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Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: gus78

Datum: 08.03.18 19:02

Im Zuge zum (angeblichen) Ausbau Jenas zum IC-Knoten soll auch endlich ein Hauptbahnhof gebaut werden. Burgau und Göschwitz sind wohl im Gespräch. Zusätzlich soll in die Infrastruktur um den neuen Hauptbahnhof investiert werden.

Ich bezweifle zwar, dass solch ein Bahnhof außerhalb der Stadt Sinn macht, aber lasse mich auch gerne eines besseren belehren.

[www.otz.de]

oder auch

[www.welt.de]

(@admin: Habe ein älteren Thread zur Bahnhofssituation Jenas trotz Suchfunktion nicht gefunden, obwohl so einer in meiner Erinnerung existierte. Bitte ggf. die Threads zusammenführen. Danke)

Haltepunkt Jena-Paradies

geschrieben von: elixir

Datum: 08.03.18 19:20

Hallo,

war die NBS Erfurt-Nürnberg schon in Bau, als man in Jena das Paradies schuf?

Gruß elixir
...und jedesmal waren alle nach der Diskussion so schlau wie vorher. Man kann gern die ...zigste Untersuchung machen wollen, aber an die Standorte im Süden bekommt man nunmal kein städtisches Leben hin.

Gruß Thomas

etwa gleichzeitig geplant...

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 08.03.18 19:35

elixir schrieb:
Hallo,
war die NBS Erfurt-Nürnberg schon in Bau, als man in Jena das Paradies schuf?

Der Beschluss zum Ausbau des Hp Paradies ist von 1993 (Verkehrsentwicklungsplan) mit der Annahme, dass ein B-Fernverkehrsprodukt auf der Saalebahn verbleibt. Übrigens ist im VEP von keinem FV-Kreuz die Rede, die Fernverkehrshalte sollten weiterhin getrennt in West und Paradies verbleiben.

Gruß Thomas
Aber jeden Tag werden neue Erdenbürger geboren und die wollen das auch mal diskutieren und nicht nur in Hinterlassenschaften der Altvorderen schmökern.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Flauschi

Datum: 08.03.18 21:07

gus78 schrieb:
Im Zuge zum (angeblichen) Ausbau Jenas zum IC-Knoten soll auch endlich ein Hauptbahnhof gebaut werden. Burgau und Göschwitz sind wohl im Gespräch. Zusätzlich soll in die Infrastruktur um den neuen Hauptbahnhof investiert werden.

Ich bezweifle zwar, dass solch ein Bahnhof außerhalb der Stadt Sinn macht, aber lasse mich auch gerne eines besseren belehren.

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(@admin: Habe ein älteren Thread zur Bahnhofssituation Jenas trotz Suchfunktion nicht gefunden, obwohl so einer in meiner Erinnerung existierte. Bitte ggf. die Threads zusammenführen. Danke)



...so wie in Kempten, so vor 50 Jahren der Kopfbahnhof in Kempten aufgegeben und an den Stadtrand verlagert wurde. Seitdem ist es für den Nahverkehr in die Innenstadt nur eingeschränkt tauglich.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Mark-Oh

Datum: 09.03.18 00:13

Flauschi schrieb:
gus78 schrieb:
Im Zuge zum (angeblichen) Ausbau Jenas zum IC-Knoten soll auch endlich ein Hauptbahnhof gebaut werden. Burgau und Göschwitz sind wohl im Gespräch. Zusätzlich soll in die Infrastruktur um den neuen Hauptbahnhof investiert werden.

Ich bezweifle zwar, dass solch ein Bahnhof außerhalb der Stadt Sinn macht, aber lasse mich auch gerne eines besseren belehren.

