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Auf der Pressekonferenz heute mittag hat man endlich Klartext gesprochen.

dpa meldet:
Zitat:
n den abgesenkten Gleisen an der Rheintalbahn in Rastatt ist es am Dienstag zu neuen Erdbewegungen gekommen. Damit stehe der bisher genannte Zeitrahmen für die Sperrung bis zum 26. August in Frage, sagte der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Baden-Württemberg, Sven Hantel. Es habe seit Samstag Risse, Erdbewegungen und Wassereintritt an der Tunnelbaustelle gegeben. Mehr könne zur Ursache bisher nicht gesagt werden.


[...]

Zur Stabilisierung der abgesenkten Gleise an der Rheintalbahn soll der Rastatter Tunnel auf 50 Metern mit Beton befüllt und die Bohrmaschine dort wohl aufgegeben werden. Es sei nicht möglich, die Bohrmaschine vor einer möglichen Befüllung aus dem Tunnel zu holen, sagte der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Baden-Württemberg, Sven Hantel, am Dienstag in Karlsruhe. Wann genau der Abschnitt mit Beton befüllt werden könnte und wie viel die Maschine kostet, war zunächst unklar. Die Maßnahme sei ein sehr wahrscheinliches Szenario, hieß es. Oberste Priorität sei, den Bahnverkehr wieder zu ermöglichen, sagte Hantel.
[www.faz.net]

Krass!

Es handelt sich ja um keine billige Maschiene und wie so der Tunnel Rastatt fertig gestellt werden kann, dürfte mehr als unklar sein!

Diese überraschend harte Konsequenz zeigt, wie sehr diese Baustelle offenbar in die Hose gegangen ist...!! :-O



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:08:15:15:40:27.
La-Stelle schrieb:
Es handelt sich ja um keine billige Maschiene und wie so der Tunnel Rastatt fertig gestellt werden kann, dürfte mehr als unklar sein!

98% der Röhrenlänge sind fertig gebohrt. Die TVM befindet sich etwa 56 m vor dem Ziel. Diese letzten 56 Meter kann man wohl durchaus auch "von der anderen Seite her" bauen, z.B. per Tunnelbagger.
Die restlichen 2% von der Gegenseite her auszubrechen ist wohl das kleinste Problem. Aber die dann mit Beton aufgefüllte Maschine steht dann immer noch unter Stammlinie. Wie man die dann rauskriegt, dürfte spannend werden.

Egal, es geht jetzt nur darum, den Bahnbetrieb so schnell wie möglich wieder einzurichten. Was es kostet und wie man die Probleme dann im Tunnel löst, darf heute alles keine Rolle spielen. Jeder Tag an dem nicht gefahren wird, kostet deutlich mehr als alles, was man jetzt aufgibt.

Ich hoffe aber, man lernt etwas daraus. Gerade an neuralgischen Punkten wie Rastatt darf eine solche heikle Baustelle nie ohne Plan B gebaut werden. Und es gibt wohl in Deutschland kaum ein unpassenderen Ort für dieses Ereignis als Rastatt.
echoray schrieb:

La-Stelle schrieb:
Es handelt sich ja um keine billige Maschiene und wie so der Tunnel Rastatt fertig gestellt werden kann, dürfte mehr als unklar sein!

98% der Röhrenlänge sind fertig gebohrt. Die TVM befindet sich etwa 56 m vor dem Ziel. Diese letzten 56 Meter kann man wohl durchaus auch "von der anderen Seite her" bauen, z.B. per Tunnelbagger.

Was willste mit nem Tunnel anfangen in dem ein 50m Betonpfropfen steckt?
La-Stelle schrieb:
Auf der Pressekonferenz heute mittag hat man endlich Klartext gesprochen.

dpa meldet:

Zitat:
Zur Stabilisierung der abgesenkten Gleise an der Rheintalbahn soll der Rastatter Tunnel auf 50 Metern mit Beton befüllt und die Bohrmaschine dort wohl aufgegeben werden. Es sei nicht möglich, die Bohrmaschine vor einer möglichen Befüllung aus dem Tunnel zu holen, sagte der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Baden-Württemberg, Sven Hantel, am Dienstag in Karlsruhe. Wann genau der Abschnitt mit Beton befüllt werden könnte und wie viel die Maschine kostet, war zunächst unklar. Die Maßnahme sei ein sehr wahrscheinliches Szenario, hieß es. Oberste Priorität sei, den Bahnverkehr wieder zu ermöglichen, sagte Hantel.
[www.faz.net]

