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Gut dass es ein Video Podcast ist, so sieht man wie genervt Weselsky die ganze Zeit dreinblickt :)

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: 642 642-3

Datum: 02.08.26 15:37

TatraT4D-M2131 schrieb:
Gut dass es ein Video Podcast ist, so sieht man wie genervt Weselsky die ganze Zeit dreinblickt :)
Das gleiche könnte man auch über die Zuschauerschaft an den Bildschirm sagen.

Auf der einen Seite belebt Wettbewerb das Geschäft und niemand müsse sich Gedanken machen, dass Fernverkehrshalte ausfallen. Das genannte Konzept mit der Ausschreibung, worauf diese Annahme beruft, gibt es aber noch gar nicht. Und ich wüsste auch nicht, dass das geplant ist. Auch die Kritik an der Aussage von Herrn Nagl, dass die Infrastrukturprobleme eine Aufgabe für Generationen ist, ist komplett wirr. Denn diese Aussage ist nichts anderes als die Wahrheit, und das müsste er auch wissen. Jedenfalls ist er doch immer derjenige, welcher die Führung für Schönrederei kritisiert. Ob es ok ist, sich als DB oder Vorstand für minimale Verbesserungen zu feiern, kann man diskutieren.

Ich hab mir die kritisierte zdf Doku von vor ein paar Tagen noch nicht gegeben. Aber von diesem Gespräch hätte ich mehr erwartet. Und das liegt nicht unbedingt an den Moderatoren. Aber Gäste/Experten mit seltsamen Ansichten soll die Doku ja auch haben.
Er weder gesagt dass es das gibt, noch dass es geplant ist. Er hat lediglich die Aussagen der Bahn zum Anlass genommen und diese mit einem, Achtung!, Lösungsvorschlag als unbegründet widerlegt. Was Du daraus schon wieder machst oder gehört haben willst, ist schon wieder merkwürdig.

Gruß

Kabelcontainer

Tf international D/NL bei SBB Cargo

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: Traumflug

Datum: 03.08.26 01:35

Minute 25:27: Gut, dass Weselsky mal mit dem Euphemismus "gemeinwohlorientiert" aufräumt. Eine PR-Aktion, auf die leider auch die meisten Journalisten hereinfallen.

Minute 29:02 fordert er, dass die Regierung der DB Vorgaben macht, wie der Verkehr zu laufen habe. Das greift zu kurz. Denn dafür müsste das BMV erst einmal eigene Expertise haben. Das hat es nicht, weswegen dann immer die DB gefragt wird, was dann zur bemängelten Steuerung des Gesamt-Bahnverkehrs durch die DB führt.

Ansonsten ist die "Flughöhe" natürlich sehr hoch. Da geht es nicht um LZB vs. ETCS, sondern da wird erst mal erklärt, wem die DB überhaupt gehört.

Herzlichen Dank für diesen Hinweis - ich hätte das glatt verpasst.....
Ich selbst bin ja - natürlich unter dem Vorbehalt, wahrscheinlich ein sehr lückenvolles Bild von Claus Weselsky zu besitzen - ein bekennender Anhänger seiner Einlassungen und Verdienste um die Arbeitnehmerseite, vor allem dafür, dass er immer unbeugsam Klartext gesprochen hat.

Dass Claus Weselsky nicht erkennen kann, was erhebliches zur Ablösung des Verkehrsministers Schnieder geführt hat, ist bemerkenswert.
Nicht unverständlich: dass Jens Spahn und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche so lange zugeschaut wird/wurde bis zum Rauswurf, ist schon verwunderlich im Vergleich zu Patrick Schnieder. Mit dieser Personalie und der Art des Vorgehens hat Friedrich Merz seine Reputation sicherlich nicht gestärkt.

Sehr gut, das C.W. die Verschleppungs-Arbeitsweise von DB InfraGo-Vorstand Dr. Nagl, anprangert: Dass spürbare Verbesserungen erst auf lange Sicht zu warten seien. Als Bahnnutzer im Rheinland kann ich ein Lied davon singen, wie DB InfraGO seit Jahren....Jahren....Jahren ohne erlebbares Resultat teilhat an einer unerträglich-defizitären Situation mit permanent denselben Störungsmeldungen.
Welche inzwischen auch den ständigen Ausfall selbst der allerneuesten LSt einschließt!

