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Re: Bilanzkosmetik

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 31.07.26 21:10

Sag das hier nicht zu laut. Für einige bricht da eine Welt zusammen.
Carsten Hölscher schrieb:
[www.msn.com]

"Der Ursprung des plötzlichen Geldsegens findet sich auf Seite 64 des Zwischenberichts – in Zeile 4 der Gewinn- und Verlustrechnung. Dort ist unter „Sonstige betriebliche Erträge“ ein Plus zum Vorjahreshalbjahr von nominal über einer Milliarde Euro abzulesen. Der Löwenanteil dieses Geldes stammt vom Bund – 0,9 Milliarden an höherer Förderung für die Instandhaltung –, der Rest kommt vor allem durch Fahrzeugverkäufe bei DB Cargo und Fernverkehr zustande.
Was bleibt also von den guten Nachrichten? Auf den ersten Blick wenig...."

"DB Cargo hat viel Bilanzkosmetik betrieben und Verluste in das Jahr 2025 geschoben, dementsprechend sehen die Zahlen 2026 besser aus."

Carsten

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: bsbw

Datum: 31.07.26 22:25

Das ist jetzt Satire. Oder? Welche Erfolge? Zahlen hin- und herschieben ist murks. Da sind keine Erfolge wirklich vorhanden. Schade, selbst Frau Palla hat nun innerhalb kurzer Zeit bewiesen es nicht mit der Ehrlichkeit zu haben. Was Sie aber gut kann, sich aus der Schusslinie zu nehmen.
jsbach schrieb:
Warum hat Merz dann den Verkehrsminister rausgeschmissen?
Er hat die Evelyne doch ins Amt gebracht.
Und damit erst solche Erfolge ermöglicht.

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: bsbw

Datum: 31.07.26 23:23

Ich habe jetzt mal das ZDF Video mir angeschaut
[www.zdf.de]
Ich kann da nur bestätigen, was politisch in Deutschland seit Ewigkeiten schief läuft.
Der Bericht ist gut gemacht. Die Deutsche Bahn soll sich mal nicht in die Hose machen.
Läuft doch völlig nach Plan Deutschland bis 2035 klimaneutral zu machen. Das geht nur mit viel Geld und Verzicht auf überkommene Privilegien.

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: bsbw

Datum: 01.08.26 20:38

Klimaneutral ist so ein echter Unfug. Weil die Dinge die man da ansetzen kann um es sich schön zu rechnen Unfug sind.
Klimaneutral wird man auch nicht, wenn man Solar- und Windenergie nicht speichern kann.
Schon vor über 20 Jahren gab es wissenschaftliche Studien zu diesem Thema. Erst die Speicher errichten, dann Solar und Wind ausbauen.
Meine Frau hatte einen Vorgang auf dem Tisch, wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.
Soviel zum Thema "viel Geld"....

WernerS schrieb:
Läuft doch völlig nach Plan Deutschland bis 2035 klimaneutral zu machen. Das geht nur mit viel Geld und Verzicht auf überkommene Privilegien.
Carsten Hölscher schrieb:
[www.msn.com]

"Der Ursprung des plötzlichen Geldsegens findet sich auf Seite 64 des Zwischenberichts – in Zeile 4 der Gewinn- und Verlustrechnung. Dort ist unter „Sonstige betriebliche Erträge“ ein Plus zum Vorjahreshalbjahr von nominal über einer Milliarde Euro abzulesen. Der Löwenanteil dieses Geldes stammt vom Bund – 0,9 Milliarden an höherer Förderung für die Instandhaltung –, der Rest kommt vor allem durch Fahrzeugverkäufe bei DB Cargo und Fernverkehr zustande.
Was bleibt also von den guten Nachrichten? Auf den ersten Blick wenig...."

"DB Cargo hat viel Bilanzkosmetik betrieben und Verluste in das Jahr 2025 geschoben, dementsprechend sehen die Zahlen 2026 besser aus."

Carsten
Ich habe mir diese Zeile 64 angesehen.
Es handelt sich um Kostenübernahmen durch den Bund für zusätzliche Aufwände.
Diese Aufwände verteilen sich auf verschiedene andere Zeilen.
Unter dem Strich ist das jedenfalls kein wesentlicher Beitrag zur Ergebnisverbesserung.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin
bsbw schrieb:
Klimaneutral wird man auch nicht, wenn man Solar- und Windenergie nicht speichern kann.
Es ist immer wieder faszinierend, wie viele Leute es selbst dann noch ablehnen, wenn es längst funktioniert. Mehr als 60% des Stroms in Deutschland kommt schon von den Erneuerbaren, bislang (aber nicht mehr lange) quasi ohne Batteriespeicher.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: andreas +

Datum: 03.08.26 10:37

bsbw schrieb:
..., wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.

=> schlecht gemachte rechtliche Regelungen (gibt es auch anderswo)

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Traumflug

Datum: 03.08.26 16:22

andreas + schrieb:
bsbw schrieb:
..., wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.

