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Olympiabahnhof „Oberwiesenfeld“

geschrieben von: Donald Duck 403

Datum: 12.01.18 19:50

Nord-Süd-Grünverbindung – Olympiapark-München

Die ehemaligen S-Bahn- und Industriegleisanlagen um den 1988 stillgelegten Olympiabahnhof „Oberwiesenfeld“ sollen in eine öffentliche Grünfläche mit einer wichtigen Verbindungsfunktion für den Rad- und Fußverkehr sowie den übergeordneten Biotopverbund („Nord-Süd-Grünverbindung“) umgestaltet werden.

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[www.fugmannjanotta.de]

Re: Olympiabahnhof „Oberwiesenfeld“

geschrieben von: ThomasR

Datum: 12.01.18 19:54

war da nicht mal was mit Denkmalschutz?

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: cloubim

Datum: 12.01.18 20:42

Gleisanlagen und Bahnhofsgebäude sollen erhalten bleiben.


Mir gefällts. Fügt ein totes und weitestgehend vergessenes Gelände wieder in die Stadt ein, und man verbaut sich nicht völlig die Möglichkeit, hier einmal einen Ringschluss Nordring - Donnersbergerbrücke für eine Ring-S-Bahn durchzulegen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.18 20:45.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: Drakaisyl

Datum: 12.01.18 23:51

cloubim schrieb:
Gleisanlagen und Bahnhofsgebäude sollen erhalten bleiben.


Mir gefällts. Fügt ein totes und weitestgehend vergessenes Gelände wieder in die Stadt ein, und man verbaut sich nicht völlig die Möglichkeit, hier einmal einen Ringschluss Nordring - Donnersbergerbrücke für eine Ring-S-Bahn durchzulegen.
Hallo,

was hätte der Bahnhof denn für einen Nutzen für eine Ring S-Bahn ? - Die Weichen von/nach Milbertshofen sind gekappt und ausgebaut und weiter auf dem Nordring geht es auch nicht. Nach Milbertshofen kommt anschließend der Rbf München Nord. Dort hat man ledeglich die Möglichkeiten nach München Allach ohne Möglichkeit auf die S-Bahn Gleise zu wechseln und auf Stammstrecke kommt man vor München Ost auch nicht mehr. In die andere Richtung ginge es bis München Karlsfeld,wieder ohne Möglichkeit auf die S-Bahn Gleise zu wechseln bis Dachau Bahnhof. Von der bescheidenen Anbindung abgesehen ist auf dem Nordring immernoch der Güterverkehr wo man die S Bahn dazwischen zwängen müsste. Richtung Karlsfeld hat man zum Güterverkehr noch den Regio/Fernverkehr von/nach Ingolstadt.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: cloubim

Datum: 13.01.18 01:20

Ich rede von diesem Konzept, hier etwas ausführlicher. Die Idee ist, mit einer Kombination Südring + S8-Strecke + Nordring endlich eine echte Münchner Ringbahn zu schaffen. Dafür müsste die Trasse zum Olympiabahnhof reaktiviert werden, dann gehts unterirdisch unter der Landshuter Allee zur Donnersbergerbrücke, und wieder am Heimeranplatz ans Tageslicht. Aus meiner Sicht auch die einzige halbwegs realistische Chance: Nordring - Moosach - Laim Rbf - Sendlinger Spange wäre als Route wohl kaum attraktiv, eine Ring-U-Bahn unbezahlbar. Zudem kann beim Tunnelbau an der Landshuter Allee auch gleich ein Straßentunnel mitgebaut werden. Die vierspurige Straße ist Teil des Mittleren Rings, Stau- und vor allem Feinstaubbelastung sind berüchtigt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 10:41.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: nozomi07

Datum: 13.01.18 08:31

cloubim schrieb:
Ich rede von diesem Konzept, hier etwas ausführlicher. Die Idee ist, mit einer Kombination Südring + S8-Strecke + Nordring endlich eine echte Münchner Ringbahn zu schaffen.
Das war doch nur mal eine naive Finger-auf-der-Landkarte-Spielerei. Braucht niemand.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: cloubim

