geschrieben von: LIW
Datum: 03.08.26 07:18
Nach einer Untersuchung der Verbraucherschützer sind Fahrkarten am Freitag und Sonntag deutlich teurer als an anderen Wochentagen. Über alle Ticketarten hinweg lägen die Preise dann durchschnittlich 71 Prozent über denen der günstigsten Wochentage Dienstag und Mittwoch. Bei Fahrten am späten Nachmittag ist demnach die Chance auf günstige Fahrkarten höher als am Vormittag.
geschrieben von: Hochgeschwindigkeitsstrecke
Datum: 03.08.26 07:41
geschrieben von: LIW
Datum: 03.08.26 08:02
geschrieben von: J-C
Datum: 03.08.26 08:12
geschrieben von: LIW
Datum: 03.08.26 08:29
geschrieben von: niki
Datum: 03.08.26 09:10
Die Super-Sparpreise sind bekanntlich nicht in nachfragestarken Zeiten verfügbar, damit bleiben die Fahrgäste aber oft auf wesentlich teureren Fahrpreisen sitzen. Man zahlt bis zu 157 Prozent des beworbenen Preises. Das beklagen jetzt Verbraucherschützer und die FAZ hat einen Bericht darüber.
ZitatNach einer Untersuchung der Verbraucherschützer sind Fahrkarten am Freitag und Sonntag deutlich teurer als an anderen Wochentagen. Über alle Ticketarten hinweg lägen die Preise dann durchschnittlich 71 Prozent über denen der günstigsten Wochentage Dienstag und Mittwoch. Bei Fahrten am späten Nachmittag ist demnach die Chance auf günstige Fahrkarten höher als am Vormittag.[www.faz.net]
[www.n-tv.de]
geschrieben von: def
Datum: 03.08.26 09:14
Und Fernpendler wissen üblicherweise ein halbes Jahr vorher, wann sie fahren wollen.Kann ich bestätigen. Der Kalender wird dann halt drumherum gebastelt. Davon abgesehen sind zumindest arbeitende Fernpendler:innen auch nicht unbedingt die ärmsten. Bei Studierenden mag das eher ein Problem sein, aber die sind in der Regel zeitlich deutlich flexibler. (Gibt es inzwischen eigentlich an Freitagen Lehrveranstaltungen? :))
geschrieben von: def
Datum: 03.08.26 09:20
Hallo,Weil sich dann alle ein Ticket für die Verbindung am Donnerstag um 19:30 Uhr kaufen und letztlich am Freitag um 15 Uhr fahren würden.
es geht beim Wucher nicht nur um Sparpreise, sondern auch Rückgabe bzw. Umtausch auf anderen Termin kostete mich
kürzlich 78,-- bei gleicher Fahrt von VS nach W ! Warum kann Fahrschein nicht für neues Datum umgeschrieben werden u.
ledilich Platzreservierung neu ?
geschrieben von: Hochgeschwindigkeitsstrecke
Datum: 03.08.26 09:32
Das Thema Fahrpreise ist für viele Bahnbenutzer ein ständiges Ärgernis und verdient Aufmerksamkeit. Zumal die Bahn sich öffentlich gerne mit Tiefstpreisen brüstet, die für normale Bahnfahrgäste eben nicht erreichbar sind. Dafür wird man dann extrem abkassiert. Das geht bei einer de facto monopolitischen Staatsbahn nicht, die im Prinzip bereits der Steuerzahler bezahlt. Die Fernpendler pendeln nun mal am Wochenende, das kann man nicht einfach als Staat ausnutzen.Aus deinen Argumenten spricht weniger „alle Fahrgäste“, sondern ziemlich eindeutig: Fernpendler.
Meiner Meinung nach braucht man wieder verlässliche Preise, das Wucherpreis-, ich meinte, Flexpreissystem gehört dringend wieder abgeschafft.
geschrieben von: 1.Klasse
Datum: 03.08.26 09:42
Und Fernpendler wissen üblicherweise ein halbes Jahr vorher, wann sie fahren wollen.
Bei Studierenden mag das eher ein Problem sein, aber die sind in der Regel zeitlich deutlich flexibler. (Gibt es inzwischen eigentlich an Freitagen Lehrveranstaltungen? :))Es gibt auch samstags Lehrveranstaltungen
geschrieben von: Signalschruber
Datum: 03.08.26 10:23
Normal sind z.B. Fernpendler. Normal sind Fahrten, die nicht 14 Tage vorher fest gebucht werden können. Heute wird die Mehrheit der Reisenden mit solchen Pferdefüßen ausgebremst und abkassiert, während sich die Bahn für ihre Fantasie-Sonderpreise feiern lassen will. Da in Politik und Medien viele offenbar nicht Bahn fahren, oder gleich sowas wie ne BC100 haben, fällt das praktische Problem so nie auf. Die Verbraucherschutzverbände rechnen das nun aber erfreulicherweise mal nach.Warum soll ein Fernpendler nicht 14 Tage im Vorraus seine Fahrt buchen können? Der kann ziemlich genau planen wann er pendelt. Wenn er das öfter macht, wird er sicherlich auch eine Rabattkarte haben.
geschrieben von: andreas +
Datum: 03.08.26 10:24
Gibt es inzwischen eigentlich an Freitagen Lehrveranstaltungen?Ja, sicher doch - Seminare, Klausuren, Kolloquien, ...
geschrieben von: WernerS
Datum: 03.08.26 10:49
Die Super-Sparpreise sind bekanntlich nicht in nachfragestarken Zeiten verfügbar, damit bleiben die Fahrgäste aber oft auf wesentlich teureren Fahrpreisen sitzen. Man zahlt bis zu 157 Prozent des beworbenen Preises. Das beklagen jetzt Verbraucherschützer und die FAZ hat einen Bericht darüber.Seit der Fernbusliberalisierung sehe ich da keinerlei Problem mehr.
ZitatNach einer Untersuchung der Verbraucherschützer sind Fahrkarten am Freitag und Sonntag deutlich teurer als an anderen Wochentagen. Über alle Ticketarten hinweg lägen die Preise dann durchschnittlich 71 Prozent über denen der günstigsten Wochentage Dienstag und Mittwoch. Bei Fahrten am späten Nachmittag ist demnach die Chance auf günstige Fahrkarten höher als am Vormittag.[www.faz.net]
[www.n-tv.de]
geschrieben von: WorldwideKreiseisenbahn
Datum: 03.08.26 11:45
Die Super-Sparpreise sind bekanntlich nicht in nachfragestarken Zeiten verfügbar, damit bleiben die Fahrgäste aber oft auf wesentlich teureren Fahrpreisen sitzen. Man zahlt bis zu 157 Prozent des beworbenen Preises. Das beklagen jetzt Verbraucherschützer und die FAZ hat einen Bericht darüber.Und? Ist das nicht gängige Praxis in allen Lebensbereichen, wenn "der Markt regelt"? Wollen doch immer alle, aber wenn es dann Konsequenzen hat, ist das wieder ein Grund Bahn zu bashen. Unglaublich. Beklagen sich die Verbraucherschützer in anderen Bereichen auch, wenn ihnen die Preise nicht passen?
geschrieben von: bauigel
Datum: 03.08.26 11:49
Alternative wäre, ein Angebot entsprechend der tatsächlichen Nachfragespitzen bereit zustellen (was übrigens gängige Praxis beim Geplärr nach Autobahnausbauten ist). Dann bräuchte man ggfs den 30 Min Takt auf FV Strecken an Fr und So. Hätte den Vorteil, dass dann Mo bis Do ausreichend Zeit wäre, die "überzähligen" Züge ohne massiven Zeitdruck instand zu halten.Die dafür notwendigen Investitionen in mehr Netz- und Fahrzeugkapazität ist aber "natürlich" niemand bereit zu tragen.....Bei deinem Beispiel Autobahn zahlt ja der Betreiber auch nur die Infrastruktur, während der "fahrende Kunde" für die (in der Regel sehr ungleichmäßig ausgelastete) Fahrzeugkapazität samt Finanzierung verantwortlich ist. 😁
geschrieben von: Werntalbahn
Datum: 03.08.26 11:52
geschrieben von: HSB Tw 44
Datum: 03.08.26 12:13
LIW schrieb:Nein, kann er nicht – zumindest nicht in dieser Absolutheit.Normal sind z.B. Fernpendler. Normal sind Fahrten, die nicht 14 Tage vorher fest gebucht werden können. Heute wird die Mehrheit der Reisenden mit solchen Pferdefüßen ausgebremst und abkassiert, während sich die Bahn für ihre Fantasie-Sonderpreise feiern lassen will. Da in Politik und Medien viele offenbar nicht Bahn fahren, oder gleich sowas wie ne BC100 haben, fällt das praktische Problem so nie auf. Die Verbraucherschutzverbände rechnen das nun aber erfreulicherweise mal nach.Warum soll ein Fernpendler nicht 14 Tage im Vorraus seine Fahrt buchen können? Der kann ziemlich genau planen wann er pendelt. Wenn er das öfter macht, wird er sicherlich auch eine Rabattkarte haben.
geschrieben von: ulrich
Datum: 03.08.26 12:19
geschrieben von: LIW
Datum: 03.08.26 13:27
geschrieben von: ingo st.
Datum: 03.08.26 13:59
Diese sogenannten Verbraucherschützer haben einfach das Prinzip von Angebot, Nachfrage und Preis nicht verstanden. Man könnte ja auch fordern dass die Benzinpreise am Freitag und Sonntag niedriger sein müssen weil dann so viele fahren.
geschrieben von: frank_le_
Datum: 03.08.26 14:05
geschrieben von: frank_le_
Datum: 03.08.26 15:34
Was würde passieren, wenn man zum ganz alten System zurückkehren würde?Die Nachfrage würde einbrechen da zwei Generationen zu dem System erzogen wurde und es überall bei Verkehrsdienstleistungen (Bus, Flug, Bahn) üblich ist.
geschrieben von: Lambrechter
Datum: 03.08.26 15:41
geschrieben von: Andreas Schulz
Datum: 03.08.26 15:46
geschrieben von: Hilfsbetreiber
Datum: 03.08.26 15:55
[...]Du würdest für Freitagnachmittag den selben Preis zahlen wie für Mittwochvormittag; müsstest für Freitag aber trotzdem 4 Wochen vorher reservieren, um überhaupt noch einen Platz zu bekommen. Also auch keine Flexibilität.
