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Lies: NBS Hannover–Hamburg nicht mehr zu verhindern

geschrieben von: Yadusable

Datum: 01.08.26 00:31

Im ePaper der Böhme-Zeitung kann man die Vorschau eines Artikels sehen, in dem MP Olaf Lies seine Haltung (aufgrund sich doch deutlich abzeichnenden Tatsachen im Bundestag) zur NBS öffentlich revidiert. Der für die meisten relevanteste Absatz (mit viel Freude aus den paar Pixeln entziffert):

Zitat
Zwar halte er die Planungen weiterhin für falsch. Verhindern könne das Land den Neubau jedoch nicht mehr, sagte Lies [...].
Der Rest ist sehr schwer zu lesen, aber ich meine was von "Ausbau der Bestandsstrecke" und "die Region müsse auch etwas davon haben, nicht nur einen Bahnhof in Soltau" zu erkennen. Falls jemand ein Abo dort hat und uns erhellen möchte, freu ich mich sehr. Ich gehe mal davon aus, man schwenkt jetzt langsam in konstruktive Forderungen um, um zumindest noch etwas rauszuhandeln.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Bund die Rechnung für Lokalpolitik tragen will und dementsprechend die verlängerte Dreigleisigkeit (vulgo Alpha-E, auch wenn das Konzept eigentlich noch ganz viel anderes gefordert hatte) nicht drin ist. Andere Sachen wie Regionalhalte, Wildbrücken sowie kleinere, aber auch hilfreiche Bestandsstreckenmaßnahmen, die dann über das Projekt mitfinanziert werden würden, könnte ich mir hingegen deutlich besser vorstellen.

Viele Grüße :)

Re: Lies: NBS Hannover–Hamburg nicht mehr zu verhindern

geschrieben von: Fniux

Datum: 01.08.26 02:15

Zitat
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Bund die Rechnung für Lokalpolitik tragen will und dementsprechend die verlängerte Dreigleisigkeit (vulgo Alpha-E, auch wenn das Konzept eigentlich noch ganz viel anderes gefordert hatte) nicht drin ist. Andere Sachen wie Regionalhalte, Wildbrücken sowie kleinere, aber auch hilfreiche Bestandsstreckenmaßnahmen, die dann über das Projekt mitfinanziert werden würden, könnte ich mir hingegen deutlich besser vorstellen.
Das hat zwar an sich nichts mit Alpha-E oder der NBS zu tun: Es sind mehrere Elektrifizierungen im Nahverkehr offen, für die Finanzmittel nötig sind. Am dringendsten für das landesweite (B)EMU-Konzept im nächsten Jahrzehnt sind da Oldenburg – Osnabrück und das Teilnetz Nordharz (Goslar – Bad Harzburg). Alleine die liegen schon zusammen im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Am Ende verlässt man sich dennoch auf Fördermittel vom Bund (z.B. GVFG). Ob da die Fundamentalopposition so hilfreich ist oder man sich nicht anderweitig einig werden kann, könnte so eine Frage sein.
Ob Lies die NBS gut oder schlecht findet, kann uns allen egal sein.
Bemerkenswert ist allerdings, dass nun auch die Fundamentalopposition zugegeben hat, dass die Strecke kommen wird. Dass diese Erkenntnis allerdings schon vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen im September verkündet wird, ist allerdings durchaus eine Überraschung, zumal der Bundestag seine Abstimmung dazu extra vertagt hat, sodass sie erst nach den niedersächsischen Kommunalwahlen stattfindet.

Ich bin mal gespannt, wie viel kommunalen Nutzen Niedersachsen noch in der kurzen Zeit in das Projekt reinverhandelt bekommt. Da die Planungen schon sehr weit fortgeschritten sind, wird da wohl nicht mehr viel möglich sein.
Zusmarshausen hat gezeigt, wie gut man Verbesserungen für die eigene Kommune aushandeln kann, wenn man eine NBS nicht ablehnt, sondern befürwortet.

Wieder einmal fast typisch für die SPD ;-(

geschrieben von: Lenoir

Datum: 01.08.26 11:18

Links blinken und rechts abbiegen.
Können sie gut. Konnten sie schon zu Eberts Zeiten.

Aber hier hats doch eine ganz spezielle Note: Denn mit dieser Fundamentalopposition von Lies, Klingbeil, der komischen Tante da südlich Hamburg und noch vielen weiteren auf Kreis- und Kommunalebenen wollten sie eigentlich was erreichen? Die maximal mögliche Wähler-Frustation, wenn der Tag des Einknickens kommt? Denn das der kommt, das war doch angesichts dieses bockigen "auf keinen Fall hier [beliebigen Raum aussuchen], nur entlang der bestehende Trasse" (obwohl ihnen drölfzig mal durchaus nachvollziehbar gezeigt wurde, daß das nicht reichen wird) so klar wie Kloßbrühe.

Nun, das könnte ihnen gelingen. Also die Wähler-Frustration.

