Du magst uns sicherlich einen Link dazu einstellen.Gerne, allerdings ist das Angebot dort noch (?) nicht gelistet: [www.rail-assets.de]
Grüße vom
Roderich
Die google KI sagt dazu:Müssen wir jetzt immer öfter zeigen, wie doof eine nicht geschulte KI ist? Das fände ich bei DSO ziemlich deplatziert.
"Das ist eine Verwechslung: Einen echten, großen Zug der Baureihe 403 aus dem Jahr 1973 kann man heute nicht mehr kaufen, da von dieser kleinen Serie nur noch wenige alte Originale existieren und diese fest in den Händen von Vereinen liegen. Gemeint sind stattdessen Modelleisenbahnen, die von Firmen wie Märklin oder Modellbahn Union im Handel angeboten werden."
geschrieben von: Christian aus Lindhorst
Datum: 24.07.26 11:20
Weil die alte Strecke direkt an der DDR-Grenze verlief und man im Verteidigungsfalle eine Zerstörung der alten Strecke durch die Soldaten des Warschauer Pakts befürchtete, drängte damals das Bundesverteidigungsministerium auf den Bau der Neubaustrecke Hannover - Würzburg. Ursprünglich wollte man zwei Neubaustrecken bauen und zwar eine von Hannover bis nach Gemünden und eine zweite von Aschaffenburg direkt nach Würzburg, aber das Verteidigungsministerium pochte auf die Linie Hannover - Würzburg.
geschrieben von: Roderich
Datum: 24.07.26 11:53
Weil die alte Strecke direkt an der DDR-Grenze verlief und man im Verteidigungsfalle eine Zerstörung der alten Strecke durch die Soldaten des Warschauer Pakts befürchtete, drängte damals das Bundesverteidigungsministerium auf den Bau der Neubaustrecke Hannover - Würzburg. Ursprünglich wollte man zwei Neubaustrecken bauen und zwar eine von Hannover bis nach Gemünden und eine zweite von Aschaffenburg direkt nach Würzburg, aber das Verteidigungsministerium pochte auf die Linie Hannover - Würzburg.Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht wirklich. Inwiefern mag die Verlängerung von Gemünden bis Würzburg für das Verteidigungsministerium sinnvoller als einen eigene NBS Aschaffenburg Würzburg gewesen sein.
Als die Wiedervereinigung 1990 kam, waren die militärischen Überlegungen hinfällig, aber da war die NBS Hannover - Würzburg gerade fertig geworden und die Testfahrten zur Inbetriebnahme der NBS Hannover - Würzburg schon im vollen Gange. Im wiedervereinigten Deutschland wäre die Strecke in der Streckenführung nie so gebaut worden.So sicher kann man da denke ich nicht sein. Siehe zB Anbindung Erfurt.
Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht wirklich. Inwiefern mag die Verlängerung von Gemünden bis Würzburg für das Verteidigungsministerium sinnvoller als einen eigene NBS Aschaffenburg Würzburg gewesen sein.Sofern an der Sache überhaupt wirklich etwas dran ist: Würzburg wäre damals vielleicht nicht unwichtig gewesen in Bezug auf US-amerikanische Standorte wie auch, im weiteren Umfeld (badisch Sibirien) damals auch noch existente BW-Standorte.
Ursprünglich wollte man zwei Neubaustrecken bauen und zwar eine von Hannover bis nach Gemünden und eine zweite von Aschaffenburg direkt nach Würzburg, aber das Verteidigungsministerium pochte auf die Linie Hannover - Würzburg.Ich habe es eher so in Erinnerung, dass wegen des Güterverkehrs von Hamburg die NBS dann durchgängig bis Würzburg gebaut wurde und Aschaffenburg stattdessen über die Nantenbacherkurve angeschlossen wurde.
geschrieben von: nozomi07
Datum: 24.07.26 17:36
War das tatsächlich so? Davon höre ich jetzt zum ersten Mal, dass da das Bundesverteidigungsministerium seine Finger im Spiel gehabt haben soll.Die Strecke führt durch Gebiet, das von der NATO als strategisch sehr bedeutsam angesehen wurde - Stichwort Fulda-Gap.
