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Es wird immer sichtbarer das es ab 2019 auch beim Betreiber Abellio und Go Ahead BW zu Personalmangel kommen wird. DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.

[www.stuttgarter-zeitung.de]

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: sylter

Datum: 08.01.18 12:45

Benni on tour schrieb:
Es wird immer sichtbarer das es ab 2019 auch beim Betreiber Abellio und Go Ahead BW zu Personalmangel kommen wird. DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.

[www.stuttgarter-zeitung.de]
Das Problem beim Personal gibt es in ganz Deutschland insbesondere bei Unternehmen mit schlechteren Arbeitsbedingungen, Unternehmen mit guten Ruf bzw. Dienststellen haben es da etwas einfacher wie z.b. DB Fernverkehr Niebüll!

ein echter Sylter!
auch hier unterwegs: [www.youtube.com]
meinTwitterkanal: [twitter.com]
Benni on tour schrieb:
Immerhin, Go Ahead bildet selbst aus:

Zitat
Go Ahead hat bereits sechs niederschwellig angelegte Qualifizierungskurse mit rund 100 Teilnehmern begonnen und kooperiert mit der Agentur für Arbeit, um Quereinsteiger für die Zehnmonatskurse zu gewinnen. Mindestens jeder zweite Kandidat soll später die Abschlussprüfung machen.
Wobei vermutlich dieses "niederschwellig" manchen Leuten hier nicht so recht schmecken wird.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: matzehbs

Datum: 08.01.18 12:54

Gibt es keine Alternativen in der Personalbeschaffung , als die Mitarbeiter von DB Regio zu übernehmen?

Wenn man manche Betreiberwechsel so beobachtet hat, war der Anteil des übernommenen Personals doch eh gering.

In BaWü ist es sicherlich schwer , da dort großer Fachkräftemangel und geringe Arbeitslosigkeit herrscht.

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: autolos

Datum: 08.01.18 12:58

matzehbs schrieb:
Gibt es keine Alternativen in der Personalbeschaffung , als die Mitarbeiter von DB Regio zu übernehmen?

Wenn man manche Betreiberwechsel so beobachtet hat, war der Anteil des übernommenen Personals doch eh gering.

In BaWü ist es sicherlich schwer , da dort großer Fachkräftemangel und geringe Arbeitslosigkeit herrscht.
Es gibt sicher andere Möglichkeiten. Die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit erfolgt auch nicht, weil man hofft, so besser an Personal zu kommen, sondern weil man sich von der Agentur die Ausbildungskosten bezahlen lassen kann. Vielleicht hat auch manch ein Bieter die Personalkosten unterschätzt und gerät nun ins Schwitzen.

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: 146 227

Datum: 08.01.18 12:58

Die Frage ist halt wohin das Personal von DB Regio abwandert (FV, GV). Lese jetzt aber nicht heraus wie viele etwa noch nötig sind nur diese Gesamtzahlen?
Wobei Abellio ja nicht so ein Druck hat bei nur einem Los wie Go-Ahead mit 3 Losen..

Gruß
Die DB hat auch Mangel und verliert ja nicht alles, die werden damit ihre Lücken stopfen.

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: VT605

Datum: 08.01.18 13:19

Benni on tour schrieb:
Es wird immer sichtbarer das es ab 2019 auch beim Betreiber Abellio und Go Ahead BW zu Personalmangel kommen wird. DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.

[www.stuttgarter-zeitung.de]

Zitat:
Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) verweist aber auf das Tariftreue- und Mindestlohngesetz und den hohen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Das garantiere eine ordentliche Bezahlung.
Der Witz des Jahres, das Mindestlohngesetz garantiert eine gerechte Bezahlung..., dem Verkehrsminister sollte man auch nur Mindestlohn zahlen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.18 13:19.

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: md 36

Datum: 08.01.18 14:22

Ja. Du hast vollkommen recht. So wird es vermutlich werden.
Naja, das heißt ja Tariftreue- und Mindestlohngesetz, Mindestlohn bekommt kein TF im SPNV.
146 227 schrieb:
Die Frage ist halt wohin das Personal von DB Regio abwandert (FV, GV). Lese jetzt aber nicht heraus wie viele etwa noch nötig sind nur diese Gesamtzahlen?
Wobei Abellio ja nicht so ein Druck hat bei nur einem Los wie Go-Ahead mit 3 Losen..


Beide haben den gleichen Druck, haben die am Start nicht genügend Lokführer müssen sie dementsprechend Strafe zahlen wenn Züge ausfallen, da wird nicht drauf geschaut, wer die meisten Lokführer benötigt hat.
Von daher dürfte es auch der DB - vor allem bei der allgemein guten Beschäftigungslage in der Region - ebenfalls nur durch den Verlust verschiedener Netze gelingen in anderen Bereichen ausreichend Personal zu haben.
Die Erfolgt aber garantiert.
Erste was ich beim Amt bekam, war ein entsprechender vorliegender Flyer dazu :)

Mal schauen, was draus wird und Regio ist ganz dünnes Eis, wenn Leute trotz bestandenen Online-Test ignoriert werden (Mehrfach im Bekanntenkreis so passiert), selbst schuld...

Anmerkung dazu

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 08.01.18 18:39

Benni on tour schrieb:
DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.

Und die, die für sich eine passende Lösung mit einem anderen EVU außerhalb des DB-Konzerns - ganz egal welchem - finden, werden darüber im Regelfall eher keine Marktschreier-Beiträge auf DSO veröffentlichen.

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !

Re: Anmerkung dazu

geschrieben von: Benni on tour

Datum: 08.01.18 19:06

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Benni on tour schrieb:
DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.
Und die, die für sich eine passende Lösung mit einem anderen EVU außerhalb des DB-Konzerns - ganz egal welchem - finden, werden darüber im Regelfall eher keine Marktschreier-Beiträge auf DSO veröffentlichen.
Das sowieso nicht, allerdings wer nicht muss(Haus,Familie, Wurzeln) geht auch nicht zu den Privaten. Aber das haben wir hier genug ausdiskutiert. Es ist so wie es ist und der Mangel wird nuneinmal im Nahverkehr in BaWü jetzt eher zu schlagen als anderswo. Herrmann sagte doch so schön: Die Lokführerfrage regelt der Markt.

Matthiasw schrieb:
(...) wenn Leute trotz bestandenen Online-Test ignoriert werden (Mehrfach im Bekanntenkreis so passiert), selbst schuld...
Da solltest du bei deinen Bekannten nochmal nachhaken, denn man bekommt nach dem Onlinetest zwar eine Auswertung, erfährt aber nicht, ob man ihn bestanden hat. Diese Information bekam ich ganze drei Monate später mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch.

"Die Beamten sollen es sich zur Pflicht machen, die Vorschriften gewissenhaft zu befolgen, ihre Geschäfte mit der dem Wesen des Eisenbahnbetriebs entsprechenden Raschheit, aber ohne Überstürzung, zu erledigen. Mit vereinten Kräften sollen sie dahin streben, Unregelmäßigkeiten hintanzuhalten."

Das ist doch DIE Chance...

geschrieben von: MD 612

Datum: 08.01.18 19:12

Benni on tour schrieb:
Es wird immer sichtbarer das es ab 2019 auch beim Betreiber Abellio und Go Ahead BW zu Personalmangel kommen wird. DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.
Na das ist doch endlich DIE Chance für all die Meckerköppe hier im Forum, die immer so tun als wüssten sie am besten, wie Lokführer und Zugbegleiter ihre Arbeit zu machen haben. Na dann los, ran an Speck!! Jetzt könnt Ihr uns zeigen, wie Ihr es besser macht...

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: Dieselpower

Datum: 08.01.18 19:39

Naja, ohne regionaltypische Löhne wird das nichts mehr in den Hochlohnregionen im Süden Deutschlands! Und damit meine ich nicht, den GDL- oder Branchentarif, sondern das, was in BW für vergleichbare Facharbeiter gezahlt wird! Also mindestens 3500 - 4000 € + Schmerzensgeld für den unregelmäßigen Wechseldienst + Industrieübliche Zuschläge. Oh, da kommt schon ein erkleckliches Sümmchen zusammen!

Andernfalls wird es zukünftig nahezu unmöglich, in den Regionen brauchbares Material zu bekommen! Denn es gab in letzter Zeit mehrere öffentliche Stellenausschreibungen, da kam im Endeffekt öfters nicht ein einziger brauchbarer Bewerber bei rum! Ja, genauso sieht es derzeit aus!

Die südlichen Regionen haben seit der Wende praktisch nur von ex-Reichsbahnern gelebt, die im Osten abgebaut, oder nach der Ausbildung direkt in den Süden verschoben wurden. Aber, da seit der Wende im Osten (bis vor wenigen Jahren) quasi keine jungen Betriebseisenbahner mehr eingestellt wurden, ist jetzt eben auch dort die Kacke mächtig am dampfen! Denn dort muß praktisch der gesamte aktive Bestand an Betriebseisenbahner innerhalb weniger Jahre ersetzt werden, da die Älteren, die nach der Wende im Osten bleiben dürften, nun allesamt innerhalb weniger Jahre in Rente gehen.

Und was gibt es einladenderes für die "Exil-Ossis", als einen lästigen Beteiberwechsel zu nutzen, sich wieder auf die immer zahlreicher werdenden offenen Stellen in der Heimat zurückzubewerben? Das ist doch für Viele gerade der allerletzte Schubser, den sie noch brauchten!

Jeder halbwegs blickige Eisenbahner weiß das zur Genüge! Aber die Chefs der EVUs denken immer noch, sie haben sonst etwas zu bieten und weinen bitterliche Krokodilstränen!
Naja, ich kann nur hoffen, Sie kalkulieren bei den nächsten Ausschreibungen knackige Lohnkosten mit ein, sonst können sie das im Süden zukünftig personell völlig vergessen!

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren. Feingeister und selbsternannte Gutmenschen sollten meine Beiträge daher unbedingt ignorieren!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.18 19:49.

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: MBCL

Datum: 08.01.18 20:02

Dieselpower schrieb:
Jeder halbwegs blickige Eisenbahner weiß das zur Genüge! Aber die Chefs der EVUs denken immer noch, sie haben sonst etwas zu bieten und weinen bitterliche Krokodilstränen!
Naja, ich kann nur hoffen, Sie kalkulieren bei den nächsten Ausschreibungen knackige Lohnkosten mit ein, sonst können sie das im Süden zukünftig personell völlig vergessen!
Mag zur Zeit noch sein. Wenn erst einmal 1-2 Strecken irgendwo erfolgreich auf Ersatztechnologien für Kohlenstoffeinheiten umgestellt werden, wird der Anstieg der Lohnspirale durchbrochen sein. Beim Tf wird's noch etwas dauern, beim Zugbegleiter kann das flächendeckend sehr schnell gehen. Da viele Leute freisetzen und Umschulungen zum Tf anbieten und schon ist allen geholfen.

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: Dieselpower

Datum: 08.01.18 20:14

MBCL schrieb:
Dieselpower schrieb:
Jeder halbwegs blickige Eisenbahner weiß das zur Genüge! Aber die Chefs der EVUs denken immer noch, sie haben sonst etwas zu bieten und weinen bitterliche Krokodilstränen!
Naja, ich kann nur hoffen, Sie kalkulieren bei den nächsten Ausschreibungen knackige Lohnkosten mit ein, sonst können sie das im Süden zukünftig personell völlig vergessen!
Mag zur Zeit noch sein. Wenn erst einmal 1-2 Strecken irgendwo erfolgreich auf Ersatztechnologien für Kohlenstoffeinheiten umgestellt werden, wird der Anstieg der Lohnspirale durchbrochen sein. Beim Tf wird's noch etwas dauern, beim Zugbegleiter kann das flächendeckend sehr schnell gehen. Da viele Leute freisetzen und Umschulungen zum Tf anbieten und schon ist allen geholfen.

Träum weiter! Bis dahin ist das System längst kollabiert.

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren. Feingeister und selbsternannte Gutmenschen sollten meine Beiträge daher unbedingt ignorieren!

Re: Das ist doch DIE Chance...

geschrieben von: dor Jörsch

Datum: 08.01.18 20:33

MD 612 schrieb:
Benni on tour schrieb:
Es wird immer sichtbarer das es ab 2019 auch beim Betreiber Abellio und Go Ahead BW zu Personalmangel kommen wird. DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.
Na das ist doch endlich DIE Chance für all die Meckerköppe hier im Forum, die immer so tun als wüssten sie am besten, wie Lokführer und Zugbegleiter ihre Arbeit zu machen haben. Na dann los, ran an Speck!! Jetzt könnt Ihr uns zeigen, wie Ihr es besser macht...

Gruß Peter
Hallo,

du hast doch schon an anderer Stelle feststellen dürfen, dass den/euren Tf-Job selbst semiprofessionelle Journalisten mittels Simulator einwandfrei wuppen.
Also ganz entspannt bleiben. Die Zukunft hat bereits begonnen.

MfG
dor Jörsch

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: Reval 13

Datum: 08.01.18 20:42

VT605 schrieb:
Benni on tour schrieb:
Es wird immer sichtbarer das es ab 2019 auch beim Betreiber Abellio und Go Ahead BW zu Personalmangel kommen wird. DB Mitarbeiter wollen nicht zu den Privaten wechseln.

[www.stuttgarter-zeitung.de]
Zitat:
Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) verweist aber auf das Tariftreue- und Mindestlohngesetz und den hohen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Das garantiere eine ordentliche Bezahlung.
Der Witz des Jahres, das Mindestlohngesetz garantiert eine gerechte Bezahlung..., dem Verkehrsminister sollte man auch nur Mindestlohn zahlen.
Dem Hermann sollte man vielleicht nachts 2 Uhr in den Abstellbahnhof Rosenstein schicken. Dort bemühen sich die Mitarbeiter von von Regio um das Funktionieren des Frühberufsverkehrs. All diese Arroganz dieses Möchtegerneisenbahnexperten geht mir gegen den Kragen. Kosten senken ,aber auf welche Kosten? Unser Betriebsrat hat im VB Württemberg gewisse soziale Standards durchgesetzt. Dazu gehören ordentliche Pausenräume , mal ein Bett etc. Deshalb haben wir uns imRahmender AktionTrauerzug von unseren Sozialleistungen verabschiedet.Sie haben das als Panikmache abgetan. Sollen sie doch mal eine Geislinger Nacht durchmachen. Züge vorbereiten, eine Dienstzeit von 21 Uhr bis fast 8 Uhr zu haben. Der Pendler weißt nicht , daß der Lokführer nicht mal ne Möglichkeit hast, sich nen Kaffee zu holen. Sie verstecken sich hinter dem Tariftreuegesetz. Wir hatten echt bessere Zeiten und si d zu Zeiten des großen Verkenrsvertrages auch freiwillig am Sonntag auf Arbeit gekommen. Jetzt wird uns nur noch in den Allwertesten getreten. Warum geht es ? KOSTENSENKUNG. I Ich sage nur Pfui Politik .Eigentlich sollten wir froh sein saß überhaupt noch was fü ktioniert. Tut mir leid ,aber ich mußte das mal posten. Hatte von Weihnachtenni nichts ,Silvester dürfte ich anstoßen und habe heute den Morgen erlebt. Vielleicht sollten wir alle alle mal runterkommen und den Bereich der öffentlichen Daseinsfürsorge nicht als Umme abtun.
Warum soll ich denn zu Privat wechseln. Bin 30 Jahre bei Reichsbahn und Bundesbahn und Bahn AG. Es gibt nur ein Wort lieber Herr Verkehrsminister ....Umd da ist Besitzsta Bewährung.
Danke Dieselpower für die Zusammenfassung. Genauso schauts nämlich aus.

