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Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: gus78

Datum: 11.03.18 22:09

182 025 schrieb:
na wenn es so kommt und was aus meiner Sicht auch mehr Sinn macht wäre es schön. In Burgau ist a auch kein Platz mehr groß vorhanden seit dem der Betriebshof und die Sparkassen- Arena da sind.

In Göschwitz soll ja der Zugang von der Westseite auch geschaffen werden. Denke Gerade für Winzerla und Lobeda mit den Anschlüssen aus Stadtroda/Hermsdorf und Kahla wäre das ein guter Umstiegsbahnhof.

Und die Frau Beyer hat da echt was gutes aus dem Bahnhof bis jetzt gemacht wo man sie sicher auch mit einbinden kann im neuen Konzept.
Ein Bahnhof Göschwitz muss ja nicht zwangsläufig exakt am bisherigen Standort sein. Eine Verlagerung um wenige hundert Meter in Richtung Norden wäre ja auch denkbar. So hätte man mehr Platz, insbesonder wenn man den Haupteingang in Richtung Westen plant. Ebenso wäre man, was die Gleisbelegung betrifft, bei Störungen flexibler.

Wäre denn auch eine Verlängerung der Straßenbahn ab Winzerla denkbar oder ist das unmöglich?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 22:10.

Re: Das sind andere Formate...

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 12.03.18 00:24

Thomas Wedekind schrieb:Zitat:
...ich würde mal behaupten, mehr als eine Handvoll Kunden werden in Burgau oder Göschwitz nicht umsteigen und das Umfeld dieser Halte generiert kaum Kunden
Wieviele Bahnfahrer dort tatsächlich die irgendwann entstehenden IC-Linien wechseln werden, vermag ich auch kaum zu orakeln. Ich nehme aber in Göschwitz heute schon deutliche Fahrgastzahlen wahr. Da sind die Berufspendler, die im dortigen Gewerbegebiet arbeiten (Jenoptik, Jena Optronik, Göpel, die zahlreichen anderen kleineren und größeren Untenrehmen), da sind die Schüler, die das staatliche Berufsschulzentrum in Göschwitz besuchen (und das ist groß!), da sind Leute, die von dort ans Klinikum nach Lobeda Ost fahren. Nur als Beispiel. Auch Umsteiger kenne ich - Richtung Norden raus, Saalbahnhof, Gewerbegebiet Löbstedt/Zwätzen. Sind günstigstenfalls in Göschwitz aus Gera kommend ca. 8 Minuten Umsteigezeit und deutlich schneller, als mit dem Jenaer ÖPNV weiterzufahren.

Burgau hätte da schon deutlich weniger zu bieten. Eventuell hätte man von Burgau aus nen Vorteil, wenn man von Süden auf der Saalebahn kommt und Richtung Zeiss oder FH will, ab Burgau mit dem Bus. Das zieht sich aber auch noch, ggf. ist dann Paradiesbahnhof und Bus ab Löbdergarben ähnlich schnell.

Thomas Wedekind schrieb:
Zitat:
Habe auch das Gefühl, überall wo die Linke hier politisch mitmischt, gibt es solchen undurchdachten Kram. Erst verpasst man die Gelegenheit, etwas zu ändern, dann will man mit Brachialgewalt und Gigantismus noch was reißen.
Bitte beachten: an der Einstellung des ICE-Verkehrs durch das Saaletal und an der Einstellung des seligen Interregio-Netzes haben die "Linken" nur den "Oppositionsbank-Anteil". Die Ministerpräsidenten hießen in Reihenfolge des Auftretens Duchac, Vogel, Althaus und Lieberknecht - allesamt von der CDU. Die Linke kam erst 2015. Dafür, dass sie wacklige Mehrheit hat und den "Hass-Bonus" vieler Thüringer genießt sowie im Regierungs-Hinterland gewiss nicht 100% neu aufgestellt ist, nur weil ein wackliger Machtwechsel erfolgte, engagieren die sich schon beeindruckend für einen zukunftsfähigen Verkehr. Gewissen Blödsinn, der aus Aktionismus geschieht, sollte (und wird) man schon einbremsen. Ich bin heilfroh, dass sich überhaupt endlich mal eine Landesregierung um zukunftsfähige und soziale Verkehrslösungen bemüht und was für die Bahn tut.

