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Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: Rook

Datum: 30.07.26 01:54

Hallo

aktuell aus der Presse:

Die Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt - der erste Gewinn seit sieben Jahren.

Auch die Zahl der Fahrgäste stieg demnach deutlich.


[www.tagesschau.de]

Viele Grüße
Rook




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 02:05.

Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: Turner

Datum: 30.07.26 05:40

[www.n-tv.de]

Scheinbar ist nicht immer alles so schlecht, wie es von Sven's, Gastronomie's & Co. in DSO immer wieder so hochbeschworen wird!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 05:51.

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 30.07.26 06:29

Scheinbar oder sogar anscheinend?

.

Ebit bei 297 Millionen Euro

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 06:41

Zitat
Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag bei plus 297 Millionen Euro.
https://www.boerse.de/nachrichten/Deutsche-Bahn-legt-Halbjahresbilanz-vor/38486499

Re: Presse: Deutsche Bahn erstmals seit 7 Jahren mit Gewinn

geschrieben von: LIW

Datum: 30.07.26 08:13

Was sind das denn für Taschenspielertricks und wie soll die Bahn überhaupt "Gewinn" machen können? Die Bahn bringt der Volkswirtschaft insgesamt was, ist aber natürlich ein Zuschussgeschäft. Oder man klammert die ganzen Kosten in irgendwelche separaten Gefilde aus, Bad Bahn oder so?

Ich bin gegen diese Augenwischerei und auch dieses blöde Jubeln und Untergangsgetue im Wechsel. Aber das ist die moderne, "motivierende" Wirtchaftskommunikation.
Das schmälert nicht die Leistungen der Bahn, aber man muss auch sagen, die Fahrpreise sind oft reiner Wucher, gepaart mit irgendwelchen Sonderaktionen zum Ramschpreis. Das ist eher keine kaufmännisch sinnvolle Linie und die scheint ja mit dem "Gewinn" behauptet zu werden. Der Güterverkehr profitiert natürlich von den Dringlichkeitstransporten, aber in der Fläche gibt man ihn ja weitgehend auf und hat die Kunden verloren. Die Bahn ist nicht über den Berg.
Beim stillen Studieren dieser Sätze musste ich mich zwangsläufig fragen: Was bin ich lesend?

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: Plutone

Datum: 30.07.26 08:42

Turner schrieb:
[www.n-tv.de]

Scheinbar ist nicht immer alles so schlecht, wie es von Sven's, Gastronomie's & Co. in DSO immer wieder so hochbeschworen wird!
Also wenn man mit dieser Betriebsqualität immer noch Gewinne machen kann, scheint schon vieles im argen zu liegen.
Zum Beispiel: Auch die Autobahnen sind überlastet und marode, die Innenstädte der meisten Groß- und mittlerweile auch Kleinstädte sind völlig überrannt, weil auch im ÖPNV überall das Geld fehlt oder für andere Sachen ausgegeben wird (z.B. Wirtschaftsförderung, die im Grunde so aussieht, dass man Großunternehmen Geld gibt, damit sie trotz schlechter Anbindung in die Stadt kommen, statt sie mit ner selbst eingerichteten guten Anbindung zu locken). Und durch das Billig-Ticket "Deutschland-Ticket" hat man sich die Züge natürlich in Nahverkehr auch mit vielen Freizeit-Fahrgästen vollgemacht, während die Pendlerzahlen eigentlich dramatisch zurückgehen (Stichwort Zuverlässigkeit). Das D-Ticket übertüncht dabei politisch fein, dass wir eigentlich immer noch tief in einer Krise stecken. Wenn die Früh-HVZ kaum noch existiert, aber sich das Land hinstellt und freut, man habe die Vor-Corona-Fg-Zahlen fast wieder erreicht (durch D-Ticket, viel Freizeitverkehr und trotz Homeoffice), ist das halt real trotzdem alles Schönfärberei.

