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 01 - News 

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Für die Ausschreibung der Verkehrsleistungen im "Mitteldeutsches S-Bahnnetz II" schreibt DB Regio – im Falle des
Zuschlags – nun die Herstellung und Beschaffung von Triebfahrzeugen aus.

[ted.europa.eu] 530204-2026
**********************************

2.1.4. Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: Gegenstand der Vergabe ist ein Auftrag über die Herstellung, Lieferung, Inbetriebsetzung und Zulassung von bis zu 51 neuen, den
anerkannten Regeln der Technik entsprechenden, funktionsfähigen, betriebsbereiten, komplett ausgestatteten, komfortablen und wirtschaftlich einsetzbaren, elektrischen
Triebzügen mit ggf. unterschiedlichen Sitzplatzkapazitäten einschließlich der Ersatzteilversorgung für Verkehre der Verkehrsausschreibung Mitteldeutsches S-Bahnnetz II
(Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 374588-2026). Die vom Auftragnehmer zu erbringenden Lieferungen und Leistungen (einschließlich ggf. dazugehöriger
Dienstleistungen) sind in den weiteren Vergabeunterlagen beschrieben. Die voraussichtliche Inbetriebnahme des Netzes ist für Dezember 2031 geplant. Ein vom Aufgabenträger
vorgegebenes Finanzierungsmodell kann Anwendung finden. Der Auftraggeber behält sich vor, den Bieter bei einer Bauzeitfinanzierung zu unterstützen. Die Bekanntmachung bzw. die
Vergabe steht unter dem Vorbehalt der Beauftragung des Auftraggebers mit der Durchführung der entsprechenden Verkehrsleistung durch die Aufgabenträger.

5.1.3. Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/04/2027
Enddatum der Laufzeit: 09/12/2045

5.1.10. Zuschlagskriterien
Kriterium: Art: Preis
Bezeichnung: Preis
Beschreibung: Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium. Alle Kriterien sind nur in den vertraulichen Vergabeunterlagen aufgeführt.

Kriterium: Art: Qualität
Bezeichnung: Leistungsbewertung gemäß Kriterienkatalog
Beschreibung: Die Qualität ist nicht das einzige Zuschlagskriterium. Der Auftraggeber wird seinen Zuschlag zudem nach Kriterien wie z. B. "Wirtschaftlichkeit Technik", "Wirtschaftlichkeit Vertrag",
"Wirtschaftlichkeit Mehrqualitäten" und "Energieverbrauch" erteilen. Alle Kriterien sind nur in den vertraulichen Vergabeunterlagen aufgeführt.

Begründung, warum die Gewichtung der Zuschlagskriterien nicht angegeben wurde: Unterkriterien und deren Gewichtung werden in den Beschaffungsunterlagen vollständig aufgeführt, die den
ausgewählten Bewerbern mit Aufforderung zur Angebotsabgabe bereitgestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Knut Rosenthal

https://wettbewerb.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton/Linkbutton4_klein.png https://grafiken.spnv-deutschland.de/Buttons/DSO-Bildbeitraege.png
Die Fahrzeuge sollen also funktionsfähig, betriebsbereit und den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

Wer weiß, was man bekommen würde, erwähnte man dies nicht explizit.
TatraT4D-M2131 schrieb:
Die Fahrzeuge sollen also funktionsfähig, betriebsbereit und den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

Wer weiß, was man bekommen würde, erwähnte man dies nicht explizit.
Eigentlich sollte man sich eher Fragen, warum werden überhaupt neu Fahrzeuge benötigt?
Die Talent 2 haben noch kein hohes Alter. Bis Vertragsende hätte die etwas mehr als 30 Jahre.
Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.
TatraT4D-M2131 schrieb:
Die Fahrzeuge sollen also funktionsfähig, betriebsbereit und den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