Das Plädoyer für Umwandlung der Rechtsform des Konzernes DB AG in eine AöR oder GmbH mit Durchgriffsrechten des Eigentümers, sollte endlich mal politische Forderung auf breiter Basis werden.


Die Nachricht, dass ein Lokführer unter den Zug geklettert ist, um die runtergefallene Mütze der Puppe dem zweijährigen Mädchen, das ganz aufgelöst gewesen sein muss, wiederzugeben, fand ich einfach superklasse!
Ihr Eisenbahner seid die besten!

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: ThomasK

Datum: 03.08.26 11:15

Claus Weselsky spricht Dinge an, die ich auch immer wieder erwähne:

Zum einen ist das natürlich die Strikte Trennung von Netz und Betrieb. Das Netz muss zu 100 % staatlich sein. Der Betrieb kann optional privatisiert werden.

Der Unterschied zwischen den Überlegungen Weselskys und mir liegt allerdings in der Organisationsform. Weselsky spricht hier explizit das Durchgriffsrecht des Eigentümers an und schlägt vor, die DB Netz AG in einer GmbH umzuwandeln und führt als Begründung an, dass der Vorstand einer AG das Eigentumsrecht der Eigentümer - also der Aktionäre - aushebeln kann.

Um dies zu verstehen, lohnt es sich einen kurzen Blick auf die Unterschiede zwischen der AG und GmbH zu werfen.

Im 19. Jahrhundert wurde es im Zuge des Wirtschaft erforderlich gesetzliche Strukturen zu schaffen, in denen sich das System Marktwirtschaft entwickeln kann.

Die Anforderungen der Wirtschaft waren zunächst einmal die beschränkte Haftung. Bekanntlich muss ein privater Einzelunternehmer auch mit seinem gesamten Privatvermögen haften, wenn sein Unternehmen zusammenbricht.

Die zweite Anforderung der Wirtschaft war ein schneller Ein- und Ausstieg für Investoren nebst einfacher Kapitalbeschaffung.

Die dritte Anforderung war, dass der Staat möglichst wenig bei der Organisationsstruktur hineinreden sollte.

Der Punkt ist aber der, dass nicht alle Anforderungen gleichzeitig erfüllt werden können.

Ja, es ist möglich, eine Konstruktion mit einem schnellen Ein- und Ausstieg zu schaffen. Bei einer Aktiengesellschaft kann man einfach an der Börse Aktien kaufen und auch verkaufen. Daraus folgt dann aber, dass der Staat im Aktiengesetz strenge Vorgaben machen muss, damit der Vorstand und der Aufsichtsrat nicht an den Bedürfnissen der einfachen Aktionäre, die normalerweise nichts vom Innenleben ihrer AG kennen, vorbeiregieren und sich auf Kosten der Eigentümer sich ihre eigenen Taschen vollstopfen.

Der Schutz der einfachen Aktionäre vor Machenschaften des Vorstands und Aufsichtsrats erzwingt es, dass der Staat also im Aktiengesetz Schutzvorschriften verankern muss.

Nun entstand aber auch im 19. Jahrhundert der Wunsch, dass der Staat die Unternehmen nicht überreguliert. Um diesem Wunsch zu entsprechen, wurde dann die GmbH entwickelt. Das wird dann aber dadurch erkauft, dass ein schneller Einstieg und Ausstieg nicht mehr möglich ist. Wer Gesellschafter werden will, muss das erst in einem umständlichen formalen Prozess abwickeln.

Dadurch kann aber der Staat davon ausgehen, dass der Gesellschafter einer GmbH, im Gegensatz zum Aktionär einer AG weiß, was in seinem Unternehmen los ist und auf umfangreiche Schutzvorschriften verzichten. So entstand dann einige Jahrzehnte später ebenfalls im 19. Jahrhundert die GmbH.

Wenn Weselsky nun sagt, dass das Netz eine GmbH sein könnte, bei der der Bund zu 100 % der Alleingesellschafter ist, dann sage ich dazu, ja, dass man das so machen kann.