Der Zeichnung und Anzahl nach müssten das die 6 Fahrzeuge der ODEG sein, oder? Ich dachte, dass man im ZVON mehr RB65 doppelt fahren will und alleine dafür die Kisten benötigt werden? Nur mit den 642er wird man das vermutlich nicht erreichen können. Oder ist das wegen der Finanzlage auf Eis gelegt?Hä?
Ein gruseliges Gefühl entstand, wenn manchmal zwischen Streckenkilometer 218 und 214 zwischen Göttingen und Bebra im Dunklen der Zug von den Scheinwerfern der DDR-Grenzer anvisiert wurde. Für eine knappe Sekunde war man dann im Abteil geblendet obwohl man die Innenbeleuchtung ausgeschaltet hatte.Die wollten halt auch mal so einen schönen Zug anschauen.
Weil die alte Strecke direkt an der DDR-Grenze verlief und man im Verteidigungsfalle eine Zerstörung der alten Strecke durch die Soldaten des Warschauer Pakts befürchtete, drängte damals das Bundesverteidigungsministerium auf den Bau der Neubaustrecke Hannover - Würzburg.... deswegen die vielen Tunnelabschnitte - was für eine schöne Geschichte ...
geschrieben von: VT
Datum: 25.07.26 06:32
Tatsächlich habe ich diese Erzählungen aus seriösen Quellen (MA der Bahnbauzentrale Süd) bereits früher gehört. U.a. wurde kolportiert, dass die Linienführung in einigen Bereichen nach strategischen Gesichtspunkten gewählt wurde. Beispiel im Sinntal zwischen Fulda und Gemünden. Die Lage auf der Talostweite am Fuß der Bergflanken und großflächig in Tunneln sollte einen besseren Schutz vor heranfliegenden Geschossen/Raketen aus dem Osten bieten. Baulich wäre eine Situierung westlich der Altbaustrecke besser und billiger gewesen.Gehört habe ich das auch schon mehrmals. Ich denke eine gewisse Dual-Use-Fähigkeit dürfte damals fast jede staatliche Baumaßnahme, besonders in dieser Größenordnung, gehabt haben. (man denke mal an die großen Unterflurtoiletten unter diversen Marktplätzen die an Tiefgaragen abgrenzen). Gerade rund um Würzburg war damals Streitkräfteüberschreitend viel Gerät stationiert. Das schnell Richtung Fulda zu bringen wäre schon wichtig gewesen. Diese Regionen waren damals auch Teil der Ausbildung in den ersten Simulatoren.
Grüße vom
Roderich
geschrieben von: Pendelschaltrolle
Datum: 25.07.26 09:21
642 642-3 schrieb:Auf der erwähten Seite (http://www.rail-assets.de/ - der Link kam erst nach dem ersten Beitrag) befindet sich ein Angebot über 6 Stadler GTW, deren Anzahl und Zeichnung nach eigentlich nur jene der ODEG sein können. Aktuell werden diese noch regelmäßig eingesetzt und der ZVON wollte gerne auf einer Strecke die Fahrten in Doppeltraktion erhöhen, was alleine mit den vorrätigen Desiro in Görlitz aber nicht funktionieren dürfte. Da ich keinen Zugriff auf das Angebot habe, wären Details dazu ganz nett. Ich bin davon ausgegangen, dass man die GTW dann nach Görlitz versetzt. Aber jetzt scheint man sie verkaufen zu wollen?Der Zeichnung und Anzahl nach müssten das die 6 Fahrzeuge der ODEG sein, oder? Ich dachte, dass man im ZVON mehr RB65 doppelt fahren will und alleine dafür die Kisten benötigt werden? Nur mit den 642er wird man das vermutlich nicht erreichen können. Oder ist das wegen der Finanzlage auf Eis gelegt?Hä?
geschrieben von: KBS962
Datum: 25.07.26 23:04
Die Fulda-Gap von Süden her mit einer vollständig redundanten Strecke versorgen zu können ist schon ein starkes Argument.Wirklich redundant wäre das System aber nicht gewesen. Es hätte zwar mit der Schnellfahrstrecke Würzburg - Fulda eine dritte aus südlicher bzw. südwestlicher Richtung auf Fulda zulaufende Strecke gegeben, aber alle drei Strecken vereinigen sich im Bahnhof Fulda, der aus strategischer Sicht ein neuralgischer Punkt geblieben wäre.
