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Re: Das lustige ist ja...

geschrieben von: Railchris

Datum: 05.08.26 23:11

gastronomie1916 schrieb:
... die Tochter (oder was auch immer) names NordWestBahn fährt im OWL-Netz auch bei über 30 °C nahezu ohne Ausfälle mit den Talenten.
Bei 30° noch nicht, aber vielleicht wärmer darf es dann nicht mehr werden. Aber ca. 35° fährt in OWL kein Eurobahn-Talent mehr, und von den NWB-Talent auch nur noch wenige.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Was hier in der Diskussion völlig unbeachtet bleibt, und das dürfte der Grund sein warum der Aufgabenträger sich das recht widerspruchslos gefallen lässt, ist, dass die Linie eigentlich genauso wie die 31, 36 und 41 seit Dezember 2025 auf CAF- Bemu umgestellt sein sollte und das nach der Ausschreibung 2021 durch DB Regio gefahren werden sollte. Da die CAF jedoch nicht fristgerecht liefern konnte und DB Regio kein alternatives Material zur Verfügung stellen konnte/ wollte, wurde der Ursprungsvertrag mit der RRB um ein Jahr verlängert (wer weiß ob es dieses Jahr klappt?!). Die investieren natürlich nur noch das Notwendigste in die alten und schon vorher heruntergefahrenen Fahrzeuge. Deswegen fehlt es auch auf der 31, 36 und 44 fast das ganze Fahrplanjahr und führte zumindest auf der 31 und 44 zu kurzfristigen Ersatzbestellungen recht geräuschlos durch den Aufgabenträger (auf der 36 fuhren ewig Busse). Das führt auch auf der 10 zu den dortigen Zuständen und recht geräuschlosen Ersatzbestellungen. Der 10'er Vertrag läuft m.W. noch bis Ende 2028. Das ist natürlich für die RRB gegen die Planungen. Das soll nichts beschönigen, denn die Firma lässt sich das ja auch gut bezahlen ohne die Leistung zu erbringen. Und der Verkehrsverbund ist in der Zwickmühle, stünde er doch bei Kündigung einer Seite ohne alles da!

Auch die Mähr, dass Eurobahn und NWB keine Probleme haben stimmt so nicht. Die fahren einfach ohne Klimaanlage.... da gab es bei der Eurobahn vor 4 Wochen auch einen hier irgendwo diskutierten Vorfall bei Lage. Der VT kocht, bleibt stehen und es kommt zu gesundheitsgefährdeten Zuständen wegen nicht funktionierender Klima.... NWB und Eurobahn händeln das nur anders indem sie es versuchen nicht zu kommunizieren. Die Zustände im V-Netz der Eobahn sind hier auch oft genug kritisiert worden und führte zu Ersatzbestellungen. Vielleicht ist die Entscheidung der RRB nur konsequent und dient zumindest (angenommen) dem Schutz von Reisenden und Personal im Wissen, dass die Kisten Probleme bekommen. Auch die 26°C scheinen zwar willkürlich, wenn man aber bedenkt, dass so eine Kiste in freier Pläne mit einer leidlich bis gar nicht funktionierenden Klima stehen bleibt und die Sonne ihre ganze Wirkung entfalten kann und im inneren dadurch schnell erheblich höhere bis zur Gesundheitsgefahr steigende Temperaturen und Luftzustände entstehen...

Nur mal so als Denkanstöße

MfG maschwa

Re: Die Aldi-Triebwagen machen schlapp.

geschrieben von: bsbw

Datum: 06.08.26 00:15

WIDERSPRCUH zu dieser Aussage: "Vor drei Jahrzehnten hat man nämlich mit anderen Temperaturen gerechnet, die eher nach „Mitteleuropäischer Sommer“ klangen und nicht nach „Backofenmodus“".
Schon in den 80er Jahren wurde regelmäßig vom kommenden Klimawandel gesprochen. Nur wollte kein Entscheider in Vorleistung gehen.
Dumm nur, dass Bahnfahrzeuge oft länger als 20 Jahre, üblich sind eher 30-40 Jahre, unterwegs sind.


