geschrieben von: khaas
Datum: 29.07.26 21:39
Die BEG könnte auch wie in Baden-Württemberg Buslinien bestellen, für die Strecken wo die Züge entfallen.Kann man, aber das macht die Entscheidung auch nicht so viel populärer und viel Geld sparen tut man sich auch nicht. Potentiell sogar noch gefährlicher, weil man nun für die selbe Ersparnis noch viel mehr Strecken abbestellen muss und daher noch viel mehr ländliche MdLs vorsprechen hat, die gerne in ihrem Wahlkreis das nicht hätten. (eh schon überlastete) Mischverkehrsstrecken bieten sich in diesem Fall halt mehr an, da durch die wenigerleistung im SPNV der Anteil von SGV und SPFV an den Zugzahlen zunimmt und diese daher für einen größeren Anteil der Streckenerhaltungskosten aufkommen müssen. Betrifft zwar dann vielnachgefragte Strecken, aber dafür verliert man nicht die Möglichkeit bei einem plötzlichen Umsteuern im Bund relativ bald zum Regelverkehr zurückzukehren. Denn eine einmal stillgelegte Strecke wieder zu reaktivieren ist nicht ganz so einfach und das wissen die Leute vor Ort auch.
geschrieben von: Bahnsteig13a
Datum: 29.07.26 22:59
khaas schrieb:Wo hat bitte Baden-Württemberg Strecken abbestellt und lässt stattdessen Busse fahren? Dein Beispiel geht total am Thema vorbei.Matti der Kleine schrieb:Die BEG könnte auch wie in Baden-Württemberg Buslinien bestellen, für die Strecken wo die Züge entfallen.Dirk Mattner schrieb:Politisch kann man es sich halt nicht leisten. Die Taktverstärker im Berufsverkehr abbestellen tut bestimmt mehr Leuten weh, aber du schneidest die Leute nicht vom ÖPNV ab sondern verdrängst sie nur auf andere (potentiell nicht im D-Ticket inkludierte) Züge. In Viechtach* (gerade erst reaktiviert, dafür hat man sich auch sehr gefeiert), Bodenmais, Lam* oder Waldmünchen kucken die Leute halt dann auf einen verwaisten Bahnhof und einen leeren Busfahrplan (die Landkreise werden auch nicht plötzlich das Geld für besseren Busverkehr haben) und fragen sich dann, warum die CSU nochmal "gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land" im Wahlprogramm stehen hatte. Bzw. werden die örtlichen MdL von CSU und FW sehr großen Einsatz für den Erhalt dieser Verbindungen zeigen, weil sie 2028 wiedergewählt werden wollen und den unmut ihrer Wähler eher fürchten. Daheim die Kürzung verkaufen können die Augsburger MdL schon eher.N'Abend.Gewisse Kosten bleiben aber trotzdem gleich.
ZitatBevor es da zu großen Kürzungen kommt. Wird der komplette Verkehr nach Viechtach, Bodenmais, Lam oder Waldmünchen eingestellt. Oder auf anderen kleinen Nebenbahnen.Die Frage wäre aber hier: Wieviel würde man an Kosten damit "sparen", die man dann dem Nahverkehr auf den Hauptachsen zugute kommen lassen könnte?
Zwischen Cham und Waldmünchen wird mit einem kleinen Regioschüttler im 2h-Takt auf ein paar Nebenbahnkilometer mit Nebenbahnhaltestellen gependelt.
Wieviele Mireos* könnte man dafür auf Hauptbahntrassen mit teilweise "Premium"-Bahnhöfen der oberen Preiskategorien "gewinnen"?
Ich glaube (weiß es aber nicht!): Damit kommt man eher nicht so weit? (vielleich bis Haspelmoor, Vormittags?)
Insofern würde ich das eher nicht als "Lösungsweg" empfehlen.
Grüßle,
Dirk
Ein Tf der nur mit einem einzelnen Regioshuttle fährt verdient genauso viel sein Kollege der mit 10 Dosto unterwegs ist. Und beim Zugbegleiter ist es dasselbe.
Ebenfalls beim Personal in der Betriebsleitstelle.
Natürlich sind die Trassenpreise und Stationspreise auf den Hauptachsen teurer.
