geschrieben von: Exoplanet
Datum: 24.07.26 08:26
geschrieben von: ICE11
Datum: 24.07.26 08:54
geschrieben von: ThomasK
Datum: 24.07.26 09:03
Nunja, wenn Signale als Uralt-Technik mit kleinen bunten Lämpchen bezeichnet werden, zeugt das nicht wirklich von Seriösität. Und dass es nicht einfach damit getan ist, die Strecke mit der neuen Technik auszurüsten sondern es dann auch alle dort fahrenden Baureihen erstmal können müssen, mit allen zumindest unter Branchenkennern bekannten Schwierigkeiten bei der Nachrüstung vorhandener Bahnen, klingt auch nicht unbedingt durch.Richtig.
geschrieben von: 50 3529
Datum: 24.07.26 10:33
geschrieben von: Fernreisender
Datum: 24.07.26 10:52
geschrieben von: Gumminase
Datum: 24.07.26 11:11
Und mit underen 18,36€ müssen wir nicht nur solche fragwürdigen, hassgeblendeten und offen mit dem linken Extremismus flirten Personen jedes Monat durchfüttern…Mit dieser sehr einseitigen Aussage blendest du völlig aus, wen wir alles mit unseren Fahrkartenkäufen und Steuergeldern bei der DB und im Verkehrsministerium durchfüttern müssen. Und umgekehrt ist es ja dann doch sowohl bei der DB als auch beim ZDF eine große Mehrheit, die kompetent und seriös arbeiten.
geschrieben von: ingo st.
Datum: 24.07.26 11:18
geschrieben von: Berging
Datum: 24.07.26 11:33
Ein Wort steht im Zentrum des Streits um die ZDF-Doku über die Deutsche Bahn: „unseriös“. So bezeichnet der Konzern die Reportage.Bei aller Kritik – es gibt aber auch einen AHA-Moment: Ab Minute 38 muss der CDU-Abgeordnete Michael Donth einräumen das die Unions-Verkehrsminister versagt haben.
[…] Und dann sei da noch diese Bitte der Netflix-Leute gewesen: "Es wäre nicht übel, wenn ihr drei- bis viermal im Dialog wiederholen könntet, worum es im Plot geht, weil die Leute an ihren Handys hängen, während sie gucken."Denken auslagern macht dumm - Was gegen Kompetenzabbau durch KI-Nutzung hilft
geschrieben von: bollisee
Datum: 24.07.26 11:44
Ein Wort steht im Zentrum des Streits um die ZDF-Doku über die Deutsche Bahn: „unseriös“. So bezeichnet der Konzern die Reportage.Ich war auch verwundert über die heftige Wortwahl seitens der Bahn. Getroffene Hunde bellen, oder war der Bericht an der Sache vorbei? Wer jetzt unseriös schreit, hat er sich auch ein Bild vom Bericht gemacht? Oder werden hier nur Schreihälse nachgeäfft? Gut, also habe ich mir die Reportage mal angesehen.
Weiter hier.
[www.berliner-zeitung.de]
geschrieben von: 50 3529
Datum: 24.07.26 13:19
Exoplanet schrieb:Dafür gibt es einige Gründe: Versprödung der Aderisolierung, Ende der vorgesehenen Einsatzzeit überschritten, fehlende Ersatzteile, Ausscheiden des Instandhaltungspersonales mit Fachkenntnis usw .Ein Wort steht im Zentrum des Streits um die ZDF-Doku über die Deutsche Bahn: „unseriös“. So bezeichnet der Konzern die Reportage....
Weiter hier.
[www.berliner-zeitung.de]....
Warum auch immer auf den Stellwerken aus der Kaiserzeit rumgehackt wird? Die funktionieren wenigstens. Dafür wird das Beispiel mit dem Relaisstellwerk nicht weiter ausgebaut. Die fallen immer häufiger aus. Warum eigentlich?
Exoplanet schrieb:Natürlich haben sie versagt, wie auch Wissing und alle SPD-Verkehrsminister davor. Alle haben zu wenig in die Schiene investiert und haben das Eigentum einfach laufen lassen, ohne echte Kontrolle und Handhabe. Nur dadurch konnte es zu diesen heutigen Zuständen kommen, es hat scheinbar niemanden interessiert und manche konnten machen was sie wollten.Ein Wort steht im Zentrum des Streits um die ZDF-Doku über die Deutsche Bahn: „unseriös“. So bezeichnet der Konzern die Reportage.Bei aller Kritik – es gibt aber auch einen AHA-Moment: Ab Minute 38 muss der CDU-Abgeordnete Michael Donth einräumen das die Unions-Verkehrsminister versagt haben.
geschrieben von: LoneStarr27
Datum: 24.07.26 13:42
PS: Zu den Betonschwellen wäre es sinnvoll gewesen zu hinterfragen, ob der Sachverhalt wirklich im Vorstand der DBAG seit 2010 unbekannt war.Umfangreiche Schwellentauschaktionen, Stichwort Gleiserneuerung ohne Schienen - GoS -, gibt es seit mindestens 2010. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses am Bahnvorstand vorbeigegangen ist. Nur ist das eben ein ödes Thema, welches bis zu dem Ereignis bei Garmisch die Öffentlichkeit einschließlich DSO nicht weiter interessiert hat.
Ich glaube die heftige Reaktion der Bahn ist auch darauf zurückzuführen, das es durchaus Konsequenzen gab.
geschrieben von: bollisee
Datum: 24.07.26 14:24
50 3529 schrieb:Dann wird sich sicherlich ein Rundschreiben im Jahr 2010 an die gesamte DB-Netz finden lassen, wo die entsprechenden Vorschriften gemacht wurden mit Bezug auf Regensburg. Das kann die DB doch entgegenhalten statt persönliche Vorwürfe zu machen. Dann wäre es sachlich entkräftet. Ich vermute aber, das wird man nicht finden können.PS: Zu den Betonschwellen wäre es sinnvoll gewesen zu hinterfragen, ob der Sachverhalt wirklich im Vorstand der DBAG seit 2010 unbekannt war.Umfangreiche Schwellentauschaktionen, Stichwort Gleiserneuerung ohne Schienen - GoS -, gibt es seit mindestens 2010. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses am Bahnvorstand vorbeigegangen ist. Nur ist das eben ein ödes Thema, welches bis zu dem Ereignis bei Garmisch die Öffentlichkeit einschließlich DSO nicht weiter interessiert hat.
Ich glaube die heftige Reaktion der Bahn ist auch darauf zurückzuführen, das es durchaus Konsequenzen gab.
geschrieben von: Zugsicherer
Datum: 24.07.26 15:10
Der Redaktion ist entgangen, das es sehr viele Spezifikationen von ETCS gibt.Aktuell gibt es tatsächlich nur einen rechtskräftigen Spezifikationssatz. Aber ja, es gab im Laufe der Zeit mehrere. Praktisch genutzt wurden vier bis fünf, wobei einige sehr ähnlich zueinander waren. Wirklich unterscheiden muss man technisch nur Strecken nach Systemversion X=1 (VDE 8, die meisten Nachbarländer) und X=2 (DE, NO, CZ und zukünftig weitere).
Das der von Belgien (und zum Beispiel der Schweiz) gewählte Migrationsweg m.M. nach der einzig funktionierende ist und der deutsche Weg scheitert kann man ja live auf HH-B verfolgen.Ich sehe das nicht als einen Migrationsweg. Die Frage ist zunächst, wohin der Weg führen soll. Wenn es "ETCS, egal wie" ist, dann sind Belgien und die Schweiz fertig. Wenn es "ETCS L2 ohne Signale" sein soll, dann nutzt Belgien mehrere Migrationswege (über L1FS, L1LS und L2mS), die Schweiz nur einen davon (L1LS) und zusätzlich die direkte Umstellung. Denn in der Schweiz hat man bekanntlich nie L2 mit Signalen genutzt. Das ist hingegen in Österreich der Fall (nur zur Migration, nicht bei Neubaustrecken).
Aktuell gibt es tatsächlich nur einen rechtskräftigen Spezifikationssatz. Aber ja, es gab im Laufe der Zeit mehrere. Praktisch genutzt wurden vier bis fünf, wobei einige sehr ähnlich zueinander waren. Wirklich unterscheiden muss man technisch nur Strecken nach Systemversion X=1 (VDE 8, die meisten Nachbarländer) und X=2 (DE, NO, CZ und zukünftig weitere).Der entscheidende Punkt ist, WIE man eine voll funktionsfähige Rückfallebene implementiert.
Ich sehe das nicht als einen Migrationsweg. Die Frage ist zunächst, wohin der Weg führen soll. Wenn es "ETCS, egal wie" ist, dann sind Belgien und die Schweiz fertig. Wenn es "ETCS L2 ohne Signale" sein soll, dann nutzt Belgien mehrere Migrationswege (über L1FS, L1LS und L2mS), die Schweiz nur einen davon (L1LS) und zusätzlich die direkte Umstellung. Denn in der Schweiz hat man bekanntlich nie L2 mit Signalen genutzt. Das ist hingegen in Österreich der Fall (nur zur Migration, nicht bei Neubaustrecken).
Der deutsche Weg ist bislang teilweise über L2mS gegangen, aktuell ist das Zielbild aber wie in der Schweiz L2oS. Andere Länder auf dem direkten Weg nach L2oS sind die Niederlande (Ausnahmen: Rhijnspoorweg, Hanzelijn), Norwegen, Finnland und Schweden.
Bei Neubaustrecken ist man sich hingegen weitgehend einig, dass L2 ohne Signale verbaut wird, letzte Ausnahme dürften die 2017 in Frankreich in Betrieb gegangenen Strecken sein.
Natürlich haben sie versagt, wie auch Wissing und alle SPD-Verkehrsminister davor. Alle haben zu wenig in die Schiene investiert [...]Faktenfrei argumentiert. Ich darf aus der Welt zitieren:
Bei diesem Punkt liefert die Regierung nun. Das zeigt eine detaillierte Auflistung der geplanten Investitionsausgaben des Bundes, die WELT vorliegt. Demnach soll im kommenden Jahr doppelt so viel Geld in Bundesschienenwege wie in Bundesfernstraßen fließen – 18,1 Milliarden Euro gegenüber 9,1 Milliarden Euro.Zitat:
Bis zum Jahr 2020, als noch CDU/CSU und SPD für die Ausgaben verantwortlich waren, war es umgekehrt. Da gab der Bund regelmäßig mehr Geld für die Straße als für die Schiene aus.
[…] Und dann sei da noch diese Bitte der Netflix-Leute gewesen: "Es wäre nicht übel, wenn ihr drei- bis viermal im Dialog wiederholen könntet, worum es im Plot geht, weil die Leute an ihren Handys hängen, während sie gucken."Denken auslagern macht dumm - Was gegen Kompetenzabbau durch KI-Nutzung hilft
geschrieben von: 101-Fan
Datum: 24.07.26 19:21
Die getroffenen Aussagen von Hernn Leister zu den Lichtsignalen sind hanebüchen.Ich fand die Reportage auch irgendwie seltsam und nichts sagend. Die Aussage zu den Lichtsignalen hatte mich auch gewundert. Zumal KS-Signale zu sehen waren, die angeblich über 50 Jahre alt sein sollten. Nunja....
Alle reden von Digitalisierung. Insbesondere fachfremde Politiker. Aber sie sollten mal definieren, was "Digitalisierung" eigentlich sein soll. Aus deren Sicht offenbar nur und ausschließlich ETCS.In einem ESTW läuft sehr viel analog. Alle die die Entdeckungen von Forier und Nyquist kennen, wissen wie furchtbar es wäre, wenn zur Übertragung von elektrischen Signalen nur exakt zwei Spannungspegel benutzt werden dürften. Die Signalverarbeitung mag zwar digital sein aber wenn es in die Übertragung von elektrischen Signalen geht, wird wieder alles analog und kann nur durch die Definition von Schwellwerten digitalisiert werden. Der EMVler würde bei so einem Breitbandstörer ausrasten, wenn man es wirklich schaffen würde, plötzlich die Spannung von einem zum anderen Pegel ändern zu können, ohne dabei irgendwelche Zwischenwerte zu durchlaufen.
Neue ESTW und Ks-Signale als "50 Jahre alte Technik" zu bezeichnen, ist auch von einem Fachmann wie Hans Leister dilletantisch. In einem ESTW läuft auch nichts analog. Nur die "bunten Lichter" draußen sind eben so wie immer (mal abgesehen vom Ks-Signalsystem gegenüber H/V-System). Für mich ist das "digital".
geschrieben von: Bpmmz284
Datum: 24.07.26 19:56
geschrieben von: 042 096-8
Datum: 24.07.26 20:01
geschrieben von: Teufelsmauer
Datum: 24.07.26 20:26
ICE11 schrieb:Da hast du vollkommen recht. Sie ist eine journalistische Fehlbesetzung. Sie will es immer gut machen, aber es kommt immer ihre Haltung und Meinung durch, bzw. sie ist voreingenommen. Mit dem Beispiel Belgien war es für mich auch vorbei. Sie haben nicht das Netz wie Deutschland, sie hatten auch keine Teilung des Landes mit unterschiedlichen Signalsystemen. Das Problem liegt eher in der Wartung, wo gespart wurde. Sämtliche Fahrzeuge auf ETCS Level 2 umzurüsten verschlingt Unsummen und es fehlt dann wieder an Redundanz. Was ist, wenn ETCS ausfällt? Keine Signale mehr, die im Notfall übernehmen könnten. Alle Züge würden stehen bleiben. Das war doch schon mal der Fall zw. Halle und Ebensfeld.Nunja, wenn Signale als Uralt-Technik mit kleinen bunten Lämpchen bezeichnet werden, zeugt das nicht wirklich von Seriösität. Und dass es nicht einfach damit getan ist, die Strecke mit der neuen Technik auszurüsten sondern es dann auch alle dort fahrenden Baureihen erstmal können müssen, mit allen zumindest unter Branchenkennern bekannten Schwierigkeiten bei der Nachrüstung vorhandener Bahnen, klingt auch nicht unbedingt durch.Richtig.
Zweifelsohne liegt bei der Bahn etliches im Argen.
Aber zur Fairness gehört, dass man sachlich die Dinge aufarbeitet.
Als ich in der Vorankündigung den Namen Dunja Hayali gelesen habe, habe ich sofort darauf verzichtet, mir die Dokumentation anzugucken, denn vom Erwartungswert her war da außer einseitiger Berichtserstattung, Meinungsmache und Inkompetenz sowieso nichts anderes zu erwarten.
geschrieben von: ec paganini
Datum: 24.07.26 20:47
Was hat man auch anderes von Hayali erwartet? Diese Frau lebt - lebt nicht nur bei diesem Thema - in ihrer völlig eigenen, verzerrten Welt und denkt, als Einzige die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben.
Zudem war es bekanntlich sie, die zweimal nachweislich linksextreme Brandanschläge auf die Bahninfrastruktur verharmlost bzw. die Täter und ihre Gesinnung bewusst vom Hacken gelassen hat. Wie soll sojemand eine neutrale, ideologiefreie und faktenbasierte Reportage zu Stande bringen? Keine Chance.