Was würde passieren, wenn man zum ganz alten System zurückkehren würde?
geschrieben von: Henrik
Datum: 03.08.26 16:01
geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 03.08.26 16:05
Diese sogenannten Verbraucherschützer haben einfach das Prinzip von Angebot, Nachfrage und Preis nicht verstanden.Du scheinst die Aufgabe von Verbraucherschutzverbänden irgendwie gar nicht zu kennen. Auch, dass FV und insbesondere ÖPNV niemals durch den Markt allein gedeckt werden. Oder ist mittlerweile die DB ein privates Unternehmen? Und es gibt noch was wie Daseinsvorge und so was. Scheint dir aber aber auch unbekannt zu sein.
geschrieben von: Gumminase
Datum: 03.08.26 16:09
Eine Bahn wie in der Schweiz mit Preisen wie in Polen.Das wäre ein echter Beitrag zu einer umweltschonenden Verkehrswende.
geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 03.08.26 16:25
03. August 2026, 10:30 Uhr - BerlinZitat
Newsblog+++ Montag, 3. August 2026 +++
10:30 Uhr |
Newsblog+++ Montag, 3. August 2026 +++Ja, z. B. mit Bahnbonus (OK, das war jetzt böse) und der Wochenendlotterie, bei der man oftmals gar nicht gewinnen kann.
10:30 Uhr |
Reisen mit dem DB Fernverkehr so günstig wie lange nicht mehr – Verbraucherzentrale vernachlässigt wichtige Aspekte
Methodik der Studie
1. Ad-hoc-Buchungen und Ticketkäufe über 12 Wochen hinaus nicht betrachtet
Auch für Kurzentschlossene ergeben sich an vielen Stellen gute Chancen auf ein Schnäppchen.
2. Nur Direktverbindungen zwischen großen Städten untersuchtEin Großteil der Umstiege und Weiterfahrten findet seltsamerweise auch auf den Strecken zwischen den Metropolen statt und dann ist der Preis zwischen den Metropolen ja auch drin.
Direktverbindungen im Metropolverkehr sind in der Regel stark frequentiert und bilden lediglich einen Teil der Fahrten ab, die Reisende mit den Zügen des Fernverkehrs unternehmen. Gerade für Menschen jenseits der großen Städte bietet die DB eine Vielzahl täglicher Verbindungen - auch mit Umstieg - an. Hier ist für die Reisenden in der Regel eine große Bandbreite günstiger Tickets verfügbar.
Seltsamerweise findet man ohne dermaßen frühe Buchung auf der Sprinterstrecke B-M oder andersherum auch vor und kurz nach 6 Uhr (Anmerkung: Berlin ab 2 Sprinter vor 7.00, München 1 Sprinter vor 7.00).
3. Verbindungen nur zwischen 7 und 19 Uhr analysiert
Mit der Beschränkung des Reisezeitraums werden unter anderem wichtige Pendler-Verbindungen, wie die Sprinterverkehre kurz nach 6 Uhr von Frankfurt nach Berlin oder von Berlin nach München, nicht abgebildet. Gerade in den Tagesrandlagen gibt es besonders viele günstige Tickets, die von unseren Kunden nachgefragt werden.
So ein Blödsinn.
4. Beschränkung auf Fahrten der 2. Klasse
Die Verbraucherzentrale fokussiert auf Tickets zur Fahrt in der 2. Klasse. Viele unserer Fahrgäste – vor allem Geschäftsreisende – sind in der 1. Klasse unterwegs. Auch hier sind Tickets verschiedenster Preisschichtungen erhältlich, die nicht in die Betrachtung eingeflossen sind.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/Newsblog-12829716
geschrieben von: MD 612
Datum: 03.08.26 16:56
Die Super-Sparpreise sind bekanntlich nicht in nachfragestarken Zeiten verfügbar, damit bleiben die Fahrgäste aber oft auf wesentlich teureren Fahrpreisen sitzen.Das nennt sich Marktwirtschaft. Überall danach schreien und dann nicht damit umgehen können...
Das Thema Fahrpreise ist für viele Bahnbenutzer ein ständiges Ärgernis und verdient Aufmerksamkeit.Die allermeisten Fahrgäste fahren günstig bzw. halbwegs günstig. Für die ist das kein Ärgernis, sie buchen einfach rechtzeitig. Die meisten Fahrten sind zeitig genug planbar.
Zumal die Bahn sich öffentlich gerne mit Tiefstpreisen brüstet, die für normale Bahnfahrgäste eben nicht erreichbar sind.Oh doch, für die meisten normalen Fahrgäste sind günstige bist tiefste Preise durchaus erreichbar.
Die Fernpendler pendeln nun mal am Wochenende, das kann man nicht einfach als Staat ausnutzen.Der Staat nutzt da gar nichts aus. Und wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht. Gezwungen wird da keiner, gleichwertige Arbeitsplätze gibt es regelmäßig auch in der eigenen Region. Fernpendeln ist doch ohnehin gefährlich, wie wir letztens im Forum lernen konnten. Bettlerbanden im ganzen Bahnhof, ständig von Fremden geöffnete Rucksacktaschen und so. Und diese alkoholtrinkenden Gestalten erst mit ihrem vermeintlichen Feierabendbier auf der Bahnsteigbank...
Meiner Meinung nach braucht man wieder verlässliche Preise, das Wucherpreis-, ich meinte, Flexpreissystem gehört dringend wieder abgeschafft.Also nur noch Spar- und Supersparpreise? Beim Flieger ist das jedenfalls kein Problem.
Normal sind z.B. Fernpendler. Normal sind Fahrten, die nicht 14 Tage vorher fest gebucht werden können.Fernpendler sind die Minderheit unter den Fahrgästen, Flexpreisnutzer gibt’s noch weniger. Aber mit der Realität hast Du es ja nicht so...
Es geht hier um eine aus Steuergeld finanzierte Staatsbahn.Die nächste Räuberpistole. DB Fernverkehr wird nicht aus Steuergeldern finanziert.
geschrieben von: Riedgras
Datum: 03.08.26 17:07
Das Thema Fahrpreise ist für viele Bahnbenutzer ein ständiges Ärgernis und verdient Aufmerksamkeit. Zumal die Bahn sich öffentlich gerne mit Tiefstpreisen brüstet, die für normale Bahnfahrgäste eben nicht erreichbar sind. Dafür wird man dann extrem abkassiert. Das geht bei einer de facto monopolitischen Staatsbahn nicht, die im Prinzip bereits der Steuerzahler bezahlt. Die Fernpendler pendeln nun mal am Wochenende, das kann man nicht einfach als Staat ausnutzen.Die Fahrpreise stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Leistung, will heißen Zuverlässigkeit. Wer damit rechnet nicht so bedient zu werden wie beworben reagiert preissensibler wie jemand, der sich auf ein Vergnügen freut.
Meiner Meinung nach braucht man wieder verlässliche Preise, das Wucherpreis-, ich meinte, Flexpreissystem gehört dringend wieder abgeschafft.
Natürlich kriegt der Fernverkehr auch Steuergeld. Als würde der auch nur einen ICE selber kaufen. Das zahlt der Bund aus dem Steuertopf.Kannst Du diese neuerliche Räuberpistole auch belegen? Wie viel Kohle hat der Fernverkehr für den Kauf von ICE's vom Staat bekommen? Wo kann man das nachlesen? Oder ist es nicht vielleicht so, dass der Kauf der ICE's so wie viele andere Investitionen deutscher Unternehmen von den Banken über Kredite finanziert wird?
Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr.Nein, die DB Fernverkehr aus den Fahrkartenerlösen.
Kindergarten.Kindergarten ist das, was Du hier schon wieder abziehst.
geschrieben von: VT
Datum: 03.08.26 18:50
Zitat:Der Fernverkehr hat keinen Auftrag zur Daseinsvorsorge. Und das ist seit der Liberalisierung der Fernbusse auch nicht mehr erforderlich.Du scheinst die Aufgabe von Verbraucherschutzverbänden irgendwie gar nicht zu kennen. Auch, dass FV und insbesondere ÖPNV niemals durch den Markt allein gedeckt werden. Oder ist mittlerweile die DB ein privates Unternehmen? Und es gibt noch was wie Daseinsvorge und so was. Scheint dir aber aber auch unbekannt zu sein.

Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr. Kindergarten. Irgendwann muss er dann mal wieder die Bahn "entschulden".Das geht nicht mehr so einfach. Schau dir mal die DBCargo an. Die müssen sich aus eigener Kraft rauswursteln.
LIW schrieb:Wie hoch sind denn deine Fahrkartenerlöse des FV? Gleichzeitig schmeißen die junge ICE weg. Das wird bestimmt reichen. Märchenstunde.Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr.Nein, die DB Fernverkehr aus den Fahrkartenerlösen.
LIW schrieb:Kindergarten.Kindergarten ist das, was Du hier schon wieder abziehst.
Wie hoch sind denn deine Fahrkartenerlöse des FV?Ausreichend, um auch die Kredite abzuzahlen. Guckst Du Bilanzen der DB Fernverkehr AG. Aber ja, die sind gefälscht, egal ob da vor der Veröffentlichung unabhängige Wirtschaftsprüfer drüber geguckt haben, die sind ja auch nur gekauft. Richtig so?
Märchenstunde.Wenn Du Deine Beiträge selbst als eine solche bezeichnest, isses ja gut. Belege für Deine Räuberpistolen hast Du ja wieder keine...
geschrieben von: kaufhalle
Datum: 03.08.26 22:02
03. August 2026, 10:30 Uhr - BerlinEigentlich braucht dieser Wust von dummen Ausreden nicht mal eine Antwort. Aber der letzte Satz ist eine bodenlose Unverschämtheit. Man hat jetzt ein paar Monate lang die Flexpreise mal nicht erhöht. Ganz toll. Nachdem man unmittelbar vorher jahrelang die Flexpreise inbesondere freitags und sonntags drastisch erhöht hat, in Summe weniger Jahre um mindestens 25%, eher mehr. Das ist fernab jeder Inflationsrate.
Newsblog+++ Montag, 3. August 2026 +++
10:30 Uhr |
Reisen mit dem DB Fernverkehr so günstig wie lange nicht mehr – Verbraucherzentrale vernachlässigt wichtige Aspekte
Die DB kritisiert die aktuelle Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands, die sich mit den Preisen im DB Fernverkehr beschäftigt. Die Untersuchung weist erhebliche methodische Lücken auf.
Fakt ist: Die Bahnpreise bleiben für die Reisenden stabil, während Autofahren und Fliegen mit Blick auf die Kraftstoffpreise immer teurer werden. Seit Fahrplanwechsel 2025/26 haben sich die Flexpreise über alle Verbindungen hinweg nicht verändert.
LIW schrieb:Wenn die DB-FV wegen fehlender FK-Einnahmen pleite gehen sollte, dann zahlt das am Schluss wer? Das wäre dann wohl der Eigentümer, sprich der Bund. Und der bezieht seine "Fahrgeldeinnahmen" durch wen? Den Steuerzahler.Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr.Nein, die DB Fernverkehr aus den Fahrkartenerlösen.
Und wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht.Das stimmt.
gleichwertige Arbeitsplätze gibt es regelmäßig auch in der eigenen Region.Da habe ich meine Zweifel. In der tiefsten Prignitz, in der Altmark oder im nördlichen Franken usw. muss man da schon etwas Glück haben da was gleichwertiges gegenüber einem Arbeitsplatz in Frankfurt oder Düsseldorf zu finden. Und nicht jeder Arbeitsplatz bietet 24/7/365 Homeofficemöglichkeit (und falls ja, bräuchte es da auch eine gewisse stabile Internetverbindung und da hapert es in manchen Regionen auch).
