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Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: Rook

Datum: 30.07.26 01:54

Hallo

aktuell aus der Presse:

Die Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt - der erste Gewinn seit sieben Jahren.

Auch die Zahl der Fahrgäste stieg demnach deutlich.


[www.tagesschau.de]

Viele Grüße
Rook




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 02:05.

Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: Turner

Datum: 30.07.26 05:40

[www.n-tv.de]

Scheinbar ist nicht immer alles so schlecht, wie es von Sven's, Gastronomie's & Co. in DSO immer wieder so hochbeschworen wird!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 05:51.

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 30.07.26 06:29

Scheinbar oder sogar anscheinend?

.

Ebit bei 297 Millionen Euro

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 06:41

Zitat
Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag bei plus 297 Millionen Euro.
https://www.boerse.de/nachrichten/Deutsche-Bahn-legt-Halbjahresbilanz-vor/38486499

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: LIW

Datum: 30.07.26 08:13

Was sind das denn für Taschenspielertricks und wie soll die Bahn überhaupt "Gewinn" machen können? Die Bahn bringt der Volkswirtschaft insgesamt was, ist aber natürlich ein Zuschussgeschäft. Oder man klammert die ganzen Kosten in irgendwelche separaten Gefilde aus, Bad Bahn oder so?

Ich bin gegen diese Augenwischerei und auch dieses blöde Jubeln und Untergangsgetue im Wechsel. Aber das ist die moderne, "motivierende" Wirtchaftskommunikation.
Das schmälert nicht die Leistungen der Bahn, aber man muss auch sagen, die Fahrpreise sind oft reiner Wucher, gepaart mit irgendwelchen Sonderaktionen zum Ramschpreis. Das ist eher keine kaufmännisch sinnvolle Linie und die scheint ja mit dem "Gewinn" behauptet zu werden. Der Güterverkehr profitiert natürlich von den Dringlichkeitstransporten, aber in der Fläche gibt man ihn ja weitgehend auf und hat die Kunden verloren. Die Bahn ist nicht über den Berg.
Beim stillen Studieren dieser Sätze musste ich mich zwangsläufig fragen: Was bin ich lesend?

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: Plutone

Datum: 30.07.26 08:42

Turner schrieb:
[www.n-tv.de]

Scheinbar ist nicht immer alles so schlecht, wie es von Sven's, Gastronomie's & Co. in DSO immer wieder so hochbeschworen wird!
Also wenn man mit dieser Betriebsqualität immer noch Gewinne machen kann, scheint schon vieles im argen zu liegen.
Zum Beispiel: Auch die Autobahnen sind überlastet und marode, die Innenstädte der meisten Groß- und mittlerweile auch Kleinstädte sind völlig überrannt, weil auch im ÖPNV überall das Geld fehlt oder für andere Sachen ausgegeben wird (z.B. Wirtschaftsförderung, die im Grunde so aussieht, dass man Großunternehmen Geld gibt, damit sie trotz schlechter Anbindung in die Stadt kommen, statt sie mit ner selbst eingerichteten guten Anbindung zu locken). Und durch das Billig-Ticket "Deutschland-Ticket" hat man sich die Züge natürlich in Nahverkehr auch mit vielen Freizeit-Fahrgästen vollgemacht, während die Pendlerzahlen eigentlich dramatisch zurückgehen (Stichwort Zuverlässigkeit). Das D-Ticket übertüncht dabei politisch fein, dass wir eigentlich immer noch tief in einer Krise stecken. Wenn die Früh-HVZ kaum noch existiert, aber sich das Land hinstellt und freut, man habe die Vor-Corona-Fg-Zahlen fast wieder erreicht (durch D-Ticket, viel Freizeitverkehr und trotz Homeoffice), ist das halt real trotzdem alles Schönfärberei.

Im Gegenteil: man sollte sich mal vor Augen halten, welches Bahn-Potenzial man in den Wind geschossen hat, weil die DB in der Zeit des Verkehrswende-Ansatzes (ca. 2016-Corona) bis heute komplett quer im Stall stand, vor allem infrastrukturell, aber auch in der Umsetzung von Mehrleistungen im Nahverkehr.

Die Bahn könnte schon mehr sein, als der Notnagel oder das "kleinere Übel" gegenüber Staus und Verkehrsinfarkt in den Ballungsräumen mittlerweile auch auf der Straße.
LIW schrieb:
Was sind das denn für Taschenspielertricks und wie soll die Bahn überhaupt "Gewinn" machen können? Die Bahn bringt der Volkswirtschaft insgesamt was, ist aber natürlich ein Zuschussgeschäft. Oder man klammert die ganzen Kosten in irgendwelche separaten Gefilde aus, Bad Bahn oder so?

Ich bin gegen diese Augenwischerei und auch dieses blöde Jubeln und Untergangsgetue im Wechsel. Aber das ist die moderne, "motivierende" Wirtchaftskommunikation.
Das schmälert nicht die Leistungen der Bahn, aber man muss auch sagen, die Fahrpreise sind oft reiner Wucher, gepaart mit irgendwelchen Sonderaktionen zum Ramschpreis. Das ist eher keine kaufmännisch sinnvolle Linie und die scheint ja mit dem "Gewinn" behauptet zu werden. Der Güterverkehr profitiert natürlich von den Dringlichkeitstransporten, aber in der Fläche gibt man ihn ja weitgehend auf und hat die Kunden verloren. Die Bahn ist nicht über den Berg.
Vor allem, wenn man sich überlegt, wie die DB als Infrastrukturbetreiber alles ihrem Fernverkehr zu Füßen legt, die komplette Disposition auf ihren Fernverkehr ausrichtet, um diesen zumindest in der 6-Min-Pünktlichkeit über 50% zu halten, während das Netz völlig vor die Hunde geht und mit Milliarden subventioniert werden muss und die DB als Konzern wie ein schwarzes Loch wirkt aufgrund ihrer AG-Struktur.
Und das alles, um in genau einem Teilbereich Fernverkehr jetzt einen vergleichsweise kleinen Gewinn "verkaufen" zu können, den sie eigentlich vor allem dem Verkehrsinfarkt auf der Straße und hohen Spritpreisen zu verdanken hat.

Wenn die Auto-Industrie die E-Mobilität nicht so verpennt und ausgebremst hätte, wäre der Gewinn vmtl. schon dahin gewesen.
Man könnte es aber auch für eine clevere Strategie halten: Man treibt die Leute im Nahverkehr alle in den PKW-Verkehr, um die Straßen dicht zu machen, damit der Fernverkehr freie Fahrt hat und wie eine Lösung wirkt.

Ich denke aber nicht, dass die DB eine verkehrliche Strategie hat. Sobald man da in den Strategie-Bereich kommt, geht es nur noch ziemlich direkt um Geld, Geld, Geld...
Vor wenigen Jahren hat man noch mit den SPNV-AT gemeinsam Baustellen geplant, damit so wenig Züge wie möglich ausfallen, weil man auch mit Trassen und teils Fahrgeldeinnahmen Geld verdient hat.

Heute sperrt man ohne großartig zu bauen und das Geld scheint ja trotzdem zu fließen.

Und solang für die Bahn in diesem jämmerlichen Zustand irgendwas gut ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um professionell organisiertes Marketing handelt, nicht um "Erfolge" im Sinne von Erfolg.
Ich verlagere Kosten in Kredite, erhöhe die "open end" Gesamtschulden und weise Gewinne von 2 ct pro Umsatzeuro aus. Das ist wie bei Lidl. Zusätzlich gab es für Ausgaben noch Mrd investzuschüsse des Bundes als geschenktes Geld, das nicht abgeschrieben wird, aber zukünftig gewartet werden muss.