Datum: 13.01.18 10:39

nozomi07 schrieb:
cloubim schrieb:
Ich rede von diesem Konzept, hier etwas ausführlicher. Die Idee ist, mit einer Kombination Südring + S8-Strecke + Nordring endlich eine echte Münchner Ringbahn zu schaffen.
Das war doch nur mal eine naive Finger-auf-der-Landkarte-Spielerei. Braucht niemand.
Als jemand aus dem Raum München: doch, braucht man. Die Stadt ist zu groß, als das ein rein radiales Schnellbahnnetz ausreicht.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: spock5407

Datum: 13.01.18 11:48

Als jemand aus München: Nein, geht am Bedarf vorbei.
Als Light Rail: vielleicht. Als Vollbahn nicht bedarfsgerecht.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 14.01.18 12:21

Ach so? Wo liegt denn der Bedarf in München? Wir bekommen jetzt einen zweiten Schlauch am Marienplatz. Und dann?

Grüße,
Dirk

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: Fastrider

Datum: 14.01.18 12:33

Ringbahnen haben den Nachteil, dass man zusätzlich umsteigen muss. Selbst in Berlin habe ich 90° Relationen lieber durch das Zentrum gefahren, anstatt auf die Ringbahn umzusteigen, da man beim Umsteigen viel Zeit verliert, besonders auch in Berlin, wo die Umsteigewege oft relativ lang sind.

In München sollte man erst mal die West- und Nordtangente (Tram) ausbauen, bevor am an Ringbanspielereien denkt.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: 1570er

Datum: 14.01.18 12:33

Doch! München braucht so etwas!

Mittlerweile hat selbst der in München ansässige Autobauer begriffen, dass seine "Jahreswagen"-fahrenden Mitarbeiter in dieser Masse nicht mehr zum FIZ (Forschungs- und Ingenieurzentrum) problemlos einpendeln können. Das tägliche Chaos im Bereich Frankfurter Ring, Schleißheimer Straße und Knorrstraße untermauert dieses.
Und das ist nicht der einzige Arbeitgeber im Norden...
Nach genau solchen Konzepten wird derzeit durchaus gesucht (neben diversen anderen Problemlösungen für das S-Bahnbestandsnetz, z. B. für die S4...).

Grüße vom 1570er

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: cloubim

Datum: 14.01.18 12:51

Dirk Mattner schrieb:
Ach so? Wo liegt denn der Bedarf in München? Wir bekommen jetzt einen zweiten Schlauch am Marienplatz. Und dann?

Grüße,
Dirk
Der Bedarf liegt daran, dass auch mit der 2. Stammstrecke sämtlicher Verkehr durch die Innenstadt und die altbekannten Umsteigekonten muss. Mit der U9-Spange wird es eine weitere Verlagerung zum schon ziemlich kuscheligen Hauptbahnhof geben. Wer nicht durch die Innenstadt muss, hat keine Alternative. Am Nordring gibt es mit BMW (FIZ und Stammwerk) und den restlichen Industrien in Milbertshofen viele Pendler-Verkehrsströme, zusätzlich die Entwicklungsgebiete Parkstadt Schwabing und Bayerkaserne. Eine Strecke Olympiabahnhof - Donnersbergerbrücke entlastet den Mittleren Ring. Und der Südring kann Verkehrsströme von den U-Bahnen zum Ostbahnhof aufnehmen.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: Fastrider

Datum: 14.01.18 20:52

cloubim schrieb:
Zitat:
Der Bedarf liegt daran, dass auch mit der 2. Stammstrecke sämtlicher Verkehr durch die Innenstadt und die altbekannten Umsteigekonten muss. Mit der U9-Spange wird es eine weitere Verlagerung zum schon ziemlich kuscheligen Hauptbahnhof geben. Wer nicht durch die Innenstadt muss, hat keine Alternative. Am Nordring gibt es mit BMW (FIZ und Stammwerk) und den restlichen Industrien in Milbertshofen viele Pendler-Verkehrsströme, zusätzlich die Entwicklungsgebiete Parkstadt Schwabing und Bayerkaserne. Eine Strecke Olympiabahnhof - Donnersbergerbrücke entlastet den Mittleren Ring. Und der Südring kann Verkehrsströme von den U-Bahnen zum Ostbahnhof aufnehmen.
Ich glaube trotzdem nicht, dass das viel bringt, weil man zusätzlich umsteigen muss. Ein Umsteigvorgang dauert im Durchschnitt ca. 7 min (mit Wartezeit auf die neue Bahn), in der HVZ vielleicht 5 min. Oft nehmen die Leute sogar zusätzlcihe Umwege in Kauf, um nicht zusätzlich umsteigen zu müssen (z.B. vom Kolumbusplatz zum Lehel über Hbf statt noch einmal die U3/6 einzuschieben) Selbst die Fahrplaauskunft spuckt solche Verbindungen aus. Oder um wieder auf Berlin zu kommen: für Messe Süd - Amrumer Str. spuckt die Fahrplanauskunft ausschliesslich Verbindungen über Zoo aus.

