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Aus den Unterlagen für das Projekt Fernbahntunnel Frankfurt haben wir gelernt, dass zusätzliche Gleise am Flughafen anstatt des ultraaufwändigen Tunnels unter der Stadt nicht in Frage kommen würde, weil es dort keinen Platz habe. Man müsse also unbedingt mit dem Fernverkehr unter dem bestehenden Kopfbahnhof hindurch.

Jetzt kommt dieses Projekt daher (Seite 17 des PDF):

Frankfurt Mannheim Pfa 1-or8.png

Offensichtliche Eigenschaften:

– Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr.
– Führt nicht in die Innenstadt zum Fernbahntunnel.
– Führt zum Flugplatz, wo es angeblich keinen Platz habe.

Die Planung scheint nicht sonderlich mit dem Fernbahntunnel vereinbar. Man könnte glatt meinen, dass Fernbahngleise in Fernbahn-Bahnhöfe führen sollten und umgekehrt. Was hier aber offensichtlich nicht beachtet wird.

Traumflug schrieb:
Zitat:
Aus den Unterlagen für das Projekt Fernbahntunnel Frankfurt haben wir gelernt, dass zusätzliche Gleise am Flughafen anstatt des ultraaufwändigen Tunnels unter der Stadt nicht in Frage kommen würde, weil es dort keinen Platz habe. Man müsse also unbedingt mit dem Fernverkehr unter dem bestehenden Kopfbahnhof hindurch.
Du schwurbelst wieder rum.

Hinter dem Flughafen ist tatsächlich ein neues Gleis geplant, damit man die Verbindungskurve Mönchhof - Mönchwald zweigleisig wird. In Folge soll Raunheim Mönchwald - Mainz-Gustavsburg dreigleisig werden. So definiert es die Infrastrukturliste des Deutschland-Takts den örtlichen Ausbau.

Am Flughafen selbst: Wo soll da bitteschön ein sinnhaft neue Gleise hin? Ideal wäre ja die Verbindung Mönchhof - Flughafen Fernbahnhof viergleisig zu bauen - nur da ist eben kein Platz für weitere Gleise.

Vergleichsweise fehlt am Flughafen Regionalbahnhof ebenso eine Erweiterung. Aber auch das ist schlichtweg viel zu teuer für relativ geringe Zusatzleistung.


Hingegen ist der Fernbahntunnel keineswegs "ultraaufwändig" ... schafft aber sehr viel Mehrwert - insbesondere auch für den Regionalverkehr.


Traumflug schrieb:
Offensichtliche Eigenschaften:

– Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr.
– Führt nicht in die Innenstadt zum Fernbahntunnel.
– Führt zum Flugplatz, wo es angeblich keinen Platz habe.

Die Planung scheint nicht sonderlich mit dem Fernbahntunnel vereinbar. Man könnte glatt meinen, dass Fernbahngleise in Fernbahn-Bahnhöfe führen sollten und umgekehrt. Was hier aber offensichtlich nicht beachtet wird.
Hinter dem Augenscheinlichen liegt noch eine andere Wahrheit...


Nein, diese NBS ist genau abgestimmt - allerdings andersrum:

Von Süd nach Nord:

- Mannheim-Waldhof - Neu-Isenburg Zeppelinheim (NBS Frankfurt - Mannheim)
- Zeppelinheim - Frankfurt-Stadion - Frankfurt-Niederrad - Gutleuthof (Knoten Stadion und Dritte Niederräder Brücke)

Und wer jetzt denkt, dass am Gutleuthof der Fernbahntunnel im Westen startet - hat recht... Dort schließt der Tunnel, geht in die Rampe über, um die Emser Brücke und das Vorfeld zu unterqueren und damit die Kreuzungskonflikte der durchfahrenden Züge zu vermeiden.


Sprich: Die Lücke, die du siehst, ist in der Planung nicht vorhanden.
Stattdessen kann man sowohl zum Flughafen als auch zum Hauptbahnhof fahren. Der Hessenexpress fährt beispielsweise von Wiesbaden über den Flughafen-Fernbahnhof, der NBS Frankfurt-Mannheim nach Darmstadt Hauptbahnhof.