Hochgeschwindigkeitsstrecke schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Die Aldi-Triebwagen machen schlapp.

Was war das ein Geschrei damals, als kritische Stimmen davor warnten, das ganze alte Rollmaterial zu verschrotten.
Hier ein paar Fakten zu den üblichen Stammtischparolen eines selbsternannten Bahn‑Flüsterers:

Die „Aldi‑Triebwagen“ sind seit fast 30 Jahren unterwegs und wirken dabei erstaunlich lebendig.
Schlapp machen sie nicht, nur die Klimaanlagen geraten ins Schwitzen. Vor drei Jahrzehnten hat man nämlich mit anderen Temperaturen gerechnet, die eher nach „Mitteleuropäischer Sommer“ klangen und nicht nach „Backofenmodus“.

Aber wenn wir hier ehrlich sind, dass ist vorallem ein Problem der Wartung bei der RheinRuhrBahn. Bei anderen Firmen laufen die Klimaanlagen bei solchen Temperaturen, auch bei den "Aldi-Triebwagen"

Übrigens die "Aldi-Triebwagen" hatten bei der Einführung den Beinamen "ICE des Nahvekehrs"
Im Gegensatz zu einer Auferlegung gehören zu einer freihändigen Vertragsverlängerung aber immer zwei, die aus freien Stücken handeln und dazu ja sagen. Hier ein Aufgabenträger und da ein EVU.

Un das EVU bzw. dessen Management signalisiert damit, dass es sich fest zutraut, den Vertrag auch in der jahrelangen Verlängerung vollständig und zuverlässig zu erfüllen. Was daraus geworden ist, ist bekannt und wird bei DSO immer wieder diskutiert. So eine Situation stellt sich ja nicht plötzlich schicksalhaft über Nacht ein. Das war alles vorher bekannt, ganz sicher auch dem Aufgabenträger.

Dann hätte TDRR das Ersuchen des VRR besser direkt ablehnen sollen und sagen, wir wollen das nicht mehr und wir können das auch nicht mehr mit diesen durch extrem mangelhafte Wartung betriebswirtschaftlich unrettbar verschlissenen Fahrzeugen am Ende ihrer Lebensdauer. Das wird nichts mehr bis Ende 2027/28/29, was man den Fahrgästen guten Gewissens zumuten könnte. Dann hätte zusammen mit der DB eine andere große Lösung hergemusst.

CAF ist zwei Jahre im Verzug, das liegt aber auch am VRR, weil dieser noch in der Bauphase der ersten Fahrzeuge erhebliche konstruktive Änderungen haben wollte, z.B. eine Lademöglichkeit an 400 Volt. Auch daher ist es da so ruhig.

Der neue Zeitplan ist folgender. Daraus lassen sich auch die Vertragsverlängerungen für TDRR und ihre Linien um jeweils zwei Jahre ableiten.

RB31, RB36 und RE44: Planwechsel Ende 2027
RE10: Planwechsel Ende 2028
RE14: Planwechsel Ende 2029

TDRR hat zu dem Allem Ja und Amen gesagt. "Wir schaffen das!" Und das VRR wollte das wider besseren Wissens glauben. Hier gibt es keine Unbeteiligten oder Unschuldigen.