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: kkdz

Datum: 08.01.18 23:48

Reval 13 schrieb:
Warum soll ich denn zu Privat wechseln. Bin 30 Jahre bei Reichsbahn und Bundesbahn und Bahn AG.

Bei solchen Aussagen denkt sich der Arbeitgeber: "Prima! Warum soll ich denn dann die Arbeitsbedingungen verbessern?"

Zum Dank gibt's zum Dienstjubiläum aber bestimmt nen Blumenstrauß o.ä.
kkdz schrieb:
Reval 13 schrieb:
Warum soll ich denn zu Privat wechseln. Bin 30 Jahre bei Reichsbahn und Bundesbahn und Bahn AG.

Bei solchen Aussagen denkt sich der Arbeitgeber: "Prima! Warum soll ich denn dann die Arbeitsbedingungen verbessern?"
Gut erkannt! Karriere macht man nicht durch Aussitzen, sondern durch gelegentlichen Arbeitgeberwechsel.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: Herr O.

Datum: 09.01.18 00:26

Moin,

und wenn alle die wechseln Karriere machen wer fährt dann die Züge?

Mfg
Herr O. schrieb:
und wenn alle die wechseln Karriere machen wer fährt dann die Züge?
Immer noch die gleichen Leute.

Fiktives Beispiel:

Tf Müller ist bei EIU Rot. EIU Blau hat einen Vertrag gewonnen und sucht Tfs. Da der Markt knapp ist, loben sie 10% mehr Gehalt aus. An der Stelle ist es karrieretechnisch sinnvoll, zum EIU Blau zu wechseln. Gibt ja mehr Geld.

Fünf Jahre später gewinnt EIU Rot auch einen Vertrag, nicht all zu weit weg. Personal ist immer noch schwer zu bekommen, also sagen sie 10% oben auf das Gehalt des vorherigen Arbeitgebers zu. Schon wieder ein Grund zu wechseln.

An der Stelle ist Müller dann wieder beim gleichen EIU, jedoch mit 20% mehr Gehalt. Seine Kollegen, die nicht gewechselt haben, bekommen diese 20% nicht.
--
Ähnlich kann man vorgehen, wenn man nicht das Gehalt, sondern die Arbeitsbedingungen, Ausbildung oder den Dienstrang verbessern will.

Damit will ich nicht sagen, dass man das 1:1 nach diesem Muster durchziehen kann und sollte. Doch eine gewisse Wechselwilligkeit ist schon eine gute Idee. Könnte z.B. auch dazu führen, dass Tf Müller nebst Kollegen 5% mehr dafür aushandeln, dass sie eben nicht wechseln.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Herr O. schrieb:
und wenn alle die wechseln Karriere machen wer fährt dann die Züge?
Immer noch die gleichen Leute.

Fiktives Beispiel:

Tf Müller ist bei EIU Rot. EIU Blau hat einen Vertrag gewonnen und sucht Tfs. Da der Markt knapp ist, loben sie 10% mehr Gehalt aus. An der Stelle ist es karrieretechnisch sinnvoll, zum EIU Blau zu wechseln. Gibt ja mehr Geld.

Fünf Jahre später gewinnt EIU Rot auch einen Vertrag, nicht all zu weit weg. Personal ist immer noch schwer zu bekommen, also sagen sie 10% oben auf das Gehalt des vorherigen Arbeitgebers zu. Schon wieder ein Grund zu wechseln.

An der Stelle ist Müller dann wieder beim gleichen EIU, jedoch mit 20% mehr Gehalt. Seine Kollegen, die nicht gewechselt haben, bekommen diese 20% nicht.
--
Ähnlich kann man vorgehen, wenn man nicht das Gehalt, sondern die Arbeitsbedingungen, Ausbildung oder den Dienstrang verbessern will.

Damit will ich nicht sagen, dass man das 1:1 nach diesem Muster durchziehen kann und sollte. Doch eine gewisse Wechselwilligkeit ist schon eine gute Idee. Könnte z.B. auch dazu führen, dass Tf Müller nebst Kollegen 5% mehr dafür aushandeln, dass sie eben nicht wechseln.
Oje, EIU wow welch Fachkompetenz. Naja wie gut das es EVU gibt.

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: Reval 13

Datum: 09.01.18 01:09

Herr O. schrieb:
Moin,

und wenn alle die wechseln Karriere machen wer fährt dann die Züge?

Mfg
Dann muß ne Art Besitzstandswahrung kommen. Und dazu gehört alles. Gibt es im Gesundheitswesen auch. Altverträge ,Neuverträge. Warum soll ich meine Freifahrten einbüßen , nur weil die Politik es will. Warum soll ich weniger Urlaub haben ? Und im Übringen an die nicht im Eisenbahnsektor beschäftigten Mitglieder dieses Forums..... Wir machen diesen Beruf nicht aus Spaß ,sondern wir haben dies gelernt und verdienen unser Geld damit. Sonntags an der Strecke sitzen und Züge fotografieren ist nicht gleichzusetzen mit der Arbeit an dem Tag. Vor gewisser Zeit hat sich hier mal jemand aufgeregt ,ob der Arroganz der Eisenbahner gegenüber Forumsteilnehmer. Ich bitte das auch im Umkehrschluß. Jede Meinung sollte gehört werden. Ansonsten steht es jeden frei ,sich auf die Stellen zu bewerben. Wir hatten gewisse soziale Standards erkämpft und haben dies dem lieben Verkehrsminister mitgeteilt. Zur Antwort hörten wir , daß so etwas in einen freien Wettbewerb nicht hinein gehöre und die Stellenfrage der Markt regelt. Und nur so nebenbei... Regio Stuttgart fährt jetzt fast wie privat. Wir wissen also ,was bei einem Wechsel auf uns zukommen würde. Wir hätten dann nicht mal mehr eine Parkkarte für die Tiefgarage des Hauptbahnhofes. Was ist einer Kantinenbenutzung ? Ich bezahle bestimmt nicht den Gästepreis. All das hätte in der Ausschreibung zum Schutz der Mitarbeiter mit hineingehört. Und ich hoffe, dies lesen Mitarbeiter des Verkehrsministeriums Stuttgart mal mit. Den Rest meiner Gefühlswelt erspare ich ir hier.
Was regst du dich denn auf ? Was hat irgendein Minister damit zu tun ?

Tarifliche Fragen klären Gewerkschaften mit den bösen EVU. Und nach dem Abschluss GDL-Go Ahead wurden doch monströse Parties gefeiert und sich gegenseitig auf die Schulter geklopft.

Ausserdem zwingt dich doch keiner zu wechseln. Du kannst doch beim Konzern bleiben, oder haste schon den S-Bahn Plan für Rostock bekommen ? Oder Trambahnfahrer bei der AVG ?

Die Luft wird immer dünner, weil eben die EVU suchen und ausbilden. Wenn die z.b. 100 Leute brauchen und 100 Leute ausbilden, wieviel brauch man dann von DB Regio ? Eine Zahl zwischen nichts und Null dürfte zutreffen.

Marktgesetze

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 09.01.18 01:35

Regeln nicht Angebot und Nachfrage den Markt? Das scheinen die Unternehmen immer zu vergessen, auch in anderen Bereichen der Dienstleistung.

In Baden-Württemberg bräuchte man schon Gehälter wenigestens annähernd auf IG-Metall-Niveau. Nur so bekommt man auch anständige, vernünftige Leute.

Problem ist natürlich das Preisdenken des Wettbewerbs und der Ausschreibungen, das ja darauf ausgerichtet ist dass mit Ausschreibungen Geld gespart wird.
Die Marktwirtschaft würde starke Gehaltserhöhungen erfordern, aber die Aufgabenträger müssten dann viel mehr Geld in die Hand nehmen.
Das wäre der Unterschied zwischen hochpreisigen Qualitäts-Eisenbahnverkehr wie in der Schweiz oder den Teufelskreis, dass man deutlich mehr zahlen müsste, jedoch der Wettbewerb das verhindert.

Ich sehe schon ein riesiges Problem für den SPNV, denn der Mangel könnte zu größten Einschränkungen führen. Auch der Staat und die Aufgabenträger werden erkennen müssen dass sie mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Denn zur Marktgläubigkeit und zur Bejubelung des Wettbewerbs gehört eben auch dass die Marktgesetze keine Einbahnstraße sind. Angebot und Nachfrage kann man nicht ignorieren.
Ist die Nachfrage zu gering, muss ich das Angebot verbessern (hier also bessere Leistungen und ein attraktives Paket das mithalten kann).

Von Arbeitslosigkeit und Plenks

geschrieben von: Zweisystemer

Datum: 09.01.18 02:08

Liebes Ersatzsignal,

ich bitte Dich, vom Gebrauch von Plenks Abstand zu nehmen, diese sind nicht nur falsch, sondern hemmen den Lesefluss.

Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg, insbesondere im Raum Stuttgart, ist aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik enorm anspruchsvoll; die Arbeitslosigkeit ist sehr gering, die Zahl der potentiell geeigneten Erwerbslosen ist dementsprechend auch sehr gering.
Für jedes Unternehmen in dieser Region ist es schwierig, geeignetes Personal zu gewinnen und zu halten.

https://abload.de/img/signatur_120pxumphh.jpg

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 09.01.18 02:20

Das Gegenteil ist der Fall. In den 90ern sah man es als mords Fortschritt alles auf Einmannbetrieb um zu stellen um zu sparen, nur mitlerweile hat auch das Land erkannt daß das Mist ist, und bestellt bei Ausschreibungen entsprechend immer ein Haufen Zugbegleiter mit.
Manche Fahrgäste wohl aus Regionen wo es immer Zugbegleiter gab, haben mich als schon ganz entsetzt angeschaut, wenn ich mal meinte daß ich Züge zu fahren habe und (im strammen Taktfahrplan) keine Zeit mich um so Nebensächlichkeiten wie übergelaufene und stinkende Toiletten und nicht gehende Fahrscheinautomaten und so Zeugs zu kümmern.
Ersatzsignal schrieb:
Was regst du dich denn auf ? Was hat irgendein Minister damit zu tun ?


Die Luft wird immer dünner, weil eben die EVU suchen und ausbilden. Wenn die z.b. 100 Leute brauchen und 100 Leute ausbilden, wieviel brauch man dann von DB Regio ? Eine Zahl zwischen nichts und Null dürfte zutreffen.
Dieser Minister hat damit schon sehr viel zu tun. Er trägt nämlich seinen persönlichen Hass ggü. der DB in die Ausschreibungen mit rein wo sowas überhaupt nichts verloren hat. Diese Respektlosigkeit wird jetzt nur noch mit seinem "Tariftreue" Gelaber bestätigt.

Die Luft wird immer dünner? Weiß ja nich in welchem Flugzeug du dich befindest aber so ganz scheinst du nicht verstanden zu haben was draußen eigentlich abgeht. Man würde jeden DB Regio Mitarbeiter mit Zungenkuss übernehmen jetzt und auch morgen, da das nötige know-how einfach vorhanden ist. Wer da Torschlusspanik bekommt hat seinen Marktwert einfach nicht erkannt. Wenn die 100 ausbilden, schaffen es vllt 40 Leute durch die Prüfung und selbst die 40 merken dann früher oder später das es woanders besser ist..

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 09.01.18 02:32

Wo Licht ist, ist aber auch immer Schatten.
Und in Baden-Württemberg gibts genug Ecken wo irgendwie "tote Hose" ist, das Lohnniveau nicht so arg, die Wohnkosten günstig und eher Abwanderung wie Zuzug (wie sonst überall) herrscht. Vorallem im Schwarzwald gibts das.
Und da die Eisenbahn auch durch solche Gegenden fährt, wäre der Gedanke dort statt in den teuren Städten einen Dienstort ein zu richten ja auch nicht verkehrt. Denn die Leute dort haben bezüglich Arbeitsplätzen eher wenig Auswahl, oder müssen lange Pendelwege in kauf nehmen, oder umziehen was aber immer höhere Wohnkosten bedeutet. Da kann man mit einem nicht ganz so üppigen Lohn und dafür Arbbeit vor Ort als EVU also etwas eher punkten wie in Stuttgart und dem Umland.
Und auch anders herum kann es verlockend sein, für das Geld wo man in den Ballungszentren nur eine kleine Wohnung mit am besten noch einem Haufen Assis um sich herum bekommt, kann man sich und seiner Familie in der totalen Provinz bald ein Haus hin stellen.
Servus,

schon zigmale wurde hier durchs Forum getrieben, dass der Landesverkehrsminister einen Hass auf die DB ausleben will in den Ausschreibungen - was für ein Quatsch. Zum einen hätte ihm das vermutlich, wenn es denn nachweislich so wäre, deutlich mehr Gerichtsverfahren und Ärger eingebrockt, als wir bislang im Rahmen der diversen Ausschreibungen hatten, und zum zweiten: wenn er die DB Regio wirklich hassen würde, hätte es sicher auch "Stellschrauben" gegeben, landesweit eben nicht so viel an DB-EVU zu vergeben, wie jetzt geschehen. Leute, vor lauter rumheulen, dass ihr in Stuttgart verloren habt, endet der Horizont schon wieder in Bad Cannstatt oder Zuffenhausen? Wenn man euch wirklich "hassen" würde, wären Dinge wie S-Bahn Rhein-Neckar II, Rheintal, Westfrankenbahn etc.pp. auch noch alle "weg". Es kam aber anders - bis auf die Stuttgarter Netze, das 3a nach Nürnberg, den Ulmer Stern (HzL) und das Freiburger Y (SWEG) haben DB-EVU doch im wesentlichen alles gewonnen, gerade auch die dicken Brocken? Wie, und das bei dem "Hass"? Wie geht das?

Was euch in Stuttgart passiert ist, war kein "Hass" und kein "die DB loshaben wollen", es war die realisierte Erkenntnis, dass man im Wettbewerb auch verlieren kann. Passiert jeden Tag tausenden von Unternehmen im Land, dass mal ein Auftrag nicht kommt. Allerdings nicht ganz so vielen, weil die Geschäftsleitung zu doof war, das ist wieder "DB Spezial" - aber bitte, belohnt doch diese Doofheit noch mit eurer sklavischen Treue, mal sehen, was für einen "Dank" ihr als nächstes dafür bekommt.

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !
Benni on tour schrieb:
Dieser Minister hat damit schon sehr viel zu tun. Er trägt nämlich seinen persönlichen Hass ggü. der DB in die Ausschreibungen mit rein wo sowas überhaupt nichts verloren hat.
*gähn*

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Marktgesetze

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 09.01.18 08:23

Gartenbahndirektion schrieb:
Auch der Staat und die Aufgabenträger werden erkennen müssen dass sie mehr Geld in die Hand nehmen müssen.
Würde das denn etwas bringen?
Selbst wenn das Verkehrsministerium 10 Euro statt 8 Euro pro Kilometer in die Hand nehmen würde, würden die Angebote vsl. trotzdem noch darunter liegen. Da kann der Aufgabenträger hinterh nicht sagen, ich geb euch 1 Euro mehr für eine vernünftige Bezahlung.
Eine vernünftige Bezahlung bekommt man nicht von heute auf morgen hin. Die hohen Löhne und die 35 Stunden-Woche plus hoche Zuschläge der Metaller sind keine Errungenschaft der letzten Tarifrunde. Wenn aber die größte Eisenbahnergewerkschaft den größten Arbeitgeber der Branche hofiert, braucht man sich nicht wundern, dass es nicht vorwärts geht.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Traumflug schrieb:
Herr O. schrieb:
und wenn alle die wechseln Karriere machen wer fährt dann die Züge?
Immer noch die gleichen Leute.

