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Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: Der_Streckenläufer

Datum: 10.01.18 07:55

"Mit der neuen Trasse München-Berlin ist die Bahn eine echte Alternative zum Flugzeug geworden. Doch die Probleme des Unternehmens kann sie nicht übertünchen." [www.sueddeutsche.de]

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: ingo st.

Datum: 10.01.18 08:38

Welche "Der Bahn"?

Strategien, auch politische, gehen doch nur nach Geschäftssparte.

Da ausserhalb des dominierenden FV, trotz Bus mit 94% Marktanteilen aller öffentlichen Fernfahrten, viele Player dasselbe Netz benutzen muß die Strategie aus dem Kanzleramt und nicht aus vom Potsdamer Platz kommen und Netz anweisen, bei der Umsetzung von Strategien die Voraussetzungen zu stellen.

Gruß
Ingo

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: Lüfterklappe

Datum: 10.01.18 08:41

Nicht der Bahn fehlt eine klare Strategie, sondern dem Eigentümer die richtige! Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Die Straßenverliebtheit der deutschen Politik und der beiden stärksten Parteien (ehemals auch: Volksparteien) hat sich überall so festgesetzt, dass Worte und Taten jeden Tag weiter auseinanderdriften.

Solange die DB AG nur ein Lagerplatz für verkehrspolitische Probleme bleibt, die Leute vom Schlage Ramsauer, Schmidt, Tiefensee, Wissmann, Dobrindt & Co. nicht lösen wollen, fehlt der Bundesrepublik eine klare verkehrspolitische Strategie.

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 10.01.18 08:44

Lüfterklappe schrieb:
Nicht der Bahn fehlt eine klare Strategie, sondern dem Eigentümer die richtige! Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Die Straßenverliebtheit der deutschen Politik und der beiden stärksten Parteien (ehemals auch: Volksparteien) hat sich überall so festgesetzt, dass Worte und Taten jeden Tag weiter auseinanderdriften.

Solange die DB AG nur ein Lagerplatz für verkehrspolitische Probleme bleibt, die Leute vom Schlage Ramsauer, Schmidt, Tiefensee, Wissmann, Dobrindt & Co. nicht lösen wollen, fehlt der Bundesrepublik eine klare verkehrspolitische Strategie.
Das stimmt natürlich. Der Bund muss endlich mit qualifiziertem Personal die Richtung vorgeben. Allerdings darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass DB Netz nicht mehr tut, als von außen an sie herangetragen wird und DB Fernverkehr seit vielen vielen Jahren planlos vor sich hineiert. Gäbe es in diesen beiden Bereichen eine klare Strategie hin zu mehr Angebot und Kapazität würden die Versäumnisse der Bundespolitik nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 08:44.

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: md 36

Datum: 10.01.18 09:03

Murrtalbahner schrieb:
Lüfterklappe schrieb:
Nicht der Bahn fehlt eine klare Strategie, sondern dem Eigentümer die richtige! Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Die Straßenverliebtheit der deutschen Politik und der beiden stärksten Parteien (ehemals auch: Volksparteien) hat sich überall so festgesetzt, dass Worte und Taten jeden Tag weiter auseinanderdriften.

Solange die DB AG nur ein Lagerplatz für verkehrspolitische Probleme bleibt, die Leute vom Schlage Ramsauer, Schmidt, Tiefensee, Wissmann, Dobrindt & Co. nicht lösen wollen, fehlt der Bundesrepublik eine klare verkehrspolitische Strategie.
Das stimmt natürlich. Der Bund muss endlich mit qualifiziertem Personal die Richtung vorgeben. Allerdings darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass DB Netz nicht mehr tut, als von außen an sie herangetragen wird und DB Fernverkehr seit vielen vielen Jahren planlos vor sich hineiert. Gäbe es in diesen beiden Bereichen eine klare Strategie hin zu mehr Angebot und Kapazität würden die Versäumnisse der Bundespolitik nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Ersetze Strategie durch Ziel. Es geht letztich darum, welcher Zielzustand im Jahre xyz zuerreichen ist. Das wie ist dabei unerheblich. Beispiel: 2025 ist ein 30 Minuten Takt auf Linie a, b, c einzuführen.....So etwas fehlt. Eine konkrete Zielvorgabe. Das es das nicht gibt interessiert den Eigentümer nicht. Leider.