Und mit underen 18,36€ müssen wir nicht nur solche fragwürdigen, hassgeblendeten und offen mit dem linken Extremismus flirten Personen jedes Monat durchfüttern…
geschrieben von: Brummerfan
Datum: 24.07.26 20:59
geschrieben von: HFy
Datum: 24.07.26 21:38
Belgien als Beispiel heranzuziehen ist etwas schwierig.Warum? Die Netzdichte ist in Belgien um etwa 9% größer als in Deutschland, d.h. auf jede Steuerzahlerin / jeden Steuerzahler entfallen mehr Meter an Schienenstrecken.
geschrieben von: Gustav
Datum: 24.07.26 21:41
geschrieben von: HFy
Datum: 24.07.26 21:42
Mit dem Beispiel Belgien war es für mich auch vorbei. Sie haben nicht das Netz wie Deutschland, sie hatten auch keine Teilung des Landes mit unterschiedlichen Signalsystemen.Das belgische Eisenbahnnnetz ist dichter als das deutsche. Und die Wiedervereinigung ist 36 Jahre her, wie lange will man sich denn noch darauf herausreden?
geschrieben von: HFy
Datum: 24.07.26 21:54
Das absurde Theater der DB Kommunikations zeigt mir, das dieser Beitag genau ins :Schwarze" getroffen hat.Nun ja, der Laden ist ziemlich am Ende, da paßt auch die Kommunikation.
Alle reden von Digitalisierung. Insbesondere fachfremde Politiker. Aber sie sollten mal definieren, was "Digitalisierung" eigentlich sein soll. Aus deren Sicht offenbar nur und ausschließlich ETCS.Ein funktionierendes Stellwerk ist digital. Analog wird es in dem Moment, in dem aufgrund einer Störung kein definierter digitaler Zustand mehr vorliegt und sich die relevanten physikalischen Größen kontinuierlich verändern.
Neue ESTW und Ks-Signale als "50 Jahre alte Technik" zu bezeichnen, ist auch von einem Fachmann wie Hans Leister dilletantisch. In einem ESTW läuft auch nichts analog. [...]
geschrieben von: Patrick Lyca
Datum: 24.07.26 22:05
geschrieben von: truestepper
Datum: 24.07.26 22:24
(...) Natürlich setzt ETCS gerade auf bisherigen PZB-Strecken durch die kontinuierliche Überwachung des Zuges da noch ein wenig drauf. (...)Bei Einsatz von ETCS L1 mit FS oder auch LS wird nicht kontinuierlich überwacht. Du solltest da schon spezifizieren.
geschrieben von: Axel252525
Datum: 24.07.26 22:42
Bpmmz284 schrieb:Der Unterschied zwischen ETCS L1 FS und ETCS L2 FS besteht doch "nur" in der Datenübertragung. Bei L1 kann die Movement Authority nur an Balisen verändert werden, bei L2 durch GSM-R überall. Beide Züge sind anzeigegeführt, bei beiden werden die gleichen Parameter überwacht. Und selbst bei Level 1 LS lässt sich die Streckengeschwindigkeit überwachen, was bei Steilstrecken eventuell den "Beimann" überflüssig machen würde.(...) Natürlich setzt ETCS gerade auf bisherigen PZB-Strecken durch die kontinuierliche Überwachung des Zuges da noch ein wenig drauf. (...)Bei Einsatz von ETCS L1 mit FS oder auch LS wird nicht kontinuierlich überwacht. Du solltest da schon spezifizieren.
In einem ESTW läuft sehr viel analog. Alle die die Entdeckungen von Forier und Nyquist kennen, wissen wie furchtbar es wäre, wenn zur Übertragung von elektrischen Signalen nur exakt zwei Spannungspegel benutzt werden dürften. Die Signalverarbeitung mag zwar digital sein aber wenn es in die Übertragung von elektrischen Signalen geht, wird wieder alles analog und kann nur durch die Definition von Schwellwerten digitalisiert werden. Der EMVler würde bei so einem Breitbandstörer ausrasten, wenn man es wirklich schaffen würde, plötzlich die Spannung von einem zum anderen Pegel ändern zu können, ohne dabei irgendwelche Zwischenwerte zu durchlaufen.Das läuft in einer CPU aber auch so ab, dann ist am Ende also alles analog.
Es gab in den letzten Jahren wohl zig Reportagen über die Bahn, Erklärungsversuche für die Probleme, Berichte über (Bau-)Pannen an Bahnübergängen oder Bahnhöfen.Keine TikTok Länge, keine vor Empörung aufgerissene Münder und kein Geschrei. Einfach komprimierte Fakten:
Dutzende Journalisten versuchten sich daran. Ich kenne keine Reportage die inhaltlich wirklich stimmig ist.
[…] Und dann sei da noch diese Bitte der Netflix-Leute gewesen: "Es wäre nicht übel, wenn ihr drei- bis viermal im Dialog wiederholen könntet, worum es im Plot geht, weil die Leute an ihren Handys hängen, während sie gucken."Denken auslagern macht dumm - Was gegen Kompetenzabbau durch KI-Nutzung hilft
Zugsicherer schrieb:Aktuell gibt es tatsächlich nur einen rechtskräftigen Spezifikationssatz. Aber ja, es gab im Laufe der Zeit mehrere. Praktisch genutzt wurden vier bis fünf, wobei einige sehr ähnlich zueinander waren. Wirklich unterscheiden muss man technisch nur Strecken nach Systemversion X=1 (VDE 8, die meisten Nachbarländer) und X=2 (DE, NO, CZ und zukünftig weitere).Der entscheidende Punkt ist, WIE man eine voll funktionsfähige Rückfallebene implementiert.
Ich sehe das nicht als einen Migrationsweg. Die Frage ist zunächst, wohin der Weg führen soll. Wenn es "ETCS, egal wie" ist, dann sind Belgien und die Schweiz fertig. Wenn es "ETCS L2 ohne Signale" sein soll, dann nutzt Belgien mehrere Migrationswege (über L1FS, L1LS und L2mS), die Schweiz nur einen davon (L1LS) und zusätzlich die direkte Umstellung. Denn in der Schweiz hat man bekanntlich nie L2 mit Signalen genutzt. Das ist hingegen in Österreich der Fall (nur zur Migration, nicht bei Neubaustrecken).
Der deutsche Weg ist bislang teilweise über L2mS gegangen, aktuell ist das Zielbild aber wie in der Schweiz L2oS. Andere Länder auf dem direkten Weg nach L2oS sind die Niederlande (Ausnahmen: Rhijnspoorweg, Hanzelijn), Norwegen, Finnland und Schweden.
Bei Neubaustrecken ist man sich hingegen weitgehend einig, dass L2 ohne Signale verbaut wird, letzte Ausnahme dürften die 2017 in Frankreich in Betrieb gegangenen Strecken sein.
Völlig indiskutabel ist es, wenn beim ETCS-Ausfall Vmax = 40 km/h gilt.
Nun kann man bei ETCS Level 2 die PZB beibehalten, woraus folgt, dass beim ETCS-Ausfall Vmax = 160 km/h gilt. Dass ist zwar keine voll funktionsfähige Rückfallebene, aber mit Vmax = 160 km/h im Störungsfall könnte man bei niedriger Ausfallwahrscheinlichkeit noch leben.
Die Schweiz wählt einen anderen Weg. Sobald dort ETCS 2 verbaut ist, verschwinden die Signale.Weil Signale weder bei ETCS Lv. 1 FS noch bei ETCS Lv. 2 FS sinnvoll sind -- entweder man fährt signalgeführt (und kann sich die Anzeige der Führungsgrößen sparen) -oder- man fährt anzeigegeführt (und braucht die Außensignale mit Ausnahme von Kennlichtern bei ETCS L1 FS an "Hauptsignalstandorten" zwecks Kenntlichmachung einer vorhandenen MA nicht mehr).
Um aber eine voll funktionsfähige Rückfallebene zu haben, werden zahlreiche Einzelkomponenten redundant verbaut, damit a priori die Ausfallwahrscheinlichkeit von ETCS 2 deutlich reduziert wird.Richtig - und das ist auch der beste Weg!
Anzumerken ist auch, dass ETCS gegenüber LZB keinen Vorteil darstellt. Es gibt sogar bei ETCS 2 gegenüber LZB einige handfeste Nachteile.Ach, das Nichtverlegen der Linienleiter ist auf einmal also kein Vorteil von ETCS mehr?
Wenn in Knotenbahnhöfen sehr viele Gleise liegen und sehr viele Züge gleichzeitig unterwegs sind, dann kann der Fall eintreten, dass die ETCS Kanäle überlastet sind. Bei der LZB gilt dies nicht, da jeder Zug über ein eigenes Kabel in der Gleismitte (Linienleiter) separat angesteuert wird.Falsch - auch bei der LZB kannst du in Probleme rennen, wenn sich zu viele Fahrzeuge anmelden wollen -- weil die Fahrzeugkennung innerhalb des Bereichs der kompletten LZB-Zentrale eindeutig sein muss und nicht nur auf einem Gleis separat angesteuert wird. Mal davon abgesehen, dass die Anzahl der Schleifen pro Zentrale auch begrenzt ist, d.h. je umfangreicher und feingranularer die LZB sein soll, desto mehr Zentralen werden benötigt...
Angenommen, man hat im Gleisvorfeld des Münchner Hauptbahnhofs sehr viele Zugfahrten gleichzeitig, dann müsste man sich vor einem ETCS-Einbau überlegen, wie man dann bei Funkunterbrechungen verfährt.Hat man schon - gibt dafür eine National Value, die eine bestimmte Dauer der Funkunterbrechung vor Zwangsbremsung erlaubt.
Üblicherweise gibt es dann Zwangsbremsungen.Richtig...
Aus welchen Gründen hat man sich eigentlich vor einigen Jahren gegen die schrittweise Ausrüstung des netzes mit ESG/ETCS L1 LS entschieden?Weil ETCS L1 LS nicht besser als die PZB ist. Damit hätte man also nur sehr hohe Ausrüstungskosten, aber keinerlei Sicherheitsgewinn.
Die Entscheidung habe ich bis heute nicht verstanden, da es ein günstiger Migrationspfad zu flächendeckendem ETCS gewesen wäre. Verbunden mit einem kleinem Gewinn bei Sicherheit und Leistungsfähigkeit. Erweitert um Balisen für spezifische Szenarien könnte damit bei Zweikraftloks die Antriebsart steuern oder bei Steilstrecken auf Talfahrt die Geschwindigkeit überwachen.
Bahnsteig13a schrieb:Lese lieber mal was der Bundesrechnungshof sagtNatürlich haben sie versagt, wie auch Wissing und alle SPD-Verkehrsminister davor. Alle haben zu wenig in die Schiene investiert [...]Faktenfrei argumentiert. Ich darf aus der Welt zitieren:
Zitat:Bei diesem Punkt liefert die Regierung nun. Das zeigt eine detaillierte Auflistung der geplanten Investitionsausgaben des Bundes, die WELT vorliegt. Demnach soll im kommenden Jahr doppelt so viel Geld in Bundesschienenwege wie in Bundesfernstraßen fließen – 18,1 Milliarden Euro gegenüber 9,1 Milliarden Euro.Zitat:Bis zum Jahr 2020, als noch CDU/CSU und SPD für die Ausgaben verantwortlich waren, war es umgekehrt. Da gab der Bund regelmäßig mehr Geld für die Straße als für die Schiene aus.
geschrieben von: ReneRomann
Datum: 24.07.26 23:47
Bpmmz284 schrieb:Nein, ETCS L1 FS (Full Supervision) überwacht kontinuierlich.(...) Natürlich setzt ETCS gerade auf bisherigen PZB-Strecken durch die kontinuierliche Überwachung des Zuges da noch ein wenig drauf. (...)Bei Einsatz von ETCS L1 mit FS oder auch LS wird nicht kontinuierlich überwacht. Du solltest da schon spezifizieren.
Weil ETCS L1 LS nicht besser als die PZB ist. Damit hätte man also nur sehr hohe Ausrüstungskosten, aber keinerlei Sicherheitsgewinn.Der Sinn von ESG war ja auch nie, besser zu sein als PZB, sondern möglichst schnell die ETCS-Korridore zu migrieren. Davon abgesehen hätten sich durch die Aufwertedatenpunkte wohl minimale Leistungssteigerungen gegenüber PZB ergeben.
Davon abgesehen war ETCS L1 LS eben NICHT dafür gedacht, eine dauerhafte Überwachung aller Parameter zu bieten - sondern ETCS L1 LS in der damals geplanten Form hätte nur auf vmax=160 km/h sowie Annäherung an ein haltzeigendes Signal geprüft. ETCS L1 LS hätte in der damaligen Form hingegen NICHT die Einhaltung jedes möglichen Höchstgeschwindigkeitswechsels überwacht - deshalb ja auch "Limited Supervision" und nicht "Full Supervision"!
geschrieben von: Axel252525
Datum: 25.07.26 00:12
Einzig die Datenübertragung erfolgt bei L1 FS primär nur punktuell über Balisen, aber kann via EuroRadio (GSM-R / FRMCS) oder EuroLoop ergänzt werden.RadioInfill und Euroloop dürfen seit 2023 leider nicht mehr neu verbaut werden. Im Fall von Euroloop kann ich das nachvollziehen, im Fall von Radioinfill nicht. In der Praxis dürfte jedes ETCS-fähige Fahrzeug Level 2-fähig sein und damit die hardwareseitigen Voraussetzungen für Radioinfill erfüllen.
Ach, das Nichtverlegen der Linienleiter ist auf einmal also kein Vorteil von ETCS mehr?Auch bei der LZB wird die Neigung der Strecke für die Bremskurve berücksichtigt.
Oder das ETCS -im Gegensatz zur LZB- auch Streckenparameter wie Gefälle/Steigung mit in die Berechnung der Bremskurven mit einbeziehen kann -oder- das ETCS in der Lage ist, mehrere Zielgeschwindigkeiten sauber darzustellen?
geschrieben von: sachsenring_z
Datum: 25.07.26 00:49
ReneRomann schrieb:Dann hätte man aber wieder einen Balisenteppich für Aufwertedatenpunkte benötigt - wo man dann wieder bei dem Punkt ist:Weil ETCS L1 LS nicht besser als die PZB ist. Damit hätte man also nur sehr hohe Ausrüstungskosten, aber keinerlei Sicherheitsgewinn.Der Sinn von ESG war ja auch nie, besser zu sein als PZB, sondern möglichst schnell die ETCS-Korridore zu migrieren. Davon abgesehen hätten sich durch die Aufwertedatenpunkte wohl minimale Leistungssteigerungen gegenüber PZB ergeben.
Davon abgesehen war ETCS L1 LS eben NICHT dafür gedacht, eine dauerhafte Überwachung aller Parameter zu bieten - sondern ETCS L1 LS in der damals geplanten Form hätte nur auf vmax=160 km/h sowie Annäherung an ein haltzeigendes Signal geprüft. ETCS L1 LS hätte in der damaligen Form hingegen NICHT die Einhaltung jedes möglichen Höchstgeschwindigkeitswechsels überwacht - deshalb ja auch "Limited Supervision" und nicht "Full Supervision"!
Aber was hätte die Bahn davon abgehalten, bei spezifischen Umsetzungen von den definierten pauschalisierten Balisen abzuweichen? Aus meiner Sicht nichts. Für die Höllentalbahn könnte man im Steilstreckenabschnitt damit eben eine Geschwindigkeitsüberwachung realisieren.
geschrieben von: ReneRomann
Datum: 25.07.26 02:23
ReneRomann schrieb:Fairerweise: Wenn man schon auf RadioInfill setzt, dann kann man eigentlich auch gleich auf L2 FS wechseln...Einzig die Datenübertragung erfolgt bei L1 FS primär nur punktuell über Balisen, aber kann via EuroRadio (GSM-R / FRMCS) oder EuroLoop ergänzt werden.RadioInfill und Euroloop dürfen seit 2023 leider nicht mehr neu verbaut werden. Im Fall von Euroloop kann ich das nachvollziehen, im Fall von Radioinfill nicht. In der Praxis dürfte jedes ETCS-fähige Fahrzeug Level 2-fähig sein und damit die hardwareseitigen Voraussetzungen für Radioinfill erfüllen.