Ich denke auch, ohne deutsche Teilung und kalten Krieg wäre das alles nie so gebaut worden.Sehe ich auch so. Allerdings gab es neben eventuellen militärstrategischen Überlegungen noch wichtige verkehrliche Gründe. Durch die deutsche Teilung haben sich die Verkehrsströme von vormals Ost-West auf Nord-Süd ausgerichtet. Die Nord-Süd-Strecke Würzburg/Frankfurt - Fulda - Bebra - Hannover war überlastet. Kassel als wichtigstes Fahrgastpotential lag abseits der Nord-Süd-Strecke. Insofern war es schon konsequent, eine Neubaustrecke in der Relation Fulda - Kassel - Hannover zu bauen. Aus heutiger Sicht wäre eine Schnellfahrstrecke Frankfurt - Fulda - Kassel - Hannover sicher sinnvoller. Aber man hat wahrscheinlich für den Abschnitt Würzburg - Fulda ein höheres Verkehrsaufkommen erwartet. Nach Fertigstellung der noch zu DDR-Zeiten geplanten Schnellfahrstrecke Hannover - Berlin wäre ja auch der Berlinverkehr aus Bayern von Würzburg über Fulda in Richtung Hannover geleitet worden. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung sieht die Verkehrsgeographie natürlich wieder völlig anders aus.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 25.07.26 23:38
nozomi07 schrieb:Natürlich hat sich erst nachher die Achse Frankfurt - Fulda stärker entwickelt: Sowohl der Schnellverkehr gen Erfurt - Dresden/Berlin als auch Berlin über Braunschweig kamen als dicht getaktete Linien dazu. Anfänglich gab es eben nur die stündliche Achse Frankfurt - Fulda - gleichermaßen aber auch Würzburg - Fulda. Und wenn man noch Frankfurt Würzburg im Dreieck dazu nimmt und das jeweils mit dem Güterverkehr multipliziert, dann merkt, mit was man damals rechnete und was sich heute ergeben hat. Auch Frankfurt - Würzburg ist heute erst ein annähernder Halbstundentakt (es fehlt eine zweistündliche Verdichtung der Linie ICE 91). Dazu kommt die relativ langsame Mittelgebirgsstrecke aus dem Sinntal über Fulda, dem Haunetal ins Fuldatal bzw. Werratal...Ich denke auch, ohne deutsche Teilung und kalten Krieg wäre das alles nie so gebaut worden.Sehe ich auch so. Allerdings gab es neben eventuellen militärstrategischen Überlegungen noch wichtige verkehrliche Gründe. Durch die deutsche Teilung haben sich die Verkehrsströme von vormals Ost-West auf Nord-Süd ausgerichtet. Die Nord-Süd-Strecke Würzburg/Frankfurt - Fulda - Bebra - Hannover war überlastet. Kassel als wichtigstes Fahrgastpotential lag abseits der Nord-Süd-Strecke. Insofern war es schon konsequent, eine Neubaustrecke in der Relation Fulda - Kassel - Hannover zu bauen. Aus heutiger Sicht wäre eine Schnellfahrstrecke Frankfurt - Fulda - Kassel - Hannover sicher sinnvoller. Aber man hat wahrscheinlich für den Abschnitt Würzburg - Fulda ein höheres Verkehrsaufkommen erwartet. Nach Fertigstellung der noch zu DDR-Zeiten geplanten Schnellfahrstrecke Hannover - Berlin wäre ja auch der Berlinverkehr aus Bayern von Würzburg über Fulda in Richtung Hannover geleitet worden. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung sieht die Verkehrsgeographie natürlich wieder völlig anders aus.
geschrieben von: 103612
Datum: 26.07.26 11:05
geschrieben von: Plutone
Datum: 26.07.26 11:58
Christian aus Lindhorst schrieb:In umgekehrter Richtung sieht man auch, wie viele Strecken nach 1990 direkt stillgelegt wurden, weil sie ohne Funktion als potenzielle Nachschub-Strecke keinen Sinn mehr hatten bzw. erst heute nach Globalisierung, Strukturwandel und EU-Erweiterungen wieder erlangen würden (jetzt sind sie halt weg, das zurückgebaute Netz überlastet).War das tatsächlich so? Davon höre ich jetzt zum ersten Mal, dass da das Bundesverteidigungsministerium seine Finger im Spiel gehabt haben soll.Die Strecke führt durch Gebiet, das von der NATO als strategisch sehr bedeutsam angesehen wurde - Stichwort Fulda-Gap.