maschwa schrieb:
Was hier in der Diskussion völlig unbeachtet bleibt, und das dürfte der Grund sein warum der Aufgabenträger sich das recht widerspruchslos gefallen lässt, ist, dass die Linie eigentlich genauso wie die 31, 36 und 41 seit Dezember 2025 auf CAF- Bemu umgestellt sein sollte und das nach der Ausschreibung 2021 durch DB Regio gefahren werden sollte. Da die CAF jedoch nicht fristgerecht liefern konnte und DB Regio kein alternatives Material zur Verfügung stellen konnte/ wollte, wurde der Ursprungsvertrag mit der RRB um ein Jahr verlängert (wer weiß ob es dieses Jahr klappt?!). Die investieren natürlich nur noch das Notwendigste in die alten und schon vorher heruntergefahrenen Fahrzeuge. Deswegen fehlt es auch auf der 31, 36 und 44 fast das ganze Fahrplanjahr und führte zumindest auf der 31 und 44 zu kurzfristigen Ersatzbestellungen recht geräuschlos durch den Aufgabenträger (auf der 36 fuhren ewig Busse). Das führt auch auf der 10 zu den dortigen Zuständen und recht geräuschlosen Ersatzbestellungen. Der 10'er Vertrag läuft m.W. noch bis Ende 2028. Das ist natürlich für die RRB gegen die Planungen. Das soll nichts beschönigen, denn die Firma lässt sich das ja auch gut bezahlen ohne die Leistung zu erbringen. Und der Verkehrsverbund ist in der Zwickmühle, stünde er doch bei Kündigung einer Seite ohne alles da!

[...]

Nur mal so als Denkanstöße

MfG maschwa
Ruhrrevierbahner schrieb:
Im Gegensatz zu einer Auferlegung gehören zu einer freihändigen Vertragsverlängerung aber immer zwei, die aus freien Stücken handeln und dazu ja sagen. Hier ein Aufgabenträger und da ein EVU.

Un das EVU bzw. dessen Management signalisiert damit, dass es sich fest zutraut, den Vertrag auch in der jahrelangen Verlängerung vollständig und zuverlässig zu erfüllen. Was daraus geworden ist, ist bekannt und wird bei DSO immer wieder diskutiert. So eine Situation stellt sich ja nicht plötzlich schicksalhaft über Nacht ein. Das war alles vorher bekannt, ganz sicher auch dem Aufgabenträger.

Dann hätte TDRR das Ersuchen des VRR besser direkt ablehnen sollen und sagen, wir wollen das nicht mehr und wir können das auch nicht mehr mit diesen durch extrem mangelhafte Wartung betriebswirtschaftlich unrettbar verschlissenen Fahrzeugen am Ende ihrer Lebensdauer. Das wird nichts mehr bis Ende 2027/28/29, was man den Fahrgästen guten Gewissens zumuten könnte. Dann hätte zusammen mit der DB eine andere große Lösung hergemusst.

CAF ist zwei Jahre im Verzug, das liegt aber auch am VRR, weil dieser noch in der Bauphase der ersten Fahrzeuge erhebliche konstruktive Änderungen haben wollte, z.B. eine Lademöglichkeit an 400 Volt. Auch daher ist es da so ruhig.

Der neue Zeitplan ist folgender. Daraus lassen sich auch die Vertragsverlängerungen für TDRR und ihre Linien um jeweils zwei Jahre ableiten.

RB31, RB36 und RE44: Planwechsel Ende 2027
RE10: Planwechsel Ende 2028
RE14: Planwechsel Ende 2029

TDRR hat zu dem Allem Ja und Amen gesagt. "Wir schaffen das!" Und das VRR wollte das wider besseren Wissens glauben. Hier gibt es keine Unbeteiligten oder Unschuldigen.

