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17000 Tonnen Material in 319 Zügen - Das lief noch 2015 auf der Aggertalbahn zu den Siegwerken. Dann kam eine Weiche, die nicht mehr befahrbar war und ein Ersatzverkehr mit LKWs musste her. Da sich dieser als wirtschaftlich günstiger herausstellte, meldeten die Siegwerke zwei Jahre später den Bedarf ab und die Bahn die Strecke zur Stillegung an.
Die Stadt Siegburg will nun den Radweg auf der Aggertalbahn verlängern.
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.18 01:30.
Man könnte die ersten Meter am Bahnhof Siegburg als Abstell- und Wendegleis nutzen.

Beispielsweise könnte der RE6 dann vom Flughafen nach Siegburg verlängert werden um dieser Region auch einen schnellen Anschluss zum Flughafen zu bringen. Da würde dann auch die problematische Wende am Flughafen entfallen.
Schade drum, aber es ist wie es ist. Siegburg - Overath ist eine der wenigen Stilllegungen im Bergischen Land, die ich wirklich nachvollziehen kann. Ansonsten wurde da ja leider sehr viel Bockmist getrieben.
volmefabi schrieb:
Man könnte die ersten Meter am Bahnhof Siegburg als Abstell- und Wendegleis nutzen.

Beispielsweise könnte der RE6 dann vom Flughafen nach Siegburg verlängert werden um dieser Region auch einen schnellen Anschluss zum Flughafen zu bringen. Da würde dann auch die problematische Wende am Flughafen entfallen.
Das letzte was Siegburg braucht ist noch einen RE. Die 66 fährt jetzt schon am Limit, wenn dann noch mehr Leute von St Augustin und Umgebung Richtung Siegburg fahren brichts zusammen.
Wenn man den schon verlängert dann Richtung Bonn-Beuel, da der RE8 den Flughafen in Zukunft ja weglässt.

Was die Aggertalbahn betrifft denke ich mal wird das wieder ein klassisches "Teilstillegen, dann merken die Strecke ist leider nur durchgängig sinnvoll und da hat man jetzt schon einen Radweg hingeklatscht, tja, dann muss der Rest wohl auch Radweg werden". So langsam bekomme ich Aggressionen wenn ich "Bahnstrecke" und "Radweg" in einem Satz sehe. Warum werden eigentlich Kreis oder sogar Bundesstraßen nie Fahradwege? Ist sogar viel einfacher, man muss nur ein paar Schilder austauschen und ein bisschen Farbe auf die Straße, und nicht großartig Schienen zurückbauen oder Wege pflastern. Mit (ehem.) Hauptbahnen geht das ja offensichtlich auch! Seltsam....
Und wieder ein Gleisanschluß weniger. Die DB bleibt sich treu! Weiterhin wird in einen Radweg umgewandelt und noch mehr LKW ersetzen die Bahn. Kann echt nicht wahr sein, diese total verkorkste Verkehrspolitik!
Hier ging es nicht um 17000t irgendwelchen Materials sondern durchweg um Gefahrguttransporte...

Es ist alles relativ.

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 11.01.18 15:31

17000 t durch 319 Züge sind 53,29 t pro Zug, also etwas, was man durchaus auch mit zwei LKW hätte transportieren können, auch wenn es Gefahrgut ist.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 11.01.18 15:45

Ich mag den Radweg und finde die Verlängerung ok aber mir kann keiner erzählen dass ein Anschluss von Lohmar an Siegburg nicht wirtschaftlich wäre.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: cloubim

Datum: 11.01.18 16:27

Käfermicha schrieb:
Ich mag den Radweg und finde die Verlängerung ok aber mir kann keiner erzählen dass ein Anschluss von Lohmar an Siegburg nicht wirtschaftlich wäre.
Mag sein, eine Stummel-RB über eine Trasse die in Lohmar überbaut und in Siegburg nicht mehr reaktivierbar ist (zumindest nicht durchsetzbar) aber sicher nicht. Verlängerung der 66 ist auch schwierig, Hochflur. Ein Niederflur-Trambetrieb wäre zwar möglich, der müsste aber entweder in Siegburg neu gegründet, oder mit den Netzen von KVB oder SWB verbunden werden.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 11.01.18 16:30

Alles richtig. Es war halt nicht gewollt.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 11.01.18 17:57

Der Satz gefällt mir...es liegt in der Natur der Sache.
Ein weiterer Radweg muss gebaut werden, und hier im Forum klatschen unsere Radfahrer wieder die Hände.
Politisch gesehen ein Armutszeugniss deutscher Politik.
Lkw günstiger und damit effizienter als die Bahn selbst.
Und doch lieber billigen in Kauf nehmen, dass Gefahrgut per Lkw durch Ortschaften gefahren wird.
Bauen wir doch für unsere Schlipsträger noch mehr NBS.
Aber auch die Sache hat den kleinen Haken.
Gehen nicht ist West-Ost Richtung.....

