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Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 05.08.26 16:43

MD 612 schrieb:

schienenbär42 schrieb:
Der Jobwechsel und Wohnungswechsel klingt bei Dir so einfach wie eine Hotelbuchung. Immer sind genug Optionen vorhanden - bei Wohnung und Job, immer, an jedem gewünschten Ort.
Immer vielleicht nicht, aber in den meisten Fällen. Schaut Euch doch mal auf dem Arbeitsmarkt um. Gerade für Gutverdienende mit hohem Qualifikationsniveau gibt es durchaus eine Auswahl guter Jobs, trotz Wirtschaftskrise.

Ich bleibe aber dabei, daß Du es Dir hier zu einfach machst. Du ignorierst verschiedene Familiensituationen (vgl. mein anderer Post, z.B. Pflege) und gehst eben davon aus das oft (lt. Dir „in den meisten Fällen“) ein naher Job verfügbar ist.

Und das ist nicht so einfach, sorry. Wenn Autobauer ganze Werke schließen, dann sollte das doch kein Problem sein, oder? Aber warum wird dann so laut gejammert, wenn das mal im Raum steht? Die Leute können doch einfach quasi auf der anderen Straßenseite (←absichtlich übertrieben) arbeiten gehen…?
Nein, natürlich nicht. Es gibt eben nicht all Jobs überall.

Wenn man bereit ist, zu wechseln, muß man nämlich auch einen neuen Job bekommen. Die wenigsten Firmen stellen aber einfach alle ein, die anfragen; nein, die machen Auswahlverfahren. Heißt: es bekommt eben nicht unbedingt jeder, der was sucht, „auf der anderen Straßenseite“ einen Job.
Und dann? Arbeitslos, weil man sonst fernpendeln müßte? Berücksichtige bei Deiner Antwort, daß 1,25 Stunden Pendelweg pro Richtung (genauer: insgesamt 2,5h) in der Regel als zumutbar gelten.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: MD 612

Datum: 05.08.26 17:33

HSB Tw 44 schrieb:
Ich bleibe aber dabei, daß Du es Dir hier zu einfach machst.
Nein mache ich nicht, und Du musst mir auch nicht die Welt des Jobwechsels erklären. Auch bestimmte Familiensituationen führen nicht zum Zwang des Fernpendelns. Auch Werksschließungen nicht. Man hat die Wahl, bei der Familie zu wohnen und fernzupendeln, mit der Familie umzuziehen oder den Job zu wechseln. Und Werksschließungen führen gleich gar nicht zum Zwang, dem Arbeitsplatz hinterherzuziehen. Wenn das Werk zu ist, ist der Arbeitsplatz weg, nicht anderswo. Auch da gibt es keinen Zwang fernzupendeln, auch nicht für einen neuen Job. Auch da kann man umziehen. Alles die eigene Entscheidung und alles kein Grund (um wieder zum Ausgangspunkt dieses Diskussionsstranges zu kommen), dass man am Freitag Nachmittag mit einem Billigangebot im vollen Fernzug sitzen kann. Die Bahn ist die allerletzte Institution, die etwas für die jeweilige Situation kann.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: Stammstrecke 4

Datum: 05.08.26 17:40

Sorry, du hast von den Dingen die schreibst anscheinend echt nicht wirklich Ahnung.

MD 612 schrieb:
Stammstrecke 4 schrieb:
Man wechselt einfach mal so den Job?
Herzlich willkommen in der Realität. Es scheint manchem gar nicht bewusst zu sein, wie oft gerade Gutverdienende (was Fernpendler regelmäßig sind) ihren Job wechseln, oft sogar freiwillig. Man sucht eine neue Herausforderung, neue Aufgaben, so der oft in solchen Fällen genannte Grund.
Gibt es da eine verlässliche Studie die diese Aussage belegt? Und auch für Besserverdienende (so hat es mal die FDP genannt, für die sie zuständig sein wollte) wachsen in Zeiten der wirtschaftlichen Beeinträchtigung die verfügbaren Jobs nicht gerade ins unermessliche. Einstige Primusse schwächeln bekanntlich. Und Gutverdienende haben oft auch Eigentum, dass man auch nicht so locker wechseln kann und Familie, die auch einen Job haben. Oder ältere Angehörige usw. Und der muss jetzt nicht immer der gutverdienende sein.
Dass dem Arbeitgeber ganz einfach "hinterreisen" mag es geben, die Mehrheit wird es nicht sein.

Zitat:
Was nützt es fernzupendeln, wenn man 500 Euro und mehr im Monat für's Pendeln ausgibt und noch dazu eine zweistellige Zahl an Stunden in der Woche für's Pendeln draufgehen. Von den Kosten einer Zweitwohnung am Arbeitsort und der Abwesenheit von der Familie über drei vier fünf Tage / Woche ganz zu schweigen. Da kann man auch für 500 Euro weniger wohnortnah arbeiten und hat noch dazu mehr vom Leben.
An dir scheint gänzlich vorbeigegangen zu sein, dass es in manchen Bereichen Homeofficemöglichkeiten gibt und nicht jeden Tag "ferngependelt" werden muss. Es ist je nach Möglichkeit auch möglich in Berlin (oder für dich Leipzig) oder sonst irgendeinem Ballungsraum zu arbeiten und recht weit weg zu wohnen. Nebenbei stärkt das z. B. auch die Wirtschaft wie Bäcker, Läden etc. auch vor Ort, wenn nicht alle in die Großstädte ziehen, weil es manche Jobs eben oft nur da gibt.

