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[ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: tmmd

Datum: 12.01.18 14:14

Ca. 50.000 Bahncard100 sind derzeit im Umlauf, das sind 16 % mehr als noch vor drei Jahren.

Quelle: [www.wiwo.de]

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: 215 082-9

Datum: 12.01.18 14:23

Kein Wunder wenn es keinen D-Pass oder andere gute Vergünstigungen mehr seitens der Bahn gibt...

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: ET 403

Datum: 12.01.18 14:35

215 082-9 schrieb:
Kein Wunder wenn es keinen D-Pass oder andere gute Vergünstigungen mehr seitens der Bahn gibt...
Das dürfte aber eher zu gering sein. Dafür ist der Preisunterschied viel zu hoch.

So viel teurer ist eine BahnCard 100 nicht wenn man beispielsweise Weinheim - Frankfurt fährt und on top gleich seine Zeitkarte für die U-Bahn spart.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: KVV323

Datum: 12.01.18 16:00

Das wird sicher wieder all die jenigen schockieren, die hier gleich wieder mit "Ich hab meine BC100 gekündigt, weil die Bahn mir den Bimz/die Abteile/... gestrichen hat" ankommen werden. Man sieht: Es läuft doch - auch, was Vielfahrer und somit die Kundenbindung betrifft...

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 12.01.18 16:08

KVV323 schrieb:
Das wird sicher wieder all die jenigen schockieren, die hier gleich wieder mit "Ich hab meine BC100 gekündigt, weil die Bahn mir den Bimz/die Abteile/... gestrichen hat" ankommen werden. Man sieht: Es läuft doch - auch, was Vielfahrer und somit die Kundenbindung betrifft...

Ich bin beeindruckt :-)

Deutschland: Ca. 50'000 BC100 bei ca. 82 Mio Einwohnern.
Schweiz: Ca. 500'000 GA bei ca. 8,2 Mio Einwohnern.

Einfache Rechenaufgabe. Es läuft super in Deutschland :-)

Deutschland, das Land der Fernpendler...

geschrieben von: La-Stelle

Datum: 12.01.18 16:09

In der Wikipedia sind die von der DB veröffentlichten Zahlen für die im Umlauf befindlichen BC 100 seit 2003 zusammengetragen:
[de.wikipedia.org]

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: 146 227

Datum: 12.01.18 16:14

Finde das sehr Interessant mit Montabaur, was so ein ICE-Bahnhof in einer Region bewirkt.

Gruß

Dazu zählen auch Zwangs-Umsteiger

geschrieben von: E 44 051

Datum: 12.01.18 16:18

Hallo,

einer meiner Freunde pendelt seit vielen Jahren zwischen Leipzig und Weimar (im Fernverkehr). Nach Eröffnung der NBS Leipzig-Erfurt im Dezember 2015 war der Preis der Streckenzeitkarte derartig gestiegen, dass die BC 100 günstiger war...

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: Tausendfüßler

Datum: 12.01.18 16:23

Patrick Rudin schrieb:
Ich bin beeindruckt :-)

Deutschland: Ca. 50'000 BC100 bei ca. 82 Mio Einwohnern.
Schweiz: Ca. 500'000 GA bei ca. 8,2 Mio Einwohnern.

Einfache Rechenaufgabe. Es läuft super in Deutschland :-)
Schön, solche Statistiken! Nur sagen einfache Zahlen nichts darüber aus, welche Reisegewohnheiten die Schweizer Bürger und die deutschen Bürger haben. Was animiert die Schweizer dazu, ein GA zu kaufen. Vielleicht sollte man auch die Fläche beider Länder ranziehen in die Betrachtung.

Ich kenne im Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis niemand, der eine BC100 gebrauchen könnte. Wozu sollte man sich die also zulegen? Eine Verbund-Monats-/Jahreskarte haben dagegen fast alle.

Tausend Grüße vom Tausendfüßler

Infolge Sparmaßnahmen wurde auf weiteren Text verzichtet.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: IR454

Datum: 12.01.18 16:31

Tausendfüßler schrieb:
Patrick Rudin schrieb:
Ich bin beeindruckt :-)

Deutschland: Ca. 50'000 BC100 bei ca. 82 Mio Einwohnern.
Schweiz: Ca. 500'000 GA bei ca. 8,2 Mio Einwohnern.

Einfache Rechenaufgabe. Es läuft super in Deutschland :-)
Schön, solche Statistiken! Nur sagen einfache Zahlen nichts darüber aus, welche Reisegewohnheiten die Schweizer Bürger und die deutschen Bürger haben. Was animiert die Schweizer dazu, ein GA zu kaufen. Vielleicht sollte man auch die Fläche beider Länder ranziehen in die Betrachtung.

Ich kenne im Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis niemand, der eine BC100 gebrauchen könnte. Wozu sollte man sich die also zulegen? Eine Verbund-Monats-/Jahreskarte haben dagegen fast alle.
Völlig richtig, ergänzend dazu lohnt sich auch ein Vergleich der Preise der jeweiligen Angebote in Relation zum mittleren Jahresnettoeinkommen. Außerdem ist der Funktionsumfang des GA doch noch mal ganz anders als der einer BC100, mit der man z.B. nicht mal die U-Bahn der Hauptstadt vollständig nutzen kann...

Gruß Robin

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 12.01.18 16:49

IR454 schrieb:
Völlig richtig, ergänzend dazu lohnt sich auch ein Vergleich der Preise der jeweiligen Angebote in Relation zum mittleren Jahresnettoeinkommen. Außerdem ist der Funktionsumfang des GA doch noch mal ganz anders als der einer BC100, mit der man z.B. nicht mal die U-Bahn der Hauptstadt vollständig nutzen kann...


Genau deswegen bezweifle ich, dass es die Kundenbindung der Deutschen Bahn AG ist, die für den bescheidenen Zuwachs gesorgt hat.

Um ehrlich zu sein: >7000 EUR, um auf dieser Fläche Bahn zu fahren, würde ich nie freiwillig selber bezahlen. Ich muss ja nicht jede Woche quer durch die Republik fahren. Wenn es eine Bayern- oder Süd-BC100 gäbe, könnte die Bahn mir vielleicht eine verkaufen.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.01.18 16:49

Tausendfüßler schrieb:Zitat:
Schön, solche Statistiken! Nur sagen einfache Zahlen nichts darüber aus, welche Reisegewohnheiten die Schweizer Bürger und die deutschen Bürger haben. Was animiert die Schweizer dazu, ein GA zu kaufen. Vielleicht sollte man auch die Fläche beider Länder ranziehen in die Betrachtung.

Ich kenne im Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis niemand, der eine BC100 gebrauchen könnte. Wozu sollte man sich die also zulegen? Eine Verbund-Monats-/Jahreskarte haben dagegen fast alle.
Das ist ein Geburtsfehler der BahnCard100: Nur 12 Monate, nur für das ganze Bundesgebiet und nicht mal auf allen Bahnstrecken. Auch Teilnetze gibt es nicht. Eine vollumfassende Mobilitätskarte müsste her. Aber was da in den Sondierungen rausgekommen ist, werden wir noch lange darauf warten müssen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.18 16:50.

Mehr GA als BC100: Pauschalangebotsproblem

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 12.01.18 17:36

Patrick Rudin schrieb:
Deutschland: Ca. 50'000 BC100 bei ca. 82 Mio Einwohnern.
Schweiz: Ca. 500'000 GA bei ca. 8,2 Mio Einwohnern.
Das Problem von jedem Pauschalangebot besteht darin, dass es viele Leute gibt, die nur einen kleinen Teil davon brauchen, aber alles bezahlen sollen. Je größer das Pauschalangebot ist bzw. das Netz, in dem es gilt, um so wahrscheinlicher ist es, dass es jemand gar nicht braucht. Das ist einer der Gründe, warum das GA in der kleinen Schweiz häufiger verkauft wird, als im großen Deutschland. Das ist auch der Grund, warum es neben Pauschalangeboten wie auch z. B. SWT, QdL oder LTs zwingend noch etwas geben muss, das für den Rest passt.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: BOS

Datum: 12.01.18 17:41

Mal eine Zwischenfrage?

Vorab als Einschub: Wenn man einen Handwerker oder überhaupt einen Dienstleister sucht, werden einem entsprechende Referenzlisten angeboten. Da kann man dann sehen, wer was wie gemacht hat und wie zufrieden die Kunden damit waren. Man kann auch hinfahren und sich bsw ein Bauwerk anschauen und so Eindrücke gewinnen aus erster Hand.

Wenn ich einkaufe, frage ich oft, was würden sie machen wenn Sie meinen Wunsch hätten. Bsw beim Metzger usw. Beim Schreiner, beim Dachdecker, beim Sanitärfachbetrieb. So nach der Vorstellung, was der Meister selbst ißt, oder sich in sein Bad einbaut, kann ja nicht schlecht sein.
So habe ich mir neulich eine Waschmaschine gekauft, die es auch mit Zuzahlung mit einer 10-Jahres Garantie gibt. Meine Idee dabei: Der Hersteller ist also von seinem Produkt überzeugt. Die Maschine wird also sehr lange halten, auch ohne zusätzliche Garantie.

Wie schlage ich nun den Bogen zurück zur Bahn?
Ich habe sehr sehr viele Freunde und Bekannte und Verwandte die aktive Eisenbahner waren oder noch sind. Die haben ja alle einen Anspruch auf entsprechende Personalfahrten. Ich würde mal meinen, das lohnt sich insgesamt schon, die zu nutzen!
Aber werden die auch genutzt? Beispielsweise häufiger wie früher zur Zeit der guten alten Beamtenbahn?

Ich meine, nein. Die DB-Bahner werden durch den Einsatz vieler privater Gesellschaften ganz schön ausgebootet, oder vielleicht doch ausgebahnt (?) was die Nutzungsmöglichkeiten mit Personalfahrten angeht.
Da gibt es ganz viele Beispiele dafür, dass sich das sehr oft einfach nicht lohnt. Wenn noch vom Preis her, dann aber nicht mehr von wegen der vielen Umwege die man fahren muß, will man diese Möglichkeiten nutzen.

Aus meinem großen Bekanntenkreis nutzt daher kaum jemand diese eigentlich günstigen Fahrmöglichkeiten. Man fährt Auto!
Das ist aber nicht die Referenz die mich dazu bringt, mich kopfsüber in das Abenteuer Bahnfahren zu stürzen!

Warum sollte ich mir da also einen Kopf machen, umfangreiche Vergleiche rechnen. Fahrpläne "wälzen" usw und mir dann so eine finanzielle Last ans Bein binden, -wenn ich die BC100 privat zahlen müßte wäre das mein Ruin- und müßte dann womöglich mit all den Schrecken fertig werden, von denen ich hier in den Foren tagtäglich lesen muß?

Nööö, das Gruseln hier beim Lesen der Beiträge, ist ja umsonst und man kann sich jederzeit bei einer guten Tasse Tee zurücklehnen und den ganzen Horror genießen, wie einen Horrorfilm eben.

Aber reell erleben möchte das doch freiwillig niemand!?
Da fahre ich doch lieber mit meinem Auto! Da habe ich keine Probleme a la München-Berlin in 4 Stunden und ich komme nach 6 Stunden doch noch an. Da muß ich mir keine Gedanken machen, wo bin ich gerade und nimmt mich das Unternehmen hier mit oder doch nicht, egal ob untertage oder als Stadtbahn unterwegs.

Ich würde die BC100 ja nutzen, wenn die Bahn mir beweisen könnte, dass auch ihre Mitarbeiter privat und beruflich gerne und streßfrei bahnfahren (können).
Ich mache wirklich eine ganze Menge für dieses heißgeliebte System, aber mein (privates) Leben möchte ich mir dann doch nicht unnötig von anderen ständig versauen lassen!

Ich sollte (müßte eigentlich) morgen an die tschechische Grenze - rund 1100 km Hin/Rück - mit dem Auto ist mir das aktuell zu weit, mit der Bahn brauche ich 6-7 Stunden mehr. Dann brauche ich erst gar nicht losfahren. Also bleibe ich daheim. So einfach ist das! (Wenn man es selbst bestimmen kann)

Die Bahn ist schon ein gutes System, aber in vielen Fällen nicht gut genug und in Relation zu den oft verlangten Preisen, eben nur die zweite Wahl!

Die Bahn muß in allem besser werden, viel besser, oder sie muß sagen, dass sie das insgeamt überhaupt nicht will (oder kann) und das sie mit den Ergebnissen auf einigen ICE-Linien im Personen- und Gütermassenverkehr zufrieden ist.

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

PS: Schön und für mich erstaunlich, dass schon 50.000 Mitbürger eine bessere Meinung haben!

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

tmmd schrieb:
Ca. 50.000 Bahncard100 sind derzeit im Umlauf, das sind 16 % mehr als noch vor drei Jahren.

Quelle: [www.wiwo.de]
Wenn 50.000 BC100-Inhaber durchschnittlich 5000€ für ihre BC100 zahlen bedeutet das 250 Mio. € Umsatz, was bei einem Umsatz von 4,183 Mrd. € von DB-Fernverkehr weniger als 6 % ausmacht. Als Gegenleistung muss DB-Fernverkehr insbesondere den Wochenendpendlern häufig zur Hauptverkehrszeit gut und teuer vermarktbare Plätze in vollen Zügen zur Verfügung stellen. Die Zukunft der Bahn liegt sicher woanders.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: VT

Datum: 12.01.18 18:21

Ich hatte vor einiger Zeit einen Schriftwechsel mit dem Landesverkehrsministerium. Für Baden-Württemberg ist wohl im Rahmen des Landestarif eine Netzkarte vorgesehen. Fernverkehr ist halt wahrscheinlich nicht dabei. Aber den brauch ich eh nicht, da er eigentlich nur im Rheintal für Binnenverkehr wirklich eine Alternative ist, bzw. im Rest des Landes ist er nicht so attraktiv dass es einen Aufpreis wert ist.

Ich bin gespannt ob es auch zu einem Semesterticket kommt. Zu einem vollwertigen Tarif gehört das eigentlich dazu.
Hallo!

Thomas_Lammpe schrieb:
Als Gegenleistung muss DB-Fernverkehr insbesondere den Wochenendpendlern häufig zur Hauptverkehrszeit gut und teuer vermarktbare Plätze in vollen Zügen zur Verfügung stellen. Die Zukunft der Bahn liegt sicher woanders.

Das Thema hatten wir schon x Mal, und genauso oft hat man dir erklärt:

Flatrate-Kunden auf "platzkillende Freitags-Fahrer" zu reduzieren ist unredlich und trifft den Kern nicht.
Weil Flatrate-Kunden auch am Mittwoch Vormittag die Züge füllen.
Weil Flatrate-Kunden beim Vertrieb die wenigste Arbeit machen.
Weil Flatrate-Kunden bei der Verkehrsmittelwahl immer erst die Eisenbahn wählen.
Weil Flatrate-Kunden in diesem Falle mehrere Tausend Euro in die Kasse bringen, die ansonsten mühsam mit 30- oder 40-Euro-Trippelschritten verdient werden müssen oder gleich an der Tankstelle landen.

Jeder Verkehrsverbund arbeitet daran, möglichst viele Flatrate-Kunden (Monts-/Jahreskarten-Fahrgäste) zu haben. Obwohl die auch alle morgens um 07:30 Uhr fahren. Die Verbünde haben´s begriffen...

