DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

Neuigkeiten über Eisenbahnen in Deutschland aus den Bereichen Betriebsgeschehen, Verkehrspolitik, Verkehrsunternehmen, Infrastruktur und Fahrzeugindustrie. Allgemeine Themen und Fragen gehören in das » Allgemeine Forum, Betriebsstörungen in das Forum » Betriebsstörungen.
Neu bei Drehscheibe Online? » Hier registrieren!  Zum Ausprobieren und Üben steht das » Testforum zur Verfügung!
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -
Zur InfraGo Pressemitteilung. Wo bitte sollen "zwei neue Überleitstellen für mehr Flexibilität im Zugverkehr (eine weitere Überleitstelle wurde baulich vorbereitet)" sein ? Es wurde nur 1x neue Üst auf freier Strecke gebaut (Burgthann). Das genannte Weichentrapez bei Parsberg und die Weichenverbindung in Beratzhausen befinden sich im Bahnhofsbereich. Wo soll denn die zweite neue Üst und die dritte, vorbereitete sein ? Im Eingangspost hier bei DSO ist das von H. Nagel schon richtig beschrieben. Aber das ist das Problem übrigens bei ALLEN General-/Korridorsanierungen. Die Präsentationen sind nie auf dem neuesten / letzten Stand. Zu Projektbeginn wird viel geträumt, was man alles machen könnte und dann wird über die Monate hinweg bis zum Baustart kräftig abgespeckt. Siehe Hamburg - Berlin mit den vielen geplanten, aber nicht gebauten Überleitstellen. So scheint mir das hier bei Nürnberg-Regensburg auch zu sein.

Bevor das Gemecker losgeht....

geschrieben von: Cargonaut

Datum: 31.07.26 21:05

...lies doch bitte den Beitrag nochmal genau. Es wurden zwei Maßnahmen konkreter vorgestellt.

Und mal eine Frage von mir als streckenkundiger Tf... wo willst Du denn kürzere Blöcke haben?

Das Gemecker wird wirklich langsam zur Volkskrankheit in diesem Lande.

Grüße

Instagram
[instagram.com]

Und Kay's Knips-Kiste
[www.facebook.com]

Re: Herzlichen Glückwunsch zur Sanierung, ABER...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 31.07.26 21:56

hsimpson schrieb:
Zitat:
def schrieb:
Auch wenn ich als regelmäßiger Wien-Berlin-Pendler durchaus von diesen NBS profitierte - es gibt sicher wichtigere Projekte
Definitiv.
Leider keine ganz triviale Sache - es gibt die Anforderung der Kantenzeit von 30 Minuten - was aber sehr aufwändige Trassierung erzwingt und entsprechend teuer wird. Und dann stellt sich die Frage, wie der Nutzen aussieht...
Leider sagt das Nutzen-Kosten-Verhältnis wenig über die Notwendigkeit oder die Sinnhaftigkeit aus. Es gibt einige Projekte, die spürbar unter 1,0 sind, aber einen wichtigen Nutzen im Netz verbreiten. Zudem gibt es die Thematik der Trennung von SPNV zu SPFV/SGV in Projekten, obwohl diese alle über das gleiche Gleis rollen - was sich aber auch negativ auf die Nutzenbewertung auswirkt.


hsimpson schrieb:
Zitat:
Nürnberg - Regensburg hingegen ist durch den geringen Fernverkehr eine ganz andere Sache. Hier kann noch viel Potential gehoben werden, indem man die bestehende Infrastruktur leistungsfähiger macht. Dazu kommt, dass die ÖBB den internationalen Fernverkehr am liebsten auf die neue Innkreisbahn verlagern möchte.
Die müsste ja erst einmal kommen. Zudem fehlt im Zulauf der Stundentakt der Takttrasse des ICE91.

hsimpson schrieb:
Das geplante dritte Gleis für die S-Bahn Nürnberg und die Viergleisigkeit Regensburg - Obertraubling wird aber auf jeden Fall Entlastung bringen.
Hier die spannende Frage: Wer zahlt es? Über GVFG- oder BSWAG-Mittel?

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Bevor das Gemecker losgeht....

geschrieben von: Jim Knopf vom Niederrhein

Datum: 31.07.26 22:07

Cargonaut schrieb:
...lies doch bitte den Beitrag nochmal genau. Es wurden zwei Maßnahmen konkreter vorgestellt.