maschwa schrieb:
Was hier in der Diskussion völlig unbeachtet bleibt, und das dürfte der Grund sein warum der Aufgabenträger sich das recht widerspruchslos gefallen lässt, ist, dass die Linie eigentlich genauso wie die 31, 36 und 41 seit Dezember 2025 auf CAF- Bemu umgestellt sein sollte und das nach der Ausschreibung 2021 durch DB Regio gefahren werden sollte. Da die CAF jedoch nicht fristgerecht liefern konnte und DB Regio kein alternatives Material zur Verfügung stellen konnte/ wollte, wurde der Ursprungsvertrag mit der RRB um ein Jahr verlängert (wer weiß ob es dieses Jahr klappt?!). Die investieren natürlich nur noch das Notwendigste in die alten und schon vorher heruntergefahrenen Fahrzeuge. Deswegen fehlt es auch auf der 31, 36 und 44 fast das ganze Fahrplanjahr und führte zumindest auf der 31 und 44 zu kurzfristigen Ersatzbestellungen recht geräuschlos durch den Aufgabenträger (auf der 36 fuhren ewig Busse). Das führt auch auf der 10 zu den dortigen Zuständen und recht geräuschlosen Ersatzbestellungen. Der 10'er Vertrag läuft m.W. noch bis Ende 2028. Das ist natürlich für die RRB gegen die Planungen. Das soll nichts beschönigen, denn die Firma lässt sich das ja auch gut bezahlen ohne die Leistung zu erbringen. Und der Verkehrsverbund ist in der Zwickmühle, stünde er doch bei Kündigung einer Seite ohne alles da!

[...]

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MfG maschwa
Vielleicht wäre es besser, wenn DB Regio NRW auf den bereits gewonnen Linien vom AT zur Unterstützung beauftragt. Es dürften nach und nach in Köln so einige LINT 54 und 81 freiwerden, z.B. durch die Eifelelektrifizierung.
Alternativ könnte man Linien in elektrifizierte(mit Ersatzzügen, z.B. 425 von Gebrauchtzug oder Mireo von SmartTrainLease) und nicht elektrifizierte Abschnitte wie folgt trennen:
RE10a Düsseldorf<->Krefeld
RE10b Krefeld<->Kleve
RB31a Duisburg<->Millingen
RB31b Millingen<->Xanten
RE14a Essen<->Gladbeck West
RE14b Gladbeck West<->Borken/Coesfeld
gbstngrtz schrieb:
Es wird einfach immer peinlicher was in diesem Land abgeht !!!

Wenn man kein Schaden im Gehirn hat kann man das alles nicht mehr nachvollziehen !!!
Nachvollziehen kann man das schon, es ist ganz einfach: der Betreiber hat keinen Bock die Triebwagen-Kisten vernünftig zu warten (die baugleichen Talente der DB zeigen keine Auffälligkeiten) und der Verkehrsvertrag gibt dem Verband kaum Möglichkeiten das zu sanktionieren. Leider.

Dein Herumtoben spricht eher für einen Schaden.... Nur wo?

Schlimm ist eigentlich nur das jedesmal die Busse antraben die dann (angeblich) in gleicher Fahrplanlage fahren sollen. Dabei braucht der Bus min. 30 Minuten länger.

Unbürokratisch dann wenigstens eine alte Wanderdüne o.a. zwischen Borken und Dorsten pendeln zu lassen ist angeblich nicht möglich.

Peter
bollisee schrieb:
Es ist aber die Rede von 26° und nicht von 36°. Vielleicht hast Du das ja überlesen?
Vielleicht wirfst Du noch einen Blick auf meinen vorletzten Absatz. Vielleicht hast Du den, ganz sicher nur aus Versehen, überlesen?! Passiert den Besten 😉

Viele Grüße

Hochgeschwindigkeitsstrecke




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.26 07:46.
Lippstädter schrieb:
Hochgeschwindigkeitsstrecke,
Du meinst, vor drei Jahrzehnten waren Temperaturen von über 26 Grad im Sommer nicht realistisch und auch nicht vorstellbar?
Nein, vor drei Jahrzehnten hat man Klimaanlagen für Temperaturen knapp über 30 Grad bestellt. Mit fast 30 Jahren auf dem Buckel stoßen die nun schlicht an ihre Grenzen. Dazu kommen die bekannten Wartungsprobleme der RheinRuhrBahn. Aber das hatte ich ja bereits im Ursprungsbeitrag erklärt, erstaunlich, dass das offenbar niemand liest.

Viele Grüße

Hochgeschwindigkeitsstrecke
8erberg schrieb:
gbstngrtz schrieb:
Es wird einfach immer peinlicher was in diesem Land abgeht !!!