Ich würde aber das Netz als ganz normale Behörde des Staates führen, die dem Bundesverkehrsministerium direkt unterstellt ist. Um keine Zweifel aufkommen zu lassen würde ich das Netz einfach Deutsche Bundesbahn nennen, in der auch DB Energie und auch der Vertrieb (Automaten, Fahrkartenschalter usw.) voll integriert ist. Die komplette Integration von DB Energie und des Vertriebs hat auch Weselsky angesprochen.

Nach den Vorgaben des Bundes konstruiert dann die Deutsche Bundesbahn direkt die Trassen. Die Deutsche Bundesbahn übernimmt dann somit nach den Vorgaben des Bundes gleichzeitig Aufgaben der heutigen DB InfraGO und der Bundesschienennetzagentur.

Will der Bund wieder Kursbücher herausgeben, dann ordnet der Bund das der Deutschen Bundesbahn direkt an.

Streng davon zu trennen ist der Betrieb. Die Deutsche Bahn, die dann die Holding für Fernverkehr, Regio und Cargo ist, kann optional privatisiert werden. Klar ist aber auch, dass sie bei der Ausschreibung gegenüber anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen weder bevorzugt noch benachteiligt wird.

Klar ist dann weiterhin, dass eventuelle Quersubventionierungen zwischen Netz und Betrieb strikt unterbunden werden.

Dass der Fernverkehr vom Bund ausgeschrieben werden sollte und durch die Konstruktion von Linienbündeln nebst Haltepolitik und Zuglängen und Zugtypen der Bund direkt den Fernverkehr organisiert, habe ich auch schon etliche Male angesprochen.

Wenn ich mir das Interview anhöre, dann liegen Weselsky und ich schon sehr dicht zusammen. Ausschreibung des Fernverkehrs, Trennung von Netz und Betrieb, Einführung eines Bahninfrastrukturfonds nebst Planungssicherheit sind auch die Dinge, die ich immer wieder angesprochen habe.

Die Grenzkostenrechnung bei den Trassenpreisen wurde im Interview zwar nicht erwähnt, aber ich gehe davon aus, dass Weselsky auch diesen Punkt so sieht wie ich.

Das ist durchaus ein gutes Interview des ZDF. Wenn solche Leute wie Dunja Hayali & Co, die keine Ahnung, aber eine große Klappe haben, nichts zu melden haben, dann verbessert sich also der Erwartungswert für den Journalismus deutlich.
Super Baureihe 103 schrieb:
Sehr gut, das C.W. die Verschleppungs-Arbeitsweise von DB InfraGo-Vorstand Dr. Nagl, anprangert: Dass spürbare Verbesserungen erst auf lange Sicht zu warten seien. ....

Welche inzwischen auch den ständigen Ausfall selbst der allerneuesten LSt einschließt!

Das Plädoyer für Umwandlung der Rechtsform des Konzernes DB AG in eine AöR oder GmbH mit Durchgriffsrechten des Eigentümers, sollte endlich mal politische Forderung auf breiter Basis werden.
Dazu meine Meinung:

Spürbare Verbesserungen über Nacht: Utopie
Die ganzen Korridorsanierungen zeigen doch:

Es fehlen genug leistungsfähige Firmen und qualifiziertes Personal, egal ob Bau, LST, Planung, Montage, Bauüberwachung, Abnahme usw. Alles hier schon 100 Mal beschrieben.

Und wenn alles vorhanden wäre, könnte man das baulich gar nicht umsetzen: wo sperren, wer soll wann und wo fahren? Dann ist das Geschrei auch wieder groß.

Dazu soll ja das Tagesgeschäft mit Inspektionen auch noch laufen, denn wenn Inspektionsfristen überschritten werden, oder bei Inspektionen Werte außerhalb Toleranz festgestellt werden, drohen wirklich und recht schnell Konsequenzen, weil Sicherheit nicht verhandelbar ist.

Tagsüber Inspektion und Nachts als ALV baubegleitend an einer Anlage tätig zu sein geht aber auch nicht zumindest nicht mit dem verfügbaren Personal.

Das ist nur ein Mosaikbausteinchen.
In anderen Bereichen sieht es auch nicht besser aus.

