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[Lemgoradio] 60 Millionen Euro für die Begatalbahn

geschrieben von: AlexT

Datum: 24.07.26 19:21

Hallo,

über den Bericht 60 Millionen Euro für die Begatalbahn: Zukunftsinvestition oder zu teures Prestigeprojekt? habe ich noch gar nichts gelesen.
Gab es auch auf Facebook mit diversen Kommentaren dazu. Wundert mich, dass das hier noch nicht behandelt wurde ;-)

Grüße,
Alex

Info von 2023

geschrieben von: Fniux

Datum: 24.07.26 22:19

Davon wurde vor drei Jahren auf DSO konkret gesprochen, die Informationen aus dem Artikel sind nicht neu:

[www.drehscheibe-online.de]

[blog.lippebahn.de]

Lokalpolitisch endete die Diskussion bisher vor 2 Jahren damit, dass eine Reaktivierung ein "Sechser im Lotto" sei: [www.nw.de]

Weitere relevante Neuigkeiten sind mir nicht bekannt.

Re: Info von 2023

geschrieben von: AlexT

Datum: 25.07.26 08:16

OK, Danke. Und ich dachte schon, dass vielleicht wieder Bewegung in die Sache kommt?
Der Stand vom 2023 war mir bekannt, habe aber auf Neuigkeiten gehofft.

Re: Info von 2023

geschrieben von: ingo st.

Datum: 25.07.26 19:02

60 Mio sind ein Monat Bauverzögerung S21, oder eine Autobahnbrücke. Die anderen finden nix teuer. Hier dient es der Regionalentwicklung.

Neuigkeit

geschrieben von: Railchris

Datum: 25.07.26 23:18

AlexT schrieb:
OK, Danke. Und ich dachte schon, dass vielleicht wieder Bewegung in die Sache kommt?
Der Stand vom 2023 war mir bekannt, habe aber auf Neuigkeiten gehofft.
Die Neuigkeit ist, dass:

- a) die VBE als Eigentümer klargestellt haben, dass sie es nicht mehr für zumutbar halten, die Strecke vorzuhalten. Zeitgleich wurde die Walkenfeldbrücke über die Bega in Lemgo-Brake nun für alle Fahrten gesperrt.

- b) immer wieder kleine Informationshäppchen vom Monocab gestreut werden, was seitens der Politik dazu führt, dass fast alle Parteien inzwischen laut davon träumen, die Begatalbahn zu opfern, damit dort das Monocab fahren kann.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Re: Neuigkeit

geschrieben von: Plutone

Datum: 26.07.26 11:39

Railchris schrieb:
AlexT schrieb:
OK, Danke. Und ich dachte schon, dass vielleicht wieder Bewegung in die Sache kommt?
Der Stand vom 2023 war mir bekannt, habe aber auf Neuigkeiten gehofft.
Die Neuigkeit ist, dass:

- a) die VBE als Eigentümer klargestellt haben, dass sie es nicht mehr für zumutbar halten, die Strecke vorzuhalten. Zeitgleich wurde die Walkenfeldbrücke über die Bega in Lemgo-Brake nun für alle Fahrten gesperrt.

- b) immer wieder kleine Informationshäppchen vom Monocab gestreut werden, was seitens der Politik dazu führt, dass fast alle Parteien inzwischen laut davon träumen, die Begatalbahn zu opfern, damit dort das Monocab fahren kann.
Was für Verkehre sind denn da auf der Begatalbahn unterwegs, dass man dafür 60 Mio. € ausgeben muss ?
Für die Hälfte wird hier ne Bahnstrecke von Kamp-Lintfort nach Moers-Rheinkamp an die Schiene angeschlossen für ca. 3.300 Fahrgäste pro Tag. Für die andere Hälfte hat sich InfraGo bereiterklärt, diese auch an ihren Bahnhof anzuschließen (nur um auch nochmal die Preisunterschiede zwischen Eisenbahn und DBBahn aufzuzeigen). Aber wenn es irgendwo so absolut garkeinen Bedarf an der Bahnstrecke gibt, muss man die nicht in eine abgelegene Museumsbahn stecken. Und wenn man damit einen Verkehrsbedarf damit erfüllen kann (u.a. Reaktivierung im Personenverkehr), dann muss man das auch richtig machen und nicht für 30km/h wieder in Betrieb nehmen und dann 3x im Jahr für Weihnachtsfahrten nutzen.

