geschrieben von: Henrik
Datum: 27.07.26 18:47
geschrieben von: kariadsko
Datum: 27.07.26 23:02
geschrieben von: MCTRAIN
Datum: 27.07.26 23:04
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 27.07.26 23:10
Wieso baut man denn den 15km langen Tunnel unter dem Wald?Um Flora und Fauna zu schützen (zu letzterem kann man hier auch die menschlichen Waldnutzer zählen).
Um nicht abholzen zu müssen? Lärmschutz?
Und wie hat man das denn vor?
geschrieben von: Node
Datum: 27.07.26 23:42
Erst einmal eine erfreuliche Nachricht. Wenn dann auch das Geld für die nächsten Schritte fließt...Der 15 km lange Tunnel ist doch schon seit über 2 Jahren in der Vorzugsvariante drin? Da hat sich nichts geändert.
Frage aber: Wie genau ist das mit dem Tunnel bei Einhausen zu verstehen? Der letzte Absatz klingt doch so, als wäre der "Lärmschutztunnel Lorsch" (hoffentlich) abgelehnt?
geschrieben von: andreas +
Datum: 27.07.26 23:44
MCTRAIN schrieb:Ist aber gleichsam un- wie widersinnig.Wieso baut man denn den 15km langen Tunnel unter dem Wald?Um Flora und Fauna zu schützen (zu letzterem kann man hier auch die menschlichen Waldnutzer zählen).
Um nicht abholzen zu müssen? Lärmschutz?
Und wie hat man das denn vor?
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 28.07.26 00:01
Erst einmal eine erfreuliche Nachricht. Wenn dann auch das Geld für die nächsten Schritte fließt...Das EBA und das Bundesverkehrsministerium empfehlen die Ablehnung der Forderung zum Lärmschutztunnel Lorsch, wie auch die Ablehnung aller anderen Forderungen zu übergesetzlichen Maßnahmen. Entscheiden müssen dies letztendlich die Parlamentarier des Bundestages. Man kann sich aber mit einem einfachen Dreisatz ausrechnen, dass das Gesamtprojekt inkl. "Lärmschutztunnel Lorsch" unter den wirtschaftlichen Grenzwert von 1,0 beim NKF fällt.
Frage aber: Wie genau ist das mit dem Tunnel bei Einhausen zu verstehen? Der letzte Absatz klingt doch so, als wäre der "Lärmschutztunnel Lorsch" (hoffentlich) abgelehnt?
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 28.07.26 00:09
Manu Chao schrieb:Zustimmung. Der Drops ist leider gelutscht.MCTRAIN schrieb:Ist aber gleichsam un- wie widersinnig.Wieso baut man denn den 15km langen Tunnel unter dem Wald?Um Flora und Fauna zu schützen (zu letzterem kann man hier auch die menschlichen Waldnutzer zählen).
Um nicht abholzen zu müssen? Lärmschutz?
Und wie hat man das denn vor?
geschrieben von: Henrik
Datum: 28.07.26 00:27
kariadsko schrieb:Diese Kernforderung wird beziffert mit 1,35 Mrd Euro,Erst einmal eine erfreuliche Nachricht. Wenn dann auch das Geld für die nächsten Schritte fließt...Das EBA und das Bundesverkehrsministerium empfehlen die Ablehnung der Forderung zum Lärmschutztunnel Lorsch, wie auch die Ablehnung aller anderen Forderungen zu übergesetzlichen Maßnahmen. Entscheiden müssen dies letztendlich die Parlamentarier des Bundestages. Man kann sich aber mit einem einfachen Dreisatz ausrechnen, dass das Gesamtprojekt inkl. "Lärmschutztunnel Lorsch" unter den wirtschaftlichen Grenzwert von 1,0 beim NKF fällt.
Frage aber: Wie genau ist das mit dem Tunnel bei Einhausen zu verstehen? Der letzte Absatz klingt doch so, als wäre der "Lärmschutztunnel Lorsch" (hoffentlich) abgelehnt?
Mit der jetzigen Planung zur NBS werden alle gesetzlichen Anforderungen, auch beim Lärmschutz, vollumfänglich erfüllt. Daher braucht es keinen Lärmschutztunnel Lorsch. Der Lärmschutztunnel Lorsch wird daher sehr sehr wahrscheinlich keine Chance auf eine Realisierung haben, da dieser aufgrund der exorbitanten Kosten die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes komplett torpediert, siehe oben. Ein recht niedriger NKF von 1,1 für die aktuelle Planung hat auch seine Vorteile.... Es diszipliniert die Parlamentarier bei der Zustimmung zu solch irrwitzigen Forderungen "aus der Region".
Die Parlamentarier werden sich sicherlich auf die Forderungen zum übergesetzlichen Lärmschutz entlang der Bestandsstrecke (Main-Neckar-Bahn) konzentrieren, vornehmlich südlich von Darmstadt, wo v.a. der SGV auf der Main-Neckar-Bahn weiter stark steigen soll.
geschrieben von: Henrik
Datum: 28.07.26 01:03
MCTRAIN schrieb:nicht nur das..Wieso baut man denn den 15km langen Tunnel unter dem Wald?Um Flora und Fauna zu schützen (zu letzterem kann man hier auch die menschlichen Waldnutzer zählen).
Um nicht abholzen zu müssen? Lärmschutz?
Und wie hat man das denn vor?
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 28.07.26 01:06
Direkt drunter steht die Forderung aus dem Bereich Mannheim,"Einhausung oder Galeriebauwerk am Tunnelmund Blumenau für einen besseren Schallschutz"Danke für den Hinweis. Zu dem Galeriebauwerk Blumenau wollte ich nämlich was schreiben.
in Höhe von 46 Mio Euro,
wobei laut Bemerkung Einhausung nicht zulassungsfähig wäre. Kosten einer etwaigen Galerie also geringer.
Das sind dann andere Dimensionen als bei obiger Tunnelverlängerung.
geschrieben von: Henrik
Datum: 28.07.26 01:19
Erst einmal eine erfreuliche Nachricht. Wenn dann auch das Geld für die nächsten Schritte fließt...Unter Rahmenterminplan ist zu lesen,
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 28.07.26 01:26
Manu Chao schrieb:Alles richtig was Du schreibst. Auf Basis der bisherigen Gesetze zur Raumordnung zum Zeitpunkt der Vorplanung ist dieser bergmännische Tunnel unter dem Lampertheimer Wald tatsächlich die wirtschaftlichste Variante. Das ist den Gesetzen geschuldet. Nicht den Planern. Die Planer müssen geltendes Recht beachten. Daher ist der bergmännische Tunnel fachlich als Vorzugsvariante schon korrekt. Zeigt eher den Wahnsinn der bisherigen Gesetze zur Raumordnung.MCTRAIN schrieb:nicht nur das..Wieso baut man denn den 15km langen Tunnel unter dem Wald?Um Flora und Fauna zu schützen (zu letzterem kann man hier auch die menschlichen Waldnutzer zählen).
Um nicht abholzen zu müssen? Lärmschutz?
Und wie hat man das denn vor?
Ausführung in bergmännischer Bauweise.
Auf Seite 39 ist als Bild eingefügt:
Abbildung 7: Vorzugsvariante PFA 5/6 - aus 18. Sitzung des Beteiligungsforums am 4. März 2024;
‒ Hauptkriterium: wirtschaftlichste Alternative (deutlich geringere Kosten insbesondere zur Variante "offene Bauweise", auch klare Kostenunterschiede zu anderen bergmännischen Varianten wegen kürzerer Streckenführung (Tunnellänge)
Weitere Vorteile:
‒ Kein Eingriff in den Flusslauf der Weschnitz, da Tunnel bereits ca. 1 km vorher beginnt und die Weschnitz bergmännisch unterfährt
‒ Keine Beeinträchtigung der Bebauung im Gewerbegebiet Lorsch, da andere unterirdische Streckenführung
‒ Keine Rodungen im Lorscher/Lampertheimer Wald
siehe,
Präsentation: 18. Sitzung des Beteiligungsforums (direkt-download-link)
aus
https://www.frankfurt-mannheim.de/beteiligungsforum.html
geschrieben von: Henrik
Datum: 28.07.26 02:14
Henrik schrieb:vgl.Manu Chao schrieb:Alles richtig was Du schreibst. Auf Basis der bisherigen Gesetze zur Raumordnung zum Zeitpunkt der Vorplanung ist dieser bergmännische Tunnel unter dem Lampertheimer Wald tatsächlich die wirtschaftlichste Variante. Das ist den Gesetzen geschuldet. Nicht den Planern. Die Planer müssen geltendes Recht beachten. Daher ist der bergmännische Tunnel fachlich als Vorzugsvariante schon korrekt. Zeigt eher den Wahnsinn der bisherigen Gesetze zur Raumordnung.MCTRAIN schrieb:nicht nur das..Wieso baut man denn den 15km langen Tunnel unter dem Wald?Um Flora und Fauna zu schützen (zu letzterem kann man hier auch die menschlichen Waldnutzer zählen).
