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TranelG schrieb:
Die Förderrichtlinie ERTMS-Ausrüstung wurde veröffentlicht.

[www.bundesanzeiger.de]
Meinst du nicht eher FRMCS (also dem GSM-R-Nachfolger)?

Hmmm...

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 25.07.26 00:08

Hallole!

ReneRomann schrieb:
> Meinst du nicht eher FRMCS (also dem GSM-R-Nachfolger)?

Da steht
Zitat:
Ziel der Bundesregierung ist, ETCS möglichst schnell, effektiv und wirtschaftlich bereitzustellen.
Das klingt nicht direkt nach FRMCS...

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN
Danke fürs einstellen!

Fahrzeuge die erst ab jetzt ausgeliefert werden, erhalten keine Förderung. Damit gibt es ein großes Risiko dass ein paar Bestellungen zwischen die Stühle fallen und wieder kein ETCS bekommen.
ReneRomann schrieb:
TranelG schrieb:
Die Förderrichtlinie ERTMS-Ausrüstung wurde veröffentlicht.

[www.bundesanzeiger.de]
Meinst du nicht eher FRMCS (also dem GSM-R-Nachfolger)?
Nein. Siehe hier:

[de.wikipedia.org]

De facto ETCS-Ausrüstungspflicht für Neufahrzeuge

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 25.07.26 15:20

gsg schrieb:
Fahrzeuge die erst ab jetzt ausgeliefert werden, erhalten keine Förderung. Damit gibt es ein großes Risiko dass ein paar Bestellungen zwischen die Stühle fallen und wieder kein ETCS bekommen.
Guten Tag gsg,

die Durchführungsverordnung (EU) 2023/1695 sieht in der Regel die verpflichtende Ausrüstung mit dem Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS) vor (vgl. Anhang I, Kapitel 7.4.2.1). Die Ausnahmebestände sind deutlich enger gefasst als noch bei der Durchführungsverordnung (EU) 2016/919.

Grüße
die Honigbiene
Honigbiene schrieb:
gsg schrieb:
Fahrzeuge die erst ab jetzt ausgeliefert werden, erhalten keine Förderung. Damit gibt es ein großes Risiko dass ein paar Bestellungen zwischen die Stühle fallen und wieder kein ETCS bekommen.
die Durchführungsverordnung (EU) 2023/1695 sieht in der Regel die verpflichtende Ausrüstung mit dem Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS) vor (vgl. Anhang I, Kapitel 7.4.2.1). Die Ausnahmebestände sind deutlich enger gefasst als noch bei der Durchführungsverordnung (EU) 2016/919.
Das stimmt, ändert allerdings nichts an der Lücke.

Die Ausrüstungspflicht gilt für Fahrzeuge, die bei Inkrafttreten der TSI (28.09.2023) noch nicht in der Entwurfsphase waren. Für Fahrzeuge, die bereits in der Entwurfsphase waren, gilt die Ausrüstungspflicht erst ab 2028 und für solche, die bereits in der Produktionsphase waren erst ab 2030. Daran hat auch die Durchführungsverordnung 2026/693 nichts geändert.

Damit sind einige aktuell und bis Ende 2027/2029 gebaute Fahrzeuge weder ausrüstungspflichtig noch förderfähig. Wer also keine Neuentwicklung der letzten drei Jahre bestellt hat und sein Fahrzeug erst noch bekommt, geht leer aus.

Zitat
Schwierigkeiten lauern auf den, der nicht auf das Leben reagiert.

Gruß
Sven

Re: De facto ETCS-Ausrüstungspflicht für Neufahrzeuge

geschrieben von: TranelG

Datum: 25.07.26 16:45

Wer in den letzten 5 Jahren ein Fahrzeug ohne ETCS-Fähigkeiten bestellt hat, ist selbst schuld. Kein Verständnis dafür. Wer kurzfristig optimiert, der verliert mittelfristig immer.

Wer sowas schreibt, hat keine Ahnung!

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 25.07.26 20:06

Hallole!

TranelG schrieb:
> Wer in den letzten 5 Jahren ein Fahrzeug ohne ETCS-Fähigkeiten bestellt hat, ist selbst schuld. Kein Verständnis dafür. Wer kurzfristig optimiert, der verliert mittelfristig immer.