Als ich in der Vorankündigung den Namen Dunja Hayali gelesen habe, habe ich sofort darauf verzichtet, mir die Dokumentation anzugucken, denn vom Erwartungswert her war da außer einseitiger Berichtserstattung, Meinungsmache und Inkompetenz sowieso nichts anderes zu erwarten.Kurtson schrieb:
Der Name (wie ich ihn ausspreche: 'Hallali') wirkt auf mich so, wie seinerzeit Karl-Eduard von Schnitzler, nämlich, das Programm zu wechseln.Teufelsmauer schrieb:
Da hast du vollkommen recht. Sie ist eine journalistische Fehlbesetzung. Sie will es immer gut machen, aber es kommt immer ihre Haltung und Meinung durch, bzw. sie ist voreingenommen.ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Wenn wir zumindest die Blocksignale auf Blinklicht umstellen, sieht das schon mal digitaler aus und könnte die Ansprüche einer Laienjournalistin abmildern. Pieptöne wären sicher auch möglich, nur hört die da draußen leider niemand.Dümmlicher geht es nicht...
Aber im Kern war bei der erwähnten Journalistin klar, was dabei rauskommt. Bahnbashing ohne Fakten und seltsame Vergleiche.Selten so gelacht!
Und für sowas muss man auch noch Zwangsgebühren bezahlen. Das können die Privaten mittlerweile besser und seriöser.
Moin, als Eisenbahner mit 45 Dienstjahren kann ich das ZDF und die Macherin nur beglückwünschen. Das absurde Theater der DB Kommunikation zeigt mir, das dieser Beitrag genau ins "Schwarze" getroffen hat. Gut dargestellt, allgemein verständlich und punktgenau die Finger in die diversen Wunden gelegt. Danke ZDF.
Für viele Verantwortliche dieses Infrastrukturdesasters bei der DB InfraGO ist der Beitrag natürlich peinlich, weil diese immer noch aktiv sind und sich ggf. für ihr damaliges Verhalten eigentlich rechtfertigten müssten.
Diese "Schmierenkampagne", die die DB AG mit der B-Zeitung jetzt aufzieht, ist für mich als Eisenbahner bei einer privaten Güterbahn leider typisch. Probleme verharmlosen oder gesundbeten mit Propaganda/ Nebelkerzen über all die angeblich "tollen" Erfolge.
Und dann immer das scheinheilige Argument, dass die Arbeit der deutschen Eisenbahner beschmutzt werden würde.
Wir wissen, was wir jeden Tag leisten und dieser Beitrag bringt uns nicht in Verruf. Ganz im Gegenteil - er ist ein "Wake up call", an all die Sonntagsredner aus der Politik/BMV und die überwiegende Mehrheit der, gegenüber ihren Kunden im Passagier- und Güterverkehr gleichgültigen oberen Führungskräfte der DB InfraGO, (Herrn Dr. Nagl nehme ausdrücklich davon aus) damit wir wertschöpfend tätigen Eisenbahner irgendwann wieder stolz auf das Schienennetz in Deutschland sein können.
Viele Grüße aus Hamburg
Gustav
geschrieben von: gezi
Datum: 25.07.26 07:20
Zweifelsohne liegt bei der Bahn etliches im Argen.Völlig klar. Nach aller Erfahrung lassen sich Sachlichkeit und Fairness einer Sendung gerade dann sachlich und fair beurteilen, wenn man sie gar nicht gesehen hat. Die Meinungsgrundlage wird dann nicht so stark von den Tatsachen beeinträchtigt.
Aber zur Fairness gehört, dass man sachlich die Dinge aufarbeitet.
Als ich in der Vorankündigung den Namen Dunja Hayali gelesen habe, habe ich sofort darauf verzichtet, mir die Dokumentation anzugucken, denn vom Erwartungswert her war da außer einseitiger Berichtserstattung, Meinungsmache und Inkompetenz sowieso nichts anderes zu erwarten.
Irrtum vom Amt: Das belgische Schiennetz ist auf die Fläche gesehen größer als das deutsche, nicht pro Einwohner. Das ändert aber nichts.Doch. Weil natürlich Mittel und Kapazitäten nicht linear steigen, deshalb ist ja auch der Vergleich mit CH nicht möglich. Und in B bestand nun einmal aktuter Handlungsbedarf, während die Sicherungstechik in D nicht so antiquiert ist. Wir haben ein physisches Netzproblem, daran ändert ETCS gar nichts!
Anzumerken ist auch, dass ETCS gegenüber LZB keinen Vorteil darstellt. Es gibt sogar bei ETCS 2 gegenüber LZB einige handfeste Nachteile.Keinen Vorteil darstellt?
Auch bei der LZB wird die Neigung der Strecke für die Bremskurve berücksichtigt.Auch abschnittsweise oder nur pauschal?
TCS L1 LS hätte in der damaligen Form hingegen NICHT die Einhaltung jedes möglichen Höchstgeschwindigkeitswechsels überwacht - deshalb ja auch "Limited Supervision" und nicht "Full Supervision"!Genau, in der Form.
geschrieben von: Zugsicherer
Datum: 25.07.26 08:44
Belgien als Beispiel heranzuziehen ist etwas schwierig. Die haben "nur" ca. 3.300 Kilometer Schienennetz undMan deckt mit einem Regelwerk also das 11-12-fache an Strecken ab.
im Gegensatz dazu in Deutschland über 38.000 Kilometer, also ca. das 11-12-fache an Strecken.
ETCS ersetzt die bisherigen Systeme PZB90 und LZB, beide übrigens auch schon immer digital (also der Begriff Digitalisierung im Zusammenhang mit ETCS ist die falsche Wortwahl).
geschrieben von: Zugsicherer
Datum: 25.07.26 08:53
Bpmmz284 schrieb:Nein, er hat völlig recht. Die Überwachung ist immer gleich. Der einzige Unterschied ist, dass bei LS (wie es angedacht war) nicht die richtigen Daten projektiert werden, sondern pauschalisierte und damit zu hohe Geschwindigkeiten. Aber auch diese werden kontinuierlich überwacht.(...) Natürlich setzt ETCS gerade auf bisherigen PZB-Strecken durch die kontinuierliche Überwachung des Zuges da noch ein wenig drauf. (...)Bei Einsatz von ETCS L1 mit FS oder auch LS wird nicht kontinuierlich überwacht. Du solltest da schon spezifizieren.
Strecken, auf denen mehr als 160 km/h zugelassen sind, müssen mit Zugbeeinflussung ausgerüstet sein, durch die ein Zug selbsttätig zum Halten gebracht und außerdem geführt werden kann.
ich denke mal, wir müssen uns mal über Schwingkreise unterhalten, denn die PZB ist so analog wie es analoger nicht mehr geht...Es kommt halt darauf an, ob das Spektrum der Informationen oder die Übertragungstechnik betrachtet wird ...
diezge schrieb:ich denke mal, wir müssen uns mal über Schwingkreise unterhalten, denn die PZB ist so analog wie es analoger nicht mehr geht...Es kommt halt darauf an, ob das Spektrum der Informationen oder die Übertragungstechnik betrachtet wird ...
Die Übertragung ist immer analog. Auch digitale Funksignale sind letztlich Sinuswellen, und selbst hinter einem simplen Schalter wird beim Einschalten die Spannung nicht sofort auf den Endwert springen, wenn man den Verlauf nur hinreichend weit auflöst.
Dennoch hat die Indusi exakt vier gültige Zustände: Keine Beeinflussung, 500 Hz, 1000 Hz, 2000 Hz. So wie ein Formsignal zwar auch den Flügel in jedem möglichen Winkel innerhalb eines gewissen Bereichs haben wird, wobei dennoch nur zwei Bereiche ein gültiges Signalbild liefern und bei digitalen Schaltungen nur bestimmte Spannungsberieche als "ein" oder "aus" gelten.
ThomasK schrieb:Genau genommen gibt bei Funkunterbrechung in Deutschland keine Zwangsbremsung (Zug in Mode Trip), sondern eine Zwangsbetriebsbremsung (Zug bleibt weiter in FS).Angenommen, man hat im Gleisvorfeld des Münchner Hauptbahnhofs sehr viele Zugfahrten gleichzeitig, dann müsste man sich vor einem ETCS-Einbau überlegen, wie man dann bei Funkunterbrechungen verfährt.Hat man schon - gibt dafür eine National Value, die eine bestimmte Dauer der Funkunterbrechung vor Zwangsbremsung erlaubt.
Zumal es ja eine MA gibt und sich das Fahrzeug im Bereich der MA -mit Ausnahme von Sondersituationen wie Notrufen- konfliktfrei bewegen kann.
Einziger Mini-Vorteil von L1 LS - das wäre per LEU halt auch an Bestandsanlagen ankoppelbar gewesen, weil es keine zentrale Logik braucht...Aber halt nur aus egostischer deutscher Sicht "alle unser Fahrzeuge haben eh PZB und die ausländischen Fahrzeuge und dortigen Mehrkosten sind uns doch egal".
Aber eine schnellere Transition hin zu "vernünftigem" ETCS (im Sinne von Fahren im FS-Modus) hätte das nicht bedeutet, sondern L1 LS wäre halt wirklich nur ein 1:1-Ersatz für die PZB gewesen.
geschrieben von: Novoma
Datum: 25.07.26 10:46
Aber über Frau Hayali wird in den Social Medias hergezogen als wäre es die Hexe in Person.Das mag vielleicht auch daran liegen, dass sie sich, auch in der Vergangenheit, öfter mal wie eine solche geriert. Auch wenn ich politisch nicht weit von ihr weg liege, finde ich ihren Stil eher unangenehm. Und wenn mir "Linksgrünversifftem" das schon aufstößt, dann ist es kein Wunder, dass Leute, die politisch woanders bis extrem woanders unterwegs sind, da richtig drauf anspringen.
geschrieben von: silvestergm
Datum: 25.07.26 10:57
geschrieben von: Niederlausitzer
Datum: 25.07.26 11:42
Du unterscheidest immer noch nicht zwischen Übertragung und Verarbeitung der Information.
Selbst wenn die Verarbeitung digital erfolgt, die Übertragung muss immer analog über modulierte elektromagnetische Wellen erfolgen .Dabei ist es egal, ob es Mobilfunk, DAB oder PZB ist. Einziger Unterschied ist, ob man digitale Signale, also 0 oder 1 oder analoge Signale aufmoduliert. Dabei reicht es für manche Betriebsarten, als Modulation die Trägerwelle ein- und auszuschalten.
geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 25.07.26 11:52
Patrick Lyca schrieb:Es mag vielleicht auch (und auch hier bei DSO bei doch einigen?) daran liegen, dass die Moderatorin offen und aktiv gegen rechts und die Angriffe von rechts gegen sie eintritt und diese öffentlich gemacht hat und oft aus dieser rechten Ecke, auch wegen nur ihres Namens, angefeindet wird. Man wird ahnen können, dass Dunja Hayali nicht unbedingt Stammwählerin der AfD ist.Aber über Frau Hayali wird in den Social Medias hergezogen als wäre es die Hexe in Person.Das mag vielleicht auch daran liegen, dass sie sich, auch in der Vergangenheit, öfter mal wie eine solche geriert. Auch wenn ich politisch nicht weit von ihr weg liege, finde ich ihren Stil eher unangenehm. Und wenn mir "Linksgrünversifftem" das schon aufstößt, dann ist es kein Wunder, dass Leute, die politisch woanders bis extrem woanders unterwegs sind, da richtig drauf anspringen.
Als ich in der Vorankündigung den Namen Dunja Hayali gelesen habe, habe ich sofort darauf verzichtet, mir die Dokumentation anzugucken, denn vom Erwartungswert her war da außer einseitiger Berichtserstattung, Meinungsmache und Inkompetenz sowieso nichts anderes zu erwarten.Das ist ja in Ordnung.
Was hat man auch anderes von Hayali erwartet? Diese Frau lebt - lebt nicht nur bei diesem Thema - in ihrer völlig eigenen, verzerrten Welt und denkt, als Einzige die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben.Dass das ZDF nur einen Teil des Rundfunkbeitrages bekommt, bleibt mal außen vor. Oder ist ARD, ZDF und DLR gesamt die Lügenpresse, die dir jeden Monat das Geld abpresst?
Zudem war es bekanntlich sie, die zweimal nachweislich linksextreme Brandanschläge auf die Bahninfrastruktur verharmlost bzw. die Täter und ihre Gesinnung bewusst vom Hacken gelassen hat. Wie soll sojemand eine neutrale, ideologiefreie und faktenbasierte Reportage zu Stande bringen? Keine Chance.
Und mit underen 18,36€ müssen wir nicht nur solche fragwürdigen, hassgeblendeten und offen mit dem linken Extremismus flirten Personen jedes Monat durchfüttern…
ThomasK schrieb:
Zitat:Als ich in der Vorankündigung den Namen Dunja Hayali gelesen habe, habe ich sofort darauf verzichtet, mir die Dokumentation anzugucken, denn vom Erwartungswert her war da außer einseitiger Berichtserstattung, Meinungsmache und Inkompetenz sowieso nichts anderes zu erwarten.Zitat: Der Name (wie ich ihn ausspreche: 'Hallali') wirkt auf mich so, wie seinerzeit Karl-Eduard von Schnitzler, nämlich, das Programm zu wechseln.
ich denke mal, wir müssen uns mal über Schwingkreise unterhalten, denn die PZB ist so analog wie es analoger nicht mehr geht...Am Ende der Kette ist es immer analog, auch die Speicher auf der Festplatte oder der Datenfluss im PC.
Die PZB ist zwar mikroprozessorgesteuert aber das Grundprinzip der Übertragung zwischen Strecken- und Fahrzeugausrüstung beruht immer noch auf der Indusi.
diezge schrieb:ich denke mal, wir müssen uns mal über Schwingkreise unterhalten, denn die PZB ist so analog wie es analoger nicht mehr geht...Am Ende der Kette ist es immer analog, auch die Speicher auf der Festplatte oder der Datenfluss im PC.
Die PZB ist zwar mikroprozessorgesteuert aber das Grundprinzip der Übertragung zwischen Strecken- und Fahrzeugausrüstung beruht immer noch auf der Indusi.
Nach Deiner Lesart wäre auch ETCS ein Analogsystem, da das Auslesen der Balisen auf einem vergleichbaren Vorgang basiert.
Carsten
Nein, das sind grundsätzlich unterschiedliche Systeme. Bei der Balise werden Daten übertragen, bei der PZB nicht.Eine ETCS-Balise überträgt ein paar 100 bit, ein Indusi-"Magnet" überträgt ein Bit. Beide mit vergleichbaren Methoden.
diezge schrieb:Nein, das sind grundsätzlich unterschiedliche Systeme. Bei der Balise werden Daten übertragen, bei der PZB nicht.Eine ETCS-Balise überträgt ein paar 100 bit, ein Indusi-"Magnet" überträgt ein Bit. Beide mit vergleichbaren Methoden.