Um nicht abholzen zu müssen? Lärmschutz?
Und wie hat man das denn vor?
Ausführung in bergmännischer Bauweise.
Auf Seite 39 ist als Bild eingefügt:
Abbildung 7: Vorzugsvariante PFA 5/6 - aus 18. Sitzung des Beteiligungsforums am 4. März 2024;
‒ Hauptkriterium: wirtschaftlichste Alternative (deutlich geringere Kosten insbesondere zur Variante "offene Bauweise", auch klare Kostenunterschiede zu anderen bergmännischen Varianten wegen kürzerer Streckenführung (Tunnellänge)
Weitere Vorteile:
‒ Kein Eingriff in den Flusslauf der Weschnitz, da Tunnel bereits ca. 1 km vorher beginnt und die Weschnitz bergmännisch unterfährt
‒ Keine Beeinträchtigung der Bebauung im Gewerbegebiet Lorsch, da andere unterirdische Streckenführung
‒ Keine Rodungen im Lorscher/Lampertheimer Wald
siehe,
Präsentation: 18. Sitzung des Beteiligungsforums (direkt-download-link)
aus
https://www.frankfurt-mannheim.de/beteiligungsforum.html
Spannend wäre halt mal grundsätzlich zu wissen, ob auf Basis des kürzlich verabschiedeten Infrastruktur-Zukunftsgesetzes dieser Tunnel unter dem Lampertheimer Wald weiterhin noch gesetzlich geboten wäre, oder ob jetzt nicht einfach ebenerdig durch den Wald trassiert werden darf, also gar kein Tunnel, mit den entsprechenden Rodungen als Konsequenz.
Für diese sehr sehr grundsätzliche Fragestellung die Planungen zur NBS nochmals "aufzudröseln" halte ich aber für falsch. Das Projekt ist zu wichtig, als dass hier weitere jahrelange Verzögerungen vertretbar wären. Das Gesetz kommt leider 3 Jahre zu spät.
geschrieben von: nachtmensch87
Datum: 28.07.26 03:05
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 11:27
Da ich solch fundierte Bedenken vom selben Personenkreis weder bei der NBS Zeppelinheim-Mannheim bei anderen Örtlichkeiten, noch bei anderen laufenden ABS/NBS Planungen in Hessen beim Lärmschutz wahrgenommen habe, haben diese Bedenken für mich doch ein starkes Gewicht.Der Lärmschutz ist aus fachlicher Sicht ein reales und sehr problematisches Thema in Mannheim - die Möglichkeiten zur Senkungen auf das gesetzliche Niveau sind sehr begrenzt.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 11:38
Ich dachte eher um es schwieriger zu machen später noch den Bypass Mannheim direkt nach Heidelberg und Schwetzingen bauen zu können.Das war nie ein Grund - nur irgendwelche Schwurbelleien.
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 28.07.26 11:50
Alle 5 Varianten sahen lange Tunnel vor,Ein Blockieren nicht, aber je teurer ein Projekt ist umso schwieriger wird es das Geld dafür bereitzustellen bzw. umso weniger Projekte können mit einer fixen Summe umgesetzt werden. Der Pfaffensteigtunnel zeigt dass (wenn man es schafft die formalrechtlichen Bedingungen, d.h. u.a. NKV > 1 zu erfüllen) der absolute Preis zwar kein Hindernisgrund sein muss, am Ende jedoch die Haushalte endlich sind und dann an anderer Stelle Geld fehlt.
auch die zunächst Vorzugsvariante vom Dezember 2019, s.o.
[…]
Insofern ist nicht direkt offensichtlich zu erkennen,
inwiefern das Infrastruktur-Zukunftsgesetz hier bezüglich einer Variantenentscheidung bzw. gar kompletter Vermeidung eines Tunnelbauwerkes Vorteile bringen würde.
"Diese sollen so geregelt werden, dass dringend benötigte Neubauvorhaben nicht mehr blockiert werden können."
Mit diesem 15 km langen Tunnel sind die Zielvorgaben des Projekts erfüllt, das NKV liegt bei über 1.
Ein Blockieren durch Berücksichtigung von Umwelt- und Naturschutz scheint hier also nicht vorzuliegen.
geschrieben von: Swikel161
Datum: 28.07.26 17:12
geschrieben von: bahnfreundsiggi
Datum: 28.07.26 17:15
geschrieben von: bauigel
Datum: 28.07.26 17:21
Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Weil man den Anwohnern an der Bestandsstrecke statt regelmäßigem nächtlichem Güterzuglärm lieber gelegentlichen nächtlichen Baulärm der Instandhaltung gönnt... ;-)
geschrieben von: Luftschiffer
Datum: 28.07.26 18:16
Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Zugzahlen NBS Prognose 2040
geschrieben von: Wirbelstrom
Datum: 28.07.26 19:23
Swikel161 schrieb:Dieser Zahl würde ich nicht glauben, da der Großteil des Güterverkehrs über die Weiterstadter Kurve einfädeln soll (die ja sonst überflüssig wäre). Da hat wohl eher jemand nur die Güterzüge gezählt, die die NBS auf ganzer Länge nutzen sollen. Und dass nördlich von Weiterstadt auf der NBS kaum Güterzüge verkehren sollen, ist ja auch nicht weiter überraschend.Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Zugzahlen NBS Prognose 2040
Hiernach scheint sich der Güterverkehr auf der NBS (fast vollständig) in Luft aufzulösen.
Nur 2 Güterzüge in Summe Tag/Nacht.
Das dürften dann eher Bauzüge/Sonstige/BüG-Züge sein. Also weit entfernt von den 46 bis 48 nachts auf der NBS gemäß der angedachten "Verkehrslenkung" im Forum (63 tagsüber Riedbahn) = 111 Tag/Nacht zwischen Abzweig Forsthaus und Walldorf.Dieser
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 20:30
Swikel161 schrieb:Nicht nur.Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Weil man den Anwohnern an der Bestandsstrecke statt regelmäßigem nächtlichem Güterzuglärm lieber gelegentlichen nächtlichen Baulärm der Instandhaltung gönnt... ;-)
geschrieben von: UptownMUC
Datum: 28.07.26 20:31
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 20:36
Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Wie dicht ist der nächtliche Personennah- und -fernverkehr und wie dicht ist der nächtliche Güterverkehr?
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 20:42
Finde den Tunnel unnötig und fast schon dekadent. Mich wundert dass es dieser Entwurf überhaupt so weit gebracht hat.Nein - aus denselben Gründen wie es den Tunnel gibt: Fauna und Flora...
War es nicht möglich, die Strecke weiter über die A67 und dann über die A6 nach Waldhof zu führen? Am Autobahndreieck hätte man sicherlich einen Bogen hinbekommen mit genügend großem Radius, um nicht zu stark abbremsen zu müssen.
Den Luxus von Tunneln in ebenem Gelände können wir uns ganz und gar nicht leisten, dementsprechend sollten auch keine Erwartungshaltungen an anderen NBS geweckt werden.Ja und Nein.
Tunnel dienen nur zur Überwindung von Geländerhebungen, eigentlich ein Grundsatz im Eisenbahnwesen, haben also im Flachland so gut wie nichts verloren.
geschrieben von: Henrik
Datum: 28.07.26 20:59
[...]Hallo,
UptownMUC schrieb:Den Luxus von Tunneln in ebenem Gelände können wir uns ganz und gar nicht leisten, dementsprechend sollten auch keine Erwartungshaltungen an anderen NBS geweckt werden.Ja und Nein.
Tunnel dienen nur zur Überwindung von Geländerhebungen, eigentlich ein Grundsatz im Eisenbahnwesen, haben also im Flachland so gut wie nichts verloren.
Tunnel dienen nicht nur zur Überwindung von Geländeerhebungen, sondern auch zur Unterfahrung von Raumhemmnissen. Kann man ganz gut in jede U-Bahn und fast jedem S-Bahnnetz im Innenstadtbereich sehen...