Die Frage ist stelle ich den Verkehr nach Waldmünchen ein. Dadurch leiden nur ein paar hundert Fahrgäste. Oder streiche ich ein RE Zugpaar wo mehr Fahrgäste mit fahren, wie den ganzen Tag nach Waldmünchen.
Natürlich bin ich auch gegen jede Kürzung im ÖPNV, aber jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.
geschrieben von: Node
Datum: 29.07.26 23:06
khaas schrieb:Du führst eine Scheindiskussion, in die gerade wirklich niemand in Bayern einstimmen will. Diese Nebenbahnen hat Bayern deutlich stärker als andere Bundesländer in die heutige Zeit gerettet.Matti der Kleine schrieb:Die BEG könnte auch wie in Baden-Württemberg Buslinien bestellen, für die Strecken wo die Züge entfallen.Dirk Mattner schrieb:Politisch kann man es sich halt nicht leisten. Die Taktverstärker im Berufsverkehr abbestellen tut bestimmt mehr Leuten weh, aber du schneidest die Leute nicht vom ÖPNV ab sondern verdrängst sie nur auf andere (potentiell nicht im D-Ticket inkludierte) Züge. In Viechtach* (gerade erst reaktiviert, dafür hat man sich auch sehr gefeiert), Bodenmais, Lam* oder Waldmünchen kucken die Leute halt dann auf einen verwaisten Bahnhof und einen leeren Busfahrplan (die Landkreise werden auch nicht plötzlich das Geld für besseren Busverkehr haben) und fragen sich dann, warum die CSU nochmal "gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land" im Wahlprogramm stehen hatte. Bzw. werden die örtlichen MdL von CSU und FW sehr großen Einsatz für den Erhalt dieser Verbindungen zeigen, weil sie 2028 wiedergewählt werden wollen und den unmut ihrer Wähler eher fürchten. Daheim die Kürzung verkaufen können die Augsburger MdL schon eher.N'Abend.Gewisse Kosten bleiben aber trotzdem gleich.
ZitatBevor es da zu großen Kürzungen kommt. Wird der komplette Verkehr nach Viechtach, Bodenmais, Lam oder Waldmünchen eingestellt. Oder auf anderen kleinen Nebenbahnen.Die Frage wäre aber hier: Wieviel würde man an Kosten damit "sparen", die man dann dem Nahverkehr auf den Hauptachsen zugute kommen lassen könnte?
Zwischen Cham und Waldmünchen wird mit einem kleinen Regioschüttler im 2h-Takt auf ein paar Nebenbahnkilometer mit Nebenbahnhaltestellen gependelt.
Wieviele Mireos* könnte man dafür auf Hauptbahntrassen mit teilweise "Premium"-Bahnhöfen der oberen Preiskategorien "gewinnen"?
Ich glaube (weiß es aber nicht!): Damit kommt man eher nicht so weit? (vielleich bis Haspelmoor, Vormittags?)
Insofern würde ich das eher nicht als "Lösungsweg" empfehlen.
Grüßle,
Dirk
Ein Tf der nur mit einem einzelnen Regioshuttle fährt verdient genauso viel sein Kollege der mit 10 Dosto unterwegs ist. Und beim Zugbegleiter ist es dasselbe.
Ebenfalls beim Personal in der Betriebsleitstelle.
Natürlich sind die Trassenpreise und Stationspreise auf den Hauptachsen teurer.
Die Frage ist stelle ich den Verkehr nach Waldmünchen ein. Dadurch leiden nur ein paar hundert Fahrgäste. Oder streiche ich ein RE Zugpaar wo mehr Fahrgäste mit fahren, wie den ganzen Tag nach Waldmünchen.
Natürlich bin ich auch gegen jede Kürzung im ÖPNV, aber jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.
*gerade Viechtach und Lam gehören ja nichtmal zum Netz der DBInfraGO, von daher eigentlich schon das falsche Ziel von Kürzungen.
War jetzt nur als Beispiel. Ander Beispiele wo InfraGO für zuständig ist Forchheim- Ebermannstadt oder Breitengrüßbach - Ebern.