Wenn die DB-FV wegen fehlender FK-Einnahmen pleite gehen sollte, dann zahlt das am Schluss wer?Der Insolvenzverwalter aus der Insolvenzmasse. Wobei das derzeit gar nicht Thema ist, aber für konstruiert-fiktive Geschichten taugt es natürlich...
In der tiefsten Prignitz, in der Altmark oder im nördlichen Franken usw. muss man da schon etwas Glück haben da was gleichwertiges gegenüber einem Arbeitsplatz in Frankfurt oder Düsseldorf zu finden.Wie wäre es mit Berlin (betreffs Prignitz und Altmark) oder Nürnberg (betreffs Oberfranken)? Man kann natürlich auch eine Stelle annehmen, die nicht so gut bezahlt wird, wenn man die Differenz mit gesparten Reisekosten und gesparter Lebenszeit wieder reinholt. Andererseits geht es beim Fernpendeln regelmäßig auch um Pendlerstrecken zwischen Metropolen wie bspw. Leipzig - Berlin, Frankfurt/M. - Köln/Bonn, Hamburg - Düsseldorf oder München - Stuttgart. Im Regelfall absolut unnötig...
geschrieben von: X73900
Datum: 04.08.26 07:38
Laut ProBahn kosteten 101km (Fernverkehr) zum Normalpreis 1986 21DM, umgerechnet 10,74€ (plus ggf. Zuschläge). Das Durchschnittseinkommen lag bei umgerechnet 1606€ lt. stat. BundesamtNoch zwei ergänzende Aspekte:
Heute kosten 101km zum Normalpreis zwischen 24€ und 30€ je nach Zugart und Strecke. Das Durchschnittseinkommen liegt bei 4981€ (2025, alte Bundesländer) lt. stat. Bundesamt
Bezogen auf das Durchschnittseinkommen ist der Flexpreis heute an sich schon günstiger als der Normalpreis bei der Bundesbahn war. Man bekommt dafür deutlich mehr, leider aber auch deutlich unzuverlässigere Züge als 1986.
geschrieben von: P.A.D
Datum: 04.08.26 10:17
niki schrieb:Es wäre aber schon nett, wenn man Spar- und Supersparpreise umbuchen könnte, zum Preis des dann für den neuen Termin aktuellen günstigsten Preises, sodass man die Differenz dann eben drauf zahlt. Dass ich ein Ticket, dass Wochen im Voraus gebucht habe, verfallen lassen muss, wenn sich meine Pläne ändern, ist schon doof. Dass ich es ist nicht kostenfrei zurückgeben kann, verstehe ich, aber eine Umbuchung bei Zahlung der entsprechenden Differenz sollte möglich seinHallo,Weil sich dann alle ein Ticket für die Verbindung am Donnerstag um 19:30 Uhr kaufen und letztlich am Freitag um 15 Uhr fahren würden.
es geht beim Wucher nicht nur um Sparpreise, sondern auch Rückgabe bzw. Umtausch auf anderen Termin kostete mich
kürzlich 78,-- bei gleicher Fahrt von VS nach W ! Warum kann Fahrschein nicht für neues Datum umgeschrieben werden u.
ledilich Platzreservierung neu ?
geschrieben von: JoeO.
Datum: 04.08.26 10:40
Es wäre aber schon nett, wenn man Spar- und Supersparpreise umbuchen könnte, zum Preis des dann für den neuen Termin aktuellen günstigsten Preises, sodass man die Differenz dann eben drauf zahlt.Der Supersparpreis ist der günstigste Tarif und nicht stornierbar. Das bei günstigen Angeboten "kein Umtausch, keine Erstattung" gilt, ist (nicht nur bei Bahn- oder Flugtickets) normal. Der Kunde kann entscheiden, ob er für ein paar EUR Ersparnis das Risiko eingeht auf dem Reisepreis sitzenzubleiben, falls ihm etwas dazwischenkommt oder ob er für ein paar EUR mehr sich die Möglichkeit einer Änderung offenhält.
4.1.1 Der Begriff „Stornierung“ bezeichnet sowohl die Erstattung als auch den Umtausch einer Fahrkarte.Praktisch sieht das so aus, das Du das eine Ticket zurückgibst (Stornierung gegen 10 EUR Gebühr) und ein neues Ticket zum aktuellen Preis buchst.
[...]
4.1.3 Der Begriff „Umtausch“ bezeichnet die Rückgabe einer bereits ausgegebenen Fahrkarte gegen Ausstellung einer anderen Fahrkarte sowie Rückzahlung des Minderbetrages bzw. Zahlung des Mehrbetrages gemäß den für die jeweiligen Angebote festgelegten Bedingungen.
1986 gab es Ermäßigungskarten nur für bestimmte Personengruppen (Juniorpass, Seniorpass, Familienpass). Wer nicht zu diesen Gruppen gehörte, zahlte den vollen Fahrpreis. Es gab keine Bahncard25 oder Bahncard50 für alle. Das ist schon relevant, da sich zumindest eine Bahncard25 doch recht schnell amortisiert.
Übrigens kostet die gleiche Relation - und dank schlankerer Umsteigezeiten gar nicht mal wesentlich langsamer - 34 €. Basierend auf einem Landes-Kilometertarif, kein Länderticket. Das wäre eine Basis, wie früher beim D- und IC-Zug einen Zuschlag drauf, fertig.Die Deutsche Bundesbahn wollte bereits zur Einführung des ICE weg von Kilometertarifen, hin zu einem Relationstarif. Die Idee war, die Relationen in einem "Bahnbuch" zu veröffentlichen, weil zu der Zeit die Ausstattung der Bevölkerung mit Online-Zugängen trotz BTX noch eher gering war.
Andreas Schulz schrieb:Ja, das ist korrekt. Mit Einführung des ICE im Jahr 1991 wurden Relationspreise eingeführt, Zuschläge gab es aber weiterhin für IC und D/IR. Allerdings - und das ist der Unterschied zu heute - waren die Relationspreise auch fix, und änderten sich nicht je nach Tag, Wetterlage oder sonstwas.Übrigens kostet die gleiche Relation - und dank schlankerer Umsteigezeiten gar nicht mal wesentlich langsamer - 34 €. Basierend auf einem Landes-Kilometertarif, kein Länderticket. Das wäre eine Basis, wie früher beim D- und IC-Zug einen Zuschlag drauf, fertig.Die Deutsche Bundesbahn wollte bereits zur Einführung des ICE weg von Kilometertarifen, hin zu einem Relationstarif. Die Idee war, die Relationen in einem "Bahnbuch" zu veröffentlichen, weil zu der Zeit die Ausstattung der Bevölkerung mit Online-Zugängen trotz BTX noch eher gering war.
Und ja, das war natürlich vor der "Privatisierung", und scheiterte damals an der Komplexität des Vorhabens.
Die Logik dahinter ist aber bis heute unverändert: Wenn man bestimmte Verbindungen nicht endlos ausbauen kann, wie das z.B. bei Autobahnen gemacht wird, dann müssen Zugangsbeschränkungen stattfinden, und in einer Marktwirtschaft bietet sich da der Preis an.
Es geht hier nicht um Bilanzkosmetik, sondern um die Fahrpreise, genug abgelenkt.Korrekt. Und die Fahrpreise werden durch DB Fernverkehr so kalkuliert, dass im Idealfall alle Kosten inkl. Abschreibungen des Rollmaterials und auch Zinsen für Kredite damit gedeckt werden.
In Frankreich soll künftig das Familieneinkommen und nicht das Alter oder der Status des einzelnen Passagiers berücksichtigt werden.Und wo ist dieses Familieneinkommen dann jeweils hinterlegt, um den Preis zu ermitteln? Da gibt's ja auch Änderungen...
geschrieben von: Sebastian Berlin
Datum: 04.08.26 17:05
Quatsch. Firmen ziehen um, lösen Standorte auf, Jobs wechseln. In welcher Blase lebst du? Weißt du wie teuer ein Umzug ist und ein neuer Mietvertrag? Die Leute müssen pendeln, natürlich überwiegend an den Wochenenden, und die kassiert die Bahn dann doppelt ab, mit überhöhten Preisen und fehlenden Sonderangeboten.
MD 612 schrieb:
Zitat:Und wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht.Das stimmt.
geschrieben von: r125
Datum: 04.08.26 17:29
Die allermeisten Fahrgäste fahren günstig bzw. halbwegs günstig. Für die ist das kein Ärgernis, sie buchen einfach rechtzeitig. Die meisten Fahrten sind zeitig genug planbar.
geschrieben von: kariadsko
Datum: 04.08.26 17:42
Was ist der gesellschaftliche Mehrwert die Nutzung der vom Steuerzahler finanzierten Infrastruktur so aufzusetzen, dass zwar z.B. alle 30 Minuten ein ICE fährt, die meisten Fahrgäste aber nicht zu spontanen Entscheidungen die das ausnützen in der Lage sind - eben genau so wie man mit einer S-Bahn umgeht, spontan einen anderen Takt des dichten Angebots zu nehmen.Weil eine gleichmäßige Auslastung für denselben Verkehr (im Sinne von: dieselben Passagier- bzw. Tonnenkilometer) weniger Infrastruktur, Fahrzeuge, Personal etc. braucht?
Also, warum sollte man?
geschrieben von: r125
Datum: 04.08.26 17:44
r125 schrieb:Was ist der gesellschaftliche Mehrwert die Nutzung der vom Steuerzahler finanzierten Infrastruktur so aufzusetzen, dass zwar z.B. alle 30 Minuten ein ICE fährt, die meisten Fahrgäste aber nicht zu spontanen Entscheidungen die das ausnützen in der Lage sind - eben genau so wie man mit einer S-Bahn umgeht, spontan einen anderen Takt des dichten Angebots zu nehmen.Weil eine gleichmäßige Auslastung für denselben Verkehr (im Sinne von: dieselben Passagier- bzw. Tonnenkilometer) weniger Infrastruktur, Fahrzeuge, Personal etc. braucht?
Also, warum sollte man?
Die muss nämlich jemand bezahlen. Und bemessen sein müssen sie nicht am Durchschnitt, sondern an der Spitze. Es ist volkswirtschaftlich absolut sinnvoll, Nachfrage nach Verkehr oder auch sonstiger Infrastruktur so gut wie möglich zu verteilen. Und das heißt in diesem Fall: Leute, die sich die Fahrzeit aussuchen können, zum Ausweichen auf gering ausgelastete Zeiten zu motivieren.
geschrieben von: kariadsko
Datum: 04.08.26 17:54
kariadsko schrieb:Keine Ahnung, wieso das meine Antwort widerlegen sollte? Klär mich mal bitte auf.r125 schrieb:Bitte meinen Beitrag nach dem Zitat weiterlesen. Und erst Erfassen was ich geschrieben habe, und dann darauf antworten, danke!Was ist der gesellschaftliche Mehrwert die Nutzung der vom Steuerzahler finanzierten Infrastruktur so aufzusetzen, dass zwar z.B. alle 30 Minuten ein ICE fährt, die meisten Fahrgäste aber nicht zu spontanen Entscheidungen die das ausnützen in der Lage sind - eben genau so wie man mit einer S-Bahn umgeht, spontan einen anderen Takt des dichten Angebots zu nehmen.Weil eine gleichmäßige Auslastung für denselben Verkehr (im Sinne von: dieselben Passagier- bzw. Tonnenkilometer) weniger Infrastruktur, Fahrzeuge, Personal etc. braucht?