Bei der Teutoburger Waldeisenbahn ist es ja auch so ein Trauerspiel. Eigentlich hat man dort ein lohnendes SPNV-Konzept erarbeitet, aber das Geld zur Umsetzung fehlt.
Und für irgendwas dazwischen ist es dann auch wieder ein sehr teures "Erhalten" der Strecke.

Aber wir sind hier halt in Deutschland.
So ein konsequentes "richtig oder garnicht" gibt´s hier ja nicht, schon garnicht "richtig".

Re: Neuigkeit

geschrieben von: Railchris

Datum: 26.07.26 13:08

Plutone schrieb:
Railchris schrieb:
AlexT schrieb:
OK, Danke. Und ich dachte schon, dass vielleicht wieder Bewegung in die Sache kommt?
Der Stand vom 2023 war mir bekannt, habe aber auf Neuigkeiten gehofft.
Die Neuigkeit ist, dass:

- a) die VBE als Eigentümer klargestellt haben, dass sie es nicht mehr für zumutbar halten, die Strecke vorzuhalten. Zeitgleich wurde die Walkenfeldbrücke über die Bega in Lemgo-Brake nun für alle Fahrten gesperrt.

- b) immer wieder kleine Informationshäppchen vom Monocab gestreut werden, was seitens der Politik dazu führt, dass fast alle Parteien inzwischen laut davon träumen, die Begatalbahn zu opfern, damit dort das Monocab fahren kann.
Was für Verkehre sind denn da auf der Begatalbahn unterwegs, dass man dafür 60 Mio. € ausgeben muss ?
Für die Hälfte wird hier ne Bahnstrecke von Kamp-Lintfort nach Moers-Rheinkamp an die Schiene angeschlossen für ca. 3.300 Fahrgäste pro Tag. Für die andere Hälfte hat sich InfraGo bereiterklärt, diese auch an ihren Bahnhof anzuschließen (nur um auch nochmal die Preisunterschiede zwischen Eisenbahn und DBBahn aufzuzeigen). Aber wenn es irgendwo so absolut garkeinen Bedarf an der Bahnstrecke gibt, muss man die nicht in eine abgelegene Museumsbahn stecken. Und wenn man damit einen Verkehrsbedarf damit erfüllen kann (u.a. Reaktivierung im Personenverkehr), dann muss man das auch richtig machen und nicht für 30km/h wieder in Betrieb nehmen und dann 3x im Jahr für Weihnachtsfahrten nutzen.

Bei der Teutoburger Waldeisenbahn ist es ja auch so ein Trauerspiel. Eigentlich hat man dort ein lohnendes SPNV-Konzept erarbeitet, aber das Geld zur Umsetzung fehlt.
Und für irgendwas dazwischen ist es dann auch wieder ein sehr teures "Erhalten" der Strecke.

Aber wir sind hier halt in Deutschland.
So ein konsequentes "richtig oder garnicht" gibt´s hier ja nicht, schon garnicht "richtig".
Die 60 Mio. € sind für die Reaktivierung Lemgo-Lüttfeld - Barntrup für den regulären SPNV mit rund einem Dutzend technisch zu sichernder Bü, mindestens zwei Ersatzbauwerken für abgängige Brücken, und zwei bis drei Zwischenhalte, also 3 bis 4 neu zu errichtende Personenverkehrsanlagen. Der Oberbau ist eigentlich über weite Strecken noch gut, wird dann aber sicherlich auch komplett ausgetauscht werden. Auf einem ca. 1 km langen Abschnitt muss die Entwässerung komplett neu angelegt werden, wahrscheinlich wird man das auch auf weiteren Abschnitten machen.

Der NWL möchte gerne in Bega kreuzen. Und in Lemgo. Und am liebsten auch in Lemgo-Lüttfeld. Das ändert sich immer mal wieder. Denkt man die gesamte Strecke ITF-gerecht, würde man nur in Oerlinghausen, Lage und Vogelhorst kreuzen, und natürlich an den Endbahnhöfen wenden. Dann bräuchte man für den gesamten Stundentakt der RB 73 nur zwei Umläufe. Leider denkt der NWL aber eher mikroskopisch und betrachtet die Strecke nicht als ganzes. Das wird dann eben teuer, und die Gesamtreisezeit verlängert sich immer mehr.



