geschrieben von: Riedgras
Datum: 03.08.26 17:07
Das Thema Fahrpreise ist für viele Bahnbenutzer ein ständiges Ärgernis und verdient Aufmerksamkeit. Zumal die Bahn sich öffentlich gerne mit Tiefstpreisen brüstet, die für normale Bahnfahrgäste eben nicht erreichbar sind. Dafür wird man dann extrem abkassiert. Das geht bei einer de facto monopolitischen Staatsbahn nicht, die im Prinzip bereits der Steuerzahler bezahlt. Die Fernpendler pendeln nun mal am Wochenende, das kann man nicht einfach als Staat ausnutzen.Die Fahrpreise stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Leistung, will heißen Zuverlässigkeit. Wer damit rechnet nicht so bedient zu werden wie beworben reagiert preissensibler wie jemand, der sich auf ein Vergnügen freut.
Meiner Meinung nach braucht man wieder verlässliche Preise, das Wucherpreis-, ich meinte, Flexpreissystem gehört dringend wieder abgeschafft.
Natürlich kriegt der Fernverkehr auch Steuergeld. Als würde der auch nur einen ICE selber kaufen. Das zahlt der Bund aus dem Steuertopf.Kannst Du diese neuerliche Räuberpistole auch belegen? Wie viel Kohle hat der Fernverkehr für den Kauf von ICE's vom Staat bekommen? Wo kann man das nachlesen? Oder ist es nicht vielleicht so, dass der Kauf der ICE's so wie viele andere Investitionen deutscher Unternehmen von den Banken über Kredite finanziert wird?
Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr.Nein, die DB Fernverkehr aus den Fahrkartenerlösen.
Kindergarten.Kindergarten ist das, was Du hier schon wieder abziehst.
geschrieben von: VT
Datum: 03.08.26 18:50
Zitat:Der Fernverkehr hat keinen Auftrag zur Daseinsvorsorge. Und das ist seit der Liberalisierung der Fernbusse auch nicht mehr erforderlich.Du scheinst die Aufgabe von Verbraucherschutzverbänden irgendwie gar nicht zu kennen. Auch, dass FV und insbesondere ÖPNV niemals durch den Markt allein gedeckt werden. Oder ist mittlerweile die DB ein privates Unternehmen? Und es gibt noch was wie Daseinsvorge und so was. Scheint dir aber aber auch unbekannt zu sein.

Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr. Kindergarten. Irgendwann muss er dann mal wieder die Bahn "entschulden".Das geht nicht mehr so einfach. Schau dir mal die DBCargo an. Die müssen sich aus eigener Kraft rauswursteln.
LIW schrieb:Wie hoch sind denn deine Fahrkartenerlöse des FV? Gleichzeitig schmeißen die junge ICE weg. Das wird bestimmt reichen. Märchenstunde.Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr.Nein, die DB Fernverkehr aus den Fahrkartenerlösen.
LIW schrieb:Kindergarten.Kindergarten ist das, was Du hier schon wieder abziehst.
Wie hoch sind denn deine Fahrkartenerlöse des FV?Ausreichend, um auch die Kredite abzuzahlen. Guckst Du Bilanzen der DB Fernverkehr AG. Aber ja, die sind gefälscht, egal ob da vor der Veröffentlichung unabhängige Wirtschaftsprüfer drüber geguckt haben, die sind ja auch nur gekauft. Richtig so?
Märchenstunde.Wenn Du Deine Beiträge selbst als eine solche bezeichnest, isses ja gut. Belege für Deine Räuberpistolen hast Du ja wieder keine...
geschrieben von: kaufhalle
Datum: 03.08.26 22:02
03. August 2026, 10:30 Uhr - BerlinEigentlich braucht dieser Wust von dummen Ausreden nicht mal eine Antwort. Aber der letzte Satz ist eine bodenlose Unverschämtheit. Man hat jetzt ein paar Monate lang die Flexpreise mal nicht erhöht. Ganz toll. Nachdem man unmittelbar vorher jahrelang die Flexpreise inbesondere freitags und sonntags drastisch erhöht hat, in Summe weniger Jahre um mindestens 25%, eher mehr. Das ist fernab jeder Inflationsrate.
