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Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: cinéma

Datum: 01.11.12 18:36

Zitat:
Siegstrecke

Bahnverkehr soll besser werden


30.000 Menschen täglich fahren mit den Zügen auf der Siegtalstrecke. Das Angebot ist offenbar attraktiv, doch über mangelnde Zuverlässigkeit und Komfort gibt es permanent Klagen. Der VRS hat Maßnahmen zur Verbesserung angekündigt. […]

[www.ksta.de]

Vielleicht sollte man die Einrichtung der S19 vorziehen, aber dafür fehlen bestimmt die Fahrzeuge. Wird Zeit ET430 zu bestellen…

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: elric

Datum: 01.11.12 20:46

Haha, die DoStos sind Luxuszüge gegenüber den Talent-Zügen?

Wohl wahr, das wussten wir doch alle vorher...

Aber es wussten einige ja besser, die vermutlich nie in diesen Zügen fahren müssen...

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 01.11.12 20:48

Nur großes Blablabla vom VRS mehr nicht. Passieren wird da gar nichts, denn die Fahrzeuge ändern sich nicht und wie der VRS-Sprecher schon sagte sind längere Züge auch nicht möglich. Es kommt wie es kommen muss nämlich ein totales Desaster. Mal schauen wie es am 11.11.12 z.B. wird oder an den Adventswochenenden.

Eigentlich sollte man den kompletten VRS-Vorstand mal dazu verdonnern 2-3 Monate lang zwischen Eitdorf und Köln in der 2 Klasse zu pendeln. Macht bestimmt Spass morgens in der Woche immer erst mal 35 Minuten im Talent II zur Arbeit zu stehen.

Die DB Regio NRW hat das Desaster wohl auch schon auf sich zukommen sehen und ist nun der lachende Sieger. Zusätzliche Kapazitäten wird man sich fürstlich bezahlen lassen vom VRS.

Auf den RE 7 kommen bald auch E-Triebwagen immerhin wird es hier ein paar Sitzplätze mehr geben (echt lobenswert vom VRS).

Zitat:
Vielleicht sollte man die Einrichtung der S19 vorziehen, aber dafür fehlen bestimmt die Fahrzeuge. Wird Zeit ET430 zu bestellen…

Was sollte so eine S19 bitte bringen? Wozu braucht man 5 Züge pro Stunde zwischen Hennef und Köln? Wenn du mich fragst absoluter Schwachsinn. Eigentlich würde es reichen, wenn man die S12 im 30 Minuten-Takt von Köln bis Au (Sieg) durchbindet und dafür den RE 9 (mit mehr Kapazität) beschleunigt.

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: ServiceStore

Datum: 01.11.12 21:13

Auch in den Talenten II finden sich am Anfang und Ende des Zugverbandes immer noch Plätze. Für diese Strecke ist der Talent II aufgrund seines Beschleunigungsvermögen ein hervoragendes Fahrzeug. Die Klappsitzes in den Einstiegsbereichen scheinen eine VRS Vorliebe zu sein. Im kölner Dieselnetz gib es sie auch. Auf sie sollte man wegen des Zeitverlust beim Fahrgastwechsel besser verzichten.

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: SaxoniaBahner

Datum: 01.11.12 21:39

Man kann's ja auch nicht auf den Talent 2 schieben. Denn dieser macht sich zwischen Leipzig und Dresden sehr sehr gut ( nutze ihn täglich ). Ich als Sachse kann natürlich nicht die Verhältnisse auf dem RSX beurteilen aber der Fehler liegt dort meiner Meinung nach ganz klar bei den Auftraggebern.

Wie verhält sich das dort eig mit der neuen Dosto-Garnitur? Laut dem Artikel soll sie ja öfters ausfallen oder habe ich das falsch aufgefasst?

