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NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: D-Takter

Datum: 10.01.18 09:57

NRW-Verkehrsminister Wüst spricht sich gegen Bahntunnel aus

Link zum Artikel


Der D-Takter

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: cloubim

Datum: 10.01.18 10:30

Man versteht es also mal wieder nicht. Kein Mensch will Minden abhängen, aber was schon jetzt durchfährt, soll eben deutlich schneller fahren dürfen.

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: Salzufler

Datum: 10.01.18 11:05

Die Überschrift im Artikel ist etwas verwirrend, denn ausgeschlossen wurde ein Tunnel als Ausbauvariante ja nicht.

Am meisten Erleichterung hat mir die Berücksichtigung des Deutschland-Taktes als Ausbauprämisse verschafft. Im laufe der Trassenfindung muss die D-Takt konforme Kantenfahrzeit zwischen Dortmund und Hannover, sowie Osnabrück und Hannover gesetzt sein. Wie man diese mit Vmax 230 km/h dann erreichen wird kann man ja gerne vor Ort klären. Das aller blödeste ist aber von vornherein eine Variante kategorisch auszuschließen.

Nach meiner Einschätzung bleibt neben dem Tunnel nur eine oberirdische Variante mit Umfahrung von Minden für ICE übrig um die Kantenfahrzeit zu halten. Wenn diese Erkenntnis sich auch vor Ort durchgesetzt hat wird der Tunnel als konfliktärmer sehr schnell wieder auf der Tagesordnung erscheinen.

Hoffentlich bin ich diesbezüglich nicht zu optimistisch...

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: 22chris

Datum: 10.01.18 11:06

cloubim schrieb:
Man versteht es also mal wieder nicht. Kein Mensch will Minden abhängen, aber was schon jetzt durchfährt, soll eben deutlich schneller fahren dürfen.
Naja so ganz unrecht hat der Minister nicht. Oder glaubst du ernsthaft das Tunnel lediglich für die 1x stündlich verkehrenden ICE und ggf. für die Güterzüge gebaut werden soll. Wenn wir mal realistisch sind, wird es dann nicht mehr lange dauern, bis auch die IC den Weg durch den Tunnel nehmen und Minden so tatsächlich vom Fernverkehr abgeschnitten ist.

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: JumpUp

Datum: 10.01.18 11:08

Die Kapazität der Bahnstrecke Hannover - Minden sowie die notwendige Reisezeitverkürzung zwischen NRW und Hannover im Fernverkehr sprechen eben klar für eine (oder mehrere) Neu- bzw. Ausbaustrecken zwischen Hamm und Hannover. Da man wohl schlecht mit 250-300 km/h durch Minden fahren kann, ist eine Umgehung oder Untertunnelung der Stadt unabdingbar.

Der ständig wachsende Nahverkehr auf der Relation sollte ja auch attraktiv untergebracht werden.

Alle Wünsche (Fahrzeitverkürzung, mehr Kapazität, weniger GV durch die Städte, keine NBS / Tunnel bei Minden) lassen sich eben nicht erreichen.
Oder möchte hier wirklich Jemand Häuserzeilen abreisen und zwei zusätzliche Gleise durch die Innenstadt Mindens bauen?

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: pm

Datum: 10.01.18 11:35

Dafür sollte die Strecke über Hameln hauptsächlich für den Güterverkehr ausgebaut+ elektrifiziert werden. Es sind schlicht und ergreifend keine 2- dann wohl eher 3 Milliarden für diese Idee aus Mehdorns Zeiten da. Und ab dem Tunnelende bis Wunstorf fehlt wieder mindestens 1 Gleis-eher wohl 2. Dort müssten dann auch Häuser abgerissen werden.

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 10.01.18 12:01

Der Minister sagt nur "es zählt die Fahrzeit" und "idealerweise bekommt man es auch anders hin". Damit sagt er doch, dass die Fahrzeit das entscheidende Kriterium ist und bleibt.

Wie wäre es eigentlich mit 250 zwischen Hamm und Bielefeld sowie Bielefeld und Minden, soweit wie möglich, und ferner von Hannover bis ein Stück vor Minden?

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: VT605

Datum: 10.01.18 12:07

Käfermicha schrieb:
Der Minister sagt nur "es zählt die Fahrzeit" und "idealerweise bekommt man es auch anders hin". Damit sagt er doch, dass die Fahrzeit das entscheidende Kriterium ist und bleibt.

Wie wäre es eigentlich mit 250 zwischen Hamm und Bielefeld sowie Bielefeld und Minden, soweit wie möglich, und ferner von Hannover bis ein Stück vor Minden?

Wo willst du denn zwischen Hamm und Bielefeld dann die G-Bahn und die Bahnsteige hinbauen, bei 250 km/h darf an den durchgehenden Hauptgleisen kein Bahnsteig sein, also Bahnhöfe wie Montabaur und Limburg Süd.