Von daher sehe ich eine andiskutierte Änderung der Geschäftsform als nebensächlich für die derzeitige Situation.

Daher sind schnelle Änderungen / Verbesserungen zumindest aus meiner Sicht kaum realistisch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 13:40.
Hallo,

so ein Geschwätz, ist doch alles bekannt. Zu seiner GDL-Zeit hat er viel Schaden mit den Streiks angerichtet und was war mit seinem autoritäreren Führungsstil (Vergleich mit Mao und co.) ? Jetzt kommt er als Klugscheißer daher. Schade um die Sendezeit.


Beste Grüße
Uwe Kossebau

DEAL - mein Unwort des Jahrzehnts




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 12:22.

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 03.08.26 12:18

Funkentratzer schrieb:
Super Baureihe 103 schrieb:
Sehr gut, das C.W. die Verschleppungs-Arbeitsweise von DB InfraGo-Vorstand Dr. Nagl, anprangert: Dass spürbare Verbesserungen erst auf lange Sicht zu warten seien. ....

Welche inzwischen auch den ständigen Ausfall selbst der allerneuesten LSt einschließt!

Das Plädoyer für Umwandlung der Rechtsform des Konzernes DB AG in eine AöR oder GmbH mit Durchgriffsrechten des Eigentümers, sollte endlich mal politische Forderung auf breiter Basis werden.
Dazu meine Meinung:

[…]

Von daher sehe ich eine andiskutierte Änderung der Geschäftsform als nebensächlich für die derzeitige Situation.

So gesehen sind schnelle Änderungen / Verbesserungen zumindest aus meiner Sicht kaum realistisch.
Wenn das Ändern des Klingelschildes etwas ändern würde…

Oder andersherum: wenn dem Bund alles egal ist, ist es wurscht, ob es ihm bei einer AG oder einer GmbH egal ist.

Auch eine GmbH müßte mit BNetzA und EBA kämpfen und hätte die gleiche tagesformabhängige Finanzausstattung wie wir sie jetzt haben.

Mich wundert auch immer wieder, daß die, die das Uninteresse der Politik beklagen, ausgerechnet die sind, die glauben, daß diese Politik bei einer anderen Rechtsform plötzlich alles „richtig“ machen würde…

Bei einer guten Organisation und Interesse der Politik ist die Rechtsform unwichtig, weil es funktioniert; bei absoluter Wurschtigkeit ändert die Rechtsform nichts.
Daher ist das ein absoluter Nebenschauplatz, auch wenn der gerne öffentlich diskutiert wird – weil er so schön greifbar ist. Aber damit leistet er einen Bärendienst, weil er von den eigentlichen Problemen ablenkt.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: Nepumuk

Datum: 03.08.26 12:39

Ja stimmt er hat ja gestreikt, nicht die Mitglieder seiner Gewerkschaft die dem ganzen dann in einer Urabstimmung zugestimmt haben. Schade um den Strom für deinen Beitrag!
Uwe Kossebau schrieb:
Hallo,

so ein Geschwätz, ist doch alles bekannt. Zu seiner GDL-Zeit hat er viel Schaden mit den Streiks angerichtet und was war mit seinem autoritäreren Führungsstil (Vergleich mit Mao und co.) ? Jetzt kommt er als Klugscheißer daher. Schade um die Sendezeit.


Beste Grüße
Uwe Kossebau
Was aber hat ein rechtmäßiger Streik, auch wenn er Dir als Reisender nicht passen sollte, mit dem Zustand der Infrastruktur zu tun?

Gruß

Kabelcontainer

Tf international D/NL bei SBB Cargo

Netz und Verkehr

geschrieben von: D.Herzig

Datum: 03.08.26 14:00

Hallo,
etwas in Deinen Aussagen möchte ich klarstellen. Du meinst die Trennung von Netz und Verkehr! Sowohl das Netz wird betrieben, als auch der Verkehr, von Verkehrsbetrieben mit Loks und Wagen und Werkstätten. Für den Netzbetrieb sind z.B. die Stellwerke, Bahnsteige in zutreffender Höhe, Signale usw. notwendig. Nur weil zu Zeiten von den Herren Mehdorn und Hansen einmal von "Trennung von Netz und Betrieb" gesprochen wurde, muss es ja nicht richtig sein.
Freundliche Grüße
Detlev

lev med det

Re: Netz und Verkehr

geschrieben von: ingo st.

