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Frei erfunden?

geschrieben von: autolos

Datum: 11.01.18 13:30

Black Eyed schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Was soll das Herumpöbeln? Ich bezog mich ausschließlich auf eigenwirtschaftliche Leistungen. Aber das weißt du ja, dir geht es ja immer nur ums DB-Bashing.
Sehe ich nicht so - er hat schon recht - das ist die Quintessenz dessen, was du schreibst - Sorry, aber so wirkt es eben.

Und nein ich schreibe dies nicht FÜR einen Aufgabenträger, sondern mit dem Hintergedanken, wie das wirkt. Es hält ja niemand DB Fernverkehr davon ab, tatsächlich eigenwirtschaftlich (ohne Subventionierung irgendwelcher Aufgabenträger) und mit entsprechenden Konditionen anbieten... das wird sich aber nicht tragen - trotz der erzielten Kosteneinsparung durch die Fahrzeuge.

Überdies war die Teilsubventionierung eine wesentliche Restriktion für die IC2-Linieneinführung - also nicht bei einzelnen Linien sondern in der Summe.

Was die Aufgabenträger betrifft, vielleicht nochmal konkreter:
Als sich die DB aus dem IR zurückzog, mussten die Aufgabenträger für ERSATZ-Leistungen weitere Finanzmittel akquirieren. Diese wurden in Ersatzbestellungen gemünzt, die dann aber auch zum Verbundtarif offen stehen (kleiner

Hinweis am Rande: Beim RMV stand der IR auch den Verbundfahrgästen zuschlagsfrei offen, die Hochstufung zum IC hat dann aber zur Nutzenreduzierung für die Verbundfahrgästen geführt. Es gibt zwar entsprechene Zuschlags(zeit)karten, diese werden aber durch die Umstellung auf ICE ebenfalls entwertet.

Sprich: Nun existieren IR-Ersatzzüge in weiten Teilen, wo kein IC/ICE anstatt der IR fährt. Wenn man sich nun auf DB Fernverkehr einlässt und die billigere Bezuschussung (Subvention) finanziert, dann hat man theoretisch mehr Geld für andere Leistungen übrig. Verplant man dieses Geld und entscheidet sich DB Fernverkehr zur Einstellung der Linie (bspw. zu einem Vertragsablaufdatum), dann muss das erweiterte Angebot deswegen wieder zusammengestrichen werden, um die Ersatzzüge erneut zu bestellen.


Tariflich habe ich ja angedeutet, dass die Initiative für SWT/QdLT/LT von der Bahn kam, nicht von den Tarifverbünden. Das macht den Flächenfernverkehr natürlich wrtschaftlich schwieriger. Insbesondere wenn er eben nicht durch höhere Geschwindigkeit punkten kann (der IC2 mit 160 km/h ist für das Nebenfernverkehrsnetz in weiten Teilen durchaus ideal geschaffen).
Ich habe es nicht so geschrieben! Vielmehr scheint es mir so, dass ihr eine vorgefertigte Meinung habt, die ihr auf Geschriebenes projiziert. Meine Aussagen nochmal in aller Kürze:

Eine von der öffentlichen Hand finanzierte Anerkennung der Nahverkehrsfahrausweise war nicht Grundlage des Konzepts. Dass es für einige Linien genutzt wird und genutzt werden soll steht dem nicht entgegen. Für die Behauptung aber, es wäre Basis des Konzepts, finde ich an keiner Stelle eine Grundlage.
Aus heutiger Sicht war der Rückzug des eigenwirtschaftlichen Fernverkehrs aus Sicht der DB Fernverkehr AG offenbar ein Fehler, weshalb man das neue Konzept erarbeitet hat.
Eigenwirtschaftlichen Verkehr auf Linien wieder einzuführen, auf denen seit mehreren Jahren bestellter Regionalverkehr mit nicht kostendeckenden Fahrpreisen unterwegs ist, ist ein schwieriges Unterfangen, weil die Fahrgäste sich an die niedrigen Preise gewöhnt haben.
Die Aufgabenträger davon zu überzeugen, keine Leistungen mehr zu bestellen, weil fortan wieder eigentwirtschaftlicher Verkehr betrieben werden soll, ist aus Gründen des Interesses des jeweiligen AT ebenfalls schwierig, wobei ich Machtinteressen in den Vordergrund gestellt habe. Es gibt sicher auch andere Gründe.