Der Abschnitt Fulda-Würzburg wirkt reichlich überdimensioniert, wenn man bedenkt, dass da nur ein stündlicher Zug fährt, und die alte Strecke südlich Gemünden bzw südlich Burgsinn schon recht flott ist. Ich halte es für plausibel, dass da das Miltiär ein Wort mitredete: Die Fulda-Gap von Süden her mit einer vollständig redundanten Strecke versorgen zu können ist schon ein starkes Argument.
Ich denke auch, ohne deutsche Teilung und kalten Krieg wäre das alles nie so gebaut worden.
geschrieben von: Plutone
Datum: 26.07.26 12:01
nozomi07 schrieb:Extrem spekulativ, was "ohne Teilung" alles so passiert wäre oder hätte werden können. Es ist aber extrem interessant, wie konsequent man sich zur Verteidigung gegen die Sowietunion vorbereitet hat.
Zitat:Die Fulda-Gap von Süden her mit einer vollständig redundanten Strecke versorgen zu können ist schon ein starkes Argument.Wirklich redundant wäre das System aber nicht gewesen. Es hätte zwar mit der Schnellfahrstrecke Würzburg - Fulda eine dritte aus südlicher bzw. südwestlicher Richtung auf Fulda zulaufende Strecke gegeben, aber alle drei Strecken vereinigen sich im Bahnhof Fulda, der aus strategischer Sicht ein neuralgischer Punkt geblieben wäre.
nozomi07 schrieb:Ich denke auch, ohne deutsche Teilung und kalten Krieg wäre das alles nie so gebaut worden.Sehe ich auch so. Allerdings gab es neben eventuellen militärstrategischen Überlegungen noch wichtige verkehrliche Gründe. Durch die deutsche Teilung haben sich die Verkehrsströme von vormals Ost-West auf Nord-Süd ausgerichtet. Die Nord-Süd-Strecke Würzburg/Frankfurt - Fulda - Bebra - Hannover war überlastet. Kassel als wichtigstes Fahrgastpotential lag abseits der Nord-Süd-Strecke. Insofern war es schon konsequent, eine Neubaustrecke in der Relation Fulda - Kassel - Hannover zu bauen. Aus heutiger Sicht wäre eine Schnellfahrstrecke Frankfurt - Fulda - Kassel - Hannover sicher sinnvoller. Aber man hat wahrscheinlich für den Abschnitt Würzburg - Fulda ein höheres Verkehrsaufkommen erwartet. Nach Fertigstellung der noch zu DDR-Zeiten geplanten Schnellfahrstrecke Hannover - Berlin wäre ja auch der Berlinverkehr aus Bayern von Würzburg über Fulda in Richtung Hannover geleitet worden. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung sieht die Verkehrsgeographie natürlich wieder völlig anders aus.
Andreas
geschrieben von: Patrick Lyca
Datum: 26.07.26 21:40
Extrem spekulativ, was "ohne Teilung" alles so passiert wäre oder hätte werden können. Es ist aber extrem interessant, wie konsequent man sich zur Verteidigung gegen die Sowietunion vorbereitet hat.Ja extrem interessant. Auch in der DDR gab es natürlich Vorbereitungen auf den Gott sei Dank nie eingetretenen Ernstfall, vorbereitete Umgehungsbahnen beispielsweise.
U.a. diese Seiten zeugen davon:
[sperranlagen.de]
[www.fulda-gap.de]
chnookie schrieb:In den 80er Jahren wurde die Kaserne Volkach für die Bundeswehr gebaut - wenn ich mich recht erinnere gab es dort bis 1990 noch Bahnverladung von Militärfahrzeugen.Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht wirklich. Inwiefern mag die Verlängerung von Gemünden bis Würzburg für das Verteidigungsministerium sinnvoller als einen eigene NBS Aschaffenburg Würzburg gewesen sein.Sofern an der Sache überhaupt wirklich etwas dran ist: Würzburg wäre damals vielleicht nicht unwichtig gewesen in Bezug auf US-amerikanische Standorte wie auch, im weiteren Umfeld (badisch Sibirien) damals auch noch existente BW-Standorte.