Und mal eine Frage von mir als streckenkundiger Tf... wo willst Du denn kürzere Blöcke haben?

Das Gemecker wird wirklich langsam zur Volkskrankheit in diesem Lande.

Grüße
wen meinst du eigentlch ? Dann lies doch bitte erst einmal. Es wurden 3 konkrete Maßnahmen bzgl. Spurplan vorgestellt. Übrigens habe ich nicht von Blöcken gesprochen, sondern von Üst. Soweit zu deiner Streckenkunde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.26 22:09.

Wer ist "wir", eure Majestät?

geschrieben von: Lenoir

Datum: 31.07.26 23:08

ThomasK schrieb:
Wir haben mal eine Finanzanalyse gemacht …

Re: Herzlichen Glückwunsch zur Sanierung, ABER...

geschrieben von: Swikel161

Datum: 01.08.26 00:45

Black Eyed schrieb:
hsimpson schrieb:
Zitat:
def schrieb:
Auch wenn ich als regelmäßiger Wien-Berlin-Pendler durchaus von diesen NBS profitierte - es gibt sicher wichtigere Projekte
Definitiv.
Leider keine ganz triviale Sache - es gibt die Anforderung der Kantenzeit von 30 Minuten - was aber sehr aufwändige Trassierung erzwingt und entsprechend teuer wird. Und dann stellt sich die Frage, wie der Nutzen aussieht...
Leider sagt das Nutzen-Kosten-Verhältnis wenig über die Notwendigkeit oder die Sinnhaftigkeit aus. Es gibt einige Projekte, die spürbar unter 1,0 sind, aber einen wichtigen Nutzen im Netz verbreiten. Zudem gibt es die Thematik der Trennung von SPNV zu SPFV/SGV in Projekten, obwohl diese alle über das gleiche Gleis rollen - was sich aber auch negativ

Als Laie mag ich zu behaupten, das folgende Projekte wichtiger sind: NBS Hamburg - Hannover, Ausbau Kinzigtal und Fulda - Gerstungen inklusive Knoten Fulda , Knoten Frankfurt und Knoten Stuttgart , NBS Nürnberg - Würzburg, Ausbau München - Ingolstadt, NBS Mannheim - Frankfurt und Ausbau Ulm - Augsburg. Über den Westen (NRW undso habe ich wenig bis keine Ahnung).

Re: Herzlichen Glückwunsch zur Sanierung, ABER...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 01.08.26 01:13

Swikel161 schrieb:
Als Laie mag ich zu behaupten, das folgende Projekte wichtiger sind: NBS Hamburg - Hannover, Ausbau Kinzigtal und Fulda - Gerstungen inklusive Knoten Fulda , Knoten Frankfurt und Knoten Stuttgart , NBS Nürnberg - Würzburg, Ausbau München - Ingolstadt, NBS Mannheim - Frankfurt und Ausbau Ulm - Augsburg. Über den Westen (NRW undso habe ich wenig bis keine Ahnung).
Von der Liste würde ich das so einordnen:

ganz wichtig halte ich:
- NBS Hamburg - Hannover
- ABS/NBS Hanau - Fulda
- Knoten Frankfurt
- NBS Frankfurt - Mannheim

Weniger wichtig:
- NBS Fulda - Gerstungen
- Knoten Stuttgart
- NBS Ulm - Augsburg
- NBS Würzburg - Nürnberg

Ganz hinten:
- München - Ingolstadt

Das ein oder andere könnte man noch anpassen...
Wichtig ist halt, dass sich dies nicht im Nutzen-Kosten-Verhältnis zeigt und es damit auch deswegen Unterschiede in der Umsetzungswahrscheinlichkeit geben wird.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Jim Knopf vom Niederrhein schrieb:
Cargonaut schrieb:
...lies doch bitte den Beitrag nochmal genau. Es wurden zwei Maßnahmen konkreter vorgestellt.

Und mal eine Frage von mir als streckenkundiger Tf... wo willst Du denn kürzere Blöcke haben?

Das Gemecker wird wirklich langsam zur Volkskrankheit in diesem Lande.

Grüße
wen meinst du eigentlch ?
Bevor Du Dir über meine Streckenkunde den Kopf zerbrichst, lerne mal bitte mit dem Forum umzugehen. Wechsel in die Baumansicht und man sieht ganz genau, auf welchen Beitrag sich meine Antwort bezieht.