Den Jenaer "Hauptbahnhof" sehe ich aktuell als aktionistischen Bestandteil eines "Panik-Maßnahmepaketes" aufgrund der Auswirkungen von VDE 8. Den Unternehmen ist die Fernverkehrsanbindung in Jena sehr wichtig. Es war gerade vor paar Tagen wieder ein Artikel über eine Jenaer Softwaresfirma in der OTZ, auch dieses Unternehmen beklagte sich über den entfallenden Fernverkehr. Man wäre nun für potentielle Mitarbeiter nicht mehr attraktiv:

Nach Angaben des Unternehmens arbeiten etwa 70 Mitarbeiter am Standort in der Saalestadt, mit einem Büro in München und etlichen Außendienstmitarbeitern kommt man auf etwa 100 Beschäftigte – und das Unternehmen sucht händeringend Mitarbeiter. Wachstum allerdings, so moniert Sicherheitsspezialist Thomas Uhlemann, finde am Standort in Jena kaum noch statt. Nachdem der ICE zwischen München und Berlin über Erfurt fährt, gelte die Saalestadt bei potenziellen Bewerbern als schlecht erreichbar. „Die Fahrtzeit mit der Bahn nach München etwa hat sich spürbar erhöht“ – wie auch die Fahrpreise.

[jena.otz.de]


Thomas Wedekind schrieb:
Zitat:
In Göschwitz wurde gerade viel Geld in moderne Bahnsteige und Nebenanlagen gesteckt; bei einem neuen Halt in Burgau wäre die Investition völlig entwertet.
...und die Göschwitzer Bahnhofsgebäude-Investorin (auch das ist ja für sich schon eine Superstory) wäre derbe verar... worden.


Thomas Wedekind schrieb:Zitat:
Hoffentlich ist der Bahner in der Arbeitsgruppe ein gestandener Ökonom und redet gegen Burgau; wir haben hier m. E. noch längere Zeit sinnvollere Gelegenheiten zum Geldausgeben.
Da müssten nicht nur Ökonomen gegen Burgau stimmen. Gegen Burgau spricht alles außer "wir sind Jena, wir können uns einen neuen Bahnhof leisten". Da man in Jena aber jeden Tag in den Keller muss, um das Geld, das da liegt, zu wenden, damit die Scheine nicht schimmlig werden, sollte man schon wachsam bleiben, was da verzapft werden könnte.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 12.03.18 03:42

gus78 schrieb:
Ein Bahnhof Göschwitz muss ja nicht zwangsläufig exakt am bisherigen Standort sein. Eine Verlagerung um wenige hundert Meter in Richtung Norden wäre ja auch denkbar. So hätte man mehr Platz, insbesonder wenn man den Haupteingang in Richtung Westen plant. Ebenso wäre man, was die Gleisbelegung betrifft, bei Störungen flexibler.

Wäre denn auch eine Verlängerung der Straßenbahn ab Winzerla denkbar oder ist das unmöglich?