Oder auch der andere Fall: Unternehmen siedelt in die Provinz und der Großstädter bleibt dort aus den gleichen Gründen zzgl. ggf. größeres Feizeit-und Kulturangebot.

Gut, als Tf ist Homeoffice schlecht möglich, daher scheint dir das nicht so geläufig zu sein.

Und ein mir bekannter nicht konstruierter Einzelfall lautet:
Präsenzpflicht 2 x im Büro. Anreise früh morgens, Übernachtung 1 x Hotel (immer das gleiche) und Rückfahrt nach Feierabend am 2. Tag nach hause. Vorteil trotz der Kosten für Fahrt und eine Übernachtung, die "gewohnte Umgebung", Kinder bleiben in der Schule usw. Und das Wohnen (hier tatsächlich Eigenheim) ist auch billiger. Und dann gibt es auch mal Wochen ohne Präsenzanwesenheit.
Und es gibt auch Modelle, bei denen welche öfter im Homeoffice sind. Die sind aber gefühlt etwas abnehmend.

MD 612 schrieb:
Zitat:
Vielleicht geht er ja zu BMW nach Leipzig oder zur Länderbahn nach Neumark? Beides könnte zukunftssicherer sein.
Sucht BMW ganze Kohorten am Standort Leipzig. Wäre mir neu. Und wenn VW in Emden oder so was dicht macht, ist im Raum Leipzig klar auch billiger zu wohnen. Und erst mal was zu finden.

MD 612 schrieb:

Zitat:
Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:
Und dann der Witz mit "anderem Job suchen". Das mache mit 61 mal.
Auch wenn Du es nicht lesen möchtest, die berühmten Einzelfälle. Gute Unternehmen lassen sich für solche Leute etwas einfallen, damit die gut abgesichert in den Ruhestand wechseln können.
Du solltest mal irgendwo lesen, dass es aktuell gerade eine Debatte über die abschlagfreie Rente nach 45 Beitragsjahren gibt... Und die geht quer durch CDU und SPD.

Und wenn ein guter Betrieb einfach dicht machen muss und der Insolvenzverwalter auch nichts groß holen kann, dann ist es auch nicht so weit her, dass der einstiger gute Arbeitgeber seine ehmaligen Schutzbefohlenen gut absichern kann. Und dann finde mal -ist für dich aber Einzelfall bzw. gar konstruiertes Einzelschicksal (ein neuer Begriff für deine plumpen Antworttextbausteine)- als Arbeitnehmer mit 61 (oder 58 oder 64, 65...) so ganz locker einen Arbeitsplatz. Nicht alle sind Triebfahrzeugführer.
Da sieht die Realität deutlich anders aus.

MD 612 schrieb:
Zitat:
Es war davon die Rede, von Berlin nach Leipzig zu ziehen, nicht umgedreht. In Leipzig gibt es auch gute Jobs.

Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:
Wenn man unwahrscheinlich eine findet, ist die garantiert teurer als die alte Wohnung.
Garantiert ist die neue Wohnung nicht zwangsläufig teurer als die bisherige. Es geht auch andersrum. Praktische Beispiele gibt es genügend.
Also in Leipzig sind die Wohnpreise tatsächlich etwas günstiger als in Berlin. Doch auch da findet man nicht locker schnell eine Miet- oder Eigentumswohnung oder gar Haus willst du uns hier weißmachen.

Wie hier erwähnt, siedeln sich große Player durchaus gerne in Großstädten wie München oder Berlin an. Nicht nur in Leipzig mit Wegzug aus Berlin.

Aber ich warte auf die Antwort "alles konstruierte Einzelfälle" fernab der Realität, von der du zumindest beim Wohnungs- und Arbeitsmarkt heutzutage nicht auf dem neuesten Stand zu sein scheinst.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 17:44.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: bahamas

Datum: 05.08.26 18:53

MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
Die Leute müssen pendeln, natürlich überwiegend an den Wochenenden, und die kassiert die Bahn dann doppelt ab, mit überhöhten Preisen und fehlenden Sonderangeboten.
Die Leute müssen gar nichts, siehe oben. Und von einer Aktiengesellschaft kann der Eigentümer erwarten, hohe Profite zu erwirtschaften. Unter anderem dadurch, die Gesetze des Marktes gnadenlos auszunutzen. Dann, wenn das Angebot knapp ist (volle Züge mit wenig freien Plätzen am Wochenende) steigt der Preis. Das ist Grundwissen aus der Schule, wenn man aufgepasst hat. Im Wirtshaus ist am Mittwoch Schnitzeltag für 9,99€, weil der Wirt Gäste anlocken will. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag ist die Bude ohnehin voll, da gibt es das Schnitzel für 17,90€. Machst Du da dasselbe Fass auf wie hier?


