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RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: ingo st.

Datum: 13.01.18 16:33

Der WDR macht Werbung in den Nachrichtungen um die "neue" IC2-Linie Frankfurt-Münster ab 2020.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 13.01.18 16:47

Zitat
Der WDR macht Werbung in den Nachrichtungen um die "neue" IC2-Linie Frankfurt-Münster ab 2020.
Nur die Nachteile die dieses Konstrukt mit sich bringt, hat der WDR mal wieder nicht auf dem Schrim.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 16:53

Meine Güte da hat sich aber jemand wirklich Mühe mit dem Artikel gegeben. Das ICE Bild ist da nur das Sahnehäubchen auf der Torte.

Davon mal abgesehen: Fernverkehr ist schön, aber abgesehen von der Relation Siegen - Münster selbst - ist dieses Etwas auch nur ein letzter Versuch den IC2 zu bewerben - und selbst dabei ein recht kläglicher.

Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt. Der dürfte auf dieser Relation übrigens auch schneller sein, denn sollte dieses ...Ding wirklich in Iserlohn halten dann absolut gute Nacht. Da in diesem überaus detaillierten Artikel nichts von einer Flügelung steht, wird der IC also von Frankfurt kommend in Letmahe stehenbleiben, dann Kopf machen, nach Iserlohn einfahren, in Iserlohn Kopf machen, und dann nach Münster weiterfahren. Es kann natürlich auch sein dass der IC stattdessen nur in Iserlohn-Letmahe hält, aber der Artikel gibt ja solche unwichtigen Informationen leider nicht an.

Selbst wenn er also durchfährt halte ich ihn für absolut überflüssig. Von Frankfurt dürfte es, wenn man sowieso Fernverkehr benutzt, deutlich schneller sein einfach nach Köln zu sprinten und von dort weiterzufahren. Von Iserlohn dürfte der RE ins Ruhrgebiet ebenfalls deutlich sinnvoller sein, da billiger und etwa gleichschnell. Lediglich das etwas gehandicappte Siegen dürfte sich über die geringfügig schnellere Verbindung nach Frankfurt und Hamm freuen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 17:05.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: AK1

Datum: 13.01.18 17:17

Der Artikel gibt zutreffend an, dass der IC2 in Iserlohn und Siegen halten wird. Dazu, welche Bahnhöfe das jeweils sind, enthält er keine Aussage.
Angesichts der Tatsache, dass auch früher Fernzüge in Lethmathe und Weidenau gehalten haben, ist das ziemlich naheliegend, dass das wieder so sein wird.
Wenn man zusätzlich weiß, das Gießen nicht bedient wird um das Kopfmachen zu vermeiden, gibt es sowieso keine Zweifel mehr.
Von Frankfurt aus wird der IC2 möglicherweise länger brauchen, er wird aber ziemlich sicher deutlich billiger sein (nicht nur aufgrund der Produktkategorie). Und es gibt natürlich ein paar neue umsteigefreie Verbindungen.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 17:27

Das klingt für mich trotzdem nach "eigentlich wollten wir einen IRE, aber das ist nicht so schön wie ein IC, also machen wir einen IC draus". Mal sehen ob das dann wieder zu so einem De Facto IRE wird, so wie zwischen Stuttgart und Singen, obwohl das auf dieser Linie absoluter Schwachsinn wäre.

Man könnte dieses Konzept so schön auf Mischverkehrstrecken mit Schnellverbindungsbedarf benutzen, etwa die Linke Rheinstrecke, aber das wären dann ja stinknormale IC ohne schönen Werbeeffekt...

Ich frage mich wann die Bahn endlich von dieser "Eigentlich ist es ein IR(E), aber wir wollen es nicht IR(E) nennen, denn IR(E) ist ja alt und wir sind so zukunftsweisend und haben diese Produktklasse abgeschafft, also führen wir sie niiiiiieeeeeee wieder ein, außerdem haben wir an allen Ecken und Enden bei der Beschaffung vom Rollmaterial gespart aber pssssst... Bitte gebt uns euer Nahverkehrsgeld für unsere Prestigeobjekte!!!!"-Farce absieht.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 17:39.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: VT605

Datum: 13.01.18 17:44

Acobono schrieb:
Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt.

Und wofür brauchst du einen schnelleren Zug zwischen Münster und Frankfurt? Zwischen Hagen und Gießen beträgt die Hg 140 km/h und die auch nur auf einem sehr kurzem Abschnitt. Also reicht der IC2 dort aus.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 17:56

VT605 schrieb:
Acobono schrieb:
Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt.
Und wofür brauchst du einen schnelleren Zug zwischen Münster und Frankfurt? Zwischen Hagen und Gießen beträgt die Hg 140 km/h und die auch nur auf einem sehr kurzem Abschnitt. Also reicht der IC2 dort aus.
Weil du damit direkt mein Argument bekräftigst warum ein "IC" auf dieser Strecke völlig fehl am Platz ist. Wie gesagt, abgesehen von der leicht schnelleren Verbindung Frankfurt-Siegen übernimmt dieses Teil den Job eines REs, mit IC Lackierung, entsprechender Produktklasse und entsprechenden Preisen. Und wie ich ebenfalls bereits erwähnte, wenn sie es dann zu einem Doppelsystem à la Stuttgart-Singen umwandeln ist das ganze wieder mal ein perfekter IRE ohne die Bezeichnung IRE. In jedem Fall wird, sollte wie im genannten Beispiel der Zug einen RE ersetzen, die einzige Veränderung sein, dass sich alle Fahrgäste an den Zwischenhalten darüber ärgern werden. Das ist ne vollkommen unnötige und geldermäßig entsetzlich miese Nummer. Profitunternehmen Deutsche Bahn I guess.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: keksi28

Datum: 13.01.18 18:03

Acobono schrieb:
VT605 schrieb:
Acobono schrieb:
Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt.
Und wofür brauchst du einen schnelleren Zug zwischen Münster und Frankfurt? Zwischen Hagen und Gießen beträgt die Hg 140 km/h und die auch nur auf einem sehr kurzem Abschnitt. Also reicht der IC2 dort aus.
Weil du damit direkt mein Argument bekräftigst warum ein "IC" auf dieser Strecke völlig fehl am Platz ist. Wie gesagt, abgesehen von der leicht schnelleren Verbindung Frankfurt-Siegen übernimmt dieses Teil den Job eines REs, mit IC Lackierung, entsprechender Produktklasse und entsprechenden Preisen. Und wie ich ebenfalls bereits erwähnte, wenn sie es dann zu einem Doppelsystem à la Stuttgart-Singen umwandeln ist das ganze wieder mal ein perfekter IRE ohne die Bezeichnung IRE. In jedem Fall wird, sollte wie im genannten Beispiel der Zug einen RE ersetzen, die einzige Veränderung sein, dass sich alle Fahrgäste an den Zwischenhalten darüber ärgern werden. Das ist ne vollkommen unnötige und geldermäßig entsetzlich miese Nummer. Profitunternehmen Deutsche Bahn I guess.

Der Zug wird perfekt für Sparpreise sein. Und die Nachfrage wird da nicht grade gering sein. Und der IC2 ist sicher kein RE.....Immer diese dummen Vorurteile *grml* Der Zug muss kostendeckend fahren und ggf. noch Gewinn erwirtschaften...Das ist auf solchen Strecken halt nur mit einem IC möglich.

Mfg

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: monza30

Datum: 13.01.18 18:05

Acobono schrieb:
Meine Güte da hat sich aber jemand wirklich Mühe mit dem Artikel gegeben.

nur als kleine Anmerkung:
der WDR hat die Texte der Online-Ausgabe stark reduziert und gekürzt. Es gbt da einen Streit (m.M: nach zu Recht) mit den Printmedien sprich: Tageszeitungen. Die wollen natürlich auch Geld verdienen und es stehen dort Arbeitsplätze auf dem Spiel. Deshalb eben nur stichpunktartige Beiträge auf dem Onlineportal...

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: volmefabi

Datum: 13.01.18 18:10

Also wenn der IC wie ein RE fahren sollte, wird er auf einem Teilabschnitt auch mit Nahverkehrsfahrkarten nutzbar sein! Wenn man sich über dessen Anerkennung nicht einig werden sollte, wird das bisherige Angebot aufrecht erhalten. Also werden keine Fahrgäste verärgert.

Ich wohne in Lüdenscheid und fahre ab 2019 jede Woche nach Wiesbaden. Also würde ich mich freuen, dass es den IC gibt, wenn ich nicht mehr in Siegen umsteigen muss und ab Siegen dann auch schneller unterwegs bin.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 18:13

keksi28 schrieb:
Zitat:
[...]
Der Zug wird perfekt für Sparpreise sein. Und die Nachfrage wird da nicht grade gering sein. Und der IC2 ist sicher kein RE.....Immer diese dummen Vorurteile *grml* Der Zug muss kostendeckend fahren und ggf. noch Gewinn erwirtschaften...Das ist auf solchen Strecken halt nur mit einem IC möglich.

Mfg
Der IC2 ist ein RE in grün. DoStos die jedem Kofferreisenden Kotzkrämpfe geben weil durch den Zug zu gehen nicht so wirklich geplant wurde, Verminderter Reisekomfort gegenüber den alten ICs (was in einigen Bereichen echt ein Kunststück ist), 160km/h Vmax und keine erhöhten Wagenkapazitäten gegenüber einem Standard RE oder IC, meist sogar weniger. Das einzige was sich wirklich ändert sind marginal bessere Sitze und die "Bordbar". Also nicht wirklkich ein IC, aber vielleicht ein bisschen besser als ein RE. Hm, seltsam, wie könnte man sowas bloß nennen.... (IR, IRE, SE....).

Das mit den Sparpreisen ist ja gerade das perfide. Der IC2 wird zum Teil von den Nahverkehrsgeldern mitfinanziert, wenn er einen RE ersetzt, da das Land dort dann keinen RE mehr bestellen muss. Die Gewinne aus den Sparpreiskäufen gehen aber zu 100% an DB. Das heißt, die Bahn tut hier nichts anderes als sich ihren Fernverkehr mit Nahverkehrsgeldern bezuschussen zu lassen. Der einzig Dumme daran ist wer dann auf den nicht mehr angefahrenen Halten einsteigen wollte, oder wer damit gerechnet hat mit seinem NRW Studiticket auch eine mit Nahverkehrsgeldern finanzierte Verbindung benutzen zu dürfen. Das ist eigentlich eine absolute Schweinerei, besonders da die Kapazität dadurch ja nicht mehr erhöht wird. Man kann sich lediglich an Abellio verlorene Nahverkehrslinien zurückschummeln.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 13.01.18 18:30

Bitte beruhige Dich wieder: 1 - 2 - 3. Es geht hier nur um einen IC, nicht um einen Vulkanausbruch.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: VT605

Datum: 13.01.18 18:33

Acobono schrieb:
VT605 schrieb:
Acobono schrieb:
Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt.
Und wofür brauchst du einen schnelleren Zug zwischen Münster und Frankfurt? Zwischen Hagen und Gießen beträgt die Hg 140 km/h und die auch nur auf einem sehr kurzem Abschnitt. Also reicht der IC2 dort aus.
Weil du damit direkt mein Argument bekräftigst warum ein "IC" auf dieser Strecke völlig fehl am Platz ist.

Das sind mit deinen Argumenten dann auch die IC im Rheintal oder zwischen Kassel-Gießen-Frankfurt, letztere sollte man dann über die SFS schicken. Ebenso würden deine unsinnigen Argumente dafür sprechen die IC von Norddeich nach Leipzig einzustellen, Berlin-Stralsund ebenso.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Der Hönnetaler

Datum: 13.01.18 18:34

Ich denke, viele haben noch nicht mitbekommen, dass das Produkt "IC" zukünftig nicht mehr viel mit dem zu tun haben wird, was die alten Hasen noch als "Intercity" kennengelernt haben. Künftig wird das der Billigflieger der DB werden und mehr oder weniger nur noch Zubringerdienste für die großen ICE-Strecken sein oder eben für "preisbewusste" Fahrgäste etwas länger, aber dann doch oft direkt unterwegs sein. Deshalb auch der eingeschränkte Komfort beim IC2.

Es ist ohnehin höchste Zeit, die Vermischung von ICE und IC zu beenden und klare Produkte zu definieren, statt den derzeitigen Kuddelmuddel weiter zu betreiben. Ich persönlich freue mich für die Region, wieder im Fernverkehrsnetz aufzutauchen. Und wenn er wieder in Letmathe und Werdohl sowie in Finnentrop, Altenhundem, SI-Weidenau und Dillenburg hält, macht das Sinn.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: volmefabi

Datum: 13.01.18 18:40

Danke für deinen Beitrag. Bin ganz deiner Meinung. Wir müssen jetzt halt nur sehen ob die Halte so kommen, wie du es beschrieben hast, oder man an jeder Milchkanne hält und NV Freigabe macht. Da hoffe ich mal, dass Abellio sich dagegen wehren kann.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 18:43

VT605 schrieb:
Acobono schrieb:
VT605 schrieb:
Acobono schrieb:
Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt.
Und wofür brauchst du einen schnelleren Zug zwischen Münster und Frankfurt? Zwischen Hagen und Gießen beträgt die Hg 140 km/h und die auch nur auf einem sehr kurzem Abschnitt. Also reicht der IC2 dort aus.
Weil du damit direkt mein Argument bekräftigst warum ein "IC" auf dieser Strecke völlig fehl am Platz ist.
Das sind mit deinen Argumenten dann auch die IC im Rheintal oder zwischen Kassel-Gießen-Frankfurt, letztere sollte man dann über die SFS schicken. Ebenso würden deine unsinnigen Argumente dafür sprechen die IC von Norddeich nach Leipzig einzustellen, Berlin-Stralsund ebenso.
Falsch. Wenn du die Aussage aus dem Kontext nimmst dann natürlich, aber es geht hier darum, dass der IC sich auf die Trasse des REs setzt, ohne eine wirkliche Verbesserung und in vielen Fällen eine Verschlechterung darzustellen (in diesem Fall in allen Zwischenhalten die der ersetzte RE bedient hätte, der IC es aber nicht tut). Und das nur, um möglichst viele Gelder abzugreifen, nicht etwa um eine wirkliche Verbesserung auf der Strecke darzustellen. Wenn man die haben wollte, hätte man ihn, statt ihn in Siegen Kopf machen zu lassen, über Siegstrecke - Siegburg - Köln Messe/Deutz nach Münster geführt, ergänzend (zwischen Siegen und K) zum NRW RE9. So hätte man die Verbesserung Siegen-Frankfurt gehabt, eine Direktverbindung nach Münster, und nur Kapazitätssteigerungen. Und sollte es tatsächlich so viele Fahrgäste Münster-Iserlohn geben, dann kann man auch die RE16 verlängern bzw erneut flügeln, oder sogar trennen.

Nebenbei bemerkt, würden die Rheintal-ICs zwischen Köln und Koblenz mit diesem Konzept fahren wäre das für die Pendler ein Segen. Aber das geht nicht, denn diese benötigen Vmax 200 km/h im weiteren Verlauf Richtung Hamburg, lassen sich also nicht mit unseren REs in Tarnlackierung beliefern.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 18:51.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Stefan3872

Datum: 13.01.18 18:48

Wer sich mal die Mühe macht und etwas bei Google umschaut. Findet schnell andere Artikel zum Thema die wesentlichen besser sind. In denen auch der Laufweg besser beschreiben ist. Konkret geht es wohl um

(Norddeich) - Münster - Dortmund - Hagen - Siegen - Frankfurt - (Karlsruhe)

in den anderen Artikeln steht garnicht von Iserlohn. Dafür von stops auf der Lennelinie.