Krass!
Es handelt sich ja um keine billige Maschiene und wie so der Tunnel Rastatt fertig gestellt werden kann, dürfte mehr als unklar sein!
Diese überraschend harte Konsequenz zeigt, wie sehr diese Baustelle offenbar in die Hose gegangen ist...!! :-O

Ich würde das so machen[tm]:
- Erstmal alles mit Beton verfüllen, Strecke wieder IB nehmen
- Hilfsbrücken (ggf. Sonderanfertigungen wegen Länge) für die beiden Streckengleise in ordentlich Abstand zum Tunnelrohbau gründen und einbauen
- Im Schutz der Hilfsbrücken von da an, wo im gebohrten Tunnel noch alles ok ist, bis zum zukünftigen Tunnelende das Gelände aufgraben, dabei dann die TBM zerlegen und entsorgen (und wegen der Rechnung von Herrenknecht zwischendurch weinen)
- Letzten Abschnitt des Tunnels in offener Bauweise fertig bauen
- Verfüllen, Hilfsbrücken raus

Gruß

Thrax
Wegbaggern. Klar doch.
Einen 50 m langen Betonklotz, in den eine 20 m lange Stahlmaschine eingegossen ist.

Das kriegst Du nicht mehr weg. Da musst Du wohl einen anderen Tunnel mit neuer Trasse drumrum bauen. Immerhin: *DER* Baugrund ist für die Bestandsstrecke dann stabil...

Es ist gar nicht soo unüblich, eines TBM nach getaner Arbeit "in den Wald" zu fahren. Allerdings natürlich hinter dem eigentlich gebrauchten Tunnel, nicht mittendrin.
Aber in Rastatt gab es ja wohl eine Zielgrube, die sollte wohl woanders weiterarbeiten.

Mit dieser Notmaßnahme produziert man also nicht nur Kosten, die sicher weit über das hinausgehen, was eine ärr, konventionelle Unterquerung an Kosten und Scherereien ausgelöst hätte, sondern auch ein jahrelange Verzögerung der Fertigstellung. Neuplanung, Planfeststellung, Bau usw.

Und ob sich noch jemand traut, die andere Maschine unter dem Bahndamm durchzufahren, wage ich zu bezweifeln.

Schöne Grüße aus der Plüschetage


loco_mo
E44 schrieb:
Was willste mit nem Tunnel anfangen in dem ein 50m Betonpfropfen steckt?
Ich zitere mich mal selber:
Man überlegt, einen 50m langen Abschnitt des fertigen Tunnels der Oströhre direkt hinter der TBM komplett mit Beton zu verfüllen. Die TBM selber wird nicht mit Beton verfüllt. Damit wäre der Tunnel stabilisiert, und der verbleibende Teil des Tunnels wird dann vom südlichen Zielschacht bergmännisch in Angriff genommen. Bei erreichen der TBM wird diese dann "von vorne" demontiert. Das Schild der TBM verbleibt im Tunnel und wird in die Tunnelschale dauerhaft integriert/verbaut. Im Anschluss wird der (dahinter liegende) mit Beton verfüllte Abschnitt bergmännisch durchbruchen.
Ist der Tunnel 2800 Meter lang, wenn nur noch 56 Meter fehlen (= 2%) ? Dann müßt die Bohrmaschine doch schon längst unter den Gleisen weg sein?

Oder stimmen hier die Zahlen nicht?

Gruß

Ingo

Re: Rastatt: TBM soll aufgegeben werden und alles mit Beton verfüllt werden!!

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 15.08.17 16:03

E44 schrieb:


Was willste mit nem Tunnel anfangen in dem ein 50m Betonpfropfen steckt?

da gibt es doch zwei Röhren.... hat man eben einen eingleisigen Abschnitt da.... müsste man nur "vorne" und "hinten" Weichen einbauen um wieder zweigleisig zu werden...
Hi,

ich hab's auch so gelesen, dass der Einbruch hinter der TBM war, aber das nutzt halt nix wenn man nicht an die TBM rankommt... Ich wär ja auch dafür bis zum Ende zu fahren (nach allem was man da gelesen hat max eine Woche), aber anscheinend funktioniert das ganze Tübblingkonzept nicht mehr, evtl. fehlt der TBM auch der letzte Tübblingring zum 'abstützen' oder, oder...
ingo st. schrieb:

Ist der Tunnel 2800 Meter lang, wenn nur noch 56 Meter fehlen (= 2%) ? Dann müßt die Bohrmaschine doch schon längst unter den Gleisen weg sein?

Oder stimmen hier die Zahlen nicht?