Somit entsteht ein Zickzackkurs. Mal soll Dividende ausgeschüttet werden, mal soll mehr Verkehr erbracht werden, mal soll
die Effizienz gesteigert werden, mal flächendeckend ETCS eingeführt werden.....nicht falsch verstehen, die Aufzählung ist nur beispielhaft um die Zickzackvorgaben zu veranschaulichen.....

Und dadurch entsteht dieses "Geiere".....

Nein es hilft auch nicht die Vergabe von Fernverkehrskonzessionen.....es hilft nur ein konkretes Ziel. Und das muss sich Deutschland leisten wollen.

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 10.01.18 10:17

md 36 schrieb:
Ersetze Strategie durch Ziel. Es geht letztich darum, welcher Zielzustand im Jahre xyz zuerreichen ist. Das wie ist dabei unerheblich. Beispiel: 2025 ist ein 30 Minuten Takt auf Linie a, b, c einzuführen.....So etwas fehlt. Eine konkrete Zielvorgabe. Das es das nicht gibt interessiert den Eigentümer nicht. Leider.

Somit entsteht ein Zickzackkurs. Mal soll Dividende ausgeschüttet werden, mal soll mehr Verkehr erbracht werden, mal soll
die Effizienz gesteigert werden, mal flächendeckend ETCS eingeführt werden.....nicht falsch verstehen, die Aufzählung ist nur beispielhaft um die Zickzackvorgaben zu veranschaulichen.....

Und dadurch entsteht dieses "Geiere".....

Nein es hilft auch nicht die Vergabe von Fernverkehrskonzessionen.....es hilft nur ein konkretes Ziel. Und das muss sich Deutschland leisten wollen.
Ok, eine Strategie beinhaltet ein Ziel.
Dividende, Mehrverkehr und ETCS sind das eine. Gäbe es insbesondere bei DB Fernverkehr eine selbstbewusste, ambitionierte, klare Vorstellung, was man erreichen möchte, würde das Desinteresse seitens der Politik nicht ins Gewicht fallen. Auch wenn die Dividende natürlich ärgerlich ist, so wäre es auch mit dieser möglich, eine vernünftige Angebotspolitik zu fahren. Man hat aber in den letzten Jahren immer das Gefühl gehabt, dass nur (zum Teil panisch) reagiert wird. Das vor zwei Jahren pompös vorgestellte Fernverkehrskonzept wäre so ein Ding gewesen, wenn man das schon vor der ICE4-Bestellung geplant hätte, das IC-Netz konsequent auf eigene Rechnung in Betrieb nehmen würde und die Vollendung des Planes absehbar wäre. So ist es nicht viel mehr als ein leeres Versprechen und aus unternehmerischer Sicher peinlich ohne Ende. Zu sagen "in 15 Jahren führen wir diese Linie ein" ist jetzt nicht sonderlich glaubwürdig und effektiv.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

@Lüfterklappe: Danke....

geschrieben von: BLOaner

Datum: 10.01.18 11:10

...genau meine Gedanken!

Deutsche Bahn - jeder Tag ein Abenteuer!

Ein statistisch signifikanter Anteil der Gesamtbevölkerung beweist jeden Tag auf´s Neue, daß fehlende Hirnmasse nicht zwangsläufig zum Tod führen muß!

BAHN 4.0 ... Erfunden von analogen Vollpfosten..., denen Typen helfen, deren Röhre durchgebrannt ist!

Gibt es doch

geschrieben von: bahamas

Datum: 10.01.18 11:11

Der_Streckenläufer schrieb:
"Mit der neuen Trasse München-Berlin ist die Bahn eine echte Alternative zum Flugzeug geworden. Doch die Probleme des Unternehmens kann sie nicht übertünchen." verkehr-der-bahn-fehlt-eine-klare-strategie

Die klare Strategie gibt es doch: "Weiter so!" Solange man glaubt, der Flugverkehr sei Konkurrenz, ändert sich eh nichts.