Cargo hat kolpotiert große Verlusten, die andere Sparten ausgleichen müssen. Oder sind alle Kosten schon in den letzten einmalig negativ bilanziert, damit es in den Folgejahren schöner aussieht.
Der Gesamtumsatz müßte nach Schenker Verkauf rd 10 Mrd bzw 30% geringer ausfallen als in Vorjahren.
Die Gesamtpünktlichkeitsquote liegt bei 80%, nachdem das ZDR DB mit Belgien und 85% auf alle Zugarten verglichen hat, hat DB und Schnieder plötzlich deren Gesamtpünktlichkeitsquote entdeckt, und bis heute nicht die PÜnktlichkeitsmessung eines jeden Halts an Bahnhöfen verstanden und nicht des Zuges im gesamten.
ingo st. schrieb:
Cargo hat kolpotiert große Verlusten, die andere Sparten ausgleichen müssen.
Oder sind alle Kosten schon in den letzten einmalig negativ bilanziert, damit es in den Folgejahren schöner aussieht.
Gem. Auflagen der EU wurde
Zitat
Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DB AG und der DB Cargo AG wurde zum 31. Dezem­ber 2024 gekündigt
2. Letztes Jahr hat man mit der Sonderabschreibung für DB FV in Mrd.-Höhe die Grundlage geschaffen dieses Jahre "nette" Zahlen ausweisen zu können...

Mission accomplished

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 09:15

Deine Wortmeldung ist doch ein guter Indikator, daß Pallas Strategie, gleich zu Beginn ihrer Amtsschaft eine große finanzielle Grausamkeit zu vollziehen, indem die 2025er tief in die Unternehmensfarbe – rot – getüncht wird.

Was niemand weiß, auch Palla und ihre Palladine (kl. Wortspiel) nicht, ist wie die Zukunft aussehen wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 09:59.

Re: Mission accomplished

geschrieben von: TranelG

Datum: 30.07.26 09:27

Wenn ich als Betriebswirt die Kommentare hier lese, dann wird mir schlecht.

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: bauigel

Datum: 30.07.26 09:28

Plutone schrieb:
Zitat:
Also wenn man mit dieser Betriebsqualität immer noch Gewinne machen kann, scheint schon vieles im argen zu liegen.
Ich halte deinen Beitrag generell für unglücklich formuliert - insbesondere den hervorgehobenen Bereich. Wir sprechen hier von einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung - während du in deinen Beitrag schleichend zu volkswirtschaftlichen Betrachtung wechselst. Ich gehe im Übrigen nicht davon aus, dass den höheren Kosten für eine spürbare Erhöhung der Betriebsqualität entsprechend höhere Einnahmen gegenüberstehen würden.

Oder neudeutsch: You get what you pay for...

Re: Bei der Performance gewagt

geschrieben von: Bahnsteig13a

Datum: 30.07.26 09:29

Turner schrieb:
[www.n-tv.de]

Scheinbar ist nicht immer alles so schlecht, wie es von Sven's, Gastronomie's & Co. in DSO immer wieder so hochbeschworen wird!
Absolut. Dieser Gewinn steht dafür dass alles perfekt ist, was jammert ihr oder?
Jetzt sind alle Probleme im Netz, der katastrophale Zustand der Infrastruktur, die miese Performance und die Feststellung dass man keine Besserung merkt, wie weggefegt.

Wenn man also mal wieder an wegen La-Stellen übersäten Strecken zu spät ist, Anschlüsse verpasst und Kreuzungen mangels ausreichend Kreuzungsgleisen die Probleme durch den ganzen Tag ziehen, kann man sich mit deinen Worten trösten.
Da springst du an den Bahnsteig und rufst den Leuten die ihren Anschluss verpasst haben, vielleicht schon den zweiten der Reisekette zu: "Alles nicht schlimm, der Komzern macht Gewinn, was jammert ihr,"
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
DEAL - mein Unwort des Jahrzehnts

Re: Bei der Performance gewagt

geschrieben von: Turner

Datum: 30.07.26 10:10

Bahnsteig13a schrieb:
Da springst du an den Bahnsteig und rufst den Leuten die ihren Anschluss verpasst haben, vielleicht schon den zweiten der Reisekette zu: "Alles nicht schlimm, der Komzern macht Gewinn, was jammert ihr,"
In meinem Alter werde ich nicht mehr springen, außerdem hat das eine nicht mit dem anderen zu tun!! Hast du leider nicht erkannt.

Und ja, ich kenne die Bahn noch aus anderen und besseren Zeiten als Deutsche Bundesbahn.
Die war besser? Nein, es gab auch Probleme, die aber nicht von Eisenbahnfans plattgetreten wurden und auch das Internet gab es noch nicht, wo jeder rumposaunen konnte.

Wer kennt den Spruch nicht, "ist das Glas halb voll oder halb leer?"

In unserem Verkehrsbetrieb läuft auch nicht mehr alles rund, in anderen auch nicht, man kennt sich untereinander.

Warum, weil die Politik Anfang der Neunziger alles umbauen wollte und verändert hat im öffentlichen Dienst und bei der DB!

HEUTE erntet man das, was damals gesät wurde! Und die damaligen Stimmen, die vor zu viel Einsparungen gewarnt hatten, die wurden damals mundtot gemacht!

Daher, es sind weder die DB noch Verkehrsbetriebe selber die Blockierer, dass kam/kommt von anderen Seiten her, so wie das jetzt läuft - oder auch nicht läuft.

Das wird auch gerne übersehen von Bahnfans und anders dargestellt, weil sie Negativdarstellung rauf und runter und ständig offenbar chic finden.

Die Probleme sind den Verantwortlichen der Betrieben sehr wohl bekannt, leider lässt sich manchmal nicht gegensteuern, weil wieder blockiert wird!

Der neue Verkehrsminister wirds schon richten... falls nicht, wird er auch gechasst und beschimpft werden. Das ist ja so der neue Umgang miteinander.
Rook schrieb:
Die Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt - der erste Gewinn seit sieben Jahren.

Auch die Zahl der Fahrgäste stieg demnach deutlich.
Hört sich erst mal gut an. Wie der Artikel aber selber sagt, ist der Grund für den Anstieg der Fahrgäste wohl in erster Linie eine Kombination aus Corona-Erholung und hohen Spritpreisen. Wahrscheinlich kommt noch hinzu, dass gerade wenig Fahrzeugbestellungen anstehen. Das sagt leider wenig darüber aus, ob man bei der Bahn auf einem Richtigen Weg ist und ob diese Entwicklung nachhaltig ist.

DB Cargo: operatives Ergebnis - 1 Mio EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:05

Zitat
DB Cargo verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 erneut Rückgänge bei Transportleistung und Umsatz. Dazu trug die anhaltend schwache Nachfrage der Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie bei. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 96 Millionen Euro. Mit einem Minus von 1 Million Euro ist die schwarze Null zum Greifen nahe. DB Cargo setzt Schritt für Schritt den harten Sanierungsplan um, auch um Vorgaben der EU-Kommission zu erfüllen.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-Ergebnis-nach-Steuern-erstmals-seit-2019-mit-147-Millionen-Euro-wieder-positiv-13986680



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:07.