Kopfschüttelnde Grüße

Instagram
[instagram.com]

Und Kay's Knips-Kiste
[www.facebook.com]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 02:10.

Re: Wenn Neubauabschnitt, dann Nürnberg - Neumarkt

geschrieben von: TomyN

Datum: 01.08.26 08:34

F.P. schrieb:
Die Vorlaufzeit für die Planung der Korridorsanierungen müsste eigentlich entsprechend angepasst werden (unabhängig von der Irrsinigkeit der planrechtlichen Aufwände).

Es ist halt eine Sanierung. Und die richtet sich nach dem Zustand/Nutzungszeit des aktuellen Materials. Man könnte sich evtl. mit Langsamfahrstellen etc. noch über einen gewissen Zeitraum retten, aber irgendwann ist eine Schiene halt 'ablegereif'.
An der Bahnstecke Nürnberg - Neuhaus sieht man, was passiert wenn man warten will, bis der Ausbau/Elektrifizierung gleichzeitig möglich wäre...
Cargonaut schrieb:
...lies doch bitte den Beitrag nochmal genau. Es wurden zwei Maßnahmen konkreter vorgestellt.

Und mal eine Frage von mir als streckenkundiger Tf... wo willst Du denn kürzere Blöcke haben?

Das Gemecker wird wirklich langsam zur Volkskrankheit in diesem Lande.

Bevor Du Dir über meine Streckenkunde den Kopf zerbrichst, lerne mal bitte mit dem Forum umzugehen.
Ja, alles gut, immer locker bleiben. Aber beantworte doch einmal die oben gestellten konkreten Fragen nach geplanten/vorbereiteten ÜSt / Überholgleisen. Wo sollen die genau hin ? Kennst du Planungen dazu ? In welcher Leistungsphase sind diese ? Gibt es vielleicht sogar schon Planfeststellungen ? Ich finde dazu nichts konkretes, insofern ist die InfraGo Pressemitteilung zumindest in diesem Punkt ("zwei neue Überleitstellen für mehr Flexibilität im Zugverkehr (eine weitere Überleitstelle wurde baulich vorbereitet)") unklar. Jede General-/Korridorsanierung ist kritisch zu hinterfragen, weil´s um sehr viel Geld geht, das evtl. anderswo im Netz fehlt. Insofern sind alle Fragen zum Spurplan, zu Stellwerken und auch zu Blockverdichtungen keine grundsätzliche Bahnkritik, sondern halt nur ganz einfache Fragen.
Bahnsteig13a schrieb:
Man könnte eher fragen wieso Deutschland sich das teuerste Gesundheitssystem Europas leistet, gleichzeitig aber die geringste Lebenserwartung Westeuropas hat.
Oder warum man sich das teuersten Sozialsystem Europas leistet, wo sogar die skandinavischen Länder mehr Gegenleistung dafür verlangen. Würde es da französisches Niveau nicht auch tun?
Ein großer Brocken im Gesundheitssystem ist die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (ob indirekt wenn von den Arbeitgebern übernommen oder direkt von den Krankenkassen). Die ersten sechs Wochen 100% des Lohns vom Arbeitgeber, danach bis 1,5 Jahre 70% des Bruttogehalts von den Krankenkassen. Diese Dauer bezieht sich auf eine Krankheit, wenn man an etwas anderem erkrankt, wird die Uhr wieder auf Null zurückgesetzt.

In Frankreich gibt es erste einmal drei bzw. sieben Tage Karenzzeit (d.h. keine Lohnfortzahlung), danach 50 bzw. 90% für 30 Tage, danach 66,7% für weitere 30 Tage, danach 50%. Es gibt hier überlappende Regelungen und diese Leistungen werden erst nach einer gewissen Betriebszugehörigkeit bzw. Arbeitsleistung ausgezahlt.

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist sicher der Gesundheit förderlich, die Frage ist ob man durch eine etwas reduzierte Lohnfortzahlung mit dem eingesparten Geld nicht an anderer Stelle mehr für die Gesundheit erreichen könnte.
Ich ergänze noch die Hitachi PI zu dem Thema, sie enthält noch einige Aspekte der Arbeiten.