Carsten
Danke. Du hast es besser auf den Punkt gebracht als ich weiter oben.
geschrieben von: Fernreisender
Datum: 25.07.26 13:02
Und umgekehrt ist es ja dann doch sowohl bei der DB als auch beim ZDF eine große Mehrheit, die kompetent und seriös arbeiten.Und? Was haben die nun hier damit zu tun? Entscheidend ist aber halt, dass diese Mehrheiten eben nicht die Außenwirkung von DB bzw. ZDF ausmachen sondern diese paar öffentlichkeitswirksamen Leute wie Fr. Hayali, die wie gesagt immer wieder mit ihren Äpfel-Birnen-Vergleichen und ihrer offenen Liebäugelei mit dem linksextremen Milieu derart auffällt und hetzt, indem sie ihren eigenen Hass über ihre journalistischen Pflichten zur neutralen Berichterstattung stellen.
Du kannst wieder runter fahren, das ZDF bekommt 4,69€ von deinem Beitrag.DAS nenne ich mal fundierte, inhaltsbezogene Kritik - sich an einem Buchstaben aufzuhängen und fast selbst schon an der eigenen Lächerlichmachung zu ersaufen statt auf die Argumente einzugehen. Du glaubst also alles aufs Wort, was in den öffentlich-rechtlichen Medien gesendet wird, oder? Sonst würdest du nicht derart plump aggieren ohne das Tun von Fr. Hayali wenigstens etwas zu hinterfragen.
Und wie "frisst man Weißheit"?
Vielleicht eher Rotheit oder Grünheit?
Fernreisender schrieb:Was hat man auch anderes von Hayali erwartet? Diese Frau lebt - lebt nicht nur bei diesem Thema - in ihrer völlig eigenen, verzerrten Welt und denkt, als Einzige die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben.
Zudem war es bekanntlich sie, die zweimal nachweislich linksextreme Brandanschläge auf die Bahninfrastruktur verharmlost bzw. die Täter und ihre Gesinnung bewusst vom Hacken gelassen hat. Wie soll sojemand eine neutrale, ideologiefreie und faktenbasierte Reportage zu Stande bringen? Keine Chance.
Und mit underen 18,36€ müssen wir nicht nur solche fragwürdigen, hassgeblendeten und offen mit dem linken Extremismus flirten Personen jedes Monat durchfüttern…
Nein hat er nicht. Man muss es nur logisch auf eine mathematische Ebene bingen. Bischen theoretisch, das ist mir klar. Aber nur so erkennt man, dass im Grunde nur die technische Umsetzung anders ist. Es geht um die Übertragung der Information.
geschrieben von: diezge
Datum: 25.07.26 13:38
Im Gegensatz zu einem Autofahrer kann ein Tf nicht mit Vollgas an einer roten "Ampel" (resp. Hp0 / Ks0) vorbei heizen und dann kracht es gewaltig.
Ich glaube, wir kommen hier nicht weiter. Die PZB übetragt eine Information, genaur so wie eine Balise. Nur die technische Umsetzung ist anders.Ihr streitet jetzt seitenlang um des Kaisers Bart! Es ist egal! Das braucht im Moment kein Mensch und es löst keines der aktuellen Probleme, dass ist Augenwischerei!
Und jetzt fahre ich an den See.
Tun wir. Ja. Warum nicht? Glaubst Du, dass eine Diskussionen bei DSO bei der Bahn irgendwas verändert?
Zumindest können hier einige anscheinend deutlich sehr rechts ausgerichtete User ihre Gedanken gegen eine Moderatorin schon wegen ihres nicht ganz so typischen deutschen Namens unterschwellig rassistisch auskotzen und als linksextremistisch bezeichnen und das ZDF als böse Lügenpresse, das auch noch "Zwangsgebühr" verlangt, gleich mit.Und schon haben wir das linke Framing. Alles, was nicht in das Fenster bestimmter Leute passt, ist rassistisch oder .... rechtsextrem.
Ein System welches ab 2030 keinen Service mehr vom Hersteller hat kann nicht zukunftssicher sein. Deswegen wollte die DB es auch Stand 2015 bis 2030 LZB ersetzen.Der limitierende Faktor ist eher das Personal, als die Fahrzeugausrüstung. Aber mach dir keine Illusionen, da wird nichts erhöht. Die können temporär dichter hintereinander her fahren, aber der nächste Flaschenhals kommt bestimmt.
ETCS ohne Signale hat natürlich auch mehr Leistungsfähigkeit-weil unter LZB zig Züge wie der SPNV oder SGV fahren dürfen die kein LZB installiert haben.
Zumindest können hier einige anscheinend deutlich sehr rechts ausgerichtete User ihre Gedanken gegen eine Moderatorin schon wegen ihres nicht ganz so typischen deutschen Namens unterschwellig rassistisch auskotzen und als linksextremistisch bezeichnen und das ZDF als böse Lügenpresse, das auch noch "Zwangsgebühr" verlangt, gleich mit.Ändert nichts daran, dass denen ziemlich viel Grütze erzählt wird und führt natürlich dazu; dass ich "Enthüllungssendungen" zu anderen Themen genau so misstrauisch begegne. Aus demselben Grund trau ich auch keinem "Fachverkäufer".
Statt sich einmal damit zu befassen, dass die Moderatorin ein Rechercheteam/Redaktion etc. hinter sich hatte und es sich nicht um ihre (wie einige und einer ganz besonders) meint persönliche linksextremistische persönliche Meinung handelt und per Gebührengelder kundzutun und einmal kurz nachdenken, für wenn das ZDF sendet. Sicherlich nicht ausschließlich für DSO. Sondern für ganz normale Menschen die u. U. noch nie in einem Zug gesessen sind.
Stammstrecke 4 schrieb:und da ist das rechte Opfernarratov wieder.Zumindest können hier einige anscheinend deutlich sehr rechts ausgerichtete User ihre Gedanken gegen eine Moderatorin schon wegen ihres nicht ganz so typischen deutschen Namens unterschwellig rassistisch auskotzen und als linksextremistisch bezeichnen und das ZDF als böse Lügenpresse, das auch noch "Zwangsgebühr" verlangt, gleich mit.Und schon haben wir das linke Framing. Alles, was nicht in das Fenster bestimmter Leute passt, ist rassistisch oder .... rechtsextrem.
ReneRomann schrieb:Na ja - ETCS L1 LS / ESG hätte ja neben der "falschen" Höchstgeschwindigkeit von pauschal 160 km/h auch "falsche" Movement Authorities mit pauschal 32 km Länge am Hauptsignal ausgestellt, die dann über die Vorsignale ggfs. nur verkürzt worden wären...TCS L1 LS hätte in der damaligen Form hingegen NICHT die Einhaltung jedes möglichen Höchstgeschwindigkeitswechsels überwacht - deshalb ja auch "Limited Supervision" und nicht "Full Supervision"!Genau, in der Form.
Technisch überwacht ETCS mit jeder Fahrterlaubnis die abschnittsweise projektierten Geschwindigkeiten, also in FS, AD, OS und ebenso LS und SM. So wie LS vorgesehen wurde, wird lediglich nicht die tatsächliche lokale Geschwindigkeit, sondern pauschal 160 km/h angegeben und der Mode Limited Supervision ist dazu definiert worden, diese falsche Führungsgröße nicht anzuzeigen. Insofern ist LS nur ein Dummstellmodus.
ReneRomann schrieb:ETCS L1 LS mag zwar die schnelle Lösung sein, aber eigentlich könnte man auch an x-beliebigen Stellwerken über die "richtigen" LEU auch ETCS L1 FS mit korrekten Führungsgrößen signalisieren.Einziger Mini-Vorteil von L1 LS - das wäre per LEU halt auch an Bestandsanlagen ankoppelbar gewesen, weil es keine zentrale Logik braucht...Aber halt nur aus egostischer deutscher Sicht "alle unser Fahrzeuge haben eh PZB und die ausländischen Fahrzeuge und dortigen Mehrkosten sind uns doch egal".
Aber eine schnellere Transition hin zu "vernünftigem" ETCS (im Sinne von Fahren im FS-Modus) hätte das nicht bedeutet, sondern L1 LS wäre halt wirklich nur ein 1:1-Ersatz für die PZB gewesen.
Denn mit Level 1 LS kann man halt zu sehr geringen Kosten in kurzer Zeit Strecken für ETCS-Fahrzeuge tauglich machen. Level 2 ist vielfach teurer und dauert viel länger, d.h. die Frage ist nicht Level 2 oder 1 LS, sondern PZB oder Level 1 LS. Und dass hier die DB sagt "PZB ist super und haben wir eh, ETCS brauchen wir nicht" ist sicher verständlich, aber für ausserhalb der DB weniger.
Man sehe sich das Desaster mit der Level 2 Ausrüstung doch an beim Blick Richtung Bayern. Jahrzehntlang plante man da mit ETCS, jetzt baut man stattdessen LZB damit man endlich mal schneller als 160 km/h fahren. Erst wollte man ETCS an die monderneren Relaisstellwerke dranbauen, nachdem das gescheitert war, hat man extra wegen ETCS neue ESTW gebaut, um dann ein paar Jahre später festzustellen, dass die auch untauglich für die gewünschte ETCS-Funktionalität und man die ESTW nun durch neuere ESTW tauschen müsste. Und dann ganz aufgegeben hat und ETCS einfach erst mal sein lässt.
Hier bei >160 km/h geht es mit Level 1 LS natürlich nicht, aber es zeugt das gigantische Stellwerksproblem, dass das alleinige Beharren auf Level 2 auslöst. Sämtliche Relaisstellwerke, auch neuere, die noch lange laufen könnten und selbst manche ESTW müssen erneuert werden, da aus aktueller deutscher Sicht unmöglich mit ETCS nachzurüsten.
Davon abgesehen dass Level 2 schon sehr viel teurer ist, erzeugt das gigantische Umrüstungskosten zum vorzeitigen Ersatz nicht erneuerungsbedürftiger Stellwerke. Und gleichzeitig hat man einenen gigantischen Rückstand bei der Stellwerkserneuerung der dadurch noch verschlimmert. Anstatt die völlig veralteten und störanfälligen Stellwerke zu ersetzen, gibt man das Geld nun lieber aus, um gut laufende ESTW vorzeitig zu ersetzen.
Level 1 LS hingegen funktioniert mit eigentlich jedem Stellwerk, egal ob mechanisch, elektomechanisch, Relais oder ESTW. Und sehr billig und schneller umzusetzen.
Da könnte man schnell komplette Strecken umrüsten mit den bestehenden Stellwerken und dann in 15 Jahren, wenn das Stellwerk abgängig ist, mit dem nächsten Stellwerk auf Level 2 wechseln. Stattdessen werden nun einige wenige Stellwerke teurer erneuert um auf kurzen Abschnitten Level 2 zu ermöglichen, dafür bekommen längere andere Abschnitte halt auf Jahre hinaus kein ETCS und auch auf den wichtigen europäischen Routen durch Deutschland verzögert sich ETCS noch lange.
Klar mag ETCS Level 1 LS wenig Zusatznutzen bringen (aber z.B. die Möglichkeit, Geschwindigkeitswechsel besser zu überwachen wenn man will). Der Hauptnutzen ist aber doch, dass ein ETCS-Fahrzeug überhaupt fahren kann. Statt wie jetzt und noch sehr viele Jahre mit "du hast kein PZB" die Fahrt verboten zu bekommen. Wenn sie sich nicht selber damit genauso schaden würden, müssten die Länder rund um Deutschland am Besten an der Grenze jeweils eine Stelle mit der alten Zugsicherung lassen, um so z.B. jedes DB-Fahrzeug dazu zu zwingen, für die Fahrt über die Grenze z.B. teuer mit Signum und ZUB ausgerüstet zu werden.
Denn der DB spart ja Geld, wenn die ICE 4 und die IC2 nun ohne Signum und ZUB in die Schweiz fahren können. Alleine durch Level 1 LS ermöglicht von dem man selber nichts wissen will. Signum und ZUB kosten auch einen sechsstelligen Betrag pro Fahrzeug, bei 100 ICE 4 hat die DB da einen achtstelligen Betrag durch Level 1 LS in der Schweiz gespart...
ETCS-Fahrzeugausrüstungen sind teuer, immer noch zu teuer. Wenn man sie schon einbauen muss, dann doch wenigsten zusätztliches Sparpotential nutzen. Signum und ZUB sind auch nicht billig, wenn auch billiger als ETCS. Aber ETCS only ist billiger als ETCS+Signum+ZUB.
Gruss
Florian
Genau das habe ich doch eigentlich geschrieben...Doch, da wird sehr wohl etwas "ausgeschaltet" - und zwar durch die Resonanz wird die jeweilige Frequenz im Fahrzeuggerät "ausgeschaltet".
Wobei bei der PZB nichts auf eine Trägerfrequenz aufmoduliert wird. Da wird auch nichts ein- oder ausgeschaltet. Im Fahrzeugmagnet sind alle drei Frequenzen 500 Hz, 1kHz und 2kHz ständig aufgeschaltet.
Niederlausitzer schrieb:Du unterscheidest immer noch nicht zwischen Übertragung und Verarbeitung der Information.
Selbst wenn die Verarbeitung digital erfolgt, die Übertragung muss immer analog über modulierte elektromagnetische Wellen erfolgen .Dabei ist es egal, ob es Mobilfunk, DAB oder PZB ist. Einziger Unterschied ist, ob man digitale Signale, also 0 oder 1 oder analoge Signale aufmoduliert. Dabei reicht es für manche Betriebsarten, als Modulation die Trägerwelle ein- und auszuschalten.
Der limitierende Faktor ist eher das Personal, als die Fahrzeugausrüstung. Aber mach dir keine Illusionen, da wird nichts erhöht. Die können temporär dichter hintereinander her fahren, aber der nächste Flaschenhals kommt bestimmt.Der große Vorteil am ETCS und virtuellen Blöcken:
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 26.07.26 02:50
Novoma schrieb:Ich würde sogar weitergehen - das betrifft bei weitem nicht nur die Stammwählerschaft der AfD, sondern sehr sehr viele, die man rechts der Mitte einordnen kann - keineswegs nur rechtspopulistisch oder gar rechtsextrem. Auch die moderate Mitte-rechts gehört dazu.Patrick Lyca schrieb:Es mag vielleicht auch (und auch hier bei DSO bei doch einigen?) daran liegen, dass die Moderatorin offen und aktiv gegen rechts und die Angriffe von rechts gegen sie eintritt und diese öffentlich gemacht hat und oft aus dieser rechten Ecke, auch wegen nur ihres Namens, angefeindet wird. Man wird ahnen können, dass Dunja Hayali nicht unbedingt Stammwählerin der AfD ist.Aber über Frau Hayali wird in den Social Medias hergezogen als wäre es die Hexe in Person.
ThomasK schrieb:Zitat:Das Thema Meinungsmache sollte man generell kritisch sehen - egal welcher Moderator/Moderatorin, welches Programm und welche Sendung man sich anschaut oder welche Medien man konsumiert. Das kann auch genauso ehrenwerte "konservative" Zeitungen.Als ich in der Vorankündigung den Namen Dunja Hayali gelesen habe, habe ich sofort darauf verzichtet, mir die Dokumentation anzugucken, denn vom Erwartungswert her war da außer einseitiger Berichtserstattung, Meinungsmache und Inkompetenz sowieso nichts anderes zu erwarten.Das ist ja in Ordnung.
Dann aber seine Meinung über den Bericht hier kundzutun, eher weniger.