Wer weiß, was man bekommen würde, erwähnte man dies nicht explizit.
Vielleicht war das der Fehler bei allen Coradia Max-Ausschreibungen?
Matti der Kleine schrieb:
Eigentlich sollte man sich eher Fragen, warum werden überhaupt neu Fahrzeuge benötigt?
Die Talent 2 haben noch kein hohes Alter. Bis Vertragsende hätte die etwas mehr als 30 Jahre.
Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.
Die Neufahrzeuge werden vor allem deswegen benötigt, weil die Talent 2 nicht ausschließlich, aber auch auf Basis der Fahrgastzahlen vor Eröffnung des City-Tunnels und der Umstrukturierung ins MDSB beschafft wurden. Die modernisierten DR-Dosto hatten zumeist knapp über 300 Sitzplätze pro Garnitur (von der Leipziger S1 mal abgesehen) - die Talent 2-Fünfteiler liegen mit 224 Sitzplätzen deutlich darunter und sind ebenso wie die Dreiteiler mittlerweile für die Fahrgastmassen hoffnungslos unterdimensioniert. Auch wenn ich nach anfänglicher Skepsis tatsächlich sehr gern mit den Hamstern unterwegs war und bin - die Entwicklung, grade unter dem D-Ticket, sind eben größere Fahrzeuge mit mehr Kapazität.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.26 19:35.
Matti der Kleine schrieb:
[...]

Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.
Du wohnst wohl auch im Märchen-Wunderland, wo Milch und Honig fließen, was?

Was meinst Du denn, bekämen NASA & Co. bei der von Dir präferierten Vergabelaufzeit für einen Angebotspreis? Dann könnten sie auch quasi gleich den Aufkleber "Monopolpreise herzlich willkommen" draufpappen und schon mal die Gremien auf gehörige Abbestellungen einschwören...

Liste aktuell offener SPNV-Verfahren (Update ca. 1-2x/Monat)
Liste WLAN in SPNV-Netzen (z.Zt. ohne Updates)
stellwerk_wf schrieb:
Matti der Kleine schrieb:
[...]

Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.
Du wohnst wohl auch im Märchen-Wunderland, wo Milch und Honig fließen, was?

Was meinst Du denn, bekämen NASA & Co. bei der von Dir präferierten Vergabelaufzeit für einen Angebotspreis? Dann könnten sie auch quasi gleich den Aufkleber "Monopolpreise herzlich willkommen" draufpappen und schon mal die Gremien auf gehörige Abbestellungen einschwören...
Auf der einen Seite wird gejammert dass den Bestellern immer weniger Geld zur Verfügung steht, anderseits müssen wieder neue Fahrzeuge beschafft und folglich mit dem wenigen zur Verfügung stehenden Geld bezahlt werden, weil die Anforderungen sich geändert haben. Mit dem derzeitigem Konzept kann leider kein Fahrzeugringtausch durchgeführt werden. Es gibt sicher irgendwo Linien, wo die Hamster noch ganz gut nutzbar wären. Anscheinend steht aber immer noch ausreichend Geld zur Verfügung, sonst würde das Konzept mit dieser Art von Ausschreibungen grundlegend hinterfragt werden.
nikolai schrieb:
stellwerk_wf schrieb:
Matti der Kleine schrieb:
[...]

Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.
Du wohnst wohl auch im Märchen-Wunderland, wo Milch und Honig fließen, was?