Viele Grüße

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Rosinen.jpg
Der Zeuge Desiros schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Als Gegenleistung muss DB-Fernverkehr insbesondere den Wochenendpendlern häufig zur Hauptverkehrszeit gut und teuer vermarktbare Plätze in vollen Zügen zur Verfügung stellen. Die Zukunft der Bahn liegt sicher woanders.
Das Thema hatten wir schon x Mal, und genauso oft hat man dir erklärt:

Flatrate-Kunden auf "platzkillende Freitags-Fahrer" zu reduzieren ist unredlich und trifft den Kern nicht.
Weil Flatrate-Kunden auch am Mittwoch Vormittag die Züge füllen.
Weil Flatrate-Kunden beim Vertrieb die wenigste Arbeit machen.
Weil Flatrate-Kunden bei der Verkehrsmittelwahl immer erst die Eisenbahn wählen.
Weil Flatrate-Kunden in diesem Falle mehrere Tausend Euro in die Kasse bringen, die ansonsten mühsam mit 30- oder 40-Euro-Trippelschritten verdient werden müssen oder gleich an der Tankstelle landen.
Es wird dich sicher nicht überraschen, dass ich das, was man mir 'genauso oft schon erklärt hat', nicht überzeugt. Es scheint dir aber wichtig zu sein, auf meinen Beitrag zu reagieren, denn es könnte ja jemand glauben.

Richtig ist, dass bei BC100-Kunden der Vertriebsaufwand deutlich geringer ist. Bei BC50-Kunden gilt das nur noch begrenzt, bei SWT, QdL und LTs kaum noch. Zweifellos gibt es auch Stammkunden, die zu Schwachverkehrszeiten fahren. Wären es aber wirklich viele, wären dann die Züge voll. Die Drohung, dass die Flatrate-Kunden ohne ein entsprechendes Angebot an der Tankstelle landen, kann man genausogut auf Gelegenheitskunden anwenden.

Die Zukunft des Fernverkehrs der Bahn liegt auf jeden Fall nicht bei der BC100. Alleine im letzten Jahr ist der Umsatz von DB-Fernverkehr mit 6,9 % in etwa um so viel gewachsen, wie der gesamte Umsatz mit der BC100 ausmachen dürfte: [www1.deutschebahn.com] Will man Geld verdienen empfiehlt es sich, Kapazitäten zu füllen, die sonst leer bleiben würde, auch wenn das nur zu günstigeren Preisen möglich ist und der Kunde kein Abo abschließt.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: Güterboden

Datum: 12.01.18 19:37

Und was hat das mit der BC 100 zu tun ?
Ich glaube rein garnichts.

BC100 im Kurzzeitabo.

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 12.01.18 19:41

Thomas_Lammpe
Wenn 50.000 BC100-Inhaber durchschnittlich 5000€ für ihre BC100 zahlen bedeutet das 250 Mio. € Umsatz, was bei einem Umsatz von 4,183 Mrd. € von DB-Fernverkehr weniger als 6 % ausmacht. Als Gegenleistung muss DB-Fernverkehr insbesondere den Wochenendpendlern häufig zur Hauptverkehrszeit gut und teuer vermarktbare Plätze in vollen Zügen zur Verfügung stellen. Die Zukunft der Bahn liegt sicher woanders.
BC100-Inhaber ist auch der Besitzer der 3-Monatskarte und der zieht deinen Durchschnitt sehr nach unten. Mit kostenfreien Partnerkarten (2 für 1, für dich/mich) konnte die DB schon in der Vergangenheit Statistiken beeinflussen. Gab es die 3-Monats-BC100 vor 3 Jahren bereits? Ich kann nur Mitte 2015 als Einführungsdatum finden und dann ist der Zeitpunkt vor drei Jahren nicht ohne Grund gewählt.

edit: BC100-Entwicklung zum 31.12.
2013>2014: +2,4%
2014>2015: +3%
2015>2016: +6%



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.18 19:47.
VT schrieb:
Für Baden-Württemberg ist wohl im Rahmen des Landestarif eine Netzkarte vorgesehen. Fernverkehr ist halt wahrscheinlich nicht dabei. Aber den brauch ich eh nicht, da er eigentlich nur im Rheintal für Binnenverkehr wirklich eine Alternative ist, bzw. im Rest des Landes ist er nicht so attraktiv dass es einen Aufpreis wert ist.

Servus,

und was darf noch so alles wegfallen? Irgendwo ein Stadtverkehr, weil der regierende Schultes keine Lust auf Nahverkehr bzw. Beteiligung am gemeinsamen Tarif hat? Irgendeine Buslinie, hier, dort und da drüben auch noch? Irgendeine Bahnstrecke? Alles egal, weil Du es gerade nicht brauchst? Was ist mit Linienschiffen auf dem Bodensee?

Nein, nein - und gleich nochmal nein! Natürlich ist zwar ein übergeordneter Landestarif gegenüber dem seitherigen Verbündles-klein-klein-Misthaufen, aber wenn, dann doch bitte auch richtig und kompromisslos! Und da gehört der Fernverkehr auf der Schiene ohne "wenn", "aber" und auch ohne Aufpreise mit dazu, sonst müssen die Verantwortlichen meiner bescheidenen Meinung nach solange "Nachsitzen" bis das verstanden und umgesetzt ist. Herrjeh, es ist doch wirklich furchtbar egal, mit was für einem Zug jemand von Stuttgart nach Mannheim oder von Karlsruhe nach Freiburg fährt, Hauptsache er/sie verdreckt nicht auf den verstopften Autobahnen weiter die Luft und hat für die Fahrkarte bezahlt. Alles andere: lästige, überflüssige Hindernisse!

Kaum ist man südlich von Lörrach, hören solche kleingeistigen Schranken auf. Auch der Vorarlberger oder Tiroler (oder sonstwer in Österreich) kann mit der Verbundfahrkarte EuroCity oder Railjet fahren. Alles alltagstaugliche Praxis. Sind wir in Deutschland wirklich so zurückgeblieben? Könnten wir wenigstens in Baden-Württemberg mal Zeichen für den Rest der Republik setzen?

Für ein überfälliges Ende von Tarifmauern, Engstirnigkeit - und Freiheit für die Fahrgäste!

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !
Baleine rouge schrieb:
Thomas_Lammpe
Wenn 50.000 BC100-Inhaber durchschnittlich 5000€ für ihre BC100 zahlen bedeutet das 250 Mio. € Umsatz, was bei einem Umsatz von 4,183 Mrd. € von DB-Fernverkehr weniger als 6 % ausmacht. Als Gegenleistung muss DB-Fernverkehr insbesondere den Wochenendpendlern häufig zur Hauptverkehrszeit gut und teuer vermarktbare Plätze in vollen Zügen zur Verfügung stellen. Die Zukunft der Bahn liegt sicher woanders.
BC100-Inhaber ist auch der Besitzer der 3-Monatskarte und der zieht deinen Durchschnitt sehr nach unten. Mit kostenfreien Partnerkarten (2 für 1, für dich/mich) konnte die DB schon in der Vergangenheit Statistiken beeinflussen. Gab es die 3-Monats-BC100 vor 3 Jahren bereits? Ich kann nur Mitte 2015 als Einführungsdatum finden und dann ist der Zeitpunkt vor drei Jahren nicht ohne Grund gewählt.
Zitat:
Die Deutsche Bahn zählte Ende November knapp 50.000 Bahncard-Kunden für die Erste oder Zweite Klasse
So wie ich den Satz verstehe, waren 50.000 BC100 im Umlauf, so dass nur die 3-MonatsBC gezählt wurden, die Ende November gültig waren.


Ich hätte den Umsatz mit der BC100 aber gar nicht schätzen müssen. Er war im Beitrag angegeben:

Zitat:
Das Unternehmen setzt damit [BC100] jedes Jahr mehr als 220 Millionen Euro um.
Das sind dann nur noch etwas über 5% des DB-Fernverkehrsumsatzes des Jahres 2016 von 4,183 Mrd. €. Vom Umsatz des Jahres 2017 dann noch etwas weniger.
Und damit ist es aufgrund des relativ kleinen Anteils am Gesamtumsatz klar, dass die BC100 nicht nennenswert auf die Kalkulation der anderen Preise wirken kann.
Du hast Dir damit selbst ein wichtiges Argument gebracht, welches deinen o.g. sinngemäßen Punkt "Flatrate BC100 führt zu Verteuerung der anderen Angebote" stark entkräftet.

Denn mehr als 1-2% höherer Preis bei den anderen Angeboten dürfte damit kaum ausgelöst werden. Und das ist nichts anderes als eine Rundungsdifferenz.
Danke für diesen Beitrag!

Muss aus eigener Erfahrung sagen - besitze nun seit einem halben Jahr eine BC100 (auch wenn ich als Student ja eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre) - Es ist einfach bequem und es lohnt sich durchaus.

Bin zuvor knapp 10 Jahre lang mit der BC50 Wochenendpendler gewesen, und nun hat sich meine Strecke eben so verlängert, dass sich die BC100 im Vergleich zum BC50-Flexpreis und den NV-Tickets an den Zielorten doch wirklich lohnt.
Und ich fahre dann wenn ich es brauche und wenn es mir passt. Das kann mal Dienstag morgens oder eben Freitag nachmittag sein. Da sollte sich die DB meiner Meinung nach eher freuen, dass es noch so treue Kunden gibt.
Klar, wenn ich wollte, könnte ich mich ständig stundenlang an den PC setzen und den besten Preis finden - aber da zahle ich doch lieber ein wenig mehr und habe meine Flexibilität und nebenbei noch die Chance, mal hier mal dort hin zu fahren, ohne mir finanziell gross Gedanken machen zu müssen.

Viele Grüße,
Daniel
Servus Heiko und Rest der Welt,

wenn Du einen Moment darüber nachdenkst: So verständlich deine Verzweiflung über Lammpen-Tommys eindimensionale Denkweise auch ist, so kann ich Dir doch einen Denkansatz dazu mit auf die Reise geben: wenn der Hund deines Nachbarn bei Dir am Hauseck das Bein hebt, begeht er keinen Vandalismus; er ist einfach sich selbst.

Und ansonsten könnte ich vielleicht noch am fehlenden Ehrgeiz der XXXLutz-Bahn (ja, die mit dem roten Zug...) verzweifeln. Leute, nehmt euch doch mal was vor, traut euch was zu, wie wäre es denn mit 1.000.000 BC100-Nutzern in dieser Republik bis 2020? Das ist auf die Republik betrachtet immer noch lächerlich wenig, aber mal ein Ansatz, die Leute von der Straße zu holen. Was sollen sie denn da auch? Und für die DB wären es 1.000.000 Gründe zur Freude, auch 1.000.000 Gründe, endlich mal besser zu werden.

Selbst wenn diese Utopie nicht erfüllt werden sollte, jeder der stolz die "Black Mamba" beim Reisen vorlegen kann, ist ein Beweis mehr, dass Tarifdschungel mit Bingo-Aktionen nicht alles ist auf den Gleisen dieser Republik.

Grüße
Tobias

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !
spock5407 schrieb:
Zitat:
Und damit ist es aufgrund des relativ kleinen Anteils am Gesamtumsatz klar, dass die BC100 nicht nennenswert auf die Kalkulation der anderen Preise wirken kann.
Du hast Dir damit selbst ein wichtiges Argument gebracht, welches deinen o.g. sinngemäßen Punkt "Flatrate BC100 führt zu Verteuerung der anderen Angebote" stark entkräftet.

Denn mehr als 1-2% höherer Preis bei den anderen Angeboten dürfte damit kaum ausgelöst werden. Und das ist nichts anderes als eine Rundungsdifferenz.
Da täuscht du dich gewaltig! Ich habe mich genau aus dem von dir genannten Grund nie gegen die BC100 ausgesprochen. Sie ist einfach zu unbedeutend, auch wenn sie jetzt ein paar Leute mehr besitzen und hat im Gegensatz zur BC50 den Vorteil tatsächlich den Vertrieb zu vereinfachen.
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Und ansonsten könnte ich vielleicht noch am fehlenden Ehrgeiz der XXXLutz-Bahn (ja, die mit dem roten Zug...) verzweifeln. Leute, nehmt euch doch mal was vor, traut euch was zu, wie wäre es denn mit 1.000.000 BC100-Nutzern in dieser Republik bis 2020? Das ist auf die Republik betrachtet immer noch lächerlich wenig, aber mal ein Ansatz, die Leute von der Straße zu holen. Was sollen sie denn da auch? Und für die DB wären es 1.000.000 Gründe zur Freude, auch 1.000.000 Gründe, endlich mal besser zu werden.

Selbst wenn diese Utopie nicht erfüllt werden sollte, jeder der stolz die "Black Mamba" beim Reisen vorlegen kann, ist ein Beweis mehr, dass Tarifdschungel mit Bingo-Aktionen nicht alles ist auf den Gleisen dieser Republik.

Ganz ehrlich? So weit wird es nicht kommen, denn dazu rentiert sich für viele die BC100 einfach nicht. Ich würde sie mir auch gerne holen, aber aufgrund günstiger Sparpreise usw. komme ich so auf ca. 2.000 - 2.200 € pro Jahr an Fahrkarten. Da ist der Abstand zur BC100 einfach viel zu groß. Das dürfte nicht nur mir so gehen, sondern sehr vielen Leuten.

Ich kenne auch ex BC100-Besitzer, die jetzt mit BC50 rumreisen, weil sich die BC100 für sie nicht mehr rechnet aufgrund der günstigen Preise. Das sollte man dabei nicht außer acht lassen.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: dor Jörsch

Datum: 12.01.18 20:43

Ich meine hier oder andere Stelle (Statista???)mal gelesen zu haben, dass es 2016 ??? bei damals 42.000 BC100 Besitzern, 7.000 die First-Variante hatten. Könnten jetzt bei den 50.000 vielleicht 7.500-8.000 sein.
Habe im Bekanntenkreis zwei Leuten die kleine Schwarze schmackhaft gemacht. Der eine hat jetzt seine zweite 2.Klasse-BC100. Der andere hatte bereits seine 3. oder 4. ProbeBC100 (2.Kl.). Bei mir selber ist es die elfte Vollhunderter. Vom P/L-Verhältnis ist die BC100 2.Klasse ab ca. 40.000km im Jahr unschlagbar. Letztendendes sorgen diese Kunden auch für ne gewisse Grundauslastung in den Zügen und damit für deren Existenz. Allerdings ist aus meiner Sicht die Wertschätzung dieser Kunden unter aller Sau. Lieber rennt die DB dem letztmöglichen Superduppi-Sparpreis-Kunden hinterher um dann noch final für 20€ ein Ticket zu verscherbeln, anstatt hier Kundenbindung zu betreiben. Und das man es immer noch noch nicht, im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Bahnen, geschafft hat die BC100 in der Online-Vertriebsplattform zu integrieren beweist dies darüber hinaus.

MfG
dor Jörsch

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?

DB-Fernverkehr mit Rekordgewinn im 1. HJ 2017

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 12.01.18 21:03

dor Jörsch schrieb:
Letztendendes sorgen diese [BC100-]Kunden auch für ne gewisse Grundauslastung in den Zügen und damit für deren Existenz. Allerdings ist aus meiner Sicht die Wertschätzung dieser Kunden unter aller Sau. Lieber rennt die DB dem letztmöglichen Superduppi-Sparpreis-Kunden hinterher um dann noch final für 20€ ein Ticket zu verscherbeln, anstatt hier Kundenbindung zu betreiben.
Es ist schwer vorstellbar, dass eine Kundengruppe, die gerade mal etwas über 5% zum Gesamtumsatz beiträgt, für 'eine gewisse Grundauslastung' sorgt. Und mit den "letztmöglichen Superduppi-Sparpreis-Kunden" hat DB-Fernverkehr im ersten Halbjahr 2017 mit 216 Mio. € so etwas wie einen Rekordgewinn erzielt, nicht zuletzt auch wegen der sehr hohen Auslastung von 53%: [www.deutschebahn.com] Seite 25

Re: DB-Fernverkehr mit Rekordgewinn im 1. HJ 2017

geschrieben von: dor Jörsch

Datum: 12.01.18 21:26

Thomas_Lammpe schrieb:
dor Jörsch schrieb:
Letztendendes sorgen diese [BC100-]Kunden auch für ne gewisse Grundauslastung in den Zügen und damit für deren Existenz. Allerdings ist aus meiner Sicht die Wertschätzung dieser Kunden unter aller Sau. Lieber rennt die DB dem letztmöglichen Superduppi-Sparpreis-Kunden hinterher um dann noch final für 20€ ein Ticket zu verscherbeln, anstatt hier Kundenbindung zu betreiben.
Es ist schwer vorstellbar, dass eine Kundengruppe, die gerade mal etwas über 5% zum Gesamtumsatz beiträgt, für 'eine gewisse Grundauslastung' sorgt. Und mit den "letztmöglichen Superduppi-Sparpreis-Kunden" hat DB-Fernverkehr im ersten Halbjahr 2017 mit 216 Mio. € so etwas wie einen Rekordgewinn erzielt, nicht zuletzt auch wegen der sehr hohen Auslastung von 53%: [www.deutschebahn.com] Seite 25
Dazu müsstest du ersteinmal wissen wie oft ein BC100-Kunde mit dem Zug fährt. Das weiß nicht mal die DB. Im übrigen erzielen BC100-Kunden auch einen Multiplikatoreneffekt bei Miteisenden (Kinder, Ehepartner). Durch die Partner-/Zusatzkarte beim BC100-Kauf drängt sich diese Option förmlich auf. Und bei der Auslastung bitte die NetzCard-M Fahrgäste abziehen. Wenn schon denn schon.