Fernreisender schrieb:Zitat:Ich bevorzuge im Übrigen gleich Phoenix - insbesondere auch im Diskussionsformat. Was mich verwundert: Warum zählt Lügenpresse nur der öffentlich-rechtliche Rundfunk gemeint, obwohl "Presse" ja primär die schriftlichen Nachrichten meint und es keine Bedingung gibt, dass dies alleinig öffentlich-rechtliche sein müsste...Was hat man auch anderes von Hayali erwartet? Diese Frau lebt - lebt nicht nur bei diesem Thema - in ihrer völlig eigenen, verzerrten Welt und denkt, als Einzige die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben.Dass das ZDF nur einen Teil des Rundfunkbeitrages bekommt, bleibt mal außen vor. Oder ist ARD, ZDF und DLR gesamt die Lügenpresse, die dir jeden Monat das Geld abpresst?
Zudem war es bekanntlich sie, die zweimal nachweislich linksextreme Brandanschläge auf die Bahninfrastruktur verharmlost bzw. die Täter und ihre Gesinnung bewusst vom Hacken gelassen hat. Wie soll sojemand eine neutrale, ideologiefreie und faktenbasierte Reportage zu Stande bringen? Keine Chance.
Und mit underen 18,36€ müssen wir nicht nur solche fragwürdigen, hassgeblendeten und offen mit dem linken Extremismus flirten Personen jedes Monat durchfüttern…
Kurtson schrieb:Zitat:Wer bewusst Namen falsch aussprechen macht oder jemanden absichtlich missgendert, zeigt das nicht nur, wie man eine Person missachtet, sondern wie wenig man sich an die konservativen Tugenden hält. Übrigens ein Merkmal, woran man sieht, dass jemand eben nicht mehr nur konservativ ist, sondern das Konservative Lager bereits verlassen hat.Der Name (wie ich ihn ausspreche: 'Hallali') wirkt auf mich so, wie seinerzeit Karl-Eduard von Schnitzler, nämlich, das Programm zu wechseln.Dann mache es. Das mit dem Umschalten. Aber nicht den Namen bewusst falsch auszusprechen. Würdest du ihn auch falsch aussprechen wenn sie "Müller" oder "Meier" heißen würde?
Zu Zeiten von Sudel-Ede wäre eine kritische Berichterstattung über die DR wohl kaum im DFF, dann Fernsehen der DDR, gesendet worden.
Der Bericht zur "besten Sendezeit" hat 12 Millionen erreicht. Und er war für die Allgemeinheit und die normalen Fahrgäste gemacht. Und die erleben das tagtäglich. Die wissen von Stellwerkstechnik etc. eher weniger. Müssen sie auch nicht. Der Bericht zeigt gut, dass es bei der Bahn mehr als schlecht läuft. Und er benennt auch ganz klar die Verkehrsminister und bisherigen Bahnchefs als die Verursacher (und seltsamerweise ist der bisherige Minister seit gestern auch seinen Job los - wohl nicht weil bei der Bahn alles so toll ist).Dennoch hätte er einen sachlicheren Ton verdient. Die Vergleichbarkeit von bspw. Belgien mit Deutschland (schlimmer wäre ja Luxemburg gewesen) hätte man auch selbst herunterspielen können. Ähnlich sinnentfreite Vergleiche habe ich leider auch schon erlebt - da wurden Kapazitäten von Frankfurt Hbf mit Zürich HB verglichen - aber ohne zu definieren, was Zugfahrten, was Rangierbewegungen usw. sind und ohne die Infrastruktur ernsthaft zu betrachten.
Und Frau Palla spielt auch mit, ohne inhaltlich bis auf die Floskeln die ihre ganzen erfolglosen Vorgänger auch herunter gebetet haben (ZDF: Frau Palla blieb "neutral" - schon diese Aussage ist eine Höchststrafe für Frau Palla, die die DB wohl dermaßen provoziert hat). Und dann hinterher als getretener Hund, weil ihm ein Bericht nicht passt das Bellen mit "unseriöser Bericht" anzufangen, fragwürdig. Die BAhn hat selber auch "unseriöse" Berichte abgedreht. Beispielwiese die 2 die sich an die Tür eines fahrenden Zuges lehnen.Was soll sie auch sonst machen? Die Situation ist, wie sie ist - sie schlecht reden verbessert nichts, bringt aber politischen Probleme ein und sie zu beschönigen, bringt ebenfalls nur Ärger ein.
Auch fragwürdig wie einige hier die Bahn reflexartig zu verteidigen versuchen weil einige inhaltliche Fehler in dem Bericht vorgekommen sind, diese den Grundtenor aber nicht beeinflussen. Hauptsächliche Begrünung die (oder gar der Name?) Moderatorin.Das stört mich auch - als ob es nur "die Bahn" gibt - ich rede lieber vom System Schiene, wenn ich den Bahnverkehr als Ganzes sehen will. Wenn wir dagegen vom Öffentlichen Verkehr sprechen, dann sollten wir auch berücksichtigen, dass jenseits der Eisenbahn noch ganz andere wichtige Systeme existieren - angefangen beim Bus...
Zugsicherer schrieb:Richtig, das kommt auch dazu. Ich bezog mich rein auf die Geschwindigkeiten. Es werden in LS ja auch die Führungsgrößen ausgeblendet und dann dieses Gebastele mit dem LSSMA.Technisch überwacht ETCS mit jeder Fahrterlaubnis die abschnittsweise projektierten Geschwindigkeiten, also in FS, AD, OS und ebenso LS und SM. So wie LS vorgesehen wurde, wird lediglich nicht die tatsächliche lokale Geschwindigkeit, sondern pauschal 160 km/h angegeben und der Mode Limited Supervision ist dazu definiert worden, diese falsche Führungsgröße nicht anzuzeigen. Insofern ist LS nur ein Dummstellmodus.Na ja - ETCS L1 LS / ESG hätte ja neben der "falschen" Höchstgeschwindigkeit von pauschal 160 km/h auch "falsche" Movement Authorities mit pauschal 32 km Länge am Hauptsignal ausgestellt, die dann über die Vorsignale ggfs. nur verkürzt worden wären...
Was ist daran unseriös? Dass es doch drei elektronische Stellwerke gibt? Diese Berichtigung macht das Dilemma geradezu offensichtlich. Drei! Die Zahl sagt doch alles!Was den genau? Das du keine Ahnung hast? Ja! Da könnte 20 stehen und es würde am Rest nichts ändern.
Wenn in der Sendung dann vorgerechnet wird, dass alleine die Signale einer gerade generalüberholten Strecke rund 70 Millionen kosten, man für das gleiche Geld aber auch alle auf dieser Strecke verkehrenden Züge ausrüsten könnte, dann hat sie bzw. ihr Interviewpartner einfach Recht.Dene dümmliche Expertise hat noch gefehlt! 🤦♂️ Definiere mal "alle dort verkehrenden Züge"? (Wobei das viele tatsächlich schon haben).
Wenn jetzt jemand mit "Aber ETCS … … …" daher kommt: It's not a feature, it's a bug. ETCS funktioniert, also kann man es auch einbauen.
ETCS L1 LS mag zwar die schnelle Lösung sein, aber eigentlich könnte man auch an x-beliebigen Stellwerken über die "richtigen" LEU auch ETCS L1 FS mit korrekten Führungsgrößen signalisieren.Nur ist dann aber nichts mehr mit schnell und billig, sondern sehr viel teuerer, denn dann musst du ins Stellwerk eingreifen und die bei LS weggelassenen Informationen haben. Und hast vermutlich die exakt gleichen Einschränkungen wie bei Level 2, sprich sehr viele Stellwerke inklusive einem Teil der ESTW muss für viel Geld (und Zeitaufwand) vorzeitig ersetzt werden.
Das war ja auch der Grund, warum die Umrüstung auf L1 LS dann nicht weiter verfolgt wurde, weil die Kosten für L1 LS so teuer sind, dass es keinen Sinn macht, diese zusätzlich zur PZB zu installieren.Warum ist es in der Schweiz so billig gewesen um vorübergehend auf Level 1 LS umzurüsten, wenn wenige Jahre später die Umrsütung auf Level 2 hätte beginnen sollen? "Billig" ist es doch nur für den Netztbetreiber, statt auf Level 1 LS umzurüsten machte der einfach gar nichts und lässt noch viele Jahre ausschliesslich PZB liegen. DB Netz/Infrago spart durch den ETCS-Verzicht und stattdessen Nichtstun natürlich Geld. Dafür dürfen die ganzen Fahrzeugbetreiber tiefer in die Tasche greifen, die noch sehr viel länger Neufahrzeuge zusätzlich mit PZB ausrüsten müssen und trotzdem parallel teuer ETCS, das sie aber in Deutschland kaum nutzen können.
...Es ist einfach anmaßend, zu glauben, dass sich erst Laien für das Thema interessieren müssen, um auf die Idee zu kommen, dass es billigere Alternativen gäbe. Es schadet nie, erstmal davon auszugehen dass derartig (für den Außenstehenden schwer nachvollziehbare) Entscheidungen nicht mit mangelnder Phantasie oder aus Dummheit so gefällt wurden, wie sie gefällt wurden, sondern dass es handfeste Gründe dafür gibt, die sich dem Außenstehenden erst recht nicht erschließen.
Wenn in der Sendung dann vorgerechnet wird, dass alleine die Signale einer gerade generalüberholten Strecke rund 70 Millionen kosten, man für das gleiche Geld aber auch alle auf dieser Strecke verkehrenden Züge ausrüsten könnte, dann hat sie bzw. ihr Interviewpartner einfach Recht.
geschrieben von: Kurtson
Datum: 26.07.26 12:07
Dass sie zudem keinen deutschen Vor- und Nachnamen trägt und eine Frau ist, verstärkt diese negative Wahrnehmung noch. Das heißt nicht, dass dies bewusst passiert, aber unbewusst schwingt das mit.Da wird aber vieles an Negativen konstruiert!
Zitat:Dann mache es. Das mit dem Umschalten. Aber nicht den Namen bewusst falsch auszusprechen. Würdest du ihn auch falsch aussprechen wenn sie "Müller" oder "Meier" heißen würde?Wer bewusst Namen falsch aussprechen macht oder jemanden absichtlich missgendert, zeigt das nicht nur, wie man eine Person missachtet, sondern wie wenig man sich an die konservativen Tugenden hält. Übrigens ein Merkmal, woran man sieht, dass jemand eben nicht mehr nur konservativ ist, sondern das Konservative Lager bereits verlassen hat.
Zu Zeiten von Sudel-Ede wäre eine kritische Berichterstattung über die DR wohl kaum im DFF, dann Fernsehen der DDR, gesendet worden.
Dann mache es. Das mit dem Umschalten.Mache ich ja auch.
Wer bewusst Namen falsch aussprechen macht oder jemanden absichtlich missgendert, zeigt das nicht nur, wie man eine Person missachtet, sondern wie wenig man sich an die konservativen Tugenden hält. Übrigens ein Merkmal, woran man sieht, dass jemand eben nicht mehr nur konservativ ist, sondern das Konservative Lager bereits verlassen hat.Und hier kommt die links-grüne Meinungspolizei, und behauptet etwas, was nur in deren wirren Köpfen produziert ist. Wenn z.B. jemand mit dem Namen "Władek" als "Flattek" genannt wird, ist das weder missgegendert, noch rechtsextrem, noch sonstwas.
Ich bin z.Z. sehr verwirrt, betreffs der verschiedenen Versionen des ETCS in Deutschland.Technisch gesehen gibt es in Deutschland nur zwei, nämlich überwiegend Systemversion 2.0 und lediglich auf der VDE 8 einschließlich Erfurt-Eisenach noch abweichend 1.1.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 26.07.26 16:09
Da wird aber vieles an Negativen konstruiert!Spannende Hypothese.
1.Es gibt - insbesondere im Beruflichen Umfeld - sehr wohl viele Menschen, die misogyne Verhaltensweisen an den Tag legen. Und das ist nicht mal zwingend denjenigen bewusst...
Wer glaubt denn heute noch, dass eine Frau aufgrund des Geschlecht als negativ zu betrachten sei? Gerade heute, wo jemand 'heute ein Mann, morgen eine Frau und übermorgen ein Straßenname sein kann' (c by Mario Barth), spielt das Geschlecht doch keine Rolle.
2.Es gibt einen Unterschied zwischen einem Spitznamen, der im Freundes- und Kollegenkreis verwendet wird und dem Namen, mit dem über eine fremde Person bewusst spricht.
Ich trage auch keinen typisch deutschen Vor- und Nachnamen. Und ich wurde oftmals durch Kollegen und Freunde @#$%&ert, aufgrund des Namens. Na und? Dann war ich eben "Frantischek" oder "Archie". Man kann aber natürlich in fast jede Äußerung eine rassistische oder rechtsextreme Interpretation hereinbauen.
4.Die Betonung liegt auf bewusst. Es muss also ein Motiv dahinterliegen - falsch aussprechen, weil man die richtige Aussprache nicht kennt, ist kein Motiv und keine bewusste Tat...
ZitatWer bewusst Namen falsch aussprechen macht oder jemanden absichtlich missgendert, zeigt das nicht nur, wie man eine Person missachtet, sondern wie wenig man sich an die konservativen Tugenden hält. Übrigens ein Merkmal, woran man sieht, dass jemand eben nicht mehr nur konservativ ist, sondern das Konservative Lager bereits verlassen hat.Und hier kommt die links-grüne Meinungspolizei, und behauptet etwas, was nur in deren wirren Köpfen produziert ist. Wenn z.B. jemand mit dem Namen "Władek" als "Flattek" genannt wird, ist das weder missgegendert, noch rechtsextrem, noch sonstwas.
M.E. ist es eben gerade nicht so, dass für 70 Mio € ALLE Fahrzeuge, die potentiell die Strecke nutzen könnten, ausgerüstet werden könnten, da die Ausrüstung pro Fzg auch im sechsstelligen Bereich liegen dürfte.....Da hast Du einen hübschen Strohmann gebaut. Es geht nicht um alle Fahrzeuge, die dort potentiell verkehren könnten, sondern um alle Fahrzeuge, die dort tatsächlich verkehren. Wobei viele Fahrzeuge ETCS schon haben, weil sie es auf anderen Strecken brauchen.
Da hast Du einen hübschen Strohmann gebaut. Es geht nicht um alle Fahrzeuge, die dort potentiell verkehren könnten, sondern um alle Fahrzeuge, die dort tatsächlich verkehren. Wobei viele Fahrzeuge ETCS schon haben, weil sie es auf anderen Strecken brauchen.Deshalb steht die Reportage ja in der Kritik! Im Fern- und Güterverkehr dürfte es nicht wenige Fahrzeuge geben, die dort vielleicht zwei Mal im Jahr vorbei kommen - ich kenne die Spiele, bestimmte Fahzeuge für bestimmte Enatzgebiete zu "sortieren" zur Genüge... Dann fehlt der Faktor Personal völlig und außerdem noch immer die Erkenntnis, dass nichts, aber auch gar nichts davon, die atuellen betrieblichen Miseren behebt!
Das ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wird in der Reportage so vorgerechnet.
Kurtson schrieb:Praktisch hat mich letzte Woche ein BL3-Lok, der Schlüssel hier gar nicht hinterlegt ist, mit der Meldung "unplausible Balisendaten" zwangsgebremst...Ich bin z.Z. sehr verwirrt, betreffs der verschiedenen Versionen des ETCS in Deutschland.Technisch gesehen gibt es in Deutschland nur zwei, nämlich überwiegend Systemversion 2.0 und lediglich auf der VDE 8 einschließlich Erfurt-Eisenach noch abweichend 1.1.