Doch, und das ist schäbige Absicht! Von der Eisenbahn ist zu erwarten, dass sie die Bedürfnisse der Fahrgäste bestmöglichst erfüllt, und nicht, dass sie nach ihrem Belieben fährt oder hohe Preise dafür bestimmt. Das geht am Auftrag vorbei, ebenso wie der Schnitzelwirt bei dir eine a... S-a-u ist, wenn er seine Speisekarte so gestaltet. Hast du schon mal einen Bäcker gesehen, bei dem die Brötchen morgens bis 9 Uhr das doppelte oder vielfache vom normalen Preis kosten?

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 05.08.26 18:54

MD 612 schrieb:
HSB Tw 44 schrieb:
Ich bleibe aber dabei, daß Du es Dir hier zu einfach machst.
Nein mache ich nicht,
Doch, und hier schon wieder, allein schon, weil Du meine komplette Antwort auf einen Satz reduzierst und den ganzen Rest, nämlich die Begründungen, wegläßt.
Auch im Folgenden gehst Du nicht auf die Begründungen ein, sondern sagst nur, daß sie nicht stimmen, ohne aber Sachargumente zu bringen.

Zitat:
und Du musst mir auch nicht die Welt des Jobwechsels erklären. Auch bestimmte Familiensituationen führen nicht zum Zwang des Fernpendelns. Auch Werksschließungen nicht. Man hat die Wahl, bei der Familie zu wohnen und fernzupendeln, mit der Familie umzuziehen oder den Job zu wechseln.
Okay, also ist Deine Idee, daß man ggf. dauerhaft getrennt lebt?

„Mit der Familie umzuziehen“ – gute Idee. Und was macht man, wenn beide berufstätig sind? Dann pendelt ja einfach nur die andere Person? Wie schonmal gesagt: es gibt nicht jeden Job überall!

Und was ist eben mit der pflegebedürftigen Person? Die läßt man dann einfach alleine?

Zitat:
Und Werksschließungen führen gleich gar nicht zum Zwang, dem Arbeitsplatz hinterherzuziehen. Wenn das Werk zu ist, ist der Arbeitsplatz weg, nicht anderswo.
Also ist Deine Losung: besser arbeitslos als pendeln.
Wow.

Zitat:
Auch da gibt es keinen Zwang fernzupendeln, auch nicht für einen neuen Job. Auch da kann man umziehen. Alles die eigene Entscheidung
Wenn man alleine ist: ja. Sonst ggf. nicht. Dazu habe ich Beispiele gebracht, auf die Du ledier nicht eingehst.

Zitat:
und alles kein Grund (um wieder zum Ausgangspunkt dieses Diskussionsstranges zu kommen), dass man am Freitag Nachmittag mit einem Billigangebot im vollen Fernzug sitzen kann. Die Bahn ist die allerletzte Institution, die etwas für die jeweilige Situation kann.
Es war ein anderer Beitrag von mir, daher schreibe ich es hier nochmal explizit dazu: ich habe keine Probleme mit den Flexpreisen und finde sie mit BC50 für vernünftig im Vergleich zu den echten Kosten eines Autos. Ich fahre regelmäßig mit Flexpreisen, weil ich eben nicht vorher weiß, wann ich fahren werde, und fordere explizit überhaupt gar nichts zu Sparpreisen.

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Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: Stammstrecke 4

Datum: 05.08.26 19:50

Es sind nur Einzelfälle, teilweise auch "konstruiert" die du schreibst ;)

Wenn in MD ein Werk schließt, dann einfach umziehen und in einem neuen Werk anheuren. Ist doch so einfach. Jedes andere Werk sucht derzeit händeringend nach Personal. Auch Ältere Ü60. Da muss niemand pendeln. Wohnungen und Häuser und Pflegeheime für mitziehende Angehörige am neuen Wohnort gibt es auch wie Sand am Meer.

Er wird es wieder nicht verstehen und alles geschriebene mit "Einzelfall" abtuen und uns die Wahrheit über unproblematischen Jobwechsel und Wohnungsfinden schildern.
Lesen tut er ja gefühlt auch nicht wirklich, wenn er auf Beiträge antwortet, was da vorher geschrieben wurde.

Re: Muss es billig sein?

geschrieben von: bollisee

Datum: 05.08.26 20:08

Hilfsbetreiber schrieb:
Und Fernpendler wissen üblicherweise ein halbes Jahr vorher, wann sie fahren wollen.
Nein, wieso wissen sie das schon so lange vorher?

Hilfsbetreiber schrieb:
Zitat:
zahlt eben; entweder in Geld (Bahn) oder Zeit (Autobahn).
Oder zahlt in Geld (Bahn) und Zeit (Bahn), wenn man nicht gerade am Hauptbahnhof neben der Rennstrecke wohnt.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: MD 612

Datum: 05.08.26 21:17

Stammstrecke 4 schrieb:
Gibt es da eine verlässliche Studie die diese Aussage belegt?
Lebenserfahrung und Erfahrung im Job, weil ich keine Ahnung habe. Du weißt, das Totschlagargument schlechthin...