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 11.01.18 18:21

Gut ist hier gar nichts. Letztendlich aber ein Verlust den das System Bahn hier selbst verschuldet hat.

Offenkundig wollte keiner die Weiche reparieren. Das ist bedauerlich.

Aber wenn es am Willen so fehlt dann ist der Radweg die bessere Lösung. Eine 66 durch Siegburg nach Lohmar hätte ich besser gefunden aber das wollte halt keiner.
Eigentlich wäre das eine perfekte Verlängerung für die Linie 66 gewesen. Direkt in die Siegburger Innenstadt mit der Stadtbahn und in Lohmar hätte man einen großen P&R Parkplatz anlegen können.

Aber solchen Optionen wollte man wohl definitiv einen Riegel vorschieben als man den Endpunkt der Linie 66 gebaut hat im Bf. Siegburg.

Politiker sind anscheinend immer noch oftmals der Ansicht, dass ÖPNV mit Bussen attraktiv genug ist. Die Zahlen sprechen dagegen eine andere Sprache aber dies nimmt man halt nicht zur Kenntnis.
Strizie schrieb:
Eigentlich wäre das eine perfekte Verlängerung für die Linie 66 gewesen. Direkt in die Siegburger Innenstadt mit der Stadtbahn und in Lohmar hätte man einen großen P&R Parkplatz anlegen können.

Aber solchen Optionen wollte man wohl definitiv einen Riegel vorschieben als man den Endpunkt der Linie 66 gebaut hat im Bf. Siegburg.

Politiker sind anscheinend immer noch oftmals der Ansicht, dass ÖPNV mit Bussen attraktiv genug ist. Die Zahlen sprechen dagegen eine andere Sprache aber dies nimmt man halt nicht zur Kenntnis.
Als man den Endpunkt der Linie 66 gebaut hat wollte man die direktest mögliche Verbindung 66-ICE, da Siegburg/Bonn ja die Vertröstung für die fehlende Anbindung Bonns an die SFS war. Um die Linie 66 auf die Strecke nach Lohmar zu bringen hätte man sie auf ihrem alten Laufweg über Zange lassen und aufwändig in den oberirdischen Bahnhof einfädeln müssen - zumal sie dann in Siegburg auch noch straßenbündig gefahren wäre was man ja um jeden Preis vermeiden wollte. Außerdem hätte man dann zum südwärtigen ICE gleis 2 Aufzüge/Treppen gehabt statt einer Treppe/einem Aufzug für beide, so wie es jetzt gelöst ist.

Auch wenn ich gerne für einen Ausbau des schienengebundenen Verkehrs bin, die 66 noch mehr zu belasten geht nicht. Am realistischsten wäre tatsächlich gewesen (bzw ist am realistischsten), die jetzt geplante Stadtbahn Niederkassel-Troisdorf nach Lohmar durchzubinden. Wobei man da natürlich auch direkt nach Lohmar gehen könnte ohne den Umweg über Siegburg zu fahren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.18 18:36.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: Kurt Maier

Datum: 11.01.18 19:51

deruerdingerbus schrieb:

Politisch gesehen ein Armutszeugniss deutscher Politik.
Lkw günstiger und damit effizienter als die Bahn selbst.


Immer dasselbe Geseiere. Man kann die Politik ja für vieles verantwortlich machen. Aber schonmal darüber nachgedacht, das es die Unternehmen selbst sind, die lieber auf die Strasse wollen? Es wird heutzutage kaum noch auf Halde produziert, sondern nur noch "Just in Time". Und dafür eignet sich der Lkw halt besser als die Bahn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.18 19:52.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 11.01.18 21:52