Vorm Posten informieren sollte üblich sein

geschrieben von: Packwagen1980

Datum: 13.01.18 18:58

Letmathe ist ein Stadtteil von Iserlohn

-> [de.wikipedia.org]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 18:58.

Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.01.18 19:01

Moin,

tja, das blöde ist nur, das dieser IC ein Zusatzangebot ist, sprich dein geliebter RE von Hagen nach Siegen bleibt bestehen, dieser IC kommt neu dazu. Es gab zwar genau diesen Gedanken, das man es so macht, wie in Niedersachsen, aber hier haben sich die Aufgabenträger dagegen entschieden, auch aus Rechtlichen bedenken. Dabei ist es egal ob ich das Kind IC nenne oder wie es schon mal war IR.

mal ein Paar Links dazu:
[www.drehscheibe-online.de]
[www.nwl-info.de]

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 19:10

BR146106 schrieb:
Moin,

tja, das blöde ist nur, das dieser IC ein Zusatzangebot ist, sprich dein geliebter RE von Hagen nach Siegen bleibt bestehen, dieser IC kommt neu dazu. Es gab zwar genau diesen Gedanken, das man es so macht, wie in Niedersachsen, aber hier haben sich die Aufgabenträger dagegen entschieden, auch aus Rechtlichen bedenken. Dabei ist es egal ob ich das Kind IC nenne oder wie es schon mal war IR.

mal ein Paar Links dazu:
[www.drehscheibe-online.de]
[www.nwl-info.de]

gruß carsten
Tja, blöd nur dass selber suchen schlau macht und dieser deutlich aktuellere Artikel eben doch davon redet dass die IC wenn sie fahren die RE ersetzen.

[www.wp.de]

Zitat: "In den Stunden, in denen der IC fährt, fahren die Regionalexpresslinien (RE) nicht." Artikel ist vom 11.10.17

Also eben doch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 19:11.

Rege dich wieder ab

geschrieben von: 1208

Datum: 13.01.18 19:14

Du musst nicht damit fahren wenn es dir nicht gefällt. Es wird auch kein einziger RE entfallen, es handelt sich um ein zusätzliches Angebot. Edit: Wenn die neueste Meldung - im Gegensatz zu allen bisherigen - stimmt, entfällt kein RE-Halt mit Ausnahme Welschen Ennest. Keine zwingt dich in diesen Zug, wenn du raus bleibst bleibt mehr Platz für andere Fahrgäste.
Nebenbei, du musst dir auch keine Sorgen um die Wirtschaftlichkeit machen. Das kann die DB nur alleine für sich prüfen, da blickt sonst keiner durch. DB FV handelt übrigens nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, das habe ich erst diese Woche im Thread zu Freiburg -Basel hundertfach lesen müssen.

VG, 1208



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 19:19.

Re: Rege dich wieder ab

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 19:19

1208 schrieb:
Du musst nicht damit fahren wenn es dir nicht gefällt. Es wird auch kein einziger RE entfallen, es handelt sich um ein zusätzliches Angebot. Keine zwingt dich in diesen Zug, wenn du raus bleibst bleibt mehr Platz für andere Fahrgäste.
Nebenbei, du musst dir auch keine Sorgen um die Wirtschaftlichkeit machen. Das kann die DB nur alleine für sich prüfen, da blickt sonst keiner durch. DB FV handelt übrigens nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, das habe ich erst diese Woche im Thread zu Freiburg -Basel hundertfach lesen müssen.

VG, 1208
Auch für dich, gerne noch mal extra. Doch der IC ersetzt den RE.

"In den Stunden, in denen der IC fährt, fahren die Regionalexpresslinien (RE) nicht." Artikel vom 11.10.2017, [www.wp.de]

Klar, die DB handelt strikt nach Profitorientierung, was genau das ist warum es für den Durchschnittspendler bergab geht. Pendler und Regionalzüge lohnen sich aufgrund der Gelderverteilung alleine für die Bahn nicht, Fernverkehre schon. Wenn man dann noch mit einem Zug beides machen kann, und dabei alles abgreift umso besser. Steht übrigens auch in dem Artikel.

Und ob ich nun mit dem Zug fahre oder nicht - ein Beschiss vorallem gegenüber Abellio bleibt es trotzdem.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 19:21.

Re: Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.01.18 19:28

Moin,

es war mal vieles dazu angedacht, richtig. Aber es bleibt dabei, Abellio fährt weiterhin das Ruhr Sieg Netz, wie gewohnt. Hier mal die Ausschreibung dazu:

[www.drehscheibe-online.de]

[www.zughalt.de], hier ist besonders der letzte Absatz zu beachten

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Darf man nach der Quelle Deiner Aussagen bitten ? Laut NWL käme es zu einer Kannibalisierung zw. Siegen + Lemathe -bedeuted Nahverkehr fällt weg.
Er hält weder in Hagen Hbf- noch in Siegen Hbf und auch nicht in Gießen. Und damit entfallen sehr wichtige Umsteigepunkte.

"Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) will es Kunden der wegfallenden Regionalzüge ermöglichen, mit ihren Fahrkarten den IC zu benutzen."



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 19:32.

Re: Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 19:32

BR146106 schrieb:
Moin,

es war mal vieles dazu angedacht, richtig. Aber es bleibt dabei, Abellio fährt weiterhin das Ruhr Sieg Netz, wie gewohnt. Hier mal die Ausschreibung dazu:

[www.drehscheibe-online.de]

[www.zughalt.de], hier ist besonders der letzte Absatz zu beachten

gruß carsten
Lieber carsten, alle deine Artikel sind über ein Jahr älter als die Quelle die ich gepostet hatte. Normalerweise ist die jüngste Quelle korrekt. Wenn du also eine Quelle findest die berichtet, dass die REs doch nicht ausfallen, die jünger als 11.10.2017 ist, dann glaube ich dir auch.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: BOS

Datum: 13.01.18 19:38

SCHADE!

Nichts neues, auch trotz diesem neuen Faden zu einem Thema das sich seit Jahrzehnten um die eigene Achse dreht und versucht sich dabei in den eigenen Schwanz zu beißen.

Wurde wenigstens schon einmal überlegt, woher oder durch was sich diese Zuggattung bewegte, bewegen wird?

Auf einer Fläche von der Größe des Ruhrgebietes, wie immer man das rechnet, mit 5-7-10 Millionen Einwohnern, wohnen hier im Kreis Siegen Wittgenstein rund 250.000 Menschen und die müssen zum Teil 50 km und mehr zurücklegen, bevor sie überhaupt in Siegen-Weidenau zusteigen können.
Und mit dem Bus oder dem Zug ist das schon fast eine halbe Weltreise. Und dann die aktuelle Zuverlässigkeit in Sachen durchgeführte Zugfahrten!!!

Und mit dem Auto? Geht sicher deutlich schneller, aber da man das Auto nicht im Zug mitnehmen kann, bleibt die Frage, wohin damit? Weder in Weidennau, noch in Siegen selbst gibt es seit Jahrzehnten genügend Parkraum um nur annähernd von einem Park and Ride-System sprechen zu können.

Und im angrenzenden Sauerland ist es ja wohl ähnlich!
Hier leben nun mal hauptsächlich Tannenbäume und die sind bis auf "wenige" Ausnahmen bzg ihrer Verwandten der Weihnachtsbäume, wenig reisefreudig.
Was gibt es noch?
Viel zu viele Wildschweinfamilien. Aber es ist nicht bekannt, dass die jemals für irgendwas zahlen würden, für Fahrkarten schon gar nicht. Maximal sorgen sie noch für Zugausfälle!

Und dann muß man ja noch beachten, dass die Menschen in den jeweiligen Randbereichen der angsprochenen Kreise und Landschaften auch auf anderen Wegen zum Ziel finden. Bsw die Einwohner von Bad Laasphe, die sich auf "direktem" Wege Richtung Frankfurt bewegen.

Wie ist das eigentlich mit entsprechenden Gutachten? Was sagen die eigentlich aus über mögliche Reisendenströme?
Wer wohnt wo und arbeit oder studiert wo?

Ich habe früher öfter im IR Reisendenbefragungen durchgeführt. Was ich hier berichten kann, ist die Tatsache, dass auf der Linie Frankfurt - Münster ständig die Bewirtung auf der Kippe stand, oder öfter auch eingestellt wurde. Warum wohl?

Was ist das eigentlich für ein krankes Dauerthema ohne Auflösung?

Was zählt dabei eigentlich?

Was die Bahn will, oder was ihre Kunden brauchen?

Ich als Kunde brauche "nur" pünktliche und sichere und saubere Züge!
Mir ist es vollständig egal, wer die betreibt und was sonst noch alles an Modefragen in political correctness im Produkt zusammenfinden müssen.


Ich bin sowieso seit Jahren der Meinung, dass die Bahn seit Außerdienststellung ihrer B-ABm-Wagen nichts mehr an Reisegemütlichkeit auf die Räder stellen konnte.
So gesehen kann es auf lange Sicht sowieso nicht mehr so werden, dass man sich ums Bahnfahren reißen müßte!

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 19:47

BOS schrieb:
[...]

Was zählt dabei eigentlich?

Was die Bahn will, oder was ihre Kunden brauchen?


Was die Bahn will. Und das ist relativ einfach: Geld. Seit der Privatisierung ist die DB in allen ihren 250 Facetten dazu angehalten, Gewinn zu erwirtschaften. Da sind die Belange des Kunden zweitrangig, wenn er weniger zahlt als ein anderer. Du siehst es ganz recht, der Raum Siegen ist einwohnermäßig relativ klein. Und Fernfahrer und Geschäftsleute gibt es kaum. Da lohnen sich regionale Pendelverbindungen, die schon selbst bei gefüllten Zügen zu jeder Tageszeit kaum zu finanzieren sind, nicht, aber es lohnt sich von dort auch noch die Zuschussgelder abzugreifen. Die Dicke Kohle wird DB wohl auf ihren Prestigeverbindungen K-F, F-H, B-M und H-M machen, bei den Leuten die regelmäßig dort pendeln. Entsprechend fährt auch viel, schnell, und mit Priorität auf diesen Strecken und entsprechend hat man hier auch massenweise ausgebaut.

Wenn du 50000 Geschäftsleute pro Tag dazu kriegst, von Siegen nach gottweißwo zu pendeln, ist die Bahn schneller mit ner SFS und Anbindung vor deiner Tür als du "Hirnverbrannt" sagen kannst.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 19:48.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: D-Takter

Datum: 13.01.18 19:59

Hallo,
das Thema ist hier schon mehrfach erörtert worden.
Wenn der RMV mitgemacht hätte, hätte es eine Ausschreibung für die Gesamtlinie geben können.
So aber wird nun der NWL die Anerkennung des Westfalentarifs auf dem Abschnitt Münster - Siegen ausschrewiben. Noch ist die Veröffentlichung nicht da, aber ich gehe davon aus, dass nicht "generell Nahverkehrsfahrkarten" anerkannt werden sollen ( so ist es bei Norddeich - Bremen, so steht es in der Ausschreibung für Erfurt - Gera), sondern eben nur der Westfalentarif.
Mit Sparpreisen wird die DB also gegen die vielen Fernbusse antreten, die auf der Sauerlandlinie unterwegs sind.
Dass da etwas auf die Schiene zu holen ist, zeigt sich an der Reduzierung des Flixbus-Angebots zwischen Berlin und München, und dass der Fernbus bbomt, wenn die Bahn nichts Gescheites anbietet, kann man sehen, wenn man sich die Verbindung Berlin - Dresden ansieht. Da gibt es sogar noch ruinösen Wettbewerb und Busfahrkarten ab 5 Euro.
Der D-Takter

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: VT

Datum: 13.01.18 20:01

Irgendwie hätte es schon einen gewissen Reiz südlich von Karlsruhe einen roten Doppelstockzugumlauf durch einen ebensolchen weißen zu ersetzen und damit an den Bodensee zu fahren. ( Oder neben dem Takt irgendwo anders in den Schwarzwald, Seebrugg dürfte wegen der zukünftigen S-Bahn aber dicht sein)

Re: Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.01.18 20:05

Moin,

dann ändern sich dazu die Meldungen ja fast stündlich. Hier noch einmal ein Diskurs auf DSO dazu: [www.drehscheibe-online.de]. Etwas weiter unten dazu:[www.drehscheibe-online.de].

Auch wenn man in www sucht, gibt es dazu die unterschiedlichsten Meldungen, mein Wissenstand ist der, das es keine Einschränkungen geben wird. Wenn ich mir diesen Artikel aus der Westfalen Post durc[www.wp.de], durchlese, ist es eben nicht Fest, das der RE wegfällt bzw. der IC entsprechende Freigaben erhält. Deinen Wunsch nach jüngeren Artikeln kann ich somit leider nicht erfüllen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: VT605

Datum: 13.01.18 20:09

VT schrieb:
Irgendwie hätte es schon einen gewissen Reiz südlich von Karlsruhe einen roten Doppelstockzugumlauf durch einen ebensolchen weißen zu ersetzen und damit an den Bodensee zu fahren. ( Oder neben dem Takt irgendwo anders in den Schwarzwald, Seebrugg dürfte wegen der zukünftigen S-Bahn aber dicht sein)

Oder gleich durchbinden, von Norddeich bis Konstanz mit dem Dosto.

Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.01.18 20:13

Moin.

sehr schön festgestellt, eine Aufgabe der Wirtschaftsbahn ist es Geld zu verdienen, dieses ist so vom Besitzer gewollt, damit der arme Bürger, irgendwann mal keine Steuergroschen mehr dafür ausgeben muss. Also such man sich eben Wege um dieses zu verdienen, egal ob FV oder der NV. Aber das wollten viel Bürger vor vielen Jahren so haben, erst jetzt merken sie, das es zwar noch nie so viele Zugfahrten gab und das Angebot weiter verbessert wird, aber es gab eben auch viele Streichungen von Verbindungen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: agw

Datum: 13.01.18 20:13

keksi28 schrieb:
Acobono schrieb:
VT605 schrieb:
Acobono schrieb:
Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt.
Und wofür brauchst du einen schnelleren Zug zwischen Münster und Frankfurt? Zwischen Hagen und Gießen beträgt die Hg 140 km/h und die auch nur auf einem sehr kurzem Abschnitt. Also reicht der IC2 dort aus.
Weil du damit direkt mein Argument bekräftigst warum ein "IC" auf dieser Strecke völlig fehl am Platz ist. Wie gesagt, abgesehen von der leicht schnelleren Verbindung Frankfurt-Siegen übernimmt dieses Teil den Job eines REs, mit IC Lackierung, entsprechender Produktklasse und entsprechenden Preisen. Und wie ich ebenfalls bereits erwähnte, wenn sie es dann zu einem Doppelsystem à la Stuttgart-Singen umwandeln ist das ganze wieder mal ein perfekter IRE ohne die Bezeichnung IRE. In jedem Fall wird, sollte wie im genannten Beispiel der Zug einen RE ersetzen, die einzige Veränderung sein, dass sich alle Fahrgäste an den Zwischenhalten darüber ärgern werden. Das ist ne vollkommen unnötige und geldermäßig entsetzlich miese Nummer. Profitunternehmen Deutsche Bahn I guess.
Der Zug wird perfekt für Sparpreise sein. Und die Nachfrage wird da nicht grade gering sein. Und der IC2 ist sicher kein RE.....Immer diese dummen Vorurteile *grml* Der Zug muss kostendeckend fahren und ggf. noch Gewinn erwirtschaften...Das ist auf solchen Strecken halt nur mit einem IC möglich.
Du hast das Prinzip noch nicht verstanden. Der IC wird hier nicht kostendeckend fahren. Das weiß jeder.
Das Ziel ist, sich diesen IC mit einer Nahverkehrsticket-Anerkennung bezahlen zu lassen und entsprechend als RE zu fahren. Das weiß auch jeder. Das ist auch unstrittig. Dazu muss er allerdings den RE plattmachen, der dort sonst fährt, der schon maßgeschneidert ist.
Was strittig ist: Wie lange würde dieser IC pro forma fahren, wenn niemand für eine Nahverkehrsticket-Anerkennung bezahlen will? Fährt er gar nicht erst? Fährt er nur 1-2 Jahre?