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?
Servus,

nun, natürlich macht es mir auch Sorgen, bzw. ich sehe das größte Hindernis darin, dass es ausgerechnet die DB wäre, die dieses Ziel formulieren und umsetzen müsste. Denn der selbst ernannte führende Mobilitäz-Dienstleister Nr.1 macht doch stellenweise einen erschreckend schwachen Eindruck, sei es die ob des guten Umgangs mit ihnen reichlich vorhandenen, top motivierten Mitarbeiter überall, die blitzsauberen und bis ins letzte Detail perfekt funktionierenden Fahrzeuge und Infrastrukturen, oder auch nur die Unternehmenskommunikation. ("So a Gschmarri! Blous dass was sachst...")

Auf der anderen Seite: so groß, wie die Masse derjenigen in Deutschland ist, die Eisenbahn als verzichtbar ansehen, und so groß wie die Widerstände praktisch bei jedem Aus- oder Neubauvorhaben sind, sobald "Bahn" statt "Straße" auf den Planunterlagen steht, ist es wohl unverzichtbar, dass sich eben diese Eisenbahn mal wieder mehr im Volke verankert. Ein "Stammnutzerkreis" von 1.000.000 "Dauergästen" mit der BC100 wäre ein erster Schritt mit medialer Strahlkraft dahin.

Mit Verzagtheit wird nur selten was gewonnen...

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !

Re: Leider falsche (deutsche) Denkweise

geschrieben von: VT

Datum: 12.01.18 21:45

Das wünsche ich mir ja auch, aber so partout wie die DB auf Nürnberg-Stuttgart gegen die Nahverkehrsfreigabe glaube ich nicht dran.
Allerdings rechne ich damit, dass die IC Karlsruhe-Nürnberg und alle auf der Achse Karlsruhe-Ulm durch den dichten Takt und die hohe Geschwindigkeit im parallelen Nahverkehr so unter Druck geraten, dass ich hier die Hoffnung auf ein einlenken der DB habe. Manchmal braucht es einfach nur Zeit.
Auf der Gäubahn dürften wir nie mehr eigenwirtschaftliche Fernverkehrszüge sehen. Egal ob Doppelstock oder irgendeinen Neigezug.

Bei dem Szenario wären die meisten IC also aschonmal dabei. Beim ICE wird sich die DB wahrscheinlich grundsätzlich nicht reinreden lassen. Wobei man sie sicher durch die Planung der Nahverkehrsknoten mit oder ohne Einbindung der ICE eine gewissen Verhandlungsmacht hat.
Was unter Umständen sogar für den Flexpreis denkbar wäre, gilt meines Erachtens für Zeitkarten und BahnCard 100 erst recht:
Das Tarifsystem müsste einfacher gestaltet werden, daher mein Vorschlag für Zeitkarten:

a) Innerhalb eines Bundeslandes gelten weiterhin Verbundtarife und Ländertarife, gegen eine Zusatzkarte auch alle für den Fernverkehr.

b) Darüber hinaus gibt es Netzkarten für 2 Bundesländer, 3 Bundesländer oder das Gesamtnetz! (Wobei Bremen zu Niedersachsen, Hamburg zu Schleswig-Holstein und Niedersachsen bzw. Berlin zu Brandenburg gehören könnte.) Jahreskarten und Abo-Karten gelten innerhalb ihres Geltungsbereiches wie eine BahnCard 100.

Und schon hätten wir genauso viele BahnCards 100 wie in der Schweiz!
(Alternativ gibt es vielleicht auch noch ermäßigte Netzkarten, die freitags nicht gelten oder nur mit Reservierung oder nur gegen Aufpreis...)
N'Abend.

Soweit es die hier in den Beiträgen genannten Zahlen hergeben, dürfte die Steigerungsrate der BC 100 in etwa mit der allgemeinen Steigerungsrate des Fernverkehrs schritt halten.
Na, dann ist doch alles in Butter.

Indes, wenn es morgen genau so viele BC 100 Kunden gäbe, wie es bei der SBB GA-Kunden gibt, stünde DB Fernverkehr tatsächlich rasch vor einem Kapazitätsproblem. Und ich meine das in Relation zur Schweiz nur nominell und nicht etwa prozentual (das wäre dann ein noch größerer Batzen).

Mit den aktuell analogen Steigerungsraten kann die DB aber in Ruhe sukzessive die Kapazitäten so ausbauen, damit in Zukunft sowohl für Gelegenheits- wie für Stammkunden genug Platzangebot vorhanden ist. Das Zielnetz mit einem ICE-Halbstundentakt auf den Hauptachsen ist ein großes Versprechen, das hoffentlich auch eingehalten werden wird.

Weiterhin gute Fahrt wünscht,
Dirk



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.18 22:17.

Was Lammpen Tommy einfach nicht versteht:

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 12.01.18 22:17

Der BC100-Kunde ist pflegeleichter Umsatz. Jedenfalls dann wenn die Bahn sich mal auf ihren Kern konzentrieren würde: Saubere Züge pünktlich zu fahren.
Was Lammpen Tommy einfach nicht versteht dabei: Der mit den BC100 erlöste Umsatz ist praktisch als Reingewinn zu betrachten. Denn ausser ein paar pseudo edel gemachten Schreiben und vielleicht mal ein Goodie bekommt der BC100-Kunde von Bohles und Hubers Eisenbahnbahnverkehrsversuchsanstalt ziemlich genau: Nichts weiter.

Wenn er, also der Lammpen Tommy, dann diese Zahlen miteinander vergleicht geht vielleicht selbst ihm auch noch ein Licht auf!
Btw, solche Teilnetz-Netzkarten (ohne städtische Verkehrsmittel natürlich) gab es schon bei der guten alten Bundesbahn.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: spock5407

Datum: 12.01.18 22:32

Sofern es sie noch geben wird, wird die kleine Schwarze die erste Anschaffung wenn ich in Ruhestand geh.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.18 22:34.
Willi Raab schrieb:
Was Lammpen Tommy einfach nicht versteht dabei: Der mit den BC100 erlöste Umsatz ist praktisch als Reingewinn zu betrachten. Denn ausser ein paar pseudo edel gemachten Schreiben und vielleicht mal ein Goodie bekommt der BC100-Kunde von Bohles und Hubers Eisenbahnbahnverkehrsversuchsanstalt ziemlich genau: Nichts weiter.
Ich teile die Einschätzung nicht, dass der durch die "BC100 erlöste Umsatz praktisch als Reingewinn zu betrachten" ist. Denn immerhin wird der BC100-Inhaber ein Jahr lang durch die Gegend gefahren. Da steht schon ein gewisser Aufwand dahinter.

Re: DB-Fernverkehr mit Rekordgewinn im 1. HJ 2017

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 12.01.18 23:18

dor Jörsch schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Es ist schwer vorstellbar, dass eine Kundengruppe, die gerade mal etwas über 5% zum Gesamtumsatz beiträgt, für 'eine gewisse Grundauslastung' sorgt. Und mit den "letztmöglichen Superduppi-Sparpreis-Kunden" hat DB-Fernverkehr im ersten Halbjahr 2017 mit 216 Mio. € so etwas wie einen Rekordgewinn erzielt, nicht zuletzt auch wegen der sehr hohen Auslastung von 53%: [www.deutschebahn.com] Seite 25
Dazu müsstest du ersteinmal wissen wie oft ein BC100-Kunde mit dem Zug fährt. Das weiß nicht mal die DB. Im übrigen erzielen BC100-Kunden auch einen Multiplikatoreneffekt bei Miteisenden (Kinder, Ehepartner). Durch die Partner-/Zusatzkarte beim BC100-Kauf drängt sich diese Option förmlich auf. Und bei der Auslastung bitte die NetzCard-M Fahrgäste abziehen. Wenn schon denn schon.
Dann rechne ich mal ganz großzügig damit, dass jeder BC100-Inhaber noch mal Fahrkartenkäufe für die Hälfte seines BC100-Kaufpreises induziert. Dann beträgt der Umsatzanteil 7,5%. Das soll 'eine gewisse Grundauslastung' hervorbringen?

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: agw

Datum: 12.01.18 23:19

KVV323 schrieb:
Das wird sicher wieder all die jenigen schockieren, die hier gleich wieder mit "Ich hab meine BC100 gekündigt, weil die Bahn mir den Bimz/die Abteile/... gestrichen hat" ankommen werden. Man sieht: Es läuft doch - auch, was Vielfahrer und somit die Kundenbindung betrifft...
Leider ja. Allein die VDE8 wird einen Schub gegeben haben. "Wie? Für 360 Euro im Monat bekomme ich eine Flatrate Berlin-München? Bei der Lufthansa war das teurer..."

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: agw

Datum: 12.01.18 23:27

Patrick Rudin schrieb:
IR454 schrieb:
Völlig richtig, ergänzend dazu lohnt sich auch ein Vergleich der Preise der jeweiligen Angebote in Relation zum mittleren Jahresnettoeinkommen. Außerdem ist der Funktionsumfang des GA doch noch mal ganz anders als der einer BC100, mit der man z.B. nicht mal die U-Bahn der Hauptstadt vollständig nutzen kann...

Genau deswegen bezweifle ich, dass es die Kundenbindung der Deutschen Bahn AG ist, die für den bescheidenen Zuwachs gesorgt hat.

Um ehrlich zu sein: >7000 EUR, um auf dieser Fläche Bahn zu fahren, würde ich nie freiwillig selber bezahlen. Ich muss ja nicht jede Woche quer durch die Republik fahren. Wenn es eine Bayern- oder Süd-BC100 gäbe, könnte die Bahn mir vielleicht eine verkaufen.
Die Frage ist aber immer, ob so eine "kleinere" Bahncard wirklich günstiger wäre und sein müsste.

Gedankenexperiment: Für Deutschland kostet die Bahncard 100 ca 4000 Euro. Für Europa müsste sie dann vielleicht 20.000 kosten und für die Welt dann 100.000 Euro pro Jahr. Richtig?
Nein. Weil man ja nicht mehr als 24h pro Tag Zug fahren kann und die meisten der Flatrate-Kunden weder den ganzen Tag im Zug sitzen können noch wollen.

Die "BC100" für den Nahverkehr NRW (SchönesJahrTicket NRW) kostet beispielsweise 256 Euro im Monat. Die echte kostet 395 Euro. Das SchönesJahrTicket gilt zwar in ein paar Bussen etc mehr, aber dafür kann man nicht mal einen IC nutzen.
Was würde also die BC100 nur für NRW kosten? Etwa die Mitte dazwischen? Da liegen wir bei 326 Euro. Für 70 Euro mehr im Monat könnte man dann schon deutschlandweit fahren.
Thomas_Lammpe schrieb:
tmmd schrieb:
Ca. 50.000 Bahncard100 sind derzeit im Umlauf, das sind 16 % mehr als noch vor drei Jahren.

Quelle: [www.wiwo.de]
Wenn 50.000 BC100-Inhaber durchschnittlich 5000€ für ihre BC100 zahlen bedeutet das 250 Mio. € Umsatz, was bei einem Umsatz von 4,183 Mrd. € von DB-Fernverkehr weniger als 6 % ausmacht. Als Gegenleistung muss DB-Fernverkehr insbesondere den Wochenendpendlern häufig zur Hauptverkehrszeit gut und teuer vermarktbare Plätze in vollen Zügen zur Verfügung stellen. Die Zukunft der Bahn liegt sicher woanders.
Wie auch im Mobifunksektor schaut der Anbieter sicher gerne auf den ARPU, den Durchschnittsumsatz pro Nutzer. Umsatz, wohlgemerkt.
Je höher der Umsatz eines bestimmten Kunden, desto wertvoller ist er.
Wie hoch mag der Durchschnittsumsatz pro Fahrgast für die DB Fernverkehr sein? 100 Euro pro Jahr? Dürfte hinkommen.
Jetzt hast Du 50.000 Nutzer mit einem Durchnittsumsatz pro Jahr von 4000-7000 Euro, also 40 bis 70 mal so viel.

Auf den Mobilfunkmarkt übertragen hiesse das, dass ein Nutzer jeden Monat eine Rechnung von 600-1000 Euro hätte. Und wir wissen ja, dass die Mobilfunkanbieter schon einen Affentanz für Leute mit Monatsrechnungen über 150 Euro machen.

Im Prinzip kann man sich das auch so denken: Was muss die DB alles tun, dass 100 Leute zwei Fahrten zu 19,90 Euro pro Jahr machen? Ziemlich viel und ziemlich viel Werbung. Das Geld kann sie auch in einen einzigen BC100-Nutzer stecken. Das ist natürlich so nicht ganz richtig, aber so muss man es sich vorstellen.
Thomas_Lammpe schrieb:

Die Zukunft des Fernverkehrs der Bahn liegt auf jeden Fall nicht bei der BC100. Alleine im letzten Jahr ist der Umsatz von DB-Fernverkehr mit 6,9 % in etwa um so viel gewachsen, wie der gesamte Umsatz mit der BC100 ausmachen dürfte: [www1.deutschebahn.com] Will man Geld verdienen empfiehlt es sich, Kapazitäten zu füllen, die sonst leer bleiben würde, auch wenn das nur zu günstigeren Preisen möglich ist und der Kunde kein Abo abschließt.
Ich fahre mit meiner BC100 nur zu Zeiten leerer Züge. Und jetzt? Nicht jeder BC100-Nutzer fährt den ganzen Freitagnachmittag die KRM auf und ab.
Gäbe es eine günstigere Off-Peak-BC100(*), würde ich diese kaufen. Damit wäre deine Forderung erfüllt, aber es bliebe eine Art BC100.

(*) Beispiel für Off-Peak-BC100s:
-gültig an allen Tagen außer Freitags
-gültig zu allen Zeiten außer Freitag ab 14 Uhr und Sonntags ab 14 Uhr bis Montag 14 Uhr.
-gültig nur an Samstagen ganztägig (und Sonntag bis 14 Uhr)
-gültig in allen Zügen, die nicht als Sardinenzüge gekennzeichnet sind
Heckeneilzugfan schrieb:
b) Darüber hinaus gibt es Netzkarten für 2 Bundesländer, 3 Bundesländer oder das Gesamtnetz! (Wobei Bremen zu Niedersachsen, Hamburg zu Schleswig-Holstein und Niedersachsen bzw. Berlin zu Brandenburg gehören könnte.) Jahreskarten und Abo-Karten gelten innerhalb ihres Geltungsbereiches wie eine BahnCard 100.

