geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 18.10.17 21:14
Liebe Community,
seit Tagen prasselt eure Kritik auf uns als Social Media Team ein. Das ist natürlich nicht schön, aber gehört eben auch zu unserem Job dazu. Und ganz ehrlich, wir können eure Kommentare, jedenfalls einige davon, auch nachvollziehen. Der Fall sieht auf den ersten Blick ja auch sehr einfach aus. Auf der einen Seite haben wir Barbara Pirch, eine großartige Frau mit einer mutigen und beeindruckenden Lebensgeschichte, und ihre wunderschöne Baureihe 194. Auf der anderen Seite steht der, in den Augen vieler Kommentatoren, herzlose Großkonzern, der nicht bezahlt.
Leider ist es nicht immer so einfach.
Wir haben in den letzten Tagen an vielen Stellen in unserem Haus recherchiert und nachgefragt was in diesem Fall passiert, was vielleicht auch bei uns schiefgegangen ist. Wir versuchen hier unseren Teil der Geschichte niederzuschreiben, auch im Bewusstsein, dass er Barbara Pirch und ihrer Fangemeinde nicht komplett gefallen wird.
Im Juni 2013 ereignete sich im Bahnhof Münchsmünster (Bayern) ein Auffahrunfall, als die Rangierlok - eines bei uns versicherten Unternehmens - mehrere Tankwagen zur Lok 194 178 von Frau Pirch bringen wollte. Es ist bis heute nicht klar, ob und wie schwer das „Deutsche Krokodil“ bei diesem Unfall beschädigt wurde. Ein Gutachten besagt beispielsweise, dass die Auffahrt mit nur 7,5 km/h erfolgte.
Klar ist, dass es an keinem Fahrzeug äußerliche Beschädigungen gab und die Lok danach auch noch weitere Aufträge durchführte, bevor sie zur Untersuchung in die Werkstatt kam. Klar ist auch, dass bei einem Eisenbahn-Oldtimer Vorschädigungen nicht komplett auszuschließen sind.
Die Gutachten, Gegengutachten und der Rechtsstreit führten leider zu einer sehr sehr langen Standzeit. Das ist natürlich für einen kleinen Betrieb wie die Rail 4U eine schwierige Situation. Wir haben auch deswegen mehrfach versucht das Verfahren durch einen Vergleich zu beenden.
Im Juni 2016 hat nun ein Gericht entschieden, dass die Lok 194 178 noch einmal komplett auf unsere Kosten von einem Gutachter untersucht werden soll, um den Schaden abschließend zu bestimmen. Wir haben dem Wunschgutachter von Frau Pirch zugestimmt, der uns am 25. Oktober 2016 ein Angebot zukommen ließ. Dieses haben wir am 12. Dezember 2016 bestätigt und die geforderte Anzahlung in Höhe von 23.000 € geleistet.
Die geplante Begutachtungszeit von 6-8 Wochen ist inzwischen verstrichen und es gibt immer noch kein Gutachten. Unsere Kollegen haben bereits mehrfach beim Gutachter nachgefragt, teilweise müssen zunächst Vergleichsstücke aus Museen beschafft werden, was wiederum dauert.
Wir können die Situation von Frau Pirch gut nachvollziehen und ihr könnt uns glauben, dass auch wir diesen Fall lieber heute als morgen beenden wollen.
Kein Unternehmen ist perfekt, auch wir machen sicher Fehler. Aber die Schuld nur bei uns zu suchen ist sicherlich auch nicht richtig. Am Ende gibt es immer mindestens zwei subjektive Wahrheiten.
Viele Grüße,
Jana vom HDI Facebook-Team
geschrieben von: Der Zeuge Desiros
Datum: 18.10.17 21:31
geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 18.10.17 21:37
geschrieben von: 462 002-7
Datum: 18.10.17 21:42
geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 18.10.17 21:43
geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 18.10.17 21:48
Liebe HDI-Medienprofis,
Die HDI-Versicherung schreibt auf Facebook:
Zitat:(...)Ein Gutachten besagt beispielsweise, dass die Auffahrt mit nur 7,5 km/h erfolgte.
Klar ist, dass es an keinem Fahrzeug äußerliche Beschädigungen gab und die Lok danach auch noch weitere Aufträge durchführte, bevor sie zur Untersuchung in die Werkstatt kam. Klar ist auch, dass bei einem Eisenbahn-Oldtimer Vorschädigungen nicht komplett auszuschließen sind.
Die Gutachten, Gegengutachten und der Rechtsstreit führten leider zu einer sehr sehr langen Standzeit. Das ist natürlich für einen kleinen Betrieb wie die Rail 4U eine schwierige Situation. Wir haben auch deswegen mehrfach versucht das Verfahren durch einen Vergleich zu beenden.(...)
Quelle: [www.facebook.com]
geschrieben von: MD 612
Datum: 18.10.17 21:55
Was meint HDI, "auch wir machen Fehler"? Welche Fehler wurden begangen?Ich glaube, dass war eine allgemeine Aussage und nicht speziell auf diesen Fall bezogen.
