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Pressemitteilung des Bayrischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr von heute:
Zitat
Mehr Elektromobilität auf der Schiene

München, 23. Januar 2018 (stmi). Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute dem Kabinett ein Konzept für mehr Elektromobilität auf der Schiene in Bayern vorgelegt – die „Bayerische Elektromobilitäts-Strategie Schiene zur Reduzierung des Dieselverkehrs im Bahnnetz in Bayern“ – kurz BESS genannt. „Unser Ziel ist, auf der Schiene den Anteil des Dieselverkehrs zugunsten schadstoffarmer elektrischer Antriebe deutlich zu senken“, betonte Herrmann.

Das unterstütze den nationalen Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung und sei ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Luftreinhaltedebatte, liefere aber ebenso bessere Rahmenbedingungen für einen noch attraktiveren bayerischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Schienengüterverkehr. Der Verkehrsminister sieht eine Reihe von Vorteilen: „Elektrisch angetriebene Züge sind umweltfreundlicher, leiser, leistungsfähiger, wartungsärmer und in der Summe deutlich günstiger als Dieselzüge.“ Herrmann schlägt vor, die wichtigsten Schienenpersonenverkehrs-Strecken möglichst rasch zu elektrifizieren.

Neben dem Bundesverkehrswegeplan sei dafür notwendig, dass der Bund wie angekündigt ein Sonderprogramm zur Elektrifizierung auflege. Bayern selbst will in seinem Regionalverkehrsnetz voraussichtlich mindestens sechs Pilotprojekte für innovative Antriebstechniken in den nächsten Jahren finanzieren, um weitere Erkenntnisse über die Eignung der Antriebstechniken und Züge im Hinblick auf eine schrittweise Umrüstung der im Freistaat verkehrenden SPNV-Flotte zu gewinnen.

Regionale Elektrifizierungsprojekte

Herrmann erläuterte, dass im Freistaat zwar vorrangig mittelfristig bei den überregionalen Strecken des Bundesverkehrswegeplans erfreulicherweise einige Ausbauprojekte mit Elektrifizierung umgesetzt würden, jedoch bei den regionalen Strecken darüber hinaus ein hoher Bedarf und Nutzen für den Bau von Oberleitungen bestehe. Daher sollen aus bayerischer Sicht die Elektrifizierungen der folgenden sieben Bahnstrecken prioritär angepackt werden:

• die Strecke Aschaffenburg – Miltenberg inkl. Hafenbahn Aschaffenburg (43 km; Unterfranken),
• die Strecke Ebersberg – Wasserburg a. Inn (19 km; Oberbayern),
• das Oberlandnetz mit den drei Teilstrecken Holzkirchen – Lenggries, Schaftlach – Tegernsee und Holzkirchen – Bayrischzell (84 km; Oberbayern),
• die Strecke Simmelsdorf-Hüttenbach – Neunkirchen am Sand (10 km; Mittelfranken),
• die Strecke Kaufering – Landsberg a. Lech (5 km; Oberbayern),
• die Strecke Markt Erlbach – Siegelsdorf (18 km; Mittelfranken),
• die Strecke Neu-Ulm – Memmingen – Kempten inklusive der Stichstrecke Senden – Weißenhorn (94 km; Schwaben).

Nach Herrmanns Worten basiert die Auswahl in erster Linie auf einheitlichen verkehrlichen Bewertungskriterien. Dazu gehören vor allem Kosten-Nutzenbetrachtungen und weitere Aspekte wie besondere Umweltbelange. So sollen insbesondere die Fahrten mit Dieselfahrzeugen unter Fahrdraht sowie die Dieselfahrten in die Ballungsräume hinein mit Blick auf die Luftreinhaltung deutlich reduziert werden. Auch sind zum Teil dann neue Direktverbindungen ohne Umsteigen möglich. Der Verkehrsminister rechnet bei den sieben Elektrifizierungsprojekten mit einem Investitionsbedarf von gut 600 Millionen Euro und hebt deshalb nochmals die Bedeutung des angekündigten Elektrifizierungsprogramms des Bundes hervor.

Vermeidung von Schadstoffen

Die wichtige zweite Säule, um den Bahnverkehr in Bayern noch nachhaltiger zu machen, bilden laut Herrmann Fahrzeuge, die mit innovativen Antriebstechniken schadstoffarm beziehungsweise schadstofffrei verkehren. „Den Fokus legen wir dabei insbesondere auf Strecken im Schienenpersonennahverkehr, die noch nicht konkret zur Elektrifizierung anstehen. Hier wollen wir rasch Pilotprojekte aufs Gleis bringen“, erklärte der Minister.