Stammstrecke 4 schrieb:
Und auch für Besserverdienende wachsen in Zeiten der wirtschaftlichen Beeinträchtigung die verfügbaren Jobs nicht gerade ins unermessliche.
Ist bekannt, führt aber auch nicht zum Zwang des Fernpendelns. Zudem haben gut qualifizierte (und damit gut bezahlte) Leute deutlich mehr Chancen am Arbeitsmarkt als andere.

Stammstrecke 4 schrieb:
Und Gutverdienende haben oft auch Eigentum, dass man auch nicht so locker wechseln kann und Familie, die auch einen Job haben.
Zwei Gründe mehr, einen neuen Job in Wohnortnähe zu suchen anstatt seinem AG blindlings in die Ferne zu folgen.

Stammstrecke 4 schrieb:
An dir scheint gänzlich vorbeigegangen zu sein, dass es in manchen Bereichen Homeofficemöglichkeiten gibt und nicht jeden Tag "ferngependelt" werden muss.
Na das ist doch fein. Was regt sich der Forenkollege @LIW dann über angeblich zu teure Fahrpreise am Wochenende auf?

Stammstrecke 4 schrieb:
Oder auch der andere Fall: Unternehmen siedelt in die Provinz und der Großstädter bleibt dort aus den gleichen Gründen zzgl. ggf. größeres Feizeit-und Kulturangebot.
Wir reden vom Fernpendeln, nicht von der nächsten Kleinstadt.

Stammstrecke 4 schrieb:
Und ein mir bekannter nicht konstruierter Einzelfall lautet:
Präsenzpflicht 2 x im Büro.
Die bessere Alternative: ein wohnortnaher Arbeitsplatz anstatt dem AG hinterherzufahren. Jede Nacht zu Hause, kein kostspieliges Hotel, keine zeitraubenden und kostspieligen Fernfahrten. Aber sicher gibt es hunderte konstruierte Gründe, warum das absolut sicher überhaupt gar nicht geht.

Stammstrecke 4 schrieb:
Sucht BMW ganze Kohorten am Standort Leipzig. Wäre mir neu.
Wenn man nicht nachfragt, kann man das nicht wissen...

Stammstrecke 4 schrieb:
Und wenn VW in Emden oder so was dicht macht, ist im Raum Leipzig klar auch billiger zu wohnen.
Du warst in Zwickau, also lenke nicht ab.

Stammstrecke 4 schrieb:
Du solltest mal irgendwo lesen, dass es aktuell gerade eine Debatte über die abschlagfreie Rente nach 45 Beitragsjahren gibt... Und die geht quer durch CDU und SPD.
Wer mal nachrechnet, wird feststellen, dass dieses Modell für gut qualifizierte Gutverdienende (gemeinhin auch Akademiker genannt) gar nicht zur Anwendung kommen kann. Abi mit 18, Studium bis 22, nach 45 Arbeitsjahren ist man 67, mithin das Eintrittsalter für die klassische Regelaltersrente. Und die Alternative, mit Abzügen bis zu vier Jahren früher in Rente zu gehen, gibt es auch weiterhin. Gerade für Gutverdienende mit entsprechenden Rentenansprüchen eine gangbare Variante. Die nötigen 35 Versicherungsjahre wird auch der frühere Langzeitstudent zusammen bekommen.

Stammstrecke 4 schrieb:
Und wenn ein guter Betrieb einfach dicht machen muss und der Insolvenzverwalter auch nichts groß holen kann, dann ist es auch nicht so weit her, dass der einstiger gute Arbeitgeber seine ehmaligen Schutzbefohlenen gut absichern kann.
Die Rede war erst einmal von Personalabbau, nicht von Insolvenzen. Aber ja, wenn man hier nicht weiterkommt, muss eine neue Baustelle her. Gute AG lassen es erst gar nicht bis zur Insolvenz kommen. Und wenn die Bude tatsächlich im Zuge des Insolvenzverfahrens zerkloppt wird, dann ist der Job sowieso weg, dann kann man dem auch nicht mehr hinterherziehen. Dann muss man sich einen neuen Job suchen und hat gar keinen Grund mehr fernzupendeln oder umzuziehen.

Stammstrecke 4 schrieb:
Und dann finde mal -ist für dich aber Einzelfall bzw. gar konstruiertes Einzelschicksal (ein neuer Begriff für deine plumpen Antworttextbausteine)....
Ohne persönliche Angriffe geht's bei Dir ja nicht, wenn Du in der Sache nicht weiterkommst.

Stammstrecke 4 schrieb:
...- als Arbeitnehmer mit 61 (oder 58 oder 64, 65...) so ganz locker einen Arbeitsplatz.
Was hindert einen 61jährigen Arbeitnehmer daran, einen neuen Arbeitsplatz zu finden? Unterstellst Du jetzt allen Unternehmen gleichzeitig Altersdiskriminierung?

Stammstrecke 4 schrieb:
Doch auch da [in Leipzig] findet man nicht locker schnell eine Miet- oder Eigentumswohnung oder gar Haus willst du uns hier weißmachen.
Locker nicht, aber man findet.