Im Gegenteil: man sollte sich mal vor Augen halten, welches Bahn-Potenzial man in den Wind geschossen hat, weil die DB in der Zeit des Verkehrswende-Ansatzes (ca. 2016-Corona) bis heute komplett quer im Stall stand, vor allem infrastrukturell, aber auch in der Umsetzung von Mehrleistungen im Nahverkehr.

Die Bahn könnte schon mehr sein, als der Notnagel oder das "kleinere Übel" gegenüber Staus und Verkehrsinfarkt in den Ballungsräumen mittlerweile auch auf der Straße.
LIW schrieb:
Was sind das denn für Taschenspielertricks und wie soll die Bahn überhaupt "Gewinn" machen können? Die Bahn bringt der Volkswirtschaft insgesamt was, ist aber natürlich ein Zuschussgeschäft. Oder man klammert die ganzen Kosten in irgendwelche separaten Gefilde aus, Bad Bahn oder so?

Ich bin gegen diese Augenwischerei und auch dieses blöde Jubeln und Untergangsgetue im Wechsel. Aber das ist die moderne, "motivierende" Wirtchaftskommunikation.
Das schmälert nicht die Leistungen der Bahn, aber man muss auch sagen, die Fahrpreise sind oft reiner Wucher, gepaart mit irgendwelchen Sonderaktionen zum Ramschpreis. Das ist eher keine kaufmännisch sinnvolle Linie und die scheint ja mit dem "Gewinn" behauptet zu werden. Der Güterverkehr profitiert natürlich von den Dringlichkeitstransporten, aber in der Fläche gibt man ihn ja weitgehend auf und hat die Kunden verloren. Die Bahn ist nicht über den Berg.
Vor allem, wenn man sich überlegt, wie die DB als Infrastrukturbetreiber alles ihrem Fernverkehr zu Füßen legt, die komplette Disposition auf ihren Fernverkehr ausrichtet, um diesen zumindest in der 6-Min-Pünktlichkeit über 50% zu halten, während das Netz völlig vor die Hunde geht und mit Milliarden subventioniert werden muss und die DB als Konzern wie ein schwarzes Loch wirkt aufgrund ihrer AG-Struktur.
Und das alles, um in genau einem Teilbereich Fernverkehr jetzt einen vergleichsweise kleinen Gewinn "verkaufen" zu können, den sie eigentlich vor allem dem Verkehrsinfarkt auf der Straße und hohen Spritpreisen zu verdanken hat.

Wenn die Auto-Industrie die E-Mobilität nicht so verpennt und ausgebremst hätte, wäre der Gewinn vmtl. schon dahin gewesen.
Man könnte es aber auch für eine clevere Strategie halten: Man treibt die Leute im Nahverkehr alle in den PKW-Verkehr, um die Straßen dicht zu machen, damit der Fernverkehr freie Fahrt hat und wie eine Lösung wirkt.

Ich denke aber nicht, dass die DB eine verkehrliche Strategie hat. Sobald man da in den Strategie-Bereich kommt, geht es nur noch ziemlich direkt um Geld, Geld, Geld...
Vor wenigen Jahren hat man noch mit den SPNV-AT gemeinsam Baustellen geplant, damit so wenig Züge wie möglich ausfallen, weil man auch mit Trassen und teils Fahrgeldeinnahmen Geld verdient hat.

Heute sperrt man ohne großartig zu bauen und das Geld scheint ja trotzdem zu fließen.

Und solang für die Bahn in diesem jämmerlichen Zustand irgendwas gut ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um professionell organisiertes Marketing handelt, nicht um "Erfolge" im Sinne von Erfolg.
Ich verlagere Kosten in Kredite, erhöhe die "open end" Gesamtschulden und weise Gewinne von 2 ct pro Umsatzeuro aus. Das ist wie bei Lidl. Zusätzlich gab es für Ausgaben noch Mrd investzuschüsse des Bundes als geschenktes Geld, das nicht abgeschrieben wird, aber zukünftig gewartet werden muss.