Und schon hätten wir genauso viele BahnCards 100 wie in der Schweiz!
(Alternativ gibt es vielleicht auch noch ermäßigte Netzkarten, die freitags nicht gelten oder nur mit Reservierung oder nur gegen Aufpreis...)
Wenn man sich allerdings mal die Strecken anschaut, so werden die allermeisten wohl plötzlich mit der 2-3 Länder Karte auskommen. Ich denke hier an die Berlin-Wolfsburg oder Montabaur-Frankfurt Pendler. Dann würde es, wenn diese BC100 wirklich spürbar billiger wäre, wohl kaum noch "echte" BC100 Kunden geben. Für den Konzern gäbe es (zunächst) große Umsatzeinbußen. Für den Kunden wäre es aber genial, und ja, solch eine Karte würden sicher viele nehmen.

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ -Stephen Hawking
Thomas_Lammpe schrieb:
Willi Raab schrieb:
Was Lammpen Tommy einfach nicht versteht dabei: Der mit den BC100 erlöste Umsatz ist praktisch als Reingewinn zu betrachten. Denn ausser ein paar pseudo edel gemachten Schreiben und vielleicht mal ein Goodie bekommt der BC100-Kunde von Bohles und Hubers Eisenbahnbahnverkehrsversuchsanstalt ziemlich genau: Nichts weiter.
Ich teile die Einschätzung nicht, dass der durch die "BC100 erlöste Umsatz praktisch als Reingewinn zu betrachten" ist. Denn immerhin wird der BC100-Inhaber ein Jahr lang durch die Gegend gefahren. Da steht schon ein gewisser Aufwand dahinter.
Der BC100-Inhaber wird nicht ein Jahr lang durch die Gegend gefahren. Das wäre ja auch Freiheitsberaubung.
Wie oft der BC100-Inhaber fährt, ist zum Glück noch seine Sache. Bitte beachte: Die BC100 lohnt schon gegenüber den BC50, wenn man alle zwei Wochen einmal eine Fahrt und zurück zum Maximalpreis macht. Ziehe ich dann noch eine lokale Verbund-Monatskarte für ein größeres Gebiet und ein paar andere NV-Tickets ab, lohnt sie sich schon ab einer Reise zum Maximalpreis alle vier Wochen!

Re: Dazu zählen auch Zwangs-Umsteiger

geschrieben von: elbeo

Datum: 13.01.18 00:08

E 44 051 schrieb:
[…] Nach Eröffnung der NBS Leipzig-Erfurt im Dezember 2015 war der Preis der Streckenzeitkarte derartig gestiegen, dass die BC 100 günstiger war...
[…]
Der Zwang lag also darin, dass die BC 100 günstiger war?

"Freak und Rentner"-BC100"

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 07:54

agw schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Zukunft des Fernverkehrs der Bahn liegt auf jeden Fall nicht bei der BC100. Alleine im letzten Jahr ist der Umsatz von DB-Fernverkehr mit 6,9 % in etwa um so viel gewachsen, wie der gesamte Umsatz mit der BC100 ausmachen dürfte: [www1.deutschebahn.com] Will man Geld verdienen empfiehlt es sich, Kapazitäten zu füllen, die sonst leer bleiben würde, auch wenn das nur zu günstigeren Preisen möglich ist und der Kunde kein Abo abschließt.
Ich fahre mit meiner BC100 nur zu Zeiten leerer Züge. Und jetzt? Nicht jeder BC100-Nutzer fährt den ganzen Freitagnachmittag die KRM auf und ab.
Damit bist du definionsgemäß eine Ausnahme. Die Mehrheit der Bahnreisenden fährt - wiederum definitionsgemäß - zur Hauptverkehrszeit. Was zieht dich in die leeren Züge?



agw schrieb:
Gäbe es eine günstigere Off-Peak-BC100(*), würde ich diese kaufen. Damit wäre deine Forderung erfüllt, aber es bliebe eine Art BC100.

(*) Beispiel für Off-Peak-BC100s:
-gültig an allen Tagen außer Freitags
-gültig zu allen Zeiten außer Freitag ab 14 Uhr und Sonntags ab 14 Uhr bis Montag 14 Uhr.
-gültig nur an Samstagen ganztägig (und Sonntag bis 14 Uhr)
-gültig in allen Zügen, die nicht als Sardinenzüge gekennzeichnet sind
Das wäre dann so eine Art "(Bahn-)Freak und Rentner"-BC100, was nicht abwertend gemeint ist, aber für die 'normal' arbeitende Bevölkerung dürfte sich das nur in seltenen Fällen lohnen. Als Anhänger einer Auslastungsregelung finde ich das gut.
Thomas_Lammpe schrieb:
Es wird dich sicher nicht überraschen, dass ich das, was man mir 'genauso oft schon erklärt hat', nicht überzeugt. Es scheint dir aber wichtig zu sein, auf meinen Beitrag zu reagieren, denn es könnte ja jemand glauben.

Nein, dir glauben die Wenigsten hier. Weil du dich immer wiederholst (nix neues bei Meister Lammpe) und einfach Schrott redest. Du lernst nichts dazu, was aber wichtig wäre, da du auch nur sehr wenig Wissen besitzt. Du schreibst wie ein dummer Mensch, der klug klingen möchte bzw. sich für klug hält.

Daher: "Dinner for one" ist an Silvester lustig, obwohl man den Inhalt kennt. Aber es kommt halt nur einmal im Jahr an Silvester ins Fernsehen. Dann akzeptiert man auch das die Geschichte alt und ziemlich fad ist. Der gespielte Herrenwitz. Das ist wenn Der Zeuge Desiros Abteile vermisst ;-)

Dein Programm ist "Dinner for one" in Dauerschleife. 365 Tage unverändert der gleiche dumme und blöde Schwachsinn.

Nix neues bei Meister Lammpe

So rechnet sich die BC 100

geschrieben von: 1.Klasse

Datum: 13.01.18 09:34

Tausendfüßler schrieb:
Ich kenne im Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis niemand, der eine BC100 gebrauchen könnte. Wozu sollte man sich die also zulegen? Eine Verbund-Monats-/Jahreskarte haben dagegen fast alle.
Genau an der Stelle war ich auch. Kosten der Abokarte im RMV (1.Klasse Alsbach-Mainz) von ca. 300 € pro Monat lagen deutlich unter der BC100 1.Klasse. Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich trotz BC 50 so viele Bonuspunkte hatte. Pro Punkt braucht es bekanntlich 1€ für Fahrscheinkäufe. In der Summe kam ich knapp auf den BC 100-Peis. Fährt man dann in den nächsten Familienurlaub innerhalb Deutschlands per Bahn, nimmt seine Kinder mit auf die BC100 und holt der Frau die inklusive BC25, dann rechnet es sich sofort.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 09:34.

Re: DB-Fernverkehr mit Rekordgewinn im 1. HJ 2017

geschrieben von: dor Jörsch

Datum: 13.01.18 10:17

Thomas_Lammpe schrieb:
dor Jörsch schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Es ist schwer vorstellbar, dass eine Kundengruppe, die gerade mal etwas über 5% zum Gesamtumsatz beiträgt, für 'eine gewisse Grundauslastung' sorgt. Und mit den "letztmöglichen Superduppi-Sparpreis-Kunden" hat DB-Fernverkehr im ersten Halbjahr 2017 mit 216 Mio. € so etwas wie einen Rekordgewinn erzielt, nicht zuletzt auch wegen der sehr hohen Auslastung von 53%: [www.deutschebahn.com] Seite 25
Dazu müsstest du ersteinmal wissen wie oft ein BC100-Kunde mit dem Zug fährt. Das weiß nicht mal die DB. Im übrigen erzielen BC100-Kunden auch einen Multiplikatoreneffekt bei Miteisenden (Kinder, Ehepartner). Durch die Partner-/Zusatzkarte beim BC100-Kauf drängt sich diese Option förmlich auf. Und bei der Auslastung bitte die NetzCard-M Fahrgäste abziehen. Wenn schon denn schon.
Dann rechne ich mal ganz großzügig damit, dass jeder BC100-Inhaber noch mal Fahrkartenkäufe für die Hälfte seines BC100-Kaufpreises induziert. Dann beträgt der Umsatzanteil 7,5%. Das soll 'eine gewisse Grundauslastung' hervorbringen?
Umsatz und Auslastung sind leider zwei paar Schuhe. Eine höhere Auslastung (Sitzplatzbelegung) kann man im übrigen auch erreichen ohne dass für diese Reisenden Umsatz erzeugt wird.

MfG
dor Jörsch

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?

Re: DB-Fernverkehr mit Rekordgewinn im 1. HJ 2017

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 10:35

dor Jörsch schrieb:
Umsatz und Auslastung sind leider zwei paar Schuhe. Eine höhere Auslastung (Sitzplatzbelegung) kann man im übrigen auch erreichen ohne dass für diese Reisenden Umsatz erzeugt wird.
Stimmt, aber im ersten Halbjahr 2017 war das nicht der Fall. Umsatz (+5%), Gewinn und Auslastung haben gleichermaßen zugelegt.

Zitat:
Die Zahl der Reisenden und die Verkehrsleistung erhöhten sich. Treiber der Entwicklung waren vor allem Angebotsmaßnahmen und die Einführung von kostenlosem WLAn in der 2. Klasse. [..] Der Umsatz entwickelte sich preis- und leistungsbedingt besser als im ersten Halbjahr 2016.
[www.deutschebahn.com] Seite 27
Thomas_Lammpe schrieb:
Willi Raab schrieb:
Was Lammpen Tommy einfach nicht versteht dabei: Der mit den BC100 erlöste Umsatz ist praktisch als Reingewinn zu betrachten. Denn ausser ein paar pseudo edel gemachten Schreiben und vielleicht mal ein Goodie bekommt der BC100-Kunde von Bohles und Hubers Eisenbahnbahnverkehrsversuchsanstalt ziemlich genau: Nichts weiter.
Ich teile die Einschätzung nicht, dass der durch die "BC100 erlöste Umsatz praktisch als Reingewinn zu betrachten" ist. Denn immerhin wird der BC100-Inhaber ein Jahr lang durch die Gegend gefahren. Da steht schon ein gewisser Aufwand dahinter.
Ganz so schlecht kann der Gewinn bei den wenigen verkauften BC100 nicht sein, auch wenn diese Reisende natürlich viel fahren. Würde die DB genausoviele BC100 verkaufen wie GA in der Schweiz, würde sie damit schon 50 % ihres heutigen Umsatz machen, obwohl auf die Gesamtbevölkerung umgerechnet trotzdem nur ein Zehntel so viel BC100 vorhanden wäre, wie beim GA in der Schweiz. Klar kann man das nicht 1:1 umrechnen, weil man mit BC 100 natürlich mehr fährt und auch mehr längere Strecken, aber es zeigt die Richtung.
Und viele BC100- oder GA-Kunden fahren nicht unbedingt zu den aboluten Spitzenzeiten, zumindest nicht zu denen, die du befürchtest. Viele benutzen sie nur zum täglichen Pendeln auf eher kürzeren Strecken und dann für gelegentliche sonstige Fahrten "irgendwann". Klar sind die auf ihren eher kurzen Pendelstrecken auch zur HVZ unterwegs, aber die einzige Alternative für diese Leute dort sind Monatskarten genau für diese Strecken oder das Auto. Sicher nicht irgendwelche Einzelfahrkarten oder gar Sparpreise, erst recht keine solch absurd unüberschaubaren Tarifkonstruktionen wie sie dir teils vorschweben.

Und zumindest beim GA gibt es manche Benutzer, davon kenne ich auch welche persönlich, die mit Einzelfahrkahrten oder gar noch Sparpreisen billiger fahren würden. Aber einfach in den nächsten Zug, Bus etc. einsteigen, nicht jedes Mal eine Fahrkarte kaufen müssen etc. ist denen ein paar hundert Franken im Jahr Wert. Speziell natürlich solche, die kein Auto mehr haben, diese wäre noch viel teurer als ein GA. Umgekehrt gibt es ja auch Leute, die ein Auto haben, obwohl Taxifahren und gelegentlich ein Mietwagen für sie deutlich billiger wären und trotzdem das teure Auto behalten, weil es einfacher ist.
Klar gibt es natürlich auch Leute, die ein GA mit riesigen Strecken voll ausfahren. Das sind aber überlicherweise Fernpendler, die jeden Tag grosse Strecken fahren. Aber für die wäre die Alternative per Bahn höchstens ein Monats-/Jahreskarte.

Und natürlich fahren viele Reisende zur HVZ. Ganz unabhängig von der Fahrkarte, die Nachfrage schwankt einfach stark. In "schlimmen" Randzeiten kannst du die Fahrkarten auch verschenken und der Zug wäre trotzdem nicht voll...

Gruss

Florian

"Nix neues bei Meister Lammpe"?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 10:49

TheDemon schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Es wird dich sicher nicht überraschen, dass ich das, was man mir 'genauso oft schon erklärt hat', nicht überzeugt. Es scheint dir aber wichtig zu sein, auf meinen Beitrag zu reagieren, denn es könnte ja jemand glauben.
Nein, dir glauben die Wenigsten hier. Weil du dich immer wiederholst (nix neues bei Meister Lammpe) und einfach Schrott redest. Du lernst nichts dazu, was aber wichtig wäre, da du auch nur sehr wenig Wissen besitzt. Du schreibst wie ein dummer Mensch, der klug klingen möchte bzw. sich für klug hält.
Ganz klar, die Mehrheit hier teilt meine Meinung nicht. Würdest du und würden andere es aber wirklich für so Schwachsinnig halten, wie du hier geschrieben hast, würdet ihr es einfach ignorieren. Aber aus irgendeinem Grund fühlen sich einige immer wieder berufen, meine Thesen zu widerlegen. Du gehörst allerdings definitiv nicht dazu, denn was du hier schreibst sind nur persönliche Diffamierungen ohne Bezug zum Thema. Die Forumsregeln scheinen so etwas zuzulassen, aber warum ist das nötig?



TheDemon schrieb:
Nix neues bei Meister Lammpe
Das ist inhaltlich falsch. Ich garantiere dir, dass ich noch nie betrachtet habe, wie unbedeutend der Umsatz der BC100 im Vergleich zum Umsatz von DB-Fernverkehr ist. Es gibt also durchaus etwas neues von 'Meister Lammpe', man muss es nur auch wahrnehmen.

Yeah!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 13.01.18 10:49

Hallo Demon,

offenbar haben wir hier tatsächlich einmal die gleiche Meinung.

Die Spitze "Das ist wenn Der Zeuge Desiros Abteile vermisst" hat mir übrigens gefallen...

http://www.desiro.net/Signatur-Abteil.jpg

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Rosinen.jpg

Re: "Nix neues bei Meister Lammpe"?

geschrieben von: Willi Raab

Datum: 13.01.18 11:08

TheDemon schrieb:
Nein, dir glauben die Wenigsten hier. Weil du dich immer wiederholst (nix neues bei Meister Lammpe) und einfach Schrott redest. Du lernst nichts dazu, was aber wichtig wäre, da du auch nur sehr wenig Wissen besitzt. Du schreibst wie ein dummer Mensch, der klug klingen möchte bzw. sich für klug hält.
Thomas_Lammpe schrieb:
Es wird dich sicher nicht überraschen, dass ich das, was man mir 'genauso oft schon erklärt hat', nicht überzeugt. Es scheint dir aber wichtig zu sein, auf meinen Beitrag zu reagieren, denn es könnte ja jemand glauben.
Warum antworten dir Leute hier? Vielleicht weil sie so dummes Zeug nicht unwidersprochen stehen lassen möchten. Stell dir mal vor in 1000 Jahren gräbt einer ein altes Laufwerk aus, rekonstruiert die Daten und stösst genau auf deine Abhandlungen und auf ein Videoclip von Helene Fischer. Wenn er daraus extrapoliert muss er sich fragen ob er und seine Gruppe nicht doch vom Mars kommen!

Vielleicht antworten sie aber auch nur, weil du mit deinem Gelaber provozierst.