Wieso wurde im Gerichtsverfahren erstmal Befangenheitsanträge gestellt, damit das Verfahren hinausgezögert wird?Wenn der Verdacht der Befangenheit eines
Auch wenn man ein Schaden nicht gleich sieht, kann er vorliegen. Wenn ein Rahmen sich verzieht, sieht man das nicht, aber man kann es messen.Dann bleibt aber immer noch die Frage, wieso die Maschine (wie von der HDI dargestellt) nach dem Unfall noch im Einsatz blieb und nicht sofort vermessen wurde, wie das jedes vernünftige EVU tun würde, schon um für mögliche Auseinandersetzungen mit Versicherungen gerüstet zu sein. Um es mal provokant zu fragen: Was spricht dagegen, dass der festgestellte Rahmenschaden nicht auf einen späteren Auffahrunfall auf einen Prellbock zurückzuführen ist?? Auch das scheint nicht gerade für Frau Pirch zu sprechen....
geschrieben von: MrEnglish
Datum: 18.10.17 21:59
geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 18.10.17 22:07
Doch, hat sie (finde den Beitrag gerade nicht). 200T€, über eine Million unter dem bislang entstandenen Schaden.
(...)Bezeichnend ist dann auch, dass ein möglicher Vergleich in der bisherigen ellenlangen Erklärung von Frau Pirch keine Erwähnung fand...(...)
geschrieben von: 232905
Datum: 18.10.17 22:16
Es bleiben Fragen offen. Was meint HDI, "auch wir machen Fehler"? Welche Fehler wurden begangen? Wieso wurde im Gerichtsverfahren erstmal Befangenheitsanträge gestellt, damit das Verfahren hinausgezögert wird? [...]
geschrieben von: MD 612
Datum: 18.10.17 22:19
MD 612 schrieb:Im hier: [www.drehscheibe-online.de] zitierten Fratzenbucheintrag von ihr ist davon keine Rede. Und inwieweit die von ihr angezeigte Schadenshöhe tatsächlich so gegeben und auch nachweisbar ist, bleibt auch noch festzustellen.(...)Bezeichnend ist dann auch, dass ein möglicher Vergleich in der bisherigen ellenlangen Erklärung von Frau Pirch keine Erwähnung fand...(...)Doch, hat sie (finde den Beitrag gerade nicht). 200T€, über eine Million unter dem bislang entstandenen Schaden.
geschrieben von: Anschlussbahn
Datum: 18.10.17 22:22
geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 18.10.17 22:26
Evtl. irgendwo in den Antworten?
Im hier: [www.drehscheibe-online.de] zitierten Fratzenbucheintrag von ihr ist davon keine Rede. (...)
geschrieben von: VT605
Datum: 18.10.17 22:38
MD 612 schrieb:Doch, hat sie (finde den Beitrag gerade nicht). 200T€, über eine Million unter dem bislang entstandenen Schaden.
(...)Bezeichnend ist dann auch, dass ein möglicher Vergleich in der bisherigen ellenlangen Erklärung von Frau Pirch keine Erwähnung fand...(...)
geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 18.10.17 22:44
geschrieben von: Gartenbahner60
Datum: 18.10.17 23:19
Die HDI-Versicherung schreibt auf Facebook:
Zitat:Liebe Community, ....
geschrieben von: Giovanni
Datum: 18.10.17 23:35
1,2 Mio Schaden an einer Lok die noch tagelang rumfuhr nach dem Unfall? Zumindest war es nicht sinnvoll von der Unternehmerin mit der Lok nach dem Unfall noch tagelang rumzufahren ohne sie untersuchen und vermessen zu lassen.Die Schadenssumme umfasst auch Verdienstausfälle - die naturgemäß schwer zu beziffern sind, da überwiegend kurzfristige Buchungen - und die Kosten die im Zuge des Rechtsstreits entstanden sind.
geschrieben von: MD 612
Datum: 18.10.17 23:52
Da haben die HDI-Austritte so Mancher hier wohl Wirkung gezeigtDu glaubst auch noch so 'n bisschen an den Weihnachtsmann, oder??
geschrieben von: siradlib
Datum: 19.10.17 00:09
Gegenfrage: Was, außer öffentlichem Druck (= "Austritte") nötigt die HDI denn sonst zu dieser Erklärung? Meinste, die wollten nur mal aus dem Nähkästchen plaudern?
Gartenbahner60 schrieb:Da haben die HDI-Austritte so Mancher hier wohl Wirkung gezeigtDu glaubst auch noch so 'n bisschen an den Weihnachtsmann, oder??
geschrieben von: MD 612
Datum: 19.10.17 00:19
Gegenfrage: Was, außer öffentlichem Druck (= "Austritte") nötigt die HDI denn sonst zu dieser Erklärung? Meinste, die wollten nur mal aus dem Nähkästchen plaudern?Glaubst Du im Ernst, dass die zwei Tage nach dem Aufruf schon die Vertragskündigungen auf dem Tisch haben?? Und dann auch noch in einer solchen Anzahl, dass die eine öffentliche Reaktion oder gar ein Einschwenken als notwendig erachten??
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