Grüße von der KBS 500

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: cinéma

Datum: 01.11.12 22:43

Fahrplanschreiber schrieb:
-------------------------------------------------------
> Was sollte so eine S19 bitte bringen? Wozu braucht
> man 5 Züge pro Stunde zwischen Hennef und Köln?
> Wenn du mich fragst absoluter Schwachsinn.

Die S19 würde die S12 zwischen Hennef und Au zum 30 Minutentakt verdichten und über Flughafen verkehren.


> Eigentlich würde es reichen, wenn man die S12 im
> 30 Minuten-Takt von Köln bis Au (Sieg) durchbindet
> und dafür den RE 9 (mit mehr Kapazität)
> beschleunigt.

Ein 30 Minutentakt im Stadtgebiet Köln geht gar nicht, da ist der 20 Minutentakt schon zu wenig.

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: DVP

Datum: 01.11.12 23:03

ServiceStore schrieb:
-------------------------------------------------------
> Auch in den Talenten II finden sich am Anfang und
> Ende des Zugverbandes immer noch Plätze. Für diese
> Strecke ist der Talent II aufgrund seines
> Beschleunigungsvermögen ein hervoragendes
> Fahrzeug. Die Klappsitzes in den
> Einstiegsbereichen scheinen eine VRS Vorliebe zu
> sein. Im kölner Dieselnetz gib es sie auch. Auf
> sie sollte man wegen des Zeitverlust beim
> Fahrgastwechsel besser verzichten.

In den neuen Zügen des Kölner Dieselnetzes hat man auf die Anbringung von Klappsitzen in den Türbereichen verzichtet um den Fargastfluss zu beschleunigen. Um aber nicht zu viele Sitzplätze zu verlieren wurde im Gegenzug die Anzahl der Türen reduziert.

Wie im Artikel aber auch steht, wurden die Fahrgäste gezählt und man hat anschließend noch einen Puffer dazugerechnet. Scheinbar sind die Fahrgastzahlen nun aber so gut wie explodiert so dass dieser Puffer nicht ausreicht. Zuvor fuhren die Doppelstockzüge aber einiges an Luft durch die Gegend, deshalb war die Reduzierung der Plätze zum Ausschreibungsstart schon richtg gewesen.

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.11.12 07:25

Hallo zusammen

Fahrgastzählern kann man so wieso nicht trauen.Machen sie doch einfach ein paar striche auf,s Papier und gut ist.


Mfg

Carsten

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.11.12 16:11

Zitat:
Die S19 würde die S12 zwischen Hennef und Au zum 30 Minutentakt verdichten und über Flughafen verkehren.

Die S19 ist im Grunde das gleiche wie der heutige RE-Verstärker in der HVZ. Die S19 würde genau diese Trasse nehmen nur mit dem Unterschied das über Flughafen gefahren werden würde.

Zitat:
Ein 30 Minutentakt im Stadtgebiet Köln geht gar nicht, da ist der 20 Minutentakt schon zu wenig.

Und ich halte das derzeitige Zugangebot Köln-Troisdorf für eine Frechheit. Dort fahren insgesamt 6 S-Bahnen und 3 (während der HVZ sogar 4) RE/RB-Züge pro Stunde während z.B. linksrheinisch nach Bonn gerademal lumpige 3 Züge fahren.

Ich bin durchaus auch für eine S19 aber nur wenn die S12 auf 30 Minuten-Takt umgestellt würde. Ich finde 4 Züge Köln-Hennef pro Stunde reichen alle mal. Du solltest vielleicht auch mal darauf achten, dass es Schwachlastzeiten Mo-Fr gibt und diese liegen zwischen 10-14 Uhr. In dieser Zeit befördert der 20 Minuten-Takt größtenteils Luft durch die Gegend.


Ich bin nicht gegen die S19 aber 5 Züge pro Stunde von Köln nach Hennef den ganzen Tag über halte ich für total übertrieben. Hier in Erftstadt ist das Busangebot so zurückgefahren worden, dass außerhalb der HVZ nur ein Stundentakt angeboten wird. Irgendwie muss das alles auch finanziert werden...