Normalerweise kann jedes Fahrzeug, das 2.0 beherrscht, auch 1.1. Formal gibt es allerdings die ESC-Nachweise (ETCS System Compatibility; die die Kompatibilität eines Fahrzeugtyps mit einem Streckentyp noch mal belegt.
Praktisch hat mich letzte Woche ein BL3-Lok, der Schlüssel hier gar nicht hinterlegt ist, mit der Meldung "unplausible Balisendaten" zwangsgebremst...Das hat mit dem Schlüssel auch gar nichts zu tun ... Fehler einer Balisengruppe werden immer gemeldet. Funktioniert also wie spezifiziert.
Matthias Muschke schrieb:Wenn ich damti gar nicht fahre, interessiert mich das aber einen Sch... Jeder Fehler von anderen, nicht aktiven Zugsicherungssystemen wird ja auch negiert...Praktisch hat mich letzte Woche ein BL3-Lok, der Schlüssel hier gar nicht hinterlegt ist, mit der Meldung "unplausible Balisendaten" zwangsgebremst...Das hat mit dem Schlüssel auch gar nichts zu tun ... Fehler einer Balisengruppe werden immer gemeldet. Funktioniert also wie spezifiziert.
Ihr versucht, die Technik der PZB mit der von Eurobalisen zu vergleichen. Das hat in etwa so viel gemeinsam wie ein Apfel und eine Birne. Beides sind Zugsicherungssysteme bzw. Obst. Mehr aber auch nicht.
Aber ein PZB-Magnet ist sicher nicht digital. Spulen und Kondensatoren zählen zu den analogen elektronischen Komponenten.
Niederlausitzer schrieb:Nein hat er nicht. Man muss es nur logisch auf eine mathematische Ebene bingen. Bischen theoretisch, das ist mir klar. Aber nur so erkennt man, dass im Grunde nur die technische Umsetzung anders ist. Es geht um die Übertragung der Information.
Zugsicherer schrieb:Matthias Muschke schrieb:Wenn ich damti gar nicht fahre, interessiert mich das aber einen Sch... Jeder Fehler von anderen, nicht aktiven Zugsicherungssystemen wird ja auch negiert...Praktisch hat mich letzte Woche ein BL3-Lok, der Schlüssel hier gar nicht hinterlegt ist, mit der Meldung "unplausible Balisendaten" zwangsgebremst...Das hat mit dem Schlüssel auch gar nichts zu tun ... Fehler einer Balisengruppe werden immer gemeldet. Funktioniert also wie spezifiziert.
Das EIU interessieren Balisenfehler durchaus.
Im Fern- und Güterverkehr dürfte es nicht wenige Fahrzeuge geben, die dort vielleicht zwei Mal im Jahr vorbei kommen - ich kenne die Spiele, bestimmte Fahzeuge für bestimmte Enatzgebiete zu "sortieren" zur Genüge... Dann fehlt der Faktor Personal völlig und außerdem noch immer die Erkenntnis, dass nichts, aber auch gar nichts davon, die atuellen betrieblichen Miseren behebt!Das ist eben zu kurz gedacht. Natürlich ist es kurzfristig etwas Mehraufwand. Schnell erreicht man aber einen Bereich, in dem die Einsparungen höher als die Mehrausgaben sind, weil die meisten Fahrzeuge die ETCS-Ausrüstung schon wegen anderer Strecken haben.
Zitat:Du kannst dir sicher sein, dass zumindest mein Anruf in diesem Zusammenhang niemand auch nur ansatzweise interessiert hat....Das EIU interessieren Balisenfehler durchaus.
Das ist eben zu kurz gedacht. Natürlich ist es kurzfristig etwas Mehraufwand. Schnell erreicht man aber einen Bereich, in dem die Einsparungen höher als die Mehrausgaben sind, weil die meisten Fahrzeuge die ETCS-Ausrüstung schon wegen anderer Strecken haben.Warum Belgien nicht als Beispiel taugt, wurde hinreichend erläutert. Warum die Schweiz ebenfalls nicht als Beispiel taugt und es trotzdem ganz anders gemacht hat, ebenso.
Dafür hatte die Reportage auch ein schlagendes Argument: Belgien hat das bereits geschafft. Davon abgesehen findet solch eine gebietsweise Umstellung in Deutschland bereits statt. VDE-8 und KRM haben sie schon. Belgien-Verkehr hat sie schon, Schweiz-Verkehr hat sie schon. Dieses Dorf namens Stuttgart soll man in einigen Jahren auch nur noch mit ETCS erreichen, Fahrzeuge wurden schon umgerüstet. Es geht also nur darum, die Sache etwas schneller anzugehen. Je schneller das geht, desto geringer die Gesamt-Schmerzen.
geschrieben von: rf
Datum: 27.07.26 12:26
geschrieben von: HFy
Datum: 27.07.26 13:51
Und was haben Merz und Schnieder damit zu tun?Ich weiß nicht, warum alle gegen diese Leute sind, die haben doch nichts getan :-)
In D gibt es so etwas nichtDas wundert doch wohl hoffentlich niemanden.
geschrieben von: Pio
Datum: 27.07.26 19:12
Jene die das im ZDF MedialstreammeinungsBILDungsprogramm präsentiert, ist nach meiner Meinung nach, genauso zuverlässig & vertrauenswürdig wie jene über die sie hier wie gewünscht berichtet.Jene, die das im ZDF MedialstreammeinungsBILDungsprogramm präsentiert, ist meiner Meinung nach genauso zuverlässig & vertrauenswürdig wie jene, über die sie hier wie gewünscht berichtet.
Neue ESTW und Ks-Signale als "50 Jahre alte Technik" zu bezeichnen, ist auch von einem Fachmann wie Hans Leister dilletantisch. In einem ESTW läuft auch nichts analog. Nur die "bunten Lichter" draußen sind eben so wie immer (mal abgesehen vom Ks-Signalsystem gegenüber H/V-System). Für mich ist das "digital".Das wurde stark vereinfacht dargestellt und etwas reißerisch das Wort digital benutzt, aber letztendlich ging es doch um etwas ganz anderes. Der Punkt war doch: Wir stellen jetzt bei der Korridorsanierung pro Strecke hunderte Signale für zig Millionen neu auf. Hätte man stattdessen einen Bruchteil des Geldes rechtzeitig in die Fahrzeugausrüstung gesteckt, hätte man sich das sparen können und wir hätten für weniger Geld moderner ausgerüstete Strecken. Auch das mag vereinfacht sein, aber da scheint mir schon etwas wares drin zu tsecken.
Weil ETCS L1 LS nicht besser als die PZB ist. Damit hätte man also nur sehr hohe Ausrüstungskosten, aber keinerlei Sicherheitsgewinn.Man hätte vielleicht das Henne-Ei Problem gelöst, wie in der Schweiz, in dem man ganze Korridore ETCS-fähig gemacht hätte und das vielleicht sogar recht zügig zu vertretbaren kosten. Damit wäre es wirtschaftlich sinnvoll, in ETCS-Fahrzeugausrüstung zu investieren, weil man braucht dann ja ggf nichts anderes mehr. Heute bestellt keiner ETCS im Fahrzeug weil es keine Strecken dafür gibt und es gibt keine Strecken, weil L2 oS nicht ohne flächendeckende Fahrzeugausrüstung geht.
Andreas Schulz schrieb:Aber genau das ist nicht zu Ende gedacht.Neue ESTW und Ks-Signale als "50 Jahre alte Technik" zu bezeichnen, ist auch von einem Fachmann wie Hans Leister dilletantisch. In einem ESTW läuft auch nichts analog. Nur die "bunten Lichter" draußen sind eben so wie immer (mal abgesehen vom Ks-Signalsystem gegenüber H/V-System). Für mich ist das "digital".Das wurde stark vereinfacht dargestellt und etwas reißerisch das Wort digital benutzt, aber letztendlich ging es doch um etwas ganz anderes. Der Punkt war doch: Wir stellen jetzt bei der Korridorsanierung pro Strecke hunderte Signale für zig Millionen neu auf. Hätte man stattdessen einen Bruchteil des Geldes rechtzeitig in die Fahrzeugausrüstung gesteckt, hätte man sich das sparen können und wir hätten für weniger Geld moderner ausgerüstete Strecken. Auch das mag vereinfacht sein, aber da scheint mir schon etwas wares drin zu tsecken.
M.E. ist es eben gerade nicht so, dass für 70 Mio € ALLE Fahrzeuge, die potentiell die Strecke nutzen könnten, ausgerüstet werden könnten, da die Ausrüstung pro Fzg auch im sechsstelligen Bereich liegen dürfte.....Das ist ein interessanter Punkt. Für 70 Millionen Euro könnte man wohl 100 bis 200 Fahrzeuge umrüsten nach den Zahlen, die man im Netz findet u.a. Schätzung des VCD. Für Berlin - Hamburg sollte das gut reichen um alle Personenzüge, die diese Strecke nach Fahplan befahren umzurüsten, zumal viele ICEs das schon haben. Darüber hinaus dürfte die strecke damit auch günstiger zu betreiben sein. Problematisch sind die Güterzüge, die wohl gut 80% der Einzelfahrzeuge ausmachen. Da habe ich aber eh keine Ahnung wie das laufen soll.
- Es gbt in Belgien einen Masterplan für ETCS, der 2011 beschlossen und dann konsequent umgesetzt wurde. Der Blick auf Openrailwaymap (Auswahl Leit- und Sicherheitstechnik) sagt alles. In D gibt es so etwas nicht, da herrscht "Rein aus den Kartoffeln/Raus aus den Kartoffeln".Es gab diverse Anläufe, zumindest die Korridore zeitnah auf ETCS umzustellen. Die Srategie hat man allerdings mehrfach zwischendrin gewechselt und ist immer im Ansatz stecken geblieben.
ReneRomann schrieb:Das ist kein Henne-Ei-Problem...Weil ETCS L1 LS nicht besser als die PZB ist. Damit hätte man also nur sehr hohe Ausrüstungskosten, aber keinerlei Sicherheitsgewinn.Man hätte vielleicht das Henne-Ei Problem gelöst, wie in der Schweiz, in dem man ganze Korridore ETCS-fähig gemacht hätte und das vielleicht sogar recht zügig zu vertretbaren kosten. Damit wäre es wirtschaftlich sinnvoll, in ETCS-Fahrzeugausrüstung zu investieren, weil man braucht dann ja ggf nichts anderes mehr. Heute bestellt keiner ETCS im Fahrzeug weil es keine Strecken dafür gibt und es gibt keine Strecken, weil L2 oS nicht ohne flächendeckende Fahrzeugausrüstung geht.
Warum Belgien nicht als Beispiel taugt, wurde hinreichend erläutert. Warum die Schweiz ebenfalls nicht als Beispiel taugt und es trotzdem ganz anders gemacht hat, ebenso.Genau das ist das Problem mit der Eisenbahn in Deutschland: lauter Ausreden. Ausreden lassen sich natürlich immer finden.
VDE 8 oder CH (KRM stimmt nicht mal=, sind Einzelstrecken mit absolut wenigen Fahrzeugen - daran ändert auch die Spielerei von TXL in Thüringen nichts.
geschrieben von: Christian aus Lindhorst
Datum: 31.07.26 08:55
geschrieben von: Numerobis
Datum: 31.07.26 09:35
geschrieben von: Christian aus Lindhorst
Datum: 31.07.26 09:42
Matthias Muschke schrieb:Nein, das Problem sind angebliche Fans und angebliche Experten, die nicht einmal in der Lage sind, die Dinge sachlich zu betrachten und Reaktionen einzuordnen. Wenn alles immer nur als „Ausrede“ zählt, ist man nämlich schnell fertig mit der Reaktion, hat richtig toll ausgeteilt – und wirklich überhaupt gar nichts zur Lösung der Probleme beigetragen.Warum Belgien nicht als Beispiel taugt, wurde hinreichend erläutert. Warum die Schweiz ebenfalls nicht als Beispiel taugt und es trotzdem ganz anders gemacht hat, ebenso.Genau das ist das Problem mit der Eisenbahn in Deutschland: lauter Ausreden. Ausreden lassen sich natürlich immer finden.
VDE 8 oder CH (KRM stimmt nicht mal=, sind Einzelstrecken mit absolut wenigen Fahrzeugen - daran ändert auch die Spielerei von TXL in Thüringen nichts.
von der die Chefin so gerne redet. Es wäre wohl angemessen dem DB-Konzern eine qualifizierte Mehrheit in allen relevanten Gremien der Rundfunkanstalten zuzubilligen, damit solche Beiträge gar nicht erst gesendet werden.Ich finde, das ZDF sollte mal einen Beitrag machen über Deine ganzen Straftaten und was Du schon alles falsch gemacht hast.
Es gab mal das Mantra von „Check, double-check, and re-check!” Das hat man hier offenkundig ausgelassen, denn uns hier sind ja einige Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.Hast Du die Sendung denn selbst gesehen? Oder ist Dir das tatsächlich allein deshalb offenkundig, weil andere User hier es postuliert haben - und dabei gelegentlich gleichzeitig mitgeteilt haben, sie hätten sie selbst nicht gesehen?
HSB Tw 44 schrieb:Ich weiß gerade nicht, worauf Du mit Deiner Antwort speziell auf meinen Beitrag hinauswillst. Berücksichtige, daß ich auf einen anderen Beitrag geantwortet habe!
ZitatEs gab mal das Mantra von „Check, double-check, and re-check!” Das hat man hier offenkundig ausgelassen, denn uns hier sind ja einige Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.Hast Du die Sendung denn selbst gesehen? Oder ist Dir das tatsächlich allein deshalb offenkundig, weil andere User hier es postuliert haben - und dabei gelegentlich gleichzeitig mitgeteilt haben, sie hätten sie selbst nicht gesehen?
Im letzteren Fall würde ich meinen, Du legst an Dich selbst nicht die gleichen Maßstäbe an, deren Einhaltung Du von anderen forderst.
Viele Grüße,
gezi
Liegt es nahe, aus mehreren mitgeteilten Tatsachen eine bestimmte (ehrverletzende) Schlussfolgerung zu ziehen oder die entsprechende Schlussfolgerung des Verfassers nachzuvollziehen, so ist eine bewusst unvollständige Berichterstattung rechtlich wie eine unwahre Tatsachenbehauptung zu behandeln, wenn die Schlussfolgerung bei Mitteilung der verschwiegenen Tatsache weniger nahe liegend erscheint und deshalb durch das Verschweigen dieser Tatsache beim unbefangenen Durchschnittsleser ein im Kern falscher Eindruck entstehen kann
Hallo,
die Würdigung meiner persönlichen Leistungen oder auch meines Unvermögens oder gar (nicht vorhandene) strafrechtlich relevante Verfehlungen tut hier absolut nichts zur Sache. Dafür fehlt meinem Aufgabengebiet doch ein wenig die Relevanz. Wenn ich in solch einer herausgehobenen Stellung tätig wäre, wie es als Vorstand einer großen Aktiengesellschaft im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland oder als zuständiger Minister der Fall ist, müsste ich mich allerdings der öffentlichen Diskussion in den Medien stellen. Auch wenn ich mich dadurch ungerecht behandelt fühlen würde oder die vorgetragene Kritik fachlich widerlegbar wäre.
geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 31.07.26 18:15
Hallo,
die Bahn verlangt nun, dass die vor über einer Woche ausgestrahlte Doku über den Zustand der Bahn aus der ZDF Mediathek gelöscht wird:
[www.dwdl.de]
[www.bild.de]
Es werden wohl auch schon rechtliche Schritte in Betracht gezogen.
einfach auf die DB draufhauen ist zwar Mode und allgemein anerkannt, löst aber nicht die Probleme, die die DB selbst gar nicht beeinflussen kannDie Bahn könnte ja mal die Probleme angehen, die sie selbst beeinflussen kann, ohne sich auf andere herauszureden. Was sie hier wieder veranstaltet, ist aus dem Handbuch "was man alles bei public relations falsch machen kann".