Nicht gut für unsere Gesellschaft, nicht gut für die Verkehrspolitik und ganz und gar nicht gut für diese Partei.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 11:21.
Yadusable schrieb:
Im ePaper der Böhme-Zeitung kann man die Vorschau eines Artikels sehen, in dem MP Olaf Lies seine Haltung (aufgrund sich doch deutlich abzeichnenden Tatsachen im Bundestag) zur NBS öffentlich revidiert. Der für die meisten relevanteste Absatz (mit viel Freude aus den paar Pixeln entziffert):

Zitat
Zwar halte er die Planungen weiterhin für falsch. Verhindern könne das Land den Neubau jedoch nicht mehr, sagte Lies [...].
Der Rest ist sehr schwer zu lesen, aber ich meine was von "Ausbau der Bestandsstrecke" und "die Region müsse auch etwas davon haben, nicht nur einen Bahnhof in Soltau" zu erkennen. Falls jemand ein Abo dort hat und uns erhellen möchte, freu ich mich sehr. Ich gehe mal davon aus, man schwenkt jetzt langsam in konstruktive Forderungen um, um zumindest noch etwas rauszuhandeln.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Bund die Rechnung für Lokalpolitik tragen will und dementsprechend die verlängerte Dreigleisigkeit (vulgo Alpha-E, auch wenn das Konzept eigentlich noch ganz viel anderes gefordert hatte) nicht drin ist. Andere Sachen wie Regionalhalte, Wildbrücken sowie kleinere, aber auch hilfreiche Bestandsstreckenmaßnahmen, die dann über das Projekt mitfinanziert werden würden, könnte ich mir hingegen deutlich besser vorstellen.
Niedersachsen ist im Bereich Schienenverkehr einfach eine absolute Vollkatastrophe. Nördlich von Hannover hat man mit Hannover-Hamburg und Hanover-Bremen nur zwei Strecken, welche überhaupt für Personenverkehr bzw. Güterverkehr zu gebrauchen sind. Die Heidebahn fristet so ein Schattendasein. Sie ist zwar vorhanden aber halt nicht zu gebrauchen für den modernen Schienenverkehr.

Wenn die Strecke Hamburg - Harburg komplett dicht ist geht nichts mehr. Es gibt zwar noch die Strecke Büchen-Lüneburg diese ist aber wie die Heidebahn für Umleitungen nicht zu gebrauchen da kein Fahrdraht vorhanden ist.

In Zukunft dürfte es noch richtig lustig werden, wenn die Rollbahn zur Generalsanierung ansteht. Am besten man leitet den Fernverkehr großräumig über Hannover um ansonsten hängt man nachher auf der Natobahn, wo es dann heißt FDL hat Feierabend und der Ablöser hat sich kurzfristig krank gemeldet. Zug muss zurücksetzen und in Wunstorf köpfen^^.

Man hat zwar in Niedersachsen den Jade-Weser-Port gebaut aber die Anbindung nur bis Oldenburg bedacht. Dürfte interessant werden was man macht, wenn die Brücke über die Hude durch einen Neubau ersetzt wird. Kopfmachen in Oldenburg und über Leer nach Rheine fahren funktioniert nur bedingt.

Re: Lies: NBS Hannover–Hamburg nicht mehr zu verhindern

geschrieben von: tom87

Datum: 01.08.26 16:22

Eine SFS wird für den Fernverkehr wird aufjedenfall große Vorteile bringen. Die Bestandsstrecken finde ich völlig ausreichend, wenn die ICE von ihr verschwinden. Für den Güterverkehr sehe ich trotzdem Probleme. Die haben dann zwar mehr Platz auf der Bestandsstrecke oder rollen nachts über die SFS... aber in Hannover hängen Sie dann trotzdem wieder im Stau auf der G-Bahn. Da muss auch eine tragfähige Lösung für die Zukunft.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 16:23.
tom87 schrieb:
Eine SFS wird für den Fernverkehr wird aufjedenfall große Vorteile bringen. Die Bestandsstrecken finde ich völlig ausreichend, wenn die ICE von ihr verschwinden. Für den Güterverkehr sehe ich trotzdem Probleme. Die haben dann zwar mehr Platz auf der Bestandsstrecke oder rollen nachts über die SFS... aber in Hannover hängen Sie dann trotzdem wieder im Stau auf der G-Bahn. Da muss auch eine tragfähige Lösung für die Zukunft.
Die Bestandsstrecken sind absolut nicht ausreichend und durch die NBS wird nur die Bestandsstrecke Celle - Hamburg-Harburg entlastet. Richtung Bremen bringt die NBS nichts, denn dafür müsste man die Strecke Langwedel - Soltau quasi (zweigleisig) neubauen bzw. für mindestens 230 km/h ertüchtigen. Da das nicht absehbar ist wird der Fernverkehr Hannover-Bremen auf der heutigen Bestandsstrecke bleiben müssen. Dazu kommt dann noch ohne Ausbauten zumindest zwischen Seelze und Minden wird es auch keine ICE geben, welche von Köln nach Hamburg über eine Kurve bei Hannover-Leinhausen Richtung Hamburg abbiegen.

Re: Lies: NBS Hannover–Hamburg nicht mehr zu verhindern

geschrieben von: lll

Datum: 05.08.26 12:21

Ein Beschluss über den Bau heißt noch lange nicht, dass dann automatisch die Strecke kommt. Auch Augsburg-Ulm steht noch unter Finanzierungsvorbehalt. Es gibt auch Straßenbauprojekte, die vor Jahrzehnten beschlossen wurden und bis heute nicht realisiert wurden. Wo auch nicht absehbar ist, ob und wann sie realisiert werden.

Thema beendet

geschrieben von: DS-Moderation

Datum: 07.08.26 23:34

Guten Abend,

da eine sachlich bezogene Diskussion nicht möglich war, fehlen hier nun 122 Beiträge.
Das Thema wird beendet!

Gruß,
DS-Moderation

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