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 10.01.18 11:23

Murrtalbahner schrieb:Das vor zwei Jahren pompös vorgestellte Fernverkehrskonzept wäre so ein Ding gewesen, wenn man das schon vor der ICE4-Bestellung geplant hätte, das IC-Netz konsequent auf eigene Rechnung in Betrieb nehmen würde und die Vollendung des Planes absehbar wäre. So ist es nicht viel mehr als ein leeres Versprechen und aus unternehmerischer Sicher peinlich ohne Ende. Zu sagen "in 15 Jahren führen wir diese Linie ein" ist jetzt nicht sonderlich glaubwürdig und effektiv.
Das vor zwei Jahren pompös vorgestellte Fernverkehrskonzept wäre so ein Ding gewesen, wenn man das schon vor der ICE4-Bestellung geplant hätte, das IC-Netz konsequent auf eigene Rechnung in Betrieb nehmen würde und die Vollendung des Planes absehbar wäre. So ist es nicht viel mehr als ein leeres Versprechen und aus unternehmerischer Sicher peinlich ohne Ende. Zu sagen "in 15 Jahren führen wir diese Linie ein" ist jetzt nicht sonderlich glaubwürdig und effektiv.

Das IC2-Konzept gilt bei einigen höherrangigen Bahnmitarbeitern auch schon - zu recht - als gescheitert. Deswegen kommen nur noch vereinzelte IC2-Linien, aber nicht entsprechendes Netz.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: siradlib

Datum: 10.01.18 12:22

Black Eyed schrieb:
Murrtalbahner schrieb:Das vor zwei Jahren pompös vorgestellte Fernverkehrskonzept wäre so ein Ding gewesen, wenn man das schon vor der ICE4-Bestellung geplant hätte, das IC-Netz konsequent auf eigene Rechnung in Betrieb nehmen würde und die Vollendung des Planes absehbar wäre. So ist es nicht viel mehr als ein leeres Versprechen und aus unternehmerischer Sicher peinlich ohne Ende. Zu sagen "in 15 Jahren führen wir diese Linie ein" ist jetzt nicht sonderlich glaubwürdig und effektiv.
Das vor zwei Jahren pompös vorgestellte Fernverkehrskonzept wäre so ein Ding gewesen, wenn man das schon vor der ICE4-Bestellung geplant hätte, das IC-Netz konsequent auf eigene Rechnung in Betrieb nehmen würde und die Vollendung des Planes absehbar wäre. So ist es nicht viel mehr als ein leeres Versprechen und aus unternehmerischer Sicher peinlich ohne Ende. Zu sagen "in 15 Jahren führen wir diese Linie ein" ist jetzt nicht sonderlich glaubwürdig und effektiv.

Das IC2-Konzept gilt bei einigen höherrangigen Bahnmitarbeitern auch schon - zu recht - als gescheitert. Deswegen kommen nur noch vereinzelte IC2-Linien, aber nicht entsprechendes Netz.
Woran soll das Konzuept gescheitert sein? Was spricht dagegen, mehr Dosto-ICs zu beschaffen? Grundsätzlich fahren die IC2 doch.
Was spricht dagegen, dieses Konzept weiter auszubauen und damit Eisenbahn in die Fläche zu bringen? Genau das war doch das Ziel.
Dass hier auf DSO oder auch in der Presse gerne gelästert wird, ist zwar nicht schön, aber läuft in meinen Augen unter "übliche Begleiterscheinung"- zumal ich nirgendwo wirklich substantielle/gehaltvolle Kritik gelesen habe. Dass die Leute sich drüber aufregen, mit "einem weißen RE" zu fahren, halte ich für Fuzzygerede. (Ja, ich bin selber einer!)

LG siradlib

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 10.01.18 12:40

siradlib schrieb:
Zitat:
Woran soll das Konzuept gescheitert sein? Was spricht dagegen, mehr Dosto-ICs zu beschaffen? Grundsätzlich fahren die IC2 doch.
Was spricht dagegen, dieses Konzept weiter auszubauen und damit Eisenbahn in die Fläche zu bringen? Genau das war doch das Ziel.
Das Ziel ist eher mehr Einnahmen zu generieren. Flächenverkehr an sich ist kein Ziel von DB Fernverkehr.
Ich bestreite auch nicht, dass sie fahren und dass es noch mehr IC2 werden. Aber der ganze Netzgedanke ist schon gestorben.