Wer das gemacht hätte, hätte - zumindest im Nahverkehr - fast jede Ausschreibung verloren! Welcher Aufgabenträger hat denn ETCS gefordert?

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Re: Wer sowas schreibt, hat keine Ahnung!

geschrieben von: Axel252525

Datum: 25.07.26 20:47

1.Bauserie schrieb:
Hallole!

TranelG schrieb:
> Wer in den letzten 5 Jahren ein Fahrzeug ohne ETCS-Fähigkeiten bestellt hat, ist selbst schuld. Kein Verständnis dafür. Wer kurzfristig optimiert, der verliert mittelfristig immer.

Wer das gemacht hätte, hätte - zumindest im Nahverkehr - fast jede Ausschreibung verloren! Welcher Aufgabenträger hat denn ETCS gefordert?

Gruß
1.Bauserie
Schleswig-Holstein, Berlin-Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg haben in den letzten Jahren bei Ausschreibungen Fahrzeuge mit ETCS-Vorrüstung oder ETCS-Ausrüstung gefordert. Bei den Flirt, Mireo, Desiro HC und Co. der letzten vier Jahre dürfte Fahrzeugseitig auch nicht allzu viel fehlen, um ETCS nachzurüsten.

Aufgabenträger sind Manager

geschrieben von: Saxobav

Datum: 26.07.26 13:28

1.Bauserie schrieb:
Wer das gemacht hätte, hätte - zumindest im Nahverkehr - fast jede Ausschreibung verloren! Welcher Aufgabenträger hat denn ETCS gefordert?
Damit nennst Du klar die Zahlungspflichtigen. Und die Turnbeutelvergesser unter ihnen haben auch rgendwann Zahltag. Sie müssen schnellstens Deals mit InfraGo bezüglich der regionalen Ausrüstungsstrategie als auch mit der Fahrzeugindustrie auf der Zeitachse finden, um sich die notwendigen Kapazitäten zu sichern.

Die Auftraggeber sollten sich auch auf aktive Fragen ihrer Dienstleister vorbereiten, wenn diese mit konkreten Vorschlägen zur Flottennachrüstung kommen. Nehmen wir mal das Berliner Umfeld, wo ODEG und DB Regio für die neu ausgerüstete Hamburger Strecke die KISS, die BR182/14x und vielleicht paar 442 Ausrüstungsbedarf hat. Da entsteht dann leicht die Frage, ob die 182er ganz abgestellt werden oder ob man den Bestand vervielfacht wegen Skalierungseffekten.

Gruß saxobav

Re: Aufgabenträger sind Manager

geschrieben von: pm

Datum: 26.07.26 19:43

Danke für Deinen sachlich fundierten Beitrag-da Richtung Hamburg weiterhin Signale stehen besteht kein Nachrüstbedarf.
Es betrifft ua die Aufgabenträger in Sachsen Anhalt+ Sachsen-haben wir alles auf DSO schon diskutiert.

Forderung von ETCS durch SPNV-Aufgabenträger

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 26.07.26 19:49

Axel252525 schrieb:
Schleswig-Holstein, Berlin-Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg haben in den letzten Jahren bei Ausschreibungen Fahrzeuge mit ETCS-Vorrüstung oder ETCS-Ausrüstung gefordert. Bei den Flirt, Mireo, Desiro HC und Co. der letzten vier Jahre dürfte Fahrzeugseitig auch nicht allzu viel fehlen, um ETCS nachzurüsten.
Guten Tag Axel252525,

dem muss ich allerdings widersprechen. So sind die wenigsten Triebzüge der von dir genannten Typen, die aktuell und ausschließlich in Deutschland eingesetzt werden, tatsächlich mit dem Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS) ausgestattet – unter anderem die 15 Triebzüge des Typs Siemens Desiro HC und 27 Triebzüge des Typs Siemens Mireo, die die DB Regio AG für den Einsatz im Netz 4 („Rheintal“) beschafft hat und im Eigentum der Landesanstalt Baden-Württemberg (SFBW) stehen, sind mit ETCS ausgerüstet. Die SFBW und der Verband Region Stuttgart (VRS) lassen 333 Triebzüge mit ETCS nachrüsten. Die ETCS-Nachrüstung im Rahmen des Projektes „Digitaler Knoten Stuttgart“ (DKS), dass die ETCS-Nachrüstung von „First-of-Class“-Fahrzeugen trotz vorhandener Vorbereitungen (kosten-)aufwändig ist.