Datum: 03.08.26 14:26

Es gibt eine Trennung von Meer und Schiffe, Straßen und Autobesitzer.
Wenn Dr. Nagl den EVUs nur an Netz anbieten müßten, was befahren werden kann, statt alles möglich zu machen, wäre geklärt wer Koch und Gast ist.

Dr. Nagl wünscht sich /hat erreicht? das weniger Brücken in 4 sind als zu Jahresbeginn. Alles marode ist eine dumme verallgemeinernde Aussage, wie alle GenZ sind faul.

Leider fällt die erhöhte Nachfrage nach Baufachleute in die geburtenschwächste Periode. Was ist schlimmer Schulden oder keine Infrastruktur um Geld zu verdienen; trotzdem haben wir noch Spassprojekte wie S21. Da stecken wieviel km Netz, Weichen und Brücken in ganz D drin?
Ich habe in Urabstimmungen stets pro Streik gestimmt, habe folgerichtig auch stets mitgestreikt bzw. wo das nicht ging, habe ich die Streikenden logistisch und mental unterstützt!

Und mal ehrlich, DEIN und deinesgleichen Geschwätz/Geschrei/Gejammer war dabei für mich und meinesgleichen völlig irrelevant, schließlich ging es um - deinen Horizont offenbar überschreitend - weit mehr, als nur um ein paar Stunden oder Tage Stillstand.
Wenn die Bahn das selber schafft, kräht ja schließlich auch kein Hahn danach.
Das nenn' ich dann mal Bigotterie in Reinkultur!

Ich sage dir auch gerne, warum ich meine Meinung darüber bis heute selbst als Ehemaliger nicht geändert habe:
Ganz einfach - es musste leider sein!

Dieser unsäglich dumme, dilettantische und dabei zugleich arrogante und ignorante Bahnvorstand ließ uns keine andere Wahl! "Bedanke" dich also dort!

Wenn wir diesen Verbrechern am System Eisenbahn und diesen Verbrechern an den Eisenbahnern nicht die Stirn geboten und die Verbesserung der Arbeitnehmerrechte, der Einkommenssituation und der Arbeitsbedingungen hart erkämpft hätten, dann säßen wir Eisenbahner heute nicht nur auf einem Trümmerhaufen, sondern wir wären obendrein auch noch ganz schlecht bezahltes Freiwild!

Eigentlich hätten wir diese ganze Selbstbedienungsbande, die sich und ihre Spezln auf Kosten des Steuerzahlers, auf Kosten der Substanz und auf Kosten des Personals durchgefressen hat, wie die Heuschrecken (das Ergebnis ist u.a. der jetztige Zustand der Infrastruktur und der allgegenwärtige Personalmangel) hinwegputschen müssen - aber politische Streiks sind in Deutschland ja nicht erlaubt...

Die Politik, die das gekonnt hätte, war aber genauso unfähig bzw. hat selbst tief mit in die Töpfe gegriffen und sich selbst bloß gefeiert!
Was man ja u.a. auch am Zustand der sonstigen Infrastruktur im Lande sieht...

Ob allerdings der gegenwärtige hektische und oft etwas rat- und planlos wirkende Aktionismus - also nichts Neues bei den Bahn-Oberen - in kurzer Zeit das herausreißt, was jahrelang systematisch um der kurzsichtigen Gewinn- und Boni-Erwartung willen teils bis zur Handlungsunfähigkeit "kaputt-optimiert" wurde, darf durchaus mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 14:47.

Re: Netz und Verkehr

geschrieben von: Traumflug

Datum: 03.08.26 16:04

ingo st. schrieb:
Wenn Dr. Nagl den EVUs nur an Netz anbieten müßten, was befahren werden kann, statt alles möglich zu machen, wäre geklärt wer Koch und Gast ist.
Infrastruktur ist immer begrenzt. Sogar in der Luftfahrt.