DB InfraGO: operatives Ergebnis - 66 Mio. EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:06

Zitat
Die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO hat das erste Halbjahr 2026 mit einem operativen Ergebnis von minus 66 Millionen Euro abgeschlossen.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-Ergebnis-nach-Steuern-erstmals-seit-2019-mit-147-Millionen-Euro-wieder-positiv-13986680

DB Fernverkehr: operatives Ergebnis 148 Mio EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:08

Zitat
Der Fernverkehr hat seinen Sanierungskurs fortgesetzt. Beim operativen Ergebnis schrieb DB Fernverkehr mit plus 148 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen

[www.deutschebahn.com]

DB Regio operatives Ergebnis: 89 Mio EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:09

Zitat
DB Regio hat sich mit einem positiven operativen Ergebnis von 89 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2026 weiter stabil entwickelt. Vor allem auf Pendlerstrecken stieg die Nachfrage, weil Berufstätige wegen der hohen Spritpreise vom Auto zum Zug wechselten. Die Umsätze wuchsen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um insgesamt 4 Prozent.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-Ergebnis-nach-Steuern-erstmals-seit-2019-mit-147-Millionen-Euro-wieder-positiv-13986680

Tricksen und Täuschen. Fahrgäste wie "Stakeholder"

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 11:35

Zitat:
Umsatz (+ 2,6 % /+ 78 Mio. €): Anstieg gegenüber dem
ersten Halbjahr 2025. Das reduzierte Fahrplanangebot
wurde durch höhere Preise, gestiegene Auslastung und
gestiegene Sitzplatzreservierungen infolge erhöhter Nachfrage
überkompensiert.

Sonstige betriebliche Erträge (+ 16,6 % /+ 45 Mio. €):
deutlicher Anstieg v. a. aufgrund höherer Erträge aus Fahrzeugverkäufen.
Gegenläufig wirkten niedrigere erhaltene
infrastrukturbedingte Schadenersatzzahlungen.

Materialaufwand (– 3,3 % /– 59 Mio. €): Rückgang, im
Wesentlichen infolge der Entwicklung der Aufwendungen
für die Infrastrukturnutzung aufgrund eines geringeren
Fahrplanangebots, u. a. durch ein erhöhtes Baugeschehen
sowie Preisabsenkungen.

Abschreibungen (– 9,4 % /– 28 Mio. €): deutlicher Rückgang,
resultierend aus einer im Dezember 2025 aufgrund
von Wertminderung vorgenommenen Wertberichtigung
des Anlagevermögens, v. a. auf Schienenfahrzeuge. Gegenläufig
wirkten höhere Abschreibungen infolge des Zulaufs
neuer Fahrzeuge.


Sag ich doch: In der 2025er Bilanz ein Blutbad angerichtet, damit es – kurzfristig! – besser aussieht.

Weiters:
Die Investitionen stiegen deutlich, insbesondere aufgrund
von Investitionen in die Fahrzeugflotte (u. a. durch die Abnahme
neuer ICE-3neo- und ICE-L-Züge) sowie in den Neubau
des Werks Dortmund-Hafen.


Und damit werden auch – Nachtigal, ick hör' dir trapsen! – die Zahlen der Zukunft eine Herausforderung.

)Kommt mir nicht mit Fakten, … ;-) ich bleibe bei meiner Meinung: Der Fernverkehr ist so wie er aufgestellt ist, nicht (über)lebensfähig.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:40.
Die Einnahmen der Bahn kommen aus dem Trassenentgelt, den eingekauften Leistungen der Länder, Verpachtung der Bahnsteigkioske und dem Deutschland Ticket. Alles unabhängig von den erbrachten Leistungen. Da besteht noch sehr viel Spielraum zur wirtschaftlichen Optimierung des Betriebes.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:48.

Re: Mission accomplished

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 30.07.26 11:49

Nicht nur Dir. Was ist Gewinn? Was sich der Eigentümer eines Unternehmens am Ende in die eigene Tasche stecken kann?
Hier war aber wohl der EBIT gemeint. Je nach Gusto und Zweck baut man auch mal seine Kommentare auf dem EBitda, dem BE1 oder 2 in allen Ausprägungen, Deckungsbeiträgen usw auf.
Was sagen dem Laien also die 147.000.000?
Nur, dass irgendein abgegrenzter Bereich des Konzerns mehr Erlöse als Kosten hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:51.

DB Fernverkehr, mehrere Jahre als Zahlenwüste (mB)

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 11:51

… fortgeschrieben im Zahlenmonster "Malen nach Zahlen", welches bis zur AG-Gründung 1994 zurückreicht:

Bildschirmfoto 2026-07-30 um 11.49.31.jpg

IPO: Mission accomplished

geschrieben von: WernerS

Datum: 30.07.26 11:53

Wir wollen immer noch an die Börse? Wir brauchen Geld für MurksMuskMars 21.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 12:01.

Re: IPO: Mission accomplished

geschrieben von: spixi

Datum: 30.07.26 12:20

Aber Hauptsache die Trassenpreise für den Nahverkehr um 9 % (InfraGo) oder 11 % (RegioNetz) erhöhen und dafür im lukrativen Gütergeschäft senken ...

Die Trassenpreisbremse hat eine klare Vorgabe gemacht, dass der NV-Trassenpreis um maximal 1,8 % steigen darf. Die 7,2 % hat sich die Bahn als Gewinn eingestrichen. Zugunsten des Bundes und zulasten der Länder, die den ganzen Spaß aus ihren Regionalisierungsmitteln bezahlen müssen.

Es ist schon sehr auffällig: Erlös pro Personenkilometer steigt von 2024 bist 2025 um 0,82 %, aber von 2025 auf 2026 um 7,30 % ... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Wenn das EuGH die Trassenpreisbremse für illegal erklärt, dann sollen das nicht die Fahrgäste und die Länder ausbaden, sondern die Bahn soll das aus ihrem eigenen Gewinn bezahlen und ein tragfähiges Trassenpreismodell auf Basis der Grenzkosten anbieten, wie es in anderen europäischen Staaten üblich ist, darunter z. B. Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, Schweiz, Tschechien, Niederlande, Belgien und Dänemark.

tl;dr: Der Bund bereichert sich hier auf höchst unmoralische Weise an den Ländern.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 12:30.
Rook schrieb:
Hallo

aktuell aus der Presse:

Die Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt - der erste Gewinn seit sieben Jahren.

Auch die Zahl der Fahrgäste stieg demnach deutlich.

[www.tagesschau.de]
Die Zahl der Fahrgäste liegt am Benzinpreis. Die Spätfolgen dieser Politik kommen zu den nächsten Wahlen, weil die Mehrheit der Betroffenen eben doch nicht ausweichen kann, jetzt zahlt und dann wählt. Das System wird damit ja nicht praxistauglicher, die Unzuverlässigkeit der Bahn ist geblieben. Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber wie passen die bisherigen Rekordschulden dazu? Das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst.

Re: Ebit bei 297 Millionen Euro

geschrieben von: HolgerHH

Datum: 30.07.26 13:11

Bahn macht ja großes Geheimnis was sie an Geld verdient allein durch die Platzreservierung. Läuft da sehr gut . 1.Klasse zahlt ja auch schon ne Weile mit. Gastro scheint es ja auch gut zu laufen. Die armen Leute im 1.Klasse Service rennen sich ja förmlich tot. Sind nur am laufen .Bin schon mehrfach über die App abgelehnt wurden bei der Bestellung. Weil zu viel zu tun ist. Trotzdem wundert mich das mit dem Gewinn. Jede 2te Fahrt bekomm ich Geld wieder. Heute Fahrt abgebrochen nach dem Chaos am Hamburger Hbf . Mein ICE 105 ganz kurzfristig angezeigt von hh Harburg statt HBF .ICE 71 komplett Ausfall davor. Stimmung war wieder toll am überfüllten Gleis 14.
Die Antworten findest Du hier:

[www.drehscheibe-online.de]

Bevor man von Tricks, Fälschung usw spricht, sollte man sich doch mit dem ganzen Buchhaltungszeug etwas auskennen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 13:22.
Niederlausitzer schrieb:
Die Antworten findest Du hier:

[www.drehscheibe-online.de]

Bevor man von Tricks, Fälschung usw spricht, sollte man sich doch mit dem ganzen Buchhaltungszeug etwas auskennen.
Bevor du mir Unwahrheiten unterstellst lies bitte genau was ich geschrieben habe. Danke!
Riedgras schrieb:
Bevor du mir Unwahrheiten unterstellst lies bitte genau was ich geschrieben habe. Danke!
Meinst Du das hier?