Cargo hat kolpotiert große Verlusten, die andere Sparten ausgleichen müssen. Oder sind alle Kosten schon in den letzten einmalig negativ bilanziert, damit es in den Folgejahren schöner aussieht.
Der Gesamtumsatz müßte nach Schenker Verkauf rd 10 Mrd bzw 30% geringer ausfallen als in Vorjahren.
Die Gesamtpünktlichkeitsquote liegt bei 80%, nachdem das ZDR DB mit Belgien und 85% auf alle Zugarten verglichen hat, hat DB und Schnieder plötzlich deren Gesamtpünktlichkeitsquote entdeckt, und bis heute nicht die PÜnktlichkeitsmessung eines jeden Halts an Bahnhöfen verstanden und nicht des Zuges im gesamten.
ingo st. schrieb:
Cargo hat kolpotiert große Verlusten, die andere Sparten ausgleichen müssen.
Oder sind alle Kosten schon in den letzten einmalig negativ bilanziert, damit es in den Folgejahren schöner aussieht.
Gem. Auflagen der EU wurde
Zitat
Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der DB AG und der DB Cargo AG wurde zum 31. Dezem­ber 2024 gekündigt
2. Letztes Jahr hat man mit der Sonderabschreibung für DB FV in Mrd.-Höhe die Grundlage geschaffen dieses Jahre "nette" Zahlen ausweisen zu können...

Mission accomplished

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.26 09:15

Deine Wortmeldung ist doch ein guter Indikator, daß Pallas Strategie, gleich zu Beginn ihrer Amtsschaft eine große finanzielle Grausamkeit zu vollziehen, indem die 2025er tief in die Unternehmensfarbe – rot – getüncht wird.

Was niemand weiß, auch Palla und ihre Palladine (kl. Wortspiel) nicht, ist wie die Zukunft aussehen wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 09:59.

Re: Mission accomplished

geschrieben von: TranelG

Datum: 30.07.26 09:27

Wenn ich als Betriebswirt die Kommentare hier lese, dann wird mir schlecht.

Re: Es ist nicht immer alles so schlecht.......

geschrieben von: bauigel

Datum: 30.07.26 09:28

Plutone schrieb:
Zitat:
Also wenn man mit dieser Betriebsqualität immer noch Gewinne machen kann, scheint schon vieles im argen zu liegen.
Ich halte deinen Beitrag generell für unglücklich formuliert - insbesondere den hervorgehobenen Bereich. Wir sprechen hier von einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung - während du in deinen Beitrag schleichend zu volkswirtschaftlichen Betrachtung wechselst. Ich gehe im Übrigen nicht davon aus, dass den höheren Kosten für eine spürbare Erhöhung der Betriebsqualität entsprechend höhere Einnahmen gegenüberstehen würden.

Oder neudeutsch: You get what you pay for...

Re: Bei der Performance gewagt

geschrieben von: Bahnsteig13a

Datum: 30.07.26 09:29

Turner schrieb:
[www.n-tv.de]

Scheinbar ist nicht immer alles so schlecht, wie es von Sven's, Gastronomie's & Co. in DSO immer wieder so hochbeschworen wird!
Absolut. Dieser Gewinn steht dafür dass alles perfekt ist, was jammert ihr oder?
Jetzt sind alle Probleme im Netz, der katastrophale Zustand der Infrastruktur, die miese Performance und die Feststellung dass man keine Besserung merkt, wie weggefegt.