Zudem ist der IC2 als Nahverkehrsfahrzeug auf der Sieg-Strecke (und auch weiter nördlich) völlig unpassend, da er keinen einzigen Einstieg auf 76cm hat.

Re: Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 20:14

BR146106 schrieb:
Moin,

dann ändern sich dazu die Meldungen ja fast stündlich. Hier noch einmal ein Diskurs auf DSO dazu: [www.drehscheibe-online.de]. Etwas weiter unten dazu:[www.drehscheibe-online.de].

Auch wenn man in www sucht, gibt es dazu die unterschiedlichsten Meldungen, mein Wissenstand ist der, das es keine Einschränkungen geben wird. Wenn ich mir diesen Artikel aus der Westfalen Post durc[www.wp.de], durchlese, ist es eben nicht Fest, das der RE wegfällt bzw. der IC entsprechende Freigaben erhält. Deinen Wunsch nach jüngeren Artikeln kann ich somit leider nicht erfüllen.

gruß carsten
In dem Artikel steht ziemlich klipp und klar dass die Bahn vorhat den IC an den RE-Halten halten zu lassen, und dass dafür ein RE wegfällt. Was nicht fest ist ist, ob der Westfalentarif eingeführt werden kann.

Der Absatz hier

Zitat
Das Geld, das der Nahverkehr auf diese Weise spart - immerhin ein Millionenbetrag pro Jahr - beansprucht die Deutsche Bahn für sich.
bestätigt auch genau das was ich meine. Das Land bestellt in der Zeit die (von der Bahn an Abellio verlorene) Leistung ab, das ersparte davon bekommt die DB für ihre "Leistung". Ich denke mal daher nicht dass der IC kommen wird bevor die Frage nach der Tarifintegration geklärt ist, damit man schön vorweisen kann man würde ja schließlich eine Regionalleistung anbieten, und wenn er dann kommen wird wird er die RE ersetzen, denn alles andere lohnt sich für die Bahn überhaupt nicht, sonst hätte sie den Fernverkehr nach Siegen überhaupt nicht erst eingestellt.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: agw

Datum: 13.01.18 20:33

volmefabi schrieb:
Also wenn der IC wie ein RE fahren sollte, wird er auf einem Teilabschnitt auch mit Nahverkehrsfahrkarten nutzbar sein! Wenn man sich über dessen Anerkennung nicht einig werden sollte, wird das bisherige Angebot aufrecht erhalten. Also werden keine Fahrgäste verärgert.

Ich wohne in Lüdenscheid und fahre ab 2019 jede Woche nach Wiesbaden. Also würde ich mich freuen, dass es den IC gibt, wenn ich nicht mehr in Siegen umsteigen muss und ab Siegen dann auch schneller unterwegs bin.
Die Frage ist doch, warum man zwei maßgeschneiderte RE überfahren muss, um einen Umstieg zu sparen?
Weil es einfacher ist, einen schlechten Pseudo-RE an ein privates FV-Unternehmen zu vergeben, als sich zwischen den NV-Bestellern zu einigien?

Wenn man solche Langläufer wie diesen IC wirklich wollte, könnte man auch die vorhandenen RE eins zu eins ersetzen, sodass man alle zwei Stunden von Essen nach Frankfurt durchfahren könnte. Wenn Dortmund - Siegen größeres Potential als Hagen - Siegen hätte, würde man auch zuerst über eine etwas schnellere (zwei)stündliche RE-(Umsteige)-Verbindung nachdenken, bevor man einen IC bestellt.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: agw

Datum: 13.01.18 20:43

BR146106 schrieb:
Moin.

sehr schön festgestellt, eine Aufgabe der Wirtschaftsbahn ist es Geld zu verdienen, dieses ist so vom Besitzer gewollt, damit der arme Bürger, irgendwann mal keine Steuergroschen mehr dafür ausgeben muss. Also such man sich eben Wege um dieses zu verdienen, egal ob FV oder der NV. Aber das wollten viel Bürger vor vielen Jahren so haben, erst jetzt merken sie, das es zwar noch nie so viele Zugfahrten gab und das Angebot weiter verbessert wird, aber es gab eben auch viele Streichungen von Verbindungen.
Deswegen wollen ja viele diesen IC nicht, weil damit weitere Züge an ihrer Station gestrichen würden. Verstehen kann man das schon.

Meinung nach ist die Aufgabe der Wirtschaftsbahn auch, das Geld erstmal vom Kunden zu bekommen und nicht vom Staat als Subvention (wie beim ICneu-Programm gedacht).
Wenn man Geld vom Staat (Land) will, sollte man sich vielleicht lieber mehr Mühe bei den Ausschreibungen geben und natürlich auch später nicht die schlechteste Leistung abliefern.

Nochmal: Wenn die DB diesen IC ohne Hilfe der NV-Verbände wirtschaftlich fahren könnte, würde er schon fahren. Die DB braucht niemanden fragen, wenn sie SPFV-Taktverkehr anbieten möchte.

Hessische Landesregierung zum IC (12.01.2018)

geschrieben von: EBZ-Gleis107

Datum: 13.01.18 20:56

Zum hessischen Teil der neuen IC-Verbindung gibt es die Antwort vom 12.01.2018 auf eine
Kleine Anfrage des Abg. Grüger (SPD) vom 17.11.2017 betreffend geplante Intercity-Linie 34 von Frankfurt bis Münster durch den Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Vorbemerkung des Fragestellers:
An der von der Deutschen Bahn laut Wetzlarer Neuen Zeitung vom 11.11.2017 für 2019 angekündigten neuen Intercity-Linie 34 zwischen Frankfurt und Münster gibt es laut des angegebenen Berichts in der WNZ erhebliche Kritik. Insbesondere werden Nachteile für Pendler befürchtet.

Link zum PDF-Dokument:

[starweb.hessen.de]
Moin,

deutet darauf hin das er zu NV Preisen unterwegs ist? Die ehemalige IR Linie hat auch fast überall gehalten, Werdohl, Altena, Altenhundem usw. und war eigentlich auch nur ein besserer RE.

gruß carsten

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Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: VT605

Datum: 13.01.18 21:04

agw schrieb:
Nochmal: Wenn die DB diesen IC ohne Hilfe der NV-Verbände wirtschaftlich fahren könnte, würde er schon fahren. Die DB braucht niemanden fragen, wenn sie SPFV-Taktverkehr anbieten möchte.

Das ist richtig. Es kann aber eben auch im Interesse der Verbünde sein eine Kooperation einzugehen. Zum einen drohen Trassenprobleme für die RE-Züge durch vertaktete Fv-Züge. Zum anderen würde es zu Einnahmeausfällen oder höheren Zuschüssen für die RE-Züge durch die Aufgabenträger kommen da natürlich ein Teil der Fahrgäste wechseln wird in den Fv-Zug. Und auch der NWL wollte sich ja ursprünglich nicht mehr beteiligen nachdem der VRR ausstieg, kehrte dann aber doch wieder an den Verhandlungstisch zurück.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 13.01.18 21:13

Der Hönnetaler schrieb:
Zitat:
Ich denke, viele haben noch nicht mitbekommen, dass das Produkt "IC" zukünftig nicht mehr viel mit dem zu tun haben wird, was die alten Hasen noch als "Intercity" kennengelernt haben.
Das wurde doch schon mit dem Fernverkehrskonzept 2030 der DB angekündigt:

Heutiger ICE und heutiger IC bilden zukünftig den ICE. Dazu wurde auch aus dem ICx der ICE4 - in allen Varianten.

Der IC2 - sprich IC-neu ist somit eine Zuggattung, die unterhalb des heutigen ICE und IC (im Wesentlichen) liegt. Ziel dieser Zuggattung im Nebenfernverkehrsnetz ist es, betriebswirtschaftlich günstigere Angebote zu stricken, daher geht man in der Fahrzeugauswahl auf ein niedrigerpreisiges Fahrzeug über, dass eben zu 160 statt 200 km/h führt, was in wesentlichen Teilen nicht relevant ist. Überdies will man die Betriebskosten weiter reduzieren, in dem man teilweise auf Subventionierungen durch die Aufgabenträger setzt und sich so die NV-Freigabe erkauft. Dies wiederum setzt natürlich voraus, dass der IC2 im Nahverkehr in diesen Abschnitten mitschwimmt und (potentielle) SPNV-Leistungen ersetzt. Zusätzlich erhofft man sich dadurch auch Wettbewerbsvorteile im SPNV für DB Regio...


Der Hönnetaler schrieb:
Zitat:
Künftig wird das der Billigflieger der DB werden und mehr oder weniger nur noch Zubringerdienste für die großen ICE-Strecken sein oder eben für "preisbewusste" Fahrgäste etwas länger, aber dann doch oft direkt unterwegs sein. Deshalb auch der eingeschränkte Komfort beim IC2.
Das würde ich so nicht sagen - ich finden den Komfort im IC2 nicht eingeschränkt. Für mich ist die größte Einschränkung der Fahrzeuge die 160 km/h, aber die sind wiederum auf wesentlichen Abschnitten nicht relevant.

Dagegen muss man beim ICE-Komfort deutliche Einschnitte im Sitzkomfort feststellen, was man beim Vergleich der ICE 3-Flotte untereinander sehr gut feststellen kann...

Der Hönnetaler schrieb:
Es ist ohnehin höchste Zeit, die Vermischung von ICE und IC zu beenden und klare Produkte zu definieren, statt den derzeitigen Kuddelmuddel weiter zu betreiben. Ich persönlich freue mich für die Region, wieder im Fernverkehrsnetz aufzutauchen. Und wenn er wieder in Letmathe und Werdohl sowie in Finnentrop, Altenhundem, SI-Weidenau und Dillenburg hält, macht das Sinn.
Für DB hat es aber Sinn, wenn gleichartig verkehrende Züge, die sich sturkturell kaum unterscheiden - auch gleichpreisig sind. Insofern zielt man ja auf die Vermischung von ICE und IC-alt. Der IC-neu (IC2) hat dagegen deutlichere unterschiede und bleibt dies auch tariflich gegenüber dem ICE.

Ich habe noch Unbehagen mit dem IC34, so lange das SPNV-Konzept noch nicht bekannt ist und diese eben keine strukturelle Verschlechterung aufweist. Wobei mein Hauptaugenmerk aber auf den Abschnitt Frankfurt-Gießen-Siegen liegt.

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Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 21:16

VT605 schrieb:
agw schrieb:
Nochmal: Wenn die DB diesen IC ohne Hilfe der NV-Verbände wirtschaftlich fahren könnte, würde er schon fahren. Die DB braucht niemanden fragen, wenn sie SPFV-Taktverkehr anbieten möchte.
Das ist richtig. Es kann aber eben auch im Interesse der Verbünde sein eine Kooperation einzugehen. Zum einen drohen Trassenprobleme für die RE-Züge durch vertaktete Fv-Züge. Zum anderen würde es zu Einnahmeausfällen oder höheren Zuschüssen für die RE-Züge durch die Aufgabenträger kommen da natürlich ein Teil der Fahrgäste wechseln wird in den Fv-Zug. Und auch der NWL wollte sich ja ursprünglich nicht mehr beteiligen nachdem der VRR ausstieg, kehrte dann aber doch wieder an den Verhandlungstisch zurück.
Das liegt vorallem daran dass der IC2 (trotz Regionalleistung) ein FV ist, sodass die Bahn ihm mit Fug und Recht in allem Priorität geben kann. Wenn es Verspätungen auszubessern gibt wird für ihn alles an die Seite geholt, er erhält primär Ein- und Ausfahrt usw. Die Bahn hat also mit diesem Konzept die Verbände mehr oder weniger in der Hand (indem sie androhen kann den trotzdem zu schicken). Feine Art das Ausschreibungsverfahren zu umgehen und besonders viel Geld einzusacken. Für die Bahnwirtschaft ist das IC2 Konzept ein Geniestreich, für jeden anderen eher weniger.

Die Bahn und die Verbände spielen effektiv Poker - Steigen die Verbände geschlossen aus, riskieren sie dass die Bahn den IC aus Trotz trotzdem schickt und so die Verbindungen kaputt macht, bleiben sie drin schmeißen sie der Bahn Geld in den Rachen für eine Leistung, die aktuell schon erbracht wurde.

Das ist eine Schweinerei sondergleichen.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: volmefabi

Datum: 13.01.18 21:26

agw schrieb:
"Wenn man solche Langläufer wie diesen IC wirklich wollte, könnte man auch die vorhandenen RE eins zu eins ersetzen, sodass man alle zwei Stunden von Essen nach Frankfurt durchfahren könnte. Wenn Dortmund - Siegen größeres Potential als Hagen - Siegen hätte, würde man auch zuerst über eine etwas schnellere (zwei)stündliche RE-(Umsteige)-Verbindung nachdenken, bevor man einen IC bestellt."

Das ist richtig, dass man es zuerst hätte mit einem RE versuchen können. Jedoch wäre damit jede Fahrt über Gießen gegangen und der RE wäre 10 Minuten länger unterwegs gewesen. Man muss versuchen jede Minute die sich möglicherweise einsparen lässt, einzusparen um die Leute in den Zug zu locken. Wenn der IC nun auch in Siegen-Weidenau direkt nach Dillenburg fährt, spart man noch mal ca 12 Minuten. Durch Einsparung von Haiger und Herborn werden noch mal 5 Minuten gespart. Wenn wir nun zusammenrechnen, kommen wir auf ca 27 Minuten, die der IC dann tatsächlich schneller ist. So kann man von Werdohl von einer Fahrtzeit von 2h20min mit dem IC schon von einer Verbesserung reden und der Zug dürfte gegenüber dem Auto mit 2h reiner Fahrtzeit konkurrenzfähiger sein.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.01.18 21:32

Moin,

das ist ja die Kurx dabei. Niedersachsen hat damit angefangen, im IC Nebenetz, entsprechend dafür zu bezahlen, um eigene Gelder zu behalten für den restlichen NV. Denn die Gefahr bestand dabei durchaus das der Fernverkehr seine ICs auf der Linie Bremen - Oldenburg - Norddeich in Bremen enden lässt, weil die Auslastung nicht ausreichend war um entsprechend wirtschaftlich zu fahren. Dieses war der Startschuss dafür, das eben auch in anderen Regionen, man diese Idee aufgegriffen hat. Der NWL steht dem ganzen Kritischer gegenüber und auf der MDV zwischen Hamm und Kassel hat man entsprechend reagiert und dieses Angebot nicht angenommen. Auch auf dieser Linie 34 sieht man es Kritischer, wie man es sieht. Ob diese Linie Sinnvoll ist oder nicht wird man dann sehen, wenn man Sie eingeführt hat, egal in welche Form. Das es wohl doch Bedarf gibt, scheint man erkannt zu haben, auch wenn man die ehemalige IR Linie damals systematisch zerlegt hat. Denn die A 45 wird in den nächsten Jahren zur Großbaustelle, weil man die Talbrücken erneuern muss und darauf scheint man ein Angebot zu planen, Umsteiger zu bekommen.

gruß carsten

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Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 13.01.18 21:36

Acobono schrieb:
Das liegt vorallem daran dass der IC2 (trotz Regionalleistung) ein FV ist, sodass die Bahn ihm mit Fug und Recht in allem Priorität geben kann. Wenn es Verspätungen auszubessern gibt wird für ihn alles an die Seite geholt, er erhält primär Ein- und Ausfahrt usw. Die Bahn hat also mit diesem Konzept die Verbände mehr oder weniger in der Hand (indem sie androhen kann den trotzdem zu schicken). Feine Art das Ausschreibungsverfahren zu umgehen und besonders viel Geld einzusacken. Für die Bahnwirtschaft ist das IC2 Konzept ein Geniestreich, für jeden anderen eher weniger.