31. Juli 2026

Stärkung der europäischen Rhein–Donau-Verkehrsachse: Hitachi Rail bringt neue Leit- und Sicherungstechnik auf die Strecke Nürnberg–Regensburg
Germany


Ditzingen, 31. Juli 2026 – Nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten ist die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg heute wieder vollständig für den Zugverkehr freigegeben worden. Ab 1. August fahren wieder alle Züge im Regelbetrieb. Hitachi Rail hat als Projektpartner einen wesentlichen Beitrag zur technologischen Erneuerung des stark frequentierten Streckenabschnitts geleistet.

Die Strecke ist Teil der europäischen Verkehrsachse Rhein–Donau und zählt zu den wichtigsten Bahnverbindungen in Bayern sowie im grenzüberschreitenden Verkehr nach Österreich. Sie ist Bestandteil der bis 2036 über 40 geplanten Korridorsanierungen der Deutschen Bahn, die auf eine nachhaltige Steigerung von Leistungsfähigkeit und Qualität der Infrastruktur abzielt.

Für Fahrgäste entlang der Strecke werden sich die Verbesserungen vor allem indirekt bemerkbar machen: Die implementierte Leit- und Sicherungstechnik schafft die Grundlage für einen zuverlässigeren Betrieb. Das zeigt sich in höherer Pünktlichkeit, besser planbaren Anschlüssen und mehr Verlässlichkeit im täglichen Bahnverkehr.
Zu den von Hitachi Rail realisierten Maßnahmen zählen:

- die Hochrüstung von acht bestehenden elektronischen Stellwerken
- die Erneuerung des Achszählsystems als ETCS‑ready Lösung
- die Migration des Leit- und Bediensystems im Steuerbezirk München mit der Unterzentrale Neumarkt
- sowie signaltechnische Anpassungen entlang der Strecke.

Die Umsetzung erfolgte innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums von knapp sechs Monaten. Die neue Technik ermöglicht künftig eine stabilere Betriebsführung, höhere Kapazität und mehr Flexibilität im Streckenbetrieb – zentrale Voraussetzungen für einen zuverlässigen Bahnverkehr auf dieser stark belasteten Achse.

"Mit der Inbetriebnahme sind die Voraussetzungen geschaffen, um den Bahnbetrieb auf diesem Abschnitt künftig stabiler und flexibler zu gestalten. Unsere Leit- und Sicherungstechnik spielt dabei eine zentrale Rolle und bildet zugleich die Basis für zukünftige Upgrades wie ETCS. Entscheidend für den Projekterfolg war dabei die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit DB InfraGO“, sagt Hannes Beck, Projektleiter bei Hitachi Rail.

"Die Inbetriebnahme des größten Sanierungsvorhabens der jüngeren bayerischen Eisenbahngeschichte zeigt, was durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit erreicht werden kann. Gemeinsam mit Hitachi Rail und allen weiteren Projektbeteiligten ist es gelungen, die anspruchsvollen Aufgaben erfolgreich umzusetzen. Für dieses partnerschaftliche Miteinander danke ich allen Beteiligten“, so Lucas Griep, Projektleiter Korridorsanierung Nürnberg – Regensburg der DB InfraGO.

Hitachi Rail ist auch in die Arbeiten des angrenzenden Korridors eingebunden: Im Juni 2026 hat die DB InfraGO die Arbeiten im Abschnitt Obertraubling–Passau gestartet. Auch dort bringt das Unternehmen seine Expertise in der Leit- und Sicherungstechnik ein und trägt zur schrittweisen Erneuerung dieser zentralen Verkehrsachse bei.

Mit dem Projekt unterstreicht das Unternehmen seine Rolle als Technologiepartner für die Weiterentwicklung komplexer Bestandsinfrastruktur. Ziel ist es, bestehende Netze mit digitalen Lösungen zukunftsfähig auszubauen und so die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs nachhaltig zu stärken.
Die umfassende Sanierung und Modernisierung der Strecke Nürnberg–Regensburg leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des deutschen Hochleistungsnetzes und stärkt die Bahn als Rückgrat klimafreundlicher Mobilität sowie als zentrale Verbindung zwischen nationalen und europäischen Wirtschaftsräumen.
Black Eyed schrieb:
Von der Liste würde ich das so einordnen:

ganz wichtig halte ich:
- NBS Hamburg - Hannover
- ABS/NBS Hanau - Fulda
- Knoten Frankfurt
- NBS Frankfurt - Mannheim

...
- Berlin Ostbahn wurde letztens erst genannt
- Erzgebirgstunnel! (Dresden - Prag)
oder verallgemeinert: Die Anbindung unserer östlichen Nachbarländer CZ/PL ist grottig im Vergleich mit F/B/NL, beginnend bei vergleichsweise simplen Elektrifizierungen auf Strecken ohne Tunnelabschnitte.

