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Re: Weniger ist mehr?

geschrieben von: junglok13

Datum: 11.01.18 11:23

autolos schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Zitat:
Dazu eben dann auch hohe Zuschläge, die sind bitter notwendig, denn nur so erreicht man ein Netto das nicht weit vom Brutto weg ist oder sogar höher als das Brutto.
Na, das ist ja mal eine geniale Idee, aber leider geht es natürlich nicht. Wegen des progressiven Einkommensteuertarifs steigt die Lücke zwischen Brutto und Netto mit steigendem Einkommen. Je höher also die Zulage, desto höher der Unterschied zwischen Brutto und Netto.
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.

Re: Weniger ist mehr?

geschrieben von: autolos

Datum: 11.01.18 11:33

junglok13 schrieb:
autolos schrieb:
Gartenbahndirektion schrieb:
Zitat:
Dazu eben dann auch hohe Zuschläge, die sind bitter notwendig, denn nur so erreicht man ein Netto das nicht weit vom Brutto weg ist oder sogar höher als das Brutto.
Na, das ist ja mal eine geniale Idee, aber leider geht es natürlich nicht. Wegen des progressiven Einkommensteuertarifs steigt die Lücke zwischen Brutto und Netto mit steigendem Einkommen. Je höher also die Zulage, desto höher der Unterschied zwischen Brutto und Netto.
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.
Um diese Zulagen geht es hier aber nicht, da Nacht- und Feiertagsarbeit ja nun mal begrenzt ist. (Das jetzt mal unabhängig davon, dass es eigentlich nicht Aufgabe der sonstigen Steuerzahler sein kann, Nacht- und Feiertagsarbeit zu subventionieren.) Es geht ja um Zulagen, um für Mangelberufe Personal zu finden, und diese Zulagen sind ganz normales Gehalt.

Re: Müssen sie halt regionaltypische Löhne zahlen!

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.01.18 11:38

Dieselpower schrieb:
...wird es zukünftig nahezu unmöglich, in den Regionen brauchbares Material zu bekommen! Denn es gab in letzter Zeit mehrere öffentliche Stellenausschreibungen, da kam im Endeffekt öfters nicht ein einziger brauchbarer Bewerber bei rum!
Vielleicht hätte man die Tf nicht unter 'Material' suchen sollen, sondern als 'Menschen'?

Re: Zulagen?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 11.01.18 18:23

Die Diskussion wer verdient wo mehr ist doch müßig. Selbst wenn ein einfacher Arbeiter bei einem mittelständischen Unternehmen weniger verdient als ein TF: Selbst in Schichtarbeit gibt es in der Regel feste Arbeitszeiten und nach den Arbeitszeiten geht es in der Regel nach Hause. Bei DB Cargo insbesondere würde man doch solche Rahmenbedingungen mit Handkuss nehmen. Da liegt doch der Hase begraben: Schichtarbeit ist das eine. Die hatte ich einige Jahre bei Kaufland auch. Aber die fanden zwischen 7 und 20, später 22 Uhr statt. Da hatte ich meine 8-10 Stunden und dann war ich daheim. Nicht 4 Stunden arbeiten, 11 Stunden Pause 200km weg von zu Hause und dann wieder 4 Stunden arbeiten.

Nur mit vernünftigen Rahmenbedingungen hat der Eisenbahnerberuf eine Chance. Die arbeitende Bevölkerung wird in den nächsten Jahren deutlich abnehmen, obwohl es mehr Leute gibt. Das schlägt sich nicht nur in der Rentenkasse nieder sondern auch in der Arbeitswelt. (OT: deswegen sollten wir auch junge, arbeitsfähige (geflüchtete) Menschen aus dem Ausland nicht behandeln wie der Teufel himself, sondern ihnen eine Chance geben) Back to topic: Zulagen sind das eine, aber vernünftige Arbeitszeiten sind mindestens genauso wichtig. Aber solange die größte Eisenbahnergewerkschaft mit den Granden des größten Arbeitsgebers Golfspielen geht, wird das nichts werden.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Zulagen?

geschrieben von: 210

Datum: 11.01.18 18:33

Die Unterschiede zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg können über diverse regionale Verträge ausgeglichen werden und es wird niemand daran gehindert für die unterschiedlichen Regionen verschieden Gehaltshöhen zu vereinbaren.