Also, warum sollte man?
Die muss nämlich jemand bezahlen. Und bemessen sein müssen sie nicht am Durchschnitt, sondern an der Spitze. Es ist volkswirtschaftlich absolut sinnvoll, Nachfrage nach Verkehr oder auch sonstiger Infrastruktur so gut wie möglich zu verteilen. Und das heißt in diesem Fall: Leute, die sich die Fahrzeit aussuchen können, zum Ausweichen auf gering ausgelastete Zeiten zu motivieren.
Ich zitiere mich selber nochmal, für diejenigen die zu früh das Lesen aufgehört haben:
"Das spricht im übrigen nicht dagegen, abhängig von der prognostizierten Auslastung verschieden viel Geld zu verlangen. Aber eben garniert mit kostengünstigen Umbuchungsmöglichkeiten, bei der man eben den Differenzbetrag zahlt/zurückbekommt, und nicht eine Strafgebühr fürs Umbuchen, die weit vom realen Aufwand des Verkehrsunternehmens entfernt ist, oben drauf.
Es kann mir nämlich niemand erzählen dass die DB nicht schon relativ genau weiß, welche Züge wie stark nachgefragt sein werden --- das könnte man auch gleich im Preis abbilden, statt eine Lotterie bei der diejenigen die sich monatelang vorher festlegen gewinnen, dazwischenzuschalten."
geschrieben von: r125
Datum: 04.08.26 18:20
Keine Ahnung, wieso das meine Antwort widerlegen sollte? Klär mich mal bitte auf.
Natürlich hat die DB schon vorher eine Vorstellung, wie voll die Züge werden. Genau deshalb bietet sie doch für freitags und sonntags weniger Sparpreise an.
Und es ist an tausend Stellen auch außerhalb der Bahn normal, dass Billigangebote vom Umtausch ausgeschlossen sind. Das ist doch gerade ein Teil der Lenkung, dass sich die Leute fragen, ob ihnen die Flexibilität den Aufpreis wert ist.
geschrieben von: Sebastian Berlin
Datum: 04.08.26 18:26
Nämlich dass wir uns als Steuerzahler eine Infrastruktur leisten, für dichte Takte, und die Nutzung dann so aufsetzen dass die meisten Nutzer die Flexibilität in der Praxis nicht sehen.Doch, denn es dürften deutlich mehr Nutzer im Nahverkehr mit dichteren Takten unterwegs sein. Wir leisten uns diese Infrastruktur ja nicht nur für ein paar ICE im Halbstundentakt.
geschrieben von: kariadsko
Datum: 04.08.26 19:03
kariadsko schrieb:Der von mir zitierte Absatz Deines Beitrags ließ sich nur so lesen, dass Du davon ausgehst, es müsste auch zu vollsten Zeiten immer ein Angebot da sein, dessen Preis niemandem wehtut. Das lehnt im Grunde eine Lenkung komplett ab (oder akzeptiert sie nur so geringfügig, dass sie ihren Zweck verfehlt). Und daran ändern die folgenden Absätze nichts, Dein jetziger Beitrag verstärkt den Eindruck eher noch.Keine Ahnung, wieso das meine Antwort widerlegen sollte? Klär mich mal bitte auf.Ich denke aus meinem Beitrag ging klar hervor dass wir wenn dann über das "Wie", nicht das "Ob" der Lenkung diskutieren.
Lenkung wohin?Komisch. Die Züge freitags sind voll. Also sehen doch offensichtlich die meisten Nutzer diese Flexibilität in der Praxis.
In weniger nachgefragte Züge? Dafür sollte es reichen die spürbar günstiger anzubieten, verglichen mit den stärker nachgefragten.
Wenn es natürlich darum geht, 10 Prozent der Fahrgäste in Tickets zum Mehrfachen Preis zu lenken, dann bekräftigt das eher meine Kritik.
Nämlich dass wir uns als Steuerzahler eine Infrastruktur leisten, für dichte Takte, und die Nutzung dann so aufsetzen dass die meisten Nutzer die Flexibilität in der Praxis nicht sehen.
geschrieben von: r125
Datum: 04.08.26 19:53
r125 schrieb:kariadsko schrieb:Der von mir zitierte Absatz Deines Beitrags ließ sich nur so lesen, dass Du davon ausgehst, es müsste auch zu vollsten Zeiten immer ein Angebot da sein, dessen Preis niemandem wehtut.Keine Ahnung, wieso das meine Antwort widerlegen sollte? Klär mich mal bitte auf.Ich denke aus meinem Beitrag ging klar hervor dass wir wenn dann über das "Wie", nicht das "Ob" der Lenkung diskutieren.
Komisch. Die Züge freitags sind voll. Also sehen doch offensichtlich die meisten Nutzer diese Flexibilität in der Praxis.
Wer natürlich den Supersparpreis als "Normalpreis" nimmt und nicht als das, was er ist (nämlich ein Billigangebot, bei dem man wie bei allen Billigangeboten das Kleingedruckte lesen und akzeptieren muss), dem kann ich nur zurufen: Selbst schuld.
geschrieben von: r125
Datum: 04.08.26 20:06
r125 schrieb:Nämlich dass wir uns als Steuerzahler eine Infrastruktur leisten, für dichte Takte, und die Nutzung dann so aufsetzen dass die meisten Nutzer die Flexibilität in der Praxis nicht sehen.Doch, denn es dürften deutlich mehr Nutzer im Nahverkehr mit dichteren Takten unterwegs sein. Wir leisten uns diese Infrastruktur ja nicht nur für ein paar ICE im Halbstundentakt.
Von der Infrastruktur, sofern sie ausreichend dimensioniert wäre, profitieren sämtliche Arten des Schienenverkehrs. Das hat aber keinen Einfluss auf die Fahrgastlenkung eines Unternehmens.
geschrieben von: LIW
Datum: 04.08.26 20:30
Wie wäre es mit Berlin (betreffs Prignitz und Altmark) oder Nürnberg (betreffs Oberfranken)? Man kann natürlich auch eine Stelle annehmen, die nicht so gut bezahlt wird, wenn man die Differenz mit gesparten Reisekosten und gesparter Lebenszeit wieder reinholt. Andererseits geht es beim Fernpendeln regelmäßig auch um Pendlerstrecken zwischen Metropolen wie bspw. Leipzig - Berlin, Frankfurt/M. - Köln/Bonn, Hamburg - Düsseldorf oder München - Stuttgart. Im Regelfall absolut unnötig...Ich finde es sehr seltsam, die Wahl von Wohn- und Arbeitsort anderer als "im Regelfall absolut unnötig" zu bezeichnen, nur weil sie weit von einander entfernt liegen.
MD 612 schrieb:Das ist kein Quatsch. Keiner wird gezwungen fernzupendeln. Wenn die Firma umzieht, hat man die Wahl mitzuziehen, fernzupendeln oder sich einen anderen Job vor Ort zu suchen. Es gibt ja nicht nur diese eine Firma. Deswegen, wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht. Und wenn man den Job ohnehin wechselt, muss es ja nun wirklich kein neuer in 200km und mehr Entfernung sein. Selbst wenn der neue Job vor Ort nicht so gut bezahlt wird wie der in 200km Entfernung, man spart sich Kosten für's Pendeln und gewinnt viel Lebenszeit für sich und die Familie. Insgesamt also ein Gewinn.Und wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht.Quatsch. Firmen ziehen um, lösen Standorte auf, Jobs wechseln.
Weißt du wie teuer ein Umzug ist und ein neuer Mietvertrag?Ein neuer Mietvertrag ist nicht automatisch teurer als der alte. Zieh mal von Berlin nach Leipzig oder von Frankfurt/M. nach Mannheim oder Heidelberg. Es gibt Firmen, für die ist es gerade der Grund den Firmensitz zu verlagern, bezahlbaren Wohnraum für die Mitarbeiter und bezahlbare Firmenräume zu finden.
Die Leute müssen pendeln, natürlich überwiegend an den Wochenenden, und die kassiert die Bahn dann doppelt ab, mit überhöhten Preisen und fehlenden Sonderangeboten.Die Leute müssen gar nichts, siehe oben. Und von einer Aktiengesellschaft kann der Eigentümer erwarten, hohe Profite zu erwirtschaften. Unter anderem dadurch, die Gesetze des Marktes gnadenlos auszunutzen. Dann, wenn das Angebot knapp ist (volle Züge mit wenig freien Plätzen am Wochenende) steigt der Preis. Das ist Grundwissen aus der Schule, wenn man aufgepasst hat. Im Wirtshaus ist am Mittwoch Schnitzeltag für 9,99€, weil der Wirt Gäste anlocken will. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag ist die Bude ohnehin voll, da gibt es das Schnitzel für 17,90€. Machst Du da dasselbe Fass auf wie hier?
geschrieben von: MD 612
Datum: 04.08.26 20:55
Die Staatsbahn DB hat einen Bedarf zu decken.Wo kann man nachlesen, dass die Bahn das zwingend zu tun hat? Wenn die Bahn morgen auf bestimmten Strecken den Fernverkehr einstellt, dann ist das so, egal ob Bedarf besteht oder nicht. Die Zeit der Planwirtschaft ist vorbei, gewöhn Dich dran. Wer nach Marktwirtschaft schreit, bekommt Marktwirtschaft, auch im Bahnfernverkehr. Im Übrigen wirst Du es nicht erleben, dass Flixtrain, Italo und wie sie alle heißen mögen am Freitag Nachmittag nennenswert preiswerte Sonderangebote raushauen werden.
Vorschläge: [...]Und wer finanziert wie diese tollen Vorschläge?
geschrieben von: mov
Datum: 04.08.26 21:00
Ich finde es sehr seltsam, die Wahl von Wohn- und Arbeitsort anderer als "im Regelfall absolut unnötig" zu bezeichnen, nur weil sie weit von einander entfernt liegen.Ist meine Meinung, und ich habe sie begründet. Ob Das jemand seltsam findet, spielt dabei keine Rolle.
Wie ja schon geschrieben, nicht alle suchen sich das aus, durch Standortverlagerungen verlängern sich manche Pendelstrecken stark.Doch, sie suchen sich das aus. Siehe meine Antwort an @LIW .