Wenn die Medien aber sachliche Fehler machen, darf die Bahn durchaus dazu sagen, was sie selbst für richtig hält.Darf sie. Aber wer anderen den Mund verbieten will, setzt sich dem Verdacht aus, etwas zu verbergen zu haben, selbst wenn es objektiv nicht der Fall ist. Das war ungeschickt, um nicht zu sagen, amateurhaft. Welchen Eindruck man als Fahrgast ebenfalls hat, wenn das auch ein anderes Thema ist.
Ich weiß gerade nicht, worauf Du mit Deiner Antwort speziell auf meinen Beitrag hinauswillst. Berücksichtige, daß ich auf einen anderen Beitrag geantwortet habe!Mit anderen Worten: Auch Du hast sie nicht einmal gesehen. Wie so manch anderer hier, der starke Meinungen zu ihrer Fehlerhaftigkeit bekunden. Das passiert heute leider ständig. Dass Du die Meinung privat und außerberuflich veröffentlichst, macht es nicht besser oder richtiger.
Zentral ist aber: ich bin kein Journalist, der mit solchen Dingen sein Geld verdient, und veröffentliche keine Beiträge im Rundfunk; alleine das ist ein Unterschied. Aus der Unabhängigkeit und der besonderen Bedeutung der journalistischen Tätigkeiten werden besondere Rechte abgeleitet; hieraus entstehen aber eben auch Pflichten.
Es ist ein Unterschied, ob ich in meiner Freizeit meine private Meinung in einem Forum kundtue oder ob ich eine journalistische Arbeit veröffentliche, die geeignet ist (und sogar darauf abzielt), die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Wenn nun offenkundige Fehler enthalten sind in einem Beitrag – und das war hier der Fall, denn das ZDF hat nachträglich Korrekturen angebracht und damit zugegeben, daß sie Fehler gemacht haben –, dann hat man nicht gut genug geprüft, was man veröffentlicht hat.
Das passiert heute leider ständig, bei allen Nachrichtenproduzenten, auch bei der Tagesschau, allen Sendern und allen möglichen Zeitungen. Macht es aber nicht besser oder richtiger.
geschrieben von: Pesa Link
Datum: 31.07.26 22:56
HSB Tw 44 schrieb:Abgesehen davon, dass es hier nichts zur Sache tut: Hast Du Belege für Deine Behauptung?
ZitatIch weiß gerade nicht, worauf Du mit Deiner Antwort speziell auf meinen Beitrag hinauswillst. Berücksichtige, daß ich auf einen anderen Beitrag geantwortet habe!Mit anderen Worten: Auch Du hast sie nicht einmal gesehen. Wie so manch anderer hier, der starke Meinungen zu ihrer Fehlerhaftigkeit bekunden. Das passiert heute leider ständig. Dass Du die Meinung privat und außerberuflich veröffentlichst, macht es nicht besser oder richtiger.
Zentral ist aber: ich bin kein Journalist, der mit solchen Dingen sein Geld verdient, und veröffentliche keine Beiträge im Rundfunk; alleine das ist ein Unterschied. Aus der Unabhängigkeit und der besonderen Bedeutung der journalistischen Tätigkeiten werden besondere Rechte abgeleitet; hieraus entstehen aber eben auch Pflichten.
Es ist ein Unterschied, ob ich in meiner Freizeit meine private Meinung in einem Forum kundtue oder ob ich eine journalistische Arbeit veröffentliche, die geeignet ist (und sogar darauf abzielt), die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Wenn nun offenkundige Fehler enthalten sind in einem Beitrag – und das war hier der Fall, denn das ZDF hat nachträglich Korrekturen angebracht und damit zugegeben, daß sie Fehler gemacht haben –, dann hat man nicht gut genug geprüft, was man veröffentlicht hat.
Das passiert heute leider ständig, bei allen Nachrichtenproduzenten, auch bei der Tagesschau, allen Sendern und allen möglichen Zeitungen. Macht es aber nicht besser oder richtiger.
Viele Grüße,
gezi
(Entschuldige bitte, daß ich hier nur summarisch antworte, auf dem Handy ist die Zitierfunktion von DSP bekanntermaßen unbrauchbar)Hallo,
die Würdigung meiner persönlichen Leistungen oder auch meines Unvermögens oder gar (nicht vorhandene) strafrechtlich relevante Verfehlungen tut hier absolut nichts zur Sache. Dafür fehlt meinem Aufgabengebiet doch ein wenig die Relevanz. Wenn ich in solch einer herausgehobenen Stellung tätig wäre, wie es als Vorstand einer großen Aktiengesellschaft im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland oder als zuständiger Minister der Fall ist, müsste ich mich allerdings der öffentlichen Diskussion in den Medien stellen. Auch wenn ich mich dadurch ungerecht behandelt fühlen würde oder die vorgetragene Kritik fachlich widerlegbar wäre.
Die Freiheit der Medien ist unverzichtbar in einer offenen Gesellschaft. Ein journalistischer Beitrag muss auch nicht den Ansprüchen an eine wissenschaftliche Arbeit genügen, sondern darf durchaus pointiert eine Auffassung zu einem Thema vertreten, so wie es in der Sendung ja durchaus getan worden ist. Wenn sich in einem Beitrag die Rechte von Unternehmen oder Personen verletzt werden sollten, steht dazu das ganze Instrumentarium des Rechts und der ordentlichen Gerichtsbarkeit zu Gebote. Und in keinem Fall zu ersetzen ist die Rolle der kritischen Öffentlichkeit. Auch dieses Forum ist ein Teil dieser Öffentlichkeit.
Was in keinem Fall trägt, ist die Unsichtbarmachung unliebsamer Positionen. Das ist die Vorgehensweise autoritärer Systeme. Das gab es in diesem Lande schon zur Genüge. Das darf sich nicht noch einmal wiederholen. An dieser Stelle setze ich ein klares Haltsignal. Deshalb darf einer Forderung nach Löschung nicht entsprochen werden, bevor dies in einem rechtlichen Verfahren durchgesetzt worden ist.
Beste Grüße
adriatic 2-6-4
LIW schrieb:Wenn ein Gericht feststellen sollte, dass der Bericht den Grundsätzen widerspricht, wäre da zunächst nichts dran auszusetzen.Wenn die Medien aber sachliche Fehler machen, darf die Bahn durchaus dazu sagen, was sie selbst für richtig hält.Darf sie. Aber wer anderen den Mund verbieten will, setzt sich dem Verdacht aus, etwas zu verbergen zu haben, selbst wenn es objektiv nicht der Fall ist. Das war ungeschickt, um nicht zu sagen, amateurhaft. Welchen Eindruck man als Fahrgast ebenfalls hat, wenn das auch ein anderes Thema ist.
geschrieben von: jsbach
Datum: 01.08.26 08:12
Die Ausrüstung in Belgien ist etwas völlig anderes als das in Deutschland vorgesehene ETCS L2 ohne Signale.Ein anderer Teilnehmer schreibt:
Daher ist die Branche sehr erleichtert gewesen, dass Berlin – Hamburg nicht auf ETCS ohne Signale umgebaut worden ist, denn das ist eine wichtige Strecke für sehr viele Verkehre.Was gilt denn jetzt?
geschrieben von: jsbach
Datum: 01.08.26 08:26
Und wenn es bspw. Fehler der Politik oder Behörden sind, dann wäre es auch Aufgabe der Meiden, insbesondere des ÖRR, genau darauf hinzuweisen.Und was hat das ZDF gemacht? Auf Fehler der Deutschen Bahn und auf Fehler der deutschen Politik in Bezug auf die Bahn hingewiesen.
HSB Tw 44 schrieb:Und wenn es bspw. Fehler der Politik oder Behörden sind, dann wäre es auch Aufgabe der Meiden, insbesondere des ÖRR, genau darauf hinzuweisen.Und was hat das ZDF gemacht? Auf Fehler der Deutschen Bahn und auf Fehler der deutschen Politik in Bezug auf die Bahn hingewiesen.
Ob da jetzt jedes Detail ("ETCS") einer wissenschaftlichen Arbeit gleichkommen muss, verneine ich mal.
Wir haben (zumindest noch) das Glück, dass es in diesem Land keine willkürliche Beeinflussung/Zensur der Medien gibt. Auch wenn einer Partei oder einem Unternehmen unliebsame Berichte nicht passen.
Und wie gezi hier schon feststellte gab es einige Jubelschreiber, die den Bericht wohl gar nicht gesehen haben und nur via DSO darauf aufmerksam wurden und trotzdem ihre vermeintliche Meinung zu der ZDF-Reportage breittreten.
Und ich meine, dass sich einige hier schon aufgrund des Namens der wie ich finde guten Journalisten Dunja Hayali angesprochen fühlen dagegen zu schlagen/tippen.
geschrieben von: jsbach
Datum: 01.08.26 21:53
Si tacuisses, philosophus mansisses (Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben).Ob der Bahn bewußt ist, daß sie genau damit Öl ins Feuer gießt und das Thema am Laufen hält?
dass die Bahn den Beitrag löschen lassen will, ist ein klassischer Rohrkrepierer, vulgo Schuss in den Ofen oder ein Eigentor.Es ist mal wieder ein klassischer Streisand-Effekt. Das Verhalten der Bahn zeigt aber, daß es im Vorstand nicht an Selbstbewußtsein mangelt, wenn es auch mit allem Anderen hapert.
Die Bahn könnte ja mal die Probleme angehen, die sie selbst beeinflussen kann, ohne sich auf andere herauszureden.Und die wären? Nenn mal konkrete Beispiele.
Was sie hier wieder veranstaltet, ist aus dem Handbuch "was man alles bei public relations falsch machen kann".Dazu allerdings Zustimmung. Die DB sollte sich mal mit dem Streisand-Effekt vertraut machen.
Das Verhalten der Bahn zeigt aber, daß es im Vorstand nicht an Selbstbewußtsein mangelt, wenn es auch mit allem Anderen hapert.Ich erkenne da eher Dünnhäutigkeit, wenn die Bahn so reagiert. Mit Selbstbewusstsein hätte es den Vorstand nicht gekratzt, dass da jemand beim ZDF in ETCS die Lösung aller Pünktlichkeitsprobleme sieht - was ich als Vollmurks bzw. "Totalausfall" bei dieser TV-Sendung erachte. Damit hat sich für mich diese Sendung disqualifiziert. Man wollte offenbar nur bissl mitpolemisieren gegen die Bahn, weils aktuell in der Bevölkerung gut ankommt und man offenbar beim ZDF bissl Zustimmung haben will. Möglichkeiten und Grenzen von ETCS (welches Level eigentlich?) allgemeinverständlich zu erklären und aktuelle Geschehnisse korrekt einzuordnen, war ihnen offenbar zu aufwendig oder fachlich nicht möglich.
HFy schrieb:Inzwischen ist aber die allgemeine Umdeutung in den sozialen Medien ungefähr so - "Du findest ETCS nicht so toll wie DH, dann bist du rechts und ein Nazi"... Das Diskussionsniveau liegt in diesem Land inzwischen am Boden, PISA ist inzwischen ein Problem aller Bevölkerungsschichten, auch der Medien und der Politik...Das Verhalten der Bahn zeigt aber, daß es im Vorstand nicht an Selbstbewußtsein mangelt, wenn es auch mit allem Anderen hapert.Ich erkenne da eher Dünnhäutigkeit, wenn die Bahn so reagiert. Mit Selbstbewusstsein hätte es den Vorstand nicht gekratzt, dass da jemand beim ZDF in ETCS die Lösung aller Pünktlichkeitsprobleme sieht - was ich als Vollmurks bzw. "Totalausfall" bei dieser TV-Sendung erachte. Damit hat sich für mich diese Sendung disqualifiziert. Man wollte offenbar nur bissl mitpolemisieren gegen die Bahn, weils aktuell in der Bevölkerung gut ankommt und man offenbar beim ZDF bissl Zustimmung haben will. Möglichkeiten und Grenzen von ETCS (welches Level eigentlich?) allgemeinverständlich zu erklären und aktuelle Geschehnisse korrekt einzuordnen, war ihnen offenbar zu aufwendig oder fachlich nicht möglich.
Dass die Bahn auf den Quatsch so anspringt, wäre aber auch wirklich nicht nötig gewesen.
geschrieben von: U-Boot
Datum: 02.08.26 18:39
Am gezeigten Beispiel Belgien kann man das gut nachvollziehen.Bei so einem hinkenden Vergleich des ZDFs fehlt definitiv die Historie:
Belgien hat sein Netz vorwiegend mit ETCS L1 LS oder ETCS L1 FS oder ETCS L2 FS mit Signalen ausgerüstet.
Das könnte man alles sehr einfach in Wikipedia nachlesen wenn man will.
In Belgien wurden aber im Gegensatz zu den Aussagen von Herrn Leister jede Menge neue Signale für ETCS gebaut weil sie benötigt werden.
Die Ausrüstung in Belgien ist etwas völlig anderes als das in Deutschland vorgesehene ETCS L2 ohne Signale
Inzwischen ist aber die allgemeine Umdeutung in den sozialen Medien ungefähr so - "Du findest ETCS nicht so toll wie DH, dann bist du rechts und ein Nazi"Zeig mir mal bitte den Beitrag, der diese Assoziation hergestellt hätte.
... Das Diskussionsniveau liegt in diesem Land inzwischen am Boden, PISA ist inzwischen ein Problem aller Bevölkerungsschichten, auch der Medien und der Politik...Siehe oben. Ist gar nicht so schwierig.
Matthias Muschke schrieb:Linksgrüne Schwurblerseite auf Facebook (Irgendwas mit "grün in die Zukunft" - ja, gibt es von beiden Seiten). Kann ich aber nicht mehr verlinken, da sie mich komplett blockiert haben...Inzwischen ist aber die allgemeine Umdeutung in den sozialen Medien ungefähr so - "Du findest ETCS nicht so toll wie DH, dann bist du rechts und ein Nazi"Zeig mir mal bitte den Beitrag, der diese Assoziation hergestellt hätte.
Man beachte den Unterschied:
Radiowaves schrieb:Der Bericht ist für die Allgemeinheit poduziert worden. Nicht für ETCS-Experten ín irgendwelchen Foren, die jetzt als Jubelschreiber jeden Fehler auseinander nehmen.HFy schrieb:Inzwischen ist aber die allgemeine Umdeutung in den sozialen Medien ungefähr so - "Du findest ETCS nicht so toll wie DH, dann bist du rechts und ein Nazi"... Das Diskussionsniveau liegt in diesem Land inzwischen am Boden, PISA ist inzwischen ein Problem aller Bevölkerungsschichten, auch der Medien und der Politik...Das Verhalten der Bahn zeigt aber, daß es im Vorstand nicht an Selbstbewußtsein mangelt, wenn es auch mit allem Anderen hapert.Ich erkenne da eher Dünnhäutigkeit, wenn die Bahn so reagiert. Mit Selbstbewusstsein hätte es den Vorstand nicht gekratzt, dass da jemand beim ZDF in ETCS die Lösung aller Pünktlichkeitsprobleme sieht - was ich als Vollmurks bzw. "Totalausfall" bei dieser TV-Sendung erachte. Damit hat sich für mich diese Sendung disqualifiziert. Man wollte offenbar nur bissl mitpolemisieren gegen die Bahn, weils aktuell in der Bevölkerung gut ankommt und man offenbar beim ZDF bissl Zustimmung haben will. Möglichkeiten und Grenzen von ETCS (welches Level eigentlich?) allgemeinverständlich zu erklären und aktuelle Geschehnisse korrekt einzuordnen, war ihnen offenbar zu aufwendig oder fachlich nicht möglich.