... In einer TV-Reportage zur Übergabe der DDR MiG-29 an die Bundeswehr kamen div. NVA-Soldaten zu Wort, die an ihrer DDR-Führung kein gutes Wort ließen: "die haben uns nur verarscht, der Westen war nie eine Bedrohung".Was gab es denn schon für den 'Westen begehrenswertes' in / an der DDR(?) - (mal von planmäßig mit Dampfloks bespannten Zügen abgesehen)
geschrieben von: Novoma
Datum: 27.07.26 07:33
geschrieben von: gezi
Datum: 27.07.26 12:57
Als ich 2001-2002 meinen Wehrdienst geleistet habe, hatten erste Kasernen schon private Wachdienste, weil die Bundeswehr dort schon nicht mehr in der Lage war, sich selbst zu bewachen.Als ich 1987 meine Grundausbildung in einem Luftwaffenausbildungsregiment absolvierte, gab es dort bereits einen privaten Wachdienst. Von Soldaten wurde der Wachdienst dort schon damals nur zu Ausbildungszwecken wahrgenommen, aber nicht 24/7. Von daher würde ich hier den Zusammenhang mit Privatisierungsbestrebungen nach der Wiedervereinigung nicht unbedingt sehen.
geschrieben von: L-B-E
Datum: 27.07.26 13:12
geschrieben von: bahnfreundsiggi
Datum: 27.07.26 17:29
Plutone schrieb:Das mit dem Wochenende haben uns die von der NVA nicht geglaubt, als wir bei einer Übung die mal im Funk hatten. Das hat mir vor drei Jahren noch einer von der ehem. NvA immer noch nicht geglaubt. Bei uns in Veitshöchheim waren am WE kaum hundert Leute in der Kaserne und da war der Stab der 12. Panzerdivision.Extrem spekulativ, was "ohne Teilung" alles so passiert wäre oder hätte werden können. Es ist aber extrem interessant, wie konsequent man sich zur Verteidigung gegen die Sowietunion vorbereitet hat.Ja extrem interessant. Auch in der DDR gab es natürlich Vorbereitungen auf den Gott sei Dank nie eingetretenen Ernstfall, vorbereitete Umgehungsbahnen beispielsweise.
U.a. diese Seiten zeugen davon:
[sperranlagen.de]
[www.fulda-gap.de]
Bei dem Thema darf man aber nicht vergessen, dass die Bundeswehr Freitag Mittag ins Wochenende marschierte während die MiG-21 Piloten der DDR phasenweise im Cockpit sitzend auf den Einsatzbefehl warten mussten. In einer TV-Reportage zur Übergabe der DDR MiG-29 an die Bundeswehr kamen div. NVA-Soldaten zu Wort, die an ihrer DDR-Führung kein gutes Wort ließen: "die haben uns nur verarscht, der Westen war nie eine Bedrohung".
An das alles sollte man sich auch beim heutigen Stichwort "Kriegstreiberei von Europa" mal erinnern.
geschrieben von: bahnfreundsiggi
Datum: 27.07.26 17:32
Moin,Einfacher Grund, die Wachdienste zählten nicht als Militär. Und die Obergrenze von 495.000 Mann sollte keinesfalls überschritten werden.
richtig, das war zu dieser Zeit nichts ungewöhnliches.
War bei mir 1986 in der Ruhrland-Kaserne genau so.
Wachdienst erlebte ich erstmals an der Truppenschule.