Newsblog+++ Montag, 3. August 2026 +++
10:30 Uhr |
Reisen mit dem DB Fernverkehr so günstig wie lange nicht mehr – Verbraucherzentrale vernachlässigt wichtige Aspekte
Die DB kritisiert die aktuelle Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands, die sich mit den Preisen im DB Fernverkehr beschäftigt. Die Untersuchung weist erhebliche methodische Lücken auf.
Fakt ist: Die Bahnpreise bleiben für die Reisenden stabil, während Autofahren und Fliegen mit Blick auf die Kraftstoffpreise immer teurer werden. Seit Fahrplanwechsel 2025/26 haben sich die Flexpreise über alle Verbindungen hinweg nicht verändert.
LIW schrieb:Wenn die DB-FV wegen fehlender FK-Einnahmen pleite gehen sollte, dann zahlt das am Schluss wer? Das wäre dann wohl der Eigentümer, sprich der Bund. Und der bezieht seine "Fahrgeldeinnahmen" durch wen? Den Steuerzahler.Und wer bezahlt für die Kredite? Der Bund als 100 Prozent Eigentümer der Bahn, inklusive Fernverkehr.Nein, die DB Fernverkehr aus den Fahrkartenerlösen.
Und wer fernpendelt, hat sich das selbst ausgesucht.Das stimmt.
gleichwertige Arbeitsplätze gibt es regelmäßig auch in der eigenen Region.Da habe ich meine Zweifel. In der tiefsten Prignitz, in der Altmark oder im nördlichen Franken usw. muss man da schon etwas Glück haben da was gleichwertiges gegenüber einem Arbeitsplatz in Frankfurt oder Düsseldorf zu finden. Und nicht jeder Arbeitsplatz bietet 24/7/365 Homeofficemöglichkeit (und falls ja, bräuchte es da auch eine gewisse stabile Internetverbindung und da hapert es in manchen Regionen auch).
Wenn die DB-FV wegen fehlender FK-Einnahmen pleite gehen sollte, dann zahlt das am Schluss wer?Der Insolvenzverwalter aus der Insolvenzmasse. Wobei das derzeit gar nicht Thema ist, aber für konstruiert-fiktive Geschichten taugt es natürlich...
In der tiefsten Prignitz, in der Altmark oder im nördlichen Franken usw. muss man da schon etwas Glück haben da was gleichwertiges gegenüber einem Arbeitsplatz in Frankfurt oder Düsseldorf zu finden.Wie wäre es mit Berlin (betreffs Prignitz und Altmark) oder Nürnberg (betreffs Oberfranken)? Man kann natürlich auch eine Stelle annehmen, die nicht so gut bezahlt wird, wenn man die Differenz mit gesparten Reisekosten und gesparter Lebenszeit wieder reinholt. Andererseits geht es beim Fernpendeln regelmäßig auch um Pendlerstrecken zwischen Metropolen wie bspw. Leipzig - Berlin, Frankfurt/M. - Köln/Bonn, Hamburg - Düsseldorf oder München - Stuttgart. Im Regelfall absolut unnötig...
geschrieben von: X73900
Datum: 04.08.26 07:38
Laut ProBahn kosteten 101km (Fernverkehr) zum Normalpreis 1986 21DM, umgerechnet 10,74€ (plus ggf. Zuschläge). Das Durchschnittseinkommen lag bei umgerechnet 1606€ lt. stat. BundesamtNoch zwei ergänzende Aspekte:
Heute kosten 101km zum Normalpreis zwischen 24€ und 30€ je nach Zugart und Strecke. Das Durchschnittseinkommen liegt bei 4981€ (2025, alte Bundesländer) lt. stat. Bundesamt
Bezogen auf das Durchschnittseinkommen ist der Flexpreis heute an sich schon günstiger als der Normalpreis bei der Bundesbahn war. Man bekommt dafür deutlich mehr, leider aber auch deutlich unzuverlässigere Züge als 1986.