Fiktives Beispiel:

Tf Müller ist bei EIU Rot. EIU Blau hat einen Vertrag gewonnen und sucht Tfs. Da der Markt knapp ist, loben sie 10% mehr Gehalt aus. An der Stelle ist es karrieretechnisch sinnvoll, zum EIU Blau zu wechseln. Gibt ja mehr Geld.

Fünf Jahre später gewinnt EIU Rot auch einen Vertrag, nicht all zu weit weg. Personal ist immer noch schwer zu bekommen, also sagen sie 10% oben auf das Gehalt des vorherigen Arbeitgebers zu. Schon wieder ein Grund zu wechseln.

An der Stelle ist Müller dann wieder beim gleichen EIU, jedoch mit 20% mehr Gehalt.

Seit wann wird die Infrastruktur ausgeschrieben? Hier geht es um Leistung, wo sich alleine ein EV(!)U bewerben kann.
EVU= Eisenbahnverkehrsunternehmen, EIU= Eisenbahninfrastrukturunternehmen.
Benni on tour schrieb:
Dieser Minister hat damit schon sehr viel zu tun. Er trägt nämlich seinen persönlichen Hass ggü. der DB in die Ausschreibungen mit rein wo sowas überhaupt nichts verloren hat.


Was hier nichts verloren hat sind solche Parolen die du hier bietest.
Halten wir uns an die Fakten, weswegen hat die DB die Stuttgarter Netze verloren? Genau, durch einen Fehler, weswegen die zurecht disqualifiziert wurden, dies haben sämtliche Gerichte wo die DB Einspruch eingelegt haben bestätigt.
Und wo bitte hegt der Minister einen Hass auf die DB? Nach den Stuttgarter Netze haben die wie viele Netze gewonnen? Ich schätze mal über die Hälfte, also wo kommt da dein Hass auf? Hast du dir eigentlich mal wirklich Gedanken gemacht oder hast du einfach nur den Schwarzen Peter weiter gegeben? Die DB hat Mist gebaut und sollte dazu stehen und nicht mit den Finger auf andere zeigen.
462 002-7 schrieb:
Was hier nichts verloren hat sind solche Parolen die du hier bietest.
Halten wir uns an die Fakten, weswegen hat die DB die Stuttgarter Netze verloren? Genau, durch einen Fehler, weswegen die zurecht disqualifiziert wurden, dies haben sämtliche Gerichte wo die DB Einspruch eingelegt haben bestätigt.
Und wo bitte hegt der Minister einen Hass auf die DB? Nach den Stuttgarter Netze haben die wie viele Netze gewonnen? Ich schätze mal über die Hälfte, also wo kommt da dein Hass auf? Hast du dir eigentlich mal wirklich Gedanken gemacht oder hast du einfach nur den Schwarzen Peter weiter gegeben? Die DB hat Mist gebaut und sollte dazu stehen und nicht mit den Finger auf andere zeigen.
Dieses Feindbild "Hermann ist an allem schuld" hält sich vor allem bei Mitarbeitern von DB Region Württemberg sehr hartnäckig. Keine Ahnung was man denen intern alles erzählt.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
462 002-7 schrieb:
Was hier nichts verloren hat sind solche Parolen die du hier bietest.
Halten wir uns an die Fakten, weswegen hat die DB die Stuttgarter Netze verloren? Genau, durch einen Fehler, weswegen die zurecht disqualifiziert wurden, dies haben sämtliche Gerichte wo die DB Einspruch eingelegt haben bestätigt.
Und wo bitte hegt der Minister einen Hass auf die DB? Nach den Stuttgarter Netze haben die wie viele Netze gewonnen? Ich schätze mal über die Hälfte, also wo kommt da dein Hass auf? Hast du dir eigentlich mal wirklich Gedanken gemacht oder hast du einfach nur den Schwarzen Peter weiter gegeben? Die DB hat Mist gebaut und sollte dazu stehen und nicht mit den Finger auf andere zeigen.
Dieses Feindbild "Hermann ist an allem schuld" hält sich vor allem bei Mitarbeitern von DB Region Württemberg sehr hartnäckig. Keine Ahnung was man denen intern alles erzählt.
Natürlich hat die DB Regio @#$%& gebaut das bestreite ich auch garnicht. Der damalige Chef hat ja auch dafür, so wie es sich im 21. Jahrhundert gehört, als erstes das sinkende Schiff verlassen und ist zu Abellio. Das Herrmann nunmal die DB wahrscheinlich aufgrund von S21 und den großen Verkehrsvertrag nicht sonderlich viel positives Abgewinnen kann hat er mehrmals zum Ausdruck gebracht. Auch hat er mit Absicht auf eine Personalübernahmeklausel (gleiche Konditionen, nur andere Uniform) verzichtet, da er Angst um den Wettbewerb hatte. Es wäre jedenfalls EU technisch konform gewesen sowas festzulegen (daher der Trauerzug der Mitarbeiter). Man hätte aus den Fehlern anderer Bundesländer lernen können und macht aber die gleichen Fehler. Ob nun die viel zu kleinen Triebwagen oder das fehlende Personal, alles wurde vorraus gesagt. Aber man wollte eben auf Teufel komm raus einen billigen Nahverkehr, der aber so nicht zuverlässig laufen kann. Wenn Zugausfälle und SeV billiger sind als zu fahren kommt genau sowas raus was jetzt passiert. Der Nahverkehr in BW wird über Jahre geschwächt sein und bei dieser Meinung bleib ich auch.

Benni on tour schrieb:
Das Herrmann nunmal die DB wahrscheinlich aufgrund von S21 und den großen Verkehrsvertrag nicht sonderlich viel positives Abgewinnen kann hat er mehrmals zum Ausdruck gebracht.

Bitte nicht alles in einen Topf werfen. Wenn Hermann den Grossen Verkehrsvertrag kritisiert hat, dann meint er auch den Grossen Verkehrsvertrag und nicht das Geschäftsgebaren der DB im Allgemeinen. Weiterhin ist ihm ziemlich sicher bewusst, dass dieser Vertrag nicht von der DB, sondern von seinem Amtsvorgänger aufgegleist wurde. Eben, um dieses Megaprojekt da in Stuttgart wirtschaftlicher und damit überhaupt möglich zu machen.

Selbst wenn Hermann über die derzeitigen notorischen Verspätungen im Nahverkehr erzählt, hält er sich immer mit Namensnennungen zurück. Dass er von Pünktlichkeitsquoten weit unter 80% nicht begeistert ist, versteht sich von selbst. Dennoch holt er nicht den grösstmöglichen Hammer hervor (Gerichtsklage), sondern unterstützt, nun, eben die DB.

Man kann ziemlich sicher sein, dass Hermann ein umfangreicher und funktionierender Verkehr sehr viel wichtiger ist als es irgendwelche Sentimentalitäten sind. Denn seine Leistung wird an diesem Verkehr gemessen. Nicht daran, ob die Fahrzeuge vom EVU Rot oder EVU Blau erbracht wurden.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Bitte nicht alles in einen Topf werfen. Wenn Hermann den Grossen Verkehrsvertrag kritisiert hat, dann meint er auch den Grossen Verkehrsvertrag und nicht das Geschäftsgebaren der DB im Allgemeinen. Weiterhin ist ihm ziemlich sicher bewusst, dass dieser Vertrag nicht von der DB, sondern von seinem Amtsvorgänger aufgegleist wurde. Eben, um dieses Megaprojekt da in Stuttgart wirtschaftlicher und damit überhaupt möglich zu machen.

Selbst wenn Hermann über die derzeitigen notorischen Verspätungen im Nahverkehr erzählt, hält er sich immer mit Namensnennungen zurück. Dass er von Pünktlichkeitsquoten weit unter 80% nicht begeistert ist, versteht sich von selbst. Dennoch holt er nicht den grösstmöglichen Hammer hervor (Gerichtsklage), sondern unterstützt, nun, eben die DB.

Man kann ziemlich sicher sein, dass Hermann ein umfangreicher und funktionierender Verkehr sehr viel wichtiger ist als es irgendwelche Sentimentalitäten sind. Denn seine Leistung wird an diesem Verkehr gemessen. Nicht daran, ob die Fahrzeuge vom EVU Rot oder EVU Blau erbracht wurden.
Wobei man fairerweise sagen muss, dass Hermann sich in seiner Anfangszeit als VM gelgentlich auch öffentlich negativ über die DB geäußert hat. Wenn man sich das Geschäftsgebahren der DB allein bei S21 und S-Bahn Stuttgart anschaut, dann kann man das aber auch gut verstehen. Vertrauen wurde dabei nicht gerade aufgebaut.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Marktgesetze

geschrieben von: 210

Datum: 09.01.18 16:40

Murrtalbahner schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Auch der Staat und die Aufgabenträger werden erkennen müssen dass sie mehr Geld in die Hand nehmen müssen.
Würde das denn etwas bringen?
Selbst wenn das Verkehrsministerium 10 Euro statt 8 Euro pro Kilometer in die Hand nehmen würde, würden die Angebote vsl. trotzdem noch darunter liegen. Da kann der Aufgabenträger hinterh nicht sagen, ich geb euch 1 Euro mehr für eine vernünftige Bezahlung.
Eine vernünftige Bezahlung bekommt man nicht von heute auf morgen hin. Die hohen Löhne und die 35 Stunden-Woche plus hoche Zuschläge der Metaller sind keine Errungenschaft der letzten Tarifrunde. Wenn aber die größte Eisenbahnergewerkschaft den größten Arbeitgeber der Branche hofiert, braucht man sich nicht wundern, dass es nicht vorwärts geht.
Was hat eine Gewerkschaft damit zu tun wenn die EVU zu blöd dafür sind die notwendigen Löhne in ihr Angebot einzupreisen um genügend Personal zu bekommen?

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: JeDi

Datum: 09.01.18 17:19

Benni on tour schrieb:
Natürlich hat die DB Regio @#$%& gebaut das bestreite ich auch garnicht. Der damalige Chef hat ja auch dafür, so wie es sich im 21. Jahrhundert gehört, als erstes das sinkende Schiff verlassen und ist zu Abellio. Das Herrmann nunmal die DB wahrscheinlich aufgrund von S21 und den großen Verkehrsvertrag nicht sonderlich viel positives Abgewinnen kann hat er mehrmals zum Ausdruck gebracht. Auch hat er mit Absicht auf eine Personalübernahmeklausel (gleiche Konditionen, nur andere Uniform) verzichtet, da er Angst um den Wettbewerb hatte. Es wäre jedenfalls EU technisch konform gewesen sowas festzulegen (daher der Trauerzug der Mitarbeiter). Man hätte aus den Fehlern anderer Bundesländer lernen können und macht aber die gleichen Fehler. Ob nun die viel zu kleinen Triebwagen oder das fehlende Personal, alles wurde vorraus gesagt. Aber man wollte eben auf Teufel komm raus einen billigen Nahverkehr, der aber so nicht zuverlässig laufen kann. Wenn Zugausfälle und SeV billiger sind als zu fahren kommt genau sowas raus was jetzt passiert. Der Nahverkehr in BW wird über Jahre geschwächt sein und bei dieser Meinung bleib ich auch.

Nach meiner Kenntnis wurde der Betriebsübergang der DB Regio AG durch die "neuen" angeboten, von dieser aber abgelehnt.

Die S21 fährt von Elbgaustraße nach Aumühle!

Peinlich

geschrieben von: 210

Datum: 09.01.18 18:27

JeDi schrieb:
Benni on tour schrieb:
Natürlich hat die DB Regio @#$%& gebaut das bestreite ich auch garnicht. Der damalige Chef hat ja auch dafür, so wie es sich im 21. Jahrhundert gehört, als erstes das sinkende Schiff verlassen und ist zu Abellio. Das Herrmann nunmal die DB wahrscheinlich aufgrund von S21 und den großen Verkehrsvertrag nicht sonderlich viel positives Abgewinnen kann hat er mehrmals zum Ausdruck gebracht. Auch hat er mit Absicht auf eine Personalübernahmeklausel (gleiche Konditionen, nur andere Uniform) verzichtet, da er Angst um den Wettbewerb hatte. Es wäre jedenfalls EU technisch konform gewesen sowas festzulegen (daher der Trauerzug der Mitarbeiter). Man hätte aus den Fehlern anderer Bundesländer lernen können und macht aber die gleichen Fehler. Ob nun die viel zu kleinen Triebwagen oder das fehlende Personal, alles wurde vorraus gesagt. Aber man wollte eben auf Teufel komm raus einen billigen Nahverkehr, der aber so nicht zuverlässig laufen kann. Wenn Zugausfälle und SeV billiger sind als zu fahren kommt genau sowas raus was jetzt passiert. Der Nahverkehr in BW wird über Jahre geschwächt sein und bei dieser Meinung bleib ich auch.

Nach meiner Kenntnis wurde der Betriebsübergang der DB Regio AG durch die "neuen" angeboten, von dieser aber abgelehnt.
Seit wann kann ein Betrieb etwas im Namen seiner Mitarbeiter ablehnen?
Wenn eines der Nachfolge-EVU Interesse an den Mitarbeitern hat kann es ganz einfach Kontakt zu den Mitarbeitern aufnehmen.
Benni on tour schrieb:
Der Nahverkehr in BW wird über Jahre geschwächt sein und bei dieser Meinung bleib ich auch.

Jaja, bleib mal ruhig bei deiner Meinung... Und geschwächt? Bei den Ausfällen von heute kann es nur besser werden.
@Ersatzsinal

Dumm das von den 100 keine 90 die Prüfung bestehen...
DerSaarsachse

IVK - Fan

Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.01.18 19:09

sagte die DB damals vor etwas über 20 Jahren als sie gegründet wurde. Deswegen wurden die Beamten ja beim EBA beschäftigt und dann zu marktüblichen Konditionen von der DB gemietet. Die Differenz trug und trägt der Bund.

Nur die Privaten sind auch nicht besonders hell auf der Platte. Sonst würden die die EBA BEV anbieten, die noch vorhandenen beamteten Lokführer zu besseren Konditionen, sprich höhere Ausleihe, zu übernehmen. Das EBA BEV kann das nur schwer ablehnen, weil sonst Untreue zum Nachteil des Bundes begangen wird. Und die Beamten sind ja keine Arbeitnehmer, sondern Sklaven des Dienstherrn.

Und mal an die Gewerkschaften: Das ist doch die Gelegenheit die Unternehmen fürchterlich unter Druck zu setzen:
Zitat
Bundesweit fehlen jedoch mehr als 1000 Lokführer, auf der Liste der Mangelberufe der Bundesagentur für Arbeit steht der Beruf wegen geringer Bezahlung und unattraktiver Arbeitszeiten ganz oben
Und es gibt oder vielleicht auch gab, hier ja genug Leute, die der festen Überzeugung sind, dass die Leute an der Front hoffnungslos über- und die teppichschonenden Schweber unterbezahlt sind.

EDIT: EBA undf BEV verwechselt. Die Beamten sind beim BEV als Dienstherr beschäftigt.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.18 19:53.