VG Frank
geschrieben von: bahnfreundsiggi
Datum: 27.07.26 17:41
chnookie schrieb:In Würzburg hatte es zwei Kasernen mit Amis, Bundeswehr war in Veitshöchheim. Aber Mergentheim, Hardheim, Külsheim, Niederstetten und Tauberbischofsheim hatten alle Kasernen. In Niederstetten gab es Heeresflieger mit Alouette und UH-1D sowie Instandsetzung Hubis. Da hat mein Schwager gedient und durch den Dienst in der Hubschrauberinstandsetzung sein erstes Praxissemester im Studium der Luft- und Raumfahrttechnik gespart. Ich war vor 50 Jahren in Veitshöchheim stationiert.Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht wirklich. Inwiefern mag die Verlängerung von Gemünden bis Würzburg für das Verteidigungsministerium sinnvoller als einen eigene NBS Aschaffenburg Würzburg gewesen sein.Sofern an der Sache überhaupt wirklich etwas dran ist: Würzburg wäre damals vielleicht nicht unwichtig gewesen in Bezug auf US-amerikanische Standorte wie auch, im weiteren Umfeld (badisch Sibirien) damals auch noch existente BW-Standorte.
(Hatte selbst das "Vergnügen", für ärztliche Untersuchungen während meiner so steilen wie kurzen BW-Karriere von Tauberbischofsheim bis Würzburg und zurück im Wolf (Zermedes G-Klasse) befördert zu werden … gruselig ;-)
Weil die alte Strecke direkt an der DDR-Grenze verlief und man im Verteidigungsfalle eine Zerstörung der alten Strecke ...Ab hier gab es eine der größten Entgleisungen bei DSo. Warum ist diese nicht im Betriebsstörungsforum gelandet?
In 54 Minuten von Bremen Hbf nach Hannover Hbf ohne LZB. Das schafft heute kein ICE mehr.55 Minuten waren für WeserCity und OldenburgCity planmäßig zwischen Hannover und Bremen. Der Zug war mit BR112 bespannt und hatte 1 Am und 4 Bm(pz). Ich fuhr mit dem mehrfach zwischen Hannover und Oldenburg.
geschrieben von: Indusiastic
Datum: 27.07.26 21:55
Das mit dem Wochenende haben uns die von der NVA nicht geglaubt, ... Das hat mir vor drei Jahren noch einer von der ehem. NvA immer noch nicht geglaubt. Bei uns in Veitshöchheim waren am WE kaum hundert Leute in der Kaserne und da war der Stab der 12. Panzerdivision.... wie gut man das doch (damals) geheimhalten konnte ... :-)
bahnfreundsiggi schrieb:Das brauchte man nicht geheim halten. Der wesentliche Teil daran war, dass der Freigang am Wochenende jederzeit aufgehoben werden konnte. Grössere Panzerbewegungen in der DDR und schwupps, wären die Kasernen auch am Wochenende voll gewesen.Das mit dem Wochenende haben uns die von der NVA nicht geglaubt, ... Das hat mir vor drei Jahren noch einer von der ehem. NvA immer noch nicht geglaubt. Bei uns in Veitshöchheim waren am WE kaum hundert Leute in der Kaserne und da war der Stab der 12. Panzerdivision.... wie gut man das doch (damals) geheimhalten konnte ... :-)
andreas + schrieb:bahnfreundsiggi schrieb:Das brauchte man nicht geheim halten. Der wesentliche Teil daran war, dass der Freigang am Wochenende jederzeit aufgehoben werden konnte. Grössere Panzerbewegungen in der DDR und schwupps, wären die Kasernen auch am Wochenende voll gewesen.Das mit dem Wochenende haben uns die von der NVA nicht geglaubt, ... Das hat mir vor drei Jahren noch einer von der ehem. NvA immer noch nicht geglaubt. Bei uns in Veitshöchheim waren am WE kaum hundert Leute in der Kaserne und da war der Stab der 12. Panzerdivision.... wie gut man das doch (damals) geheimhalten konnte ... :-)
Die Wehrpflicht-Bundeswehr war immer darauf bedacht, ihre Leute nicht unnötig zu schikanieren und auch für das zivile Leben einen Mehrwert zu bieten. Das hat auch ziemlich gut funktioniert, auch wenn altgediente Militärs gelegentlich ob der "Lottrigkeit" die Nase rümpfen mussten.
ThomasK schrieb:Verschieben wieso? An entscheidender Stelle die Astschere ansetzen und ggf. den Schnitt umtopfen.Weil die alte Strecke direkt an der DDR-Grenze verlief und man im Verteidigungsfalle eine Zerstörung der alten Strecke ...Ab hier gab es eine der größten Entgleisungen bei DSo. Warum ist diese nicht im Betriebsstörungsforum gelandet?