Re: "Freak und Rentner"-BC100"

geschrieben von: agw

Datum: 13.01.18 11:18

Thomas_Lammpe schrieb:
agw schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Zukunft des Fernverkehrs der Bahn liegt auf jeden Fall nicht bei der BC100. Alleine im letzten Jahr ist der Umsatz von DB-Fernverkehr mit 6,9 % in etwa um so viel gewachsen, wie der gesamte Umsatz mit der BC100 ausmachen dürfte: [www1.deutschebahn.com] Will man Geld verdienen empfiehlt es sich, Kapazitäten zu füllen, die sonst leer bleiben würde, auch wenn das nur zu günstigeren Preisen möglich ist und der Kunde kein Abo abschließt.
Ich fahre mit meiner BC100 nur zu Zeiten leerer Züge. Und jetzt? Nicht jeder BC100-Nutzer fährt den ganzen Freitagnachmittag die KRM auf und ab.
Damit bist du definionsgemäß eine Ausnahme. Die Mehrheit der Bahnreisenden fährt - wiederum definitionsgemäß - zur Hauptverkehrszeit. Was zieht dich in die leeren Züge?
Wenn das definitionsgemäß so ist, kann die Bahn es ja auch nicht ändern und die leeren Züge füllen. Aber das wolltest du ja. Also kann deine Idee definitionsgemäß gar nicht klappen?

Was mich in die leeren Züge zieht ist einfach der höhere Komfort. Wer steht schon gern im ICE?

Thomas_Lammpe schrieb:
agw schrieb:
Gäbe es eine günstigere Off-Peak-BC100(*), würde ich diese kaufen. Damit wäre deine Forderung erfüllt, aber es bliebe eine Art BC100.

(*) Beispiel für Off-Peak-BC100s:
-gültig an allen Tagen außer Freitags
-gültig zu allen Zeiten außer Freitag ab 14 Uhr und Sonntags ab 14 Uhr bis Montag 14 Uhr.
-gültig nur an Samstagen ganztägig (und Sonntag bis 14 Uhr)
-gültig in allen Zügen, die nicht als Sardinenzüge gekennzeichnet sind
Das wäre dann so eine Art "(Bahn-)Freak und Rentner"-BC100, was nicht abwertend gemeint ist, aber für die 'normal' arbeitende Bevölkerung dürfte sich das nur in seltenen Fällen lohnen. Als Anhänger einer Auslastungsregelung finde ich das gut.
Die arbeitende Bevölkerung arbeitet "definitionsfgemäß" an Werktagen. Wie ich dir schon ausgerechnet habe, lohnt sich für die meisten schon eine BC100, wenn sie alle zwei Wochen einen Wochenendausflug mit längerer Strecke mit der Bahn machen.
Voll die Bahnfreaks, was? So alle zwei Wochen einen Ausflug?
Und wer alle zwei Wochen mit dem Auto in den Wochenendurlaub fährt, ist bei dir sicher ein Autofreak. Oder Rentner.

Darf ich fragen, ob du mal Montags bis Freitags gearbeitet hast und dann am Wochenende weggefahren bist? So alle 2-3 Wochen?

So ist es ja nicht nur bei der Bahn...

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 13.01.18 11:24

Tach zusammen und Heiko!

Richtige Worte, denn nebenbei sind auch in anderen Branchen die "Flatrate-Kunden" ein ganz wichtiger Bestandteil!

Das gilt bei meinen Einblicken (bzw. denen von Bekannten oder Verwandten) in andere Branchen, meinetwegen zum Beispiel von dem planmäßigen Herumschrauben an etwas größeren Verkehrsvehikeln.
Und oh ja, natürlich gibt es da andere, sagen wir mal "premium"-Tarife oder Kurzfrist-Aufträge, die bringen richtig fett Kohle ein! Und, auch oh ja, trotzdem sieht man zu(!!!), dass man die "Flatrate"-Kundschaft nicht nach hinten stellt, wenn es hoch hergeht und andere mit höherem Kurzfrist-Auftrag vor der Türe stehen (das mal analog zum Thema "Hauptreisezeit und teuer vermarktbare Plätze"); eben weil diese regelmäßig zu kalkulierende Grundsubstanz wichtig ist! Wenn wir bei Transportbranche bleiben, auch für den Mietwagensektor (was ich deshalb sagen kann, weil ich vor längerer Zeit bei Firmeneintritt mal - erfolgreich *mir auf die Schulter klopf* - versucht hatte, für ebenfalls anfallende Dienstfahrten ein wenig mal auf die Bahn umzulenken - was dann so vor ca. 5 Jahren durch eben immer mehr Chaos und Ausfälle zunichte gemacht wurde *end of "auf die Schulter klopf"*. Weshalb jetzt eben wieder auch auf "Flatrate-Basis" (ja, Langzeit-Miete) zur eigenen Fzg.-Flotte Mietwagen, teils sogar Transporter, dauerhaft dazugebucht werden (yep, auch für die Unterabteilungen größerer Firmen kann das eine Alternative zum Leasing sein; seit ich mich selber "par ordre du Mufti" (weil die damals von Verspätungen, oder fehlenden Wagen=Voll&Schwitz, die Nase voll hatten) damit auseinandersetzen musste, wunder ich mich, dass das bei den ganzen Fehden Flug-Innerdeutsch vs. Bahn vs. Bus vs. eigenem Auto hier beharrlich die Mietwagen - auch für Gruppenreisen, Stichwort Trainingskurs oder so - komplett ignoriert werden).

In der Telekommunikationsbranche wird das nicht anders sein; der einzige Unterschied wird je nachdem die Gewichtung Flatrate vs. Rest vom Geschäft sein.

Nur sind in der Tat eben in den von mir genannten Branchen aufgrund eigener, oder des Bekanntenkreises, Flatratekunden ein ganz essentiell wichtiger Bestandteil der Grundkalkulation, eben aus den von Heiko genannten Gründen.

Und das dürfte bei der Bahn nicht anders sein. (aus eigener Erfahrung als Ex-100er kann ich nur sagen, dass ich regelmäßig auch abseits unterwegs war).

Bis denne,
Markus.

Edit: aus der Brache eine Branche gemacht und woanders noch was präzisiert.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 11:32.

Re: "Nix neues bei Meister Lammpe"?

geschrieben von: spock5407

Datum: 13.01.18 11:56

Dazu kommt ein gewisser Comedy-Effekt, warum ich sein Zeug les.

"dummer Mensch mit wenig Wissen"

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 12:07

Der Zeuge Desiros schrieb:
Hallo Demon,
offenbar haben wir hier tatsächlich einmal die gleiche Meinung.
[..]
Da du nicht zitiert hast, welcher Meinung du hier zustimmst, möchte ich das gerne für dich tun:

TheDemon schrieb:
Du [Thomas_Lammpe] lernst nichts dazu, was aber wichtig wäre, da du auch nur sehr wenig Wissen besitzt. Du schreibst wie ein dummer Mensch, der klug klingen möchte bzw. sich für klug hält.
[..]
365 Tage unverändert der gleiche dumme und blöde Schwachsinn.
Inwieweit ist das noch von folgendem Anspruch dieses Forums gedeckt?

Zitat:
Bitte respektiert die vielleicht abweichenden Meinungen anderer genauso, wie diese Eure Meinungen akzeptieren sollen. Wir wollen sachliche Diskussionen. Diesen Anspruch werden wir auch durchsetzen und bei ehrverletzenden Angriffen energisch einschreiten.
[www.drehscheibe-online.de]

Vielleicht sollte ich mal bei einem Administrator nachfragen, ob die Bezeichnungen "dummer Mensch mit wenig Wissen" einen "ehrverletzenden Angriffe" darstellt. Mit den gewünschten "sachlichen Diskussionen" hat das auf jeden Fall nichts mehr zu tun.

Re: "Freak und Rentner"-BC100"

geschrieben von: Henra

Datum: 13.01.18 12:29

Thomas_Lammpe schrieb:

Damit bist du definionsgemäß eine Ausnahme. Die Mehrheit der Bahnreisenden fährt - wiederum definitionsgemäß - zur Hauptverkehrszeit. Was zieht dich in die leeren Züge?

Woher weißt du, dass die Mehrzahl der BC100 Kunden auch da reinfällt?
Ich hatte eine Zeit lang eine und bin damit einerseits zwar öfters Montag Vormittag gefahren (allerdings bis in den späten Vormittag, nach 11:00 ist nicht mehr wirklich HVZ). Und oft Mittwochs zurück. Das ist auch nicht gerade die totale Peak Periode.
Und ich kenne da noch weitere solche Fälle.
Ja, es gibt natürlich ein paar Relationen, die durch NBS pendlertauglich geworden sind (HH - Berlin, Köln - Limburg/Montabaur/Frankfurt, Nürnberg -München, jetzt noch ein paar mehr) wo natürlich überproportional viele BC100 zur besten Sendezeit anzutreffen sein werden. Aber so in der Absolutheit, wie Du es darstellst, trifft das sicher nicht zu.
Ich finde es immer beeindruckend, wenn Leute in großer Überzeugung und Ernsthaftigkeit über Dinge referieren, be denen sie keine Erfahrung und of wenig Ahnung haben....

Re: "Nix neues bei Meister Lammpe"?

geschrieben von: maklin

Datum: 13.01.18 12:32

Willi Raab schrieb:
TheDemon schrieb:
Nein, dir glauben die Wenigsten hier. Weil du dich immer wiederholst (nix neues bei Meister Lammpe) und einfach Schrott redest. Du lernst nichts dazu, was aber wichtig wäre, da du auch nur sehr wenig Wissen besitzt. Du schreibst wie ein dummer Mensch, der klug klingen möchte bzw. sich für klug hält.
Thomas_Lammpe schrieb:
Es wird dich sicher nicht überraschen, dass ich das, was man mir 'genauso oft schon erklärt hat', nicht überzeugt. Es scheint dir aber wichtig zu sein, auf meinen Beitrag zu reagieren, denn es könnte ja jemand glauben.
Warum antworten dir Leute hier? Vielleicht weil sie so dummes Zeug nicht unwidersprochen stehen lassen möchten. Stell dir mal vor in 1000 Jahren gräbt einer ein altes Laufwerk aus, rekonstruiert die Daten und stösst genau auf deine Abhandlungen und auf ein Videoclip von Helene Fischer. Wenn er daraus extrapoliert muss er sich fragen ob er und seine Gruppe nicht doch vom Mars kommen!

Vielleicht antworten sie aber auch nur, weil du mit deinem Gelaber provozierst.
Also wenn man die Beiträge von Thomas Lammpe von vor ca. 5 Jahren ausgeräbt, wird man feststellen, dass da so einige Vorhersagen drin waren, die nun eingetreten sind. Ich denke an die Bedeutung des Fernbusses, die Zusammenarbeit zwischen Fernbus und privatem Fernverkehr, und vor allem die Tatsache, dass man über (auch kurzfristig verfügbare) Fahrscheine zum günstigen Preis Kunden zurückgewinnen kann. Natürlich stören wir als Eisenbahnfreunde uns daran, dass "schlecht und billig" anscheinend besser bei den Leuten ankommt als "gut und teuer", aber so müssen wir es nunmal akzeptieren. Nur weil uns diese Botschaft stört, sollten wir dennoch den Überbringer der Botschaft respektieren. Das heißt nicht, dass es nur diesen Weg gibt - vielleicht hätte man bei "sehr guter Leistung" auch etwas mehr ins "teure" gehen können und hätte ein erfolgreiches Geschäftsmodell, aber das sein Weg bzw. seine Vorschläge nicht funktionieren, wurde doch schon ausreichend von der Praxis widerlegt (bis auf die Sache mit der Abschaffung der BC50, das wurde in Deutschland noch nicht ausprobiert und erfordert mindestens einen Blick in ein Ausland (z.B. Frankreich), wo es so stark rabattierende Bahncards nicht gibt).
Erwähnen sollte man auf jeden Fall auch, dasss Thomas Lammpe trotz der ganzen Anfeindungen hier in seinen Antworten weiterhin erstaunlich sachlich bleibt. Allein für die Sprachkultur könnte es sich lohnen, ein paar alte Beiträge von ihm herauszusuchen und sich ein Beispiel dran zu nehmen.

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ -Stephen Hawking

Eben, verstehe ich auch nicht...

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 13.01.18 13:12

... ich wundere mich sowieso bei dieser und anderen Diskussionen, dass ausgerechnet in einem Bahnforum (wo Gerüchten zufolge die Dinger auch am WE früh und spät und nachts fahren und gewartet werden müssen und Leute dann arbeiten müssen) die Leute vergessen, dass - in zunehmendem Maße - Leute nicht nur Mo-Fr 8-17Uhr arbeiten. Wundert mich echt immer wieder.

Ich bin zu meinen 100er Zeiten, eben aufgrund Schichtdienstes (übrigens auch ein Grund für 100er, wenn ich eben schnell mal ein oder 2 Stunden später wegkomme, oder aber zwecks Ü-Abbau sogar mal einen halben Tag früher (o.k., das viel seltener...), ohne auf Zugbindung und Konsorten festgenagelt zu sein) und Fernbeziehung, in der Mehrzahl aller Fälle abseits der Stoßzeiten gefahren. Und zufällig meine damalige (ca. 10 Jahre lang) Mieterin an dem einen Ort hatte auch eine 100er, und eben genau dasselbe Fahrmuster.

Also irgendwie weiß ich nicht, wo dieses Lammpe "100er nehmen zu Hauptlastzeiten viel teuer verkaufbarere Sitzplätze weg" herkommt - zumal, wenn er selber zugibt, dass es doch gar keine belastbaren Zahlen zur 100er Nutzung gibt...

Re: "Nix neues bei Meister Lammpe"?

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 13.01.18 13:28

Zitat:
(bis auf die Sache mit der Abschaffung der BC50, das wurde in Deutschland noch nicht ausprobiert)

Doch, sie wurde 2002 im Rahmen des PEP abgeschafft und etwas weniger als nach einem Jahr mit dem bekannten Mehdorn-Slogan “wir haben verstanden“ zum doppelten Preis wieder eingeführt. Ich selber habe mir dann keine BahnCard mehr gekauft - etwa 10 Jahre lang pendelte ich dann München-Zürich mit dem Flugzeug, und die heutigen etwa 2500€ Umsatz pro Jahr auf DB-Netz erfolgen größtenteils mit Bayerntickets resp. seit Fahrplanwechsel mit Servus-Tickets 1. Klasse, bei der Länderbahn gekauft.

Halbtax und Vorteilscard sind selbstverständlich vorhanden, die Anschaffung eines Freizeit-GAs nach dessen Einführung voraussichtlich im Frühling wird dann geprüft.

Ansonsten bin ich vor allem mit dem letzten Abschnitt Deines Beitrages sehr einverstanden.

Re: BC100 zum Pendeln und für gelegentliche Touren

geschrieben von: Luf

Datum: 13.01.18 13:44


Und viele BC100- oder GA-Kunden fahren nicht unbedingt zu den aboluten Spitzenzeiten, zumindest nicht zu denen, die du befürchtest. Viele benutzen sie nur zum täglichen Pendeln auf eher kürzeren Strecken und dann für gelegentliche sonstige Fahrten "irgendwann". Klar sind die auf ihren eher kurzen Pendelstrecken auch zur HVZ unterwegs, aber die einzige Alternative für diese Leute dort sind Monatskarten genau für diese Strecken oder das Auto. Sicher nicht irgendwelche Einzelfahrkarten oder gar Sparpreise, erst recht keine solch absurd unüberschaubaren Tarifkonstruktionen wie sie dir teils vorschweben.
Genau so nutze ich meine BC 100 und bin sicher, dass ich nicht alleine bin (schon alleine, da mein Bruder dies ebenso tut ;) ). Pendeln mit dem Metronom 60km nach Hamburg und Touren am Wochenende oder im Urlaub. Da ich in Hamburg den Weg vom Hbf zu meiner Arbeit gerne ganzjährig mit dem Fahrrad - anstelle der S-Bahn - zurücklege, war die integrierte Fahrradmitnahme ein entscheidender Grund für die BC 100. Meines Wissens gibt es dafür weder eine Wochen, noch eine Monats oder gar Jahreslösung.