Die Bahn und die Verbände spielen effektiv Poker - Steigen die Verbände geschlossen aus, riskieren sie dass die Bahn den IC aus Trotz trotzdem schickt und so die Verbindungen kaputt macht, bleiben sie drin schmeißen sie der Bahn Geld in den Rachen für eine Leistung, die aktuell schon erbracht wurde.

Das ist eine Schweinerei sondergleichen.
Es läge an der Politik diesem Schmuh der DB Einhalt zu gebieten. Die DB hat aber ein ganz anderes Druckmittel: Was meinst du was der Verkehrsminister vom Bundesrat und dem Städtetag zu hören bekommt, wenn er DB untersagt diesen Deal einzugehen und die Provinzfürsten von Lethmate, Gera oder Jena ihren IC nicht bekommen. Um die Bevorzugung von Fernverkehr und dem RE-Takt brauchst du dir keine Gedanken machen. Ohne Nahverkehrszuschuss fährt kein IC auch nur einen Meter. Sieht man ja an den Linien, deren Besteller den IC2-Deal schon abgelehnt haben. Wenn die DB eigenwirtschaftlich fahren könnte, würde sie das längst tun.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 13.01.18 21:39

D-Takter schrieb:Zitat:
Wenn der RMV mitgemacht hätte, hätte es eine Ausschreibung für die Gesamtlinie geben können.
So aber wird nun der NWL die Anerkennung des Westfalentarifs auf dem Abschnitt Münster - Siegen ausschrewiben. Noch ist die Veröffentlichung nicht da, aber ich gehe davon aus, dass nicht "generell Nahverkehrsfahrkarten" anerkannt werden sollen ( so ist es bei Norddeich - Bremen, so steht es in der Ausschreibung für Erfurt - Gera), sondern eben nur der West
Wozu sollte der RMV sich daran beteiligen? Er hat doch bereits einen RE-Stundentakt Gießen-Siegen und einen RE-Stundentakt Gießen-Fankfurt - samt verstärkender RB-Züge.
Überdies können RMV-Fahrgäste den IC mit Zuschlagsfahrkarten zum Verbundpreis bereits nutzen. Etwas was die Pendler aus dem Raum Fulda verloren haben (Umstellung von IC auf ICE-T und Einstellung des Pendler-IC)...

Zudem könnte eine Abbestellung des zweistündlichen RE99 Gießen-Siegen teuer werden, immerhin hat die HLB hierfür entsprechende Fahrzeuge und entsprechendes Personal vorrätig. Letzteres wäre nicht so problematisch wie ersteres. Offen bleibt auch die Frage, wie damit die stündliche Korrespondenz in Siegen Hbf umgegangen wird, immerhin gibt es ja auch Fahrgäste, die in der Achse Köln - Gießen umsteigen wollen, ebenso jene in der Achse (Köln-)Betzdorf - Essen... Durch die Umfahrung von Siegen Hbf gibt es hier ebenso Anpassungsbedarf wie zwischen Gießen und Wetzlar.

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Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 13.01.18 21:42

Murrtalbahner schrieb:
Zitat:
Es läge an der Politik diesem Schmuh der DB Einhalt zu gebieten. Die DB hat aber ein ganz anderes Druckmittel: Was meinst du was der Verkehrsminister vom Bundesrat und dem Städtetag zu hören bekommt, wenn er DB untersagt diesen Deal einzugehen und die Provinzfürsten von Lethmate, Gera oder Jena ihren IC nicht bekommen.
Tja, wenn der Bund auch nicht der Aufgabe nachkommt und definiert, welcher öffentliche Fernverkehr als Teil der Daseinsvorsorge unabdingbar ist und abklärt, wie dieser realisiert werden kann, wird sich dieses Thema nicht ändern.


Murrtalbahner schrieb:
Um die Bevorzugung von Fernverkehr und dem RE-Takt brauchst du dir keine Gedanken machen. Ohne Nahverkehrszuschuss fährt kein IC auch nur einen Meter. Sieht man ja an den Linien, deren Besteller den IC2-Deal schon abgelehnt haben. Wenn die DB eigenwirtschaftlich fahren könnte, würde sie das längst tun.
Das kommt auf die Strecken(abschnitte) an - nicht in jedem Teilabschnitt wird der IC2 subventioniert mit NV-Freigabe verkehren...

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Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: VT605

Datum: 13.01.18 21:44

Murrtalbahner schrieb:
Ohne Nahverkehrszuschuss fährt kein IC auch nur einen Meter. Sieht man ja an den Linien, deren Besteller den IC2-Deal schon abgelehnt haben. Wenn die DB eigenwirtschaftlich fahren könnte, würde sie das längst tun.

Die Linie 55 fährt ohne Zuschuss, die Linie 56 auf dem größten Teil ihrer Strecke auch.

Gegenfrage: Warum gehen viele darauf ein?

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.01.18 21:45

Moin,

auf der einen Seite rühmt man sich doch damit, der DB den Garaus zu machen, weil die angeblich nichts können, aber wenn es um das Prestige Objekt Fernverkehr geht, kriecht man denen förmlich in den Arsch, damit auch dieser Zug ja kommt! Eigentlich machen die sich auch alles etwas vor und der Kritiker fällt darauf rein. Ob diese Konzept der Wahrheit letzter Schluss ist, steht auf einem anderen Blatt, aber im Rahmen der Privatisierung war es definitiv ein Flop, dieses mit der Bahn zu machen, wie man sieht. Da war die Behördenbahn deutlich besser, weil man eben keine Gewinne machen musste.

gruß carsten

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Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: VT605

Datum: 13.01.18 21:51

Murrtalbahner schrieb:
Es läge an der Politik diesem Schmuh der DB Einhalt zu gebieten.

Sie könnte höchstens als Eigentümer Druck ausüben. Verbieten kann sie eigenwirtschaftliche Verkehre nicht. Jedes EVU kann eigenwirtschaftliche Verkehre anbieten, damit haben sich auch HKX und RDC durchgesetzt, zur Freude vieler bei DSO.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Acobono

Datum: 13.01.18 22:07

VT605 schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Es läge an der Politik diesem Schmuh der DB Einhalt zu gebieten.
Sie könnte höchstens als Eigentümer Druck ausüben. Verbieten kann sie eigenwirtschaftliche Verkehre nicht. Jedes EVU kann eigenwirtschaftliche Verkehre anbieten, damit haben sich auch HKX und RDC durchgesetzt, zur Freude vieler bei DSO.
Sie kann der DB sehr wohl verbieten, Fernverkehrszüge mit allen Fernverkehrsvorteilen als Nahverkehre auf Strecken zu schicken. Würde man sagen, der IC2, sollte er Tarifintegration bekommen und Nahverkehrshalte anfahren, ist ein NV für diese Strecke, also offiziell, wäre das eine zusätzliche Leistung und die DB dürfte nicht den Verkehr einschränken den sie in der Ausschreibung sowieso verloren hat. Damit entfällt auch der Druck der DB auf die Verbünde denn wenn der Zug nicht ständig für alles Priorität erhält macht er den Verbänden wohl kaum die Verbindungen kaputt. Im Gegenteil, die würden sich freuen, da die DB dann die Leistungsgelder nicht mehr einsacken darf.

Wenn man schon FV und NV in der Streckenverwaltung so rigoros trennt sind solche Doppelläufer ein No-Go.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 13.01.18 22:26

Black Eyed schrieb:
Das kommt auf die Strecken(abschnitte) an - nicht in jedem Teilabschnitt wird der IC2 subventioniert mit NV-Freigabe verkehren...
Es wird aber auch kein IC Hagen-Münster oder Siegen-Frankfurt geben, genauso wenig wie es jetzt auch nur Ansätze eines IC auf der MDV gibt und es auch in den nächsten Jahren keinen IC Würzburg-Bamberg geben wird.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 13.01.18 22:31

VT605 schrieb:
Die Linie 55 fährt ohne Zuschuss, die Linie 56 auf dem größten Teil ihrer Strecke auch.
Diese IC-Linien gibt es aber auch schon seit vielen Jahren. Das ist nichts Neues.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Ob man die IC-Linie 34 Münster - Siegen - Frankfurt als positive Neuerung auffassen kann, wird sehr vom Detail abhängen, zum Beispiel von den konkreten Fahrplänen und Anschlüssen.

- Ob ohne Einigung über eine "Nahverkehrsfreigabe mit allen oder bestimmten NV-Fahrkarten" trotzdem ein IC über die Strecke fahren würde, ist sehr fraglich. Einerseits wäre die Rentabilität sehr fraglich, andererseits kann die DB zwischen NRW und Frankfurt nicht nur die ICE-Schnellstrecke anbieten, sondern muss auch preiswertere Verbindungen vorhalten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Strecke Köln - Koblenz - Mainz ist hierfür aber wegen Überlastung nur eingeschränkt nutzbar und so einfach nicht mehr ausbaufähig. Auch aus dem Raum Iserlohn (Letmathe), Lüdenscheid (Werdohl), Lennestadt, Siegen, Dillenburg und Wetzlar sind gewisse FV-Nachfragepotentiale vorhanden.

-
Am wichtigsten wäre die Nutzbarkeit mit Verbundfahrkarten des westfälischen Verkehrsverbundes. Für weitere Strecken wären günstige DB-Angebote wichtiger.

- Alternativ könnte man natürlich auch den RE 16 Essen - Siegen zweistündlich über Siegen hinaus bis Dillenburg - Wetzlar - Bad Nauheim - Frankfurt verlängern. (Zwischen Siegen und Frankfurt im äußersten Notfall als eigenwirtschaftlicher Abellio-IC, im Blockabstand vor dem RE Siegen - Gießen. Dann müssten aber voraussichtlich längere Züge eingesetzt werden als nur eine Abellio-Einheit, da die Kapazitäten sogar auf dem RE 16 teils schon sehr knapp sind.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 23:33.
Was mir gerade noch so auffällt. Warum soll der IC nicht in Friedberg, sondern in Bad Nauheim halten?
volmefabi schrieb:
Was mir gerade noch so auffällt. Warum soll der IC nicht in Friedberg, sondern in Bad Nauheim halten?

Das war früher schon so, die IR-Linie von Münster/Düsseldorf hielt in Bad Nauheim, die Linie von Kassel in Friedberg.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Plutone

Datum: 14.01.18 02:11

Acobono schrieb:
Da das Ding wie alle IC2 nur 160 machen darf ist es als Schnellverkehr schonmal disqualifziert, zumal parallel der Ruhr-Sieg-Express verkehrt.
Der IC2 darf auf dem Großteil der Siegstrecke nur 80-100 km/h fahren.
Das macht ihn als solchen noch viel überflüssiger, zumal der RE16 viel sprintstärker ist (falls der IC alle Halte bedienen sollte).

Ich denke, dass man sich im Nahverkehr ein Eigentor schießt, um damit zu erkaufen, dass sich zahlreiche Lokalpolitiker jetzt mit dem Etikett "Fernverkehr" selbst auf die Schulter klopfen können.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: blabbo11

Datum: 14.01.18 09:35

Das elende Gegurke zwischen Frankfurt/ Bad Nauheim über Siegen nach Hagen (früher weiter nach Düsseldorf( hiess mal der Dicke Sauerländer) bzw Münster) ist seit Jahren eine absolute Zumutung; da was zu tun ist überfällig. Vor allem die ewige Umsteigerei für oftmals läppische Entfernungen bei den mittleren Grossstädten blockiert das entspannte Reisen; es sind nicht nur die ggfls gefährtdeten Anschlüsse, sondern das Umsteigen selber, womit jeder Komfort torpediert wird. Mehdorn (wir denken mit Grauen an die Phase, wo die Eisenbahnfahrt lufthanseatisch mit Hubs u. dergl Spässen zum erdnahen Flug umdefiniert wurde ) und die regionalen Ausschreibungen haben der DB das Interregiokonzept entwendet und über Jahre keinen Nachfolger entwickeln lassen. Es wird Zeit, da umzudenken, zumal in einer Gesellschaft mit immer mehr älteren Mitbürgern.

Linie 55 wird auch bezuschusst

geschrieben von: 143 967-8

Datum: 14.01.18 09:44

VT605 schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Ohne Nahverkehrszuschuss fährt kein IC auch nur einen Meter. Sieht man ja an den Linien, deren Besteller den IC2-Deal schon abgelehnt haben. Wenn die DB eigenwirtschaftlich fahren könnte, würde sie das längst tun.
Die Linie 55 fährt ohne Zuschuss, die Linie 56 auf dem größten Teil ihrer Strecke auch.
Für die Linien 50 und 55 zahlt der VVO aber an DB Fernverkehr, damit dort zwischen Dresden und Riesa auch ein Teil der VVO-Fahrscheine anerkannt werden. Es soll ja aber Ende 2019 der neue IC Dresden - Berlin - Rostock - Warnemünde verkehren. Da wäre es mir neu, wenn dort irgendwo Nahverkehrstickets anerkannt werden würden. Oder habe ich das verpasst?

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 09:44.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Acobono

Datum: 14.01.18 10:10

blabbo11 schrieb:
Das elende Gegurke zwischen Frankfurt/ Bad Nauheim über Siegen nach Hagen (früher weiter nach Düsseldorf( hiess mal der Dicke Sauerländer) bzw Münster) ist seit Jahren eine absolute Zumutung; da was zu tun ist überfällig. Vor allem die ewige Umsteigerei für oftmals läppische Entfernungen bei den mittleren Grossstädten blockiert das entspannte Reisen; es sind nicht nur die ggfls gefährtdeten Anschlüsse, sondern das Umsteigen selber, womit jeder Komfort torpediert wird. Mehdorn (wir denken mit Grauen an die Phase, wo die Eisenbahnfahrt lufthanseatisch mit Hubs u. dergl Spässen zum erdnahen Flug umdefiniert wurde ) und die regionalen Ausschreibungen haben der DB das Interregiokonzept entwendet und über Jahre keinen Nachfolger entwickeln lassen. Es wird Zeit, da umzudenken, zumal in einer Gesellschaft mit immer mehr älteren Mitbürgern.
Jetzt mal langsam mit den jungen Zügen. Frankfurt-Hagen lässt sich heute bequem stündlich mit einmal Umsteigen in 2:04 erreichen. Frankfurt - Düsseldorf sogar in ~1:30 als Direktverbindung. Siegen - Hagen ist dank RE16 ebenfalls eine Direktverbindung. Die einzige Relation auf deiner Liste die mit mehr Umsteigen verbunden ist ist Bad Nauheim - Ruhrgebiet, was bei einer 30.000 Einwohnerstadt mitten im Nirgendwo auch irgendwie verständlich ist. Das ist ein bisschen so als würde sich Bad Segeberg darüber beschweren dass es keine stündliche Verbindung Bad Segeberg - Hannover ohne Umsteigen in FV Qualität gibt. Die "läppische Entfernung" zwischen Bad Nauheim und Hagen beträgt ja auch "nur" 170km Luftlinie....