Viele andere haben sich aber auch daran gewöhnt und es ist einfach Teil des Lebens.Wem's gefällt, bitteschön. Deswegen muss ich das aber nicht gut finden und die Bahn muss für diese Leute keine Extra-Wurst braten. Wer sich für's Fernpendeln entscheidet, muss die Konsequenzen tragen, und zwar alle. Zu erwarten, dass andere die Last teilweise abnehmen, ist der falsche Weg. Das gilt auch für allen Deine weiteren Beispiele.
geschrieben von: kariadsko
Datum: 04.08.26 21:15
Mein Argument ist der Zeitpunkt zu dem man sich entscheiden muss, nicht die absolute Höhe des Preises. Da finde ich so manche Supersparpreise auch viel zu billig.Kurzfassung (auch zu Deinem gesamten übrigen Beitrag, den ich sehr wohl gelesen habe und über so manche inhärenten Widersprüche mal hinweggehe):
schienenbär42 schrieb:Bei 83 Millionen Menschen gibt es sicher beides und vieles dazwischen. Entscheidender als die müßige Frage, ob jemand freiwillig oder nicht fernpendelt, finde ich den Hinweis, dass der Staat und staatliche Organisationen nun auch nicht jeden Fall abfedern können. Fernpendler:innen dürften jedenfalls einiges verdienen, sonst würden sie nicht fernpendeln. Wenn man diese Diskussion verfolgt, hat man ja den Eindruck, es handele sich um Menschen knapp über dem Existenzminimum.Ich finde es sehr seltsam, die Wahl von Wohn- und Arbeitsort anderer als "im Regelfall absolut unnötig" zu bezeichnen, nur weil sie weit von einander entfernt liegen.Ist meine Meinung, und ich habe sie begründet. Ob Das jemand seltsam findet, spielt dabei keine Rolle.
schienenbär42 schrieb:Wie ja schon geschrieben, nicht alle suchen sich das aus, durch Standortverlagerungen verlängern sich manche Pendelstrecken stark.Doch, sie suchen sich das aus. Siehe meine Antwort an @LIW .
schienenbär42 schrieb:Viele andere haben sich aber auch daran gewöhnt und es ist einfach Teil des Lebens.Wem's gefällt, bitteschön. Deswegen muss ich das aber nicht gut finden und die Bahn muss für diese Leute keine Extra-Wurst braten. Wer sich für's Fernpendeln entscheidet, muss die Konsequenzen tragen, und zwar alle. Zu erwarten, dass andere die Last teilweise abnehmen, ist der falsche Weg. Das gilt auch für allen Deine weiteren Beispiele.
geschrieben von: def
Datum: 04.08.26 21:44
Es geht nicht nach Zeitpunkt, sondern nach Verfügbarkeit. Für jede Verbindung ist ein bestimmtes Kontingent an Spar- und Super-Sparpreisen hinterlegt. Und das wird so lange verkauft, bis es eben aufgebraucht ist.Wer das Prinzip verstanden hat, kann das System übrigens recht leicht überlisten. Sind für die Strecke A - B keine Sparpreise mehr verfügbar, schaut man eben für C - A - B oder A - B - D und fährt doch nur von A nach B...
LIW schrieb:Man wechselt einfach mal so den Job? Oder hat keineLust auf Mitziehen und verzichtet auf den Lohn. Ah ja.MD 612 schrieb:Das ist kein Quatsch. Keiner wird gezwungen fernzupendeln. Wenn die Firma umzieht, hat man die Wahl mitzuziehen, fernzupendeln oder sich einen anderen Job vor Ort zu suchen. Es gibt ja nicht nur diese eine Firma. Deswegen, wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht. Und wenn man den Job ohnehin wechselt, muss es ja nun wirklich kein neuer in 200km und mehr Entfernung sein. Selbst wenn der neue Job vor Ort nicht so gut bezahlt wird wie der in 200km Entfernung, man spart sich Kosten für's Pendeln und gewinnt viel Lebenszeit für sich und die Familie. Insgesamt also ein Gewinn.Und wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht.Quatsch. Firmen ziehen um, lösen Standorte auf, Jobs wechseln.
LIW schrieb:Du hast überhaupt keine Ahnung! Suche dir mal in Berlin eine Mietwohnung. Oder in anderen Großstädten. Wenn man unwahrscheinlich eine findet, ist die garantiert teurer als die alte Wohnung. Das gilt auch für MA und HD (und gerade für HD). Man oh man.
Zitat:Weißt du wie teuer ein Umzug ist und ein neuer Mietvertrag?Ein neuer Mietvertrag ist nicht automatisch teurer als der alte. Zieh mal von Berlin nach Leipzig oder von Frankfurt/M. nach Mannheim oder Heidelberg. Es gibt Firmen, für die ist es gerade der Grund den Firmensitz zu verlagern, bezahlbaren Wohnraum für die Mitarbeiter und bezahlbare Firmenräume zu finden.
schienenbär42 schrieb:Du scheinst das Glück zu haben, einen wohnortnahen, sicheren Arbeitsplatz zu haben.Ich finde es sehr seltsam, die Wahl von Wohn- und Arbeitsort anderer als "im Regelfall absolut unnötig" zu bezeichnen, nur weil sie weit von einander entfernt liegen.
LIW schrieb:Klar, die Entscheidung trifft jeder selbst. Aber es ist eine aufgedrückte Entscheidung - und jede Option hat möglicherweise etliche Nachteile. Da wählt man eher das kleinste Übel.MD 612 schrieb:Das ist kein Quatsch. Keiner wird gezwungen fernzupendeln. Wenn die Firma umzieht, hat man die Wahl mitzuziehen, fernzupendeln oder sich einen anderen Job vor Ort zu suchen. Es gibt ja nicht nur diese eine Firma. Deswegen, wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesuchtUnd wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht.
LIW schrieb:Zitat:Ich kenne eher die Tendenz, Außenstellen in kleineren Orten aufzulösen und und die Jobs im Hauptquartier zu bündeln... Aber ja, es gibt auch Fälle, wo der Job aus der Großstadt in die Provinz verlagert wird. Und dabei kenne ich Leute, die in solchen Fällen lieber in der Großstadt wohnen bleiben, als aufs Land zu ziehen (ja klar, eigene Entscheidung!) - dabei spielt es keine Rolle, daß sie dort weniger Miete zahlen müßten. Das ist oft nicht so eine rein mathematische Entscheidung, wie Du das darstellst - eher im Gegenteil!Weißt du wie teuer ein Umzug ist und ein neuer Mietvertrag?Ein neuer Mietvertrag ist nicht automatisch teurer als der alte. Zieh mal von Berlin nach Leipzig oder von Frankfurt/M. nach Mannheim oder Heidelberg. Es gibt Firmen, für die ist es gerade der Grund den Firmensitz zu verlagern, bezahlbaren Wohnraum für die Mitarbeiter und bezahlbare Firmenräume zu finden.
Wem's gefällt, bitteschön. Deswegen muss ich das aber nicht gut finden und die Bahn muss für diese Leute keine Extra-Wurst braten.Für die Bahn sind Fernpendler eine wichtige Kundengruppe, die recht regelmäßig und vorhersehbar unterwegs ist. Ich würde es nicht "Extrawurst" nennen, aber sie kann es sich nicht leisten, diese zu verprellen - das würde einen ziemlichen Einbruch der Fahrgastzahlen bedeuten.
Wer sich für's Fernpendeln entscheidet, muss die Konsequenzen tragen, und zwar alle. Zu erwarten, dass andere die Last teilweise abnehmen, ist der falsche Weg. Das gilt auch für allen Deine weiteren Beispiele.Ich lese nirgends die Erwartung, daß andere die Last abnehmen sollen.
Bei 83 Millionen Menschen gibt es sicher beides und vieles dazwischen. Entscheidender als die müßige Frage, ob jemand freiwillig oder nicht fernpendelt, finde ich den Hinweis, dass der Staat und staatliche Organisationen nun auch nicht jeden Fall abfedern können. Fernpendler:innen dürften jedenfalls einiges verdienen, sonst würden sie nicht fernpendeln. Wenn man diese Diskussion verfolgt, hat man ja den Eindruck, es handele sich um Menschen knapp über dem Existenzminimum.Klar gibt es alle Gruppen!
Man wechselt einfach mal so den Job?Herzlich willkommen in der Realität. Es scheint manchem gar nicht bewusst zu sein, wie oft gerade Gutverdienende (was Fernpendler regelmäßig sind) ihren Job wechseln, oft sogar freiwillig. Man sucht eine neue Herausforderung, neue Aufgaben, so der oft in solchen Fällen genannte Grund.
Oder hat keineLust auf Mitziehen und verzichtet auf den Lohn.Was nützt es fernzupendeln, wenn man 500 Euro und mehr im Monat für's Pendeln ausgibt und noch dazu eine zweistellige Zahl an Stunden in der Woche für's Pendeln draufgehen. Von den Kosten einer Zweitwohnung am Arbeitsort und der Abwesenheit von der Familie über drei vier fünf Tage / Woche ganz zu schweigen. Da kann man auch für 500 Euro weniger wohnortnah arbeiten und hat noch dazu mehr vom Leben.
Da geht jemand von Zwickau dann einfach nach Zuffenhausen.Vielleicht geht er ja zu BMW nach Leipzig oder zur Länderbahn nach Neumark? Beides könnte zukunftssicherer sein.
Und dann der Witz mit "anderem Job suchen". Das mache mit 61 mal.Auch wenn Du es nicht lesen möchtest, die berühmten Einzelfälle. Gute Unternehmen lassen sich für solche Leute etwas einfallen, damit die gut abgesichert in den Ruhestand wechseln können.
Du hast überhaupt keine Ahnung!Gut gebrüllt Löwe, wahrscheinlich weil die eigenen Argumente schwach sind.
Suche dir mal in Berlin eine Mietwohnung.Es war davon die Rede, von Berlin nach Leipzig zu ziehen, nicht umgedreht. In Leipzig gibt es auch gute Jobs.
Wenn man unwahrscheinlich eine findet, ist die garantiert teurer als die alte Wohnung.Garantiert ist die neue Wohnung nicht zwangsläufig teurer als die bisherige. Es geht auch andersrum. Praktische Beispiele gibt es genügend.
Und will die DB nicht auch Stellen abbauen?Im Regelfall nur im Rahmen normaler Altersabgänge oder sonstiger Fluktation, zum Beisiel weil die Leute einen neuen Job am Wohnort (und nicht 200km davon entfernt) suchen und finden und dafür bei der Bahn noch eine Abfindung mitnehmen.
Du scheinst das Glück zu haben, einen wohnortnahen, sicheren Arbeitsplatz zu haben.Das spielt hier in der Diskussion keine Rolle.
Die Welt der Fernpendler scheint Dir eher fremd zu seinNein, das ist es nicht.
Klar, die Entscheidung trifft jeder selbst. Aber es ist eine aufgedrückte EntscheidungNein, die Entscheidung ist nicht aufgedrückt. Es drückt einem niemand auf, dem Job hinterherzupendeln. Man entscheidet frei, ob man pendelt, hinterherzieht oder sich was Neues sucht.
kann für die einen eine willkommene Entlastung sein, für andere aber auch eine Unterforderung, die auf Dauer nicht glücklich macht.Dann ist es immer noch eine Entscheidung, die nicht aufgedrückt ist. Wenn man beim Fernpendeln glücklich ist, dann soll es so sein. Um auf den Ausgangspunkt dieses Diskussionsstranges zurück zu kommen, man muss dann eben auch die Konsequenz aus dieser Entscheidung tragen und kann nicht von der Bahn verlangen, dass die einen am Freitag Nachmittag zu Billigpreisen im vollen Zug mitnimmt.
