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DB Fernverkehr: operatives Ergebnis 148 Mio EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:08

Zitat
Der Fernverkehr hat seinen Sanierungskurs fortgesetzt. Beim operativen Ergebnis schrieb DB Fernverkehr mit plus 148 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen

[www.deutschebahn.com]

DB Regio operatives Ergebnis: 89 Mio EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:09

Zitat
DB Regio hat sich mit einem positiven operativen Ergebnis von 89 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2026 weiter stabil entwickelt. Vor allem auf Pendlerstrecken stieg die Nachfrage, weil Berufstätige wegen der hohen Spritpreise vom Auto zum Zug wechselten. Die Umsätze wuchsen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um insgesamt 4 Prozent.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-Ergebnis-nach-Steuern-erstmals-seit-2019-mit-147-Millionen-Euro-wieder-positiv-13986680

Tricksen und Täuschen. Fahrgäste wie "Stakeholder"

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 11:35

Zitat:
Umsatz (+ 2,6 % /+ 78 Mio. €): Anstieg gegenüber dem
ersten Halbjahr 2025. Das reduzierte Fahrplanangebot
wurde durch höhere Preise, gestiegene Auslastung und
gestiegene Sitzplatzreservierungen infolge erhöhter Nachfrage
überkompensiert.

Sonstige betriebliche Erträge (+ 16,6 % /+ 45 Mio. €):
deutlicher Anstieg v. a. aufgrund höherer Erträge aus Fahrzeugverkäufen.
Gegenläufig wirkten niedrigere erhaltene
infrastrukturbedingte Schadenersatzzahlungen.

Materialaufwand (– 3,3 % /– 59 Mio. €): Rückgang, im
Wesentlichen infolge der Entwicklung der Aufwendungen
für die Infrastrukturnutzung aufgrund eines geringeren
Fahrplanangebots, u. a. durch ein erhöhtes Baugeschehen
sowie Preisabsenkungen.

Abschreibungen (– 9,4 % /– 28 Mio. €): deutlicher Rückgang,
resultierend aus einer im Dezember 2025 aufgrund
von Wertminderung vorgenommenen Wertberichtigung
des Anlagevermögens, v. a. auf Schienenfahrzeuge. Gegenläufig
wirkten höhere Abschreibungen infolge des Zulaufs
neuer Fahrzeuge.


Sag ich doch: In der 2025er Bilanz ein Blutbad angerichtet, damit es – kurzfristig! – besser aussieht.

Weiters:
Die Investitionen stiegen deutlich, insbesondere aufgrund
von Investitionen in die Fahrzeugflotte (u. a. durch die Abnahme
neuer ICE-3neo- und ICE-L-Züge) sowie in den Neubau
des Werks Dortmund-Hafen.


Und damit werden auch – Nachtigal, ick hör' dir trapsen! – die Zahlen der Zukunft eine Herausforderung.

)Kommt mir nicht mit Fakten, … ;-) ich bleibe bei meiner Meinung: Der Fernverkehr ist so wie er aufgestellt ist, nicht (über)lebensfähig.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:40.
Die Einnahmen der Bahn kommen aus dem Trassenentgelt, den eingekauften Leistungen der Länder, Verpachtung der Bahnsteigkioske und dem Deutschland Ticket. Alles unabhängig von den erbrachten Leistungen. Da besteht noch sehr viel Spielraum zur wirtschaftlichen Optimierung des Betriebes.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:48.

Re: Mission accomplished

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 30.07.26 11:49

Nicht nur Dir. Was ist Gewinn? Was sich der Eigentümer eines Unternehmens am Ende in die eigene Tasche stecken kann?
Hier war aber wohl der EBIT gemeint. Je nach Gusto und Zweck baut man auch mal seine Kommentare auf dem EBitda, dem BE1 oder 2 in allen Ausprägungen, Deckungsbeiträgen usw auf.
Was sagen dem Laien also die 147.000.000?
Nur, dass irgendein abgegrenzter Bereich des Konzerns mehr Erlöse als Kosten hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:51.

DB Fernverkehr, mehrere Jahre als Zahlenwüste (mB)

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 11:51

… fortgeschrieben im Zahlenmonster "Malen nach Zahlen", welches bis zur AG-Gründung 1994 zurückreicht:

Bildschirmfoto 2026-07-30 um 11.49.31.jpg

IPO: Mission accomplished

geschrieben von: WernerS

Datum: 30.07.26 11:53

Wir wollen immer noch an die Börse? Wir brauchen Geld für MurksMuskMars 21.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 12:01.

Re: IPO: Mission accomplished

geschrieben von: spixi

Datum: 30.07.26 12:20

Aber Hauptsache die Trassenpreise für den Nahverkehr um 9 % (InfraGo) oder 11 % (RegioNetz) erhöhen und dafür im lukrativen Gütergeschäft senken ...

Die Trassenpreisbremse hat eine klare Vorgabe gemacht, dass der NV-Trassenpreis um maximal 1,8 % steigen darf. Die 7,2 % hat sich die Bahn als Gewinn eingestrichen. Zugunsten des Bundes und zulasten der Länder, die den ganzen Spaß aus ihren Regionalisierungsmitteln bezahlen müssen.