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 10.01.18 13:19

VT605 schrieb:
Käfermicha schrieb:
Der Minister sagt nur "es zählt die Fahrzeit" und "idealerweise bekommt man es auch anders hin". Damit sagt er doch, dass die Fahrzeit das entscheidende Kriterium ist und bleibt.

Wie wäre es eigentlich mit 250 zwischen Hamm und Bielefeld sowie Bielefeld und Minden, soweit wie möglich, und ferner von Hannover bis ein Stück vor Minden?

Wo willst du denn zwischen Hamm und Bielefeld dann die G-Bahn und die Bahnsteige hinbauen, bei 250 km/h darf an den durchgehenden Hauptgleisen kein Bahnsteig sein, also Bahnhöfe wie Montabaur und Limburg Süd.

Ganz einfach: die G-Bahn auf 250 km/h ausbauen. Die ICE brauchen keinen Bahnsteig (außer in Bielefeld), und die Gz könnne die Taktlücken oder die P-Bahn nutzen.

Gruß,
Andre Joost

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: pm

Datum: 10.01.18 13:36

Da reicht garantiert nicht mehr der Gleisabstand. Ich bin ja ganz bescheiden- über längere Abschnitte 200 km/h und Fahrzeiten wie sie schonmal die Bundesbahn zw H+Do hatte.

Dafür liegen die Gleise auf der falschen Seite

geschrieben von: BR146106

Datum: 10.01.18 14:14

Moin,

damit haben wir wiederum das Problem, das die G-Bahn auf der "falschen" Seite liegt. Also auch hier ein enormer Aufwand für den Umbau. Dann schon eher, den Versuch unternehmen Bielefeld - Minden entsprechend auszubauen auf 200 Km/h, was aber auch wiederum nur mit ECTS gehen wird, da LZB halt nicht mehr verwendet werden darf.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Löhne - Hameln ist zu bergig

geschrieben von: BR146106

Datum: 10.01.18 14:27

Moin,

alleine der Abschnitt Löhne - Vlotho hat eine entsprechend lange Steigung, die für entsprechende Begrenzungen sorgen wird. Dazu der Neubau zwischen Vlotho und Veltheim, inklusive Weserbrücke und Verlegung der Bundesstraße in dem Bereich.

Zwischen Minden und Wunstorf brauchen gar nicht so viele Häuser weichen, wenn man auf 3 Gleise ausbauen würde, da es dort viel Prärie gibt und Haste - Wunstorf ist schon dafür vorgesehen weitere Gleise auszunehmen.

In Sachen Lärmschutz sehe ich die Umfahrung Mindens unabdingbar, also sollte man den Tunnel durchaus bauen, denn Minden selber wird man nicht schneller hinbekommen, als die jetzigen 100 - 110 Km/h und dieser Einbruch ist ein Zeitfresser.

gruß carsten

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Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: Salzufler

Datum: 10.01.18 14:41

D-Takter schrieb:
NRW-Verkehrsminister Wüst spricht sich gegen Bahntunnel aus


Wie man aus dem Zitat der Anfrage im Landtag:

Zitat

2. Wie steht Minister Wüst zu einer möglichen Tunnelvariante durch den Jakobsberg bei Porta Westfalica?
Es sollte versucht werden, die für den Deutschlandtakt notwendige Fahrzeitverkürzung zwischen Hannover und Bielefeld nach Möglichkeit ohne den in der Dossiervariante des Bundesverkehrswegeplans vorgesehenen Tunnel zu erreichen.
entnehmen kann, ist die Antwort maximal schwammig und lässt alles offen!

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: VT605

Datum: 10.01.18 14:52

Andre Joost schrieb:
Ganz einfach: die G-Bahn auf 250 km/h ausbauen. Die ICE brauchen keinen Bahnsteig (außer in Bielefeld), und die Gz könnne die Taktlücken oder die P-Bahn nutzen.

Gruß,
Andre Joost

Dann müssten an der G-Bahn die derzeitigen Bahnsteige abgebaut werden, bei Störungen oder Bauarbeiten kõnnten die Nv-Züge dann dort nicht mehr halten.

Re: NRW-Verkehrsminister Wüst gegen Porta-Tunnel

geschrieben von: IC 2213

Datum: 10.01.18 14:56

Käfermicha schrieb:
Wie wäre es eigentlich mit 250 zwischen Hamm und Bielefeld sowie Bielefeld und Minden, soweit wie möglich, und ferner von Hannover bis ein Stück vor Minden?

Solange der SPNV auf der P-Bahn fährt würde vmax 250 die Streckenkapazität weiter einschränken. Das Problem mit den Bahnsteigen wäre auch noch ein Thema, weil die P-Bahn auch recht nah an der G-Bahn liegt.

Ggf. könnte man das Flügeln in Hamm mit dem Ende der ICE 2 aufgeben und dann die ICE auf einen 30 min Takt verschieben.
Dann muss der zweite Zugteil nicht mit 20 einfahren, das kuppeln entfällt und man spart vllt. 2 Minuten ein (sowie Kupplungsprobleme).