Natürlich ist der Tunnelbau aus vielen Gründen möglichst zu meiden, wenn es günstigere und bessere Lösungen gibt. Hier spricht halt die Gesetzgebung dagegen.
geschrieben von: Swikel161
Datum: 28.07.26 21:22
Swikel161 schrieb:Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich dahingehend Laie. Die Frage war also ernst gemeint, damit ich es verstehe. Ich hatte immer das Gefühl, dass man die Zugfahrten nachts mit Absicht langsam macht, mehr Halte einbaut um Personal etc. besser planen zu können. Gerade aber im Kulturbereich, also in Städten wo viele Konzerte sind, Fußballspiele sind oder ein hoher Schichtbetrieb ist, wäre es doch sinnvoll, nachts auch schnelle Züge fahren zu lassen. Auf das konkrete Beispiel mit der NBS MA - FFM kann man doch weiterhin auf der Riedbahn fahren, da dort doch kein 24h Betrieb im Personenverkehr herrscht? Oder geht’s hier wirklich wie du meintest um Zeitersparnisse?Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Wie dicht ist der nächtliche Personennah- und -fernverkehr und wie dicht ist der nächtliche Güterverkehr?
Was bedeuten die Distanzunterschiede von Bestands- zu Neubaustrecken (bspw. zwischen Hannover und Würzburg) für den Güterverkehr/Güterverkehrsbetreiber? Wie wirkt sich das auf den Modal Split den Güterverkehrs aus?
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 28.07.26 21:31
Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Bei offener Bauweise hätte der Tunnel (oder besser gedeckelter Trog) mit einer Grundwasserwanne auf gesamter Länge errichtet werden müssen. Grundwasserwanne auf 15 km Länge ist irre teuer. Das ganze Gebiet ist ja bekanntermaßen von großen Grundwasserströmen durchzogen. Das die bergmännische Bauweise da günstiger ist überrascht nicht.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 21:44
Ich hatte immer das Gefühl, dass man die Zugfahrten nachts mit Absicht langsam macht, mehr Halte einbaut um Personal etc. besser planen zu können.Das trifft eher bei Nachtzügen zu, die gezielt nachts möglichst wenig halten und die zentralen Halte abends und morgens haben sollten, so dass ein Schlaf möglih ist.
Gerade aber im Kulturbereich, also in Städten wo viele Konzerte sind, Fußballspiele sind oder ein hoher Schichtbetrieb ist, wäre es doch sinnvoll, nachts auch schnelle Züge fahren zu lassen. Auf das konkrete Beispiel mit der NBS MA - FFM kann man doch weiterhin auf der Riedbahn fahren, da dort doch kein 24h Betrieb im Personenverkehr herrscht? Oder geht’s hier wirklich wie du meintest um Zeitersparnisse?Das betrifft eher den Regional(schnell)verkehr. Selbst auf der Riedbahn kann der Fernverkehr weiterhin recht schnell fahren, wenn er eine freie nächtliche Trasse bekommt. Großer Nachteil der Verkehrslenkung ist aber: Umsteigeknoten funktionieren nur in Tageslage. Am Tagesrand wird nicht nur das Zugangebot dünner, der Fernverkehr hält seine Kantenfahrzeiten auch nicht mehr ein, verpasst also zwangsläufig Anschlüsse.
geschrieben von: UptownMUC
Datum: 28.07.26 21:44
Black Eyed schrieb:Offene Bauweise durch einen Wald würde ja erst mal Abholzung entlang der Trasse bedeuten, was ja aus Naturschutzsicht widersinnig ist. Ich unterfahre den Wald um ihn zu schützen aber holze ihn davor ab….. Dann kann ich gleich ebenerdig bauen.Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Bei offener Bauweise hätte der Tunnel (oder besser gedeckelter Trog) mit einer Grundwasserwanne auf gesamter Länge errichtet werden müssen. Grundwasserwanne auf 15 km Länge ist irre teuer. Das ganze Gebiet ist ja bekanntermaßen von großen Grundwasserströmen durchzogen. Das die bergmännische Bauweise da günstiger ist überrascht nicht.
geschrieben von: Yadusable
Datum: 28.07.26 21:49
Black Eyed schrieb:Ich bin auch kein Experte und immer gerne offen für Korrekturen, aber ich würds kurz versuchen:Swikel161 schrieb:Wie ich bereits erwähnt habe, bin ich dahingehend Laie. Die Frage war also ernst gemeint, damit ich es verstehe.Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Wie dicht ist der nächtliche Personennah- und -fernverkehr und wie dicht ist der nächtliche Güterverkehr?
Was bedeuten die Distanzunterschiede von Bestands- zu Neubaustrecken (bspw. zwischen Hannover und Würzburg) für den Güterverkehr/Güterverkehrsbetreiber? Wie wirkt sich das auf den Modal Split den Güterverkehrs aus?
geschrieben von: andreas +
Datum: 28.07.26 21:50
UptownMUC schrieb:Dem muß man aber nicht folgen und das muß man auch nicht als die einzige Wahrheit annehmen.
Zitat:Finde den Tunnel unnötig und fast schon dekadent. Mich wundert dass es dieser Entwurf überhaupt so weit gebracht hat.Nein - aus denselben Gründen wie es den Tunnel gibt: Fauna und Flora...
War es nicht möglich, die Strecke weiter über die A67 und dann über die A6 nach Waldhof zu führen? Am Autobahndreieck hätte man sicherlich einen Bogen hinbekommen mit genügend großem Radius, um nicht zu stark abbremsen zu müssen.
All das wurde im Rahmen von http://www.frankfurt-mannheim.de untersucht, dokumentiert und öffentlich bereitgestellt. Kann man also gut recherchieren.
Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Sic! - Ab einer bestimmten Tiefe ist der bergmännische Vortrieb weniger aufwendig im Vergleich zur offenen Bauweise - ob das hier der Fall ist, weiß ich nicht.
Natürlich ist der Tunnelbau aus vielen Gründen möglichst zu meiden, wenn es günstigere und bessere Lösungen gibt. Hier spricht halt die Gesetzgebung dagegen.Gesetze lassen sich ändern.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 22:35
Ich bin auch kein Experte und immer gerne offen für Korrekturen, aber ich würds kurz versuchen:Ja genau.
Nachts findet weniger Personenverkehr statt, da das Verkehrsbedürfnis einfach überschaubarer ist als am Tag. Neben kürzeren Zügen verkehren auch weniger Züge, also ist mehr Kapazität auf der Strecke für sonstigen Verkehr frei.
Der Güterverkehr nimmt soweit ich das sehe gerne Kapazitäten auf den nachgefragten elektrifizierten Hauptbahnen, die er sinnvoll belegen kann.
Die flachen Neubautrassen (12,5 ‰ für die ersten beiden, viele Strecken, die aktuell geplant werden dann auch mit 8 ‰) sind mit vielen Ingenieursbauwerken versehen und können so recht wenig Rücksicht auf die Geländebeschaffenheit nehmen, womit direktere, also auch kürzere Verbindungen zwischen Knoten ermöglicht werden. Damit kann potentiell mit weniger Einsatz (Arbeitszeit, Energiekosten bei geringerer Steigung, kürzere Wagenumläufe) die gleiche Leistung wie auf der Altstrecke erwirtschaftet werden. Einfach mal um ne Zahl zu nennen, die NBS Hannover–Würzburg ist mit 327 km wohl 35 km kürzer als die Verbindungen übers Altnetz. Das ist an sich natürlich für den Schienengüterverkehr und seinen Anteil am Modal Split erst mal vorteilhaft. Wenn man das jetzt volkswirtschaftlich weiter treiben will, kann man sicherlich auch noch argumentieren, dass durch die geringere Lärmbetroffenheit an den NBS (strengere Grenzwerte, oft ortsfern statt durch die Ortschaften durch trassiert) weniger volkswirtschaftlicher Schaden entsteht.
Inwiefern die Trassenpreise auf den NBS anders sind, da hab ich ehrlich gesagt leider keine Ahnung.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 28.07.26 22:45
Black Eyed schrieb:Man kann auch daran glauben, dass extern beauftragte Fachleute richtige Analysen treffen, wenn es um die ober- und unterirdische Kartierung von Schutzräumen angeht. Nicht vergessen: Sollte man dagegen klagen, wäre eine bewusste aber auch eine unbewusste Falschdarstellung mindestens potentiell genehmigungsverhindernd.
Zitat:UptownMUC schrieb:Dem muß man aber nicht folgen und das muß man auch nicht als die einzige Wahrheit annehmen.