Und dabei kenne ich Leute, die in solchen Fällen lieber in der Großstadt wohnen bleiben, als aufs Land zu ziehen (ja klar, eigene Entscheidung!) - dabei spielt es keine Rolle, daß sie dort weniger Miete zahlen müßten.Auch keine aufgedrückte Entscheidung.
Für die Bahn sind Fernpendler eine wichtige Kundengruppe, die recht regelmäßig und vorhersehbar unterwegs ist. Ich würde es nicht "Extrawurst" nennen, aber sie kann es sich nicht leisten, diese zu verprellenTut sie doch nicht. Die Züge sind am Freitag (oder inzwischen eher schon am Donnerstag, dem neuen Freitag) voll wie nie, trotz der Preise. Also macht die Bahn alles richtig.
Ich lese nirgends die Erwartung, daß andere die Last abnehmen sollen.Lies die Beiträge von @LIW, die der Ausgangspunkt des hiesigen Diskussionsstranges waren.
Nein, die Entscheidung ist nicht aufgedrückt. Es drückt einem niemand auf, dem Job hinterherzupendeln. Man entscheidet frei, ob man pendelt, hinterherzieht oder sich was Neues sucht.Die Entscheidung, den Standort zu schließen, trifft der Arbeitgeber - und stellt den Arbeitnehmer vor die Wahl: wenn er Glück hat, gibt es die Option mitzugehen - sonst Kündigung.
, man muss dann eben auch die Konsequenz aus dieser Entscheidung tragen und kann nicht von der Bahn verlangen, dass die einen am Freitag Nachmittag zu Billigpreisen im vollen Zug mitnimmt.Das verlange ich auch überhaupt nicht! Wenn Du aufmerksam liest, wirst Du die Bewältigungsstrategien dazu finden. Regelmäßige Fahrer wissen, wie sie an günstige Preise kommen - wer nur selten fährt, hat weniger Erfahrung. Der ist aber oft auch weniger preissensibel.
Selbstverständlich ist es genau das.Das gilt aber nur solange alle Marktteilnehmer gleichwertig sind. Gibt es nur wenige Anbieter ist es ein Oligopol. Gibt es real nur einen Anbieter ist es sogar ein Monopol, und damit kein Markt mehr.
Und es gibt hier offensichtlich so manche, die dieses Prinzip entweder nicht verstanden haben oder genau dann ablehnen, wenn es gelegentlich mal zu ihren Ungunsten ausfällt. Wie die regelmäßigen Wutausbrüche, wenn pünktlich zu Ferienbeginn die Benzinpreise steigen (womit die Mineralölkonzerne haargenau demselben Prinzip folgen).
Witzig, wenn teilweise dieselben Foristen, die sonst gegen alles "Linksgrünversiffte!!!einself!!" wettern, da plötzlich sozialistische Anwandlungen zeigen...
MD 612 schrieb:Der Arbeitnehmer kann sich aber entscheiden, am Heimatort eine andere Stelle zu suchen. Oder ganz woanders, bei einem neuen Arbeitgeber. Für die allermeisten normal bis niedrig verdienenden Menschen ohne ganz besondere Qualifizierung gibt es keinen Grund, dem AG treu zu folgen. So wie der Arbeitnehmer aus Sicht des Arbeitgebers völlig austauschbar ist, sollte man auch den Arbeitgeber als beliebig austauschbar betrachten.
Zitat:Nein, die Entscheidung ist nicht aufgedrückt. Es drückt einem niemand auf, dem Job hinterherzupendeln. Man entscheidet frei, ob man pendelt, hinterherzieht oder sich was Neues sucht.Die Entscheidung, den Standort zu schließen, trifft der Arbeitgeber - und stellt den Arbeitnehmer vor die Wahl: wenn er Glück hat, gibt es die Option mitzugehen - sonst Kündigung.
Die Option, weiter den bisherigen Arbeitsplatz in der bisherigen Entfernung zur bisherigen Wohnung zu behalten, gibt es nicht. Das meine ich mit aufgedrückte Entscheidung!
Stichwort z. B. VW. Einst ein Arbeitgeber fast wie eine Behörde. Jetzt nicht mehr.Die Ähnlichkeit zu mancher Behörde könnte eventuell mit den wirtschaftlichen Problemen im Zusammenhang stehen ...
Und will die DB nicht auch Stellen abbauen?Muss die DB nicht auch Stellen abbauen, um konkurrenzfähig zu bleiben? Um den Bedarf an staatlichen Zuschüssen zu reduzieren? Immerhin soll bald ein neuer Konkurrent auf den Strecken erscheinen.
Das gilt aber nur solange alle Marktteilnehmer gleichwertig sind. Gibt es nur wenige Anbieter ist es ein Oligopol. Gibt es real nur einen Anbieter ist es sogar ein Monopol, und damit kein Markt mehr.Nein, das Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt auch für Monopole. Dann ist die Frage "was kaufen" eben reduziert auf "kaufen oder nicht".
geschrieben von: J-C
Datum: 05.08.26 08:55
geschrieben von: MrEnglish
Datum: 05.08.26 15:46
Normal sind z.B. Fernpendler. Normal sind Fahrten, die nicht 14 Tage vorher fest gebucht werden können. Heute wird die Mehrheit der Reisenden mit solchen Pferdefüßen ausgebremst und abkassiert, während sich die Bahn für ihre Fantasie-Sonderpreise feiern lassen will. Da in Politik und Medien viele offenbar nicht Bahn fahren, oder gleich sowas wie ne BC100 haben, fällt das praktische Problem so nie auf. Die Verbraucherschutzverbände rechnen das nun aber erfreulicherweise mal nach.In wie fern ist das normal Arbeits- und Wohnort so schlecht aufeinander abzustimmen, dass man fernpendeln muss?
Die Entscheidung, den Standort zu schließen, trifft der Arbeitgeber - und stellt den Arbeitnehmer vor die Wahl: wenn er Glück hat, gibt es die Option mitzugehen - sonst Kündigung. Die Option, weiter den bisherigen Arbeitsplatz in der bisherigen Entfernung zur bisherigen Wohnung zu behalten, gibt es nicht. Das meine ich mit aufgedrückte Entscheidung!Aufgedrückt wird einem allenfalls die Tatsache, dass man selbst eine Entscheidung zwischen Mitziehen, Fernpendeln oder Jobwechsel fällen muss. Das Ergebnis dieser Entscheidung wird niemandem aufgedrückt. Das ist das Entscheidende hier in der Diskussion. Wie Du selbst schreibst, man hat die Wahl.
Der Jobwechsel und Wohnungswechsel klingt bei Dir so einfach wie eine Hotelbuchung. Immer sind genug Optionen vorhanden - bei Wohnung und Job, immer, an jedem gewünschten Ort.Immer vielleicht nicht, aber in den meisten Fällen. Schaut Euch doch mal auf dem Arbeitsmarkt um. Gerade für Gutverdienende mit hohem Qualifikationsniveau gibt es durchaus eine Auswahl guter Jobs, trotz Wirtschaftskrise.
Das verlange ich auch überhaupt nicht!Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass dieses Verlangen nicht von Dir kommt. Aber es war der Ausgangspunkt dieses Diskussionsstranges.
Mal nebenbei bemerkt: vielen Fernpendlern ist der Bahnpreis sowieso egal, da sie mit dem Auto pendeln...Was das Pendeln aber nicht unbedingt günstiger macht, gerade in jetzigen Zeiten von Spritpreisen weit jenseits der Zwei-Euro-Schallmauer.
geschrieben von: HSB Tw 44
Datum: 05.08.26 16:32
In wie fern ist das normal Arbeits- und Wohnort so schlecht aufeinander abzustimmen, dass man fernpendeln muss?
Ich bleibe aber dabei, daß Du es Dir hier zu einfach machst. Du ignorierst verschiedene Familiensituationen (vgl. mein anderer Post, z.B. Pflege) und gehst eben davon aus das oft (lt. Dir „in den meisten Fällen“) ein naher Job verfügbar ist.
schienenbär42 schrieb:Der Jobwechsel und Wohnungswechsel klingt bei Dir so einfach wie eine Hotelbuchung. Immer sind genug Optionen vorhanden - bei Wohnung und Job, immer, an jedem gewünschten Ort.Immer vielleicht nicht, aber in den meisten Fällen. Schaut Euch doch mal auf dem Arbeitsmarkt um. Gerade für Gutverdienende mit hohem Qualifikationsniveau gibt es durchaus eine Auswahl guter Jobs, trotz Wirtschaftskrise.
Ich bleibe aber dabei, daß Du es Dir hier zu einfach machst.Nein mache ich nicht, und Du musst mir auch nicht die Welt des Jobwechsels erklären. Auch bestimmte Familiensituationen führen nicht zum Zwang des Fernpendelns. Auch Werksschließungen nicht. Man hat die Wahl, bei der Familie zu wohnen und fernzupendeln, mit der Familie umzuziehen oder den Job zu wechseln. Und Werksschließungen führen gleich gar nicht zum Zwang, dem Arbeitsplatz hinterherzuziehen. Wenn das Werk zu ist, ist der Arbeitsplatz weg, nicht anderswo. Auch da gibt es keinen Zwang fernzupendeln, auch nicht für einen neuen Job. Auch da kann man umziehen. Alles die eigene Entscheidung und alles kein Grund (um wieder zum Ausgangspunkt dieses Diskussionsstranges zu kommen), dass man am Freitag Nachmittag mit einem Billigangebot im vollen Fernzug sitzen kann. Die Bahn ist die allerletzte Institution, die etwas für die jeweilige Situation kann.
Stammstrecke 4 schrieb:Gibt es da eine verlässliche Studie die diese Aussage belegt? Und auch für Besserverdienende (so hat es mal die FDP genannt, für die sie zuständig sein wollte) wachsen in Zeiten der wirtschaftlichen Beeinträchtigung die verfügbaren Jobs nicht gerade ins unermessliche. Einstige Primusse schwächeln bekanntlich. Und Gutverdienende haben oft auch Eigentum, dass man auch nicht so locker wechseln kann und Familie, die auch einen Job haben. Oder ältere Angehörige usw. Und der muss jetzt nicht immer der gutverdienende sein.Man wechselt einfach mal so den Job?Herzlich willkommen in der Realität. Es scheint manchem gar nicht bewusst zu sein, wie oft gerade Gutverdienende (was Fernpendler regelmäßig sind) ihren Job wechseln, oft sogar freiwillig. Man sucht eine neue Herausforderung, neue Aufgaben, so der oft in solchen Fällen genannte Grund.