Was meinst Du denn, bekämen NASA & Co. bei der von Dir präferierten Vergabelaufzeit für einen Angebotspreis? Dann könnten sie auch quasi gleich den Aufkleber "Monopolpreise herzlich willkommen" draufpappen und schon mal die Gremien auf gehörige Abbestellungen einschwören...
Auf der einen Seite wird gejammert dass den Bestellern immer weniger Geld zur Verfügung steht, anderseits müssen wieder neue Fahrzeuge beschafft und folglich mit dem wenigen zur Verfügung stehenden Geld bezahlt werden, weil die Anforderungen sich geändert haben. Mit dem derzeitigem Konzept kann leider kein Fahrzeugringtausch durchgeführt werden. Es gibt sicher irgendwo Linien, wo die Hamster noch ganz gut nutzbar wären. Anscheinend steht aber immer noch ausreichend Geld zur Verfügung, sonst würde das Konzept mit dieser Art von Ausschreibungen grundlegend hinterfragt werden.
Was ist denn deiner Ansicht nach der Fehler bei einer Ausschreibung, die gemäß Unterlagen die bisherigen Fahrzeuge, durch ein Redesign auf einen zeitgemäßen Zustand gebracht, zulässt? Vielleicht vergleicht DB Regio ja mit der Ausschreibung auch nur welche Kosten bei einem alternativen Konzept mit Neufahrzeugen entstünden?
Meier Zwo schrieb:
die gemäß Unterlagen die bisherigen Fahrzeuge, durch ein Redesign auf einen zeitgemäßen Zustand gebracht, zulässt?
So ist es. Lok und Wagen mit Erstzulassungsdatum ab 31.12.2010 sind zulässig.
Da alle Fahrzeuge u.a. in das NASA-Design zu bringen sind, könnten Neufahrzeuge langfristig günstiger sein.

Refurbishment

geschrieben von: SvenT

Datum: 01.08.26 10:32

Letztendlich sind auch diese Fahrzeuge nach 15 Jahren Einsatzzeit einer Überarbeitung zu unterziehen.

Wie schon geschrieben hat man hier das Problem, die Kapazitäten auf dem RE13 massiv zu erhöhen. Ob dies mit den bestehenden Ressourcen machbar ist, wird man sehen. Zulässig sind ja sowohl Angebote mit Alt- und Neufahrzeugen als auch einer Kombination. Da diese jedoch kuppelbar sein müssen, wird man wohl dies nicht in Erwägung ziehen.

Grüße
Sven

The light at the End of the Tunnel is the Light of an oncoming train.


nikolai schrieb:
stellwerk_wf schrieb:
Matti der Kleine schrieb:
[...]

Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.
Du wohnst wohl auch im Märchen-Wunderland, wo Milch und Honig fließen, was?

Was meinst Du denn, bekämen NASA & Co. bei der von Dir präferierten Vergabelaufzeit für einen Angebotspreis? Dann könnten sie auch quasi gleich den Aufkleber "Monopolpreise herzlich willkommen" draufpappen und schon mal die Gremien auf gehörige Abbestellungen einschwören...
Auf der einen Seite wird gejammert dass den Bestellern immer weniger Geld zur Verfügung steht, anderseits müssen wieder neue Fahrzeuge beschafft und folglich mit dem wenigen zur Verfügung stehenden Geld bezahlt werden, weil die Anforderungen sich geändert haben. Mit dem derzeitigem Konzept kann leider kein Fahrzeugringtausch durchgeführt werden. Es gibt sicher irgendwo Linien, wo die Hamster noch ganz gut nutzbar wären. Anscheinend steht aber immer noch ausreichend Geld zur Verfügung, sonst würde das Konzept mit dieser Art von Ausschreibungen grundlegend hinterfragt werden.
Das machen viele Aufgabenträger bereits, in dem sie selber die Fahrzeugfinanzierung übernehmen. Wenn man nur einen Anbieter hat, der Zugriff auf Gebrauchtfahrzeuge hat, spart man ńicht unbedingt Geld in der Ausschreibung.
Meier Zwo schrieb:
nikolai schrieb:
stellwerk_wf schrieb:
Matti der Kleine schrieb:
[...]

Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.
Du wohnst wohl auch im Märchen-Wunderland, wo Milch und Honig fließen, was?