Zitat:Finde den Tunnel unnötig und fast schon dekadent. Mich wundert dass es dieser Entwurf überhaupt so weit gebracht hat.Nein - aus denselben Gründen wie es den Tunnel gibt: Fauna und Flora...
War es nicht möglich, die Strecke weiter über die A67 und dann über die A6 nach Waldhof zu führen? Am Autobahndreieck hätte man sicherlich einen Bogen hinbekommen mit genügend großem Radius, um nicht zu stark abbremsen zu müssen.
All das wurde im Rahmen von http://www.frankfurt-mannheim.de untersucht, dokumentiert und öffentlich bereitgestellt. Kann man also gut recherchieren.
Black Eyed schrieb:Bronnbach Bhf hat doch bereits die plausible Erklärung geliefert.
Zitat:Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Sic! - Ab einer bestimmten Tiefe ist der bergmännische Vortrieb weniger aufwendig im Vergleich zur offenen Bauweise - ob das hier der Fall ist, weiß ich nicht.
Black Eyed schrieb:Ja lassen sie sich, aber es gilt dennoch der derzeitige Gesetzesstand... Nachträglich rückdatiert andere Gesetze anzuwenden wirkt willkürlich.
Zitat:Natürlich ist der Tunnelbau aus vielen Gründen möglichst zu meiden, wenn es günstigere und bessere Lösungen gibt. Hier spricht halt die Gesetzgebung dagegen.Gesetze lassen sich ändern.
geschrieben von: Yadusable
Datum: 28.07.26 23:03
andreas + schrieb:Das dick hervorgehobene werden wir wohl in den kommenden Monaten im FBQ-PFA 1.1 beobachten dürfen, ob das so stimmt. Hier hat man im E-Bericht einfach mal argumentiert, dass man die Zugzahlen des D-Takt 3. Entwurf heranzieht, obwohl zumindest im Ministerium die Zugzahlenprognose 2040 rumgeistern müsste, da ja die Aus- und Neubauprojekte Ende letzten Jahres neue NKVs (laut Medienberichten mit neuen Verkehrsprognosezahlen berechnet) ausgestellt bekommen haben.Black Eyed schrieb:Ja lassen sie sich, aber es gilt dennoch der derzeitige Gesetzesstand... Nachträglich rückdatiert andere Gesetze anzuwenden wirkt willkürlich.
Zitat:Natürlich ist der Tunnelbau aus vielen Gründen möglichst zu meiden, wenn es günstigere und bessere Lösungen gibt. Hier spricht halt die Gesetzgebung dagegen.Gesetze lassen sich ändern.
Umgekehrt gilt aber auch: Kommt es zu einer Gesetzesänderung im Planungsprozess, muss diese berücksichtigt werden. Das gilt beispielsweise auch für Zugzahlengerüste - zumal davon auch die Lärmprognose und somit der nötige Lärmschutz abhängt.
Das kann übrigens auch in beide Richtungen gehen: Durch die Abschaffung des "Schienenbonus" wurden die Lärmschutzanforderungen verschärft. Durch die gesetzliche Pflicht zur "Flüsterbremse" bzw. einer Temporeduzierung, um die gleichen Lärmemissionen zu erzeugen, hat die Anforderungen an den Lärmschutz abgesenkt, weil nun die besonders lauten Züge - Güterzüge - zwangsweise nach in Kraft treten leiser wurden. Und das betraf den Prognosehorizont...
Der mittlerweile für eisenbahnrechtliche Planfeststellungsverfahren zuständige 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat mit Urteil vom 15.10.2020 entschieden, dass in eisenbahnrechtlichen Planfeststellungsverfahren „regelmäßig“ die Verkehrsprognosen auszulegen oder die Ermittlung der Verkehrszahlen im ausgelegten Erläuterungsbericht hinreichend nachvollziehbar darzustellen ist (Az. 7 A 9.19, Juris Rn. 19). Diese werden auf Grundlage es Deutschlandtaktes ermittelt. Dem trägt die Vorhabenträgerin mit den nachfolgenden Erläuterungen Rechnung. [dann 2 DIN A4 Seiten Begründung u. Methodik]
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 28.07.26 23:37
Bronnbach Bhf schrieb:Falsch. Abholzung und Wiederaufforstung nach dem Bau wäre die Alternative bei offener Bauweise gewesen und naturschutzfachlich auch zulässig und genehmigungsfähig, wenn diese Lösung wirtschaftlicher wäre. Ist sie aber nicht. Die bergmännische Bauweise ist billiger, Grund siehe oben.Black Eyed schrieb:Offene Bauweise durch einen Wald würde ja erst mal Abholzung entlang der Trasse bedeuten, was ja aus Naturschutzsicht widersinnig ist. Ich unterfahre den Wald um ihn zu schützen aber holze ihn davor ab….. Dann kann ich gleich ebenerdig bauen.Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Bei offener Bauweise hätte der Tunnel (oder besser gedeckelter Trog) mit einer Grundwasserwanne auf gesamter Länge errichtet werden müssen. Grundwasserwanne auf 15 km Länge ist irre teuer. Das ganze Gebiet ist ja bekanntermaßen von großen Grundwasserströmen durchzogen. Das die bergmännische Bauweise da günstiger ist überrascht nicht.
Also geht eh nur bergmännisch.
geschrieben von: Traumflug
Datum: 29.07.26 00:37
Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Wenn Du da nicht wieder rot anlaufen würdest, würde ich behaupten, dass man damit dem Herrn Herrenknecht einen Gefallen tut. Seine Maschinen können keine offene Bauweise.
geschrieben von: Traumflug
Datum: 29.07.26 00:42
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 29.07.26 01:38
Aus den Unterlagen für das Projekt Fernbahntunnel Frankfurt haben wir gelernt, dass zusätzliche Gleise am Flughafen anstatt des ultraaufwändigen Tunnels unter der Stadt nicht in Frage kommen würde, weil es dort keinen Platz habe. Man müsse also unbedingt mit dem Fernverkehr unter dem bestehenden Kopfbahnhof hindurch.Du schwurbelst wieder rum.
Offensichtliche Eigenschaften:Hinter dem Augenscheinlichen liegt noch eine andere Wahrheit...
– Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr.
– Führt nicht in die Innenstadt zum Fernbahntunnel.
– Führt zum Flugplatz, wo es angeblich keinen Platz habe.
Die Planung scheint nicht sonderlich mit dem Fernbahntunnel vereinbar. Man könnte glatt meinen, dass Fernbahngleise in Fernbahn-Bahnhöfe führen sollten und umgekehrt. Was hier aber offensichtlich nicht beachtet wird.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 29.07.26 01:43
Black Eyed schrieb:Dann lauf mal rot an und lies nochmal was Bronnbach Bhf klar und verständlich erklärte.Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Wenn Du da nicht wieder rot anlaufen würdest, würde ich behaupten, dass man damit dem Herrn Herrenknecht einen Gefallen tut. Seine Maschinen können keine offene Bauweise.
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 29.07.26 01:49
Offensichtliche Eigenschaften:Von Zeppelinheim geht es doch in die Innenstadt von Frankfurt. Mir fehlt leider deine träumerische Kreativität um dir weiter folgen zu können.
– Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr.
– Führt nicht in die Innenstadt zum Fernbahntunnel.
– Führt zum Flugplatz, wo es angeblich keinen Platz habe.
Die Planung scheint nicht sonderlich mit dem Fernbahntunnel vereinbar. Man könnte glatt meinen, dass Fernbahngleise in Fernbahn-Bahnhöfe führen sollten und umgekehrt. Was hier aber offensichtlich nicht beachtet wird.
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 29.07.26 01:53
Offensichtliche Eigenschaften:Ist sogar sehr gut mit dem Fernbahntunnel vereinbar.
– Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr.
– Führt nicht in die Innenstadt zum Fernbahntunnel.
– Führt zum Flugplatz, wo es angeblich keinen Platz habe.
Die Planung scheint nicht sonderlich mit dem Fernbahntunnel vereinbar. Man könnte glatt meinen, dass Fernbahngleise in Fernbahn-Bahnhöfe führen sollten und umgekehrt. Was hier aber offensichtlich nicht beachtet wird.