Es ist nicht individuell was man als Alleinstehender hierzulande für einen finanziellen Mindestbedarf hat und nur weil jemand noch zuhause wohnt heißt das ja nicht das er deshalb weniger bekommen sollte.

Eigene Wohnungen wird sich kein EVU antun weil es nach dem Vertragsende nicht weitergehen könnte.

Re: An Metall orientieren!

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 12.01.18 00:33

Dann kann ich mir aber auch vorstellen, daß sie sich von den üblichen Aluhut tragenden Panikmachern, die es überall gibt, haben verrückt machen lassen...
Nur wenn man wirklich so ängstlich ist, ist es wohl eher nichts für einen, weil was soll da erst in einer außerplanmäßigen Streßsituation sein? Da sollte es groß keine Unsicherheit und Angst geben.

Von mir aus könnte mans auch noch komplizierter machen, wenns auf die lokalen Bedürfnisse angepasst einfach zu praktisch wäre, in Bahnhof A-Stadt mit leicht anderen Regelungen zu fahren wie in B-Dorf :D

Re: Zulagen?

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 12.01.18 00:41

Murrtalbahner schrieb:
Die Diskussion wer verdient wo mehr ist doch müßig. Selbst wenn ein einfacher Arbeiter bei einem mittelständischen Unternehmen weniger verdient als ein TF: Selbst in Schichtarbeit gibt es in der Regel feste Arbeitszeiten und nach den Arbeitszeiten geht es in der Regel nach Hause. Bei DB Cargo insbesondere würde man doch solche Rahmenbedingungen mit Handkuss nehmen. Da liegt doch der Hase begraben: Schichtarbeit ist das eine. Die hatte ich einige Jahre bei Kaufland auch. Aber die fanden zwischen 7 und 20, später 22 Uhr statt. Da hatte ich meine 8-10 Stunden und dann war ich daheim. Nicht 4 Stunden arbeiten, 11 Stunden Pause 200km weg von zu Hause und dann wieder 4 Stunden arbeiten.

Nur mit vernünftigen Rahmenbedingungen hat der Eisenbahnerberuf eine Chance. Die arbeitende Bevölkerung wird in den nächsten Jahren deutlich abnehmen, obwohl es mehr Leute gibt. Das schlägt sich nicht nur in der Rentenkasse nieder sondern auch in der Arbeitswelt. (OT: deswegen sollten wir auch junge, arbeitsfähige (geflüchtete) Menschen aus dem Ausland nicht behandeln wie der Teufel himself, sondern ihnen eine Chance geben) Back to topic: Zulagen sind das eine, aber vernünftige Arbeitszeiten sind mindestens genauso wichtig. Aber solange die größte Eisenbahnergewerkschaft mit den Granden des größten Arbeitsgebers Golfspielen geht, wird das nichts werden.
Die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel sind doch vielerorts katastrophal und oft werden keine Überstunden bezahlt und die Ableistung dieser gratis als Selbstverständlichkeit betrachtet.
Bei DB Cargo ist man i. d. R. auch nach den Diensten daheim im eigenen Bett und nicht so wie bei vielen privaten Güterbahnen, dass man 10 Tage am Stück durchs Land und die Hotels reist und seine Familie so die ganze Zeit nicht sieht.
Bei DB Cargo kriegst du es auch als Arbeitszeit bezahlt wenn du Stunden irgendwo rumsitzt bis deine Rückleistung geht. Sprich, das geht auf dein Arbeitszeitkonto. Es gibt andere Bahnen da ist das natürlich deine Freizeit und dass da jemand mitmacht ist verrückt, aber auch die gibt es.
Im SPNV gibt es das Problem natürlich weniger.

Was verstehst du unter vernünftige Arbeitszeiten? Die Eisenbahn ist eben ein 365/24/7-Betrieb. Wichtig ist dass man die Wünsche der Leute mehr einarbeitet, z. B. jemand der am liebsten nur Frühschichten macht, diesem das auch so anzubieten.

Bei uns in der Industrie gibt es natürlich nur drei Schichten, aber es wird auch Samstag/Sonntag gearbeitet. Aber dafür gibt es dann ordentliche Zulagen.