Außerhalb Baden-Württembergs sieht es beim Thema ETCS-Nachrüstung sehr mau aus; Alpha Trains lässt 35 Triebzüge des Typs Stadler Flirt 3, die bei der Bayerischen Regiobahn (BRB) eingesetzt werden, mit ETCS nachrüsten.

Durch SPNV-Aufgabenträger wurde ETCS meist nur dann gefordert, wenn ETCS für den Einsatz zwingend erforderlich ist. Ein Gegenbeispiel ist die Beschaffung der 27 Triebzüge des Typs Siemens Mireo Plus B, die die SFBW für den Einsatz im Netz 8a („Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn“) beschafft hat. Diese verfügen über ETCS.

Grüße
die Honigbiene



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.26 09:16.

Re: Aufgabenträger sind Manager

geschrieben von: Saxobav

Datum: 27.07.26 01:52

pm schrieb:

Zitat:
... - da Richtung Hamburg weiterhin Signale stehen, besteht kein Nachrüstbedarf.
Hallo pm,
ist das so? Für wie lange kauft man sich da Zeit? Und wie organisiert man sich, um ohne Priorisierung und Extrakosten zu den folgenden Terminen gerüstet zu sein? Sprechen wir mal nicht von Kollegialität, wenn InfraGo jetzt schon mögliche Abschnitte von LZB auf ETCS umstellen möchte. Und um Berlin kannst Du sternförmig alle Magistralen nehmen, wo das Rollmaterial mit ETCS in Berührung kommen kann. Das läßt sich kaum per Disposition auflösen.

Wie ist die Empörung hier im Forum, wenn InfraGo an Regio keine weiteren Trassen mehr vergibt, weil PZB auf der Hochlaststrecke viele andere Trassen zerschießt, die vom GV und FV mit LZB/ETCS genutzt werden wollen. Die Gründe und Potentiale sind wie genannt hier ausführlich diskutiert worden. Derzeit steht InfraGo ja als "die-können-es-nicht"-Jungs da. Sie wären leicht "die-dürfen-es-nicht"-Kollegen, weil sowohl das entsprechende Rollmaterial als auch die Qualifikation fehlen.

Und genau für diesen Teil sehe ich die Aufgabenträger in der Verantwortung, um in ihren Aufgabenbereichen die Leistungsfähigkeit außerhalb des Fernverkehrs zu managen. Und ggf. sogar proaktiv den Austausch mit InfraGo zu suchen, wo außerhalb des Hauptnetzes fällige LST-Modernisierungen direkt als L2oS umgesetzt werden können und die eingesparten Mittel bei der Nachrüstung des lokalen Parks unterstützen können.

Wie Benutzer @Honigbiene dargelegt hat, ist im württembergischen Bereich DB Regio mit modernen Fahrzeugen von Siemens im Ausrüstungsrückstand. Falls es dort wegen Hochlastsituationen zu Fahrplanproblemen kommt, kann die Ursache im fehlenden ETCS vermutet werden und in Pönalforderungen enden. Dann ist der gute Rat sprichwörtlich teuer.

Gruß saxobav.

Du glaubst auch an den Weihnachtsmann?

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 27.07.26 07:15

Hallole!

Saxobav schrieb:
> wo außerhalb des Hauptnetzes fällige LST-Modernisierungen direkt als L2oS umgesetzt werden können und die eingesparten Mittel bei der Nachrüstung des lokalen Parks unterstützen können.

Das sind zwei komplett getrennte Töpfe.
Und selbst wenn InfraGO das wollen würde, dürften die so eine Querfinanzierung nicht machen.

Und wie weit kommt man mit dem eingesparten Geld? Laut dem ZDF-Bericht hätte man bei Hamburg-Berlin ohne Signale mittels Milchmädchenrechnung 70 Mio. € gespart, für wie viele Fahrzeuge reicht das Geld?