Zitat
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber ...

Das Problem ist, dass Du immer wieder solche Sätze raushaust. Und dann wunderst Du Dich ernsthaft über die Reaktionen, als kämen die völlig aus dem Nichts.

Viele Grüße

Hochgeschwindigkeitsstrecke
Riedgras schrieb:
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber wie passen die bisherigen Rekordschulden dazu? Das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst.
Das eigentliche Problem: sehr wenig Verständnis für die Materie, aber dafür eine beeindruckende Menge Meinung.

Ganz einfache Erklärung:

Stell Dir vor, Du kaufst ein Haus und nimmst dafür einen Kredit auf. Zack, Schulden bei der Bank. Soweit verständlich?

Dann bekommst Du jeden Monat Dein Gehalt (= Gewinn). Deine Schulden verschwinden dadurch natürlich nicht magisch, aber Du kannst sie mit diesem Geld Stück für Stück reduzieren.

Genau so läuft es bei der DB: Gewinn bedeutet keine neuen Schulden und die Möglichkeit, bestehende Kredite zu senken.

Eigentlich gar nicht so kompliziert. Und wenn man das erstmal verstanden hat, braucht man beim nächsten Mal erst gar nicht die Wörter "Buchhaltertrick" und "Fälschung" niederschreiben

Viele Grüße

Hochgeschwindigkeitsstrecke
Hochgeschwindigkeitsstrecke schrieb:
Riedgras schrieb:
Bevor du mir Unwahrheiten unterstellst lies bitte genau was ich geschrieben habe. Danke!
Meinst Du das hier?

Zitat
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber ...

Das Problem ist, dass Du immer wieder solche Sätze raushaust. Und dann wunderst Du Dich ernsthaft über die Reaktionen, als kämen die völlig aus dem Nichts.
Da steht ERSCHEINT, nicht IST! Soviel solltest du schon verstehen dass du trennen kannst. Oder wurden bei euch im Deutschunterricht nur Romane gelesen?
Hochgeschwindigkeitsstrecke schrieb:
Riedgras schrieb:
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber wie passen die bisherigen Rekordschulden dazu? Das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst.
Das eigentliche Problem: sehr wenig Verständnis für die Materie, aber dafür eine beeindruckende Menge Meinung.

Ganz einfache Erklärung:

Stell Dir vor, Du kaufst ein Haus und nimmst dafür einen Kredit auf. Zack, Schulden bei der Bank. Soweit verständlich?

Dann bekommst Du jeden Monat Dein Gehalt (= Gewinn). Deine Schulden verschwinden dadurch natürlich nicht magisch, aber Du kannst sie mit diesem Geld Stück für Stück reduzieren.

Genau so läuft es bei der DB: Gewinn bedeutet keine neuen Schulden und die Möglichkeit, bestehende Kredite zu senken.

Eigentlich gar nicht so kompliziert. Und wenn man das erstmal verstanden hat, braucht man beim nächsten Mal erst gar nicht die Wörter "Buchhaltertrick" und "Fälschung" niederschreiben
Ein Gehalt ist kein Gewinn, denn die Gegenleistung ist Arbeit. Das ist ja der Kniff bei mancher Buchhaltung, dass nicht alles genau so ist wie es oberflächlich aussieht.
Wenn es DIR so erscheint, offenbarst Du damit nur deine Unkenntnis der Sache. Ich werde ja ungern persönlich, entschuldige bitte, aber deine Sicht ist hier völlig falsch.

Viele Grüße
Riedgras schrieb:
Da steht ERSCHEINT, nicht IST! Soviel solltest du schon verstehen dass du trennen kannst. Oder wurden bei euch im Deutschunterricht nur Romane gelesen?
Im Deutschunterricht wurde bei uns auch gelehrt, daß manche Formulierung gar nicht so schwammig gemeint IST, wie sie ERSCHEINT....

Buchhaltung kam erst später in der kaufmännischen Ausbildung dazu. Damit lernt man dann, nicht nur Romane, sondern auch Bilanzen zu lesen. Und manches was einem vorher seltsam ERSCHEINT, IST plötzlich gar nicht mehr so rätselhaft. Deshalb:

TranelG schrieb:
Zitat:
Wenn ich als Betriebswirt die Kommentare hier lese, dann wird mir schlecht.
Wenigstens ein Kommentar hier, dem ich voll zustimmen kann!

Viele Grüße
Björn / schienenbär42

Werde dochmal konkret! (o.w.T)

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 14:50

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: schienenbär42

Datum: 30.07.26 14:56

Plutone schrieb:
Zitat:
Im Gegenteil: man sollte sich mal vor Augen halten, welches Bahn-Potenzial man in den Wind geschossen hat, weil die DB in der Zeit des Verkehrswende-Ansatzes (ca. 2016-Corona) bis heute komplett quer im Stall stand, vor allem infrastrukturell, aber auch in der Umsetzung von Mehrleistungen im Nahverkehr.
Das fing ja nicht erst 2016 an, schon vorher hätte man viel mehr für die Bahn tun können. Ist im Rückblick immer einfach zu sagen - manches erschien aus früherem Kontext durchaus gut und hat sich erst später als falsch herausgestellt. Aber was hat das mit der Bilanz 2026 zu tun? Dort geht es um die aktuelle Situation.
Plutone schrieb:
Das D-Ticket übertüncht dabei politisch fein, dass wir eigentlich immer noch tief in einer Krise stecken. Wenn die Früh-HVZ kaum noch existiert, aber sich das Land hinstellt und freut, man habe die Vor-Corona-Fg-Zahlen fast wieder erreicht (durch D-Ticket, viel Freizeitverkehr und trotz Homeoffice), ist das halt real trotzdem alles Schönfärberei.
Was wird übertüncht? Daß es nicht mehr so viele Pendler gibt? Wie damals zu einer Zeit, als die Bahn noch das Standardverkehrsmittel war, um Werktätige zur Arbeit zu karren - und die Monatskarte explizit und haltestellenscharf nur für diese Relation gültig war?
Wir haben 2026. Die Zeiten einer ausgeprägten Frühspitze, in der alle mehr oder weniger gleichzeitig zur Arbeit fahren, sind vorbei. Homeoffice ist weit verbreiteter Standard. Und eine Verlagerung des Fahrgastströme aus wenigen Stunden HVZ und eine bessere Auslastung in anderen Zeiten durch den Freizeitverkehr ist ja nun nichts an sich schlechtes.
Da passt ein D-Ticket als Fahrkarte viel besser zu den heutigen Mobilitätsanforderungen.
Und dass die Fahrgastzahlen, besonders im Freizeitverkehr, aber auch im Pendlerverkehr ohne D-Ticket besser aussehen würden, bezweifle ich stark.

Viele Grüße
Björn / schienenbär42
Es interessiert mich überhaupt nicht, ob die Bahn Gewinn oder Verlust oder sonstwas macht. Im Interesse der Daseinsvorsorge hat der Steuereinnehmer (=Staat) dafür zu sorgen, dass als Gegenleistung ein solides Angebot an öffentlichen Schienenverkehrsleistungen zur Verfügung steht. Schließlich gehört dies zu einer funktionierenden Wirtschaft und damit den Voraussetzungen, dass der Staat überhaupt Steuern einnehmen kann. Und da ist noch nicht mal die Rede von einem Modell wie in Luxemburg, wo man die Beförderung quasi schon durch seine Steuerzahlung abgegolten hat.