Re: Netz und Verkehr

geschrieben von: Fahrmotortrennschütz

Datum: 03.08.26 18:12

Traumflug schrieb:
ingo st. schrieb:
Wenn Dr. Nagl den EVUs nur an Netz anbieten müßten, was befahren werden kann, statt alles möglich zu machen, wäre geklärt wer Koch und Gast ist.
Infrastruktur ist immer begrenzt. Sogar in der Luftfahrt.
Das zusammenhanglose, undifferenzierte Zeug, was du hier manchmal schreibst, zeugt auch von begrenzter... - naja, kann sich jeder selbst denken...

Wenn man mehr Verkehr auf die Schiene bringen will, dann vernichtet man doch nicht noch die begrenzte Infrastruktur!
Dann reißt man doch nicht noch Weichen, Überholgleise, komplette Bahnhöfe, Schnittstellen zum Kunden und zu anderen Verkehrsträgern, ja ganze Ausweichstrecken heraus, wie in der Vergangenheit reichlich geschehen...!

Re: Netz und Verkehr

geschrieben von: ingo st.

Datum: 03.08.26 19:35

DB Netz war stolz auf ihre verkauften Trassen (und Einnahmenmeldung an den Konzern) um später von Überlastung zu sprechen.

Der Hinweis von Weselsky Netz und Vertrieb und Bündel FV an Dritte vergeben. Wer soll die Vorgaben erarbeiten. In der Hauptstadt werden Gesetze von den Lobbbyisten geschrieben. Da ist Frau Reiche nur die Korrumpierte Regel und nicht die Ausnahme.
Dr. Nagls Enkelbemerkung bezieht auf die Turbobremse von der Verfassungsklage der CDU zum Budeshaushalt wo InfraGo Planungen wieder stoppte.
Traumflug schrieb:
ingo st. schrieb:
Wenn Dr. Nagl den EVUs nur an Netz anbieten müßten, was befahren werden kann, statt alles möglich zu machen, wäre geklärt wer Koch und Gast ist.
Infrastruktur ist immer begrenzt. Sogar in der Luftfahrt.

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: Sven939

Datum: 03.08.26 19:44

Uwe Kossebau schrieb:
Hallo,

so ein Geschwätz, ist doch alles bekannt. Zu seiner GDL-Zeit hat er viel Schaden mit den Streiks angerichtet und was war mit seinem autoritäreren Führungsstil (Vergleich mit Mao und co.) ? Jetzt kommt er als Klugscheißer daher. Schade um die Sendezeit.


Beste Grüße
Uwe Kossebau
Und das ZDF gibt ihm auch noch eine Plattform. Für sowas zahlt man Gebühren.

Drei Jahre Deutschlandticket - kein Grund zum Feiern!

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen kommentierte: «Das angebliche Potenzial an zusätzlichen Kundinnen und Kunden beim Deutschlandticket stellen wir in den Verkaufszahlen nicht fest. Vielmehr ist es so, dass aufgrund des immensen wirtschaftlichen Drucks auf die Verkehrsunternehmen das ÖPNV-Angebot bundesweit schlechter wird.» Deshalb gebe es seit Monaten kaum Zuwachs beim Deutschlandticket.

Zeit.de vom 01.05.2026
Sven939 schrieb:
Uwe Kossebau schrieb:
Hallo,

so ein Geschwätz, ist doch alles bekannt. Zu seiner GDL-Zeit hat er viel Schaden mit den Streiks angerichtet und was war mit seinem autoritäreren Führungsstil (Vergleich mit Mao und co.) ? Jetzt kommt er als Klugscheißer daher. Schade um die Sendezeit.


Beste Grüße
Uwe Kossebau
Und das ZDF gibt ihm auch noch eine Plattform. Für sowas zahlt man Gebühren.
Das heißt "Rundfunkbeitrag"...
Sven939 schrieb:
Uwe Kossebau schrieb:
Hallo,

so ein Geschwätz, ist doch alles bekannt. Zu seiner GDL-Zeit hat er viel Schaden mit den Streiks angerichtet und was war mit seinem autoritäreren Führungsstil (Vergleich mit Mao und co.) ? Jetzt kommt er als Klugscheißer daher. Schade um die Sendezeit.