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 09.01.18 19:16

Seit wann gehören die Bahn-Beamten dem EBA?? Das EBA ist selber eine Behörde, die Beamten gehören zum BEV(Bundes Eisenbahn Vermögen) wie zB auch die Deutschen Strecken auf Schweizer Staatsgebiet...

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 09.01.18 19:41

Wäre in der tat interessant was wohl passieren würde wenn z.B. Abellio dem BEV für den Beamten 2% mehr bietet wie die DB aktuell zahlt?

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 09.01.18 19:45

In Deutschland gilt Tariftreue, sprich der Arbeitgeber muss dich sofern es einen Tarifvertrag gibt nach diesem entlohnen. Du kannst zwar eine Zielvereinbarung treffen oder eine Nebenabrede, allerdings zieht das BEV da nicht mit. Ein Beamter kann nicht einfach zu einem nicht dem DB Konzern zugehörigen EVU wechseln, er muss sich dann als Beamter beurlauben lassen und kann dann als Angestellter zum normalen Angestellten Tarif bei einem nicht DB Konzern EVU arbeiten. Das hat allerdings meistens finanziell massive Nachteile, da viele Beamten besser bezahlt werden wie ein Angestellter.

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.01.18 19:58

Das BEV kann die Beamten allerdings auch wo anders hinschicken. Das BEV bestimmt, wo die Beamten arbeiten. Die werden nur der DB überlassen. Das BEV kann, rein rechtlich, die Beamten auch einem anderen EVU überlassen.

Es muss kein Beamter in die Beurlaubung gehen. Das hätten die zwar alle gern, aber dann müssten auch die Beamten bei der DB AG beurlaubt sein, sind sie aber nicht. Vom Beamten aus, wird der dem EVU zugewiesen. Für das EVU ist das Arbeitnehmerüberlassung.

Re: Marktgesetze

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 09.01.18 20:17

210 schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Auch der Staat und die Aufgabenträger werden erkennen müssen dass sie mehr Geld in die Hand nehmen müssen.
Würde das denn etwas bringen?
Selbst wenn das Verkehrsministerium 10 Euro statt 8 Euro pro Kilometer in die Hand nehmen würde, würden die Angebote vsl. trotzdem noch darunter liegen. Da kann der Aufgabenträger hinterh nicht sagen, ich geb euch 1 Euro mehr für eine vernünftige Bezahlung.
Eine vernünftige Bezahlung bekommt man nicht von heute auf morgen hin. Die hohen Löhne und die 35 Stunden-Woche plus hoche Zuschläge der Metaller sind keine Errungenschaft der letzten Tarifrunde. Wenn aber die größte Eisenbahnergewerkschaft den größten Arbeitgeber der Branche hofiert, braucht man sich nicht wundern, dass es nicht vorwärts geht.
Was hat eine Gewerkschaft damit zu tun wenn die EVU zu blöd dafür sind die notwendigen Löhne in ihr Angebot einzupreisen um genügend Personal zu bekommen?
Wenn das EVU A macht, gewinnt EVU B. Man kann das nicht einpreisen, denn irgendwer ist immer dabei der es nicht macht.

Es verbietet den EVU aber auch keiner übertarifliche Leistungen anzubieten, z. B. Firmenwohnungen, Rabatte aushandeln bei Firmen für Mitarbeiter usw.
Es herrscht ein Wettbewerb um Arbeitnehmer, da muss man was bieten.
In der Industrie in Baden-Württemberg verdient man sehr gut, ich bin zufrieden. Da müssten die EVU schon was bieten

Re: Marktgesetze

geschrieben von: 210

Datum: 09.01.18 20:36

Gartenbahndirektion schrieb:
210 schrieb:
Was hat eine Gewerkschaft damit zu tun wenn die EVU zu blöd dafür sind die notwendigen Löhne in ihr Angebot einzupreisen um genügend Personal zu bekommen?
Wenn das EVU A macht, gewinnt EVU B. Man kann das nicht einpreisen, denn irgendwer ist immer dabei der es nicht macht.

Es verbietet den EVU aber auch keiner übertarifliche Leistungen anzubieten, z. B. Firmenwohnungen, Rabatte aushandeln bei Firmen für Mitarbeiter usw.
Es herrscht ein Wettbewerb um Arbeitnehmer, da muss man was bieten.
In der Industrie in Baden-Württemberg verdient man sehr gut, ich bin zufrieden. Da müssten die EVU schon was bieten
Damit das alle EVU tun sollten vielleicht die Vertragsbedingungen entsprechend ausgestaltet werden. Zum Beispiel mit Pönalen für ausgefallene Züge etc. die dann wirklich dafür sorgen daß solche EVU nicht lange am Markt tätig sein können.

In deinem zweiten Punkt widersprichst du dir. Wenn das EVU übertarifliche Leistungen anbieten möchte woher soll das Geld kommen, wenn dies nicht schon von vornherein bei der Angebotsabgabe eingepreißt ist?
Das hierzulande Vollbeschäftigung herrscht und sehr gut verdient wird war schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung bekannt. Auch hier wieder, woher sollen die Finanzmittel, für die höheren Leistungen, kommen wenn dies nicht schon von Anfang an eingerechnet wurde?

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: X73900

Datum: 09.01.18 20:58

WU NE 81 schrieb:
Wo Licht ist, ist aber auch immer Schatten.
Und in Baden-Württemberg gibts genug Ecken wo irgendwie "tote Hose" ist, das Lohnniveau nicht so arg, die Wohnkosten günstig und eher Abwanderung wie Zuzug (wie sonst überall) herrscht. Vorallem im Schwarzwald gibts das.
Und da die Eisenbahn auch durch solche Gegenden fährt, wäre der Gedanke dort statt in den teuren Städten einen Dienstort ein zu richten ja auch nicht verkehrt. Denn die Leute dort haben bezüglich Arbeitsplätzen eher wenig Auswahl, oder müssen lange Pendelwege in kauf nehmen, oder umziehen was aber immer höhere Wohnkosten bedeutet.
Das die jungen Leute aus dem Schwarzwald abwandern und dass die Wohnkosten daher niedriger sind, stimmt alles. Da es aber traditionell in den Schwarzwaldtälern recht viel Industrie und Gewerbe gibt, sind die Arbeitslosenquoten im Schwarzwald extrem niedrig und Arbeitskräfte werden händeringend gesucht. Ein großes Arbeitskräftepotential gibt es da nicht. Wer dort weggeht, geht vor allem weg, weil es ihm zu langweilig ist und er mehr Stadtleben, Kultur usw. will, nicht wegen fehlender Arbeitsplätze.

Gruß
X73900

Re: Nicht genug Lokführer für Go Ahead und Abellio BW

geschrieben von: 146 227

Datum: 09.01.18 21:22

Benni on tour schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
462 002-7 schrieb:
Was hier nichts verloren hat sind solche Parolen die du hier bietest.
Halten wir uns an die Fakten, weswegen hat die DB die Stuttgarter Netze verloren? Genau, durch einen Fehler, weswegen die zurecht disqualifiziert wurden, dies haben sämtliche Gerichte wo die DB Einspruch eingelegt haben bestätigt.
Und wo bitte hegt der Minister einen Hass auf die DB? Nach den Stuttgarter Netze haben die wie viele Netze gewonnen? Ich schätze mal über die Hälfte, also wo kommt da dein Hass auf? Hast du dir eigentlich mal wirklich Gedanken gemacht oder hast du einfach nur den Schwarzen Peter weiter gegeben? Die DB hat Mist gebaut und sollte dazu stehen und nicht mit den Finger auf andere zeigen.
Dieses Feindbild "Hermann ist an allem schuld" hält sich vor allem bei Mitarbeitern von DB Region Württemberg sehr hartnäckig. Keine Ahnung was man denen intern alles erzählt.
Natürlich hat die DB Regio @#$%& gebaut das bestreite ich auch garnicht. Der damalige Chef hat ja auch dafür, so wie es sich im 21. Jahrhundert gehört, als erstes das sinkende Schiff verlassen und ist zu Abellio. Das Herrmann nunmal die DB wahrscheinlich aufgrund von S21 und den großen Verkehrsvertrag nicht sonderlich viel positives Abgewinnen kann hat er mehrmals zum Ausdruck gebracht. Auch hat er mit Absicht auf eine Personalübernahmeklausel (gleiche Konditionen, nur andere Uniform) verzichtet, da er Angst um den Wettbewerb hatte. Es wäre jedenfalls EU technisch konform gewesen sowas festzulegen (daher der Trauerzug der Mitarbeiter). Man hätte aus den Fehlern anderer Bundesländer lernen können und macht aber die gleichen Fehler. Ob nun die viel zu kleinen Triebwagen oder das fehlende Personal, alles wurde vorraus gesagt. Aber man wollte eben auf Teufel komm raus einen billigen Nahverkehr, der aber so nicht zuverlässig laufen kann. Wenn Zugausfälle und SeV billiger sind als zu fahren kommt genau sowas raus was jetzt passiert. Der Nahverkehr in BW wird über Jahre geschwächt sein und bei dieser Meinung bleib ich auch.
Ich verstehe einige Sachen nicht: Die Züge kämen ja so oder so als ET und nach damaliger Information hieß es das die DB günstiger war als ABL oder GAVD. Somit sind das ja Aussagen die übern Haufen geworfen worden sind. Der Nahverkehr wird ja in BW nicht geschwächt. Die einzige große und "gravierende" Änderung die kommt ist halt die Umstellung des Betriebes in einem kompletten Netz (1) und ein Los (3a). Ansonsten ändert sich ja auch nicht viel. Also ich weiß nicht wenn ich mal schaue was so bei DB Regio Südbaden oder anderen EVU's geht da läuft es. Was VM WH überhaupt nicht in den Tee gepasst hat war die Umstellung nach dem Verkehrsvertrag auf die Übergangsleistungen was sicherlich auch nicht einfach war aber dort war ja Chaos vorhanden abartig.

Wenn man es so sieht ist die DB sogar minimal selber Schuld, man hätte bereits Frühzeitig merken müssen wo die Privatbahnen gekommen sind, das die Ausschreibungen in BaWü auch kommen werden und das man sich auf einen guten Deal eingelassen hat damals war ja auch klar. Das sowas eben Risiken bietet sieht man eben. In vielen anderen Netzen ändert sich ja nichts außer das Neufahrzeuge kommen und das Angebot ausgebaut wird also ist wieder eine Pinke-Brille auf..

Gruß

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: AK1

Datum: 09.01.18 21:36

Weiß jetzt nicht, wie das da rechtlich abläuft, aber bei der Postbank arbeiten auch noch sehr viele Postbeamte. Und die Postbank gehört mittlerweile zu 100 % der Deutschen Bank.

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.01.18 21:45

Das ist der Unterschied: Postbank AG, Deutsche Post AG und Deutsche Telekom AG wurden vom Gesetzgeber mit dem Recht Beamte zu beschäftigen beliehen. Das sind die einzigen AGs, die das dürfen, aber auch nur auslaufend. Es dürfen seit dem 31.12.1995 keine neuen Beamtenverhältnisse mehr begründet werden. Das war bei der DB AG noch anders. Da traute man sich noch nicht die AG mit dem Recht zu beleihen, deswegen der Umweg über die Zuweisung vom BEV. Aber das wäre bei der DB AG viel einfacher möglich, weil diese sich zu 100% in Bundesbesitz befindet. Die anderen ja nur zu einem Minderheitsanteil, wenn überhaupt (Postbank).

Übrigens werden bei Post und Telekom bei den Tochterfirmen kaum Beamte beschäftigt. Die sind fast alle beurlaubt, mit Ausnahme der Altersteilzeitleute.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.18 21:47.

Re: Marktgesetze

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.01.18 21:58

210 schrieb:
Das hierzulande Vollbeschäftigung herrscht und sehr gut verdient wird war schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung bekannt. Auch hier wieder, woher sollen die Finanzmittel, für die höheren Leistungen, kommen wenn dies nicht schon von Anfang an eingerechnet wurde?
Der Vertrag sieht, wenn das was hier geschrieben wird, stimmt, vor, dass du mindestens 3x soviel Strafe für Ausfälle wegen Personalmangel und Wartungsmängeln zahlst, wie du kriegst für eine Fahrt.

Übrigens hat auch die DB Regio so ihre Probleme mit dem Personal. Ja, die tun sich sicher noch schwerer, weil die einen bundesweiten Tarifvertrag haben. Da sind die Regionalunternehmen im Vorteil, die da eher angepasste Verträge aushandeln können.

Es ist einfach so, dass sich die Billiggeier in ihrer eigenen Falle fangen. Mich freut das sehr.

Nur am Rande: IT Systemkaufleute werden übernommen aus der Ausbildung heraus für 36-39.000,-€ Anfangsgehalt. Das sind bessere Bürokaufleute. Also da mal ganz vorsichtig mit dem Gehalt und was da üblich ist.

Es wird in den Unternehmen übrigens selten Tarif bezahlt, auch bei den Großunternehmen nicht. Da liegen immer 20-30% obendrauf. Bestenfalls nennt man das Haustarif oder Betriebsvereinbarung.

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.01.18 22:05

Außer in der Stadt Pforzheim und bedingt LK Heidenheim, muss man in BW kaum mal den Landkreis für seinen Arbeitsplatz verlassen. In max 30km Entfernung findet da jeder einen Arbeitsplatz.

Re: Marktgesetze

geschrieben von: VT

Datum: 09.01.18 22:38

Ich denke die Wettbewerber sollten in ihrer Kalkulation Luft für höhere Löhne haben. Ich als Außenstehender habe mitbekommen, dass die DB als Arbeitgeber relativ attraktiv ist gleichzeitig aber das billigste Angebot abgegeben hat. Fahrzeuge und Fahrpläne sind identisch. Irgendwo muss da Geld übrigbleiben.

Bundesweit

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 09.01.18 23:12

Alle SPNVUnternehmen haben einen bundesweiten Tarif (Bundesrahmentarif oder Branchentarif) und die "regionalen" EVU sind Teile großer Staatsbahnen oder von sonstigen Konzernen. Da gibt es nur wenige Ausreißer.
So meine Sichtweise. Andere können das sicher besser erklären

Re: Bundesweit

geschrieben von: VT605

Datum: 09.01.18 23:25

Gartenbahndirektion schrieb:
Alle SPNVUnternehmen haben einen bundesweiten Tarif (Bundesrahmentarif oder Branchentarif) und die "regionalen" EVU sind Teile großer Staatsbahnen oder von sonstigen Konzernen. Da gibt es nur wenige Ausreißer.
So meine Sichtweise. Andere können das sicher besser erklären

Unbestritten, aber das Gehaltsniveau ist vor allem in Verbindung mit den Arbeitszeiten für kaum noch einen Menschen ein Anreiz den Beruf zu ergreifen und noch weniger ihn über Jahrzehnte auszuüben, gerade auch vor dem Hintergrund das junge Menschen heute sich viel weniger mit Beruf und Firma identifizieren und schneller den "Job" wechseln.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.18 23:26.

Frust und Wechsel oder doch kein Wechsel

geschrieben von: MD 612

Datum: 10.01.18 00:02

Reval 13 schrieb:
Deshalb haben wir uns imRahmender AktionTrauerzug von unseren Sozialleistungen verabschiedet.Sie haben das als Panikmache abgetan.
Ich weiß, dass mein Beitrag jetzt nicht nur Zustimmung hervorrufen wird. Es ist auch "nur" meine ganz persönliche Meinung. Aber die muss jetzt auch mal raus.