Allerdings gibt es in Berlin mehr 45°- Relationen als in München.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: nozomi07

Datum: 14.01.18 23:01

cloubim schrieb:
nozomi07 schrieb:
cloubim schrieb:
Ich rede von diesem Konzept, hier etwas ausführlicher. Die Idee ist, mit einer Kombination Südring + S8-Strecke + Nordring endlich eine echte Münchner Ringbahn zu schaffen.
Das war doch nur mal eine naive Finger-auf-der-Landkarte-Spielerei. Braucht niemand.
Als jemand aus dem Raum München: doch, braucht man. Die Stadt ist zu groß, als das ein rein radiales Schnellbahnnetz ausreich
Du willst einen sündhaft teuren Tunnel vom Heimeranplatz zum Olympiapark bauen, wo die Fortsetzungsstrecke über den Südring nur mit ach und krach einen 10-Min-Takt zulässt? Und du glaubst wirklich, die Leute würden an der Donnersbergerbrücke auf diesen Hungertunnel umsteigen, wenn sie wenige Stationen später mit der U-Bahn im 3-Min-Takt in den Münchner Norden kommen? Das zweitdümmste Konzept seit dem Flughafen-Transrapid.

Querverbindungen braucht München! Ja! Aber Ringlinien gehören auf die Wiesn - da gibts sogar eine mit fünf Ringen. Mancher Verkehrsplanspieler scheint die etwas zu oft gefahren zu sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 23:02.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: nozomi07

Datum: 14.01.18 23:04

1570er schrieb:
Doch! München braucht so etwas!

Mittlerweile hat selbst der in München ansässige Autobauer begriffen, dass seine "Jahreswagen"-fahrenden Mitarbeiter in dieser Masse nicht mehr zum FIZ (Forschungs- und Ingenieurzentrum) problemlos einpendeln können. Das tägliche Chaos im Bereich Frankfurter Ring, Schleißheimer Straße und Knorrstraße untermauert dieses.
Und das ist nicht der einzige Arbeitgeber im Norden...
Nach genau solchen Konzepten wird derzeit durchaus gesucht (neben diversen anderen Problemlösungen für das S-Bahnbestandsnetz, z. B. für die S4...).
Da ist aber eine Nordtangente mit direkten S-Bahnen von diversen Außenästen die sehr viel sinnvollere Lösung: Einmal umsteigen weniger, und spart den teuren Sinnlostunnel vom Heimeranplatz zum Olympiagelände. München braucht Querverbindungen - keine Ringbahn-Ideologie.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: cloubim

Datum: 15.01.18 09:23

nozomi07 schrieb:
Du willst einen sündhaft teuren Tunnel vom Heimeranplatz zum Olympiapark bauen, wo die Fortsetzungsstrecke über den Südring nur mit ach und krach einen 10-Min-Takt zulässt? Und du glaubst wirklich, die Leute würden an der Donnersbergerbrücke auf diesen Hungertunnel umsteigen, wenn sie wenige Stationen später mit der U-Bahn im 3-Min-Takt in den Münchner Norden kommen? Das zweitdümmste Konzept seit dem Flughafen-Transrapid.

Querverbindungen braucht München! Ja! Aber Ringlinien gehören auf die Wiesn - da gibts sogar eine mit fünf Ringen. Mancher Verkehrsplanspieler scheint die etwas zu oft gefahren zu sein.
Viergleisiger Ausbau des Südrings (ja, das geht!) und wenns immer noch nicht reicht, kann man mit wenigen Ausbauten am Nordring den allermeisten Güterverkehr vom Südring holen. Hier liegt also nicht das Problem.

Du könntest auch mal ein Argument nennen, was gegen einen echten Ring spricht, und hier nicht nur Wahlplakatsphrasen raushauen.