Es ist schon sehr auffällig: Erlös pro Personenkilometer steigt von 2024 bist 2025 um 0,82 %, aber von 2025 auf 2026 um 7,30 % ... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Wenn das EuGH die Trassenpreisbremse für illegal erklärt, dann sollen das nicht die Fahrgäste und die Länder ausbaden, sondern die Bahn soll das aus ihrem eigenen Gewinn bezahlen und ein tragfähiges Trassenpreismodell auf Basis der Grenzkosten anbieten, wie es in anderen europäischen Staaten üblich ist, darunter z. B. Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, Schweiz, Tschechien, Niederlande, Belgien und Dänemark.

tl;dr: Der Bund bereichert sich hier auf höchst unmoralische Weise an den Ländern.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 12:30.
Rook schrieb:
Hallo

aktuell aus der Presse:

Die Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt - der erste Gewinn seit sieben Jahren.

Auch die Zahl der Fahrgäste stieg demnach deutlich.

[www.tagesschau.de]
Die Zahl der Fahrgäste liegt am Benzinpreis. Die Spätfolgen dieser Politik kommen zu den nächsten Wahlen, weil die Mehrheit der Betroffenen eben doch nicht ausweichen kann, jetzt zahlt und dann wählt. Das System wird damit ja nicht praxistauglicher, die Unzuverlässigkeit der Bahn ist geblieben. Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber wie passen die bisherigen Rekordschulden dazu? Das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst.

Re: Ebit bei 297 Millionen Euro

geschrieben von: HolgerHH

Datum: 30.07.26 13:11

Bahn macht ja großes Geheimnis was sie an Geld verdient allein durch die Platzreservierung. Läuft da sehr gut . 1.Klasse zahlt ja auch schon ne Weile mit. Gastro scheint es ja auch gut zu laufen. Die armen Leute im 1.Klasse Service rennen sich ja förmlich tot. Sind nur am laufen .Bin schon mehrfach über die App abgelehnt wurden bei der Bestellung. Weil zu viel zu tun ist. Trotzdem wundert mich das mit dem Gewinn. Jede 2te Fahrt bekomm ich Geld wieder. Heute Fahrt abgebrochen nach dem Chaos am Hamburger Hbf . Mein ICE 105 ganz kurzfristig angezeigt von hh Harburg statt HBF .ICE 71 komplett Ausfall davor. Stimmung war wieder toll am überfüllten Gleis 14.
Die Antworten findest Du hier:

[www.drehscheibe-online.de]

Bevor man von Tricks, Fälschung usw spricht, sollte man sich doch mit dem ganzen Buchhaltungszeug etwas auskennen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 13:22.
Niederlausitzer schrieb:
Die Antworten findest Du hier:

[www.drehscheibe-online.de]

Bevor man von Tricks, Fälschung usw spricht, sollte man sich doch mit dem ganzen Buchhaltungszeug etwas auskennen.
Bevor du mir Unwahrheiten unterstellst lies bitte genau was ich geschrieben habe. Danke!
Riedgras schrieb:
Bevor du mir Unwahrheiten unterstellst lies bitte genau was ich geschrieben habe. Danke!
Meinst Du das hier?

Zitat
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber ...

Das Problem ist, dass Du immer wieder solche Sätze raushaust. Und dann wunderst Du Dich ernsthaft über die Reaktionen, als kämen die völlig aus dem Nichts.

Viele Grüße

Hochgeschwindigkeitsstrecke
Riedgras schrieb:
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber wie passen die bisherigen Rekordschulden dazu? Das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst.
Das eigentliche Problem: sehr wenig Verständnis für die Materie, aber dafür eine beeindruckende Menge Meinung.

Ganz einfache Erklärung:

Stell Dir vor, Du kaufst ein Haus und nimmst dafür einen Kredit auf. Zack, Schulden bei der Bank. Soweit verständlich?

Dann bekommst Du jeden Monat Dein Gehalt (= Gewinn). Deine Schulden verschwinden dadurch natürlich nicht magisch, aber Du kannst sie mit diesem Geld Stück für Stück reduzieren.

Genau so läuft es bei der DB: Gewinn bedeutet keine neuen Schulden und die Möglichkeit, bestehende Kredite zu senken.

Eigentlich gar nicht so kompliziert. Und wenn man das erstmal verstanden hat, braucht man beim nächsten Mal erst gar nicht die Wörter "Buchhaltertrick" und "Fälschung" niederschreiben

Viele Grüße

Hochgeschwindigkeitsstrecke
Hochgeschwindigkeitsstrecke schrieb:
Riedgras schrieb:
Bevor du mir Unwahrheiten unterstellst lies bitte genau was ich geschrieben habe. Danke!
Meinst Du das hier?

Zitat
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber ...