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(@admin: Habe ein älteren Thread zur Bahnhofssituation Jenas trotz Suchfunktion nicht gefunden, obwohl so einer in meiner Erinnerung existierte. Bitte ggf. die Threads zusammenführen. Danke)



...so wie in Kempten, so vor 50 Jahren der Kopfbahnhof in Kempten aufgegeben und an den Stadtrand verlagert wurde. Seitdem ist es für den Nahverkehr in die Innenstadt nur eingeschränkt tauglich.
Göschwitz wäre dann hauptsächlich eh für die Umsteiger, die die direkt nach Jena wollen steigen dann eh Paradies oder West um. Ausnahme dabei wären die Leute die nach Lobeda oder nach Göschwitz direkt wollen.
Edit: Aber um was für ein Herrgottswillen will denn dieser komische Schröder neue Straßenbahnstrecken bauen? Göschwitz ist Straßenbahnmäßig doch perfekt angebunden!
Das einzige was ich mir vorstellen könnte wäre eine Straßenbahn zum Westbahnhof!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.18 00:15.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: matric

Datum: 09.03.18 07:49

Da sind aber einige völlig von der Rolle. Ein dreistelliger Millionenbetrag damit es sich besser von Apolda nach Stadtroda(!) pendeln lässt, wie bitte?

Naja die Arbeitsgruppe wird sicher zu dem Schluss kommen, dass man Göschwitz gerade bereits neugebaut hat, dieses an die Straßenbahn angebunden ist und die Mehrheit der Fahrgäste ohnehin von oder nach, aber nicht durch Jena will und noch ein geringerer Teil über Eck umsteigt. Auszugeben braucht man also keine einzige müde Mark.

Wenn man sie übrig hat sollte man die postulierten Unsummen lieber in die Förderung neitech-fähiger ETs stecken damit man konkurrenzfähig bleibt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.18 07:50.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Saxobav

Datum: 09.03.18 14:56

Das ist nicht genau aus der Hauptstrompresse übertragen worden, so ungenau es dort auch selbst steht.

Es besteht ein Unterschied zwischen einem Kreuz und einem Knoten, wie man Elektroschaltplänen entnehmen kann.

Schon die altvorderen Planer hatten beim Jenaer Verkehrsbedürfnis erkannt, dass relativ wenig Bedarf zum Verkehr "über Eck" ist. Die einfache Verknüpfung dafür ist in Göschwitz gegeben. Für den zur Diskussion stehenden Personenverkehr gibt es die stadtnahen Bahnhöfe (mit großem Höhenunterschied). Das "IC-Kreuz" adressiert den Regional- und Fernverkehr im Saaletal sowie den Verkehr der wieder in Betrieb zu nehmenden "Mitte-Deutschland-Verbindung". Beide Relationen haben im Fernverkehr wenig miteinander zu tun und müssen diesbezüglich für den Regelbetrieb nicht verknüpft werden. Jena spielt als Uni-Stadt mit 30000 Studierenden nicht die Rolle zum Umsteigen, sondern als direktes Start-/Ziel-Gebiet. Und die nahe Lage "zum Westen" mit dem Eisenbahnkreuz spielte seit den 90iger Jahren eine zentrale Rolle bei der Akzeptanz bei westgeborenen Studierenden und führte zu überdurchschnittlichen Immatrikulationszahlen dieser.
Den Paradiesbahnhof kann man als Sonderbau der Späth-feudalen Stadtentwicklung sehen. Damals wollten sich die neuen Gebietsentwickler aus BaWü selbst Pyramiden bauen, in Erfurt waren die Hessen vorn. So schuf sich das Erfurter Gepränge das neue Erfurter ICE-Kreuz. Bis zur Inbetriebnahme hatte Jena einen komfortablen Fernbahnhof und entsprechende Anschlüsse. Jetzt muss sich eine linke Regierung in Erfurt (das war so wenig wie in USA im Plan) mit von den Vorgängern übernommenen Beamten bemühen, den Aufstand im Saaletal nieder- und die Stimmung hochzuhalten. Und da hilft dann wieder die Hauptstrompresse den Linken, den schmutzigen Deal mit dem Bayern-König mit der Autobahnmaut vergessen zu lassen und gemeinsam dem Eisenbahnmorgenrot entgegen zu gehen.
Man lasse es dabei, größeren Städten einen Oberoberbürgermeister zuzugestehen, aber es bei normalen funktionierenden Bahnhöfen zu belassen, das "Haupt" spielt nur bei autofahrenden Häuptlingen eine Rolle.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Krachhuhn

Datum: 10.03.18 23:31

gus78 schrieb:
Ich bezweifle zwar, dass solch ein Bahnhof außerhalb der Stadt Sinn macht, aber lasse mich auch gerne eines besseren belehren.
In Berlin steht der Hauptbahnhof doch auch "außerhalb" im Nichts. Alles kein Problem ...