Die Pendler aufm FV umzuwälzen ist wohl eher die Fahrgastunfreundliche Variante. Nein, auf den Hauptachsen kannst du kaum was kürzen,gerade auf den Abschnitt München-Augsburg-Donauwörth bzw Ulm.Das Problem liegt ganz woanders: Die ganzen Verkehrsverträge basieren auf Fahrgastzahlen wo es noch vernünftige Fahrpreise gab (auch wenn einige es sich hier nicht vorstellen können, es gab Zeiten ohne Ramschticket und überraschenderweise hat das sogar funktioniert).
Zitat: Die Pendler aufm FV umzuwälzen ist wohl eher die Fahrgastunfreundliche Variante. Nein, auf den Hauptachsen kannst du kaum was kürzen,gerade auf den Abschnitt München-Augsburg-Donauwörth bzw Ulm.Muss das Land halt den eigenen Geldbeutel aufmachen. RegMittel sind dafür nicht vorgesehen.
423 252-6 schrieb:Das wird zurecht kein einziges Land machen, denn der Bund ist das Problem, er weigert sich das von der EU sogar empfohlene Trassenpreismodell anzuwenden und der Bund versagt beim Ausbau der Schiene.Zitat:Muss das Land halt den eigenen Geldbeutel aufmachen. RegMittel sind dafür nicht vorgesehen.Die Pendler aufm FV umzuwälzen ist wohl eher die Fahrgastunfreundliche Variante. Nein, auf den Hauptachsen kannst du kaum was kürzen,gerade auf den Abschnitt München-Augsburg-Donauwörth bzw Ulm.
Dazu kommt noch ein Betreiber der sein Handwerk nicht beherrscht. Auf Dauer macht dies den ÖPNV kaputt.Die MVG zeigt nur, dass sie ihr Handwerk beherrscht. Der öffentliche Nahverkehr ist kein Selbstbedienungsladen, sondern muss mit dem Geld auskommen, das bereit gestellt wird.
Die MVG hat heute bekannt gegeben, dass es wegen dem Deutschlandticket (!!!) zu Abbestellungen 2027 kommen wird.
[www.mvg.de]
Das Problem liegt ganz woanders: Die ganzen Verkehrsverträge basieren auf Fahrgastzahlen wo es noch vernünftige Fahrpreise gabVernünftig ist Ansichtssache...
RamschticketUnd da ist er wieder der Hass gegen das D-Ticket... Und je mehr wieder den ÖPNV nicht mehr nutzen umso besser für die Verkehrswende und das Klima (fällt mir zufällig gerade wegen den heutigen Temperaturen ein).
Die MVG hat heute bekannt gegeben, dass es wegen dem Deutschlandticket (!!!) zu Abbestellungen 2027 kommen wird.Der Stadtrat hat die Entscheidung am 29.07.2026 in der Vollversammlung auf die nächste VV im September vertagt... Das entscheidet die MVG nicht allein. Und bis zur Entscheidung durch den Stadtrat kommt da erst mal gar nichts mit "kommen wird".
[www.mvg.de]
Und da ist er wieder der Hass gegen das D-Ticket... Und je mehr wieder den ÖPNV nicht mehr nutzen umso besser für die Verkehrswende und das Klima (fällt mir zufällig gerade wegen den heutigen Temperaturen ein).Ich will mir gar nicht ausmalen, wie heiß es heute wäre, hätten wir das D-Ticket nicht!
Die BRB hat weitaus mehr mit Bauarbeiten zu kämpfen und schafft es trotzdem einen zuverlässigen Betrieb auf die Beine zu stellen.Dann scheinst Du aber nicht regelmäßig, insbesondere zu Pendlerzeiten, mit der BRB unterwegs zu sein. Maßlos überfüllt und sehr häufig fehlen Zugteile. Von den gesperrten Toiletten mal ganz zu schweigen.
Sven939 schrieb:Die BRB steht auf der für ihn richtigen Seite und daher ist egal wie die Performance ist, Hauptsache es geht für ihn gegen Arverio.Die BRB hat weitaus mehr mit Bauarbeiten zu kämpfen und schafft es trotzdem einen zuverlässigen Betrieb auf die Beine zu stellen.Dann scheinst Du aber nicht regelmäßig, insbesondere zu Pendlerzeiten, mit der BRB unterwegs zu sein. Maßlos überfüllt und sehr häufig fehlen Zugteile. Von den gesperrten Toiletten mal ganz zu schweigen.