Beste Grüße
Uwe Kossebau
Und das ZDF gibt ihm auch noch eine Plattform. Für sowas zahlt man Gebühren.
Wenn er als Gast zu befragt wird, wird er sich dazu äußern. Im Gegensatz zu Dir, der hier auch ungefragt seine Meinung ins Netz kotzen kann.

Gruß

Kabelcontainer

Tf international D/NL bei SBB Cargo

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: Rook

Datum: 03.08.26 23:37

Zum dem heute gestarteten 9. Warnstreik - jetzt mit offenem Ende - bei der Saarbahn (nicht DB; Regionalstadtbahn) habe ich hier nichts gefunden, vielleicht waren meine Suchwörter auch nicht zielführend.

[www.saarbahn.de]

[www.gdl.de]

Viele Grüße
Rook

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: Sven939

Datum: 04.08.26 00:19

Rook schrieb:
Zum dem heute gestarteten 9. Warnstreik - jetzt mit offenem Ende - bei der Saarbahn (nicht DB; Regionalstadtbahn) habe ich hier nichts gefunden, vielleicht waren meine Suchwörter auch nicht zielführend.

[www.saarbahn.de]

[www.gdl.de]
Respekt, dass sich ausgerechnet die kleine Saarbahn nicht auf der Nase herumtanzen lässt.

[www.saarbahn.de]

Drei Jahre Deutschlandticket - kein Grund zum Feiern!

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen kommentierte: «Das angebliche Potenzial an zusätzlichen Kundinnen und Kunden beim Deutschlandticket stellen wir in den Verkaufszahlen nicht fest. Vielmehr ist es so, dass aufgrund des immensen wirtschaftlichen Drucks auf die Verkehrsunternehmen das ÖPNV-Angebot bundesweit schlechter wird.» Deshalb gebe es seit Monaten kaum Zuwachs beim Deutschlandticket.

Zeit.de vom 01.05.2026
Hast Du Deinen Link auch gelesen? Man will den Mitgliedern ihre Tarifverträge nicht geben / gönnen.

Abgesehen davon schweift das Thema am ursprünglichen Beitrag vorbei.

Gruß

Kabelcontainer

Tf international D/NL bei SBB Cargo

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: Nepumuk

Datum: 04.08.26 11:34

Spar die doch jegliche Kommentare zu seinen unqualifizierten Kommentaren. Es ist doch bekannt das er einer Arbeitgeberfreundlichen Interessenvertretung nahe steht. Gleicher Lohn für alle wäre auch wirklich zu viel verlangt erst Recht für ein Arbeitgeber der Steuergelder verbrennt wie gerade die Saarbahn

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: 155Treiber

Datum: 04.08.26 12:52

Junge Junge bist du fertig…


Sven939 schrieb:
Rook schrieb:
Zum dem heute gestarteten 9. Warnstreik - jetzt mit offenem Ende - bei der Saarbahn (nicht DB; Regionalstadtbahn) habe ich hier nichts gefunden, vielleicht waren meine Suchwörter auch nicht zielführend.

[www.saarbahn.de]

[www.gdl.de]
Respekt, dass sich ausgerechnet die kleine Saarbahn nicht auf der Nase herumtanzen lässt.

[www.saarbahn.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.26 12:52.
Sven939 schrieb:
Respekt, dass sich ausgerechnet die kleine Saarbahn nicht auf der Nase herumtanzen lässt.

Ach Svenni, auch über dich fegt die Realität hinweg, wie Windows 11 über den Sockel 939...

Vertrau mir, die Saarbahn wird sich - zähneknirschend zwar - aber nicht auf längere Dauer den absolut legitimen Forderungen nach einem Tarifvertrag widersetzen können.

Auch wenn du wieder einer der Ersten sein wirst, die Zeter und Mordio über die ach so schädlichen Streiks anheben - wer als Unternehmen den sozialen Trend verschläft, ist selbst an den Folgen schuld.

Aber das wirst du wohl nie verstehen.
Also gehe ruhig wieder auf Standby und erheitere uns bald mal wieder, wenn du zuverlässig bei bestimmten Triggerthemen aufwachst und olle Kamellen feilbietest, wie sauer' Bier...