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 02.11.12 16:31

Carsten Mueller schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo zusammen
>
> Fahrgastzählern kann man so wieso nicht
> trauen.Machen sie doch einfach ein paar striche
> auf,s Papier und gut ist.


Bitte mehr Sachlichkeit: Schlechten Fahrgaszählern kann man nicht trauen, guten schon. Empfinde das durchaus als eine Verunglimpfung. Wobei aber auch dazugehört, dass Bezahler der Zählung dies auch kritisch kontrolliert und ein Interesse/ einen Auftrag zu korrekten Zahlen hat, was normalerweise der Fall sein dürfte. Gerade bei Fahrgastzählungen für die Mittelverteilung gibt es insbesondere immer viel Druck durch die Unternehmen, schließlich will jedes Unternehmen möglich stark an den Verbundeinnahmen beteiligt werden.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Carsten Mueller schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo zusammen
>
> Fahrgastzählern kann man so wieso nicht
> trauen.Machen sie doch einfach ein paar striche
> auf,s Papier und gut ist.
>

und Beamte sind faul, alle Deutschen essen Sauerkraut und Eisbein und tragen Lederhosen.
Es geht doch anscheinend nichts über ein paar gepflegte Vorurteile!

Ich denke, man kann davon ausgehen, daß die meisten Menschen die ihnen zugewiesenen Aufgaben ordentlich ausführen. Und falls man bei Verkehrserhebungen auf nicht valide (gültige) Werte kommt, dann muß sich der Auftraggeber fragen, ob er da vielleicht etwas falsch gemacht hat. Das Personal vor Ort kann nur das ausführen, was man ihm sagt und macht es in den allermeisten Fällen auch so.

Gruß aus Weidenau (Sieg) - Klaus
Carsten Mueller schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo zusammen
>
> Fahrgastzählern kann man so wieso nicht trauen.Machen sie doch einfach ein paar striche auf,s Papier und gut ist.
>
>
> Mfg
>
> Carsten

Was soll diese Verunglimpfung?
(Wenn man von etwas keine Ahnung hat, dann darf man gerne auch mal "die Fresse halten".)
Tatsache ist: Die im Auftrag von DB Regio NRW im Rahmen des Reisenden-Erfassungs-Systems (RES) erhobenen Daten sind belastbar. Neben regelmäßigen Kontrollzählungen findet ständig ein Abgleich mit Verkaufsdaten und anderen Erhebungen statt. Im Fall des Rhein-Sieg-Express (Linie RE 9) kommt aktuell sogar eine technische Plausibilisierung hinzu: die Neufahrzeuge der Linie sind mit Automatischen Fahrgast-Zählgeräten (AFZ) ausgestattet, und weil die Neufahrzeug-Flotte noch nicht komplett ist, wird bis jetzt parallel auch noch die herkömmliche RES-Stichprobe durchgeführt.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin

Re:Was bringt die ganze Zählerei bitte?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.11.12 21:25

Manchmal frage ich mich echt wie dumm der Besteller bzw. Entscheidungsträger eigentlich sind. Die Reisendenzahlen kennt man doch schon seit Jahren wozu also jetzt die Zählerei? Oder hat man etwa darauf spekuliert mit dem Sichtanschluss in Siegen werden künftig Fahrgäste vergrault (was man ja auch erfolgreich schon teilweise geschafft hat) und deswegen reichen auch E-Triebwagen.

Re: Re:Was bringt die ganze Zählerei bitte?

geschrieben von: DVP

Datum: 02.11.12 21:51

Fahrplanschreiber schrieb:
-------------------------------------------------------
> Manchmal frage ich mich echt wie dumm der
> Besteller bzw. Entscheidungsträger eigentlich
> sind. Die Reisendenzahlen kennt man doch schon
> seit Jahren wozu also jetzt die Zählerei? Oder hat
> man etwa darauf spekuliert mit dem Sichtanschluss
> in Siegen werden künftig Fahrgäste vergrault (was
> man ja auch erfolgreich schon teilweise geschafft
> hat) und deswegen reichen auch E-Triebwagen.


