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Die Chefin der Deutschen Bahn AG, Evelyn Palla, hat eine »organisierte Verantwortungslosigkeit« im Staatskonzern beklagt. Das müsse der Vergangenheit angehören, sagte Palla der »Welt am Sonntag«. Pünktlichkeit beginne mit einer »klaren und transparenten Verantwortungsallokation an der richtigen Stelle«.
[www.spiegel.de]

Gröte ut Pommern
RBD-S

Manche Aussagen sind Zitate Wert

geschrieben von: Lz 86711

Datum: 01.08.26 07:14

Zitat:
Palla sagte der Zeitung: »Wesentliche Entscheidungen auch zu operativen Verbesserungen wurden häufig zentral in der Konzernleitung getroffen.« Diejenigen in der Zentrale, die diese Entscheidungen getroffen hatten, hätten jedoch keine Verantwortung für die Umsetzung in der Fläche getragen.
Zitat:
»Umsetzen mussten es die Kollegen draußen. Die wiederum haben gesagt: Das habe ich nicht entschieden, und das funktioniert bei mir auch nicht.« In der Zentrale habe es dann geheißen, die in der Fläche hätten es nicht richtig umgesetzt. »Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit.
Zitat:
Palla betonte, dass sie mit ihrer Kritik »explizit nicht« die Zugbegleiter, Lokführer, Fahrdienstleiter, Gleisarbeiter und Disponenten meine. »Alle, die jeden Tag mit einer unbefriedigenden Situation kämpfen und viel improvisieren müssen, das sind meine Helden, die die Eisenbahn täglich am Laufen halten.«
Ich würde mir das gleiche Vorgehen bei meinen Laden wünschen. Nieder mit der Lehmschicht!

Filme und Serien werden immer dümmer:
Zitat:
[…] Und dann sei da noch diese Bitte der Netflix-Leute gewesen: "Es wäre nicht übel, wenn ihr drei- bis viermal im Dialog wiederholen könntet, worum es im Plot geht, weil die Leute an ihren Handys hängen, während sie gucken.
Denken auslagern macht dumm - Was gegen Kompetenzabbau durch KI-Nutzung hilft
Und hier das Original:

Zitat
Für die Bahn sei Leistung besonders wichtig, da sie „in der schwersten Krise ihrer Unternehmensgeschichte“ stecke.

Insgesamt würde sie ihrem Unternehmen für die erbrachte Leistung derzeit die Schulnote 3 geben. Man dürfe nicht nur die Pünktlichkeitsquote im Personenfernverkehr sehen, wo im ersten Halbjahr lediglich 59 Prozent der Züge ohne größere Verspätung ankamen. „Bei der Pünktlichkeit im Fernverkehr haben wir eine 4 minus“, räumte Palla ein, im Regionalverkehr gebe es aber deutlich weniger Verspätunge
Welt
Das klingt und liest sich ja wirklich so, als wären wir und vor allem wie sehr wir in der jahrzehntelangen Runterwirtschaftung stecken!

[www.drehscheibe-online.de]

Re: Deutschlandfunk.de

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 01.08.26 10:44

Fuhrmann schrieb:
[www.google.com]
Wer hat etwas davon, wenn du dieses Thema mit noch mehr Umschriften der Primärquelle voll ballerst und dann noch ein Bild hier rein stellst, zu dessen Veröffentlichung du keine Rechte besitzt?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 10:45.
Moin . Das alles ist das Ergebnis wenn in der Verwaltung ( nicht nur DB - AG ), Leute sitzen die von der Praxis nicht viel Ahnung haben . Politiker natürlich eingeschlossen . Gruß Olli



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 11:22.
Frau Palla kuscht brav vor ihren vorgesetzen Politikern. Sie sollte nicht ihre direktberichtenden Mitarbeiter verantwortlich machen sondern die verantwortlichen Poliktiker. Die gerne ihre großartigen Ideen für umme umgesetzt haben wollen und ausfällig werden, wenn sich der weltfremde Unsinn nicht umsetzen läßt und zur gemeingefährlichen Katastrophe Stuttgart 21 auswächst.

WernerS schrieb:
Frau Palla kuscht brav vor ihren vorgesetzen Politikern. Sie sollte nicht ihre direktberichtenden Mitarbeiter verantwortlich machen sondern die verantwortlichen Poliktiker. Die gerne ihre großartigen Ideen für umme umgesetzt haben wollen und ausfällig werden, wenn sich der weltfremde Unsinn nicht umsetzen läßt und zur gemeingefährlichen Katastrophe Stuttgart 21 auswächst.
Bin ja kein DB Mitarbeiter. Für einen Außenstehenden finde ich es schon sehr bemerkenswert, dass Frau Palla jetzt interne Missstände im mittleren Management der DB benennt, die z.B. Weselsky immer lautstark angeprangert hat. Meine bescheidene Wahrnehmung als Außenstehender....
In jeder Firma die groß genug ist für ein mittleres Managerment sind das die Prügelknab Personen. Die ganz unten braucht man zum arbeiten und die ganz oben wollen ihre Boni sichern.