Der Nachteil des IC2 ist, dass dieser Fernverkehrszug keinen wesentlichen Fahrzeit-technischen Unterschied zu bestehenden RE-Linien erzeugt - die Wirkung hat man also überschätzt...
Sprich: Der RE reicht oftmals an dieses Niveau heran (nicht an Einrichtung und an die Umsteigfreiheit), bietet aber deutlich günstigere Mitfahren, wo es keine Subventionierung des Aufgabenträgers gibt.


siradlib schrieb:
Dass hier auf DSO oder auch in der Presse gerne gelästert wird, ist zwar nicht schön, aber läuft in meinen Augen unter "übliche Begleiterscheinung"- zumal ich nirgendwo wirklich substantielle/gehaltvolle Kritik gelesen habe. Dass die Leute sich drüber aufregen, mit "einem weißen RE" zu fahren, halte ich für Fuzzygerede. (Ja, ich bin selber einer!)
Mich störte der "weiße RE" auch - immerhin sehe ich in der Inneneinrichtung einen deutlichen qualitativen Unterschied zum RE. Auch die Kinderkrankheiten des Twindexx sehe ich nicht so tragisch, die scheinen bei den Triebköpfen größer zu sein.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
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Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Was spricht denn für den Dosto IC?

geschrieben von: pm

Datum: 10.01.18 13:04

Sie fahren doch- reicht dies Dir schon ? Was spricht den für den Dosto IC? Auf der Strecke Köln-Dresden gar nichts- ist einfach das völlig falsche Fahrzeug. Zu teuer (die 101 wird zu schnell arbeitslos+ viele unnütze Flächen durch das Dostokonzept, zu hohe Kapazität) -zu langsam- zu unkomfortabel (selbst ein älterer NRW Dosto hat tlw. Leselampe) zu unzuverlässig...
Auf den Linien mit RE Einsatz vielleicht noch eingeschränkt sinnvoll- aber grundlegend halt nur ein Paniknotkauf ohne Sinn+ Verstand.

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: Nethobl

Datum: 10.01.18 13:11

Ich sehe das ein wenig anders.
Ich hege seit Jahren den Gedanken, das Teile des Unternehmen weg wollen von lokbespannten Zügen, wegen ev. Mehrkosten bei der Beschaffung, anderseits der Druck der Länder im Regionalverkehr da ist, genau diese Züge wegen ihrer Sitzplatzkapazitäten einzusetzen.
Aber ist eine Toilette verstopft, kann der einzelne Wagen ausgesetzt werden, im anderen Fall fällt der gesamte Triebzug aus.


Holger Bläß

Murphy´s Gesetze:
Wenn etwas schiefgehen kann, wird es auch schiefgehen.
Die Summe der Intelligenz auf unserem Planeten ist eine Konstante; die Bevölkerung wächst.
Unklarheit ist eine unveränderliche Größe.
Egal was schief geht, immer ist da jemand, der das schon im voraus wusste.

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: Acobono

Datum: 10.01.18 13:13

Black Eyed schrieb:
siradlib schrieb:
Zitat:
Woran soll das Konzuept gescheitert sein? Was spricht dagegen, mehr Dosto-ICs zu beschaffen? Grundsätzlich fahren die IC2 doch.
Was spricht dagegen, dieses Konzept weiter auszubauen und damit Eisenbahn in die Fläche zu bringen? Genau das war doch das Ziel.
Das Ziel ist eher mehr Einnahmen zu generieren. Flächenverkehr an sich ist kein Ziel von DB Fernverkehr.
Ich bestreite auch nicht, dass sie fahren und dass es noch mehr IC2 werden. Aber der ganze Netzgedanke ist schon gestorben.

Der Nachteil des IC2 ist, dass dieser Fernverkehrszug keinen wesentlichen Fahrzeit-technischen Unterschied zu bestehenden RE-Linien erzeugt - die Wirkung hat man also überschätzt...
Sprich: Der RE reicht oftmals an dieses Niveau heran (nicht an Einrichtung und an die Umsteigfreiheit), bietet aber deutlich günstigere Mitfahren, wo es keine Subventionierung des Aufgabenträgers gibt.


Volltreffer, dass ist der Knackpunkt. Dass die IC2 nur bis 160km/h zugelassen sind ist für eine Fernverkehrsneubestellung der absolute Gnadenstoß. IC2 Verbindungen sind effektiv (umsteigefreie) RE Verbindungen zum Fernverkehrspreis. So etwas gab es schonmal, nannte sich Interregio - die Klasse hatte die DB 2006 ja für überholt erklärt. Warum man sie jetzt unter neuem Namen wieder einführt ist mir absolut schleierhaft, wer das nicht hat kommen sehen weiß ich nicht. Besonders, da die Regionaltwindexx die man für den München-Nürnberg-Express bestellte, bis 189 km/h zugelassen sind (was übrigens auch eine Leistungsminderung gegen den vorher gefahrenen 200km/h ist). Im Endeffekt sind also die Wagen gleicher Bauart in Regionallackierung schneller als die in IC-Lackierung. Das ist eine Lachnummer sondergleichen.