1) Ich kann Euren Frust sehr gut verstehen. Aber ich finde, Ihr lasst Euren Frust an der komplett falschen Stelle ab! Es ist in erster Linie Eure Regionalleitung gewesen, die das Angebot auf die Ausschreibung der Stuttgarter Netze erarbeitet hat, welches anschließend von bestens bezahlten Konzernjuristen und -kaufleuten geprüft wurde, bevor es abgegeben wurde. Es war das wirtschaftlichste Angebot, das hat ja auch Herrmann zugegeben. Aber es entsprach, bestätigt durch Vergabekammer und Oberlandesgericht, eben nicht den Bedingungen der Ausschreibung. Ganz einfach, weil Eure hochbezahlte Regionalleitung unter Verantwortung eines Mannes, der kurz nach dem endgültigen Auftragsverlust zum ärgsten Konkurrenten wechselte (schon alleine das gibt mir zu denken...), einen simplen Rechenfehler eingebaut hatte. So blöd muss man erst einmal sein. Aber genau dort solltet Ihr Euren Frust abladen. Die haben es versaut, nicht Herrmann. Der Rest der leitenden Mannschaft lenkt seitdem in trauter Zweisamkeit mit der unternehmenshörigen Gewerkschaft (davon gibt es ja nur die eine) Euren Frust ganz geschickt weg von Eurer Chefetage hin in Richtung Ministerium. Und Ihr fallt darauf rein. Habt Ihr auch nur einmal in den vergangenen Monaten Dampf bei Eurer Chefetage abgelassen, die Euch das Dilemma eingebrockt haben?? Genau bei jenen Leuten, die gewiss genauso schnell wieder gut versorgt unterkommen werden wie Eurer ehemaliger Regionalleiter??

2) Deine Forderung, neben den geltenden DB-Haustarifverträgen alle sozialen Standards und alle Betriebsvereinbarungen inklusive Besitzstandswahrung in der Ausschreibung zu verankern, geht schlichtweg an der Realität vorbei. Das ist nach EU-Recht gar nicht möglich. Soweit in den Landesvergabegesetzen vorgeschrieben kann in EU-weiten Ausschreibungen entweder verlangt werden, dass die Bieter ihre Bindung an einen ggf. noch abzuschließenden Tarifvertrag erklären. Oder aber die Bieter werden verpflichtet, die in der Branche maßgeblichen Tarifverträge anzuwenden. Das sind entweder solche, die vom Bundesarbeitsministerium als allgemeinverbindlich erklärt wurden oder aber von einem nicht unerheblichen Teil der Unternehmen in der Branche angewandt werden und deshalb in das jeweilige Landesvergabegesetz aufgenommen wurden. Was da in BaWü im Landesvergabegesetz geregelt ist weiß ich allerdings nicht. Aber unter "maßgebliche Tarifverträge" fallen eben nicht Haustarifverträge mit einem einzelnen Unternehmen, wie sie die DB zusätzlich und in Erweiterung zum BuRa-ZugTV abgeschlossen hat, und schon gar nicht regional abgeschlossene Betriebsvereinbarungen. Das ist Rechtslage, da kann das Ministerium gar nicht anders. Das sollte auch die Gewerkschaft wissen, die die "Aktion Trauerzug" (mit)organisiert hat.

Neu ist seit einem reichlichen halben Jahr allerdings, dass nach Umsetzung einer neueren EU-Verordnung die Bieter bei Ausschreibungen im SPNV verpflichtet werden sollen, die unmittelbar zur Abwicklung des Bahnbetriebs eingesetzten Mitarbeiter vom Altbetreiber zu übernehmen. Dabei werden die übernommenen Mitarbeiter so gestellt, als hätte es einen Betriebsübergang nach §613a BGB gegeben. Im Groben bedeutet das, dass die vom Altbetreiber übernommenen Mitarbeiter (und nur die!) für ein Jahr unverändert zu ihren bisherigen Bedingungen zu beschäftigen sind. Aber eben auch nur für dieses eine Jahr...

3) Dass Eurer Betriebsrat in der Vergangenheit viele soziale Errungenschaften für Euch erstritten hat, ist zu begrüßen. Aber was hindert die Kollegen im neuen Unternehmen daran, in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften einen Betriebsrat neu zu installieren?? Richtig, nichts. Und vor allem, was hindert die Betriebsratsmitglieder Eures jetzigen Betriebsrates (bzw. einige davon) mit zum neuen Betreiber zu wechseln, und so ihr Knowhow und das der Gewerkschaften zum Aufbau eines schlagkräftigen Betriebsrates einzusetzen, der dann in mit viel Engagement die Standards wieder durchsetzt, die Ihr bisher hattet?? Richtig, auch nichts. Oder erschöpft sich die Arbeit Eures Betriebsrates jetzt darin, für die nicht mehr benötigten Kollegen einen guten Sozialplan auszuhandeln und sich dann auf ihrem Kündigungsschutz als Betriebsrat auszuruhen?? Ich hoffe, nicht...

4) Wir können ja hier lesen, dass die neuen Betreiber offenbar Schwierigkeiten haben, rechtzeitig genügend Mitarbeiter vor allem im Fahrdienst zu finden. Was hindert denn die Neubetreiber daran, angesichts der Lage am Arbeitsmarkt gerade in BaWü, neben dem Gehalt auf DB-Niveau weitere Lohn- und Sozialleistungen anzubieten?? Vielleicht bleibt denen gar nichts weiter übrig, als bessere Bedingungen zu bieten, als sie die DB je hatte?? Und zwar nicht nur in Form von Kurzfristausschüttungen und Ablöseprämien, sondern als langfristige Zusage von zusätzlichen Gehaltszuschlägen und Sozialleistungen, die auch über die geltenden Tarifverträge hinaus geleistet werden?? Vermutlich wird denen gar nichts anderes übrig bleiben, um noch Mitarbeiter zu finden. Und dann geht es Euch möglicherweise besser als heute...

Reval 13 schrieb:
Warum soll ich denn zu Privat wechseln. Bin 30 Jahre bei Reichsbahn und Bundesbahn und Bahn AG.
Wenn das der einzige Grund ist... Gründe zum Wechsel gäbe es viele. Zumindest dann, wenn die DB Dich nicht am jetzigen Arbeitsort weiterbeschäftigen kann. Und das wird wohl nicht wenige Kollegen betreffen. Das Gehalt bezogen auf die zu leistende Arbeitszeit ist weitgehend dasselbe. Ok, vier Urlaubstage weniger. Aber stell Dir vor, Du musst zum neuen Einsatzort künftig täglich statt einer dann zwei Stunden pendeln. Das sind ca. 180 Stunden jährlich zusätzlich, die Du von Zu Hause weg bist. Oder auch ganz schnell noch mehr, wenn der Weg noch länger wird. Was sind im Vergleich zu diesen 180 Stunden vier Tage Urlaub, die mit knapp 32 Stunden Arbeitszeit verrechnet werden?? Was sind da ein paar fehlende Freifahrten, die viele Kollegen eh nicht nutzen und die auf immer mehr Strecken sowieso nicht mehr verwendbar sind. Die Mehrkosten für Sprit, Werkstatt und Wertverlust an Deinem Auto werden die Beträge um ein vielfaches übersteigen, die Du künftig in Bahnfahrkarten investieren müsstest. Was bringen denn 30 Jahre Konzernzugehörigkeit?? Die machen sich beim Gehalt nicht bemerkbar, weil die Berufserfahrung auch beim Neubetreiber anerkannt wird. Und an einem feuchten Händedruck und läppischen 850€ Jubiläumszuwendung brutto zum 40jährigen in zehn Jahren wirst Du doch Deine Entscheidung nicht festmachen wollen...

Insofern muss jeder Kollege ganz für sich alleine abwägen, ob ein Wechsel zum neuen Betreiber mit bleibendem Einsatzort nicht doch einer Versetzung innerhalb der DB über 50, 60, 80 oder 100km und mehr vorzuziehen ist.

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 10.01.18 00:13

Nur was sagt die EU dazu, daß eine AG Beamten vom BEV leihen kann, eine andere aber nicht? So bezüglich Wettbewerbsverzerrung usw.

Und auch aus sicht des Steuerzahlers, der ja die Differenz zwischen "Marktüblichem Lohn" und Beamtensold leztendlich bezahlen darf, wäre es doch wünschenswert das BEV würde die Beamten demjenigen überlassen der am meisten dafür zahlt, um den Verlust so gering wie möglich zu halten.

Würde auch den Unternehmen bei Mangel ganz neue Möglichkeiten der Personalrekrutierung ermöglichen, einfach dem BEV mehr Geld auf den Tisch legen, und das fängt an Leute bei der DBAG ab zu ziehen und einem zu schicken.

An Metall orientieren!

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 10.01.18 01:08

VT605 schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Alle SPNVUnternehmen haben einen bundesweiten Tarif (Bundesrahmentarif oder Branchentarif) und die "regionalen" EVU sind Teile großer Staatsbahnen oder von sonstigen Konzernen. Da gibt es nur wenige Ausreißer.
So meine Sichtweise. Andere können das sicher besser erklären
Unbestritten, aber das Gehaltsniveau ist vor allem in Verbindung mit den Arbeitszeiten für kaum noch einen Menschen ein Anreiz den Beruf zu ergreifen und noch weniger ihn über Jahrzehnte auszuüben, gerade auch vor dem Hintergrund das junge Menschen heute sich viel weniger mit Beruf und Firma identifizieren und schneller den "Job" wechseln.
Sage ich ja. Schon das Einstiegsgehalt müsste so gelagert sein, dass man mit Zulagen auf mindestens 2000 Euro netto (Klasse 1) kommt und dann je mit der Berufserfahrung auf Werte kommt, die deutlich höher sind.

Übrigens: Das Geheimnis warum die Nettogehälter bei IG Metallfirmen so hoch sind, ist auch, dass es hohe Zulagen gibt, neben einem guten Grundgehalt. Das wäre doch für die Eisenbahn auch das Beste um hohe Nettolöhne zu erzielen, zusätzlich zu den Grundgehältern. Warum nicht wie bei der Industrie z. B. Nachtzuschläge von 50%.
Es ist dämlich und unrealistisch rein über das Grundgehalt hohe Nettolöhne erzielen zu wollen und ich habe mir mal die Eisenbahntarifverträge angeschaut. Eure Zulagen sind doch ein Witz. Wieso fordert da keiner höhere Zulagen? Ist man bescheuert? Genau damit erzielt man ein hohes Nettogehalt.
Man braucht ja nur mal die IG Metall (oder von mir aus auch IG BCE)-Tarifverträge anschauen und sehen wie die aufgebaut sind. Lernen!

Wer in die Industrie kann, wird auch da hingehen, weil man da deutlich mehr Geld, für deutlich weniger Aufwand und Verantwortung haben kann.
Was ich allerdings nicht verstehen kann ist, dass sich so viele in Dienstleistungsberufen total ausbeuten lassen oder bei nicht tarifgebundenen Klein- und Mittelständlern sowie in Einzelhandel usw., denn für die wäre die Eisenbahn doch eine tolle Alternative mit zumindest besseren Arbeitsbedingungen als dort, pünktlicher Bezahlung, Überstunden nicht gratis (wie bei vielen Handwerksbetrieben und Kleinbetrieben) und der Einhaltung von Arbeitnehmerrechten, ohne mit Kündigung bedroht zu werden (wie z. B. im Einzelhandel).

Grundsätzlich muss man sich mehr an der Industrie orientieren, denn die saugen die meisten Leute ab und haben ja selbst auch schon Probleme mit Mangel.

Re: Frust und Wechsel oder doch kein Wechsel

geschrieben von: Ersatzsignal

Datum: 10.01.18 01:14

MD 612 sei nicht schüchtern, da kommt sogar Zustimmung. Wobei jeder für sich die Punkte 2 und 4 selber händeln kann. Es ist schliesslich nicht verboten, im Vorstellungsgespräch Forderungen zu stellen. Dauer "jaja mach ich" Sager gibt's reichlich. Nebenbei erfährt der Bewerber auch wie der Personalrecriuter so tickt.

Re: Frust und Wechsel oder doch kein Wechsel

geschrieben von: 120 104-5

Datum: 10.01.18 09:02

Hallo Peter

Ich habe im Moment 2 km zur Arbeitsstelle. Werde aber zu Cargo wechseln und die 117 km vorziehen, als bei den Privaten anzuheuern.

Gruß
120 104-5

Re: Frust und Wechsel oder doch kein Wechsel

geschrieben von: MD 612

Datum: 10.01.18 11:31

120 104-5 schrieb:
Ich habe im Moment 2 km zur Arbeitsstelle. Werde aber zu Cargo wechseln und die 117 km vorziehen, als bei den Privaten anzuheuern.
Es ist Deine Entscheidung, aber für mich nicht nachvollziehbar. Wo liegt der Vorteil für Dich??

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Re: An Metall orientieren!

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 10.01.18 12:41

Gartenbahndirektion schrieb:
Was ich allerdings nicht verstehen kann ist, dass sich so viele in Dienstleistungsberufen total ausbeuten lassen oder bei nicht tarifgebundenen Klein- und Mittelständlern sowie in Einzelhandel usw., denn für die wäre die Eisenbahn doch eine tolle Alternative mit zumindest besseren Arbeitsbedingungen als dort, pünktlicher Bezahlung, Überstunden nicht gratis (wie bei vielen Handwerksbetrieben und Kleinbetrieben) und der Einhaltung von Arbeitnehmerrechten, ohne mit Kündigung bedroht zu werden (wie z. B. im Einzelhandel).

Ich verstehe es auch nicht, wenn die Leute herum jammern wie schlecht doch alles ist usw, aber das Angebot sich doch mal bei der Eisenbahn zu bewerben ausschlagen und lieber weiter jammern...

Da gibts zwar auch komische Firmen, aber man ist als Tf da ja in einer ganz anderen Position, wenn der Chef meint mit Kündigung drohen zu müssen, soll er halt, denn als ob die Tf bei ihm in Wateschlange stehen würden, und was anderes findet man immer recht direkt, suchen tun ja alle EVU.

Aber ich hab auch schon welche erlebt, die nach 4 von 7 Monten Ausbildung gekündigt haben, weil sie als es intensiver an die Praxisausbildung ging gemerkt haben daß sie so viel Verantwortung nicht tragen können...

Re: An Metall orientieren!

geschrieben von: Traumflug

Datum: 10.01.18 13:27

WU NE 81 schrieb:
Aber ich hab auch schon welche erlebt, die nach 4 von 7 Monten Ausbildung gekündigt haben, weil sie als es intensiver an die Praxisausbildung ging gemerkt haben daß sie so viel Verantwortung nicht tragen können...
Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Leute weniger vor der Verantwortung, mehr vor der Komplexität des Berufs kapituliert haben. Wenn man hunderte/tausende Regeln befolgen muss ist die Wahrscheinlichkeit hoch, mal die Eine oder Andere zu vernachlässigen. Oder zumindest die Angst davor, eine der Regeln nicht korrekt umzusetzen.