Was meinst Du denn, bekämen NASA & Co. bei der von Dir präferierten Vergabelaufzeit für einen Angebotspreis? Dann könnten sie auch quasi gleich den Aufkleber "Monopolpreise herzlich willkommen" draufpappen und schon mal die Gremien auf gehörige Abbestellungen einschwören...
Auf der einen Seite wird gejammert dass den Bestellern immer weniger Geld zur Verfügung steht, anderseits müssen wieder neue Fahrzeuge beschafft und folglich mit dem wenigen zur Verfügung stehenden Geld bezahlt werden, weil die Anforderungen sich geändert haben. Mit dem derzeitigem Konzept kann leider kein Fahrzeugringtausch durchgeführt werden. Es gibt sicher irgendwo Linien, wo die Hamster noch ganz gut nutzbar wären. Anscheinend steht aber immer noch ausreichend Geld zur Verfügung, sonst würde das Konzept mit dieser Art von Ausschreibungen grundlegend hinterfragt werden.
Was ist denn deiner Ansicht nach der Fehler bei einer Ausschreibung, die gemäß Unterlagen die bisherigen Fahrzeuge, durch ein Redesign auf einen zeitgemäßen Zustand gebracht, zulässt? Vielleicht vergleicht DB Regio ja mit der Ausschreibung auch nur welche Kosten bei einem alternativen Konzept mit Neufahrzeugen entstünden?
Das System mit den Ausschreibungsnetzen ist starr und unflexibel. Natürlich ist das System Bahn komplex, vieles lässt sich nicht einfach umsetzen. Mal zwei fiktive Beispiele:

Es gibt Netze mit hohem Fahrgastpotenzial, die große Züge erforderlich machen. In den Tagesrandlagen fahren natürlich dann diese Züge auch und transportieren sehr viel heiße Luft. Oder es sind mehrere Einheiten, die getrennt werden und abends fährt dann nur eine davon. Mit mehreren Einheiten zu fahren hat den finanziellen Nachteil, dass durch die vielen überwiegend nicht benötigten Führerstände nicht unerhebliche Kosten entstehen. Bei der derzeitigen Herangehensweise ist es leider nicht möglich, in Tagesrandlage freie Fahrzeuge mit geringer Kapazität von anderen Netzen zu nutzen.

Auch kaum üblich ist es speziell für die Verkehrsspitzen und als Reserve Altmaterial zu verwenden. Wenn dann gar nichts mehr geht kommen dann unklimatisierte Museumszüge von zB TRI zum Einsatz, obwohl wesentlich modernere und besser geeignete Fahrzeuge abgestellt oder verschrottet sind.

Vielleicht führt ja die zunehmende Finanzknappheit auch dazu,, die derzeitige Herangehensweise zu überdenken.
über die [b
Herstellung, Lieferung, Inbetriebsetzung und Zulassung von bis zu 51 neuen, den[/b]]
anerkannten Regeln der Technik entsprechenden, funktionsfähigen, betriebsbereiten, komplett ausgestatteten, komfortablen und wirtschaftlich einsetzbaren, elektrischen
Triebzügen mit .....

Kriterium: Art: Qualität

🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🫡🤗🤑🤓

Ich brech ab 🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

Gruß, Matthias
Matthias Michaelis schrieb:
über die [b
Herstellung, Lieferung, Inbetriebsetzung und Zulassung von bis zu 51 neuen, den[/b]]
anerkannten Regeln der Technik entsprechenden, funktionsfähigen, betriebsbereiten, komplett ausgestatteten, komfortablen und wirtschaftlich einsetzbaren, elektrischen
Triebzügen mit .....