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 11.03.18 00:21

matric schrieb:
Da sind aber einige völlig von der Rolle. Ein dreistelliger Millionenbetrag damit es sich besser von Apolda nach Stadtroda(!) pendeln lässt, wie bitte?
Sehe ich genauso. Der neue "Hauptbahnhof" hätte nur die Umsteigefunktion, die Göschwitz derzeit hat. Ohne die Halte in der Innenstadt (West und Paradies) wäre Jenas Bahnanbindung komplett ruiniert. Wohin gehen denn die massiven Berufspendler- und Studierendenströme? Vom Westbahnhof in die Innenstadt (Uni) und die Otto-Schott-Straße hoch (mehr zu Zeiss als zu Schott, natürlich auch zur FH). Alles fußläufig. Vom Paradiesbahnhof an die gleichen Stellen, ggf. mittels "Bus-Unterstützung" ab Löbdergraben Richtung Zeiss / FH. Der zweite große Industriestandort wird mittels Göschwitz perfekt bedient und das Klinikum in Lobeda hängt via Straßenbahn sehr gut an Göschwitz (so die Fahrzeiten abgestimmt sind). Dazwischen gibt es für nichts einen Sinn, außer, man will den Bus-/Straßenbahnverkehr danach massiv ausbauen, weil letztlich alle dann nur mit dem ÖPNV weiterkommen.

Auf die Halte in der Innenstadt kann man ohnehin nicht verzichten. Sieht so aus, als müsste der Fernverkehr dann aufgrund der Bedeutung beider Halte 2 mal in Jena halten. Da es unterhalb des ICE angesiedelt ist, erscheint mir das als möglich (ohne jetzt über Fahrzeiten / Taktzeiten etc. spekulieren zu wollen). Der Bedarf ist schon innerhalb der Stadt da und das direkte Umsteigen zwischen Nord-Süd und Ost-West gibt nen zweiten sinnvollen Grund. Dafür reicht aber Göschwitz.

Aber vielleicht braucht Jena ja was größeres fürs Streicheln des durch die ICE-Einstellung geschundenen Egos (für gut integrierte Jenaer und erst recht für die Jenenser gibt es ja nur eine Stadt auf dieser Welt, und die heißt Jena).

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: EXP

Datum: 11.03.18 08:03

In dem Hbf Dialog werden die FV Halte West und Paradies nicht in Frage gestellt. Laut den Quellen die ich lese geht es in dem Forum "nur" darum den Verknüpfungspunkt zu finden und in die Stadt einzubinden. Dabei stehen Burgau und Göschwitz im Raum. Befürchtung dass das Zentrum schlechter angebunden werden muß man aktuell nicht haben. :)

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: gus78

Datum: 11.03.18 10:21

EXP schrieb:
In dem Hbf Dialog werden die FV Halte West und Paradies nicht in Frage gestellt. Laut den Quellen die ich lese geht es in dem Forum "nur" darum den Verknüpfungspunkt zu finden und in die Stadt einzubinden. Dabei stehen Burgau und Göschwitz im Raum. Befürchtung dass das Zentrum schlechter angebunden werden muß man aktuell nicht haben. :)

Danke für den smilie! Es kann doch nicht ernsthaft jemand glauben, dass ein IC zukünftig innerhalb von 5 km zwei mal halten wird? Da mag die Bahn jetzt noch so viele Absichtserklärungen (oder sind es schriftliche Zusagen mit ggf. hohen Entschädigungssummen?) abgeben. Dieses Spiel kennt man doch mitlerweile. Wer einmal lügt dem traut man nicht.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: streu

Datum: 11.03.18 12:05

Zitat
Es kann doch nicht ernsthaft jemand glauben, dass ein IC zukünftig innerhalb von 5 km zwei mal halten wird?
So wie in Berlin Hbf und Südkreuz und Gesundbrunnen? Dresden Hbf und Dresden-Neustadt? Hamburg Hbf und Dammtor und Altona? (Köln und Deutz ging meine ich auch mal?)

--Stefan

Das sind andere Formate...