Er geht davon aus, dass es auf dem Markt in Kürze für den deutschen Bahnverkehr zugelassene Züge mit unterschiedlichsten Antriebsansätzen geben wird. Folgende Pilotprojekte soll die Bayerische Eisenbahngesellschaft gemeinsam mit den jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen im Freistaat in den nächsten Jahren umsetzen:

Eco DeMe Train (Eco Dieselelektrisch-Multiengine Train; Diesellokomotive mit zusätzlichem Stromabnehmerwagen) auf der Strecke Mühldorf – München (Oberbayern),
Eco Train (Diesel-/Batterie-Hybrid mit Stromabnehmer) auf der Strecke Schöllkrippen – Hanau (Unterfranken),
Oberleitungs-/Batterie-Hybrid auf der Strecke Ebern – Bamberg (Unterfranken/Oberfranken),
Oberleitungs-/Batterie-Hybrid auf der Strecke Gunzenhausen – Pleinfeld (Mittelfranken),
Oberleitungs-/Diesel-Hybrid auf der Strecke Bogen – Straubing – Radldorf – Neufahrn (– Landshut) (Niederbayern),
LOHC-Technik (Liquid Organic Hydrogen Carriers) auf den Strecken Augsburg – Füssen (Schwaben) und/oder Eichstätt Bahnhof – Eichstätt Stadt (Oberbayern),
Oberleitungs-/Batterie-Hybrid auf der Strecke des bayerischen Oberlandnetzes (Oberbayern).
Elektrifizierung des bayerischen Schienennetzes

Das öffentliche Schienennetz in Bayern umfasst rund 6.700 Kilometer, davon sind etwas mehr als 3.200 Kilometer elektrifiziert. Der Elektrifizierungsgrad des bayerischen Bahnnetzes liegt bei rund 49 Prozent. Bis 2021 wird sich vor allem durch die Inbetriebnahme der mit massiver finanzieller Unterstützung Bayerns vorangetriebenen Ausbaustrecke München – Lindau die Elektrifizierungsquote im bayerischen Gesamtnetz auf rund 50 Prozent erhöhen.

Bei Realisierung der Projekte, die sich aktuell im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans befinden, würde die Elektrifizierungsquote im Freistaat auf rund 57 Prozent steigen. Herrmann geht davon aus, dass nach der endgültigen Bewertung der Projekte im sogenannten Potentiellen Bedarf, die in Kürze durch den Bund erwartet wird, weitere Streckenelektrifizierungen in Bayern vorangebracht werden können.
[www.stmi.bayern.de]

PM der DB dazu:
Zitat
Bahn begrüßt Elektrifizierungs-Pläne des Freistaates
Aktuell plant die DB Strecken mit 550 Kilometer Länge unter Strom zu nehmen

Die Deutsche Bahn begrüßt das heute verkündete Programm des Freistaates zum Ausbau der Elektrifizierung und zur Förderung von innovativen Zug-Antriebstechniken. „Wir freuen uns, dass Verkehrsminister Herrmann die Initiative ergriffen hat und den politischen Nachdruck auf den weiteren Ausbau des elektrischen Bahnnetzes in Bayern legt“, so Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern.

Die Deutsche Bahn wird in diesem Jahr mit der Elektrifizierung der 155 Kilometer langen Strecke von München nach Lindau beginnen. Sie stellt das derzeit größte Vorhaben dieser Art im Freistaat dar und wird 2020 abgeschlossen sein. Dann sind nahezu alle Hauptstrecken unter Strom. Konkrete Elektrifizierungsplanungen laufen derzeit für insgesamt rund 550 Kilometer Streckenlänge darunter mehrere Strecken in Nordostbayern sowie die Verbindungen von München über Mühldorf nach Freilassing und Burghausen.

Josel: „Es gibt noch viel zu tun. Gerade auf Strecken, die fast nur von Regionalzügen befahren werden, besteht Handlungsbedarf; sei es durch Oberleitungen oder durch neue Technologien etwa mit Hybrid-Fahrzeugen, wie wir sie bei unserer Südostbayernbahn testen.“

2017 hatte der Bund einige bayerischen Strecken im neuen Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf aufgenommen und die Bahn mit dem Beginn von Planungen beauftragt.
[www.deutschebahn.com]

Wow! Ich bin ja weder CSU- noch Joachim Herrmann-Fan, aber dieses Konzept in dieser Breite nötigt mir vollen Respekt ab!!