Was nützt es fernzupendeln, wenn man 500 Euro und mehr im Monat für's Pendeln ausgibt und noch dazu eine zweistellige Zahl an Stunden in der Woche für's Pendeln draufgehen. Von den Kosten einer Zweitwohnung am Arbeitsort und der Abwesenheit von der Familie über drei vier fünf Tage / Woche ganz zu schweigen. Da kann man auch für 500 Euro weniger wohnortnah arbeiten und hat noch dazu mehr vom Leben.An dir scheint gänzlich vorbeigegangen zu sein, dass es in manchen Bereichen Homeofficemöglichkeiten gibt und nicht jeden Tag "ferngependelt" werden muss. Es ist je nach Möglichkeit auch möglich in Berlin (oder für dich Leipzig) oder sonst irgendeinem Ballungsraum zu arbeiten und recht weit weg zu wohnen. Nebenbei stärkt das z. B. auch die Wirtschaft wie Bäcker, Läden etc. auch vor Ort, wenn nicht alle in die Großstädte ziehen, weil es manche Jobs eben oft nur da gibt.
Vielleicht geht er ja zu BMW nach Leipzig oder zur Länderbahn nach Neumark? Beides könnte zukunftssicherer sein.Sucht BMW ganze Kohorten am Standort Leipzig. Wäre mir neu. Und wenn VW in Emden oder so was dicht macht, ist im Raum Leipzig klar auch billiger zu wohnen. Und erst mal was zu finden.
Stammstrecke 4 schrieb:Du solltest mal irgendwo lesen, dass es aktuell gerade eine Debatte über die abschlagfreie Rente nach 45 Beitragsjahren gibt... Und die geht quer durch CDU und SPD.
Zitat:Und dann der Witz mit "anderem Job suchen". Das mache mit 61 mal.Auch wenn Du es nicht lesen möchtest, die berühmten Einzelfälle. Gute Unternehmen lassen sich für solche Leute etwas einfallen, damit die gut abgesichert in den Ruhestand wechseln können.
Es war davon die Rede, von Berlin nach Leipzig zu ziehen, nicht umgedreht. In Leipzig gibt es auch gute Jobs.Also in Leipzig sind die Wohnpreise tatsächlich etwas günstiger als in Berlin. Doch auch da findet man nicht locker schnell eine Miet- oder Eigentumswohnung oder gar Haus willst du uns hier weißmachen.
Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:Wenn man unwahrscheinlich eine findet, ist die garantiert teurer als die alte Wohnung.Garantiert ist die neue Wohnung nicht zwangsläufig teurer als die bisherige. Es geht auch andersrum. Praktische Beispiele gibt es genügend.
LIW schrieb:Die Leute müssen pendeln, natürlich überwiegend an den Wochenenden, und die kassiert die Bahn dann doppelt ab, mit überhöhten Preisen und fehlenden Sonderangeboten.Die Leute müssen gar nichts, siehe oben. Und von einer Aktiengesellschaft kann der Eigentümer erwarten, hohe Profite zu erwirtschaften. Unter anderem dadurch, die Gesetze des Marktes gnadenlos auszunutzen. Dann, wenn das Angebot knapp ist (volle Züge mit wenig freien Plätzen am Wochenende) steigt der Preis. Das ist Grundwissen aus der Schule, wenn man aufgepasst hat. Im Wirtshaus ist am Mittwoch Schnitzeltag für 9,99€, weil der Wirt Gäste anlocken will. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag ist die Bude ohnehin voll, da gibt es das Schnitzel für 17,90€. Machst Du da dasselbe Fass auf wie hier?
HSB Tw 44 schrieb:Doch, und hier schon wieder, allein schon, weil Du meine komplette Antwort auf einen Satz reduzierst und den ganzen Rest, nämlich die Begründungen, wegläßt.Ich bleibe aber dabei, daß Du es Dir hier zu einfach machst.Nein mache ich nicht,
und Du musst mir auch nicht die Welt des Jobwechsels erklären. Auch bestimmte Familiensituationen führen nicht zum Zwang des Fernpendelns. Auch Werksschließungen nicht. Man hat die Wahl, bei der Familie zu wohnen und fernzupendeln, mit der Familie umzuziehen oder den Job zu wechseln.Okay, also ist Deine Idee, daß man ggf. dauerhaft getrennt lebt?
Und Werksschließungen führen gleich gar nicht zum Zwang, dem Arbeitsplatz hinterherzuziehen. Wenn das Werk zu ist, ist der Arbeitsplatz weg, nicht anderswo.Also ist Deine Losung: besser arbeitslos als pendeln.
Auch da gibt es keinen Zwang fernzupendeln, auch nicht für einen neuen Job. Auch da kann man umziehen. Alles die eigene EntscheidungWenn man alleine ist: ja. Sonst ggf. nicht. Dazu habe ich Beispiele gebracht, auf die Du ledier nicht eingehst.
und alles kein Grund (um wieder zum Ausgangspunkt dieses Diskussionsstranges zu kommen), dass man am Freitag Nachmittag mit einem Billigangebot im vollen Fernzug sitzen kann. Die Bahn ist die allerletzte Institution, die etwas für die jeweilige Situation kann.Es war ein anderer Beitrag von mir, daher schreibe ich es hier nochmal explizit dazu: ich habe keine Probleme mit den Flexpreisen und finde sie mit BC50 für vernünftig im Vergleich zu den echten Kosten eines Autos. Ich fahre regelmäßig mit Flexpreisen, weil ich eben nicht vorher weiß, wann ich fahren werde, und fordere explizit überhaupt gar nichts zu Sparpreisen.
Und Fernpendler wissen üblicherweise ein halbes Jahr vorher, wann sie fahren wollen.Nein, wieso wissen sie das schon so lange vorher?
zahlt eben; entweder in Geld (Bahn) oder Zeit (Autobahn).Oder zahlt in Geld (Bahn) und Zeit (Bahn), wenn man nicht gerade am Hauptbahnhof neben der Rennstrecke wohnt.
Gibt es da eine verlässliche Studie die diese Aussage belegt?Lebenserfahrung und Erfahrung im Job, weil ich keine Ahnung habe. Du weißt, das Totschlagargument schlechthin...
Und auch für Besserverdienende wachsen in Zeiten der wirtschaftlichen Beeinträchtigung die verfügbaren Jobs nicht gerade ins unermessliche.Ist bekannt, führt aber auch nicht zum Zwang des Fernpendelns. Zudem haben gut qualifizierte (und damit gut bezahlte) Leute deutlich mehr Chancen am Arbeitsmarkt als andere.
Und Gutverdienende haben oft auch Eigentum, dass man auch nicht so locker wechseln kann und Familie, die auch einen Job haben.Zwei Gründe mehr, einen neuen Job in Wohnortnähe zu suchen anstatt seinem AG blindlings in die Ferne zu folgen.
An dir scheint gänzlich vorbeigegangen zu sein, dass es in manchen Bereichen Homeofficemöglichkeiten gibt und nicht jeden Tag "ferngependelt" werden muss.Na das ist doch fein. Was regt sich der Forenkollege @LIW dann über angeblich zu teure Fahrpreise am Wochenende auf?
Oder auch der andere Fall: Unternehmen siedelt in die Provinz und der Großstädter bleibt dort aus den gleichen Gründen zzgl. ggf. größeres Feizeit-und Kulturangebot.Wir reden vom Fernpendeln, nicht von der nächsten Kleinstadt.
Und ein mir bekannter nicht konstruierter Einzelfall lautet:Die bessere Alternative: ein wohnortnaher Arbeitsplatz anstatt dem AG hinterherzufahren. Jede Nacht zu Hause, kein kostspieliges Hotel, keine zeitraubenden und kostspieligen Fernfahrten. Aber sicher gibt es hunderte konstruierte Gründe, warum das absolut sicher überhaupt gar nicht geht.
Präsenzpflicht 2 x im Büro.
Sucht BMW ganze Kohorten am Standort Leipzig. Wäre mir neu.Wenn man nicht nachfragt, kann man das nicht wissen...
Und wenn VW in Emden oder so was dicht macht, ist im Raum Leipzig klar auch billiger zu wohnen.Du warst in Zwickau, also lenke nicht ab.
Du solltest mal irgendwo lesen, dass es aktuell gerade eine Debatte über die abschlagfreie Rente nach 45 Beitragsjahren gibt... Und die geht quer durch CDU und SPD.Wer mal nachrechnet, wird feststellen, dass dieses Modell für gut qualifizierte Gutverdienende (gemeinhin auch Akademiker genannt) gar nicht zur Anwendung kommen kann. Abi mit 18, Studium bis 22, nach 45 Arbeitsjahren ist man 67, mithin das Eintrittsalter für die klassische Regelaltersrente. Und die Alternative, mit Abzügen bis zu vier Jahren früher in Rente zu gehen, gibt es auch weiterhin. Gerade für Gutverdienende mit entsprechenden Rentenansprüchen eine gangbare Variante. Die nötigen 35 Versicherungsjahre wird auch der frühere Langzeitstudent zusammen bekommen.
Und wenn ein guter Betrieb einfach dicht machen muss und der Insolvenzverwalter auch nichts groß holen kann, dann ist es auch nicht so weit her, dass der einstiger gute Arbeitgeber seine ehmaligen Schutzbefohlenen gut absichern kann.Die Rede war erst einmal von Personalabbau, nicht von Insolvenzen. Aber ja, wenn man hier nicht weiterkommt, muss eine neue Baustelle her. Gute AG lassen es erst gar nicht bis zur Insolvenz kommen. Und wenn die Bude tatsächlich im Zuge des Insolvenzverfahrens zerkloppt wird, dann ist der Job sowieso weg, dann kann man dem auch nicht mehr hinterherziehen. Dann muss man sich einen neuen Job suchen und hat gar keinen Grund mehr fernzupendeln oder umzuziehen.
Und dann finde mal -ist für dich aber Einzelfall bzw. gar konstruiertes Einzelschicksal (ein neuer Begriff für deine plumpen Antworttextbausteine)....Ohne persönliche Angriffe geht's bei Dir ja nicht, wenn Du in der Sache nicht weiterkommst.
...- als Arbeitnehmer mit 61 (oder 58 oder 64, 65...) so ganz locker einen Arbeitsplatz.Was hindert einen 61jährigen Arbeitnehmer daran, einen neuen Arbeitsplatz zu finden? Unterstellst Du jetzt allen Unternehmen gleichzeitig Altersdiskriminierung?
Doch auch da [in Leipzig] findet man nicht locker schnell eine Miet- oder Eigentumswohnung oder gar Haus willst du uns hier weißmachen.Locker nicht, aber man findet.
Wie hier erwähnt, siedeln sich große Player durchaus gerne in Großstädten wie München oder Berlin an.Warum muss es denn ein großer Player sein? Mittelständige Unternehmen selbst in der Provinz suchen auch qualifizierte Mitarbeiter.