Das ist mit Sicherheit etwas, an dem das System Eisenbahn arbeiten sollte. Solange Ausbildung und Berufsdurchführung des Tf deutlich komplexer als die eines Lkw- oder Busfahrers ist, hat die Eisenbahn Handlungsbedarf.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Die Löhne sind zu hoch, ....

geschrieben von: leofink

Datum: 10.01.18 14:06

Wessex Trains schrieb:
In Deutschland gilt Tariftreue, sprich der Arbeitgeber muss dich sofern es einen Tarifvertrag gibt nach diesem entlohnen. Du kannst zwar eine Zielvereinbarung treffen oder eine Nebenabrede, allerdings zieht das BEV da nicht mit. Ein Beamter kann nicht einfach zu einem nicht dem DB Konzern zugehörigen EVU wechseln, er muss sich dann als Beamter beurlauben lassen und kann dann als Angestellter zum normalen Angestellten Tarif bei einem nicht DB Konzern EVU arbeiten. Das hat allerdings meistens finanziell massive Nachteile, da viele Beamten besser bezahlt werden wie ein Angestellter.
Dann hats die Schweiz besser gemacht: Alle Bahnbeamten (Post übrigens auch) bekamen neuue Arbeitsverträge nach Obligationenrecht. Seither sind alle gleich beschäftigt und es herrscht Ruhe!
In der Schweiz gibt es, bis auf wenige Ausnahmen, keine Beamten mehr!
[www.tagesspiegel.de]
Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 14:07.

Re: Marktgesetze

geschrieben von: leofink

Datum: 10.01.18 14:11

210 schrieb:
der Industrie in Baden-Württemberg verdient man sehr gut, ich bin zufrieden. Da müssten die EVU schon was bieten
Damit das alle EVU tun sollten vielleicht die Vertragsbedingungen entsprechend ausgestaltet werden. Zum Beispiel mit Pönalen für ausgefallene Züge etc. die dann wirklich dafür sorgen daß solche EVU nicht lange am Markt tätig sein können.
Hallo
Das ist in meinen Augen das einzig Richtige:

[www.nzz.ch]
[www.sbb.ch]
Gruss leo

Andersrum wird ein Schuh draus.

geschrieben von: 210

Datum: 10.01.18 16:44

Traumflug schrieb:
Zitat:
Das ist mit Sicherheit etwas, an dem das System Eisenbahn arbeiten sollte. Solange Ausbildung und Berufsdurchführung des Tf deutlich komplexer als die eines Lkw- oder Busfahrers ist, hat die Eisenbahn Handlungsbedarf
Solange es jeder @#$%& auf den Lkw schafft müßen die Vorraussetzungen erhöht werden.

Aus meiner Sicht müßte als Voraussetzung für den gewerblichen Güterkraftverkehr eine mindestens 3 Jährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer stehen.

Re: Komplexität von Bahn- und Straßenverkehr

geschrieben von: MD 612

Datum: 10.01.18 16:57

Traumflug schrieb:
Das ist mit Sicherheit etwas, an dem das System Eisenbahn arbeiten sollte. Solange Ausbildung und Berufsdurchführung des Tf deutlich komplexer als die eines Lkw- oder Busfahrers ist, hat die Eisenbahn Handlungsbedarf.
Falls es Dir nicht aufgefallen sein sollte, die Eisenbahn fährt nicht auf Sicht und zum um die Ecke fahren braucht's etwas mehr als zwei Umdrehungen am Lenkrad. Genau deshalb ist Bahnbetrieb deutlich komplexer als Bus und LKW fahren. Andererseits lässt mich das Verhalten mancher Bus- und LKW-Fahrer im Straßenverkehr zweifeln, ob die überhaupt der Komplexität ihrer Aufgaben gewachsen sind.

Man könnte natürlich auch hinterfragen, ob die Durchführung von Passagierflugbetrieb wirklich so komplex sein muss. Denn irgendwann werden auch Piloten Mangelware sein...

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Re: Marktgesetze

geschrieben von: 210

Datum: 10.01.18 17:10

ThomasR schrieb:
Der Vertrag sieht, wenn das was hier geschrieben wird, stimmt, vor, dass du mindestens 3x soviel Strafe für Ausfälle wegen Personalmangel und Wartungsmängeln zahlst, wie du kriegst für eine Fahrt.

Übrigens hat auch die DB Regio so ihre Probleme mit dem Personal. Ja, die tun sich sicher noch schwerer, weil die einen bundesweiten Tarifvertrag haben. Da sind die Regionalunternehmen im Vorteil, die da eher angepasste Verträge aushandeln können.

Es ist einfach so, dass sich die Billiggeier in ihrer eigenen Falle fangen. Mich freut das sehr.

Nur am Rande: IT Systemkaufleute werden übernommen aus der Ausbildung heraus für 36-39.000,-€ Anfangsgehalt. Das sind bessere Bürokaufleute. Also da mal ganz vorsichtig mit dem Gehalt und was da üblich ist.
Wie sieht´s mit einem Pönaledeckel aus?
Wenn der noch besteht wäre der Effekt auch schon wieder im Eimer.

Bei DB-Regio löst sich das Personalproblem hier im Stuttgarter Raum ja demnächst von selbst. So wie ich es bisher mitbekam gehen viele zur S-Bahn oder zu Fernverkehr und hier muß eben kaum jemand umziehen oder einen wesentlich längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen.
Bei den Metallberufen wird ein noch höheres Anfangsgehalt, wie das von dir genannte, zur Übernahme gezahlt. Wenn man dann die letzten veröffentlichten Gehälter für Tf dagegen setzt wundert einen nichts wenn Abellio und GoAhead ihre Stellen nicht besetzen können und freuen das sich die Billiggeier in der eigenen Falle fangen ist sinnlos. Dann ist das Kind schon im Brunnen.

Re: Andersrum wird ein Schuh draus.

geschrieben von: ThomasR

Datum: 10.01.18 17:58

210 schrieb:
Traumflug schrieb:
Zitat:
Das ist mit Sicherheit etwas, an dem das System Eisenbahn arbeiten sollte. Solange Ausbildung und Berufsdurchführung des Tf deutlich komplexer als die eines Lkw- oder Busfahrers ist, hat die Eisenbahn Handlungsbedarf
Solange es jeder @#$%& auf den Lkw schafft müßen die Vorraussetzungen erhöht werden.

Aus meiner Sicht müßte als Voraussetzung für den gewerblichen Güterkraftverkehr eine mindestens 3 Jährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer stehen.
Also die normalen LKW-Fahrer sollten ja auch Berufskraftfahrer sein. Aber da kommt gleich mal das Thema Lohn zur Sprache. Und für die Löhne, die den Fahrern gezahlt werden, kriegst du kaum qualifiziertes Personal. Ich habe von einem Tankwagenfahrer gehört, dass die nun Bulgaren einstellen. Zu den üblichen deutschen Löhnen. Die küssen der Chefin die Füße, weil sie nun soviel Geld kriegen, wie nie zuvor in ihrem Leben. Die zahlt nur normal, also das was die anderen auch kriegen. Da wundert mich das was die Speditionen hier abziehen nur noch. Die jammern ja auch, dass sie keine Leute kriegen. Warum klappern die dann nicht die Rastplätze ab und heuern da die Rumänen und Bulgaren an? Das wäre die naheliegende Lösung. Wird aber nicht gemacht, weil ein Subler viel billiger fährt.

autonomes Fliegen

geschrieben von: Rangierbehelf

Datum: 10.01.18 18:01

MD 612 schrieb:

Man könnte natürlich auch hinterfragen, ob die Durchführung von Passagierflugbetrieb wirklich so komplex sein muss. Denn irgendwann werden auch Piloten Mangelware sein...

Gruß Peter

Auch an diesem Problem wird gearbeitet:
[www.aerotelegraph.com]

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Re: Andersrum wird ein Schuh draus.

geschrieben von: 210

Datum: 10.01.18 18:21

ThomasR schrieb:
210 schrieb:
Traumflug schrieb:
Zitat:
Das ist mit Sicherheit etwas, an dem das System Eisenbahn arbeiten sollte. Solange Ausbildung und Berufsdurchführung des Tf deutlich komplexer als die eines Lkw- oder Busfahrers ist, hat die Eisenbahn Handlungsbedarf
Solange es jeder @#$%& auf den Lkw schafft müßen die Vorraussetzungen erhöht werden.

Aus meiner Sicht müßte als Voraussetzung für den gewerblichen Güterkraftverkehr eine mindestens 3 Jährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer stehen.
Also die normalen LKW-Fahrer sollten ja auch Berufskraftfahrer sein. Aber da kommt gleich mal das Thema Lohn zur Sprache. Und für die Löhne, die den Fahrern gezahlt werden, kriegst du kaum qualifiziertes Personal. Ich habe von einem Tankwagenfahrer gehört, dass die nun Bulgaren einstellen. Zu den üblichen deutschen Löhnen. Die küssen der Chefin die Füße, weil sie nun soviel Geld kriegen, wie nie zuvor in ihrem Leben. Die zahlt nur normal, also das was die anderen auch kriegen. Da wundert mich das was die Speditionen hier abziehen nur noch. Die jammern ja auch, dass sie keine Leute kriegen. Warum klappern die dann nicht die Rastplätze ab und heuern da die Rumänen und Bulgaren an? Das wäre die naheliegende Lösung. Wird aber nicht gemacht, weil ein Subler viel billiger fährt.
Berufskraftfahrer sind selten.
Bisher brauchts nur alle 5 Jahre die Module (5 x 1 Wochenende) wiederholen und ein ärztliches Attest. Eine Ausbildung ist das nicht, zudem manche Absolventen der Module ja auch zum Jagen getragen werden.

Ich meinte ja das die Ausbildung zum Berufskraftfahrer die Mindestvoraussetzung sein müßte damit jemand kutschen darf.
Dann wären Leute die irgendwann mal die 2er oder CE-Prüfung abgelegt haben nicht mehr dazu berechtigt gewerblich zu fahren.
Dann würde es sich auch jeder Subler überlegen ob er alles und jeden Auftrag fährt.
210 schrieb:
Wie sieht´s mit einem Pönaledeckel aus?
Wenn der noch besteht wäre der Effekt auch schon wieder im Eimer.

Bei DB-Regio löst sich das Personalproblem hier im Stuttgarter Raum ja demnächst von selbst. So wie ich es bisher mitbekam gehen viele zur S-Bahn oder zu Fernverkehr und hier muß eben kaum jemand umziehen oder einen wesentlich längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen.
Bei den Metallberufen wird ein noch höheres Anfangsgehalt, wie das von dir genannte, zur Übernahme gezahlt. Wenn man dann die letzten veröffentlichten Gehälter für Tf dagegen setzt wundert einen nichts wenn Abellio und GoAhead ihre Stellen nicht besetzen können und freuen das sich die Billiggeier in der eigenen Falle fangen ist sinnlos. Dann ist das Kind schon im Brunnen.
Ich habe einen Kumpel der bei Cargo als Tf arbeitet und beim Grundgehalt liegen wir gar nicht sooo weit auseinander, da hat man tariflich schon gute Arbeit geleistet, denn die Steigerungsraten beim Grundlohn waren die letzten 10 Jahre ja enorm.

Aber dann schau ich an was er so an lächerlichen Zulagen bekommt und dann was ich in der Industrie für Zulagen bekomme und schon ist das Nettogehalt meilenweit entfernt. Kapiert denn keiner dass man rein mit einem hohen Grundgehalt ohne große Veränderung der Zulagen niemals mit der Industrie und den dortigen hohen Nettolöhnen mithalten kann? Was ist daran so schwer zu verstehen?
2,95 Euro die Nachtstunde oder so etwa, bei den EVU, das ist doch lächerlich, wenn man in der Industrie ab 50% des Stundenlohns aufwärts bekommt und durch die steuerliche Bevorteilung der Zulagen macht das Netto eine Menge aus, während beim Grundgehalt im Bruttobereich dann netto zu wenig bei 150 Euro mehr rauskommt. Da merkt man fast gar nichts!

Wieso also, auch eine Hausaufgabe an MD612, versucht man nicht auch die Zulagen deutlich zu erhöhen oder auf Industrieniveau zu bringen? Wie will man denn die guten Arbeitskräfte bekommen für Witzzulagen? Mit einem guten Grundgehalt alleine wird man diese Unterschiede nicht lösen können. Am Grundgehalt hat man ja super gearbeitet und einiges erreicht, daher sollte man sich jetzt vielleicht auch mal um die Zulagen kümmern.
Der Kumpel erzählt ja immer dass man da nicht ran will, mit lauter müden Ausreden, wie dass die Steuervorteile irgendwann (ja wann denn? IG Metall wird das IMMER verhindern, so lange es Industrie gibt!!!) wegfallen und bla bla bla. Mist, absoluter Ausredenmist einer Ideologie. Der Kumpel bei Cargo ist stocksauer auf diese ideologische Verbissenheit wenn es um Zulagen geht!
Worin läge das Problem ein gutes Grundgehalt mit guten Zulagen zu KOMBINIEREN (ist das so schwer?)?

Wie kann es also sein dass der Kumpel ein paar hundert Euro Netto weniger hat, bei kaum Unterschied beim Grundgehalt. Denkt mal darüber nach! Das wird peinlich!
Wundert sich da jemand dass es da so schwierig ist? Wie kann es sein dass Tf (wenn sie nicht gerade in den hohen Erfahrungsstufen sind) unter 2000 Euro netto verdienen? Wie kann das sein?
Hat sich schon mal jemand überlegt wie viel Brutto man mehr braucht um 100 Euro mehr Netto zu haben, als Beispiel und wie leicht man das mit anderen Zulagen erreichen könnte?

Wenn ihr bei der Eisenbahn an den Zulagen nichts ändert, werdet ihr verlieren. Entweder kapiert das mal einer der Ideologen oder ihr bekommt den Rest, der nicht in die Industrie kommt.

Zulagen?

geschrieben von: 210

Datum: 10.01.18 19:03

Was versteifst du dich so auf die Zulagen?

Dass Grundgehalt ist schon nicht sonderlich.
Letztens wurde hier eine Gehaltsliste von Abellio oder GoAhead veröffentlicht. Einstiegsgehalt um die 2.600 €. Spitzenghalt nach etlichen Dienstjahren war, wenn mich nicht alles täuscht, bei rund 3.500 €.
Das Anfangsgehalt bekommst du hierzulande als angelernter Produktionshelfer bei einer geregelten 40 Stunden-Woche ohne Nachschicht, ohne Wochenendarbeit, etc. Selbst Leiharbeiter haben nicht weniger und du wunderst dich wenn keiner als Tf vorne sitzen möchte?
Zulagen sind zwar wichtig. Es geht jedoch auch darum das selbst im Urlaub oder auch im Krankheitsfall wenn es eben keine Zulagen gibt nicht mit jedem Pfennig gerechnet werden muß sondern das es trotzdem weitergeht.
Wer eine Ausbildung im Metall- oder Elektrohandwerk hat, geht hierzulande schon mal mit 3.500 bis 4.000 € pro Monat nach Hause. Daimler und auch andere große Buden übernehmen ihre Gesellen mit um die 4.500 € pro Monat. Alles ebenfalls ohne Schicht- oder Wochenendarbeit. In anderen Berufen ist´s ähnlich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 19:05.
Gartenbahndirektion schrieb:
Wieso also, auch eine Hausaufgabe an MD612, versucht man nicht auch die Zulagen deutlich zu erhöhen oder auf Industrieniveau zu bringen?
Hausaufgabe bis wann abzugeben?? ;-)

Du hast ja an anderer Stelle richtig erkannt, dass die Lokführergehälter in den vergangenen Jahren recht stark angestiegen sind. Die waren ja vor 2008 noch grottiger als heute, noch dazu bei vielen NE-Bahnen. Was das an Kraft gekostet hat, dürfte allseits bekannt sein. Ein Blick ins Forum 999 nach Beiträgen aus 2008, 2011 und 2014/15 dürfte selbsterklärend sein. Nun geht aber eben nicht alles auf einmal, vor allem auch bei dem Widerstand der Arbeitgeber allerseits. Und so war es Strategie der GDL, vor allem erst die Grundgehälter massiv zu steigern und die Zulagen später nachzuziehen. Denn hohe steuerfreie Zuschläge nützen den Kollegen nichts, die krankheitsbedingt eine Zeit lang nicht fahren können. Dann fehlen die Zulagen, und die Differenz ist schwierig auszugleichen. Abgesehen davon bleiben steuerfreie Zulagen (die ja auch sozialabgabenfrei sind) bei der Rentenberechnung unberücksichtigt. Das wird manchem Metaller erst beim Eintritt in die Rente bewusst werden, wenn ihm die Differenz zwischen einstigem Netto-Lohn und Rente bewusst wird.

