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Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) lud DB-Verantwortliche, unter anderem Bertold Huber (Vorstand DB-Personenverkehr), Sven Hantel (Konzernbevollmächtigter Baden-Württemberg) und Jörg Sandvoß (Vorstand DB Regio) ein, morgens in ihren eigenen Zügen mitzufahren, um sich ein Bild von der der Lage zu machen.

In aller Herrgottsfrühe ging es um 5.58 Uhr in Stuttgart los, um sich die Meinungen der Pendler persönlich anzuhören:
Artikel der Stuttgarter Zeitung

Nebenbei kündigte DB Zugbus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) an, dass der Betrieb wegen der Grippewelle eingeschränkt wird:
Artikel der Südwestpresse

https://abload.de/img/unbenannt-1trcjm.png
Zweisystemer schrieb:
In aller Herrgottsfrühe ging es um 5.58 Uhr in Stuttgart los, um sich die Meinungen der Pendler persönlich anzuhören:
Artikel der Stuttgarter Zeitung
So eine Fahrt mit Vorstand ist sicher eine gute Idee, hat aber auch Tücken:

Zitat:
„Seit 31 Jahren fahre ich auf dieser Strecke, seit 31 Jahren! Was ich hier erlebe, ist schlimm“, sagt ein älterer Herr erbost. „Ich habe keine Hoffnung, dass es besser wird.“ Plötzlich fragt er misstrausch bei Hermann und Huber nach: „Sind Sie zufällig da? Kommen wir deshalb heute pünktlich an, weil Sie mitfahren?

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Grube soll sehr überrascht gewesen sein, als ihm eine von ihm angesprochene Zugführerin empfahl, auch mal mitzufahren, ohne das vorher jemandem zu sagen. So, wie das erzählt wird, schien der wirklich nichts von dem Wirbel zu ahnen, den seine Entourage gemacht hat. Auch wenn man so viel Naivität kaum glauben mag.

Der Minister kann sich so etwas anscheinend auch überhaupt nicht vorstellen ...

Warum wohl?

geschrieben von: 210

Datum: 09.03.18 22:14

Traumflug schrieb:
Zweisystemer schrieb:
In aller Herrgottsfrühe ging es um 5.58 Uhr in Stuttgart los, um sich die Meinungen der Pendler persönlich anzuhören:
Artikel der Stuttgarter Zeitung
So eine Fahrt mit Vorstand ist sicher eine gute Idee, hat aber auch Tücken:

Zitat:
„Seit 31 Jahren fahre ich auf dieser Strecke, seit 31 Jahren! Was ich hier erlebe, ist schlimm“, sagt ein älterer Herr erbost. „Ich habe keine Hoffnung, dass es besser wird.“ Plötzlich fragt er misstrausch bei Hermann und Huber nach: „Sind Sie zufällig da? Kommen wir deshalb heute pünktlich an, weil Sie mitfahren?
In der Täterä wurden solche Züge auch Zitteraale genannt.
Hatte zwar einen anderen Grund, dürfte aber aus betrieblicher Sicht der gleiche Effekt gewesen sein.
S´isch älles uffd Seit geraimt worda, bloß damit d´r Minischder mit de Bosse glatt ond pinktlich durchkommt.;-))

Re: Warum wohl?

geschrieben von: bollisee

Datum: 10.03.18 09:57

210 schrieb:
Traumflug schrieb:
Zweisystemer schrieb:
In aller Herrgottsfrühe ging es um 5.58 Uhr in Stuttgart los, um sich die Meinungen der Pendler persönlich anzuhören:
Artikel der Stuttgarter Zeitung
So eine Fahrt mit Vorstand ist sicher eine gute Idee, hat aber auch Tücken:

Zitat:
„Seit 31 Jahren fahre ich auf dieser Strecke, seit 31 Jahren! Was ich hier erlebe, ist schlimm“, sagt ein älterer Herr erbost. „Ich habe keine Hoffnung, dass es besser wird.“ Plötzlich fragt er misstrausch bei Hermann und Huber nach: „Sind Sie zufällig da? Kommen wir deshalb heute pünktlich an, weil Sie mitfahren?
In der Täterä wurden solche Züge auch Zitteraale genannt.
Hatte zwar einen anderen Grund, dürfte aber aus betrieblicher Sicht der gleiche Effekt gewesen sein.
S´isch älles uffd Seit geraimt worda, bloß damit d´r Minischder mit de Bosse glatt ond pinktlich durchkommt.;-))
Hinterher haben sie wahrscheinlich dem umtriebigen Hermann auf die Schulter geklopft und gemeint: Siehst Du Winnie, alles nicht so schlimm, Du übertreibst wieder mal mächtig... Und gleichzeitig wie im Comic gedacht, Strafe muss sein für das Neuausschreiben unserer einst so einträglichen BW-Strecken. Man sieht förmlich die Gedankenblasen schon vor eigenen Augen... Ein paar gotische Flüche bei den Herren aus Berlin und ein paar rhätische Flüche bei Zugbgleiterin und Herrmann. Szenen aus dem Zitteraal...