Stammstrecke 4 schrieb:
Wie hier erwähnt, siedeln sich große Player durchaus gerne in Großstädten wie München oder Berlin an.
Warum muss es denn ein großer Player sein? Mittelständige Unternehmen selbst in der Provinz suchen auch qualifizierte Mitarbeiter.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: MD 612

Datum: 05.08.26 21:33

bahamas schrieb:
Doch, und das ist schäbige Absicht! Von der Eisenbahn ist zu erwarten, dass sie die Bedürfnisse der Fahrgäste bestmöglichst erfüllt, und nicht, dass sie nach ihrem Belieben fährt oder hohe Preise dafür bestimmt.
Auf welcher Grundlage ist das von der Eisenbahn zu erwarten? Und ist das auch von Italo, Flix & co. zu erwarten? Was, wenn die diese Erwartung wie zu erwarten nicht erfüllen?

bahamas schrieb:
ebenso wie der Schnitzelwirt bei dir eine a... S-a-u ist, wenn er seine Speisekarte so gestaltet.
Nö, freie Marktwirtschaft ist das, und im Übrigen auch kein Einzelfall in der Gastronomie. Wem das Schnitzel am Mittwoch für 9,99€ nicht passt, der fährt in ein anderes Wirtshaus, wo es 16,90€ kostet. Und wem ein Schnitzel für 17,90€ am Wochenende zu teuer ist, der fährt in ein anderes Wirtshaus, wo das Schnitzel 16,90€ kostet, aber weitaus nicht so schmackhaft ist. Jeder wie es ihm beliebt.

An der Tanke hat der Sprit stündlich einen anderen Preis, und keiner hat ein Problem damit...

bahamas schrieb:
Hast du schon mal einen Bäcker gesehen, bei dem die Brötchen morgens bis 9 Uhr das doppelte oder vielfache vom normalen Preis kosten?
Nöö, aber die ersten Bäcker nehmen am Sonntag einen Zuschlag, wenn sie zum Brötchenverkauf öffnen. Kann man akzeptieren, man kann die Brötchen aber auch schon am Freitag kaufen und aufbacken. Jeder wie es ihm beliebt.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: LIW

Datum: 05.08.26 21:40

Ein Staatsbetrieb, der die Steuermilliarden nur so hinten reingeblasen kriegt, ist keine "freie Marktwirtschaft". Der ist nur ein demütiger, kleiner Dienstleister. Der soll sich um Pünktlichkeit und Sauberkeit kümmern und nicht vergebens auf Big Lebowski machen.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: MD 612

Datum: 05.08.26 21:54

HSB Tw 44 schrieb:
Doch, und hier schon wieder, allein schon, weil Du meine komplette Antwort auf einen Satz reduzierst und den ganzen Rest, nämlich die Begründungen, wegläßt.
Auf die Begründungen muss ich nicht eingehen, weil die allesamt keinen Zwang begründen. Sie sind Motivation für eine bestimmte Entscheidung, die jeder für sich anhand der konkreten Situation treffen muss. Sie begründen aber keinen Zwang. Der eine pendelt lieber in die Ferne, es macht ihm nichts aus, tagelang von der Familie weg zu sein. Der andere verzichtet auf's Fernpendeln, weil er täglich seine Familie sehen will. Jedem seine Wahl und eben kein Zwang.

HSB Tw 44 schrieb:
Okay, also ist Deine Idee, daß man ggf. dauerhaft getrennt lebt?
Das ist nicht meine Idee, das entscheidet jeder für sich.

HSB Tw 44 schrieb:
Also ist Deine Losung: besser arbeitslos als pendeln.
Falsch, meine Losung lautet: Besser wohnortnah arbeiten und notfalls einen Gehaltsverlust in Kauf nehmen als kost- und zeitspielig in die Ferne pendeln. Manche sehen das anders, auch gut. Die Wahl hat jeder für sich.

HSB Tw 44 schrieb:
Es war ein anderer Beitrag von mir, daher schreibe ich es hier nochmal explizit dazu: ich habe keine Probleme mit den Flexpreisen
Das musst Du nicht dazu schreiben. Ich hatte bereits ausdrücklich erwähnt, wen ich damit angesprochen hatte. Und nein, Du warst das nicht.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: MD 612

Datum: 05.08.26 21:57

LIW schrieb:
Ein Staatsbetrieb, der die Steuermilliarden nur so hinten reingeblasen kriegt
Immer noch keine Belege für diese Räuberpistole?

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: def

Datum: 05.08.26 22:03

LIW schrieb:
Ein Staatsbetrieb, der die Steuermilliarden nur so hinten reingeblasen kriegt, ist keine "freie Marktwirtschaft". Der ist nur ein demütiger, kleiner Dienstleister. Der soll sich um Pünktlichkeit und Sauberkeit kümmern und nicht vergebens auf Big Lebowski machen.
Es ist irgendwie fad, wenn du den selben Blödsinn immer wieder wiederholst und Gegenargumente komplett ignorierst. Es wurde durchaus schon darauf hingewiesen, dass der Fernverkehr eben nicht subventioniert wird.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: Stammstrecke 4

Datum: 05.08.26 22:50

MD 612 schrieb:Zitat:
An der Tanke hat der Sprit stündlich einen anderen Preis, und keiner hat ein Problem damit...
Jeden Tag seit einiger Zeit nur erlaubt einmalig um 12.00 Uhr ist bei dir weiterhin stündlich..?1
Nicht so ganz aufgepasst anscheinend...