Wie übrigens hier auch schon mehrmals erwähnt, Niemand hindert die Verbünde daran RE-Verbindungen von Hagen nach Frankfurt per Durchbindung zu schaffen. Wären die Fahrgäste dafür da, würde man das auch tun.

typisch deutsch

geschrieben von: HPNuller

Datum: 14.01.18 10:23

VT605 schrieb:
volmefabi schrieb:
Was mir gerade noch so auffällt. Warum soll der IC nicht in Friedberg, sondern in Bad Nauheim halten?
Das war früher schon so, die IR-Linie von Münster/Düsseldorf hielt in Bad Nauheim, die Linie von Kassel in Friedberg.
Eine plausible Erklärung gibt es nicht, also berufen wir uns auf die Geschichte und das Beharrungsvermögen.
Warum sollte man sich bewegen,etwas verändern? Kostet Kraft, Zeit, Energie (und Geld).
Also holen wir die Fahrpläne von vor 24 Jahren aus dem Museum und kopieren die - natürlich nicht 1:1, es gibt ja keine TEE und IR mehr.
Es gibt neue Fahrzeuge und neue Zugnummern und das war es auch schon.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

Edith:Ein "g" zu viel und ein Blank zu wenig

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 11:29.

Re: Gegenfrage: Warum gehen viele darauf ein?

geschrieben von: agw

Datum: 14.01.18 10:25

BR146106 schrieb:
auf der einen Seite rühmt man sich doch damit, der DB den Garaus zu machen, weil die angeblich nichts können, aber wenn es um das Prestige Objekt Fernverkehr geht, kriecht man denen förmlich in den Arsch, damit auch dieser Zug ja kommt!

Wer genau verhält sich denn so? Bitte ein paar Beispiele. Meinst du Personen, Behörden, Verbände? Welche?

Re: typisch deutsch

geschrieben von: VT605

Datum: 14.01.18 10:58

HPNuller schrieb:
VT605 schrieb:
volmefabi schrieb:
Was mir gerade noch so auffällt. Warum soll der IC nicht in Friedberg, sondern in Bad Nauheim halten?
Das war früher schon so, die IR-Linie von Münster/Düsseldorf hielt in Bad Nauheim, die Linie von Kassel in Friedberg.
Eine plausible Erklärung gibt es nicht, also berufen wir uns auf die Geschichte und das Beharrungsvermögen.
Warum sollte man sich bewegen,etwas verändern? Kostet Kraft,Zeit, Engergie (und Geld).
Also holen wir die Fahrpläne von vor 24 Jahren aus dem Museum und kopieren die - natürlich nicht 1:1, es gibt ja keine TEE und IR mehr.
Es gibt neue Fahrzeuge und neue Zugnummern und das war es auch schon.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

Gib doch nicht mir die Schuld. Wenn du dir das geplante Fv-Netz für 2030 ansiehst wirst du sehen das das fast komplett aus dem ehem. IR-Netz übernommen wurde, bei den Halten scheint es ebenso zu sein. Und so falsch fand ich es früher schon nicht und heute auch nicht, wenn auf einer Strecke 2 Linien verkehren und diese unterschiedl. Halte bedienen. Gibts doch auf anderen Strecken auch, zwischen Hannover und Leipzig bedient die Linie 55 Köthen, die Linie 56 Helmstedt.

Re: typisch deutsch

geschrieben von: HPNuller

Datum: 14.01.18 11:27

VT605 schrieb:
HPNuller schrieb:
VT605 schrieb:
volmefabi schrieb:
Was mir gerade noch so auffällt. Warum soll der IC nicht in Friedberg, sondern in Bad Nauheim halten?
Das war früher schon so, die IR-Linie von Münster/Düsseldorf hielt in Bad Nauheim, die Linie von Kassel in Friedberg.
Eine plausible Erklärung gibt es nicht, also berufen wir uns auf die Geschichte und das Beharrungsvermögen.
Warum sollte man sich bewegen,etwas verändern? Kostet Kraft,Zeit, Engergie (und Geld).
Also holen wir die Fahrpläne von vor 24 Jahren aus dem Museum und kopieren die - natürlich nicht 1:1, es gibt ja keine TEE und IR mehr.
Es gibt neue Fahrzeuge und neue Zugnummern und das war es auch schon.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller
Gib doch nicht mir die Schuld.
Habe ich behauptet, dass Du den Fahrplan erstellt hast - warum ziehst Du Dir den Schuh an?
Was mich zu dieser Spitze verleitet hat war nur Deine Antwort "Das war schon immer so".

VT604 schrieb:
Wenn du dir das geplante Fv-Netz für 2030 ansiehst wirst du sehen das das fast komplett aus dem ehem. IR-Netz übernommen wurde, bei den Halten scheint es ebenso zu sein.
Bleibt noch die Frage zu klären, ob Das FV-Netz von 1990 noch zu den FV-Bedürfnissen von 2029 bis 2039 passt...

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

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Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: DavMa83

Datum: 14.01.18 13:17

Acobono schrieb:
blabbo11 schrieb:
Das elende Gegurke zwischen Frankfurt/ Bad Nauheim über Siegen nach Hagen (früher weiter nach Düsseldorf( hiess mal der Dicke Sauerländer) bzw Münster) ist seit Jahren eine absolute Zumutung; da was zu tun ist überfällig. Vor allem die ewige Umsteigerei für oftmals läppische Entfernungen bei den mittleren Grossstädten blockiert das entspannte Reisen; es sind nicht nur die ggfls gefährtdeten Anschlüsse, sondern das Umsteigen selber, womit jeder Komfort torpediert wird. Mehdorn (wir denken mit Grauen an die Phase, wo die Eisenbahnfahrt lufthanseatisch mit Hubs u. dergl Spässen zum erdnahen Flug umdefiniert wurde ) und die regionalen Ausschreibungen haben der DB das Interregiokonzept entwendet und über Jahre keinen Nachfolger entwickeln lassen. Es wird Zeit, da umzudenken, zumal in einer Gesellschaft mit immer mehr älteren Mitbürgern.
Jetzt mal langsam mit den jungen Zügen. Frankfurt-Hagen lässt sich heute bequem stündlich mit einmal Umsteigen in 2:04 erreichen. Frankfurt - Düsseldorf sogar in ~1:30 als Direktverbindung. Siegen - Hagen ist dank RE16 ebenfalls eine Direktverbindung. Die einzige Relation auf deiner Liste die mit mehr Umsteigen verbunden ist ist Bad Nauheim - Ruhrgebiet, was bei einer 30.000 Einwohnerstadt mitten im Nirgendwo auch irgendwie verständlich ist. Das ist ein bisschen so als würde sich Bad Segeberg darüber beschweren dass es keine stündliche Verbindung Bad Segeberg - Hannover ohne Umsteigen in FV Qualität gibt. Die "läppische Entfernung" zwischen Bad Nauheim und Hagen beträgt ja auch "nur" 170km Luftlinie....

Wie übrigens hier auch schon mehrmals erwähnt, Niemand hindert die Verbünde daran RE-Verbindungen von Hagen nach Frankfurt per Durchbindung zu schaffen. Wären die Fahrgäste dafür da, würde man das auch tun.
Naja ob dies die Verbünde wirklich tun würden weiß man nicht. Und Fahrgastpotential heißt bei den Verbünden leider noch lange nicht, dass man eine Linie oder z.B. zusätzliche Züge einrichtet. Es war ja vor zig Jahren auch mal ein RE (Essen-Hagen-Siegen-Frankfurt) im Gespräch, von dem man dann aber nichts mehr gehört hat. Ich glaube schon, dass sich ein beschleunigter RE auf dieser Strecke lohnen würde. Zwar ist die Ruhr-Sieg-Strecke nicht wirklich schnell, dafür von den Kilometern her die kürzeste Verbindung zwischen Hagen und Rhein/Main.

Langlaufende RE-Linien

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.01.18 14:40

Moin,

tja, dieser Wunsch ist Geschichte, der RE 9 zeigt doch deutlich das Ländergrenzen eben auch gleich zusetzten sind mit den Zugendbahnhöfen. Es gab mal Zeiten da ist jener RE 9 von Köln über Siegen hinaus weiter gefahren, bis man eben die Vergabe durchgezogen hat und nun das ganze mit Umsteigen vollzogen wird, dazu das ewige Spiel mit den Anschlüssen, denn pünktliche Züge sind vielen Aufgabenträgern wichtiger als Anschlüsse. Dazu kann man eben Überlegen ab wann ist RE Verkehr auch besserer Fernverkehr?

Es gab durchaus viele Ideen von Seiten der Bahn, solche Langlauf REs einzuführen, dem damaligen IR Netz, nur etwas kleiner, neben Essen - Hagen - Frankfurt, gab es auch Anregungen Münster - Bremen - Bremerhaven und noch viele mehr.

Das man von Frankfurt aus schneller in Köln und D-Dorf via SFS ist, bezweifelt wohl kaum einer, nur zu welchen Preis? Und auf der anderen Seite rufen, auch hier im Forum, immer mehr nach diesen Direktverbindungen von A nach B ohne Umstieg und somit der Gefahr des Anschlussverlustes.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Nehmen wir den Mosel IC

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.01.18 14:45

Moin,

der kommt jetzt doch wieder aus der Versenkung, übrigens mit einem reinen Nahverkehrszug, der doch angeblich so unpraktikabel ist, wie der IC 2 der Bahn. Also zeigt es sich doch deutlich, das man nicht weiß was man will.

gruß carsten

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 14:46.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.01.18 14:56

Moin,

Acobono schrieb:

Wenn man schon FV und NV in der Streckenverwaltung so rigoros trennt sind solche Doppelläufer ein No-Go.
was macht du dann mit den ganzen IC Linien, wie Hamburg - Bremen - Ruhr? Oder Klön - Hamm - Hannover? Unterm Strich müssten dann alle Linien im Fernverkehr gestrichen werden, weil die irgendwo immer parallel zu einer RE Linie verkehren. Oder meinst du eher, man sollte das ganze Geplänkel, mit der Ausgleichszahlung vermeiden, nur dann würden wohl weitere Linien dem berühmten Rotstift zum Opfer fallen, besagter IC Hannover - Bremen - Norddeich ist ja schon angesprochen worden, der wäre so ein Kandidat, auch die anderen Linien, wo sich Länder aktuell beteiligen, würden wohl wiederum von dieser Liste verschwinden.

gruß carsten

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Bahnsteighöhen

geschrieben von: der Letmather

Datum: 14.01.18 15:29

agw schrieb:
Zudem ist der IC2 als Nahverkehrsfahrzeug auf der Sieg-Strecke (und auch weiter nördlich) völlig unpassend, da er keinen einzigen Einstieg auf 76cm hat.

Das stimmt nicht. Der Bahnhof Letmathe wird momentan entsprechend umgebaut.

Zitat: Zu den ersten Maßnahmen gehört die Modernisierung des Daches auf dem Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3. Ab dem 3. August 2015 wird auf dem Hausbahnsteig an Gleis 1 ein taktiles Leitsystem eingebracht. Zum 15. August 2015 starten die Arbeiten am Mittelbahnsteig.

Der Bahnsteigs an den Gleisen 2 und 3 wird auf einer Länge von 240 m angehoben, und zwar auf 76 cm für einen stufenfreien Zugang in die Züge.


[www.derwesten.de]



Gruß der Letmather

Re: Bahnsteighöhen

geschrieben von: agw

Datum: 14.01.18 15:50

der Letmather schrieb:
agw schrieb:
Zudem ist der IC2 als Nahverkehrsfahrzeug auf der Sieg-Strecke (und auch weiter nördlich) völlig unpassend, da er keinen einzigen Einstieg auf 76cm hat.
Das stimmt nicht. Der Bahnhof Letmathe wird momentan entsprechend umgebaut.

Zitat: Zu den ersten Maßnahmen gehört die Modernisierung des Daches auf dem Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3. Ab dem 3. August 2015 wird auf dem Hausbahnsteig an Gleis 1 ein taktiles Leitsystem eingebracht. Zum 15. August 2015 starten die Arbeiten am Mittelbahnsteig.

Der Bahnsteigs an den Gleisen 2 und 3 wird auf einer Länge von 240 m angehoben, und zwar auf 76 cm für einen stufenfreien Zugang in die Züge.

[www.derwesten.de]

Und wie willst du jetzt ohne 76er Einstieg im IC2 dort stufenlos ein- und aussteigen?

Das ist doch gerade der Witz, dass man gerade die Bahnsteige auf 76er Höhe umgebaut hat und jetzt einen 76er RE durch einen völlig unpassenden IC2 ersetzen will.

Vielleicht hast du dich ja auch nur bei meinem Posting verlesen.

Re: Bahnsteighöhen

geschrieben von: AK1

Datum: 14.01.18 15:56

Da bauen die aber hoffentlich nicht immer noch? Wenn man im August 2015 angefangen hat, könnte das mittlerweile fertig sein...

Das meinte man von Mülheim/Ruhr auch

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.01.18 16:01

Moin,

der dortige Bahnsteigbau ist aber immer noch nicht Vollendet.

gruß carsten

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Re: Das meinte man von Mülheim/Ruhr auch

geschrieben von: ingo st.

Datum: 14.01.18 16:17

Man schafft nur einen Bahnsteig mit Aufzügen pro Jahr unter rollendem Rad.
Ist in Schwerte gerade nicht anders und in Dortmund genauso geplant.

Re: Das meinte man von Mülheim/Ruhr auch

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.01.18 16:20

Moin,

ach so hat man geplant, abreißen und dann erst mal Pause machen :-) Und irgendwann wird dann weitergemacht. Das liegt wohl eher daran das die Baufirma mal wieder gewechselt werden musste.

gruß carsten

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Re: Nehmen wir den Mosel IC

geschrieben von: Augustinus Hipponensis

Datum: 14.01.18 16:35

Ich will mich lediglich zur Qualität des Zuges äussern: In der 2. Klasse bin ich noch nicht damit gefahren. In der 1. Klasse hat dieser Luxemburger Zug durchaus IC-Qualität, was Ausstattung, Sitze, Arbeitsplätze, Beinfreiheit etc. angeht. Und bewirtschaftet wird er sogar im NV auf der Moselstrecke. Ich nehme an, dass das im FV genauso läuft. Wenn ich auf der Moselstrecke im NV unterwegs bin, nehme ich prinzipiell den Luxemburger Zug und nicht den Saarbrücker Zugteil, der erheblich enger ist.

Martin K.

https://farm8.staticflickr.com/7467/16121205656_fac9c2d50d_o.jpg

Re: Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: stellwerk_wf

Datum: 14.01.18 16:46

Acobono schrieb:
BR146106 schrieb:
Moin,

tja, das blöde ist nur, das dieser IC ein Zusatzangebot ist, sprich dein geliebter RE von Hagen nach Siegen bleibt bestehen, dieser IC kommt neu dazu. Es gab zwar genau diesen Gedanken, das man es so macht, wie in Niedersachsen, aber hier haben sich die Aufgabenträger dagegen entschieden, auch aus Rechtlichen bedenken. Dabei ist es egal ob ich das Kind IC nenne oder wie es schon mal war IR.

mal ein Paar Links dazu:
[www.drehscheibe-online.de]
[www.nwl-info.de]

gruß carsten
Tja, blöd nur dass selber suchen schlau macht und dieser deutlich aktuellere Artikel eben doch davon redet dass die IC wenn sie fahren die RE ersetzen.