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 19:20.
Gartenbahndirektion schrieb:

2,95 Euro die Nachtstunde oder so etwa, bei den EVU, das ist doch lächerlich

Bei DB als AN 1,28€ unverändert seit 25 Jahren.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol
Kabelcontainer schrieb:
Bei DB als AN 1,28€ unverändert seit 25 Jahren.
Plus durchschnittlich 1,30€/h aus dem Staffelbetrag der SZ1 plus Zulage bei Dienstbeginn und -ende zwischen 0 und 4 Uhr (5,11 bzw. 2,56€ pro Schicht) plus Zusatzurlaub für Nachtschichten. Und das alles für Zeiten zwischen 20:00 und 6:00.

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph
MD 612 schrieb:
Kabelcontainer schrieb:
Bei DB als AN 1,28€ unverändert seit 25 Jahren.
Plus durchschnittlich 1,30€/h aus dem Staffelbetrag der SZ1 plus Zulage bei Dienstbeginn und -ende zwischen 0 und 4 Uhr (5,11 bzw. 2,56€ pro Schicht) plus Zusatzurlaub für Nachtschichten. Und das alles für Zeiten zwischen 20:00 und 6:00.

Gruß Peter

Stimmt alles, aber trotzdem noch nicht einmal prozentual um die Lohnsteigerungen erhöht wie man es bei Sonn- und Feiertagszulage macht. An die Nachtzulage sollte man dringend ran bei den nächsten Tarofverhandlungen, ebenso muß man dem Arbeitgeber die Übernachtungen vermiesen durch Verteuerungen indem man sie teilweise auf die AZ anrechnet.

Re: Zulagen?

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 10.01.18 20:54

210 schrieb:
Was versteifst du dich so auf die Zulagen?

Dass Grundgehalt ist schon nicht sonderlich.
Letztens wurde hier eine Gehaltsliste von Abellio oder GoAhead veröffentlicht. Einstiegsgehalt um die 2.600 €. Spitzenghalt nach etlichen Dienstjahren war, wenn mich nicht alles täuscht, bei rund 3.500 €.
Das Anfangsgehalt bekommst du hierzulande als angelernter Produktionshelfer bei einer geregelten 40 Stunden-Woche ohne Nachschicht, ohne Wochenendarbeit, etc. Selbst Leiharbeiter haben nicht weniger und du wunderst dich wenn keiner als Tf vorne sitzen möchte?
Zulagen sind zwar wichtig. Es geht jedoch auch darum das selbst im Urlaub oder auch im Krankheitsfall wenn es eben keine Zulagen gibt nicht mit jedem Pfennig gerechnet werden muß sondern das es trotzdem weitergeht.
Wer eine Ausbildung im Metall- oder Elektrohandwerk hat, geht hierzulande schon mal mit 3.500 bis 4.000 € pro Monat nach Hause. Daimler und auch andere große Buden übernehmen ihre Gesellen mit um die 4.500 € pro Monat. Alles ebenfalls ohne Schicht- oder Wochenendarbeit. In anderen Berufen ist´s ähnlich.
Was du schreibst ist unrealistisch! Es arbeiten nicht alle bei den großen Betrieben und viele Mittelständler sind aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten.
In BW verdient man sehr gut, vor allem bei den größeren Konzernen und Mittelständlern, aber bei vielen Betrieben verdienst du um die 3000 Euro Grundgehalt.

Zeig mir den Produktionshelfer der so viel kriegt. Die haben selten mehr als 2500 Euro. Gut in BW, in anderen Bundesländern haben die oft weniger als 2000 Euro Brutto.

Ich wundere mich nicht über fehlende Nachfrage aus der Industrie, denn ich bleib auch lieber in der Industrie, jedoch gibt es da viele Betriebe die mittlerweile auch nicht mehr so gut zahlen, vor allem nach Austritt aus der Tarifbindung.
Im Handwerk, in der sonstigen Dienstleistung kriegst du meist weniger Grundgehalt als als Tf und genau bei denen verstehe ich es nicht wenn da kein Interesse ist.
Aber wie gesagt, es helfen nur höhere Zulagen, sonst kriegt man das nicht in den Griff.

Bei uns verdient kein Metaller (es sei denn Überstunden werden ausbezahlt oder mit Weihnachtsgeld etc.) 3500 - 4000 Euro netto (!, das verdienen viele Akadamiker nicht im Ansatz), das sind Wunschwerte oder von Bosch, Daimler, Porsche, aber nicht von der Masse der Betriebe.
MD 612 schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Wieso also, auch eine Hausaufgabe an MD612, versucht man nicht auch die Zulagen deutlich zu erhöhen oder auf Industrieniveau zu bringen?
Hausaufgabe bis wann abzugeben?? ;-)

Du hast ja an anderer Stelle richtig erkannt, dass die Lokführergehälter in den vergangenen Jahren recht stark angestiegen sind. Die waren ja vor 2008 noch grottiger als heute, noch dazu bei vielen NE-Bahnen. Was das an Kraft gekostet hat, dürfte allseits bekannt sein. Ein Blick ins Forum 999 nach Beiträgen aus 2008, 2011 und 2014/15 dürfte selbsterklärend sein. Nun geht aber eben nicht alles auf einmal, vor allem auch bei dem Widerstand der Arbeitgeber allerseits. Und so war es Strategie der GDL, vor allem erst die Grundgehälter massiv zu steigern und die Zulagen später nachzuziehen. Denn hohe steuerfreie Zuschläge nützen den Kollegen nichts, die krankheitsbedingt eine Zeit lang nicht fahren können. Dann fehlen die Zulagen, und die Differenz ist schwierig auszugleichen. Abgesehen davon bleiben steuerfreie Zulagen (die ja auch sozialabgabenfrei sind) bei der Rentenberechnung unberücksichtigt. Das wird manchem Metaller erst beim Eintritt in die Rente bewusst werden, wenn ihm die Differenz zwischen einstigem Netto-Lohn und Rente bewusst wird.

Das mit der Rente interessiert die Leute ab 50 aufwärts, aber den jungen Leuten brauchst das nicht mehr erzählen, da glaubt keiner mehr daran. In 15 Jahren etwa gibt es wohl die Einheitsrente.
Die Metaller werden trotzdem netto eine höhere Rente haben als jeder Lokführer, auch wenn die Zulagen nicht berücksichtigt werden.

Jetzt wäre längst der Zeitpunkt gekommen mit den Zulagen nachzuziehen und das heißt Umstellung auf Industrieniveau.
Bei der Privatisierung wurde alles geändert und die hohen Beamtengehälter abgesenkt, aber die lächerlichen Beamtenzulagen hat man gelassen.

Auch kann ich nicht erkennen, dass in den nächsten Forderungen höhere Zulagen auftauchen würden. Mein Tf-Kumpel hakt da ja immer wieder nach und da ist das derzeit nicht geplant und er bekommt zu hören "dass das oben nicht gewollt ist, die sind gegen starken Anstieg der Zulagen".

Erklär mir wie man höhere Nettolöhne so erreichen will. Es geht nur in der Kombination hohes Grundgehalt mit hohen Zulagen, denn das macht Netto eben sehr viel aus, das kann man nicht von der Hand weisen.
VT605 schrieb:
Stimmt alles, aber trotzdem noch nicht einmal prozentual um die Lohnsteigerungen erhöht wie man es bei Sonn- und Feiertagszulage macht.
Das ist richtig. Ich wollte auch nichts schönreden, sondern nur ergänzen.

VT605 schrieb:
An die Nachtzulage sollte man dringend ran bei den nächsten Tarifverhandlungen
Das war ja schon Forderung bei den letzten Tarifrunde. Ist aber bei der Schlichtung rund ums Thema Tarifeinheit erst einmal hinten runtergefallen. Eine prozentuale Anbindung der Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge an die Gehaltstabelle wird aber bei der nächsten Tarifrunde (hoffentlich) mit vorne an stehen.

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph
Gartenbahndirektion schrieb:
Auch kann ich nicht erkennen, dass in den nächsten Forderungen höhere Zulagen auftauchen würden.
Wie ich gerade schrieb, die Forderung war schon bei der letzten Tarifrunde dabei, fand aber in der Schlichtung rund ums Thema Tarifeinheit keine Berücksichtigung. Die Forderungen für die diesjährige Tarifrunde sind ja noch gar nicht beschlossen. Aber das Thema Zulagen wird wohl vorne an stehen.

Zumindest bei den Nachtzulagen darf aber auch der Geldwert für den Zusatzurlaub für Nachtarbeit nicht vergessen werden. Der beträgt auch nochmal rund 1,65€ je Nachtstunde, wird aber als zusätzliche Freizeit in Form von Zusatzurlaub gewährt. Je nach Schichtgefüge sind das 4-5 Tage Urlaub zusätzlich im Jahr.

Gruß Peter

Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme.
Konfuzius (551–479 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Re: Zulagen?

geschrieben von: 210

Datum: 10.01.18 21:20

Weil Mittelständler nur 3000 € zahlen müßen Tf jetzt für weniger fahren? Wobei du das auch schon etwas belegen solltest.
Wie du richtig festgestellt hast sind wir in Baden-Württemberg. Andere Regionen sind deshalb für einen Gehaltsvergleicht nicht geeignet.
Es geht ja auch darum das die Lebenshaltungskosten ebenfalls über denen anderere Regionen liegen. Als Alleinstehender brauchst du gute 1.500 Netto um halbwegs über die Runden zu kommen und da ist noch kein Auto dabei, was ja für einen Tf unabdingbar ist.

Wenn Betriebe auch aus dem Tarifverbund ausgetreten sind bleibt ihnen hierzulande nichts anderes übrig als bei der Gehaltshöhe mitzuziehen. Das gilt auch für Handwerksbetriebe und von Netto hab ich nicht geschrieben.
Zudem wenn Akademiker sich für nen Appel und´n Ei anstellen lassen ist es deren Problem und es ist die Masse der Betriebe die eben diejenigen Löhne zahlen die ich nannte.

Dazu mußt da auch sehen das die Arbeit in der Industrie oftmals keine Schichtarbeit ist.
Wird in der Industrie geschichtet gibt´s dann eben noch die erwähnten Zulagen und die sind wie du ja auch schon richtig festgestellt hast doch deutlich über denen bei Bahnens.
Aber da kommt eben schon ein deutlich höheres Grundgehalt dazu.

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: dt8.de

Datum: 10.01.18 22:15

ThomasR schrieb:
Außer in der Stadt Pforzheim und bedingt LK Heidenheim, muss man in BW kaum mal den Landkreis für seinen Arbeitsplatz verlassen. In max 30km Entfernung findet da jeder einen Arbeitsplatz.

Und jetzt schauen wir mal, wo die beiden neuen Betreiber ihre Betriebshöfe bauen: Pforzheim und (na ja fast Heidenheim) Essingen bei Aalen. Welch Zufall.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 10.01.18 23:20

Warum macht man dem Personal denn keine attraktiven Angebote, dorthin zu wechseln? Dann hätte man auch keine Personalprobleme.

Viele Grüße
Moritz
MD 612 schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Auch kann ich nicht erkennen, dass in den nächsten Forderungen höhere Zulagen auftauchen würden.
Wie ich gerade schrieb, die Forderung war schon bei der letzten Tarifrunde dabei, fand aber in der Schlichtung rund ums Thema Tarifeinheit keine Berücksichtigung. Die Forderungen für die diesjährige Tarifrunde sind ja noch gar nicht beschlossen. Aber das Thema Zulagen wird wohl vorne an stehen.

Theoretisch könnte man es ja bei den Forderungen in den nächsten Verhandlungen bei NE einbauen. Das Thema müsste man so schnell wie möglich angehen, z. B. gerade in Baden-Württemberg wird man sonst kaum noch Leute finden und die Leute interessiert meist in erster Linie was auf dem Konto landet.
Es gibt ja durchaus Leute die sich interessieren, aber eben genau durch das niedrige Netto abgeschreckt werden. Ich denke man wird da in Zukunft sicher noch einiges erreichen, aber der Druck steigt das so schnell wie möglich umzusetzen, da sonst Zugausfälle drohen, gerade in Baden-Württemberg.
Gartenbahndirektion schrieb:
Auch kann ich nicht erkennen, dass in den nächsten Forderungen höhere Zulagen auftauchen würden. Mein Tf-Kumpel hakt da ja immer wieder nach und da ist das derzeit nicht geplant und er bekommt zu hören "dass das oben nicht gewollt ist, die sind gegen starken Anstieg der Zulagen".
Natürlich ist das "oben nicht gewollt". Eine andere Antwort zu erwarten wäre schon ein bisschen naiv. Womit ich nicht sagen will, dass Dein Kumpel das Nachhaken bleiben lassen sollte, das erfüllt auch andere Zwecke. Damit eine Firma freiwillig mehr Gehalt/Zulagen bezahlt, muss ihr klar werden, dass das billiger als ein Festhalten an den niedrigen Entlohnungen ist.

"Höhere Gehälter billiger für die Firma?" Ja, ist durchaus möglich. Wenn z.B. alle paar Wochen jemand zu einer anderen Firma wechselt und sich mit "dort bekomme ich 20% mehr" verabschiedet. Den Nachfolger suchen und einarbeiten kostet Geld, das es bei einem höheren Gehalt nicht gebraucht hätte.

Oder wenn diesem "Oben" klar wird, dass fehlende Motivation zu nicht abmahnbaren, dennoch suboptimalen, kostspieligen Leistungen führt.

Oder wenn mal nicht Einer, sondern der ganze Betrieb im Personalbüro steht.

Oder eben der Klassiker, der Streik. Der letzte grosse GdL-Streik hat doch gut funktioniert, wenn ich mich recht entsinne.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Zulagen?

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 11.01.18 10:46

210 schrieb:
Weil Mittelständler nur 3000 € zahlen müßen Tf jetzt für weniger fahren? Wobei du das auch schon etwas belegen solltest.
Wie du richtig festgestellt hast sind wir in Baden-Württemberg. Andere Regionen sind deshalb für einen Gehaltsvergleicht nicht geeignet.
Es geht ja auch darum das die Lebenshaltungskosten ebenfalls über denen anderere Regionen liegen. Als Alleinstehender brauchst du gute 1.500 Netto um halbwegs über die Runden zu kommen und da ist noch kein Auto dabei, was ja für einen Tf unabdingbar ist.