Du schreibst dich teilweise ins Lächerliche. Sorry. Auf Argument gehst du nicht wirklich ein. Aber -sehe es ggf. durchaus als "persönlichen Vorwurf", du scheinst auch nicht wirklich so zu lesen sondern nur zu überfliegen. Denn deine Kenntnisse von Arbeitsmarkt und Wohnungsfinden sind eher realitätsfern. Auch wenn man dir versucht darzulegen warum du da anscheinend etwas neben der Spur liegst, kommt irgendwas. Und zur Not dann halt dein berüchtiger "Einzelfall". Das alles irgendwie im Leben ein Einzelfall ist und diese dann in Summe wenn diese gehäuft vorkommen sollten, irgendwann das Gesamte abbilden, auch nicht so bewusst.

MD 612 schrieb:
Zitat:
Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:
Sucht BMW ganze Kohorten am Standort Leipzig. Wäre mir neu.
Wenn man nicht nachfragt, kann man das nicht wissen...
Kannst du uns da auch einen Link oder eine Telefonnummer posten, in dem deine These irgendwie bestätigt werden sollte, dass BMW in L massenhaft Leute sucht? Gerne auch welche die schon 61 sind.
Zitat:
Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:
Und wenn VW in Emden oder so was dicht macht, ist im Raum Leipzig klar auch billiger zu wohnen.
Du warst in Zwickau, also lenke nicht ab.
Oh man. Lesen nicht so deines? Z war genau so ein Beispiel wie dann Emden. Hier lenkt niemand ab. Es hätte auch Kassel sein können. Oder Stuttgart-Feuerbach. Oder einfach nochmal Zwickau.

Zitat:
Wer mal nachrechnet, wird feststellen, dass dieses Modell für gut qualifizierte Gutverdienende (gemeinhin auch Akademiker genannt) gar nicht zur Anwendung kommen kann. Abi mit 18, Studium bis 22, nach 45 Arbeitsjahren ist man 67, mithin das Eintrittsalter für die klassische Regelaltersrente. Und die Alternative, mit Abzügen bis zu vier Jahren früher in Rente zu gehen, gibt es auch weiterhin. Gerade für Gutverdienende mit entsprechenden Rentenansprüchen eine gangbare Variante. Die nötigen 35 Versicherungsjahre wird auch der frühere Langzeitstudent zusammen bekommen.


Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:
...- als Arbeitnehmer mit 61 (oder 58 oder 64, 65...) so ganz locker einen Arbeitsplatz.
Was hindert einen 61jährigen Arbeitnehmer daran, einen neuen Arbeitsplatz zu finden? Unterstellst Du jetzt allen Unternehmen gleichzeitig Altersdiskriminierung?
Als Antwort deine Antwort:

MD 612 schrieb:
Zitat:
Stammstrecke 4 schrieb:
Zitat:
Gibt es da eine verlässliche Studie die diese Aussage belegt?
Lebenserfahrung und Erfahrung im Job, weil ich keine Ahnung habe. Du weißt, das Totschlagargument schlechthin...
Subjektive Lebenserfahrungen sind immer ein gutes Argument. Besser als belastbare Statistiken oder solche "Todschlagargumente". Nur komischerweise haben neben dir auch andere Lebenserfahrungen gesammelt...

Dass Pendler (das "Fern" davor ist nicht genau definiert wieviel km es sein müssen) nur ausschließlich Gutverdienende sein sollen, bleibt in deiner Phantasie. Genauso wie dass jeder auch mit 63 (ups, ich hatte ja mal 61 geschrieben und lenke ab...), daher Korrektur 61 (und falls genehm gar 59) aus einem gut verdienenden Job ohne diesen (aus welchen Gründen auch immer es dazu kam, dass der weg ist) ganz einfach in dem Alter einen neuen Job findet, auch.
Für diese "Lebenserfahrung" reicht auch mal ein Blick in die "Tagesschau".

Und jetzt mal wieder der "Einzelfall", der "ablenkt": Im RBB stand was zur RE1-Sperrung. Da erdreistet es sich tatsächlich eine Pendlerin von Frohnau nach FF täglich ins Krankenhaus zu pendeln um dort als Krankenschweister zu arbeiten. Gehaltsmäßig ist der Job als Pflegepersonal normalerweise nicht als so gutverdienend einzuwerten (Lebenserfahrung). Es ist weder ICE noch Fernverkehr. Es ist nach der S-Bahn ein RE. Aber das ist auf der Strecke von B nach FF ja auch nur der konstruierte Einzelfall, der auch noch im RBB dreist breit getreten wurde.
Die Frau fährt nun ihre dreiste Fernpendlerei nun mit dem Auto.
Und warum sie pendelt und nicht schnurstracks nach FF zieht, braucht sie weder dir noch mir noch sonst wem zu begründen. Sie wird ihre Gründe kennen.
Aber zum mitschreiben: Der Einzelfall schlechthin. Seltsamerweise gar nicht durch mich erfunden. Daher den RBB anprangern.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: kariadsko

Datum: 05.08.26 23:28

Stammstrecke 4 schrieb:
Jeden Tag seit einiger Zeit nur erlaubt einmalig um 12.00 Uhr ist bei dir weiterhin stündlich..?1
Nicht so ganz aufgepasst anscheinend...
Gesetzliche Sondervorschrift speziell für Tankstellen (aus meiner Sicht eine ziemlich blödsinnige, aber das gehört nicht hierher).