[www.wp.de]

Zitat: "In den Stunden, in denen der IC fährt, fahren die Regionalexpresslinien (RE) nicht." Artikel ist vom 11.10.17

Also eben doch.
EDIT: Das PDF wurde oben schon verlinkt. Ich lassen den untenstehenden Auszug aber mal drin.

Laut der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Hess. Landtag vom 4.1.18 heißt es: "Nach Mitteilung der DB Fernverkehr AG und des RMV sind für den Fall der Realisierung der IC-Linie 34 Anpassungen des Nahverkehrsangebots erforderlich, um optimale Umsteigebeziehungen und zusätzlichen Nutzen für die Fahrgäste zu ermöglichen und um die Zugfahrten in einem eingleisigen Abschnitt im Raum Siegen durchführen zu können. Eine Konkurrenz von Fern-und Nahverkehr solle vermieden werden. Ziel der Planung der Deutschen Bahn sei es, für Wetzlar und Dillenburg die Anzahl schneller Direktverbindungen nach Frankfurt (unter Umfahrung von Gießen) zu erhöhen. Statt der heute nur einmal am Tag verkehrenden Direktzüge würde in dieser Relation ein zwei Stundentakt angeboten. Die IC-Züge seien durch die Umfahrung von Gießen rund zehn Minuten schneller als der Regionalexpress. Insgesamt könne die Zahl der umsteigefreien Direktverbindungen ab Wetzlar und Dillenburg nach Frankfurt im Vergleich zum derzeitigen RE-Angebot nahezu verdoppelt werden, da in den Stunden, in denen der zweistündlich geplante IC verkehren soll, bisher im Regionalverkehr ein Umstieg in Gießen erforderlich ist. Die Sitzplatzkapazitäten im Zulauf auf Frankfurt würden durch den IC deutlich erhöht."

Klingt also so, als würde man den in Gießen endenden RE aus Siegen künftig für den IC opfern wollen ("keine Konkurrenz Fern-/Nahverkehr"). Weiterhin ist von "Zugfahrten in einem eingleisigen Abschnitt im Raum Siegen" die Rede, d.h. es wird auf jeden Fall über Siegen "Hbf" gefahren. Die Fahrgäste in Haiger (von einem IC-Halt dort ist nicht die Rede) kämen noch recht gut davon: Die RB 95 aus Richtung Siegen würde in Dillenburg die Verknüpfung zum IC herstellen. Herborn hinge hingegen ziemlich in der Luft und verlöre den 2-stündigen Anschluss an den RE 30 nach Frankfurt in Gießen. Die parallele RB 40 bringt hier auch nichts, da diese mit der heutigen RE 99 im Zulauf auf Wetzlar/Gießen nichts zu tun hat.

Das heißt, der große Verlierer der IC-Einführung sind Fahrgäste auf der Dillstrecke mit Start/Ziel Herborn oder Gießen.
Dank Bruttovertrag sollte der HLB die Umstellung auf der RE 99 erlöstechnisch recht schnuppe sein - kostenseitig ergäben sich allerdings riesige Remanenzkosten, wenn praktisch 1 von 2 Fahrten zwischen Gießen und Siegen künftig entfiele.


Grüße
stellwerk_wf



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 16:54.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: agw

Datum: 14.01.18 16:55

BR146106 schrieb:
Moin,

Acobono schrieb:
Wenn man schon FV und NV in der Streckenverwaltung so rigoros trennt sind solche Doppelläufer ein No-Go.
was macht du dann mit den ganzen IC Linien, wie Hamburg - Bremen - Ruhr? Oder Klön - Hamm - Hannover? Unterm Strich müssten dann alle Linien im Fernverkehr gestrichen werden, weil die irgendwo immer parallel zu einer RE Linie verkehren. Oder meinst du eher, man sollte das ganze Geplänkel, mit der Ausgleichszahlung vermeiden, nur dann würden wohl weitere Linien dem berühmten Rotstift zum Opfer fallen, besagter IC Hannover - Bremen - Norddeich ist ja schon angesprochen worden, der wäre so ein Kandidat, auch die anderen Linien, wo sich Länder aktuell beteiligen, würden wohl wiederum von dieser Liste verschwinden.
Vielleicht ist das ein gutes Beispiel: Dort ( Hannover - Norddeich) geht es darum, dass man einen zweistündlichen RE und einen zweistündlichen IC hat. Durch die NV-Anerkennung hat man einen Stundentakt, den es sonst (angeblich) nicht gäbe. Das kann man noch als Synergieeffekt gelten lassen. (Obwohl ich mir sicher bin, dass man dort mit modernen NV-Konzepten den IC2 auch nicht mehr bräuchte.)

Hier beim IC34 hat man schon einen Stundentakt auf den nötigen Linien. Dieser soll nicht ergänz werden (z.B. Halbstundentakt), nein. Dieser soll zerstört werden mit allen verbundenen Nachteilen die Halteausfällen. Im besten Fall gibt es irgendeinen Ersatz-RE auf Teilstrecken ohne Anschlüsse.
Was andere wäre, wenn man im NV einen _zusätzlichen_ schnelleren RE von Dortmund nach Siegen planen würde und vielleicht auch eine zweistündliche Beschleunigung auf em RMV-Teil diskutiert und parallel dazu die DB einen _zusätzlichen_ IC mit wenigen Halten auf freier Trasse plant und man sagt: hey, für keinen lohnt sich das alleine, lass und mal gucken, wie das zusammen aussieht.
Das ist hier aber nach meinem Stand nicht der Fall. Es wird von einigen Politikern auf einen "Intercity" geschielt und dann wird versucht irgendeinen Vorteil daraus zu konstruieren, ohne auf die Nachteile für die Mehrheit einzugehene (Siehe Sprechweise "Anpassung von bisherigen NV-Leistungen").

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: 103612

Datum: 14.01.18 17:03

Zwischen Oldenburg und Leer kommt noch die Eingleisigkeit dazu, die es nicht erlaubt den IC ohne Störung des Nahverkehrszuges zu führen.

Mit Verlaub, das ist schwachsin

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.01.18 17:26

Moin,

der IC stört genauso wenig, wie es die REs untereinander machen. Das Problem gibt es dort generell, wenn es zu Verzögerungen kommt, egal auf welchen Abschnitt. Aber man versucht dann schon sehr flexibel zu reagieren.

gruß carsten

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RE Konzept Bremen - Norddeich

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.01.18 17:32

Moin,

diesen Stundentakt hätte es auch ohne IC gegeben, so war der Planungsstand zur Vergabe. Neben den durchgehenden RE Hannover - Norddeich, war eben nur nicht ganz klar wie man es in der anderen Stunde löst, ob man Hannover - Norddeich auf Stundentakt ausbaut und den Umstieg dann nach Bremerhaven macht oder umgekehrt, sprich einen RE Bremen - Norddeich anbietet für den IC. Der Favorit der LNVG war war der Weg 2, sprich Hannover - Bremen im Stundentakt, alle zwei Stunden dann, 1x Bremerhaven, 1x Norddeich und als Ersatz eben jenen RE Bremen - Norddeich.

gruß carsten

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Überaus sinnvoll und überfällig!

geschrieben von: Kiwi

Datum: 14.01.18 20:10

Früher gab es eine durchgehende D-Zug-Verbindung von Hagen über Siegen nach Frankfurt, danach jahrzehntelang nur den RE mit Umsteigen in Siegen, wenn man nach Frankfurt wollte. Habe ich nie verstanden. Wenn man durchgehend von Hagen bis Frankfurt fahren kann, und einige Halte ausgelassen werden, hat sich der IC schon gelohnt...

Letmather Bahnsteigumbau - die Endlose

geschrieben von: ulrich

Datum: 14.01.18 20:14

Neulich stand noch in der Regionalpresse wieder ein längerer Artikel zur Dauerbaustelle des Letmather Mittelbahnsteigs. Wer mag kann hier und hier nachlesen.

Ulrich




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 20:18.

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 14.01.18 20:22

agw schrieb:
Vielleicht ist das ein gutes Beispiel: Dort ( Hannover - Norddeich) geht es darum, dass man einen zweistündlichen RE und einen zweistündlichen IC hat. Durch die NV-Anerkennung hat man einen Stundentakt, den es sonst (angeblich) nicht gäbe. Das kann man noch als Synergieeffekt gelten lassen. (Obwohl ich mir sicher bin, dass man dort mit modernen NV-Konzepten den IC2 auch nicht mehr bräuchte.)

Hier beim IC34 hat man schon einen Stundentakt auf den nötigen Linien. Dieser soll nicht ergänz werden (z.B. Halbstundentakt), nein. Dieser soll zerstört werden mit allen verbundenen Nachteilen die Halteausfällen. Im besten Fall gibt es irgendeinen Ersatz-RE auf Teilstrecken ohne Anschlüsse.
Was andere wäre, wenn man im NV einen _zusätzlichen_ schnelleren RE von Dortmund nach Siegen planen würde und vielleicht auch eine zweistündliche Beschleunigung auf em RMV-Teil diskutiert und parallel dazu die DB einen _zusätzlichen_ IC mit wenigen Halten auf freier Trasse plant und man sagt: hey, für keinen lohnt sich das alleine, lass und mal gucken, wie das zusammen aussieht.
Das ist hier aber nach meinem Stand nicht der Fall. Es wird von einigen Politikern auf einen "Intercity" geschielt und dann wird versucht irgendeinen Vorteil daraus zu konstruieren, ohne auf die Nachteile für die Mehrheit einzugehene (Siehe Sprechweise "Anpassung von bisherigen NV-Leistungen").
Dieses Prinzip RE wird durch IC ersetzt soll es ja auf vielen Strecken geben, z.B. auch Stuttgart - Murrbahn - Nürnberg.
Im Fall IC34 meine ich in einem hier verlinkten Beitrag von fünf Züge je Richtung gelesen zu haben. Das wäre ja nicht mal ein ganztägiger 2h-Takt, für den man ein bestehenden ganztägigen Stundentakt aufbricht.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Überaus sinnvoll und überfällig!

geschrieben von: agw

Datum: 14.01.18 20:36

Kiwi schrieb:
Früher gab es eine durchgehende D-Zug-Verbindung von Hagen über Siegen nach Frankfurt, danach jahrzehntelang nur den RE mit Umsteigen in Siegen, wenn man nach Frankfurt wollte. Habe ich nie verstanden. Wenn man durchgehend von Hagen bis Frankfurt fahren kann, und einige Halte ausgelassen werden, hat sich der IC schon gelohnt...
Dir ist aber klar, dass man dann von vielen Unterwegshalten zu den entsprechenden Zeiten gar nicht mehr wegkommt, weil kein RE mehr fährt? Für die betroffenen hat es sich dann nicht gelohnt.
Das ist keine Win-Win-Geschichte. Auch von Hagen wird man dann nicht umsteigefrei nach Siegen kommen, weil der IC ja gar nicht in Hagen hält in der RE vermutlich nicht mehr wie jetzt bis Siegen fährt.

Alles klar, danke! (o.w.T)

geschrieben von: AK1

Datum: 14.01.18 21:02

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Die Hauptaufgabe von Wirtschaftsunternehmen!

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 14.01.18 21:52

Murrtalbahner schrieb:
Dieses Prinzip RE wird durch IC ersetzt soll es ja auf vielen Strecken geben, z.B. auch Stuttgart - Murrbahn - Nürnberg.
Im Fall IC34 meine ich in einem hier verlinkten Beitrag von fünf Züge je Richtung gelesen zu haben. Das wäre ja nicht mal ein ganztägiger 2h-Takt, für den man ein bestehenden ganztägigen Stundentakt aufbricht.
Auf der Murrbahn wird es keine subventionierten IC geben (zumindest mal nicht vor 2032). Das Land und die Bahn wurden sich nicht einig. Unter anderem auch wegen obigem Problem, die DB wollte nicht alle RE übernehmen, einige Züge hätte das Land zusätzlich trotzdem noch ausschreiben müssen, um ganztägig Verkehr zu haben. (Weiter dickes Minus für DB-Fernverkehr war, dass sie nicht alle Halte bedienen wollte, da sie keine anderen Fahrzeuge als IC2 beschaffen wollte, die IC2 aber zu den benötigten 96 cm-Bahnsteigen inkompatibel sind).

Ein dickes Minus am möglichem Fernverkehr über Siegen in der momentan geplanten Form ist der Takt. Im Gegensatz zu Bremen-Norddeich oder Singen-Stuttgart, wo aus zwei Stundentakten für den Fahrgast einer möglichst einheitlicher Takt gemacht wird (auch wenn das natürlich nicht ganz klappt), soll hier ein seit längerem bestehender sauberer Stundentakt in zwei zu einander hinkende Zweistundentakte zerschossen werden. Und schlimmstenfalls gibt es dann im IC-Takt nicht mal durchgehender Verkehr, so dass der neue Hinketakt schlimmstenfalls nochmal in sich hinkt...

Gruss

Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 21:54.

Re: Überaus sinnvoll und überfällig!

geschrieben von: ingo st.

Datum: 14.01.18 22:57

agw schrieb:
Dir ist aber klar, dass man dann von vielen Unterwegshalten zu den entsprechenden Zeiten gar nicht mehr wegkommt, weil kein RE mehr fährt? Für die betroffenen hat es sich dann nicht gelohnt.
Das ist keine Win-Win-Geschichte. Auch von Hagen wird man dann nicht umsteigefrei nach Siegen kommen, weil der IC ja gar nicht in Hagen hält in der RE vermutlich nicht mehr wie jetzt bis Siegen fährt.
Zusätzlich zum RE16 gibt es noch den RB der noch mehr Gießkannen anfährt, RB als Zubringer zum IC macht wieder Sinn.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 14.01.18 23:49

DavMa83 schrieb:Zitat:
Naja ob dies die Verbünde wirklich tun würden weiß man nicht. Und Fahrgastpotential heißt bei den Verbünden leider noch lange nicht, dass man eine Linie oder z.B. zusätzliche Züge einrichtet. Es war ja vor zig Jahren auch mal ein RE (Essen-Hagen-Siegen-Frankfurt) im Gespräch, von dem man dann aber nichts mehr gehört hat. Ich glaube schon, dass sich ein beschleunigter RE auf dieser Strecke lohnen würde. Zwar ist die Ruhr-Sieg-Strecke nicht wirklich schnell, dafür von den Kilometern her die kürzeste Verbindung zwischen Hagen und Rhein/Main.
Grundsätzlich: Man hat dabei aber auch unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen: So ist das Fahrgastaufkommen im hessischen Abschnitt deutlich höher als im nordrhein-westfälischen. Gleichzeitig ist der RE99 auf 55 cm optimiert, der RE16 auf 76 cm. Überdies nehmen die Fahrgastzahlen Richtung Siegen ab - ich gehe davon aus, dass nicht der größte Teil der Fahrgäste Richtung Essen weiterfahren will, weswegen Siegen als Brechpunkt sinnhaft ist.

Was bei einem beschleunigten RE ein Nachteil wäre, ist die Knotenbildung in Siegen Hbf, das ist schon sinnhaft gelöst, allerdings noch zu knapp.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: 50 2676

Datum: 15.01.18 00:35

Natürlich !!

Immer wieder schön schlecht reden ! Anstatt diesen begrüßenswerten Schritt gutzuheißen wird er zerquatscht, von örtlicher Sachkenntnis offensichtlich keine Ahnung, vielleicht auch noch den SUV vor der Tür . . . aber Hauptsache : schon im Voraus unqualifiziertes Schlechtreden !!
Es kotzt mich an !!!