Erst recht, da man in der Schweiz bereits 2010 RABe 502 bestellte, also 200km/h schnelle Twindexx Express. Hätte man wirklich vernünftig vorgehabt die Leistung nur auszubauen, wären diese die richtige Wahl gewesen. Aktuell kann man auch Standard Bombardier DoStos einfach umrüsten, für den gleichen Effekt, da man sich ja sogar geweigert hat die Triebköpfe mitzubestellen und stattdessen 146.5 anspannt. Das war von vornherein gespart an allen Ecken und Enden und damit zum Scheitern verurteilt.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 14:04.

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: See-Hund

Datum: 10.01.18 13:27

Lüfterklappe schrieb:
Nicht der Bahn fehlt eine klare Strategie, sondern dem Eigentümer die richtige! Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Die Straßenverliebtheit der deutschen Politik und der beiden stärksten Parteien (ehemals auch: Volksparteien) hat sich überall so festgesetzt, dass Worte und Taten jeden Tag weiter auseinanderdriften.

Solange die DB AG nur ein Lagerplatz für verkehrspolitische Probleme bleibt, die Leute vom Schlage Ramsauer, Schmidt, Tiefensee, Wissmann, Dobrindt & Co. nicht lösen wollen, fehlt der Bundesrepublik eine klare verkehrspolitische Strategie.

See-Hund meint dazu: Ja, da ist 'was dran. Und wenn die evtl. neuen (alten) Groko-Partner sich jetzt von ihren groß propagierten Klimazielen davonstehlen, ist für das klimafreundliche System "Bahn" nichts besseres zu erwarten. Es wird wieder ein drittklassiger Politiker vom Schlage der o.a. Herren sich in der Verkehrspolitik mit dem Ziel weiter so tummeln; Strategien zur Lösung der (verkehrs-)politischen Probleme: Fehlanzeige!
Solange die momentare einschläfernde unentschlossene Politik von Frau Merkel & Co. von der Mehrheit als gut bewertet wird, werden auch
Neuwahlen keine positive Veränderung bringen, schon gar nicht in der Verkehrspolitik. Es werden weitere verlorene Jahre des Herum-
wurstelns folgen.
[b][/b]

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: leofink

Datum: 10.01.18 13:47

Acobono schrieb:
Erst recht, da man in der Schweiz bereits 2010 RABe 502 bestellte, also 200km/h schnelle Twindexx Express. Hätte man wirklich vernünftig vorgehabt die Leistung nur auszubauen, wären diese die richtige Wahl gewesen. Aktuell kann man auch Standard Bombardier DoStos einfach umrüsten, für den gleichen Effekt, da man sich ja sogar geweigert hat die Triebköpfe mitzubestellen und stattdessen 146.5 anspannt. Das war von vornherein gespart an allen Ecken und Enden und damit zum Scheitern verurteilt.
Bestellt hast du richtig gesagt :-)
Mit Mühe und Not haben sie nun die Zulassung bekommen. Ob sie sich im Betrieb bewähren steht aber noch auf einem andern Blatt.
Was ich dem IC2 ankreide, ist die Berg- und Talbahn. Für Leute mit Koffern, die, bei den nicht so selten überraschenden Wagenreihungsänderungen zu leiden haben, ist das ein no Go. In der Schweiz hat man mit dem Übergang im Obergeschoss, nicht das Schlechteste gemacht:
Man kann, nachdem mann eine Treppe erklimmt hat, frei zirkulieren, und zweitens sind die Untergeschosse in der Regel viel ruhiger, da sie von den Zugswanderern nicht begangen werden.
Als täglicher Pendler in den IC2000 in der Schweiz, nehme ich, bei Ruhebedürfnis das Untergeschoss.
Gruss Leo