Mal darüber nachgedacht, was du jetzt schreibst?
DB selbst hat noch zu fahrende Tonnagen gerechnet, lagen diese minimal unter den, wurde der Anschlussvertrag gekündigt.
Oder, um 12.00 h am Freitag wurden noch bis zum Abschlussbahnhof gefahren, die letzten Meter zum eigentlichen Anschluss wegen Feierabend ausgelassen.
Oder schau dir mal das lustige Rangierspiel im Ruhrgebiet an.
Güterwagen kommt aus dem Norden in Hamm an.
Wird direkt rangiert oder bleibt erst stehen.
Zeitverlust
Der Güterwagen geht mit dem nächsten Güterzug nach Oberhausen.
Gleiches Spiel wie im Hamm
Güterwagen geht u.U. weiter nach Duisburg oder Köln.
Gleiches wie Hamm und Oberhausen.
Das Spiel wiederholt sich x Mal.
Innerhalb des nur Ruhrgebietes bewegt sich so ein Güterwagen bis zu einer Woche.
In dieser Zeit und die Frachtkosten sind dabei günstiger bewegt sich der Lkw x Mal in diesem Radius Ruhrgebiet.
Zeitverlust das erste....
Nächstes Problem, hast Ladung aber kein Güterwagen ist da. Probleme in der Disposition.
Hast dem Wagen beladen auf dem Hof und muss abgeholt werden. Erneutes Problem in der Disposition.
Bei einer Lkw Spedition- Anruf und kommt.
Nächstes Problem
Wer fährt dir den Güterwagen vom Knotenpunkt zum Anschließer? Früher und einst ein ordinärer Auftrag der Bahn jeden unabhängig jeglicher Faktoren zu bedienen.
Dazu passend die Kleinloks V60 oder Köf 2 und 3.
Heute?
Die privaten wie hier RSE ist das Geschäft nicht ausreichend Gewinnbringend.
Kenne denn aktuellen Frachtpreis nicht, weiß aber, große Gewinne sind damit nicht zu machen.
Fazit...der Lkw und hierbei ostdeutsche Lkw sind lukrativ
Die Bahn mit eigentlichen Auftrag kann da nicht
mithalten und zieht sich im Geschäftsfeld
Fernverkehr zurück.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 11.01.18 22:13

Es ist zwar nur ein Beispiel, aber warum sollte in Hamm ein Güterwagen nach Oberhausen/Köln abgehangen werden, wenn der EZ XXXXX direkt nach Oberhausen /Gremberg fährt? In Hamm enden nämlich keine Planzüge aus Norden ( Seelze/Maschen ).

Was richtig ist, dass z.B. Wagen nach Hamm zum Großteil in Zügen des Einzelwagenverkehrs von bspw. Seelze, erst nach Vorhalle laufen und dann mit Zügen des Nahbereichs nach Hamm zurückkommen.

Gleiches mit Wagen für das AW Paderborn. Von Seelze nach Vorhalle, von Vorhalle nach Hamm und von da mit der nächsten Übergabe nach Paderborn.

Das Wagen am Knoten vorbeikommen und durchfahren um anschließend wieder dahin gebracht zu werden ist keine Seltenheit. Jeder vernünftig denkende würde sagen, Wagen für Hamm/Paderborn am Zugschluß ab Seelze, in Hamm abgehangen. Sowas wird derzeit nur am Lü-Zug 51222 gemacht. Bis vor ein paar Jahren wurden z.B. bei den Zügen ab Vorhalle nach Maschen oder Seelze in Gütersloh oder auch Brackwede Wagen angehangen. Es waren täglich geplante Züge, wo dann die Mähdrescher und noch anderes Gedöns an die Zugspitze rangiert wurden mit der Zuglok. Heute laufen die Wagen erst nach Vorhalle und dann nach Norden. Hat halt irgendwann jemand den Taschenrechner genommen und vorgerechnet, dass das Vorhalten des Rangierers oder das Vorhalten der V90 teurer ist als das lange Verfahren durch die halbe Republik und 2x die selbe Strecke entlang.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol
Ich versteh das nicht!

Wo hat denn wer schon einmal was gelesen, dass eine Gemeinde, ein Kreis, der Bund, eine Straße nicht hat reparieren wollen und deshalb die Zufahrt zu einem Unternehmen sperren ließ?

Warum werden die Systeme Straße, Wasser, Luft und Schiene nicht gleichbehandelt?

"Send fair", wäre doch mal ein Gütesiegel für eine lebenswerte Zukunft!

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 11.01.18 22:50

Das Prozedo ist mir so bekannt. Alles aus dem Norden kommende wurde erst in Hamm sortiert.
Interessant, Hamm war einst in der Technik die modernere Anlage, Hagen Vorhalle konnte nur Anfangs mit mehr V90 Loks den technischen Vorsprung von Hamm überholen.

Re: Es ist alles relativ.

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 11.01.18 22:59

In Hamm werden beim 51222 Seelze - Gremberg, am 514xx Gremberg - Maschen und 51041 (?) Wanne - Kassel noch recht regelmäßig Wagen ab- bzw. angehangen. Beim Maschener gelegentlich Gleisbaumaschinen, Mähdrescherteile oder andere Lüs. Ansonsten enden in Hamm keine EZ, nur die Übergaben. Der größte Teil an Zügen des Einzelwagenverkehrs läuft ohne Behandlung durch.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.18 23:03.

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