Re: Warum wohl?

geschrieben von: TriStar

Datum: 10.03.18 10:24

Ich denke es ist sehr wohl allen Beteiligten klar gewesen, dass dieser Zug an dem Tag pünktlich sein wird. Man kann so eine Fahrt mit Starbesetzung ja auch gar nicht "zufällig" planen. Denn die DB-Vorstände werden immer im Voraus Bescheid wissen, um welche Uhrzeit sie wo am Bahnhof zur Fahrt mit dem Minister eingeladen sind - und dementsprechend diesen Termin im Voraus auch weitergeben an die Fahrdienstleitung, dass da auch wirklich für den Zug alles rund läuft. Sobald man Bahn-Vorstände irgendwo hin zu einer bestimmten Uhrzeit bestellt, ist eine geheime Mitfahrt einfach nicht mehr möglich. Braucht man ja aber auch nicht, denn die Verspätungs-/Ausfallstatistiken zeigen ja die Probleme auf. Hier war es einfach ein Event, um im Zug Präsenz zu zeigen.

Vorteil war ein anderer

geschrieben von: ThomasR

Datum: 10.03.18 14:11

Der Vorstand hat mal, ungefiltert von seinen Grüne-Ampel-Stellern (Speichellecker, Stab, VP, SVP oder wie auch immer man das Volk nennt), mitgekrirgt, was die Kunden vor Ort denken und für Erfahrungen gemacht haben.

Solche Fahrten sind klar pünktlich und das Material ist in Ordnung. Aber was die Speichellecker nicht verhindern können, dass die ungefiltert die Meinung abkriegen. Schon manch örtlicher Fürst wurde danach weggeschickt.

Re: Vorteil war ein anderer

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 10.03.18 22:35

Ich bin noch so naiv zu glauben mir zu wünschen, daß Chefs die wirklich interesse an ihrem Laden haben, und ungefiltert sehen wollen ob und wie alles läuft, ab und zu einfach so mal irgendwo aufschlagen ohne daß davon irgend jemand weiß und sich das ganze mal ansehen.
Denn dann besteht durchaus die Chance daß die irgendwann auch mal den Totalzusammenbruch miterleben. Daß weder Fahrzeug- noch Infrastrukturseitig irgendwas klappt, und das ganze so lange und so arg mehr durcheinander kommt, bis niemand mehr so genau den Durchblick hat wer eigentlich gerade mit welchen Fahrzeugen welche Zugleistungen fährt usw und wie man den Ablauf irgendwann mal wieder ins planmäßige bekommen wird.

Re: Vorteil war ein anderer

geschrieben von: ifra

Datum: 10.03.18 23:23

Sehen wir doch das Positive: Die Bahn kann auch pünktlich sein.

Schade nur, dass die Chefs nicht täglich mit jedem Zug mitfahren.

Re: Vorteil war ein anderer

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 11.03.18 01:02

WU NE 81 schrieb:
Ich bin noch so naiv zu glauben mir zu wünschen, daß Chefs die wirklich interesse an ihrem Laden haben, und ungefiltert sehen wollen ob und wie alles läuft, ab und zu einfach so mal irgendwo aufschlagen ohne daß davon irgend jemand weiß und sich das ganze mal ansehen.
Denn dann besteht durchaus die Chance daß die irgendwann auch mal den Totalzusammenbruch miterleben. Daß weder Fahrzeug- noch Infrastrukturseitig irgendwas klappt, und das ganze so lange und so arg mehr durcheinander kommt, bis niemand mehr so genau den Durchblick hat wer eigentlich gerade mit welchen Fahrzeugen welche Zugleistungen fährt usw und wie man den Ablauf irgendwann mal wieder ins planmäßige bekommen wird.

Moin David,

diesmal kann ich Dir voll zustimmen. Einfach in den Zug einsteigen und mitfahren, aber ...

... das wäre nicht so pressewirksam.


Gruß aus Mannheim
Rolf



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 14:19.

Re: Warum wohl?

geschrieben von: gt670dn

Datum: 11.03.18 15:41

210 schrieb:
Traumflug schrieb:
Zweisystemer schrieb:
In aller Herrgottsfrühe ging es um 5.58 Uhr in Stuttgart los, um sich die Meinungen der Pendler persönlich anzuhören:
Artikel der Stuttgarter Zeitung
So eine Fahrt mit Vorstand ist sicher eine gute Idee, hat aber auch Tücken:

Zitat:
„Seit 31 Jahren fahre ich auf dieser Strecke, seit 31 Jahren! Was ich hier erlebe, ist schlimm“, sagt ein älterer Herr erbost. „Ich habe keine Hoffnung, dass es besser wird.“ Plötzlich fragt er misstrausch bei Hermann und Huber nach: „Sind Sie zufällig da? Kommen wir deshalb heute pünktlich an, weil Sie mitfahren?
In der Täterä wurden solche Züge auch Zitteraale genannt.
Hatte zwar einen anderen Grund, dürfte aber aus betrieblicher Sicht der gleiche Effekt gewesen sein.
S´isch älles uffd Seit geraimt worda, bloß damit d´r Minischder mit de Bosse glatt ond pinktlich durchkommt.;-))

Nur wäre es nicht auch den Mitarbeitern an der Basis zuträglich dem Zug keine Sonderbehandlung zukommen zu lassen, dass die Chefs die schlechte Situation erleben und so vielleicht Maßnahmen ergreifen die zu einer Verbesserung der Gesamtsituation führen?