Vorteil ist eben, dass man nicht mehr am Hauptbahnhof oder Marienplatz umsteigen muss. Beispiel: ein Pendler aus Schäftlarn arbeitet in einem der Glaspaläste in der Schwabinger Parkstadt. Klar, der könnte mit der S7 zum Marienplatz fahren, dann mit der U3/6 zur Münchner Freiheit und dann nochmal mit der 23er-Tram weiter. Oder er steigt am Heimeranplatz in die Ringbahn um, und am Nordring Höhe Bayerkaserne wieder aus. Ein Umstieg weniger, und nicht an den Innenstadtknoten.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: nozomi07

Datum: 15.01.18 14:46

cloubim schrieb:
Viergleisiger Ausbau des Südrings (ja, das geht!) und wenns immer noch nicht reicht, kann man mit wenigen Ausbauten am Nordring den allermeisten Güterverkehr vom Südring holen. Hier liegt also nicht das Problem.

Du könntest auch mal ein Argument nennen, was gegen einen echten Ring spricht, und hier nicht nur Wahlplakatsphrasen raushauen.

Vorteil ist eben, dass man nicht mehr am Hauptbahnhof oder Marienplatz umsteigen muss. Beispiel: ein Pendler aus Schäftlarn arbeitet in einem der Glaspaläste in der Schwabinger Parkstadt. Klar, der könnte mit der S7 zum Marienplatz fahren, dann mit der U3/6 zur Münchner Freiheit und dann nochmal mit der 23er-Tram weiter. Oder er steigt am Heimeranplatz in die Ringbahn um, und am Nordring Höhe Bayerkaserne wieder aus. Ein Umstieg weniger, und nicht an den Innenstadtknoten.
Ein Ring bringt immer mehr Umsteigevorgänge! Wenn ich meinetwegen von Pasing nach Fröttmaning will, steige ich einfach am Marienplatz um. Du willst die Leute erst an der Donnersbergerbrücke auf einen Ring umsteigen lassen (mit dürftigem 10-min-Takt), und dann müssen sie im Norden noch mal vom Ring auf die U-Bahn umsteigen. Macht keiner. Ergo keine Entlastung.

Mit Tangentenlinien hast du das Problem nicht: Wenn man S-Bahnen von den Außenästen über den Nordring führt, kannst du direkt aus Richtung Pasing in den Münchner Norden gelangen, und steigst maximal einmal auf eine U-Bahn um. Die Strecke ist auch viel kürzer, der Takt dichter.

Das Hauptproblem: In München existiert kein Ring, wie in Berlin. Man müsste erst mit gewaltigem Aufwand einen durch die Stadt dreschen. Der Tunnel Heimeranplatz-Olympiapark wäre sauteuer, und liegt doch quer zu allen Verkehrsströmen; jeder seriöse Verkehrsplaner kratzt sich da am Kopf. Und viergleisiger Ausbau am Südring? Klar "geht" das, wenn man ein schönes, dicht bebautes Stadtviertel verunstaltet und ggf. Häuser abreißt. Man muss nur mal vor Ort gehen, um sich vorzustellen welche gewaltigen Bürgerproteste eine solche breite Schneise hervorrufen würde. Die Südring-Fans die ich kenne, waren völlig schockiert als ich ihnen das vor Ort erläuterte, da hatten die sich nie einen Kopf drum gemacht.

Kurzum, ein "Ring" wäre ein teurer Schildbürgerstreich. Vergiss es. Was München braucht ist ein guter Mix an Querverbindungen: Tram-Tangenten, Stadt-Umland-Bahn, "Nord-Stammstrecke" der S-Bahn entlang des Nordrings. Lösungen statt Ideologien.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: cloubim

Datum: 15.01.18 17:57

Wo würd es denn deiner Meinung nach am Südring scheitern? Okay, die Ausfädelung an der Balanstraße wäre knifflig, der viergleisige Ausbau der Hochtrasse östlich der Isar ist auch ein Aufwand. An der Isartalstraße müssen ein paar Schrebergärten dran glauben. Alles nicht schön, aber auch kein KO-Kriterium. Ab dem Südbahnhof hat man schon vier Gleise, die auch reichen sollten.

