Hunderte von Nahverkehrs-Fahrgästen an die Seite.

Viele Grüße

Jürgen
Ohratalbahner schrieb:
Vielleicht könnte man ja mal etwas differenzieren. Der IC ist keine "weiße Regionalbahn", genau deswegen wird Gießen mit Fahrtrichtungswechsel ja nicht bedient. Übrigens ist Gießen überhaupt keine Großstadt. Das wollte ich nur mal einwerfen, weil hier ja fälschlicherweise immer behauptet wird, dass der IC die Großstädte umfahren würde.

Also Siegen und Hagen sind sehr wohl Großstädte und werden vom IC umfahren.
Ergo ist es nichtmal ein richtiger RE mit Großstadt-Anbindung, sondern eher eine RB, die nur kleine Halte bedient...

Ohratalbahner schrieb:
Zwischen Frankfurt und Siegen wird sich die Reisezeit gegenüber dem RE-Takt deutlich verkürzen, da ja nur Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg als Zwischenhalte vorgesehen sind. Auf der Ruhr-Sieg-Strecke wird die Reisezeit mindestens konstant bleiben.

Es bleibt eben NICHT konstant, wenn ich alle zwei Stunden die Direktverbindungen in die Großstädte wie Siegen oder Hagen kappe.
Darüber hinaus geht es schlicht ums Prinzip:
1. Der NWL ist nicht für den Fernverkehr zuständig, dieser soll per Gesetzt (!) eigenwirtschaftlich sein, also nicht alimentiert, wie es der NWL hier eigenmächtig versucht.
2. Der NWL hat die RE16 stündlich an Abellio vergeben, denen man hier Geld wegnimmt, um es der DB für die IC-Etikette zuzustecken.
3. Warum bestellt man nicht zusammen mit dem RMV (und innerhalb des Zuständigkeitsbereiches !) einen Nahverkehrs-Sprinterzug Frankfurt - Gießen - Siegen - Hagen - Dortmund on top ?
4. Der Nutzen ist für Pendler sehr gering, Fernreisende sind über KRM trotzdem schneller... WOFÜR das Ganze ??

Also doch Mauschelei am Start ?


Ohratalbahner schrieb:
Für das Siegerland wäre eine Direktverbindung nach Dortmund, Hamm und Münster sehr wichtig. Die Direktverbindung nach Essen entfällt ja nicht, sie wird halt nur nicht mehr jede Stunde angeboten.

WOZU ist denn bitte diese Direktverbindung so wichtig, vor allem nach Münster ? Um seiner selbst Willen ? Damit man sagen kann, yeah, wir haben es geschafft, wir können jetzt nach Münster fahren ?!
Ich glaube kaum, dass irgendjemand regelmäßig von Siegen nach Münster pendelt. Von Hagen gibt´s dafür übrigens sogar Direktverbindungen nach Hamm, Dortmund und Münster...

Ohratalbahner schrieb:
Wer glaubt, dass sich eine Fernverkehrsverbindung im Takt oder auch nur mit einigen Zugpaaren zusätzlich zum bereits bestehenden Nahverkehrsangebot rechnen würde, der lebt im Wolkenkuckucksheim.

Richtig.
Deshalb ist das Bestellerprinzip im Fernverkehr wichtig, falsch ist, Nahverkehrsmittel für Fernverkehrsverbindungen auszugeben, dazu sind diese Mittel schlicht nicht vorgesehen und fehlen ggf. sogar woanders - vielleicht sogar im NWL selbst.
Jürgen Lerch schrieb:
Ohratalbahner schrieb:

Zitat:
Klar gibt es auch Nachteile, so wird das 1500 Einwohner-Dorf Welschen Ennest künftig vermutlich seltener bedient. Aber schaut euch doch mal die gigantisch überwiegenden Vorteile an. Bald wird es möglich sein, im schönen Siegerland zu wohnen und dank attraktiver Reisezeiten zum Arbeiten ins deutlich weniger schöne Frankfurt zu pendeln. Siegen verliert seine Randlage, die die Stadt aktuell trotz der geographischen Lage mitten in Deutschland hinsichtlich des Schienenverkehrs ja irgendwie besitzt.
Siegen wird aufgrund seiner Lage immer Randlage bleiben, daran ändert einer weißer Doppelstock nichts. Zudem ist die Main-Weser-Bahn in den nächsten 5 bis 10 Jahren zwischen Friedberg und Frankfurt eine Baustelle mit teilweise erheblichen Kapazitätseinschränkungen (siehe die kommenden Osterwochen). Eine zusätzliche IC-Linie zwischen Gießen und Frankfurt bedeutet weitere Nachteile für den Regionalverkehr, weil es keine freien Trassen mehr gibt. Da müssen dann für den IC Hunderte von Nahverkehrs-Fahrgästen an die Seite.

Viele Grüße

Jürgen
Stimmt, was wir gerade unbedingt am dringendsten brauchen sind noch mehr Pendler, die hunderte km zur Arbeit und zurück pendeln *hust*.
Irgendwas nicht mitgekriegt da draußen?

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