Wenn man kein Schaden im Gehirn hat kann man das alles nicht mehr nachvollziehen !!!
Nachvollziehen kann man das schon, es ist ganz einfach: der Betreiber hat keinen Bock die Triebwagen-Kisten vernünftig zu warten (die baugleichen Talente der DB zeigen keine Auffälligkeiten) und der Verkehrsvertrag gibt dem Verband kaum Möglichkeiten das zu sanktionieren. Leider.

Dein Herumtoben spricht eher für einen Schaden.... Nur wo?

Schlimm ist eigentlich nur das jedesmal die Busse antraben die dann (angeblich) in gleicher Fahrplanlage fahren sollen. Dabei braucht der Bus min. 30 Minuten länger.

Unbürokratisch dann wenigstens eine alte Wanderdüne o.a. zwischen Borken und Dorsten pendeln zu lassen ist angeblich nicht möglich.

Peter

Die 643.2 in Aachen stehen ab spätestens 35 ° alle still, die meisten schon ab 30 °.



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Re: Faule Ausrede um vom Selbstverschulden abzulenken?

geschrieben von: Railchris

Datum: 06.08.26 08:51

Ruhrrevierbahner schrieb:
Es liegt der berechtigte Schluss nahe, dass im Gegensatz den andern EVU die Klimaanlagen schon seit geraumer Zeit einfach gar nicht mehr gewartet, geschweige denn instandgesetzt oder gar repariert werden. Das könnte auch den Schimmelbefall beim 643 360 ganz gut erklären.

Und ab 12 Uhr und/oder ab sonnigen 26 Grad wird es in diesen hohlen Blechbüchsen mit den treibhausgroßen Fenstern dann eben so lecker tropisch warm und feucht (Transpiration und Atem der Fahrgäste), dass die Geschäftsführung Panik bekommt, so in Richtung der Stichworte Kollaps, Notarzt und Streckenblockade.

Diese kleinen Notklappfensterchen bringen dann nämlich gar nichts. Also gleich nur noch Ersatzbus.

Was hier seit Umfirmierung von Nordwestbahn in Rhein-Ruhr-Bahn und dem freien betrieblichen Fall schon an zusätzlichen ungeplanten Kosten in vielfacher Millionenhöhe aufgelaufen ist, muss inzwischen BWL-seitig geradezu schwindelerregende Höhen erreicht haben, Kosten für Ausfälle mit Nichtentgeltung und Pönalen, für Not-SEV und Langfrist-Ersatz-EVU.

Ruhrpottgenosse schrieb:
Mir kommt das ganze ehrlich gesagt sehr fischig vor. Die NWB, Eurobahn und DB Regio haben mit ihren 643 im Münsterland bei weitem nicht solche Probleme mit der Hitze wie die RRB. Klar, es fehlen Zugteile hier und da oder es muss mit offenen Fenstern vereinzelt gefahren werden (der Talent war ja nie wirklich wetterfest), aber keiner stellt den Betrieb vollständig ein, außer die Rheinruhrbahn...und für mehrere Tage in Folge wohlgemerkt.
Hinsichtlich der Feuchtigkeit kommen noch die Wassermassen hinzu, die über Jahre Talenttypisch über undichte Dichtnähte eingedrungen sind und nun in Seitenwänden, Fußböden und Rahmen stehen.



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Wem gehören die Triebwagen denn?

geschrieben von: bahnfreundsiggi

Datum: 06.08.26 09:52

Der Eigentümer könnte da doch einschreiten und ggf. im Wege der fristlosen Kündigung des Mietvertrages da einen Zwang ausüben.

