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Anfang Juli bereits konnte die Parlamentarische Befassung (PaBe) für das Bahnprojekt
ABS Mühldorf - Landshut eingeleitet werden.

PM des BMV,
https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2026/060-lange-ausbauvorhaben-muehldorf-landshut.html
03.07.2026

Projektseite:
https://www.muehldorf-landshut.de

Heute erschien dann die hib-Meldung über die Unterrichtung durch die Bundesregierung:

=========================

04.08.2026
Verkehr — Unterrichtung — hib 626/2026

Elektrifizierung der Schienenstrecke Mühldorf - Landshut


Berlin: (hib/HAU) Mit der Elektrifizierung der Schienenstrecke Mühldorf - Landshut wird laut Bundesregierung eine durchgehende elektrische Verbindung im Güterverkehr geschaffen, die perspektivisch zur Entlastung der bestehenden Nord-Süd-Achse (Hamburg - Hannover - Fulda - Würzburg - Nürnberg - Salzburg / Passau) und insbesondere des Knotens München beiträgt. Das geht aus dem „Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Ausbaustrecke Mühldorf - Landshut“ hervor, der als Unterrichtung (21/7160) vorliegt.

Mit der Realisierung des Vorhabens werde eine bestehende Elektrifizierungslücke im ostbayerischen Schienennetz geschlossen, heißt es. Darüber hinaus schaffe die Elektrifizierung der eingleisigen Strecke zwischen den Knotenbahnhöfen Mühldorf und Landshut-Hauptbahnhof die Voraussetzungen für einen umweltfreundlichen elektrischen Betrieb im Schienenpersonennahverkehr.

Die zu elektrifizierende Streckenlänge beträgt der Unterrichtung zufolge 53,7 km. Die Stellwerksbereiche würden mit elektronischen Stellwerken (ESTW-A Regio) ausgestattet und für den Betrieb mit ETCS L2mS (Level 2 mit Signalen) vorbereitet. Die Anpassung der Bahnübergänge erfolge entsprechend. Die Steuerung werde die ESTW-Unterzentrale in Mühldorf übernehmen.

Das Bedarfsplanvorhaben „ABS Mühldorf - Landshut“ sei Bestandteil des Projektbündels 9 (ABS München - Landshut - Obertraubling - Regensburg - Marktredwitz - Hof), wird mitgeteilt. „Für das Projektbündel 9 wurde im Rahmen der laufenden Bedarfsplanüberprüfung ein volkswirtschaftliches Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 1,6 ermittelt“, schreibt die Bundesregierung. Zugleich verweist sie darauf, dass im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Vorhaben „ABS Mühldorf-Landshut“ keine zusätzlichen Forderungen erhoben worden seien.

Nach Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) würden mit der vorliegenden Vorzugsvariante - vorbehaltlich der noch ausstehenden Ergebnisse des Planfeststellungsverfahrens - die Projektziele und die einschlägigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt, lautet das Fazit des Berichts. Die von der Vorhabenträgerin DB InfraGO AG vorgelegte Vorzugsvariante entspreche den zuwendungsrechtlich maßgeblichen Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1201628

das pdf umfasst 31 Seiten, 4,7 MB.
Henrik schrieb:
Anfang Juli bereits konnte die Parlamentarische Befassung (PaBe) für das Bahnprojekt
ABS Mühldorf - Landshut eingeleitet werden.

PM des BMV,
https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2026/060-lange-ausbauvorhaben-muehldorf-landshut.html
03.07.2026

Projektseite:
https://www.muehldorf-landshut.de

Heute erschien dann die hib-Meldung über die Unterrichtung durch die Bundesregierung:

=========================

04.08.2026
Verkehr — Unterrichtung — hib 626/2026

Elektrifizierung der Schienenstrecke Mühldorf - Landshut


Berlin: (hib/HAU) Mit der Elektrifizierung der Schienenstrecke Mühldorf - Landshut wird laut Bundesregierung eine durchgehende elektrische Verbindung im Güterverkehr geschaffen, die perspektivisch zur Entlastung der bestehenden Nord-Süd-Achse (Hamburg - Hannover - Fulda - Würzburg - Nürnberg - Salzburg / Passau) und insbesondere des Knotens München beiträgt. Das geht aus dem „Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Ausbaustrecke Mühldorf - Landshut“ hervor, der als Unterrichtung (21/7160) vorliegt.