- Brenner-Nordzulauf! (München - Rosenheim - Kufstein)

(im Nordwesten kenne ich mich wie Swikel auch nicht gut aus)

Ansonsten: Ja, das dafür fehlende Geld für diese wirklich wichtigen Strecken wird leider u.a. gerade in den südlichen Landeshauptstädten vergraben (oder in Beton "eingebunkert"?!) und benötigte Baukapazitäten sind dort gebunden.

Viele Grüße,

Auch eine Nicht-"Vollbahn" kann voll sein, und eine "Kleinbahn" nicht klein ;-)
trambahngondoliere

[OT] Sozialversicherung

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 01.08.26 14:10

Manu Chao schrieb:
Bahnsteig13a schrieb:
Man könnte eher fragen wieso Deutschland sich das teuerste Gesundheitssystem Europas leistet, gleichzeitig aber die geringste Lebenserwartung Westeuropas hat.
Oder warum man sich das teuersten Sozialsystem Europas leistet, wo sogar die skandinavischen Länder mehr Gegenleistung dafür verlangen. Würde es da französisches Niveau nicht auch tun?
Ein großer Brocken im Gesundheitssystem ist die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (ob indirekt wenn von den Arbeitgebern übernommen oder direkt von den Krankenkassen). Die ersten sechs Wochen 100% des Lohns vom Arbeitgeber, danach bis 1,5 Jahre 70% des Bruttogehalts von den Krankenkassen. Diese Dauer bezieht sich auf eine Krankheit, wenn man an etwas anderem erkrankt, wird die Uhr wieder auf Null zurückgesetzt.

In Frankreich gibt es erste einmal drei bzw. sieben Tage Karenzzeit (d.h. keine Lohnfortzahlung), danach 50 bzw. 90% für 30 Tage, danach 66,7% für weitere 30 Tage, danach 50%. Es gibt hier überlappende Regelungen und diese Leistungen werden erst nach einer gewissen Betriebszugehörigkeit bzw. Arbeitsleistung ausgezahlt.

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist sicher der Gesundheit förderlich, die Frage ist ob man durch eine etwas reduzierte Lohnfortzahlung mit dem eingesparten Geld nicht an anderer Stelle mehr für die Gesundheit erreichen könnte.
Was mich immer etwas stört an der Einführung von x Karenztagen: wer z.B. erkältet ist und einen Tag zu Hause bleibt, um am nächsten Tag wieder zu 100% einsatzfähig zu sein und nicht alle anzustecken, wird bestraft im Vergleich zu dem, der einfach arbeiten geht, vmtl. nicht 100% bringen kann, auch mehrere Tage lang nicht (weil nicht auskuriert) und dann noch den halben Betrieb ansteckt.
Die Kosten dafür sind dann am Ende vielleicht sogar noch höher.
Und der andere Punkt: Frauen, die häufig einen oder zwei Tage Regelschmerzen haben, werden damit ebenfalls nochmal extra bestraft.

Auch so ein Fall sind die drei Tage ohne Attest, wenn nichts anderes geregelt ist. Gerade aus der Wirtschaft gibt es laute Stimmen dagegen. Am Ende treibt das die Kosten der KK aber in die Höhe, wenn Leute mit einem Schnupfen zum Arzt gehen müssen, der dann natürlich die Leistung mit der KK verrechnet, anstatt einfach 3 Tage zu Hause zu bleiben. Fairer wäre eine Regel, daß Betriebe das fordern können, dann aber die Kosten für die Atteste selbst übernehmen müssen.

Übrigens gibt es auch jetzt schon die Möglichkeit, in begründeten Fällen von allgemeinen Regelungen abzuweichen: wenn man grundsätzlich erst ab em 4. Tag ein Attest verlangt, kann man bei Verdachtsfällen (die angeblich ständig vorkommenden Leute, die nach bestimmten Ereignissen krank sind) dennoch ein Attest ab dem 1. Tag verlangen, ohne daß dies für andere Arbeitnehmer gelten muß – ggf. ist das über Tarifvertrag und/oder Betriebsvereinbarung zu regeln.