Wenn man also mal wieder an wegen La-Stellen übersäten Strecken zu spät ist, Anschlüsse verpasst und Kreuzungen mangels ausreichend Kreuzungsgleisen die Probleme durch den ganzen Tag ziehen, kann man sich mit deinen Worten trösten.
Da springst du an den Bahnsteig und rufst den Leuten die ihren Anschluss verpasst haben, vielleicht schon den zweiten der Reisekette zu: "Alles nicht schlimm, der Komzern macht Gewinn, was jammert ihr,"
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
DEAL - mein Unwort des Jahrzehnts

Re: Bei der Performance gewagt

geschrieben von: Turner

Datum: 30.07.26 10:10

Bahnsteig13a schrieb:
Da springst du an den Bahnsteig und rufst den Leuten die ihren Anschluss verpasst haben, vielleicht schon den zweiten der Reisekette zu: "Alles nicht schlimm, der Komzern macht Gewinn, was jammert ihr,"
In meinem Alter werde ich nicht mehr springen, außerdem hat das eine nicht mit dem anderen zu tun!! Hast du leider nicht erkannt.

Und ja, ich kenne die Bahn noch aus anderen und besseren Zeiten als Deutsche Bundesbahn.
Die war besser? Nein, es gab auch Probleme, die aber nicht von Eisenbahnfans plattgetreten wurden und auch das Internet gab es noch nicht, wo jeder rumposaunen konnte.

Wer kennt den Spruch nicht, "ist das Glas halb voll oder halb leer?"

In unserem Verkehrsbetrieb läuft auch nicht mehr alles rund, in anderen auch nicht, man kennt sich untereinander.

Warum, weil die Politik Anfang der Neunziger alles umbauen wollte und verändert hat im öffentlichen Dienst und bei der DB!

HEUTE erntet man das, was damals gesät wurde! Und die damaligen Stimmen, die vor zu viel Einsparungen gewarnt hatten, die wurden damals mundtot gemacht!

Daher, es sind weder die DB noch Verkehrsbetriebe selber die Blockierer, dass kam/kommt von anderen Seiten her, so wie das jetzt läuft - oder auch nicht läuft.

Das wird auch gerne übersehen von Bahnfans und anders dargestellt, weil sie Negativdarstellung rauf und runter und ständig offenbar chic finden.

Die Probleme sind den Verantwortlichen der Betrieben sehr wohl bekannt, leider lässt sich manchmal nicht gegensteuern, weil wieder blockiert wird!

Der neue Verkehrsminister wirds schon richten... falls nicht, wird er auch gechasst und beschimpft werden. Das ist ja so der neue Umgang miteinander.
Rook schrieb:
Die Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt - der erste Gewinn seit sieben Jahren.

Auch die Zahl der Fahrgäste stieg demnach deutlich.
Hört sich erst mal gut an. Wie der Artikel aber selber sagt, ist der Grund für den Anstieg der Fahrgäste wohl in erster Linie eine Kombination aus Corona-Erholung und hohen Spritpreisen. Wahrscheinlich kommt noch hinzu, dass gerade wenig Fahrzeugbestellungen anstehen. Das sagt leider wenig darüber aus, ob man bei der Bahn auf einem Richtigen Weg ist und ob diese Entwicklung nachhaltig ist.

DB Cargo: operatives Ergebnis - 1 Mio EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:05

Zitat
DB Cargo verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 erneut Rückgänge bei Transportleistung und Umsatz. Dazu trug die anhaltend schwache Nachfrage der Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie bei. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 96 Millionen Euro. Mit einem Minus von 1 Million Euro ist die schwarze Null zum Greifen nahe. DB Cargo setzt Schritt für Schritt den harten Sanierungsplan um, auch um Vorgaben der EU-Kommission zu erfüllen.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-Ergebnis-nach-Steuern-erstmals-seit-2019-mit-147-Millionen-Euro-wieder-positiv-13986680



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 11:07.

DB InfraGO: operatives Ergebnis - 66 Mio. EUR

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.26 11:06

Zitat
Die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO hat das erste Halbjahr 2026 mit einem operativen Ergebnis von minus 66 Millionen Euro abgeschlossen.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-Ergebnis-nach-Steuern-erstmals-seit-2019-mit-147-Millionen-Euro-wieder-positiv-13986680
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