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 11.03.18 14:52

...ich würde mal behaupten, mehr als eine Handvoll Kunden werden in Burgau oder Göschwitz nicht umsteigen und das Umfeld dieser Halte generiert kaum Kunden (grüne Wiese, Gewerbeflächen, in Burgau noch ein Einfamilienhaus-Gebiet und ein dahin siechendes Einkaufszentrum aus der Nachwendezeit). Außerdem wird etlichen Leuten der RE-Verkehr reichen, der ja generell an den Zentrumshalten verbleiben wird; den Fernbus gibts auch noch (Flixbus bläst gerade zum Großangriff auf die Bahn in Jena, siehe Busforum) im Zentrum und ein paar Halte am Bf Göschwitz, und andere Kunden werden doch den Umweg über Erfurt und VDE8 machen (wenn ich richtig weit fort will, fällt der kaum ins Gewicht). Zur DR-Zeit gab es ja ein paar D-Zug-Halte in Göschwitz, aber wirklich nur, wenn die Bahn der Meinung war, es bringt was. Ungefähr die Hälfte der D-Züge fuhr durch.

Habe auch das Gefühl, überall wo die Linke hier politisch mitmischt, gibt es solchen undurchdachten Kram. Erst verpasst man die Gelegenheit, etwas zu ändern, dann will man mit Brachialgewalt und Gigantismus noch was reißen. In Göschwitz wurde gerade viel Geld in moderne Bahnsteige und Nebenanlagen gesteckt; bei einem neuen Halt in Burgau wäre die Investition völlig entwertet. (Beide Halte wären etwa 1200 m entfernt, dass der Regionalverkehr dann zweimal hält, kannst du vergessen. Da müsste auch die ganze Geh- und Radweg-Infrastruktur der Gegend vom alten Halt auf den neuen umgebogen werden, was nicht ganz einfach, aber möglich wäre.) Die ganzen Nebenflächen (für Bus-Verknüpfung, P&R, ...) sind in Göschwitz alle da, wenn auch nicht riesig, aber erweiterbar. In Burgau ist gar nix davon, nur die Straba fährt öfter vorbei. Urbanes Leben bekommt man an keine der beiden Stellen, denn drumherum gibt es funktionierendes Gewerbe u. Industrie, die man erstmal verlagern müsste. Eine Linken-Abgeordnete aus Jena regte sich mal auf, weil man dort von der Bahn aus einen Schrotti sieht, der würde nicht ins Bild eines Hightech-Standorts passen... so ein Pech auch, wo soll der sonst hin!

Hoffentlich ist der Bahner in der Arbeitsgruppe ein gestandener Ökonom und redet gegen Burgau; wir haben hier m. E. noch längere Zeit sinnvollere Gelegenheiten zum Geldausgeben.

Gruß Thomas

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: 182 025

Datum: 11.03.18 16:47

der Tages IC welcher zur Zeit fährt, hält jetzt schon in Göschwitz und Jena Paradies, wenn ich das gelegentlich sehe wird das auch gut angenommen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 16:47.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: gus78

Datum: 11.03.18 17:01

streu schrieb:
Zitat
Es kann doch nicht ernsthaft jemand glauben, dass ein IC zukünftig innerhalb von 5 km zwei mal halten wird?
So wie in Berlin Hbf und Südkreuz und Gesundbrunnen? Dresden Hbf und Dresden-Neustadt? Hamburg Hbf und Dammtor und Altona? (Köln und Deutz ging meine ich auch mal?)

--Stefan
Das sind aber alles End- bzw. Anfangsstationen. Genauso wie Jena jetzt. Zukünfig wäre Jena Durchgangsbahnhof. Frag aber mal in Offenbach, Mühlheim an der Ruhr, Bochum, Fürth usw. nach.