Das ist im heutigen Fernverkehr auch nicht anders: Züge zur KRM biegen am Zeppelinheim zum Flughafen-Fernbahnhof ab, Züge zum Hauptbahnhof oder auch weiter gen Fulda fahren weiter zum Stadiomn.

Also, warum diese Aufgeregtheit, wenn sich dafür kein Grund finden lässt?


Hier gibt es gute schematische Karten, die den Lückenschluss zeigen und auf die Projekthomepages verweisen: Frankfurt RheinMain plus

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Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Traumflug schrieb:
Black Eyed schrieb:
Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.
Wenn Du da nicht wieder rot anlaufen würdest, würde ich behaupten, dass man damit dem Herrn Herrenknecht einen Gefallen tut. Seine Maschinen können keine offene Bauweise.
Dann lauf mal rot an und lies nochmal was Bronnbach Bhf klar und verständlich erklärte.

Also lieber richtig lesen und weniger falsch empören ...

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Traumflug schrieb:
Offensichtliche Eigenschaften:

– Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr.
– Führt nicht in die Innenstadt zum Fernbahntunnel.
– Führt zum Flugplatz, wo es angeblich keinen Platz habe.

Die Planung scheint nicht sonderlich mit dem Fernbahntunnel vereinbar. Man könnte glatt meinen, dass Fernbahngleise in Fernbahn-Bahnhöfe führen sollten und umgekehrt. Was hier aber offensichtlich nicht beachtet wird.
Von Zeppelinheim geht es doch in die Innenstadt von Frankfurt. Mir fehlt leider deine träumerische Kreativität um dir weiter folgen zu können.
Traumflug schrieb:
Offensichtliche Eigenschaften:

– Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr.
– Führt nicht in die Innenstadt zum Fernbahntunnel.
– Führt zum Flugplatz, wo es angeblich keinen Platz habe.

Die Planung scheint nicht sonderlich mit dem Fernbahntunnel vereinbar. Man könnte glatt meinen, dass Fernbahngleise in Fernbahn-Bahnhöfe führen sollten und umgekehrt. Was hier aber offensichtlich nicht beachtet wird.
Ist sogar sehr gut mit dem Fernbahntunnel vereinbar.
Die NBS mündet in Zeppelinheim in den ABS Abschnitt 3. Ausbaustufe Knoten Ffm Stadion mit 2 zusätzlichen Gleisen zwischen Zeppelinheim und Ffm Stadion, um damit die 4-Gleisigkeit (NBS plus Riedbahn) von Zeppelinheim bis Bf Stadion herzustellen. Das PFV dazu läuft schon. Quelle: [beteiligung.bund.de]

Mit der sog. 2. Ausbaustufe des Knoten Stadion werden 2 neue Gleise zwischen Ffm Stadion und dem Gleisvorfeld von Ffm Hbf gebaut. Inkl. neuer Niederräder Brücke mit 2 zusätzlichen Gleisen. Das Projekt ist in Bau, soll 2031 fertiggestellt sein. Weitreichende Infos zum Baufortschritt gibt es auf der Projektseite. [www.knoten-stadion.de] Damit wird die 4-Gleisigkeit (Riedbahn plus NBS plus FV von/nach Flughafen Fern Bf/Regio Bf) bis zum Gleisvorfeld des Frankfurter Hbf realisiert.

Die beiden zusätzlichen Gleise führen also sehr wohl bis in die Innenstadt zum Gleisvorfeld von Ffm Hbf. Und die beiden zusätzlichen Gleise von der Innenstadt (Gleisvorfeld Hbf oben) bis Zeppelinheim sind schon in Bau bzw bald gänzlich in Bau und damit definitiv schon vorhanden wenn die NBS mal fertiggestellt wird. Man baut hier richtig. Erst Knotenausbau oberirdisch durch 2 zusätzliche Gleise, dann Realisierung der NBS.