Das waren meine Aussagen. Daher möchte ich euch bitten, fortan davon abzusehen, mir etwas in den Mund zu legen.

Re: Frei erfunden?

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 11.01.18 15:27

autolos schrieb:
Zitat:
Ich habe es nicht so geschrieben! Vielmehr scheint es mir so, dass ihr eine vorgefertigte Meinung habt, die ihr auf Geschriebenes projiziert. Meine Aussagen nochmal in aller Kürze:
dann zerlegen wir mal deine Aussagen und analysieren sie.

autolos schrieb:
Zitat:
Eine von der öffentlichen Hand finanzierte Anerkennung der Nahverkehrsfahrausweise war nicht Grundlage des Konzepts. Dass es für einige Linien genutzt wird und genutzt werden soll steht dem nicht entgegen. Für die Behauptung aber, es wäre Basis des Konzepts, finde ich an keiner Stelle eine Grundlage.
Diese Aussage steht in der Präsentation des Konzepts indirekt bei vielen Linien jedoch drin. U.a. in dem Starttermine der IC2-Züge synchronisiert zu Vergaben des SPNV wurden oder aber direkter in dem auf die Teilfinanzierung verwiesen wurde.


autolos schrieb:
Zitat:
Aus heutiger Sicht war der Rückzug des eigenwirtschaftlichen Fernverkehrs aus Sicht der DB Fernverkehr AG offenbar ein Fehler, weshalb man das neue Konzept erarbeitet hat.
Korrekt. Wobei man auch ehrlich sagen musste, dass einige IR-Züge aus gewissen Gründen an sich auch nicht wirtschaftlich betreibbar waren/sind. Andere profitablere Züge wurden ins IC/ICE-Netz übernommen. Die Fahrzeuge waren am Ende ihres Lebens angekommen, weswegen die im-Wagen schrittweise ausgemustert wurden.


autolos schrieb:
Zitat:
Eigenwirtschaftlichen Verkehr auf Linien wieder einzuführen, auf denen seit mehreren Jahren bestellter Regionalverkehr mit nicht kostendeckenden Fahrpreisen unterwegs ist, ist ein schwieriges Unterfangen, weil die Fahrgäste sich an die niedrigen Preise gewöhnt haben.
Auch korrekt. Aber hier muss man eben auf die Einführung der Sonderpreise (SWT, QdLT, LT) verweisen - die eben auf Betreiben der DB entstanden... man hat sich in dieser Hinsicht hierbei selbst ins eigene Fleisch geschnitten.


autolos schrieb:Zitat:
Die Aufgabenträger davon zu überzeugen, keine Leistungen mehr zu bestellen, weil fortan wieder eigentwirtschaftlicher Verkehr betrieben werden soll, ist aus Gründen des Interesses des jeweiligen AT ebenfalls schwierig, wobei ich Machtinteressen in den Vordergrund gestellt habe. Es gibt sicher auch andere Gründe.
Ich finde hier die Unterstellung des vorrangigen Machtinteresses fehlerhaft - meistens wurden die Aufgabenträger eben durch die politische Ebene die Bereitstellung der Ersatzverbindungen auferzwungen. Diese haben sich natürlich etabliert und sind in das System des SPNV festintegriert, so dass hierbei Verbindungen gekappt werden würden, wenn bspw. die Zugleistung nicht mehr eigenwirtschaftlich oder mit NV-Freigabe betrieben wird. Darauf hatte ich ja bewusst hingewiesen.
Natürlich sieht das Portfolio des Aufgabenträgers besser aus, wenn diese Züge im Verkehrssystem eingebunden sind - eben als dichtere Bedienung im Nahverkehr. Beispielsweise macht es schon einen politischen Unterschied, ob zwischen Dresden und Hof der schnelle Nahverkehr stündlich oder zweistündlich (wechselnd mit dem Fernverkehr) verkehrt - praktisch ändert sich die Zuganzahl nicht. Dafür aber die Benutzbarkeit und den Einfluss auf die Haltepolitik/Anschlüsse...