Jena aber auf eine Stufe mit Berlin, Hamburg und Dresden zu stellen, gefällt mir. :)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 17:03.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Mark-Oh

Datum: 11.03.18 17:28

182 025 schrieb:
der Tages IC welcher zur Zeit fährt, hält jetzt schon in Göschwitz und Jena Paradies, wenn ich das gelegentlich sehe wird das auch gut angenommen.
Man kann zumindest erstmal beruhigt sein was Göschwitz angeht!
Ich habe aus sicherer Quelle erfahren das es aller Voraussicht wohl Göschwitz werden wird und das Burgau einen sehr sehr schweren stand hat.
Was mir wichtig wäre im Zusammenhang mit Göschwitz, alle Busse die eh durch Göschwitz fahren Zukünftig in Bahnhofsnähe halten zu lassen. Das wäre die Linie 12, 43 und sämtliche Überlandbusse die im Endeffekt an Straßenbahnhaltestelle halten sollten, um so einen bessere Verknüpfung von Straßenbahn, Bus, Überlandbus und Zug zu schaffen.
Eventuell ringt man sich ja dann auch mal dazu durch der Frau Bayer ein paar Zuschüsse für ihr Bahnhofsgebäude zu geben wo man aktuell ja noch der Meinung ist das ein Bahnhofsgebäude welches sich im Privatbesitz befindet nicht Förderfähig ist.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: 182 025

Datum: 11.03.18 20:32

na wenn es so kommt und was aus meiner Sicht auch mehr Sinn macht wäre es schön. In Burgau ist a auch kein Platz mehr groß vorhanden seit dem der Betriebshof und die Sparkassen- Arena da sind.

In Göschwitz soll ja der Zugang von der Westseite auch geschaffen werden. Denke Gerade für Winzerla und Lobeda mit den Anschlüssen aus Stadtroda/Hermsdorf und Kahla wäre das ein guter Umstiegsbahnhof.

Und die Frau Beyer hat da echt was gutes aus dem Bahnhof bis jetzt gemacht wo man sie sicher auch mit einbinden kann im neuen Konzept.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: gus78

Datum: 11.03.18 22:09

182 025 schrieb:
na wenn es so kommt und was aus meiner Sicht auch mehr Sinn macht wäre es schön. In Burgau ist a auch kein Platz mehr groß vorhanden seit dem der Betriebshof und die Sparkassen- Arena da sind.

In Göschwitz soll ja der Zugang von der Westseite auch geschaffen werden. Denke Gerade für Winzerla und Lobeda mit den Anschlüssen aus Stadtroda/Hermsdorf und Kahla wäre das ein guter Umstiegsbahnhof.

Und die Frau Beyer hat da echt was gutes aus dem Bahnhof bis jetzt gemacht wo man sie sicher auch mit einbinden kann im neuen Konzept.
Ein Bahnhof Göschwitz muss ja nicht zwangsläufig exakt am bisherigen Standort sein. Eine Verlagerung um wenige hundert Meter in Richtung Norden wäre ja auch denkbar. So hätte man mehr Platz, insbesonder wenn man den Haupteingang in Richtung Westen plant. Ebenso wäre man, was die Gleisbelegung betrifft, bei Störungen flexibler.

Wäre denn auch eine Verlängerung der Straßenbahn ab Winzerla denkbar oder ist das unmöglich?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 22:10.

Re: Das sind andere Formate...

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 12.03.18 00:24

Thomas Wedekind schrieb:Zitat:
...ich würde mal behaupten, mehr als eine Handvoll Kunden werden in Burgau oder Göschwitz nicht umsteigen und das Umfeld dieser Halte generiert kaum Kunden
Wieviele Bahnfahrer dort tatsächlich die irgendwann entstehenden IC-Linien wechseln werden, vermag ich auch kaum zu orakeln. Ich nehme aber in Göschwitz heute schon deutliche Fahrgastzahlen wahr. Da sind die Berufspendler, die im dortigen Gewerbegebiet arbeiten (Jenoptik, Jena Optronik, Göpel, die zahlreichen anderen kleineren und größeren Untenrehmen), da sind die Schüler, die das staatliche Berufsschulzentrum in Göschwitz besuchen (und das ist groß!), da sind Leute, die von dort ans Klinikum nach Lobeda Ost fahren. Nur als Beispiel. Auch Umsteiger kenne ich - Richtung Norden raus, Saalbahnhof, Gewerbegebiet Löbstedt/Zwätzen. Sind günstigstenfalls in Göschwitz aus Gera kommend ca. 8 Minuten Umsteigezeit und deutlich schneller, als mit dem Jenaer ÖPNV weiterzufahren.