Ich weiß, dass in Baden-Württemberg die SFBW die Wartung und Pflege der vermieteten Fahrzeuge durch die Dekra überwachen lässt.
Ruhrpottgenosse schrieb:
Mir kommt das ganze ehrlich gesagt sehr fischig vor. Die NWB, Eurobahn und DB Regio haben mit ihren 643 im Münsterland bei weitem nicht solche Probleme mit der Hitze wie die RRB. Klar, es fehlen Zugteile hier und da oder es muss mit offenen Fenstern vereinzelt gefahren werden (der Talent war ja nie wirklich wetterfest), aber keiner stellt den Betrieb vollständig ein, außer die Rheinruhrbahn...und für mehrere Tage in Folge wohlgemerkt.
So schlimm wie bei der RRB, scheint es bei den Pfälzer Talenten von DB Regio nicht zu laufen, aber Probleme mit der Hitze haben sie hier auch. Die Klimaanlagen und Motoren unserer Talente machen aktuell bei Temperaturen > 35 °C regelmäßig schlapp, allerdings nicht schon bei 26 °C. Für solche Temperaturen sind die Züge vermutlich einfach nicht ausgelegt. Vormittags läuft der Betrieb noch normal, aber im Laufe des Nachmittags häufen sich dann Ausfälle wegen überhitzter Motoren.

Ein großes Problem bei unseren Talenten ist, dass Fahrgäste ohne Ahnung von Thermodynamik trotz spürbar arbeitender Klimaanlage, alle Klappfenster aufmachen, was dort noch ohne Vierkant geht. Dann hat die Klimaanlage natürlich keine Chance.

Generell spürt man den Talenten, so sehr ich sie auch mag, langsam ihr Alter an. Es gibt manchmal Getriebeprobleme oder den Ausfall eines Motors, was aber nicht immer Ausfällen oder größeren Verspätungen führt.

Viele Grüße
Eric


Meine Reiseberichte und Bahnen in der Südwestpfalz:
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.26 10:05.
Railchris schrieb:
Die 643.2 in Aachen stehen ab spätestens 35 ° alle still, die meisten schon ab 30 °.
Wie kann das denn sein? Die Fahrzeuge unterscheiden sich doch von Motoren und Getriebe (Ausnahme vermutlich Regiobahn) nicht. Und mit weniger Gewicht bei gleichen Leistungsdaten müsste die Belastung von Motoren und Anlagen insgesamt doch so viel geringer zum Dreiteiler ausfallen, dass die länger durchhalten müssen?
IC-Fan schrieb:
Vielleicht wäre es besser, wenn DB Regio NRW auf den bereits gewonnen Linien vom AT zur Unterstützung beauftragt. Es dürften nach und nach in Köln so einige LINT 54 und 81 freiwerden, z.B. durch die Eifelelektrifizierung.
Alternativ könnte man Linien in elektrifizierte(mit Ersatzzügen, z.B. 425 von Gebrauchtzug oder Mireo von SmartTrainLease) und nicht elektrifizierte Abschnitte wie folgt trennen:
RE10a Düsseldorf<->Krefeld
RE10b Krefeld<->Kleve
RB31a Duisburg<->Millingen
RB31b Millingen<->Xanten
RE14a Essen<->Gladbeck West
RE14b Gladbeck West<->Borken/Coesfeld
Zumindest auf der RB 31 ist das praktisch unmöglich, einfach aufgrund der geringen Wendezeit in Xanten und in die andere Richtung wird man am Fahrplan nichts drehen, weil es dann zu Konflikten im Duisburger Raum kommt und sich die Zugkreuzung in Moers auch nur sehr begrenzt nach Norden verschieben lässt. Man könnte höchstens ab Millingen SEV fahren lassen und dann halt komplett elektrisch.
Bei den anderen beiden Linien wird es wahrscheinlich auch nicht viel besser sein, zumal beim RE 14 auch die Frage ist, ob der Bahnhof Gladbeck West baulich für so eine Aktion überhaupt geeignet ist.
Abgesehen davon ist auch wie immer bei solchen Ideen die Frage offen, ob die Fahrzeuge überhaupt frei und nicht schon längst für andere Netze verplant sind. Die VTs die sonst für die DB unterwegs sind, sind ja zu großen Teilen auch alles andere als taufrisch

Re: Die Aldi-Triebwagen machen schlapp.