----

Tramtangenten: Ich wäre der erste, der sich freut wenns endlich bei der Gartentram und Westtangente losgeht. Aber meine Güte, die Tram kann doch nicht der Königsweg für Querverbindungen sein. Auf kurzen Strecken, klar, aber je weiter es geht, desto mehr verlieren Sie ggü. den Schnellbahnen durchs Zentrum. Gehen wir von einer gebauten Westtangente aus, ich möchte vom Kurfürstenplatz zum Waldfriedhof. Wie viele fahren Tram über Leonrod- und Romanplatz, wie viele laufen zur U2 und steigen am Sendlinger Tor in die U6 um?

Stadt-Umland-Bahn: Schaumermal, ob und was das überhaupt wird. Zweisystemnetz? Überlandtram? Und wie lange geistert der Name schon durch die Akten?

Natürlich müsste man einen Westring in München erstmal bauen, klar. Sauteuer (je nach dem, welche Route), auch klar. Der Korridor Landshuter Allee ist da ein Vorschlag (der, um da KNF etwas zu verschönern, auch z.b. die S1 aufnehmen und den elendigen Umweg über Moosach ersparen würde), der nicht von mir ist und den ich auch nicht auf Gedeih und Verderb durchboxen müsste. Aber um einen Neubau kommt man nicht rum, denn Nordring - Moosach - Laim Rbf- Sendlinger Spange wäre wohl kaum attraktiv. Die anderen drei Seiten des Rings haben wir schon.

Von Durchmessertangenten über den Nordring halte ich nicht viel. Eine komplizierte Ausfädelung/Gegenkurve Pasing - Üst Neulustheim wäre Pflicht. Wohin die S-Bahnen im Osten fahren sollen, keine Ahnung. Und wie viele Fahrgäste von den Außenästen würden in Pasing doch wieder von den Nordring- zu dem Stammstreckenlinien umsteigen? Da gefällt mir das Ringprinzip (Grundachse durch die Mitte, wer dies vermeiden will kann auf den Ring wechseln) besser.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: nozomi07

Datum: 15.01.18 18:59

cloubim schrieb:
Wo würd es denn deiner Meinung nach am Südring scheitern? Okay, die Ausfädelung an der Balanstraße wäre knifflig, der viergleisige Ausbau der Hochtrasse östlich der Isar ist auch ein Aufwand. An der Isartalstraße müssen ein paar Schrebergärten dran glauben. Alles nicht schön, aber auch kein KO-Kriterium. Ab dem Südbahnhof hat man schon vier Gleise, die auch reichen sollten.
Vom Nockherberg-Park bliebe nicht viel übrig, und am Nordfriedhof wären hässliche Stützmauern nötig, wenn man nicht den Fiedhof abbaggern will. Im Bereich Kolumbusplatz bis zur Isar hätte man die aufgeständerte Betontrasse direkt vor den Fenstern der Häuser. Wenn ich mir jetzt noch die Ökoschickeria dort anschaue (ich kenne inige Leute in der Gegend), dann weiß ich schon was die Gerichte da zu tun hätten. Vergiss es. Der Südring liefe auf einen Tunnel hinaus, an der Balanstraße nach unten, westlich der Isar wieder rauf. Und dann noch die komplizierten Kreuzungsbauwerke an Heimeranplatz und in Laim...

Und wozu das ganze? Der Ost-West-Verkehr ist mit zwei Stammstrecken ausreichend versorgt! Wenn Ausbau, dann den Nordring als Tangente, da sind richtig satt Arbeitsplätze. Der Südring wäre gigantisch teuer und hätte kaum Nutzen.


cloubim schrieb:
Tramtangenten: Ich wäre der erste, der sich freut wenns endlich bei der Gartentram und Westtangente losgeht. Aber meine Güte, die Tram kann doch nicht der Königsweg für Querverbindungen sein. Auf kurzen Strecken, klar, aber je weiter es geht, desto mehr verlieren Sie ggü. den Schnellbahnen durchs Zentrum. Gehen wir von einer gebauten Westtangente aus, ich möchte vom Kurfürstenplatz zum Waldfriedhof. Wie viele fahren Tram über Leonrod- und Romanplatz, wie viele laufen zur U2 und steigen am Sendlinger Tor in die U6 um?
Die Tram-Tangenten wirken natürlich kleinräumiger. Aber genau da sind sie wichtig! Vom Kurfürstenplatz zum Waldfriedhof wird man immer durchs Stadtzentrum fahren, da hilft auch dein merkwürdiger S-Bahn Ring garnichts.