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.26 15:55

Turner schrieb:
[www.n-tv.de]

Scheinbar ist nicht immer alles so schlecht, wie es von Sven's, Gastronomie's & Co. in DSO immer wieder so hochbeschworen wird!
Ganz ehrlich an der Börse wäre DB Fernverkehr nichts mehr Wert. Die Aktien würde man einfach hinterhergeworfen bekommen.

Schau Dir doch einfach mal DB Fernverkehr sagen wir mal nach der Ära Mehdorn an. Was hat sich denn da groß getan. Das einzige was DB Fernverkehr langsam gelingt ist den kompletten Fernverkehr auf ICE umzustellen. Mittlerweile werden sogar 160 km/h schnelle Züge wie der ICE nach Oberstdorf als ICE dem Kunden verkauft. Ansonsten eigentlich immer das gleiche. Jedes Jahr werden vorm Sommer mehr Rabatttickets auf den Markt geworfen und dazu neue Rabatttickets kreiert. Ansonsten reagiert dieser Konzern eigentlich nur. Gegen den Fernbus wollte man den IC2 etablieren und ist damit weitgehend gescheitert. Im Gegenteil Flix greift immer mehr auf der Schiene an. Demnächst kommt dann auch Italo dazu. Wahrscheinlich bemerkt dann DB Fernverkehr vielleicht mal das deren 1. Klasse im ICE für Fahrten von mehr als 4 Stunden nicht zumutbar ist und eigentlich auch keine wirkliche 1. Klasse ist, wenn man das mal mit früheren EC/IC-Zeiten vergleicht.

Man hat bei DB Fernverkehr den Eindruck, dass sich dort immer erst dann etwas tut, wenn Konkurrenz droht.

Eine Konzerntochter welche auf der Stelle tritt bzw. abgesehen von der Umstellung auf ICE keinen wirklichen Plan hat und solche Ergebnisse feiert wird langfristig kaum erfolgreich sein.

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: bauigel

Datum: 30.07.26 16:27

Awanst Vitzenburg schrieb:
Und da ist noch nicht mal die Rede von einem Modell wie in Luxemburg, wo man die Beförderung quasi schon durch seine Steuerzahlung abgegolten hat.
Wenn alle in Luxemburg ÖPNV nutzen würden, die dort Steuern zahlen, würde das Modell nicht mehr funktionieren 😁
Warum hat Merz dann den Verkehrsminister rausgeschmissen?
Er hat die Evelyne doch ins Amt gebracht.
Und damit erst solche Erfolge ermöglicht.
Das steht doch bereits im Artikel:
Zitat
Der Bahn komme aber auch "ein kleiner Rechentrick" zugute, erläutert RBB-Reporter Tom Garus auf tagesschau24. Palla ließ im vergangenen Jahr 1,4 Milliarden Euro abschreiben - verbuchte also Verluste zu einem Zeitpunkt, zu dem sie noch ganz neu im Amt war. "Und dementsprechend sieht die Bilanz dieses Jahr schon besser aus", so Garus.
Der wird sich ja wohl auskennen - ist schließlich von den Öffentlich-Rechtlichen.
Hat Mehdorn in jeder Firmen gemacht, Abschreibung tief in die Verluste um wie Phoenix aus der Asche Gewinne päsentieren.
Niederlausitzer schrieb:
Wenn es DIR so erscheint, offenbarst Du damit nur deine Unkenntnis der Sache. Ich werde ja ungern persönlich, entschuldige bitte, aber deine Sicht ist hier völlig falsch.

Viele Grüße
Von sich überzeugt zu sein ist in diesem Kontext fragwürdig. Was gibt die das Recht alle als dumm zu beleidigen die nicht deiner Meinung sind?
schienenbär42 schrieb:
Riedgras schrieb:
Da steht ERSCHEINT, nicht IST! Soviel solltest du schon verstehen dass du trennen kannst. Oder wurden bei euch im Deutschunterricht nur Romane gelesen?
Im Deutschunterricht wurde bei uns auch gelehrt, daß manche Formulierung gar nicht so schwammig gemeint IST, wie sie ERSCHEINT....

Buchhaltung kam erst später in der kaufmännischen Ausbildung dazu. Damit lernt man dann, nicht nur Romane, sondern auch Bilanzen zu lesen. Und manches was einem vorher seltsam ERSCHEINT, IST plötzlich gar nicht mehr so rätselhaft. Deshalb:

TranelG schrieb:
Zitat:
Wenn ich als Betriebswirt die Kommentare hier lese, dann wird mir schlecht.
Wenigstens ein Kommentar hier, dem ich voll zustimmen kann!

Viele Grüße
Björn / schienenbär42
Macht euch einfach weiter die Welt schön! An der Wahrheit ändert das nichts. Eine Firma, die an einem Tag mehr Geld verbrennt als sie woanders im Jahr einnimmt hat ein Problem, um das andere Wort nicht direkt zu gebrauchen: Wäre nicht der Staat der Eigentümer wäre das Insolvenzverfahren schon eröffnet!

Gewinn im Bereich des Hintergrundrauschens

geschrieben von: Novoma

Datum: 31.07.26 07:00

Wieviel Promille Kapitalrendite sind das denn? Diese Gewinnmeldung erinnert an die Ergebnisse unter Dürr, immer so ganz knapp über der Nullinie, und staatlichen Zuwendungen als Einnahmen mitgerechnet. Frau Palla muss zeigen, dass ihre Maßnahmen auch kurzfristig Erfolg haben, und dann wird eben so ein Ergebnis kommuniziert. Ich erinnere mich an Jahre, als alle ICE-Züge kurzzeitig an einen Investor verkauft und zurückgeleast wurden, um für das Jahr einen Gewinn auszuweisen, danach wurden sie zurückgekauft. Wer weiß schon, wie der jetzige Gewinn zustandegekommen ist?
Riedgras schrieb:
Von sich überzeugt zu sein ist in diesem Kontext fragwürdig. Was gibt die das Recht alle als dumm zu beleidigen die nicht deiner Meinung sind?
Du interpretierst etwas in Texte, was da gar nicht steht? "Dumm" lese ich nirgendwo.
Ich würde jemand, der keine Ahnung von Bilanzen hat, auch nicht deshalb als "dumm" bezeichnen. Das ist nun mal ein Spezialgebiet, mit eigenen Regeln und eigener Fachsprache.

BWLlern wird hier oft vorgeworfen, sie wollen Eisenbahn spielen, obwohl sie davon gar keine Ahnung haben - das soll man doch den Fachleuten überlassen!

Aber andersrum wird munter die Bilanz kommentiert, mit durcheinander geworfenen Fachbegriffen und es werden Zusammenhänge hergestellt, die es schlichtweg nicht gibt...

Riedgras schrieb:Zitat:
Macht euch einfach weiter die Welt schön! An der Wahrheit ändert das nichts. Eine Firma, die an einem Tag mehr Geld verbrennt als sie woanders im Jahr einnimmt hat ein Problem, um das andere Wort nicht direkt zu gebrauchen: Wäre nicht der Staat der Eigentümer wäre das Insolvenzverfahren schon eröffnet!
In einem Azubi-Bericht o.ä. würde ich diese Aussage dick rot anstreichen...
Die vorgestellte Bilanz zeigt, daß die Bahn im ersten Halbjahr 2026 eben nicht zu diesen Unternehmen gehörte... und wer der Eigentümer ist, ist im Insolvenzrecht irrelevant...
Manche Dinge sind einfach schlichtweg FALSCH - und dann frage ich mich schon, wer sich hier die Welt schön- oder auch schlecht redet?

Viele Grüße
Björn / schienenbär42
Plutone schrieb:
LIW schrieb:
Was sind das denn für Taschenspielertricks und wie soll die Bahn überhaupt "Gewinn" machen können? Die Bahn bringt der Volkswirtschaft insgesamt was, ist aber natürlich ein Zuschussgeschäft. Oder man klammert die ganzen Kosten in irgendwelche separaten Gefilde aus, Bad Bahn oder so?