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Re: Immerhin Umrüstung von 150 Fahrzeugen

geschrieben von: Saxobav

Datum: 27.07.26 12:46

1.Bauserie schrieb:
Und wie weit kommt man mit dem eingesparten Geld? Laut dem ZDF-Bericht hätte man bei Hamburg-Berlin ohne Signale mittels Milchmädchenrechnung 70 Mio. € gespart, für wie viele Fahrzeuge reicht das Geld?
Also bei bisher bekannten Kosten von 300.000 bis 500.000€ je Lok wären das durchaus 150 Loks oder kleine Triebwagen oder Steuerwagen. Also schon eine ordentliche Investbeihilfe bei den beteiligten Bundesländern. Und bürokratisch unmögliche Querfinanzierung (kein Naturgesetz) würde dann ggf. die Investmittel auf besagtes Nebenbahnnetz verlängern wie in der Prignitz, auf Usedom, Pasewalk ostwärts oder Cottbus südwärts. Dorthin, wo die Bewohner wirklich wohnen und nicht nur Augenzeugen von Transitverkehr sind.

Gruß saxobav

Re: Aufgabenträger sind Manager

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 27.07.26 13:31

Saxobav schrieb:
Wie ist die Empörung hier im Forum, wenn InfraGo an Regio keine weiteren Trassen mehr vergibt, weil PZB auf der Hochlaststrecke viele andere Trassen zerschießt, die vom GV und FV mit LZB/ETCS genutzt werden wollen.
Wo soll das sein? Es gibt auch jede Menge Regio-Fz mit LZB. Meist sind es DGS, die ohne LZB fahren, auch da wo sie eigentlich "sollten"...

Zitat
Falls es dort wegen Hochlastsituationen zu Fahrplanproblemen kommt, kann die Ursache im fehlenden ETCS vermutet werden
Versteh ich ebenfalls nicht. Prinzipiell macht es nichts schneller. Mehr Blöcke will man ja wohl nicht überall zwingend und auch die helfen nur bis zum nächsten Flaschenhals. Es ist nicht das Wundermittel, für das es alle halten!

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[www.stummiforum.de]

ETCS im Westen von NRW

geschrieben von: Anbeku

Datum: 27.07.26 13:44

Honigbiene schrieb:
Außerhalb Baden-Württembergs sieht es beim Thema ETCS-Nachrüstung sehr mau aus; Alpha Trains lässt 35 Triebzüge des Typs Stadler Flirt 3, die bei der Bayerischen Regiobahn (BRB) eingesetzt werden, mit ETCS nachrüsten.

Durch SPNV-Aufgabenträger wurde ETCS meist nur dann gefordert, wenn ETCS für den Einsatz zwingend erforderlich ist. Ein Gegenbeispiel ist die Beschaffung der 27 Triebzüge des Typs Siemens Mireo Plus B, die die SFBW für den Einsatz im Netz 8a („Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn“) beschafft hat. Diese verfügen über ETCS.
Hier im Gebiet von go.Rheinland (Westen von NRW) sind meines Wissens nach die einzigen ETCS-fähigen Nahverkehrszüge die des RE 18 und die sind nicht von deutschen Aufgabenträgern ausgeschrieben wurden. Kurioser Weise sind die umgerüstet worden, weil Belgien das vorausgesetzt hat als eines der ersten Länder, die komplett auf ETCS umgestellt haben. ETCS wurde ansonsten schon mehrfach für die neuen Fahrzeuge der RB20 beschlossen, aber die Ausschreibung immer wieder zurück gezogen, weil man hier mit der Elektrifizierung nicht aus dem Quark kommt. Die Fahrzeuge für den RRX sollen meines Wissens nach leicht umgerüstet werden können, aber wann das konkret passieren soll, davon habe ich nichts mehr gehört. Hier gab es große Panik als die Strecke Aachen - Köln 2029 mit ETCS ohne Signale ausgerüstet werden sollte, aber das scheint erst mal vom Tisch zu sein.
Saxobav schrieb:
Also schon eine ordentliche Investbeihilfe bei den beteiligten Bundesländern.
Guten Tag Saxobav,