Burgau hätte da schon deutlich weniger zu bieten. Eventuell hätte man von Burgau aus nen Vorteil, wenn man von Süden auf der Saalebahn kommt und Richtung Zeiss oder FH will, ab Burgau mit dem Bus. Das zieht sich aber auch noch, ggf. ist dann Paradiesbahnhof und Bus ab Löbdergarben ähnlich schnell.

Thomas Wedekind schrieb:
Zitat:
Habe auch das Gefühl, überall wo die Linke hier politisch mitmischt, gibt es solchen undurchdachten Kram. Erst verpasst man die Gelegenheit, etwas zu ändern, dann will man mit Brachialgewalt und Gigantismus noch was reißen.
Bitte beachten: an der Einstellung des ICE-Verkehrs durch das Saaletal und an der Einstellung des seligen Interregio-Netzes haben die "Linken" nur den "Oppositionsbank-Anteil". Die Ministerpräsidenten hießen in Reihenfolge des Auftretens Duchac, Vogel, Althaus und Lieberknecht - allesamt von der CDU. Die Linke kam erst 2015. Dafür, dass sie wacklige Mehrheit hat und den "Hass-Bonus" vieler Thüringer genießt sowie im Regierungs-Hinterland gewiss nicht 100% neu aufgestellt ist, nur weil ein wackliger Machtwechsel erfolgte, engagieren die sich schon beeindruckend für einen zukunftsfähigen Verkehr. Gewissen Blödsinn, der aus Aktionismus geschieht, sollte (und wird) man schon einbremsen. Ich bin heilfroh, dass sich überhaupt endlich mal eine Landesregierung um zukunftsfähige und soziale Verkehrslösungen bemüht und was für die Bahn tut.

Den Jenaer "Hauptbahnhof" sehe ich aktuell als aktionistischen Bestandteil eines "Panik-Maßnahmepaketes" aufgrund der Auswirkungen von VDE 8. Den Unternehmen ist die Fernverkehrsanbindung in Jena sehr wichtig. Es war gerade vor paar Tagen wieder ein Artikel über eine Jenaer Softwaresfirma in der OTZ, auch dieses Unternehmen beklagte sich über den entfallenden Fernverkehr. Man wäre nun für potentielle Mitarbeiter nicht mehr attraktiv:

Nach Angaben des Unternehmens arbeiten etwa 70 Mitarbeiter am Standort in der Saalestadt, mit einem Büro in München und etlichen Außendienstmitarbeitern kommt man auf etwa 100 Beschäftigte – und das Unternehmen sucht händeringend Mitarbeiter. Wachstum allerdings, so moniert Sicherheitsspezialist Thomas Uhlemann, finde am Standort in Jena kaum noch statt. Nachdem der ICE zwischen München und Berlin über Erfurt fährt, gelte die Saalestadt bei potenziellen Bewerbern als schlecht erreichbar. „Die Fahrtzeit mit der Bahn nach München etwa hat sich spürbar erhöht“ – wie auch die Fahrpreise.

[jena.otz.de]


Thomas Wedekind schrieb:
Zitat:
In Göschwitz wurde gerade viel Geld in moderne Bahnsteige und Nebenanlagen gesteckt; bei einem neuen Halt in Burgau wäre die Investition völlig entwertet.
...und die Göschwitzer Bahnhofsgebäude-Investorin (auch das ist ja für sich schon eine Superstory) wäre derbe verar... worden.


Thomas Wedekind schrieb:Zitat:
Hoffentlich ist der Bahner in der Arbeitsgruppe ein gestandener Ökonom und redet gegen Burgau; wir haben hier m. E. noch längere Zeit sinnvollere Gelegenheiten zum Geldausgeben.
Da müssten nicht nur Ökonomen gegen Burgau stimmen. Gegen Burgau spricht alles außer "wir sind Jena, wir können uns einen neuen Bahnhof leisten". Da man in Jena aber jeden Tag in den Keller muss, um das Geld, das da liegt, zu wenden, damit die Scheine nicht schimmlig werden, sollte man schon wachsam bleiben, was da verzapft werden könnte.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 12.03.18 03:42

gus78 schrieb:
Ein Bahnhof Göschwitz muss ja nicht zwangsläufig exakt am bisherigen Standort sein. Eine Verlagerung um wenige hundert Meter in Richtung Norden wäre ja auch denkbar. So hätte man mehr Platz, insbesonder wenn man den Haupteingang in Richtung Westen plant. Ebenso wäre man, was die Gleisbelegung betrifft, bei Störungen flexibler.