--

Noch ein anderer Aspekt: Es wird viel über die Einbeziehung der Beamten in die Rentenversicherung gesprochen. Für die öffentliche Hand wäre das für viele Jahre eine massive Doppelbelastung und am Ende vmtl. sogar teurer als das jetzige System – die laufenden Kosten würden massiv steigen, denn Angestellte mit gleichem Bruttolohn kosten den Staat viel mehr als Beamte! Die Folge wäre also, daß die Ausgaben für Personal im öD signifikant steigen würden, ohne daß davon mehr Leute im öD arbeiten!
Beispiel: Angestellte EG 9a, Stufe 3 (TV-H, ohne Kirchensteuer, Vollzeit mit Familienzuschlag, ein Kind) sind 2.510,73€ netto im Monat. Das Arbeitnehmerbrutto sind 3.973,70€, das Arbeitgeberbrutto 5.254,43€.
Beamte A9*, Stufe 2 (Hessen, wie vor) sind 3.444,68€ netto abzüglich der Krankenversicherung von ca. 300–400€ = ca. 3.000€). Das AN-Brutto sind 4.193€, das AG-Brutto ebenfalls 4.193€, da keine weiteren Ausgaben anfallen. Selbst, wenn man jetzt noch rechnerisch eine Rücklage von 400€ pro Monat für Krankheiten und späteren Pensionen anrechnen würde, wäre der Beamte, trotz höheren Nettobezuges, für die öffentliche Hand über 600€ im Monate billiger.

Viel interessanter wäre es hier m.E. die Aufnahme der Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung vorzunehmen. Das ist ein geringerer Schritt als die Frage der Rentenversicherung und würde den KK wirklich Geld bringen. Für die Beamten würde es relativ wenig Unterschied machen: die GKV im Beispiel liegt bei ca. 350€.
Im Moment geht praktisch kein Beamter in die GKV, auch wenn das möglich wäre, weil nämlich die Beihilfe praktisch entfällt und man dann nicht die 350€ AN-Anteil zahlen darf, sondern die komplette KV von 700€ – bei manchen Dienstherrinnen gibt es zwar Zulagen für diesen Fall, die aber nicht alles abdecken – man steht also fast immer schlechter da.
Wenn nun Beamte grundsätzlich auch in der GKV wären – mit geteilten Zahlungen –, wäre es für sie keine massive Verschlechterung, die öffentliche Hand wäre zwar mehr belastet, aber nicht so extrem wie bei einer vollen Berücksichtigung als Angesteller.

Die Umsetzung hier dürfte einfacher sein als bei der Rente; sie würde den gesetzlichen KK aber einiges an Einnahmen bescheren, die dann wiederum niedrigere Zuschüsse und/oder Beiträge bedeuten würden. Wenn man die dann auf die Rentenzahlungen umschichtet, ist mit gleicher Höhe an Sozialabgaben wie jetzt (oder sogar weniger) ein gleiches Niveau erhalten.

* nota bene: die Eingruppierungsvoraussetzungen sind hier ggf. andere!

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit
Jim Knopf vom Niederrhein schrieb:
Cargonaut schrieb:
...lies doch bitte den Beitrag nochmal genau. Es wurden zwei Maßnahmen konkreter vorgestellt.

Und mal eine Frage von mir als streckenkundiger Tf... wo willst Du denn kürzere Blöcke haben?

Das Gemecker wird wirklich langsam zur Volkskrankheit in diesem Lande.