Teuer vermarktbare FV-Plätze nehme ich sicherlich Niemandem weg. Ich reserviere so gut wie nie. Wo ansonsten? Über die paar Comfort Plätze, wo sich eh jeder hinsetzt? Wenn mir ein Zug zu voll ist, nehme ich den nächsten...

Ich bin mittlerweile froh, dass ich vor Jahren, nachdem mir meine Auto geklaut wurde, beschlossen habe mir kein neues zu holen.

Ach und zu Abo und Jahreskunden: Hätten wir in der Fa., in der ich arbeite, nicht vor 4-5 Jahren beschlossen, dass es notwendig ist langfristige Verträge mit kleineren Kunden abzuschliessen, statt ausschliesslich kurzfristige mit größeren Kunden, wäre die Fa. mittlerweile nicht mehr am Markt.

Beste Grüße
Marc

Hallo,

Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn 50.000 BC100-Inhaber durchschnittlich 5000€ für ihre BC100 zahlen bedeutet das 250 Mio. € Umsatz, was bei einem Umsatz von 4,183 Mrd. € von DB-Fernverkehr weniger als 6 % ausmacht. Als Gegenleistung muss DB-Fernverkehr insbesondere den Wochenendpendlern häufig zur Hauptverkehrszeit gut und teuer vermarktbare Plätze in vollen Zügen zur Verfügung stellen. Die Zukunft der Bahn liegt sicher woanders.
Vielleicht solltest Du mal öfters Zug fahren, bevor Du einen solchen Blödsinn behauptest! Wieviele Plätze hält denn die DB für die BahnCard 100-Kunden zusätzlich vor?!

Genau, 0 !!! Das kann man z.B. täglich zwischen Wolfsburg und Berlin, Karlsruhe und Frankfurt oder Düsseldorf und Frankfurt beobachten, wo diese Kundengruppe meistens auf dem Fußboden in den Vorräumen der ICE-Wagen Platz nehmen darf!

Für die DB ist diese Art von Geschäft ein Goldesel!

Mit freundlichen Grüßen
Kilometerrekord

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: KVV323

Datum: 13.01.18 15:59

Patrick Rudin schrieb:
KVV323 schrieb:
Das wird sicher wieder all die jenigen schockieren, die hier gleich wieder mit "Ich hab meine BC100 gekündigt, weil die Bahn mir den Bimz/die Abteile/... gestrichen hat" ankommen werden. Man sieht: Es läuft doch - auch, was Vielfahrer und somit die Kundenbindung betrifft...
Ich bin beeindruckt :-)

Deutschland: Ca. 50'000 BC100 bei ca. 82 Mio Einwohnern.
Schweiz: Ca. 500'000 GA bei ca. 8,2 Mio Einwohnern.

Einfache Rechenaufgabe. Es läuft super in Deutschland :-)
Wow, für Berlin & Brandenburg hab ich auch ne Netzkarte - was flächentechnisch fast auf das gleiche hinausläuft...
Ist halt doof, dass man in einem 8,5-fach größeren Land nicht ganz so leicht ans andere Ende oder zumindest aus dem Süden in die Mitte pendeln kann, als in einem doch recht kleinen Land... Wenn du mir als nächstes erzählen willst, dass jeder 5. Lichtensteiner ein Abo für sein Land hat, dann hast du meine vollste Hochachtung ;-)

Zustimmung! *Lanze brech*

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 13.01.18 16:17

Hallo maklin,

Deinen Ausführungen kann ich voll zustimmen. Eine gepflegte Kontroverse verliert mit Verbal-Attacken rasch an Substanz. Die Diskussion findet an einer solchen Stelle ein abruptes Ende, wobei das wahrscheinlich sogar beabsichtigt sein soll.

Unter diesen Umständen muss auch ich Thomas Respekt zollen, das er sein Glaubensbekenntnis zum Yield-Management so wacker verteidigt. Und das jetzt schon 5 Jahre? Wow!

Zu Beginn dachte ich auch eher an einen Spammer oder Troll, wobei sich durch Schreibstil, Argumentationsführung und gewisser Beharrlichkeit bald abzeichnete das er das eben nicht und auch keine Sockenpuppe war. Zumal er auch schon etwas länger angemeldet war.

Mit einigen seiner Einschätzungen zum Fernbus lag er richtig. In der Rückschau aber eher in den Punkten was die kurzfristigen Effekte betraf. Das der Fernbusmarkt in jüngster Zeit einen solchen Einbruch erlitten hat, hatte weder er noch jemand anders (auch nicht die Flixbus-Chefs) vorausahnen können. Auch die vorangegangene Marktkonzentration auf den grün-orangen Bus war so weder beabsichtigt noch erwartet worden.

Begonnen hatte das alles mit einer bunten Sammlung verschiedener Unternehmen, die rasch die Schwachstellen des Schienenfernverkehrs ausgelotet hatten (Klassiker wie München - Freiburg und natürlich die Preisstrukturen).

Welchen Druck die neue Konkurrenz auf die DB ausüben würde, hatte Thomas gut erkannt und beschrieben.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt einem der ältesten Fernbusunternehmen Deutschlands, nämlich der DB, zugetraut direkt auf dem neuen Markt die passenden Antworten zu finden.
So nehme ich es dem Busunternehmen DB schon fast persönlich, das es in dieser Schlacht jämmerlich unterging und zuletzt auch noch den guten alten BEX mit in den Abgrund zog.
Aber auch insgesamt sieht der Fernbusmarkt nach dem Preiskrieg der letzten Jahre wie ein Trümmerfeld aus. Die Stadt Berlin, seit 8 Jahre auf einen neuen Flughafen vergeblich hoffend, wird bald einen erweiterten und modernisierten ZOB am Funkturm eröffnen. Doch an den vielen Bussteigen werden dort nun eher vermehrt Tumbleweeds als Setras vorbeirollen.

Das der Fernbusmarkt derart krachen gehen würde, hätte ich nicht erwartet. Thomas übrigens auch nicht. Und dabei hatten wir das ganze Spektakel aus zwei verschiedenen Sichtweisen betrachtet.


Das die DB derweil mit ihrer Auslastungssteuerung ganz gut fährt, lasse ich ihm gerne als Bestätigung, erinnere aber dabei das diese Strategie bereits seit PEP für vollere Züge gesorgt hat (ob es immer für vollere Taschen bei der DB gesorgt hat, wäre noch ein anderer Snak).


Also bitte:
Gernervt sein ob dieser Vehemenz - meinetwegen.
Deswegen beleidigend werdend - bitte nicht.

Viele Grüße,
Dirk


[note=maklin schrieb:]
Also wenn man die Beiträge von Thomas Lammpe von vor ca. 5 Jahren ausgeräbt, wird man feststellen, dass da so einige Vorhersagen drin waren, die nun eingetreten sind. Ich denke an die Bedeutung des Fernbusses, die Zusammenarbeit zwischen Fernbus und privatem Fernverkehr, und vor allem die Tatsache, dass man über (auch kurzfristig verfügbare) Fahrscheine zum günstigen Preis Kunden zurückgewinnen kann. Natürlich stören wir als Eisenbahnfreunde uns daran, dass "schlecht und billig" anscheinend besser bei den Leuten ankommt als "gut und teuer", aber so müssen wir es nunmal akzeptieren. Nur weil uns diese Botschaft stört, sollten wir dennoch den Überbringer der Botschaft respektieren. [...]
Erwähnen sollte man auf jeden Fall auch, dasss Thomas Lammpe trotz der ganzen Anfeindungen hier in seinen Antworten weiterhin erstaunlich sachlich bleibt. Allein für die Sprachkultur könnte es sich lohnen, ein paar alte Beiträge von ihm herauszusuchen und sich ein Beispiel dran zu nehmen.
[/quote]

Re: Zustimmung! *Lanze brech*

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 13.01.18 16:27

Das sehe ich auch so. Ich finde seine Beiträge super zum Streiten.

Aber in der Sache. Nicht gegen die Person.

Übrigens ist die kostenlose BC25 für den Partner definitiv sinnvoll. Deshalb war ich mit meiner Frau dieses Jahr in Berlin und Hamburg. Ohne BC100 und BC25 hätten wir das Auto genommen.
Thomas_Lammpe
So wie ich den Satz verstehe, waren 50.000 BC100 im Umlauf, so dass nur die 3-MonatsBC gezählt wurden, die Ende November gültig waren.
Falschgeld ist auch im Umlauf, nur nicht gültiges Zahlungsmittel. Der Anstieg von 2015 auf 2016 lässt vermuten die ProbeBC100 ist erfolgreich gestartet. Aus dem Umsatz lässt sich noch nicht ableiten wie die Karten verteilt sind. Der Durchschnitt nahe der BC100 2.Klasse deutet auf einen hohen Anteil an ProbeBC100 hin. Schon der Abopreis liegt über dem Durchschnitt.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 13.01.18 16:45

KVV323 schrieb:

Wow, für Berlin & Brandenburg hab ich auch ne Netzkarte - was flächentechnisch fast auf das gleiche hinausläuft...

Schön, dass es dies in Berlin/Brandenburg gibt. Das war mir nicht bekannt.
Wie in meinem Folgebeitrag geschrieben, würde ich für Bayern so etwas ziemlich sicher auch kaufen.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: agw

Datum: 13.01.18 17:14

KVV323 schrieb:
Wow, für Berlin & Brandenburg hab ich auch ne Netzkarte - was flächentechnisch fast auf das gleiche hinausläuft...

Für den Fernverkehr? Wo kann man die kaufen?

Re: "Nix neues bei Meister Lammpe"?

geschrieben von: maklin

Datum: 13.01.18 17:45

Patrick Rudin schrieb:
Zitat:
(bis auf die Sache mit der Abschaffung der BC50, das wurde in Deutschland noch nicht ausprobiert)

Doch, sie wurde 2002 im Rahmen des PEP abgeschafft und etwas weniger als nach einem Jahr mit dem bekannten Mehdorn-Slogan “wir haben verstanden“ zum doppelten Preis wieder eingeführt.
Stimmt, da habe ich gar nicht mehr dran gedacht, danke für die Erinnerung. Auch wenn vielleicht Thomas Lammpes Vorschlag zur Abschaffung der BC50 in einem etwas anderen Preissystem-Kontext platziert sein könnte, liege ich damit daneben zu sagen, dass das grundsätzlich noch nicht ausprobiert wurde.

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ -Stephen Hawking

Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 19:25

Es hat hier Seltenheitswert, dass jemand irgendetwas an meinen Beiträgen gut findet, und sei es trotz inhaltlicher Ablehnung die Anerkennung als Diskussionsthema oder auch nur das Fehlen von ausfälligen Bemerkungen und persönlichen Anfeindungen, wobei traurig ist, das letzteres eine Erwähnung wert ist. Vielen Dank dafür!

Noch zwei inhaltliche Sachen:
1. Der Fernbusmarkt in Deutschland ist nicht zusammengekracht, auch wenn das explosionsartige Wachstum vorbei ist. Er wächt mit einstelligen Wachstumsraten weiter.
2. Ich habe massive Zweifel, ob ein Modell höhere Preise und dafür mehr Leistung und Qualität für die DB erfolgreich sein könnte, da die größten Vorteile der Bahn im Massenverkehr liegen und viele einen niedrigen Preis vorziehen.

Seit es die Fernbuskonkurrenz gibt, ist die DB viel stärker gezwungen, die Kundenwünsche zu berücksichtigen, was offensichtlich auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg im Fernverkehr geführt hat. Es wird aber noch einige Jahre dauern, bis das auch der letzte begriffen hat.

Re: Zustimmung! *Lanze brech*

geschrieben von: D.

Datum: 13.01.18 19:25

Käfermicha schrieb:
Zitat:
Übrigens ist die kostenlose BC25 für den Partner definitiv sinnvoll. Deshalb war ich mit meiner Frau dieses Jahr in Berlin und Hamburg. Ohne BC100 und BC25 hätten wir das Auto genommen.
Ja, schade, dass es die nicht fuer kinderlose Ehepaare gibt. Das hat meine Frau und mich einige Male zum Autofahren motiviert.

Re: Zustimmung! *Lanze brech*

geschrieben von: Fastrider

Datum: 13.01.18 20:25

Dirk Mattner schrieb:
Ich hatte zu dem Zeitpunkt einem der ältesten Fernbusunternehmen Deutschlands, nämlich der DB, zugetraut direkt auf dem neuen Markt die passenden Antworten zu finden.
So nehme ich es dem Busunternehmen DB schon fast persönlich, das es in dieser Schlacht jämmerlich unterging und zuletzt auch noch den guten alten BEX mit in den Abgrund zog.


Aus meiner Sicht die einzig richtige Entscheidung. Mit dem Ende des Preiskrieges stiegen die Preise beim Monopolisten (ohne dass er seinen Service verbesserte) und das schaffte der Bahn auf der Schiene auch wieder mehr Luft. In der Rückschau muss ich sagen, dass ich am wenigsten Geld für die Bahn ausgegeben habe, als die gelben Busse eines grossen Logistikdienstleisters auf der Strasse waren. Zwar bin ich auch Bahn gefahren, hatte allerdings immer geschaut, was die gelben verlangen und zu welcher Zeit sie fahren.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets

Sammelantwort

geschrieben von: Fastrider

Datum: 13.01.18 20:28

Es ist halt schwierig einen passenden Preis zu finden. Es gibt 3 grosse Nutzergruppen von BC 100:

- NBS-Pendler (z.B. München - Nürnberg, Berlin - Wolfsburg)
- WE-Pendler (lohnt sich ab ca. 400 - 500 km)
- Vielfahrer, privater oder beruflicher Natur


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets

Re: Sammelantwort

geschrieben von: D.

Datum: 13.01.18 20:55

4.: Mittelviel-Fahrer, die spitz gerechnet mit Einzelfahrten guenstiger laegen, die aber dem Tarifdschungel entgehen wollen, aeh, ich meine, die Bequemlichkeit schaetzen, ohne nachzudenken einfach in den naechsten Zug steigen zu koennen.

Ich habe die vier Gruppen alle durch, genau in der Reihenfolge. Jetzt fahre ich Auto und fliege.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 20:56.

Re: Zustimmung! *Lanze brech*

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 21:51

Fastrider schrieb:
Dirk Mattner schrieb:
Ich hatte zu dem Zeitpunkt einem der ältesten Fernbusunternehmen Deutschlands, nämlich der DB, zugetraut direkt auf dem neuen Markt die passenden Antworten zu finden.
So nehme ich es dem Busunternehmen DB schon fast persönlich, das es in dieser Schlacht jämmerlich unterging und zuletzt auch noch den guten alten BEX mit in den Abgrund zog.
Aus meiner Sicht die einzig richtige Entscheidung. Mit dem Ende des Preiskrieges stiegen die Preise beim Monopolisten (ohne dass er seinen Service verbesserte) und das schaffte der Bahn auf der Schiene auch wieder mehr Luft.
Das folgende Zitat aus dem Zwischenbericht 2017 von DB-Fernverkehr stützt deine These:

Zitat:
Der Umsatz entwickelte sich preis- und leistungsbedingt besser als im ersten Halbjahr 2016. Unterstützende Efekte resultierten unter anderem aus einem im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 weniger intensiven Wettbewerbsumfeld.
[www.deutschebahn.com] Seite 27

Fernverkehr

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 13.01.18 22:02

"Für den Fernverkehr? Wo kann man die kaufen?"

Nanu,

sind die für den inner-berlin/brandenburgischen Verkehr interessanten Intercitys denn nicht mehr für Verbundfahrkarten zugelassen, wie es jaaaahrelang der Fall war? Ansonsten wäre der FV mit Ausnahme einiger sporadischer ICE z.B. Ri. Angermünde doch ohnehin schon enthalten.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Rosinen.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 22:03.