Es gibt eben mehrere Seiten einer Medaille.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Frei erfunden?

geschrieben von: autolos

Datum: 11.01.18 15:35

Black Eyed schrieb:
autolos schrieb:
Zitat:
Ich habe es nicht so geschrieben! Vielmehr scheint es mir so, dass ihr eine vorgefertigte Meinung habt, die ihr auf Geschriebenes projiziert. Meine Aussagen nochmal in aller Kürze:
dann zerlegen wir mal deine Aussagen und analysieren sie.

autolos schrieb:
Zitat:
Eine von der öffentlichen Hand finanzierte Anerkennung der Nahverkehrsfahrausweise war nicht Grundlage des Konzepts. Dass es für einige Linien genutzt wird und genutzt werden soll steht dem nicht entgegen. Für die Behauptung aber, es wäre Basis des Konzepts, finde ich an keiner Stelle eine Grundlage.
Diese Aussage steht in der Präsentation des Konzepts indirekt bei vielen Linien jedoch drin. U.a. in dem Starttermine der IC2-Züge synchronisiert zu Vergaben des SPNV wurden oder aber direkter in dem auf die Teilfinanzierung verwiesen wurde.
Zunächst: Das hat mit dem IC2, also den Dosto-IC nichts zu tun. Dann: Ein Parallelbetrieb ist wirtschaftlich fast immer Unsinn, daher ist es logisch, dass die Inbetriebnahme mit der Vertragsdauer der aktuellen Verträge synchronisiert wird. Die zeitliche Abstimmung richtet sich in den Fällen also nicht nach der Neuausschreibung, sondern nach dem Ende des bestehenden Vertrags. Sobald der Vertrag ausläuft, soll wieder eine eigenwirtschaftliche Linie verkehren. Möglicherweise liegt hier dein Trugschluss und du meinst, das wäre dann im Rahmen einer Neuvergabe zwangsweise mit einer Zahlung für die Anerkennung von NV-Fahrausweisen verbunden. Das ist aber nicht so.
Black Eyed schrieb:
autolos schrieb:
Zitat:
Aus heutiger Sicht war der Rückzug des eigenwirtschaftlichen Fernverkehrs aus Sicht der DB Fernverkehr AG offenbar ein Fehler, weshalb man das neue Konzept erarbeitet hat.
Korrekt. Wobei man auch ehrlich sagen musste, dass einige IR-Züge aus gewissen Gründen an sich auch nicht wirtschaftlich betreibbar waren/sind. Andere profitablere Züge wurden ins IC/ICE-Netz übernommen. Die Fahrzeuge waren am Ende ihres Lebens angekommen, weswegen die im-Wagen schrittweise ausgemustert wurden.