Ich bin gegen diese Augenwischerei und auch dieses blöde Jubeln und Untergangsgetue im Wechsel. Aber das ist die moderne, "motivierende" Wirtchaftskommunikation.
Das schmälert nicht die Leistungen der Bahn, aber man muss auch sagen, die Fahrpreise sind oft reiner Wucher, gepaart mit irgendwelchen Sonderaktionen zum Ramschpreis. Das ist eher keine kaufmännisch sinnvolle Linie und die scheint ja mit dem "Gewinn" behauptet zu werden. Der Güterverkehr profitiert natürlich von den Dringlichkeitstransporten, aber in der Fläche gibt man ihn ja weitgehend auf und hat die Kunden verloren. Die Bahn ist nicht über den Berg.
Vor allem, wenn man sich überlegt, wie die DB als Infrastrukturbetreiber alles ihrem Fernverkehr zu Füßen legt, die komplette Disposition auf ihren Fernverkehr ausrichtet, um diesen zumindest in der 6-Min-Pünktlichkeit über 50% zu halten, während das Netz völlig vor die Hunde geht und mit Milliarden subventioniert werden muss und die DB als Konzern wie ein schwarzes Loch wirkt aufgrund ihrer AG-Struktur.
Und das alles, um in genau einem Teilbereich Fernverkehr jetzt einen vergleichsweise kleinen Gewinn "verkaufen" zu können, den sie eigentlich vor allem dem Verkehrsinfarkt auf der Straße und hohen Spritpreisen zu verdanken hat.

Wenn die Auto-Industrie die E-Mobilität nicht so verpennt und ausgebremst hätte, wäre der Gewinn vmtl. schon dahin gewesen.
Man könnte es aber auch für eine clevere Strategie halten: Man treibt die Leute im Nahverkehr alle in den PKW-Verkehr, um die Straßen dicht zu machen, damit der Fernverkehr freie Fahrt hat und wie eine Lösung wirkt.

Ich denke aber nicht, dass die DB eine verkehrliche Strategie hat. Sobald man da in den Strategie-Bereich kommt, geht es nur noch ziemlich direkt um Geld, Geld, Geld...
Vor wenigen Jahren hat man noch mit den SPNV-AT gemeinsam Baustellen geplant, damit so wenig Züge wie möglich ausfallen, weil man auch mit Trassen und teils Fahrgeldeinnahmen Geld verdient hat.

Heute sperrt man ohne großartig zu bauen und das Geld scheint ja trotzdem zu fließen.

Und solang für die Bahn in diesem jämmerlichen Zustand irgendwas gut ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um professionell organisiertes Marketing handelt, nicht um "Erfolge" im Sinne von Erfolg.
Hast Du auch irgendwelche Belege für Deine Ausführungen und sind das alles nur Mutmaßungen?

Re: Gewinn im Bereich des Hintergrundrauschens

geschrieben von: Lenoir

Datum: 31.07.26 09:05

Novoma schrieb:
Wer weiß schon, wie der jetzige Gewinn zustandegekommen ist?
Kannst du doch nachlesen, im "Zwischenbericht". Allerlei Tricks, auf allen Ebenen. Und manch "glückliche Fügung".

Ich stimme dir zu, daß das alles bis jetzt nicht so dolle aussieht wie man vlt. im ersten Moment denkt. Gerade auch, weil 2025 – ich unterstelle: absichtlich – soviel Blut geflossen ist. Ob das, bei ähnlichen externen Rahmenbedingungen in zwei oder drei Jahren auch noch "so positiv" aussehen würde? Werden wir vermutlich nie erfahren, weil sich entweder die Bedingungen ändern oder die nächste neue Strategie aufs rostige Gleis gesetzt wird oder beides zusammen.
jsbach schrieb:
Warum hat Merz dann den Verkehrsminister rausgeschmissen?
Er hat die Evelyne doch ins Amt gebracht.
Und damit erst solche Erfolge ermöglicht.
Wenn die Evelyne trotz Schnieder solche Erfolge erreicht hat: was hätte sie dann erst unter einem Verkehrsminister erreichen können, der einem fachkundigen Staatssekretär freie Hand lässt (Scheuer / Ferlemann) oder der sich wenigstens - entgegen dem Rat seiner eigenen Partei - aktiv mit der Bahn beschäftigt und dazu auch Aktenstudium betreibt (Wissing)?
Tja das werden wir nie erfahren.
Vielleicht schreiben wir in einem Jahr von Erfolgen trotz Bilger.

Re: Bei der Performance gewagt

geschrieben von: V 100 098

Datum: 31.07.26 10:13

Hallo,
Turner schrieb:
HEUTE erntet man das, was damals gesät wurde! Und die damaligen Stimmen, die vor zu viel Einsparungen gewarnt hatten, die wurden damals mundtot gemacht!
Daher, es sind weder die DB noch Verkehrsbetriebe selber die Blockierer, dass kam/kommt von anderen Seiten her, so wie das jetzt läuft - oder auch nicht läuft.

Das wird auch gerne übersehen von Bahnfans und anders dargestellt, weil sie Negativdarstellung rauf und runter und ständig offenbar chic finden.
Dazu passend: Verfallsporno ("Untergang klickt schön", Link zu GMX, wurde aber auch woanders veröffentlicht).

Viele Grüße
V 100 098

Re: Gewinn im Bereich des Hintergrundrauschens

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 31.07.26 10:18

Novoma schrieb:
Wer weiß schon, wie der jetzige Gewinn zustandegekommen ist?
Hallo,
Du musst einfach nur den gesamten Thread hier lesen. Da ist doch das geballte kaufmännische Fachwissen versammelt, da werden jede Uni bzw Hochschule neidisch.
;-)

Viele Grüße
Laut t-online beruhe der Gewinn nicht darauf, daß mehr Menschen mit der Bahn gefahren sind, sondern auff weniger Geschäft im verlustreichen Güterverkehr und dadurch geringere Kosten.

https://www.t-online.de/finanzen/kolumne-ursula-weidenfeld/id_101368572/wieder-in-der-gewinnzone-so-rechnet-sich-die-bahn-die-zahlen-schoen.html



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.26 17:17.
Wirtschaftlich optimal wäre die Betriebseinstellung

Bilanzkosmetik

geschrieben von: Carsten Hölscher

Datum: 31.07.26 19:39

[www.msn.com]

"Der Ursprung des plötzlichen Geldsegens findet sich auf Seite 64 des Zwischenberichts – in Zeile 4 der Gewinn- und Verlustrechnung. Dort ist unter „Sonstige betriebliche Erträge“ ein Plus zum Vorjahreshalbjahr von nominal über einer Milliarde Euro abzulesen. Der Löwenanteil dieses Geldes stammt vom Bund – 0,9 Milliarden an höherer Förderung für die Instandhaltung –, der Rest kommt vor allem durch Fahrzeugverkäufe bei DB Cargo und Fernverkehr zustande.
Was bleibt also von den guten Nachrichten? Auf den ersten Blick wenig...."

"DB Cargo hat viel Bilanzkosmetik betrieben und Verluste in das Jahr 2025 geschoben, dementsprechend sehen die Zahlen 2026 besser aus."

Carsten

Re: Bilanzkosmetik

geschrieben von: LIW

Datum: 31.07.26 19:50

Carsten Hölscher schrieb:
[www.msn.com]

"Der Ursprung des plötzlichen Geldsegens findet sich auf Seite 64 des Zwischenberichts – in Zeile 4 der Gewinn- und Verlustrechnung. Dort ist unter „Sonstige betriebliche Erträge“ ein Plus zum Vorjahreshalbjahr von nominal über einer Milliarde Euro abzulesen. Der Löwenanteil dieses Geldes stammt vom Bund – 0,9 Milliarden an höherer Förderung für die Instandhaltung –, der Rest kommt vor allem durch Fahrzeugverkäufe bei DB Cargo und Fernverkehr zustande.
Was bleibt also von den guten Nachrichten? Auf den ersten Blick wenig...."