Das ist alles recht subjektivEs ist nichts subjektiv, ganz objektives Beispiel von heute (ein Ausschnitt, nicht alle fehlende Wagen):
Über diese Zustände sollte der hier mitlesende Reporter von Merkur/TZ einmal berichten!Vielleicht solltest Du dich einmal anstatt ständig Ausrufezeichen zu setzen einmal mit der realität da drausen beschäftigen was insbesondere bei deiner heiligen DB alles so nicht läuft, anstatt ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen!
geschrieben von: Turner
Datum: 04.08.26 17:58
wo dank des Billigtickets (fast)Wer ständig und immer wieder hier die gleichen RunningGags von Arverio BY und D-Ticket an passenden oder unpassenden Stellen anbringt, hat offenbar mit sich selbst ein Problem und sollte dieses mal fachärztlich untersuchen lassen.
Im übrigen kenne ich fast niemand der sich längere Strecken wie Stuttgart - München im Nahverkehr antut! Die Leute finden ihre Zeit auch nicht auf der Straße! (Ich kann auch Ausrufezeichen setzten)Dann stell dich mal an den Bahnsteig in München und werfe einen Blick in den Zug (rein kommst du 10 Minuten vor Abfahrt sowieso nicht mehr). Da sind Leute mit Gepäck bis unters Dach; die Wenigsten davon steigen in Mering oder Gessertshausen aus.
423 252-6 schrieb:Auch wenn Du es dir in deinem schon krankhaftem Hass gegen das Deutschlandticket nicht vorstellen kannst, sind die Probleme wesentlich älter als das "Ramschticket". Ich kann mich an Zeiten errinnern, da sind auf Strecken, auf welchen heute einteilige (sowohl planmäßig als auch außerplanmäßig) einstöckige Triebwagen fahren noch Doppelstockwendezüge mit nicht gerade wenig Wagen unterwegs gewesen. Dass es hier zu Problemen kommen muss kann man jedenfalls nicht dem D-Ticket anlasten, wenn man in einer realen Welt lebt und nicht bei Wünsch-Dir-Was.Die Pendler aufm FV umzuwälzen ist wohl eher die Fahrgastunfreundliche Variante. Nein, auf den Hauptachsen kannst du kaum was kürzen,gerade auf den Abschnitt München-Augsburg-Donauwörth bzw Ulm.Das Problem liegt ganz woanders: Die ganzen Verkehrsverträge basieren auf Fahrgastzahlen wo es noch vernünftige Fahrpreise gab (auch wenn einige es sich hier nicht vorstellen können, es gab Zeiten ohne Ramschticket und überraschenderweise hat das sogar funktioniert).
Es ist nichts subjektiv, ganz objektives Beispiel von heute (ein Ausschnitt, nicht alle fehlende Wagen):Ist das auch wirklich ein Tfz., das fehlt, oder nicht sogar genau die bestellte Kapazität? Bei der BEG weiß man ja nie...
RE 57118 München-Augsburg-Würzburg (11.16 Uhr) - 1 x Mireo statt Desiro HC
RE 57023 Augsburg - München (08.05 Uhr) - im Berufsverkehr 1x Mireo
RE 57022 München - Augsburg (09.18 Uhr) 1 x Mireo
RE 57038 München - Augsburg - Ulm (14.41 Uhr) - 1 x Mireo
RE 57065 Ulm-Augsburg-München (17.21 Uhr) - 1 x Mireo
RE 57066 München-Augsburg (18.27 Uhr) - im Berufsverkehr 1x Mireo
Es ist eine Zumutung bei fast 40 Grad die Beförderungsfälle in solch einen Viehtransporter zu stopfen.
Und ich glaube, die Fahrgastzahlen würden um ein vielfaches zurückgehen, wenn das Deutschlandticket irgendwann wieder abgeschafft werden würden.So werden halt die vollen Züge abbestellt, weil dem AT das Geld ausgeht. ;-)
Was wäre dann die Folge? Abbestellungen, da die Züge einfach nur Lift transportieren würden!
Auch wenn Du es dir in deinem schon krankhaftem Hass gegen das Deutschlandticket nicht vorstellen kannst, sind die Probleme wesentlich älter als das "Ramschticket".Das EVU fordert in dem obrigen Artikel doch selbst mehr Kapazitäten:
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