autolos schrieb:
Zitat:
Eigenwirtschaftlichen Verkehr auf Linien wieder einzuführen, auf denen seit mehreren Jahren bestellter Regionalverkehr mit nicht kostendeckenden Fahrpreisen unterwegs ist, ist ein schwieriges Unterfangen, weil die Fahrgäste sich an die niedrigen Preise gewöhnt haben.
Auch korrekt. Aber hier muss man eben auf die Einführung der Sonderpreise (SWT, QdLT, LT) verweisen - die eben auf Betreiben der DB entstanden... man hat sich in dieser Hinsicht hierbei selbst ins eigene Fleisch geschnitten.
Das relativiert meine Aussage in keiner Weise.
Black Eyed schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Die Aufgabenträger davon zu überzeugen, keine Leistungen mehr zu bestellen, weil fortan wieder eigentwirtschaftlicher Verkehr betrieben werden soll, ist aus Gründen des Interesses des jeweiligen AT ebenfalls schwierig, wobei ich Machtinteressen in den Vordergrund gestellt habe. Es gibt sicher auch andere Gründe.
Ich finde hier die Unterstellung des vorrangigen Machtinteresses fehlerhaft - meistens wurden die Aufgabenträger eben durch die politische Ebene die Bereitstellung der Ersatzverbindungen auferzwungen. Diese haben sich natürlich etabliert und sind in das System des SPNV festintegriert, so dass hierbei Verbindungen gekappt werden würden, wenn bspw. die Zugleistung nicht mehr eigenwirtschaftlich oder mit NV-Freigabe betrieben wird. Darauf hatte ich ja bewusst hingewiesen.
Natürlich sieht das Portfolio des Aufgabenträgers besser aus, wenn diese Züge im Verkehrssystem eingebunden sind - eben als dichtere Bedienung im Nahverkehr. Beispielsweise macht es schon einen politischen Unterschied, ob zwischen Dresden und Hof der schnelle Nahverkehr stündlich oder zweistündlich (wechselnd mit dem Fernverkehr) verkehrt - praktisch ändert sich die Zuganzahl nicht. Dafür aber die Benutzbarkeit und den Einfluss auf die Haltepolitik/Anschlüsse...

Es gibt eben mehrere Seiten einer Medaille.
Bei den AT habe ich mir dann auch mal eine einseitige Sichtweise erlaubt. Aber wenn es zur vermehrten eigenwirtschaftlichen Leistungen kommt, müssen natürlich auch die Reg-Mittel wieder gekürzt werden. Welcher AT möchte das schon?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.18 15:36.

Re: Frei erfunden?

geschrieben von: 146 227

Datum: 11.01.18 21:12

Natürlich war es ein Fehler den IR aufzugeben nur stellt sich die Frage was soll der IC2 bezwecken? Es gibt einige IC-Linien wo nicht ganz wirtschaftlich sind, aber eben erforderlich sind um eben u.a. den Zulauf zum ICE zu sichern.
Die nächste Leistung die auf den IC2 umgestellt wird ist der IC Karlsruhe - Nürnberg. Mit den paar km SFS (20 km ca.?) reißt man sich auch kein Bein aus den Zug auf einen günstigeren Betrieb umzustellen.
Ich weiß nicht aber es wirkt ja auch irgendwie Alibimäßig den IC2 als eine Art modernen IR einzusetzen. Gibt es sonst noch Linien die was für den IC2 wären? (also nicht IR/NV-Mäßig) Der Ansatz war in meinen Augen gut. Am Ende bleibt es bei einer Handvoll-Strecken vermutlich..

Irgendwo geht es immer um mehr Gewinn für weniger Einsatz, aber da ist irgendwo der Fehler du kannst nicht noch 20 Mrd für noch mehr SFS ausgeben und dafür andere wichtige Sachen im Bahnbereich verenden lassen.

Gruß

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: leofink

Datum: 12.01.18 07:28

Acobono schrieb:
Ja gut, Bestellverzögerungen bei Bahnunternehmen sind ja nun wirklich nix neues, das gilt ja auch für den IC2 und den ICE4 hier in Deutschland. Auch, dass man Zulassungen gerade so mit Ach- und Krach besteht. Aber wenn man sich schon auf sowas einlässt, dann doch bitte wenigstens mit dem richtigen Zuge! Die IC2000 sind in der Tat ein sehr angenehm gelöstes Prinzip, aber das würde man hier alleine schon deswegen nicht einführen, weil das nicht der UIC Norm entspricht und man das technisch gesehen nicht mit anderen Wagen kuppeln kann. Das tut die DB nämlich durchaus gerne.... Zwar nicht im regulären Fahrgastbetrieb, aber auf Umlauffahrten oder Wartungsfahrten sieht man schon gerne mal die buntesten Zugverbände - die dann natürlich alle miteinander durchgängig kuppeln müssen. Wenn schon Wagen, dann richtig Wagen, willkommen in Deutschland.

