geschrieben von: 423 252-6
Datum: 30.07.26 10:08
Genau - aber eben nicht der Fahrgast.Hast du nicht gelesen oder willst du unbedingt recht haben? Man macht eine Fahrgastbefragung, stellt dann die Wünsche zusammen, nimmt dann den Durchschnitt und eigene Vorstellungen und hat dann ein Fahrzeug, der Fahrgast hat selbstverständlich nicht die 100 % Macht, aber er entscheidet mit.
Wie ich in meinem vorherigen Beitrag bereits angerissen habe, spricht auch die Betriebsqualität gegen eine möglichst hohe Sitzplatzdichte, außerdem muss ein Fahrzeug verschiedene Nutzungsansprüchen genügen, die teilweise auch in Konkurrenz zueinander treten. So sollen auch die Belange des Freizeitverkehres nicht unberücksichtigt bleiben oder der Umstand, dass die S-Bahn auch als Flughafenzubringer genutzt wird. Man kann z. B. die zunehmende Bedeutung der S-Bahn im Freizeitverkehr – wie du es verlangst – natürlich auch völlig ignorieren. Außerdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass sich das Nachfrageverhalten seit der COVID-19-Pandemie nachhaltig verändert hat. Diese Erkenntnis lässt sich über eine Auswertung der Daten, die durch das automatische Fahrgastzählsystem (AFZS) erhoben werden, sehr gut belegen. Diese Daten sind auch belastbarer als die subjektive Wahrnehmung eines „Nutzer-Profis“ [sic!].Dann präsentier uns doch bitte mal die Studie, die sagt, dass Fahrgäste lieber eine halbe Stunde und noch länger stehen als sitzen!? Gerne auch mit den konkret gestellten Fragen.
Grüße
die Honigbiene
geschrieben von: bahnfreundsiggi
Datum: 30.07.26 13:02
Mit dem Abschnitt G ist somit wohl die Schließung aller DB Reisezentren in der Region Stuttgart (Tarifgebiet des VVS), außer Stuttgart Hbf selbst, beschlossen. Denn ist wohl kaum zu erwarten, dass die SSB mit der DB Vertrieb zusammenarbeiten wird, sofern diese bis dahin überhaupt noch eigenständig existiert. DB Fernverkehr wird ganz sicher keine eigenständigen Kundenzentren in der Region erhalten wollen.
geschrieben von: VT
Datum: 30.07.26 13:18
Das Problem könnte bei der DBVertrieb bzw. DBFV liegen. Die müssen halt mal von ihrem hohen Roß steigen und normal mit den Leuten reden. DBFV wird dann von den Verkaufsstellen mitbedient, sofern da eine Einigung erfolgt. Und glaub nicht, dass das nicht bei der NVBW bzw. dem Verkehrsministerium genau verfolgt wird. Was macht die DB Vertrieb bzw. DBFV wenn das Land bzw. die Verbünde eine eigene Vertriebsgesellschaft unter Federführung der SSB/SWEG und Beteiligung der Verbünde ins Leben rufen? Dann sind die flächendeckend ihre Arbeit los.Man macht es nicht selber sondern lässt machen: [www.baden-wuerttemberg.de]
Hallo zusammen,Welche Anforderung soll dabei nicht erfüllt werden?
die Meinungen unter den "Profis" gehen aber auch auseinander, was Barrierefreiheit bei einem solchen Zug ausmachen soll. Die Rollstuhlplätze wären so nach TSI PRM nicht zulässig, wie auch schon beim gezeigten Redesign für Stuttgart. Die gleiche Begründung wie damals hat man bei neuen Zügen nicht. Andere Details wären mit diesem Entwurf aber besser machbar, je nach Umsetzung der Details.
Gruß
Bernd
geschrieben von: Endbahnhof
Datum: 30.07.26 15:49
Das Problem könnte bei der DBVertrieb bzw. DBFV liegen. Die müssen halt mal von ihrem hohen Roß steigen und normal mit den Leuten reden.Nun ist es allerdings so, dass der Vertrieb im DB Konzern seit Jahren eine untergeordnete Rolle spielt.
Ich sage mal ganz ehrlich, ich würde das begrüßen. Den Fahrkartenvertrieb kann man mit der Tourismusverwaltung bündeln und so in den Hotspots attraktive Öffnungszeiten bieten.Was willst du dort mit einem Fahrkartenschalter oder -verkauf? Leute, die in touristische Gebiete fahren, haben bereits alles in der Tasche was sie brauchen. In vielen Fällen fährt der Touri mit seiner Gästekarte sogar im ÖPNV kostenlos oder zahlt nur einen geringen Betrag. Der braucht also niemanden vor Ort. In Zeiten der Digitalisierung schon dreimal nicht.