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 29.07.26 02:11
UptownMUC schrieb:Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?Bronnbach Bhf schrieb:Falsch. Abholzung und Wiederaufforstung nach dem Bau wäre die Alternative bei offener Bauweise gewesen und naturschutzfachlich auch zulässig und genehmigungsfähig, wenn diese Lösung wirtschaftlicher wäre. Ist sie aber nicht. Die bergmännische Bauweise ist billiger, Grund siehe oben.Bei offener Bauweise hätte der Tunnel (oder besser gedeckelter Trog) mit einer Grundwasserwanne auf gesamter Länge errichtet werden müssen. Grundwasserwanne auf 15 km Länge ist irre teuer. Das ganze Gebiet ist ja bekanntermaßen von großen Grundwasserströmen durchzogen. Das die bergmännische Bauweise da günstiger ist überrascht nicht.Offene Bauweise durch einen Wald würde ja erst mal Abholzung entlang der Trasse bedeuten, was ja aus Naturschutzsicht widersinnig ist. Ich unterfahre den Wald um ihn zu schützen aber holze ihn davor ab….. Dann kann ich gleich ebenerdig bauen.
Also geht eh nur bergmännisch.
geschrieben von: Traumflug
Datum: 29.07.26 03:06
Du schwurbelst wieder rum.Ich lese die gegebenen Dokumente. Und zwar nicht als DB- oder HGV-Fanboy, sondern als Bürger des Landes, als Eisenbahnreisender und als Steuerzahler.
Am Flughafen selbst: Wo soll da bitteschön ein sinnhaft neue Gleise hin?Da, wo sie für diese Fernbahnstrecke hier eingezeichnet sind. Das ist ja nun wirklich nicht schwer.
geschrieben von: Traumflug
Datum: 29.07.26 03:46
Traumflug schrieb:Laut Bronnbach Bhf soll das ein Tunnel unter dem Grundwasserspiegel werden. Mit entsprechend heftigem Grundwassereinbruch. Man kann solche Tunnel zwar bohren, doch, um seine Worte zu verwenden: irre teuer.Black Eyed schrieb:Dann lauf mal rot an und lies nochmal was Bronnbach Bhf klar und verständlich erklärte.Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.Wenn Du da nicht wieder rot anlaufen würdest, würde ich behaupten, dass man damit dem Herrn Herrenknecht einen Gefallen tut. Seine Maschinen können keine offene Bauweise.
geschrieben von: Traumflug
Datum: 29.07.26 03:57
Von Zeppelinheim geht es doch in die Innenstadt von Frankfurt. Mir fehlt leider deine träumerische Kreativität um dir weiter folgen zu können.Einen Fehler habe ich tatsächlich gemacht. Die Karten in diesem PDF sind nicht nach Norden, sondern nach Osten ausgerichtet. Norden ist also nicht oben, sondern links.
geschrieben von: kariadsko
Datum: 29.07.26 08:12
Einen Fehler habe ich tatsächlich gemacht. Die Karten in diesem PDF sind nicht nach Norden, sondern nach Osten ausgerichtet. Norden ist also nicht oben, sondern links.Das ist nicht "ein Fehler", sondern das ist das Vorhaben so komplett missverstanden, dass jede weitere Argumentation hinfällig wird.
geschrieben von: bauigel
Datum: 29.07.26 08:30
Black Eyed schrieb:Dann sollten wir uns erst mal einigen, ob wir unter "Flughafen" irgendeine Stelle neben den Roll- und Startbahnen verstehen oder doch eine Stelle, von der aus Flugpassagiere die Möglichkeit haben ein Flugzeug zu betreten...Am Flughafen selbst: Wo soll da bitteschön ein sinnhaft neue Gleise hin?
Black Eyed schrieb:Sinnvoller wäre es, solche Dokumente als Person mit Leseverständnis zu lesen *SCNR*Du schwurbelst wieder rum.
geschrieben von: bauigel
Datum: 29.07.26 08:37
Einen Fehler habe ich tatsächlich gemacht. Die Karten in diesem PDF sind nicht nach Norden, sondern nach Osten ausgerichtet. Norden ist also nicht oben, sondern links.Zwecks diesem Behufe verfügt die Karte nach den gängigen Regeln*) über einen Nordpfeil, um Lesende abzuholen, deren nicht vorhandene Ortskenntnis keine anderweitige Orientierung anhand der Ortsbezeichnungen ermöglicht. ;-)
geschrieben von: bauigel
Datum: 29.07.26 08:41
Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?Also Abholzen ohne Wiederaufforsten? - Die Bewertung kannst du dir eigentlich denken...
geschrieben von: bauigel
Datum: 29.07.26 08:50
Laut Bronnbach Bhf soll das ein Tunnel unter dem Grundwasserspiegel werden. Mit entsprechend heftigem Grundwassereinbruch. Man kann solche Tunnel zwar bohren, doch, um seine Worte zu verwenden: irre teuer.Das hessische Ried gehört zu jenen Gegenden, in denen der höchste Grundwasserstand knapp unter der Geländeoberkante liegt.
geschrieben von: bauigel
Datum: 29.07.26 09:04
wäre es doch sinnvoll, nachts auch schnelle Züge fahren zu lassen.Nein, wäre es nicht. Auf den SFS kommt dann nämlich der Instandhalter - der aus Arbeitsschutzgründen nicht neben schnellen Zügen arbeiten darf - nur noch mit einem geänderten Fahrplan - also einem Vorlauf von über einem Vierteljahr - ins Gleis. Mal schnell eine Kleinreparatur nach der Inspektion oder Einhaltung der - vom EBA in bestimmten Fällen vorgeschriebenen - Reaktionsfrist von 6 Wochen nach der Inspektion kannst du dann vergessen...
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 29.07.26 11:02
Manu Chao schrieb:Ist eine Schneise ökologisch wirklich so schlimm? Klar sieht das optisch nicht so schön aus (aber vielleicht lässt sich da ja auch etwas machen), aber seit wann ist die Optik relevant für die Ökologie? Es sei denn die Naherholung der Menschen würde dadurch gestört. Und wenn es um die Waldfläche an sich bzw. die Anzahl Bäume geht, kann man auch am Waldrand etwas aufforsten.Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?Also Abholzen ohne Wiederaufforsten? - Die Bewertung kannst du dir eigentlich denken...
geschrieben von: 103612
Datum: 29.07.26 11:13
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 29.07.26 11:16
Manu Chao schrieb:Als Geograf: Nicht jede Karte muss genordet sein. Gerade bei linienhaften Projekten ist eine Drehung, damit dies im Quer- oder Hochformat darstellbar ist. Natürlich muss man dies aber mit anderen Karten abgleichen...Von Zeppelinheim geht es doch in die Innenstadt von Frankfurt. Mir fehlt leider deine träumerische Kreativität um dir weiter folgen zu können.
Es bleibt allerdings, dass der Fernbahntunnel insgesamt überflüssig ist. Weil das am Flughafen deutlich preisgünstiger ginge und der Doppel-Fernbahnhof (Flughafen/Stadtmitte) wieder vereint würde.Nein, das stimmt überhaupt nicht.
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 29.07.26 11:22
bauigel schrieb:Schau mal hier. In der 8. Sitzung des Dialogforums im Dezember 2019 wurde der Variantenvergleich für den Abschnitt Lorsch-Mannheim vorgestellt.Manu Chao schrieb:Ist eine Schneise ökologisch wirklich so schlimm? Klar sieht das optisch nicht so schön aus (aber vielleicht lässt sich da ja auch etwas machen), aber seit wann ist die Optik relevant für die Ökologie? Es sei denn die Naherholung der Menschen würde dadurch gestört. Und wenn es um die Waldfläche an sich bzw. die Anzahl Bäume geht, kann man auch am Waldrand etwas aufforsten.Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?Also Abholzen ohne Wiederaufforsten? - Die Bewertung kannst du dir eigentlich denken...
Ich will hier nur sicher gehen dass wir nicht Milliarden ausgeben nur weil die Alternative nicht so schön aussieht.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 29.07.26 11:34
Black Eyed schrieb:Lesen und Verstehen sind zwei unabhängiger Dinge - und zum Verstehen muss man die lokalen Infrastrukturen und ihre Probleme kennen.Du schwurbelst wieder rum.
Black Eyed schrieb:Zitat:Ich meine das ganz konkret in der dortigen Bebauung nicht auf den schematischen Karten...Am Flughafen selbst: Wo soll da bitteschön ein sinnhaft neue Gleise hin?Da, wo sie für diese Fernbahnstrecke hier eingezeichnet sind. Das ist ja nun wirklich nicht schwer.