=> schlecht gemachte rechtliche Regelungen (gibt es auch anderswo)
Vermutlich nicht eingehaltene Zusagen, das Netz für den Anschluss auszubauen. Einen Solarpark zu bauen, der dann nicht angeschlossen wird, macht auch mit üppigen Subventionen keinerlei Sinn. Niemand baut irgendwas um 5 Millionen Subventionen abzugreifen, wenn er selbst eine weitere Million drauf legen muss.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: andreas +

Datum: 03.08.26 20:34

Traumflug schrieb:
Vermutlich nicht eingehaltene Zusagen, das Netz für den Anschluss auszubauen. Einen Solarpark zu bauen, der dann nicht angeschlossen wird, macht auch mit üppigen Subventionen keinerlei Sinn. Niemand baut irgendwas um 5 Millionen Subventionen abzugreifen, wenn er selbst eine weitere Million drauf legen muss.
Ja, kann natürlich auch sein

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: bsbw

Datum: 04.08.26 21:19

Du darfst sicher sein, er hat sich damit ein schönes Sümmchen verdient und nicht draufgezahlt.
Das kann ich aus sicherer erster Quelle sagen.
Kein Einzelfall.
Traumflug schrieb:
andreas + schrieb:
bsbw schrieb:
..., wo ein Investor einen Solarpark errichtet hat. Dieser ist nie ans Netz gegangen.
Trotzdem gab es Millionen Euro Fördermittel aus dem EU-Topf. Denn es stand nirgends, die Zahlung der Fördergelder für die Errichtung werden nur ausgezahlt im Verhältnis der eingespeisten Energie.

=> schlecht gemachte rechtliche Regelungen (gibt es auch anderswo)
Vermutlich nicht eingehaltene Zusagen, das Netz für den Anschluss auszubauen. Einen Solarpark zu bauen, der dann nicht angeschlossen wird, macht auch mit üppigen Subventionen keinerlei Sinn. Niemand baut irgendwas um 5 Millionen Subventionen abzugreifen, wenn er selbst eine weitere Million drauf legen muss.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Traumflug

Datum: 05.08.26 03:13

bsbw schrieb:
Du darfst sicher sein, er hat sich damit ein schönes Sümmchen verdient und nicht draufgezahlt.
Das kann ich aus sicherer erster Quelle sagen.
Kein Einzelfall.
Hast du eigentlich mehr als diese schwurbeligen Andeutungen?

Klar ist, dass der Umbau der Energiewirtschaft weitgehend funktioniert und dafür, dass wir eine nahezu komplett neue Energieversorgung bekommen, ziemlich preiswert ist.

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: LIW

Datum: 05.08.26 06:17

Traumflug schrieb:
bsbw schrieb:
Klimaneutral wird man auch nicht, wenn man Solar- und Windenergie nicht speichern kann.
Es ist immer wieder faszinierend, wie viele Leute es selbst dann noch ablehnen, wenn es längst funktioniert. Mehr als 60% des Stroms in Deutschland kommt schon von den Erneuerbaren, bislang (aber nicht mehr lange) quasi ohne Batteriespeicher.
Das kopflose und extrem teure Energiesystemumbauen hat den Strom bei uns so teuer gemacht, dass die Industrie in großem Stil abwandert. Metall, Chemie und die Jobs gleich mit.
Das findest du gut?
LIW schrieb:
Das kopflose und extrem teure Energiesystemumbauen hat den Strom bei uns so teuer gemacht, dass die Industrie in großem Stil abwandert. Metall, Chemie und die Jobs gleich mit.
Hier sind die Strompreise im EU-Vergleich:

Screenshot 2026-08-05 at 07-19-52 vbw-Studie-Internationaler-Energiepreisvergleich.pdf-or8.png
Quelle: Vereinigung der bayerischen Wirtschaft [www.vbw-bayern.de] PDF-Seite 14

Was sieht man da?

– Der Strompreis in Deutschland ist im Mittelfeld.
– Länder mit wenig Erneuerbaren (Polen, Rumänien, Ungarn, etc.) sind typisch teurer.
– Länder mit viel Erneuerbaren (Skandinavien, Dänemark, Spanien) sind typisch günstiger.

Daher empfehle ich, weniger Radio Söder zu hören und weniger Bild zu lesen.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: bsbw

Datum: 05.08.26 12:58

"... dass wir eine nahezu komplett neue Energieversorgung bekommen, ziemlich preiswert ist."

Keine Ahnung was Du damit sagen willst. Fakt ist, alle Verbraucher ohne E-Auto subventionieren die Dienstwagen.
[www.vwfs.de]

Fakt ist, die Energieversorgung muss völlig neu aufgebaut werden.
Bei uns in der Wohngegend (Siedlung aus den 50er Jahren, heute teilweise unter Denknmalschutz) gibt es ZWEI öffentliche Lademöglichkeiten, weil für mehr die Leitungen nicht geeignet sind.
Und natürlich nicht mit 150 kW [www.autolevy.de]
Dann würde hier in Berlin-Charlottenburg Nord das Licht ausgehen.
Preiswert mag es sein, wo Einfamilienhäuser in neuen Wohngegenden entstanden sind.
Und der Umbau der Energiewirtschaft hat 20 Jahre verschlafen. Wie oft standen die Windräder bei Wind still, weil es keine Speicher gab.
Das konnten wir regelmäßig beobachten, wenn wir z.B. im Raum Cuxhaven unterwegs waren.