wie ich in meinem vorherigen Beitrag ausgeführt habe, ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland, das im großen Stil Fahrzeuge beschafft, die mit dem Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS) ausgestattet sind, ohne dass das vorgesehene Einsatzgebiet eine solche ETCS-Fahrzeugausrüstung erfordert. So sind die 105 Zweisystemstadtbahnfahrzeuge des Typs Stadler Citylink („VDV-Tram-Train“) oder die 27 Triebzüge des Typs Siemens Mireo Plus B, die die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) beschafft hat, mit ETCS ausgerüstet. Die Saarbahn, die Teil des Projektes „VDV-Tram-Train“ ist, beschafft ihre Zweisystemstadtbahnfahrzeuge hingegen ohne ETCS. Genauso zeigen die Erfahrungen aus Baden-Württemberg, wo die beiden Aufgabenträger, der Verband Region Stuttgart (VRS) als Aufgabenträger der S-Bahn Stuttgart und das Land Baden-Württemberg, dass eine ETCS-Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen trotz teilweise vorhandener Vorbereitungen (kosten-)aufwändig ist. Die S-Bahn Stuttgart profitiert vom Umstand, dass 58 zusätzliche Triebzüge der DB-Baureihe 430 beschafft wurden, die für Angebotsverbesserungen und für die Ausweitung von Sitzplatzkapazitäten vorgesehen sind (trotzdem kommt es zu eingeschränkten Sitzplatzkapazitäten durch die ETCS-Nachrüstung). Das Land Baden-Württemberg hat eine ETCS-Ersatzflotte zusammengestellt, die aus 28 Triebzügen des Typs Siemens Mireo sowie aus 28 angemieteten Triebzügen des Typs Alstom Talent 3 („Alpenhamster“) besteht, um die eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit zu kompensieren, weil Bestandsfahrzeuge mit ETCS nachgerüstet werden.

Das Beispiel zeigt, dass sich die Kosten mitnichten nur auf die bloße ETCS-Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen beschränken, sondern unter Umständen auch Ersatzfahrzeuge vorgehalten werden müssen. Hinzu kommen beispielsweise auch die Kosten für die ETCS-Ausbildung der Triebfahrzeugführer, die während des Lehrgangs dem Betrieb nicht zur Verfügung stehen. Die finanzielle Situation der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) ist insbesondere vor dem Hintergrund der vom Europäischen Gerichtshof für unzulässig erklärten „Trassenpreisbremse“ (vgl. Urt. v. 19.3.2026 – C-770/24) prekär. SPNV-Aufgabenträger sind kaum in der Lage, ETCS-Nachrüstungen mit allen Begleitumständen finanziell zu stemmen. Genau deswegen halte ich es für einen Fehler, dass das Bundesministerium für Verkehr von der Möglichkeit, eine Ausnahmeregelung zur generellen Ausrüstungsverpflichtung von Neufahrzeugen mit ETCS nach Abschnitt 7.4.3 der Verordnung (EU) 2016/919 (auch bekannt als „150-km-Regel“)einzuführen, Gebrauch gemacht hat. Andere Länder, wie z. B. Österreich, haben die Ausnahmeregelung nicht in Kraft gesetzt und stehen deshalb nicht vor den Problemen der ETCS-Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen.

Darüber hinaus möchte ich erwähnen, dass deine Beiträge fast ausnahmelos sowohl inhaltlich als auch fachlich wirr sind.

Grüße
die Honigbiene
Fazit: alle können jammern, aber ab 2029/2030/2031 geht es los mit L2oS-Strecken und ab 2032 wird es sich beschleunigen. Und ab 2032 sind auch die notwendigen 5 Jahre Vorlauf eingehalten und wenn ich das richtig verstanden habe, muss dann auch niemand mehr zustimmen.
Wir werden sehen.

Gut wäre natürlich, wenn die InfraGO die Strecken, die mit ETCS genutzt werden können, günstiger macht im Falle der ETCS-Nutzung. Heute scheint es ja absurderweise andersherum. Habe gerade erst von einem TF auf YouTube als Antwort, warum er am rechten Rhein nicht ETCS nutzt, die Antwort bekommen, dass die Lok ETCS kann, er eine ETCS - Ausbildung hat, aber das EVU den Einsatz verboten hat und er deshalb unter PZB fährt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.26 14:32.
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