Wo Du Recht hast: ich traue solchen Planungen keine €0,30 über den Weg. Seit 32 Jahren immer wieder das Gleiche: irgendwer im Hintergrund denkt sich was aus und ab da kommt nur noch "Mit dem Kopf durch die Wand." Jetzt lässt man das Zeug schon vom Bundestag beschliessen, weil man es fachlich gegenüber dem EBA nicht mehr begründen kann oder will.Weil du dem Grundsatz folgst: DB muss nur Schlechtes machen und das dient nur Herrenknecht...
geschrieben von: 103612
Datum: 29.07.26 11:35
Ein Nachteil möchte ich jedoch nennen: Der Regionalverkehrshalt in Offenbach Hbf spreizt die Trassen von Fern- und Regionalverkehr. Ansonsten können Regional- und Fernverkehr zwischen den Osteinbindungen des Fernbahntunnels und Hanau Hbf harmonisch auf den Fernbahngleisen fahren. Es gibt keine abweichenden Halte (mit Ausnahme eben von Offenbach Hbf), es gibt bei Inbetriebnahme auch kein abweichenden Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeiten, die unterhalb der Strecken-Höchstgeschwindigkeit liegt. Sprich: Beide werden mit 160 km/h fahren. Deswegen gilt die Nordmainische S-Bahn auch als weitere Entlastung (diese übernimmt die lokalen Halte).Das ließe sich lösen, wenn man von Offenbach Hbf bis zum Start des Tunnelmundes am Kaiserlei die Strecke 4gleisig ausbaut.
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 29.07.26 11:48
Black Eyed schrieb:Zitat:Das ist korrekt. Planungsrechtlich wäre das garnicht mal so schwer durchzusetzen. Problem ist alleine, dass die Schönwetter EBWU dazu keine betriebliche Notwendigkeit für diesen 4-gleisigen Abschnitt sieht, da es laut besagter EBWU keinen Engpass gäbe und die beiden Bestandsgleise zwischen Tunnelmund im Bereich Oberrad und Westkopf Offenbach Hbf ausreichend seien. Wenn alle Züge auf 30 Sekunden genau pünktlich sind wie in Japan, dann hat die EBWU sogar recht. In der realen Praxis liegt aber ein Engpass vor. Darauf haben mehrere Fahrgastverbände im Dialogforum zum Fernbahntunnel mehrfach hingewiesen.Ein Nachteil möchte ich jedoch nennen: Der Regionalverkehrshalt in Offenbach Hbf spreizt die Trassen von Fern- und Regionalverkehr. Ansonsten können Regional- und Fernverkehr zwischen den Osteinbindungen des Fernbahntunnels und Hanau Hbf harmonisch auf den Fernbahngleisen fahren. Es gibt keine abweichenden Halte (mit Ausnahme eben von Offenbach Hbf), es gibt bei Inbetriebnahme auch kein abweichenden Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeiten, die unterhalb der Strecken-Höchstgeschwindigkeit liegt. Sprich: Beide werden mit 160 km/h fahren. Deswegen gilt die Nordmainische S-Bahn auch als weitere Entlastung (diese übernimmt die lokalen Halte).Das ließe sich lösen, wenn man von Offenbach Hbf bis zum Start des Tunnelmundes am Kaiserlei die Strecke 4gleisig ausbaut.
Nicht völlig unmöglich, aber sicherlich sehr schwierig durchzusetzen.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 29.07.26 11:59
Black Eyed schrieb:Zitat:Korrekt - und im Ostkopf des Hauptbahnhofs schnelle Weichen. Könnte man auch nutzen, um leichte Radienkorrekturen im Westkopf für leicht höhere Geschwindigkeiten (heute ein Geschwindigkeitseinbruch) durchzuführen.Ein Nachteil möchte ich jedoch nennen: Der Regionalverkehrshalt in Offenbach Hbf spreizt die Trassen von Fern- und Regionalverkehr. Ansonsten können Regional- und Fernverkehr zwischen den Osteinbindungen des Fernbahntunnels und Hanau Hbf harmonisch auf den Fernbahngleisen fahren. Es gibt keine abweichenden Halte (mit Ausnahme eben von Offenbach Hbf), es gibt bei Inbetriebnahme auch kein abweichenden Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeiten, die unterhalb der Strecken-Höchstgeschwindigkeit liegt. Sprich: Beide werden mit 160 km/h fahren. Deswegen gilt die Nordmainische S-Bahn auch als weitere Entlastung (diese übernimmt die lokalen Halte).Das ließe sich lösen, wenn man von Offenbach Hbf bis zum Start des Tunnelmundes am Kaiserlei die Strecke 4gleisig ausbaut.
Nicht völlig unmöglich, aber sicherlich sehr schwierig durchzusetzen.
geschrieben von: Scheiteltunnel
Datum: 29.07.26 13:01
Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .
geschrieben von: Scheiteltunnel
Datum: 29.07.26 13:02
Swikel161 schrieb:Warum ist das eigentlich immer gängige Praxis, auf SFS nachts Güterverkehr fahren zu lassen? Finde das immer lästig und für mich als Laie nicht nachvollziehbar. Beispiel ist der Spät IcE von Berlin über Hannover nach Frankfurt .Weil man den Anwohnern an der Bestandsstrecke statt regelmäßigem nächtlichem Güterzuglärm lieber gelegentlichen nächtlichen Baulärm der Instandhaltung gönnt... ;-)
geschrieben von: 103612
Datum: 29.07.26 13:05
103612 schrieb:Der Geschwindigkeitseinbruch ist aber relativ stark, von 160km/h auf 110km/h. Das könnte man alleine mit ein paar Radienkorrekturen vermeiden?Das ließe sich lösen, wenn man von Offenbach Hbf bis zum Start des Tunnelmundes am Kaiserlei die Strecke 4gleisig ausbaut.Korrekt - und im Ostkopf des Hauptbahnhofs schnelle Weichen. Könnte man auch nutzen, um leichte Radienkorrekturen im Westkopf für leicht höhere Geschwindigkeiten (heute ein Geschwindigkeitseinbruch) durchzuführen.
Nicht völlig unmöglich, aber sicherlich sehr schwierig durchzusetzen.
Nachteil ist: Der Bahndamm steht unter Denkmalschutz.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 29.07.26 13:31
Black Eyed schrieb:Ja leider - zumal der Fernbahntunnel auch 120-160 km/h zulassen wird, die parallele Bestandsstrecke ebenso 150 km/h. Man wird die 150 km/h nicht erreichen - die letzte mir bekannte Schätzung kam in den Raum von 130 km/h. Dazu bin ich technisch nicht so versiert.Korrekt - und im Ostkopf des Hauptbahnhofs schnelle Weichen. Könnte man auch nutzen, um leichte Radienkorrekturen im Westkopf für leicht höhere Geschwindigkeiten (heute ein Geschwindigkeitseinbruch) durchzuführen.Der Geschwindigkeitseinbruch ist aber relativ stark, von 160km/h auf 110km/h. Das könnte man alleine mit ein paar Radienkorrekturen vermeiden?
Nachteil ist: Der Bahndamm steht unter Denkmalschutz.
geschrieben von: Bronnbach Bhf
Datum: 29.07.26 13:45
103612 schrieb:130 km/h ist auch mein letzter Kenntnisstand. Erhöhung der Vmax von 110 km/h auf 130 km/h mit den selben baulichen Maßnahmen (minimale Radienkorrektur) wie bei der Kurve Biblis.Black Eyed schrieb:Ja leider - zumal der Fernbahntunnel auch 120-160 km/h zulassen wird, die parallele Bestandsstrecke ebenso 150 km/h. Man wird die 150 km/h nicht erreichen - die letzte mir bekannte Schätzung kam in den Raum von 130 km/h. Dazu bin ich technisch nicht so versiert.Korrekt - und im Ostkopf des Hauptbahnhofs schnelle Weichen. Könnte man auch nutzen, um leichte Radienkorrekturen im Westkopf für leicht höhere Geschwindigkeiten (heute ein Geschwindigkeitseinbruch) durchzuführen.Der Geschwindigkeitseinbruch ist aber relativ stark, von 160km/h auf 110km/h. Das könnte man alleine mit ein paar Radienkorrekturen vermeiden?