"DB Cargo hat viel Bilanzkosmetik betrieben und Verluste in das Jahr 2025 geschoben, dementsprechend sehen die Zahlen 2026 besser aus."

Carsten
Danke fürs Nachforschen. Es kann kein Gewinn entstanden sein bei dem chaotischen Betrieb.

Re: Bilanzkosmetik

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 31.07.26 21:10

Sag das hier nicht zu laut. Für einige bricht da eine Welt zusammen.
Carsten Hölscher schrieb:
[www.msn.com]

"Der Ursprung des plötzlichen Geldsegens findet sich auf Seite 64 des Zwischenberichts – in Zeile 4 der Gewinn- und Verlustrechnung. Dort ist unter „Sonstige betriebliche Erträge“ ein Plus zum Vorjahreshalbjahr von nominal über einer Milliarde Euro abzulesen. Der Löwenanteil dieses Geldes stammt vom Bund – 0,9 Milliarden an höherer Förderung für die Instandhaltung –, der Rest kommt vor allem durch Fahrzeugverkäufe bei DB Cargo und Fernverkehr zustande.
Was bleibt also von den guten Nachrichten? Auf den ersten Blick wenig...."

"DB Cargo hat viel Bilanzkosmetik betrieben und Verluste in das Jahr 2025 geschoben, dementsprechend sehen die Zahlen 2026 besser aus."

Carsten

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: bsbw

Datum: 31.07.26 22:25

Das ist jetzt Satire. Oder? Welche Erfolge? Zahlen hin- und herschieben ist murks. Da sind keine Erfolge wirklich vorhanden. Schade, selbst Frau Palla hat nun innerhalb kurzer Zeit bewiesen es nicht mit der Ehrlichkeit zu haben. Was Sie aber gut kann, sich aus der Schusslinie zu nehmen.
jsbach schrieb:
Warum hat Merz dann den Verkehrsminister rausgeschmissen?
Er hat die Evelyne doch ins Amt gebracht.
Und damit erst solche Erfolge ermöglicht.

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: bsbw

Datum: 31.07.26 23:23

Ich habe jetzt mal das ZDF Video mir angeschaut
[www.zdf.de]
Ich kann da nur bestätigen, was politisch in Deutschland seit Ewigkeiten schief läuft.
Der Bericht ist gut gemacht. Die Deutsche Bahn soll sich mal nicht in die Hose machen.
Läuft doch völlig nach Plan Deutschland bis 2035 klimaneutral zu machen. Das geht nur mit viel Geld und Verzicht auf überkommene Privilegien.

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: bsbw

Datum: 01.08.26 20:38

Klimaneutral ist so ein echter Unfug. Weil die Dinge die man da ansetzen kann um es sich schön zu rechnen Unfug sind.
Klimaneutral wird man auch nicht, wenn man Solar- und Windenergie nicht speichern kann.
Schon vor über 20 Jahren gab es wissenschaftliche Studien zu diesem Thema. Erst die Speicher errichten, dann Solar und Wind ausbauen.
Meine Frau hatte einen Vorgang auf dem Tisch, wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.
Soviel zum Thema "viel Geld"....

WernerS schrieb:
Läuft doch völlig nach Plan Deutschland bis 2035 klimaneutral zu machen. Das geht nur mit viel Geld und Verzicht auf überkommene Privilegien.
Carsten Hölscher schrieb:
[www.msn.com]

"Der Ursprung des plötzlichen Geldsegens findet sich auf Seite 64 des Zwischenberichts – in Zeile 4 der Gewinn- und Verlustrechnung. Dort ist unter „Sonstige betriebliche Erträge“ ein Plus zum Vorjahreshalbjahr von nominal über einer Milliarde Euro abzulesen. Der Löwenanteil dieses Geldes stammt vom Bund – 0,9 Milliarden an höherer Förderung für die Instandhaltung –, der Rest kommt vor allem durch Fahrzeugverkäufe bei DB Cargo und Fernverkehr zustande.
Was bleibt also von den guten Nachrichten? Auf den ersten Blick wenig...."

"DB Cargo hat viel Bilanzkosmetik betrieben und Verluste in das Jahr 2025 geschoben, dementsprechend sehen die Zahlen 2026 besser aus."

Carsten
Ich habe mir diese Zeile 64 angesehen.
Es handelt sich um Kostenübernahmen durch den Bund für zusätzliche Aufwände.
Diese Aufwände verteilen sich auf verschiedene andere Zeilen.
Unter dem Strich ist das jedenfalls kein wesentlicher Beitrag zur Ergebnisverbesserung.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin
bsbw schrieb:
Klimaneutral wird man auch nicht, wenn man Solar- und Windenergie nicht speichern kann.
Es ist immer wieder faszinierend, wie viele Leute es selbst dann noch ablehnen, wenn es längst funktioniert. Mehr als 60% des Stroms in Deutschland kommt schon von den Erneuerbaren, bislang (aber nicht mehr lange) quasi ohne Batteriespeicher.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: andreas +

Datum: 03.08.26 10:37

bsbw schrieb:
..., wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.

=> schlecht gemachte rechtliche Regelungen (gibt es auch anderswo)

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Traumflug

Datum: 03.08.26 16:22

andreas + schrieb:
bsbw schrieb:
..., wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.

=> schlecht gemachte rechtliche Regelungen (gibt es auch anderswo)
Vermutlich nicht eingehaltene Zusagen, das Netz für den Anschluss auszubauen. Einen Solarpark zu bauen, der dann nicht angeschlossen wird, macht auch mit üppigen Subventionen keinerlei Sinn. Niemand baut irgendwas um 5 Millionen Subventionen abzugreifen, wenn er selbst eine weitere Million drauf legen muss.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: andreas +

Datum: 03.08.26 20:34

Traumflug schrieb:
Vermutlich nicht eingehaltene Zusagen, das Netz für den Anschluss auszubauen. Einen Solarpark zu bauen, der dann nicht angeschlossen wird, macht auch mit üppigen Subventionen keinerlei Sinn. Niemand baut irgendwas um 5 Millionen Subventionen abzugreifen, wenn er selbst eine weitere Million drauf legen muss.
Ja, kann natürlich auch sein

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: bsbw

Datum: 04.08.26 21:19

Du darfst sicher sein, er hat sich damit ein schönes Sümmchen verdient und nicht draufgezahlt.
Das kann ich aus sicherer erster Quelle sagen.
Kein Einzelfall.
Traumflug schrieb:
andreas + schrieb:
bsbw schrieb:
..., wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.

=> schlecht gemachte rechtliche Regelungen (gibt es auch anderswo)
Vermutlich nicht eingehaltene Zusagen, das Netz für den Anschluss auszubauen. Einen Solarpark zu bauen, der dann nicht angeschlossen wird, macht auch mit üppigen Subventionen keinerlei Sinn. Niemand baut irgendwas um 5 Millionen Subventionen abzugreifen, wenn er selbst eine weitere Million drauf legen muss.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Traumflug

Datum: 05.08.26 03:13

bsbw schrieb:
Du darfst sicher sein, er hat sich damit ein schönes Sümmchen verdient und nicht draufgezahlt.
Das kann ich aus sicherer erster Quelle sagen.
Kein Einzelfall.
Hast du eigentlich mehr als diese schwurbeligen Andeutungen?

