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[RLP] 3 neue und 1 sanierte Brücke [KBS 629, ex423]

geschrieben von: ETLO 528

Datum: 14.02.17 21:42

Im Regionalnetz Westerwald (-Lahn-Eifel) investiert die DB Netz in diesem Jahr rund 12-14 Mio. Euro.
Im Bereich der Unterwesterwaldbahn [Limburg-Montabaur] werden zwischen Staffel und Dreikirchen sowie
bei Girod drei Brücken erneuert und eine Talbrücke saniert. Dafür wird die Strecke vom 4. Aug. bis 18. Sept.
voll gesperrt. Hinzu kommen Arbeiten zur Gleiserneuerung und in mehreren Bereichen die Beseitigung von
Schlammstellen.

Hierzu ein Artikel aus der regionalen Tageszeitung:
[www.nnp.de]

Darüber hinaus erfolgt über 10 Monate eine Sanierung des Viaduktes im Stadtgebiet von Hadamar. Dort wird die
Strecke vom 4. Mai bis 14. August gesperrt. Das SEV-Konzept sieht von Mo-Fr Pendelzüge zwischen Limburg und
Hadamar vor, zwischen Hadamar und Westerburg einen SEV mit Bussen, der an WE und Feiertagen die Gesamt-
strecke (Limburg-Westerburg) bedient.

Nach der Wiedereröffnung sollen vom 21. Aug bis 15. September auch die umgeleiteten Ton- und Fliesenzüge über
die sanierte Brücke rollen. Mit werktäglich zwei Zugpaaren soll die Belieferung der Fliesenindustrie in Norditalien mit
Westerwälder Ton aufrecht erhalten werden. Die Züge sollen von Siershahn über die Holzbachtalbahn (Weba-Strecke)
nach Altenkirchen und weiter über Hachenburg nach Limburg fahren. In der Planung ist der Einsatz von Class 77 (DB-
Baureihe 247) ... Man darf gespannt sein.

Gruß
ETLO 528
ETLO 528 schrieb:


Nach der Wiedereröffnung sollen vom 21. Aug bis 15. September auch die umgeleiteten Ton- und Fliesenzüge über
die sanierte Brücke rollen. Mit werktäglich zwei Zugpaaren soll die Belieferung der Fliesenindustrie in Norditalien mit
Westerwälder Ton aufrecht erhalten werden. Die Züge sollen von Siershahn über die Holzbachtalbahn (Weba-Strecke)
nach Altenkirchen und weiter über Hachenburg nach Limburg fahren. In der Planung ist der Einsatz von Class 77 (DB-
Baureihe 247) ... Man darf gespannt sein.

Gruß
ETLO 528

Hallo,

kommt dann, wenn die Brücken zwischen Limburg und Siershahn saniert sind, das Ende der Strecke Selters/Ww - Altenkirchen?
Die Strecke stand doch vor einem Jahr schon mal vor der Auflassung, und es scheint direkt so, als hätte DB Netz oder Cargo dafür gesorgt, dass die Strecke erst dann stillgelegt wird, wenn die Umleitungsverkehre abgeschlossen sind. Von "aktiven" Verbesserungen an dieser Strecke habe ich nichts gelesen; braucht man ja auch nicht für zwei oder drei Monate Restlebensdauer. Vielleicht werden auch die Schienen noch mal richtig kaputtgeschaukelt...
Ich sehe also in dieser sehr postiven Nachricht für die Strecke Limburg - Siershahn bereits das Ende der anderen Strecke.

Gruß

Christof
Hallo Christof,
schon der bestehende Güterverkehr mit den schweren Coilwagen bringt Achslasten bis 22,5t
auf die Strecke Altenkirchen-Selters-Siershahn - mit einer Jahrestonnage von über 205.000t.
Allerdings sind vor Beginn des Umleiterverkehrs in einem Sofortprogramm verschiedene Arbeiten
erforderlich. Gerne hätte die Weba (als zuständiges EIU) eine umfassende Sanierung und Ertüch-
tigung mit den Fördermitteln nach dem SGFFG (50%), des Landes (35%) und der drei Anlieger-
kreise in diesem Jahr durchgeführt. Dem steht aber immer noch die Beschwerde des Schütz-
Konkurrenten Werit aus Altenkirchen bei der EU-Kommission entgegen. Solange es von dort kein
"Grünes Licht" gibt, gibt es keine Fördermittel. Aus diesem Grunde ist der Umleiterverkehr sogar
durchaus hilfreich, um das "Werit-Argument" der ausschließlichen Schütz-Bedienung aus der Welt
zu schaffen.
Drücken wir der Umwelt, der Weba und DB Cargo die Daumen, dass der (Stahl-)Verkehr auf der
Schiene bleibt und hoffen auf Hirn bei den Verantwortlichen der Firma Werit, damit diese Firma
ihre Stahllieferungen ebenfalls per Bahn nach Altenkirchen anliefern lässt, statt gegen die Schiene
zu prozessieren.

Gruß
ETLO 528