[www.vwfs.de]

Traumflug schrieb:
bsbw schrieb:
Du darfst sicher sein, er hat sich damit ein schönes Sümmchen verdient und nicht draufgezahlt.
Das kann ich aus sicherer erster Quelle sagen.
Kein Einzelfall.
Hast du eigentlich mehr als diese schwurbeligen Andeutungen?

Klar ist, dass der Umbau der Energiewirtschaft weitgehend funktioniert und dafür, dass wir eine nahezu komplett neue Energieversorgung bekommen, ziemlich preiswert ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 12:58.
Hallo,

danke für den Link. Es mußte mal eine positive Meldung sein. Es gibt unterschiedliche Meinungen, hier z.B. eine:[www.handelsblatt.com]
Die Deutschen Bahn AG erhält jährlich einige Milliarden Euro als Zuschuß: [ir.deutschebahn.com] , [www.eba.bund.de]
Es wäre ein klare Trennung von Bahninfrastruktur (Rechtsform?, aber keine AG) und dem Verkehr auf den Schienen nötig. Die Bahninfrastruktur sollte wie die Staßeninfrastruktur vom Steuerzahler finanziert werden. Damit wäre eine Chancengleichheit beider Systeme vorhanden. Für die Benutzung der Schienen werden Gebühren und transparente Bedingungen festgelegt.
Bei der Bahn hat man jahrzehntelang nur auf die Kosten gesehen, wobei die Bahn die Infrastruktur selbst finanzieren mußte. Die Straßen wurden und werden vom Steuerzahler finanziert. Es muß ein klares Bekenntnis der Regierenden zur Bahn als ökologisches Transportmittel geben, was sich auch in einer entsprechenden Finanzierung widerspiegeln sollte. Die Bahn hat versucht, die Reduzierung der Kosten durch Reduzierung der Infrastruktur zu erreichen - in meinen Augen kontraproduktiv.
Noch ein Wunsch: Einheitliche km-Preise mit transparenten Ermäßigungen und Fahrkarten ohne Zugbindung.

Gruß aus Magdeburg

Klaus

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Traumflug

Datum: 05.08.26 16:07

bsbw schrieb:
Fakt ist, alle Verbraucher ohne E-Auto subventionieren die Dienstwagen.
[www.vwfs.de]
Niemand wird davon abgehalten, ebenfalls ein E-Auto zu verwenden. Gebrauchte gibt es inzwischen ab ~4000 Euro. Neuwagen zum etwa gleichen Preis wie Verbrenner.


bsbw schrieb:
Bei uns in der Wohngegend (Siedlung aus den 50er Jahren, heute teilweise unter Denknmalschutz) gibt es ZWEI öffentliche Lademöglichkeiten, weil für mehr die Leitungen nicht geeignet sind.
Und natürlich nicht mit 150 kW [www.autolevy.de]
Dann würde hier in Berlin-Charlottenburg Nord das Licht ausgehen.
Eine weit verbreitete Fehlwahrnehmung ist, dass man für ein E-Auto eine öffentliche Schnelllademöglichkeit oder eine Wallbox bräuchte. Eine normale Steckdose mit 3 kW ist für die täglichen Besorgungen völlig ausreichend. Die lädt über Nacht Strom für 100-200 km, da ist der Akku immer voll. Das "tanken fahren" fällt dann einfach weg.

Hat schon jeder Parkplatz so eine Steckdose? Nein, natürlich nicht. Mit Schwurbeleien über Subventionsbetrug wird das aber nicht besser. Da muss man schon anpacken und eine Leitung verlegen.

Re: Deutsche Bahn - > Klima

geschrieben von: Carsten Hölscher

Datum: 05.08.26 17:03

Traumflug schrieb:
Hat schon jeder Parkplatz so eine Steckdose? Nein, natürlich nicht. Mit Schwurbeleien über Subventionsbetrug wird das aber nicht besser. Da muss man schon anpacken und eine Leitung verlegen.
Von Subventionsbetrug hab ich nichts gelesen. Es ist aber Fakt, dass der Staat privat mitgenutzte Dienstwagen über die bei E-Wagen deutlich reduzierte Pauschalversteuerung bezuschusst. Also die Allgemeinheit zahlt am Ende für die Anschaffung bzw. Nutzung der Dienstflotten durch entgangene Steuern. Bis 2030 irgendwas bei 40 Mrd Euro die der Staat bei den E-Autos ausgibt bzw. nicht einnimmt durch die reduzierte Dienstwagensteuer und das Fehlen einer der Mineralölsteuer vergleichbaren Abgabe.

Wegen der Steckdose. Relevant ist ja nicht die einzelne Steckdose, sondern der Energiegesamtbedarf einer Siedlung. Also Ob ich nun mit Wallbox in einer Stunde oder mit Steckdose in 5 Stunden lade, ist grundsätzlich erstmal egal, das ändert nur die Verteilung des Energiebedarfs.

Carsten
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