geschrieben von: bollisee

Datum: 06.08.26 11:37

Hochgeschwindigkeitsstrecke schrieb:
Lippstädter schrieb:
Hochgeschwindigkeitsstrecke,
Du meinst, vor drei Jahrzehnten waren Temperaturen von über 26 Grad im Sommer nicht realistisch und auch nicht vorstellbar?
Nein, vor drei Jahrzehnten hat man Klimaanlagen für Temperaturen knapp über 30 Grad bestellt. Mit fast 30 Jahren auf dem Buckel stoßen die nun schlicht an ihre Grenzen. Dazu kommen die bekannten Wartungsprobleme der RheinRuhrBahn. Aber das hatte ich ja bereits im Ursprungsbeitrag erklärt, erstaunlich, dass das offenbar niemand liest.
Eben, die Spezifikation war 32°C, allerdings hiess es damals noch Klimaanlage und nicht einfach Temperaturabsenkung, was einen Unterschied in der Leistungsfähigkeit macht.

Jetzt ist aber 26°C rein rechnerisch satt unter den 32°, die ich mal einfach voraussetze. In dem Sinne läuft da wohl bei der Wartung des Betreibers irgendetwas richtig schief. Und natürlich bei der Aufsicht des Bestellers, also die Landesbehörde, die den Regionalverkehr bestellt, scheint den Schlaf der Gerechten zu schlafen...
IC-Fan schrieb:
RE10a Düsseldorf<->Krefeld
Gibt es ja schon, nennt sich RB37 und pendelt von Krefeld Hbf nach Neuss Hbf. Dort besteht Anschluss an den RE6 nach Köln-Bonn-Flughafen, sodass die Relation Krefeld Hbf–Köln Messe Deutz im 30-Minuten-Takt (abwechselnd RE7 bzw. RB37+RE6) möglich wird. Einen zusätzlichen Zug von Krefeld nach Düsseldorf kannst du da nicht mehr vorquetschen.

Re: Wem gehören die Triebwagen denn?

geschrieben von: Ruhrrevierbahner

Datum: 06.08.26 11:48

Gehörten die nicht mal Angel Trains respektive Alpha Trains? Ich habe da irgendwie den Überblick verloren nach diversen Umbenennungen und Umfirmierungen. Dem jetzigen Eigentümer scheinen diese Zustände jedenfalls herzlich egal zu sein solange das Geld fließt.

Dem üblichen Wohnungsmieter wäre im übertragenen Fall schon lange wegen konsequenter Vernachlässigung der Mietsache die fristlose Kündigung zugestellt worden.

bahnfreundsiggi schrieb:
Der Eigentümer könnte da doch einschreiten und ggf. im Wege der fristlosen Kündigung des Mietvertrages da einen Zwang ausüben.

Ich weiß, dass in Baden-Württemberg die SFBW die Wartung und Pflege der vermieteten Fahrzeuge durch die Dekra überwachen lässt.

Re: Die Aldi-Triebwagen machen schlapp.

geschrieben von: bollisee

Datum: 06.08.26 11:48

bsbw schrieb:
WIDERSPRCUH zu dieser Aussage: "Vor drei Jahrzehnten hat man nämlich mit anderen Temperaturen gerechnet, die eher nach „Mitteleuropäischer Sommer“ klangen und nicht nach „Backofenmodus“".
Schon in den 80er Jahren wurde regelmäßig vom kommenden Klimawandel gesprochen. Nur wollte kein Entscheider in Vorleistung gehen.
Dumm nur, dass Bahnfahrzeuge oft länger als 20 Jahre, üblich sind eher 30-40 Jahre, unterwegs sind.


Hochgeschwindigkeitsstrecke schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Die Aldi-Triebwagen machen schlapp.