Wäre denn auch eine Verlängerung der Straßenbahn ab Winzerla denkbar oder ist das unmöglich?

Du meinst, die Fläche vom alten HKW-Kohlebahnhof mit nutzen? Ja gut, ginge wohl, würde aber kein Problem lösen, das nicht schon gelöst wäre (und Achtung: sauteuer, da Sumpfgelände u. Altlastenstandort). Der schon lange angedachte Standort Burgau (gegenüber dem JeNah-Betriebshof) WAR vor 15 Jahren gut, als in den alten Bf Göschwitz noch nix investiert war und die Straba dort noch fehlte. Bezüglich der verkehrlichen Lage ist der eigentlich nicht zu schlagen und hat den Vorteil ggü. dem Altstandort, dass auch die Linie 5 dran vorbei fährt. Die Nebenanlagen müssten dann auf die Fläche zwischen Sparkassen-Arena, Wasserwerk Burgau und Gleisdreieck, da ist reichlich Platz; oder man integriert die Unterführung der Lobedaer Str. und nutzt noch Flächen südlich davon. Bahnbetrieblich wären wohl Weichenverbindungen am stadtwärtigen Ende zu bauen; vielleicht müssten noch außen Ausweichgleise angestückelt werden. Das liefe dann als reine Verlängerung des Bf. Göschwitz.

Ob das alles gerechtfertigt wäre, um stattdessen den gerade renovierten Altstandort aufzugeben (anders wirds kaum gehen), ist die Frage. Ist außerdem näher an der Innenstadt, provoziert noch mehr Verteilungskämpfe zwischen dort und Bf. Paradies/West.

Gruß Thomas

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: EXP

Datum: 12.03.18 07:51

Immer hin gibt es in Jena beteiligte an dem Dialog die schon gut aufpassen werden, dass West und Paradies FV Halte bleiben.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Mark-Oh

Datum: 12.03.18 07:56

gus78 schrieb:
182 025 schrieb:
na wenn es so kommt und was aus meiner Sicht auch mehr Sinn macht wäre es schön. In Burgau ist a auch kein Platz mehr groß vorhanden seit dem der Betriebshof und die Sparkassen- Arena da sind.

In Göschwitz soll ja der Zugang von der Westseite auch geschaffen werden. Denke Gerade für Winzerla und Lobeda mit den Anschlüssen aus Stadtroda/Hermsdorf und Kahla wäre das ein guter Umstiegsbahnhof.

Und die Frau Beyer hat da echt was gutes aus dem Bahnhof bis jetzt gemacht wo man sie sicher auch mit einbinden kann im neuen Konzept.
Ein Bahnhof Göschwitz muss ja nicht zwangsläufig exakt am bisherigen Standort sein. Eine Verlagerung um wenige hundert Meter in Richtung Norden wäre ja auch denkbar. So hätte man mehr Platz, insbesonder wenn man den Haupteingang in Richtung Westen plant. Ebenso wäre man, was die Gleisbelegung betrifft, bei Störungen flexibler.

Wäre denn auch eine Verlängerung der Straßenbahn ab Winzerla denkbar oder ist das unmöglich?
Machbar wäre es auf alle Fälle.
Durch die Straße am Kraftwerk und dann eine Rampe nach unten auf das ehemalige Gleisfeld und dann ab ins Gewerbegebiet Jena21, hinter der Berufsschule am Zukünftigen Ausgang von der Unterführung dann eine Stumpfendestelle.
Wenn die Linie 4 ins Gewerbegebiet JenA4 fahren würde könnte zur Haltestelle Bf. Göschwitz West dann die Linie 1 fahren und die Linie 3 im 10 Minuten Takt.
Aber weder bei dem einen Ast noch bei dem anderen Ast sehe ich genug Fahrgastpotential!