Mit der Realisierung des Vorhabens werde eine bestehende Elektrifizierungslücke im ostbayerischen Schienennetz geschlossen, heißt es. Darüber hinaus schaffe die Elektrifizierung der eingleisigen Strecke zwischen den Knotenbahnhöfen Mühldorf und Landshut-Hauptbahnhof die Voraussetzungen für einen umweltfreundlichen elektrischen Betrieb im Schienenpersonennahverkehr.

Die zu elektrifizierende Streckenlänge beträgt der Unterrichtung zufolge 53,7 km. Die Stellwerksbereiche würden mit elektronischen Stellwerken (ESTW-A Regio) ausgestattet und für den Betrieb mit ETCS L2mS (Level 2 mit Signalen) vorbereitet. Die Anpassung der Bahnübergänge erfolge entsprechend. Die Steuerung werde die ESTW-Unterzentrale in Mühldorf übernehmen.

Das Bedarfsplanvorhaben „ABS Mühldorf - Landshut“ sei Bestandteil des Projektbündels 9 (ABS München - Landshut - Obertraubling - Regensburg - Marktredwitz - Hof), wird mitgeteilt. „Für das Projektbündel 9 wurde im Rahmen der laufenden Bedarfsplanüberprüfung ein volkswirtschaftliches Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 1,6 ermittelt“, schreibt die Bundesregierung. Zugleich verweist sie darauf, dass im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Vorhaben „ABS Mühldorf-Landshut“ keine zusätzlichen Forderungen erhoben worden seien.

Nach Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) würden mit der vorliegenden Vorzugsvariante - vorbehaltlich der noch ausstehenden Ergebnisse des Planfeststellungsverfahrens - die Projektziele und die einschlägigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt, lautet das Fazit des Berichts. Die von der Vorhabenträgerin DB InfraGO AG vorgelegte Vorzugsvariante entspreche den zuwendungsrechtlich maßgeblichen Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1201628

das pdf umfasst 31 Seiten, 4,7 MB.
Hallo!

Danke für die Info. Sind zusätzliche Kreuzungsgleise oder Doppelspurinseln geplant?

Gruß Paul
Nö.

******************************************
Oder Ausführlich aus dem .pdf (Hervorhebung durch mich) :

2 Vorzugsvariante
[...]
2.1 Verkehrliche Aufgabenstellung
[....]. Maßnahmen zur Kapazitätssteigerung, wie längere Überholgleise oder ein abschnittsweiser zweigleisiger Ausbau, sind langfristig denkbar, jedoch nicht Bestandteil des aktuellen Projektumfangs.
2.2 Betriebliche Aufgabenstellung
Der Spurplan der Strecke wird nicht angepasst und die Streckenklasse bleibt erhalten. [...]
2.3 Variantenuntersuchung und Ergebnis
[....] Im Rahmen der Elektrifizierungsplanung wurde auf eine Variantenuntersuchung verzichtet, da der bestehende Spurplan unverändert bleibt.