Gruß

Ingo

Die TBM steht nicht mehr unter der Rheintalbahn. Es gab einen Einbruch des fertigen Tunnels direkt hinter der TBM. Hier die Meldung im Wortlaut aus der PM
Zitat:
- Im Tunnel Erdbewegungen, dadurch Verschiebungen der Tübbinge, dadurch Einfall durch Eigengewicht. Das fand hinter den Schild statt.
Bronnbach Bhf schrieb:



Die TBM steht nicht mehr unter der Rheintalbahn. Es gab einen Einbruch des fertigen Tunnels direkt hinter der TBM. Hier die Meldung im Wortlaut aus der PM
Zitat:
- Im Tunnel Erdbewegungen, dadurch Verschiebungen der Tübbinge, dadurch Einfall durch Eigengewicht. Das fand hinter den Schild statt.
Das Schneidrad mit dem Schild steht nicht mehr unter der Bahnstrecke, der Rest der 90m langen TBM aber schon - sonst wäre das Schneidrad längst im Zielschacht durch!
Ok, wo wir schon munter spekulieren:

Das gibt doch realistisch betrachtet locker 10 Jahre Verzögerung bis dieser Abschnitt in Betrieb genommen werden kann, oder? Das baut man doch sicher nicht "mal eben" um, oder?

Mit etwas Glück bekommt man es eingleisig vorher hin, aber der Endzustand wird jetzt sicherlich dauern.
Jutila schrieb:
Ich hoffe aber, man lernt etwas daraus.

Das wäre toll, ja. Allein der Glaube daran fehlt mir. Warum sollte man wegen einer solche Lapalie weit weit weg von Berlin irgendetwas an der betriebswirtschaftlich optimalen Bauweise und Betriebsführung ändern? Die obere Managementetage lässt sich chauffieren oder fliegen. Sollen sich die paar Beförderungsfälle halt ihre 25% abholen und die nervigen BC100-Pendler ihre Zweimarkfufzig. Gegen die Ansprüche von privaten Güterbahnen wird solange geklagt bis sie kleinbei geben oder zur Not findet sich ein dummer Subsubsubunternehmer, den es natürlich längst nicht mehr gibt.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
echoray schrieb:
per Tunnelbagger.

Ne, mit Hammer und Meißel durch die Verantwortlichen persönlich!

Marcus
Quizfrage an die Projektanten: Was passiert wohl mit der Oberfläche wenn sich die TBM in einen Haufen Rost verwandelt hat?

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine werksneue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.
Ladehilfe schrieb:

Quizfrage an die Projektanten: Was passiert wohl mit der Oberfläche wenn sich die TBM in einen Haufen Rost verwandelt hat?

Ist doch egal, bis dahin sind die Boni gezahlt und die Verträge längst ausgelaufen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Geht vermutlich so nicht

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 15.08.17 16:52

Du vergisst, dass du dann erstmal eine weiße Wanne haben müsstest. Denn der Grundwasserspiegel ist sehr hoch. Das läuft auf ein dauerhaftes 'Überwerfungs-'/Kreuzungsbauwerk hinaus. Also:
Bohrpfahlwände beidseits der beiden Tunnelröhrentrassen. Darauf dann eine Balkendecke. Damit sind die notwendigen Stützweiten klein genug.
Für die Bohrpfähle braucht es zeitweise Streckensperrungen (mind. Wochenendsperren, eher länger), die Balkendecke kann man einschieben seitlich.
Wenn das fertig ist und der Verkehr oben wieder rollt, kann man unten, im Wasser, den Betonkorken meißeln. Ob man diese Grube trocken bekäme, ist eine Frage ob man unter dem Pfropfen WU-Beton hereinbekommt.
Hallo

die Bilder vom Fortschritt auf der Webseite scheinen doch ganz gut zu stimmen.
Vergleicht man die Situation mit Google Earth, so stellt die eingezeichnete rote Linie die fehlenden 56 m bis zum östlichen Zielschacht dar, die gelbe Linie die Lage/Länge der TBM mit 80 Metern

https://abload.de/img/zwischenablage03eksn3.jpg

Die Absenkung ist im hinteren Drittel (oben) der Maschine, wenige m südlich der Signale.

Gruß contrans



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:08:15:17:19:10.
Ladehilfe schrieb:

Quizfrage an die Projektanten: Was passiert wohl mit der Oberfläche wenn sich die TBM in einen Haufen Rost verwandelt hat?

Verblüffende Antwort: Das Gelände hebt sich wieder, denn durch die Verbindung mit Sauerstoff vergrößert sich das Volumen des Eisenklumpens da unten im Loch.
Braucht man also nur lange genug zu warten, dann wird auch das Gleis wieder gerade. Vielleicht.

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