Und übrigens: Die Doppelstöcker werden aktuell so eingesetzt, dass sich meistens nur 4-5 Wagen im Zugverband befinden. Die so angepriesene Sitzplatzerhöhung durch die DoSto-Lösung war hier damit auch mal wieder Marketing und nichts dahinter. Es gibt aktuell keine IC2 Linie auf der es ein Standard Bvmz Wagenverbund nicht auch tut.
Leider sind Bestellverzögerungen heute Teil der Lieferkette. Das ist aber Sache des Lieferanten und nicht den Bahnen anzulasten. Hier wäre es an der Zeit, knallharte Pönnalen einzubauen. Der eine RABe 514-Zug, den Siemens und die 3 Twindexx Züge die Bombardier als Pönnale den SBB liefern mussten oder müssen, sind viel zu wenig.

Auch Doppelstöcker können im Verband mit einstöckigen Wagen mitlaufen. Nicht nur bei Überfuhren, sondern im regulären Betrieb.
Als Beispiel der IR 2181, 16.34 ab Bern nach Olten - Zürich, der gemischt, ohne Steuerwagen zwischen Ein- und Doppelstöckern fährt:
[www.reisezuege.ch]
Auch, im Gegensatz zu der Visualisiereung, im Fahrplan 2017 und 2018 immer noch gleich wie 2016.
Ich benütze diesen Zug oft, darum kann ich das bestätigen.
Der fährt in beiden Richtungen über die Neubaustrecke mit 200km/h.
Ja, der Wagenübergang ist nicht gewähleistet, aber das ist er bei enem doppeltgeführten ICE oder Nahverkehrszug auch nicht.
Auch in der Schweiz waren die Doppelstöcker anfangs nur für 5, höchstens 7 Wagen gedacht.
Heute fahren auf der West - Ostlinie 10 Wagenzüge im Grundtakt. Und verstärkt bis 14 Wagen.
[www.reisezuege.ch]
Insofern sehe ich die Doppelstöcker als eine Investition in die Zukunft.
Gruss Leo



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.18 07:35.

Re: Verwechselt die SZ Ursache und Wirkung?

geschrieben von: elixir

Datum: 12.01.18 21:03

Gibt es diese Großtrappen dort eigentlich noch?

Würde mich über ein paar Bilder, die den Start dieser Vögel in Richtung Bahn zeigen, freuen.

Vielleicht kennt hier jemand solche Tierschützer-Seiten?

Gruß elixir

Re: Verwechselt die SZ Ursache und Wirkung?

geschrieben von: Marienfelde

Datum: 17.01.18 22:15

elixir schrieb:
Gibt es diese Großtrappen dort eigentlich noch?

Würde mich über ein paar Bilder, die den Start dieser Vögel in Richtung Bahn zeigen, freuen.

Vielleicht kennt hier jemand solche Tierschützer-Seiten?

Gruß elixir
Der Großtrappenbestand ist stabil, berichtete die Märkische Allgemeine im letzten Jahr: [www.maz-online.de]

Führungen zur Balz der beeindruckenden Vögel werden auch angeboten: [www.grosstrappe.org]

Eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde

Welche Strategie?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 19.01.18 09:27

Die Bahn hat eine Strategie und die ist unklar? Die haben doch nicht mal eine Strategie, zumindest keine, die so lange hält, bis die Tinte vom Kuli halbwegs trocken ist. Die stolpern doch von einem Fehler zum nächsten und das einzige, was erkennbar ist, am Gehalt darf es der Führungsebene nicht mangeln. Insofern ist eine Strategie erkennbar, das ist auch die einzige.

Re: Verwechselt die SZ Ursache und Wirkung?

geschrieben von: Marienfelde

Datum: 15.03.18 14:04

elixir schrieb:
Gibt es diese Großtrappen dort eigentlich noch?

Würde mich über ein paar Bilder, die den Start dieser Vögel in Richtung Bahn zeigen, freuen.

Vielleicht kennt hier jemand solche Tierschützer-Seiten?