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 10.01.18 13:52

Acobono schrieb:
Volltreffer, dass ist der Knackpunkt. Dass die IC2 nur bis 160km/h zugelassen sind ist für eine Fernverkehrsneubestellung der absolute Gnadenstoß. IC2 Verbindungen sind effektiv (umsteigefreie) RE Verbindungen zum Fernverkehrspreis. So etwas gab es schonmal, nannte sich Interregio - die Klasse hatte die DB 2006 ja für überholt erklärt. Warum man sie jetzt unter neuem Namen wieder einführt ist mir absolut schleierhaft, wer das nicht hat kommen sehen weiß ich nicht. Besonders, da die Regionaltwindexx die man für den München-Nürnberg-Express bestellte, bis 189 km/h zugelassen sind (was übrigens auch eine Leistungsminderung gegen den vorher gefahrenen 200km/h ist). Im Endeffekt sind also die Wagen gleicher Bauart in Regionallackierung schneller als die in IC-Lackierung. Das ist eine Lachnummer sondergleichen.

Erst recht, da man in der Schweiz bereits 2010 RABe 502 bestellte, also 200km/h schnelle Twindexx Express. Hätte man wirklich vernünftig vorgehabt die Leistung nur auszubauen, wären diese die richtige Wahl gewesen. Aktuell kann man auch Standard Bombardier DoStos einfach umrüsten, für den gleichen Effekt, da man sich ja sogar geweigert hat die Triebköpfe mitzubestellen und stattdessen 146.5 anspannt. Das war von vornherein gespart an allen Ecken und Enden und damit zum Scheitern verurteilt.
Die MüNEx-Züge kommen aus dem Hause Skode, haben also außer "Doppelstock" nicht viel miteinander gemein.
Ein wesentlicher Nachteil der IC2 ist, dass sieben nur mit den 146.5 funktionieren. Somit sind sie nicht wesentlich flexibler als ein Triebwagen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Der Bahn fehlt eine klare Strategie

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 10.01.18 13:56

See-Hund schrieb:Zitat:
Ja, da ist 'was dran. Und wenn die evtl. neuen (alten) Groko-Partner sich jetzt von ihren groß propagierten Klimazielen davonstehlen, ist für das klimafreundliche System "Bahn" nichts besseres zu erwarten. Es wird wieder ein drittklassiger Politiker vom Schlage der o.a. Herren sich in der Verkehrspolitik mit dem Ziel weiter so tummeln; Strategien zur Lösung der (verkehrs-)politischen Probleme: Fehlanzeige! Solange die momentare einschläfernde unentschlossene Politik von Frau Merkel & Co. von der Mehrheit als gut bewertet wird, werden auch Neuwahlen keine positive Veränderung bringen, schon gar nicht in der Verkehrspolitik. Es werden weitere verlorene Jahre des Herumwurstelns folgen.
Welche politische Konstellation soll den was bringen? Einzig mit Anton Hofreiter als VM hätte die Eisenbahn eine Chance mehr in den Mittelpunkt gerückt zu werden. Ansonsten sehe ich weit und breit keine politische Konstellation und keinen politischen Kopf, die/der dem System Eisenbahn helfen könnte.
Achja: Alles an Angela Merkel festzumachen ist wie die Schuld an der derzeitigen Misere der DB allein an Alexander Dobrindt festzumachen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: Acobono