Da setzt Bayern die Latte hoch für andere Bundesländer... ;-)
Wahlkampfzeit = Zeit der vielen Versprechen...

Angesichts der aktuellen Umfragewerte will die CSU halt als Entwicklungsmotor erscheinen....
Jetzt muss man dem König Horst bzw. seinem Thronfolger nur noch beibringen, dass man womöglich doch "Stromautobahnen" durchs weißblaue Bayernland bauen muss, damit man dieses ambitionierte Ziel der gesteigerten E-Mobilität auch durchsetzen kann...

Ansonsten Respekt, dass sogar Bahnen unter Strom gesetzt werden sollen, die noch vor ein paar Jahren stillgelegt werden sollten (wie Ebersberg - Wasserburg). Den Planungen ist Erfolg zu wünschen!

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg
Kaufering - Landsberg. Bedeutet das, man verzichtet zukünftig auf die Durchbindung nach Augsburg? Direkte S-Bahn Landsberg-München?
Tja.
Aber gerade Ebersberg-Wasserburg wäre ein Paradebeispiel, einfach die S-Bahn weiterzuführen. Genauso, wie es mit Dachau-Altomünster passiert ist.
Das dort kein Fahrdraht hängt, hat keinen verkehrlichen Grund, sondern dass Lkr Wasserburg seinerzeit einfach keinen Obulus zum MVV leisten wollte.
Also wurde die Strecke nicht in die S-Bahn integriert sondern in Ebersberg "abgebunden".

Holzkirchen-Oberlandstrecken hätten schon längst unter Draht gehört, nachdem durch die Taktverkehre das Aufkommen ordentlich gestiegen ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.18 16:47.
Leider ist Weilheim - Schongau nicht dabei. Eine Strippe würde wohl durchgehende Züge nach München erlauben, und die meisten Peitinger und Peißenberger wollen wohl lieber nach München, als nach Augsburg.

spock5407 schrieb:
Tja.
Aber gerade Ebersberg-Wasserburg wäre ein Paradebeispiel, einfach die S-Bahn weiterzuführen. Genauso, wie es mit Dachau-Altomünster passiert ist.
Das dort kein Fahrdraht hängt, hat keinen verkehrlichen Grund, sondern dass Lkr Wasserburg seinerzeit einfach keinen Obulus zum MVV leisten wollte.
Also wurde die Strecke nicht in die S-Bahn integriert sondern in Ebersberg "abgebunden".

Mit der S-Bahn würde sich aber auch die Fahrt nach München rein deutlich verlängen. Wasserburg - München Ost im S-Bahn-Tempo, puh. So blöd ist es nicht, dass die Wasserburg-RBs ab Grafing Bf. als Quasi-Stadtexpress durchrauschen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.18 16:59.
Und wo ist Freilassing-Mühldorf-München? Ist das Projekt zu groß oder als ABS38 eh in der Dauerplanung?
Mit der 2. Stamm soll ja eine Express-S-Bahn nach Ebersberg kommen. die könnte man Wasserburg weiterführen.
ingo st. schrieb:
Und wo ist Freilassing-Mühldorf-München? Ist das Projekt zu groß oder als ABS38 eh in der Dauerplanung?
Steht als ABS 38 im BVWP und ist damit wie (Rosenheim)-Regensburg-Hof und München-Memmingen-Lindau separat von den hier genannten, rein regionalen Projekten.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Heimatbahnhof Nürnberg Reichelsdorfer Keller,
jetzt nur noch fußläufiger S-Bahn-Haltepunkt an der KBS 910.

Wahlkampfzeit = Zeit der vielen Versprechen...

geschrieben von: Oja

Datum: 23.01.18 17:41

ist alles schön und gut....glaubt jemand die autofile csu wird das durchsetzen ?
Wenn, dann würd ich erst mal ulm-kempten und münchen-mühldorf auf doppelspur bringen...diese dämlichen wartezeiten wegen zugkreuzungen nerven nicht zu wenig.

dann würd ich erstmal ein paar strecken reaktivieren...wasserburg stadt...