Und damit du weißt, dass der Bösewicht nicht mehr Claus Weselsky heißt, update ich dich mal auf den aktuellen Stand: Du darfst deine Tiraden nunmehr gegen einen gewissen Mario Reiß richten.
Aber ich befürchte fast, dass auch diesem deine Ansichten meilenweit am Allerwetesten vorbeigehen...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.26 16:38.

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: MD 612

Datum: 04.08.26 21:38

Sven939 schrieb:
Respekt, dass sich ausgerechnet die kleine Saarbahn nicht auf der Nase herumtanzen lässt.
Wie das am Ende mit der ebenso kleinen Citybahn Chemnitz vor zwei Jahren ausgegangen ist, ist bekannt? Ob deren Heldentaten hast Du Dich hier im Forum seinerzeit auch mit geschwollener Brust an deren Seite gestellt. Und heute? Verhandelt auch die Citybahn wie jedes andere EVU als ebenbürtiger Tarifpartner mit der GDL, genau das wird die Saarbahn über kurz oder lang auch tun. Manchmal dauert's eben ein bisschen...

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: [Video] Heute Journal Podcast mit Claus Weselsky

geschrieben von: mov

Datum: Heute, 19:44:51

Super Baureihe 103 schrieb:
Herzlichen Dank für diesen Hinweis - ich hätte das glatt verpasst.....
Ich selbst bin ja - natürlich unter dem Vorbehalt, wahrscheinlich ein sehr lückenvolles Bild von Claus Weselsky zu besitzen - ein bekennender Anhänger seiner Einlassungen und Verdienste um die Arbeitnehmerseite, vor allem dafür, dass er immer unbeugsam Klartext gesprochen hat.

Uff, unterm Strich fand ich ihn glaube ich auch gut. Aber seine Einlassungen zum Wettbewerb bei EVU sind m.E. verfehlt -- ganz einfach, weil es Beispiele gibt, bei denen das gut und welche, bei denen das schlecht ausging. Schließlich führt Wettbewerb zu Kostendruck, und der führt gerne mal zu improvisierter Instandhaltung, wenn nicht von einer fremdgeführten Infrastruktur, dann etwa vom Wagenpark. Oder zu Arbeitszeitrechtsumgehungen. Oder oder oder…

Woran die DB -- insgesamt, aber nicht allüberall -- extrem krankt, das ist die Lehnstuhlpöstchenkultur im Management. Der Wasserkopf. Der eitle Versorgungsstellenbetrieb. Das Geschacher und Einehandwäschtdieandere. Klar, damit würde Wettbewerb voraussichtlich erst einmal aufräumen -- aber eben zu den Risiken der mittel- bis langfristigen versteckten Verwahrlosung. Es braucht aber gar keinen Wettbewerb, um der Malaise des DB-Konzerns erfolgreich zu begegnen. Sondern einfach eine nachhaltige Restrukturierung der Aufsicht, ohne »revolving doors« und Vitamin B und Gemauschel und Geklüngel -- sondern eben gestreng. Und eine Entfernung aller aus dem »Dienst«, die immer noch nach dem Schema »Vitamin B« und »Versorgungsposten« agieren. Die DB muss sich im Personenverkehr messen lassen an der Fahrgastzufriedenheit.

Darüber hinaus denke ich auch, dass Weselsky mit seiner Kritik an DB-Anteilen von Schenker und Co. danebenliegt. Wenn denn ausländische Investments auch nachhaltig zur Querfinanzierung des heimischen Schienenverkehrsauftrages dienen, dann sollten sie eindeutig willkommen sein. Klar, nicht mit dem Fokus, den eine AG oder SE auf ihre Cash-Kühe legt, sondern mit dem Fokus auf die Kernaufgabe. Nämlich die bestmögliche Leistung eines Bahnbetriebes in Deutschland. Insofern ist das AG-Format imho klar falsch, aber ausländische Tochtergesellschaften finde ich gut -- wenn sie denn dem Zweck dienen.

Und so stimme ich halt dem Weselsky in einigen Punkten zu, in anderen kann ich seine Sichtweise nicht nachvollziehen. (Und genau so sollte das auch sein, ohne pauschales Nachplappern oder pauschales Anfeinden.)
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