Nachteil ist: Der Bahndamm steht unter Denkmalschutz.
geschrieben von: khaas
Datum: 29.07.26 14:37
Traumflug schrieb:Mein letzter Kenntnisstand zur NBS Nürnberg-Würzburg war, dass man zuallererst einen Tunnel von Nürnberg Hbf nach Fürth Bislohe baut (weil man sonst nicht aus dem Knoten rauskommt) und dort sich mit der Strecke nach Erlangen verknüpft, um dann irgendwie (Platz dafür ist mMn keiner) zur A3 zu kommen und ihr nach Würzburg zu folgen. Mit 300km/h geht sich dass dann gerade so irgendwie aus, also angeblich. Ich glaub es geht sich nicht wirklich aus und deswegen hört man auch nichts mehr von diesem Projekt.Wo Du Recht hast: ich traue solchen Planungen keine €0,30 über den Weg. Seit 32 Jahren immer wieder das Gleiche: irgendwer im Hintergrund denkt sich was aus und ab da kommt nur noch "Mit dem Kopf durch die Wand." Jetzt lässt man das Zeug schon vom Bundestag beschliessen, weil man es fachlich gegenüber dem EBA nicht mehr begründen kann oder will.Weil du dem Grundsatz folgst: DB muss nur Schlechtes machen und das dient nur Herrenknecht...
Insofern, kann ich dir raten: Leg mal einen Aluhut ab.
Die Strecke/den Korridor Frankfurt - Mannheim wird auch schon seit über 30 Jahren diskutierten, geplant und geprüft. Es gibt wirklich genügend Unterlagen allein seit dem Neustart des Projekts Rhein/Main - Rhein/Neckar vor mittlerweile zehn Jahren.
Was Tunnelanlagen angeht, wäre für Herrenknecht aber die NBS Würzburg - Nürnberg viel interessanter - denn gerade durch die Stufenlandschaft Steigerwald sind doch erhebliche Höhenunterschiede zu durchqueren. Zugleich hat das Projekt eine extrem anspruchsvolle Kantenfahrzeit - die eine sehr luftliniennahe Linienführung erzwingt. Erkennbar, dass dieses Projekt extrem teuer und tunnelreich werden würde. Wenn man das in Relation mit dem summierten Reisezeitgewinn setzt - dann wird klar, warum das Projekt brachliegt...
Würde ich deinen Theorien folgen, müsste Herrenknecht für dieses Projekt massiv lobbyieren.
geschrieben von: chris-inn
Datum: 29.07.26 15:52
Wenn alle Züge auf 30 Sekunden genau pünktlich sind wie in Japan, dann hat die EBWU sogar recht. In der realen Praxis liegt aber ein Engpass vor. Darauf haben mehrere Fahrgastverbände im Dialogforum zum Fernbahntunnel mehrfach hingewiesen.Das die Züge in Japan so pünktlich wären ist übrigens ein Mythos. Die habe auch ihre Verspätungen, insbesondere im Nah- und Regionalverkehr. Aber man baut dort halt Infrastruktur, um damit umzugehen. Hier übrigens ein aktueller sehr interessanter Fund zu diesem Thema: [lup.lub.lu.se]
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 29.07.26 17:58
Manu Chao schrieb:Die Variante e1 schneidet am deutlichsten schlecht ab (gegenüber e3 die der jetzigen Planung am nächsten kommt) beim Punkt Erholungsfunktion (für Menschen nehme ich an), Landschaftsschutzgebiet und Biotopverbund und auch bei der Waldfläche.Ist eine Schneise ökologisch wirklich so schlimm? Klar sieht das optisch nicht so schön aus (aber vielleicht lässt sich da ja auch etwas machen), aber seit wann ist die Optik relevant für die Ökologie? Es sei denn die Naherholung der Menschen würde dadurch gestört. Und wenn es um die Waldfläche an sich bzw. die Anzahl Bäume geht, kann man auch am Waldrand etwas aufforsten.Schau mal hier. In der 8. Sitzung des Dialogforums im Dezember 2019 wurde der Variantenvergleich für den Abschnitt Lorsch-Mannheim vorgestellt.
Ich will hier nur sicher gehen dass wir nicht Milliarden ausgeben nur weil die Alternative nicht so schön aussieht.
[www.frankfurt-mannheim.de]
Die ebenerdige Trassierung ist die Variante "e1".
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 29.07.26 18:29
Die Variante e1 schneidet am deutlichsten schlecht ab (gegenüber e3 die der jetzigen Planung am nächsten kommt) beim Punkt Erholungsfunktion (für Menschen nehme ich an), Landschaftsschutzgebiet und Biotopverbund und auch bei der Waldfläche.Du kennst nicht die Einhausung Hösbach ?
Die wesentliche Unterschied hier ist das e1 keine Einhausung vorsah. Wie schon erwähnt gibt es sehr selten Einhausungen von Verkehrswegen (die sich nicht in die Topographie einpassen). Womöglich weil kaum billiger als ein Tunnel in offener Bauweise (solange es nicht hohes Grundwasser gibt) und weil sie optisch noch massiver sind als Lärmschutzwände.
Innerhalb eines Waldes ist eine eingehauste Bahnstrecke optisch weniger störend als im offenen Gelände. Meine Kuriosität dahin besteht ob es jemals untersucht wurde wie aufwendig es wäre eine Einhausung so optisch zu camouflieren dass sie die Erholungsfunktion nur moderat beeinträchtigt und man durch das Equivalent von Grünbrücken (in Form von Erdrampen analog zu wie bei Brücken) die Biotopfunktion weitgehend erhalten kann. Waldverlust und die Beeinträchtigungen während der Bauzeit wären bei einem Tunnel in offener Bauweise wohl ähnlich wie bei einer Einhausung.
Die einzige freistehende größere Einhausung die ich kenne ist der Autobahn A1 in Zürich Schwamendingen.
geschrieben von: Henrik
Datum: 29.07.26 19:11
Die wesentliche Unterschied hier ist das e1 keine Einhausung vorsah. Wie schon erwähnt gibt es sehr selten Einhausungen von Verkehrswegen (die sich nicht in die Topographie einpassen). Womöglich weil kaum billiger als ein Tunnel in offener Bauweise (solange es nicht hohes Grundwasser gibt) und weil sie optisch noch massiver sind als Lärmschutzwände.Einhausungen gibt es sehr viele,
Innerhalb eines Waldes ist eine eingehauste Bahnstrecke optisch weniger störend als im offenen Gelände. Meine Kuriosität dahin besteht ob es jemals untersucht wurde wie aufwendig es wäre eine Einhausung so optisch zu camouflieren dass sie die Erholungsfunktion nur moderat beeinträchtigt und man durch das Equivalent von Grünbrücken (in Form von Erdrampen analog zu wie bei Brücken) die Biotopfunktion weitgehend erhalten kann. Waldverlust und die Beeinträchtigungen während der Bauzeit wären bei einem Tunnel in offener Bauweise wohl ähnlich wie bei einer Einhausung.
Die einzige freistehende größere Einhausung die ich kenne ist der Autobahn A1 in Zürich Schwamendingen.
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 29.07.26 20:54
Manu Chao schrieb:Die Einhausung bei Sengwarden ist von ihrem Grund schon sehr besonders. Die paar Bilder die ich vom Hamburger Deckel gesehen habe, zeigen eine Autobahn die tiefergelegt ist und wo sich der Deckel der Einhausung auf derselben Ebene wie die Umgebung befindet (das meinte ich mit an die Topographie angepasst). Wo man da die Grenze zwischen einer tiefergelegten Autobahn mit Einhausung und einem Tunnel in offener Bauweise zieht, ist etwas offen. Galerien sind auch meist an der geschlossenen Seite an ein höheres Gelände angebaut. Auch der Bahndeckel München sieht nicht sehr freistehend aus.Die wesentliche Unterschied hier ist das e1 keine Einhausung vorsah. Wie schon erwähnt gibt es sehr selten Einhausungen von Verkehrswegen (die sich nicht in die Topographie einpassen). Womöglich weil kaum billiger als ein Tunnel in offener Bauweise (solange es nicht hohes Grundwasser gibt) und weil sie optisch noch massiver sind als Lärmschutzwände.Einhausungen gibt es sehr viele,
Innerhalb eines Waldes ist eine eingehauste Bahnstrecke optisch weniger störend als im offenen Gelände. Meine Kuriosität dahin besteht ob es jemals untersucht wurde wie aufwendig es wäre eine Einhausung so optisch zu camouflieren dass sie die Erholungsfunktion nur moderat beeinträchtigt und man durch das Equivalent von Grünbrücken (in Form von Erdrampen analog zu wie bei Brücken) die Biotopfunktion weitgehend erhalten kann. Waldverlust und die Beeinträchtigungen während der Bauzeit wären bei einem Tunnel in offener Bauweise wohl ähnlich wie bei einer Einhausung.
Die einzige freistehende größere Einhausung die ich kenne ist der Autobahn A1 in Zürich Schwamendingen.
von der Bahn her sehr bekannt der Bahndeckel München (Quartiersplatz Theresienhöhe).