Und an diese beiden zusätzlichen Gleise soll dann in Höhe des früheren Lok Bw Frankfurt/M. 1 der Fernbahntunnel anschließen. Als logischen Konsequenz aus dem Mehrverkehr durch zusätzlichen FV.

Was nicht vereinbar ist, ist alleine deine Faktenignoranz, Unkenntnis zum Knoten Frankfurt und Darstellung alternativen Fakten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.26 02:01.
Bronnbach Bhf schrieb:
UptownMUC schrieb:
Bronnbach Bhf schrieb:
Bei offener Bauweise hätte der Tunnel (oder besser gedeckelter Trog) mit einer Grundwasserwanne auf gesamter Länge errichtet werden müssen. Grundwasserwanne auf 15 km Länge ist irre teuer. Das ganze Gebiet ist ja bekanntermaßen von großen Grundwasserströmen durchzogen. Das die bergmännische Bauweise da günstiger ist überrascht nicht.
Offene Bauweise durch einen Wald würde ja erst mal Abholzung entlang der Trasse bedeuten, was ja aus Naturschutzsicht widersinnig ist. Ich unterfahre den Wald um ihn zu schützen aber holze ihn davor ab….. Dann kann ich gleich ebenerdig bauen.

Also geht eh nur bergmännisch.
Falsch. Abholzung und Wiederaufforstung nach dem Bau wäre die Alternative bei offener Bauweise gewesen und naturschutzfachlich auch zulässig und genehmigungsfähig, wenn diese Lösung wirtschaftlicher wäre. Ist sie aber nicht. Die bergmännische Bauweise ist billiger, Grund siehe oben.
Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?
Black Eyed schrieb:
Du schwurbelst wieder rum.
Ich lese die gegebenen Dokumente. Und zwar nicht als DB- oder HGV-Fanboy, sondern als Bürger des Landes, als Eisenbahnreisender und als Steuerzahler.


Black Eyed schrieb:
Am Flughafen selbst: Wo soll da bitteschön ein sinnhaft neue Gleise hin?
Da, wo sie für diese Fernbahnstrecke hier eingezeichnet sind. Das ist ja nun wirklich nicht schwer.

Wo Du Recht hast: ich traue solchen Planungen keine €0,30 über den Weg. Seit 32 Jahren immer wieder das Gleiche: irgendwer im Hintergrund denkt sich was aus und ab da kommt nur noch "Mit dem Kopf durch die Wand." Jetzt lässt man das Zeug schon vom Bundestag beschliessen, weil man es fachlich gegenüber dem EBA nicht mehr begründen kann oder will.

Black Eyed schrieb:
Traumflug schrieb:
Black Eyed schrieb:
Mich wundert eher, dass der bergmännische Bau günstiger sein als der offene Tagebau, den man ursprünglich andachte.
Wenn Du da nicht wieder rot anlaufen würdest, würde ich behaupten, dass man damit dem Herrn Herrenknecht einen Gefallen tut. Seine Maschinen können keine offene Bauweise.
Dann lauf mal rot an und lies nochmal was Bronnbach Bhf klar und verständlich erklärte.
Laut Bronnbach Bhf soll das ein Tunnel unter dem Grundwasserspiegel werden. Mit entsprechend heftigem Grundwassereinbruch. Man kann solche Tunnel zwar bohren, doch, um seine Worte zu verwenden: irre teuer.

Das ist aber ungültig, gell? Denn die DB hat gesagt, dass das so besser ist, also ist das auch so. Weil die DB ja richtig gut ist, ihre Projekte verlaufen stets im Zeit- und Kostenrahmen und sind regelmässig erstaunlich preisgünstig. Ha ha ha.

Manu Chao schrieb:
Von Zeppelinheim geht es doch in die Innenstadt von Frankfurt. Mir fehlt leider deine träumerische Kreativität um dir weiter folgen zu können.
Einen Fehler habe ich tatsächlich gemacht. Die Karten in diesem PDF sind nicht nach Norden, sondern nach Osten ausgerichtet. Norden ist also nicht oben, sondern links.