Langfristig müssste man Wunstorf - Minden mit einer neuen Strecke entmischen, da böte sich die Lösung mit dem Tunnel eigentlich gut an.

Kantenfahrzeiten als Fetisch?

geschrieben von: D-Takter

Datum: 10.01.18 16:04

Hallo,

Wer sagt eigentlich, dass Dortmund ein Nullknoten für den ICE werden muss und das dann der ideale Deutschland-Takt ist ?
Wer sagt eigentlich, dass Osnabrück ein 30er Knoten für den ICE werden muss?
Was nützt das, wenn die Fahrzeiten in Bielefeld und Hamm nicht stimmen?
Wer hat schon mal durchgerechnet, ob es nicht ausreicht, endlich die BÜ zwischen Hamm und Dortmund zu beseitigen und die Flügelung in Hamm augzugeben?
Wer hat einmal durchgerechnet, wie viele Fahrgäste die Ecklanschlüsse in Hannover von ICE zu ICE wirklich brauchen?

Anders als in der Schweiz sehe ich biehr keine integrierte Netzplanung, sondern den Deutschland-Takt als Prestige-Einrichtung. Ich kenne jedenfalls keine konkrete Planung, die diese Fahrzeiten minutengenau und stimmig mit den Fahrzeiten auf den eignelsigen Strecken rund um Bielefeld abstimmt und die eingleisige Strecke Osnabrück-Bramsche auf einen solchen Knoten optimiert.

Die Schweizer haben immer integriert geplant und durchaus in Nebenstrecken investiert, um sie auf die Knoten anzupassen. In Deutschland sehe ich dafür bislang keinen Ansatz.

Der D-Takter

Re: Dafür liegen die Gleise auf der falschen Seite

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 10.01.18 16:24

BR146106 schrieb:
Moin,

damit haben wir wiederum das Problem, das die G-Bahn auf der "falschen" Seite liegt.

Wieso falsch? Hinter Hamm und vor Bielefeld gibt es Überwerfungen, da kann man durchaus kreuzungsfreie Überleitungen dran basteln. Oder in Bielefeld die hinteren Bahnsteige (an der G-Bahn) für den ICE statt für die Regionalzüge nutzen. Dann bleibt man auf der G-Bahn bis Minden. Zusätzliche Gleise zwischen Minden und Wunstorf sind sowieso notwendig.

Gruß,
Andre Joost

Re: Dafür liegen die Gleise auf der falschen Seite

geschrieben von: BR146106

Datum: 10.01.18 17:06

Moin,

die entsprechenden Bauwerke gibt es ja schon, aber sowohl Ahlen (90), wie auch Gütersloh (120) reduzieren entsprechend die Geschwindigkeiten. Dazu dann ab Brackwede, eine v/max von 80 bis Bahnsteig Bielefeld, zwischen den Bahnhöfen geht es zwar schneller, lohnt sich aber nicht, weil es nur gut 4 Km sind. Weiter haben die Bahnsteige dort die nötige FV Länge nicht und ein Ausbau geht ebenso wenig, aus Platzmangel. Oder man baut den ganzen Bahnhof entsprechend um, würde aber den Rahmen sprengen.

Weiter kommt noch dazu das sowohl die Sennebahn, wie auch die Strecke nach Dissen über diese Seite abgefahren werden, eine Umlegung wird es nicht geben ohne entsprechende Umbauten in Brackwede.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Kantenfahrzeiten als Fetisch?

geschrieben von: BR146106

Datum: 10.01.18 17:15

Moin,

die Zerlegung des ICE in Hamm wird eh Geschichte sein, wenn man Berlin - Köln auf 30 Min. Takt verdichtet. Hamm - Dortmund mit 200 bringt ca 5 Minuten.

gruß carsten

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Re: Kantenfahrzeiten als Fetisch?

geschrieben von: Strizie

Datum: 10.01.18 18:15

BR146106 schrieb:
Moin,

die Zerlegung des ICE in Hamm wird eh Geschichte sein, wenn man Berlin - Köln auf 30 Min. Takt verdichtet. Hamm - Dortmund mit 200 bringt ca 5 Minuten.

gruß carsten
Das wage ich zu bezweifeln. Heute schafft man Dortmund - Hamm in 15 Minuten mit 200 km/h werden es auf den paar Kilometern 2 Minuten weniger sein also 13 Minuten.

Eine wirklich effektive Fahrzeitverkürzung bekäme man nur zu stande wenn man Dortmund-Bielefeld auf 250 km/h ausbaut (auch durch den Knoten Hamm). Da wäre dann eine Fahrzeit von 30 Minuten für Dortmund-Bielefeld durchaus machbar. Wenn man dann noch Köln-Dortmund mit zwei Zwischenhalten über den Ruhrpott auf 58 Minuten bekommt hätte man attraktive Kantenfahrzeiten.

Köln-Bielefeld in 90 Minuten klingt recht attraktiv wie ich finde.

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