Du meinst, die Fläche vom alten HKW-Kohlebahnhof mit nutzen? Ja gut, ginge wohl, würde aber kein Problem lösen, das nicht schon gelöst wäre (und Achtung: sauteuer, da Sumpfgelände u. Altlastenstandort). Der schon lange angedachte Standort Burgau (gegenüber dem JeNah-Betriebshof) WAR vor 15 Jahren gut, als in den alten Bf Göschwitz noch nix investiert war und die Straba dort noch fehlte. Bezüglich der verkehrlichen Lage ist der eigentlich nicht zu schlagen und hat den Vorteil ggü. dem Altstandort, dass auch die Linie 5 dran vorbei fährt. Die Nebenanlagen müssten dann auf die Fläche zwischen Sparkassen-Arena, Wasserwerk Burgau und Gleisdreieck, da ist reichlich Platz; oder man integriert die Unterführung der Lobedaer Str. und nutzt noch Flächen südlich davon. Bahnbetrieblich wären wohl Weichenverbindungen am stadtwärtigen Ende zu bauen; vielleicht müssten noch außen Ausweichgleise angestückelt werden. Das liefe dann als reine Verlängerung des Bf. Göschwitz.

Ob das alles gerechtfertigt wäre, um stattdessen den gerade renovierten Altstandort aufzugeben (anders wirds kaum gehen), ist die Frage. Ist außerdem näher an der Innenstadt, provoziert noch mehr Verteilungskämpfe zwischen dort und Bf. Paradies/West.

Gruß Thomas

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: EXP

Datum: 12.03.18 07:51

Immer hin gibt es in Jena beteiligte an dem Dialog die schon gut aufpassen werden, dass West und Paradies FV Halte bleiben.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Mark-Oh

Datum: 12.03.18 07:56

gus78 schrieb:
182 025 schrieb:
na wenn es so kommt und was aus meiner Sicht auch mehr Sinn macht wäre es schön. In Burgau ist a auch kein Platz mehr groß vorhanden seit dem der Betriebshof und die Sparkassen- Arena da sind.

In Göschwitz soll ja der Zugang von der Westseite auch geschaffen werden. Denke Gerade für Winzerla und Lobeda mit den Anschlüssen aus Stadtroda/Hermsdorf und Kahla wäre das ein guter Umstiegsbahnhof.

Und die Frau Beyer hat da echt was gutes aus dem Bahnhof bis jetzt gemacht wo man sie sicher auch mit einbinden kann im neuen Konzept.
Ein Bahnhof Göschwitz muss ja nicht zwangsläufig exakt am bisherigen Standort sein. Eine Verlagerung um wenige hundert Meter in Richtung Norden wäre ja auch denkbar. So hätte man mehr Platz, insbesonder wenn man den Haupteingang in Richtung Westen plant. Ebenso wäre man, was die Gleisbelegung betrifft, bei Störungen flexibler.

Wäre denn auch eine Verlängerung der Straßenbahn ab Winzerla denkbar oder ist das unmöglich?
Machbar wäre es auf alle Fälle.
Durch die Straße am Kraftwerk und dann eine Rampe nach unten auf das ehemalige Gleisfeld und dann ab ins Gewerbegebiet Jena21, hinter der Berufsschule am Zukünftigen Ausgang von der Unterführung dann eine Stumpfendestelle.
Wenn die Linie 4 ins Gewerbegebiet JenA4 fahren würde könnte zur Haltestelle Bf. Göschwitz West dann die Linie 1 fahren und die Linie 3 im 10 Minuten Takt.
Aber weder bei dem einen Ast noch bei dem anderen Ast sehe ich genug Fahrgastpotential!

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Felix Kaiser

Datum: 12.03.18 08:15

Auf der Westseite wird mit dem Durchstich eine Bushaltestelle entstehen, wo mindestens die 13 und die Überlandbusse halten werden. Die Schleife an der Feuerwehr wird ja zurückgebaut werden. Ob dann die 18 noch auf die Ostseite fahren wird, halte ich nicht für absolut sicher. Die Planungen dafür laufen derzeit.