Nachdenkliche Grüße
sendet

50 2676, die einzige Bestwigerin mit Turbospeisepumpe

Re: Wo verdrängt dieser IC den RE?

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 15.01.18 07:31

Acobono schrieb:
BR146106 schrieb:
Moin,

es war mal vieles dazu angedacht, richtig. Aber es bleibt dabei, Abellio fährt weiterhin das Ruhr Sieg Netz, wie gewohnt. Hier mal die Ausschreibung dazu:

[www.drehscheibe-online.de]

[www.zughalt.de], hier ist besonders der letzte Absatz zu beachten

gruß carsten
Lieber carsten, alle deine Artikel sind über ein Jahr älter als die Quelle die ich gepostet hatte. Normalerweise ist die jüngste Quelle korrekt. Wenn du also eine Quelle findest die berichtet, dass die REs doch nicht ausfallen, die jünger als 11.10.2017 ist, dann glaube ich dir auch.
Wenn man sich den WP-Artikel genau durchliest, wird der NWL-Vorsitzende dort wie folgt zitiert:
"Das Thema ruht“, so Landrat Frank Beckehoff, Vorsitzender der NWL-Verbandsversammlung."

Zudem hat Abellio inzwischen einen 15-Jahres-Vertrag ab 2019 in der Tasche.

Mag sein, dass die Stimmung in Hessen anders ist.

Abgesehen davon, fährt Abellio halbstündlich mit zwei- und dreiteiligen Flirts an der Lenne. Wie DB dann 5 Dosto-Züge am Tag wirtschaftlich voll bekommen möchte, ist mir ein Rätsel. Das wird genauso enden wie HKX, der munter Nahverkehrstaktfahrpläne zerschossen hat, ohne langfristig ausreichend Kunden zu haben.

Gruß,
Andre Joost

Re: Überaus sinnvoll und überfällig!

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.01.18 08:11

Wir werden die endgültigen Fahrpläne und Tarife abwarten müssen.

Gruß, Olaf

(,“)
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: ingo st.

Datum: 15.01.18 18:00

Black Eyed schrieb:
Überdies nehmen die Fahrgastzahlen Richtung Siegen ab - ich gehe davon aus, dass nicht der größte Teil der Fahrgäste Richtung Essen weiterfahren will, weswegen Siegen als Brechpunkt sinnhaft ist.
Die Fahrt von Dortmund nach Gießen ist über Kassel.Marburg oder über Köln KRM -Frankfurt-Gießen schneller als heute über Lethmathe-Siegen.
Es ist tatsächlich ein Brechpunkt, zum kotzen.

Re: Überaus sinnvoll und überfällig!

geschrieben von: Heckeneilzugfan

Datum: 15.01.18 20:55

Alibizugpaar schrieb:
Wir werden die endgültigen Fahrpläne und Tarife abwarten müssen.
Ganz genau!

Es führen viele Wege nach Rom ...

1) Es bleibt nahverkehrsmäßig beim IST-Zustand. Zusätzlich lässt DB-Fernverkehr mehrmals täglich IC-Züge auf eigene Rechnung über die Ruhr-Sieg-Strecke von NRW nach Frankfurt rollen.

2) Abellio lässt alle zwei Stunden ihren RE 16 (Essen-Siegen) eigenwirtschaftlich als FV-Zug weiterfahren Richtung Wetzlar -Frankfurt. (Als andere ist verhandelbar zwischen RMV und Abellio.)

3) Jeder zweite RE 16 wird zwischen Letmathe und Siegen durch den IC 34 ersetzt.

4) ...

Für alle Möglichkeiten (Wege) gilt:
Wenn es geschickt eingefädelt wird, lohnt es sich. Wenn man sich ungeschickt anstellt, geht's schief.
(Wenn man sich aber völlig gegen FV-Züge entscheidet, könnte es aber in den nächsten Jahren dazu kommen, dass durch Überlastung der Strecke Dortmund-Köln-Koblenz-Frankfurt trotzdem ein Fernverkehr über Siegen erforderlich wird, in welcher Form auch immer. Denn die ICE-Schnellstrecke Köln-Frankfurt wird weiterhin den betuchteren Fahrgästen vorbehalten bleiben.)

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: DavMa83

Datum: 15.01.18 22:36

Black Eyed schrieb:
DavMa83 schrieb:Zitat:
Naja ob dies die Verbünde wirklich tun würden weiß man nicht. Und Fahrgastpotential heißt bei den Verbünden leider noch lange nicht, dass man eine Linie oder z.B. zusätzliche Züge einrichtet. Es war ja vor zig Jahren auch mal ein RE (Essen-Hagen-Siegen-Frankfurt) im Gespräch, von dem man dann aber nichts mehr gehört hat. Ich glaube schon, dass sich ein beschleunigter RE auf dieser Strecke lohnen würde. Zwar ist die Ruhr-Sieg-Strecke nicht wirklich schnell, dafür von den Kilometern her die kürzeste Verbindung zwischen Hagen und Rhein/Main.
Grundsätzlich: Man hat dabei aber auch unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen: So ist das Fahrgastaufkommen im hessischen Abschnitt deutlich höher als im nordrhein-westfälischen. Gleichzeitig ist der RE99 auf 55 cm optimiert, der RE16 auf 76 cm. Überdies nehmen die Fahrgastzahlen Richtung Siegen ab - ich gehe davon aus, dass nicht der größte Teil der Fahrgäste Richtung Essen weiterfahren will, weswegen Siegen als Brechpunkt sinnhaft ist.

Was bei einem beschleunigten RE ein Nachteil wäre, ist die Knotenbildung in Siegen Hbf, das ist schon sinnhaft gelöst, allerdings noch zu knapp.
So wenig Fahrgäste fahren jetzt auch nicht auf dem RE16 in NRW, man muss nur mal zu Pendlerzeiten oder am Wochenende damit fahren. Letztens war er knüppelvoll trotz 3fach-Traktion. Zu anderen Zeiten, da gebe ich dir Recht. Dürfte auch mit ein Grund sein, warum dieser nur bis 20:00 durch nach Essen fährt und dann noch die RB91 zwischen Siegen und Hagen fährt. Allerdings ist das Fahrgastpotential ab Hagen wieder ein anderes. Die ICs, die auch in Witten halten sollten (über Dortmund), da sehe ich dennoch ein deutlich größeres Potential als im tiefen Sauerland.
Aber ich finde, man sollte erst einmal abwarten. Es gab ja früher z.B. auch mal einen beschleunigten D-Zug von Dortmund nach Frankfurt in unter 3 Stunden über die Ruhr-Sieg-Strecke.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.01.18 02:00

Acobono schrieb:
Zitat:
Wie übrigens hier auch schon mehrmals erwähnt, Niemand hindert die Verbünde daran RE-Verbindungen von Hagen nach Frankfurt per Durchbindung zu schaffen. Wären die Fahrgäste dafür da, würde man das auch tun.
Früher ist der RE 9 im 2h-Takt bis Gießen durchgefahren und dies wurde auch rege genutzt (auch von mir). Damals gab es sogar abends einen durchgehenden RE von Frankfurt über Siegen bis Köln.

Die DB hätte gerne eine durchgehende RE-Linie eingerichtet aber der Besteller RMV hatte Angst, dass Verspätungen aus Köln bis Frankfurt geschleppt werden und der NVR verfolgt das Konzept so viele Halte wie möglich bei keinen Pufferzeiten. Das beißt sich natürlich extrem gegenseitig.

Würde man beim RE 9 auf Halte wie Porz (Rhein), Troisdorf, Hennef, Herchen, Schladern, Kirchen und Brachbach verzichten wäre dieser statt 90 Minuten nur 75 Minuten unterweges und in Siegen oder Gießen hätte man genügend Standzeit um Verspätungen von 15 Minuten abzufangen.

Aber das will der NVR halt nicht.


Von den Fahrgastzahlen her wäre es sogar besser die IC-Linie 34 ab Siegen über Köln nach Aachen zu führen mit wenigen Zwischenhalten. Damit würde man aber spätestens ab Hennef die Trassen der S-Bahn torpedieren. Dennoch eine schnelle Verbindung Siegen-Köln so wie Köln-Aachen (mit Zwischenhalten in Düren, Eschweiler und Stolberg) ist eigentlich überfällig.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.01.18 02:02

Black Eyed schrieb:
D-Takter schrieb:Zitat:
Wenn der RMV mitgemacht hätte, hätte es eine Ausschreibung für die Gesamtlinie geben können.
So aber wird nun der NWL die Anerkennung des Westfalentarifs auf dem Abschnitt Münster - Siegen ausschrewiben. Noch ist die Veröffentlichung nicht da, aber ich gehe davon aus, dass nicht "generell Nahverkehrsfahrkarten" anerkannt werden sollen ( so ist es bei Norddeich - Bremen, so steht es in der Ausschreibung für Erfurt - Gera), sondern eben nur der West
Wozu sollte der RMV sich daran beteiligen? Er hat doch bereits einen RE-Stundentakt Gießen-Siegen und einen RE-Stundentakt Gießen-Fankfurt - samt verstärkender RB-Züge.
Überdies können RMV-Fahrgäste den IC mit Zuschlagsfahrkarten zum Verbundpreis bereits nutzen. Etwas was die Pendler aus dem Raum Fulda verloren haben (Umstellung von IC auf ICE-T und Einstellung des Pendler-IC)...

Zudem könnte eine Abbestellung des zweistündlichen RE99 Gießen-Siegen teuer werden, immerhin hat die HLB hierfür entsprechende Fahrzeuge und entsprechendes Personal vorrätig. Letzteres wäre nicht so problematisch wie ersteres. Offen bleibt auch die Frage, wie damit die stündliche Korrespondenz in Siegen Hbf umgegangen wird, immerhin gibt es ja auch Fahrgäste, die in der Achse Köln - Gießen umsteigen wollen, ebenso jene in der Achse (Köln-)Betzdorf - Essen... Durch die Umfahrung von Siegen Hbf gibt es hier ebenso Anpassungsbedarf wie zwischen Gießen und Wetzlar.
Als wenn das noch viele machen würden. Wie oft klappt dieser Anschluss RE 9 auf RE 99 oder umgekehrt überhaupt am Tag?

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 16.01.18 10:42

Strizie schrieb:Zitat:
Als wenn das noch viele machen würden. Wie oft klappt dieser Anschluss RE 9 auf RE 99 oder umgekehrt überhaupt am Tag?
Oder umgekehrt, wie oft dieser Anschluss eben nicht klappt... Man muss ja auch bedenken, dass der RE99 zweistündlich mit dem RE98 flügelt, somit ist hier auch eine gewisse Pünktlichkeit erforderlich. Wenn man aus dem Status Quo das System der Main-Weser-Bahn (ohne weitere Verzerrungen durch den IC34) plant, ,müsste man erwarten, dass es hier zu einer stündlichen Flügelung zwischen RE99 und RE98 bzw. RE30 kommt. Dazu braucht man dann aber auch Doppelstöckige Fahrzeuge.

Ein Brechen des RE98 in Gießen halte ich - insbesondere im Hinblick auf den RE30 für schädlich.

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Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: volmefabi

Datum: 16.01.18 14:05

Endlich mal ein fundierter Bericht zu dem Thema, nachdem die bisherigen Artikel einfach aus der Pressemeldung übernommen worden sind.

Nach der nächsten NWL-Verbandsversammlung wissen wir also mehr.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: md 36

Datum: 16.01.18 19:08

Für mich ist somit die IC Linie 34 bestätigt. Die Anerkennung der NV Fahrkarten ist ein optionaler Punkt. Wenn das nichts wird, gibt es den IC dennoch. Mit allen Vor -und Nachteilen. Die Verzögerung um ein Jahr ist mit Sicherheit im fortwährenden Lieferverzug begründet.

Den gibt es bereits schon bei den Gäu-IC2.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.18 19:11.

Re: RM: Neue IC-Linie durch Westfalen

geschrieben von: agw

Datum: 16.01.18 19:14

md 36 schrieb:
Für mich ist somit die IC Linie 34 bestätigt. Die Anerkennung der NV Fahrkarten ist ein optionaler Punkt. Wenn das nichts wird, gibt es den IC dennoch. Mit allen Vor -und Nachteilen.
An der Mosel hat man ja schön gesehen, was es gibt, wenn keiner die NV-Anerkennung bezahlt: Nix. Pofalls hatte das auch noch mal ganz deutlich gemacht. Ich denke, hier wird es genauso sein.

md 36 schrieb:
Die Verzögerung um ein Jahr ist mit Sicherheit im fortwährenden Lieferverzug begründet.

Den gibt es bereits schon bei den Gäu-IC2.

Jo, erstmal müssen noch IC2 zurück auf die Linie Köln-Norddeich. Die waren damals ja wieder abgezogen worden.
Von daher ist man bei der DB sicher ganz froh, dass sich die Diskussionen zur IC34 noch hinziehen. Ende des Jahres hätte man eh nicht liefern können. Einen 2h-Takt sowieso nicht.

Das Geschrei war auch entsprechend groß an der Mosel

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.01.18 12:16

Moin,

als man von Seiten der Bahn, diese Linie eingestellt hat. Und nun, gibt es einen KISS, der als IC unterwegs ist und der wird hoffentlich auch nicht bezahlt vom Land oder den Aufgabenträger, damit es ausgleichende Gerechtigkeit gibt.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Das Geschrei war auch entsprechend groß an der Mosel

geschrieben von: agw

Datum: 17.01.18 12:23

BR146106 schrieb:
als man von Seiten der Bahn, diese Linie eingestellt hat. Und nun, gibt es einen KISS, der als IC unterwegs ist und der wird hoffentlich auch nicht bezahlt vom Land oder den Aufgabenträger, damit es ausgleichende Gerechtigkeit gibt.

Es gibt keinen IC an der Mosel, auch keinen KISS als IC. Es gibt einen RE an der Mosel, der mit ziemlicher Sicherheit vom Land/Aufgabenträger bezahlt/bezuschusst wird.
agw schrieb:Zitat:
Es gibt keinen IC an der Mosel, auch keinen KISS als IC. Es gibt einen RE an der Mosel, der mit ziemlicher Sicherheit vom Land/Aufgabenträger bezahlt/bezuschusst wird.
Korrekt. Im Rheintal wird er nicht bezahlt und fährt deswegen als IC...
Ähnlich war der ursprüngliche Gedanke von Connex auf der Marschbahn gewesen: Westerland-Hamburg bestellt, Hamburg - Köln/Berlin/... ohne Bestellung/Bezahlung eingenwirtschaftlich. Dies wurde nur nie umgesetzt.

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Moin,

der RE ist ja auch so bestellt vom Land :-)

gruß carsten

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So wird das gendandhabt

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.01.18 13:26

Moin,

dann ist ja alles Klar, ich dachte das der komplett als IC unterwegs ist.

gruß carsten

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Re: typisch deutsch

geschrieben von: blabbo11

Datum: 17.01.18 16:00

HPNuller schrieb:
VT605 schrieb:
HPNuller schrieb:
VT605 schrieb:
volmefabi schrieb:
Was mir gerade noch so auffällt. Warum soll der IC nicht in Friedberg, sondern in Bad Nauheim halten?
Das war früher schon so, die IR-Linie von Münster/Düsseldorf hielt in Bad Nauheim, die Linie von Kassel in Friedberg.
Eine plausible Erklärung gibt es nicht, also berufen wir uns auf die Geschichte und das Beharrungsvermögen.
Warum sollte man sich bewegen,etwas verändern? Kostet Kraft,Zeit, Engergie (und Geld).
Also holen wir die Fahrpläne von vor 24 Jahren aus dem Museum und kopieren die - natürlich nicht 1:1, es gibt ja keine TEE und IR mehr.
Es gibt neue Fahrzeuge und neue Zugnummern und das war es auch schon.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller
Gib doch nicht mir die Schuld.
Habe ich behauptet, dass Du den Fahrplan erstellt hast - warum ziehst Du Dir den Schuh an?
Was mich zu dieser Spitze verleitet hat war nur Deine Antwort "Das war schon immer so".