Datum: 10.01.18 13:58

leofink schrieb:
Acobono schrieb:
Erst recht, da man in der Schweiz bereits 2010 RABe 502 bestellte, also 200km/h schnelle Twindexx Express. Hätte man wirklich vernünftig vorgehabt die Leistung nur auszubauen, wären diese die richtige Wahl gewesen. Aktuell kann man auch Standard Bombardier DoStos einfach umrüsten, für den gleichen Effekt, da man sich ja sogar geweigert hat die Triebköpfe mitzubestellen und stattdessen 146.5 anspannt. Das war von vornherein gespart an allen Ecken und Enden und damit zum Scheitern verurteilt.
Bestellt hast du richtig gesagt :-)
Mit Mühe und Not haben sie nun die Zulassung bekommen. Ob sie sich im Betrieb bewähren steht aber noch auf einem andern Blatt.
Was ich dem IC2 ankreide, ist die Berg- und Talbahn. Für Leute mit Koffern, die, bei den nicht so selten überraschenden Wagenreihungsänderungen zu leiden haben, ist das ein no Go. In der Schweiz hat man mit dem Übergang im Obergeschoss, nicht das Schlechteste gemacht:
Man kann, nachdem mann eine Treppe erklimmt hat, frei zirkulieren, und zweitens sind die Untergeschosse in der Regel viel ruhiger, da sie von den Zugswanderern nicht begangen werden.
Als täglicher Pendler in den IC2000 in der Schweiz, nehme ich, bei Ruhebedürfnis das Untergeschoss.
Gruss Leo
Ja gut, Bestellverzögerungen bei Bahnunternehmen sind ja nun wirklich nix neues, das gilt ja auch für den IC2 und den ICE4 hier in Deutschland. Auch, dass man Zulassungen gerade so mit Ach- und Krach besteht. Aber wenn man sich schon auf sowas einlässt, dann doch bitte wenigstens mit dem richtigen Zuge! Die IC2000 sind in der Tat ein sehr angenehm gelöstes Prinzip, aber das würde man hier alleine schon deswegen nicht einführen, weil das nicht der UIC Norm entspricht und man das technisch gesehen nicht mit anderen Wagen kuppeln kann. Das tut die DB nämlich durchaus gerne.... Zwar nicht im regulären Fahrgastbetrieb, aber auf Umlauffahrten oder Wartungsfahrten sieht man schon gerne mal die buntesten Zugverbände - die dann natürlich alle miteinander durchgängig kuppeln müssen. Wenn schon Wagen, dann richtig Wagen, willkommen in Deutschland.

Und übrigens: Die Doppelstöcker werden aktuell so eingesetzt, dass sich meistens nur 4-5 Wagen im Zugverband befinden. Die so angepriesene Sitzplatzerhöhung durch die DoSto-Lösung war hier damit auch mal wieder Marketing und nichts dahinter. Es gibt aktuell keine IC2 Linie auf der es ein Standard Bvmz Wagenverbund nicht auch tut.

Re: IC2 gescheitert - warum?

geschrieben von: Acobono

Datum: 10.01.18 14:03

Murrtalbahner schrieb:
Acobono schrieb:
Volltreffer, dass ist der Knackpunkt. Dass die IC2 nur bis 160km/h zugelassen sind ist für eine Fernverkehrsneubestellung der absolute Gnadenstoß. IC2 Verbindungen sind effektiv (umsteigefreie) RE Verbindungen zum Fernverkehrspreis. So etwas gab es schonmal, nannte sich Interregio - die Klasse hatte die DB 2006 ja für überholt erklärt. Warum man sie jetzt unter neuem Namen wieder einführt ist mir absolut schleierhaft, wer das nicht hat kommen sehen weiß ich nicht. Besonders, da die Regionaltwindexx die man für den München-Nürnberg-Express bestellte, bis 189 km/h zugelassen sind (was übrigens auch eine Leistungsminderung gegen den vorher gefahrenen 200km/h ist). Im Endeffekt sind also die Wagen gleicher Bauart in Regionallackierung schneller als die in IC-Lackierung. Das ist eine Lachnummer sondergleichen.

Erst recht, da man in der Schweiz bereits 2010 RABe 502 bestellte, also 200km/h schnelle Twindexx Express. Hätte man wirklich vernünftig vorgehabt die Leistung nur auszubauen, wären diese die richtige Wahl gewesen. Aktuell kann man auch Standard Bombardier DoStos einfach umrüsten, für den gleichen Effekt, da man sich ja sogar geweigert hat die Triebköpfe mitzubestellen und stattdessen 146.5 anspannt. Das war von vornherein gespart an allen Ecken und Enden und damit zum Scheitern verurteilt.
Die MüNEx-Züge kommen aus dem Hause Skode, haben also außer "Doppelstock" nicht viel miteinander gemein.
Ein wesentlicher Nachteil der IC2 ist, dass sieben nur mit den 146.5 funktionieren. Somit sind sie nicht wesentlich flexibler als ein Triebwagen.
Du hast 100% recht, ich vergaß dass man sich für die 770er entschied. Dennoch, die gebauten Twindexx sind für 189km/h ausgelegt, genauso wie die 770er, aber warum auch Fernverkehrszüge für Fernverkehrsschnelligkeiten zulassen. Das 146.5 Fiasko hängt damit ja auch zusammen, soweit ich weiß sind die ja der Grund warum die Twindexx die 189er Zulassung nicht bekommen haben. Da hatte man sich ja schon so aufs sparen gefreut.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 14:48.

Seiten: 1 2 3 All

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