Re: Hauptbahnhof Jena

geschrieben von: Mark-Oh

Datum: 12.03.18 08:30

Felix Kaiser schrieb:
Auf der Westseite wird mit dem Durchstich eine Bushaltestelle entstehen, wo mindestens die 13 und die Überlandbusse halten werden. Die Schleife an der Feuerwehr wird ja zurückgebaut werden. Ob dann die 18 noch auf die Ostseite fahren wird, halte ich nicht für absolut sicher. Die Planungen dafür laufen derzeit.
Die 13 gibt es nicht mehr du meinst bestimmt die 12.
Die neue Haltestelle kommt vorne an die Kreuzung wo die Schleife abgeht, aus meiner Sicht hat das relativ wenig mit dem Bahnhof zu tun!
Mit dem Bahnhof hätte es was zu tun wenn der Bus hinter dem Berufsschulzentrum fahren würde und direkt vor der Unterführung halten würde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.18 16:07.

Re: Das sind andere Formate...

geschrieben von: Saxobav

Datum: 12.03.18 11:55

Das ursprüngliche Thema war ja ein Haupt-/Zentralbahnhof für Jena nach der Politikermeldung zu einem IC-Kreuz in Jena.
Das entspricht eben der Quadratur des Kreises, da verschiedene Gegebenheiten in Jena einer praktischen Umsetzung Grenzen setzen.

- IC-Kreuz hat einen klaren Bezug zu Fernverkehr. Das ist mehr als ein RE-Verkehr Halle-Bamberg oder Zwickau-Erfurt. Für solche sich kreuzenden IC-Verkehre gibt es keine Umsteigebeziehungen in Jena, wohl aber für Ein- und Ausstieg.
- Die "Stadt Jena" liegt nicht in Göschwitz-Lobeda im flachen Land, wo ein niveaugleicher Umsteigebahnhof kostengünstig zu realisieren wäre.
- Die "Großstadt Jena" mit ihren Verkehrsbeziehungen erstreckt sich von Dorndorf oder Zwätzen bis Kahla, selbst darin läge ein großer Umsteigebahnhof in Göschwitz nicht zentral.
- Selbst in den "reichen" 90iger Jahren hat man sich nicht für eine Untertunnelung der Saalebahn durch das Stadtzentrum entschieden, mit zentrumsnahem Tiefbahnhof in der Nähe der Ost-West-Eisenbahnstrecke (fußläufig).

Die Diskussion hier geht eher um einen Umsteigebahnhof für regionale Belange, für den dann die Reisenden kilometerweit mit anderen energie- und kostenintensiven Verkehrsträgern umherreisen müssen und dabei noch Zeit verlieren und Geld ausgeben. In der Summe werden sich die Investitionen für den IC-Verkehr nicht rechnen, und die Motivation liegt ja in einer simplen Nachfolge für den ICE-Verkehr. Und da war so wenig Kleingeld da (oder so viel Arroganz), dass man nicht mal fristgerecht paar Triebzüge für den gemeinsamen durchgehenden RE-Verkehr Halle-Bamberg beschaffen konnte. Das lag an Thürigen und SA und nicht an Bayern.

Wenn man zukünftig schneller und elektrisch unterwegs sein will, stellt sich die Frage nach elektrischen Neigetechnikzügen. Wenn man die 605/610/611/612er (auf Elektrotraktion) oder die 442er (auf NGT) nicht umrüstet, hat man dann ein Loch. Vielleicht lassen sich aber mit den überschüssigen Hauptbahnhofgeldern paar Linienoptimierungen längs der Saale durchführen, mit denen man ohne NGT schnell genug fahren kann und wo Güterbahnen und Anwohner gemeinsame Vorteile haben. Oder Gera freut sich auf einen 160 km/h-Anschluß nach Leipzig, nachdem dort schon einige Jahre keine SVT mehr nach Berlin fahren. Alles OT, leider.

Re: Das sind andere Formate...

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 26.04.18 12:38

"Die Zeit drängt: Jena plant Gutachten zu neuem Bahnhof": [www.thueringer-allgemeine.de]

Aufruf ggf. via Google-Trefferliste.

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