VT604 schrieb:
Wenn du dir das geplante Fv-Netz für 2030 ansiehst wirst du sehen das das fast komplett aus dem ehem. IR-Netz übernommen wurde, bei den Halten scheint es ebenso zu sein.
Bleibt noch die Frage zu klären, ob Das FV-Netz von 1990 noch zu den FV-Bedürfnissen von 2029 bis 2039 passt...

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller


Der Halt Bad Nauheim ist damals und auch (jetzt wieder) überaus sinnvoll: es ist eine Kurstadt mit über 700.000 Übernachtungen; weit abgeschlagen in Mittelhessen Bad Salzhausen und dann erst Bad Vilbel. Diesem Publikum einen Fernreisehalt zu bieten ist ein gutes Angebot; und man glaubt es nicht: nach jahrelanger Fünftageöffnung des Fahrkartenschalters ist jetzt tatsächlich wieder auch am Samstag ein Fahrkartenkauf mit persönlicher Beratung möglich; nicht im Kiosk, sondern im Reisezentrum. Lernt DB doch dazu? Kurgäste und Besucher, soweit sie nicht ohnehin im Auto anreisen, muss man nicht nur mit RE und RB beglücken. Das hätte die Deutsche Bahn immer schon wissen können.
Black Eyed schrieb:
Ähnlich war der ursprüngliche Gedanke von Connex auf der Marschbahn gewesen: Westerland-Hamburg bestellt, Hamburg - Köln/Berlin/... ohne Bestellung/Bezahlung eingenwirtschaftlich. Dies wurde nur nie umgesetzt.

Wurde [www.sylt-tv.com]
nie auch nur vorübergehend realisiert?

Gruß, ULF
Moin,

nein, was man umgesetzt wurde, war das der HKX bis Westerland gefahren wurde, das war aber etwas anderes als das hier geplante.

gruß carsten

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Re: Das Geschrei war auch entsprechend groß an der Mosel

geschrieben von: agw

Datum: 18.01.18 12:59

BR146106 schrieb:
Moin,

nein, was man umgesetzt wurde, war das der HKX bis Westerland gefahren wurde, das war aber etwas anderes als das hier geplante.
Der physische Zug und der Tarif ging bis Westerland und man konnte aber sitzen bleiben.
Allerdings fuhr der Zug nu bis Altona als HKX und ab dort als Takt-NOB bis Westerland in der auch alle NV-Tickets galten.
Ich bin damals wegen des DB-Streiks mit einem HKX-Ticket bis Hamburg gefahren, sitzen geblieben und mit dem Deutschlandpass weiter bis Westerland.

Re: Letmather Bahnsteigumbau - die Endlose

geschrieben von: DavMa83

Datum: 21.01.18 14:10

ulrich schrieb:
Neulich stand noch in der Regionalpresse wieder ein längerer Artikel zur Dauerbaustelle des Letmather Mittelbahnsteigs. Wer mag kann hier und hier nachlesen.
Laut einem neuen Artikel kann es sogar sein, dass die Baustelle in Letmathe sogar erst 2019 fertig werden könnte. Wenn man bedenkt, wie lange dort schon die Baustelle ist.

[www.ikz-online.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.18 14:11.
Black Eyed schrieb:
agw schrieb:Zitat:
Es gibt keinen IC an der Mosel, auch keinen KISS als IC. Es gibt einen RE an der Mosel, der mit ziemlicher Sicherheit vom Land/Aufgabenträger bezahlt/bezuschusst wird.
Korrekt. Im Rheintal wird er nicht bezahlt und fährt deswegen als IC...

Aber nur ein Zugpaar zwischen Koblenz und Düsseldorf, oder sehe ich das falsch?

Da die DB aber ohnehin der Nahverkehrsbetreiber an der Mosel ist, wird hier nicht der Nahverkehr durch den Fernverkehr rausgekegelt, wie man es im Sauerland vorhat. Es werden ja nur zwei Linien von der gleichen Plüschetage miteinander verbunden.

Es stößt aber unangenehm auf, wenn man die NV-Ausschreibungen verliert, und dann durch die Hintertür durch subventionierten Fernverkehr wieder ins Geschäft kommen will. Das hintertreibt nun mal den Sinn der NV-Ausschreibung.

Gruß,
Andre Joost



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.18 17:00.
Andre Joost schrieb:
Zitat:
Aber nur ein Zugpaar zwischen Koblenz und Düsseldorf, oder sehe ich das falsch?
Ja - nur ein Zugpaar auf Betreiben der Luxemburgischen Eisenbahn - als Ersatz der ehemaligen IC-Züge für die Luxemburger.


Andre Joost schrieb:
Zitat:
Da die DB aber ohnehin der Nahverkehrsbetreiber an der Mosel ist, wird hier nicht der Nahverkehr durch den Fernverkehr rausgekegelt, wie man es im Sauerland vorhat. Es werden ja nur zwei Linien von der gleichen Plüschetage miteinander verbunden.
DB wollte dort auch Takt-IC2-Züge fahren lassen - Rheinland-Pfalz hat sich dagegen ausgesprochen, da dies die Linie RE1 zerschossen hätte (der hätte in Trier gebrochen werden müssen). Außerdem hatte man ja auch ein Interesse daran, dass die Ausschreibung so nicht negativ beeinflusst wird, zumal dies ganz andere Umläufe erzeugt hätte.

Insofern: Durchaus vergleichbar mit dem Sauerland - wobei ich dort den Schaden für den SPNV-Knoten Siegen Hbf größer einschätze. Eben weil man nicht zwei Linien verbindet, sondern mit einer dritten (IC2-Linie) gegen diese zwei Linien (RE16 und RE99) spielt. Dazu kommt der Engpass der Main-Weser-Bahn hinzu - es werden sicherlich einige Anpassungen an den Zeitlagen gemacht werden müssen. Ich hoffe, dass "nur" der Gießener RE99 betroffen ist (der hat RE30-Anschluss), nicht die Frankfurter RE99, die nämlich mit dem RE98 flügeln...


Andre Joost schrieb:
Es stößt aber unangenehm auf, wenn man die NV-Ausschreibungen verliert, und dann durch die Hintertür durch subventionierten Fernverkehr wieder ins Geschäft kommen will. Das hintertreibt nun mal den Sinn der NV-Ausschreibung.
Man macht dies ja eher VOR der Ausschreibung, um selbst bessere Konditionen bei der Ausschreibung zu haben. Da diese dann entsprechend anzupassen ist, sollte dem zugestimmt werden.

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Rheinland Pfalz hat ganz großen Mist gebaut.

Früher hatte man aus Richtung Frankfurt in Koblenz Anschluss zum RE nach Trier-Saarbrücken/Luxembourg.

Rheinland-Pfalz hat diesen Anschluss jetzt auf den RE 2 aus Frankfurt ausgelegt. Wer also in Frankfurt landet mit dem Flieger muss mit dem RE 2 ohne Reservierung nach Koblenz fahren und dort noch mals Umsteigen in einen RE. So was schreckt Fernfahrgäste einfach nur ab. Hier hat der Fernbus leichtes Spiel.

Bei Köln-Trier-Saabrücken sieht es ähnlich aus. Die erfolgreiche Neigetechniklinie durch die Eifel ist eingestellt worden. Der Eifel-Sprinter erreicht die RE nach Saabrücken und Luxemourg in Trier nicht (fahren genau vor der Nase ab). Wenn die Eifelautobahn durchgehend ist dürfte der Fernbus auch hier konkurrenzlos werden.

Auf der Nahestrecke der gleiche Blödsinn. Die Neigezüge haben Frankfurt-Saabrücken mit wenigen Halten in 2:15h geschafft. Der heutige RE benötigt satte 3 Stunden fast.

Eine der wenigen Verbesserungen im RE-Verkehr ist die Linie Koblenz-Kaiserslautern aber ansonsten gab es fast nur Rückschritte.

Attraktivität sieht für mich etwas anders aus.
Black Eyed schrieb:
Insofern: Durchaus vergleichbar mit dem Sauerland - wobei ich dort den Schaden für den SPNV-Knoten Siegen Hbf größer einschätze. Eben weil man nicht zwei Linien verbindet, sondern mit einer dritten (IC2-Linie) gegen diese zwei Linien (RE16 und RE99) spielt. Dazu kommt der Engpass der Main-Weser-Bahn hinzu - es werden sicherlich einige Anpassungen an den Zeitlagen gemacht werden müssen. Ich hoffe, dass "nur" der Gießener RE99 betroffen ist (der hat RE30-Anschluss), nicht die Frankfurter RE99, die nämlich mit dem RE98 flügeln...

Was man nördlich von Hagen zerschießt, ist ja auch noch nicht klar.
Zwischen Lütgendortmund und Dortmund Hbf steht nur ein Gleis von dreien zur Verfügung, und Dortmund-Münster über Lünen hat auch keinen Platz für Mehrverkehr. Möglicherweise will man dann nach Norddeich noch den RE15 zerstückeln...

Black Eyed schrieb:
Man macht dies ja eher VOR der Ausschreibung, um selbst bessere Konditionen bei der Ausschreibung zu haben. Da diese dann entsprechend anzupassen ist, sollte dem zugestimmt werden.

Die ist aber an der Lenne gerade gelaufen, zugunsten von Abellio.

Gruß,
Andre Joost

Re: Das Geschrei war auch entsprechend groß an der Mosel

geschrieben von: Black Eyed

Datum: Gestern, 11:18:23

Andre Joost schrieb:Black Eyed schrieb:
Black Eyed schrieb:Zitat:
Man macht dies ja eher VOR der Ausschreibung, um selbst bessere Konditionen bei der Ausschreibung zu haben. Da diese dann entsprechend anzupassen ist, sollte dem zugestimmt werden.
Die ist aber an der Lenne gerade gelaufen, zugunsten von Abellio.
Dort hat man aber auch einen Aufgabenträger der sich dafür von Anfang an interessiert - im RMV-Gebiet stehen die Vergaben zum Dezember 2023 (Mittelhessen-Express) und zum Dezember 2024 (Main-Weser) bzw. Dezember 2025 (Main-Sieg) an... Da sollte man zuvor den (Vergabe-)Fahrplan anpassen können.

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Der Hessen IC nach Norddeich

geschrieben von: BR146106

Datum: Gestern, 18:36:02

Moin,

den entsprechenden IC nach Norddeich, wird wohl via Unna - Hamm fahren und dann wohl in eine der 2h Lücke der Kölner Linie fallen und so einen 1h IC Takt schaffen. Man hat ja in der Ferienzeit schon so einen entsprechenden IC geschaffen, der ein paar weniger Halte hat, aber das kann man wirklich erst sagen, wenn die Trassen vergeben sind.

gruß carsten

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Re: Der Hessen IC nach Norddeich

geschrieben von: Brockenhexe

Datum: Gestern, 22:47:55

Wir meckern immer! Als der Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg Strecke abgeschafft wurde war das Geschrei groß! Wie oft habe ich in der 2ten Hälfte der 70er Sonntagabends am Bahnsteig in Hagen HBF gesessen und das Rangiermanöver (den Ablauf habe ich vergessen) beobachtet wenn die Zugteile aus Köln und Münster eintrafen und zum E-oder D-Zug? über die Ruhr-Sieg Strecke nach Frankfurt/M zusammengestellt wurden. Möglich durch die Gleisführung im Hagener HBF wo an den Hauptbahnsteigen etwa in der Mitte der Nutzlänge zwei Gleise zu einem und umgekehrt werden. Jetzt haben sich alle an den vertakteten Nahverkehr mit den Beförderungsblechbüchsentriebwagen gewöhnt und nun soll eine traditionsreiche Fernverbindung wieder eingeführt werden und wieder ist das Geschrei groß ohne das jemand etwas genaues weiß! Und wenn der IC 2 eingesetzt wird - meinetwegen. Dostos der DB AG sind mir immer noch lieber als diese Blechbüchsen. Abteile mit zu öffnenden Fenstern gibt es eh fast nicht mehr und das der Fernverkehr auf dieser Strecke eigenwirtschaftlich ohne Gültigkeit von Nahverkehrsausweisen durchgeführt wird kann ich mir schwer vorstellen.

Re: Der Hessen IC nach Norddeich

geschrieben von: agw

Datum: Gestern, 23:13:46

Brockenhexe schrieb:
Wir meckern immer! Als der Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg Strecke abgeschafft wurde war das Geschrei groß! Wie oft habe ich in der 2ten Hälfte der 70er Sonntagabends am Bahnsteig in Hagen HBF gesessen und das Rangiermanöver (den Ablauf habe ich vergessen) beobachtet wenn die Zugteile aus Köln und Münster eintrafen und zum E-oder D-Zug? über die Ruhr-Sieg Strecke nach Frankfurt/M zusammengestellt wurden. Möglich durch die Gleisführung im Hagener HBF wo an den Hauptbahnsteigen etwa in der Mitte der Nutzlänge zwei Gleise zu einem und umgekehrt werden. Jetzt haben sich alle an den vertakteten Nahverkehr mit den Beförderungsblechbüchsentriebwagen gewöhnt und nun soll eine traditionsreiche Fernverbindung wieder eingeführt werden und wieder ist das Geschrei groß ohne das jemand etwas genaues weiß! Und wenn der IC 2 eingesetzt wird - meinetwegen. Dostos der DB AG sind mir immer noch lieber als diese Blechbüchsen. Abteile mit zu öffnenden Fenstern gibt es eh fast nicht mehr und das der Fernverkehr auf dieser Strecke eigenwirtschaftlich ohne Gültigkeit von Nahverkehrsausweisen durchgeführt wird kann ich mir schwer vorstellen.
Man weiß schon so einiges.
1) der Zug fährt nicht über Hagen
2) der Zug fährt als IC2, also unpassend zu allen neuen Bahnsteigen in NRW (die Beförderungsblechbüchsentriebwagen sind passend)
3) der Zug kann nicht in an vielen wichtigen Stationen halten, an denen die RE zur Zeit halten (Gießen, Wetzlar, was weiß ich).
4) der Zug wird entweder die REs in der Zeitlage ersetzen (und somit den Takt an oben genannten Stationen kaputt machen) oder
5) er erschießt alle Anschlüsse der RE, weil diese zu anderen Zeiten fahren müssen.

Im Prinzip siehst du das aber richtig. In grauer Vorzeit wurde eine FV-Verbindung eingestellt. Jetzt hat sich die Welt aber weitergedreht und weiterentwickelt. Auch zum Guten hin.
Jetzt kommt jemand mit einer fixen Idee für's schnelle Geld daher und will das mühsam erarbeitete kaputt machen. Er glaubt er kann das, weil er verschiedene Parteien gegeneinander ausspielen kann (Dortmund versus Hagen, kleine Halte versus große Halte, etc).
Niemand hätte irgendwas negatives gesagt, wenn die DB gesagt hätte "Da kommt eine neue, schnelle IC-Verbindung zusätzlich zum bestehenden Verkehr, der ohne Einschränkungen bestehen bleibt. Es werden keine Nahverkehrsgelder für diesen FV verwendet.".