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Felix Kaiser

Datum: 12.03.18 08:15

Auf der Westseite wird mit dem Durchstich eine Bushaltestelle entstehen, wo mindestens die 13 und die Überlandbusse halten werden. Die Schleife an der Feuerwehr wird ja zurückgebaut werden. Ob dann die 18 noch auf die Ostseite fahren wird, halte ich nicht für absolut sicher. Die Planungen dafür laufen derzeit.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Mark-Oh

Datum: 12.03.18 08:30

Felix Kaiser schrieb:
Auf der Westseite wird mit dem Durchstich eine Bushaltestelle entstehen, wo mindestens die 13 und die Überlandbusse halten werden. Die Schleife an der Feuerwehr wird ja zurückgebaut werden. Ob dann die 18 noch auf die Ostseite fahren wird, halte ich nicht für absolut sicher. Die Planungen dafür laufen derzeit.
Die 13 gibt es nicht mehr du meinst bestimmt die 12.
Die neue Haltestelle kommt vorne an die Kreuzung wo die Schleife abgeht, aus meiner Sicht hat das relativ wenig mit dem Bahnhof zu tun!
Mit dem Bahnhof hätte es was zu tun wenn der Bus hinter dem Berufsschulzentrum fahren würde und direkt vor der Unterführung halten würde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 16:07.

Re: Das sind andere Formate...

geschrieben von: Saxobav

Datum: 12.03.18 11:55

Das ursprüngliche Thema war ja ein Haupt-/Zentralbahnhof für Jena nach der Politikermeldung zu einem IC-Kreuz in Jena.
Das entspricht eben der Quadratur des Kreises, da verschiedene Gegebenheiten in Jena einer praktischen Umsetzung Grenzen setzen.

- IC-Kreuz hat einen klaren Bezug zu Fernverkehr. Das ist mehr als ein RE-Verkehr Halle-Bamberg oder Zwickau-Erfurt. Für solche sich kreuzenden IC-Verkehre gibt es keine Umsteigebeziehungen in Jena, wohl aber für Ein- und Ausstieg.
- Die "Stadt Jena" liegt nicht in Göschwitz-Lobeda im flachen Land, wo ein niveaugleicher Umsteigebahnhof kostengünstig zu realisieren wäre.
- Die "Großstadt Jena" mit ihren Verkehrsbeziehungen erstreckt sich von Dorndorf oder Zwätzen bis Kahla, selbst darin läge ein großer Umsteigebahnhof in Göschwitz nicht zentral.
- Selbst in den "reichen" 90iger Jahren hat man sich nicht für eine Untertunnelung der Saalebahn durch das Stadtzentrum entschieden, mit zentrumsnahem Tiefbahnhof in der Nähe der Ost-West-Eisenbahnstrecke (fußläufig).

Die Diskussion hier geht eher um einen Umsteigebahnhof für regionale Belange, für den dann die Reisenden kilometerweit mit anderen energie- und kostenintensiven Verkehrsträgern umherreisen müssen und dabei noch Zeit verlieren und Geld ausgeben. In der Summe werden sich die Investitionen für den IC-Verkehr nicht rechnen, und die Motivation liegt ja in einer simplen Nachfolge für den ICE-Verkehr. Und da war so wenig Kleingeld da (oder so viel Arroganz), dass man nicht mal fristgerecht paar Triebzüge für den gemeinsamen durchgehenden RE-Verkehr Halle-Bamberg beschaffen konnte. Das lag an Thürigen und SA und nicht an Bayern.

Wenn man zukünftig schneller und elektrisch unterwegs sein will, stellt sich die Frage nach elektrischen Neigetechnikzügen. Wenn man die 605/610/611/612er (auf Elektrotraktion) oder die 442er (auf NGT) nicht umrüstet, hat man dann ein Loch. Vielleicht lassen sich aber mit den überschüssigen Hauptbahnhofgeldern paar Linienoptimierungen längs der Saale durchführen, mit denen man ohne NGT schnell genug fahren kann und wo Güterbahnen und Anwohner gemeinsame Vorteile haben. Oder Gera freut sich auf einen 160 km/h-Anschluß nach Leipzig, nachdem dort schon einige Jahre keine SVT mehr nach Berlin fahren. Alles OT, leider.

Re: Das sind andere Formate...

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 26.04.18 12:38

"Die Zeit drängt: Jena plant Gutachten zu neuem Bahnhof": [www.thueringer-allgemeine.de]

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