Gruß elixir
Anläßlich einer Internationalen Fachkonferenz im Naturpark Hoher Fläming hat sich die heutige Berliner Zeitung des Schutzprogramms für Großtrappen angenommen (Seite 16).

"Der bundesweit inzwischen einzige Lebensraum (der Großtrappen, der Setzer) befindet sich in Brandenburg und erstreckt sich bis ins angrenzende Sachsen-Anhalt. Mitte der 90er-Jahre wurden nur noch 50 dieser Vögel gezählt. Doch Anfang dieses Jahres wurde der Bestand auf 269 Tiere beziffert."

Die Großtrappe "schaffte es Mitte der 90erJahre europaweit in die Schlagzeilen, als beim anstehenden Ausbau der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover sogar eine Untertunnelung des Havelländischen Luches diskutiert wurde. Schließlich einigten sich Bahn, Land und Umweltschutz auf etwa sechs Kilometer lange Erdwälle neben den Gleisen.

Sie dienen den äußerst stressanfälligen Vögeln zum einen als Lärmschutz. Andererseits zwingen sie die etwas flugfaulen Tiere bei ihren Ausflügen dazu, hoch genug aufzusteigen, damit sie nicht unter den Zug kommen. Die ganze Sache kostete etwa 20 Millionen Euro."

„Nicht nur dieses Geld, sondern auch die jahrzehntelangen Bemühungen schon zu DDR-Zeiten haben sich nach Ansicht der Experten absolut gelohnt."

„Denn neben der Trappgans profitieren zunehmend auch andere Arten vom umfassenden Schutzpaket. Das beinhaltet zum einen die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten, die auch dank zahlreicher Förderprojekte ihre Arbeit auf den Feldern nach dem Lebenszyklus der Vögel ausrichten. Die extensive Bewirtschaftung, die auf Düngemittel verzichtet, sorgt für eine neue Vielfalt an Insekten – die Nahrungsgrundlage für die besonders hungrigen Küken sind."

Soweit einige Zitate aus dem hier verlinkten Artikel: [www.berliner-zeitung.de]

Noch einen schönen Tag wünscht Euch
Marienfelde

Re: Verwechselt die SZ Ursache und Wirkung?

geschrieben von: Traumflug

Datum: 15.03.18 14:09

Marienfelde schrieb:
"Der bundesweit inzwischen einzige Lebensraum (der Großtrappen, der Setzer) befindet sich in Brandenburg und erstreckt sich bis ins angrenzende Sachsen-Anhalt. Mitte der 90er-Jahre wurden nur noch 50 dieser Vögel gezählt. Doch Anfang dieses Jahres wurde der Bestand auf 269 Tiere beziffert."

Die Großtrappe "schaffte es Mitte der 90erJahre europaweit in die Schlagzeilen, als beim anstehenden Ausbau der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover sogar eine Untertunnelung des Havelländischen Luches diskutiert wurde. Schließlich einigten sich Bahn, Land und Umweltschutz auf etwa sechs Kilometer lange Erdwälle neben den Gleisen.

Sie dienen den äußerst stressanfälligen Vögeln zum einen als Lärmschutz. Andererseits zwingen sie die etwas flugfaulen Tiere bei ihren Ausflügen dazu, hoch genug aufzusteigen, damit sie nicht unter den Zug kommen. Die ganze Sache kostete etwa 20 Millionen Euro."

„Nicht nur dieses Geld, sondern auch die jahrzehntelangen Bemühungen schon zu DDR-Zeiten haben sich nach Ansicht der Experten absolut gelohnt."

„Denn neben der Trappgans profitieren zunehmend auch andere Arten vom umfassenden Schutzpaket.
Na also, es klappt doch mit dem Artenschutz.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

ICE Namen

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 15.03.18 14:48

Traumflug schrieb:
Marienfelde schrieb:
"Der bundesweit inzwischen einzige Lebensraum (der Großtrappen, der Setzer) befindet sich in Brandenburg und erstreckt sich bis ins angrenzende Sachsen-Anhalt. Mitte der 90er-Jahre wurden nur noch 50 dieser Vögel gezählt. Doch Anfang dieses Jahres wurde der Bestand auf 269 Tiere beziffert."