Re: Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 13.01.18 22:59

Hallo Thomas,

da nich für. :)

Zu 1)
Der Fernbusmarkt entwickelt sich derzeit mit geringeren Steigerungsraten als die der BC 100. Das nur mal im Vergleich, weil Dir Steigerungsraten so wichtig zu sein scheinen.

Insgesamt sollte man eher von einer Konsolidierung beim MeinFlix... ähm, Fernbusmarkt seit etwa zwei Jahren sprechen. Die teils verhaltenen Prognosen mussten in dieser Zeit immer wieder nach unten korrigiert werden. Die für 2016 prognostizierten 27 Mio. Fahrgäste wurden bis heute nicht erreicht. Jetzt hofft man schon für das dritte Jahr das Ziel doch noch zu erreichen: [www.fernbusse.de]


Zu 2)
Nun, die Preise steigen nunmehr auch auf dem quasi monopolisierten Fernbusmarkt, bei gleichzeitig sinkender Zahl der Fernbuslinien:
[www.bmvi.de]

Die noch schwach steigenden Fahrgastzahlen scheinen im Widerspruch dazu zu stehen, aber genau hier zeigt das Yieldmanagement seine Wirkung: Die weniger gewordenen Busse werden also jetzt bei steigenden Preisen pickepackevoll gestopft. Also im Grunde das was Du der DB vorwirfst.
Es sieht wirklich nicht danach aus, das in nächster Zeit der Fernbusmarkt mit Leistung und Qualität überzeugen könnte - und das bei steigenden Preisen und drohender Angebotsausdünnung.


Bleibt die Frage, ob die DB in der Lage wäre diese Low-Performance noch unterbieten zu können.
Möglich, aber insgesamt deutet sich beim Fernverkehr eher eine positive Entwicklung an. Die mageren Mehdorn-Grube-Jahre mit Achsproblemen, Fahrzeugmangel, Totalausfällen, Flottenalterung und Angebotsausdünnungen könnten bald überwunden sein.

Die Position von DB Fernverkehr ist auf jeden Fall wesentlich günstiger als noch vor 5 Jahren.
Warum sollte man ausgerechnet jetzt die Stammkunden vernachlässigen, wenn auch dieser Bereich ebenfalls Steigerungen zeigt?

Viele Grüße,
Dirk

Re: Zustimmung! *Lanze brech*

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 13.01.18 23:05

Hallo,

meine Ausführung zielte jedoch nicht auf die positive Entwicklung bei DB Fernverkehr, sondern bei den Busunternehmen des Konzerns. Zum glanzlosen Untergang des BEX und der meisten IC-Busse wird man in dem Hochglanzblatt eher keine Jubelmeldungen lesen können.

Grüße,
Dirk

Re: Zustimmung! *Lanze brech*

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 23:17

Dirk Mattner schrieb:
meine Ausführung zielte jedoch nicht auf die positive Entwicklung bei DB Fernverkehr, sondern bei den Busunternehmen des Konzerns. Zum glanzlosen Untergang des BEX und der meisten IC-Busse wird man in dem Hochglanzblatt eher keine Jubelmeldungen lesen können.
So wie ich fastriders Beitrag verstanden habe, führt er die positive Entwicklung im Schienenbereich von DB-Fernverkehr auf die abnehmende Konkurrenz und die damit einhergehenden steigenden Preise im Fernbusbereich zurück, was u. a. auch dem Rückzug der DB aus dem Fernbusgeschäft geschuldet ist. Deshalb hält er den Ausstieg der DB aus dem Fernbusbereich für richtig. Ich teile diese Einschätzung und der zitierte Satz aus dem Zwischenbericht der DB deutet auch darauf hin.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: KVV323

Datum: 13.01.18 23:25

agw schrieb:
KVV323 schrieb:
Wow, für Berlin & Brandenburg hab ich auch ne Netzkarte - was flächentechnisch fast auf das gleiche hinausläuft...

Für den Fernverkehr? Wo kann man die kaufen?
Für "den Fernverkehr" leider nicht - wobei der nicht durch VBB-Tarif abgedeckte Fernverkehr sich auch nur auf Potsdam-Brandenburg, Wittenberge-Berlin-Elsterwerda (?) und Berlin-Franlfurt beläuft.

Beim Schreiben des von dir und Patrick benannten Beitrags fiel mit aber auch auf, dass so eine "landesweite BC100" auch eine ganz nette Sache wäre...

Re: Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 13.01.18 23:28

Dirk Mattner schrieb:
Zu 1)
Der Fernbusmarkt entwickelt sich derzeit mit geringeren Steigerungsraten als die der BC 100. Das nur mal im Vergleich, weil Dir Steigerungsraten so wichtig zu sein scheinen.

Insgesamt sollte man eher von einer Konsolidierung beim MeinFlix... ähm, Fernbusmarkt seit etwa zwei Jahren sprechen. Die teils verhaltenen Prognosen mussten in dieser Zeit immer wieder nach unten korrigiert werden. Die für 2016 prognostizierten 27 Mio. Fahrgäste wurden bis heute nicht erreicht. Jetzt hofft man schon für das dritte Jahr das Ziel doch noch zu erreichen: [www.fernbusse.de]


Zu 2)
Nun, die Preise steigen nunmehr auch auf dem quasi monopolisierten Fernbusmarkt, bei gleichzeitig sinkender Zahl der Fernbuslinien:
[www.bmvi.de]

Die noch schwach steigenden Fahrgastzahlen scheinen im Widerspruch dazu zu stehen, aber genau hier zeigt das Yieldmanagement seine Wirkung: Die weniger gewordenen Busse werden also jetzt bei steigenden Preisen pickepackevoll gestopft. Also im Grunde das was Du der DB vorwirfst.
Es sieht wirklich nicht danach aus, das in nächster Zeit der Fernbusmarkt mit Leistung und Qualität überzeugen könnte - und das bei steigenden Preisen und drohender Angebotsausdünnung.


Bleibt die Frage, ob die DB in der Lage wäre diese Low-Performance noch unterbieten zu können.
Möglich, aber insgesamt deutet sich beim Fernverkehr eher eine positive Entwicklung an. Die mageren Mehdorn-Grube-Jahre mit Achsproblemen, Fahrzeugmangel, Totalausfällen, Flottenalterung und Angebotsausdünnungen könnten bald überwunden sein.

Die Position von DB Fernverkehr ist auf jeden Fall wesentlich günstiger als noch vor 5 Jahren.
Warum sollte man ausgerechnet jetzt die Stammkunden vernachlässigen, wenn auch dieser Bereich ebenfalls Steigerungen zeigt?
Ich sehe in geringeren Wachstumsraten beim Fernbus keinen Crash, auch wenn es mal höhere Prognosen gegeben hat. Entscheidend für die Entwicklung ist für mich die Verkehrsleistung in Personenkilometern und nicht die Anzahl der Linien oder Busse. Die Fernbusse haben noch nie mit Leistung und Qualität überzeugt (und werden das sicher auch in Zukunft nicht tun), sondern mit dem niedrigen Preis. Ich sehe auch nicht, dass es bei den Fernbussen in nächster Zeit zu Angebotsausdünnungen kommen wird. Ich habe der DB niemals vorgeworfen, die Züge "pickepackevoll gestopft" zu haben. Ganz im Gegenteil habe ich sie immer dazu aufgefordert. Wenn das sogar noch zu steigenden Preisen gelingt: Herzlichen Glückwunsch!

Re: Fernverkehr

geschrieben von: KVV323

Datum: 13.01.18 23:29

Der Zeuge Desiros schrieb:
"Für den Fernverkehr? Wo kann man die kaufen?"

Nanu,

sind die für den inner-berlin/brandenburgischen Verkehr interessanten Intercitys denn nicht mehr für Verbundfahrkarten zugelassen, wie es jaaaahrelang der Fall war? Ansonsten wäre der FV mit Ausnahme einiger sporadischer ICE z.B. Ri. Angermünde doch ohnehin schon enthalten.

Heiko
Hallo,

Korrektur! Richtung Angermünde sind sowohl ICE als auch IC für VBB-Tickets freigegeben. Dafür sind die IC/EC von und nach Frankfurt und Wittenberge sowie nach Elsterwerda/Falkenberg (falls da was hält?) nicht freigegeben, wohl, weil man im Falle von Frankfurt und Wittenberge auch ohne Freigabe ausreichend volle IC- und EC-Züge bekommt. Dagegen würden wohl mindestens die IC nach Stralsund eher nicht fahren, wenn sie nicht bezuschusst würden, denke ich..

LG Flo

Re: Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen

geschrieben von: Fastrider

Datum: 14.01.18 00:13

Thomas_Lammpe schrieb:
Die Fernbusse haben noch nie mit Leistung und Qualität überzeugt (und werden das sicher auch in Zukunft nicht tun), sondern mit dem niedrigen Preis.

Wobei die Qualität auch stark nachgelassen hat. Ich bin durchaus in der Anfangszeit öfters mal mit dem Bus gefahren. Anfangs mit dem BLB. Das Serviceniveau war relativ hoch, die Preise auch. Genutzt habe ich sie als Lückenbüsser, wenn mal wieder keine Sparpreise da waren.

Dann mit MFB. Anfangs war das Serviceniveau auch relativ hoch (2-Fahrerbesetzung, Hilfe beim Gepäckverlad). Dann fiel es in der Phase des ruinösen Preiskampfes (schlecht gereinigte Busse, stinkende WCs, rigide Koffervermessungen)

Dann mit dem Postbus. Auch hier ein relativ hohes Serviceniveau (2 Fahrer, Gepäckmarken) zu relativ günstigen Preisen. Solange BLB und Postbus noch auf der Strasse waren, habe ich vor jeder Reise die beiden Anbieter überprüft, auch wenn ich dann doch auch wieder ein Bahnticket gekauft habe. Aber die Ausgabenbereitschaft war deutlich geringer. Sparpreise über 50 EUR selbst für lange Strecken waren in dieser Zeit eher selten, eher ging es in den Bereich 30 bis 40 EUR.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets

Re: Leider günstiger

geschrieben von: E 44 051

Datum: 14.01.18 01:00

elbeo schrieb:
E 44 051 schrieb:
[…] Nach Eröffnung der NBS Leipzig-Erfurt im Dezember 2015 war der Preis der Streckenzeitkarte derartig gestiegen, dass die BC 100 günstiger war...
[…]
Der Zwang lag also darin, dass die BC 100 günstiger war?
Hallo elbeo,

ja, richtig. Die alte Streckenzeitkarte mit FV direkt (überwiegend ohne Umsteigen) über Naumburg. Die neue nur noch indirekt über Erfurt oder Jena (ist ja nun auch schon weg gefallen). Die "direkte" NV-Verbindung ist ja zum abgewöhnen. Wer dann noch in annehmbaren Zeiten von Leipzig nach Weimar kommen will, beißt in den, in diesem Fall sauren, Apfel, eine BC 100 zu kaufen. Letztendlich zeigt uns das, dass die Streckenzeitkarten eigentlich völlig überteuert sind, wenn man schon auf dieser relativ kurzen Distanz bei der BC 100 landet. Und der Zwangsumstieg resultiert aus der neuen (längeren, aber kaum schnelleren) Strecke. Neubaustrecken können auch mal richtig reinhauen in den Geldbeutel des Einzelnen.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.18 01:02.

Re: Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 14.01.18 09:23

Fastrider schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Die Fernbusse haben noch nie mit Leistung und Qualität überzeugt (und werden das sicher auch in Zukunft nicht tun), sondern mit dem niedrigen Preis.
Wobei die Qualität auch stark nachgelassen hat. Ich bin durchaus in der Anfangszeit öfters mal mit dem Bus gefahren. Anfangs mit dem BLB. Das Serviceniveau war relativ hoch, die Preise auch. Genutzt habe ich sie als Lückenbüsser, wenn mal wieder keine Sparpreise da waren.

Dann mit MFB. Anfangs war das Serviceniveau auch relativ hoch (2-Fahrerbesetzung, Hilfe beim Gepäckverlad). Dann fiel es in der Phase des ruinösen Preiskampfes (schlecht gereinigte Busse, stinkende WCs, rigide Koffervermessungen)

Dann mit dem Postbus. Auch hier ein relativ hohes Serviceniveau (2 Fahrer, Gepäckmarken) zu relativ günstigen Preisen. Solange BLB und Postbus noch auf der Strasse waren, habe ich vor jeder Reise die beiden Anbieter überprüft, auch wenn ich dann doch auch wieder ein Bahnticket gekauft habe. Aber die Ausgabenbereitschaft war deutlich geringer. Sparpreise über 50 EUR selbst für lange Strecken waren in dieser Zeit eher selten, eher ging es in den Bereich 30 bis 40 EUR.
Auch wenn es Anbieter mit einem höheren Qualitäts- und Leistungsniveau gegeben hat, überzeugen konnten sie damit auf jeden Fall nicht bzw. zu wenige Fahrgäste. Das könnte nur der günstige Preis, so dass alle mit Außnahme von MeinFernbus ihren Betrieb eingestellt haben.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: leofink

Datum: 15.01.18 07:53

Tausendfüßler schrieb:
Patrick Rudin schrieb:
Ich bin beeindruckt :-)

Deutschland: Ca. 50'000 BC100 bei ca. 82 Mio Einwohnern.
Schweiz: Ca. 500'000 GA bei ca. 8,2 Mio Einwohnern.

Einfache Rechenaufgabe. Es läuft super in Deutschland :-)
Schön, solche Statistiken! Nur sagen einfache Zahlen nichts darüber aus, welche Reisegewohnheiten die Schweizer Bürger und die deutschen Bürger haben. Was animiert die Schweizer dazu, ein GA zu kaufen. Vielleicht sollte man auch die Fläche beider Länder ranziehen in die Betrachtung.

Ich kenne im Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis niemand, der eine BC100 gebrauchen könnte. Wozu sollte man sich die also zulegen? Eine Verbund-Monats-/Jahreskarte haben dagegen fast alle.
Kann ich dir sagen:
Mit dem GA kannst du in praktisch (für Berwohner des Mittellandes) jede offene Tür eines OeV Fahrzeuges einsteigen. Also zu den 5'000km Bahn auch auf die 90 Verkehrsbetriebe und 20'000 km Busbetriebe.
Nur schon das macht das GA zum Schlager.
Für mich wäre eine Streckenkarte wahrscheinlich billiger, aber das feeling des GAs machts aus!
Gruss Leo

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: leofink

Datum: 15.01.18 08:53

KVV323 schrieb:
Wow, für Berlin & Brandenburg hab ich auch ne Netzkarte - was flächentechnisch fast auf das gleiche hinausläuft...
Ist halt doof, dass man in einem 8,5-fach größeren Land nicht ganz so leicht ans andere Ende oder zumindest aus dem Süden in die Mitte pendeln kann, als in einem doch recht kleinen Land... Wenn du mir als nächstes erzählen willst, dass jeder 5. Lichtensteiner ein Abo für sein Land hat, dann hast du meine vollste Hochachtung ;-)
Auch in einem achtfach grösserem Land, hat der Tag nur 24 Stunden.
Faktisch ist es, rein aus Zeitgründen, nicht möglich die BC 100 wesentlich anders zu nutzen als ein GA in der wesentlich kleineren Schweiz.
Auch in einem Achfach grösseren Land, sind die Pendelstrecken daher nicht achtfach länger.
Ich behaupte sogar, dass die Nutzung des durchschnittlichen GA Nutzers wesentlich grösser ist, als eines durchschnittlichen BC 100 Nutzer. Das nur schon aus dem allgemeinen Nutzerverhalten in der Schweiz:
[www.google.ch]

Der Schweizer legte 2012 rund 3800km per OEV (also auch mit den im GA inbegriffenen "Nicht Bahn Netzen") zurück.
Gehen wir davon aus, dass dies der Durchschnitt ist, und der GA Besitzer eher mehr fährt, dann bin ich mir fast sicher, dass die durchschnittliche Nutzung der BC 100 darunter liegt.
Wenn jemand Statistisches Zahlenmaterial hat, wäre ich für einen Link dankbar.

Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.18 11:45.

Re: "Nix neues bei Meister Lammpe"?

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.01.18 11:20

maklin schrieb:
Also wenn man die Beiträge von Thomas Lammpe von vor ca. 5 Jahren ausgeräbt, wird man feststellen, dass da so einige Vorhersagen drin waren, die nun eingetreten sind. Ich denke an die Bedeutung des Fernbusses, die Zusammenarbeit zwischen Fernbus und privatem Fernverkehr, und vor allem die Tatsache, dass man über (auch kurzfristig verfügbare) Fahrscheine zum günstigen Preis Kunden zurückgewinnen kann. Natürlich stören wir als Eisenbahnfreunde uns daran, dass "schlecht und billig" anscheinend besser bei den Leuten ankommt als "gut und teuer", aber so müssen wir es nunmal akzeptieren. Nur weil uns diese Botschaft stört, sollten wir dennoch den Überbringer der Botschaft respektieren. Das heißt nicht, dass es nur diesen Weg gibt - vielleicht hätte man bei "sehr guter Leistung" auch etwas mehr ins "teure" gehen können und hätte ein erfolgreiches Geschäftsmodell, aber das sein Weg bzw. seine Vorschläge nicht funktionieren, wurde doch schon ausreichend von der Praxis widerlegt (bis auf die Sache mit der Abschaffung der BC50, das wurde in Deutschland noch nicht ausprobiert und erfordert mindestens einen Blick in ein Ausland (z.B. Frankreich), wo es so stark rabattierende Bahncards nicht gibt).
Den Vergleich mit Frankreich sollte man vielleicht so formulieren, daß es dort den Mondpreis als dauerhafte Einrichtung nicht gibt, sondern nur an ganz wenigen Spitzentagen (das sind solche, an denen von der Autobahn Paris-Mittelmeer Staus der Größenordnung 200km berichtet werden).

Und die Beispiele für gute Qualität bei mäßigem Preis gibts in Österreich oder der Schweiz (in letzterem Fall muß man statt des EUR/CHF-Kurses die unteren Gehalts- und Lohngruppen als Maßstab verwenden).

Re: Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.01.18 11:35

Dirk Mattner schrieb:
Insgesamt sollte man eher von einer Konsolidierung beim MeinFlix... ähm, Fernbusmarkt seit etwa zwei Jahren sprechen.

die Preise steigen nunmehr auch auf dem quasi monopolisierten Fernbusmarkt, bei gleichzeitig sinkender Zahl der Fernbuslinien:

Die noch schwach steigenden Fahrgastzahlen scheinen im Widerspruch dazu zu stehen, aber genau hier zeigt das Yieldmanagement seine Wirkung: Die weniger gewordenen Busse werden also jetzt bei steigenden Preisen pickepackevoll gestopft. Also im Grunde das was Du der DB vorwirfst.
So sehe ich das auch, aber mit folgendem Unterschied: der Fernbus ist im Verkehrsmarkt ein Nischenprodukt, das einerseits im Prinzip verzichtbar ist, desses Existenz andererseits aber auch keine nennenswerten Ressourcen über diejenigen der Betreiber hinaus beansprucht.

Für die Bahn gibts dagegen einen Sektor, in dem sie eine wesentliche Funktion erfüllt bzw. erfüllen könnte, nämlich den täglichen Massenverkehr von und zum Arbeitsplatz auf kurzen bis mittleren Distanzen. Diese Funktion wird durch die in der Bahnreform geschaffene (oben beschriebene) Struktur völlig kaputtgemacht, indem der Großteil der Ressourcen (darunter Steuergelder) in fragwürdige (NBS) bis nutzlose (S21) Projekte des Flugersatzverkehrs gelenkt werden und bahnaffiner Verkehr auf ein Straßennetz abgedrängt, das durch Überlastung mittlerweile so verrottet wie große Teile des Bahnsystems durch Nichtnutzung.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: Fastrider

Datum: 15.01.18 11:54

leofink schrieb:
Auch in einem achtfach grösserem Land, hat der Tag nur 24 Stunden.
Faktisch ist es, rein aus Zeitgründen, nicht möglich die BC 100 wesentlich anders zu nutzen als ein GA in der wesentlich kleineren Schweiz.
Auch in einem Achfach grösseren Land, sind die Pendelstrecken daher nicht achtfach länger.
Ich behaupte sogar, dass die Nutzung des durchschnittlichen GA Nutzers wesentlich grösser ist, als eines durchschnittlichen BC 100 Nutzer. Das nur schon aus dem allgemeinen Nutzerverhalten in der Schweiz:

[...]

Der Schweizer legte 2012 rund 3800km per OEV (also auch mit den im GA inbegriffenen "Nicht Bahn Netzen") zurück.
Gehen wir davon aus, dass dies der Durchschnitt ist, und der GA Besitzer eher mehr fährt, dann bin ich mir fast sicher, dass die durchschnittliche Nutzung der BC 100 darunter liegt.
Wenn jemand Statistisches Zahlenmaterial hat, wäre ich für einen Link dankbar.


Aber es gibt keine Langstrecken-WE-Pendler und keine vielfahrenden Geschäftsreisenden, beides auch BC100 Nutzer.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets
Wieso sollte es in der Schweiz keine Langstrecken-Wochenendpendler bzw. vielfahrende Geschäftsreisenden geben? Das gibt es ja selbst in Deutschland in vergleichbar großen Bundesländern. Zum Beispiel wären da
a) welche, die unter der Woche ihr Zimmer in Hannover oder Göttingen haben und freitags zurück gen Ostfriesland fahren bzw.
b) welche, die in Hannover arbeiten, aber regelmäßig auch nach Osnabrück, Hamburg oder Bremen müssen (zähle letztere beide Städte mal zu Niedersachsen).

So etwas gibt es sicher auch in der Schweiz!

Da wäre z.B. Wilhelm, der ursprünglich aus dem Kanton Uri kommt, aber seit kurzem Jahren als Abteilungsleiter beim Finanzamt in Basel arbeitet. Eine ortsnahe Versetzung hat bislang noch nicht geklappt, wäre jedoch ein großer Wunsch, was aber aufgrund föderalistischer Strukturen nicht so einfach ist. Sonntag abends verabschiedet er sich regelmäßig von seiner Frau Hedwig und den kleinen Kindern Wilhelm junior und Walter. Anschließend geht es dann mit „dem Zug nach Zug“ und über Zürich nach Basel. Montag morgens geht es dann bei schlechtem Wetter mit dem grünen Tram ins Büro - eine zusätzliche Monatskarte braucht er nicht. Ansonsten nimmt er das Fahrrad.

Wilhems Schwiegervater Walther hat richtig Karriere gemacht und es bis in die Führungsebene geschafft. Nicht auf einer Re 460 oder auf einer Cobra, nein, er ist Leiter für politische Beziehungen bei einem Züricher Rüstungskonzern. Der Heimat in Uri hat er vor einigen Jahren den Rücken gekehrt und lebt mittlerweile mit seiner Frau im Züricher Quartier Fluntern in einem neugebauten Einfamilienhaus. Sein Arbeitgeber gibt ihm die Möglichkeit entweder ein GA oder einen Dienstwagen frei wählbaren Typs zu beziehen. Da die Staus in Zürich Walther seit Jahren Zeit und Nerven rauben, hat er seinen letzten Dienstwagen - ein Porsche Cayenne - nun von seinem Arbeitgeber abgekauft und sich für das GA entschieden. Seitdem fährt er jeden Morgen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der ersten Klasse in sein Büro. Außer mittwochs - da hat er bei den Vereinten Nationen in Genf eine regelmäßige Sitzung, um die politische Einflussnahme seines Arbeitgebers sicherzustellen. Er macht dann dienstags früher Feierabend, um rechtzeitig im Hotel zu sein. Mal trinkt er dann mit Kollegen noch einen oder empfängt Damen auf seiner Suite. Gelegentlich hat er zudem noch Sitzungen in Bern - das sind aber nur Tagesreisen, die in der Regel seine untergeordneten Kollegen durchführen. Wenn Walther Ende des Jahres in seinen wohlverdienten Ruhestand geht, steht für ihn schon eine Sache fest: Er holt sich wieder ein GA!

614 078 schrieb:
Wieso sollte es in der Schweiz keine Langstrecken-Wochenendpendler bzw. vielfahrende Geschäftsreisenden geben?
Natürlich gibts die. Es gibt auch reichlich Tages-Fernpendler. Die Lebensgwohneiten der Bevölkerung unterscheiden sich nicht wesentlich von der hiesigen. Nur ist 'fern' für die SBB etwas ganz anderes als das, was die DB darunter versteht: Distanzen, auf denen schon Flugverkehr angeboten wird. Wer hierzulande 50-100km pendelt, nimmt das Auto, gut sichtbar am Straßennetz. Selbst rund um niedergehende Industriestädte wie Krefeld oder Mönchengladbach gibts mehr Autobahnen als rund um die mehr als doppelt so große Metropole (und Quasi-Hauptstadt) Zürich.

Daß ein Verbundabo Düsseldorf-Köln (mit Berechtigung nur für die Arme-Leute-Züge) fast so teuer ist wie ein Schweizer Generalabo (mit wesentlich besserem Leistungsumfang) trägt seinen Teil dazu bei.

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: maklin

Datum: 15.01.18 15:32

leofink schrieb:
Zitat:
Der Schweizer legte 2012 rund 3800km per OEV (also auch mit den im GA inbegriffenen "Nicht Bahn Netzen") zurück.
Gehen wir davon aus, dass dies der Durchschnitt ist, und der GA Besitzer eher mehr fährt, dann bin ich mir fast sicher, dass die durchschnittliche Nutzung der BC 100 darunter liegt.
Wenn jemand Statistisches Zahlenmaterial hat, wäre ich für einen Link dankbar.

Gruss Leo
Wenn der durchschnittliche BC100-Nutzer nur 3800km pro Jahr zurück legt, dann bezahlt er mehr als 1 Euro pro km. Demjenigen würde ich doch ganz stark empfehlen, mal in sich zu gehen und zu überlegen, ob er wirklich unbedingt eine BC100 nutzen möchte...
Nur mal kurz als Anhaltswert: Ein Berlin-Wolfsburg-Pendler fährt pro Arbeitstag und Richtung 180 km, d.h. 360 km am Tag. das bei vielleicht 240 (?) Arbeitstagen sind rundweg 86.000 km. Gut, ob das dem Durchschnitt entspricht, kann ich nicht sagen, aber es gibt einen Anhaltswert. In dem Moment, in dem du mehr als ca. 15 ct/km (*) bezahlst (2. Klasse), solltest du nachrechnen, ob die BC50 oder Monatskarte nicht doch besser wäre. Das sind dann 28.000 km pro Jahr bei einer BC100 für 4200 Euro.

(*) Je nach Strecke, Zug und Monatskartenabgebot auch schon weniger.

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ -Stephen Hawking

Re: [ZM] Zahl der Bahncard100-Nutzer wächst

geschrieben von: leofink

Datum: 15.01.18 16:03

maklin schrieb:
leofink schrieb:
Zitat:
Der Schweizer legte 2012 rund 3800km per OEV (also auch mit den im GA inbegriffenen "Nicht Bahn Netzen") zurück.
Gehen wir davon aus, dass dies der Durchschnitt ist, und der GA Besitzer eher mehr fährt, dann bin ich mir fast sicher, dass die durchschnittliche Nutzung der BC 100 darunter liegt.
Wenn jemand Statistisches Zahlenmaterial hat, wäre ich für einen Link dankbar.

Gruss Leo
Wenn der durchschnittliche BC100-Nutzer nur 3800km pro Jahr zurück legt, dann bezahlt er mehr als 1 Euro pro km. Demjenigen würde ich doch ganz stark empfehlen, mal in sich zu gehen und zu überlegen, ob er wirklich unbedingt eine BC100 nutzen möchte...
Nur mal kurz als Anhaltswert: Ein Berlin-Wolfsburg-Pendler fährt pro Arbeitstag und Richtung 180 km, d.h. 360 km am Tag. das bei vielleicht 240 (?) Arbeitstagen sind rundweg 86.000 km. Gut, ob das dem Durchschnitt entspricht, kann ich nicht sagen, aber es gibt einen Anhaltswert. In dem Moment, in dem du mehr als ca. 15 ct/km (*) bezahlst (2. Klasse), solltest du nachrechnen, ob die BC50 oder Monatskarte nicht doch besser wäre. Das sind dann 28.000 km pro Jahr bei einer BC100 für 4200 Euro.
Hast recht: Ich hätte ja bei mir selber nachrechnen können:-) :
220 Arbeitstage à 70 Kilometer pro Richtung ergibt ca 30'000 Km pro jahr.
[map.schweizmobil.ch]

2009-2012 warens 180 km pro Richtung, dass ergab 79'000 km.
https://map.schweizmobil.ch/?lang=de&bgLayer=pk&season=summer&resolution=100&E=2662694&N=1235969&trackId=4126624

Und wer der Meinung ist, in der Schweiz gebe es keine Fernpendler, der steige mal in den 7 uhr IC ab Zürich nach Bern ein.
Gruss Leo
614 078 schrieb:
Wieso sollte es in der Schweiz keine Langstrecken-Wochenendpendler bzw. vielfahrende Geschäftsreisenden geben? Das gibt es ja selbst in Deutschland in vergleichbar großen Bundesländern. Zum Beispiel wären da

Langstrecken-Wochenendpendler meine ich mindestestens 450 km (München - Frankfurt am Main). Das ist weiter als von Genf nach St. Margrethen.

Tages-Fernpendler Bern - Zürich gibt es auch. Deshalb gilt auch bei den SBB die Vorgabe, dass ein GA teurer sein muss als eine Streckezeitkarte Bern - Zürich plus zwei Monatsabos.

Mit vielfahrenden Geschäftsreisenden meine ich auch eher die Langstreckenfahrer, die durch die ganze Republik rasen.

Das Problem ist halt, dass die DB auch noch mit solchen Leuten auf ihre Kosten kommen muss.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets
kmueller schrieb:


Wer hierzulande 50-100km pendelt, nimmt das Auto, gut sichtbar am Straßennetz. Selbst rund um niedergehende Industriestädte wie Krefeld oder Mönchengladbach gibts mehr Autobahnen als rund um die mehr als doppelt so große Metropole (und Quasi-Hauptstadt) Zürich.

Wobei letzteres auch ein Stück weit daran liegt, dass gerade untergehende Regionen/Städte meinen, den Niedergang mit dem Neubau von möglichst vielen Straßen bewerfen zu müssen. Natürlich lässt sich der Niedergang davon i.d.R. nur wenig beeindrucken. Daher kommen dann die Ruinen mit Haufenweise Autobahnzubringern. Aber grundsätzlich hast Du schon ein gutes Stück Recht damit. 50 - 100km ist keine Zielgruppe der Bahn. Entweder 20km mit der S- Bahn oder 300km mit dem ICE. Dazwischen soll man doch gefälligst das Auto nehmen.
Henra schrieb:
. Aber grundsätzlich hast Du schon ein gutes Stück Recht damit. 50 - 100km ist keine Zielgruppe der Bahn. Entweder 20km mit der S- Bahn oder 300km mit dem ICE. Dazwischen soll man doch gefälligst das Auto nehmen.

Danke für dieses Post. Das bringt es auf den Punkt. Auch tariflich wird die Zwischengruppe verscheucht. Fahrten in diesem Zwischenbereich sind sehr teuer. Unterhalb greift der Verbundtarif, oberhalb die Sparpreiswelt. Bei längern Fahrten ist auch die Zugbindung keine so grosse Einschränkung mehr, da diese eher geplant werden.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.18 06:55.