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Re: Neuigkeit

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 26.07.26 15:07

Zitat
Der NWL möchte gerne in Bega kreuzen. Und in Lemgo. Und am liebsten auch in Lemgo-Lüttfeld. Das ändert sich immer mal wieder. Denkt man die gesamte Strecke ITF-gerecht, würde man nur in Oerlinghausen, Lage und Vogelhorst kreuzen, und natürlich an den Endbahnhöfen wenden. Dann bräuchte man für den gesamten Stundentakt der RB 73 nur zwei Umläufe. Leider denkt der NWL aber eher mikroskopisch und betrachtet die Strecke nicht als ganzes. Das wird dann eben teuer, und die Gesamtreisezeit verlängert sich immer mehr.
Der NWL plant keinen Stundentakt, sondern einen Halbstundentakt. Mit 80 Km/h Höchstgeschwindigkeit wird das nichts mit nur einer Kreuzungsstelle in Vogelhorst. 16,2 Kilometer (Anmerkung: die ist noch länger, weil man nach Barntrup Ost möchte aber keine Ahnung wo der Halt liegen soll, wahrscheinlich in Bellenbruch, was über einen Kilometer weiter als der Bahnhof Barntrup wäre) Fahrstrecke hin und zurück bei 80 Km/h Höchstgeschwindigkeit, drei Zwischenhalten und einer Endhaltestelle mit ausreichender Wendezeit. Wie soll das in 30 Minuten fahrbar sein? Wenn man 26 Minuten Fahrzeit plus 4 Minuten Wendezeit ohne Zwischenhalte annimmt, bräuchte der Zug schon eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 75 Km/h. Da die Züge aber noch 6 mal halten sollen, sind die 75 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit nicht erreichbar. Lemgo-Lüttfeld - Lage sind 12 Minuten Fahrzeit, wenn da noch 3 Kilometer Fahrstrecke zu kommen, wie soll das mit ausreichendem Kreuzungspuffer im Halbstundentakt fahrbar sein? Auf der weiteren Strecke nach Bielefeld liegen genauso die eingleisigen Zwangspunkte vor, die entsprechenden Puffer benötigen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.07.26 15:23.

Re: Neuigkeit

geschrieben von: AlexT

Datum: 26.07.26 17:25

Na dann ist es ja nur noch eine Frage der Zeit bis die Strecke endgültig tot ist.

Railchris schrieb:
AlexT schrieb:
OK, Danke. Und ich dachte schon, dass vielleicht wieder Bewegung in die Sache kommt?
Der Stand vom 2023 war mir bekannt, habe aber auf Neuigkeiten gehofft.
Die Neuigkeit ist, dass:

- a) die VBE als Eigentümer klargestellt haben, dass sie es nicht mehr für zumutbar halten, die Strecke vorzuhalten. Zeitgleich wurde die Walkenfeldbrücke über die Bega in Lemgo-Brake nun für alle Fahrten gesperrt.

- b) immer wieder kleine Informationshäppchen vom Monocab gestreut werden, was seitens der Politik dazu führt, dass fast alle Parteien inzwischen laut davon träumen, die Begatalbahn zu opfern, damit dort das Monocab fahren kann.