Wenn Betriebe auch aus dem Tarifverbund ausgetreten sind bleibt ihnen hierzulande nichts anderes übrig als bei der Gehaltshöhe mitzuziehen. Das gilt auch für Handwerksbetriebe und von Netto hab ich nicht geschrieben.
Zudem wenn Akademiker sich für nen Appel und´n Ei anstellen lassen ist es deren Problem und es ist die Masse der Betriebe die eben diejenigen Löhne zahlen die ich nannte.

Dazu mußt da auch sehen das die Arbeit in der Industrie oftmals keine Schichtarbeit ist.
Wird in der Industrie geschichtet gibt´s dann eben noch die erwähnten Zulagen und die sind wie du ja auch schon richtig festgestellt hast doch deutlich über denen bei Bahnens.
Aber da kommt eben schon ein deutlich höheres Grundgehalt dazu.
Ich habe ja nur gesagt, dass es unrealistisch ist auf Daimlerniveau zu kommen. Die Tf sollen nicht für weniger fahren, sie sollen jetzt auf den Wert von guten Mittelständlern kommen und da wäre ein Einstiegsgehalt von 3000 Euro notwendig, das sich dann hochschraubt.
Dazu eben dann auch hohe Zuschläge, die sind bitter notwendig, denn nur so erreicht man ein Netto das nicht weit vom Brutto weg ist oder sogar höher als das Brutto.
Bei der Eisenbahn gelten die Tarife bundesweit, da muss man MV und BW gleichermaßen abdecken, daher sind Werte die mit dem Durchschnitt der Industrie (und der Mittelstand stellt die meisten Arbeitnehmer) darstellt durchaus ok um auch Leute zu bekommen.

Firmen die aus dem Tarifverbund ausscheren nehmen beim eigentlichen Grundgehalt auch kaum was weg, da ziehen sie mit, aber sie schrauben dann am Weihnachtsgeld, Sozialleistungen usw. und streichen da, denn das fällt vielen nicht so auf, aber da kommen schnell 5-10% Unterschied raus, obwohl man das gleiche Monatsgehalt hat.
In Handwerksbetrieben ist es doch oft so dass Überstunden erwartet werden, aber nicht bezahlt. Wenn man das auf den Stundenlohn runterrechnet, sieht es schnell mau aus. Die Handwerksbetriebe haben auch Personalmangel, aber erkannt haben viele Betriebe das immer noch nicht. Auch von dort wandern Leute in die Industrie ab, wo sie Überstunden bezahlt bekommen und zwar vollständig oder in Freizeit ausgeglichen.

Was man als Alleinstehender braucht ist doch individuell, der eine braucht mehr, der andere weniger, das kann man nicht an einer Zielmarke ausmachen, zumal nicht jeder Miete zahlen muss.
Hier könnten die EVU übrigens Wohnungen stellen, dann wäre das auch ein Gehaltsbestandteil und attraktiv für viele, gerade in hochpreisigen Städten wie Stuttgart.

Weniger ist mehr?

geschrieben von: autolos

Datum: 11.01.18 11:11

Gartenbahndirektion schrieb:
Zitat:
Dazu eben dann auch hohe Zuschläge, die sind bitter notwendig, denn nur so erreicht man ein Netto das nicht weit vom Brutto weg ist oder sogar höher als das Brutto.
Na, das ist ja mal eine geniale Idee, aber leider geht es natürlich nicht. Wegen des progressiven Einkommensteuertarifs steigt die Lücke zwischen Brutto und Netto mit steigendem Einkommen. Je höher also die Zulage, desto höher der Unterschied zwischen Brutto und Netto.

Re: Weniger ist mehr?

geschrieben von: junglok13

Datum: 11.01.18 11:23

autolos schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Zitat:
Dazu eben dann auch hohe Zuschläge, die sind bitter notwendig, denn nur so erreicht man ein Netto das nicht weit vom Brutto weg ist oder sogar höher als das Brutto.
Na, das ist ja mal eine geniale Idee, aber leider geht es natürlich nicht. Wegen des progressiven Einkommensteuertarifs steigt die Lücke zwischen Brutto und Netto mit steigendem Einkommen. Je höher also die Zulage, desto höher der Unterschied zwischen Brutto und Netto.
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.

Re: Weniger ist mehr?

geschrieben von: autolos

Datum: 11.01.18 11:33

junglok13 schrieb:
autolos schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Zitat:
Dazu eben dann auch hohe Zuschläge, die sind bitter notwendig, denn nur so erreicht man ein Netto das nicht weit vom Brutto weg ist oder sogar höher als das Brutto.
Na, das ist ja mal eine geniale Idee, aber leider geht es natürlich nicht. Wegen des progressiven Einkommensteuertarifs steigt die Lücke zwischen Brutto und Netto mit steigendem Einkommen. Je höher also die Zulage, desto höher der Unterschied zwischen Brutto und Netto.
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.
Um diese Zulagen geht es hier aber nicht, da Nacht- und Feiertagsarbeit ja nun mal begrenzt ist. (Das jetzt mal unabhängig davon, dass es eigentlich nicht Aufgabe der sonstigen Steuerzahler sein kann, Nacht- und Feiertagsarbeit zu subventionieren.) Es geht ja um Zulagen, um für Mangelberufe Personal zu finden, und diese Zulagen sind ganz normales Gehalt.

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.01.18 11:38

Dieselpower schrieb:
...wird es zukünftig nahezu unmöglich, in den Regionen brauchbares Material zu bekommen! Denn es gab in letzter Zeit mehrere öffentliche Stellenausschreibungen, da kam im Endeffekt öfters nicht ein einziger brauchbarer Bewerber bei rum!
Vielleicht hätte man die Tf nicht unter 'Material' suchen sollen, sondern als 'Menschen'?

Re: Zulagen?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 11.01.18 18:23

Die Diskussion wer verdient wo mehr ist doch müßig. Selbst wenn ein einfacher Arbeiter bei einem mittelständischen Unternehmen weniger verdient als ein TF: Selbst in Schichtarbeit gibt es in der Regel feste Arbeitszeiten und nach den Arbeitszeiten geht es in der Regel nach Hause. Bei DB Cargo insbesondere würde man doch solche Rahmenbedingungen mit Handkuss nehmen. Da liegt doch der Hase begraben: Schichtarbeit ist das eine. Die hatte ich einige Jahre bei Kaufland auch. Aber die fanden zwischen 7 und 20, später 22 Uhr statt. Da hatte ich meine 8-10 Stunden und dann war ich daheim. Nicht 4 Stunden arbeiten, 11 Stunden Pause 200km weg von zu Hause und dann wieder 4 Stunden arbeiten.

Nur mit vernünftigen Rahmenbedingungen hat der Eisenbahnerberuf eine Chance. Die arbeitende Bevölkerung wird in den nächsten Jahren deutlich abnehmen, obwohl es mehr Leute gibt. Das schlägt sich nicht nur in der Rentenkasse nieder sondern auch in der Arbeitswelt. (OT: deswegen sollten wir auch junge, arbeitsfähige (geflüchtete) Menschen aus dem Ausland nicht behandeln wie der Teufel himself, sondern ihnen eine Chance geben) Back to topic: Zulagen sind das eine, aber vernünftige Arbeitszeiten sind mindestens genauso wichtig. Aber solange die größte Eisenbahnergewerkschaft mit den Granden des größten Arbeitsgebers Golfspielen geht, wird das nichts werden.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Zulagen?

geschrieben von: 210

Datum: 11.01.18 18:33

Die Unterschiede zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg können über diverse regionale Verträge ausgeglichen werden und es wird niemand daran gehindert für die unterschiedlichen Regionen verschieden Gehaltshöhen zu vereinbaren.

Es ist nicht individuell was man als Alleinstehender hierzulande für einen finanziellen Mindestbedarf hat und nur weil jemand noch zuhause wohnt heißt das ja nicht das er deshalb weniger bekommen sollte.

Eigene Wohnungen wird sich kein EVU antun weil es nach dem Vertragsende nicht weitergehen könnte.

Re: An Metall orientieren!

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 12.01.18 00:33

Dann kann ich mir aber auch vorstellen, daß sie sich von den üblichen Aluhut tragenden Panikmachern, die es überall gibt, haben verrückt machen lassen...
Nur wenn man wirklich so ängstlich ist, ist es wohl eher nichts für einen, weil was soll da erst in einer außerplanmäßigen Streßsituation sein? Da sollte es groß keine Unsicherheit und Angst geben.

Von mir aus könnte mans auch noch komplizierter machen, wenns auf die lokalen Bedürfnisse angepasst einfach zu praktisch wäre, in Bahnhof A-Stadt mit leicht anderen Regelungen zu fahren wie in B-Dorf :D

Re: Zulagen?

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 12.01.18 00:41

Murrtalbahner schrieb:
Die Diskussion wer verdient wo mehr ist doch müßig. Selbst wenn ein einfacher Arbeiter bei einem mittelständischen Unternehmen weniger verdient als ein TF: Selbst in Schichtarbeit gibt es in der Regel feste Arbeitszeiten und nach den Arbeitszeiten geht es in der Regel nach Hause. Bei DB Cargo insbesondere würde man doch solche Rahmenbedingungen mit Handkuss nehmen. Da liegt doch der Hase begraben: Schichtarbeit ist das eine. Die hatte ich einige Jahre bei Kaufland auch. Aber die fanden zwischen 7 und 20, später 22 Uhr statt. Da hatte ich meine 8-10 Stunden und dann war ich daheim. Nicht 4 Stunden arbeiten, 11 Stunden Pause 200km weg von zu Hause und dann wieder 4 Stunden arbeiten.

Nur mit vernünftigen Rahmenbedingungen hat der Eisenbahnerberuf eine Chance. Die arbeitende Bevölkerung wird in den nächsten Jahren deutlich abnehmen, obwohl es mehr Leute gibt. Das schlägt sich nicht nur in der Rentenkasse nieder sondern auch in der Arbeitswelt. (OT: deswegen sollten wir auch junge, arbeitsfähige (geflüchtete) Menschen aus dem Ausland nicht behandeln wie der Teufel himself, sondern ihnen eine Chance geben) Back to topic: Zulagen sind das eine, aber vernünftige Arbeitszeiten sind mindestens genauso wichtig. Aber solange die größte Eisenbahnergewerkschaft mit den Granden des größten Arbeitsgebers Golfspielen geht, wird das nichts werden.
Die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel sind doch vielerorts katastrophal und oft werden keine Überstunden bezahlt und die Ableistung dieser gratis als Selbstverständlichkeit betrachtet.
Bei DB Cargo ist man i. d. R. auch nach den Diensten daheim im eigenen Bett und nicht so wie bei vielen privaten Güterbahnen, dass man 10 Tage am Stück durchs Land und die Hotels reist und seine Familie so die ganze Zeit nicht sieht.
Bei DB Cargo kriegst du es auch als Arbeitszeit bezahlt wenn du Stunden irgendwo rumsitzt bis deine Rückleistung geht. Sprich, das geht auf dein Arbeitszeitkonto. Es gibt andere Bahnen da ist das natürlich deine Freizeit und dass da jemand mitmacht ist verrückt, aber auch die gibt es.
Im SPNV gibt es das Problem natürlich weniger.

Was verstehst du unter vernünftige Arbeitszeiten? Die Eisenbahn ist eben ein 365/24/7-Betrieb. Wichtig ist dass man die Wünsche der Leute mehr einarbeitet, z. B. jemand der am liebsten nur Frühschichten macht, diesem das auch so anzubieten.

Bei uns in der Industrie gibt es natürlich nur drei Schichten, aber es wird auch Samstag/Sonntag gearbeitet. Aber dafür gibt es dann ordentliche Zulagen.

Re: Weniger ist mehr?

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 12.01.18 00:46

autolos schrieb:Zitat:
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Zitat:
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.
Um diese Zulagen geht es hier aber nicht, da Nacht- und Feiertagsarbeit ja nun mal begrenzt ist. (Das jetzt mal unabhängig davon, dass es eigentlich nicht Aufgabe der sonstigen Steuerzahler sein kann, Nacht- und Feiertagsarbeit zu subventionieren.) Es geht ja um Zulagen, um für Mangelberufe Personal zu finden, und diese Zulagen sind ganz normales Gehalt.
Mir ging es um die Nacht-, Feiertags- und Sonntagszulagen und ich finde es dreist und frech (und ein gewisser Neid spielt rein) hier von Subvention zu sprechen (dann ist die Beitragsbemessungsgrenze oder sonstige Verschonung hoher Vermögen ja auch eine Subvention oder?). Es ist ein Ausgleich dafür dass man da arbeitet wenn andere faul im Sessel liegen (Sonntag, Nacht) und das gilt für uns in der Industrie (auch da wird Nacht, Sonntag usw. gearbeitet) und natürlich auch für die Eisenbahn.

Was sollte man für sonstige Zulagen brauchen? Da muss das Grundgehalt anziehen, aber eben und da hakt es bei der Eisenbahn: Die Zulagen und die Zeiten reichen dafür sehr viel mehr Netto zu haben.

Volle Zustimmung, dem ist nichts hinzuzufügen! (o.w.T)

geschrieben von: D 895

Datum: 12.01.18 02:44

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß, D 895 (SSH-SPSN-RLA-RK-MH)

Re: Frust und Wechsel oder doch kein Wechsel

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 12.01.18 13:10

Für mich auch nicht nachvollziehbar, da würde ich ja bald 3 wenn nicht sogar 4 Stunden jeden Tag für den Arbeitsweg verblödeln, die mir niemand bezahlt, das ist mit den Jahren einfach ein haufen Lebenszeit die sinnlos flöten geht...

Missverständnis!?

geschrieben von: autolos

Datum: 12.01.18 14:24

Gartenbahndirektion schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Zitat:
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.
Um diese Zulagen geht es hier aber nicht, da Nacht- und Feiertagsarbeit ja nun mal begrenzt ist. (Das jetzt mal unabhängig davon, dass es eigentlich nicht Aufgabe der sonstigen Steuerzahler sein kann, Nacht- und Feiertagsarbeit zu subventionieren.) Es geht ja um Zulagen, um für Mangelberufe Personal zu finden, und diese Zulagen sind ganz normales Gehalt.
Mir ging es um die Nacht-, Feiertags- und Sonntagszulagen und ich finde es dreist und frech (und ein gewisser Neid spielt rein) hier von Subvention zu sprechen (dann ist die Beitragsbemessungsgrenze oder sonstige Verschonung hoher Vermögen ja auch eine Subvention oder?). Es ist ein Ausgleich dafür dass man da arbeitet wenn andere faul im Sessel liegen (Sonntag, Nacht) und das gilt für uns in der Industrie (auch da wird Nacht, Sonntag usw. gearbeitet) und natürlich auch für die Eisenbahn.

Was sollte man für sonstige Zulagen brauchen? Da muss das Grundgehalt anziehen, aber eben und da hakt es bei der Eisenbahn: Die Zulagen und die Zeiten reichen dafür sehr viel mehr Netto zu haben.
Du hast mich vielleicht missverstanden. Durch die Begünstigung der Nacht- und Feiertagsarbeit werden die Arbeitgeber subventioniert, weil sie für diese Arbeit nicht ansonsten angemessene Zulagen bezahlen müssen. Denen, die diese Arbeit leisten, gönne ich das Geld, aber ich finde, es sollte vom Arbeitgeber kommen, nicht von den Steuerzahlern.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.18 09:50.