Dass die Bahn auf den Quatsch so anspringt, wäre aber auch wirklich nicht nötig gewesen.
Der Bericht ist für die Allgemeinheit poduziert worden. Nicht für ETCS-Experten ín irgendwelchen Foren, die jetzt als Jubelschreiber jeden Fehler auseinander nehmen.Eben weil der Bericht für die Allgemeinheit produziert wurde, müssen die Kernaussagen korrekt sein. ETCS und "Digitalisierung" ändern nichts an gesperrten Wagen oder geräumten Zügen wegen ausgefallener Kilmaanlage, ändern nichts an Streckensperrungen wegen Bäumen in der Oberleitung (Vegetationspflege könnte daran aber etwas ändern), ändern nichts an Fehlleitungen zwischen Abstellung und Startbahnhof des Zuges (hatte ich gerade letztens gehabt), ändern nichts an Türstörungen, ändern nichts an regelmäßigem Verspätungsaufbau wegen zum Fahrgastaufkommen "unpassender" Züge mit zu wenigen Türen und zu steilen Einstiegen (erst vorgestern durfte ich einem Senior beim Reinheben seines E-Bikes in einen 612er helfen, der Zug war da schon +25).
Linksgrüne Schwurblerseite auf Facebook (Irgendwas mit "grün in die Zukunft" - ja, gibt es von beiden Seiten). Kann ich aber nicht mehr verlinken, da sie mich komplett blockiert haben...Also nicht bei DSO. Obwohl der Thread schon neun Seiten lang ist (und diverse Schwurbel-Beiträge dabei waren, aber keiner dieser Couleur).
Ehrlich gesagt habe ich jahrelang die Statments vom Naumann als absolut gruslig empfunden, nach dem Kindergartentext vom Leister (warum muss ich schon wieder an logo! denken), hat der ihn aus dem Stand überholt...Logo hat doch seine Berechtigung. Es ist richtig und wichtig, wenn man versucht, auch Laien einen Überblick über komplexe Sachverhalte zu verschaffen - das geht halt nicht ohne die eine oder andere bewusste Vereinfachung. Und mal ehrlich: Ob der Mitarbeiter vorne im Zug, der seinen Motor bedient, nun "Lokführer", "Triebfahrzeugführer" oder "Zugführer" heißt, kann Nicht-Bahnern doch völlig gleich sein - über das grobe Verständnis, wie die Bahn funktioniert, sagt das exakt nullkommanix aus.
HFy schrieb:Bitteschön:Die Bahn könnte ja mal die Probleme angehen, die sie selbst beeinflussen kann, ohne sich auf andere herauszureden.Und die wären? Nenn mal konkrete Beispiele.
ETCS und "Digitalisierung" ändern nichts an gesperrten Wagen oder geräumten Zügen wegen ausgefallener Kilmaanlage, ändern nichts an [… weitere Beispiele …]Das stimmt. Allerdings ändert ETCS was an "Signalstörung", "veraltetes Stellwerk" und "Stellwerk nicht besetzt". Schon deshalb, weil es dann erst mal lauter neue Stellwerke gibt. Es würde die Eisenbahn also einem störungsfreien Betrieb näher bringen.
Man kann das, was ETCS leisten könnte und was derzeit nicht gehtDabei gibt es ein Problem. Denn da gibt es eine nicht unerhebliche Kluft zwischen dem, was ETCS laut DB/BMV kann und dem, was ETCS auf absehbare Zeit tatsächlich kann. Wir erinnern uns: ETCS wird von der Politik ganz offiziell als die Lösung quasi aller Probleme angepriesen. Zum Beispiel hier [digitale-schiene-deutschland.de] :
[…] um die Effizienz und Kapazität des Netzes entscheidend zu steigern, ohne den langwierigen Neubau von Gleisen. Zudem lässt sich eine Verbesserung der Betriebsqualität erreichen, […]. Sprich: Mehr Züge, in höherer Frequenz und mit weniger Verspätung und Ausfällen.Ganz ähnliche Sprüche auf den Seiten des BMV: [www.bmv.de]
[…] zu den seit längerem ausgewiesenen rund 15% Kapazitätssteigerungen führen. Dazu zählen die Fahrzeugautomatisierung [ATO, CTMS, Moving Block]
geschrieben von: jsbach
Datum: 03.08.26 05:41
geschrieben von: Carsten Hölscher
Datum: 03.08.26 16:55
Immer diese ewiggleiche Formulierung von wegen der Größe bzw. eigentlich Kleine der Eisenbahn in Belgien im Vergleich zu Deutschland.Die eigentliche Frage ist, ob Deutschland auch 11x so viele Fachfirmen hat, die Stellwerke bauen können. Oder ist es vielleicht so, dass Belgien gar keine Firmen hat und sowas z.B. an deutsche Firmen vergibt. Und wenn man in Europa eine gewisse Kapazität hat, z.B. 200 Stellwerk im Jahr neu zu bauen, dann ist es schon einfacher, mit den Ressourcen ein kleines Land umzurüsten als ein großes.
Überschlagsrechnung:
Deutschland hat 7x mehr Einwohner als Belgien und ist 12x so groß.
Das Streckennetz in Deutschland ist mit 33.500 km 10x so groß wie das in Belgien mit 3.454 km.
Die NMBS/SNCB haben ca. 20.000 Mitarbeiter, die DB 220.000, also 11x so viel.
Damit sollte man doch auch 10x mal mehr leisten können.
Oder ist die deutsche Eisenbahn wirklich hoffnungslos ineffizient?
Abgesehen davon, dass es hier nichts zur Sache tut: Hast Du Belege für Deine Behauptung?Für welche?
Nochmal: das ZDF hat zugegeben, Fehler gemacht zu haben, sonst hätte es keiner Klarstellungen oder Korrekturen bedurft.In sich widersprüchlich. Wenn das ZDF Fehler zugegeben hätte, müsstest Du die Fehlerhaftigkeit nicht erst aus späteren Klarstellungen und Korrekturen schlussfolgern. Zur Schlussfolgerung selbst: Jedenfalls ich musste mich im Leben schon oft korrigieren, ohne (zumindest nach meiner Meinung) immer vorher Sorgfaltsfehler gemacht zu haben. Nach meiner Erfahrung können Fehler auch andere Ursachen haben. Hast Du denn einen Beleg für Deine Behauptung, dass das ZDF Fehler zugegeben habe? Ich kann bisher so recht kein öffentliches Eingeständnis finden.
Strittig ist momentan, ob das Korrigierte alle Fehldarstellungen umfasst, oder ob weitere Rechte der DB verletzt wurden.Nein, hab ich nicht. Ich hab die Sendung nämlich bisher immer noch nicht gesehen, keine Zeit. Deshalb hielte ich es für falsch, mich zur Fehlerhaftigkeit ihres Inhalts zu äußern, zumal öffentlich.
Hast Du da Argumente für oder gegen?
HSB Tw 44 schrieb:Gut, immerhin gibst Du das zu.
ZitatAbgesehen davon, dass es hier nichts zur Sache tut: Hast Du Belege für Deine Behauptung?Für welche?
Dass Du die Sendung selbst nicht gesehen hast? Keine,
außer dass Du auf direkte Frage danach ausführlich darlegst, dass für Dich als Privatperson andere Sorgfaltsmaßstäbe gelten als für Journalisten.
Dass heute ständig journalistische Inhalte von Menschen beurteilt werden, die sie gar nicht selbst kennen? Nur anekdotische Evidenz, davon reichlich, auch in diesem Thread.
HSB Tw 44 schrieb:Das Veröffentlichen von Korrekturen ist doch gerade die Aussage: die ursprüngliche Version war fehlerhaft. Sonst müßte man ja nicht korrigieren.
ZitatNochmal: das ZDF hat zugegeben, Fehler gemacht zu haben, sonst hätte es keiner Klarstellungen oder Korrekturen bedurft.
Zur Schlussfolgerung selbst: Jedenfalls ich musste mich im Leben schon oft korrigieren, ohne (zumindest nach meiner Meinung) immer vorher Sorgfaltsfehler gemacht zu haben. Nach meiner Erfahrung können Fehler auch andere Ursachen haben. Hast Du denn einen Beleg für Deine Behauptung, dass das ZDF Fehler zugegeben habe? Ich kann bisher so recht kein öffentliches Eingeständnis finden.
ZitatIch möchte Dich nochmal darauf hinweisen, wo dieser Strang von ausging: von einem Beitrag eines Dritten, der sich darüber beschwert hat, daß die DB überhaupt etwas gegen den Beitrag hat.Strittig ist momentan, ob das Korrigierte alle Fehldarstellungen umfasst, oder ob weitere Rechte der DB verletzt wurden.
Hast Du da Argumente für oder gegen?
Hm… Wenn Du nun aber den Beitrag selbst nicht gesehen hast, wie Du weiter unten schreibst, wie kannst Du dann sicher sein, daß Deine Vermutung, auch andere haben sie nicht gesehen, zutrifft?Bin ich nicht. Ich ziehe nach wie vor lediglich eine Schlussfolgerung aus dem Umstand, dass Du Dich (auch jetzt) nicht dazu bekennen magst, sie gesehen zu haben. Zu dieser Frage könnte ich übrigens nichts besseres wissen, auch wenn ich sie selbst gesehen hätte. An meiner Bewertung von Haltungsnoten für journalistische Leistungen, die man gar nicht kennt, halte ich fest. Solltest Du die Sendung gesehen haben, betrifft sie Dich nicht. Aber genau das hatte ich ja ursprünglich bei Dir nachgefragt.
Jedenfalls ich musste mich im Leben schon oft korrigieren, ohne (zumindest nach meiner Meinung) immer vorher Sorgfaltsfehler gemacht zu haben. Nach meiner Erfahrung können Fehler auch andere Ursachen haben.HSB Tw 44 schrieb:
Das ist jetzt wirklich eine sehr spannende Idee von Dir: Du stellst eine Korrektur ein – Du sagst also: „Habe mich geirrt, es ist doch B“ –, aber das soll dann kein Fehler in der ersten Fassung sein? Was dann? Dieser Irrtum ist ein sachlicher Fehler, egal, wie er zustande kam.Vergleiche die beiden Zitate. Ausdrücklich habe ich nicht einen Fehler in Abrede gestellt (ohne aber darüber mehr zu wissen), sondern über die verschiedenen Ursachen von Fehlern geschrieben. Deshalb gehst Du ja im nächsten, hier nicht mehr zurierten Satz noch weiter auf die Differenzierung zwischen Sorgfalts- und sachlichem Fehler ein. Hier zitierst Du mich also nicht verkürzt, sondern falsch, im umgekehrten Sinn. Sicher ist meine Idee noch spannender, wenn Du ihren Wortlaut ins Gegenteil verkehrst.
Wer toller Journalist sein will, muß halt, gerade bei kritischen Beiträgen, sehr genau arbeiten. Es gab mal das Mantra von „Check, double-check, and re-check!” Das hat man hier offenkundig ausgelassen, denn uns hier sind ja einige Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.HSB Tw 44 schrieb später:
Wenn Du also meine Beiträge (und vielleicht darüber hinausgehend nicht nur die, auf die Du verkürzend geantwortet hat, sondern alle) in diesem Kontext liest, dann stellst Du fest, daß ich nicht gesagt habe: „Frau Hayali arbeitet unsauber“, sondern, daß es eine journalistische Sorgfaltspflicht gibt und jeder – auch die DB – das Recht hat, im Zweifel gerichtlich klären zu lassen, ob ein Beitrag den Rahmen eingehalten hat oder nicht.Vergleiche die Zitate. Ich bin bei meinem Verständnis Deiner Beurteilung offenbar dem Zauber des ersten erlegen. Es schien mir nicht nur Zweifel zum Ausdruck zu bringen, sondern Gewissheit angesichts des Offenkundigen.
geschrieben von: U-Boot
Datum: 04.08.26 20:38
geschrieben von: Athlonpower
Datum: 05.08.26 14:23
Was hat man auch anderes von Hayali erwartet? Diese Frau lebt - lebt nicht nur bei diesem Thema - in ihrer völlig eigenen, verzerrten Welt und denkt, als Einzige die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben.Hat ja nicht lange gedauert, bis der berufsmäßige AfD -Alternative für Dummies- Hetzprediger seinen verbalen Auswurf hier reinschiebt, Mann wisch dir mal den Schauml aus dem Gesicht, ist ja widerlich.
Zudem war es bekanntlich sie, die zweimal nachweislich linksextreme Brandanschläge auf die Bahninfrastruktur verharmlost bzw. die Täter und ihre Gesinnung bewusst vom Hacken gelassen hat. Wie soll sojemand eine neutrale, ideologiefreie und faktenbasierte Reportage zu Stande bringen? Keine Chance.
Und mit underen 18,36€ müssen wir nicht nur solche fragwürdigen, hassgeblendeten und offen mit dem linken Extremismus flirten Personen jedes Monat durchfüttern…
geschrieben von: Kurtson
Datum: 08.08.26 23:09
Hat ja nicht lange gedauert, bis der berufsmäßige AfD -Alternative für Dummies- Hetzprediger seinen verbalen Auswurf hier reinschiebt, Mann wisch dir mal den Schauml aus dem Gesicht, ist ja widerlich.Wenn es doch aber stimmt, was er schreibt?
geschrieben von: Traumflug
Datum: 09.08.26 01:39
Ein solider Journalist hat neutral über Dinge zu berichten, und nicht seine persönliche Meinung zu verbreiten."Wer meint, Journalismus müsste neutral sein, degradiert Journalisten und Journalistinnen zu reinen Mikrofonhaltern und Mikrofonhalterinnen"
Aber das ist eben das Problem der grünen / linken Bewegungen in Deutschland. Man will die Menschen belehren, gängeln, ihnen die links-grüne Ideologie aufdrücken.Was Du da in diesen Beitrag hinein interpretierst sagt wohl mehr über Dich als über diese Recherche.
Man fordert die Toleranz zur Meinung ein, ohne selber tolerant zu sein. Die Meinungsfreiheit reicht nur so weit, wie sie den links-grünen Vorgaben entspricht.
Eine Journalistin hat nicht das Recht andere Menschen zu verurteilen oder in die rechte Ecke zu stellen. Dies sollte der mündige Bürger für sich selbst entscheiden (dürfen).
geschrieben von: Kurtson
Datum: 09.08.26 12:23
"Wer meint, Journalismus müsste neutral sein, degradiert Journalisten und Journalistinnen zu reinen Mikrofonhaltern und Mikrofonhalterinnen"Zitat
Georg Restle 2026, nachzuhören bei Minute 10:44 hier: [www.youtube.com]
Was Du da in diesen Beitrag hinein interpretierst sagt wohl mehr über Dich als über diese Recherche.Was Du und ein Georg Restle sagen, interessiert mich nicht.
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