Ändert nichts an dem Grundsatz, dass es völlig normal ist, dass Preise für eine unveränderte Sache mit der Zeit wechseln können. Es steht dem Käufer frei, damit entsprechend umzugehen - genau das bedeutet Angebot und Nachfrage.

Aber ich gewinne hier mehr und mehr den Eindruck, neben Crashkursen zum Thema "Das System Eisenbahn" könnten auch noch Crashkurse zu den absoluten Basics von Marktwirtschaft nicht schaden.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: MD 612

Datum: 06.08.26 17:17

Stammstrecke 4 schrieb:
MD 612 schrieb:
An der Tanke hat der Sprit stündlich einen anderen Preis, und keiner hat ein Problem damit...
Jeden Tag seit einiger Zeit nur erlaubt einmalig um 12.00 Uhr ist bei dir weiterhin stündlich..?1
Falsch. Der Preis kann jederzeit auch mehrfach am Tag geändert werden, aber nur einmal mittags nach oben. Und das auch erst seit 6 Wochen, vorher waren stündliche Preisänderungen nach oben und unten, teilweise gar in noch kürzeren Zeitabständen, völlig normal und keinen hat's gestört.

Stammstrecke 4 schrieb:
Nicht so ganz aufgepasst anscheinend...
Das gebe ich doch gerne zurück.

Ansonsten werde ich mich auch diesmal nicht in eine Endlossinnlosdiskussion um des Kaisers Bart mit Dir einlassen. Zumal diese Diskussion auch von Dir mit Permanenz von meiner eigentlichen Grundaussage abgelenkt wird. Es ging um den angeblichen Zwang zum Fernpendeln, und genau diesen Zwang gibt es auch angesichts Deiner Beispiele nicht. In allen Situationen hat der betreffende Mensch die Wahl zwischen den Optionen Fernpendeln, Umziehen oder Jobwechsel. Dass Du auch diesmal zum wiederholten Male persönlich wirst, anstatt Dich auf die Sache zu beschränken, kommt noch hinzu. Dazu zählt auch das permanente Anzweifeln der Kenntnisse und Erfahrungen Deines Gegenübers. Passt Dir eine Aussage nicht und hast Du kein Argument dagegen, dann hat Dein Gegenüber wahlweise keine Ahnung, keine Erfahrung, liegt neben der Spur oder ist einfach nur dumm. Aber das ist bei Dir ja Normalität, der man eigentlich mal einen Riegel vorschieben sollte. Aber das ist dann nicht meine Sache, dafür sind hier andere Leute zuständig.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 06.08.26 17:31

MD 612 schrieb:
HSB Tw 44 schrieb:
Also ist Deine Losung: besser arbeitslos als pendeln.
Falsch, meine Losung lautet: Besser wohnortnah arbeiten und notfalls einen Gehaltsverlust in Kauf nehmen als kost- und zeitspielig in die Ferne pendeln. Manche sehen das anders, auch gut. Die Wahl hat jeder für sich.

Was immer voraussetzt, daß es den Job oder einen ähnlichen, für den man qualifiziert ist, auch vor Ort gibt.

Das ist aber nicht der Fall.

Und manche Dinge ergeben sich eben temporär, wie z.B. benötigte Pflege. Soll man dafür dann kündigen…?


Ich schreibe das hier jetzt absichtlich überzeichnet:

Wenn das alles so gar kein Problem ist, warum dann das Gejammer, wenn VW in Zwickau dichtmacht? Ist doch kein Problem, die Leute können doch einfach was anderes vor Ort arbeiten, das Bißchen Gehaltsverlust ist dann ja kein Problem.
Könnte man jetzt entsprechend auch generell über Schließungen im „Osten“ seit 1990 sagen. Warum haben sich die „Ossis“ da so angestellt und tun es noch? Sie hatten doch die Wahl, Gehaltsverlust in Kauf zu nehmen oder zu pendeln oder umzuziehen. Alles kein Problem nach Deiner Ansicht…?


Es ist eben nicht so einfach, wie Du es darstellst.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: Stammstrecke 4

Datum: 06.08.26 18:42

MD 612 schrieb:
Falsch. Der Preis kann jederzeit auch mehrfach am Tag geändert werden, aber nur einmal mittags nach oben. Und das auch erst seit 6 Wochen, vorher waren stündliche Preisänderungen nach oben und unten, teilweise gar in noch kürzeren Zeitabständen, völlig normal und keinen hat's gestört.
01.04.2026 ist jetzt aber mehr als 6 Wochen her.
Und gestört hat es zumindest die, die das beschlossen haben.
Aber das sind ja auch nur wieder Einzelfälle. Auch das Dtum des Inkrafttretens...