WernerS schrieb:
In jeder Firma die groß genug ist für ein mittleres Managerment sind das die Prügelknab Personen. Die ganz unten braucht man zum arbeiten und die ganz oben wollen ihre Boni sichern.
Frau Palla hat doch recht! Ich habe zwar "nur" in einer DB-Tochterfirma gearbeitet, aber genau diese Umstände haben mich nach 18 Jahren bewogen, mich beruflich völlig neu zu orientieren.

Re: Schleichender Verlust von Fachwissen

geschrieben von: trambahngondoliere

Datum: 01.08.26 12:31

olli1956 schrieb:
Moin . Das alles ist das Ergebnis wenn in der Verwaltung ( nicht nur DB - AG ), Leute sitzen die von der Praxis nicht viel Ahnung haben . Politiker natürlich eingeschlossen . Gruß Olli
Hallo Olli,
ich würde das gar nicht nur auf die Verwaltung beschränken. Ich beobachte ganz allgemein einen zunehmenden Verlust an grundlegendem Fachwissen und Ersatz durch (Makro-)Management und übertriebene Abstraktion.

Man braucht schon beides:
1. Wissen, wie man Probleme fachlich richtig und konkret löst (<- fehlt zunehmend!)
2. Die Fähigkeit, diese Problemlösungen zu verallgemeinern und zu strukturieren um die Weite der Fläche abzudecken und Räder nicht ständig neu zu erfinden (funktioniert ganz gut, zumindest auf den Powerpoints)

Gründe gibt es dazu viele (z.B. in Rente gehende Babyboomer, viele Quereinsteiger, fehlende qualifizierte Grundlagenaus- und aber auch Weiterbildung) und nicht zuletzt die grassierende Bequemlichkeit der 2010er Jahre. Bei letzterem stimmt ich Frau Palla definitiv zu und wünsche ihr beim "Aufräumen" viel Erfolg (vielleicht auch Glück). Sie sollte nur die anderen o.g. Punkte dabei nicht vernachlässigen.

Viele Grüße,

Auch eine Nicht-"Vollbahn" kann voll sein, und eine "Kleinbahn" nicht klein ;-)
trambahngondoliere

Re: Schleichender Verlust von Fachwissen

geschrieben von: ktmb

Datum: 01.08.26 13:13

Mein Sohn will da nach einem Studium evtl. einsteigen. Habe ihm gesagt, dass er vorher eine Lehre bei der Bahn machen soll.
Ich finde gut, dass sie dabei nicht ihren eigenen Leuten auf der Arbeitsebene unten in den Rücken fällt, sondern strukturelle Führungsmängel oben benennt. Es klingt für mich richtig, wieder mehr Verantwortung nach unten zu geben. Der Bahntower ist wohl immer mehr eine eigene Blase und Echokammer der Politik geworden?

Das Loben der Leute unten ist richtig. Man sieht oft, wie die sich Mühe geben und ausgebremst werden, etwa wenn ein ICE-Schaffner erst noch ein Anschlusswarten aushandelt, der eigene Zug dann aber doch noch hinter einem langsamen Güterzug ohne Überholungsmöglichkeit versauern muss und der Anschluss flöten geht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 13:19.
Wenn sie Probleme von der ausfährenden Abteilung rückverfolgt, landet sie zu wenig Mittel für Wartung (sollst du sparen), Budget (6 Projekte aus 50 notwendigen), beim Aufsichtsrat, beim Ministerium, beim Bundeeshaushalt, bei den schwarzen Nullen oder der "börsenfähigkeit". Das wird heute von Meedien zitiert, obwohl es angeblich niemand wollte und es dazu nie ein Kabinettsbeschluß oder Koalitionsvertrag gab.

Wer von den tausenden Menschen war Schuld? Viele Beschwichtiger und Schleimer als Vorstandsvorsitzende, "will ich nicht hören"-Minister etc.

War Schnieder ein Letzterer? Hat Pallas sich direkt bei Friedrich beschwert?

Wer hat die Generalsanierung als wirtschaftlichste Eierlegendewollmichsau gepriesen?
WernerS schrieb:
Frau Palla kuscht brav vor ihren vorgesetzen Politikern. Sie sollte nicht ihre direktberichtenden Mitarbeiter verantwortlich machen sondern die verantwortlichen Poliktiker.
Um politische Fehlentscheidungen (geradezu eine Tautologie) geht es aber nicht. Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, daß das Bundesverkehrsministerium sich tagtäglich in die Entscheidungen der Bahnvorstände einmischt. Oder weißt du da etwas Näheres?

Re: Deutschlandfunk.de

geschrieben von: Fuhrmann

Datum: 01.08.26 15:00

Daran habe ich auch gedacht, ist ja gut.
Und solch einen Missstand haben wir doch jetzt in Berlin gemäß Weselskys Wortlaut von "einem Verkehrsminister nach dem anderen".
Welches "vielleicht das unfähigste und ebenso unüberlegteste und in die Tat umgesetzte Bauvorhaben in der Geschichte der Deutschen Bahn" ist.

[www.google.com]
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