Effizienter Fahrplan

geschrieben von: Railchris

Datum: 26.07.26 19:53

Signalschruber schrieb:
Zitat
Der NWL möchte gerne in Bega kreuzen. Und in Lemgo. Und am liebsten auch in Lemgo-Lüttfeld. Das ändert sich immer mal wieder. Denkt man die gesamte Strecke ITF-gerecht, würde man nur in Oerlinghausen, Lage und Vogelhorst kreuzen, und natürlich an den Endbahnhöfen wenden. Dann bräuchte man für den gesamten Stundentakt der RB 73 nur zwei Umläufe. Leider denkt der NWL aber eher mikroskopisch und betrachtet die Strecke nicht als ganzes. Das wird dann eben teuer, und die Gesamtreisezeit verlängert sich immer mehr.
Der NWL plant keinen Stundentakt, sondern einen Halbstundentakt. Mit 80 Km/h Höchstgeschwindigkeit wird das nichts mit nur einer Kreuzungsstelle in Vogelhorst. 16,2 Kilometer (Anmerkung: die ist noch länger, weil man nach Barntrup Ost möchte aber keine Ahnung wo der Halt liegen soll, wahrscheinlich in Bellenbruch, was über einen Kilometer weiter als der Bahnhof Barntrup wäre) Fahrstrecke hin und zurück bei 80 Km/h Höchstgeschwindigkeit, drei Zwischenhalten und einer Endhaltestelle mit ausreichender Wendezeit. Wie soll das in 30 Minuten fahrbar sein? Wenn man 26 Minuten Fahrzeit plus 4 Minuten Wendezeit ohne Zwischenhalte annimmt, bräuchte der Zug schon eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 75 Km/h. Da die Züge aber noch 6 mal halten sollen, sind die 75 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit nicht erreichbar. Lemgo-Lüttfeld - Lage sind 12 Minuten Fahrzeit, wenn da noch 3 Kilometer Fahrstrecke zu kommen, wie soll das mit ausreichendem Kreuzungspuffer im Halbstundentakt fahrbar sein? Auf der weiteren Strecke nach Bielefeld liegen genauso die eingleisigen Zwangspunkte vor, die entsprechenden Puffer benötigen.
Die RB 73 bleibt perspektivisch erstmal beim Stundentakt. Lediglich die Überlagerung mit der RE 82 ergibt zwischen Bielefeld und Lage, ab 12/2029 auch bis Lemgo-Lüttfeld einen Halbstunden-"Takt".

Barntrup Ost hat man m.E. nur deshalb in die Machbarkeitsstudie eingebaut, weil durch die Kreuzung in Bega soviel Zeit in Barntrup übrig war, dass man die noch "verwenden" kann für einen Ausflug in die Bellenbruchsiedlung, was dann aber übrigens das Ende der "Historischen Elektrobahn" (nach außen noch als Landeseisenbahn Lippe firmierend) zwischen Barntrup und Barntrup Ost bedeuten würde, denn die Nachrüstung der E-Lok mit PZB darf als eher illusorisch betrachtet werden.

Würde man die gesamte Strecke weitestgehend auf 100 km/h ausbauen, würde unter Annahme der 42 Sekunden Haltezeit mit Schiebetritten und 5% Reserve auf alles bei ITF-gerechter Planung dieser Fahrplan heraus kommen. Eigenkreuzung der RB 73 in Lage, mit der RE 82 in Oerlinghausen, und mit dem Verdichtertakt nach Barntrup in Höhe Vogelhorst, wofür sich wegen des fehlenden Verkehrshaltes ein etwa 2 km langer Begegnungsabschnitt anbieten würde:


Screenshot 2026-07-26 203019.png

Wenn sich der Gedanke durchsetzt, beim Bau der SFS Bielefeld - Hannover eine Verbindungskurve in Bad Salzuflen Richtung Lage herzustellen, könnte die RE 82 zukünftig über Bad Salzuflen fahren, und der Weg wäre frei für einen sauberen, S-Bahn-gerechten Halbstundentakt der RB 73, der außerhalb der HVZ hinter Lemgo gerne auch die eine oder andere Lücke haben darf. Die 6 Minuten Wendezeit in Barntrup erscheinen zwar knapp, sind aber realistisch, zudem durch die Fahrzeitreserve und die 4 Minuten ITF-Knoten-Aufenthalt in Lage abgesichert, Verspätungen wären also schnell wieder abgebaut.

Wenn man unbedingt nach Barntrup Ost möchte (Bellenbruchsiedlung oder Industriegebiet an der B1), könnte man dafür in Barntrup kreuzen, die Ankunft auf ´29/´59 legen, und so Zeit für 2 Bedarfshalte in Brake und Farmbeck gewinnen, die aber bisher in allen Konzepten gar nicht vorgesehen sind, und braucht dann aber ein Fahrzeug mehr, was man aber jetzt sowieso mehr braucht. Ab 12/2029 stehen die Züge in Lemgo-Lüttfeld am Wochenende ja auch 56 Minuten herum. Die Fahrzeuge scheinen ja nicht so teuer zu sein. Auf der Bielefelder Seite ähnlich, dort steht man rund 23 Minuten herum, was zwar schön für die Fahrplanstabilität ist, aber ziemlich teures herumstehendes Kapital bedeutet.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.26 11:57.
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