Die Fahrgastzahlen die dem Besteller vorliegen sind aus der Zeit vor der Ausschreibung. Entsprechend dieser Zahlen reichen die Talent2 Triebwagen völlig aus und die Doppelstockzüge sind überdiemensioniert. Selbst wenn man die Zahlen um 20 Prozent erhöht reichen die Talent2 Züge immernoch aus. Womit man nicht gerechnet hat ist, dass die Fahrgastzahlen um mehr als 20 Prozent steigen, weshalb die Kapazitäten jetzt doch nicht ganz ausreichen. Deshalb wird jetzt nochmal neu gezählt um das Angebot anzupassen.

Das zum damaligen Zeitpunkt weniger Fahrgäste im Zug saßen als es heute der Fall ist kann man dem Beseller doch nicht negativ anlasten. Also denke doch mal über deinen Standtpunkt nach.

Was die ganze Zählerei bringt

geschrieben von: Wolfgang Dietrich Mann

Datum: 02.11.12 22:33

Fahrplanschreiber schrieb:
-------------------------------------------------------
> Manchmal frage ich mich echt wie dumm der Besteller bzw. Entscheidungsträger eigentlich
> sind. Die Reisendenzahlen kennt man doch schon seit Jahren wozu also jetzt die Zählerei? Oder hat
> man etwa darauf spekuliert mit dem Sichtanschluss in Siegen werden künftig Fahrgäste vergrault (was
> man ja auch erfolgreich schon teilweise geschafft hat) und deswegen reichen auch E-Triebwagen.

Bis vor kurzem dachte ich noch, dass es an der Zeit ist, dass Sie mal Verantwortung in der Branche übernehmen, doch wenn ich diesen Beitrag lese, dann nehme ich davon Abstand. Sie nennen sich "Fahrplanschreiber" und erwecken damit den Eindruck, dass Sie von der Gestaltung des Eisenbahn-Angebots Ahnung hätten.

Sie meinen wohl, dass die Nachfrage immer und für alle Zeit konstant ist. Wenn man auf diese Weise die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, kann man natürlich wunderbar ein (scheinbar) otimales Angebot konzipieren und den "letzten Fahrplanwechsel" verkünden - danach gibt es ja nichts mehr zu verbessern.

Nur: Dummerweise richtet sich die Nachfrage nicht danach, was sich einige Zeitgenossen wie Sie am Schreibtisch bzw. Rechner ausdenken.

Die Entscheidungsträger und Besteller sind nicht alle dumm, die vom NVR/VRS mit Bestimmtheit nicht. Doch es gibt eben Fragestellungen, die auch Sie nicht beantworten können. Wie entwickelt sich die Nachfrage denn nun wirklich? Wie stark schwankt die Nachfrage von Tag zu Tag (es ist ja nicht so, dass die Züge jeden Tag überquellen, aber jeder einzelne Tag, an dem Fahrgäste stehen müssen, kann eine negative Medien-Berichterstattung auslösen, sofern man es mit einem stark fordernden Publikum zu tun hat, während andernorts in vergleichbaren Situationen die Kunden mehr Großmut zeigen). Dabei spielt sicherlich auch eine Rolle, ob zuvor lange Zeit überdimensionierte Kapazitäten zur Verfügung standen und es einige Zeitgenossen gewohnt sind, dass auch der Tasche ein eigener Sitzplatz zusteht (Mitreisende darauf anzusprechen, dass sie doch bitte die Tasche vom Sitz nehmen mögen und den Platz damit zu frei machen, muss sich nach einer Änderung des Fahrzeugkonzepts auch erst einspielen). In einer solchen Situation herauszufiltern, wo nun wirklich Handlungsbedarf besteht, ist auch für den NVR/VRS nicht ganz einfach. Dies aber ohne Daten und Fakten entscheiden zu wollen liefe im Endeffekt darauf hinaus, dass Kapazitäten dort erweitert werden, wo am lautesten geschrieen wird, und nicht dort wo der Bedarf am größten ist.