Es bleibt allerdings, dass der Fernbahntunnel insgesamt überflüssig ist. Weil das am Flughafen deutlich preisgünstiger ginge und der Doppel-Fernbahnhof (Flughafen/Stadtmitte) wieder vereint würde.

Traumflug schrieb:
Einen Fehler habe ich tatsächlich gemacht. Die Karten in diesem PDF sind nicht nach Norden, sondern nach Osten ausgerichtet. Norden ist also nicht oben, sondern links.
Das ist nicht "ein Fehler", sondern das ist das Vorhaben so komplett missverstanden, dass jede weitere Argumentation hinfällig wird.
Daran ändert auch nichts, wenn Du an anderer Stelle "Steuerzahler" als Synonym für "Verschwörungstheoretiker" missbrauchst.
Traumflug schrieb:
Zitat:
Black Eyed schrieb:
Am Flughafen selbst: Wo soll da bitteschön ein sinnhaft neue Gleise hin?
Dann sollten wir uns erst mal einigen, ob wir unter "Flughafen" irgendeine Stelle neben den Roll- und Startbahnen verstehen oder doch eine Stelle, von der aus Flugpassagiere die Möglichkeit haben ein Flugzeug zu betreten...

Traumflug schrieb:
Zitat:
Black Eyed schrieb:
Du schwurbelst wieder rum.
Sinnvoller wäre es, solche Dokumente als Person mit Leseverständnis zu lesen *SCNR*

Wer Spuren von Ironie oder Sarkasmus findet, darf sie behalten!
Traumflug schrieb:
Zitat:
Einen Fehler habe ich tatsächlich gemacht. Die Karten in diesem PDF sind nicht nach Norden, sondern nach Osten ausgerichtet. Norden ist also nicht oben, sondern links.
Zwecks diesem Behufe verfügt die Karte nach den gängigen Regeln*) über einen Nordpfeil, um Lesende abzuholen, deren nicht vorhandene Ortskenntnis keine anderweitige Orientierung anhand der Ortsbezeichnungen ermöglicht. ;-)



*)
Es ist schließlich schon seit den Tabula Peutingeriania üblich, dass linienförmige Infrastrukturen querformatig dargestellt werden, weil sich das zugehörige Trägermedium so leichter aus dem Transportzustand in den lesbaren Zustand entfalten oder ausrollen lässt...
Manu Chao schrieb:
Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?
Also Abholzen ohne Wiederaufforsten? - Die Bewertung kannst du dir eigentlich denken...
Traumflug schrieb:
Zitat:
Laut Bronnbach Bhf soll das ein Tunnel unter dem Grundwasserspiegel werden. Mit entsprechend heftigem Grundwassereinbruch. Man kann solche Tunnel zwar bohren, doch, um seine Worte zu verwenden: irre teuer.
Das hessische Ried gehört zu jenen Gegenden, in denen der höchste Grundwasserstand knapp unter der Geländeoberkante liegt.

Ich habe nach längeren Niederschlägen einige Kilometer südlich schon für die Telekom Kabelquerungen unter der Straße (!) im Grundwasser gebaut. In solchen Gegenden kann man Tunnel auch offen bauen - aber die brauchen eine Grundwasserwanne und eine Entwässerung. Um dein Zitat aufzuwärme: irre teuer.
Swikel161 schrieb:
Zitat:
wäre es doch sinnvoll, nachts auch schnelle Züge fahren zu lassen.
Nein, wäre es nicht. Auf den SFS kommt dann nämlich der Instandhalter - der aus Arbeitsschutzgründen nicht neben schnellen Zügen arbeiten darf - nur noch mit einem geänderten Fahrplan - also einem Vorlauf von über einem Vierteljahr - ins Gleis. Mal schnell eine Kleinreparatur nach der Inspektion oder Einhaltung der - vom EBA in bestimmten Fällen vorgeschriebenen - Reaktionsfrist von 6 Wochen nach der Inspektion kannst du dann vergessen...
bauigel schrieb:
Manu Chao schrieb:
Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?
Also Abholzen ohne Wiederaufforsten? - Die Bewertung kannst du dir eigentlich denken...
Ist eine Schneise ökologisch wirklich so schlimm? Klar sieht das optisch nicht so schön aus (aber vielleicht lässt sich da ja auch etwas machen), aber seit wann ist die Optik relevant für die Ökologie? Es sei denn die Naherholung der Menschen würde dadurch gestört. Und wenn es um die Waldfläche an sich bzw. die Anzahl Bäume geht, kann man auch am Waldrand etwas aufforsten.