MD 612 schrieb:
Zitat:
In allen Situationen hat der betreffende Mensch die Wahl zwischen den Optionen Fernpendeln, Umziehen oder Jobwechsel.
Und wenn jemand weder da noch dort einen Job findet? Und dann auch das Thema Wohnraum mit der Option Umziehen.

Du gehst auf kein einziges Argument aller hier ein. Null. Schreibst das "Zwangspendeln". Lasse die Leute selbst entscheiden und schreibe nicht so was weltfremdes wie locker der Arbeit hinterherziehen und ganz locker Wohnung/Haus finden und schnell mal die eigene Wohnung/das eigene Haus am Heimatort verkaufen usw. Einige haben es dir versucht zu erklären.
Schön für dich, wenn du von so was nicht betroffen bist oder es tatsächlich so praktizieren könntest. Nur das können nicht alle. Stichwort z. B. wie hier schon öfter erwähnt fmiliere Verpflichtungen und so was.
Nein, alles Einzelfälle. Alles persönlich werdend.

Und deine Signatur "Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." scheint dir auch nicht mehr so präsent zu sein.
Was andere Mitforisten schreiben, willst du, zumindest in diesem Thread partout nicht hören.

Ich schätze deine Kenntnis in anderen Themen die auch direkt von der Schiene kommen sehr.
In diesem Faden machst du dich mit deinen weltfremden Äußerungen lächerlich.

HSB Tw 44 schrieb:
Zitat:
Was immer voraussetzt, daß es den Job oder einen ähnlichen, für den man qualifiziert ist, auch vor Ort gibt.

Das ist aber nicht der Fall.

Und manche Dinge ergeben sich eben temporär, wie z.B. benötigte Pflege. Soll man dafür dann kündigen…?

Ich schreibe das hier jetzt absichtlich überzeichnet:

Wenn das alles so gar kein Problem ist, warum dann das Gejammer, wenn VW in Zwickau dichtmacht? Ist doch kein Problem, die Leute können doch einfach was anderes vor Ort arbeiten, das Bißchen Gehaltsverlust ist dann ja kein Problem.
Könnte man jetzt entsprechend auch generell über Schließungen im „Osten“ seit 1990 sagen. Warum haben sich die „Ossis“ da so angestellt und tun es noch? Sie hatten doch die Wahl, Gehaltsverlust in Kauf zu nehmen oder zu pendeln oder umzuziehen. Alles kein Problem nach Deiner Ansicht…?

Es ist eben nicht so einfach, wie Du es darstellst.
In der Hoffnung es wird von MD 612 halbwegs verstanden. Die Hoffnung sollte nie sterben.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: X73900

Datum: 06.08.26 18:52

Stammstrecke 4 schrieb:
Und warum sie pendelt und nicht schnurstracks nach FF zieht, braucht sie weder dir noch mir noch sonst wem zu begründen. Sie wird ihre Gründe kennen.
Nein, begründen muss das niemand.

Wenn ich es richtig verstehe, geht es in diesem Diskussionsfaden aber ja auch nicht darum, ob Fernpendeln verboten werden soll oder nur mit besonderer Begründung zulässig sein soll. Sondern darum, ob es günstige Fahrkarten für Fernpendler geben soll, finanziert durch die übrigen Fahrgäste oder aus Steuerngeldern.

Wer berufsbedingt in die Großstadt umzieht und eine teure Miete zahlt, bekommt keinen speziellen Mietzuschuss. Auch wer mangels Alternative den Job wechselt und deshalb weniger verdient, bekommt den Gehaltsverlust nicht aus Steuergeldern ausgeglichen. Insofern kann ich auch nicht unbedingt nachvollziehen, warum Fernpendler besonders gefördert werden müssten (obwohl ich selbst lange Fernpendler war).

Bei aller Freude über die Tarifvereinfachung sehe ich übrigens auch beim Deutschland-Ticket nach wie vor kritisch, dass am stärksten Pendler über lange Strecken aus Steuergeldern bezuschusst werden. Wer arbeitsortnah wohnt und so für die Allgemeinheit nur geringe Verkehrsmittelkosten erzeugt, aber eine hohe Miete zahlt, bekommt die dagegen nicht generell staatlich gefördert.

Gruß
X73900



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.26 18:53.

Re: Ganz klarer Einspruch!

geschrieben von: MD 612

Datum: 06.08.26 20:24

HSB Tw 44 schrieb:
Was immer voraussetzt, daß es den Job oder einen ähnlichen, für den man qualifiziert ist, auch vor Ort gibt.
Man hat die Wahl, einen anderen Job anzunehmen oder eben doch fernzupendeln.

HSB Tw 44 schrieb:
Und manche Dinge ergeben sich eben temporär, wie z.B. benötigte Pflege. Soll man dafür dann kündigen…?
Man hat die Wahl. Wobei, wenn man jemanden pflegen möchte, wird das wohl nichts werden, wenn man zwei drei Nächte in der Woche außerhalb im Hotel nächtigt.

Von daher, immer noch kein Zwang zu erkennen...

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
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