Das Problem ist, dass Du immer wieder solche Sätze raushaust. Und dann wunderst Du Dich ernsthaft über die Reaktionen, als kämen die völlig aus dem Nichts.
Da steht ERSCHEINT, nicht IST! Soviel solltest du schon verstehen dass du trennen kannst. Oder wurden bei euch im Deutschunterricht nur Romane gelesen?
Hochgeschwindigkeitsstrecke schrieb:
Riedgras schrieb:
Das Bilanzergebnis erscheint mir dagegen wie ein Buchhaltertrick. Ich will nicht von Fälschung reden, aber wie passen die bisherigen Rekordschulden dazu? Das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst.
Das eigentliche Problem: sehr wenig Verständnis für die Materie, aber dafür eine beeindruckende Menge Meinung.

Ganz einfache Erklärung:

Stell Dir vor, Du kaufst ein Haus und nimmst dafür einen Kredit auf. Zack, Schulden bei der Bank. Soweit verständlich?

Dann bekommst Du jeden Monat Dein Gehalt (= Gewinn). Deine Schulden verschwinden dadurch natürlich nicht magisch, aber Du kannst sie mit diesem Geld Stück für Stück reduzieren.

Genau so läuft es bei der DB: Gewinn bedeutet keine neuen Schulden und die Möglichkeit, bestehende Kredite zu senken.

Eigentlich gar nicht so kompliziert. Und wenn man das erstmal verstanden hat, braucht man beim nächsten Mal erst gar nicht die Wörter "Buchhaltertrick" und "Fälschung" niederschreiben
Ein Gehalt ist kein Gewinn, denn die Gegenleistung ist Arbeit. Das ist ja der Kniff bei mancher Buchhaltung, dass nicht alles genau so ist wie es oberflächlich aussieht.
Wenn es DIR so erscheint, offenbarst Du damit nur deine Unkenntnis der Sache. Ich werde ja ungern persönlich, entschuldige bitte, aber deine Sicht ist hier völlig falsch.

Viele Grüße
Riedgras schrieb:
Da steht ERSCHEINT, nicht IST! Soviel solltest du schon verstehen dass du trennen kannst. Oder wurden bei euch im Deutschunterricht nur Romane gelesen?
Im Deutschunterricht wurde bei uns auch gelehrt, daß manche Formulierung gar nicht so schwammig gemeint IST, wie sie ERSCHEINT....

Buchhaltung kam erst später in der kaufmännischen Ausbildung dazu. Damit lernt man dann, nicht nur Romane, sondern auch Bilanzen zu lesen. Und manches was einem vorher seltsam ERSCHEINT, IST plötzlich gar nicht mehr so rätselhaft. Deshalb:

TranelG schrieb:
Zitat:
Wenn ich als Betriebswirt die Kommentare hier lese, dann wird mir schlecht.
Wenigstens ein Kommentar hier, dem ich voll zustimmen kann!

Viele Grüße
Björn / schienenbär42

Werde dochmal konkret! (o.w.T)

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 14:50

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: schienenbär42

Datum: 30.07.26 14:56

Plutone schrieb:
Zitat:
Im Gegenteil: man sollte sich mal vor Augen halten, welches Bahn-Potenzial man in den Wind geschossen hat, weil die DB in der Zeit des Verkehrswende-Ansatzes (ca. 2016-Corona) bis heute komplett quer im Stall stand, vor allem infrastrukturell, aber auch in der Umsetzung von Mehrleistungen im Nahverkehr.
Das fing ja nicht erst 2016 an, schon vorher hätte man viel mehr für die Bahn tun können. Ist im Rückblick immer einfach zu sagen - manches erschien aus früherem Kontext durchaus gut und hat sich erst später als falsch herausgestellt. Aber was hat das mit der Bilanz 2026 zu tun? Dort geht es um die aktuelle Situation.
Plutone schrieb:
Das D-Ticket übertüncht dabei politisch fein, dass wir eigentlich immer noch tief in einer Krise stecken. Wenn die Früh-HVZ kaum noch existiert, aber sich das Land hinstellt und freut, man habe die Vor-Corona-Fg-Zahlen fast wieder erreicht (durch D-Ticket, viel Freizeitverkehr und trotz Homeoffice), ist das halt real trotzdem alles Schönfärberei.
Was wird übertüncht? Daß es nicht mehr so viele Pendler gibt? Wie damals zu einer Zeit, als die Bahn noch das Standardverkehrsmittel war, um Werktätige zur Arbeit zu karren - und die Monatskarte explizit und haltestellenscharf nur für diese Relation gültig war?
Wir haben 2026. Die Zeiten einer ausgeprägten Frühspitze, in der alle mehr oder weniger gleichzeitig zur Arbeit fahren, sind vorbei. Homeoffice ist weit verbreiteter Standard. Und eine Verlagerung des Fahrgastströme aus wenigen Stunden HVZ und eine bessere Auslastung in anderen Zeiten durch den Freizeitverkehr ist ja nun nichts an sich schlechtes.
Da passt ein D-Ticket als Fahrkarte viel besser zu den heutigen Mobilitätsanforderungen.
Und dass die Fahrgastzahlen, besonders im Freizeitverkehr, aber auch im Pendlerverkehr ohne D-Ticket besser aussehen würden, bezweifle ich stark.

Viele Grüße
Björn / schienenbär42
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