Kriterium: Art: Qualität

🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🫡🤗🤑🤓

Ich brech ab 🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

Gruß, Matthias
Warum so viele Smileys? Ist ja ätzend.
Meier Zwo schrieb:
nikolai schrieb:
Auf der einen Seite wird gejammert dass den Bestellern immer weniger Geld zur Verfügung steht, anderseits müssen wieder neue Fahrzeuge beschafft und folglich mit dem wenigen zur Verfügung stehenden Geld bezahlt werden, weil die Anforderungen sich geändert haben. Mit dem derzeitigem Konzept kann leider kein Fahrzeugringtausch durchgeführt werden. Es gibt sicher irgendwo Linien, wo die Hamster noch ganz gut nutzbar wären. Anscheinend steht aber immer noch ausreichend Geld zur Verfügung, sonst würde das Konzept mit dieser Art von Ausschreibungen grundlegend hinterfragt werden.
Was ist denn deiner Ansicht nach der Fehler bei einer Ausschreibung, die gemäß Unterlagen die bisherigen Fahrzeuge, durch ein Redesign auf einen zeitgemäßen Zustand gebracht, zulässt? Vielleicht vergleicht DB Regio ja mit der Ausschreibung auch nur welche Kosten bei einem alternativen Konzept mit Neufahrzeugen entstünden?
nikolai schrieb:
Das System mit den Ausschreibungsnetzen ist starr und unflexibel. Natürlich ist das System Bahn komplex, vieles lässt sich nicht einfach umsetzen. Mal zwei fiktive Beispiele: Es gibt Netze mit hohem Fahrgastpotenzial, die große Züge erforderlich machen. In den Tagesrandlagen fahren natürlich dann diese Züge auch und transportieren sehr viel heiße Luft. Oder es sind mehrere Einheiten, die getrennt werden und abends fährt dann nur eine davon. Mit mehreren Einheiten zu fahren hat den finanziellen Nachteil, dass durch die vielen überwiegend nicht benötigten Führerstände nicht unerhebliche Kosten entstehen. Bei der derzeitigen Herangehensweise ist es leider nicht möglich, in Tagesrandlage freie Fahrzeuge mit geringer Kapazität von anderen Netzen zu nutzen.
Die meisten Ausschreibungsnetze haben Linien mit unterschiedlich großen Kapazitätsanforderungen, soweit ich das aus den Unterlagen erkennen kann, auch das "Mitteldeutsche S-Bahnnetz II". Wie daraus ein möglichst wirtschaftliches Angebot gemacht werden kann, ist ja genau Teil des Wettbewerbs.

nikolai schrieb:
Auch kaum üblich ist es speziell für die Verkehrsspitzen und als Reserve Altmaterial zu verwenden. Wenn dann gar nichts mehr geht kommen dann unklimatisierte Museumszüge von zB TRI zum Einsatz, obwohl wesentlich modernere und besser geeignete Fahrzeuge abgestellt oder verschrottet sind.
Hier sehe ich ebenfalls Luft nach oben. Allerdings birgt die Zulassung von Altmaterial als Reserve durchaus Risiken - einerseits die Gefahr, dass die Altzüge dann regelmäßig als Ersatz für die regulären Züge verkehren, da dies trotz Abschlägen für den Betreiber wirtschaftlicher ist. Damit sind dann zum Beispiel dauerhaft nicht barrierefreie Fahrzeuge wie 425 im Einsatz. Andererseits hat natürlich ein Bieter, dem solche Altfahrzeuge zur Verfügung stehen, wirtschaftliche Vorteile.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 14:15.

Die Mär der mangelnden Wirtschaftlichkeit

geschrieben von: Ben.Skye

Datum: 03.08.26 11:45

Hier werden immer wieder steile Thesen verbreitet, wie zum Beispiel, dass es wirtschaftlicher sei Altbaumaterial für Verkehrsspitzen zu verwenden oder Fahrzeuge länger als 15 Jahre zu verwenden:

nikolai schrieb:
Auch kaum üblich ist es speziell für die Verkehrsspitzen und als Reserve Altmaterial zu verwenden. Wenn dann gar nichts mehr geht kommen dann unklimatisierte Museumszüge von zB TRI zum Einsatz, obwohl wesentlich modernere und besser geeignete Fahrzeuge abgestellt oder verschrottet sind.

Vielleicht führt ja die zunehmende Finanzknappheit auch dazu,, die derzeitige Herangehensweise zu überdenken.
Matti der Kleine schrieb:
Zitat:
Eigentlich sollte man sich eher Fragen, warum werden überhaupt neu Fahrzeuge benötigt?
Die Talent 2 haben noch kein hohes Alter. Bis Vertragsende hätte die etwas mehr als 30 Jahre.
Die normale Lebenserwartung von Schienenfahrtzeuge liegt bei 30 Jahre. Im Notfall hätte die Aufgabenträger auch einen Verkehrsvertrag mit kürzer Laufzeit ausschreiben können.