Dass die Nachfrage leidet, wenn eine zuvor umsteigefreie Verbindung (wie im konkreten Fall in Siegen) gebrochen wird, darf angenommen werden. Nur was hat das mit der Spitzenlast im Zulauf auf Köln zu tun? Nennen Sie mir einen Zug (Zugnummer), bei welchem die Brechung in Siegen die Spitzenlast im Knoten Köln reduziert. Der NVR/VRS hat diesen Effekt jedenfalls bestimmt nicht zur Schönrechnung herangezogen, so wie Sie das boshaft unterstellen.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin

Re: Was die ganze Zählerei bringt

geschrieben von: hloko

Datum: 03.11.12 00:05

Hallo,

ich stimme WDM voll zu. Bin viel mit der Bahn unterwegs und merke ein verändertes Reiseverhalten angesichts u.a. der Spritpreisentwicklung. Dies bezieht sich sowohl auf Pendler als auch auf Fernreisende. Daher mutet eine Aussage (" .....kennt man doch schon seit Jahren...") sehr weltfremd an.
Gruß, hloko

Re: Siegstrecke: Bahnverkehr soll besser werden

geschrieben von: cinéma

Datum: 03.11.12 03:23

Fahrplanschreiber schrieb:
-------------------------------------------------------

> Ich bin durchaus auch für eine S19 aber nur wenn
> die S12 auf 30 Minuten-Takt umgestellt würde. Ich
> finde 4 Züge Köln-Hennef pro Stunde reichen alle
> mal. Du solltest vielleicht auch mal darauf
> achten, dass es Schwachlastzeiten Mo-Fr gibt und
> diese liegen zwischen 10-14 Uhr. In dieser Zeit
> befördert der 20 Minuten-Takt größtenteils Luft
> durch die Gegend.

Die S-Bahn dient nicht nur dem Vorortverkehr, sondern hat eine wichtige innerstädtische Funktion. Dort reicht ein 30 Minutentakt definitiv nicht aus, auch nicht zwischen 10 und 14 Uhr. Vielleicht solltest Du mal etwas mehr mit der S-Bahn unterwegs sein, bevor Du urteilst. Mit den RBs oder MRBs ist das jedenfalls nicht gleich zu setzen.
Stell Dir mal den Halt Trimbornstraße vor, also den Haltepunkt für den bevölkerungsreichen Stadtteil Kalk. Dieser Stadtteil würde nach Deiner Vorstellung nur noch alle halbe Stunde mit dem Stadtbezirk Porz verbunden werden und das in einer Millionenstadt. Hast Du schon einmal über solche Details nachgedacht, bevor Du Forderungen formulierst?

Re: Was die ganze Zählerei bringt

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 03.11.12 11:53

Zitat:
Bis vor kurzem dachte ich noch, dass es an der Zeit ist, dass Sie mal Verantwortung in der Branche übernehmen, doch wenn ich diesen Beitrag lese, dann nehme ich davon Abstand. Sie nennen sich "Fahrplanschreiber" und erwecken damit den Eindruck, dass Sie von der Gestaltung des Eisenbahn-Angebots Ahnung hätten.

Es ist sicherlich richtig das ich so einiges beim tollen VRS/NVR nicht verstehe wie z.B. die Herabsetzung von RE-Linien auf RB-Niveau. Die Äste der RE-Linien 7 und 9 hat man nicht mehr zurückgetauscht mit der Konsequenz, dass der RE 9 10 Minuten einen Bahnsteig blockiert bzw. in Köln Hbf vom ICE Frankfurt-Brüssel überholt wird. Des weiteren scheint der NVR ja ernsthaft der Ansicht zu sein, dass spurstarke ET die Lösung ist. Man schaue auf den künftigen RE 7. Wiedereinführung der Kurzwende in Krefeld Hbf dazu gleich 2 Zusatzhalte in Wuppertal-Vohwinkel so wie Köln-Mülheim. Das Sitzplatzangebot wird etwa um einen Wagen erhöht zu heute und das soll die gesamte Vertragslaufzeit dann reichen. Eine spätere Erhöhung ist nicht möglich wegen der Bahnsteiglängen.