Es fällt eh auf, dass man dem Konzern DB immer weniger Aufgaben zutraut. Da herrscht wohl ein tiefgreifendes Vertrauensdefizit.Ich weiß nicht was dir da genau auffällt. Vielleicht magst du uns in dein Geheimnis einführen?
- Tunneltauglichkeit über 5 km sollten die Züge wohl unabhängig von S21 haben. Sonst könnten sie nur während der Stammstreckensperrung eingesetzt werden :-)Also die 423 & 430 können heute nicht zb durch den Fildertunnel und den Tunnel Ober/Untertürkheim fahren, offenbar weil die Tunnellänge zwischen Stationen zu lang ist.
- Zumindest in den Planungen der Region gibt es mehrere Optionen, die künftig weitere Flügelungen notwendig machen könnten. Göppingen steht auf der Liste, Weilheim/Oberlenningen könnte auch kommen und Kirchheim Neckar/Vaihingen Enz wurde auch mal diskutiert. Da ist man dann mit einer Dreiteilung wohl flexibler unterwegs. Zumal die Außenabschnitte teilweise nur für zwei Einheiten ausgelegt sind. Und nach Calw wird man sicherlich auch nicht mit drei Einheiten fahren.Nach Calw sind die Tunnel wohl generell nur für 80 Meter lange Züge zugelassen, da man diese ja wegen der Fledermäuse verengt hatte und man so ein Problem mit den Rettungswegen bekam. Siehe [www.youtube.com] ab 1:34:00
Dann präsentier uns doch bitte mal die Studie, die sagt, dass Fahrgäste lieber eine halbe Stunde und noch länger stehen als sitzen!? Gerne auch mit den konkret gestellten Fragen.Grundsätzlich hat man in Stuttgart die recht komfortable Situation, dass es außer nach Weil der Stadt parallelen Nahverkehr gibt, der wahrscheinlich von Reisenden die weiter fahren eher genutzt wird. Bei der Breisgau-S-Bahn oder im Rhein-Neckar-Raum ist das weniger der Fall.
Auch zeig uns doch bitte die Ergebnisse der Fahrgastzählung, in wievielen Fällen die bisherigen Mehrzweckräume nicht ausgereicht haben, dass diese nun noch mehr vergrößert werden müssen?!
geschrieben von: Sebastian2
Datum: 30.07.26 21:10
Fahrgastbefragungen zeigen, dass eine möglichst hohe Dichte an Festsitzen, wie du sie forderst, überhaupt nicht gewünscht wird, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Festsitzplätzen, Klappsitzplätzen und Mehrzweckbereichen.Welche Frage wurde den konkret gestellt?
Welche Anforderung soll dabei nicht erfüllt werden?Hallo E235JREMU-0,
Ein schönes Beispiel für die Diskrepanz zwischen der subjektiven Wahrnehmung und der objektiven Faktenlage ist der Radverkehr: Obwohl sich Radfahrer nach Ansicht einiger generell nicht an Verkehrsregeln halten würden, trägt bei etwa 75 % aller Verkehrsunfälle zwischen Autofahrern und Radfahrern der Autofahrer aufgrund eines Regelverstoßes mindestens die Hauptschuld.Das ist aber eine völlig irrelevante Zahl, solange es keine Vergleichszahlen gibt. Wie sieht es denn im Vergleich Radfahrer - Fußgänger aus? Haben da auch 75% der Fußgänger die Hauptschuld? Ich als Fußgänger fühle mich öfter von Radfahrern gefährdet als von Autofahrern.
Auf der anderen Seite, muss ich zugeben, werte ich für mich persönlich einen Stehplatz wie einen ausgefallenen Zug. Zwei mal in Folge und das Abo wäre beendet.Ich kenne Fahrgäste, die leisten sich die erste Klasse, um einen Sitzplatz zu bekommen. Ohne wären die beim Auto, weil sie nicht stehen wollen.
geschrieben von: dt8.de
Datum: 01.08.26 11:12
Während ich diesen Beitrag schreibe sitze ich übrigens neben meinem Rad im Zug.Beitrag geschrieben um 30.07.26 21:10. Ich denke nicht, dass die Frage nach zu wenigen Sitzplätzen zu der Zeit relevant war.
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