Aber wer oder was sagt euch denn, dass das stimmt? Nur weil es die Bundesbahn so gemacht hat? Nur weil in der Planwirtschaft nicht an Neufahrzeuge zu denken war?

Im PKW-Bereich ist es bei Unternehmen, Autovermietungen oder der Polizei vollkommen normal, Fahrzeuge nach 1, 2 Jahren oder z.B. 30.000 Kilometer abzustoßen. Sie gehen dann in andere Nutzungen über, die weniger hohe Qualitätsanforderungen haben. Vielleicht ist das ja bei solchen Netzen wie hier in Leipzig auch so?

Und vielleicht ist es für eine Werkstatt viel wirtschaftlicher, sich um einen Typ Neufahrzeuge zu kümmern, statt um einen Typ Neufahrzeuge und ein Sammelsurium an Altfahrzeugen. Gerade in einer Situation, wo wir immer noch an allen Ecken und Enden mit Personalknappheit zu kämpfen haben, und gar nicht die Kapazitäten da sind, um sich mit der Komplexität von unterschiedlichen Fahrzeugflotten abzumühen. Genau so machen es ja auch große Metrobetriebe: 1, 2, 3 Fahrzeugtypen, alles was die Ersatzteilversorgung und Ausbildung des Personals erschwert und unflexibel macht fliegt raus; die Verstärker auf der Hamburger U3 werden mit DT5, nicht mit DT3 gefahren.

"Imagine a world" wo der Aufgabenträger sich genau darüber schon mal Gedanken gemacht hat und die Rahmenbedingungen zum Stand heute (nicht unter den Bedingungen des real existierenden Sozialismus oder einer schwerfälligen Bundesbahn, die alle Sonderfälle abbilden konnte, aber sonst nicht viel konnte) ganz genau kennt. Ich habe als Gremienmitglied solcher Organisationen und Betriebe jedenfalls mal nachgefragt, und relativ konkrete Rückmeldungen zum Thema bekommen. Diese Abschätzungen werden also vorgenommen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 11:45.
Wurden beim E-Netz Oberelbe nicht auch Neufahrzeuge ausgeschrieben und dann wurden doch Gebrauchte geboten? Ich nehme mal an, wenn die Angebote der Hersteller teurer sind als Gebrauchte wird man auch hier auf Gebrauchte setzen.

Im MDSB II könnte man zumindest gut auf Gebrauchte setzen, denn zuvor werden in Magdeburg einige Dostos mit 146 frei, die als 4 Wagen Garnituren das Problem mit den zu kurzen Bahnsteigen auf dem RE13 lösen können und Werkstatt und ein Großteil des Zugpersonals sind dann schon auf diese Fahrzeuge ausgebildet. Die freiwerdenden Talent 2 wären dann für Kapazitätserweiterungen auf den anderen Linien gut zu gebrauchen.

In der Zwischenzeit könnte man die Dostos nach entsprechenden Verhandlungen mit dem Auftraggeber schon ab Dezember 2028 einsetzen, um die dringend benötigte Kapazität auf dem RE13 zu bringen und das Redesign der Talent 2 zu ermöglichen.
Ich denke für einen zukunftsfähigen Regionalverkehr werden für dieses Netz auf jeden Fall Neufahrzeuge benötigt. Gerade für den RE 13 wird deutlich mehr Kapazität gebraucht, was durch Siemens Desiro HC oder Stadler Kiss beispielsweise umgesetzt werden könnte.

Für die RB und S-Bahn Linien könnten dann 3- oder 4-teilige Triebwagen, wie z.B. der Mireo, beschafft werden und das Netz wäre zukunftsfähig aufgestellt und die Kapazitäten in den Zügen wären zumindest etwas erhöht worden.

Spannend ist es dann zu sehen welche EVUs sich an der Ausschreibung beteiligen werden (außer DB Regio).
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