Beim RE 9 hat man das gleiche gemacht. Der spurstarke ET schafft das alles schon. Zusätzlicher Halt in Porz (Rhein) wo das Angebot ja so schlecht ist und zuverlässigen 4 Minutenanschluss in Siegen. Der zusätzliche Halt in Porz (Rhein) vernichtet den einzig größeren Puffer den der RE 9 hatte. Das der Talent II nicht ausreicht hat fast jeder gesagt nur der NVR wusste es besser.

Zitat:
Sie meinen wohl, dass die Nachfrage immer und für alle Zeit konstant ist. Wenn man auf diese Weise die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, kann man natürlich wunderbar ein (scheinbar) otimales Angebot konzipieren und den "letzten Fahrplanwechsel" verkünden - danach gibt es ja nichts mehr zu verbessern.

Ich hätte alles daran gesetzt ein durchgehendes Angebot Frankfurt-Aachen auf die Beine zu stellen und das mit sechsteiligen Dosto-ET. Auf Zusatzhalte wie Porz (Rhein) würde ich gänzlich verzichten. Auch der RE-Halt Herchen muss nicht unbedingt sein. Kurz zusammengefasst. Mehr Kapazität, attraktive Direktverbindung nach Frankfurt, so wie höhere Zuverlässigkeit bei der Pünktlichkeit.

Zitat:
Dass die Nachfrage leidet, wenn eine zuvor umsteigefreie Verbindung (wie im konkreten Fall in Siegen) gebrochen wird, darf angenommen werden. Nur was hat das mit der Spitzenlast im Zulauf auf Köln zu tun? Nennen Sie mir einen Zug (Zugnummer), bei welchem die Brechung in Siegen die Spitzenlast im Knoten Köln reduziert. Der NVR/VRS hat diesen Effekt jedenfalls bestimmt nicht zur Schönrechnung herangezogen, so wie Sie das boshaft unterstellen

Mit dem Zulauf auf Köln hat Siegen nicht viel zu tun außer man wartet Anschlüsse ab. Dennoch würde mit Porz (Rhein) ein zusätzlicher Halt eingefügt wo nicht wenige Leute wohnen und eben für Porz (Rhein) ist der RE 9 jetzt die schnellste Verbindung nach Köln Hbf oder Troisdorf. Das heißt hier steigen noch zusätzlich Leute in den eh schon vollen RE 9 ein.

Re: Was die ganze Zählerei bringt

geschrieben von: cinéma

Datum: 03.11.12 12:55

Was hat der VRS mit Frankfurt zu tun? Anderer Verbund, anderes Bundesland.

Direktverbindungen nach Frankfurt gibt es genug, die nennen sich ICE.

Re: Was die ganze Zählerei bringt

geschrieben von: cinéma

Datum: 03.11.12 12:56

Fahrplanschreiber schrieb:
-------------------------------------------------------

>
> Mit dem Zulauf auf Köln hat Siegen nicht viel zu
> tun außer man wartet Anschlüsse ab. Dennoch würde
> mit Porz (Rhein) ein zusätzlicher Halt eingefügt
> wo nicht wenige Leute wohnen und eben für Porz
> (Rhein) ist der RE 9 jetzt die schnellste
> Verbindung nach Köln Hbf oder Troisdorf. Das heißt
> hier steigen noch zusätzlich Leute in den eh schon
> vollen RE 9 ein.

Damit gibst Du zu, dass der Halt in Porz sinnvoll ist, denn der Bedarf ist ja da.
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