***************************************

Meine Meinung:
Klar wäre ein weitergehender Ausbau wünschenswert. Es gibt auf der Strecke längere Abschnitte ausserhalb ernsthaft besiedelter Bereiche welche sinnvolle Doppelspurinseln vermutlich mit vertretbaren Aufwand realisierbar machen würden. Wenn dadurch allerdings (wie ich vermute) der Zeitrahmen um >10 Jahre nach hinten verschoben würde, dann bin ich für den Spatz in der Hand mit der Sparelektrifizierung in den nächsten 7 Jahren.

wieder aus dem .pdf:

MS 2 (Einreichung Planfeststellungsunterlagen beim EBA) 2027 (geplant)
MS 3 (Baubeginn) 2030 (geplant)
MS 4 (Inbetriebnahme) 2033 (geplant).

Für das typische Deutschlandtempo wäre das schon Hyperlichtgeschwindigkeit. Und nein, ich weine den 628 vor meiner Haustüre (nicht direkt Haustüre, aber Luftlinie 120m) keine nennenswerte Träne nach.

Robert



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 08:20.
Hallo zusammen,

was ich mich in der Veröffentlichung frage:
die Strecke ist doch schon mit vollwertigen ESTW-A ausgerüstet, alle bedient von der Zentrale in Mühldorf seit geschätzt 15J.

Sollen diese tatsächlich schon ersetzt werden wegen ETCS ready, wo doch bis 2035 gefühlt rundherum kein ETCS in Sicht ist?
Oder habe ich was nicht mitbekommen?

Fragt der Funkentratzer.
Dann bin ich ja mal gespannt aus welcher Richtung der Fahrdraht zuerst in Mühldorf ankommt. München, Freilassing oder doch Landshut.

Ulrich
Ich vermute Wasserburg, damit der Filzenexpress als Express S-Bahn ab Waldkraiburg verkehren kann.

Duck und weg!
Aus Simbach. Von den ÖBB auf eigene Kosten.
ulrich schrieb:
Dann bin ich ja mal gespannt aus welcher Richtung der Fahrdraht zuerst in Mühldorf ankommt. München, Freilassing oder doch Landshut.
Wenn das Projekt ja auch auf den Brennernordzulauf einzahlen soll, dann müsste aber ja auch zwischen Mühldorf und Rosenheim etwas geschehen? Wie sieht es denn da aus? Im Internet findet man nur dürftige Infos zum aktuellen Stand.

Daniel
Ja, alles SIMIS C dort. Wird wohl gegen SIMIS D ersetzt.

Funkentratzer schrieb:
Hallo zusammen,

was ich mich in der Veröffentlichung frage:
die Strecke ist doch schon mit vollwertigen ESTW-A ausgerüstet, alle bedient von der Zentrale in Mühldorf seit geschätzt 15J.

Sollen diese tatsächlich schon ersetzt werden wegen ETCS ready, wo doch bis 2035 gefühlt rundherum kein ETCS in Sicht ist?
Oder habe ich was nicht mitbekommen?

Fragt der Funkentratzer.
Zur Entlastung des Brennernordzulaufs trägt es ja auch schon bei, erst rech wenn mal durch die Elektrifizierung nur dafür sorgt dass der ein- oder andere Zug von Norden/Nordosten (vor allem wenn denn mal Hof-Regensburg elektrifiziert sein sollte) nicht durch München fährt.
Und seien es nur kürzere Züge, bei denen es passt - wie lang sind die vorhandenen Kreuzungsgleise?
Insgesamt steht die Strecke im Abschnitt Neumarkt St Veith Landshut mit 3 Kreuzungsbahnhöfen für einen Stundentakt mit 36-39 min Fahrzeit ja gegenüber vielen anderen ähnlichen Strecken nicht schlecht da.
Gibt es dort aktuell nennenswert Güterzüge mit Diesel?

Keine Elektrifizierung der Strecke Rosenheim-Mühldorf

geschrieben von: Henrik

Datum: 05.08.26 18:46

Daniel_Aachen schrieb:
Wenn das Projekt ja auch auf den Brennernordzulauf einzahlen soll, dann müsste aber ja auch zwischen Mühldorf und Rosenheim etwas geschehen? Wie sieht es denn da aus? Im Internet findet man nur dürftige Infos zum aktuellen Stand.
Direkt soll es ja nicht dem Brennernordzulauf dienen, davon ist ja auch nicht die Rede.
Der Abschnitt Rosenheim-Mühldorf ist aus dem Potenziellen Bedarf nach Bewertung des Projekts rausgeflogen,
vgl.