geschrieben von: P.A.D
Datum: 04.08.26 10:17
niki schrieb:Es wäre aber schon nett, wenn man Spar- und Supersparpreise umbuchen könnte, zum Preis des dann für den neuen Termin aktuellen günstigsten Preises, sodass man die Differenz dann eben drauf zahlt. Dass ich ein Ticket, dass Wochen im Voraus gebucht habe, verfallen lassen muss, wenn sich meine Pläne ändern, ist schon doof. Dass ich es ist nicht kostenfrei zurückgeben kann, verstehe ich, aber eine Umbuchung bei Zahlung der entsprechenden Differenz sollte möglich seinHallo,Weil sich dann alle ein Ticket für die Verbindung am Donnerstag um 19:30 Uhr kaufen und letztlich am Freitag um 15 Uhr fahren würden.
es geht beim Wucher nicht nur um Sparpreise, sondern auch Rückgabe bzw. Umtausch auf anderen Termin kostete mich
kürzlich 78,-- bei gleicher Fahrt von VS nach W ! Warum kann Fahrschein nicht für neues Datum umgeschrieben werden u.
ledilich Platzreservierung neu ?
geschrieben von: JoeO.
Datum: 04.08.26 10:40
Es wäre aber schon nett, wenn man Spar- und Supersparpreise umbuchen könnte, zum Preis des dann für den neuen Termin aktuellen günstigsten Preises, sodass man die Differenz dann eben drauf zahlt.Der Supersparpreis ist der günstigste Tarif und nicht stornierbar. Das bei günstigen Angeboten "kein Umtausch, keine Erstattung" gilt, ist (nicht nur bei Bahn- oder Flugtickets) normal. Der Kunde kann entscheiden, ob er für ein paar EUR Ersparnis das Risiko eingeht auf dem Reisepreis sitzenzubleiben, falls ihm etwas dazwischenkommt oder ob er für ein paar EUR mehr sich die Möglichkeit einer Änderung offenhält.
4.1.1 Der Begriff „Stornierung“ bezeichnet sowohl die Erstattung als auch den Umtausch einer Fahrkarte.Praktisch sieht das so aus, das Du das eine Ticket zurückgibst (Stornierung gegen 10 EUR Gebühr) und ein neues Ticket zum aktuellen Preis buchst.
[...]
4.1.3 Der Begriff „Umtausch“ bezeichnet die Rückgabe einer bereits ausgegebenen Fahrkarte gegen Ausstellung einer anderen Fahrkarte sowie Rückzahlung des Minderbetrages bzw. Zahlung des Mehrbetrages gemäß den für die jeweiligen Angebote festgelegten Bedingungen.
1986 gab es Ermäßigungskarten nur für bestimmte Personengruppen (Juniorpass, Seniorpass, Familienpass). Wer nicht zu diesen Gruppen gehörte, zahlte den vollen Fahrpreis. Es gab keine Bahncard25 oder Bahncard50 für alle. Das ist schon relevant, da sich zumindest eine Bahncard25 doch recht schnell amortisiert.
Übrigens kostet die gleiche Relation - und dank schlankerer Umsteigezeiten gar nicht mal wesentlich langsamer - 34 €. Basierend auf einem Landes-Kilometertarif, kein Länderticket. Das wäre eine Basis, wie früher beim D- und IC-Zug einen Zuschlag drauf, fertig.Die Deutsche Bundesbahn wollte bereits zur Einführung des ICE weg von Kilometertarifen, hin zu einem Relationstarif. Die Idee war, die Relationen in einem "Bahnbuch" zu veröffentlichen, weil zu der Zeit die Ausstattung der Bevölkerung mit Online-Zugängen trotz BTX noch eher gering war.
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