Klar ist, dass der Umbau der Energiewirtschaft weitgehend funktioniert und dafür, dass wir eine nahezu komplett neue Energieversorgung bekommen, ziemlich preiswert ist.

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: LIW

Datum: 05.08.26 06:17

Traumflug schrieb:
bsbw schrieb:
Klimaneutral wird man auch nicht, wenn man Solar- und Windenergie nicht speichern kann.
Es ist immer wieder faszinierend, wie viele Leute es selbst dann noch ablehnen, wenn es längst funktioniert. Mehr als 60% des Stroms in Deutschland kommt schon von den Erneuerbaren, bislang (aber nicht mehr lange) quasi ohne Batteriespeicher.
Das kopflose und extrem teure Energiesystemumbauen hat den Strom bei uns so teuer gemacht, dass die Industrie in großem Stil abwandert. Metall, Chemie und die Jobs gleich mit.
Das findest du gut?
LIW schrieb:
Das kopflose und extrem teure Energiesystemumbauen hat den Strom bei uns so teuer gemacht, dass die Industrie in großem Stil abwandert. Metall, Chemie und die Jobs gleich mit.
Hier sind die Strompreise im EU-Vergleich:

Screenshot 2026-08-05 at 07-19-52 vbw-Studie-Internationaler-Energiepreisvergleich.pdf-or8.png
Quelle: Vereinigung der bayerischen Wirtschaft [www.vbw-bayern.de] PDF-Seite 14

Was sieht man da?

– Der Strompreis in Deutschland ist im Mittelfeld.
– Länder mit wenig Erneuerbaren (Polen, Rumänien, Ungarn, etc.) sind typisch teurer.
– Länder mit viel Erneuerbaren (Skandinavien, Dänemark, Spanien) sind typisch günstiger.

Daher empfehle ich, weniger Radio Söder zu hören und weniger Bild zu lesen.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: bsbw

Datum: 05.08.26 12:58

"... dass wir eine nahezu komplett neue Energieversorgung bekommen, ziemlich preiswert ist."

Keine Ahnung was Du damit sagen willst. Fakt ist, alle Verbraucher ohne E-Auto subventionieren die Dienstwagen.
[www.vwfs.de]

Fakt ist, die Energieversorgung muss völlig neu aufgebaut werden.
Bei uns in der Wohngegend (Siedlung aus den 50er Jahren, heute teilweise unter Denknmalschutz) gibt es ZWEI öffentliche Lademöglichkeiten, weil für mehr die Leitungen nicht geeignet sind.
Und natürlich nicht mit 150 kW [www.autolevy.de]
Dann würde hier in Berlin-Charlottenburg Nord das Licht ausgehen.
Preiswert mag es sein, wo Einfamilienhäuser in neuen Wohngegenden entstanden sind.
Und der Umbau der Energiewirtschaft hat 20 Jahre verschlafen. Wie oft standen die Windräder bei Wind still, weil es keine Speicher gab.
Das konnten wir regelmäßig beobachten, wenn wir z.B. im Raum Cuxhaven unterwegs waren.


[www.vwfs.de]

Traumflug schrieb:
bsbw schrieb:
Du darfst sicher sein, er hat sich damit ein schönes Sümmchen verdient und nicht draufgezahlt.
Das kann ich aus sicherer erster Quelle sagen.
Kein Einzelfall.
Hast du eigentlich mehr als diese schwurbeligen Andeutungen?

Klar ist, dass der Umbau der Energiewirtschaft weitgehend funktioniert und dafür, dass wir eine nahezu komplett neue Energieversorgung bekommen, ziemlich preiswert ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 12:58.
Hallo,

danke für den Link. Es mußte mal eine positive Meldung sein. Es gibt unterschiedliche Meinungen, hier z.B. eine:[www.handelsblatt.com]
Die Deutschen Bahn AG erhält jährlich einige Milliarden Euro als Zuschuß: [ir.deutschebahn.com] , [www.eba.bund.de]
Es wäre ein klare Trennung von Bahninfrastruktur (Rechtsform?, aber keine AG) und dem Verkehr auf den Schienen nötig. Die Bahninfrastruktur sollte wie die Staßeninfrastruktur vom Steuerzahler finanziert werden. Damit wäre eine Chancengleichheit beider Systeme vorhanden. Für die Benutzung der Schienen werden Gebühren und transparente Bedingungen festgelegt.
Bei der Bahn hat man jahrzehntelang nur auf die Kosten gesehen, wobei die Bahn die Infrastruktur selbst finanzieren mußte. Die Straßen wurden und werden vom Steuerzahler finanziert. Es muß ein klares Bekenntnis der Regierenden zur Bahn als ökologisches Transportmittel geben, was sich auch in einer entsprechenden Finanzierung widerspiegeln sollte. Die Bahn hat versucht, die Reduzierung der Kosten durch Reduzierung der Infrastruktur zu erreichen - in meinen Augen kontraproduktiv.
Noch ein Wunsch: Einheitliche km-Preise mit transparenten Ermäßigungen und Fahrkarten ohne Zugbindung.

Gruß aus Magdeburg

Klaus

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Traumflug

Datum: 05.08.26 16:07

bsbw schrieb:
Fakt ist, alle Verbraucher ohne E-Auto subventionieren die Dienstwagen.
[www.vwfs.de]
Niemand wird davon abgehalten, ebenfalls ein E-Auto zu verwenden. Gebrauchte gibt es inzwischen ab ~4000 Euro. Neuwagen zum etwa gleichen Preis wie Verbrenner.


bsbw schrieb:
Bei uns in der Wohngegend (Siedlung aus den 50er Jahren, heute teilweise unter Denknmalschutz) gibt es ZWEI öffentliche Lademöglichkeiten, weil für mehr die Leitungen nicht geeignet sind.
Und natürlich nicht mit 150 kW [www.autolevy.de]
Dann würde hier in Berlin-Charlottenburg Nord das Licht ausgehen.
Eine weit verbreitete Fehlwahrnehmung ist, dass man für ein E-Auto eine öffentliche Schnelllademöglichkeit oder eine Wallbox bräuchte. Eine normale Steckdose mit 3 kW ist für die täglichen Besorgungen völlig ausreichend. Die lädt über Nacht Strom für 100-200 km, da ist der Akku immer voll. Das "tanken fahren" fällt dann einfach weg.

Hat schon jeder Parkplatz so eine Steckdose? Nein, natürlich nicht. Mit Schwurbeleien über Subventionsbetrug wird das aber nicht besser. Da muss man schon anpacken und eine Leitung verlegen.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Carsten Hölscher

Datum: 05.08.26 17:03

Traumflug schrieb:
Hat schon jeder Parkplatz so eine Steckdose? Nein, natürlich nicht. Mit Schwurbeleien über Subventionsbetrug wird das aber nicht besser. Da muss man schon anpacken und eine Leitung verlegen.
Von Subventionsbetrug hab ich nichts gelesen. Es ist aber Fakt, dass der Staat privat mitgenutzte Dienstwagen über die bei E-Wagen deutlich reduzierte Pauschalversteuerung bezuschusst. Also die Allgemeinheit zahlt am Ende für die Anschaffung bzw. Nutzung der Dienstflotten durch entgangene Steuern. Bis 2030 irgendwas bei 40 Mrd Euro die der Staat bei den E-Autos ausgibt bzw. nicht einnimmt durch die reduzierte Dienstwagensteuer und das Fehlen einer der Mineralölsteuer vergleichbaren Abgabe.

Wegen der Steckdose. Relevant ist ja nicht die einzelne Steckdose, sondern der Energiegesamtbedarf einer Siedlung. Also Ob ich nun mit Wallbox in einer Stunde oder mit Steckdose in 5 Stunden lade, ist grundsätzlich erstmal egal, das ändert nur die Verteilung des Energiebedarfs.

Carsten
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