Ich will hier nur sicher gehen dass wir nicht Milliarden ausgeben nur weil die Alternative nicht so schön aussieht.
Für mich ist die Verknüpgung in Blumenau / Waldhof immer ncoh eine Blackbox.

Eine höhenfreie Verknüpfung in Blumenau düfte ja hoffentlich gesetzt sein, aber macht die Vorplanung auch eine AUssage dazu, die dann westliche und östliche Riedbahn getrennt werden und was das für Waldhof heißt?
Traumflug schrieb:
Zitat:
Manu Chao schrieb:
Von Zeppelinheim geht es doch in die Innenstadt von Frankfurt. Mir fehlt leider deine träumerische Kreativität um dir weiter folgen zu können.
Als Geograf: Nicht jede Karte muss genordet sein. Gerade bei linienhaften Projekten ist eine Drehung, damit dies im Quer- oder Hochformat darstellbar ist. Natürlich muss man dies aber mit anderen Karten abgleichen...

Traumflug schrieb:
Es bleibt allerdings, dass der Fernbahntunnel insgesamt überflüssig ist. Weil das am Flughafen deutlich preisgünstiger ginge und der Doppel-Fernbahnhof (Flughafen/Stadtmitte) wieder vereint würde.
Nein, das stimmt überhaupt nicht.

Der Flughafenbahnhof war immer eine Ergänzung, bei denen Züge zusätzlich einen Halt in Frankfurt erhielten, die früher zwischen Mannheim und Mainz anders fuhren. Damit gibt es zusätzliche Anschlüsse, aber eben auch eine zusätzliche Belastung der Riedbahn -> das ist mit ein Teil der Notwendigkeit der NBS.

Der Fernbahntunnel reduziert Kreuzungskonflikte im Hauptbahnhofvorfeld - die nur niveaugleich stattfinden können und damit Kapazität stark reduzieren Zusätzlich fehlt es in Frankfurt Hauptbahnhof an ICE-Langzugtauglichen Bahnsteigen in der Relation Frankfurt-Stadion <-> Hanau.
Beides wird durch eine Tieflage gelöscht: Kreuzungskonflikte entfallen, indem man da Vorfeld unterfährt und zugleich statt Richtungs- und Streckenwechsel eine Durchfahrt ermöglicht.

Das zweite Thema wäre: Wenn du einen Ersatzhalt haben willst für "Stadtmitte" - kann das in der Relation Stadion <-> Hanau, kann als Alternative zum Standort "Hauptbahnhof" nur der Standort "Südbahnhof" sein.
Derzeit müssen dort alle Züge durch, die diese Achse durchfahren - egal ob via Niederrad oder Forsthaus, ob über Hauptbahnhof oder direkt.