Keine Elektrifizierung der Strecke Rosenheim-Mühldorf
https://www.bundestag.de/presse/hib/820496-820496
04.02.2021
Carsten Frank schrieb:
Insgesamt steht die Strecke im Abschnitt Neumarkt St Veith Landshut mit 3 Kreuzungsbahnhöfen für einen Stundentakt mit 36-39 min Fahrzeit ja gegenüber vielen anderen ähnlichen Strecken nicht schlecht da.
Gibt es dort aktuell nennenswert Güterzüge mit Diesel?
Vielleicht liegt es daran, dass es in einer unseligen Zeit auf dieser Strecke öfters mal für die Öffentlichkeit nicht freigegeben Züge Berlin - Berchtesgaden gab, und man deshalb damals ordentlich was gebaut haben könnte. Und wo viel Substanz da ist, bleibt halt tendenziell mehr übrig, als wenn eh schon fast nix da ist. Nur so eine Idee.
Zudem gibt es durch das Chemiedreieck schon immer etwas Grundlast im Güterverkehr. Aktuell gefühlt etwas mehr, Gefühlt vielleicht 2-5 Züge pro Tag mehr.

Wenn die Strecken nach Rosenheim und Hof auch elektrifiziert würden, dann könnte man ohne Kopfmachen Brenner-Rosenheim-Landshut-Regensburg- Hof fahren ohne die ganz grossen Knoten zu berühren

Robert
Schon heute kann man durchgehend Güterzüge von Mitteldeutschland ohne Lokwechsel und Richtungswechsel über Hof, Regensburg, Mühldorf und Rosenheim Richtung Brenner fahren lassen - mit Eurodual oder Vektron Dual.

Ulrich
ulrich schrieb:
Schon heute kann man durchgehend Güterzüge von Mitteldeutschland ohne Lokwechsel und Richtungswechsel über Hof, Regensburg, Mühldorf und Rosenheim Richtung Brenner fahren lassen - mit Eurodual oder Vektron Dual.
Mit dem VW Industriemotörchen?
Eurodual:
Zitat
Traktionsleistung:900 – 2800 kW (Motor)
Dauerleistung:7000 kW (25 kV)
6150 kW (15 kV)
2800 kW (Dieselbetrieb)
VectronZitat
Dual Mode Diesel (DM Diesel): Zweikraftlokomotive (Dual Mode) für 15 kV Wechselspannung und Dieselmotor mit 2000 kW Leistung am Rad, 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer Radsatzlast von maximal 22,5 t (deutsche Baureihenbezeichnung 248)
Vectron Dual Mode light (DM light): Zweikraftlokomotive (Dual Mode) für 15 kV Wechselspannung und Dieselmotor mit 750 kW Leistung am Rad, 120 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer Radsatzlast von maximal 21 t (deutsche Baureihenbezeichnung 249)
Hat sicher jeder die Maximalleistung im Dieselbetrieb geordert!
Gruss Leo
Leider nein. Das gibt die Strecke wegen fehlender Kreuzungsmöglichkeiten zwischen Mühldorf und Wasserburg nicht her.

http://www.muehldorf-simbach.de
Geschichte(n) einer Hauptbahn
MTG schrieb:
Leider nein. Das gibt die Strecke wegen fehlender Kreuzungsmöglichkeiten zwischen Mühldorf und Wasserburg nicht her.
Der Abschnitt Mühldorf - Wasserburg dürfte DAS Nadelöhr schlechthin im SOB-Netz sein, um das das Fahrplankonstrukt drumerhumgebastelt ist.
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