Bevor Du Dir über meine Streckenkunde den Kopf zerbrichst, lerne mal bitte mit dem Forum umzugehen.
Ja, alles gut, immer locker bleiben. Aber beantworte doch einmal die oben gestellten konkreten Fragen nach geplanten/vorbereiteten ÜSt / Überholgleisen. Wo sollen die genau hin ? Kennst du Planungen dazu ? In welcher Leistungsphase sind diese ? Gibt es vielleicht sogar schon Planfeststellungen ? Ich finde dazu nichts konkretes, insofern ist die InfraGo Pressemitteilung zumindest in diesem Punkt ("zwei neue Überleitstellen für mehr Flexibilität im Zugverkehr (eine weitere Überleitstelle wurde baulich vorbereitet)") unklar. Jede General-/Korridorsanierung ist kritisch zu hinterfragen, weil´s um sehr viel Geld geht, das evtl. anderswo im Netz fehlt. Insofern sind alle Fragen zum Spurplan, zu Stellwerken und auch zu Blockverdichtungen keine grundsätzliche Bahnkritik, sondern halt nur ganz einfache Fragen.
Was da alles noch dazu kommt, weiß ich nicht. Mein INteresse dahingeghend ist auch nicht wirklich vorhanden, dass irgendwo zu suchen. Mir ging es nur um das grundlose Gemeckere und eine völlig sinnfreie Forderung von Verdichtung von Blöcken.

Grüße

Instagram
[instagram.com]

Und Kay's Knips-Kiste
[www.facebook.com]

Re: Bevor das Gemecker losgeht....

geschrieben von: Dieter Mäurer

Datum: 01.08.26 17:55

hallo Cargonaut,

Meckern ist nicht nur eine Volkskrankheit geworden, auf DSO ist es LEIDER bei gefühlt 80 % aller Beiträge der Inhalt.

Nette Grüße aus Stuttgart

Dieter Mäurer

Re: Bevor das Gemecker losgeht....

geschrieben von: Ziggy

Datum: 01.08.26 18:08

Dieter Mäurer schrieb:
hallo Cargonaut,

Meckern ist nicht nur eine Volkskrankheit geworden, auf DSO ist es LEIDER bei gefühlt 80 % aller Beiträge der Inhalt.

Nette Grüße aus Stuttgart

Dieter Mäurer
👍
Guten Tag Herr Dr. Nagl,

erst mal Danke für Ihre Informationen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass Sie in diesem Medium weiterhin Informationen einbringen, wenn man sieht, welche Reaktionen Sie fast schon einhundertprozentig damit auslösen. Lange Zeit habe ich vermutet, Sie hätten Schultern so breit wie ein Elefant, aktuelle Bilder zeigen Sie jedoch schlank und rank. Machen Sie bitte trotz aller Widrigkeiten weiter, es gibt auch DSO-Teilnehmer, die Ihre Infos schätzen.

Ich beleuchte mal die aktuelle, leider DSO-typische Entwicklung:

Das Ende der Korridor-Sanierung wird in Wort und Bild vorgestellt

Der erste Beitrag dazu fordert zusätzliche Überholgleise, Bahnsteiggleise, Weichenverbindungen und kürzere Blöcke/Signalabstände.

Der 6. Beitrag fordert gleich zwei Neubaustrecken. Da hat die aktuelle Hitze wohl ihren Tribut gefordert.

Ein weiterer Beitrag fordert die Abschaffung der Planfeststellungsverfahren. Ob der User wohl auch so reden würde, wenn er von einem Bauprojekt persönlich betroffen wäre?

Der 18. Beitrag beschäftigt sich dann mit unserem Gesundheitswesen. Echt eisenbahnbezogen. Vermutlich ebenfalls der Hitze geschuldet.


Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Vernünftig denkenden Menschen ist durchaus bewusst, dass man jahrzehntelange Fehler nicht in 2 Jahren beseitigen kann. Meckern, Jammern und Fordern ist leider eine deutsche Tugend geworden.

Nette Grüße aus Stuttgart

Dieter Mäurer

Re: Herzlichen Glückwunsch zur Sanierung, ABER...

geschrieben von: Strizie

Datum: 01.08.26 22:22

Black Eyed schrieb:
Von der Liste würde ich das so einordnen:

ganz wichtig halte ich:
- NBS Hamburg - Hannover
- ABS/NBS Hanau - Fulda
- Knoten Frankfurt
- NBS Frankfurt - Mannheim

Weniger wichtig:
- NBS Fulda - Gerstungen
- Knoten Stuttgart
- NBS Ulm - Augsburg
- NBS Würzburg - Nürnberg

Ganz hinten:
- München - Ingolstadt
Mir fehlt da noch eine Sache, wobei das Projekt wohl noch nicht soweit gediehen ist nämlich zumindest eine kurze NBS von Seelze bis in Höhe Rehren und anschließendem viergleisigen Ausbau bis Bückeburg.
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -
Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
(c) 2026 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.