2 km lange Einhausung der Bahnstrecke zum Jade Weser Port auf freier Strecke bei Sengwarden.
In diesen Tagen.. Wochen.. Monaten.. Jahren sehr bekannt das Milliardenprojekt des Hamburger Deckel.
Wer in diesen Tagen mit dem ICE durch Hamburg fährt, hat einen sehr herrlichen Blick über den Deckel Stellingen.
Die Galerie Hansastraße an der A46 in Wuppertal ist sehr bekannt und sehenswert.
Ja und die zahlreichen Grünbrücken bzw. Tunnel rein nur aus Natur- und Tierschutz hast Du ja auch schon angesprochen.
geschrieben von: Elztalbahn
Datum: 31.07.26 13:35
- vereinzelte (!) Sprinter, die Mannheim "links" liegen lassen und von der NBS Frankfurt-Mannheim Richtung SFS Mannheim - Stuttgart / ABS Graben-Neudorf - Karlsruhe weiterfahren.Warum sollten es nur "vereinzelte" sein? Ich würde davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Sprintern München-Stuttgart-Frankflug-Köln ohne weitere Halte ähnlich stark wäre wie bei München-Nürnberg-Erfurt-Halle-Berlin, und somit für eine Zweistundentakt reichen sollte. Als einziger Grund, weniger Sprinter fahren zu lassen, fiele mir nur Trassenmangel auf Augsburg-Ulm ein.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 31.07.26 14:09
Black Eyed schrieb:Zitat:Wenn du bei einer Streckenauslastung von ca. 6 bis 7 Züge je Stunde und Richtung von einem Zweistundentakt sprichst, dann sind das eher einzelne Züge. Die Mehrheit wird weiterhin Mannheim Hbf anfahren müssen, um dort zu korrespondieren. Just das ist ein wesentliches Konzept des Deutschlandtakts: Kleinere Knoten übernehmen viele Umsteige- und Verteilfunktionen.- vereinzelte (!) Sprinter, die Mannheim "links" liegen lassen und von der NBS Frankfurt-Mannheim Richtung SFS Mannheim - Stuttgart / ABS Graben-Neudorf - Karlsruhe weiterfahren.Warum sollten es nur "vereinzelte" sein? Ich würde davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Sprintern München-Stuttgart-Frankflug-Köln ohne weitere Halte ähnlich stark wäre wie bei München-Nürnberg-Erfurt-Halle-Berlin, und somit für eine Zweistundentakt reichen sollte. Als einziger Grund, weniger Sprinter fahren zu lassen, fiele mir nur Trassenmangel auf Augsburg-Ulm ein.
geschrieben von: Neuding
Datum: 31.07.26 14:16
UptownMUC schrieb:
Zitat:Finde den Tunnel unnötig und fast schon dekadent. Mich wundert dass es dieser Entwurf überhaupt so weit gebracht hat.Nein - aus denselben Gründen wie es den Tunnel gibt: Fauna und Flora...
War es nicht möglich, die Strecke weiter über die A67 und dann über die A6 nach Waldhof zu führen? Am Autobahndreieck hätte man sicherlich einen Bogen hinbekommen mit genügend großem Radius, um nicht zu stark abbremsen zu müssen.
All das wurde im Rahmen von http://www.frankfurt-mannheim.de untersucht, dokumentiert und öffentlich bereitgestellt. Kann man also gut recherchieren.
Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.
UptownMUC schrieb:Den Luxus von Tunneln in ebenem Gelände können wir uns ganz und gar nicht leisten, dementsprechend sollten auch keine Erwartungshaltungen an anderen NBS geweckt werden.Ja und Nein.
Tunnel dienen nur zur Überwindung von Geländerhebungen, eigentlich ein Grundsatz im Eisenbahnwesen, haben also im Flachland so gut wie nichts verloren.
Tunnel dienen nicht nur zur Überwindung von Geländeerhebungen, sondern auch zur Unterfahrung von Raumhemmnissen. Kann man ganz gut in jede U-Bahn und fast jedem S-Bahnnetz im Innenstadtbereich sehen...
Natürlich ist der Tunnelbau aus vielen Gründen möglichst zu meiden, wenn es günstigere und bessere Lösungen gibt. Hier spricht halt die Gesetzgebung dagegen.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 31.07.26 17:21
Mal wieder ein Meinungsumschwung?Kontext scheint nicht deine Stärke zu sein, oder?
Am 31.10.25 17:29 [www.drehscheibe-online.de]1.
war noch die Rede von "NIMBY-Bespaßungstunnel"
und am 01.09.23 20:26 [www.drehscheibe-online.de]
wurde dem BUND Frankfurt totschweigen vorgeworfen
und am 21.09.25 23:22 [www.drehscheibe-online.de]Da bin ich nicht alleine: YouTube: Wie ein Netzwwerk den Bahnausbau sabotiert!
dann der "Ideologie"-Vorwurf gegenüber Bahn für Alle geäußert.
Und nun sind also Gesetze wie sie sind, den extern beauftragten Fachleuten zum Thema möge man bitte sehr glauben und nicht der Bahn grundsätzlich böse Machenschaften unterstellen.1. Es gibt einen Unterschied, ob jemand etwas erarbeiten muss, was gerichtsfest ist. Und vor Gericht kann natürlich gegen diese Ergebnisse geklagt werden, wenn man den externen Fachleuten nicht glauben mag. Das ist gutes deutsches Recht. Dann braucht man aber auch fachliche Anhaltspunkte, um deren Fehler klar zu begründen.
Aber die gemeinten NIMBYS, der BUND in Frankfurt und Bahn für Alle sind weiterhin verdammenswert?
geschrieben von: G36K
Datum: 01.08.26 10:01
Black Eyed schrieb:Zitat:Nicht nur das. Auch Frankfurt-Stuttgart-München wird im Endausbau aller Strecken für Sprinter die kürzere Fahrzeit bieten können als die Route über Nürnberg (und erst recht da das Schicksal von Würzburg-Nürnberg akutell ja leider wieder ungewiss ist). Dies zudem als Südverlängerung von Berlin-Frankfurt und Hamburg-Frankfurt, würde sowohl Hamburg als auch Berlin zumindest langfristig in unter 4 Stunden von Stuttgart aus erreichbar machen. Allein das wäre dann schon ein weiterer voller Stundentakt.- vereinzelte (!) Sprinter, die Mannheim "links" liegen lassen und von der NBS Frankfurt-Mannheim Richtung SFS Mannheim - Stuttgart / ABS Graben-Neudorf - Karlsruhe weiterfahren.Warum sollten es nur "vereinzelte" sein? Ich würde davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Sprintern München-Stuttgart-Frankflug-Köln ohne weitere Halte ähnlich stark wäre wie bei München-Nürnberg-Erfurt-Halle-Berlin, und somit für eine Zweistundentakt reichen sollte. Als einziger Grund, weniger Sprinter fahren zu lassen, fiele mir nur Trassenmangel auf Augsburg-Ulm ein.
andreas + schrieb:Bzgl.Kommt es zu einer Gesetzesänderung im Planungsprozess, muss diese berücksichtigt werden. Das gilt beispielsweise auch für ZugzahlengerüsteDas dick hervorgehobene werden wir wohl in den kommenden Monaten im FBQ-PFA 1.1 beobachten dürfen, ob das so stimmt. Hier hat man im E-Bericht einfach mal argumentiert, dass man die Zugzahlen des D-Takt 3. Entwurf heranzieht, obwohl zumindest im Ministerium die Zugzahlenprognose 2040 rumgeistern müsste, da ja die Aus- und Neubauprojekte Ende letzten Jahres neue NKVs (laut Medienberichten mit neuen Verkehrsprognosezahlen berechnet) ausgestellt bekommen haben.
geschrieben von: Henrik
Datum: 12.08.26 22:05
28.07.2026Antwort der Bundesregierung liegt nun vor,
Verkehr — Kleine Anfrage — hib 608/2026
Projektstand beim Ausbau des Großknotens Mannheim erfragt
Berlin: (hib/HAU) Nach dem aktuellen Projektstand beim Ausbau des Großknotens Mannheim erkundigt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (21/7305). Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem wissen, in welcher Leistungsphase sich das Projekt Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Mannheim-Karlsruhe befindet und wann die parlamentarische Befassung dazu stattfinden soll. Ob zur Anbindung der ABS/NBS Mannheim - Karlsruhe an die NBS Frankfurt - Mannheim auch Varianten ohne Tunnellösung untersucht werden, interessiert die Fraktion ebenfalls.
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1201016
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