Das zweite Problem ist aber: Der Südbahnhof ist überlastet - derzeit muss man zwischen dort haltenden und dort durchfahrenden Zügen unterscheiden, die eine Trassenspreizung erzeugen. und bei den niedrigen Geschwindigkeiten dort kapazitätsreduzierend sind.
Die Bahnsteiganlagen sind nicht für den dauerhaften Fernverkehrshalt ausgelegt - heutige Anforderungen an die Bahnsteigmindestbreite werden nicht eingehalten. Im Berufsverkehr gibt deutliche Rückstaus an den Zu- bzw. Abgängen. Das Umfeld hat nicht alle nötigen Funktionen, die einem dichtem Fernverkehrshalt entsprechen würden (bspw. Taxistände). Viele Umsteigeverbindungen sind nur am Hauptbahnhof vorhanden - Reisezeiten verlängern sich dann schnell um 30 Minuten. Selbst beim S-Bahnverkehr in die Innenstadt ist eine Angebotsausdünnung vorgesehen: Die S5 soll nach Hanau nordmainisch bereits ab Konstablerwache über Ostbahnhof "umgeklappt" werden - das reißt eine erste Lücke in den 5-Minuten-Takt (S3/S4, S5 und S6 haben jeweils einen 15-Minuten-Takt). Man plant längerfristig auch die S3/S4 nach Glauburg-Stockheim zu verlegen - ebenfalls dann über Ostbahnhof. Dann würden nur noch alle 15 Minuten eine S-Bahn fahren...

Dass Fernverkehrszüge überhaupt dort halten, ist der kapazitiven Notlage am Hauptbahnhof geschuldet.

Zusätzlich ist der Südbahnhof sehr eng eingebaut - andere Entwürfen sehen daher erkennbar den Abriss vieler Wohnhäuser (bei Wohnungsmangel in Frankfurt !) vor - auch ohne die Bahnsteigbreitenproblematik zu lösen. Beispielsweise beim Entwurf von Sven Andersen, dessen umfangreiche Unterlagen ich lesen durfte.

Jetzt gibt es aber auch am Südbahnhof mehrere Kreuzungskonflikte. Im Ostkopf sollen sie gemindert (nicht vollständig behoben) werden. Im Westkopf erfolgt die niveaugleiche Zusammenführung der Strecken 3600 und 3660. Zudem zweigen die Gleise 3604 bzw. 3650 ebenfalls niveaugleich ab - also auch hier Kreuzungskonflikte (bei 3604 muss zudem in Frankfurt-Louisa zur Weiterfahrt auf der 3624 gesägt werden).

All das wird durch den begrenzten Platz noch verstärkt.

Selbst in Hanau sind platztechnisch niveaufreie Verzweigungen zwischen 3600 und 3660 nicht realisierbar. Der Fernbahntunnel löst diese Problematik im Hauptbahnhof-Vorfeld, in Frankfurt-Sachsenhausen (rund um den Südbahnhof) und in Hanau ganz banal auf: Der Fernbahntunnel verzweigt sich niveaufrei Richtung Norden (Strecke 3660 für Züge gen Würzburg) und Richtung Süden (Strecke 3600 für Züge gen Fulda) und macht somit die Vorsortierung. Die jeweiligen Einbindungen sind ebenfalls niveaufrei.

Ein Nachteil möchte ich jedoch nennen: Der Regionalverkehrshalt in Offenbach Hbf spreizt die Trassen von Fern- und Regionalverkehr. Ansonsten können Regional- und Fernverkehr zwischen den Osteinbindungen des Fernbahntunnels und Hanau Hbf harmonisch auf den Fernbahngleisen fahren. Es gibt keine abweichenden Halte (mit Ausnahme eben von Offenbach Hbf), es gibt bei Inbetriebnahme auch kein abweichenden Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeiten, die unterhalb der Strecken-Höchstgeschwindigkeit liegt. Sprich: Beide werden mit 160 km/h fahren. Deswegen gilt die Nordmainische S-Bahn auch als weitere Entlastung (diese übernimmt die lokalen Halte).


Alles nichts neues - kennt aber jeder, der sich mit der Frankfurter Bahninfrastruktur mit der nötigen Tiefe betrachtet.