Vom historischen 403er zur großen "Welt"geschichte des kleinen Europas über NVA und Bundeswehr und das gefährdete Baltikum ist schon ein rekordverdächtiger Unfall.
Also Mod, bitte verschieben oder gänzlich der Rüstungskontrolle opfern!
geschrieben von: bahnfreundsiggi
Datum: 30.07.26 13:22
andreas + schrieb:Ich denke, die Militärs, die in den siebziger und achtziger Jahren in Führungspositionen waren, rümpfen darüber nicht die Nase. Es war allgemein akzeptiert, dass Soldaten Menschen sind und auch Wähler. Staatsbürger in Uniform hieß das Schlagwort und das war in den allermeisten Einheiten nicht nur so daher gesagt. Es hat ja auch einen Wehrbeauftragten und der war und ist hauptsächlich für die Wehrpflichtigen zuständig. Eine Beschwerde dorthin hat gewaltig geraucht. Da hatten der Kompaniechef und der Zugführer ein ganz schlechtes Leben. Aber auch schon eine normale Beschwerde hatte sehr oft Erfolg.bahnfreundsiggi schrieb:Das brauchte man nicht geheim halten. Der wesentliche Teil daran war, dass der Freigang am Wochenende jederzeit aufgehoben werden konnte. Grössere Panzerbewegungen in der DDR und schwupps, wären die Kasernen auch am Wochenende voll gewesen.Das mit dem Wochenende haben uns die von der NVA nicht geglaubt, ... Das hat mir vor drei Jahren noch einer von der ehem. NvA immer noch nicht geglaubt. Bei uns in Veitshöchheim waren am WE kaum hundert Leute in der Kaserne und da war der Stab der 12. Panzerdivision.... wie gut man das doch (damals) geheimhalten konnte ... :-)
Die Wehrpflicht-Bundeswehr war immer darauf bedacht, ihre Leute nicht unnötig zu schikanieren und auch für das zivile Leben einen Mehrwert zu bieten. Das hat auch ziemlich gut funktioniert, auch wenn altgediente Militärs gelegentlich ob der "Lottrigkeit" die Nase rümpfen mussten.
Fakt ist: Tobias Richter hat als Privatperson nicht die Mittel zur Aufarbeitung, das Projekt wäre nur im Rahmen des Unternehmens TRI vielleicht realisierbar gewesen. Sowohl bei der TRI Train Rental GmbH, der TRI Verwaltungs GmbH und insbesondere der TRI Train Rental International GmbH & Co. KG, deren Kommanditisten (einst nur Tobias und Maximilian Richter) die eigentlichen Eigentümer des ganzen Konstrukts sind, haben weder Tobias Richter noch sein Sohn Eigentümer- oder Geschäftsführerfunktionen mehr inne.
Eigentlicher Eigentümer und alleiniger Kommanditist der KG ist jetzt die in Luxemburg, dem Hotspot der Steuervermeider, angesiedelte Travis Investment Solution 51, die wiederum zu der ebenfalls in Luxemburg ansässigen Travis Investment SàRL (vergleichbar mit der Rechtsform der GmbH in Deutschland) gehört. Da endet dann die Transparenz - zumindest jener für lau - hinsichtlich deren Gesellschafter, wir sind in Luxemburg. Ob es dann über diese Gesellschafter am Ende zu der von Richter kolportierten schweizerischen Reichmuth-Gruppe als neuer Eigentümerin führt?
Wer auch immer am Ende der Eigentümer der TRI Gesellschaften ist: falls der ET 403 nicht der Privatperson Richter, sondern der einstigen TRI Gruppe gehörte, dürfte dort bei den jetzigen Eigentümern vermutlich wenig Interesse an der Aufarbeitung des Zugs oder einer der BR 103 vorhanden sein. Das sind keine Eisenbahnenthusiasten, sondern Kapitalgesellschaften, die hoffentlich die Arbeitsplätze erhalten.
Bleibt nur der Dank an die Familie Richter für ihren Einsatz mit Herzblut, der die Realisierung einiger Projekte ermöglichte und alles Gute für die Zukunft, vor allem Gesundheit.
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