Doch, und das ist schäbige Absicht! Von der Eisenbahn ist zu erwarten, dass sie die Bedürfnisse der Fahrgäste bestmöglichst erfüllt, und nicht, dass sie nach ihrem Belieben fährt oder hohe Preise dafür bestimmt.Auf welcher Grundlage ist das von der Eisenbahn zu erwarten? Und ist das auch von Italo, Flix & co. zu erwarten? Was, wenn die diese Erwartung wie zu erwarten nicht erfüllen?
ebenso wie der Schnitzelwirt bei dir eine a... S-a-u ist, wenn er seine Speisekarte so gestaltet.Nö, freie Marktwirtschaft ist das, und im Übrigen auch kein Einzelfall in der Gastronomie. Wem das Schnitzel am Mittwoch für 9,99€ nicht passt, der fährt in ein anderes Wirtshaus, wo es 16,90€ kostet. Und wem ein Schnitzel für 17,90€ am Wochenende zu teuer ist, der fährt in ein anderes Wirtshaus, wo das Schnitzel 16,90€ kostet, aber weitaus nicht so schmackhaft ist. Jeder wie es ihm beliebt.
Hast du schon mal einen Bäcker gesehen, bei dem die Brötchen morgens bis 9 Uhr das doppelte oder vielfache vom normalen Preis kosten?Nöö, aber die ersten Bäcker nehmen am Sonntag einen Zuschlag, wenn sie zum Brötchenverkauf öffnen. Kann man akzeptieren, man kann die Brötchen aber auch schon am Freitag kaufen und aufbacken. Jeder wie es ihm beliebt.
Doch, und hier schon wieder, allein schon, weil Du meine komplette Antwort auf einen Satz reduzierst und den ganzen Rest, nämlich die Begründungen, wegläßt.Auf die Begründungen muss ich nicht eingehen, weil die allesamt keinen Zwang begründen. Sie sind Motivation für eine bestimmte Entscheidung, die jeder für sich anhand der konkreten Situation treffen muss. Sie begründen aber keinen Zwang. Der eine pendelt lieber in die Ferne, es macht ihm nichts aus, tagelang von der Familie weg zu sein. Der andere verzichtet auf's Fernpendeln, weil er täglich seine Familie sehen will. Jedem seine Wahl und eben kein Zwang.
Okay, also ist Deine Idee, daß man ggf. dauerhaft getrennt lebt?Das ist nicht meine Idee, das entscheidet jeder für sich.
Also ist Deine Losung: besser arbeitslos als pendeln.Falsch, meine Losung lautet: Besser wohnortnah arbeiten und notfalls einen Gehaltsverlust in Kauf nehmen als kost- und zeitspielig in die Ferne pendeln. Manche sehen das anders, auch gut. Die Wahl hat jeder für sich.
Es war ein anderer Beitrag von mir, daher schreibe ich es hier nochmal explizit dazu: ich habe keine Probleme mit den FlexpreisenDas musst Du nicht dazu schreiben. Ich hatte bereits ausdrücklich erwähnt, wen ich damit angesprochen hatte. Und nein, Du warst das nicht.
Ein Staatsbetrieb, der die Steuermilliarden nur so hinten reingeblasen kriegtImmer noch keine Belege für diese Räuberpistole?
Ein Staatsbetrieb, der die Steuermilliarden nur so hinten reingeblasen kriegt, ist keine "freie Marktwirtschaft". Der ist nur ein demütiger, kleiner Dienstleister. Der soll sich um Pünktlichkeit und Sauberkeit kümmern und nicht vergebens auf Big Lebowski machen.Es ist irgendwie fad, wenn du den selben Blödsinn immer wieder wiederholst und Gegenargumente komplett ignorierst. Es wurde durchaus schon darauf hingewiesen, dass der Fernverkehr eben nicht subventioniert wird.
An der Tanke hat der Sprit stündlich einen anderen Preis, und keiner hat ein Problem damit...Jeden Tag seit einiger Zeit nur erlaubt einmalig um 12.00 Uhr ist bei dir weiterhin stündlich..?1
Stammstrecke 4 schrieb:Kannst du uns da auch einen Link oder eine Telefonnummer posten, in dem deine These irgendwie bestätigt werden sollte, dass BMW in L massenhaft Leute sucht? Gerne auch welche die schon 61 sind.
Zitat:Sucht BMW ganze Kohorten am Standort Leipzig. Wäre mir neu.Wenn man nicht nachfragt, kann man das nicht wissen...
Stammstrecke 4 schrieb:Oh man. Lesen nicht so deines? Z war genau so ein Beispiel wie dann Emden. Hier lenkt niemand ab. Es hätte auch Kassel sein können. Oder Stuttgart-Feuerbach. Oder einfach nochmal Zwickau.
Zitat:Und wenn VW in Emden oder so was dicht macht, ist im Raum Leipzig klar auch billiger zu wohnen.Du warst in Zwickau, also lenke nicht ab.
Wer mal nachrechnet, wird feststellen, dass dieses Modell für gut qualifizierte Gutverdienende (gemeinhin auch Akademiker genannt) gar nicht zur Anwendung kommen kann. Abi mit 18, Studium bis 22, nach 45 Arbeitsjahren ist man 67, mithin das Eintrittsalter für die klassische Regelaltersrente. Und die Alternative, mit Abzügen bis zu vier Jahren früher in Rente zu gehen, gibt es auch weiterhin. Gerade für Gutverdienende mit entsprechenden Rentenansprüchen eine gangbare Variante. Die nötigen 35 Versicherungsjahre wird auch der frühere Langzeitstudent zusammen bekommen.Als Antwort deine Antwort:
Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:...- als Arbeitnehmer mit 61 (oder 58 oder 64, 65...) so ganz locker einen Arbeitsplatz.Was hindert einen 61jährigen Arbeitnehmer daran, einen neuen Arbeitsplatz zu finden? Unterstellst Du jetzt allen Unternehmen gleichzeitig Altersdiskriminierung?
Stammstrecke 4 schrieb:Subjektive Lebenserfahrungen sind immer ein gutes Argument. Besser als belastbare Statistiken oder solche "Todschlagargumente". Nur komischerweise haben neben dir auch andere Lebenserfahrungen gesammelt...
Zitat:Gibt es da eine verlässliche Studie die diese Aussage belegt?Lebenserfahrung und Erfahrung im Job, weil ich keine Ahnung habe. Du weißt, das Totschlagargument schlechthin...
Jeden Tag seit einiger Zeit nur erlaubt einmalig um 12.00 Uhr ist bei dir weiterhin stündlich..?1Gesetzliche Sondervorschrift speziell für Tankstellen (aus meiner Sicht eine ziemlich blödsinnige, aber das gehört nicht hierher).
Nicht so ganz aufgepasst anscheinend...
MD 612 schrieb:Falsch. Der Preis kann jederzeit auch mehrfach am Tag geändert werden, aber nur einmal mittags nach oben. Und das auch erst seit 6 Wochen, vorher waren stündliche Preisänderungen nach oben und unten, teilweise gar in noch kürzeren Zeitabständen, völlig normal und keinen hat's gestört.An der Tanke hat der Sprit stündlich einen anderen Preis, und keiner hat ein Problem damit...Jeden Tag seit einiger Zeit nur erlaubt einmalig um 12.00 Uhr ist bei dir weiterhin stündlich..?1
Nicht so ganz aufgepasst anscheinend...Das gebe ich doch gerne zurück.
HSB Tw 44 schrieb:Was immer voraussetzt, daß es den Job oder einen ähnlichen, für den man qualifiziert ist, auch vor Ort gibt.Also ist Deine Losung: besser arbeitslos als pendeln.Falsch, meine Losung lautet: Besser wohnortnah arbeiten und notfalls einen Gehaltsverlust in Kauf nehmen als kost- und zeitspielig in die Ferne pendeln. Manche sehen das anders, auch gut. Die Wahl hat jeder für sich.
Falsch. Der Preis kann jederzeit auch mehrfach am Tag geändert werden, aber nur einmal mittags nach oben. Und das auch erst seit 6 Wochen, vorher waren stündliche Preisänderungen nach oben und unten, teilweise gar in noch kürzeren Zeitabständen, völlig normal und keinen hat's gestört.01.04.2026 ist jetzt aber mehr als 6 Wochen her.
In allen Situationen hat der betreffende Mensch die Wahl zwischen den Optionen Fernpendeln, Umziehen oder Jobwechsel.Und wenn jemand weder da noch dort einen Job findet? Und dann auch das Thema Wohnraum mit der Option Umziehen.
Was immer voraussetzt, daß es den Job oder einen ähnlichen, für den man qualifiziert ist, auch vor Ort gibt.In der Hoffnung es wird von MD 612 halbwegs verstanden. Die Hoffnung sollte nie sterben.
Das ist aber nicht der Fall.
Und manche Dinge ergeben sich eben temporär, wie z.B. benötigte Pflege. Soll man dafür dann kündigen…?
Ich schreibe das hier jetzt absichtlich überzeichnet:
Wenn das alles so gar kein Problem ist, warum dann das Gejammer, wenn VW in Zwickau dichtmacht? Ist doch kein Problem, die Leute können doch einfach was anderes vor Ort arbeiten, das Bißchen Gehaltsverlust ist dann ja kein Problem.
Könnte man jetzt entsprechend auch generell über Schließungen im „Osten“ seit 1990 sagen. Warum haben sich die „Ossis“ da so angestellt und tun es noch? Sie hatten doch die Wahl, Gehaltsverlust in Kauf zu nehmen oder zu pendeln oder umzuziehen. Alles kein Problem nach Deiner Ansicht…?
Es ist eben nicht so einfach, wie Du es darstellst.
Und warum sie pendelt und nicht schnurstracks nach FF zieht, braucht sie weder dir noch mir noch sonst wem zu begründen. Sie wird ihre Gründe kennen.Nein, begründen muss das niemand.
Was immer voraussetzt, daß es den Job oder einen ähnlichen, für den man qualifiziert ist, auch vor Ort gibt.Man hat die Wahl, einen anderen Job anzunehmen oder eben doch fernzupendeln.
Und manche Dinge ergeben sich eben temporär, wie z.B. benötigte Pflege. Soll man dafür dann kündigen…?Man hat die Wahl. Wobei, wenn man jemanden pflegen möchte, wird das wohl nichts werden, wenn man zwei drei Nächte in der Woche außerhalb im Hotel nächtigt.
01.04.2026 ist jetzt aber mehr als 6 Wochen her.Ach, jetzt haste was gefunden, wo Du Dich dran hochziehen kannst. Na wenn's Spaß macht...
Lasse die Leute selbst entscheidenNichts anderes schreibe ich seit Tagen. Haste bestimmt beim Überfliegen überlesen...
Moin!Artikel 20 Abs. 1 GG - die Auslegung "sozialer Bundestaat" ist aber subjektiv.
Ich habe das Grundgesetz jetzt dreimal durchgelesen und immer noch keinen Paragraphen gefunden, in dem ein Recht auf billigen Transport verankert ist.
Und Fernpendler wissen üblicherweise ein halbes Jahr vorher, wann sie fahren wollen.
Wer auf eine Reise am Freitag oder Sonntag angewiesen ist, zahlt eben; entweder in Geld (Bahn) oder Zeit (Autobahn).
Der Hilfsbetreiber
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