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Manu Chao schrieb:
bauigel schrieb:
Manu Chao schrieb:
Hatte man auch einmal an eine ebenerdige Einhausung gedacht?
Also Abholzen ohne Wiederaufforsten? - Die Bewertung kannst du dir eigentlich denken...
Ist eine Schneise ökologisch wirklich so schlimm? Klar sieht das optisch nicht so schön aus (aber vielleicht lässt sich da ja auch etwas machen), aber seit wann ist die Optik relevant für die Ökologie? Es sei denn die Naherholung der Menschen würde dadurch gestört. Und wenn es um die Waldfläche an sich bzw. die Anzahl Bäume geht, kann man auch am Waldrand etwas aufforsten.

Ich will hier nur sicher gehen dass wir nicht Milliarden ausgeben nur weil die Alternative nicht so schön aussieht.
Schau mal hier. In der 8. Sitzung des Dialogforums im Dezember 2019 wurde der Variantenvergleich für den Abschnitt Lorsch-Mannheim vorgestellt.

[www.frankfurt-mannheim.de]

Die ebenerdige Trassierung ist die Variante "e1".
Traumflug schrieb:
Zitat:
Black Eyed schrieb:
Du schwurbelst wieder rum.
Lesen und Verstehen sind zwei unabhängiger Dinge - und zum Verstehen muss man die lokalen Infrastrukturen und ihre Probleme kennen.

Nebenbei bin ich auch:
- Bürger des Landes
- Eisenbahnreisender
- Steuerzahler
- kein DB- oder HGV-Fanboy
- nicht auf der unmittelbaren oder mittelbaren Gehaltsliste der DB - arbeite also auch nicht für irgendeine DB-Tochter oder in einem Auftrag dessen
- bin Frankfurter Berufspendler - erlebe diesen Knoten tagtäglich (!)
- stehe im regelmäßigen Austausch mit verschiedenen anderen Experten zu diesem Knoten und den anderen hessischen Schienenverkehrsprojekten seit rund 25 Jahren.


Traumflug schrieb:
Zitat:
Black Eyed schrieb:Zitat:
Am Flughafen selbst: Wo soll da bitteschön ein sinnhaft neue Gleise hin?
Da, wo sie für diese Fernbahnstrecke hier eingezeichnet sind. Das ist ja nun wirklich nicht schwer.
Ich meine das ganz konkret in der dortigen Bebauung nicht auf den schematischen Karten...
Dass eine Viergleisigkeit bis Raunheim-Mönchhof wünschenswert, aber nicht realisierbar sein. Zu den Bahnhöfen hatte ich dies auch schin geschrieben.



Traumflug schrieb:
Wo Du Recht hast: ich traue solchen Planungen keine €0,30 über den Weg. Seit 32 Jahren immer wieder das Gleiche: irgendwer im Hintergrund denkt sich was aus und ab da kommt nur noch "Mit dem Kopf durch die Wand." Jetzt lässt man das Zeug schon vom Bundestag beschliessen, weil man es fachlich gegenüber dem EBA nicht mehr begründen kann oder will.
Weil du dem Grundsatz folgst: DB muss nur Schlechtes machen und das dient nur Herrenknecht...
Insofern, kann ich dir raten: Leg mal einen Aluhut ab.

Die Strecke/den Korridor Frankfurt - Mannheim wird auch schon seit über 30 Jahren diskutierten, geplant und geprüft. Es gibt wirklich genügend Unterlagen allein seit dem Neustart des Projekts Rhein/Main - Rhein/Neckar vor mittlerweile zehn Jahren.

Was Tunnelanlagen angeht, wäre für Herrenknecht aber die NBS Würzburg - Nürnberg viel interessanter - denn gerade durch die Stufenlandschaft Steigerwald sind doch erhebliche Höhenunterschiede zu durchqueren. Zugleich hat das Projekt eine extrem anspruchsvolle Kantenfahrzeit - die eine sehr luftliniennahe Linienführung erzwingt. Erkennbar, dass dieses Projekt extrem teuer und tunnelreich werden würde. Wenn man das in Relation mit dem summierten Reisezeitgewinn setzt - dann wird klar, warum das Projekt brachliegt...
Würde ich deinen Theorien folgen, müsste Herrenknecht für dieses Projekt massiv lobbyieren.

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