Was war das ein Geschrei damals, als kritische Stimmen davor warnten, das ganze alte Rollmaterial zu verschrotten.
Hier ein paar Fakten zu den üblichen Stammtischparolen eines selbsternannten Bahn‑Flüsterers:

Die „Aldi‑Triebwagen“ sind seit fast 30 Jahren unterwegs und wirken dabei erstaunlich lebendig.
Schlapp machen sie nicht, nur die Klimaanlagen geraten ins Schwitzen. Vor drei Jahrzehnten hat man nämlich mit anderen Temperaturen gerechnet, die eher nach „Mitteleuropäischer Sommer“ klangen und nicht nach „Backofenmodus“.

Aber wenn wir hier ehrlich sind, dass ist vorallem ein Problem der Wartung bei der RheinRuhrBahn. Bei anderen Firmen laufen die Klimaanlagen bei solchen Temperaturen, auch bei den "Aldi-Triebwagen"

Übrigens die "Aldi-Triebwagen" hatten bei der Einführung den Beinamen "ICE des Nahvekehrs"
Du willst doch nicht etwa Wissenstransfer von den Klimaforschern zu den Entscheidern unterstellen. Das würde ja Hirn im Kopf erfordern!

Und jetzt ist Hirn im Kopf nicht unbedingt die Kernkompetenz der Entscheider, da geht es mehr um Interessenvertretung. Aktuellstes Beispiel ist die Verlängerung des Kohleausstiegs, wozu ich mal gegen meine Überzeugung die Vierletterzeitung zitiere. Du siehst, nicht mal ein Hitzesommer ändert deren Meinung über den Klimawandel. Wie sollen dann die Entscheider über Verkehrsfragen bessere Leistungen bringen? Da geht es nicht drum, dass keiner in Vorleistung gehen will. Da mangelt es vielmehr an Grundkompetenzen bei der Umsetzung von Dingen, die außerhalb ihrer kleinen Entscheidungswelt liegen, aber entscheidenden Einfluss darauf haben.

Re: Wem gehören die Triebwagen denn?

geschrieben von: 642 642-3

Datum: 06.08.26 12:26

Ruhrrevierbahner schrieb:
Gehörten die nicht mal Angel Trains respektive Alpha Trains?
Der Großteil der Talente gehört Alpha, die beiden Prignitzer (643.03 / 360 + 643.04 / 361) gehören Netinera.

Bei den LINT, auch wenn diese neuer sind, trifft die Vernachlässigung ja auch zu. Eigentümer auch Alpha. Während die Talente technisch durch sind, hört man besonders vom RE10 auch immer wieder Beschwerden über versiffte Züge, was beim EVU auch niemand abstreitet. Dem kann man wohl nur begegenen, in dem man die Polsterung vollständig erneuert (aktuell wohl nur ein VT). Bislang gabs solche Aussagen aber nur über die LINT aus der 2009er Bauserie - also nicht über die Talente, oder die S7 und RB31-LINT.
spixi schrieb:
IC-Fan schrieb:
RE10a Düsseldorf<->Krefeld
Gibt es ja schon, nennt sich RB37 und pendelt von Krefeld Hbf nach Neuss Hbf.
Der vorgeschlagene RE10a soll keine zusätzliche Leistung sein, sondern einfach nur die VT im Abschnitt Krefeld - Düsseldorf freisetzen. Die Diskussion dazu gab es hier auf DSO allerdings schon. Da sich die Züge im Raum Krefeld allerdings begegnen, wäre die Einsparung bei den VT am Wochenende also auf zwei oder maximal drei Fahrzeuge begrenzt. Innerhalb der Woche würde man mehr sparen, allerdings würde auch das vermutlich nicht ausreichen. Man kommt ja selbst trotz zwei DB-Umläufen und der BRB-Traktion nicht zurecht. Also drei Umläufe werden mit anderen Fahrzeugen bedient, und trotzdem fallen regelmäßig morgens die HVZ-Züge wegen Fahrzeugmangel aus. Realistisch betrachtet würde man ohne weitere VT-Hilfe auch nicht zurechtkommen, selbst wenn man Düsseldorf - Krefeld elektrisch fahren würde.
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