cloubim schrieb:
Stadt-Umland-Bahn: Schaumermal, ob und was das überhaupt wird. Zweisystemnetz? Überlandtram? Und wie lange geistert der Name schon durch die Akten?
Alles offene Fragen. Aber warum kümmert man sich nicht lieber darum, als um das Hirngespinst "S-Bahn-Ring", das niemand braucht?


cloubim schrieb:
Natürlich müsste man einen Westring in München erstmal bauen, klar. Sauteuer (je nach dem, welche Route), auch klar. Der Korridor Landshuter Allee ist da ein Vorschlag (der, um da KNF etwas zu verschönern, auch z.b. die S1 aufnehmen und den elendigen Umweg über Moosach ersparen würde), der nicht von mir ist und den ich auch nicht auf Gedeih und Verderb durchboxen müsste. Aber um einen Neubau kommt man nicht rum, denn Nordring - Moosach - Laim Rbf- Sendlinger Spange wäre wohl kaum attraktiv. Die anderen drei Seiten des Rings haben wir schon.
Wozu bitte braucht man überhaupt einen "Westring"? Welches Verkehrsbedürfnis besteht denn da überhaupt? Ich sehe keines. Warum diskutierst du teure Lösungen von Problemen, die wir gar nicht haben?


cloubim schrieb:
Von Durchmessertangenten über den Nordring halte ich nicht viel. Eine komplizierte Ausfädelung/Gegenkurve Pasing - Üst Neulustheim wäre Pflicht. Wohin die S-Bahnen im Osten fahren sollen, keine Ahnung. Und wie viele Fahrgäste von den Außenästen würden in Pasing doch wieder von den Nordring- zu dem Stammstreckenlinien umsteigen? Da gefällt mir das Ringprinzip (Grundachse durch die Mitte, wer dies vermeiden will kann auf den Ring wechseln) besser.
Klar wird der Nordring nicht einfach- da braucht man ein paar aufwändige Kreuzungsbauwerke. Aber die kosten nicht mehr als ein Sinnlos-Tunnels vom Heimeranplatz zum Olympiagelände, oder einer viergleisigen Schneise durchs dichtbebaute Giesing und Haidhausen!

Ich halte so eine "Stammstrecke Nord" für sehr attraktiv! Direkt von Gröbenzell, Dachau oder Fürstenfeldbruck zu BMW, zum Olympiazentrum, nach Freimann. Und dann weiter zum Stadion, zum Flughafen, zur Messe Riem. DAS würde das Zentrum entlasten! Da bieten sich unegahnte Möglichkeiten. Nicht billig, wohl wahr. Aber auch nicht teuer als ein Ring - dafür ohne dessen Umsteigezwänge und Umwege.

In der Verkehrsplanung sollte man sich doch an Verkehrsströmen orientieren. Ein Ring mag schöner aussehen - aber ist das ein Kriterium?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.18 21:56.

Re: Denkmalschutz

geschrieben von: Fastrider

Datum: 15.01.18 21:43

nozomi07 schrieb:

Ein Ring bringt immer mehr Umsteigevorgänge! Wenn ich meinetwegen von Pasing nach Fröttmaning will, steige ich einfach am Marienplatz um. Du willst die Leute erst an der Donnersbergerbrücke auf einen Ring umsteigen lassen (mit dürftigem 10-min-Takt), und dann müssen sie im Norden noch mal vom Ring auf die U-Bahn umsteigen. Macht keiner. Ergo keine Entlastung.


Selbst bei der tollen Berliner Ringbahn wirkt sich das nachteilig aus. Schon ab 90° bietet der Ring keine Fahrzeitvorteile mehr. Es gibt daher zwei Fraktionen unter den Berlinern. Die gelassenen, die mit möglichst wenig Umsteigen durchs Zentrum fahren und die die ungeduldigen, die meinen mit dem Umsteigen auf den ring schneller zu sein und dann die Zeit beim Umsteigen verplempern. Vor allem weil der Ring in Berlin auch nur alle 10 min fährt. Nur bei spitzem Winkel hat der Ring einen Vorteil.


Gruss, Fastrider

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