....einen fahrdraht richtung bayrisch eisenstein wär auch nicht schlecht

ansonsten glaub ich der csu genauso viel wie bei der flüchtlings-obergrenze



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.18 18:01.
spock5407 schrieb:
Angesichts der aktuellen Umfragewerte will die CSU halt als Entwicklungsmotor erscheinen....
Wenn das zu mehr Elektrifizierung führt soll's Recht sein. Da stört dann auch nicht, dass man Bahnstrecken mit Oberleitung unter dem Buzzword "Elektromobilität" verortet.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
spock5407 schrieb:
Angesichts der aktuellen Umfragewerte will die CSU halt als Entwicklungsmotor erscheinen....
Wenn das zu mehr Elektrifizierung führt soll's Recht sein. Da stört dann auch nicht, dass man Bahnstrecken mit Oberleitung unter dem Buzzword "Elektromobilität" verortet.
Ich finde gut, dass man verschiedene Technologien im Vergleich testet.
Für die meisten anderen Länder ist ja der Wasserstoffzug schon die fertige Innovation. Mit Sackgassenpotenzial. Das klingt hier strategisch überzeugender, wenn sich diese Technik im Vergleich bewähren muss.
Bleibt spannend wie das umgesetzt wird, und was sich durchsetzen wird.
Hab ja keinerlei CSU- Affinität, aber wenn die interessantes tun, nur zu.

Gruß KG
Ohne genau Bescheid zu wissen, würde ich vermuten, dass es kein Inselbetrieb werden soll, sondern dass Nürnberg - Neunkirchen am Sand - Marktredwitz als überregionale Strecke für die Elektrifizierung vorgesehen ist (siehe Bahnausbau Nordostbayern).

Paartalbahn fehlt!

geschrieben von: 98507

Datum: 23.01.18 18:09

In der Aufstellung fehlt die Paartalbahn Ingolstadt - Augsburg Hochzoll. Der elektrische Lückenschluss wäre sinnvoll!
98 507



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.18 18:10.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Heimatbahnhof Nürnberg Reichelsdorfer Keller,
jetzt nur noch fußläufiger S-Bahn-Haltepunkt an der KBS 910.

Felin schrieb:
Ohne genau Bescheid zu wissen, würde ich vermuten, dass es kein Inselbetrieb werden soll, sondern dass Nürnberg - Neunkirchen am Sand - Marktredwitz als überregionale Strecke für die Elektrifizierung vorgesehen ist (siehe Bahnausbau Nordostbayern).
Richtig. Über Nürnberg - Marktredwitz - Eger kommt im Rahmen des Nordostbayern-Ausbaus die Strippe rüber.
Hallo Nabend,

da geb ich dir Recht, ein schönes Parkhaus oder einen ordentlichen P+R in Wasserburg und schon wäre die 304 Richtung München gut entlastet. Und dann vielleicht noch ab Wasserburg Stadtbahnhof fahren lassen.

Mfg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.18 20:50.
182 025 schrieb:
Hallo Nabend,

da geb ich dir Recht, ein schönes Parkhaus oder einen ordentlichen P+R in Wasserburg und schon wäre die 304 Richtung München gut entlastet. Und dann vielleicht noch ab Wasserburg Stadtbahnhof fahren lassen.

Mfg

Bis Wasserburg Stadt funktioniert wohl nur wenn man dem Stadtrat die Pistole vor die Brust hält

Re: Wahlkampfzeit = Zeit der vielen Versprechen...

geschrieben von: Henra

Datum: 24.01.18 00:16

Oja schrieb:
ist alles schön und gut....glaubt jemand die autofile csu wird das durchsetzen ?

Naja, das muss man schon etwas differenzieren. Ja, in Bayern wird auch noch ein gut ausgebaute Bundesstraße in den allerhintersten Winkel vorangetrieben. Aber in Sachen Bahnverkehr ist Bayern auch eher ganz gut dabei. Wenn man mal die ganz entlegenen Regionen etwas an Seite stellt war Bayern in Sachen Kahlschlag in der Fläche im Vergleich zu anderen Bundesländern eher zurückhaltend. Auch gibt es noch vergleichsweise viel Güterverkehr in der Fläche. Da haben Nordrhein Westfalen und vor allem Nordhessen ganz andere Maßstäbe gesetzt. In ganz Nordhessen hat fast keine einzige Nebenbahn überlebt.

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