Die Großtrappe "schaffte es Mitte der 90erJahre europaweit in die Schlagzeilen, als beim anstehenden Ausbau der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover sogar eine Untertunnelung des Havelländischen Luches diskutiert wurde. Schließlich einigten sich Bahn, Land und Umweltschutz auf etwa sechs Kilometer lange Erdwälle neben den Gleisen.

Sie dienen den äußerst stressanfälligen Vögeln zum einen als Lärmschutz. Andererseits zwingen sie die etwas flugfaulen Tiere bei ihren Ausflügen dazu, hoch genug aufzusteigen, damit sie nicht unter den Zug kommen. Die ganze Sache kostete etwa 20 Millionen Euro."

„Nicht nur dieses Geld, sondern auch die jahrzehntelangen Bemühungen schon zu DDR-Zeiten haben sich nach Ansicht der Experten absolut gelohnt."

„Denn neben der Trappgans profitieren zunehmend auch andere Arten vom umfassenden Schutzpaket.
Na also, es klappt doch mit dem Artenschutz.
Das wär doch mal ne Option für ICE Namen, ICE Großtrappe nach Berlin, ICE Juchtenkäfer nach Stuttgart etc. pp. ;) ;)

Re: Verwechselt die SZ Ursache und Wirkung?

geschrieben von: VT605

Datum: 15.03.18 14:55

Marienfelde schrieb:
elixir schrieb:
Gibt es diese Großtrappen dort eigentlich noch?

Würde mich über ein paar Bilder, die den Start dieser Vögel in Richtung Bahn zeigen, freuen.

Vielleicht kennt hier jemand solche Tierschützer-Seiten?

Gruß elixir
Anläßlich einer Internationalen Fachkonferenz im Naturpark Hoher Fläming hat sich die heutige Berliner Zeitung des Schutzprogramms für Großtrappen angenommen (Seite 16).

"Der bundesweit inzwischen einzige Lebensraum (der Großtrappen, der Setzer) befindet sich in Brandenburg und erstreckt sich bis ins angrenzende Sachsen-Anhalt. Mitte der 90er-Jahre wurden nur noch 50 dieser Vögel gezählt. Doch Anfang dieses Jahres wurde der Bestand auf 269 Tiere beziffert."

Die Großtrappe "schaffte es Mitte der 90erJahre europaweit in die Schlagzeilen, als beim anstehenden Ausbau der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover sogar eine Untertunnelung des Havelländischen Luches diskutiert wurde. Schließlich einigten sich Bahn, Land und Umweltschutz auf etwa sechs Kilometer lange Erdwälle neben den Gleisen.

Sie dienen den äußerst stressanfälligen Vögeln zum einen als Lärmschutz. Andererseits zwingen sie die etwas flugfaulen Tiere bei ihren Ausflügen dazu, hoch genug aufzusteigen, damit sie nicht unter den Zug kommen. Die ganze Sache kostete etwa 20 Millionen Euro."

„Nicht nur dieses Geld, sondern auch die jahrzehntelangen Bemühungen schon zu DDR-Zeiten haben sich nach Ansicht der Experten absolut gelohnt."

„Denn neben der Trappgans profitieren zunehmend auch andere Arten vom umfassenden Schutzpaket. Das beinhaltet zum einen die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten, die auch dank zahlreicher Förderprojekte ihre Arbeit auf den Feldern nach dem Lebenszyklus der Vögel ausrichten. Die extensive Bewirtschaftung, die auf Düngemittel verzichtet, sorgt für eine neue Vielfalt an Insekten – die Nahrungsgrundlage für die besonders hungrigen Küken sind."

Soweit einige Zitate aus dem hier verlinkten Artikel: [www.berliner-zeitung.de]

Noch einen schönen Tag wünscht Euch
Marienfelde

Das sind doch mal gute Nachrichten. Eine zeitlang gab es ja Gerüchte das der Fuchs die letzten geholt hat, offensichtlich nicht.

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