Re: Weniger ist mehr?

geschrieben von: Gartenbahndirektion

Datum: 12.01.18 00:46

autolos schrieb:Zitat:
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Zitat:
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.
Um diese Zulagen geht es hier aber nicht, da Nacht- und Feiertagsarbeit ja nun mal begrenzt ist. (Das jetzt mal unabhängig davon, dass es eigentlich nicht Aufgabe der sonstigen Steuerzahler sein kann, Nacht- und Feiertagsarbeit zu subventionieren.) Es geht ja um Zulagen, um für Mangelberufe Personal zu finden, und diese Zulagen sind ganz normales Gehalt.
Mir ging es um die Nacht-, Feiertags- und Sonntagszulagen und ich finde es dreist und frech (und ein gewisser Neid spielt rein) hier von Subvention zu sprechen (dann ist die Beitragsbemessungsgrenze oder sonstige Verschonung hoher Vermögen ja auch eine Subvention oder?). Es ist ein Ausgleich dafür dass man da arbeitet wenn andere faul im Sessel liegen (Sonntag, Nacht) und das gilt für uns in der Industrie (auch da wird Nacht, Sonntag usw. gearbeitet) und natürlich auch für die Eisenbahn.

Was sollte man für sonstige Zulagen brauchen? Da muss das Grundgehalt anziehen, aber eben und da hakt es bei der Eisenbahn: Die Zulagen und die Zeiten reichen dafür sehr viel mehr Netto zu haben.

Volle Zustimmung, dem ist nichts hinzuzufügen! (o.w.T)

geschrieben von: D 895

Datum: 12.01.18 02:44

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß, D 895 (SSH-SPSN-RLA-RK-MH)

Re: Frust und Wechsel oder doch kein Wechsel

geschrieben von: WU NE 81

Datum: 12.01.18 13:10

Für mich auch nicht nachvollziehbar, da würde ich ja bald 3 wenn nicht sogar 4 Stunden jeden Tag für den Arbeitsweg verblödeln, die mir niemand bezahlt, das ist mit den Jahren einfach ein haufen Lebenszeit die sinnlos flöten geht...

Missverständnis!?

geschrieben von: autolos

Datum: 12.01.18 14:24

Gartenbahndirektion schrieb:
autolos schrieb:Zitat:
Ich glaub er hat es vom Bruttogrundgehalt gemeint und nicht vom Bruttogesamtgehalt, ist wohl etwas verwirrend geschrieben.
Zitat:
Aber Zulagen können schon viel ausmachen beim Netto, da viele Zulagen steuerlich begünstigt werden vom Staat und nur zu 75 % bis garnicht versteuert werden müssen, ja nach Art der Zulage.
Um diese Zulagen geht es hier aber nicht, da Nacht- und Feiertagsarbeit ja nun mal begrenzt ist. (Das jetzt mal unabhängig davon, dass es eigentlich nicht Aufgabe der sonstigen Steuerzahler sein kann, Nacht- und Feiertagsarbeit zu subventionieren.) Es geht ja um Zulagen, um für Mangelberufe Personal zu finden, und diese Zulagen sind ganz normales Gehalt.
Mir ging es um die Nacht-, Feiertags- und Sonntagszulagen und ich finde es dreist und frech (und ein gewisser Neid spielt rein) hier von Subvention zu sprechen (dann ist die Beitragsbemessungsgrenze oder sonstige Verschonung hoher Vermögen ja auch eine Subvention oder?). Es ist ein Ausgleich dafür dass man da arbeitet wenn andere faul im Sessel liegen (Sonntag, Nacht) und das gilt für uns in der Industrie (auch da wird Nacht, Sonntag usw. gearbeitet) und natürlich auch für die Eisenbahn.

Was sollte man für sonstige Zulagen brauchen? Da muss das Grundgehalt anziehen, aber eben und da hakt es bei der Eisenbahn: Die Zulagen und die Zeiten reichen dafür sehr viel mehr Netto zu haben.
Du hast mich vielleicht missverstanden. Durch die Begünstigung der Nacht- und Feiertagsarbeit werden die Arbeitgeber subventioniert, weil sie für diese Arbeit nicht ansonsten angemessene Zulagen bezahlen müssen. Denen, die diese Arbeit leisten, gönne ich das Geld, aber ich finde, es sollte vom Arbeitgeber kommen, nicht von den Steuerzahlern.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.18 09:50.

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